Education in Dictatorships
Einführung
In kurzlebigen Diktaturen scheint Bildung nicht logisch oder letztbegründbar sein zu müssen. Wir beschäftigungen uns mit langlebigen Diktaturen. Ihr Bildungssystem enthält offensichtliche innere Widersprüche, ist manipulativ, restriktiv bis zu Gehirnwäsche und produziert doch eine Generation von Arbeitskräften, die global anschlussfähig sein sollen. Wie lebt es sich als Intellektueller mit einer ‚Schere im Kopf‘? Welche gruppendynamischen und massenpsychologischen Effekte, welche individuellen Erklärungsmuster sorgen für ein kollektives Hinnehmen offensichtlicher Paradoxa und sogar für ein offenes Bekenntnis zum Parteimitglied? Kann Forschung und Lehre ohne Freiheit stattfinden? Inwieweit ist der Trend westlicher Industriegesellschaften, Nachrichten durch Algorithmen nach persönlichen Vorlieben vorzuselektieren und somit fiktive Parallelwelten zu erschaffen, vergleichbar mit Strukturen in Diktaturen?
Sitzungsplan (Zeiten und Orte)
03.05.2017, D.492 Organisatorisches – Einführung: Gehirnwäschen-Bildung in langlebiger Diktatur 17.05.2017, 1.203 Betroffenen-Perspektive (Schere im Kopf, Rollenspiel) 31.05.2017, D.476 Wie Wirtschaftserfolg/globale Anschlussfähigkeit trotz gefilterter/zensierter Bildung? 07.06.2017, D.476 Kollektives Hinnehmen (Gruppendynamik/Massenpsychologie) bis hin zu offene Unterstützung 21.06.2017, 2.273 Kann Forschung und Lehre ohne Freiheit stattfinden? Gibt es Spitzenleistungen (Nobelpreise etc.) in Diktaturen? 28.06.2017, 1.203 Und wir? (Inwieweit ist der Trend westlicher Industriegesell-schaften, Nachrichten durch Algorithmen nach persönlichen Vorlieben vorzuselektieren und somit fiktive Parallelwelten zu erschaffen, vergleichbar mit Strukturen in Diktaturen?) 12.07.2017, E.110 Abschlussdiskussion