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	<title>Hao Qiu Zhuan/de-murr/Chapter 10 - Revision history</title>
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	<updated>2026-04-04T17:59:37Z</updated>
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		<id>https://bou.de/u/index.php?title=Hao_Qiu_Zhuan/de-murr/Chapter_10&amp;diff=172241&amp;oldid=prev</id>
		<title>Maintenance script at 07:51, 26 March 2026</title>
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		<updated>2026-03-26T07:51:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;New page&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Language Bar|page=Hao_Qiu_Zhuan/Chapter_10}}&lt;br /&gt;
{{Book Nav|book=Hao_Qiu_Zhuan|prev=Hao_Qiu_Zhuan/de-murr/Chapter_9|next=Hao_Qiu_Zhuan/de-murr/Chapter_11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kapitel 10: Geheuchelte Ernsthaftigkeit vor dem Provinzinspektor: Den Spieß umdrehen =&lt;br /&gt;
''Aus: Haoh Kjoeh Tschwen, die angenehme Geschichte. Leipzig, 1766''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Hinweis: OCR-Digitalisierung. Seitenzahlen als [S. N]. Vergleich mit [[Hao_Qiu_Zhuan/zh/Chapter_10|chinesischem Original]] und [[Hao_Qiu_Zhuan/en/Chapter_10|moderner Ubersetzung]] empfohlen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuntes Kapitel. a)&lt;br /&gt;
chuey-gowin trug das Papier mit den Ver&lt;br /&gt;
sen zu seiner Nichte. „Ich habe.nachgefra&lt;br /&gt;
get, weil ihr mich darum ersuchtet, sprach er,&lt;br /&gt;
S 2&lt;br /&gt;
1) Im Chinesischen ist es das sehnte.&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
und ich finde, daß alles wahr ist. Es ist ein gar-&lt;br /&gt;
ftiger und häßlicher Handel. Ihr gabet mir keis&lt;br /&gt;
nen Glauben, als ich euch zuvor sagte, dieser&lt;br /&gt;
Fremde sey ein Betrüger und Bösewicht. Nun-&lt;br /&gt;
mehr habe ich euch einen überzeugenden Beweis&lt;br /&gt;
hieher gebracht. Ihr werdet nicht allein finden,&lt;br /&gt;
daß er ein Betrüger ist; sondern auch, daß er&lt;br /&gt;
verursachet hat, Anmerkungen über uns zu ma»&lt;br /&gt;
chen.&amp;quot; Sie fragte ihn, was er damit sagen woll&lt;br /&gt;
te? Er gab ihr zur Antwort: Als ich zu dem&lt;br /&gt;
Tschi-hien gieng, sah ich einen Haufen Leute&lt;br /&gt;
beysammen, so ein Papier ablasen. Die Menge,&lt;br /&gt;
war so groß, daß ich nicht nahe hinzu kommen&lt;br /&gt;
konnte. Man sagte mir, daß noch mehrere aus,&lt;br /&gt;
gestreuet wåren. Ich fand auch wirklich ein fol-&lt;br /&gt;
ches Papier, das ich euch hier mitgebracht habe.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Das junge Frauenzimmer hatte es kaum gelesen,&lt;br /&gt;
als sie herzlich lachte, und zu ihrem Oheime sprach:&lt;br /&gt;
Kong, hoh, oder viel Glück!&amp;quot; Er wollte die&lt;br /&gt;
Ursache dieses Wunsches wissen. Sie gab ihm&lt;br /&gt;
zur Antwort: „Ich wünsche Ihnen viel Glück&lt;br /&gt;
dazu, weil Sie auf einmal anjeßt Verse machen&lt;br /&gt;
und schreiben können, da Sie zuvor weder lesen&lt;br /&gt;
'noch schreiben konnten.&amp;quot;. Ihr wisset mein Un&lt;br /&gt;
vermögen wohl, Nichte, erwiederte Schuey-&lt;br /&gt;
gowin, etwas folches zu thun. Ich glaube, ihr&lt;br /&gt;
›wollet scherzen. „Es ist wahr, sagte sie; Kus&lt;br /&gt;
Feby ssu, und nicht Sie, hat diese Verse ge-&lt;br /&gt;
macht.&lt;br /&gt;
Sie rühren von ihm her.“ „Ach! ver-&lt;br /&gt;
setzte Schuey gowin, er kann eben so wenig&lt;br /&gt;
schreiben, als ich.“&lt;br /&gt;
„Wenn er auch nicht schrei-&lt;br /&gt;
&amp;quot;&amp;lt;&lt;br /&gt;
ben&lt;br /&gt;
&amp;quot;&lt;br /&gt;
ben kann, antwortete die Dame, so weis er doch&lt;br /&gt;
feine Zunge zu gebrauchen. Es ist seine Erfin&lt;br /&gt;
sung. Wie könnet ihr also fprechen? sagte ihr&lt;br /&gt;
Oheim. Er ist ja kein Feind von Tieh&lt;br /&gt;
tschong-u; warum sollte er ihn denn mishan-&lt;br /&gt;
deln?“ „Glauben Sie denn, erwiederte sie, daß&lt;br /&gt;
`ich die Gesinnungen ihres Tochtermanns nicht&lt;br /&gt;
weis? Er allein ist der Urheber von diesen Ver-&lt;br /&gt;
fen. Niemand, als er allein, weis etwas von&lt;br /&gt;
dem Fremden. So schön sie aber auch seyn md-&lt;br /&gt;
gen; so ist doch Ihre Nichte so einfältig, daß sie&lt;br /&gt;
nicht die Schönheiten derselben, ja nicht einmal&lt;br /&gt;
ihre Meinung einsehen kann. Wie kann sie denn&lt;br /&gt;
durch dieselben gerühret werden? Sie hätten besser&lt;br /&gt;
gethan, wenn Sie Ihre Zeit nicht mit einer sols&lt;br /&gt;
chen Kleinigkeit verderbet håtten.“&lt;br /&gt;
Schuey-gowin war so verwirret, daß er&lt;br /&gt;
nichts darauf antworten konnte. Endlich sprach&lt;br /&gt;
er: „Nichte, ich muß euch noch etwas fagen.&lt;br /&gt;
Glaubet ja nicht, daß Ku-keh-ssu jemals euch&lt;br /&gt;
vergeffen wird. Er wartet nur auf die Bekräfti-&lt;br /&gt;
gung einer höhern Obrigkeit, als die Mandarinen&lt;br /&gt;
dieser Stadt sind. Gestern kam die Nachricht&lt;br /&gt;
hier an, daß ein Ngan-yuen oder Obervisita-&lt;br /&gt;
tor, hieher fømmen werde. Er heißet Fungs&lt;br /&gt;
ying, und war ein Untergebener des Ku- scho-&lt;br /&gt;
fsu, des Vaters eures Liebhabers. Er wird ihn,&lt;br /&gt;
fo bald er ankommt, bitten, sein Ansehen zur&lt;br /&gt;
Verheurathung mit euch anzuwenden, die er in&lt;br /&gt;
eurem eigenen Haufe vollziehen will. Wie wollet&lt;br /&gt;
ihr euch dabey verhalten, da euer Vater nicht bey&lt;br /&gt;
S 3&lt;br /&gt;
euch&lt;br /&gt;
euch ist, und ich eine Privatperson bin?&amp;quot;&lt;br /&gt;
„Oheim, gab sie ihm zur Antwort, dieser Man-&lt;br /&gt;
barin kommt im Namen des Kaisers, und wird&lt;br /&gt;
dessen Befehlen gemåß handeln. Er kommt dess&lt;br /&gt;
wegen, damit er alles untersuche, was nicht recht&lt;br /&gt;
ist. Er würde die Gränzen feines Amtes über-&lt;br /&gt;
schreiten, wenn er hieher kåme, jemand Gewalt,,&lt;br /&gt;
thätigkeiten zu erweisen. Heurathen ist eine Pri-&lt;br /&gt;
vatsache, und gehet seine Verrichtungen gar nicht&lt;br /&gt;
Sollte er auch wirklich in diese Sache ge=&lt;br /&gt;
flochten werden, wie Sie drohen, so kann es ge-&lt;br /&gt;
schehen, daß er zu Ende des Jahres feiner Würde&lt;br /&gt;
entsetzet wird.&lt;br /&gt;
Er wird als ein vernünftiger&lt;br /&gt;
Mann die Gefeße des Kaisers nicht überschreiten;&lt;br /&gt;
follte er es aber thun, so haben wir uns doch nicht&lt;br /&gt;
zu fürchten.&lt;br /&gt;
an.&lt;br /&gt;
(6&lt;br /&gt;
Ihr fprechet sehr hoch, erwiederte ihr Oheim.&lt;br /&gt;
Shr würdet euch vielleicht fürchten, wenn ihr vor&lt;br /&gt;
den Obervisitator kommen müßtet, und er nur&lt;br /&gt;
ein paar Worte språche.“ „Ich würde mich fürch-&lt;br /&gt;
ten, fagte sie, wenn es mit Recht geschähe: denn&lt;br /&gt;
ein jeder Verbrecher fürchtet sich; aber ein Un-&lt;br /&gt;
schuldiger bleibet unerschrocken. Ich würde mich&lt;br /&gt;
vor dem Kaiser selbst nicht fürchten, wenn es auf&lt;br /&gt;
den Verlust meiner eigenen Person ankäme.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mir könnet ihr immerhin dieses sagen, antwor&lt;br /&gt;
rete Schuey-gowin; alle andere Leute aber wür&lt;br /&gt;
den darüber lachen. Was ich euch sage, das&lt;br /&gt;
kommt von freundschaftlichem Herzen, und damit&lt;br /&gt;
ihr sagen müffet, daß ich euch gewarnet habe.&amp;quot;&lt;br /&gt;
„Es ist ein altes Sprüchwort, versezte Schuey-&lt;br /&gt;
ping-fin:&lt;br /&gt;
ping-fin: Ein jeder Mensch hat seinen eigenen&lt;br /&gt;
Verstand, sein Gedächtniß und seinen Willen, die&lt;br /&gt;
ihn regieren. Wenn Sie dieses nicht begreifen,&lt;br /&gt;
so giebt es noch ein anderes Eprüchwort: Ein&lt;br /&gt;
jeder weis seine eigene Last, es sey Hunger, Kälte,&lt;br /&gt;
øder Hiße. Seyn Sie also, mein Herr, wenn&lt;br /&gt;
es Ihnen beliebet, um Ihre eigene Sachen befor-&lt;br /&gt;
set. Ihre Nichte weiß schon selbst, was recht-&lt;br /&gt;
mäßig, billig und vernünftig ist. Bekümmern&lt;br /&gt;
Sie sich nichts darum, was ich thue, es mag&lt;br /&gt;
glücklich oder unglücklich, gut oder bds auss&lt;br /&gt;
schlagen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Diese Worte schienen ihm so scharf zu seyn,&lt;br /&gt;
als die Schneiden der Schwerter, so eine eiserné&lt;br /&gt;
Stange entzweyhauen. Er wurde sehr verdrüß,&lt;br /&gt;
lich, stund auf, und sagte: „Alles, was ich euch&lt;br /&gt;
gesagt habe, kommt aus guter Neigung. Ein&lt;br /&gt;
Bauer weis auch ein Arzneýmittel. Es stehet&lt;br /&gt;
beŋ euch, mich anzuhören, oder nicht.“ Hier&lt;br /&gt;
mit gieng er fort, und beschloß, den Ku-keh - ssu&lt;br /&gt;
anzutreiben, die Sache mit dem größten Eifer zu&lt;br /&gt;
unternehmen.&lt;br /&gt;
Nach zween Monaten langte der Mandarin&lt;br /&gt;
an. Ku-keh-ssu reisete ihm zwo Stunden weit&lt;br /&gt;
entgegen, und überhäufte ihn mit Geschenken und&lt;br /&gt;
Gastereyen. Der Obervisitator erkannte fich für&lt;br /&gt;
feinen Schuldner, und bath ihn, ihm eine Gele&lt;br /&gt;
genheit an die Hand zu geben, wodurch er ihm seis-&lt;br /&gt;
ne Dankbarkeit bezeugen könnte. Ku-keh-ssu&lt;br /&gt;
Ⓒ 4&lt;br /&gt;
sprach&lt;br /&gt;
sprach hierauf zu dem Mandarin:&lt;br /&gt;
Sie bekleiden eine hohe Stelle.&lt;br /&gt;
che&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;&lt;br /&gt;
„Mein Herr,&lt;br /&gt;
Wie darf ich&lt;br /&gt;
mich unterfangen, mir eine Gefälligkeit auszubit-&lt;br /&gt;
ten ?&amp;quot; Betrachten Sie mich nicht so, versette&lt;br /&gt;
der Ngan-yuen; sehen Sie mich vielmehr als&lt;br /&gt;
Ihren vertrauten Freund an, mit dem Sie frey&lt;br /&gt;
reden können.&amp;quot; „Sie erzeigen mir große Ehre,&lt;br /&gt;
antwortete Ku-keh-ssu. Ich habe etwas auf&lt;br /&gt;
meinem Herzen, das meine Wohlfahrt betrifft.&lt;br /&gt;
Könnte ich doch Ihren Beystand in dieser Sa&lt;br /&gt;
Der Mandarin ersuchte ihn, ihm&lt;br /&gt;
alles zu eröffnen. „Mein Vater, sprach er, ist&lt;br /&gt;
in einem öffentlichen Amte, welches ihm alle Zeit&lt;br /&gt;
wegnimmt, so, daß er gar nicht an seine häusli-&lt;br /&gt;
chen Angelegenheiten denken kann. Dieses ist die&lt;br /&gt;
Ursache, daß ich noch nicht verheurathet bin.&amp;quot;&lt;br /&gt;
,,Wie, erwiederte der Mandarin, haben Sie noch&lt;br /&gt;
niemals Heurathsvorschläge gethan?“ „Ja, cs&lt;br /&gt;
ift dieses geschehen, sagte Ku keh ssu; aber&lt;br /&gt;
dgs Frauenzimmer hat mir einen Korb gegeben;&lt;br /&gt;
ich bittte Sie daher inständig, in dieser Sache mir&lt;br /&gt;
mit Ihrem Ansehen behülflich zu seyn.&lt;br /&gt;
(6&lt;br /&gt;
Der Obervisitator lachte sehr, als er ihn so&lt;br /&gt;
sprechen hörte. „Das ist etwas sonderbares,&lt;br /&gt;
sprach er. Ihr Vater ist ein Staatsminister.&lt;br /&gt;
Sie sind ein junger Mensch von Ansehen.&lt;br /&gt;
kann Ihnen seine Tochter abschlagen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
die Tochter des Schuey-ku-yeh, des Manda.&lt;br /&gt;
rins bey dem Kriegsoberhofgerichte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;&lt;br /&gt;
Wer&lt;br /&gt;
Es ist&lt;br /&gt;
Ist nicht,&lt;br /&gt;
ihr Vater, fragte der Ngan-yuen, in die Tar-&lt;br /&gt;
tarey&lt;br /&gt;
farey verwiesen worden b)?&lt;br /&gt;
Wer besorget sein.&lt;br /&gt;
Hauswesen? Vielleicht will ihre Mutter nicht&lt;br /&gt;
einwilligen ?“&lt;br /&gt;
„Ihre Mutter ist schon lange&lt;br /&gt;
lein ist in ihrem Hause,&lt;br /&gt;
sich meinem Antrage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
todt, gab Ku-keh-ssu zur Antwort. Sie al&lt;br /&gt;
rin.&lt;br /&gt;
und sie allein widerseket&lt;br /&gt;
„Wie kann sie, als ein&lt;br /&gt;
junges Mädchen, dieses thun ? sagte der Manda-&lt;br /&gt;
Vielleicht weis fie gar nichts davon?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Sie weiß es nur gar zu wohl, sagte der junge&lt;br /&gt;
Mensch; allein sie wußte so viele Kunstgriffe, daß&lt;br /&gt;
ich niemals meinen Endzweck erreichen konnte.&lt;br /&gt;
„Warum wandten Sie sich nicht an den Tschi-fu,&lt;br /&gt;
und Tschi-hien?“ · „Ich that auch dieses, sprach&lt;br /&gt;
Ku-keh-ssu; sie achtete aber ihre Macht sehr&lt;br /&gt;
gering, und erzeigte ihnen schlechte Achtung. Ich&lt;br /&gt;
nehme nun zu Ihnen meine Zuflucht, und bitte:&lt;br /&gt;
Sie, diese Sache zu meinem Vergnügen zu stande&lt;br /&gt;
zu bringen. Ich werde Zeitlebens dafür dankbar&lt;br /&gt;
seyn.&amp;quot;,,Es ist etwas sehr löbliches, Heurathen&lt;br /&gt;
zu stiften, erwiederte der Mandarin. Ich sehe&lt;br /&gt;
bey dieser Sache nichts übels, und ich will mich&lt;br /&gt;
bemühen, Ihnen zu dienen. Wer war die Mit-&lt;br /&gt;
telsperson zuvor? Vielleicht gab man ihr das An&lt;br /&gt;
erbieten der Heurath nicht deutlich genug zu ver&lt;br /&gt;
stehen?&amp;quot; Ku-keh-ssu versicherte ihu, daß der&lt;br /&gt;
Pao Tschi-hien selbst das Brautgeschenke in ihr&lt;br /&gt;
Haus&lt;br /&gt;
S5&lt;br /&gt;
b) Im Chinesischen heißt es: Pien-tsing, d. i. außerhalb&lt;br /&gt;
China, oder, außer der Mauer. Die Tartarey ist das&lt;br /&gt;
gewöhnliche Land der Verwiesenen. Lettres édifiantes,&lt;br /&gt;
T. 17. p. 114. Ogilby, Vol. 2, p.2 und 7.&lt;br /&gt;
Haus überbracht habe, welches in ihres Vaters&lt;br /&gt;
Abwesenheit ihr Oheim empfieng; und daß jeder&lt;br /&gt;
mann dieses wiffe. „Wenn sich die Sache also&lt;br /&gt;
verhält, fagte der Mandarin, so will ich morgen&lt;br /&gt;
einen Befehl ergehen lassen, der Sie berechtiget,&lt;br /&gt;
fie nach Ihrem Hause zu führen, und daselbst die&lt;br /&gt;
Heurath zu vollziehen.“ „Wenn ich voran gehe,&lt;br /&gt;
so wird sie nicht in die Sänfte steigen wollen,&lt;br /&gt;
sprach Ku-keh-ssu; soudern zu entrinnen suchen.&lt;br /&gt;
Ich bitte mir daher aus, daß ich mich nach ihrem&lt;br /&gt;
Hause verfügen, und daselbst die Heurath vollzie&lt;br /&gt;
hen darf.&amp;quot; Der Obervisitator willigte sogleich&lt;br /&gt;
darein, und Ku-keh-ssu nahin vom Mandarin&lt;br /&gt;
sehr vergnügt Abschied.&lt;br /&gt;
Ebe noch zween Tage verflossen waren, sands&lt;br /&gt;
te der Mandarin folgenden Befchl an den Tschis&lt;br /&gt;
hien.&lt;br /&gt;
„Ich, der Ngan-yuen, oder Obervisitator,&lt;br /&gt;
zeige hiermit an, daß die Zeit einer Vermählung&lt;br /&gt;
nicht hintangefeßet werden muß; indem die Ehe&lt;br /&gt;
,,bas erste Bündniß in der Welt war. Da nun&lt;br /&gt;
Ku-keh-ssu, der Sohn des Ku-scho - ssu,&lt;br /&gt;
,,der Tochter des Schuey-ku-yeh Heurathsvor-&lt;br /&gt;
,,fchläge gethan, und Geschenke übersandt hat,&lt;br /&gt;
„welches unter eurer Vermittelung, als Tschiz&lt;br /&gt;
„hien, geschehen ist; da ihr selbst das Hochzeitz&lt;br /&gt;
geschenk überbrachtet, und billig ist, daß die Heu-&lt;br /&gt;
,,rath nun vollzogen werde: so befehle und bevoll&lt;br /&gt;
,,mächtige ich den besagten Ku-keh-ssu, in ihres&lt;br /&gt;
,,Vaters Abwesenheit sich nach ihrem Hause zu&lt;br /&gt;
„verfügen, und sie daselbst als seine Braut zu heu-&lt;br /&gt;
rathen,&lt;br /&gt;
rathen: so ist es gut und löblich. Und ihr, der&lt;br /&gt;
„Tschi-hien, send hiermit erinnert, die Vollzie-&lt;br /&gt;
„bung dieses Befehls nicht långer, als einen Mo-&lt;br /&gt;
„nat, aufzufchieben, bey Strafe scharfer Ahn-&lt;br /&gt;
,,dung, wenn ihr diesem nicht nachlebet.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Pao Tschi-hien hatte kaum diesen Bes&lt;br /&gt;
fehl des Mandarins gelesen, als er deutlich sah,&lt;br /&gt;
daß Ku-keh-ssu Schuld daran sey. Er glaub&lt;br /&gt;
te sich die Rache dieses jungen Menschen zuzuzie.&lt;br /&gt;
hen, wenn er dem Ngan-yuen die ganze Sache&lt;br /&gt;
umständlich entdecken würde. Hingegen hatte er&lt;br /&gt;
zu befürchten, zur Rechenschaft gezogen zu tver&lt;br /&gt;
den, wenn die Wahrheit entdecket seyn würde.&lt;br /&gt;
Er beschloß daher, dem Mandarin von allem,&lt;br /&gt;
was er wußte, folgende Nachricht zu übersenden.&lt;br /&gt;
,,Zu Beantwortung des Befehls Eurer Excel-&lt;br /&gt;
lenz c) berichte, daß ich wirklich die Person war,&lt;br /&gt;
„so die Heurath stiften sollte. Die andern Pers&lt;br /&gt;
fonen waren Ku-keh-ssu und Schuey-gowin.&lt;br /&gt;
„Das junge Frauenzimmer hatte nicht die gering,&lt;br /&gt;
„ste Neigùng dazu; daher die Sache noch jezt&lt;br /&gt;
„zweifelhaft und ungewiß ist. Gestern erhielt ich&lt;br /&gt;
einen Befehl, die Heurath vollziehen zu sehen,&lt;br /&gt;
„dem ich auch nachkommen werde. Nur weiß ich&lt;br /&gt;
„dieses, daß das das junge Frauenzimmer noch&lt;br /&gt;
,,immer einen Abscheu davor hat. Ich habe bar&lt;br /&gt;
ha&lt;br /&gt;
ber Eurer Excellenz diese Nachricht geben wollen,&lt;br /&gt;
„die ich nicht übel aufzunehmen bitte.&lt;br /&gt;
Denn es&lt;br /&gt;
kann&lt;br /&gt;
c) Im Chinesischen heißt es: gan: Thaj. Thaj heißt&lt;br /&gt;
so viel als Ercellenz.&lt;br /&gt;
Hash Kidh Tschwen.&lt;br /&gt;
„kann sich leicht eine Schwierigkeit eråugen, welche&lt;br /&gt;
„in Erwägung gezogen zu werden verdienet. Ins&lt;br /&gt;
„zwischen soll der Befehl pünktlich vollzogen wer-&lt;br /&gt;
„den. &amp;lt;&lt;br /&gt;
Als der Obervisitator diese Zeilen las, wurde&lt;br /&gt;
er über den Tschi hien sehr zornig. War!&lt;br /&gt;
fprach er, bin ich in diesem mächtigen Posten, wo&lt;br /&gt;
ich so gar über Leben und Tod zu gebieten habe,&lt;br /&gt;
und follte in einer solchen Kleinigkeit, wie die Ver-&lt;br /&gt;
beurathung eines einfältigen Mädchens, einer&lt;br /&gt;
Tochter eines Verwiesenen ist, nicht durchdringen&lt;br /&gt;
können? Es würde mir und meiner Würde zur&lt;br /&gt;
Schande gereichen, wenn ich ihren schwachen&lt;br /&gt;
Gründen, und nichtsbedeutenden Einwürfen nach,&lt;br /&gt;
gebe.&amp;quot;Er fandte hierauf zum zweytenmale fol-&lt;br /&gt;
genden Befehl an den Tschi-hien.&lt;br /&gt;
„Da Schuey-ping-sin nicht in die Heu-&lt;br /&gt;
rath willigte, wie kam es denn, daß ihr euch&lt;br /&gt;
zur Mittelsperson gebrauchen ließet? Ihr schei-&lt;br /&gt;
„net mich nur beunruhigen zu wollen. Ihr feyd&lt;br /&gt;
„hierbey erinnert, euch noch einmal zu ihr zu ver-&lt;br /&gt;
fügen, und ihr zu sagen, daß sie Ku-keh-ssu&lt;br /&gt;
„ohne fernern Anstand heurathen müsse. Wenn&lt;br /&gt;
sie sich weigert, fo laffet fie vor mich bringen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der Tschi-hien erhielt diefen zweyten Befehl,&lt;br /&gt;
und da er nun keine Ausflucht mehr fah, gieng&lt;br /&gt;
er zuerst zum Ku-keh-fsu, und gab ihm Nach-&lt;br /&gt;
richt, daß er in einem Monate verheurathet wer-&lt;br /&gt;
den follte. Er antwortete sehr freudig. „O ja!&lt;br /&gt;
von ganzem Herzen.“. Sodann begab er sich in&lt;br /&gt;
das Haus der Schuey-ping-sin.&lt;br /&gt;
Er ließ ihr&lt;br /&gt;
durch&lt;br /&gt;
Sie er&lt;br /&gt;
durch einen Diener wissen, daß er auf Befehl des&lt;br /&gt;
Ngan-yuen mit ihr_sprechen müsse.&lt;br /&gt;
rieth sogleich die Ursache, und befahl das Gitters&lt;br /&gt;
werk d) in dem großen Saale zu befestigen. So&lt;br /&gt;
bald dieses geschehen, trat sie hinein. Sie ließ&lt;br /&gt;
hierauf den Tschi-hien befragen, was für einen&lt;br /&gt;
Befehl er ihr zu überbringen habe. Er antwor&lt;br /&gt;
tete: „Es betrift Jhre Vermählung mit Kus&lt;br /&gt;
keh-ssu. Sils ich anfangs in dieser Sache die&lt;br /&gt;
Mittelsperson abgab, bezeugten Sie so große Ab&amp;gt;&lt;br /&gt;
neigung, daß er sich eine geraume Zeit ruhig hielt.&lt;br /&gt;
Dieser große Mandarin aber, der ein Untergebes&lt;br /&gt;
ner seines Vaters war, ließ sich von ihm überre&lt;br /&gt;
den, sein Ansehen zur Vollziehung der Heurath&lt;br /&gt;
anzuwenden. Gestern erhielt ich einen Befehl,&lt;br /&gt;
es beyden Theilen anzuzeigen, daß innerhalb einem&lt;br /&gt;
Monate die Heurath vollzogen werden muß. Eben&lt;br /&gt;
habe ich dem Ku-keh-ssu dieses angezeiget; und&lt;br /&gt;
nun bin ich auch hieher gekommen, es Ihnen kund&lt;br /&gt;
zu machen, damit Sie sich darnach richten köns&lt;br /&gt;
men.“ Das Frauenzimmer erklärte sich hierauf&lt;br /&gt;
also: „Ich verachte eine so wichtige Sache, als&lt;br /&gt;
die Ehe ist, im geringsten nicht. Mein Vater ist&lt;br /&gt;
nicht zu Hause, und verwiesen, daher kann ich&lt;br /&gt;
feine Einwilligung nicht erhalten. Dieses bitte&lt;br /&gt;
ich dem Mandarin zu hinterbringen.&amp;quot; Hier ist&lt;br /&gt;
der zweyte Befehl, sagte der Tschi-hien, den ich&lt;br /&gt;
deswegen erhielt. Ich seßte den ersten bey Seite,&lt;br /&gt;
und beantwortete ihn mit Gründen. Nachher ers&lt;br /&gt;
bielt&lt;br /&gt;
&amp;quot;&lt;br /&gt;
d) Man sehe den Anfang des vierten&amp;quot; Kapitele dieses&lt;br /&gt;
Buches.&lt;br /&gt;
bielt ich einen ernstlichen Verweis deshalben, nebst&lt;br /&gt;
diesem neuen Befehe, der sehr deutlich ist. Ich&lt;br /&gt;
kann in dieser Sache weiter nichts thun, und habe&lt;br /&gt;
Ihnen, wie es meine Pflicht erfordert, Nachricht&lt;br /&gt;
davon ertheilet.“ Sie bath sich aus, diesen ge-&lt;br /&gt;
messenen Befehl selbst zu lesen.&amp;quot; Er rief seinem&lt;br /&gt;
Schreiber, der ihrem Bedienten beyde Befehle&lt;br /&gt;
einhändigte. Als sie selbige gelesen, sprach sie&lt;br /&gt;
zum Tschi, hien: „Ich fürchtete blos den Zorn&lt;br /&gt;
meines Vaters, da ich mich bisher dieser Heurath&lt;br /&gt;
widerseßte. Sagen Sie dem Obervisitator, er&lt;br /&gt;
mögte geruhen, mir diese beyden Befehle in den&lt;br /&gt;
Hånden zu lassen, damit ich allemal zeigen kann,&lt;br /&gt;
daß es auf das Geheiß Seiner Excellenz geschehen&lt;br /&gt;
fey.„Der Tschi-hien überließ ihr selbige, und&lt;br /&gt;
versicherte sie, daß der Mandarin ihr gerne die&lt;br /&gt;
Mittel an die Hand geben würde, ihre Heurath&lt;br /&gt;
rechtfertigen zu können.&lt;br /&gt;
„Wie kommt es doch, dachte der Tschi - hien,&lt;br /&gt;
als er sie verlassen hatte, daß sie Ku-keh - ssu&lt;br /&gt;
fo geschwind ihre Hand reichen will! Er gab fo&lt;br /&gt;
gleich dem Ngan-yuen davon Nachricht. Die-&lt;br /&gt;
fer lachte, und bezeigte sich sehr vergnügt darüber.&lt;br /&gt;
,,Warum beschriebet ihr sie mir gestern als ein&lt;br /&gt;
verschlagenes Mådchen, so ganz und gar nicht in&lt;br /&gt;
diese Heurath willigen wollte? Ihr sehet nun,&lt;br /&gt;
wie gehorsam sie ist. Laffet sie die zrween Befehle&lt;br /&gt;
behalten; fie können ihr zu ihrer Rechtfertigung&lt;br /&gt;
dienen.&amp;quot; Der Tschi-hien sagte ihr dieses also&lt;br /&gt;
bald. Sie müssen nun bey Ihren Entschlufse&lt;br /&gt;
beharren, sprach er. Sie haben jetzt nicht mit&lt;br /&gt;
&amp;quot;&lt;br /&gt;
bebar.&lt;br /&gt;
Ku-keh-ssu allein, sondern auch mit dem&lt;br /&gt;
Ngan-yuen zu thun. Loffen Sie ihr Haus in&lt;br /&gt;
Ordnung bringen. So bald der Bräutigam ei-&lt;br /&gt;
nen glücklichen Tag bestimmen wird, so wer-&lt;br /&gt;
de ich Ihnen wieder meine Aufwartung machen.&lt;br /&gt;
Schuey-ping-sin verfeßte: „Da dieses der&lt;br /&gt;
Wille feiner Excellenz ist, so werde ich nicht un&lt;br /&gt;
gehorsam seyn, und mein Wort nicht bre&lt;br /&gt;
chen; vielleicht wird er es selbst thun.&amp;quot; ,,Wie!&lt;br /&gt;
sagte der Tschi-hien; follte ein so großer Mann&lt;br /&gt;
seine Entschlüsse åndern können? Nein. Das&lt;br /&gt;
kann nicht geschehen. Sie können sich auf seinen&lt;br /&gt;
festen Entschluß verlassen.“ Er gab hierauf dem&lt;br /&gt;
Ku-keh-ssu Nachricht, sich einen glücklichen&lt;br /&gt;
Hochzeittag zu erwählen. Dieser glaubte, daß&lt;br /&gt;
die Einwilligung des Frauenzimmers ihr von Hers&lt;br /&gt;
gen gienge, und eilte voller Freuden, Anstalten&lt;br /&gt;
zu seiner Hochzeit zu machen.&lt;br /&gt;
Zehntes Kapitel.&lt;br /&gt;
er Obervisitator der Provinz vergnügte sich sehr&lt;br /&gt;
über die Einwilligung der Schuey pings&lt;br /&gt;
sin, und ließ nun die Thüren feines Pallastes öf-&lt;br /&gt;
nen, die Gerechtigkeit zu handhaben, und Gericht&lt;br /&gt;
zu halten. Am ersten Gerichts- oder Audienzta-&lt;br /&gt;
ge wurden ihm bey funfzig Bittschriften überge&lt;br /&gt;
ben, die er alle annahm, und in einigen, Tagen&lt;br /&gt;
zu beantworten versprach. Es war schon jeder&lt;br /&gt;
mann abgetreten, außer eine junge-Weibsperson&lt;br /&gt;
nicht, die auf ihren Knien liegen blieb. Die Ge-&lt;br /&gt;
richtsbedienten hießen sie fortgeben;&lt;br /&gt;
allein sie&lt;br /&gt;
ftund&lt;br /&gt;
&amp;quot;&lt;br /&gt;
stund auf, und gieng noch näher zum Throne des&lt;br /&gt;
* Mandarins. „Ich bin die Tochter eines Verur,&lt;br /&gt;
Eben deswegen gieng ich&lt;br /&gt;
theilten, sprach sie.&lt;br /&gt;
-nicht hinweg, weil ich nicht vor der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
-Aichen wollte. Ich kam heute hieher, in dem&lt;br /&gt;
Auf diese&lt;br /&gt;
Entschluffe mein Leben zu endiger.&lt;br /&gt;
Weise werde ich weder den Befehlen Eurer Excel-&lt;br /&gt;
Lenz zuwider handeln, noch auch meine eigene Ehre&lt;br /&gt;
beflecken. Sodann wollte sie sich einen Dolch&lt;br /&gt;
in die Brust stoßen. Der Mandarin fragte sie,&lt;br /&gt;
wer sie wäre, und warum sie dieses thun wolle?&lt;br /&gt;
„Wenn ihr mißhandelt worden seyd, so will ich&lt;br /&gt;
Ich bin die&lt;br /&gt;
euch beystehen,“ seßte er hinzu.&lt;br /&gt;
Tochter des Mandarins Schuey-ku-yeh, sprach&lt;br /&gt;
fie, der ein Landesverwiesener ist. Ich wohne&lt;br /&gt;
allein als ein armes hülfloses Mädchen in meinem&lt;br /&gt;
Hause, und lebe nach den Gefeßen der Tugend&lt;br /&gt;
and Sittsamkeit, wie alle junge Mädchen thun&lt;br /&gt;
follen. Da ich so unschuldig lebte, und mir&lt;br /&gt;
nichts Böses vermuthete, wurde ich von einem jun&lt;br /&gt;
gen Menschen, der Ku-keh-ssu heißet, verrå-&lt;br /&gt;
therischer Weise verfolget. Ich habe bisher alle&lt;br /&gt;
Er ließ seit einigen&lt;br /&gt;
feine Fallstricke vermieden.&lt;br /&gt;
Tagen nach, mich zu verfolgen. Vor kurzen kam&lt;br /&gt;
ein Mandarin allhier an, der sehr mächtig ist, und&lt;br /&gt;
´der ein Schüler feines Vaters war. Diefem über-&lt;br /&gt;
gab Ku-keh-ssu eine Bittschrift, und brachte&lt;br /&gt;
es so weit bey ihm, daß er sogleich mir befahl,&lt;br /&gt;
ihn wider alle Vernunft und Gesetze zu heurathen.&lt;br /&gt;
Denn es hat weder väterliche oder mütterliche Ein-&lt;br /&gt;
willigung, noch eine Mittelsperson dabey statt ge-&lt;br /&gt;
Habt. Ich habe zween Befehle erhalten, denen&lt;br /&gt;
ich&lt;br /&gt;
ich mich als ein armes hülfloses Mädchen nicht&lt;br /&gt;
widersehen durfte. Ich war in dem tödtlichsten&lt;br /&gt;
Schrecken, als ich sie las. Da ich mir nicht an-&lt;br /&gt;
ders zu helfen wußte, so sendete ich meinen Be&lt;br /&gt;
dienten nach Pe-king mit einer Bittschrift ab,&lt;br /&gt;
an die Trommel des kaiserlichen Palastes zu schla-&lt;br /&gt;
gen. Er ist schon vor drey Tagen abgereiset. Ich&lt;br /&gt;
glaube nicht, daß Sie dieses Verfahren mir ver&lt;br /&gt;
geben können. Ich kam daher in der Entschließung&lt;br /&gt;
vor diesen Richterstuhl, mein Leben in Ihrer Ge-&lt;br /&gt;
genwart zu endigen.“ Sobald sie diese Worte&lt;br /&gt;
gesagt hatte, machte sie nochmals einen Versuch,&lt;br /&gt;
sich mit ihrem Dolche zu erstechen.&lt;br /&gt;
66.&lt;br /&gt;
Der Obervisitator achtete alles das nicht, was&lt;br /&gt;
ste vom Ku-keh-ssu fagte. Als er aber ver&lt;br /&gt;
nahm, daß sie einen Bedienten nach Pe-king ge-&lt;br /&gt;
fandt habe, und sö fest auf ihrem Entschlusse, sich&lt;br /&gt;
umzubringen, beharre, gerieth er in große Unrus&lt;br /&gt;
He. Er bath sie, sich zu måßigen, und sagte:&lt;br /&gt;
,,Wie Fonnte ich das wissen, was ihr mir sagtet?&lt;br /&gt;
Ich wußte vorher nichts von der wahren Beschaf&lt;br /&gt;
fenheit dieser Sache. Ihr habet rechtmäßige Urs&lt;br /&gt;
fachen. Berubiget euch. Ich will euch Recht&lt;br /&gt;
verschaffen. Ich muß dabey noch bemerken, daß&lt;br /&gt;
ihr fagtet, weder die Einwilligung der Aeltern,&lt;br /&gt;
noch Mittelspersonen hätten hierbey statt gehabt;&lt;br /&gt;
allein dieses leßtere verhält sich nicht also.“/„Der&lt;br /&gt;
Pao Tschi-hien, erwiederte die junge Dame,&lt;br /&gt;
war eine hochzeitliche Mittelsperson; aber nicht.&lt;br /&gt;
wegen meiner, sondern wegen der Tochter meines&lt;br /&gt;
Oheims, welche auch wirklich Ku-keh-ssu heu-&lt;br /&gt;
£&lt;br /&gt;
rathete,&lt;br /&gt;
rathete, und nach Hause führte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
Warum übers&lt;br /&gt;
gabet ihr mir denn aber keine Bittschrift? Ich&lt;br /&gt;
würde sodann gewiß den leßtern Befehl nicht ers&lt;br /&gt;
theilet haben. Warum waret ihr so schnell mit&lt;br /&gt;
eurer Absendung nach Pe-king?&amp;quot;. „Ich würde&lt;br /&gt;
nimmermehr folche Maaßregeln ergriffen haben,&lt;br /&gt;
erwiederte fie, wenn Ihr letterer Befehl nicht, so,&lt;br /&gt;
strenge gewesen wäre. Ich sahe daraus, wie sehr.&lt;br /&gt;
Sie mein Feind eingenommen habe. Wenn ich&lt;br /&gt;
in der Dunkelheit mein Leben geendiget, und kei-,&lt;br /&gt;
ne Bittschrift nach Pe-king gefandt hätte, fo,&lt;br /&gt;
würde alles verborgen geblieben seyn, - und meine&lt;br /&gt;
Aufführung wäre nicht an den Tag gekommen.“&lt;br /&gt;
Er fagte ihr, daß er dieses Unrecht, so man ihr&lt;br /&gt;
erwiesen, gar bald håtte åndern können; und sie&lt;br /&gt;
daher gar nicht Urfache gehabt habe, die Sache.&lt;br /&gt;
vor den Kaiser gelangen zu lassen. „Da dieses&lt;br /&gt;
eine Sache von keiner Wichtigkeit ist, fette er hin-&lt;br /&gt;
zu, so kann ich nicht begreifen, wie eine Bittschrift&lt;br /&gt;
ohne Vergrößerung oder üble Zufäße habe aufge-&lt;br /&gt;
feßet werden können; dieses wird für euch nicht&lt;br /&gt;
gut seyn, wenn man sie liefet.“. Sie gab ihm zur&lt;br /&gt;
Antwort. „Warum sollte ich nicht die loutere&lt;br /&gt;
Wahrheit darinn gefagt haben?“. Sie zog sodann&lt;br /&gt;
ein Papier aus ihrem Bufen, und überreichte es&lt;br /&gt;
ihm, als eine getreue Abschrift dessen, was sie&lt;br /&gt;
nach Pe-king überfandt hatte. Er las es, und&lt;br /&gt;
fand, daß es eine kurze Erzählung von der Unge-&lt;br /&gt;
rechtigkeit in sich hielt, die man ihr erwiesen, und&lt;br /&gt;
daß sie Seiner kaiserlichen Majeståt berichtete,&lt;br /&gt;
daß sie ihr Leben geendiget habe, ehe noch dieses&lt;br /&gt;
Schrei&lt;br /&gt;
Schreiben angelanget fey; sie habe deswegen ih&lt;br /&gt;
ren Diener abgeschickt, ihm zu Füssen zu fallen;&lt;br /&gt;
fie würde auch im Grabe für die Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
dankbar seyn, die Seiner Majestät ihrem Schat-&lt;br /&gt;
ten erzeigten.&lt;br /&gt;
Das bloße Durchlesen diefer Abschrift preßte&lt;br /&gt;
dem Mandarin einen kalten Schweiß aus, und&lt;br /&gt;
machte ihn zittern. Er wollte sie anfangs ernst&lt;br /&gt;
lich ausschelten, daß sie einen unüberlegten Schritt&lt;br /&gt;
gethan. Weil er aber befürchtete, dieses mögte&lt;br /&gt;
fie zu Ausschweifungen treiben, suchte er sie durch&lt;br /&gt;
fanfte Worte zu beruhigen, „Ich wußte gar&lt;br /&gt;
nichts von dieser Sache, als ich hieher kam,&lt;br /&gt;
sprach er zu ihr. Ku-keh-ssu og mich dazu.&lt;br /&gt;
Ich glaubte eine gute Handlung zu thun, wenn&lt;br /&gt;
ich eine Heurath beförderte, und es geschahe die-&lt;br /&gt;
ses aus Freundschaft und Gefälligkeit, daß ich&lt;br /&gt;
mich derselben annahm. Ich sehe mich nun be.&lt;br /&gt;
trogen. Man hat mir weiß gemacht, alles wäre&lt;br /&gt;
mit Wissen Ihres Vaters, und durch Vermitte&lt;br /&gt;
lung eines Brautführers geschehen. Nun, Frauen-&lt;br /&gt;
zimmer, gehen Sie nach Hause. Leben Sie ru&lt;br /&gt;
hig und vergnügt. Denken Sie nicht mehr an&lt;br /&gt;
die Streiche, die man Ihnen spielte. Ich will&lt;br /&gt;
einen Befehl ergehen lassen, daß Ihnen niemand&lt;br /&gt;
im geringsten mehr wegen Ihrer Verheurathung&lt;br /&gt;
beschwerlich seyn darf. Sie werden hingegen die&lt;br /&gt;
Gefälligkeit für mich haben, und einen Bothen&lt;br /&gt;
absenden, der Ihre Bittschrift wieder zurück brin&lt;br /&gt;
ge.&amp;quot; Sie versicherte den Mandarin, daß ein fols&lt;br /&gt;
cher Befehl alles wäre, was sie erwarte, oder&lt;br /&gt;
T 2&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
ver&lt;br /&gt;
Hach Kidh Tschwen.&lt;br /&gt;
verlange.&lt;br /&gt;
66.&lt;br /&gt;
„Aber wie soll ich, fügte sie hinzu,&lt;br /&gt;
meinen Diener wieder zurückrufen, der schon vor&lt;br /&gt;
drey Tagen abgereiset ist? Ich will dieses&lt;br /&gt;
thun, fagte der Ngan-yuen; wenn Sie mir nur&lt;br /&gt;
eine Beschreibung seiner Person und Kleidung ge-&lt;br /&gt;
ben wollen.&amp;quot; Er fendete sogleich einige seiner&lt;br /&gt;
Leute mit einer Nachricht von der Person, die sie&lt;br /&gt;
fuchten, ab, und befahl ihnen, Tag und Nacht&lt;br /&gt;
`mit aller möglichsten Eilfertigkeit zu reisen, bis sie&lt;br /&gt;
den Diener des Frauenzimmers eingeholet und thre&lt;br /&gt;
Bittschrift wieder zurückgebracht hätten. Sie&lt;br /&gt;
nahm hierauf Abschied vom Mandarin, der sie in&lt;br /&gt;
feiner Sänfte nach Hause tragen ließ. ↑ Hier wol-&lt;br /&gt;
len wir sie gegenwärtig) lassen, und uns wieder&lt;br /&gt;
zum Tschi-hien, Schuch-gowin und Ku-keh-&lt;br /&gt;
ssu wenden, welche alle nicht das mindeste von dem&lt;br /&gt;
wußten, was sich jetzt zugetragen hatte.&lt;br /&gt;
Dieser lettere war voll Freude. Er machte&lt;br /&gt;
Anstalten zum Hochzeittage, und gab sich alle&lt;br /&gt;
Mühe, einen glücklichen Tag zu erwählen, dent&lt;br /&gt;
er feinem Schwiegervater fagte. Dieser hiuter,&lt;br /&gt;
brachte ihn seiner Nichte, und stattete ihr feinen&lt;br /&gt;
Glückwunsch ab. Schuey-ping-sin lachte dar&lt;br /&gt;
über, und sagte:&amp;quot; ,,Was meinen Sie mit ei&lt;br /&gt;
nem guten Tage, und mit ihrem Glückwunsche ?&lt;br /&gt;
Verstehen Sie diese, oder die andere Welt darun-&lt;br /&gt;
ter a)?&amp;quot; Schuey gowin verfeßte: „Nich-&lt;br /&gt;
te! ihr könnet wohl mit mir, aber nicht mit dem&lt;br /&gt;
Ngan-yuen deswegen scherzen. Wisset ihr nicht,&lt;br /&gt;
a) Im Chinesischen Bin-scheh - lay: scheh.&lt;br /&gt;
dag&lt;br /&gt;
daß er, als ein mächtiger Mandarin, mit eben&lt;br /&gt;
folcher Macht versehen ist, als der Kaiser selbst ?&lt;br /&gt;
Er hat über Leben und Tod zu richten.“ „Wie&lt;br /&gt;
follte ich einen Scherz aus etwas machen, fagte&lt;br /&gt;
sie, das von Ihnen, als meinem Vater, herrüh,&lt;br /&gt;
ret. Der Obervisitator ist nun nicht mehr der-&lt;br /&gt;
jenige, der er gestern war. Er ist ganz umge&lt;br /&gt;
wandt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Sie hatte kaum dieses gesagt, als ein Bedien-&lt;br /&gt;
ter ihr sagte, daß der Ngan-yuen cinen Befehl&lt;br /&gt;
bieher gesandt habe. „Dieses wird sonder Zwei-&lt;br /&gt;
fel zur Beschleunigung der Heurath dienen follen,&lt;br /&gt;
fprach Schuey - gowin. Lasset mich doch sehen, -&lt;br /&gt;
was es betrifft.“………. Er gieng sodann in den großen&lt;br /&gt;
Saal, und fragte die Gerichtsbedienten des Man-&lt;br /&gt;
darins, ob nicht dieser Befehl zur Beschleunigung&lt;br /&gt;
der Hochzeit dienen sollte? Sie sagten ihm, daß&lt;br /&gt;
er sich in seiner Meinung betrüge. Unser Herr,&lt;br /&gt;
der Ngan-yuen, kam vor kurzen an, und wuß,&lt;br /&gt;
te nicht, was es für eine Beschaffenheit mit dem&lt;br /&gt;
jungen Frauenzimmer habe. Er glaubte, ihr&lt;br /&gt;
Vater wisse darum, und es wåre alles nach der&lt;br /&gt;
gehörigen · Ordnung geschehen; allein gestern&lt;br /&gt;
wurde er eines beffern belehret; er giebt also hier&lt;br /&gt;
diefen Befehl, und verbietet jedermann, sie im ges&lt;br /&gt;
ringsten wegen einer Heurath zu belästigen, die&lt;br /&gt;
wider ihre Neigung ist.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Schuey-gowin wåre beynahe vor Schrecken&lt;br /&gt;
gestorben. Er konnte kein Wort sprechen. Er&lt;br /&gt;
nahm das Papier, und gab es seiner Nichte.&lt;br /&gt;
„Hier, fagte er, ist ein Mandat vom Obervisita-&lt;br /&gt;
£ 3&lt;br /&gt;
for.&lt;br /&gt;
tor. Ich weis nicht, was es in sich bålt.&amp;quot; Sie&lt;br /&gt;
öffnete es, und las, was folget.&lt;br /&gt;
,,Da der Mandarin Schuey-ku- yeh b) in&lt;br /&gt;
„ein entfernetes Land verwiesen worden, und eine&lt;br /&gt;
„einzige Tochter zu Hause hinterlassen hat, welche&lt;br /&gt;
,,noch kein Brautgeschenke erhalten, und in seiner&lt;br /&gt;
Abwesenheit ledig und allein das Haus ihres Va-&lt;br /&gt;
„ters beforget, auch so lebet, wie es die Pflicht&lt;br /&gt;
„einer jungen Weibsperson erfordert; so erinnere&lt;br /&gt;
und befehle ich dem Tschi-fu, und dem Tschis&lt;br /&gt;
„hien dieser Stadt, alle mögliche Sorgfalt zu tra&lt;br /&gt;
„gen, daß sie im geringsten nicht belåstiget werde,&lt;br /&gt;
„und daß sich niemand unterstehen soll, sie durch&lt;br /&gt;
unerlaubte Wege zum Heurathen zu bewegen.&lt;br /&gt;
So bald jemand diesem Befehle zuwider handelt,&lt;br /&gt;
„machet es mir zu wiffen, und ich will sodann dié&lt;br /&gt;
Uebertreter desselben mit der åußersten Schårfe&lt;br /&gt;
bestrafen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
AlG&lt;br /&gt;
b) Im Chinesischen heißt er der Ping-pu Schuey sche&lt;br /&gt;
lang, d. i. Schuey, Beyfiter des Tribunals der Wafs&lt;br /&gt;
fen.&amp;quot; Eben so werden im Originale dieser Geschichte&lt;br /&gt;
alle Mandarinen entweder mit den Titeln ihrer Würde,&lt;br /&gt;
nebst ihren Namen, oder mit der beygefesten Benens&lt;br /&gt;
nung Laoyih angeführet. 3. B. der Schuey scher&lt;br /&gt;
lang; der Tieh-tu-yuen; der Fung-ngan - yuen, To&lt;br /&gt;
der oben gemeldete Obervisitator ist; Schuey lao-yih,&lt;br /&gt;
Tich - lao - yih, u. s. w. Besserer Deutlichkeit wegen&lt;br /&gt;
Hat der englische Herausgeber überall ihre eigenen Na-&lt;br /&gt;
men beybehalten, dem man auch im Deutschen gefolget&lt;br /&gt;
ift. Uebers.&lt;br /&gt;
Als sie diese Zeilen gelesen hatte, sprach sie&lt;br /&gt;
lächelnd zu ihrem Oheime: „Warum geschiehet&lt;br /&gt;
dieses? Affen kann man erschrecken, aber nicht&lt;br /&gt;
vernünftige Menschen. Indessen bin ich ihm sehr&lt;br /&gt;
verbunden; da dieses ein Kennzeichen seiner guten&lt;br /&gt;
Gesinnung gegen mich ist.“ Sie befahl sodann&lt;br /&gt;
ihren Leuten, zween Taels Silber in ein rothes&lt;br /&gt;
Papier einzuwickeln, für die Gerichtsbedienten,&lt;br /&gt;
und fünf Maz c) für den Diener des vornehm&lt;br /&gt;
ften derselben. Sie gab es ihrem Oheime, der&lt;br /&gt;
es ihnen im Namen seiner Nichte zustellte. Als&lt;br /&gt;
er wieder zu ihr kam, sagte er: „Ihr habt_euch&lt;br /&gt;
nicht geirret, da ihr fagtet, diefer Mandarin wür- -&lt;br /&gt;
de seine Gesinnungen åndern. Nunmehr ist es&lt;br /&gt;
gefchehen. Aber wie kommt es doch, daß er jezt&lt;br /&gt;
einen solchen Befehl giebt, da er zuvor so sehr auf&lt;br /&gt;
die Vollziehung der Heurath drang? Ich kann die-&lt;br /&gt;
ses nicht begreifen.“ Seine Nichte erwiedertez&lt;br /&gt;
„Wo ist die Schwierigkeit bey dieser Sache? Als&lt;br /&gt;
er ankam, hielt er mich für ein armes einfältiges&lt;br /&gt;
Mädchen, und glaubte, es wäre nichts an mir ge&lt;br /&gt;
Legen. Er sah bloß auf Ku-keh-ssu. Da er&lt;br /&gt;
aber jezt beffer von der Sache unterrichtet ist, und&lt;br /&gt;
fiehet, daß er in Gefahr seyn würde, seine Bedie&lt;br /&gt;
nung zu verliehren; so hat er ganz andere Maas,&lt;br /&gt;
regeln genommen. ,,Euer Vater, verseßte hier-&lt;br /&gt;
auf Schuey - gowin, ist nicht bey euch, euch zu&lt;br /&gt;
schüßen. Wie soll er sich denn wegen eurer fürch-&lt;br /&gt;
£ 4&lt;br /&gt;
ten?&amp;quot;&lt;br /&gt;
c) Zween Taels machen ohngefähr sieben Gulden, und&lt;br /&gt;
fünf Maz einen Reichsthaler.&lt;br /&gt;
296 Hach Kidh Tschwen. Zweyts Buch.&lt;br /&gt;
?&lt;br /&gt;
ten?&amp;quot; Sie lächelte. „Oheim, sprach sie, Sie&lt;br /&gt;
müssen nicht weiter fragen. In etlichen Tagen&lt;br /&gt;
werden Sie es besser wissen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;&amp;quot;&lt;br /&gt;
Er gieng sodann von ihr, und dachte diesem&lt;br /&gt;
nach, was er gefehen und gehöret hatte. Es blieb&lt;br /&gt;
ihm alles ein Råthsel. Er gab Ku-keh-ssu&lt;br /&gt;
Nachricht davon, der es nicht glauben wollte.&lt;br /&gt;
Meinen Sie, ich würde Sie beligen? sagte&lt;br /&gt;
Schuey-gowin. War ich nicht selbst bey ihr?&lt;br /&gt;
Gab ich nicht selbst den Leuten des Mandarins die&lt;br /&gt;
Geschenke in ihrem Namen? Erkundigen Sie sich&lt;br /&gt;
felbst bey dem Ngan-yuen um die Beschaffen.&lt;br /&gt;
heit der Sache.&amp;quot; Ku-keh-ssu ließ so gleich&lt;br /&gt;
feine Sänfte bringen, und sich hintragen.&lt;br /&gt;
Dieser Mandarin hatte ihn bisher mit aller&lt;br /&gt;
Höflichkeit empfangen, und ihn vor sich gelassen,&lt;br /&gt;
wenn er auch die wichtigsten Geschäffte unter Hån&lt;br /&gt;
den hatte. Jeht aber ließ er sich entschuldigen,&lt;br /&gt;
weil ihn die überhäuften Bittschriften hinderten,&lt;br /&gt;
mit ihm zu sprechen. Am folgenden Morgen&lt;br /&gt;
wollte ihm Ku-keh- ssu nochmals aufwarten ; er&lt;br /&gt;
erhielt aber eben eine solche Antwort, als gestern.&lt;br /&gt;
Und so gieng es ihm vier bis fünf Tage hinter&lt;br /&gt;
einander. Er erhielt immerzu einerley Entschul-&lt;br /&gt;
digung. Ku-keh-ssu wurde endlich zornig dar&lt;br /&gt;
über. Ich will an meinen Vater schreiben, fag.&lt;br /&gt;
te er, und ihm berichten, wie verächtlich man mir&lt;br /&gt;
begegnet.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Hao Qiu Zhuan]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maintenance script</name></author>
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