Classical Chinese 2023
内容 Contents
This class is offered with 60 hours of contact classes, including 15 hours of lectures (introduction to and historical background of texts), 30 hours of practical classes (translation excercises into modern Chinese), 15 hours of conversational classes (vocabulary, grammar, text assessment)
Session 1
- Organizational things: volunteers: teaching assistant, wiki admin, survey assistants, translation assistants. Every student selects a topic from the list and prepares a 5 minute presentation once during the semester.
- General introduction to classical Chinese language
- Prose writing in classical Chinese
- Poetry in classical Chinese
Organizational things
volunteers: teaching assistant, wiki admin, survey assistants, translation assistants. Every student selects a topic from the list and prepares a 5 minute presentation once during the semester.
General introduction to classical Chinese language
- wenyanwen 文言文 (縮寫 文言)
窄意思:戰國時期的中文 the Chinese used in the period of the Warring States 5th - 3rd cent. BCE.
sino tibetan language family
last phase of old Chinese
光意思:到20世紀用的書面語
Wortschatz extrem klein: Nur 2000 Lexeme
秦朝開始文言文變成“死語言”(像拉丁語)。
- 繁體字(台灣叫做“正體字”)Traditional characters
文言韓國/朝鮮: muneon (문언, Hanja: 文言)
漢文韓國/朝鮮: hanmun (한문, Hanja: 漢文)
漢文日語:kanbun
漢文越南語:văn ngôn
- Monosyllabic vs. bisyllabic
單音節——雙音節
isolating
only morphems like Pluralsuffix 們
君子
- Grammar (emphasis on contrast to modern Chinese)
實字 shízì „volle Wörter“ (bedeutungstragend) und 虛字 xūzì „leere Wörter“.
Eine besondere Gruppe bilden einsilbige Wörter, die aus einer phonologisch bedingten Fusion zweier, in der Regel „grammatischer“ Wörter entstanden sind: 之於 zhī-yú und 之乎 zhī-hū> 諸 zhū; 也乎 yě-hū > 與 yú / 邪, 耶 yé.
Syntax
Wortarten
Im Chinesischen werden traditionell zwei große Wortklassen unterschieden: Template:Lang shízì „volle Wörter“ und Template:Lang xūzì „leere Wörter“. Shizi sind Träger semantischer Information, wie Substantive und Verben; Xuzi dagegen haben vorwiegend grammatische Funktion.
Die Abgrenzung von Wortarten fällt im klassischen Chinesisch jedoch nicht leicht, da etymologisch verwandte Wörter, die aus syntaktischer Sicht unterschiedlichen Wortklassen angehören, oft weder graphisch noch phonetisch unterschieden werden. So steht 死 sǐ für die Verben „sterben“, „tot sein“ und die Substantive „Tod“ und „Toter“. Dies führte so weit, dass einige Sinologen gar die Ansicht vertraten, das klassische Chinesisch besäße überhaupt keine Wortarten. Dies wird gewöhnlich abgelehnt, dennoch sind die Unsicherheiten in der Abgliederung von Wortarten in der klassisch-chinesischen Grammatik allgegenwärtig.
Shizi
Substantive
Substantive dienen gewöhnlich als Subjekt oder Objekt eines Satzes; daneben können sie auch das Prädikat eines Satzes bilden (siehe unten). In manchen Fällen treten sie auch als Verben mit der Bedeutung „sich verhalten wie…“ oder ähnlich sowie als Adverbien auf: Template:Lang jūn jūn, chén chén, fù fù, zǐ zǐ „Der Fürst verhalte sich wie ein Fürst, der Minister wie ein Minister, der Vater wie ein Vater, der Sohn wie ein Sohn.“[1]
Verben
Die Grundfunktion der Verben ist das Prädikat, als das sie in vielen Fällen schon ohne Zunahme weiterer Wörter oder Partikeln einen vollständigen Satz bilden können. Wie in anderen Sprachen lassen sich auch im klassischen Chinesisch transitive und intransitive Verben unterscheiden. Unter den intransitiven Verben bilden die Zustandsverben, die den Adjektiven anderer Sprachen entsprechen, eine besondere Gruppe. Die Unterscheidung transitiver und intransitiver Verben fällt jedoch vielfach schwer, da sich von intransitiven leicht transitive Verben ableiten lassen:
- Template:Lang wáng sǐ „der König starb“ (intransitiv) (Template:Lang, Template:Lang – „König“; Template:Lang, Template:Lang – „sterben“)
- Template:Lang wáng sǐ zhī „der König starb für ihn“ (transitiv) (Template:Lang, Template:Lang – „ihn“)
- Template:Lang chén chén „der Lehnsmann war ein (echter) Lehnsmann“ (intransitiv) (Template:Lang, Template:Lang – „Amtsträger, Lehnsmann, Vasall; Lehnsmann sein“)
- Template:Lang jūn chén zhī „der Fürst machte ihn zum Lehnsmann“ (transitiv) (Template:Lang, Template:Lang – „Fürst“; Template:Lang, Template:Lang – „ihn“)
Eine besondere Gruppe der Adjektive sind die Numeralia, die sich syntaktisch als Verben verhalten. Wie Verben können sie ein Prädikat oder ein Attribut bilden und werden mit Template:Lang, Template:Lang negiert:
- Template:Lang wǔ nián „fünf Jahre“
- Template:Lang nián qíshí „die Jahre waren siebzig“ = „es waren siebzig Jahre“
Xuzi
Pronomina
Das System der Personalpronomina ist in der ersten und zweiten Person erstaunlich reich, in der dritten Person findet sich dagegen – abgesehen von Einzelfällen – kein Pronomen in Subjektsfunktion. Das Subjektspronomen der 3. Person wird meist ausgelassen oder von einem Demonstrativpronomen vertreten. Wie bei den Substantiven werden auch bei den Personalpronomina weder Genera noch Numeri unterschieden, dies unterscheidet das klassische Chinesisch sowohl von vorausgehenden wie von folgenden Formen des Chinesischen. Insgesamt finden sich hauptsächlich die folgenden Formen:
Es lassen sich zwar syntaktische Unterschiede in der Verwendung dieser Formen ausmachen; außerhalb der dritten Person, wo Template:Lang, Template:Lang als Attribut sowie Template:Lang, Template:Lang als Objekt von Verben und Präpositionen verwendet wird, sind jedoch auch schlechter kontrollierbare Faktoren wie Dialektvariationen und der Status des Sprechers gegenüber dem Angesprochenen von Bedeutung.
Ein besonderes Phänomen des klassischen Chinesisch ist die Quasipronominalisierung. Hierbei werden Substantive wie Pronomina der ersten oder zweiten Person gebraucht: Template:Lang, Template:Lang – „Ich“ (eigentlich: „Lehnsmann“; Lehnsmann zum König), Template:Lang, Template:Lang – „hier: Eure Majestät“ (eigentlich: „König“), Template:Lang, Template:Lang – „Herr, Sie“ (eigentlich: „Herr“; allgemeine höfliche Anrede).
Satz
Verbale Prädikate
In Sätzen, deren Prädikat ein Verb ist, findet sich im Allgemeinen die Satzstellung Subjekt – Verb – Objekt (SVO). Das klassische Chinesisch ist eine Pro-Drop-Sprache, weshalb das verbale Prädikat die einzige obligatorisch realisierte Konstituente ist. Neben einer Subjektsnominalphrase haben bestimmte Verben bis zu zwei Objekte, die beide in postverbaler Position unmarkiert auftreten können, wobei das direkte auf das indirekte Objekt folgt:
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| tiān | yǔ | zhī | tiānxià |
| Himmel (Subjekt) |
geben | ihm (Indirektes Objekt) |
Welt (Direktes Objekt) |
| „Der Himmel gibt ihm die Welt.“[2] | |||
Präpositionen, teilweise auch als Koverben bezeichnet, können sowohl vor dem Prädikat als auch hinter den Komplementsnominalphrasen stehen. Wo eine Präposition stehen kann, ist lexikalisch bedingt:
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| wáng | lì | yú | zhǎo | shàng |
| König | stehen | auf | Teich | Oberseite |
| „Der König stand über dem Teich.“[3] | ||||
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| dé | guó | cháng | yú | sāng |
| bekommen | Land | gewöhnlich | durch | Trauerfall |
| „Man erhält das Land gewöhnlich durch einen Trauerfall.“[4] | ||||
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| wú | yǐ | cǐ | zhī | shèng fù | yǐ |
| ich | Koverb „mittels“ | dies | wissen | Sieg und Niederlage | satzfinale Aspektpartikel |
| „Damit sage ich Sieg und Niederlage voraus.“[5] | |||||
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| shìzǐ | zì | Chǔ | fǎn |
| Kronprinz | Koverb „von, aus“ | Chu | zurückkehren |
| „Der Kronprinz kam aus Chu zurück.“[6] | |||
Objekte ditransitiver Verben können auch mit Präpositionen markiert werden. Dabei kann 以 yǐ für das direkte und 於 yú für das indirekte Objekt angewendet werden:
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| Yáo | yǐ | tiānxià | yǔ | Shùn |
| Yao (Subjekt) |
mittels | Welt (Direktes Objekt) |
geben | Shun (Indirektes Objekt) |
| „Yao gab die Welt Shun.“[7] | ||||
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| Yáo | ràng | tiānxià | yú | Xǔyóu |
| Yao (Subjekt) |
abgeben | Welt (Direktes Objekt) |
zu | Xuyou (Indirektes Objekt) |
| „Yao hinterließ die Welt dem Xuyou.“[8] | ||||
Nominale Prädikate
Im Gegensatz zu anderen historischen Entwicklungsstufen des Chinesischen existiert im Klassischen Chinesisch eine besondere Gruppe von Sätzen, in denen sowohl Subjekt als auch Prädikat Nominalphrasen sind. Hierbei wird gewöhnlich die Partikel Template:Lang yě an das Satzende gestellt, eine Kopula wird dagegen nicht benötigt:
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| Wén Wáng | wǒ | shī | yě |
| König Wen | ich, mein | Lehrer | Partikel |
| „König Wen ist mein Lehrer.“[9] | |||
Die Negation erfolgt mit der negativen Kopula Template:Lang, Template:Lang, wobei Template:Lang, Template:Lang entfallen kann:
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| zǐ | fēi | wǒ |
| du (Quasipronomen) | nicht sein | ich |
| „Du bist nicht ich.“[10] | ||
Topikalisierung
Das klassische Chinesisch kann Satzglieder topikalisieren, indem es diese an den Satzanfang stellt, wo sie besonders markiert werden können. Hierzu dienen Partikeln wie Template:Lang, Template:Lang, Template:Lang, Template:Lang oder Template:Lang, Template:Lang:
| Erster Teil | Zweiter Teil | |||||||
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| jūn | zé | bù | hán | yǐ | mín | zé | hán | yǐ |
| Quasipronomen „Ihr, Du“ | Topikalisierungsmarker | nicht | frieren | Aspektpartikel | Volk | Topikalisierungsmarker | frieren | Aspektpartikel |
| „Du frierst nicht, aber das Volk friert.“[11] | ||||||||
| Topikalisierte Nominalphrase | Nachsatz 1 | Nachsatz 2 | |||||||||
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| rén | zhī | dào | yě | huò | yóu | zhōng | chū | huò | yóu | wài | rù |
| Mensch | Attributpartikel | Weg, Dao | Topikalisierungspartikel | manchmal | von | innen | herausgehen | manchmal | von | außen | hereinkommen |
| „Was den Dao des Menschen anbelangt, so kommt er manchmal von innen und manchmal von außen.“[12] | |||||||||||
Aspekt, Modus, Tempus, Diathese
Grammatische Kategorien des Verbs wie Aspekt, Modus, Tempus, Diathese und Aktionsart bleiben in allen Formen des Chinesischen nicht selten unmarkiert. Template:Lang, Template:Lang kann also „der König kommt“, „der König kam“, „der König wird kommen“, „der König möge kommen“ etc. bedeuten. Selbst die Diathese, die Opposition Aktiv – Passiv, kann unmarkiert bleiben: Template:Lang, Template:Lang – „Proviant wird gegessen“ statt des semantisch ausgeschlossenen „Proviant isst“.
Es finden sich jedoch auch verschiedene Konstruktionen und Partikeln, von denen die wichtigsten im Folgenden vorgestellt werden. Der Aspekt kann im klassischen Chinesisch vor allem durch zwei am Satzende stehende Partikeln ausgedrückt werden. Template:Lang, Template:Lang scheint ähnlich wie das moderne Template:Lang, Template:Lang eine Veränderung, Template:Lang, Template:Lang dagegen eher einen allgemeinen Zustand auszudrücken:
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| guǎrén | zhī | bìng | bìng | yǐ |
| Unsere Majestät | Attributpartikel | Leiden | schlimm | Aspektpartikel |
| „Das Übel Unserer Majestät ist schlimm(er) geworden.“[13] | ||||
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| xìng | wú | shàn | wú | bù | shàn | yě |
| die menschliche Natur | nicht | gut sein | nicht | nicht | gut sein | Aspektpartikel |
| „Die menschliche Natur ist weder gut noch nicht gut.“[14] | ||||||
Weitere Tempus-, Aspekt- und Modusunterscheidungen können durch vor dem Verb stehende Partikeln markiert werden:
| Satz 1 | Satz 2 | Satz 3 | |||||
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| jiāng | zhī | Chǔ | guò | Sòng | ér | jiàn | Mèngzǐ |
| Futurmarker | gehen | Chu | vorbeikommen | Song | und | sehen | Mencius |
| „Als er (Herzog Wen) im Begriff war, nach Chu zu gehen, kam er an Song vorbei und sah Mencius.“[15] | |||||||
Zur Unterscheidung des Passivs vom Aktiv genügt oft die Nennung des Agens mit der Präposition Template:Lang, Template:Lang, wie folgendes Beispiel verdeutlicht:
| Satz 1 (aktiv) |
Satz 2 (passiv) | |||||||||
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| láo | xīn | zhě | zhì | rén | láo | lì | zhě | zhì | yú | rén |
| sich bemühen | Herz | Nominalisierungspartikel | regieren | Mensch | sich bemühen | Kraft | Nominalisierungspartikel | regieren | Präposition | Mensch |
| „Wer sich mit dem Herzen bemüht, der regiert Andere“ | „Wer sich mit Kraft bemüht, der wird von Anderen regiert“[16] | |||||||||
In seltenen Fällen werden zum Ausdruck des Passivs auch verschiedene Passivmorpheme wie Template:Lang, Template:Lang (eigentlich: „sehen“) oder Template:Lang, Template:Lang benutzt: Template:Lang, Template:Lang – „Pencheng Kuo wurde getötet.“[17] (Template:Lang, Template:Lang – „töten“).
Komplexe Sätze
Adverbialsätze
Para- und hypotaktische Beziehungen zwischen Sätzen können im klassischen Chinesisch unmarkiert bleiben:
- Template:Lang, Template:Lang – „Wenn sie nicht rauben, sind sie nicht gesättigt.“, wörtlich „(sie) nicht rauben – (sie) sind nicht gesättigt sein“[18]
Daneben bestehen jedoch auch verschiedene Methoden, um solche Beziehungen zu markieren. Eine sehr häufige Möglichkeit besteht in der Nutzung der Konjunktion Template:Lang, Template:Lang, die neben einer rein koordinierenden Funktion Sätzen auch eine adverbiale Funktion geben kann:
- Template:Lang, Template:Lang – „Er sprach, während er saß.“ (Template:Lang, Template:Lang – „sitzen“; Template:Lang, Template:Lang – „sprechen“)[19]
| Von Template:Lang, Template:Lang untergeordneter Satz | Hauptsatz | |||
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| míng | gǔ | ér | gōng | zhī |
| tönen lassen | Trommel | dann | angreifen | ihn |
| „Greife ihn unter Trommelschlägen an.“[20] | ||||
Konditionalsätze werden besonders häufig markiert, indem der folgende Hauptsatz mit der Konjunktion Template:Lang, Template:Lang – „dann“ eingeleitet wird:
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| bù | rén | zé | mín | bù | zhì |
| nicht | menschlich sein | dann | Volk | nicht | herbeikommen |
| „Handelt man nicht menschlich, kommt das Volk nicht herbei.“[21] | |||||
Komplementsätze
Komplementsätze haben im klassischen Chinesisch in Abhängigkeit vom einbettenden Verb verschiedene Formen. Nach Verben wie Template:Lang, Template:Lang „wollen“ und Template:Lang, Template:Lang „wissen“ finden sich nominalisierte Verben (siehe Abschnitt „Nominalphrasen“), oft mit der Aspektpartikel Template:Lang, Template:Lang:
| Hauptsatz | Nominalisierter Satz | |||||
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| yù | qí | zǐ | zhī | qí | yǔ | yě |
| wollen | sein (Attributspronomen) | Sohn | (Attributmarker) | Qi | sprechen | (Aspektpartikel) |
| „Er will, dass sein Sohn in der Art von Qi spricht.“[22] | ||||||
Nach anderen Verben, darunter Template:Lang, Template:Lang „befehlen“, erscheint das Subjekt des eingebetteten Satzes als Objekt des übergeordneten Verbs. Diese Konstruktion ist auch als Pivot Construction bekannt:
| Hauptsatz | Subjekt des eingebetteten Satzes | Komplementsatz | |||
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| wáng | lìng | zhī | wù | gōng | Shìqiū |
| König | befehlen | sie, ihnen (Objektspronomen) | nicht | angreifen | Shiqiu |
| „Der König befahl ihnen, Shiqiu nicht anzugreifen.“[23] | |||||
Einige Verben wie Template:Lang, Template:Lang „möglich sein“ betten Sätze ein, aus denen eine Objektsnominalphrase, die mit dem Subjekt des übergeordneten Verbs koreferent ist, extrahiert wird, wobei wie bei Nominalphrasen mit Template:Lang, Template:Lang (siehe Abschnitt „Nominalphrasen“) Preposition Stranding auftritt.
| Hauptsatz | Komplementsatz | ||||
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| qí (Attributspronomen) | yú | bù | kě | jí | yě |
| sein | Dummheit | nicht | möglich sein | erreichen | (Aspektpartikel) |
| „Seine Dummheit kann man nicht erreichen.“[24] | |||||
| Hauptsatz | Komplementsatz | ||||
| gestrandete Präposition | eingebettete Verbalphrase | ||||
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| bù | kě | yǔ | jiù | wēi | guó |
| nicht | möglich sein | mit | retten | gefährdet sein | Königreich |
| „Es ist nicht möglich, mit ihm ein gefährdetes Königreich zu retten.“[25] | |||||
Nominalphrasen
In Nominalphrasen steht der Kopf immer am Ende, Attribute können durch Template:Lang, Template:Lang markiert werden, das zwischen Kopf und Attribut steht:
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| Wáng | zhī | zhū | chén |
| König | Partikel | die verschiedenen | Minister |
| „die verschiedenen Minister des Königs“[26] | |||
In Nominalphrasen, die keinen overten Kopf haben, wird statt Template:Lang, Template:Lang das Morphem Template:Lang, Template:Lang benutzt:
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| sān | jiā | zhě |
| drei | Familie | Partikel |
| „die (Mitglieder) der Drei Familien“[27] | ||
Verben können nominalisiert werden, indem ihr Subjekt als Attribut und sie als Kopf einer Nominalphrase realisiert werden:
- Template:Lang, Template:Lang – „der König kommt“ > Template:Lang, Template:Lang – „das Kommen seitens des Königs; die Tatsache, dass der König kommt“ (Template:Lang, Template:Lang – „König“; Template:Lang, Template:Lang – „kommen“)
Umgekehrt kann auch das Prädikat als Attribut eingesetzt werden, wodurch Konstruktionen entstehen, die in ihrer Funktion Relativsätzen entsprechen:
- Template:Lang, Template:Lang – „der König kommt“ > Template:Lang, Template:Lang – „der kommende König“ (wörtlicher: „der König des Kommens“)
In den gleichen Funktionen kann dann auch Template:Lang, Template:Lang verwendet werden:
- Template:Lang, Template:Lang – „derjenige, der kommt“
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| zhī | zhě | bù | yán |
| wissen | Partikel | nicht | sprechen |
| „wer weiß, der spricht nicht“[28] | |||
Relativsätze, deren externes Bezugswort mit einem im Relativsatz eingebetteten Objekt eines Verbs oder eines Koverbs koindiziert ist, können mit der Partikel Template:Lang, Template:Lang gebildet werden. (zur Syntax dieses Zitats vergleiche den Abschnitt Nominale Prädikate):
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| suǒ | dé | fēi | suǒ | qiú | yě |
| Partikel | bekommen | nicht | Partikel | suchen | Aspektpartikel |
| „was (man) bekommen hat“ | „was (man) gesucht hat“ | ||||
| „Was (man) bekommen hat, ist nicht das, was (man) gesucht hat.“[29] | |||||
Mit der Ausnahme von Template:Lang, Template:Lang stehen Präpositionen direkt nach Template:Lang, Template:Lang, wenn deren Komplement extrahiert ist. Der Agens des eingebetteten Verbs kann als Attribut vor der Template:Lang, Template:Lang-Phrase stehen.
| Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang | Template:Lang |
| luàn | zhī | suǒ | zì | qǐ |
| Unordnung | Attributpartikel | Partikel | von | aufstehen |
| „woher die Unordnung kommt“[30] | ||||
- Pronounciation not totally known (relevance in poetry)
Lautung der späten Zhou-Zeit von Bedeutung. Hierfür gibt es im Wesentlichen fünf Quellen:
- die Reime des Shi Jing (10 Jh. bis 7 Jh. v. Chr.) aus der frühen Zhou-Dynastie
- Rückschlüsse aus der Anwendung phonetischer Elemente zur Bildung von Zeichen
- das Qieyun (601 n. Chr.), das die Zeichen nach Anlaut und Reim ordnet
- Schreibungen chinesischer Namen in fremden Schriften, chinesische Transkriptionen fremder Namen und Wörter, #chinesische Lehnwörter in fremden Sprachen
Prose writing in classical Chinese
Poetry in classical Chinese
The Analects – introduction
仲尼《論語》概要 The Analects have not been written by Kungfutse, but similarly to Platon's works were written down by his disciples and followers. Kungfutse mostly became known through the rewriting of probably Mengzi, who called himself "The 2nd greatest philosopher after Kungfutse". Mengzi was not successful in his career, but had to travel a lot to offer his service to different rulers. Therefore, he seem to have invented the travels of Kongfutse. Since the Lunyu was forbidden in Qin Dynasty, the version we have today is based on n Zheng Xuan (127-200) merging three texts. Also, the Lunyu does not consist out of only Confucian thoughts, but are a collection from several sources including those refering to their masters with "子曰". Kungfutse himself was called "仲尼" in his time. Also, main ideas we call "Confucianist" today, like the unity of Zhou, the importance of rites and the filial piety are far older than Confucius. Therefore, we have a pre-Confucian Confucianism. Confucianism is called "儒學" and Neo-Confucianism "新學". One of the main ideas of Confucius is the Golden Rule. Hegel later referred to this as the start of the "Walk of the World Spirit" over the 100 Schools, Buddha, Zaratustra, Ancient Greek Philosophy, Roman Philosophy to German Philosophy.
- The Analects – vocabulary 常用詞
- The Analects – grammar 古漢語常識
Punctuation
- The Analects - translation exercises
- 1.1 https://ctext.org/analects/ 子曰:「...有朋自遠方來,不亦樂乎? Is it not delightful to have friends coming from distant quarters? (James Legge) It is not delightful to have friends come from afar?
- 12.2 己所不欲,勿施於人。 "Do not do to others what you would not like done to yourself"; "a man with ren, desiring to establish himself, helps others establish themselves; desiring to succeed himself, helps others to succeed" (Analects 12.2; 6.28). "2. Confucius' Social Philosophy". Riegel, Jeffrey (Spring 2012). "Confucius". In Zalta, Edward N. (ed.). The Stanford Encyclopedia of Philosophy https://plato.stanford.edu/archives/spr2012/entries/confucius/
The Book of Rites – introduction 概要
《禮記》
- The Book of Rites – vocabulary 常用詞
- The Book of Rites – grammar
- The Book of Rites - translation exercises
〈禮連〉"大同與小康"
*The Book of Songs – introduction
- The Book of Songs – vocabulary
- The Book of Songs – grammar
- The Book of Songs - translation exercises
*The Songs of Chu – introduction
- The Songs of Chu – vocabulary
- The Songs of Chu – grammar
- The Songs of Chu - translation exercises
*Poetry of the Tang Dynasty – introduction
- Poetry of the Tang Dynasty – vocabulary
- Poetry of the Tang Dynasty – grammar
- Poetry of the Tang Dynasty - translation exrecises
Text books
- Zhang Lianrong [&] Liu Ziyu (ed.) 2019. Gudai Hanyu (shang xia ce). Beijing: Beijing Daxue Chubanshe
同学出勤要求
同学出勤要求为:每一周要准备课文,包括相关的生词和语法,证明:线上的多选题考试。作业:翻译和校对同学的翻译,都要在wiki平台上的课网页里面做。每个学期一次要做展示。期末论文要用中文写至少1000个字。每个学期要参加两次问卷调查。
Classical Chinese - Syllabus
I. General information
1. Course name: Classical Chinese
2. Course code: 09-JchK-M-12, 09-JChK-M-22
3. Course type (compulsory or optional): Compulsory
4. Study programme name: Sinology
5. Cycle of studies (1st or 2nd cycle of studies or full master’s programme): Second-cycle programme
6. Educational profile (general academic profile or practical profile): General academic profile
7. Year of studies (if relevant): 1st year (1st and 2nd semester)
8. Type of classes and number of contact hours (e.g. lectures: 15 hours; practical classes: 30 hours): 60 hours of conversatory classes (30 + 30)
9. Number of ECTS credits: 6 (3 + 3)
10. Name, surname, academic degree/title of the course lecturer/other teaching staff: Martin Woesler, Dr.
11. Language of classes: Chinese
12. Online learning – yes (partly – online / fully – online) / no: yes (partly, where useful): no (fully - presence)
II. Detailed information
1. Course aim (aims):
- Expanding students' knowledge of the grammatical structures and vocabulary of classical Chinese.
- Acquainting students with selected works written in classical Chinese.
- Developing the ability to interpret and analyse works written in classical Chinese.
- Expanding students' knowledge of the differences between classical and modern Chinese.
- Enriching students' knowledge of classical Chinese culture.
2. Pre-requisites in terms of knowledge, skills and social competences (if relevant): Students should have a command of Chinese at B2 level of the European Framework of References for Languages (CEFR).
3. Course learning outcomes (EU) in terms of knowledge, skills and social competences and their reference to study programme learning outcomes (EK):
Course learning outcome symbol (EU) On successful completion of this course, a student will be able to: Reference to study programme learning outcomes (EK)
JCKM_01 is aware of the development of Chinese language, reflected in written texts from different historical periods K_W02, K_W06
JCKM_02 understands the meaning of texts written in classical Chinese K_U05
JCKM_03 translates texts written in classical Chinese into modern Chinese K_U04, K_U06
JCKM_04 understands the grammatical differences between classical and modern Chinese K_W02, K_W06
JCKM_05 understands the cultural, philosophical and social context of the studied texts K_W02
JCKM_06 reads texts written in traditional Chinese characters K_U05
4. Learning content with reference to course learning outcomes (EU)
Course learning content: Course learning outcome symbol (EU)
General introduction to classical Chinese language JCKM_01, JCKM_04 JCKM_05
Prose writing in classical Chinese JCKM_01, JCKM_05
Poetry in classical Chinese JCKM_01, JCKM_05
The Analects – introduction JCKM_05
The Analects – vocabulary JCKM_02, JCKM_06
The Analects – grammar JCKM_04, JCKM_06
The Analects - translation exercises JCKM_02, JCKM_03 JCKM_04, JCKM_06
The Book of Rites – introduction JCKM_05
The Book of Rites – vocabulary JCKM_02, JCKM_06
The Book of Rites – grammar JCKM_04, JCKM_06
The Book of Rites - translation exercises JCKM_02, JCKM_03 JCKM_04, JCKM_06
The Book of Songs – introduction JCKM_05
The Book of Songs – vocabulary JCKM_02, JCKM_06
The Book of Songs – grammar JCKM_04, JCKM_06
The Book of Songs - translation exercises JCKM_02, JCKM_03 JCKM_04, JCKM_06
The Songs of Chu – introduction JCKM_05
The Songs of Chu – vocabulary JCKM_02, JCKM_06
The Songs of Chu – grammar JCKM_04, JCKM_06
The Songs of Chu - translation exercises JCKM_02, JCKM_03 JCKM_04, JCKM_06
Poetry of the Tang Dynasty – introduction JCKM_05
Poetry of the Tang Dynasty – vocabulary JCKM_02, JCKM_06
Poetry of the Tang Dynasty – grammar JCKM_04, JCKM_06
Poetry of the Tang Dynasty - translation exrecises JCKM_02, JCKM_03 JCKM_04, JCKM_06
5. Reading list:
Zhang Lianrong [&] Liu Ziyu (ed.) 2019. Gudai Hanyu (shang xia ce). Beijing: Beijing Daxue Chubanshe.
Woesler Martin (ed.) 2023. Reader Classical Chinese – Selected Texts, Bochum: European University Press [free e-book copies provided]
III. Additional information
1. Teaching and learning methods and activities to enable students to achieve the intended course learning outcomes (please indicate the appropriate methods and activities with a tick and/or suggest different methods)
Teaching and learning methods and activities X
Lecture with a multimedia presentation
Interactive lecture X
Problem – based lecture X
Discussions
Text-based work X
Case study work
Problem-based learning
Educational simulation/game
Task – solving learning (eg. calculation, artistic, practical tasks)
Experiential work
Laboratory work
Scientific inquiry method
Workshop method
Project work
Demonstration and observation
Sound and/or video demonstration
Creative methods (eg. brainstorming, SWOT analysis, decision tree method, snowball technique, concept maps)
Group work X
Other (please specify) – translation exercises X
2. Assessment methods to test if learning outcomes have been achieved (please indicate with a tick the appropriate methods for each LO and/or suggest different methods)
Assessment methods Course learning outcome symbol
_01 _02 _03 _04 _05 _06
Written exam X X X X X X
Oral exam
Open book exam
Written test
Oral test
Multiple choice test X X X X X X
Project
Essay
Report
Individual presentation X X X X X X
Practical exam (performance observation)
Portfolio
Other (please specify) - writing translations of selected texts X X X X
…
3. Student workload and ECTS credits
Activity types Mean number of hours spent on each activity type
Contact hours with the teacher as specified in the study programme 60
Independent study* Preparation for classes 20
Reading for classes 20
Essay / report / presentation / demonstration preparation, etc.
Project preparation 0
Term paper preparation
Exam preparation 30
Other (please specify) –writing translations of selected texts 50
…
Total hours 180
Total ECTS credits for the course 6
4. Assessment criteria in accordance with AMU in Poznan’s grading system: Very good (bdb; 5,0): very good awareness of the development of Chinese language; very good knowledge of cultural, philosophical and social contexts; very good ability to understand and translate texts written in classical Chinese, very good knowledge of the differences between classical and modern Chinese, no problems with reading texts written in traditional Chinese characters; Good plus (db+; 4,5): few shortcomings in comparison with the above; Good (db; 4,0): wider range of shortcomings; good ability to understand and translate texts written in Classical Chinese; good knowledge of the differences between Classical and Modern Chinese; occasional problems with reading texts written in traditional Chinese characters; Satisfactory plus (dst+; 3,5): sufficient awareness of the development of Chinese language; poor knowledge of cultural, philosophical and social contexts; sufficient ability to understand and translate texts written in classical Chinese; sufficient knowledge of the differences between classical and modern Chinese; Satisfactory (dst; 3,0): sufficient awareness of the development of Chinese language; poor knowledge of cultural, philosophical and social contexts; poor ability to understand and translate texts written in classical Chinese; poor knowledge of the differences between classical and modern Chinese; Unsatisfactory (ndst; 2,0): lack of awareness of the development of Chinese language; insufficient understanding of cultural, philosophical and social contexts; insufficient ability to understand and translate texts written in Classical Chinese, lack of knowledge of the differences between Classical and Modern Chinese.
- ↑ Lunyu 12/11
- ↑ Mencius 5A/5
- ↑ Mencius 1A/2
- ↑ Guoyu
- ↑ Sunzi, Bingfa 1/2/6
- ↑ Mencius 3A/1
- ↑ Mencius 5A/5
- ↑ Zhuangzi 1.2.1
- ↑ Mencius 3A/1
- ↑ Zhuangzi 17.7.3
- ↑ Xinxu Cishe 6
- ↑ Guodian Yucong 1.9, zitiert nach Thesaurus Linguae SericaeTemplate:Toter Link
- ↑ Yanzi Chunqiu 1/12/1
- ↑ Mencius 6A/6
- ↑ Mencius 3A/1
- ↑ Mencius 3A/4
- ↑ Mencius 7B/29
- ↑ Mencius 1A/1
- ↑ Mencius 2B/11
- ↑ Lunyu 11/17
- ↑ Guoyu 2/15
- ↑ Mencius 3B/6
- ↑ Zhanguoce 26/11/2, zitiert nach Thesaurus Linguae SericaeTemplate:Toter Link
- ↑ Lunyu 5/21
- ↑ Han Feizi 27/4
- ↑ Mencius 1A/7
- ↑ Lunyu 3/2
- ↑ Daodejing 56/1
- ↑ Mao-Kommentar zu Shi Jing 43
- ↑ Mozi 4/1