<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="en">
	<id>https://bou.de/u/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hongloumeng%2Fde%2FChapter_10</id>
	<title>Hongloumeng/de/Chapter 10 - Revision history</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://bou.de/u/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hongloumeng%2Fde%2FChapter_10"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bou.de/u/index.php?title=Hongloumeng/de/Chapter_10&amp;action=history"/>
	<updated>2026-04-11T16:15:35Z</updated>
	<subtitle>Revision history for this page on the wiki</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.35.14</generator>
	<entry>
		<id>https://bou.de/u/index.php?title=Hongloumeng/de/Chapter_10&amp;diff=174770&amp;oldid=prev</id>
		<title>Admin: German translation (Schwarz) - automated import</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://bou.de/u/index.php?title=Hongloumeng/de/Chapter_10&amp;diff=174770&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-11T06:29:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;German translation (Schwarz) - automated import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;New page&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;background-color: #8b1a1a; color: white; padding: 12px 15px; margin: 0 0 20px 0; border-radius: 4px; font-size: 1.1em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: bold;&amp;quot;&amp;gt;Kapitel:&amp;lt;/span&amp;gt; [[Hongloumeng/de/Chapter_1|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;1&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_2|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;2&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_3|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;3&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_4|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;4&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_5|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;5&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_6|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;6&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_7|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;7&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_8|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;8&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_9|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;9&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; &amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700; font-weight: bold;&amp;quot;&amp;gt;'''10'''&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_11|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;[11-20]&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_21|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;[21-30]&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_31|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;[31-40]&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_41|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;[41-50]&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_51|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;[51-60]&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_61|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;[61-70]&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_71|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;[71-80]&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_81|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;[81-90]&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_91|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;[91-100]&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_101|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;[101-110]&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/de/Chapter_111|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;[111-120]&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; [[Hongloumeng|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;&amp;amp;larr; Inhalt&amp;lt;/span&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;background-color: #003399; color: white; padding: 8px 15px; margin: 0 0 15px 0; border-radius: 4px; font-size: 0.95em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: bold;&amp;quot;&amp;gt;Version:&amp;lt;/span&amp;gt; [[Hongloumeng/Chapter_10|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;ZH&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; &amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700; font-weight: bold;&amp;quot;&amp;gt;DE&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/zh-de/Chapter_10|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;ZH-DE&amp;lt;/span&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kapitel 10 =&lt;br /&gt;
== 金寡妇贪利权受辱 ==&lt;br /&gt;
=== 张太医论病细穷源 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst als sich Djin Jung infolge der gegnerischen Übermacht und unter dem Druck von Djia Juee bei Tjin Dschung entschuldigt und einen Stirnaufschlag vor ihm gemacht hatte, gab sich Bau-yü zufrieden, und alle gingen auseinander. Doch nachdem Djin Jung zu Hause war, wurde er immer wütender, je länger er über die Sache nachdachte, und murrte vor sich hin: „Tjin Dschung ist bloß der Schwager von Djia Jung und kein Kind der Familie Djia. In der Schule ist er genau wie ich nur geduldet. Doch im Vertrauen auf Bau-yüs Freundschaft dünkt er sich besser als andere. Aber dann müßte er sich auch anständig benehmen, und kein Mensch würde etwas sagen. Statt dessen hat er dauernd Heimlichkeiten mit Bau-yü und glaubt, alle andern seien blind, daß sie nichts merken. Heute wollte er wieder mit jemand anbändeln, und ich mußte ausgerechnet dazukommen. Warum soll ich eigentlich Angst haben, wenn ein Skandal daraus wird?“&lt;br /&gt;
„Was willst du wieder für einen Skandal anzetteln?“ fragte seine Mutter, Frau Hu, die ihn murmeln gehört hatte. „So viel Mühe hat es mich gekostet, mit der Tante zu sprechen, und sie hat wieder tausendfache List gebrauchen müssen, ehe sie endlich mit der Frau von Djia Liän im Westanwesen sprechen konnte. Nur so hast du Gelegenheit bekommen zu lernen. Hätten wir wohl die Mittel, ohne fremde Hilfe einen Lehrer anzustellen?&lt;br /&gt;
Dazu bekommst du noch in der Schule Tee und Essen. In den zwei Jahren, seitdem du dort lernst, haben wir zu Hause ganz schön Wirtschaftsgeld sparen können. Von dem Ersparten hast du hübsche Sachen bekommen, wie du sie gern trägst. Und hast du nicht durch die Schule auch diesen Herrn Hsüä kennengelernt, der uns das ganze Jahr hindurch unter die Arme greift, so daß wir in den zwei Jahren siebzig oder achtzig Liang Silber von ihm bekommen haben?&lt;br /&gt;
Wenn du jetzt einen Skandal machst und deswegen aus der Schule geworfen wirst, wird es schwerer sein, eine zweite derartige Stelle für dich zu finden, als in den Himmel zu steigen, das sage ich dir. Spiel jetzt lieber noch ein Weilchen, und dann geh schlafen!“&lt;br /&gt;
Also verbiß sich Djia Jung den Ärger und hielt seinen Mund. Bald darauf legte er sich schlafen. Am nächsten Tag ging er in die Schule wie immer, und es soll nicht weiter davon die Rede sein.&lt;br /&gt;
Djin Jungs Tante väterlicherseits war mit einem Angehörigen der Hauptlinie der Djia-Sippe aus der Jade-Generation verheiratet worden, der Djia Huang hieß. Unnötig zu sagen, daß nicht alle Sippenangehörigen der Djias so reich und mächtig waren wie die Djias im Ning-guo- und im Jung-guo-Anwesen. Djia Huang und seine Frau verfügten über einen kleinen Besitz und gingen ansonsten auch häufig ins Ning-guo- und ins Jung-guo-Anwesen, um ihren Gruß zu entbieten. Sie verstanden es, Hsi-fëng und Frau You zu schmeicheln, und wurden deshalb von diesen immer wieder mit Geld und Gut unterstützt. Nur so konnten sie ihr Leben in der jetzigen Weise führen.&lt;br /&gt;
Heute war das Wetter klar, zu Hause gab es nichts zu tun, darum bestieg Frau Hu mit einer alten Dienerin einen Wagen und fuhr in ihr Elternhaus, um dort ihre verwitwete Schwägerin und ihren Neffen zu besuchen.g ging er in die Schule wie immer, und es soll nicht weiter davon die Rede sein.&lt;br /&gt;
Djin Jungs Tante väterlicherseits war mit einem Angehörigen der Hauptlinie der Djia-Sippe aus der Jade-Generation verheiratet worden, der Djia Huang hieß. Unnötig zu sagen, daß nicht alle Sippenangehörigen der Djias so reich und mächtig waren wie die Djias im Ning-guo- und im Jung-guo-Anwesen. Djia Huang und seine Frau verfügten über einen kleinen Besitz und gingen ansonsten auch häufig ins Ning-guo- und ins Jung-guo-Anwesen, um ihren Gruß zu entbieten. Sie verstanden es, Hsi-fëng und Frau You zu schmeicheln, und wurden deshalb von diesen immer wieder mit Geld und Gut unterstützt. Nur so konnten sie ihr Leben in der jetzigen Weise führen.&lt;br /&gt;
Heute war das Wetter klar, zu Hause gab es nichts zu tun, darum bestieg Frau Hu mit einer alten Dienerin einen Wagen und fuhr in ihr Elternhaus, um dort ihre verwitwete Schwägerin und ihren Neffen zu besuchen. Im Laufe des Gesprächs kam Frau Hu dann auf das gestrige Ereignis in der Familienschule der Djias zu sprechen und erzählte es der Schwägerin von Anfang bis Ende in allen Einzelheiten. &lt;br /&gt;
Hätte Frau Djin nichts davon erfahren, wäre der Fall erledigt gewesen, kaum aber hatte sie davon gehört, stieg Wut aus ihrem Herzen auf, und sie sagte: „Dieses kleine Biest, der Tjin Dschung, ist ein angeheirateter Verwandter der Djias. Ist Jung das etwa nicht genausogut? Es sollte sich doch keiner zu sehr an die Reichen und Mächtigen hängen! Noch dazu, wenn er sich solche Sachen erlaubt! Auch Bau-yü hätte ihn nicht in diesem Maße einseitig in Schutz nehmen dürfen! Aber warte, ich fahre ins Ostanwesen zu Djia Dschëns Frau und spreche mit Tjin Dschungs Schwester! Dann soll sie einmal sagen, wer hier im Recht ist!“&lt;br /&gt;
Als Djin Jungs Mutter das hörte, geriet sie in helle Aufregung und sagte rasch: „Daß ich doch meine Zunge nicht im Zaum halten kann! Sonst hätte ich es dir nie erzählt. Fahr nicht dorthin, ich bitte dich! Egal, wer recht hat und wer unrecht, wenn ein Skandal daraus wird, kann Jung dort nicht in der Schule bleiben, und dann können wir nicht nur keinen Lehrer für ihn anstellen, es kommt überdies eine ganze Menge Unkosten für ihn auf uns zu.“&lt;br /&gt;
Darauf sagte Frau Djin: „Was macht das schon groß aus? Laß mich nur mit ihr sprechen, dann wollen wir weitersehen!“ Und ohne sich von der Schwägerin etwas sagen zu lassen, befahl sie der Dienerin, den Wagen bereitmachen zu lassen, dann stieg sie ein und begab sich zum Ning-guo-Anwesen. Hier fuhr sie durch die Einfahrt hinein, verließ den Wagen am östlichen Seitentor und ging zu Fuß weiter. Als sie zu Djia Dschëns Gattin, Frau You, kam, wagte sie nicht, ihrem Zorn freien Lauf zu lassen. Sie sprach vielmehr höflich vom Wetter und einigen Nichtigkeiten, ehe sie fragte: „Warum bekomme ich denn Jungs Frau heute gar nicht zu Gesicht?“&lt;br /&gt;
„Ich weiß auch nicht, was in jüngster Zeit mit ihr ist“, antwortete Frau You. „Sie hat schon mehr als zwei Monate nicht ihre Regel bekommen, aber als wir einen Arzt holten, sagte er, daß sie nicht guter Hoffnung sei. In den letzten Tagen fühlt sie sich nachmittags so matt, daß sie sich nicht bewegen und auch nicht unterhalten mag. Außerdem flimmert es ihr vor den Augen.&lt;br /&gt;
Ich habe ihr gesagt: ‚Du brauchst dich nicht so starr an die Vorschriften zu halten und mußt uns nicht morgens und abends deinen Gruß entbieten wie sonst! Ruh dich nur schön aus! Wenn Verwandte kommen, bin ich ja da, und wenn die Älteren sich wundern sollten, erkläre ich es ihnen.‘ &lt;br /&gt;
Auch Jung habe ich eingeschärft, wie er sich zu verhalten hat. ‚Du darfst sie jetzt nicht überanstrengen und darfst sie auch nicht ärgern‘, habe ich ihm gesagt. ‚Gönn ihr nur Ruhe, und wenn sie auf etwas Appetit haben sollte, kommst du es bei mir holen, und was du bei mir nicht findest, kannst du unbesorgt bei der Frau von Vetter Liän holen lassen. Wenn ihr etwas zustoßen sollte, wirst du eine zweite Frau mit ihrem Aussehen und ihrem Wesen nirgendwo finden können, und wenn du sie mit der Laterne suchst!‘&lt;br /&gt;
Wer von den Verwandten und von den Älteren mag sie nicht ihres Charakters und ihres Verhaltens wegen! Das hat mir in den letzten Tagen viel Kummer gemacht, und ich war in schrecklicher Sorge. Dann mußte ausgerechnet heute früh ihr Bruder zu ihr kommen und sich wie ein Kindskopf ohne Sinn und Verstand benehmen, wo er doch hätte sehen müssen, daß ihr nicht wohl ist, und deshalb nichts hätte sagen dürfen, auch wenn etwas gewesen wäre, ganz zu schweigen von so einer Lappalie. Auch wenn ihm noch so großer Schimpf angetan worden wäre, hätte er doch vor ihr davon schweigen müssen.&lt;br /&gt;
Da haben sie sich gestern in der Schule geprügelt, und irgendwer, der dort mitlernen darf, hat ihn beleidigt, dabei sind die schmutzigsten Wörter gefallen. Das hat er ihr alles erzählt. Ihr kennt sie ja, Schwägerin, wenn sie auch in Gegenwart von andern stets scherzt und lacht und tätig ist, ist sie doch bedachtsam und nimmt alles so schwer. Egal, was man ihr sagt, grübelt sie drei Tage und fünf Nächte darüber nach. Auch ihre Krankheit hat sie sich durch diesen Charakterzug angegrübelt.&lt;br /&gt;
Als sie heute hörte, ihr Bruder sei von jemand beleidigt worden, war sie empört und hat sich erregt. Empört war sie über den schlechten Umgang, den er hat, über diese unverschämten Taugenichtse, die nur die Tatsachen auf den Kopf stellen und den Leuten Schlechtigkeiten nachsagen können, und erregt hat sie sich über ihren Bruder, der nicht ordentlich lernt und nicht fleißig ist, wodurch es dann zu einem Skandal in der Schule kommt.&lt;br /&gt;
Nachdem er ihr von dieser Sache erzählt hatte, aß sie heute nicht einmal ihre Morgenmahlzeit. Als ich das erfuhr, war ich eben zu ihr gegangen, um sie ein bißchen zu beruhigen. Auch mit ihrem Bruder habe ich gesprochen. Ich habe ihm gesagt, er solle zu Bau-yü hinübergehen. Dann habe ich aufgepaßt, daß sie ein halbes Schälchen Schwalbennestersuppe aß, ehe ich wieder hergekommen bin.&lt;br /&gt;
Sagt selbst, Schwägerin, ob ich Grund zum Kummer habe oder nicht! Noch dazu haben wir keinen guten Arzt. Wenn ich an diese Krankheit denke, ist mir, als ob Nadeln in mein Herz stächen. Wißt Ihr nicht einen guten Arzt?“&lt;br /&gt;
Als Frau Djin diesen langen Redeschwall hörte, verflog ihre ganze Wut, die sie eben noch an Frau Tjin hatte auslassen wollen, vor Schreck bis ins ferne Djawaland. Als dann Frau You fragte, ob sie nicht einen guten Arzt wüßte, antwortete sie rasch: „Soweit wir hörten, hat wirklich niemand einen guten Arzt erwähnt. Aber nach dem, was Ihr gerade erzählt habt, ist sie vielleicht doch in anderen Umständen. Ihr dürft auf keinen Fall zulassen, daß sie einer falschen Behandlung ausgesetzt wird, Schwägerin. Eine Fehldiagnose wäre hier wirklich fürchterlich!“&lt;br /&gt;
„Eben, eben!“ sagte Frau You, und im selben Augenblick kam Djia Dschën von draußen herein. Als er Frau Djin erblickte, fragte er seine Frau: „Ist das nicht die Frau von Vetter Huang?“ Frau Djin trat vor und entbot Djia Dschën ihren Gruß. „Lad die junge Frau Schwägerin zum Essen ein!“ forderte Djia Dschën seine Frau auf und ging in den Nachbarraum.&lt;br /&gt;
Eigentlich war ja Frau Djin gekommen, um Frau Tjin zu Rede zu stellen, weil Tjin Dschung ihren Neffen beleidigt hatte, aber dann hörte sie, Frau Tjin sei krank, und so konnte sie sie nicht nur nicht zur Rede stellen, sie wagte nicht einmal, die Sache auch nur zu erwähnen. Als dann noch Djia Dschën und Frau You so freundlich zu ihr waren, verwandelte sich ihr Zorn &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungezogene Knaben, die einen Verdacht hegen, stiften Unruhe im Schulzimmer. Aus: Jin­yu­yuan 1889a.&lt;br /&gt;
in Freude, und erst nachdem sie das Gespräch noch eine Weile fortgesetzt hatte, fuhr sie wieder nach Hause.&lt;br /&gt;
Nachdem Frau Djin gegangen war, kam Djia Dschën ins Zimmer zurück, setzte sich und fragte seine Frau: „Hat sie etwas gewollt, daß sie heute gekommen ist?“ „Gesagt hat sie nichts“, antwortete Frau You. „Als sie kam, machte sie wohl ein Gesicht, als ob sie verärgert sei, aber als ich dann so lange mit ihr sprach und dabei die Krankheit unserer Schwiegertochter erwähnte, hat sie sich allmählich beruhigt, und dann hast du noch gesagt, ich solle sie zum Essen einladen. Aber das war ihr wohl peinlich, nachdem sie gehört hatte, die Schwiegertochter sei krank, darum hat sie nur noch ein Weilchen hier gesessen und ein paar Belanglosigkeiten erzählt, dann ist sie fort.&lt;br /&gt;
Um aber wieder auf die Krankheit der Schwiegertochter zu kommen, das Wichtigste ist jetzt, daß du einen guten Arzt für sie findest. Das darfst du nicht versäumen! Die jetzt ins Haus kommen, taugen doch allesamt nichts. Jeder von ihnen redet einem nur nach dem Munde. Sie plappern nach, was man sagt, und fügen ein paar hochtrabende Redensarten dazu. Sie machen sich viel Mühe, und drei oder vier Mann kommen vier, fünf Mal am Tage, um abwechselnd die Pulse zu fühlen, danach beraten sie alle miteinander und schreiben ein Rezept, nur helfen ihre Mittel nicht.&lt;br /&gt;
So muß sich die Schwiegertochter vier, fünf Mal am Tag anziehen und aufsetzen, um die Ärzte zu empfangen, und das ist doch auch nicht gut für eine Kranke!“&lt;br /&gt;
„Das ist aber auch zu töricht von dem Kind!“ sagte Djia Dschën darauf. „Warum muß sie sich andauernd ausziehen und wieder anziehen? Es wäre ja nicht auszudenken, wenn sie sich auch noch erkälten würde und so eine weitere Krankheit bekäme! Was kosten schon Kleider, auch wenn es die allerbesten sind? Auf ihren Körper kommt es an! Selbst wenn wir sie jeden Tag neu einkleiden müßten, wäre das nicht zu teuer.&lt;br /&gt;
Aber als ich eben hereinkam, hatte ich dir erzählen wollen, daß Fëng Dsï-ying mich gerade besucht hat. Als er bemerkte, daß ich etwas bedrückt aussah, fragte er, was mit mir sei, und da habe ich ihm erzählt, daß die Schwiegertochter sich plötzlich sehr unwohl fühlt und daß ich in den letzten Tagen wirklich sehr besorgt bin, weil ich keinen guten Arzt finde und nicht herausbekommen kann, ob sie in anderen Umständen oder krank ist und ob es Komplikationen geben kann oder nicht.&lt;br /&gt;
Da hat mir Fëng Dsï-ying gesagt, er habe einen Lehrer aus seinen Kindertagen, der mit Familiennamen Dschang und mit Rufnamen You-schï heiße, ein tiefgreifendes, umfangreiches Wissen besitze und sich dabei auch in medizinischen Dingen gründlich auskenne, ja, der sogar zu erkennen vermöge, ob ein Kranker sterben müsse oder nicht. Der sei dieses Jahr in die Hauptstadt gekommen, um für seinen Sohn einen Beamtentitel zu erwerben, und wohne in Fëngs Haus. Wer weiß denn, ob die Schwiegertochter nicht gerade unter seinen Händen gesund werden soll!&lt;br /&gt;
Ich habe sofort jemand mit einer Namenskarte losgeschickt, um ihn herzubitten. Wenn es heute schon zu spät sein sollte und er nicht mehr kommen könne, kommt er bestimmt morgen, denke ich. Außerdem ist Fëng Dsï-ying sofort nach Hause gegangen, um persönlich mit ihm zu sprechen. Sicher kann er ihn bewegen, herzukommen und sie zu untersuchen. Wenn er hier war, wollen wir weitersehen!“&lt;br /&gt;
Über diese Nachricht war Frau You sehr glücklich. Jetzt fragte sie: „Übermorgen ist der Geburtstag des alten gnädigen Herrn. Wie soll er eigentlich begangen werden?“&lt;br /&gt;
„Ich bin gerade bei ihm gewesen, um ihm meinen Gruß zu entbieten“, sagte Djia Dschën, „und habe ihn bei dieser Gelegenheit gebeten, nach Hause zu kommen, um die Glückwünsche der ganzen Familie entgegenzunehmen. Aber darauf hat er gesagt: ‚Ich bin daran gewöhnt, den Schmutz der Welt zu fliehen, und möchte müßigen Getümmels wegen nicht wieder an euren Stätten des Alltags sein.&lt;br /&gt;
Ihr werdet sagen, es sei mein Geburtstag und ich solle kommen, um alle vor mir ihren Stirnaufschlag machen zu lassen, aber lieber wäre es mir, du ließest den ‚Text der verborgenen Vorherbestimmung‘, zu dem ich seinerzeit Kommentare verfaßte, von jemandem sauber abschreiben und Druckplatten danach schneiden. Das wäre hundertmal besser, als von mir zu verlangen, daß ich ohne jeden Grund aller Leute fußfällige Ehrerbietung über mich ergehen lasse!&lt;br /&gt;
Wenn übermorgen und am Tag darauf die ganze Familie zu dir nach Hause kommt, dann bewirte sie schön, und damit mag die Sache ihr Bewenden haben. Ihr sollt mir auch nichts herbringen, und du sollst übermorgen auch nicht extra hierher kommen. Falls dir das im Herzen Unruhe bereitet, kannst du schon heute deinen Stirnaufschlag vor mir machen. Solltest du übermorgen doch kommen, noch dazu mit lauter Leuten, die mich nur belästigen, nehme ich dir das auf jeden Fall übel!‘&lt;br /&gt;
Nachdem er das ein ums andere Mal gesagt hat, traue ich mich übermorgen wirklich nicht hin. Aber laß Lai Schëng kommen und trage ihm auf, eine Festtafel für zwei Tage vorzubereiten!“&lt;br /&gt;
Also schickte Frau You jemanden nach Djia Jung und sagte zu ihm: „Laß Lai Schëng in der üblichen Weise eine Festtafel für zwei Tage herrichten, aber üppig soll sie sein! Dann gehst du selbst ins Westanwesen und lädst die alte gnädige Frau, die beiden gnädigen Frauen und die Frau von Vetter Liän zu uns ein. &lt;br /&gt;
Außerdem hat dein Vater heute von einem tüchtigen Arzt erfahren und hat schon jemand zu ihm geschickt, um ihn herbitten zu lassen. Ich denke, morgen wird er bestimmt kommen, dann mußt du ihm alle Krankheitszeichen der letzten Tage genau schildern!“&lt;br /&gt;
Djia Jung versprach das eine wie das andere und ging hinaus. Dort stieß er auf den Sklavenjungen, der eben in Fëng Dsï-yings Haus gewesen war, um den Arzt Dschang herzubitten, der ihm nun berichtete: „Eben war ich mit der Namenskarte unseres gnädigen Herrn im Hause des gnädigen Herrn Fëng, um den Arzt herzubitten. Der Arzt hat gesagt: ‚Gerade hat mir der Herr hier davon erzählt, aber ich habe den ganzen Tag Besuche gemacht und bin gerade erst zur Tür herein. Darum bin ich heute beim besten Willen nicht mehr imstande, mich zu konzentrieren. Selbst wenn ich heute käme, könnte ich keine Diagnose mehr stellen. Wartet, bis ich mich über Nacht erholt habe, morgen werde ich kommen.‘&lt;br /&gt;
Und dann hat er noch gesagt: ‚Meine medizinischen Kenntnisse sind nur gering, und eigentlich wage ich nicht, diesem schwerwiegenden Ruf Folge zu leisten. Weil es aber Herr Fëng deinem Herrn schon versprochen hat, muß ich wohl kommen. Sag das deinem Herrn! Die Namenskarte deines Herrn wage ich wirklich nicht zu behalten.‘ Dann hat er mir befohlen, die Karte zurückzubringen. Meldet das bitte statt meiner!“&lt;br /&gt;
Djia Jung machte kehrt und ging noch einmal zu Djia Dschën und Frau You hinein, um ihnen alles zu berichten, dann erst kam er wieder heraus, ließ Lai Schëng rufen und trug ihm auf, ein Festmahl für zwei Tage vorzubereiten. Als Lai Schëng den Auftrag vernommen hatte, ging er fort, um alles wie üblich herzurichten. Aber davon soll nicht weiter die Rede sein.&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag um die Mittagsstunde wurde gemeldet: „Der Arzt Dschang ist gekommen!“ Djia Dschën führte den Gast in die Empfangshalle, wo sie sich niedersetzten. Erst als der Tee getrunken war, hob Djia Dschën an: „Gestern hat mich Herr Fëng über Eure Qualitäten und Kenntnisse belehrt und mich auch wissen lassen, wie gründlich Ihr Euch in den letzten Feinheiten der Medizin auskennt. Ich kann gar nicht freudig genug zu Euch aufblicken!“&lt;br /&gt;
„Ich bin nur ein plumper kleiner Gelehrter, und mein Wissen ist seicht und beschränkt“, erwiderte der Arzt. „Herr Fëng hat mich darüber aufgeklärt, daß in Eurem Hause auch unbedeutende Gelehrte ohne Überheblichkeit behandelt werden. Außerdem habt Ihr mich rufen lassen, und wie könnte ich es wagen, Eurem Befehl nicht nachzukommen? Nur habe ich gar keine wirklichen Kenntnisse, und das vermehrt meinen Angstschweiß um ein vielfaches!“&lt;br /&gt;
„Warum müßt Ihr so übermäßig bescheiden sein?“ fragte Djia Dschën. „Geht bitte hinein und untersucht meine Schwiegertochter! Ich verlasse mich darauf, in meiner Unkenntnis durch Eure Weisheit erleuchtet zu werden!“&lt;br /&gt;
Daraufhin führte Djia Jung den Arzt hinein. Als sie in die Wohngemächer kamen und der Arzt Frau Tjin erblickte, fragte er Djia Jung: „Ist das Eure verehrte Gemahlin?“ „Sie ist es“, erwiderte Djia Jung. „Nehmt bitte Platz und laßt mich die Krankheit beschreiben, ehe Ihr ihre Pulse fühlt!“&lt;br /&gt;
„Mir scheint, es wäre besser, erst darüber zu sprechen, nachdem ich ihr die Pulse gefühlt habe“, sagte der Arzt. „Ich bin zum ersten Mal in Eurer erhabenen Residenz und bin völlig unwissend. Nur weil Herr Fëng mich so dringend darum bat, konnte ich nicht umhin zu kommen. &lt;br /&gt;
Wollen wir sehen, ob ich das Richtige treffe oder nicht, wenn ich ihr erst die Pulse gefühlt habe! Dann könnt Ihr mir den Zustand der Kranken in den letzten Tagen schildern, und anschließend wollen wir ein Rezept dafür überlegen. Ob es anwendbar ist oder nicht, könnt Ihr dann entscheiden.“&lt;br /&gt;
„Ihr seid wirklich ein Weiser, und ich kann es nur bedauern, daß ich erst heute Eure Bekanntschaft mache!“ sagte Djia Jung. „Also fühlt bitte die Pulse und sagt mir, ob die Krankheit zu heilen ist, damit meine Eltern wieder Ruhe finden!“&lt;br /&gt;
Sklavinnen brachten ein großes Unterlegkissen und streiften Frau Tjin die Ärmel zurück, um ihre Handgelenke zu entblößen, und erst jetzt streckte der Arzt seine Hand aus und legte sie auf die Pulsgegend des rechten Armes. Er wartete, bis sein Atem ruhig ging, und zählte die Pulsschläge danach. Erst als er sich längere Zeit vollkommen darauf konzentriert hatte, wechselte er zum linken Arm hinüber und verfuhr dort genauso. Als er fertig war, sagte er: „Setzen wir uns draußen hin!“&lt;br /&gt;
Also ging Djia Jung mit ihm ins Vorzimmer hinaus, wo sie sich aufs Bett setzten, und eine Alte brachte Tee. „Bitte!“ sagte Djia Jung und trank zur Gesellschaft mit. Dann fragte er: „Wie lautet Eure Diagnose, nachdem Ihr die Pulse gefühlt habt? Ist die Krankheit noch zu heilen?“&lt;br /&gt;
„Bei Eurer verehrten Gemahlin ist der linke untere Puls schwach und beschleunigt, der linke mittlere Puls kaum spürbar, der rechte untere Puls ist zart und kraftlos, der rechte mittlere Puls matt und ohne Energie“, erklärte der Arzt. „Daß der linke untere Puls schwach und beschleunigt ist, zeigt an, daß die Lebenskraft des Herzens geschwächt ist, wodurch Feuer erzeugt wird. Daß der linke mittlere Puls kaum spürbar ist, zeigt an, daß die Lebenskraft der Leber stockt, was Blutarmut hervorruft. Daß der rechte untere Puls zart und kraftlos ist, zeigt an, daß die Lebenskraft der Lungenbahn zu schwach ist. Und daß der rechte mittlere Puls matt und ohne Energie ist, zeigt an, daß das Holzelement der Leber das Übergewicht über das Erdelement der Milz hat.&lt;br /&gt;
Schwache Lebenskraft des Herzens und dadurch erzeugtes Feuer müssen sich in Regelstörungen und Schlaflosigkeit äußern. Bei einer Stockung der Lebenskraft der Leber und Blutarmut muß eine schmerzhafte Schwellung unter den Rippen vorliegen, die Regel muß fehlen, und im Herzen muß Hitze auftreten. Bei schwacher Lebenskraft der Lungenbahn ist der Kopf ständig benommen, und vor den Augen flimmert es, in den frühen Morgenstunden gibt es mit Sicherheit Schweißausbrüche und ein Gefühl, als ob man in einem Boot säße. Bei Übergewicht des Holzelements der Leber über das Erdelement der Milz müssen Appetitlosigkeit, Mattigkeit des Geistes und schmerzhafte Schwäche der vier Gliedmaßen die Folge sein.&lt;br /&gt;
Das sind die Krankheitszeichen, die meiner Meinung nach bei diesen Pulsen vorliegen müssen. Daß solche Pulse eine Schwangerschaft anzeigen sollen, ist eine Ansicht, der ich nicht zu folgen wage.“&lt;br /&gt;
„Alles ist genau, wie Ihr es gesagt habt“, bestätigte eine alte Sklavin, die zur unmittelbaren Bedienung gehörte. „Der Herr sagt es so unfehlbar, als ob er ein Gott wäre. Was bedarf es da unserer Schilderung! Wir hatten schon so viele Hofärzte im Hause, die sie untersuchten, aber keiner hat es so genau zu treffen vermocht. Der eine sagt, sie sei in anderen Umständen, der andere sagt, sie sei krank, der dritte sagt, es habe nichts damit auf sich, und der nächste sagt, sie müsse zur Wintersonnenwende auf der Hut sein. Keiner wußte etwas Genaues. Gebt uns bitte klare Unterweisungen, Herr!“&lt;br /&gt;
Lächelnd sagte der Arzt: „Die Krankheitssymptome der jungen gnädigen Frau sind zu lange von niemand beachtet worden. Hätte sie die richtigen Medikamente bekommen, seitdem sie zum erstenmal ihre Regel hatte, dann wäre es zu dem jetzigen Leiden erst gar nicht gekommen, und sie wäre heute schon vollkommem gesund. Nachdem die Krankheit aber so lange verschleppt worden ist, mußte es notwendig zu dem jetzigen Übel kommen.&lt;br /&gt;
Ich bin der Meinung, daß noch drei Zehntel Aussicht auf Heilung bestehen. Wir müssen abwarten, ob sie nachts schlafen kann, nachdem sie meine Arznei eingenommen hat. Dann kämen noch zwei Zehntel Hoffnung hinzu. &lt;br /&gt;
Nach den Pulsen, wie ich sie gefühlt habe, ist die junge gnädige Frau ein Mensch von edelstem Charakter und unübertrefflicher Klugheit. Aber wer zu klug ist, trifft ständig auf Dinge, die nicht nach seinem Sinn sind. Trifft nun einer ständig auf Dinge, die nicht nach seinem Sinn sind, dann grübelt er zuviel. Die Krankheit ist dadurch hervorgerufen worden, daß sorgenvolle Gedanken die Milz geschädigt haben und das Holzelement der Leber zu üppig geworden ist. Deshalb kann die Regel nicht zur rechten Zeit kommen. Bei der jungen gnädigen Frau ist doch die Regel sicher nie zu früh, sondern immer zu spät gekommen, oder?“&lt;br /&gt;
„Aber ja!“ antwortete die Alte. „Zu früh ist sie nie gekommen, manchmal zwei, drei Tage zu spät, manchmal sogar ganze zehn.“&lt;br /&gt;
„Aha!“ sagte der Arzt. „Die Krankheitsursache ist klar. Hätte man ihr rechtzeitig ein Mittel gegeben, um das Herz zu stärken und die Regel zu ordnen, hätte es dazu nicht kommen müssen! Jetzt sprechen alle Zeichen dafür, daß das Wasserelement zu schwach und das Holzelement zu stark ist. Wollen wir abwarten, was die Arznei bewirkt!“ Dann schrieb er ein Rezept und reichte es Djia Jung. Darauf stand: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Absud zur Förderung der Lebenskräfte, Stärkung des Bluts, Kräftigung der Milz und &lt;br /&gt;
 Harmonisierung der Leber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ginsengwurzel&lt;br /&gt;
2&lt;br /&gt;
Tjiän,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spindelkrautwurzel, in fein zermahlenem alten Ofenlehm geröstet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tjiän,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kokos-Porling aus Yün-nan&lt;br /&gt;
3&lt;br /&gt;
Tjiän,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aufbereitete Rehmannienwurzel&lt;br /&gt;
4&lt;br /&gt;
Tjiän,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Engelwurz, mit Reiswein besprengt&lt;br /&gt;
2&lt;br /&gt;
Tjiän,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurzel der weißen Pfingstrose, gekocht&lt;br /&gt;
2&lt;br /&gt;
Tjiän,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Madaunwurzel&lt;br /&gt;
1½&lt;br /&gt;
Tjiän,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tragantwurzel&lt;br /&gt;
3&lt;br /&gt;
Tjiän,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemahlene Zypergraswurzel&lt;br /&gt;
3&lt;br /&gt;
Tjiän,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit Essig getränkte Hasenohrwurzel&lt;br /&gt;
8 &lt;br /&gt;
Fën,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yamswurzel aus Huai-ning, geröstet&lt;br /&gt;
2&lt;br /&gt;
Tjiän,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
echter Eselsleim, mit Pulver aus Venusmuschelschalen geröstet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tjiän,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lerchenspornwurzel, in Reiswein gekocht&lt;br /&gt;
1½&lt;br /&gt;
Tjiän,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit Honig kandiertes Süßholz&lt;br /&gt;
8&lt;br /&gt;
Fën.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Zusätze: sieben Lotosblumenkerne ohne Keim aus Fu-djiän und zwei rote Jujuben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Djia Jung das Rezept gelesen hatte, sagte er: „Das ist wahrhaft weise! Aber ich möchte Euch noch um Belehrung darüber bitten, ob die Krankheit lebensgefährlich ist oder nicht.“&lt;br /&gt;
Lächelnd erwiderte der Arzt: „Ein Mann von Eurer Klugheit müßte wissen, daß eine Krankheit in diesem Stadium nicht nur einen Tag lang Beschwerden verursacht. Nach Einnahme des Medikaments müssen wir erst einmal sehen, welche Heilungsaussichten vom Schicksal bestimmt sind! Meiner Meinung nach ist für diesen Winter nichts zu befürchten, und wenn sie die Frühlings-Tagundnachtgleiche übersteht, dürfen wir auf eine vollständige Heilung hoffen.“&lt;br /&gt;
Djia Jung war verständig genug, nicht mit weiteren Fragen in den Arzt zu dringen. Als er ihn hinausgeleitet hatte, brachte er Djia Dschën das Rezept und die Diagnose. Ihm und Frau You berichtete er auch alles, was der Arzt ihm sonst noch gesagt hatte.&lt;br /&gt;
„Keiner der Ärzte hatte sich so treffend geäußert“, sagte Frau You zu Djia Dschën. „Ich denke, auch auf sein Rezept ist bestimmt Verlaß.“&lt;br /&gt;
„Dabei praktiziert er nicht zum Gelderwerb“, sagte Djia Dschën. „Nur weil ich mit Fëng Dsï-ying befreundet bin, hat der ihn mit größter Mühe bewegen können, zu uns zu kommen. Vielleicht ist die Krankheit der Schwiegertochter mit seiner Hilfe wirklich zu heilen. In dem Rezept ist auch Ginsengwurzel enthalten, dafür kann nur das eine Djin Ginseng genommen werden, das wir neulich gekauft haben.“&lt;br /&gt;
Als Djia Jung alles angehört hatte, ging er hinaus und befahl jemandem, die Zutaten für die Arznei zu besorgen, sie zu kochen und den fertigen Trank Frau Tjin einzugeben.&lt;br /&gt;
Wie sich Frau Tjins Zustand veränderte, nachdem sie das Mittel genommen hatte, wird im nächsten Kapitel erzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Books]]&lt;br /&gt;
[[Category:Hongloumeng]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
</feed>