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	<title>Hao Qiu Zhuan/de-murr/Chapter 9 - Revision history</title>
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		<id>https://bou.de/u/index.php?title=Hao_Qiu_Zhuan/de-murr/Chapter_9&amp;diff=172240&amp;oldid=prev</id>
		<title>Maintenance script at 07:51, 26 March 2026</title>
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		<updated>2026-03-26T07:51:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;New page&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Language Bar|page=Hao_Qiu_Zhuan/Chapter_9}}&lt;br /&gt;
{{Book Nav|book=Hao_Qiu_Zhuan|prev=Hao_Qiu_Zhuan/de-murr/Chapter_8|next=Hao_Qiu_Zhuan/de-murr/Chapter_10}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kapitel 9: Erfundene Geister sollen die Schöne erschrecken, bringen sie aber zum Lachen =&lt;br /&gt;
''Aus: Haoh Kjoeh Tschwen, die angenehme Geschichte. Leipzig, 1766''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Hinweis: OCR-Digitalisierung. Seitenzahlen als [S. N]. Vergleich mit [[Hao_Qiu_Zhuan/zh/Chapter_9|chinesischem Original]] und [[Hao_Qiu_Zhuan/en/Chapter_9|moderner Ubersetzung]] empfohlen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siebentes Kapitel. a)&lt;br /&gt;
-&lt;br /&gt;
(6.&lt;br /&gt;
o zornig auch Tieh tschong u über die&lt;br /&gt;
Grobheit des alten Mannes, und des Man-&lt;br /&gt;
darins war; so mußte er doch selbst über diesen&lt;br /&gt;
lächerlichen Zufall lachen, der ihn so unvermuthet&lt;br /&gt;
betroffen hatte. Er ließ sich bey der Abendmahls&lt;br /&gt;
zeit Effen und Trinken wohl schmecken, und dann&lt;br /&gt;
befahl er, daß Siau-tan das Bette für ihn zu&lt;br /&gt;
rechtmachen sollte. Er legte sich hierauf ohne&lt;br /&gt;
weitere Umstände schlafen.&lt;br /&gt;
Der Mond schien sehr helle b). Als er um&lt;br /&gt;
Mitternacht erwachte, sah er Thao - tschi an sei-&lt;br /&gt;
a) Im Originale ist es das neunte.&lt;br /&gt;
nem&lt;br /&gt;
b) So wie einfältige Leute glauben, daß die dunkeln&lt;br /&gt;
Schatten oder Flecken im Monde ein Gesicht, oder eis&lt;br /&gt;
nen Mann mit einem Strauche, Laterne, und Hund 2e.&lt;br /&gt;
vorstellen: eben so bilden die Chineser den Mond als ein&lt;br /&gt;
Kaninchen ab, das Reis in einen Mörser stampfet. Sie&lt;br /&gt;
wollen hierdurch der Einbildungskraft und dem Gedächt-&lt;br /&gt;
nisse der Kinder zu statten kommen. Wenn sie die Son:&lt;br /&gt;
ne vorstellen wollen, malen sie einen Hahn in einen Zir-&lt;br /&gt;
kel, u. d. g. m. Du Halde, 2 Th. S. 295.&lt;br /&gt;
nem Bette sigen.&lt;br /&gt;
So bald sie merkte, daß er&lt;br /&gt;
erwacht sey, streckte sie die Hand nach ihm aus,&lt;br /&gt;
ihn zu umarmen.&lt;br /&gt;
Tieh-tschong-u fuhr auf.&lt;br /&gt;
&amp;quot;&lt;br /&gt;
„Packet euch, Dirne, sprach er. Wie könnet ihr&lt;br /&gt;
so unverschämt wider die Sittsamkeit eures Ge-&lt;br /&gt;
schlechts handeln?&amp;quot; Er wandte sich sodann auf&lt;br /&gt;
die Seite, und schlief wieder ein. Das Måd-&lt;br /&gt;
chen war über diesen Abschlag so bestürzt, daß sie&lt;br /&gt;
nicht ein Wort sagte, sondern sich zu den Füssen&lt;br /&gt;
des Bettes niederlegte. Pib) = than) cong, to sie&lt;br /&gt;
ganze Nacht über kein Auge zuschloß, sah und hör-&lt;br /&gt;
te alles dieses. „Ich sehe nunmehr, dachte er,&lt;br /&gt;
daß diese Dirne allein strafbar, und dieser Frem&lt;br /&gt;
de ein tugendhafter Jüngling ist. Er hätte ihn&lt;br /&gt;
gerne in Freyheit gefeßet; · da er aber bey sich&lt;br /&gt;
überlegte, daß er, als ein Gefangener des Man-&lt;br /&gt;
parins, seiner Verwahrung übergeben sen, be-&lt;br /&gt;
schloß er, die Sache am folgenden Tage besser zu&lt;br /&gt;
erläutern. Sobald der Morgen anbrach, gieng&lt;br /&gt;
er mit einem Beutel voll Geldes zum Mandarin.&lt;br /&gt;
Er ersuchte ihn, die fernere Untersuchung einzu»&lt;br /&gt;
stellen, und vor kein höheres Gericht gelangen zu&lt;br /&gt;
laffen. Der Mandarin gab ihm troßig zur Ant-&lt;br /&gt;
wort: „Habt ihr mich hieher geseket, diesen Po-&lt;br /&gt;
sten zu bekleiden, weil ihr mich eines bessern be,&lt;br /&gt;
lehren wollet? Der Bericht von dieser Sache&lt;br /&gt;
wurde noch in verwichener Nacht ausgefertiget,&lt;br /&gt;
und ihr müffet diesen Morgen alle vor dem Taos&lt;br /&gt;
vih erscheinen. Kommet, wir wollen hingehen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Der alte Mann führte also die ihm anvertrauten&lt;br /&gt;
Per-&lt;br /&gt;
Personen herben, und folgte dem Mandarin, wo,&lt;br /&gt;
bey sie eine große Menge Volks begleitete.&lt;br /&gt;
Es war der Geburtstag des Tao-yih, und&lt;br /&gt;
viele Mandarinen machten ihm deswegen ihre Auf&lt;br /&gt;
wartung. Sie mußten alle außen vor der Thüre&lt;br /&gt;
warten, weil die Trompeter erst einmal geblasen&lt;br /&gt;
hatten c). Da sie die Menge der Leute herbey-&lt;br /&gt;
kommen&lt;br /&gt;
⚫) Bey dem Thore des Palastes eines vornehmen Mandas&lt;br /&gt;
rins sind zween kleine Thürme, worinn Trommeln und&lt;br /&gt;
andere musikalische Instrumente sind, auf welchen sie zu&lt;br /&gt;
verschiedenen Zeiten des Tages, insonderheit aber wenn&lt;br /&gt;
der Mandarin sich austragen läßt, oder Audienz giebt,&lt;br /&gt;
spielen. Wenn sie das erstemal in die Trompeten stos-&lt;br /&gt;
sen, müssen sich alle, so vor dem Pallaske warten, gefaßt&lt;br /&gt;
machen, Befehle zu empfangen; beym zweytenmale wer-&lt;br /&gt;
den die Thüren eröffnet, und sie gehen hinein, und wenn&lt;br /&gt;
man zum drittenmale blåset, wird der Pallaßt wieder&lt;br /&gt;
verschlossen.&lt;br /&gt;
Ben dem Geburtstage eines Statthalters, óder ane&lt;br /&gt;
dern großen Mandarins pflegen die vornehmsten Einwoh&lt;br /&gt;
ner der Stadt ihm in corpore ihre Aufwartung zu mas&lt;br /&gt;
chen. Die übrigen Mandarinen des Ortes thun; ein gleis&lt;br /&gt;
ches.&lt;br /&gt;
Wenn diese erstern vor ihm erscheinen, so hebt&lt;br /&gt;
der vornehmste unter ihnen eine Schale mit Wein em-&lt;br /&gt;
por, reicht sie dem Mandarin mit beyden Händen dar,&lt;br /&gt;
und sagt laut: „Dieses ist der Wein, so gut Glück brins&lt;br /&gt;
get; dieß ist der Wein, der langes Leben verleihet. «&lt;br /&gt;
Ein anderer überreichet ihm Zuckerwerk, und sagt: „Dies&lt;br /&gt;
ses ist der Zucker des langen Lebens.&amp;quot; Diese Ceremonie&lt;br /&gt;
wird von den übrigen wiederholet. Du Halde, 2 Th.&lt;br /&gt;
G. 39, 40.&lt;br /&gt;
256 Hagh Kidh Tschwen.&lt;br /&gt;
kommen sahen, ließen sie sich erkundigen, was die.&lt;br /&gt;
Ursache davon wäre? Man sagte ihnen, ein jun-&lt;br /&gt;
ger Mensch habe die Beyschläferinn eines andern&lt;br /&gt;
entfübret. Die Anwesenden fragten Tieh-&lt;br /&gt;
tschong-u, wie er, da er doch eine Person vom&lt;br /&gt;
Stande zu seyn schiene, eine solche That habe be-&lt;br /&gt;
geben können. Er gab ihnen aber keine Antwort.&lt;br /&gt;
Hierauf fragten sie das Mädchen, ob dieses ihr&lt;br /&gt;
Verführer wäre, welches sie bejabete. Sie that&lt;br /&gt;
dieses gegen alle, die sie fragten, und der kleine&lt;br /&gt;
Mandarin des Dorfes hörte dieses mit Vergnů-&lt;br /&gt;
gen. Eben jegt kam auch der Pao Tschi-hien d)&lt;br /&gt;
an, den Tieh-tschong-u erst kürzlich verlassen&lt;br /&gt;
hatte. Er wollte gleichfalls dem Tao-vih sei-&lt;br /&gt;
nen Glückwunsch abstatten. Als er aus seiner&lt;br /&gt;
Sänfte stieg, sah er den jungen Fremden von so&lt;br /&gt;
vielen Leuten umringet. Er ließ den Dorfman-&lt;br /&gt;
darin e) fragen, warum dieser junge Fremde so&lt;br /&gt;
umiringet sey? Dieser gieng selbst zu dem Tschi-&lt;br /&gt;
hien hin, und sagte ihm den Verlauf der ganzen&lt;br /&gt;
Sache, daß er nåmlich ein junges Mädchen ent-&lt;br /&gt;
führet habe, und mit ihr entronnen sey; dieser&lt;br /&gt;
Ursache wegen wollte er ihn vor ein höheres Ge-&lt;br /&gt;
richt ziehen. Der Tschi-hien årgerte sich sehr&lt;br /&gt;
darüber. „Es kann nicht wahr seyn, sagte er:&lt;br /&gt;
man&lt;br /&gt;
d) Pao ist hier ein Zuname, und Tschi - hien die Würde,&lt;br /&gt;
so er bekleidete.&lt;br /&gt;
•) Im Chinesischen heißet er Sse- quan, der kleine Man-&lt;br /&gt;
darin des Dorses. Quan heißet ein jeder, der etwas&lt;br /&gt;
anzuordnen hat, un Regidor bey den Spaniern. Lettres&lt;br /&gt;
édifiantes, T. 3. p. 132.&lt;br /&gt;
-man hat ihm einen Schelmenstreich gespielet.&lt;br /&gt;
Wisset ihr nicht, daß er Tieh- tschong-u heißt,&lt;br /&gt;
und der Sohn des Tieh-u-scheh, Präsidentens&lt;br /&gt;
vom Tribunal Tu - tscha- yuen, ist f)? Et&lt;br /&gt;
war in meiner Stadt, und sollte durchaus ein juns&lt;br /&gt;
ges Frauenzimmer vom vornehmsten Range das&lt;br /&gt;
selbst heurathen, welches er aber aus besondern&lt;br /&gt;
Ursachen ausschlug. Wie sollte er denn aus eis&lt;br /&gt;
nem elenden Dorfe eine solche Kreatur nehmen und&lt;br /&gt;
wegführen, wie diese ist? Nein: es stecket ets&lt;br /&gt;
was dahinter.&amp;quot; „Ich weis von allem diesen&lt;br /&gt;
nichts, sagte der Mandarin. Der alte Mann&lt;br /&gt;
brachte ihn vor mich, und sie giebt ihm die Schuld,&lt;br /&gt;
daß er sie verführet habe. Ich wollte in dieser&lt;br /&gt;
Sache keinen Ausspruch thun, und habe sie das&lt;br /&gt;
her an dieses höhere Gericht gebracht.&lt;br /&gt;
r&lt;br /&gt;
Der&lt;br /&gt;
f) Tustscha yuen ist der Name cines besondern Depar&lt;br /&gt;
tement der vorderßen Staatsminister, welches über das&lt;br /&gt;
Verhalten der Mandarinen ein wachsames Auge haben&lt;br /&gt;
muß. Alle drey oder vier Jahre werden von diesem Col-&lt;br /&gt;
legio Visitatoren oder Commissarien ernennet, so die&lt;br /&gt;
Provinzen besuchen, und von den Gerichten eines jeden&lt;br /&gt;
Orts Kundschaft einziehen müssen. Sie haben eine un-&lt;br /&gt;
umschränkte Vollmacht, und strafen nach der Strenge der&lt;br /&gt;
Geseze, oder berichten die Sache nach Hofe, und erwar-&lt;br /&gt;
ten einen Spruch darüber. Magalhaen, S. 222. Du&lt;br /&gt;
Halde, 2 Th. S. 31, 51, 52. Lettres édifiantes, T. 25.&lt;br /&gt;
p. 143, 286.&lt;br /&gt;
R&lt;br /&gt;
Der Pao Tschi-hien befahl fogleich feinen&lt;br /&gt;
Leuten, ihm Plaß zu machen g), damit er diese&lt;br /&gt;
Sache&lt;br /&gt;
g) Die Mandarinen können öfters außerhalb ihrer Ge-&lt;br /&gt;
richtbarkeit, z. E. auf der Reise 2c. ihre Gewalt sehen&lt;br /&gt;
Lassen. Lettres édifiantes, T. 22. p. 244. Le Compte,&lt;br /&gt;
T. 2. p. 28. Insonderheit sind diejenigen Mandarinen&lt;br /&gt;
berechtiget, dieses zu thun, welche ein silbernes Siegel,&lt;br /&gt;
vom Kaiser erhalten haben; da die geringern obrigkeit-&lt;br /&gt;
lichen Personen keine andere, als kupferne Siegel führen.&lt;br /&gt;
Seitdem die Tartarn in China regieren, sind diese Sies&lt;br /&gt;
gel mit chinesischen und tartarischen Buchstaben bezeich-&lt;br /&gt;
net. Es wird jedesmal von zween Bedienten des Man-&lt;br /&gt;
darins in einem sehr kostbaren Kästchen getragen, wenn&lt;br /&gt;
er im Staate erscheinet. Wenn der Kaiser seine Visita=&lt;br /&gt;
toren in die Provinzen aussendet; so ertheilet er einem&lt;br /&gt;
jeglichen gewisse Siegel zur Verwaltung ihres Amtes&lt;br /&gt;
mit. „Einer von diesen Visitatoren, nachdem er sein&lt;br /&gt;
„Amt eine geraume Zeit in der ihm angewiesenen Pro-&lt;br /&gt;
,,ving verrichtet hatte, ward auf einmal unsichtbar; und&lt;br /&gt;
„wenn man sich bey seinen Bedienten nach ihm erkun&lt;br /&gt;
,,digte, so antworteten diese, daß er gefährlich krank lie-&lt;br /&gt;
&amp;quot;ge. Ein gewisser Mandarin zweifelte gar nicht daran,&lt;br /&gt;
„daß es eine verstellte Krankheit sey; und weil er bes&lt;br /&gt;
„sorgte, es mögte ihm diese Nachläßigkeit am Hofe Scha-&lt;br /&gt;
„den thun, so suchte er ihn auf. Er mußte sich von sei-&lt;br /&gt;
„nen Bedienteu etlichemal abweisen lassen; endlich aber&lt;br /&gt;
„fand er das Geheimniß, in das Zimmer seines Freun&lt;br /&gt;
„des zu kommen, wo er ihn fragte, warum er sich so&lt;br /&gt;
„verborgen hielte. Dieser schüßte seine Krankheit vor.&lt;br /&gt;
„Der Mandarin aber, der so leichtgläubig nicht war,&lt;br /&gt;
„drang in ihn, und bezeugete, daß er ihm, wenn es nd-&lt;br /&gt;
„thig wäre, mit seinem Leben dienen wolle, so daß end-&lt;br /&gt;
„lich&lt;br /&gt;
Sache untersuchen könne. Als er sich gefeßet&lt;br /&gt;
hatte, sprach er zu Tieh-tschong-u:&lt;br /&gt;
R 2&lt;br /&gt;
»Wie&lt;br /&gt;
kommt&lt;br /&gt;
„lich diese vornehme Standesperson zu beichten anfieng.&lt;br /&gt;
Man hat mir, sagte er, mein Siegel gestohlen, so ich&lt;br /&gt;
vom Kaiser empfangen, und da ich auf diese Weise&lt;br /&gt;
„meine Befehle nicht gehörig untersiegeln kann, so habe&lt;br /&gt;
„ich für rathsam erachtet, mich unsichtbar zu machen.&lt;br /&gt;
„Der Mandarin, der die betrübten Folgen dieses Zufalls→&lt;br /&gt;
»wohl einsahe, dabey es auf den Verlust seiner Ehre und&lt;br /&gt;
»Güter und auf den Untergang seiner ganzen Famille&lt;br /&gt;
ankam, fragte ihn, ob er keine Feinde hatte? Ach,&lt;br /&gt;
„antwortete er seufzend, die höchste obrigkeitliche Person&lt;br /&gt;
dieser Stadt (der Tschi - fu) hat sich bey aller Gelegen&lt;br /&gt;
„heit feindlich gegen mich erkläret, so oft ich nur mein&lt;br /&gt;
»Amt verwalten müssen. Dieser Mann wird mich ohn-&lt;br /&gt;
„fehlbar ben Hofe angeben, so bald er nur erfahren wird,&lt;br /&gt;
„daß ich das Siegel nicht mehr habe; und alsdann bin&lt;br /&gt;
„ich verlohren. Folget meinem Rath, verseßte der ans&lt;br /&gt;
„dere Mandarin, der ein wiziger Kopf war, laffet alle&lt;br /&gt;
„eure Koßbarkeiten in das entlegenße Zimmer eures Pas&lt;br /&gt;
„lastes bringen, und wenn es Nacht werden will, so le=&lt;br /&gt;
„get selbst Feuer in demselben an, und machet Lärmen in&lt;br /&gt;
„eurem Hause. Der Tschi-fu wird sodann seiner Pflicht&lt;br /&gt;
gemds sich einstellen und Befehle ertheilen. Alsdann&lt;br /&gt;
sübergebt ihm vor allen Anwesenden den Kasten, wo das&lt;br /&gt;
&amp;quot;Siegel lag, und sagt ihm daben, daß ihr keine größere&lt;br /&gt;
„Kostbarkeit befäffet, als was hier der Kaiser in eure&lt;br /&gt;
„Hände gegeben, daher ihr in dieser Gefahr es ihm an-&lt;br /&gt;
„vertrauen, und von seinen Händen wieder fordern wolls&lt;br /&gt;
»tet, wenn ihr es benöthiget wåret. Is er es, der euch&lt;br /&gt;
„das Siegel entwendet hat, so wird er es gewiß wieder&lt;br /&gt;
in den Cofre legen; wo nicht, so werdet ihr ihn doch&lt;br /&gt;
beschul&lt;br /&gt;
&amp;quot;&amp;quot;&lt;br /&gt;
kommt es, daß man Sie dieses Verbrechens be&lt;br /&gt;
schuldiget, da Sie kaum meine Stadt verlassen&lt;br /&gt;
haben?&amp;quot; Er erzählte ihm hierauf alles, was&lt;br /&gt;
sich zugetragen, und auf Befragen, wie der jünge&lt;br /&gt;
Kerl hieße, den er bey ihr auf der Flucht antraf,&lt;br /&gt;
fagte er dem Mandarin, daß er ein Vetter des al-&lt;br /&gt;
ten Mannes sey, und sich Swan-yin nenne.&lt;br /&gt;
Der Tschi-hien ließ den Alten nebst dem Måd-&lt;br /&gt;
chen vor sich kommen. Schämet ihr euch nicht,&lt;br /&gt;
sprach er zu Lih - thẳh-cong, da ihr schon so alt&lt;br /&gt;
send, daß ihr eine so junge Kreatur zu eurer Bey-&lt;br /&gt;
fchlåferinn nehmet? Ihr wußtet sie nicht zu re-&lt;br /&gt;
gieren; und dieses ist die Ursache, daß sie entflo-&lt;br /&gt;
hen ist. Ihr unterstehet euch noch über dieses,&lt;br /&gt;
Leuten übel zu begegnen, welche euch dieselbe wie-&lt;br /&gt;
der in die Hände lieferten? Wenn euch euer Al-&lt;br /&gt;
ter nicht schüßete, so würde ich euch Prügel geben&lt;br /&gt;
laffen h).&amp;quot; Tieh-tschong-u bath hierauf für&lt;br /&gt;
beyde,&lt;br /&gt;
&amp;quot;&lt;br /&gt;
beschuldigen können, daß er es verlohren habe. Der&lt;br /&gt;
Anschlag gelung, und das Siegel war dem kaiserlichen&lt;br /&gt;
Visitator wieder zugestellet.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Das Stegel des Kaisers ift viereckigt, ohngefähr acht&lt;br /&gt;
Finger lang und breit. Es bestehet aus dem feinsten&lt;br /&gt;
Jaspis, und nur der Kaiser allein darf ein Siegel von&lt;br /&gt;
diesem Steine tragen. Man gråbt ihn im Berge Yn-&lt;br /&gt;
yu-schan, d.i. im Verge des Siegels von Ägath. Du.&lt;br /&gt;
Halde, 2 Th. S. 17, 18, 39.&lt;br /&gt;
h) Die Stockschläge sind die gewöhnliche Strafe für das&lt;br /&gt;
gemeine Volk; ihre Anzahl ist bald größer, bald gerin-&lt;br /&gt;
ser, nachdem der Zehler oder das Vergehen beschaffen ist.&lt;br /&gt;
Wenn&lt;br /&gt;
beyde, und wirkte ihnen die Freyheit aus. Der&lt;br /&gt;
kleine Dorfmandarin machte nun dem jungen&lt;br /&gt;
R 3&lt;br /&gt;
Fremden&lt;br /&gt;
Wenn die Anzahl der Streiche nicht über zwanzig kommt,&lt;br /&gt;
so heißt es eine väterliche Züchtigung, die man mit dem.&lt;br /&gt;
Pan tsee bekommt. Denn so heißen sie das Instrument,&lt;br /&gt;
damit die Schuldigen geschlagen werden. Wenn sie ab-&lt;br /&gt;
gestraft werden, müssen sie vor dem Richter auf die Knie&lt;br /&gt;
fallen, sich dreymal auf die Erde krümmen, und sich für&lt;br /&gt;
die Sorgfalt einer guten Auferziehung bedanken. Es ist&lt;br /&gt;
Dieses Pans tfee cigentlich ein gespaltenes Rohr, das ci-&lt;br /&gt;
nige Fuß lang ist. Unten ist es eine Hand breit, oben aber&lt;br /&gt;
alatt und dünne. Es ist aus Bambousrohre verfertiget,&lt;br /&gt;
fo ein hartes, festes und schweres Holz ist. Wenn der&lt;br /&gt;
Mandarin Gericht hält, siset er mit großer Ernsthaftigs&lt;br /&gt;
keit vor einem Tische, auf welchem ein Futteral lieget,&lt;br /&gt;
darinnen kleine Stäbe stecken, die höchstens einen halben&lt;br /&gt;
Fuß lang, und zwey Finger breit sind. Zu seiner Seite&lt;br /&gt;
Behen verschiedene Bedienten, die mit dem vorhin be&lt;br /&gt;
schriebenen Instrumente Pan-tsee bewaffnet sind. So&lt;br /&gt;
bald er nun mit Zuwerfung der kleinen Stabe ein Zeis&lt;br /&gt;
chen giebt, so macht man sich über den Verbrecher her,&lt;br /&gt;
man legt ihn mit dem Bauche auf die Erde, und zieht&lt;br /&gt;
ihm die Beinkleider ab. So viel der Mandarin kleine&lt;br /&gt;
Ståbe auf die Erde geworfen hat, so viel Bediente ma-&lt;br /&gt;
chen sich fertig, und ein jeder giebt dem Schuldigen fünf&lt;br /&gt;
heftige Schläge auf das bloße Fleisch. Gemeiniglich wer-&lt;br /&gt;
den vier Streiche statt fünfe gezdhlet. Es darf aber der&lt;br /&gt;
Mandarin diese Strafe nicht allein in seinem Gerichts-&lt;br /&gt;
faale dictiren, sondern er kann es an einem jeden andern&lt;br /&gt;
Orte, auch außer seinem Sprengel, thun. Wann er&lt;br /&gt;
daher ausgehet, so hat er allemal eine Anzahl Gerichts-&lt;br /&gt;
bedienten bey sich, die mit dem Pan-tsce versehen sind.&lt;br /&gt;
Ein&lt;br /&gt;
262 Hash Kidh Tschwen.&lt;br /&gt;
Fremden fein Compliment, und bath ihm wegen&lt;br /&gt;
feines übereilten Verfahrens um Vergebung.&lt;br /&gt;
Der Tschi-hien wendete sich sodann zu Tieh-&lt;br /&gt;
tschong-u, und sagte: ,,Gestern erhielt ich nicht&lt;br /&gt;
von Ihnen, daß Sie länger bey mir blieben;&lt;br /&gt;
jeht aber ist es mir desto erwünschter, Sie wię&lt;br /&gt;
derum anzutreffen. Ich hoffe nun, daß Sie eis&lt;br /&gt;
nige Tage bey mir verweilen werden. Dieser&lt;br /&gt;
erwiederte, er könne unmöglich eine so höfliche&lt;br /&gt;
Einladung ausschlagen. Der Mandarin war über&lt;br /&gt;
diese Einwilligung sehr vergnügt. „Erlauben Sie&lt;br /&gt;
mir nur, sprach er, daß ich dem Tao-yih mei-&lt;br /&gt;
nen Glückwunsch abstatte; ich werde sogleich wie-&lt;br /&gt;
der bey Ihnen seyn.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Nachdem er diesem Mandarin fein Geschenk&lt;br /&gt;
überreichet hatte, kehrete er mit Tieh- tschong - u&lt;br /&gt;
nach Hause, und ließ ein prächtiges Mittagmahl&lt;br /&gt;
zube,&lt;br /&gt;
Ein gemeiner Mensch darfs etwa nur darinn versehen,&lt;br /&gt;
daß er, wenn der Mandarin kommt, nicht vom Pferde&lt;br /&gt;
freiget, oder daß er in seiner Gegenwart quer über den&lt;br /&gt;
Weg geritten; so hat er gleich fünf bis zehn Streiche&lt;br /&gt;
weg. Eben so halten es die Lehrer gegen ihre Schüler,&lt;br /&gt;
die Väter gegen ihre Kinder, die Herren gegen ihre Dies&lt;br /&gt;
ner; nur mit dem Unterschiede, daß ihr Stock, dämit&lt;br /&gt;
fie schlagen, nicht so lang und breit ist. Mit einem&lt;br /&gt;
Worte, so, wie Japon durch den Sdbel (Catana) res&lt;br /&gt;
gieret wird: eben so wird das Volk in China durch das&lt;br /&gt;
Pan- tsee im Zaum gehalten. Lettres édifiantes, T. 19,&lt;br /&gt;
p. 69 und 437. Le Compte, T. 2, p. 60. Du Halde,&lt;br /&gt;
1 Th. S. 8. 2 Th. S. 157, 158.&lt;br /&gt;
zubereiten. Ueber der Tafel i) war Schuey-&lt;br /&gt;
ping-sin öfters der Gegenstand des Gespräches&lt;br /&gt;
und der Lobeserhebungen des Tschi-hien. „Mein&lt;br /&gt;
Herr, sprach Tieh-tschong-u, Sie haben voll-&lt;br /&gt;
kommen recht. Ich sehe Sie nunmehr als mei&lt;br /&gt;
nen Freund an, und will Ihnen die Sache frey&lt;br /&gt;
gestehen. Als ich sie das erstemal ben Ihrer Au-&lt;br /&gt;
dienz sah, machte ihre Schönheit in mein Herz eis&lt;br /&gt;
nen tiefen Eindruck; da ich aber nachher in so&lt;br /&gt;
große Gefahr gerieth, und sie mich in ihr Haus&lt;br /&gt;
aufnahm, wo ich von ihr mit aller Zärtlichkeit&lt;br /&gt;
einer Schwester beherberget ward; so mußte ich&lt;br /&gt;
meine Hoffnung gänzlich schwinden lassen. Mein&lt;br /&gt;
Langer Aufenthalt bey ihr hat Verdacht erwecket,&lt;br /&gt;
der zwar anjeßt erloschen zu seyn scheinet, aber&lt;br /&gt;
auch&lt;br /&gt;
R 4&lt;br /&gt;
i) Ju den ältesten Zeiten bedieneten sich die Chineser weder&lt;br /&gt;
Tische noch Sessel oder Stühle, sondern saßen auf dem&lt;br /&gt;
Boden, wie andere orientalische Nationen. Aber seit&lt;br /&gt;
der Dynastie Han, so sich 174 Jahre vor Chrifti Geburt&lt;br /&gt;
anfieng, bedienen sie sich der Tische und Stühle, oder&lt;br /&gt;
Seffel. Ben großen Gaßterehen werden die Tische in&lt;br /&gt;
zwo Reihen gerade gegen einander über gestellet; und bey&lt;br /&gt;
vornehmen Mandarinen, z. E. einem Staatsminister,&lt;br /&gt;
oder Statthalter, sind sie mit einem violet Atlas be-&lt;br /&gt;
hangen, daran ein Drache mit vier Klauen in Golde ge=&lt;br /&gt;
sticket ist. Die Lehnstühle, deren Arme und Rücken wie&lt;br /&gt;
ein halber Zirkel gebogen sind, sind mit eben solchem&lt;br /&gt;
Atlas behangen. Alle Speisen sind klein geschnitten, und&lt;br /&gt;
Hatt der Gabeln bedienen sie sich kleiner elfenbeinernen&lt;br /&gt;
spigigen Stdbe, so Quai: tsee heißen. Duhalde, 2 Th.&lt;br /&gt;
S. 137, 138.&lt;br /&gt;
auch gar bald wieder aufs neue erreget würde,&lt;br /&gt;
wenn eine solche Verheurathung zu stande käme:&lt;br /&gt;
wir würden beyde in Unglück und Schande verse-&lt;br /&gt;
Het werden. Dringen Sie daher nicht mehr, die-&lt;br /&gt;
fer Sache wegen, in mich; sonst verursachen Sie,&lt;br /&gt;
daß ich es verschwöre, nicht mehr daran zu geden-&lt;br /&gt;
ken.&amp;quot; Der Tschi-hien sprach auch nicht weiter&lt;br /&gt;
davon. Sie tranken bis um Mitternacht, und&lt;br /&gt;
legten sich sodann zur Ruhe.&lt;br /&gt;
Fr&lt;br /&gt;
Am folgenden Morgen, als er feine Reife&lt;br /&gt;
fortseßen wollte, überfandte ihm der Tschi - hien&lt;br /&gt;
zwölf Silberstücke k) zu seinen Reisekosten.&lt;br /&gt;
ließ ihm nicht einmal Zeit, feinen Dank ihm zu&lt;br /&gt;
bezeugen, sondern unterbrach ihn also:,,Es ist&lt;br /&gt;
nicht der Mühe werth, davon zu reden: ich bitte&lt;br /&gt;
nur noch ein paar Worte anzuhören. Sie müssen&lt;br /&gt;
nicht auf diese Art herumreisen: es ist beffer, Sie&lt;br /&gt;
kehren nach Hause zurück, und legen sich auf das&lt;br /&gt;
Studiren, damit sie bey den gewöhnlichen Prü-&lt;br /&gt;
fungen als ein großer Gelehrter erscheinen können,&lt;br /&gt;
und in der Welt berühmt werden mögen. Denn&lt;br /&gt;
bey diesen Ihrem jezigen Herumschweifen werden¸&lt;br /&gt;
Sie niemals Ruhm und Ehre erlangen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Mein&lt;br /&gt;
Herr,&lt;br /&gt;
k) Das Silber wird in China nicht gemünzet, wie in Eu-&lt;br /&gt;
ropa; sondern man schneidet es bald in große bald in&lt;br /&gt;
kieine Stücke. Was der Engellander hier Shoes oder&lt;br /&gt;
Schuhe nennet, sind vielleicht Schuit, so eine gangbare&lt;br /&gt;
Münze in Japon ist, deren 200 fünfhundert holländi-&lt;br /&gt;
sche Gulden machen. Du halde, a Th. S. 194 feq.&lt;br /&gt;
4 Th. Kämpfer, S. 325.&lt;br /&gt;
Herr, erwiederte Tieh-tschong-u, ich danke&lt;br /&gt;
Ihnen für Ihren guten Rath, und werde ihn nicht&lt;br /&gt;
vergessen. Sie nahmen alsdann beyde von eine&lt;br /&gt;
ander Abschied.&lt;br /&gt;
Tichtschong-u dachte auf dem Wege der&lt;br /&gt;
merklichen Veränderung nach, die er in dem Bes&lt;br /&gt;
zeigen des Tschi-hien wahrnahm, weil er ihn so&lt;br /&gt;
ernstlich zur Vollziehung der Heurath antrieb.&lt;br /&gt;
„Geschiehet es vielleicht, dachte er, aus eigennüßi-&lt;br /&gt;
gen Absichten, oder aus wahrer Neigung, mir&lt;br /&gt;
zu dienen? Er mag Absichten haben, welche er&lt;br /&gt;
will, so weis ich, daß ich nichts zu ihm gefagt&lt;br /&gt;
habe, das man übel auslegen kann.&amp;quot; Seine&lt;br /&gt;
Gedanken beschäftigten sich mit der Schönheit der&lt;br /&gt;
liebenswürdigen Schuey-ping-sin, ihren Ge-&lt;br /&gt;
müthseigenschaften, und ihrem vortreflichen Ver-&lt;br /&gt;
stande. ,,Welche Fähigkeit, sagte er bey sich&lt;br /&gt;
felbst, muß sie nicht besitzen, da sie sich aus so&lt;br /&gt;
vieler Gefahr herauszuhelfen wußte? Wie edel&lt;br /&gt;
muß nicht ihre Denkungsart seyn, da sie es gar&lt;br /&gt;
nicht übel aufnahm, als ich sie, nach der Unter-&lt;br /&gt;
redung mit ihrem Oheime, so schnell verließ, sou&lt;br /&gt;
dern mir noch dazu ein Geschenk übersendete? Ein&lt;br /&gt;
anderes Frauenzimmer würde durch meine übers&lt;br /&gt;
eilte Abreise höchst aufgebracht seyn. Wer sie&lt;br /&gt;
einst besigen kann, der ist glückselig.&lt;br /&gt;
der unglücklichste Mensch von der Welt. Håtten&lt;br /&gt;
fich bey meinem Eintritte in ihre Stadt nicht so&lt;br /&gt;
viele Unruhen eråuget, so würde ich ihr schickliche&lt;br /&gt;
Heurathsvorschläge gethan haben; und vielleicht&lt;br /&gt;
wäre ich hierinn glücklich gewesen. Ihr Alter,&lt;br /&gt;
R 5&lt;br /&gt;
Ich bin&lt;br /&gt;
ibe&lt;br /&gt;
Hash Kidh Tschwen.&lt;br /&gt;
&amp;quot;&lt;br /&gt;
ihr Stand, und ihre Gemüthseigenschaften stim&lt;br /&gt;
men mit den meinigen überein. &amp;quot;Als er in die-&lt;br /&gt;
Ten Gedanken vertieft fortritte, erinnerte ihn sein&lt;br /&gt;
Diener, auf den Weg zu sehen, und bath ihn,&lt;br /&gt;
nicht so niedergeschlagen zu seyn. Siau- tan,&lt;br /&gt;
fagte er, ich dachte an Schuey - ping-sin, was&lt;br /&gt;
für ein liebenswürdiges und kluges Frauenzimmer&lt;br /&gt;
stelist. Ich schäße mich sehr unglücklich, sie durch&lt;br /&gt;
Lauter Unruhen kennen zu lernen. Ich werde nir-&lt;br /&gt;
gend eine so vollkommene Person finden, wenn&lt;br /&gt;
ich auch die ganze Welt durchreifen würde.“ „Ich&lt;br /&gt;
glaube, Herr, antwortete Siau-kan, daß ih-&lt;br /&gt;
res gleichen nicht unter dem Himmel ist.&amp;quot;,,Ich&lt;br /&gt;
„Ich&lt;br /&gt;
will nunmehr ein Jahr zu Hause bleiben, sprach&lt;br /&gt;
Tichtschong-u, und mich sodann als ein Can-&lt;br /&gt;
didat bey der Prüfung der Gelehrten einstellen.&lt;br /&gt;
Erlänge ich Ehre, so habe ich meine Schuldigkeit&lt;br /&gt;
´erfüllet, die ich meinem Vater und Mutter leisten&lt;br /&gt;
muß. Ich werde mich nicht darum bekümmern,&lt;br /&gt;
ob ich einen Posten erhalte, oder nicht, wenn ich&lt;br /&gt;
mir nur einen Namen machen kann.“Alsdann&lt;br /&gt;
wird Schuey-ping-sin davon hören, und über-&lt;br /&gt;
zeuget werden, wie pünktlich ich ihrem Rath folg.&lt;br /&gt;
te, den sie mir gab.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Und so reisete er der Stadt Tah-ming´zu,&lt;br /&gt;
in der festen Entschließung, bey diesen Gesinnun&lt;br /&gt;
gen zu bleiben.&lt;br /&gt;
Achtes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Hao Qiu Zhuan]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maintenance script</name></author>
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