Interview Univerlag 2022

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Frage von Frau Müller, Antworten von Herrn Woesler.

1. Warum kam es 2014 zu einer Ausgründung?

Der "Bochumer Universitätsverlag, GmbH" wurde schon am 1.7.1999 aus der Universität ausgegründet, seit dem 8.4.2014 firmiert er auch unter dem Namen „Westdeutscher Universitätsverlag, GmbH“.

Der damalige Rektor der RUB, Prof. Dietmar Petzina, kannte unsere Buchreihe "Zeitzeugen - Zeitdokumente", mit der wir neben dem Studium die letzten lebenden Zeitzeugen, die den 2. Weltkrieg in Bochum, dem Ruhrgebiet oder Deutschland miterlebt hatten, in ihrer eigenen Sprache dokumentierten.

Als ich promovierte, lud er mich zur Eröffnungsveranstaltung für die Erstsemester ins Audimax ein, wo ich als Vertreter der erfolgreichen Absolventen eine Art Valedictorian-Rede halten durfte. Ich überreichte ihm ein paar Bände der Zeitzeugen-Reihe. Später, als es um die genaue Ausgründungsart ging, kamen wir überein, dass wir als Nachfolger des aufgelösten Universitätsverlags Dr. Norbert Brockmeyer durch Ausgründung offizieller Universitätsverlag der Ruhr-Universität Bochum werden sollten.

Für die Ausgründung habe ich einen Antrag für das Landesministerium für Forschung etc. im Rahmen des "Programms zur finanziellen Absicherung von Unternehemensgründungen aus Hochschulen" geschrieben, den Prof. Schwerdtfeger von Seiten der RUB verantwortete und den das Landesministerium bewilligte. Mit der Förderung wurde ich zwei Jahre (1.1.1998-31.12.1999) wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sprachlehrforschung in der Fakultät für Philologie. Dort lehrte und forschte ich dann. Zudem lud mich der Harvard-Professor Dr. Leo Ou-fan Lee, als er von meiner Doktorarbeit über den chinesischen Essay erfuhr, für ein Jahr an die dortige Universität als Research Associate ein. Dort habe ich neben Forschung zu Literatur auch den Universitätsverlag der Harvard-Universität angeschaut. Dieser ist zwar Teil der Universität, aber eigenständig, insbesondere finanziell unabhängig durch den Buchverkauf und in diesem Fall durch Stiftungskapital, dessen Zinsen im Idealfall den laufenden Betrieb decken. In Amerika sind alle Universitätsverlage gesetzlich gemeinnützig und von der Mehrwertsteuer befreit. Tatsächlich war die Harvard University Press ein Vorbild für die Gründung des Universitätsverlags, die dann im unmittelbaren Zusammenhang mit meinem Amerika-Aufenthalt erfolgte.

Wir erstellten das Telefonverzeichnis der Universität und stellten es kostenfrei allen Universitäts-Mitarbeiter*innen zur Verfügung. Wir stellten uns bei Professor*innen, Lehrstühlen, Instituten/Seminaren, Fakultäten und Gremien wie dem AStA vor und vereinbarten Kooperationen, die darauf ausgerichtet waren, möglichst preiswerte aber qualitativ hochwertige Veröffentlichungs-Möglichkeiten zu schaffen. Es bildete sich eine Qualitätssicherungs-Kommission aus RUB-Professoren. Viele Institute und Herausgeber-Gremien vereinbarten mit uns die Herausgabe von Buchreihen oder Fachzeitschriften.

Doktorand*innen haben in Deutschland Veröffentlichungspflicht. Inzwischen veröffentlichen viele, ermutigt von Hochschulschriftenstellen, ihre Arbeit im Internet. Der Bochumer Universitätsverlag bietet seit 1999 (seit 2014 auch unter dem Namen „Westdeutscher Universitätsverlag“) Doktorand*innen, die mit ihrer Dissertation bei beiden Gutachtern die Bestnote erreicht haben, einen kostenfreien Druck ihrer Dissertation an sowie die Möglichkeit einer Hybrid-Publikation (Buch und Internet) oder reinen Online-Publikation. So werden junge RUB-Doktorand*innen gefördert.

2. Wo liegen Vor-/Nachteile?

Ich vermute, dass die Frage darauf abzielt, ob ein Universitätsverlag rechtlich besser innerhalb oder außerhalb seiner Universität angesiedelt sein soll. Diese Frage haben wir schon vor Verlagsgründung beantwortet, indem wir bewusst auf das Modell einer Neugründung als Ausgründung gesetzt haben. Natürlich war dies nur möglich, da das Know-How schon zuvor vorhanden war, da die Mitarbeiter*innen schon vorher in einem anderen kleinen Verlag arbeiteten, der auch bis heute noch besteht. Die über 20-jährige Erfolgsgeschichte des Bochumer Universitätsverlags beweist, dass ein Universitätsverlag auch auf eigenen Füßen stehen kann (Uni-Ausgründung und GmbH) und nicht Teil der Universität sein muss.

Viele An-Institute und Ausgründungen benötigen rechtliche Unabhängigkeit, um Marktanforderungen gerecht zu werden und schnell und flexibel auf Veränderungen im Markt reagieren zu können. Insbesondere im Buch- und Zeitschriftenwesen hat die Disruption der Digitalisierung ganze Lieferketten zerstört, wie das Beispiel Amazon zeigt. Hier ist der Universitätsverlag an vorderster Front mit dabei, bietet ausgewählte Bücher und E-Bücher auch über Amazon und für das Kindle-Format an, hat schon 2009 ein Buch vorgestellt, das, wenn man es mit Google Glass oder einer Smartphone-Kamera liest, per QR code passende Videos etc. dazu liefert. Der Universitätsverlag ist auch technisch weltweit mit führend, Publikationen als Campuslizenzen per IP range anzubieten. Der Universitätsverlag unterstützt und praktiziert auch Open Access, entwickelt hier aber faire Finanzierungsmodelle, die nicht zu Lasten von Qualität oder von subventionierenden Institutionen gehen. Im Verbund mit anderen Wissenschaftsverlagen und einem Bibliotheksverbund wird ein sogenanntes „Siegel“ entwickelt, mit dem die Bibliotheken im deutschsprachigen Raum noch einfacher das gesamte Verlagsprogramm des Universitätsverlags elektronisch für ihre Leser anbieten können.

Unsere rechtliche Unabhängigkeit bietet unter anderem den Vorteil, dass wir selbst entscheiden können, welche Bücher und Zeitschriften wir veröffentlichen, wir schulden niemandem Gefälligkeiten und brauchen auch, um etwa das Beispiel einer Anordnung des Kanzlers zu bemühen, der uns auffordert, die Streitschrift mit wissenschaftlichem Anspruch eines RUB-Professors zum Thema „Studiengebühren“ aus dem Programm zu nehmen, nicht folgen. Stattdessen können wir unabhängige Qualitätsstandards definieren, etablieren und diese auch auf der Convention der Universitätsverlage auf der Frankfurter Buchmesse und in Vereinigungen wie der Association of University Presses international auszutauschen und voranzubringen.

Wir sehen uns auch als die Visitenkarte der Universität: Die exzellente Doktorandenarbeit der RUB spiegelt sich in den überproportional vielen Dissertationen wider, die bei uns erscheinen.

Wir machen auch das Profil der Universität national und international sichtbar. Alle Fakultäten sind in unserem Verlagsprogramm abgebildet.

Vorteile im Falle, wenn wir nicht ausgegründet sondern Teil der Universität wären, sehen wir nicht. Viele Universitäten sind nicht den Weg der Ausgründung gegangen, sondern haben ihre Hochschulschriften-Stellen, die sie oft innerhalb der Universitätsbibliotheken hatten, in „Universitätsverlage“ umbenannt. Sie produzieren Kosten und haben keinen Anreiz, durch strategische Programm-Politik, Qualität und Innovation wirtschaftlich tragfähig zu werden. Sie beschäftigen sich nicht mit den Inhalten der eingereichten Doktorarbeiten, machen kein zielgruppenspezifisches Marketing, übernehmen keine Katalysator-Funktion als Schnittstelle zwischen Universität und Öffentlichkeit etc.

3. Gehören Sie weiterhin zum mittelbaren Organisationsgefüge der RUB?

Wir sehen uns natürlich als das Herzstück der Universität. Wo gibt es eine bessere Schnittstelle zwischen Universität und Gesellschaft, für den Kontakt zwischen den Forschern der Universität, Forschern anderer Universitäten und Fachlesern in der ganzen Gesellschaft und auf der ganzen Welt? Ob dies juristisch als „mittelbar“, „unmittelbar“ oder sonst wie definiert wird, ist unwichtig. Natürlich sind wir organisatorisch schon allein durch die etwa zwei Dutzend Kooperationsvereinbarungen mit Professoren, Lehrstühlen, Instituten/Seminaren, Fakultäten, dem AStA etc. eingebunden, aber vor allem auch in der Qualitätssicherung durch die Qualitätssicherungs-Kommission, die aus RUB-Professoren besteht.

Viele Firmen leiten ihre Philosophie aus ihrem Gründungsauftrag ab, so auch der Universitätsverlag: Die Forschungs-Ergebnisse der RUB-Absolvent*innen und Wissenschaftler*innen regional, überregional, national und international bekannt zu machen. Und dies haben wir eindrucksvoll geschafft mit über 500 Publikationen und 5 anerkannten Fachzeitschriften, die sich überall auf der Welt in Fachbibliotheken finden und ein weltweites Echo finden.

Mit diesem Gründungsauftrag erfüllen wir übrigens eine ganz ähnliche Rolle wie die Pressestelle der Universität, die ja mit ihren Publikationen und in der Regel kürzeren Medienformaten eine ganz ausgezeichnete Arbeit macht. Die Pressestelle hat natürlich stärkere Möglichkeiten der Entwicklung einer eigenen Narrativik, wohingegen der Universitätsverlag auf die (Spitzen-)leistungen der RUB-Absolvent*innen und -Wissenschaftler*innen angewiesen ist, aber hier mit entsprechenden Förderprogrammen zu Exzellenz anregt.

4. Wie finanziert sich der Westdeutsche Universitätsverlag?

Der Verlag finanziert sich wie fast jeder Verlag weltweit durch den Verkauf von Büchern, Zeitschriften in Print und elektronischer Form sowie durch Druckkostenzuschüsse von Forschungsgemeinschaften, Stiftungen, Vereinen etc. (in Deutschland auch von der VG Wort). So wie die Universität haben wir einen „Verein der Freunde und Förderer“ (hier „des Bochumer Universitätsverlags“). Die Freunde und Förderer des Bochumer Universitätsverlags unterstützen insbesondere gemeinnützige Aktionen des Verlags (Büchertische bei Konferenzen, Zur-Verfügung-Stellung von Konferenzbänden schon bei Konferenzbeginn, Förderung von Nachwuchswissenschaftlern und innovativen Formen der Forschung – etwa unter Einbezug von Studierenden, in Clustern mit außeruniversitären Partnern, in Forschungsverbünden etc.) seit seiner Gründung.

Selbstverständlich könnte jeder Universitätsverlag in Deutschland so wie wir ohne Subventionen auskommen und sich allein durch den Erfolg seiner Publikationen finanzieren. Wir verstehen uns also durchaus als privatwirtschaftliches Modell eines wissenschaftlichen, akademischen Universitätsverlags. Auf dieses erfolgreiche Modell darf die Universität stolz sein, es erweitert die Vielfalt der deutschen Universitätsverlags-Landschaft und zeigt alternative Wege auf. Wir engagieren uns auch stark für die Kooperation zwischen Universitätsverlagen. Wir waren sowohl Gründungsmitglied der Association of University Presses als auch der Association of European University Presses. Nur bei letzterer haben wir die interessante Erfahrung gemacht, dass wir, sobald wir unser tragfähiges Konzept einer rein auf den Erfolg von Publikationen basierendes Wirtschaftsmodell anderen Universitätsverlagen vorstellen, gebeten wurden, dies bloß nicht publik zu machen, da beinahe alle Universitätsverlage in Deutschland keine GmbH-Ausgründungen aus Universitäten sind, sondern sich oft zu 100% subventionieren lassen. Es wurde argumentiert, wenn die Universitätsleitungen anderer Universitäten wüssten, dass sich ein Universitätsverlag sich auch allein durch seine erfolgreiche Arbeit finanzieren kann, diese vielleicht auf die Idee kämen, auch den jeweils eigenen Universitätsverlagen etwas mehr Eigenverantwortung zu übertragen. Auch unser Vorschlag, die Peer Review-Formulare durch Informationsaustausch untereinander zu standardisieren, stieß auf breite Ablehnung, da die anderen Universitätsverlage Qualitätssicherung als einen unnötigen zusätzlichen Arbeitsaufwand sahen. Hier hat sich die deutsche Universitätsverlagslandschaft von international anerkannten Evaluierungsverfahren abgekoppelt. Dementsprechend sind es auch meist 2-3 Mann-Betriebe, die in keiner Weise mit den renommierten amerikanischen Universitätsverlagen zu vergleichen sind.

Die Universitätsbibliotheken bedienen gegenüber den Universitätsleitungen gerne das Narrativ, ein Universitätsverlag sei grundsätzlich ein kostspieliges Verlustgeschäft und die Universität müsse, wenn sie sich denn den Luxus eines Universitätsverlags leisten wolle, dafür tief in die Tasche greifen. Dabei sehen wir dann oft verbeamtete Bibliotheksangestellte, die früher (oder auch mit halben Stellen weiterhin) für die Hochschulschriftenstelle der Universitätsbibliothek zuständig sind. Diese Hochschulschriftenstellen haben dann, weil man von den erfolgreichen amerikanischen Universitätsverlagen gehört hatte und sich auch mit einem „Universitätsverlag“ schmücken wollte, diese Bezeichnung zusätzlich verliehen bekommen.

Die Mitarbeiter*innen dieser „Universitätsverlage“ kommen jedoch nicht aus der freien Wirtschaft, noch nicht einmal aus dem Verlagswesen, sondern aus dem öffentlich finanzierten Bibliothekswesen. Außerdem interpretieren sie die Veröffentlichungspflicht für Dissertationen oft so, dass sie die Datei ins Internet stellen, mit Datenbanken verknüpfen und damit veröffentlicht haben. Diese sogenannten 'Universitätsverlage' versuchen sich von wirtschaftlich rentablen Universitätsverlagen abzugrenzen, indem sie behaupten, diese seien "kommerziell". Tatsächlich sind natürlich auch die wirtschaftlich rentablen Universitätsverlage nicht kommerziell orientiert, sondern wissenschaftlich, ihre Mission ist es, die Forschungsergebnisse der Universität zu verbreiten. Die Qualität und Größe, die Universitätsverlage in den USA und die der Westdeutsche Universitätsverlag erreicht haben, ist eben nur zu erreichen, wenn man sich als echter Verlag auf dem internationalen Markt etabliert und nicht mit 100% Subventionen ständigen Fehlanreizen ausgesetzt sieht.

Dies unterscheidet sich ganz grundlegend von Universitätsverlagen, wie man sie zum Beispiel in der von uns mitgegründeten Association of University Presses und vor allem in den USA sieht. Dort erscheint eine Dissertation nur dann, wenn sie lesbar ist und somit eine Leserschaft findet. Das bedeutet ebenso, dass die veröffentlichten Dissertationen oft noch einmal gemäß der Markt- und der Lektoratsanforderungen umgeschrieben werden, bevor sie veröffentlicht werden. Es bedeutet auch, dass die Veröffentlichung einer Dissertation in einem Universitätsverlag eine qualitative Auszeichnung ist, die z.B. in den USA den Karriereweg für Universitäts-Professuren erst eröffnet (first book, second book). In Deutschland wiehert da gerne der Amtsschimmel und schreibt vor, dass die Veröffentlichungspflicht nur dann erfüllt ist, wenn die Arbeit so wie eingereicht (und ggf. unter Berücksichtigung von wissenschaftlichen Änderungsauflagen) veröffentlicht wird. Statt also möglichst verständlich zu schreiben und damit Fachleser und interessierte Laien anzusprechen, erscheinen Dissertationen in Deutschland oft bewusst in Ausblendung von Leserinteressen in einer unverständlichen Fachsprache, hier scheinen sogar die Fehlanreize so gesetzt zu sein, dass am besten nur noch Gutachter*innen und der*die Autor*in selbst versteht, was er*sie da schreibt.

Natürlich gibt es noch idealere Finanzierungsmodelle. So haben wir uns bei der Gründung die Harvard University Press zum Vorbild genommen, die sich komplett durch einen Stiftungsbetrag finanziert. Da unser Universitätsverlag auf die Ewigkeit hin angelegt ist, sollte früher oder später eine Orientierung weg von der beinahe rein umsatzabhängigen Finanzierung hin zu einer Gemischtfinanzierung mit einem Stiftungsanteil bewegen, insbesondere für die Segmente „Archiv-Funktion“, „Verbreitung“, „Vernetzung“, „Professionalisierung“, „Qualitätssicherung“, „Nachhaltigkeit“ und „Zukunftsfähigkeit“.

5. Wer sind ihre Auftraggeber? Ist nur die Rub Auftraggeber oder gibt es noch andere?

Unsere Autor*innen sind ausschließlich RUB-Autor*innen, als Auftraggeber treten häufig auch kleinere Organisationseinheiten der Universität auf.

Daher unterscheiden wir uns natürlich etwas von der typischen Ausgründung, die ihre Auftraggeber möglichst diversifizieren will, um wirtschaftliche Abhängigkeiten zu vermeiden. Da also eine systemische Bedingheit besteht, begrüßt der Universitätsverlag es natürlich, wenn, wie z.B. nach Gründung geschehen, der Universitätsrektor in einem Rundschreiben an die Professorenschaft auf die Möglichkeit einer Publikation im eigenen Universitätsverlag (neben anderen Verlagen) besonders aufmerksam macht. Natürlich gäbe es auch weitere Möglichkeiten der Förderung und des Ausbaus des gegenseitigen Nutzens, etwa durch logistische Unterstützung seitens der Universität mit Servern, Email-Adressen, Telefon- und Faxnummern, Räumlichkeiten etc. – solange hier nur das bestehende Geschäftsmodell unterstützt wird (mehr und bessere Publikationen) und keine Abhängigkeiten geschaffen werden, die Fehlanreize bieten könnten. Das Wichtigste ist natürlich, dass die inhaltliche Unabhängigkeit der Publikationen sichergestellt bleibt.

6. Wie sieht die Zusammenarbeit mit der RUB aus?

Es gibt annäherend zwei Dutzend Kooperationsvereinbarungen auf verschiedensten Ebenen. Wir beschäftigen beinahe ausschließlich RUB-Studierende und –Absolvent*innen. Wir bieten der Universität an, von unserem weltweit mit führenden Know How insbesondere im Bereich der elektronischen Wissenschafts-Publikation zu profitieren.

Hier sehen wir zukünftig insbesondere in folgenden Bereichen Möglichkeiten der Zusammenarbeit:

  • Was gilt heute als Wissen und wo entsteht es? (z.B. Akzeptanz „alternativer Fakten“)
  • Wie können wir Wissensvermittlung im Post-Amazon-Zeitalter organisieren (und wirtschaftlich finanzieren statt zu subentionieren)?
  • Welche neuen Plattformen des Wissens-Austausches müssen entwickelt werden, wie können Formate/Standards nachhaltig sein (VR)?
  • Wie kann Künstliche Intelligenz in die Wissens-Erwerb/-Vermittlung etc. eingebunden werden?
  • Wie verändert sich das Leseverhalten, der Umgang mit Information, die Epistemologie und Literaturrecherche (insbesondere in Bezug auf die Rolle von Expertenwissen und Künstlicher Intelligenz bzw. Systematic Review-Vorgaben)?
  • Wie sieht eine Informations-Infrastruktur einer zukünftigen Universität aus?
  • Wie kann man den Universitätsverlag systemisch noch enger in die Prozesse der Universität integrieren?
  • Wie sieht die Universität der Zukunft aus?