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	<title>Hongloumeng/de/Chapter 33 - Revision history</title>
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		<title>Admin: German translation (Schwarz) - automated import</title>
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		<updated>2026-04-11T06:29:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;German translation (Schwarz) - automated import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;New page&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;background-color: #8b1a1a; color: white; padding: 12px 15px; margin: 0 0 20px 0; border-radius: 4px; font-size: 1.1em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&amp;lt;span style=&amp;quot;font-weight: bold;&amp;quot;&amp;gt;Version:&amp;lt;/span&amp;gt; [[Hongloumeng/Chapter_33|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;ZH&amp;lt;/span&amp;gt;]] &amp;amp;middot; &amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700; font-weight: bold;&amp;quot;&amp;gt;DE&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;amp;middot; [[Hongloumeng/zh-de/Chapter_33|&amp;lt;span style=&amp;quot;color: #FFD700;&amp;quot;&amp;gt;ZH-DE&amp;lt;/span&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kapitel 33 =&lt;br /&gt;
== 手足眈眈小动唇舌 ==&lt;br /&gt;
=== 不肖种种大承笞挞 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dame Wang ließ also Djin-tschuans Mutter rufen und schenkte ihr mit eigener Hand ein paar Haarpfeile und Ringe. Außerdem befahl sie, es sollten Mönche gebeten werden, die Sutras zu lesen, um die Seele der Toten zur Erlösung zu geleiten. Djin-tschuans Mutter bedankte sich kniefällig und ging wieder fort.&lt;br /&gt;
	Als Bau-yü von seinem Gespräch mit Djia Yü-tsun zurückkam, mußte er die Schreckensnachricht vernehmen, Djin-tschuan habe sich vor Scham und Wut umgebracht, und schon das hatte ihm gleichsam alle fünf Eingeweide zerrissen. Als er dann ins Haus trat und von Dame Wang Vorhaltungen und Belehrungen erfuhr, wußte er nichts darauf zu erwidern. Erst der Eintritt von Bau-tschai eröffnete ihm eine Möglichkeit, sich zu entfernen. Blindlings und ohne Ziel trottete er dahin, die Hände auf den Rücken gelegt, den Kopf gesenkt, und seufzte dabei.&lt;br /&gt;
	Als er an der Haupthalle war und eben durch das Vortor bog, kam ihm unversehens jemand entgegen, der hinein wollte und mit dem er nun voll zusammenprallte. Er hörte nur, wie der andere rief: „Bleib stehen!“ Und als er erschrocken zusammenfuhr und dann aufblickte, erkannte er, daß es niemand anders war als sein Vater. Unwillkürlich schnappte er nach Luft und nahm dann mit herabhängenden Armen am Wegrand Aufstellung.&lt;br /&gt;
	„Warum läßt du den Kopf hängen und jammerst?“ fragte Djia Dschëng. „Als eben Yü-tsun zu Besuch war und dich zu sehen verlangte, hat es wer weiß wie lange gedauert, ehe du herübergekommen bist, und als du endlich da warst, bist du überhaupt nicht lebhaft und gesprächig gewesen, sondern nur matt und schlaff. In deinem Gesicht aber habe ich nur Sehnsucht und Kümmernis gelesen. Jetzt nun seufzt du und ächzt du. Fehlt dir denn immer noch etwas? Hast du noch nicht Freiheit genug? Warum führst du dich grundlos so auf?“&lt;br /&gt;
	Für gewöhnlich hatte Bau-yü zwar eine flinke Zunge, aber jetzt war sein ganzes Inneres vom Kummer um Djin-tschuan erfüllt, und am liebsten wäre er ebenfalls gestorben, um ihr nachzufolgen. Die Worte seines Vaters hatte er gar nicht gehört, er stand nur da wie betäubt.&lt;br /&gt;
	Als sein Vater ihn in diesem verstörtem Zustand sah, der so gar nicht seinem früheren Wesen entsprach, geriet er, nachdem er eigentlich überhaupt nicht zornig gewesen war, jetzt doch zu drei Zehnteln in Zorn. Eben wollte er etwas sagen, aber da kam ein Melder mit der Nachricht: „Es ist jemand aus der Residenz des kaiserlichen Prinzen Dschung-schun da, der Euch zu sprechen wünscht, gnädiger Herr!“&lt;br /&gt;
	Verwundert fragte sich Djia Dschëng: „Für gewöhnlich pflegen wir keinerlei Umgang mit dem Hause des Prinzen. Warum schickt er heute jemanden zu uns?“ Aber während er noch darüber nachdachte, befahl er schon: „Bitte ihn schnell herein!“&lt;br /&gt;
	Als er dann geschwind hinaustrat, um den Besucher zu empfangen, erwies sich dieser als der Kanzler des prinzlichen Hauses. Ohne zu zögern führte Djia Dschëng ihn in die Halle, wo er ihn Platz zu nehmen bat und Tee bringen ließ. Er hatte das Gespräch noch nicht eröffnet, da sagte der Kanzler schon: „Nicht aus eigenem Antrieb kommt meine Wenigkeit in Euer wertes Haus. Der Prinz hat es mir aufgetragen, weil er ein Anliegen an Euch hat. Im Interesse seines Ansehens möchte ich Euch bitten, darüber zu entscheiden. Nicht nur der Prinz wird sich erkenntlich zeigen, auch meine Wenigkeit wird Euch unendlich dankbar sein.“&lt;br /&gt;
	Djia Dschëng konnte sich keinen Vers darauf machen, darum fragte er rasch mit einem Lächeln: „Welche Botschaft bringt Ihr also, mein Herr, wenn Ihr im Auftrage des Prinzen kommt? Ich hoffe, Ihr werdet sie mir verkünden, damit ich danach zu handeln vermag.“&lt;br /&gt;
	Kühl lächelnd gab der Kanzler zurück: „Ihr sollt nicht handeln, mein Herr, es braucht nur ein Wort von Euch, das ist alles. Wir haben einen Schauspieler Tji-guan in unserer Residenz, der die Rollen von jungen Mädchen spielt. Er ist immer brav bei uns gewesen, in den letzten Tagen jedoch ist er nicht mehr zu uns zurückgekehrt. Wir haben überall nach ihm gesucht, konnten aber nicht feststellen, wo er sich aufhält. So haben wir bei jedermann nachgefragt, und von zehn Leuten in der Stadt sagen acht, er sei in jüngster Zeit mit Eurem werten Sohn sehr vertraut, der mit dem Jadestein im Mund geboren wurde.&lt;br /&gt;
	Als meine Wenigkeit das erfuhr, habe ich, da man in Eure werte Residenz nicht einfach eindringen kann, um nach ihm zu forschen, wie in anderer Leute Haus, dem Prinzen davon Mitteilung gemacht, und der Prinz hat gesagt: ‚In jedem anderen Falle wäre es mir auch um hundert Schauspieler nicht leid, dieser Tji-guan aber ist einfühlend und aufmerksam, und ich alter Mann habe ihn sehr gern, darum kann ich durchaus nicht auf ihn verzichten.‘&lt;br /&gt;
	Ich muß ich Euch daher ersuchen, mein Herr, Eurem werten Sohn zu sagen, er möge Tji-guan zurückkommen lassen. Zum einen wäre damit der dringende Wunsch des Prinzen erfüllt, zum anderen wäre auch meine Wenigkeit der Mühe des Suchens enthoben.“ Nach diesen Worten machte er flink eine Verbeugung.&lt;br /&gt;
	Djia Dschëng war erschrocken und verärgert zugleich über das, was er gehört hatte. Sofort befahl er, Bau-yü zu rufen.&lt;br /&gt;
	Als Bau-yü, der keine Ahnung hatte, worum es sich handelte, eilig hereinkam, sagte Djia Dschëng: „Du todeswürdiger Sklave! Magst du immerhin zu Hause das Lernen vernachlässigen, wozu aber mußtest du so eine ruchlose Tat begehen? Dieser Tji-guan gehört zum Gefolge des Prinzen Dschung-schun, wie konntest du Null ihn da ohne jeden Grund abspenstig machen, so daß jetzt Unheil über mich kommt?“&lt;br /&gt;
	Bau-yü war bei diesen Worten vor Schreck zusammengefahren. Rasch antwortete er: „Ich weiß wirklich nichts über diese Sache. Ich weiß nicht einmal, was für ein Gegenstand mit tji-guan gemeint ist, geschweige denn, was der Ausdruck ‚abspenstig machen‘ dabei soll.“ Und schon begann er zu weinen.&lt;br /&gt;
	Noch ehe Djia Dschëng dazu kam, auch nur den Mund aufzumachen, sagte der Kanzler schon mit kühlem Lächeln: „Ihr müßt uns nichts verheimlichen, junger Herr! Entweder habt Ihr ihn hier im Hause versteckt, oder Ihr wißt, wo er sich aufhält. Je eher Ihr es sagt, desto weniger Unannehmlichkeiten werden wir haben. Kennt Ihr denn nicht die Tugenden eines Sohnes aus vornehmem Hause?“&lt;br /&gt;
	Aber wieder und wieder beteuerte Bau-yü, nichts mit der Sache zu tun zu haben. „Vielleicht seid Ihr falsch unterrichtet!“ sagte er. „Wer weiß!“ &lt;br /&gt;
Doch noch einmal nahm der Kanzler kühl lächelnd das Wort. „Es gibt ein Beweisstück, also warum sträubt Ihr Euch, junger Herr?“ fragte er. „Muß Euch das nicht zum Schaden gereichen, wenn Ihr mich zwingt, vor Eurem hochverehrten Herrn Vater darüber zu sprechen? Ihr sagt, Ihr kennt Tji-guan nicht, aber wie kommt dann diese rote Binde um Euren Leib?“&lt;br /&gt;
	Als Bau-yü diese Frage vernahm, war es ihm, als wollte seine Seele den Körper verlassen, sein Blick wurde starr, sein Mund war stumm. „Woher weiß er das?“ fragte er sich. „Wenn er sogar in dieses Geheimnis eingeweiht ist, werde ich wahrscheinlich auch den Rest nicht verschweigen können. Darum ist es besser, ich schicke ihn dorthin, ehe er hier noch mehr ausplaudert!“ Und so sagte er: „Wenn Ihr selbst solche Einzelheiten von ihm wißt, hoher Herr, wie kommt es dann, daß Euch von so einer wichtigen Sache wie seinem Hauskauf nichts bekannt ist? Wie ich gehört habe, gibt es in der Ostvorstadt zwanzig Li vom Stadttor entfernt einen Ort namens Dsï-tan bau, dort soll er ein paar Mou Land sowie einige Gebäude gekauft haben. Vielleicht hält er sich da auf!“ &lt;br /&gt;
	Lächelnd sagte darauf der Kanzler: „Wenn Ihr es sagt, wird er schon dort sein. Ich gehe hin und suche ihn. Ist er da, dann ist der Fall erledigt. Wenn aber nicht, komme ich wieder, um mir neue Auskunft zu holen.“ Und schon eilte er hinaus.&lt;br /&gt;
	Djia Dschëng war inzwischen so in Wut geraten, daß sein Blick starr war und sein Mund verzerrt. Während er den Kanzler hinausbegleitete, wandte er den Kopf und befahl Bau-yü: „Du rührst dich nicht von der Stelle! Wenn ich wiederkomme, will ich dich befragen!“&lt;br /&gt;
	Kaum hatte Djia Dschëng den Besucher verabschiedet, machte er kehrt, als er plötzlich Djia Huan erblickte, der mit einigen Sklavenjungen zusammen in wilder Hast angestürmt kam. „Haut ihn, haut ihn!“ rief Djia Dschëng seinen Sklavenjungen zu. &lt;br /&gt;
	Als Djia Huan seinen Vater vor sich sah, erschrak er so, daß seine Knochen schwach und seine Sehnen kraftlos wurden. Sofort blieb er mit gesenktem Kopf stehen.&lt;br /&gt;
	„Was hast du hier herumzurennen?“ fragte Djia Dschëng. „Und deine Begleiter treiben sich irgendwo herum, anstatt sich um dich zu kümmern, und lassen es zu, daß du dich aufführst wie ein wildes Pferd.“ Er befahl, man solle die Diener holen, deren Aufgabe es war, Djia Huan zur Schule zu begleiten.&lt;br /&gt;
	Djia Huan bemerkte, daß sein Vater in heller Wut war, und so nahm er die Gelegenheit wahr, um zu sagen: „Eben bin ich eigentlich gar nicht gerannt, aber ich kam am Brunnen vorbei, und da lag eine Magd, die sich darin ertränkt hat. So groß war ihr Kopf, und so dick ihr Leib! Es war schrecklich, wie aufgedunsen sie war. Nur deshalb bin ich so schnell von dort weg hier herüber gelaufen.“&lt;br /&gt;
	Bestürzt fragte Djia Dschëng: „Wer springt denn mir nichts, dir nichts in den Brunnen? So etwas hat es in unserem Haus nie gegeben. Von alters her haben wir das Gesinde mit Großmut und Sanftheit behandelt. In den letzten Jahren habe ich wohl den Haushalt vernachlässigt, da führten natürlich die Verwalter ein hartes Regiment, so muß es zu dem Unglück gekommen sein, daß jemand sein Leben geringschätzt und vernichtet. Was wird aus dem Ansehen unserer Ahnen, wenn Fremde davon erfahren?“ Und er befahl: „Ruft Djia Liän, Lai Da und Lai Hsing zu mir!“&lt;br /&gt;
„Jawohl!“ antworteten die Sklavenjungen und wollten sie eben holen gehen, als Djia Huan rasch vortrat und Djia Dschëng am Saum seines Gewandes zupfte. Dann kniete er zu seinen Füßen nieder und sagte: „Ihr müßt nicht zürnen, Vater! Von dieser Sache weiß man allein in den Räumen der gnädigen Frau. Meine Mutter hat erzählt, ...“ Hier hielt er inne und sah sich nach allen Seiten um.&lt;br /&gt;
Djia Dschëng verstand, was er meinte, und gab den Sklavenjungen einen Wink mit den Augen. Gehorsam traten sie nach beiden Seiten zurück. Jetzt fuhr Djia Huan leise fort: „Meine Mutter hat mir erzählt, wie Bau-yü vorgestern Djin-tschuan, die Magd der gnädigen Frau, gepackt hat, um sie zu mißbrauchen. Als sie ihm nicht zu Willen sein wollte, hat er sie geschlagen, und da hat sie sich vor Verzweiflung in den Brunnen gestürzt...“&lt;br /&gt;
Djia Huan hatte noch nicht ausgeredet, als Djia Dschëngs Gesicht schon gelb wie Goldpapier war und er schrie: „Holt sofort Bau-yü!“ Dann schritt er zur inneren Bibliothek und erklärte dabei laut: „Wer mich diesmal wieder davon abzubringen versucht, dem übergebe ich mit Bau-yü zusammen meine Amtstracht und meinen Besitz, sonst werde ich unvermeidlich zum Verbrecher! Ich schneide mir die paar Haare ab, durch die die weltlichen Begierden in den Körper dringen, und suche mir einen reinen Ort, wo ich mein Leben in Einsamkeit beschließe. Nur so ist es zu verhindern, daß ich zum Verbrecher werde, der Schande über seine Ahnen bringt und einen ungehorsamen Sohn besitzt!“&lt;br /&gt;
Als seine zahlreichen Schützlinge und Diener sahen, wie er sich gebärdete, und begriffen, daß es schon wieder Bau-yüs wegen war, bissen sie sich in den Finger oder auf die Zunge und zogen sich eiligst zurück.&lt;br /&gt;
Steif aufgerichtet und heftig keuchend, das Gesicht voller Tränen, saß Djia Dschëng dann auf seinem Stuhl und befahl in einem Atemzug: „Bringt Bau-yü hierher! Bringt mir einen Knüppel, bringt mir einen Strick! Bindet ihn und schließt alle Türen! Wer in den inneren Gemächern Bescheid sagt, wird auf der Stelle erschlagen!“&lt;br /&gt;
Die Sklavenjungen hatten keine andere Wahl, als einstimmig ja zu sagen, und ein paar von ihnen machten sich auf die Suche nach Bau-yü.&lt;br /&gt;
Schon als Bau-yü von Djia Dschëng den Befehl erhielt, sich nicht von der Stelle zu rühren, war ihm klar, daß dies viel Schlechtes und wenig Gutes verhieß, aber wie konnte er ahnen, daß inzwischen Djia Huan so viel dazufügen würde! Als er noch in der Halle wartete, überlegte er verzweifelt, wie er jemanden finden könnte, der eine Nachricht in die inneren Gemächer brachte, aber wie zum Hohn war niemand da, sogar Bee-ming war verschwunden. &lt;br /&gt;
Während er so inständig hoffte, es möge jemand erscheinen, kam eine alte Sklavin von den inneren Gemächern her, und Bau-yü war zumute, als sei er auf einen kostbaren Schatz gestoßen. Rasch trat er auf sie zu, faßte sie am Ärmel und sagte: „Geh schnell hinein und sag Bescheid, der gnädige Herr will mich schlagen! Schnell, schnell, es ist dringend!“&lt;br /&gt;
	Aber zum einen sprach Bau-yü vor lauter Aufregung die Wörter nicht deutlich genug aus, und zum anderen war die Alte auch schwerhörig und so gar nicht fähig, ihn richtig zu verstehen. Statt yaudjin – ‚dringend‘ – hatte sie tiau-djing – ‚in den Brunnen springen‘ – verstanden. Darum sagte sie lächelnd: „Soll sie doch in den Brunnen springen, wenn sie will! Wovor habt Ihr Angst, junger Herr?“&lt;br /&gt;
	Nun bemerkte Bau-yü, daß er es mit einer Schwerhörigen zu tun hatte, und bat aufgeregt: „Geh und hol meinen Diener!“&lt;br /&gt;
	„Was ist noch nicht erledigt?“ fragte die Alte. „Alles ist längst erledigt, die gnädige Frau hat Kleider für sie gegeben und auch Silber. Was soll da noch fehlen?“&lt;br /&gt;
	Bau-yü stampfte vor Erregung mit dem Fuß auf und war ratlos, was er nun machen sollte. Aber da kamen schon Djia Dschëngs Sklavenjungen und zwangen ihn mitzugehen.&lt;br /&gt;
	Kaum daß Djia Dschëng dann Bau-yüs ansichtig wurde, bekam er blutunterlaufene Augen. Ohne sich die Zeit zu nehmen, Bau-yü danach zu fragen, warum er sich draußen mit Schauspielern herumtrieb und persönliche Gegenstände als Geschenk mit ihnen wechselte, zu Hause aber das Lernen vernachlässigte und die Sklavenmädchen seiner Mutter mißbrauchte, befahl er: „Knebelt ihn und schlagt ihn tot!“&lt;br /&gt;
	Die Sklavenjungen wagten nicht, sich zu widersetzen. Sie drückten Bau-yü auf eine Bank nieder, hoben den schweren Prügel und schlugen vielleicht zehn Mal zu.&lt;br /&gt;
	Aber Djia Dschëng schienen diese Schläge noch zu leicht zu sein, denn er stieß den Sklaven, der den Prügel führte, mit einem Fußtritt beiseite, nahm selbst den Prügel in die Hände und schlug mit zusammengebissenen Zähnen dreißig, vierzig Mal aus voller Kraft zu.&lt;br /&gt;
	Als seine Schützlinge sahen, daß ein Unglück drohte, versuchten sie, ihm mit begütigenden Worten in den Arm zu fallen, aber Djia Dschëng wollte nichts hören und erwiderte ihnen: „Fragt ihn selbst, ob man verzeihen kann, was er getan hat! Ihr seid es, die ihn so weit verdorben haben, und jetzt wollt Ihr mir zureden. Damit wollt Ihr wohl erst aufhören, wenn Ihr ihn demnächst dazu gebracht habt, seinen Herrscher und seinen Vater umzubringen?“&lt;br /&gt;
	Diese Vorwürfe waren heftig genug, und den Schützlingen wurde klar, daß Djia Dschëng eine schreckliche Wut haben mußte. Darum gingen sie wieder hinaus und wußten sich keinen besseren Rat, als jemanden zu suchen, durch den sie eine Nachricht in die inneren Gemächer schickten.&lt;br /&gt;
	Dame Wang wagte es nicht, zuerst der Herzoginmutter Meldung zu machen. Sie zog sich nur in größter Eile vollständig an und kam in die äußeren Gemächer heraus. Ohne darauf zu achten, ob Leute anwesend waren oder nicht, stürzte sie in die Bibliothek und ließ dadurch Djia Dschëngs verdutzten Schützlingen und Dienern keine Zeit, sich zurückzuziehen. Auf Djia Dschëng selbst wirkte ihr Erscheinen so, als ob man Öl ins Feuer gegossen hätte, und der Prügel sauste noch härter und schneller herab.&lt;br /&gt;
	Die beiden Sklavenjungen aber, die Bau-yü niederhielten, ließen ihn jetzt rasch los und traten beiseite, doch Bau-yü konnte sich längst nicht mehr rühren. Djia Dschëng wollte ihn trotzdem weiterschlagen, da hatte Dame Wang bereits den Prügel umklammert.&lt;br /&gt;
	„Hör auf!“ sagte Djia Dschëng. „Diesmal willst du wohl erst ablassen, wenn mich die Wut umgebracht hat?“&lt;br /&gt;
	„Bau-yü hat zwar Schläge verdient, aber Ihr dürft doch auch Eure Selbstachtung nicht vergessen!“ sagte Dame Wang unter Tränen. „Außerdem fühlt sich in diesen Hitzetagen auch die alte gnädige Frau gar nicht wohl. Wenn Ihr Bau-yü erschlagt, ist das noch das wenigste, wenn aber die alte gnädige Frau deswegen leiden müßte, wäre das keine Kleinigkeit!“&lt;br /&gt;
	„Hör auf!“ gab Djia Dschëng mit kaltem Lachen zurück. „Dadurch, daß ich so einen mißratenen Sohn habe, verstoße ich ohnehin gegen meine Kindespflicht. Und will ich ihn einmal belehren, dann wird er von allen in Schutz genommen. Darum ist es das beste, er wird jetzt erdrosselt, um künftigem Unheil vorzubeugen!“ Und er verlangte den Strick, um Bau-yü die Kehle zuzuschnüren.&lt;br /&gt;
	Rasch umfaßte ihn Dame Wang mit beiden Armen und sprach unter Tränen: „Ihr tut zwar recht daran, Euren Sohn zu belehren, Herr, aber denkt auch an unsere Beziehungen als Gatten! Ich bin schon bald fünfzig und habe nur diesen einen mißratenen Sohn. Wenn Ihr unbedingt ein hartes Exempel an ihm statuieren müßt, will ich nichts groß dagegen sagen, aber wenn Ihr ihn umbringen wollt, heißt das nichts anderes, als daß Ihr vorhabt, mich zu vernichten. Wollt Ihr ihn also erdrosseln, so nehmt nur schnell den Strick und erdrosselt zuerst mich und dann ihn! Mutter und Sohn werden es nicht wagen, Euch deswegen gram zu sein, und in der Unterwelt haben wir eine Stütze aneinander.“ Nach diesen Worten warf sie sich über Bau-yü und ließ ihren Tränen freien Lauf.&lt;br /&gt;
	Unwillkürlich mußte Djia Dschëng über ihre Worte seufzen. Er ließ sich auf einen Stuhl fallen, und die Tränen flossen ihm wie Regen herab.&lt;br /&gt;
	Dame Wang hielt Bau-yü umklammert und bemerkte dabei, daß sein Gesicht weiß war und sein Atem schwach. Seine Hosen aus grüner Seidengaze waren völlig mit Blut durchtränkt, und so konnte sie sich nicht enthalten, seine Leibbinde zu lösen und ihn zu untersuchen. Vom Gesäß bis zu den Unterschenkeln war alles grün und blau, und wenn auch nicht alles aufgeplatzt war, so war doch keine einzige heile Stelle zu finden. „Mein armer Sohn!“ heulte sie auf. Bei diesen Worten fiel ihr plötzlich Djia Dschu ein, und sie rief seinen Namen und stöhnte: „Wenn nur du noch am Leben wärst, könnten meinethalben hundert andere sterben!“&lt;br /&gt;
	Mittlerweile war in den inneren Gemächern bekanntgeworden, daß Dame Wang draußen war, und deshalb waren auch Li Wan und Hsi-fëng sowie Ying-tschun mit ihren Kusinen längst herausgekommen. Als Dame Wang jetzt Djia Dschus Namen rief, war das wohl für die anderen nicht so schlimm, Li Wan aber fing ebenfalls laut zu weinen an, und als Djia Dschëng das hörte, rollten ihm die Tränen nur so herab.&lt;br /&gt;
	Mitten in dieses Durcheinander platzte ein Sklavenmädchen mit den Worten: „Die alte gnädige Frau kommt!“ Und noch ehe der Satz verklungen waren, hörte man vor dem Fenster die Herzoginmutter mit bebender Stimme rufen: „Schlag zuerst mich tot, ehe du ihn erschlägst! Hieße das nicht reinen Tisch machen?!“&lt;br /&gt;
	Als Djia Dschëng hörte, daß seine Mutter kam, war er beunruhigt und bekümmert zugleich. Rasch ging er ihr entgegen und sah, wie sie, auf die Arme von Sklavenmädchen gestützt, keuchend näher kam. Er trat vor, verbeugte sich und fragte mit lächelnder Miene: „Worüber mußtet Ihr Euch aufregen, Mutter, daß Ihr an so einem heißen Tag selbst herüberkommt, anstatt Euren Sohn zu Euch zu rufen und ihm Eure Aufträge zu erteilen?“&lt;br /&gt;
	Bei seinen Worten war die Herzoginmutter stehengeblieben und rang nach Atem. Dann stieß sie mit heftiger Stimme hervor: „Sprichst du mit mir? Ja, ich habe einen Auftrag, nur leider habe ich in meinem Leben keinen guten Sohn geboren. Wem also soll ich meinen Auftrag erteilen?“&lt;br /&gt;
	Als Djia Dschëng diese schwerwiegenden Worte hörte, kniete er rasch nieder und sprach unter Tränen: „Daß Euer Sohn seinem Sohn eine Belehrung erteilte, geschah zum Ruhme unserer Ahnen. Wie soll ich Eure Worte ertragen, Mutter?“&lt;br /&gt;
	Wütend spuckte die Herzoginmutter aus und erwiderte dann: „So, wenn ich ein paar Worte sage, ist das für dich nicht zu ertragen, Bau-yü aber soll es ertragen, daß du ihn so mörderisch verprügelst, ja? Du sagst, du belehrst ihn zum Ruhme unserer Ahnen, aber wie bist denn du seinerzeit von deinem Vater belehrt worden?“ Und während sie das sagte, liefen ihr unwillkürlich die Tränen herab. &lt;br /&gt;
	Djia Dschëng machte rasch wieder ein lächelndes Gesicht, ehe er sagte: „Ihr müßt Euch deswegen nicht kränken, Mutter! Es war nur eine vorüberge- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus: Jinyuyuan 1889a.&lt;br /&gt;
hende Aufwallung von mir, in Zukunft werde ich ihn nicht mehr schlagen!“&lt;br /&gt;
	„Meinetwegen brauchst du dich nicht zu erregen und in Zorn zu geraten“, gab die Herzoginmutter kühl lächelnd zurück. „Und was kümmert es mich, ob du deinen Sohn schlägst oder nicht! Doch mir scheint, du bist auch meiner und der Kinder überdrüssig. Deshalb ist es das beste, wenn wir dich so schnell wie möglich verlassen. Dann hat jeder seine Ruhe!“ Und sie befahl: „Seht nach Sänften und Pferden! Ich gehe auf der Stelle mit der gnädigen Frau und mit Bau-yü nach Nan-djing zurück.“&lt;br /&gt;
	Notgedrungen antwortete das Gesinde: „Jawohl!“&lt;br /&gt;
	Nun wandte sich die Herzoginmutter Dame Wang zu. „Du mußt nicht weinen!“ sagte sie. „Jetzt ist Bau-yü noch klein, und du liebst ihn. Aber wenn er groß und erwachsen ist und erst einmal Beamter wird, denkt er vielleicht nicht mehr daran, daß du seine Mutter bist. Wenn du ihn schon heute nicht mehr liebst, ersparst du dir für die Zukunft viel Ärger.“&lt;br /&gt;
	Als Antwort auf ihre Worte kniete Djia Dschëng rasch nieder, schlug mit der Stirn auf den Boden und klagte unter Tränen: „Wenn Ihr so etwas sagt, weiß ich nicht mehr, wohin ich noch meine Füßen setzen soll, Mutter!“&lt;br /&gt;
	Aber die Herzoginmutter lächelte wieder nur kühl, als sie ihm sagte: „Zweifellos bist du derjenige, der mir keinen Platz läßt, wohin ich meine Füße setzen könnte, und doch fängst du von dir an! Wenn wir wegfahren, hast du deine Ruhe und brauchst von niemandem mehr eine Erlaubnis, wenn du jemanden prügeln möchtest!“ Und wieder befahl sie: „Macht schnell ein wenig Gepäck zurecht und haltet Wagen und Sänften bereit, damit wir abfahren können!“&lt;br /&gt;
	Jetzt bat Djia Dschëng mit heftigen Stirnaufschlägen um Verzeihung und bekannte seine Schuld. Die Herzoginmutter aber machte sich Sorgen um Bau-yü, darum trat sie eilig in den Raum und mußte dort feststellen, daß die Züchtigung diesmal weit schlimmer ausgefallen war als je zuvor. Das schmerzte und empörte sie zu gleicher Zeit. Sie nahm Bau-yü in die Arme und weinte unaufhörlich dabei. Erst als Dame Wang, Hsi-fëng und die übrigen ihr eine Zeitlang gut zuredeten, hielt sie allmählich ein. Sofort traten die Sklavenfrauen und -mädchen heran, um Bau-yü aufzuhelfen.&lt;br /&gt;
	„Ihr dummen Dinger!“ schimpfte Hsi-fëng. „Seht ihr denn nicht, wie er zugerichtet ist, und da soll er gehen können? Vielleicht bemüht ihr euch bald hinein und holt einen Liegestuhl!“&lt;br /&gt;
	Sofort eilten die Sklavinnen hinein und brachten wirklich den Liegestuhl. Dann legten sie Bau-yü darauf und trugen ihn hinter der Herzoginmutter und Dame Wang her bis in die Räume der Herzoginmutter.&lt;br /&gt;
	Auch Djia Dschëng, der gesehen hatte, daß der Zorn der Herzoginmut­ter noch nicht verraucht war, wagte es nicht, sich eigenmächtig zu entfernen, und ging mit hinein. Wie es aussah, hatte er Bau-yü diesmal wirklich zu hart gestraft. Dann mußte er hören, wie Dame Wang immer wieder rief: „Mein Junge! Mein Liebling!“ Und anschließend hielt sie ihm vor: „Warum konntest du nicht an Dschus Stelle jung sterben, so daß er am Leben geblieben wäre und dein Vater sich nicht über dich zu ärgern brauchte! Dann hätte ich mir nicht mein halbes Leben lang für nichts und wieder nichts solche Sorgen machen müssen! Wenn dir jetzt etwas zustößt und du läßt mich im Stich, wer soll mir dann eine Stütze sein?“ Dann wieder nannte sie ihn weinend: „Mein armer Sohn, der nicht für sich einstehen kann!“&lt;br /&gt;
	Als Djia Dschëng diese Worte hörte, überwältigte ihn der Kummer und bereute er, Bau-yü so grausam mißhandelt zu haben. Doch als er erst einmal die Herzoginmutter zu besänftigen suchte, fuhr sie ihn unter Tränen an: „Verschwinde! Was willst du noch hier? Reicht es dir immer noch nicht? Willst du vielleicht mit eigenen Augen sehen, wie er stirbt, ehe du endlich gehst?“ So zog sich Djia Dschëng zurück.&lt;br /&gt;
	Inzwischen waren auch noch Tante Hsüä mit Bau-tschai und Hsiang-ling sowie Hsi-jën und Hsiang-yün eingetroffen. Hsi-jën fühlte sich zutiefst gekränkt, aber das konnte sie nicht so deutlich zeigen. Als sie sah, wie sich alle um Bau-yü bemühten, indem ihn die einen mit Wasser begossen, während die anderen ihm Luft zufächelten, und sie überhaupt nicht zum Zuge kommen ließen, ging sie kurzentschlossen hinaus bis zum Innentor und ließ hier durch die Sklavenjungen Bee-ming herbeiholen, um von ihm eine genaue Auskunft zu verlangen. „Eben war doch noch alles gut“, sagte sie. „Warum hat er plötzlich Schläge bekommen? Und warum hast du uns nicht rechtzeitig einen Wink gegeben?“&lt;br /&gt;
	Aufgeregt erklärte Bee-ming: „Ich war gerade nicht da und habe erst davon erfahren, als das Strafgericht schon in vollem Gange war. Ich habe mich sofort nach den Gründen erkundigt, und es hieß, es sei wegen Tji-guan und Djin-tschuan.“&lt;br /&gt;
	„Wie hat der gnädige Herr davon erfahren können?“ fragte Hsi-jën.&lt;br /&gt;
	„Die Sache mit Tji-guan geht höchstwahrscheinlich auf den jungen Herrn Hsüä zurück, der immer eifersüchtig war und seine Wut nirgends auslassen konnte“, sagte Bee-ming. „Wer weiß, wen er außerhalb des Hauses aufgestachelt hat, den Zorn des gnädigen Herrn zu entfachen! Die Sache mit Djin-tschuan aber hat der dritte junge Herr ihm verraten. Ich habe gehört, wie die Leute des gnädigen Herrn davon sprachen.“&lt;br /&gt;
	Da beides sehr einleuchtend klang, war Hsi-jën zu acht, neun Zehnteln von der Richtigkeit überzeugt.&lt;br /&gt;
	Bei ihrer Rückkehr in die Räume der Herzoginmutter fand sie alle mit Bau-yüs Wunden beschäftigt. Als schließlich alles getan war, befahl die Herzoginmutter: „Tragt ihn jetzt vorsichtig in seine Räume!“&lt;br /&gt;
	Alle sagten jawohl, und jeder legte rasch mit Hand an, um Bau-yü in den Hof der Freude am Roten hinüberzubringen, wo man ihn auf sein Bett legte. Alle machten sich noch lange mit ihm zu schaffen, dann gingen sie nach und nach fort. Jetzt erst trat Hsi-fëng in den Innenraum, half Bau-yü behutsam mit dem Arm auf und fragte ihn, wie es dazu gekommen sei.&lt;br /&gt;
	Aber das wird im nächsten Kapitel erzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Books]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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