Difference between revisions of "Classical Chinese 2023"

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*Monosyllabic vs. bisyllabic
 
*Monosyllabic vs. bisyllabic
 
單音節——雙音節
 
單音節——雙音節
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isolating
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only morphems like Pluralsuffix 們
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君子
  
 
*Grammar (emphasis on contrast to modern Chinese)
 
*Grammar (emphasis on contrast to modern Chinese)
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實字 shízì „volle Wörter“ (bedeutungstragend) und 虛字 xūzì „leere Wörter“.
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Eine besondere Gruppe bilden einsilbige Wörter, die aus einer phonologisch bedingten Fusion zweier, in der Regel „grammatischer“ Wörter entstanden sind: 之於 zhī-yú und 之乎 zhī-hū> 諸 zhū; 也乎 yě-hū > 與 yú / 邪, 耶 yé.
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=== Syntax ===
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==== Wortarten ====
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Im Chinesischen werden traditionell zwei große Wortklassen unterschieden: {{zh|kurz=1|t=實字}} shízì „volle Wörter“ und {{zh|kurz=1|t=虛字}} xūzì „leere Wörter“. Shizi sind Träger [[Semantik|semantischer]] Information, wie [[Substantiv]]e und [[Verb]]en; Xuzi dagegen haben vorwiegend grammatische Funktion.
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Die Abgrenzung von Wortarten fällt im klassischen Chinesisch jedoch nicht leicht, da etymologisch verwandte Wörter, die aus syntaktischer Sicht unterschiedlichen Wortklassen angehören, oft weder graphisch noch phonetisch unterschieden werden. So steht 死 sǐ für die Verben „sterben“, „tot sein“ und die Substantive „Tod“ und „Toter“. Dies führte so weit, dass einige Sinologen gar die Ansicht vertraten, das klassische Chinesisch besäße überhaupt keine Wortarten. Dies wird gewöhnlich abgelehnt, dennoch sind die Unsicherheiten in der Abgliederung von Wortarten in der klassisch-chinesischen Grammatik allgegenwärtig.
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===== Shizi =====
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====== Substantive ======
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[[Substantiv]]e dienen gewöhnlich als [[Subjekt (Grammatik)|Subjekt]] oder [[Objekt (Grammatik)|Objekt]] eines Satzes; daneben können sie auch das [[Prädikat (Grammatik)|Prädikat]] eines Satzes bilden (siehe unten). In manchen Fällen treten sie auch als Verben mit der Bedeutung „sich verhalten wie…“ oder ähnlich sowie als [[Adverb]]ien auf: {{zh|kurz=1|t=君君, 臣臣, 父父, 子子}} jūn jūn, chén chén, fù fù, zǐ zǐ „Der Fürst verhalte sich wie ein Fürst, der Minister wie ein Minister, der Vater wie ein Vater, der Sohn wie ein Sohn.“<ref>[[Lunyu]] 12/11</ref>
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====== Verben ======
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Die Grundfunktion der [[Verb]]en ist das [[Prädikat (Grammatik)|Prädikat]], als das sie in vielen Fällen schon ohne Zunahme weiterer Wörter oder Partikeln einen vollständigen Satz bilden können. Wie in anderen Sprachen lassen sich auch im klassischen Chinesisch [[Transitivität (Grammatik)|transitive]] und intransitive Verben unterscheiden. Unter den intransitiven Verben bilden die ''Zustandsverben'', die den [[Adjektiv]]en anderer Sprachen entsprechen, eine besondere Gruppe. Die Unterscheidung transitiver und intransitiver Verben fällt jedoch vielfach schwer, da sich von intransitiven leicht transitive Verben ableiten lassen:
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* {{zh|kurz=1|t=王死}} wáng ''sǐ'' „der König starb“ (intransitiv) ({{zh|kurz=1|t=王|p=wáng|b=König}}; {{zh|kurz=1|t=死|p=sǐ|b=sterben}})
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* {{zh|kurz=1|t=王死之}} wáng ''sǐ'' zhī „der König starb für ihn“ (transitiv) ({{zh|kurz=1|t=之|p=zhī|b=ihn}})
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* {{zh|kurz=1|t=臣臣}} chén ''chén'' „der Lehnsmann war ein (echter) Lehnsmann“ (intransitiv) ({{zh|kurz=1|t=臣|p=chén|b=Amtsträger, Lehnsmann, Vasall; Lehnsmann sein}})
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* {{zh|kurz=1|t=君臣之}} jūn ''chén'' zhī „der Fürst machte ihn zum Lehnsmann“ (transitiv) ({{zh|kurz=1|t=君|p=jūn|b=Fürst}}; {{zh|kurz=1|t=之|p=zhī|b=ihn}})
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Eine besondere Gruppe der Adjektive sind die [[Numerale|Numeralia]], die sich syntaktisch als Verben verhalten. Wie Verben können sie ein Prädikat oder ein Attribut bilden und werden mit {{zh|kurz=1|t=不|p=bù}} negiert:
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* {{zh|kurz=1|t=五年}} wǔ nián „fünf Jahre“
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* {{zh|kurz=1|t=年七十}} nián qíshí „die Jahre waren siebzig“ = „es waren siebzig Jahre“
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===== Xuzi =====
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====== Pronomina ======
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Das System der [[Personalpronomen|Personalpronomina]] ist in der ersten und zweiten Person erstaunlich reich, in der dritten Person findet sich dagegen – abgesehen von Einzelfällen – kein Pronomen in Subjektsfunktion. Das Subjektspronomen der 3. Person wird meist ausgelassen oder von einem Demonstrativpronomen vertreten. Wie bei den Substantiven werden auch bei den Personalpronomina weder Genera noch Numeri unterschieden, dies unterscheidet das klassische Chinesisch sowohl von vorausgehenden wie von folgenden Formen des Chinesischen. Insgesamt finden sich hauptsächlich die folgenden Formen:
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{| class="wikitable"
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| Erste Person || {{zh|kurz=1|t=我|p=wǒ}} || {{zh|kurz=1|t=吾|p=wú}} ||{{zh|kurz=1|t=余|p=yú}}||{{zh|kurz=1|t=予|p=yǔ}}||{{zh|kurz=1|t=朕|p=zhèn}}||{{zh|kurz=1|t=卬|p=áng}}
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|-
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| Zweite Person ||{{zh|kurz=1|t=爾|p=ěr}}||{{zh|kurz=1|t=汝|p=rǔ}}||{{zh|kurz=1|t=而|p=ér}}||{{zh|kurz=1|t=女|p=rǔ}}||{{zh|kurz=1|t=若|p=ruò}}||
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|-
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| Dritte Person ||{{zh|kurz=1|t=之|p=zhī}}||{{zh|kurz=1|t=其|p=qí}}|| || || ||
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|}
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Es lassen sich zwar syntaktische Unterschiede in der Verwendung dieser Formen ausmachen; außerhalb der dritten Person, wo {{zh|kurz=1|t=其|p=qí}} als Attribut sowie {{zh|kurz=1|t=之|p=zhī}} als Objekt von Verben und Präpositionen verwendet wird, sind jedoch auch schlechter kontrollierbare Faktoren wie Dialektvariationen und der Status des Sprechers gegenüber dem Angesprochenen von Bedeutung.
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Ein besonderes Phänomen des klassischen Chinesisch ist die ''Quasipronominalisierung''. Hierbei werden Substantive wie Pronomina der ersten oder zweiten Person gebraucht: {{zh|kurz=1|t=臣|p=chén|b=Ich}} (eigentlich: „Lehnsmann“; Lehnsmann zum König), {{zh|kurz=1|t=王|p=wáng|b=hier: Eure Majestät}} (eigentlich: „König“), {{zh|kurz=1|t=子|p=zǐ|b=Herr, Sie}} (eigentlich: „Herr“; allgemeine höfliche Anrede).
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==== Satz ====
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===== Verbale Prädikate =====
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In Sätzen, deren Prädikat ein Verb ist, findet sich im Allgemeinen die Satzstellung ''Subjekt – Verb – Objekt (SVO)''. Das klassische Chinesisch ist eine [[Pro-Drop]]-Sprache, weshalb das verbale Prädikat die einzige obligatorisch realisierte Konstituente ist. Neben einer Subjektsnominalphrase haben bestimmte Verben bis zu zwei Objekte, die beide in postverbaler Position unmarkiert auftreten können, wobei das direkte auf das indirekte Objekt folgt:
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{| class="wikitable"
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|{{zh|kurz=1|t=天}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=與}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=之}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=天下}}
 +
|-
 +
|tiān
 +
|yǔ
 +
|zhī
 +
|tiānxià
 +
|- align="center"
 +
|Himmel<br />(Subjekt)
 +
|geben
 +
|ihm<br />(Indirektes Objekt)
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|Welt<br />(Direktes Objekt)
 +
|-
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|colspan="4"|„Der Himmel gibt ihm die Welt.“<ref>[[Mencius]] 5A/5</ref>
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|}
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Präpositionen, teilweise auch als [[Koverb]]en bezeichnet, können sowohl vor dem Prädikat als auch hinter den Komplementsnominalphrasen stehen. Wo eine Präposition stehen kann, ist lexikalisch bedingt:
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 +
{| class="wikitable"
 +
|{{zh|kurz=1|t=王}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=立}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=於}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=沼}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=上}}
 +
|-
 +
| wáng
 +
| lì
 +
| yú
 +
| zhǎo
 +
| shàng
 +
|- align="center"
 +
|König
 +
|stehen
 +
|auf
 +
|Teich
 +
|Oberseite
 +
|-
 +
|colspan="5"|„Der König stand über dem Teich.“<ref>Mencius 1A/2</ref>
 +
|}
 +
{| class="wikitable"
 +
|{{zh|kurz=1|t=得}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=國}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=常}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=於}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=喪}}
 +
|-
 +
|dé
 +
| guó
 +
| cháng
 +
| yú
 +
| sāng
 +
|- align="center"
 +
|bekommen
 +
|Land
 +
|gewöhnlich
 +
|durch
 +
|Trauerfall
 +
|-
 +
|colspan="5"|„Man erhält das Land gewöhnlich durch einen Trauerfall.“<ref>[[Guoyu (Buch)|Guoyu]]</ref>
 +
|}
 +
 +
{| class="wikitable"
 +
|{{zh|kurz=1|t=吾}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=以}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=此}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=知}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=勝負}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=矣}}
 +
|-
 +
|wú
 +
| ''yǐ''
 +
| cǐ
 +
| zhī
 +
| shèng fù
 +
| yǐ
 +
|- align="center"
 +
|ich
 +
|''Koverb'' „mittels“
 +
|dies
 +
|wissen
 +
|Sieg und Niederlage
 +
|''satzfinale Aspektpartikel''
 +
|-
 +
|colspan="6"|„Damit sage ich Sieg und Niederlage voraus.“<ref>[[Sunzi]], [[Bingfa]] 1/2/6</ref>
 +
|}
 +
 +
{| class="wikitable"
 +
|{{zh|kurz=1|t=世子}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=自}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=楚}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=反}}
 +
|-
 +
| shìzǐ
 +
|zì
 +
|Chǔ
 +
|fǎn
 +
|- align="center"
 +
|Kronprinz
 +
|''Koverb'' „von, aus“
 +
|Chu
 +
|zurückkehren
 +
|-
 +
|colspan="4"| „Der Kronprinz kam ''aus'' Chu zurück.“<ref>Mencius 3A/1</ref>
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|}
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Objekte ditransitiver Verben können auch mit Präpositionen markiert werden. Dabei kann 以 yǐ für das direkte und 於 yú für das indirekte Objekt angewendet werden:
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{| class="wikitable"
 +
|{{zh|kurz=1|t=堯}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=以}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=天下}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=與}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=舜}}
 +
|-
 +
|Yáo
 +
|yǐ
 +
|tiānxià
 +
|yǔ
 +
|Shùn
 +
|- align="center"
 +
|Yao<br />(Subjekt)
 +
|mittels
 +
|Welt<br />(Direktes Objekt)
 +
|geben
 +
|Shun<br />(Indirektes Objekt)
 +
|-
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|colspan="5"|„[[Yao (Kaiser)|Yao]] gab die Welt [[Shun (Kaiser)|Shun]].“<ref>[[Mencius]] 5A/5</ref>
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|}
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 +
{| class="wikitable"
 +
|{{zh|kurz=1|t=堯}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=讓}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=天下}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=於}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=許由}}
 +
|-
 +
|Yáo
 +
| ràng
 +
|tiānxià
 +
|yú
 +
|Xǔyóu
 +
|- align="center"
 +
|Yao<br />(Subjekt)
 +
|abgeben
 +
|Welt<br />(Direktes Objekt)
 +
|zu
 +
|Xuyou<br />(Indirektes Objekt)
 +
|-
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|colspan="5"|„Yao hinterließ die Welt dem Xuyou.“<ref>[[Zhuangzi]] 1.2.1</ref>
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|}
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===== Nominale Prädikate =====
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Im Gegensatz zu anderen historischen Entwicklungsstufen des Chinesischen existiert im Klassischen Chinesisch eine besondere Gruppe von Sätzen, in denen sowohl Subjekt als auch Prädikat [[Nominalphrase]]n sind. Hierbei wird gewöhnlich die Partikel {{zh|kurz=1|t=也}} yě an das Satzende gestellt, eine [[Kopula (Grammatik)|Kopula]] wird dagegen nicht benötigt:
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{| class="wikitable"
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|{{zh|kurz=1|t=文王}}
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|{{zh|kurz=1|t=我}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=師}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=也}}
 +
|-
 +
| Wén Wáng
 +
| wǒ
 +
| shī
 +
| yě
 +
|- align="center"
 +
|König Wen
 +
|ich, mein
 +
|Lehrer
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|''Partikel''
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|-
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|colspan="4"| „König Wen ist mein Lehrer.“<ref>Mencius 3A/1</ref>
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|}
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Die Negation erfolgt mit der negativen [[Kopula (Grammatik)|Kopula]] {{zh|kurz=1|t=非|p=fēi}}, wobei {{zh|kurz=1|t=也|p=yě}} entfallen kann:
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{| class="wikitable"
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|{{zh|kurz=1|t=子}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=非}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=我}}
 +
|-
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| zǐ
 +
| fēi
 +
| wǒ
 +
|- align="center"
 +
| du ''(Quasipronomen)''
 +
| nicht sein
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| ich
 +
|-
 +
|colspan="3"| „Du bist nicht ich.“<ref>Zhuangzi 17.7.3</ref>
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|}
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===== Topikalisierung =====
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Das klassische Chinesisch kann Satzglieder [[Topik (Linguistik)|topikalisieren]], indem es diese an den Satzanfang stellt, wo sie besonders markiert werden können. Hierzu dienen Partikeln wie {{zh|kurz=1|t=者|p=zhě}}, {{zh|kurz=1|t=則|p=zé}} oder {{zh|kurz=1|t=也|p=yě}}:
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{| class="wikitable"
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|colspan="5" align="center"|Erster Teil
 +
|colspan="4" align="center"|Zweiter Teil
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|-
 +
|{{zh|kurz=1|t=君}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=則}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=不}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=寒}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=矣}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=民}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=則}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=寒}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=矣}}
 +
|-
 +
| jūn
 +
| zé
 +
| bù
 +
| hán
 +
| yǐ
 +
| mín
 +
| zé
 +
| hán
 +
| yǐ
 +
|- align="center"
 +
| ''Quasipronomen'' „Ihr, Du“
 +
| ''Topikalisierungsmarker''
 +
|nicht
 +
|frieren
 +
|''Aspektpartikel''
 +
|Volk
 +
| ''Topikalisierungsmarker''
 +
|frieren
 +
| ''Aspektpartikel''
 +
|-
 +
|colspan="9"| „Du frierst nicht, aber das Volk friert.“<ref>[[Xinxu]] Cishe 6</ref>
 +
|}
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 +
{| class="wikitable"
 +
|colspan="4" align="center"|Topikalisierte Nominalphrase
 +
|colspan="4" align="center"|Nachsatz 1
 +
|colspan="4" align="center"|Nachsatz 2
 +
|-
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|{{zh|kurz=1|t=人}}||{{zh|kurz=1|t=之}}||{{zh|kurz=1|t=道}}||{{zh|kurz=1|t=也}}||{{zh|kurz=1|t=或}}||{{zh|kurz=1|t=由}}||{{zh|kurz=1|t=中}}||{{zh|kurz=1|t=出}}||{{zh|kurz=1|t=或}}||{{zh|kurz=1|t=由}}||{{zh|kurz=1|t=外}}||{{zh|kurz=1|t=入}}
 +
|-
 +
|rén||zhī||dào||yě||huò||yóu||zhōng||chū||huò||yóu||wài||rù
 +
|-
 +
|Mensch
 +
|''Attributpartikel''
 +
|Weg, [[Dao]]
 +
|''Topikalisierungspartikel''
 +
|manchmal
 +
|von
 +
|innen
 +
|herausgehen
 +
|manchmal
 +
|von
 +
|außen
 +
|hereinkommen
 +
|-
 +
|colspan="12"|„Was den [[Dao]] des Menschen anbelangt, so kommt er manchmal von innen und manchmal von außen.“<ref>Guodian Yucong 1.9, zitiert nach [http://tls.uni-hd.de/Lasso/TLS/default.html Thesaurus Linguae Sericae]{{Toter Link|date=2018-03 |archivebot=2018-03-25 17:34:18 InternetArchiveBot |url=http://tls.uni-hd.de/Lasso/TLS/default.html }}</ref>
 +
|}
 +
 +
===== Aspekt, Modus, Tempus, Diathese =====
 +
Grammatische Kategorien des Verbs wie [[Aspekt (Linguistik)|Aspekt]], [[Modus (Grammatik)|Modus]], [[Tempus]], [[Diathese (Linguistik)|Diathese]] und [[Aktionsart]] bleiben in allen Formen des Chinesischen nicht selten unmarkiert. {{zh|kurz=1|t=王來|p=wáng lái}} kann also „der König kommt“, „der König kam“, „der König wird kommen“, „der König möge kommen“ etc. bedeuten. Selbst die Diathese, die Opposition Aktiv – Passiv, kann unmarkiert bleiben: {{zh|kurz=1|t=糧食|p=liáng shí|b=Proviant wird gegessen}} statt des semantisch ausgeschlossenen „Proviant isst“.
 +
 +
Es finden sich jedoch auch verschiedene Konstruktionen und [[Partikel (Grammatik)|Partikeln]], von denen die wichtigsten im Folgenden vorgestellt werden. Der Aspekt kann im klassischen Chinesisch vor allem durch zwei am Satzende stehende Partikeln ausgedrückt werden. {{zh|kurz=1|t=矣|p=yǐ}} scheint ähnlich wie das moderne {{zh|kurz=1|c=了|p=le}} eine Veränderung, {{zh|kurz=1|t=也|p=yě}} dagegen eher einen allgemeinen Zustand auszudrücken:
 +
{| class="wikitable"
 +
|{{zh|kurz=1|t=寡人}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=之}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=病}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=病}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=矣}}
 +
|-
 +
| guǎrén
 +
| zhī
 +
| bìng
 +
| bìng
 +
| yǐ
 +
|- align="center"
 +
| Unsere Majestät
 +
|''Attributpartikel''
 +
|Leiden
 +
|schlimm
 +
|''Aspektpartikel''
 +
|-
 +
|colspan="5"| „Das Übel Unserer Majestät ist schlimm(er) geworden.“<ref>[[Yanzi Chunqiu]] 1/12/1</ref>
 +
|}
 +
 +
{| class="wikitable"
 +
|{{zh|kurz=1|t=性}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=無}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=善}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=無}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=不}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=善}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=也}}
 +
|-
 +
| xìng
 +
| wú
 +
| shàn
 +
| wú
 +
| bù
 +
| shàn
 +
| yě
 +
|- align="center"
 +
| die menschliche Natur
 +
| nicht
 +
| gut sein
 +
| nicht
 +
| nicht
 +
| gut sein
 +
| ''Aspektpartikel''
 +
|-
 +
|colspan="7"| „Die menschliche Natur ist weder gut noch nicht gut.“<ref>Mencius 6A/6</ref>
 +
|}
 +
 +
Weitere Tempus-, Aspekt- und Modusunterscheidungen können durch vor dem Verb stehende Partikeln markiert werden:
 +
{| class="wikitable"
 +
|-
 +
|colspan="3"|Satz 1
 +
|colspan="2"|Satz 2
 +
|colspan="3"|Satz 3
 +
|-
 +
|{{zh|kurz=1|t=將}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=之}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=楚}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=過}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=宋}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=而}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=見}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=孟子}}
 +
|-
 +
| jiāng
 +
| zhī
 +
| Chǔ
 +
| guò
 +
| Sòng
 +
| ér
 +
| jiàn
 +
| Mèngzǐ
 +
|- align="center"
 +
| ''Futurmarker''
 +
| gehen
 +
| Chu
 +
|vorbeikommen
 +
|Song
 +
|und
 +
|sehen
 +
|Mencius
 +
|-
 +
|colspan="8"| „Als er (Herzog Wen) ''im Begriff war'', nach Chu zu gehen, kam er an Song vorbei und sah Mencius.“<ref>Mencius 3A/1</ref>
 +
|}
 +
 +
Zur Unterscheidung des Passivs vom Aktiv genügt oft die Nennung des [[Agens (Linguistik)|Agens]] mit der Präposition {{zh|t=於|p=yú}}, wie folgendes Beispiel verdeutlicht:
 +
 +
{| class="wikitable"
 +
|-
 +
|colspan="5"|Satz 1<br />(aktiv)
 +
|colspan="6"|Satz 2<br />(passiv)
 +
|-
 +
|{{zh|kurz=1|t=勞}}||{{zh|kurz=1|t=心}}||{{zh|kurz=1|t=者}}||{{zh|kurz=1|t=治}}||{{zh|kurz=1|t=人}}||{{zh|kurz=1|t=勞}}||{{zh|kurz=1|t=力}}||{{zh|kurz=1|t=者}}||{{zh|kurz=1|t=治}}||{{zh|kurz=1|t=於}}||{{zh|kurz=1|t=人}}
 +
|-
 +
|láo||xīn||zhě||zhì||rén||láo||lì||zhě||zhì||yú||rén
 +
|-
 +
|sich bemühen || Herz || ''Nominalisierungspartikel'' || regieren || Mensch || sich bemühen || Kraft || ''Nominalisierungspartikel'' || regieren || ''Präposition'' || Mensch
 +
|-
 +
|colspan="5"|„Wer sich mit dem Herzen bemüht, der regiert Andere“
 +
|colspan="6"|„Wer sich mit Kraft bemüht, der wird von Anderen regiert“<ref>Mencius 3A/4</ref>
 +
|}
 +
 +
In seltenen Fällen werden zum Ausdruck des Passivs auch verschiedene Passivmorpheme wie {{zh|kurz=1|t=見|p=jiàn}} (eigentlich: „sehen“) oder {{zh|kurz=1|t=被|p=bèi}} benutzt: {{zh|kurz=1|t=盆成括見殺.|p=Pénchéng Kuò jiàn shā|b=Pencheng Kuo wurde getötet.}}<ref>Mencius 7B/29</ref> ({{zh|kurz=1|t=殺|p=shā|b=töten}}).
 +
 +
===== Komplexe Sätze =====
 +
====== Adverbialsätze ======
 +
[[Parataxe|Para-]] und [[Hypotaxe|hypotaktische]] Beziehungen zwischen Sätzen können im klassischen Chinesisch unmarkiert bleiben:
 +
* {{zh|kurz=1|t=不奪不饜|p=bù duó bù yàn|b=Wenn sie nicht rauben, sind sie nicht gesättigt.}}, wörtlich „(sie) nicht rauben – (sie) sind nicht gesättigt sein“<ref>Mencius 1A/1</ref>
 +
Daneben bestehen jedoch auch verschiedene Methoden, um solche Beziehungen zu markieren. Eine sehr häufige Möglichkeit besteht in der Nutzung der [[Konjunktion (Wortart)|Konjunktion]] {{zh|kurz=1|t=而|p=ér}}, die neben einer rein koordinierenden Funktion Sätzen auch eine adverbiale Funktion geben kann:
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* {{zh|kurz=1|t=坐而言|p=zuò ér yán|b=Er sprach, während er saß.}} ({{zh|kurz=1|t=坐|p=zuò|b=sitzen}}; {{zh|kurz=1|t=言|p=yán|b=sprechen}})<ref>Mencius 2B/11</ref>
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{| class="wikitable"
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|colspan="2"|Von {{zh|kurz=1|t=而|p=ér}} untergeordneter Satz
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|colspan="3"|Hauptsatz
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|-
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|{{zh|kurz=1|t=鳴}}
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|{{zh|kurz=1|t=鼓}}
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|{{zh|kurz=1|t=而}}
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|{{zh|kurz=1|t=攻}}
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|{{zh|kurz=1|t=之}}
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|-
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| míng
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| gǔ
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| ér
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| gōng
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| zhī
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|- align="center"
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| tönen lassen
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|Trommel
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|dann
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|angreifen
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|ihn
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|-
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|colspan="5"| „Greife ihn unter Trommelschlägen an.“<ref>Lunyu 11/17</ref>
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|}
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[[Konditionalsatz|Konditionalsätze]] werden besonders häufig markiert, indem der folgende Hauptsatz mit der Konjunktion {{zh|kurz=1|t=則|p=zé|b=dann}} eingeleitet wird:
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{| class="wikitable"
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|{{zh|kurz=1|t=不}}
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|{{zh|kurz=1|t=仁}}
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|{{zh|kurz=1|t=則}}
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|{{zh|kurz=1|t=民}}
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|{{zh|kurz=1|t=不}}
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|{{zh|kurz=1|t=至}}
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|-
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| bù
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| rén
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| zé
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| mín
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| bù
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| zhì
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|- align="center"
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| nicht
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|menschlich sein
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|dann
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|Volk
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|nicht
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|herbeikommen
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|-
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|colspan="6"| „Handelt man nicht menschlich, kommt das Volk nicht herbei.“<ref>Guoyu 2/15</ref>
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|}
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====== Komplementsätze ======
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[[Komplementsatz|Komplementsätze]] haben im klassischen Chinesisch in Abhängigkeit vom einbettenden Verb verschiedene Formen. Nach Verben wie {{zh|kurz=1|t=欲|p=yù}} „wollen“ und {{zh|kurz=1|t=知|p=zhī}} „wissen“ finden sich nominalisierte Verben (siehe Abschnitt „Nominalphrasen“), oft mit der Aspektpartikel {{zh|kurz=1|t=也|p=yě}}:
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{| class="wikitable"
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|- align="center"
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|colspan="1"|Hauptsatz
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|colspan="6"|Nominalisierter Satz
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|-
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|{{zh|kurz=1|t=欲}}
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|{{zh|kurz=1|t=其}}
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|{{zh|kurz=1|t=子}}
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|{{zh|kurz=1|t=之}}
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|{{zh|kurz=1|t=齊}}
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|{{zh|kurz=1|t=語}}
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|{{zh|kurz=1|t=也}}
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|-
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| yù
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| qí
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| zǐ
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| zhī
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| qí
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| yǔ
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| yě
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|-
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| wollen
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| sein (Attributspronomen)
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| Sohn
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| (Attributmarker)
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| Qi
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| sprechen
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| (Aspektpartikel)
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|-
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|colspan="7"| „Er will, dass sein Sohn in der Art von [[Qi (Staat)|Qi]] spricht.“<ref>Mencius 3B/6</ref>
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|}
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Nach anderen Verben, darunter {{zh|kurz=1|t=令|p=lìng}} „befehlen“, erscheint das Subjekt des eingebetteten Satzes als Objekt des übergeordneten Verbs. Diese Konstruktion ist auch als ''Pivot Construction'' bekannt:
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{| class="wikitable"
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|- align="center"
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|colspan="2"|Hauptsatz
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|colspan="1"|Subjekt des eingebetteten Satzes
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|colspan="3"|Komplementsatz
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|-
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|{{zh|kurz=1|t=王}}
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|{{zh|kurz=1|t=令}}
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|{{zh|kurz=1|t=之}}
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|{{zh|kurz=1|t=勿}}
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|{{zh|kurz=1|t=攻}}
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|{{zh|kurz=1|t=市丘}}
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|-
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| wáng
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| lìng
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| zhī
 +
| wù
 +
| gōng
 +
| Shìqiū
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|-
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| König
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| befehlen
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| sie, ihnen (Objektspronomen)
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| nicht
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| angreifen
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| Shiqiu
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|-
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|colspan="6"| „Der König befahl ihnen, Shiqiu nicht anzugreifen.“<ref>Zhanguoce 26/11/2, zitiert nach [http://tls.uni-hd.de/Lasso/TLS/default.html Thesaurus Linguae Sericae]{{Toter Link|date=2018-03 |archivebot=2018-03-25 17:34:18 InternetArchiveBot |url=http://tls.uni-hd.de/Lasso/TLS/default.html }}</ref>
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|}
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Einige Verben wie {{zh|kurz=1|t=可|p=kě}} „möglich sein“ betten Sätze ein, aus denen eine Objektsnominalphrase, die mit dem Subjekt des übergeordneten Verbs [[Koreferenz|koreferent]] ist, extrahiert wird, wobei wie bei Nominalphrasen mit {{zh|kurz=1|t=所|p=suǒ}} (siehe Abschnitt „Nominalphrasen“) Preposition Stranding auftritt.
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{| class="wikitable"
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|- align="center"
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|colspan="4"|Hauptsatz
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|colspan="2"|Komplementsatz
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|-
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|{{zh|kurz=1|t=其}}
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|{{zh|kurz=1|t=愚}}
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|{{zh|kurz=1|t=不}}
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|{{zh|kurz=1|t=可}}
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|{{zh|kurz=1|t=及}}
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|{{zh|kurz=1|t=也}}
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|-
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| qí (Attributspronomen)
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| yú
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| bù
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| kě
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| jí
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| yě
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|-
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| sein
 +
| Dummheit
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| nicht
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| möglich sein
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| erreichen
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| (Aspektpartikel)
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|-
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|colspan="6"| „Seine Dummheit kann man nicht erreichen.“<ref>Lunyu 5/21</ref>
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|}
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{| class="wikitable"
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|- align="center"
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|colspan=2 rowspan=2|Hauptsatz
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|colspan="4"|Komplementsatz
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|gestrandete Präposition
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|colspan="3"|eingebettete Verbalphrase
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|-
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|{{zh|kurz=1|t=不}}
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|{{zh|kurz=1|t=可}}
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|{{zh|kurz=1|t=與}}
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|{{zh|kurz=1|t=救}}
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|{{zh|kurz=1|t=危}}
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|{{zh|kurz=1|t=國}}
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|-
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| bù
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| kě
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| yǔ
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| jiù
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| wēi
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| guó
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|-
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| nicht
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| möglich sein
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| mit
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| retten
 +
| gefährdet sein
 +
| Königreich
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|-
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|colspan="6"| „Es ist nicht möglich, mit ihm ein gefährdetes Königreich zu retten.“<ref>Han Feizi 27/4</ref>
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|}
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==== Nominalphrasen ====
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In [[Nominalphrase]]n steht der Kopf immer am Ende, [[Attribut (Grammatik)|Attribute]] können durch {{zh|kurz=1|t=之|p=zhī}} markiert werden, das zwischen Kopf und Attribut steht:
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{| class="wikitable"
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|{{zh|kurz=1|t=王}}
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|{{zh|kurz=1|t=之}}
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|{{zh|kurz=1|t=諸}}
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|{{zh|kurz=1|t=臣}}
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|-
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| Wáng
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| zhī
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| zhū
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| chén
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|- align="center"
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|König
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|''Partikel''
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|die verschiedenen
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|Minister
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|-
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|colspan="4"| „die verschiedenen Minister des Königs“<ref>Mencius 1A/7</ref>
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|}
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In Nominalphrasen, die keinen [[Overte Markierung|overten]] Kopf haben, wird statt {{zh|kurz=1|t=之|p=zhī}} das Morphem {{zh|kurz=1|t=者|p=zhě}} benutzt:
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{| class="wikitable"
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|{{zh|kurz=1|t=三}}
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|{{zh|kurz=1|t=家}}
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|{{zh|kurz=1|t=者}}
 +
|-
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| sān
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| jiā
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| zhě
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|-
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| drei
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| Familie
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| ''Partikel''
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|-
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|colspan="3"| „die (Mitglieder) der Drei Familien“<ref>[[Lunyu]] 3/2</ref>
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|}
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 +
Verben können nominalisiert werden, indem ihr Subjekt als Attribut und sie als Kopf einer Nominalphrase realisiert werden:
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* {{zh|kurz=1|t=王來|p=wáng lái|b=der König kommt}} > {{zh|kurz=1|t=王之來|p=wáng zhī lái|b=das Kommen seitens des Königs; die Tatsache, dass der König kommt}} ({{zh|kurz=1|t=王|p=wáng|b=König}}; {{zh|kurz=1|t=來|p=lái|b=kommen}})
 +
 +
Umgekehrt kann auch das Prädikat als Attribut eingesetzt werden, wodurch Konstruktionen entstehen, die in ihrer Funktion [[Relativsatz|Relativsätzen]] entsprechen:
 +
* {{zh|kurz=1|t=王來|p=wáng lái|b=der König kommt}} > {{zh|kurz=1|t=來之王|p=lái zhī wáng|b=der kommende König}} (wörtlicher: „der König des Kommens“)
 +
In den gleichen Funktionen kann dann auch {{zh|kurz=1|t=者|p=zhě}} verwendet werden:
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* {{zh|kurz=1|t=來者|p=lái zhě|b=derjenige, der kommt}}
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{| class="wikitable"
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|{{zh|kurz=1|t=知}}
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|{{zh|kurz=1|t=者}}
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|{{zh|kurz=1|t=不}}
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|{{zh|kurz=1|t=言}}
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|-
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| zhī
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| zhě
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| bù
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| yán
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|- align="center"
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|wissen
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|''Partikel''
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|nicht
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|sprechen
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|-
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|colspan="4"| „wer weiß, der spricht nicht“<ref>[[Daodejing]] 56/1</ref>
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|}
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Relativsätze, deren externes Bezugswort mit einem im Relativsatz eingebetteten Objekt eines Verbs oder eines Koverbs koindiziert ist, können mit der Partikel {{zh|kurz=1|t=所|p=suǒ}} gebildet werden. (zur Syntax dieses Zitats vergleiche den Abschnitt ''Nominale Prädikate''):
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{| class="wikitable"
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|{{zh|kurz=1|t=所}}
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|{{zh|kurz=1|t=得}}
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|{{zh|kurz=1|t=非}}
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|{{zh|kurz=1|t=所}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=求}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=也}}
 +
|-
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|suǒ
 +
|dé
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|fēi
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|suǒ
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|qiú
 +
|yě
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|- align="center"
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|''Partikel''
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|bekommen
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|rowspan="2"|nicht
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|''Partikel''
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|suchen
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|rowspan="2"|''Aspektpartikel''
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|-
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|colspan="2"| „was (man) bekommen hat“
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|colspan="2"| „was (man) gesucht hat“
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|-
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|colspan="6"| „Was (man) bekommen hat, ist nicht das, was (man) gesucht hat.“<ref>[[Mao-Kommentar]] zu [[Buch der Lieder (China)|Shi Jing]] 43</ref>
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|}
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Mit der Ausnahme von {{zh|kurz=1|t=於|p=yú}} stehen Präpositionen direkt nach {{zh|kurz=1|t=所|p=suǒ}}, wenn deren Komplement extrahiert ist. Der Agens des eingebetteten Verbs kann als Attribut vor der {{zh|kurz=1|t=所|p=suǒ}}-Phrase stehen.
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{| class="wikitable"
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|{{zh|kurz=1|t=亂}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=之}}
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|{{zh|kurz=1|t=所}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=自}}
 +
|{{zh|kurz=1|t=起}}
 +
|-
 +
|luàn
 +
|zhī
 +
|suǒ
 +
|zì
 +
|qǐ
 +
|-
 +
|Unordnung
 +
|''Attributpartikel''
 +
|''Partikel''
 +
|von
 +
|aufstehen
 +
|-
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|colspan="5"| „woher die Unordnung kommt“<ref>[[Mozi]] 4/1</ref>
 +
|}
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 +
 +
 
*Pronounciation not totally known (relevance in poetry)
 
*Pronounciation not totally known (relevance in poetry)
  

Revision as of 18:28, 22 April 2023

内容 Contents

This class is offered with 60 hours of contact classes, including 15 hours of lectures (introduction to and historical background of texts), 30 hours of practical classes (translation excercises into modern Chinese), 15 hours of conversational classes (vocabulary, grammar, text assessment)

Session 1

  • Organizational things: volunteers: teaching assistant, wiki admin, survey assistants, translation assistants. Every student selects a topic from the list and prepares a 5 minute presentation once during the semester.
  • General introduction to classical Chinese language
  • Prose writing in classical Chinese
  • Poetry in classical Chinese

Organizational things

volunteers: teaching assistant, wiki admin, survey assistants, translation assistants. Every student selects a topic from the list and prepares a 5 minute presentation once during the semester.

General introduction to classical Chinese language

  • wenyanwen 文言文 (縮寫 文言)

窄意思:戰國時期的中文 the Chinese used in the period of the Warring States 5th - 3rd cent. BCE.

sino tibetan language family

last phase of old Chinese

光意思:到20世紀用的書面語

秦朝開始文言文變成“死語言”(像拉丁語)。

  • 繁體字(台灣叫做“正體字”)Traditional characters

文言韓國/朝鮮: muneon (문언, Hanja: 文言)

漢文韓國/朝鮮: hanmun (한문, Hanja: 漢文)

漢文日語:kanbun

漢文越南語:văn ngôn

  • Monosyllabic vs. bisyllabic

單音節——雙音節

isolating

only morphems like Pluralsuffix 們

君子

  • Grammar (emphasis on contrast to modern Chinese)

實字 shízì „volle Wörter“ (bedeutungstragend) und 虛字 xūzì „leere Wörter“.

Eine besondere Gruppe bilden einsilbige Wörter, die aus einer phonologisch bedingten Fusion zweier, in der Regel „grammatischer“ Wörter entstanden sind: 之於 zhī-yú und 之乎 zhī-hū> 諸 zhū; 也乎 yě-hū > 與 yú / 邪, 耶 yé.

Syntax

Wortarten

Im Chinesischen werden traditionell zwei große Wortklassen unterschieden: Template:Lang shízì „volle Wörter“ und Template:Lang xūzì „leere Wörter“. Shizi sind Träger semantischer Information, wie Substantive und Verben; Xuzi dagegen haben vorwiegend grammatische Funktion.

Die Abgrenzung von Wortarten fällt im klassischen Chinesisch jedoch nicht leicht, da etymologisch verwandte Wörter, die aus syntaktischer Sicht unterschiedlichen Wortklassen angehören, oft weder graphisch noch phonetisch unterschieden werden. So steht 死 sǐ für die Verben „sterben“, „tot sein“ und die Substantive „Tod“ und „Toter“. Dies führte so weit, dass einige Sinologen gar die Ansicht vertraten, das klassische Chinesisch besäße überhaupt keine Wortarten. Dies wird gewöhnlich abgelehnt, dennoch sind die Unsicherheiten in der Abgliederung von Wortarten in der klassisch-chinesischen Grammatik allgegenwärtig.

Shizi
Substantive

Substantive dienen gewöhnlich als Subjekt oder Objekt eines Satzes; daneben können sie auch das Prädikat eines Satzes bilden (siehe unten). In manchen Fällen treten sie auch als Verben mit der Bedeutung „sich verhalten wie…“ oder ähnlich sowie als Adverbien auf: Template:Lang jūn jūn, chén chén, fù fù, zǐ zǐ „Der Fürst verhalte sich wie ein Fürst, der Minister wie ein Minister, der Vater wie ein Vater, der Sohn wie ein Sohn.“[1]

Verben

Die Grundfunktion der Verben ist das Prädikat, als das sie in vielen Fällen schon ohne Zunahme weiterer Wörter oder Partikeln einen vollständigen Satz bilden können. Wie in anderen Sprachen lassen sich auch im klassischen Chinesisch transitive und intransitive Verben unterscheiden. Unter den intransitiven Verben bilden die Zustandsverben, die den Adjektiven anderer Sprachen entsprechen, eine besondere Gruppe. Die Unterscheidung transitiver und intransitiver Verben fällt jedoch vielfach schwer, da sich von intransitiven leicht transitive Verben ableiten lassen:

Eine besondere Gruppe der Adjektive sind die Numeralia, die sich syntaktisch als Verben verhalten. Wie Verben können sie ein Prädikat oder ein Attribut bilden und werden mit Template:Lang, Template:Lang negiert:

  • Template:Lang wǔ nián „fünf Jahre“
  • Template:Lang nián qíshí „die Jahre waren siebzig“ = „es waren siebzig Jahre“
Xuzi
Pronomina

Das System der Personalpronomina ist in der ersten und zweiten Person erstaunlich reich, in der dritten Person findet sich dagegen – abgesehen von Einzelfällen – kein Pronomen in Subjektsfunktion. Das Subjektspronomen der 3. Person wird meist ausgelassen oder von einem Demonstrativpronomen vertreten. Wie bei den Substantiven werden auch bei den Personalpronomina weder Genera noch Numeri unterschieden, dies unterscheidet das klassische Chinesisch sowohl von vorausgehenden wie von folgenden Formen des Chinesischen. Insgesamt finden sich hauptsächlich die folgenden Formen:

Erste Person Template:Lang, Template:Lang Template:Lang, Template:Lang Template:Lang, Template:Lang Template:Lang, Template:Lang Template:Lang, Template:Lang Template:Lang, Template:Lang
Zweite Person Template:Lang, Template:Lang Template:Lang, Template:Lang Template:Lang, Template:Lang Template:Lang, Template:Lang Template:Lang, Template:Lang
Dritte Person Template:Lang, Template:Lang Template:Lang, Template:Lang

Es lassen sich zwar syntaktische Unterschiede in der Verwendung dieser Formen ausmachen; außerhalb der dritten Person, wo Template:Lang, Template:Lang als Attribut sowie Template:Lang, Template:Lang als Objekt von Verben und Präpositionen verwendet wird, sind jedoch auch schlechter kontrollierbare Faktoren wie Dialektvariationen und der Status des Sprechers gegenüber dem Angesprochenen von Bedeutung.

Ein besonderes Phänomen des klassischen Chinesisch ist die Quasipronominalisierung. Hierbei werden Substantive wie Pronomina der ersten oder zweiten Person gebraucht: Template:Lang, Template:Lang – „Ich“ (eigentlich: „Lehnsmann“; Lehnsmann zum König), Template:Lang, Template:Lang – „hier: Eure Majestät“ (eigentlich: „König“), Template:Lang, Template:Lang – „Herr, Sie“ (eigentlich: „Herr“; allgemeine höfliche Anrede).

Satz

Verbale Prädikate

In Sätzen, deren Prädikat ein Verb ist, findet sich im Allgemeinen die Satzstellung Subjekt – Verb – Objekt (SVO). Das klassische Chinesisch ist eine Pro-Drop-Sprache, weshalb das verbale Prädikat die einzige obligatorisch realisierte Konstituente ist. Neben einer Subjektsnominalphrase haben bestimmte Verben bis zu zwei Objekte, die beide in postverbaler Position unmarkiert auftreten können, wobei das direkte auf das indirekte Objekt folgt:

Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
tiān zhī tiānxià
Himmel
(Subjekt)
geben ihm
(Indirektes Objekt)
Welt
(Direktes Objekt)
„Der Himmel gibt ihm die Welt.“[2]

Präpositionen, teilweise auch als Koverben bezeichnet, können sowohl vor dem Prädikat als auch hinter den Komplementsnominalphrasen stehen. Wo eine Präposition stehen kann, ist lexikalisch bedingt:

Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
wáng zhǎo shàng
König stehen auf Teich Oberseite
„Der König stand über dem Teich.“[3]
Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
guó cháng sāng
bekommen Land gewöhnlich durch Trauerfall
„Man erhält das Land gewöhnlich durch einen Trauerfall.“[4]
Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
zhī shèng fù
ich Koverb „mittels“ dies wissen Sieg und Niederlage satzfinale Aspektpartikel
„Damit sage ich Sieg und Niederlage voraus.“[5]
Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
shìzǐ Chǔ fǎn
Kronprinz Koverb „von, aus“ Chu zurückkehren
„Der Kronprinz kam aus Chu zurück.“[6]

Objekte ditransitiver Verben können auch mit Präpositionen markiert werden. Dabei kann 以 yǐ für das direkte und 於 yú für das indirekte Objekt angewendet werden:

Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
Yáo tiānxià Shùn
Yao
(Subjekt)
mittels Welt
(Direktes Objekt)
geben Shun
(Indirektes Objekt)
Yao gab die Welt Shun.“[7]
Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
Yáo ràng tiānxià Xǔyóu
Yao
(Subjekt)
abgeben Welt
(Direktes Objekt)
zu Xuyou
(Indirektes Objekt)
„Yao hinterließ die Welt dem Xuyou.“[8]
Nominale Prädikate

Im Gegensatz zu anderen historischen Entwicklungsstufen des Chinesischen existiert im Klassischen Chinesisch eine besondere Gruppe von Sätzen, in denen sowohl Subjekt als auch Prädikat Nominalphrasen sind. Hierbei wird gewöhnlich die Partikel Template:Lang yě an das Satzende gestellt, eine Kopula wird dagegen nicht benötigt:

Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
Wén Wáng shī
König Wen ich, mein Lehrer Partikel
„König Wen ist mein Lehrer.“[9]

Die Negation erfolgt mit der negativen Kopula Template:Lang, Template:Lang, wobei Template:Lang, Template:Lang entfallen kann:

Template:Lang Template:Lang Template:Lang
fēi
du (Quasipronomen) nicht sein ich
„Du bist nicht ich.“[10]
Topikalisierung

Das klassische Chinesisch kann Satzglieder topikalisieren, indem es diese an den Satzanfang stellt, wo sie besonders markiert werden können. Hierzu dienen Partikeln wie Template:Lang, Template:Lang, Template:Lang, Template:Lang oder Template:Lang, Template:Lang:

Erster Teil Zweiter Teil
Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
jūn hán mín hán
Quasipronomen „Ihr, Du“ Topikalisierungsmarker nicht frieren Aspektpartikel Volk Topikalisierungsmarker frieren Aspektpartikel
„Du frierst nicht, aber das Volk friert.“[11]
Topikalisierte Nominalphrase Nachsatz 1 Nachsatz 2
Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
rén zhī dào huò yóu zhōng chū huò yóu wài
Mensch Attributpartikel Weg, Dao Topikalisierungspartikel manchmal von innen herausgehen manchmal von außen hereinkommen
„Was den Dao des Menschen anbelangt, so kommt er manchmal von innen und manchmal von außen.“[12]
Aspekt, Modus, Tempus, Diathese

Grammatische Kategorien des Verbs wie Aspekt, Modus, Tempus, Diathese und Aktionsart bleiben in allen Formen des Chinesischen nicht selten unmarkiert. Template:Lang, Template:Lang kann also „der König kommt“, „der König kam“, „der König wird kommen“, „der König möge kommen“ etc. bedeuten. Selbst die Diathese, die Opposition Aktiv – Passiv, kann unmarkiert bleiben: Template:Lang, Template:Lang – „Proviant wird gegessen“ statt des semantisch ausgeschlossenen „Proviant isst“.

Es finden sich jedoch auch verschiedene Konstruktionen und Partikeln, von denen die wichtigsten im Folgenden vorgestellt werden. Der Aspekt kann im klassischen Chinesisch vor allem durch zwei am Satzende stehende Partikeln ausgedrückt werden. Template:Lang, Template:Lang scheint ähnlich wie das moderne Template:Lang, Template:Lang eine Veränderung, Template:Lang, Template:Lang dagegen eher einen allgemeinen Zustand auszudrücken:

Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
guǎrén zhī bìng bìng
Unsere Majestät Attributpartikel Leiden schlimm Aspektpartikel
„Das Übel Unserer Majestät ist schlimm(er) geworden.“[13]
Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
xìng shàn shàn
die menschliche Natur nicht gut sein nicht nicht gut sein Aspektpartikel
„Die menschliche Natur ist weder gut noch nicht gut.“[14]

Weitere Tempus-, Aspekt- und Modusunterscheidungen können durch vor dem Verb stehende Partikeln markiert werden:

Satz 1 Satz 2 Satz 3
Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
jiāng zhī Chǔ guò Sòng ér jiàn Mèngzǐ
Futurmarker gehen Chu vorbeikommen Song und sehen Mencius
„Als er (Herzog Wen) im Begriff war, nach Chu zu gehen, kam er an Song vorbei und sah Mencius.“[15]

Zur Unterscheidung des Passivs vom Aktiv genügt oft die Nennung des Agens mit der Präposition Template:Lang, Template:Lang, wie folgendes Beispiel verdeutlicht:

Satz 1
(aktiv)
Satz 2
(passiv)
Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
láo xīn zhě zhì rén láo zhě zhì rén
sich bemühen Herz Nominalisierungspartikel regieren Mensch sich bemühen Kraft Nominalisierungspartikel regieren Präposition Mensch
„Wer sich mit dem Herzen bemüht, der regiert Andere“ „Wer sich mit Kraft bemüht, der wird von Anderen regiert“[16]

In seltenen Fällen werden zum Ausdruck des Passivs auch verschiedene Passivmorpheme wie Template:Lang, Template:Lang (eigentlich: „sehen“) oder Template:Lang, Template:Lang benutzt: Template:Lang, Template:Lang – „Pencheng Kuo wurde getötet.“[17] (Template:Lang, Template:Lang – „töten“).

Komplexe Sätze
Adverbialsätze

Para- und hypotaktische Beziehungen zwischen Sätzen können im klassischen Chinesisch unmarkiert bleiben:

  • Template:Lang, Template:Lang – „Wenn sie nicht rauben, sind sie nicht gesättigt.“, wörtlich „(sie) nicht rauben – (sie) sind nicht gesättigt sein“[18]

Daneben bestehen jedoch auch verschiedene Methoden, um solche Beziehungen zu markieren. Eine sehr häufige Möglichkeit besteht in der Nutzung der Konjunktion Template:Lang, Template:Lang, die neben einer rein koordinierenden Funktion Sätzen auch eine adverbiale Funktion geben kann:

Von Template:Lang, Template:Lang untergeordneter Satz Hauptsatz
Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
míng ér gōng zhī
tönen lassen Trommel dann angreifen ihn
„Greife ihn unter Trommelschlägen an.“[20]

Konditionalsätze werden besonders häufig markiert, indem der folgende Hauptsatz mit der Konjunktion Template:Lang, Template:Lang – „dann“ eingeleitet wird:

Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
rén mín zhì
nicht menschlich sein dann Volk nicht herbeikommen
„Handelt man nicht menschlich, kommt das Volk nicht herbei.“[21]
Komplementsätze

Komplementsätze haben im klassischen Chinesisch in Abhängigkeit vom einbettenden Verb verschiedene Formen. Nach Verben wie Template:Lang, Template:Lang „wollen“ und Template:Lang, Template:Lang „wissen“ finden sich nominalisierte Verben (siehe Abschnitt „Nominalphrasen“), oft mit der Aspektpartikel Template:Lang, Template:Lang:

Hauptsatz Nominalisierter Satz
Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
zhī
wollen sein (Attributspronomen) Sohn (Attributmarker) Qi sprechen (Aspektpartikel)
„Er will, dass sein Sohn in der Art von Qi spricht.“[22]

Nach anderen Verben, darunter Template:Lang, Template:Lang „befehlen“, erscheint das Subjekt des eingebetteten Satzes als Objekt des übergeordneten Verbs. Diese Konstruktion ist auch als Pivot Construction bekannt:

Hauptsatz Subjekt des eingebetteten Satzes Komplementsatz
Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
wáng lìng zhī gōng Shìqiū
König befehlen sie, ihnen (Objektspronomen) nicht angreifen Shiqiu
„Der König befahl ihnen, Shiqiu nicht anzugreifen.“[23]

Einige Verben wie Template:Lang, Template:Lang „möglich sein“ betten Sätze ein, aus denen eine Objektsnominalphrase, die mit dem Subjekt des übergeordneten Verbs koreferent ist, extrahiert wird, wobei wie bei Nominalphrasen mit Template:Lang, Template:Lang (siehe Abschnitt „Nominalphrasen“) Preposition Stranding auftritt.

Hauptsatz Komplementsatz
Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
qí (Attributspronomen)
sein Dummheit nicht möglich sein erreichen (Aspektpartikel)
„Seine Dummheit kann man nicht erreichen.“[24]
Hauptsatz Komplementsatz
gestrandete Präposition eingebettete Verbalphrase
Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
jiù wēi guó
nicht möglich sein mit retten gefährdet sein Königreich
„Es ist nicht möglich, mit ihm ein gefährdetes Königreich zu retten.“[25]

Nominalphrasen

In Nominalphrasen steht der Kopf immer am Ende, Attribute können durch Template:Lang, Template:Lang markiert werden, das zwischen Kopf und Attribut steht:

Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
Wáng zhī zhū chén
König Partikel die verschiedenen Minister
„die verschiedenen Minister des Königs“[26]

In Nominalphrasen, die keinen overten Kopf haben, wird statt Template:Lang, Template:Lang das Morphem Template:Lang, Template:Lang benutzt:

Template:Lang Template:Lang Template:Lang
sān jiā zhě
drei Familie Partikel
„die (Mitglieder) der Drei Familien“[27]

Verben können nominalisiert werden, indem ihr Subjekt als Attribut und sie als Kopf einer Nominalphrase realisiert werden:

Umgekehrt kann auch das Prädikat als Attribut eingesetzt werden, wodurch Konstruktionen entstehen, die in ihrer Funktion Relativsätzen entsprechen:

In den gleichen Funktionen kann dann auch Template:Lang, Template:Lang verwendet werden:

Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
zhī zhě yán
wissen Partikel nicht sprechen
„wer weiß, der spricht nicht“[28]

Relativsätze, deren externes Bezugswort mit einem im Relativsatz eingebetteten Objekt eines Verbs oder eines Koverbs koindiziert ist, können mit der Partikel Template:Lang, Template:Lang gebildet werden. (zur Syntax dieses Zitats vergleiche den Abschnitt Nominale Prädikate):

Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
suǒ fēi suǒ qiú
Partikel bekommen nicht Partikel suchen Aspektpartikel
„was (man) bekommen hat“ „was (man) gesucht hat“
„Was (man) bekommen hat, ist nicht das, was (man) gesucht hat.“[29]

Mit der Ausnahme von Template:Lang, Template:Lang stehen Präpositionen direkt nach Template:Lang, Template:Lang, wenn deren Komplement extrahiert ist. Der Agens des eingebetteten Verbs kann als Attribut vor der Template:Lang, Template:Lang-Phrase stehen.

Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang Template:Lang
luàn zhī suǒ
Unordnung Attributpartikel Partikel von aufstehen
„woher die Unordnung kommt“[30]


  • Pronounciation not totally known (relevance in poetry)

Lautung der späten Zhou-Zeit von Bedeutung. Hierfür gibt es im Wesentlichen fünf Quellen:

  1. die Reime des Shi Jing (10 Jh. bis 7 Jh. v. Chr.) aus der frühen Zhou-Dynastie
  2. Rückschlüsse aus der Anwendung phonetischer Elemente zur Bildung von Zeichen
  3. das Qieyun (601 n. Chr.), das die Zeichen nach Anlaut und Reim ordnet
  4. Schreibungen chinesischer Namen in fremden Schriften, chinesische Transkriptionen fremder Namen und Wörter, #chinesische Lehnwörter in fremden Sprachen

Prose writing in classical Chinese

Poetry in classical Chinese

The Analects – introduction

仲尼《論語》概要 The Analects have not been written by Kungfutse, but similarly to Platon's works were written down by his disciples and followers. Kungfutse mostly became known through the rewriting of probably Mengzi, who called himself "The 2nd greatest philosopher after Kungfutse". Mengzi was not successful in his career, but had to travel a lot to offer his service to different rulers. Therefore, he seem to have invented the travels of Kongfutse. Since the Lunyu was forbidden in Qin Dynasty, the version we have today is based on n Zheng Xuan (127-200) merging three texts. Also, the Lunyu does not consist out of only Confucian thoughts, but are a collection from several sources including those refering to their masters with "子曰". Kungfutse himself was called "仲尼" in his time. Also, main ideas we call "Confucianist" today, like the unity of Zhou, the importance of rites and the filial piety are far older than Confucius. Therefore, we have a pre-Confucian Confucianism. Confucianism is called "儒學" and Neo-Confucianism "新學". One of the main ideas of Confucius is the Golden Rule. Hegel later referred to this as the start of the "Walk of the World Spirit" over the 100 Schools, Buddha, Zaratustra, Ancient Greek Philosophy, Roman Philosophy to German Philosophy.

  • The Analects – vocabulary 常用詞
  • The Analects – grammar 古漢語常識

Punctuation

  • The Analects - translation exercises
  • 1.1 https://ctext.org/analects/ 子曰:「...有朋自遠方來,不亦樂乎? Is it not delightful to have friends coming from distant quarters? (James Legge) It is not delightful to have friends come from afar?
  • 12.2 己所不欲,勿施於人。 "Do not do to others what you would not like done to yourself"; "a man with ren, desiring to establish himself, helps others establish themselves; desiring to succeed himself, helps others to succeed" (Analects 12.2; 6.28). "2. Confucius' Social Philosophy". Riegel, Jeffrey (Spring 2012). "Confucius". In Zalta, Edward N. (ed.). The Stanford Encyclopedia of Philosophy https://plato.stanford.edu/archives/spr2012/entries/confucius/

The Book of Rites – introduction 概要

《禮記》

  • The Book of Rites – vocabulary 常用詞
  • The Book of Rites – grammar
  • The Book of Rites - translation exercises

〈禮連〉"大同與小康"

*The Book of Songs – introduction

  • The Book of Songs – vocabulary
  • The Book of Songs – grammar
  • The Book of Songs - translation exercises

*The Songs of Chu – introduction

  • The Songs of Chu – vocabulary
  • The Songs of Chu – grammar
  • The Songs of Chu - translation exercises

*Poetry of the Tang Dynasty – introduction

  • Poetry of the Tang Dynasty – vocabulary
  • Poetry of the Tang Dynasty – grammar
  • Poetry of the Tang Dynasty - translation exrecises

Text books

  • Zhang Lianrong [&] Liu Ziyu (ed.) 2019. Gudai Hanyu (shang xia ce). Beijing: Beijing Daxue Chubanshe

同学出勤要求

同学出勤要求为:每一周要准备课文,包括相关的生词和语法,证明:线上的多选题考试。作业:翻译和校对同学的翻译,都要在wiki平台上的课网页里面做。每个学期一次要做展示。期末论文要用中文写至少1000个字。每个学期要参加两次问卷调查。

Classical Chinese - Syllabus

I. General information

1. Course name: Classical Chinese

2. Course code: 09-JchK-M-12, 09-JChK-M-22

3. Course type (compulsory or optional): Compulsory

4. Study programme name: Sinology

5. Cycle of studies (1st or 2nd cycle of studies or full master’s programme): Second-cycle programme

6. Educational profile (general academic profile or practical profile): General academic profile

7. Year of studies (if relevant): 1st year (1st and 2nd semester)

8. Type of classes and number of contact hours (e.g. lectures: 15 hours; practical classes: 30 hours): 60 hours of conversatory classes (30 + 30)

9. Number of ECTS credits: 6 (3 + 3)

10. Name, surname, academic degree/title of the course lecturer/other teaching staff: Martin Woesler, Dr.

11. Language of classes: Chinese

12. Online learning – yes (partly – online / fully – online) / no: yes (partly, where useful): no (fully - presence)

II. Detailed information

1. Course aim (aims):

  • Expanding students' knowledge of the grammatical structures and vocabulary of classical Chinese.
  • Acquainting students with selected works written in classical Chinese.
  • Developing the ability to interpret and analyse works written in classical Chinese.
  • Expanding students' knowledge of the differences between classical and modern Chinese.
  • Enriching students' knowledge of classical Chinese culture.

2. Pre-requisites in terms of knowledge, skills and social competences (if relevant): Students should have a command of Chinese at B2 level of the European Framework of References for Languages (CEFR).

3. Course learning outcomes (EU) in terms of knowledge, skills and social competences and their reference to study programme learning outcomes (EK):

Course learning outcome symbol (EU) On successful completion of this course, a student will be able to: Reference to study programme learning outcomes (EK)

JCKM_01 is aware of the development of Chinese language, reflected in written texts from different historical periods K_W02, K_W06

JCKM_02 understands the meaning of texts written in classical Chinese K_U05

JCKM_03 translates texts written in classical Chinese into modern Chinese K_U04, K_U06

JCKM_04 understands the grammatical differences between classical and modern Chinese K_W02, K_W06

JCKM_05 understands the cultural, philosophical and social context of the studied texts K_W02

JCKM_06 reads texts written in traditional Chinese characters K_U05

4. Learning content with reference to course learning outcomes (EU)

Course learning content: Course learning outcome symbol (EU)

General introduction to classical Chinese language JCKM_01, JCKM_04 JCKM_05

Prose writing in classical Chinese JCKM_01, JCKM_05

Poetry in classical Chinese JCKM_01, JCKM_05

The Analects – introduction JCKM_05

The Analects – vocabulary JCKM_02, JCKM_06

The Analects – grammar JCKM_04, JCKM_06

The Analects - translation exercises JCKM_02, JCKM_03 JCKM_04, JCKM_06

The Book of Rites – introduction JCKM_05

The Book of Rites – vocabulary JCKM_02, JCKM_06

The Book of Rites – grammar JCKM_04, JCKM_06

The Book of Rites - translation exercises JCKM_02, JCKM_03 JCKM_04, JCKM_06

The Book of Songs – introduction JCKM_05

The Book of Songs – vocabulary JCKM_02, JCKM_06

The Book of Songs – grammar JCKM_04, JCKM_06

The Book of Songs - translation exercises JCKM_02, JCKM_03 JCKM_04, JCKM_06

The Songs of Chu – introduction JCKM_05

The Songs of Chu – vocabulary JCKM_02, JCKM_06

The Songs of Chu – grammar JCKM_04, JCKM_06

The Songs of Chu - translation exercises JCKM_02, JCKM_03 JCKM_04, JCKM_06

Poetry of the Tang Dynasty – introduction JCKM_05

Poetry of the Tang Dynasty – vocabulary JCKM_02, JCKM_06

Poetry of the Tang Dynasty – grammar JCKM_04, JCKM_06

Poetry of the Tang Dynasty - translation exrecises JCKM_02, JCKM_03 JCKM_04, JCKM_06

5. Reading list:

Zhang Lianrong [&] Liu Ziyu (ed.) 2019. Gudai Hanyu (shang xia ce). Beijing: Beijing Daxue Chubanshe.

Woesler Martin (ed.) 2023. Reader Classical Chinese – Selected Texts, Bochum: European University Press [free e-book copies provided]

III. Additional information

1. Teaching and learning methods and activities to enable students to achieve the intended course learning outcomes (please indicate the appropriate methods and activities with a tick and/or suggest different methods)

Teaching and learning methods and activities X

Lecture with a multimedia presentation

Interactive lecture X

Problem – based lecture X

Discussions

Text-based work X

Case study work

Problem-based learning

Educational simulation/game

Task – solving learning (eg. calculation, artistic, practical tasks)

Experiential work

Laboratory work

Scientific inquiry method

Workshop method

Project work

Demonstration and observation

Sound and/or video demonstration

Creative methods (eg. brainstorming, SWOT analysis, decision tree method, snowball technique, concept maps)

Group work X

Other (please specify) – translation exercises X

2. Assessment methods to test if learning outcomes have been achieved (please indicate with a tick the appropriate methods for each LO and/or suggest different methods)

Assessment methods Course learning outcome symbol

_01 _02 _03 _04 _05 _06

Written exam X X X X X X

Oral exam

Open book exam

Written test

Oral test

Multiple choice test X X X X X X

Project

Essay

Report

Individual presentation X X X X X X

Practical exam (performance observation)

Portfolio

Other (please specify) - writing translations of selected texts X X X X

3. Student workload and ECTS credits

Activity types Mean number of hours spent on each activity type

Contact hours with the teacher as specified in the study programme 60

Independent study* Preparation for classes 20

Reading for classes 20

Essay / report / presentation / demonstration preparation, etc.

Project preparation 0

Term paper preparation

Exam preparation 30

Other (please specify) –writing translations of selected texts 50

Total hours 180

Total ECTS credits for the course 6

4. Assessment criteria in accordance with AMU in Poznan’s grading system: Very good (bdb; 5,0): very good awareness of the development of Chinese language; very good knowledge of cultural, philosophical and social contexts; very good ability to understand and translate texts written in classical Chinese, very good knowledge of the differences between classical and modern Chinese, no problems with reading texts written in traditional Chinese characters; Good plus (db+; 4,5): few shortcomings in comparison with the above; Good (db; 4,0): wider range of shortcomings; good ability to understand and translate texts written in Classical Chinese; good knowledge of the differences between Classical and Modern Chinese; occasional problems with reading texts written in traditional Chinese characters; Satisfactory plus (dst+; 3,5): sufficient awareness of the development of Chinese language; poor knowledge of cultural, philosophical and social contexts; sufficient ability to understand and translate texts written in classical Chinese; sufficient knowledge of the differences between classical and modern Chinese; Satisfactory (dst; 3,0): sufficient awareness of the development of Chinese language; poor knowledge of cultural, philosophical and social contexts; poor ability to understand and translate texts written in classical Chinese; poor knowledge of the differences between classical and modern Chinese; Unsatisfactory (ndst; 2,0): lack of awareness of the development of Chinese language; insufficient understanding of cultural, philosophical and social contexts; insufficient ability to understand and translate texts written in Classical Chinese, lack of knowledge of the differences between Classical and Modern Chinese.

  1. Lunyu 12/11
  2. Mencius 5A/5
  3. Mencius 1A/2
  4. Guoyu
  5. Sunzi, Bingfa 1/2/6
  6. Mencius 3A/1
  7. Mencius 5A/5
  8. Zhuangzi 1.2.1
  9. Mencius 3A/1
  10. Zhuangzi 17.7.3
  11. Xinxu Cishe 6
  12. Guodian Yucong 1.9, zitiert nach Thesaurus Linguae SericaeTemplate:Toter Link
  13. Yanzi Chunqiu 1/12/1
  14. Mencius 6A/6
  15. Mencius 3A/1
  16. Mencius 3A/4
  17. Mencius 7B/29
  18. Mencius 1A/1
  19. Mencius 2B/11
  20. Lunyu 11/17
  21. Guoyu 2/15
  22. Mencius 3B/6
  23. Zhanguoce 26/11/2, zitiert nach Thesaurus Linguae SericaeTemplate:Toter Link
  24. Lunyu 5/21
  25. Han Feizi 27/4
  26. Mencius 1A/7
  27. Lunyu 3/2
  28. Daodejing 56/1
  29. Mao-Kommentar zu Shi Jing 43
  30. Mozi 4/1