Lu Xun Complete Works/zh-de/Collections

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collections (collections)

Lu Xun (鲁迅, Lǔ Xùn, 1881–1936)


中文(原文) Deutsch

【总目录】


鲁迅全集•第一卷






鲁迅全集•第二卷






鲁迅全集•第三卷






鲁迅全集•第四卷






鲁迅全集•第五卷






鲁迅全集•第六卷






鲁迅全集•第七卷









鲁迅全集•第八卷






鲁迅全集•第九卷






鲁迅全集•第十卷






鲁迅全集•第十一卷







鲁迅全集•第十二卷






鲁迅全集•第十三卷








鲁迅全集•第十四卷






鲁迅全集•第十五卷






鲁迅全集•第十六卷







鲁迅全集•第十七卷






鲁迅全集•第十八卷






鲁迅全集•第十九卷






鲁迅全集•第二十卷

【一九三○年】




【“硬译”与“文学的阶级性”】





听说《新月》月刊团体里的人们在说,现在销路好起来了。这大概是真的,以我似的交际极少的人,也在两个年青朋友的手里见过第二卷第六、七号的合本。顺便一翻,是争“言论自由”的文字和小说居多。近尾巴处,则有梁实秋先生的一篇《论鲁迅先生的“硬译”》,以为“近于死译”。而“死译之风也断不可长”,就引了我的三段译文,以及在《文艺与批评》的后记里所说:“但因为译者的能力不够,和中国文本来的缺点,译完一看,晦涩,甚而至于难解之处也真多;倘将仂句拆下来呢,又失了原来的语气,在我,是除了还是这样的硬译之外,只有束手这一条路了,所余的惟一的希望,只在读者还肯硬着头皮看下去而已”这些话,细心地在字旁加上圆圈,还在“硬译”两字旁边加上套圈,于是“严正”地下了“批评”道:“我们‘硬着头皮看下去’了,但是无所得。‘硬译’和‘死译’有什么分别呢?”


新月社的声明中,虽说并无什么组织,在论文里,也似乎痛恶无产阶级式的“组织”、“集团”这些话,但其实是有组织的,至少,关于政治的论文,这一本里都互相“照应”;关于文艺,则这一篇是登在上面的同一批评家所作的《文学是有阶级性的吗?》的余波。在那一篇里有一段说:“……但是不幸得很,没有一本这类的书能被我看懂。……最使我感得困难的是文字,……简直读起来比天书还难。……现在还没有一个中国人,用中国人所能看得懂的文字,写一篇文章告诉我们无产文学的理论究竟是怎么一回事。”字旁也有圆圈,怕排印麻烦,恕不照画了。总之,梁先生自认是一切中国人的代表,这些书既为自己所不懂,也就是为一切中国人所不懂,应该在中国断绝其生命,于是出示曰:“此风断不可长”云。


别的“天书”译著者的意见我不能代表,从我个人来看,则事情是不会这样简单的。第一、梁先生自以为“硬着头皮看下去”了,但究竟硬了没有,是否能够,还是一个问题。以硬自居了,而实则其软如棉,正是新月社的一种特色。第二、梁先生虽自来代表一切中国人了,但究竟是否全国中的最优秀者,也是一个问题。这问题从《文学是有阶级性的吗?》这篇文章里,便可以解释。Proletary这字不必译音,大可译义,是有理可说的。但这位批评家却道:“其实翻翻字典,这个字的涵义并不见得体面,据《韦白斯特大字典》,Proletary的意思就是:A citizen of the lowest class who served the state not with property,but only by having children.……普罗列塔利亚是国家里只会生孩子的阶级!(至少在罗马时代是如此)”其实正无须来争这“体面”,大约略有常识者,总不至于以现在为罗马时代,将现在的无产者都看作罗马人的。这正如将Chemie译作“舍密学”,读者必不和埃及的“炼金术”混同,对于“梁”先生所作的文章,也决不会去考查语源,误解为“独木小桥”竟会动笔一样。连“翻翻字典”(《韦白斯特大字典》!)也还是“无所得”,一切中国人未必全是如此的罢。





但于我最觉得有兴味的,是上节所引的梁先生的文字里,有两处都用着一个“我们”,颇有些“多数”和“集团”气味了。自然,作者虽然单独执笔,气类则决不只一人,用“我们”来说话,是不错的,也令人看起来较有力量,又不至于一人双肩负责。然而,当“思想不能统一”时,“言论应该自由”时,正如梁先生的批评资本制度一般,也有一种“弊病”。就是,既有“我们”便有我们以外的“他们”,于是新月社的“我们”虽以为我的“死译之风断不可长”了,却另有读了并不“无所得”的读者存在,而我的“硬译”,就还在“他们”之间生存,和“死译”还有一些区别。


我也就是新月社的“他们”之一,因为我的译作和梁先生所需的条件,是全都不一样的。


那一篇《论硬译》的开头论误译胜于死译说:“一部书断断不会完全曲译……部分的曲译即使是错误,究竟也还给你一个错误,这个错误也许真是害人无穷的,而你读的时候究竟还落个爽快。”末两句大可以加上夹圈,但我却从来不干这样的勾当。我的译作,本不在博读者的“爽快”,却往往给以不舒服,甚而至于使人气闷,憎恶,愤恨。读了会“落个爽快”的东西,自有新月社的人们的译著在:徐志摩先生的诗,沈从文、凌叔华先生的小说,陈西滢(即陈源)先生的闲话,梁实秋先生的批评,潘光旦先生的优生学,还有白璧德先生的人文主义。


所以,梁先生后文说:“这样的书,就如同看地图一般,要伸着手指来寻找句法的线索位置”这些话,在我也就觉得是废话,虽说犹如不说了。是的,由我说来,要看“这样的书”就如同看地图一样,要伸着手指来找寻“句法的线索位置”的。看地图虽然没有看《杨妃出浴图》或《岁寒三友图》那么“爽快”,甚而至于还须伸着手指(其实这恐怕梁先生自己如此罢了,看惯地图的人,是只用眼睛就可以的),但地图并不是死图;所以“硬译”即使有同一之劳,照例子也就和“死译”有了些“什么区别”。识得ABCD者自以为新学家,仍旧和化学方程式无关,会打算盘的自以为数学家,看起笔算的演草来还是无所得。现在的世间,原不是一为学者,便与一切事都会有缘的。


然而梁先生有实例在,举了我三段的译文,虽然明知道“也许因为没有上下文的缘故,意思不能十分明了”。在《文学是有阶级性的吗?》这篇文章中,也用了类似手段,举出两首译诗来,总评道:“也许伟大的无产文学还没有出现,那么我愿意等着,等着,等着。”这些方法,诚然是很“爽快”的,但我可以就在这一本《新月》月刊里的创作──是创作


呀!──《搬家》第八页上,举出一段文字来──



“小鸡有耳朵没有?”


“我没看见过小鸡长耳朵的。”


“它怎样听见我叫它呢?”她想到前天四婆告诉她的耳朵是管听东西,眼是管看东西的。


“这个蛋是白鸡黑鸡?”枝儿见四婆没答她,站起来摸着蛋子又问。


“现在看不出来,等孵出小鸡才知道。”


“婉儿姊说小鸡会变大鸡,这些小鸡也会变大鸡么?”


“好好的喂它就会长大了,像这个鸡买来时还没有这样大吧?”



也够了,“文字”是懂得的,也无须伸出手指来寻线索,但我不“等着”了,以为就这一段看,是既不“爽快”,而且和不创作是很少区别的。


临末,梁先生还有一个诘问:“中国文和外国文是不同的,……翻译之难即在这个地方。假如两种文中的文法句法词法完全一样,那么翻译还成为一件工作吗?……我们不妨把句法变换一下,以使读者能懂为第一要义,因为‘硬着头皮’不是一件愉快的事,并且‘硬译’也不见得能保存,‘原来的精悍的语气’。假如‘硬译’而还能保存‘原来的精悍的语气’,那真是一件奇迹,还能说中国文是有‘缺点’吗?”我倒不见得如此之愚,要寻求和中国文相同的外国文,或者希望“两种文中的文法句法词法完全一样”。我但以为文法繁复的国语,较易于翻译外国文,语系相近的,也较易于翻译,而且也是一种工作。荷兰翻德国,俄国翻波兰,能说这和并不工作没有什么区别么?日本语和欧美很“不同”,但他们逐渐添加了新句法,比起古文来,更宜于翻译而不失原来的精悍的语气,开初自然是须“找寻句法的线索位置”,很给了一些人不“愉快”的,但经找寻和习惯,现在已经同化,成为己有了。中国的文法,比日本的古文还要不完备,然而也曾有些变迁,例如《史》、《汉》不同于《书经》,现在的白话文又不同于《史》、《汉》;有添造,例如唐译佛经,元译上谕,当时很有些“文法句法词法”是生造的,一经习用,便不必伸出手指,就懂得了。现在又来了“外国文”,许多句子,即也须新造,──说得坏点,就是硬造。据我的经验,这样译来,较之化为几句,更能保存原来的精悍的语气,但因为有待于新造,所以原先的中国文是有缺点的。有什么“奇迹”,干什么“吗”呢?但有待于“伸出手指”,“硬着头皮”,于有些人自然“不是一件愉快的事”。不过我是本不想将“爽快”或“愉快”来献给那些诸公的,只要还有若干的读者能够有所得,梁实秋先生“们”的苦乐以及无所得,实在“于我如浮云”。


但梁先生又有本不必求助于无产文学理论,而仍然很不了了的地方,例如他说,“鲁迅先生前些年翻译的文学,例如厨川白村的《苦闷的象征》,还不是令人看不懂的东西,但是最近翻译的书似乎改变风格了。”只要有些常识的人就知道:“中国文和外国文是不同的”,但同是一种外国文,因为作者各人的做法,而“风格”和“句法的线索位置”也可以很不同。句子可繁可简,名词可常可专,决不会一种外国文,易解的程度就都一式。我的译《苦闷的象征》,也和现在一样,是按板规逐句,甚而至于逐字译的,然而梁实秋先生居然以为还能看懂者,乃是原文原是易解的缘故,也因为梁实秋先生是中国新的批评家了的缘故,也因为其中硬造的句法,是比较地看惯了的缘故。若在三家村里,专读《古文观止》的学者们,看起来又何尝不比“天书”还难呢?





但是,这回的“比天书还难”的无产文学理论的译本们,却给了梁先生不小的影响。看不懂了,会有影响,虽然好象滑稽,然而是真的,这位批评家在《文学是有阶级性的吗?》里说:“我现在批评所谓无产文学理论,也只能根据我所能了解的一点材料而已。”这就是说:因此而对于这理论的知识,极不完全了。


但对于这罪过,我们(包含一切“天书”译者在内,故曰“们”)也只能负一部分的责任,一部分是要作者自己的胡涂或懒惰来负的。“什么卢那卡尔斯基、蒲力汗诺夫”的书我不知道,若夫“婆格达诺夫之类”的三篇论文和托罗兹基的半部《文学与革命》,则确有英文译本的了。英国没有“鲁迅先生”,译文定该非常易解。梁先生对于伟大的无产文学的产生,曾经显示其“等着,等着,等着”的耐心和勇气,这回对于理论,何不也等一下子,寻来看了再说呢。不知其有而不求曰胡涂,知其有而不求曰懒惰,如果单是默坐,这样也许是“爽快”的。然而开起口来,却很容易咽进冷气去了。

    • GESAMTINHALTSVERZEICHNIS**

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 1

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 2

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 3

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 4

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 5

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 6

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 7

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 8

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 9

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 10

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 11

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 12

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 13

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 14

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 15

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 16

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 17

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 18

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 19

Lu Xun Gesammelte Werke • Band 20

    • [1930]**
    • ["Hartübersetzung" und "Klassencharakter der Literatur"]**
    • I**

Ich hörte, dass die Leute vom Kreis der Monatszeitschrift »Xinyue« sagen, der Absatz sei jetzt besser geworden. Das ist wohl wahr, denn selbst ich, der ich äußerst wenig gesellschaftlichen Umgang pflege, habe die zusammengefasste Ausgabe der Nummern sechs und sieben des zweiten Bandes in den Händen zweier junger Freunde gesehen. Beim beiläufigen Durchblättern fanden sich hauptsächlich Texte, die für "Meinungsfreiheit" eintraten, und Romane. Gegen Ende dann ein Aufsatz von Herrn Liang Shiqiu mit dem Titel »Über Herrn Lu Xuns 'Hartübersetzung'«, der sie als "nahezu Totübersetzung" bezeichnete. Und da "der Stil der Totübersetzung keinesfalls überhandnehmen darf", zitierte er drei Abschnitte meiner Übersetzungen sowie meine Worte aus dem Nachwort zu »Literatur und Kritik«: "Aber wegen der unzureichenden Fähigkeiten des Übersetzers und der ursprünglichen Mängel der chinesischen Sprache war das Ergebnis nach Abschluss der Übersetzung tatsächlich voller dunkler und sogar schwer verständlicher Stellen; würde man die Sätze auseinandernehmen, ginge der ursprüngliche Tonfall verloren. Für mich blieb außer dieser Hartübersetzung nur der eine Weg, die Hände in den Schoß zu legen. Die einzige verbliebene Hoffnung lag nur darin, dass die Leser trotzdem bereit wären, sich mit harter Stirn durchzukämpfen." Er umkreiste diese Worte sorgfältig und setzte sogar doppelte Kreise um "Hartübersetzung", um dann "streng" seine "Kritik" zu fällen: "Wir haben uns 'mit harter Stirn durchgekämpft', aber nichts dabei gewonnen. Was ist der Unterschied zwischen 'Hartübersetzung' und 'Totübersetzung'?"

Obwohl die Xinyue-Gesellschaft in ihrer Erklärung behauptet, keinerlei Organisation zu haben, und in ihren Aufsätzen die proletarischen "Organisationen" und "Kollektive" zu verabscheuen scheint, ist sie tatsächlich organisiert - zumindest unterstützen sich die politischen Aufsätze in diesem Band gegenseitig; was die Literatur betrifft, so ist dieser Aufsatz ein Nachklang zu »Hat Literatur Klassencharakter?« desselben Kritikers. Dort heißt es: "...aber unglücklicherweise konnte ich kein einziges Buch dieser Art verstehen. ...Am schwierigsten fand ich die Sprache, ...sie zu lesen war schwerer als Hieroglyphen. ...Noch immer hat kein Chinese in einer für Chinesen verständlichen Sprache einen Aufsatz geschrieben, der uns erklärt, was die Theorie der proletarischen Literatur eigentlich bedeutet." Auch diese Worte waren umkreist - ich verzichte der Einfachheit halber darauf, sie zu zeichnen. Jedenfalls sieht sich Herr Liang als Vertreter aller Chinesen; da er diese Bücher nicht versteht, verstehen sie auch alle anderen Chinesen nicht und sollten in China zum Verschwinden gebracht werden. Daher sein Edikt: "Dieser Stil darf keinesfalls überhandnehmen."

Die Meinungen anderer Übersetzer der "Hieroglyphen" kann ich nicht vertreten, aber aus meiner persönlichen Sicht ist die Sache nicht so einfach. Erstens: Ob Herr Liang sich wirklich "mit harter Stirn durchgekämpft" hat und dazu imstande war, ist fraglich. Sich als hart zu bezeichnen, während man in Wahrheit weich wie Watte ist - das ist ein besonderes Merkmal der Xinyue-Gesellschaft. Zweitens: Ob Herr Liang wirklich die Elite der ganzen Nation repräsentiert, ist ebenfalls fraglich. Diese Frage lässt sich aus dem Aufsatz »Hat Literatur Klassencharakter?« beantworten. Das Wort "Proletariat" muss nicht lautlich übertragen werden, es kann durchaus sinngemäß übersetzt werden - das ist vernünftig. Aber dieser Kritiker sagt: "Schlägt man im Wörterbuch nach, ist die Bedeutung dieses Wortes nicht gerade schmeichelhaft. Laut Websters großem Wörterbuch bedeutet Proletariat: Ein Bürger der niedrigsten Klasse, der dem Staat nicht mit Eigentum dient, sondern nur durch Kinderzeugung. ...Das Proletariat ist die Klasse im Staat, die nur Kinder zu zeugen versteht! (Zumindest war das in der Römerzeit so.)" Tatsächlich braucht man um diese "Schmeichelei" nicht zu streiten. Jeder mit etwas gesundem Menschenverstand wird die Gegenwart nicht mit der Römerzeit verwechseln und heutige Proletarier nicht für Römer halten. Das ist so, als würde man "Chemie" als "Alchemie" übersetzen - kein Leser würde es mit der ägyptischen Goldmacherkunst verwechseln, und bei Herrn "Liangs" Aufsätzen würde niemand nach der Etymologie forschen und irrtümlich denken, eine "einfache Holzbrücke" könne zur Feder greifen. Selbst das "Nachschlagen im Wörterbuch" (Websters großes Wörterbuch!) bringt "nichts ein" - aber nicht alle Chinesen sind wohl so.

    • II**

Was mich am meisten interessiert in Herrn Liangs oben zitierten Worten ist, dass er an zwei Stellen "wir" verwendet, was einen gewissen Beigeschmack von "Mehrheit" und "Kollektiv" hat. Natürlich schreibt der Autor zwar allein, aber Gleichgesinnte gibt es bestimmt nicht nur einen, und "wir" zu sagen ist nicht falsch - es wirkt kraftvoller und vermeidet individuelle Verantwortung. Doch wenn "Gedanken nicht vereinheitlicht werden können" und "Meinungen frei sein sollen", gibt es - wie bei Herrn Liangs Kritik des Kapitalismus - auch einen "Makel". Nämlich: Gibt es ein "wir", gibt es auch die "anderen" außerhalb von uns. So mag das "wir" der Xinyue-Gesellschaft meinen "Totübersetzungsstil" für nicht tolerierbar halten, doch es gibt andere Leser, die nicht "nichts dabei gewinnen", und meine "Hartübersetzung" lebt unter "ihnen" weiter und unterscheidet sich noch etwas von "Totübersetzung".

Ich bin auch einer der "anderen" der Xinyue-Gesellschaft, denn meine Übersetzungsarbeit entspricht völlig anderen Bedingungen als denen, die Herr Liang fordert.

Am Anfang des Aufsatzes »Über Hartübersetzung« wird argumentiert, dass fehlerhafte Übersetzung besser sei als Totübersetzung: "Ein Buch wird niemals völlig falsch übersetzt ...Selbst wenn partielle Fehlübersetzung ein Fehler ist, gibt sie einem doch wenigstens einen Fehler. Dieser Fehler mag wahrhaft endlos schädlich sein, aber beim Lesen ist es wenigstens erfrischend." Die letzten beiden Sätze könnte man durchaus umkreisen, aber ich betreibe nie solche Machenschaften. Meine Übersetzungen zielen nicht darauf ab, den Lesern "Erfrischung" zu bieten, sondern machen oft Unbehagen, sogar Verdruss, Abscheu und Zorn. Was "erfrischend" zu lesen ist, dafür gibt es die Übersetzungen der Xinyue-Leute: Herrn Xu Zhimos Gedichte, die Romane der Herren Shen Congwen und Ling Shuhua, Herrn Chen Xiying (alias Chen Yuan) Plaudereien, Herrn Liang Shiqius Kritiken, Herrn Pan Guangdans Eugenik und Herrn Babbitts Humanismus.

Daher sind Herrn Liangs spätere Worte: "Solche Bücher zu lesen ist wie Kartenlesen - man muss den Finger ausstrecken, um die syntaktischen Verbindungslinien zu finden" für mich nur leeres Gerede, als hätte er nichts gesagt. Ja, nach meiner Ansicht erfordert das Lesen "solcher Bücher" wie das Kartenlesen das Ausstrecken des Fingers, um "syntaktische Verbindungspositionen" zu finden. Obwohl Kartenlesen nicht so "erfrischend" ist wie das Betrachten von "Yang Guifei beim Bad" oder "Drei Freunde im Winter" und sogar das Ausstrecken des Fingers erfordert (was wahrscheinlich nur Herr Liang so macht - wer Karten zu lesen gewohnt ist, braucht nur die Augen), sind Karten keine toten Bilder. So unterscheidet sich "Hartübersetzung", selbst wenn sie dieselbe Mühe kostet, naturgemäß in "etwas" von "Totübersetzung". Wer ABCD kann, hält sich für einen modernen Gelehrten, hat aber nichts mit chemischen Formeln zu tun; wer rechnen kann, hält sich für einen Mathematiker, versteht aber schriftliche Rechnungen nicht. In der heutigen Welt ist es nicht so, dass ein Gelehrter mit allem in Verbindung steht.

Doch Herr Liang hat konkrete Beispiele, er führt drei Abschnitte meiner Übersetzungen an, obwohl er weiß, dass "vielleicht wegen des fehlenden Kontexts der Sinn nicht ganz klar werden kann". In »Hat Literatur Klassencharakter?« verwendet er ähnliche Methoden, führt zwei übersetzte Gedichte an und urteilt zusammenfassend: "Vielleicht ist die große proletarische Literatur noch nicht erschienen, dann will ich warten, warten, warten." Diese Methoden sind gewiss sehr "erfrischend", aber ich kann aus demselben Heft der »Xinyue«-Zeitschrift ein Stück kreativen Schaffens - es ist kreatives Schaffen! - auf Seite acht von »Umzug« anführen:

"Haben Küken Ohren?" "Ich habe nie gesehen, dass Küken Ohren haben." "Wie hören sie dann, dass ich sie rufe?" Sie dachte an das, was die vierte Tante vorgestern gesagt hatte: Ohren sind zum Hören da, Augen zum Sehen. "Ist dieses Ei von einem weißen oder schwarzen Huhn?" Als die vierte Tante nicht antwortete, stand Zhi'er auf, berührte das Ei und fragte wieder. "Das kann man jetzt nicht sehen, man weiß es erst, wenn das Küken schlüpft." "Schwester Wan'er sagt, Küken werden zu großen Hühnern. Werden diese Küken auch zu großen Hühnern?" "Wenn man sie gut füttert, werden sie groß, oder war dieses Huhn nicht kleiner, als wir es kauften?"

Das genügt. Die "Sprache" ist verständlich, man braucht auch nicht den Finger auszustrecken, um Verbindungen zu finden, aber ich "warte" nicht mehr und finde diesen einen Abschnitt weder "erfrischend" noch sehr verschieden von Nicht-Kreativität.

Abschließend stellt Herr Liang noch eine Frage: "Chinesisch und Fremdsprachen sind verschieden ...Die Schwierigkeit des Übersetzens liegt genau hier. Wenn Grammatik, Syntax und Wortlehre zweier Sprachen völlig gleich wären, wäre Übersetzen dann noch Arbeit? ...Wir können die Syntax durchaus ändern, um Verständlichkeit als oberste Maxime zu setzen, denn 'sich mit harter Stirn durchkämpfen' ist kein Vergnügen, und 'Hartübersetzung' bewahrt auch nicht unbedingt 'den ursprünglichen kraftvollen Tonfall'. Wenn 'Hartübersetzung' wirklich 'den ursprünglichen kraftvollen Tonfall' bewahren könnte, wäre das ein Wunder - könnte man dann noch sagen, Chinesisch habe 'Mängel'?" Ich bin nicht so töricht zu erwarten, Fremdsprachen zu finden, die dem Chinesischen gleichen, oder zu hoffen, dass "Grammatik, Syntax und Wortlehre zweier Sprachen völlig gleich" seien. Ich denke nur, dass Sprachen mit komplexer Grammatik leichter zu übersetzen sind, verwandte Sprachfamilien ebenfalls, und dass es auch Arbeit ist. Holland ins Deutsche zu übersetzen, Russisch ins Polnische - kann man sagen, das unterscheide sich nicht von Nicht-Arbeit? Japanisch ist von europäischen Sprachen sehr "verschieden", aber sie haben allmählich neue Syntax hinzugefügt, wodurch es im Vergleich zur klassischen Sprache geeigneter wurde für Übersetzungen ohne Verlust des ursprünglichen kraftvollen Tonfalls. Anfangs musste man natürlich "syntaktische Verbindungspositionen suchen", was manchen "Verdruss" bereitete, aber durch Suchen und Gewöhnung ist es nun assimiliert und zu Eigenem geworden. Chinesische Grammatik ist noch unvollständiger als die japanische klassische Sprache, hat aber auch Wandlungen erfahren - zum Beispiel unterscheiden sich die »Aufzeichnungen des Großhistorikers« und die »Han-Annalen« vom »Buch der Urkunden«, und die heutige Umgangssprache unterscheidet sich wieder von den »Aufzeichnungen des Großhistorikers« und den »Han-Annalen«. Es gab Hinzufügungen, wie bei den Tang-Übersetzungen buddhistischer Sutren und den Yuan-Übersetzungen kaiserlicher Erlasse - damals waren viele "grammatische, syntaktische und lexikalische" Formen Neuschöpfungen, die nach Gewöhnung keines Fingerausstreckens mehr bedurften. Nun kommt wieder "Fremdsprachiges", viele Sätze müssen neu geschaffen werden - oder schlecht gesagt: hart geschaffen. Nach meiner Erfahrung bewahrt solches Übersetzen im Vergleich zu Aufteilungen in mehrere Sätze besser den ursprünglichen kraftvollen Tonfall, aber da Neuschöpfung nötig ist, hat das ursprüngliche Chinesisch Mängel. Was für ein "Wunder", was für ein "denn"? Dass es des "Fingerausstreckens" und "harter Stirn" bedarf, ist für manche naturgemäß "kein Vergnügen". Aber ich wollte nie "Erfrischung" oder "Vergnügen" jenen Herren darbieten - solange noch einige Leser etwas gewinnen können, sind Herrn Liang Shiqius "und Konsorten" Freud und Leid sowie ihr Nicht-Gewinnen mir wahrlich "wie vorüberziehende Wolken".

Aber Herr Liang hat auch Stellen, die ohne Rückgriff auf proletarische Literaturtheorie dennoch sehr unverständlich bleiben. Er sagt zum Beispiel: "Herrn Lu Xuns Übersetzungen der Literatur vor einigen Jahren, wie Kuriyama Hakumuras »Symbol der Pein«, waren noch nicht unverständlich, aber die kürzlich übersetzten Bücher scheinen den Stil geändert zu haben." Jeder mit etwas gesundem Menschenverstand weiß: "Chinesisch und Fremdsprachen sind verschieden", aber selbst in derselben Fremdsprache können "Stil" und "syntaktische Verbindungspositionen" je nach Autor sehr unterschiedlich sein. Sätze können kompliziert oder einfach sein, Substantive gewöhnlich oder fachspezifisch - keinesfalls ist in einer Fremdsprache der Schwierigkeitsgrad einheitlich. Meine Übersetzung von »Symbol der Pein« folgte wie heute starr Satz für Satz, sogar Wort für Wort, doch Herr Liang Shiqiu fand sie noch verständlich - das lag daran, dass der Originaltext leicht verständlich war, auch daran, dass Herr Liang Shiqiu ein neuer chinesischer Kritiker geworden war, und auch daran, dass die darin hart geschaffene Syntax verhältnismäßig gewohnt war. Für Gelehrte in entlegenen Dörfern, die nur die »Betrachtungen klassischer Texte« lesen, wäre es schwerer als "Hieroglyphen" gewesen.

    • III**

Diese "schwerer als Hieroglyphen" zu lesenden Übersetzungen proletarischer Literaturtheorie haben jedoch Herrn Liang nicht geringen Einfluss gebracht. Nicht zu verstehen kann Einfluss haben - das klingt zwar komisch, ist aber wahr. Dieser Kritiker sagt in »Hat Literatur Klassencharakter?«: "Ich kritisiere die sogenannte proletarische Literaturtheorie jetzt nur aufgrund des wenigen Materials, das ich verstehen konnte." Das heißt: Seine Kenntnis dieser Theorie ist dadurch äußerst unvollständig geworden.

Für diese Sünde können wir (einschließlich aller "Hieroglyphen"-Übersetzer, daher "wir") nur teilweise Verantwortung übernehmen - ein Teil liegt an der eigenen Verwirrung oder Faulheit des Autors. Von "diesem Lunatscharski, Plechanow" kenne ich die Bücher nicht, aber die drei Aufsätze "dieses Bogdanow und Konsorten" und Trotzkis halbes »Literatur und Revolution« gibt es sicher in englischen Übersetzungen. England hat keinen "Herrn Lu Xun", die Übersetzungen müssen äußerst verständlich sein. Herr Liang hat für die Entstehung großer proletarischer Literatur seine Geduld und seinen Mut mit "warten, warten, warten" gezeigt - warum wartet er diesmal nicht auch bei der Theorie ein wenig, sucht sie und liest sie, bevor er spricht? Nicht zu wissen, dass es sie gibt, und nicht zu suchen, heißt Verwirrung; zu wissen, dass es sie gibt, und nicht zu suchen, heißt Faulheit. Einfach stillzusitzen mag "erfrischend" sein, aber wenn man den Mund aufmacht, schluckt man leicht kalte Luft.

Zum Beispiel jener hochtrabende Aufsatz »Hat Literatur Klassencharakter?« - die Schlussfolgerung ist, dass es keinen Klassencharakter gibt. Um Klassencharakter zu beseitigen, finde ich Herrn Wu Zhihuais "was für Marx-Murks" und irgendeines Herrn Lehre "Es gibt keine Klassen in der Welt" am saubersten. Dann würden alle Stimmen verstummen und Frieden herrschen. Aber Herr Liang ist etwas von diesem "Was-für-Marx"-Gift vergiftet, er erkennt zunächst an, dass vielerorts jetzt Kapitalismus herrscht, und unter diesem System gibt es Proletarier. Nur: Diese "Proletarier hatten ursprünglich kein Klassenbewusstsein. Einige übermäßig mitfühlende, aber extreme Führer haben ihnen diese Klassenvorstellung vermittelt", um ihre Vereinigung zu fördern und ihre Kampflust zu entfachen. Richtig, aber ich denke, die Vermittler handelten nicht aus Mitgefühl, sondern aus dem Gedanken der Weltveränderung. Außerdem kann man sich nicht einer "nicht existierenden Sache" bewusst werden oder sie entfachen - dass Bewusstsein und Entfachung möglich sind, zeigt, dass das eine ursprünglich vorhandene Sache ist. Ursprünglich vorhandene Dinge lassen sich nicht lange verbergen, so wie Galilei die Erdbewegung und Darwin die Evolution lehrten - wurden sie nicht anfangs fast von Religionsleuten verbrannt oder heftig von Konservativen angegriffen? Dass die Menschen heute diese beiden Lehren nicht für merkwürdig halten, liegt daran, dass die Erde sich letztendlich bewegt und die Lebewesen sich wirklich entwickeln. Anzuerkennen, dass etwas existiert, aber es als nicht-existent zu verbergen, erfordert außerordentliche Fertigkeiten.

Aber Herr Liang hat seine eigene Methode, Kämpfe zu beseitigen. Er meint, wie Rousseau sagte: "Eigentum ist die Grundlage der Zivilisation", also "ist ein Angriff auf das Eigentumssystem ein Widerstand gegen die Zivilisation", "ein Proletarier, wenn er vielversprechend ist, kann durch ein Leben fleißiger und ehrlicher Arbeit bestimmt einiges Eigentum erlangen. Das ist der angemessene Weg des Lebenskampfes." Ich denke, obwohl Rousseau schon 150 Jahre tot ist, wird er nicht gemeint haben, dass alle vergangene und zukünftige Zivilisation auf Eigentum basiert. (Wenn er aber Wirtschaftsbeziehungen als Basis meinte, wäre das natürlich richtig.) Griechenland und Indien hatten Zivilisation, und ihre Blütezeiten waren nicht in Eigentumsgesellschaften - das wusste er wohl; wenn nicht, war das sein Fehler. Was die "angemessene" Methode betrifft, dass Proletarier "fleißig" zu Besitzenden aufsteigen sollen, das ist die alte Lehre reicher chinesischer Großväter, wenn sie gut gelaunt sind und arme Arbeiter belehren. Praktisch gibt es noch viele "Proletarier", die jetzt "fleißig und ehrlich" eine Stufe höher zu klettern suchen. Aber das ist, bevor ihnen jemand "diese Klassenvorstellung vermittelt" hat. Einmal vermittelt, wollen sie nicht mehr einzeln klettern. Wie Herr Liang richtig sagt: "Sie sind eine Klasse, sie wollen sich organisieren, sie sind ein Kollektiv, und so ergreifen sie nicht auf gewöhnlichem Weg, sondern mit einem Sprung politische und wirtschaftliche Macht und werden mit einem Sprung zur herrschenden Klasse." Aber gibt es noch "Proletarier", die "durch fleißige und ehrliche Arbeit ein Leben lang bestimmt einiges Eigentum erlangen" wollen? Natürlich gibt es sie noch. Aber sie gelten als "noch nicht zu Reichtum gekommene Besitzende". Herrn Liangs Ratschlag wird von Proletariern ausgespuckt werden und nur noch mit Großvätern gegenseitige Bewunderung finden.

Was dann? Herr Liang meint, das sei nicht besorgniserregend. Denn "diese revolutionären Erscheinungen können nicht ewig währen. Nach natürlicher Evolution wird sich das Gesetz des Überlebens des Stärkeren wieder beweisen - die Intelligenten und Fähigen werden wieder überlegene Positionen einnehmen, Besitzlose bleiben Proletarier." Aber das Proletariat weiß wohl auch, dass "antizivilisatorische Kräfte früher oder später von zivilisatorischen Kräften besiegt werden", deshalb wollen sie "die sogenannte 'proletarische Kultur' errichten ...darin eingeschlossen Literatur und Wissenschaft."

Von hier an kommt er zur eigentlichen literarischen Kritik.

    • IV**

Herr Liang sieht den Fehler der proletarischen Literaturtheorie zunächst darin, "dass sie Klassenfesseln auf die Literatur legt", denn obwohl Kapitalist und Arbeiter verschieden sind, haben sie auch Gemeinsamkeiten - "ihre Menschlichkeit (diese beiden Worte waren ursprünglich umkreist) ist nicht verschieden", zum Beispiel haben beide Freude, Zorn, Trauer, Lust und Liebe (aber "gemeint ist die Liebe selbst, nicht die Art der Liebe"), "Literatur ist die Kunst, die diese grundlegendste Menschlichkeit ausdrückt." Diese Worte sind widersprüchlich und leer. Wenn Zivilisation auf Eigentum basiert und Arme nach oben zu klettern als "vielversprechend" gilt, dann ist Aufstieg der Hauptinhalt des Lebens, Reiche sind die Krone der Menschheit, und Literatur braucht nur die Bourgeoisie darzustellen - warum so "übermäßiges Mitgefühl" auch für "unterlegene" Proletarier zeigen? Außerdem: Wie soll das "Selbst" der "Menschlichkeit" dargestellt werden? Zum Beispiel haben chemische Eigenschaften von reinen oder gemischten Stoffen Bindungskraft, physikalische Eigenschaften haben Härte - um diese Kraft und Grade zu zeigen, braucht man zwei Stoffe. Wollte man Bindungskraft und Härte des reinen "Selbst" ohne Stoffe zeigen, gibt es solche Wundermethoden nicht; aber verwendet man Stoffe, unterscheidet sich die Erscheinung je nach Stoff. Literatur kann ohne Menschen "Natur" nicht zeigen; verwendet man Menschen, und noch dazu in Klassengesellschaften, kann man Klassenzugehörigkeit nicht vermeiden - keine "Fesselung" nötig, es ergibt sich notwendig. Natürlich: "Freude, Zorn, Trauer, Lust sind menschliche Gefühle", aber Arme haben bestimmt nicht den Verdruss bankrotter Börsengeschäfte, und wie sollte der Petroleumkönig die Bitterkeit einer Pekinger Kohlenasche sammelnden alten Frau kennen? Hungernde in Katastrophengebieten züchten wohl kaum Orchideen wie reiche Großväter, und Jiao Da aus dem Jia-Anwesen liebte auch nicht Schwester Lin. "Sirenen! Lenin!" ist sicher noch keine proletarische Literatur, aber "alle Dinge!", "alle Menschen!", "Freudiges kommt, Menschen freuen sich!" ist auch keine Literatur, die das "Selbst" der "Menschlichkeit" ausdrückt. Wenn Literatur, die die allgemeinste Menschlichkeit ausdrückt, als höchste gilt, dann müsste Literatur, die die allgemeinste Tiernatur ausdrückt - Ernährung, Atmung, Bewegung, Fortpflanzung - oder ohne "Bewegung" Literatur, die biologische Natur ausdrückt, noch höher stehen. Sagt man, weil wir Menschen sind, beschränken wir uns auf Menschlichkeit, dann wollen Proletarier, weil sie Proletariat sind, proletarische Literatur schaffen.

Zweitens sagt Herr Liang, die Klasse des Autors habe nichts mit dem Werk zu tun. Tolstoi stammte aus dem Adel, sympathisierte aber mit Armen, befürwortete jedoch keinen Klassenkampf; Marx war kein Proletarier; der lebenslang arme Dr. Johnson übertraf in Charakter und Äußerungen Adelige. Daher solle man Literatur nach dem Werk selbst beurteilen, nicht nach Klasse und Stand des Autors. Diese Beispiele beweisen keineswegs die Klassenlosigkeit der Literatur. Tolstoi sympathisierte gerade wegen seiner adligen Herkunft, da alte Eigenschaften nicht völlig getilgt waren, nur mit Armen, ohne Klassenkampf zu befürworten. Marx war ursprünglich kein Proletarier, hatte aber auch keine literarischen Werke - wir können nicht spekulieren, was er ausgedrückt hätte, wenn er geschrieben hätte, bestimmt nicht die Liebe selbst ohne Methode. Was Dr. Johnson betrifft, der lebenslang arm war, aber Charakter und Äußerungen von Fürsten übertraf - ich verstehe den Grund nicht, da ich englische Literatur und seine Biographie nicht kenne. Vielleicht wollte er ursprünglich "durch fleißige und ehrliche Arbeit ein Leben lang bestimmt einiges Eigentum erlangen" und dann zur Adelsklasse aufsteigen, blieb aber letztendlich "unterlegen" und konnte nicht einmal angemessenes Eigentum anhäufen, so dass nur leere Pose blieb - "erfrischend".

Drittens sagt Herr Liang: "Gute Werke sind immer das Privileg weniger, die Mehrheit ist immer dumm, immer ohne Bezug zur Literatur", aber Urteilskraft habe nichts mit Klasse zu tun, da "literarische Wertschätzung angeborenes Glück" sei - das heißt, auch im Proletariat gebe es Menschen mit diesem "angeborenen Glück". Meiner Folgerung nach können Menschen mit diesem "Glück", selbst wenn sie zu arm für Bildung und Analphabeten sind, die »Xinyue«-Zeitschrift schätzen als Beweis, dass "Menschlichkeit" und "Literatur selbst" ursprünglich klassenlos sind. Aber Herr Liang weiß auch, dass glückliche Proletarier bestimmt nicht viele sind, daher bestimmt er andere Dinge (Literatur?) für sie, "wie volkstümliche Dramen, Filme, Kriminalromane", da "gewöhnliche Arbeiter und Bauern Unterhaltung brauchen, vielleicht etwas künstlerische Unterhaltung". So scheint Literatur tatsächlich je nach Klasse verschieden, aber das bestimmt sich nach hoher oder niedriger Urteilskraft. Diese Kraft zu kultivieren hat nichts mit Wirtschaft zu tun, sondern ist Gottes Gabe - "Glück". Daher sollen Literaten frei schaffen, weder von Königshäusern und Adel angestellt noch vom Proletariat bedroht werden, lobpreisende Artikel zu schreiben. Das ist richtig, aber in den proletarischen Literaturtheorien, die wir gesehen haben, sagte niemand, Literaten einer Klasse sollten nicht von Königshäusern und Adel angestellt, sondern vom Proletariat bedroht werden, lobpreisende Artikel zu schreiben. Es heißt nur: Literatur hat Klassencharakter; in Klassengesellschaften meinen Literaten zwar "frei" und über Klassen erhaben zu sein, werden aber unbewusst doch vom Klassenbewusstsein ihrer eigenen Klasse beherrscht - ihre Schöpfungen sind nicht die Kultur anderer Klassen. Zum Beispiel ist Herrn Liangs Artikel ursprünglich dazu gedacht, Klassencharakter in der Literatur aufzuheben und Wahrheit zu verkünden. Aber Eigentum als Ahnherr der Zivilisation zu setzen und Arme als unterlegenen Abschaum zu bezeichnen - ein Blick genügt, um zu erkennen, dass das eine "Waffe" - nein, ein "Artikel" des Bourgeoisienkampfes ist. Wenn proletarische Literaturtheoretiker Literaturtheorien, die "gesamte Menschheit" und "Überklasslichkeit" beanspruchen, als Hilfe für Besitzende betrachten, gibt das ein sehr klares Beispiel. Was Herrn Cheng Fangwu angeht mit seinem "Sie werden bestimmt siegen, also gehen wir hin, sie zu führen und zu trösten" - nachdem er "gegangen" ist, "schickt" er die "anderen" außer sich selbst fort -, solche proletarischen Literaten haben wie Herr Liang den Fehler "nach eigenem Gutdünken" mit proletarischer Literaturtheorie.

Außerdem hasst Herr Liang am meisten, dass proletarische Literaturtheoretiker Literatur als Kampfwaffe, das heißt als Propaganda betrachten. Er ist "nicht dagegen, dass jemand Literatur nutzt, um andere Ziele zu erreichen", kann aber "nicht anerkennen, dass Propagandatexte Literatur sind". Ich finde das überflüssige Aufregung. Nach den Theorien, die ich gesehen habe, sagen alle nur, dass alle Literatur etwas propagiert, niemand behauptet, nur Propagandatexte seien Literatur. Allerdings gab es seit vorvoriges Jahr in China viele Gedichte und Romane, die Slogans und Parolen einfügten und meinten, das sei proletarische Literatur. Aber das lag daran, dass sowohl Inhalt als auch Form keine proletarische Atmosphäre hatten - ohne Slogans und Parolen konnten sie ihre "Neuheit" nicht zeigen. Tatsächlich war das auch keine proletarische Literatur. Dieses Jahr zitierte der berühmte "proletarische Literaturkritiker" Herr Qian Xingcun in »Tukengzhe« noch Lunatscharski mit dem Argument, dass er Literatur schätzte, die Massen verstehen können, was den Gebrauch von Slogans und Parolen rechtfertige, zur Verteidigung jener "revolutionären Literatur". Aber ich finde, das ist wie bei Herrn Liang Shiqiu eine absichtliche oder unabsichtliche Fehlinterpretation. Was Lunatscharski als von Massen verständlich bezeichnete, bezog sich auf Textstile wie die kleinen Hefte, die Tolstoi für Bauern schrieb, auf Grammatik, Melodien und Humor, die Arbeiter und Bauern sofort verstehen. Man braucht nur zu sehen, dass Demian Bedny für Gedichte die Rote Fahne erhielt, aber seine Gedichte keine Slogans und Parolen verwenden, um das zu verstehen.

Schließlich will Herr Liang die Ware sehen. Das ist richtig, die praktischste Methode; aber zwei übersetzte Gedichte als Zurschaustellung zu kopieren ist falsch. In »Xinyue« gab es schon »Über die Schwierigkeit des Übersetzens«, ganz zu schweigen von übersetzter Dichtung. Nach meiner Sicht gibt es in Lunatscharkis »Der befreite Don Quijote«, Fadejews »Vernichtung«, Gladkows »Zement« keine vergleichbaren Werke in China in diesen elf Jahren. Das bezieht sich auf Schriftsteller vom Typ der "Xinyue-Gesellschaft", die im Schatten bürgerlicher Zivilisation leben und sie von Herzen unterstützen. Unter den Werken sogenannter proletarischer Autoren kann ich auch keine entsprechenden Leistungen nennen. Aber Herr Qian Xingcun verteidigte auch: Die neue Klasse sei natürlich unreif und einfach in literarischer Fertigkeit; sofort gute Werke von ihnen zu verlangen sei "bürgerliche" Böswilligkeit. Das ist völlig richtig für Arbeiter und Bauern. Solche unvernünftige Forderungen sind wie Vorwürfe an Verhungerte und Frierende, warum sie nicht so fett seien wie Reiche. Aber chinesische Autoren sind tatsächlich nicht gerade erst von Hacke und Axt Gekommene, die meisten sind Intellektuelle, die Schulen besuchten, manche sogar längst berühmte Literaten. Verschwanden nach Überwindung des kleinbürgerlichen Bewusstseins auch die früheren literarischen Fertigkeiten? Unmöglich. Russische alte Autoren wie Alexei Tolstoi, Veresaev, Prishvin haben bis heute gute Werke. Chinas Autoren mit Slogans ohne entsprechende Beweise - ich denke, die Krankheitswurzel liegt nicht in "Literatur als Waffe des Klassenkampfs", sondern in "Klassenkampf als Waffe der Literatur". Unter der Fahne "proletarische Literatur" versammelten sich nicht wenige Opportunisten. Betrachtet man die Buchankündigungen des letzten Jahres, war fast jedes Buch revolutionäre Literatur, und Kritiker machten aus Rechtfertigung "Abrechnung" - das heißt, sie ließen Literatur unter dem Schutz des "Klassenkampfs" sitzen, wodurch Literatur selbst keine Anstrengung brauchte und so zu beiden Seiten, Literatur und Kampf, wenig Beziehung hatte.

Aber Chinas momentane Zeiterscheinung kann natürlich keinesfalls als Gegenbeweis für das Aufkommen proletarischer Literatur dienen. Herr Liang weiß das auch, daher macht er am Ende Zugeständnisse: "Wenn proletarische Revolutionäre unbedingt ihre Propagandaliteratur proletarische Literatur nennen wollen, ist das immerhin eine Art neue Literatur, eine neue Errungenschaft im Literaturterritorium. Es ist nicht nötig, 'Nieder mit bürgerlicher Literatur!' zu rufen und um literarisches Gebiet zu kämpfen, denn das literarische Gebiet ist zu groß - Neues hat immer seinen Platz." Aber das klingt wie "chinesisch-japanische Freundschaft, gemeinsames Bestehen und Gedeihen". Aus Sicht noch nicht flügger Proletarier ist das Betrug. "Proletarische Literaten", die so wollen, gibt es jetzt wohl wirklich, aber das sind Herrn Liangs sogenannte "vielversprechende" "Proletarier", die zur Bourgeoisie aufsteigen wollen - ihre Werke sind Klagen armer Gelehrter vor dem Staatsexamen. Von Anfang bis zum Aufstieg und danach ist das niemals proletarische Literatur. Proletarische Literatur ist ein Flügel im Kampf zur Befreiung der eigenen Klasse und aller Klassen durch eigene Kraft - sie will das Ganze, nicht eine Ecke. Um das an der literarischen Kritik zu veranschaulichen: Stellte man im "Palast der Kunst" der "Menschlichkeit" (das müsste man von Herrn Cheng Fangwu leihen) nach Süden zwei Tigerfellthrone auf und ließe die Herren Liang Shiqiu und Qian Xingcun nebeneinander sitzen, einer rechts mit "Xinyue", einer links mit "Sonne" - das wäre wahrhaft "Kapital-Arbeiter"-Schönheit.

    • V**

Hier kann wieder von meiner "Hartübersetzung" die Rede sein.

Nach meiner Vermutung ist das eine sehr naheliegende Frage: Wenn proletarische Literatur hauptsächlich Propaganda ist und Propaganda von vielen verstanden werden muss, wofür übersetzt du dann diese schwer verständlichen theoretischen "Hieroglyphen"? Ist das nicht wie Nicht-Übersetzen?

Meine Antwort: Für mich selbst und einige, die sich als proletarische Literaturkritiker ausgeben, und einen Teil der Leser, die nicht "Erfrischung" suchen, Schwierigkeiten nicht scheuen und etwas von dieser Theorie verstehen wollen.

Seit vorvoriges Jahr gab es viele Angriffe gegen mich persönlich. In fast jeder Zeitschrift sah man "Lu Xun", und der Ton der Autoren schien auf den ersten Blick meist der revolutionärer Literaten zu sein. Aber nachdem ich einige gelesen hatte, fand ich allmählich zu viel leeres Gerede. Das Seziermesser traf nicht die Gelenke, und wo Kugeln trafen, waren keine tödlichen Verletzungen. Zum Beispiel meine Klassenzugehörigkeit - bis heute ist sie unbestimmt: mal kleinbürgerlich, mal "bürgerlich", manchmal sogar "feudaler Rest" und außerdem einem Affen gleich (siehe »Ostkyoto-Korrespondenz« in »Chuangzao Yuekan«); einmal wurde sogar die Zahnfarbe gescholten. In solcher Gesellschaft ist es durchaus möglich, dass feudale Reste Aufsehen erregen, aber dass feudaler Rest gleich Affe ist, erklärt keine "materialistische Geschichtsauffassung", und man findet auch keine Belege, dass gelbe Zähne der proletarischen Revolution schaden. Ich dachte: Solche Theorien als Referenz sind zu wenig, daher ist jeder etwas verwirrt. Gegen Feinde zu sezieren, zu zerkauen, ist jetzt unvermeidlich, aber mit einem Anatomiebuch und einem Kochbuch, nach Vorschrift verfahrend, wären Struktur und Geschmack doch klarer und schmackhafter. Menschen vergleichen revolutionäre oft mit Prometheus aus der Mythologie, der Feuer für Menschen stahl und trotz Himmelsherrscherpein nicht bereute - ihre Großherzigkeit und Standhaftigkeit sind ähnlich. Aber ich stahl Feuer aus anderen Ländern, um mein eigenes Fleisch zu kochen, in der Hoffnung, dass es besser schmeckt und auch die Kauenden mehr Nutzen haben - ich verschwendete meinen Körper nicht umsonst. Der Ausgangspunkt ist rein individualistisch und enthält kleinbürgerliche Verschwendung sowie langsam das Seziermesser herauszuholen und ins Herz der Sezierer zu stechen - "Rache". Herr Liang sagt: "Sie wollen Rache!" Tatsächlich nicht nur "sie" - solche Menschen gibt es auch unter "feudalen Resten". Aber ich will auch der Gesellschaft nützen; was Zuschauer sehen, ist trotzdem Feuer und Licht. So begann ich mit »Literaturpolitik«, da es Meinungen verschiedener Richtungen enthält.

Herr Zheng Boqi betreibt jetzt einen Buchladen und druckt Hauptmanns und Gregory-Dramen, damals war er noch revolutionärer Literat und lachte in der von ihm herausgegebenen »Wenyi Shenghuo« über meine Übersetzung dieses Buches als ungewollten Niedergang, bedauerlicherweise von anderen überholt. Ein Buch zu übersetzen, um aufzusteigen - revolutionärer Literat zu werden ist wirklich zu einfach, dachte ich nicht. Eine Boulevardzeitung sagte, meine Übersetzung der »Kunsttheorie« sei "Kapitulation". Ja, Kapitulation kommt in der Welt oft vor. Aber Generalissimus Cheng Fangwu war damals schon aus japanischen heißen Quellen geklettert und wohnte in Pariser Hotels - wem hätte ich hier Treue schwören sollen? Dieses Jahr ist die Darstellung wieder anders: In »Tukengzhe« und »Xiandai Xiaoshuo« heißt es "Richtungswechsel". Ich sah in manchen japanischen Zeitschriften diese vier Zeichen bei dem früheren Neuen-Gefühl-Autor Kataoka Teppei als Ehrentitel. Tatsächlich ist dieses wirre Gerede auch nur Namensbetrachtung ohne Nachdenken - die alte Krankheit. Ein Buch über proletarische Literatur zu übersetzen reicht nicht als Richtungsbeweis; Fehlübersetzung würde eher schaden. Meine Übersetzungen will ich auch diesen schnell urteilenden proletarischen Literaturkritikern widmen, da sie die Pflicht haben, ohne "Erfrischung" zu begehren, mühsam diese Theorien zu erforschen.

Aber ich bin überzeugt, nie absichtlich falsch übersetzt zu haben. Wenn ich unbewusste Kritiker an wunden Stellen treffe, lächle ich; treffen sie meine wunden Stellen, ertrage ich den Schmerz, will aber niemals etwas hinzufügen oder wegnehmen - das ist auch ein Grund für durchgehende "Hartübersetzung". Natürlich wird es immer bessere Übersetzer geben, die weder verfälschende noch "harte" oder "tote" Texte schaffen können - dann werden meine Übersetzungen natürlich ausgesondert. Ich will nur die Lücke von "nichts" zu "besser" füllen.

Doch die Welt hat viel Papier, aber jede Literatengruppe wenig Leute. Großer Ehrgeiz, schwache Kraft - sie können nicht alles Papier beschreiben. So seufzen die Kritiker einer Gruppe, die Feinde bekämpfen, Freunde helfen und Andersdenkende vernichten sollen, wenn sie andere Papier beschreiben sehen, und können ihr Kopfschütteln und Stampfen nicht unterdrücken. Shanghais »Shenbao« nennt Übersetzer sozialwissenschaftlicher Werke sogar "Hunde und Katzen" - so groß ist der Zorn. Herr Jiang Guangci, "dessen Position in Chinas neuer Literatur längst allgemein bekannt ist", ging nach Tokyos zur Kur und traf Kuraihara Korehito. Als von vielen schlechten japanischen Übersetzungen die Rede war, schwerer zu lesen als Originale, lachte er und sagte: "...Chinas Übersetzungswelt ist noch verwirrender. Kürzlich sind viele chinesische Bücher aus dem Japanischen übersetzt. Wenn Japaner europäische Werke mit Fehlern und Kürzungen übersetzen und das aus dem Japanischen ins Chinesische kommt, werden diese Werke nicht zur Hälfte entstellt?" (siehe »Tukengzhe«) - auch tiefe Unzufriedenheit mit Übersetzungen, besonders Rückübersetzungen. Aber Herr Liang nennt wenigstens Buchtitel und Fehler, Herr Jiang lächelt nur süß und fegt alles weg - viel umfassender. Kuraihara Korehito übersetzte viele Literaturtheorien und Romane direkt aus dem Russischen, was mir persönlich sehr half. Ich hoffe, China hat ein, zwei solche ehrliche russische Übersetzer, die kontinuierlich gute Bücher übersetzen, statt nur einmal "Idiot!" zu rufen und die Verantwortung revolutionärer Literaten für erfüllt zu halten.

Aber jetzt? Diese Dinge übersetzt Herr Liang Shiqiu nicht, der große Mann, der andere "Hunde und Katzen" nennt, übersetzt auch nicht. Herr Jiang, der Russisch lernte, wäre am geeignetsten, aber nach der Kur kam nur »Eine Woche« heraus, während Japan schon zwei Übersetzungen hatte. China sprach einst viel von Darwin und Nietzsche, zur Zeit des Weltkriegs beschimpfte man sie heftig, aber Darwins Übersetzungen gibt es bis heute nur eine, Nietzsches nur eine halbe. Englisch- und Deutschgelehrte sowie Literaten haben keine Zeit oder verschmähen es. So muss man wohl vorläufig Spott und Schelte ertragen und weiter aus dem Japanischen rückübersetzen oder ein Original nehmen und mit japanischen Übersetzungen vergleichend direkt übersetzen. Ich will das weiter tun und hoffe auf mehr solche Menschen, um die Leere in gründlichen hohen Reden zu füllen, da wir nicht wie Herr Jiang "lachen können" und nicht wie Herr Liang "warten, warten, warten" sollen.

    • VI**

Am Anfang sagte ich: "Sich als hart zu bezeichnen, während man tatsächlich weich wie Watte ist - das ist ein besonderes Merkmal der Xinyue-Gesellschaft." Hier sollte ich kurz ergänzen und damit diesen Aufsatz beschließen.

»Xinyue« trat von Beginn an für "strenge Haltung" ein, aber wer schimpft, wird beschimpft, wer spottet, wird verspottet. Das ist nicht falsch, es ist "wie du mir, so ich dir", auch eine Art "Rache", aber nicht für sich selbst. Bis zur Werbung des zusammengefassten Bandes sechs und sieben des zweiten Bandes heißt es noch: "Wir alle wahren eine 'tolerante' Haltung (außer dass 'intolerante' Haltung etwas ist, was wir nicht tolerieren können), wir alle mögen stabile, vernünftige Lehren." Die ersten beiden Sätze sind auch richtig, "Auge um Auge, Zahn um Zahn", konsequent wie anfangs. Aber auf diesem breiten Weg führt das zu "Gewalt gegen Gewalt", was mit der von den Xinyue-Herren geliebten "Stabilität" unvereinbar ist.

Diesmal wurde die "freie Meinungsäußerung" der Xinyue-Gesellschaft unterdrückt. Nach alter Methode müsste man die Unterdrücker ebenfalls unterdrücken, aber die Reaktion in »Xinyue« war ein Aufsatz »An die Unterdrücker der Meinungsfreiheit«, der erst die Parteigrundsätze der Gegenseite, dann ausländische Gesetze, schließlich ost-westliche Geschichtsbeispiele zitiert, um zu zeigen, dass Unterdrücker der Freiheit oft dem Untergang geweiht sind - eine wohlmeinende Warnung für die Gegenseite.

Daher ist die "strenge Haltung" und "Auge um Auge"-Methode der Xinyue-Gesellschaft letzten Endes nur gegen gleichstarke oder schwächere Menschen gerichtet. Bekommt man von Mächtigen geschwollene Augen, macht man eine Ausnahme, hält nur die Hand vors Gesicht und ruft: "Pass auf deine eigenen Augen auf!"

    • [Gewohnheit und Reform]**

Menschen, deren Körper und Geist bereits verhärtet sind, widersetzen sich selbst kleinsten Reformen. Oberflächlich scheinen sie Unbequemlichkeit zu fürchten, tatsächlich fürchten sie Nachteile für sich, aber ihre Vorwände erscheinen oft äußerst gerecht und würdevoll.

Das diesjährige Verbot des Mondkalenders ist belanglos, ohne große Bedeutung, aber Händler jammern natürlich laut. Nicht nur das - selbst Shanghais arbeitslose Nichtstuer und Firmenangestellte seufzen oft wehmütig, sagen, das sei sehr unpraktisch für Bauern beim Ackerbau oder für Schiffe beim Warten auf Gezeiten. Sie denken plötzlich an längst unverbundene Dorfbauern und Seefahrer. Das scheint wahrhaft philanthropisch.

Am 23. Tag des zwölften Mondmonats knallten überall Feuerwerkskörper. Ich fragte einen Ladengehilfen: "Kann man dieses Jahr noch nach dem alten Kalender feiern, nächstes Jahr bestimmt nach dem neuen?" Die Antwort: "Nächstes Jahr ist nächstes Jahr, das sehen wir nächstes Jahr." Er glaubt nicht, dass nächstes Jahr unbedingt nach Sonnenkalender gefeiert werden muss. Aber auf Kalendern wurde tatsächlich der Mondkalender gestrichen, nur Jahreszeiten blieben. Doch in Zeitungen erschien Werbung für »120-Jahre-Mond-Sonnen-Kalender«. Gut, sie haben sogar für Ur-Urenkel-Zeiten den Mondkalender vorbereitet - 120 Jahre!

Obwohl die Herren Liang Shiqiu die Mehrheit sehr verachten, ist die Macht der Mehrheit gewaltig und wichtig. Wollen Reformer nicht das Volk verstehen und Führung und Verbesserung bieten, dann haben hohe Reden, Romantik oder Klassik nichts mit ihnen zu tun und bleiben nur wenigen zur gegenseitigen Bewunderung in Studierstuben, mit Selbstzufriedenheit. Gäbe es wirklich eine "gute Regierung", die Reformen erließe, würden sie bald auf den alten Weg zurückgezogen.

Wahre Revolutionäre haben einzigartige Einsichten. Herr Uljanow zum Beispiel schloss "Sitten" und "Gewohnheiten" in "Kultur" ein und hielt ihre Reform für sehr schwierig. Ich denke: Ohne Reform wäre Revolution erfolglos, wie ein Turm auf Sand, der sofort einstürzt. Chinas anfängliche antimanschurische Revolution fand leicht Anklang, weil das Motto "Wiederherstellung alter Dinge", also "Rückbesinnung" war, womit konservative Menschen leicht einverstanden waren. Aber später gab es nicht die geschichtlich übliche Blütezeit nach Dynastiegründung - nur ein Zopf ging verloren, was alle sehr unzufrieden machte.

Spätere neuere Reformen scheiterten alle: Reform um ein, zwei Unzen, Reaktion um zehn Pfund. Wie oben erwähnt: Ein Jahr kein Mondkalender auf Kalendern, dann kam ein 120-Jahre-Mond-Sonnen-Kalender.

Solche Kalender werden sicher viele begrüßen, da sie von Sitten und Gewohnheiten unterstützt werden. Anderes ist genauso: Ohne tiefes Eindringen in große Volksschichten, ohne Erforschung, Sektion und Bewertung von Sitten und Gewohnheiten, ohne sorgfältige Wahl von Methoden für Bewahrung und Abschaffung, wird jede Reform von gewohnheitsmäßigen Felsen zermalmt oder nur oberflächlich eine Zeit schwimmen.

Jetzt ist nicht die Zeit, in Studierstuben mit Büchern über Religion, Recht, Literatur, Kunst zu sprechen. Selbst wenn man davon sprechen will, muss man erst Gewohnheiten und Sitten kennen und den Mut und die Ausdauer haben, deren dunkle Seiten zu betrachten. Ohne klare Sicht gibt es keine Reform. Nur zukünftiges Licht zu verkünden betrügt träge Selbst und träges Publikum.

    • [Nichtrevolutionäre radikale Revolutionstheoretiker]**

Zu sagen, jede große Revolutionsarmee müsse aus Kämpfern mit völlig korrektem, klarem Bewusstsein bestehen, sonst sei sie keine wahre Revolutionsarmee und nicht der Beachtung wert - das klingt zunächst sehr berechtigt und gründlich, ist aber unmögliche Aufgabe, leeres Gerede, süße Medizin, die Revolution vergiftet.

Wie unter imperialistischer Herrschaft unmöglich jeder Mensch zu "Menschenliebe" erzogen und dann lächelnd zur "Weltgemeinschaft" werden kann, so lassen Kräfte, gegen die Revolutionäre kämpfen, durch Wort oder Tat nicht zu, dass die Mehrheit korrektes Bewusstsein erreicht. Daher haben aufstrebende Revolutionsgruppen meist nur gemeinsame Unzufriedenheit mit der Gegenwart, während Endziele sehr verschieden sind: für Gesellschaft, kleine Gruppen, Geliebte, sich selbst oder sogar Selbstmord. Trotzdem kann die Revolutionsarmee voranschreiten. Denn beim Vormarsch töten Kugeln von Individualisten und Kollektivisten Feinde gleich wirksam; stirbt ein Kämpfer, sinkt die Kampfkraft gleichermaßen. Natürlich führen verschiedene Endziele zu Desertion, Flucht, Verzagtheit, Verrat, aber solange der Vormarsch nicht behindert wird, wird diese Truppe immer reiner und schlagkräftiger.

Als ich für Ye Yongzhens »Kleine zehn Jahre« ein Vorwort schrieb, meinte ich, der Gesellschaft gedient zu haben. Der Protagonist ging an die Front, stand Wache (obwohl er nicht mal Schießen lernte) - viel praktischer als Literaten, die nur klagend knien oder wütend schreiben. Zu verlangen, heutige Kämpfer seien alle bewusst und stahlhart, ist nicht nur utopische Phantasie, sondern unvernünftige Strenge.

Aber später sah ich in »Shenbao« schärfere, gründlichere Kritik: Da der Protagonist aus Eigennutz zur Armee ging, große Unzufriedenheit. »Shenbao« ist friedliebendste, revolutionsfeindlichste Zeitung - das schien zunächst unpassend. Hier will ich scheinbar gründliche Revolutionäre entlarven, die tatsächlich höchst unrevolutionär oder revolutionsschädlich sind - individualistische Debattierer, die zur Seele der Zeitung passen.

Erstens Dekadente: Da sie keine festen Ideale und Fähigkeiten haben, verfallen sie und suchen momentane Genüsse. Bestimmte Genüsse erzeugen Überdruss, sie suchen ständig neue Reize, die heftig sein müssen für Wohlgefühl. Revolution ist einer dieser neuen Reize, wie Vielfraße nach Fett und Süßem geschmacksüberdrüssig werden, schwachen Magen bekommen und Pfeffer und Chili brauchen, um zu schwitzen und einen halben Reis hinunterzubekommen. Bei revolutionärer Literatur wollen sie gründliche, vollständige revolutionäre Literatur; zeigt sich zeitbedingte Mangelhaftigkeit, runzeln sie die Stirn und finden es nicht beachtenswert. Von Realität getrennt zu sein macht nichts, Hauptsache erfrischend. Frankreichs Baudelaire, bekanntlich dekadenter Dichter, begrüßte Revolution, hasste sie aber, als sie sein dekadentes Leben bedrohte. Daher können Revolutionäre auf Papier vor der Revolution, noch dazu gründlichste, extremste, beim Umsturz ihre frühere Maske abreißen - unbewusste Maske. Solche Geschichtsbeispiele sollte man Cheng Fangwu-artigen "revolutionären Literaten" widmen, die bei kleinen Problemen oder Positionen (oder Geld) nach Tokyo oder Paris fliehen.

Zweitens - ich finde noch keinen Namen. Jedenfalls sind es Menschen ohne feste Meinung, die nichts für richtig halten und letztendlich den Status quo für das Beste. Als Kritiker reden sie zufällig und widerlegen Gegensätzliches. Gegen Hilfsbereitschaft nutzen sie Konkurrenzkampf, gegen Konkurrenzkampf nutzen sie Hilfsbereitschaft; gegen Friedensideologie nutzen sie Klassenkampftheorie, gegen Kampf predigen sie Menschenliebe. Ist der Gegner Idealist, nehmen sie materialistische Position ein; beim Debattieren mit Materialisten werden sie zu Idealisten. Kurz gesagt: Sie messen mit englischen Ellen russische Werst und mit französischen Ellen Meter und stellen fest, dass nichts übereinstimmt. Da alles andere nicht übereinstimmt, fühlen sie sich ewig als "Wahrer der Mitte" und sind ewig selbstzufrieden. Aus solcher Kritik folgt: Ist etwas nicht vollständig, mangelhaft, taugt es nichts. Aber gegenwärtigen Menschen und Dingen - wo gäbe es völlige Vollkommenheit ohne Mängel? Sicherheitshalber ist es am besten, sich nicht zu rühren. Doch dieses Sich-nicht-Rühren ist auch ein großer Fehler. Jedenfalls ist Menschsein außerordentlich schwierig, Revolutionär-Sein erst recht.

Der »Shenbao«-Kritiker verlangt von »Kleine zehn Jahre« zwar gründlich revolutionäre Protagonisten, aber sozialwissenschaftliche Übersetzungen begegnet er mit bissigem Spott - also gehört diese Seele zur zweiten Kategorie mit etwas dekadenter Lebenslangeweile, die Chili zur Magenöffnung will.

例如就是那篇《文学是有阶级性的吗?》的高文,结论是并无阶级性。要抹杀阶级性,我以为最干净的是吴稚晖先生的“什么马克斯牛克斯”以及什么先生的“世界上并没有阶级这东西”的学说。那么,就万喙息响,天下太平。但梁先生却中了一些“什么马克斯”毒了,先承认了现在许多地方是资产制度,在这制度之下则有无产者。不过这“无产者本来并没有阶级的自觉。是几个过于富同情心而又态度偏激的领袖把这个阶级观念传授了给他们”,要促起他们的联合,激发他们争斗的欲念。不错,但我以为传授者应该并非由于同情,却因了改造世界的思想。况且“本无其物”的东西,是无从自觉,无从激发的,会自觉,能激发,足见那是原有的东西。原有的东西,就遮掩不久,即如格里莱阿说地体运动,达尔文说生物进化,当初何尝不或者几被宗教家烧死,或者大受保守者攻击呢,然而现在人们对于两说,并不为奇者,就因为地体终于在运动,生物确也在进化的缘故。承认其有而要掩饰为无,非有绝技是不行的。


但梁先生自有消除斗争的办法,以为如卢梭所说:“资产是文明的基础”,“所以攻击资产制度,即是反抗文明”,“一个无产者假如他是有出息的,只消辛辛苦苦诚诚实实的工作一生,多少必定可以得到相当的资产。这才是正当的生活斗争的手段。”我想,卢梭去今虽已百五十年,但当不至于以为过去未来的文明,都以资产为基础。(但倘说以经济关系为基础,那自然是对的。)希腊、印度,都有文明,而繁盛时俱非在资产社会,他大概是知道的;倘不知道,那也是他的错误。至于无产者应该“辛辛苦苦”爬上有产阶级去的“正当”的方法,则是中国有钱的老太爷高兴时候,教导穷工人的古训,在实际上,现今正在“辛辛苦苦诚诚实实”想爬上一级去的“无产者”也还多。然而这是还没有人“把这个阶级观念传授了给他们”的时候。一经传授,他们可就不肯一个一个的来爬了,诚如梁先生所说,“他们是一个阶级了,他们要有组织了,他们是一个集团了,于是他们便不循常轨的一跃而夺取政权财权,一跃而为统治阶级。”但可还有想“辛辛苦苦诚诚实实工作一生,多少必定可以得到相当的资产”的“无产者”呢?自然还有的。然而他要算是“尚未发财的有产者”了。梁先生的忠告,将为无产者所呕吐了,将只好和老太爷去互相赞赏而已了。


那么,此后如何呢?梁先生以为是不足虑的。因为“这种革命的现象不能是永久的,经过自然进化之后,优胜劣败的定律又要证明了,还是聪明才力过人的人占优越的地位,无产的仍是无产者”。但无产阶级大概也知道“反文明的势力早晚要被文明的势力所征服”,所以“要建立所谓‘无产阶级文化’,……这里面包括文艺学术”。


自此以后,这才入了文艺批评的本题。





梁先生首先以为无产者文学理论的错误,是“在把阶级的束缚加在文学上面,”因为一个资本家和一个劳动者,有不同的地方,但还有相同的地方,“他们的人性(这两字原本有套圈)并没有两样”,例如都有喜怒哀乐,都有恋爱(但所“说的是恋爱的本身,不是恋爱的方式”),“文学就是表现这最基本的人性的艺术”。这些话是矛盾而空虚的。既然文明以资产为基础,穷人以竭力爬上去为“有出息”,那么,爬上是人生的要谛,富翁乃人类的至尊,文学也只要表现资产阶级就够了,又何必如此“过于富同情心”。一并包括“劣败”的无产者?况且“人性”的“本身”,又怎样表现的呢?譬如原质或杂质的化学底性质,有化合力,物理学底性质有硬度,要显示这力和度数,是须用两种物质来表现的,倘说要不用物质而显示化合力和硬度的单单“本身”,无此妙法;但一用物质,这现象即又因物质而不同。文学不藉人,也无以表示“性”,一用人,而且还在阶级社会里,即断不能免掉所属的阶级性,无需加以“束缚”,实乃出于必然。自然,“喜怒哀乐,人之情也”,然而穷人决无开交易所折本的懊恼,煤油大王那会知道北京检煤渣老婆子身受的酸辛,饥区的灾民,大约总不去种兰花,像阔人的老太爷一样,贾府上的焦大,也不爱林妹妹的。“汽笛呀!列宁呀!”固然并不就是无产文学,然而“一切东西呀!”“一切人呀!”“可喜的事来了,人喜了呀!”也不是表现“人性”的“本身”的文学。倘以表现最普通的人性的文学为至高,则表现最普遍的动物性──营养,呼吸,运动,生殖──的文学,或者除去“运动”,表现生物性的文学,必当更在其上。倘说,因为我们是人,所以以表现人性为限,那么,无产者就因为是无产阶级,所以要做无产文学。


其次,梁先生说作者的阶级,和作品无关。托尔斯泰出身贵族,而同情于贫民,然而并不主张阶级斗争;马克斯并非无产阶级中的人物;终身穷苦的约翰孙博士,志行吐属,过于贵族。所以估量文学,当看作品本身,不能连累到作者的阶级和身分。这些例子,也全不足以证明文学的无阶级性的。托尔斯泰正因为出身贵族,旧性荡涤不尽,所以只同情于贫民而不主张阶级斗争。马克斯原先诚非无产阶级中的人物,但也并无文学作品,我们不能悬拟他如果动笔,所表现的一定是不用方式的恋爱本身。至于约翰孙博士终身穷苦,而志行吐属,过于王侯者,我却实在不明白那缘故,因为我不知道英国文学和他的传记。也许,他原想“辛辛苦苦诚诚实实的工作一生,多少必定可以得到相当的资产”,然后再爬上贵族阶级去,不料终于“劣败”,连相当的资产也积不起来,所以只落得摆空架子,“爽快”了罢。


其次,梁先生说,“好的作品永远是少数人的专利品,大多数永远是蠢的,永远是和文学无缘”,但鉴赏力之有无却和阶级无干,因为“鉴赏文学也是天生的一种福气”,就是,虽在无产阶级里,也会有这“天生的一种福气”的人。由我推论起来,则只要有这一种“福气”的人,虽穷得不能受教育,至于一字不识,也可以赏鉴《新月》月刊,来作“人性”和文艺“本身”,原无阶级性的证据。但梁先生也知道天生这一种福气的无产者一定不多,所以另定一种东西(文艺?)来给他们看,“例如什么通俗的戏剧、电影、侦探小说之类”,因为“一般劳工劳农需要娱乐,也许需要少量的艺术的娱乐”的缘故。这样看来,好象文学确因阶级而不同了,但这是因鉴赏力之高低而定的,这种力量的修养和经济无关,乃是上帝之所赐──“福气”。所以文学家要自由创造,既不该为皇室贵族所雇用,也不该受无产阶级所威胁,去做讴功颂德的文章。这是不错的,但在我们所见的无产文学理论中,也并未见过有谁说或一阶级的文学家,不该受皇室贵族的雇用,却该受无产阶级的威胁,去做讴功颂德的文章,不过说,文学有阶级性,在阶级社会中,文学家虽自以为“自由”,自以为超了阶级,而无意识底地,也终受本阶级的阶级意识所支配,那些创作,并非别阶级的文化罢了。例如梁先生的这篇文章,原意是在取消文学上的阶级性,张扬真理的。但以资产为文明的祖宗,指穷人为劣败的渣滓,只要一瞥,就知道是资产家的斗争的“武器”,──不,“文章”了。无产文学理论家以主张“全人类”“超阶级”的文学理论为帮助有产阶级的东西,这里就给了一个极分明的例证。至于成仿吾先生似的“他们一定胜利的,所以我们去指导安慰他们去”,说出“去了”之后,便来“打发”自己们以外的“他们”那样的无产文学家,那不消说,是也和梁先生一样地对于无产文学的理论,未免有“以意为之”的错误的。


又其次,梁先生最痛恨的是无产文学理论家以文艺为斗争的武器,就是当作宣传品。他“不反对任何人利用文学来达到另外的目的”,但“不能承认宣传式的文字便是文学”。我以为这是自扰之谈。据我所看过的那些理论,都不过说凡文艺必有所宣传,并没有谁主张只要宣传式的文字便是文学。诚然,前年以来,中国确曾有许多诗歌小说,填进口号和标语去,自以为就是无产文学。但那是因为内容和形式,都没有无产气,不用口号和标语,便无从表示其“新兴”的缘故,实际上也并非无产文学。今年,有名的“无产文学底批评家”钱杏邨先生在《拓荒者》上还在引卢那卡尔斯基的话,以为他推重大众能解的文学,足见用口号标语之未可厚非,来给那些“革命文学”辩护。但我觉得那也和梁实秋先生一样,是有意的或无意的曲解。卢那卡尔斯基所谓大众能解的东西,当是指托尔斯泰做了分给农民的小本子那样的文体,工农一看便会了然的语法,歌调,诙谐。只要看台明·培特尼(Demian Bednii)曾因诗歌得到赤旗章,而他的诗中并不用标语和口号,便可明白了。


最后梁先生要看货色。这不错的,是最切实的办法;但抄两首译诗算是在示众,是不对的。《新月》上就曾有《论翻译之难》,何况所译的文是诗。就我所见的而论,卢那卡尔斯基的《被解放的堂·吉诃德》,法兑耶夫的《溃灭》,格拉特珂夫的《水门汀》,在中国这十一年中,就并无可以和这些相比的作品。这是指“新月社”一流的蒙资产文明的余荫,而且衷心在拥护它的作家而言。于号称无产作家的作品中,我也举不出相当的成绩。但钱杏邨先生也曾辩护,说新兴阶级,于文学的本领当然幼稚而单纯,向他们立刻要求好作品,是“布尔乔亚”的恶意。这话为农工而说,是极不错的。这样的无理要求,恰如使他们冻饿了好久,倒怪他们为什么没有富翁那么肥胖一样。但中国的作者,现在却实在并无刚刚放下锄斧柄子的人,大多数都是进过学校的智识者,有些还是早已有名的文人,莫非克服了自己的小资产阶级意识之后,就连先前的文学本领也随着消失了么?不会的。俄国的老作家亚历舍·托尔斯泰和威垒赛耶夫、普理希文,至今都还有好作品。中国的有口号而无随同的实证者,我想,那病根并不在“以文艺为阶级斗争的武器”,而在“借阶级斗争为文艺的武器”,在“无产者文学”这旗帜之下,聚集了不少的忽翻筋斗的人,试看去年的新书广告,几乎没有一本不是革命文学,批评家又但将辩护当作“清算”,就是,请文学坐在“阶级斗争”的掩护之下,于是文学自己倒不必着力,因而于文学和斗争两方面都少关系了。


但中国目前的一时现象,当然毫不足作无产文学之新兴的反证的。梁先生也知道,所以他临末让步说,“假如无产阶级革命家一定要把他的宣传文学唤做无产文学,那总算是一种新兴文学,总算是文学国土里的新收获,用不着高呼打倒资产的文学来争夺文学的领域,因为文学的领域太大了,新的东西总有它的位置的。”但这好象“中日亲善,同存共荣”之说,从羽毛未丰的无产者看来,是一种欺骗。愿意这样的“无产文学者”现在恐怕实在也有的罢,不过这是梁先生所谓“有出息”的要爬上资产阶级去的“无产者”一流,他的作品是穷秀才未中状元时候的牢骚,从开手到爬上以及以后,都决不是无产文学。无产者文学是为了以自己们之力,来解放本阶级并及一切阶级而斗争的一翼,所要的是全般,不是一角的地位。就拿文艺批评界来比方罢,假如在“人性”的“艺术之宫”(这须从成仿吾先生处租来暂用)里,向南面摆两把虎皮交椅,请梁实秋、钱杏邨两位先生并排坐下,一个右执“新月”,一个左执“太阳”,那情形可真是“劳资”媲美了。






到这里,又可以谈到我的“硬译”去了。


推想起来,这是很应该跟着发生的问题:无产文学既然重在宣传,宣传必须多数能懂,那么,你这些“硬译”而难懂的理论“天书”,究竟为什么而译的呢?不是等于不译么?


我的回答,是:为了我自己,和几个以无产文学批评家自居的人,和一部分不图“爽快”,不怕艰难,多少要明白一些这理论的读者。

    • GESAMTINHALTSVERZEICHNIS**

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    • [1930]**
    • ["Hartübersetzung" und "Klassencharakter der Literatur"]**
    • I**

Ich hörte, dass die Leute vom Kreis der Monatszeitschrift »Xinyue« sagen, der Absatz sei jetzt besser geworden. Das ist wohl wahr, denn selbst ich, der ich äußerst wenig gesellschaftlichen Umgang pflege, habe die zusammengefasste Ausgabe der Nummern sechs und sieben des zweiten Bandes in den Händen zweier junger Freunde gesehen. Beim beiläufigen Durchblättern fanden sich hauptsächlich Texte, die für "Meinungsfreiheit" eintraten, und Romane. Gegen Ende dann ein Aufsatz von Herrn Liang Shiqiu mit dem Titel »Über Herrn Lu Xuns 'Hartübersetzung'«, der sie als "nahezu Totübersetzung" bezeichnete. Und da "der Stil der Totübersetzung keinesfalls überhandnehmen darf", zitierte er drei Abschnitte meiner Übersetzungen sowie meine Worte aus dem Nachwort zu »Literatur und Kritik«: "Aber wegen der unzureichenden Fähigkeiten des Übersetzers und der ursprünglichen Mängel der chinesischen Sprache war das Ergebnis nach Abschluss der Übersetzung tatsächlich voller dunkler und sogar schwer verständlicher Stellen; würde man die Sätze auseinandernehmen, ginge der ursprüngliche Tonfall verloren. Für mich blieb außer dieser Hartübersetzung nur der eine Weg, die Hände in den Schoß zu legen. Die einzige verbliebene Hoffnung lag nur darin, dass die Leser trotzdem bereit wären, sich mit harter Stirn durchzukämpfen." Er umkreiste diese Worte sorgfältig und setzte sogar doppelte Kreise um "Hartübersetzung", um dann "streng" seine "Kritik" zu fällen: "Wir haben uns 'mit harter Stirn durchgekämpft', aber nichts dabei gewonnen. Was ist der Unterschied zwischen 'Hartübersetzung' und 'Totübersetzung'?"

Obwohl die Xinyue-Gesellschaft in ihrer Erklärung behauptet, keinerlei Organisation zu haben, und in ihren Aufsätzen die proletarischen "Organisationen" und "Kollektive" zu verabscheuen scheint, ist sie tatsächlich organisiert - zumindest unterstützen sich die politischen Aufsätze in diesem Band gegenseitig; was die Literatur betrifft, so ist dieser Aufsatz ein Nachklang zu »Hat Literatur Klassencharakter?« desselben Kritikers. Dort heißt es: "...aber unglücklicherweise konnte ich kein einziges Buch dieser Art verstehen. ...Am schwierigsten fand ich die Sprache, ...sie zu lesen war schwerer als Hieroglyphen. ...Noch immer hat kein Chinese in einer für Chinesen verständlichen Sprache einen Aufsatz geschrieben, der uns erklärt, was die Theorie der proletarischen Literatur eigentlich bedeutet." Auch diese Worte waren umkreist - ich verzichte der Einfachheit halber darauf, sie zu zeichnen. Jedenfalls sieht sich Herr Liang als Vertreter aller Chinesen; da er diese Bücher nicht versteht, verstehen sie auch alle anderen Chinesen nicht und sollten in China zum Verschwinden gebracht werden. Daher sein Edikt: "Dieser Stil darf keinesfalls überhandnehmen."

Die Meinungen anderer Übersetzer der "Hieroglyphen" kann ich nicht vertreten, aber aus meiner persönlichen Sicht ist die Sache nicht so einfach. Erstens: Ob Herr Liang sich wirklich "mit harter Stirn durchgekämpft" hat und dazu imstande war, ist fraglich. Sich als hart zu bezeichnen, während man in Wahrheit weich wie Watte ist - das ist ein besonderes Merkmal der Xinyue-Gesellschaft. Zweitens: Ob Herr Liang wirklich die Elite der ganzen Nation repräsentiert, ist ebenfalls fraglich. Diese Frage lässt sich aus dem Aufsatz »Hat Literatur Klassencharakter?« beantworten. Das Wort "Proletariat" muss nicht lautlich übertragen werden, es kann durchaus sinngemäß übersetzt werden - das ist vernünftig. Aber dieser Kritiker sagt: "Schlägt man im Wörterbuch nach, ist die Bedeutung dieses Wortes nicht gerade schmeichelhaft. Laut Websters großem Wörterbuch bedeutet Proletariat: Ein Bürger der niedrigsten Klasse, der dem Staat nicht mit Eigentum dient, sondern nur durch Kinderzeugung. ...Das Proletariat ist die Klasse im Staat, die nur Kinder zu zeugen versteht! (Zumindest war das in der Römerzeit so.)" Tatsächlich braucht man um diese "Schmeichelei" nicht zu streiten. Jeder mit etwas gesundem Menschenverstand wird die Gegenwart nicht mit der Römerzeit verwechseln und heutige Proletarier nicht für Römer halten. Das ist so, als würde man "Chemie" als "Alchemie" übersetzen - kein Leser würde es mit der ägyptischen Goldmacherkunst verwechseln, und bei Herrn "Liangs" Aufsätzen würde niemand nach der Etymologie forschen und irrtümlich denken, eine "einfache Holzbrücke" könne zur Feder greifen. Selbst das "Nachschlagen im Wörterbuch" (Websters großes Wörterbuch!) bringt "nichts ein" - aber nicht alle Chinesen sind wohl so.

    • II**

Was mich am meisten interessiert in Herrn Liangs oben zitierten Worten ist, dass er an zwei Stellen "wir" verwendet, was einen gewissen Beigeschmack von "Mehrheit" und "Kollektiv" hat. Natürlich schreibt der Autor zwar allein, aber Gleichgesinnte gibt es bestimmt nicht nur einen, und "wir" zu sagen ist nicht falsch - es wirkt kraftvoller und vermeidet individuelle Verantwortung. Doch wenn "Gedanken nicht vereinheitlicht werden können" und "Meinungen frei sein sollen", gibt es - wie bei Herrn Liangs Kritik des Kapitalismus - auch einen "Makel". Nämlich: Gibt es ein "wir", gibt es auch die "anderen" außerhalb von uns. So mag das "wir" der Xinyue-Gesellschaft meinen "Totübersetzungsstil" für nicht tolerierbar halten, doch es gibt andere Leser, die nicht "nichts dabei gewinnen", und meine "Hartübersetzung" lebt unter "ihnen" weiter und unterscheidet sich noch etwas von "Totübersetzung".

Ich bin auch einer der "anderen" der Xinyue-Gesellschaft, denn meine Übersetzungsarbeit entspricht völlig anderen Bedingungen als denen, die Herr Liang fordert.

Am Anfang des Aufsatzes »Über Hartübersetzung« wird argumentiert, dass fehlerhafte Übersetzung besser sei als Totübersetzung: "Ein Buch wird niemals völlig falsch übersetzt ...Selbst wenn partielle Fehlübersetzung ein Fehler ist, gibt sie einem doch wenigstens einen Fehler. Dieser Fehler mag wahrhaft endlos schädlich sein, aber beim Lesen ist es wenigstens erfrischend." Die letzten beiden Sätze könnte man durchaus umkreisen, aber ich betreibe nie solche Machenschaften. Meine Übersetzungen zielen nicht darauf ab, den Lesern "Erfrischung" zu bieten, sondern machen oft Unbehagen, sogar Verdruss, Abscheu und Zorn. Was "erfrischend" zu lesen ist, dafür gibt es die Übersetzungen der Xinyue-Leute: Herrn Xu Zhimos Gedichte, die Romane der Herren Shen Congwen und Ling Shuhua, Herrn Chen Xiying (alias Chen Yuan) Plaudereien, Herrn Liang Shiqius Kritiken, Herrn Pan Guangdans Eugenik und Herrn Babbitts Humanismus.

Daher sind Herrn Liangs spätere Worte: "Solche Bücher zu lesen ist wie Kartenlesen - man muss den Finger ausstrecken, um die syntaktischen Verbindungslinien zu finden" für mich nur leeres Gerede, als hätte er nichts gesagt. Ja, nach meiner Ansicht erfordert das Lesen "solcher Bücher" wie das Kartenlesen das Ausstrecken des Fingers, um "syntaktische Verbindungspositionen" zu finden. Obwohl Kartenlesen nicht so "erfrischend" ist wie das Betrachten von "Yang Guifei beim Bad" oder "Drei Freunde im Winter" und sogar das Ausstrecken des Fingers erfordert (was wahrscheinlich nur Herr Liang so macht - wer Karten zu lesen gewohnt ist, braucht nur die Augen), sind Karten keine toten Bilder. So unterscheidet sich "Hartübersetzung", selbst wenn sie dieselbe Mühe kostet, naturgemäß in "etwas" von "Totübersetzung". Wer ABCD kann, hält sich für einen modernen Gelehrten, hat aber nichts mit chemischen Formeln zu tun; wer rechnen kann, hält sich für einen Mathematiker, versteht aber schriftliche Rechnungen nicht. In der heutigen Welt ist es nicht so, dass ein Gelehrter mit allem in Verbindung steht.

Doch Herr Liang hat konkrete Beispiele, er führt drei Abschnitte meiner Übersetzungen an, obwohl er weiß, dass "vielleicht wegen des fehlenden Kontexts der Sinn nicht ganz klar werden kann". In »Hat Literatur Klassencharakter?« verwendet er ähnliche Methoden, führt zwei übersetzte Gedichte an und urteilt zusammenfassend: "Vielleicht ist die große proletarische Literatur noch nicht erschienen, dann will ich warten, warten, warten." Diese Methoden sind gewiss sehr "erfrischend", aber ich kann aus demselben Heft der »Xinyue«-Zeitschrift ein Stück kreativen Schaffens - es ist kreatives Schaffen! - auf Seite acht von »Umzug« anführen:

"Haben Küken Ohren?" "Ich habe nie gesehen, dass Küken Ohren haben." "Wie hören sie dann, dass ich sie rufe?" Sie dachte an das, was die vierte Tante vorgestern gesagt hatte: Ohren sind zum Hören da, Augen zum Sehen. "Ist dieses Ei von einem weißen oder schwarzen Huhn?" Als die vierte Tante nicht antwortete, stand Zhi'er auf, berührte das Ei und fragte wieder. "Das kann man jetzt nicht sehen, man weiß es erst, wenn das Küken schlüpft." "Schwester Wan'er sagt, Küken werden zu großen Hühnern. Werden diese Küken auch zu großen Hühnern?" "Wenn man sie gut füttert, werden sie groß, oder war dieses Huhn nicht kleiner, als wir es kauften?"

Das genügt. Die "Sprache" ist verständlich, man braucht auch nicht den Finger auszustrecken, um Verbindungen zu finden, aber ich "warte" nicht mehr und finde diesen einen Abschnitt weder "erfrischend" noch sehr verschieden von Nicht-Kreativität.

Abschließend stellt Herr Liang noch eine Frage: "Chinesisch und Fremdsprachen sind verschieden ...Die Schwierigkeit des Übersetzens liegt genau hier. Wenn Grammatik, Syntax und Wortlehre zweier Sprachen völlig gleich wären, wäre Übersetzen dann noch Arbeit? ...Wir können die Syntax durchaus ändern, um Verständlichkeit als oberste Maxime zu setzen, denn 'sich mit harter Stirn durchkämpfen' ist kein Vergnügen, und 'Hartübersetzung' bewahrt auch nicht unbedingt 'den ursprünglichen kraftvollen Tonfall'. Wenn 'Hartübersetzung' wirklich 'den ursprünglichen kraftvollen Tonfall' bewahren könnte, wäre das ein Wunder - könnte man dann noch sagen, Chinesisch habe 'Mängel'?" Ich bin nicht so töricht zu erwarten, Fremdsprachen zu finden, die dem Chinesischen gleichen, oder zu hoffen, dass "Grammatik, Syntax und Wortlehre zweier Sprachen völlig gleich" seien. Ich denke nur, dass Sprachen mit komplexer Grammatik leichter zu übersetzen sind, verwandte Sprachfamilien ebenfalls, und dass es auch Arbeit ist. Holland ins Deutsche zu übersetzen, Russisch ins Polnische - kann man sagen, das unterscheide sich nicht von Nicht-Arbeit? Japanisch ist von europäischen Sprachen sehr "verschieden", aber sie haben allmählich neue Syntax hinzugefügt, wodurch es im Vergleich zur klassischen Sprache geeigneter wurde für Übersetzungen ohne Verlust des ursprünglichen kraftvollen Tonfalls. Anfangs musste man natürlich "syntaktische Verbindungspositionen suchen", was manchen "Verdruss" bereitete, aber durch Suchen und Gewöhnung ist es nun assimiliert und zu Eigenem geworden. Chinesische Grammatik ist noch unvollständiger als die japanische klassische Sprache, hat aber auch Wandlungen erfahren - zum Beispiel unterscheiden sich die »Aufzeichnungen des Großhistorikers« und die »Han-Annalen« vom »Buch der Urkunden«, und die heutige Umgangssprache unterscheidet sich wieder von den »Aufzeichnungen des Großhistorikers« und den »Han-Annalen«. Es gab Hinzufügungen, wie bei den Tang-Übersetzungen buddhistischer Sutren und den Yuan-Übersetzungen kaiserlicher Erlasse - damals waren viele "grammatische, syntaktische und lexikalische" Formen Neuschöpfungen, die nach Gewöhnung keines Fingerausstreckens mehr bedurften. Nun kommt wieder "Fremdsprachiges", viele Sätze müssen neu geschaffen werden - oder schlecht gesagt: hart geschaffen. Nach meiner Erfahrung bewahrt solches Übersetzen im Vergleich zu Aufteilungen in mehrere Sätze besser den ursprünglichen kraftvollen Tonfall, aber da Neuschöpfung nötig ist, hat das ursprüngliche Chinesisch Mängel. Was für ein "Wunder", was für ein "denn"? Dass es des "Fingerausstreckens" und "harter Stirn" bedarf, ist für manche naturgemäß "kein Vergnügen". Aber ich wollte nie "Erfrischung" oder "Vergnügen" jenen Herren darbieten - solange noch einige Leser etwas gewinnen können, sind Herrn Liang Shiqius "und Konsorten" Freud und Leid sowie ihr Nicht-Gewinnen mir wahrlich "wie vorüberziehende Wolken".

Aber Herr Liang hat auch Stellen, die ohne Rückgriff auf proletarische Literaturtheorie dennoch sehr unverständlich bleiben. Er sagt zum Beispiel: "Herrn Lu Xuns Übersetzungen der Literatur vor einigen Jahren, wie Kuriyama Hakumuras »Symbol der Pein«, waren noch nicht unverständlich, aber die kürzlich übersetzten Bücher scheinen den Stil geändert zu haben." Jeder mit etwas gesundem Menschenverstand weiß: "Chinesisch und Fremdsprachen sind verschieden", aber selbst in derselben Fremdsprache können "Stil" und "syntaktische Verbindungspositionen" je nach Autor sehr unterschiedlich sein. Sätze können kompliziert oder einfach sein, Substantive gewöhnlich oder fachspezifisch - keinesfalls ist in einer Fremdsprache der Schwierigkeitsgrad einheitlich. Meine Übersetzung von »Symbol der Pein« folgte wie heute starr Satz für Satz, sogar Wort für Wort, doch Herr Liang Shiqiu fand sie noch verständlich - das lag daran, dass der Originaltext leicht verständlich war, auch daran, dass Herr Liang Shiqiu ein neuer chinesischer Kritiker geworden war, und auch daran, dass die darin hart geschaffene Syntax verhältnismäßig gewohnt war. Für Gelehrte in entlegenen Dörfern, die nur die »Betrachtungen klassischer Texte« lesen, wäre es schwerer als "Hieroglyphen" gewesen.

    • III**

Diese "schwerer als Hieroglyphen" zu lesenden Übersetzungen proletarischer Literaturtheorie haben jedoch Herrn Liang nicht geringen Einfluss gebracht. Nicht zu verstehen kann Einfluss haben - das klingt zwar komisch, ist aber wahr. Dieser Kritiker sagt in »Hat Literatur Klassencharakter?«: "Ich kritisiere die sogenannte proletarische Literaturtheorie jetzt nur aufgrund des wenigen Materials, das ich verstehen konnte." Das heißt: Seine Kenntnis dieser Theorie ist dadurch äußerst unvollständig geworden.

Für diese Sünde können wir (einschließlich aller "Hieroglyphen"-Übersetzer, daher "wir") nur teilweise Verantwortung übernehmen - ein Teil liegt an der eigenen Verwirrung oder Faulheit des Autors. Von "diesem Lunatscharski, Plechanow" kenne ich die Bücher nicht, aber die drei Aufsätze "dieses Bogdanow und Konsorten" und Trotzkis halbes »Literatur und Revolution« gibt es sicher in englischen Übersetzungen. England hat keinen "Herrn Lu Xun", die Übersetzungen müssen äußerst verständlich sein. Herr Liang hat für die Entstehung großer proletarischer Literatur seine Geduld und seinen Mut mit "warten, warten, warten" gezeigt - warum wartet er diesmal nicht auch bei der Theorie ein wenig, sucht sie und liest sie, bevor er spricht? Nicht zu wissen, dass es sie gibt, und nicht zu suchen, heißt Verwirrung; zu wissen, dass es sie gibt, und nicht zu suchen, heißt Faulheit. Einfach stillzusitzen mag "erfrischend" sein, aber wenn man den Mund aufmacht, schluckt man leicht kalte Luft.

Zum Beispiel jener hochtrabende Aufsatz »Hat Literatur Klassencharakter?« - die Schlussfolgerung ist, dass es keinen Klassencharakter gibt. Um Klassencharakter zu beseitigen, finde ich Herrn Wu Zhihuais "was für Marx-Murks" und irgendeines Herrn Lehre "Es gibt keine Klassen in der Welt" am saubersten. Dann würden alle Stimmen verstummen und Frieden herrschen. Aber Herr Liang ist etwas von diesem "Was-für-Marx"-Gift vergiftet, er erkennt zunächst an, dass vielerorts jetzt Kapitalismus herrscht, und unter diesem System gibt es Proletarier. Nur: Diese "Proletarier hatten ursprünglich kein Klassenbewusstsein. Einige übermäßig mitfühlende, aber extreme Führer haben ihnen diese Klassenvorstellung vermittelt", um ihre Vereinigung zu fördern und ihre Kampflust zu entfachen. Richtig, aber ich denke, die Vermittler handelten nicht aus Mitgefühl, sondern aus dem Gedanken der Weltveränderung. Außerdem kann man sich nicht einer "nicht existierenden Sache" bewusst werden oder sie entfachen - dass Bewusstsein und Entfachung möglich sind, zeigt, dass das eine ursprünglich vorhandene Sache ist. Ursprünglich vorhandene Dinge lassen sich nicht lange verbergen, so wie Galilei die Erdbewegung und Darwin die Evolution lehrten - wurden sie nicht anfangs fast von Religionsleuten verbrannt oder heftig von Konservativen angegriffen? Dass die Menschen heute diese beiden Lehren nicht für merkwürdig halten, liegt daran, dass die Erde sich letztendlich bewegt und die Lebewesen sich wirklich entwickeln. Anzuerkennen, dass etwas existiert, aber es als nicht-existent zu verbergen, erfordert außerordentliche Fertigkeiten.

Aber Herr Liang hat seine eigene Methode, Kämpfe zu beseitigen. Er meint, wie Rousseau sagte: "Eigentum ist die Grundlage der Zivilisation", also "ist ein Angriff auf das Eigentumssystem ein Widerstand gegen die Zivilisation", "ein Proletarier, wenn er vielversprechend ist, kann durch ein Leben fleißiger und ehrlicher Arbeit bestimmt einiges Eigentum erlangen. Das ist der angemessene Weg des Lebenskampfes." Ich denke, obwohl Rousseau schon 150 Jahre tot ist, wird er nicht gemeint haben, dass alle vergangene und zukünftige Zivilisation auf Eigentum basiert. (Wenn er aber Wirtschaftsbeziehungen als Basis meinte, wäre das natürlich richtig.) Griechenland und Indien hatten Zivilisation, und ihre Blütezeiten waren nicht in Eigentumsgesellschaften - das wusste er wohl; wenn nicht, war das sein Fehler. Was die "angemessene" Methode betrifft, dass Proletarier "fleißig" zu Besitzenden aufsteigen sollen, das ist die alte Lehre reicher chinesischer Großväter, wenn sie gut gelaunt sind und arme Arbeiter belehren. Praktisch gibt es noch viele "Proletarier", die jetzt "fleißig und ehrlich" eine Stufe höher zu klettern suchen. Aber das ist, bevor ihnen jemand "diese Klassenvorstellung vermittelt" hat. Einmal vermittelt, wollen sie nicht mehr einzeln klettern. Wie Herr Liang richtig sagt: "Sie sind eine Klasse, sie wollen sich organisieren, sie sind ein Kollektiv, und so ergreifen sie nicht auf gewöhnlichem Weg, sondern mit einem Sprung politische und wirtschaftliche Macht und werden mit einem Sprung zur herrschenden Klasse." Aber gibt es noch "Proletarier", die "durch fleißige und ehrliche Arbeit ein Leben lang bestimmt einiges Eigentum erlangen" wollen? Natürlich gibt es sie noch. Aber sie gelten als "noch nicht zu Reichtum gekommene Besitzende". Herrn Liangs Ratschlag wird von Proletariern ausgespuckt werden und nur noch mit Großvätern gegenseitige Bewunderung finden.

Was dann? Herr Liang meint, das sei nicht besorgniserregend. Denn "diese revolutionären Erscheinungen können nicht ewig währen. Nach natürlicher Evolution wird sich das Gesetz des Überlebens des Stärkeren wieder beweisen - die Intelligenten und Fähigen werden wieder überlegene Positionen einnehmen, Besitzlose bleiben Proletarier." Aber das Proletariat weiß wohl auch, dass "antizivilisatorische Kräfte früher oder später von zivilisatorischen Kräften besiegt werden", deshalb wollen sie "die sogenannte 'proletarische Kultur' errichten ...darin eingeschlossen Literatur und Wissenschaft."

Von hier an kommt er zur eigentlichen literarischen Kritik.

    • IV**

Herr Liang sieht den Fehler der proletarischen Literaturtheorie zunächst darin, "dass sie Klassenfesseln auf die Literatur legt", denn obwohl Kapitalist und Arbeiter verschieden sind, haben sie auch Gemeinsamkeiten - "ihre Menschlichkeit (diese beiden Worte waren ursprünglich umkreist) ist nicht verschieden", zum Beispiel haben beide Freude, Zorn, Trauer, Lust und Liebe (aber "gemeint ist die Liebe selbst, nicht die Art der Liebe"), "Literatur ist die Kunst, die diese grundlegendste Menschlichkeit ausdrückt." Diese Worte sind widersprüchlich und leer. Wenn Zivilisation auf Eigentum basiert und Arme nach oben zu klettern als "vielversprechend" gilt, dann ist Aufstieg der Hauptinhalt des Lebens, Reiche sind die Krone der Menschheit, und Literatur braucht nur die Bourgeoisie darzustellen - warum so "übermäßiges Mitgefühl" auch für "unterlegene" Proletarier zeigen? Außerdem: Wie soll das "Selbst" der "Menschlichkeit" dargestellt werden? Zum Beispiel haben chemische Eigenschaften von reinen oder gemischten Stoffen Bindungskraft, physikalische Eigenschaften haben Härte - um diese Kraft und Grade zu zeigen, braucht man zwei Stoffe. Wollte man Bindungskraft und Härte des reinen "Selbst" ohne Stoffe zeigen, gibt es solche Wundermethoden nicht; aber verwendet man Stoffe, unterscheidet sich die Erscheinung je nach Stoff. Literatur kann ohne Menschen "Natur" nicht zeigen; verwendet man Menschen, und noch dazu in Klassengesellschaften, kann man Klassenzugehörigkeit nicht vermeiden - keine "Fesselung" nötig, es ergibt sich notwendig. Natürlich: "Freude, Zorn, Trauer, Lust sind menschliche Gefühle", aber Arme haben bestimmt nicht den Verdruss bankrotter Börsengeschäfte, und wie sollte der Petroleumkönig die Bitterkeit einer Pekinger Kohlenasche sammelnden alten Frau kennen? Hungernde in Katastrophengebieten züchten wohl kaum Orchideen wie reiche Großväter, und Jiao Da aus dem Jia-Anwesen liebte auch nicht Schwester Lin. "Sirenen! Lenin!" ist sicher noch keine proletarische Literatur, aber "alle Dinge!", "alle Menschen!", "Freudiges kommt, Menschen freuen sich!" ist auch keine Literatur, die das "Selbst" der "Menschlichkeit" ausdrückt. Wenn Literatur, die die allgemeinste Menschlichkeit ausdrückt, als höchste gilt, dann müsste Literatur, die die allgemeinste Tiernatur ausdrückt - Ernährung, Atmung, Bewegung, Fortpflanzung - oder ohne "Bewegung" Literatur, die biologische Natur ausdrückt, noch höher stehen. Sagt man, weil wir Menschen sind, beschränken wir uns auf Menschlichkeit, dann wollen Proletarier, weil sie Proletariat sind, proletarische Literatur schaffen.

Zweitens sagt Herr Liang, die Klasse des Autors habe nichts mit dem Werk zu tun. Tolstoi stammte aus dem Adel, sympathisierte aber mit Armen, befürwortete jedoch keinen Klassenkampf; Marx war kein Proletarier; der lebenslang arme Dr. Johnson übertraf in Charakter und Äußerungen Adelige. Daher solle man Literatur nach dem Werk selbst beurteilen, nicht nach Klasse und Stand des Autors. Diese Beispiele beweisen keineswegs die Klassenlosigkeit der Literatur. Tolstoi sympathisierte gerade wegen seiner adligen Herkunft, da alte Eigenschaften nicht völlig getilgt waren, nur mit Armen, ohne Klassenkampf zu befürworten. Marx war ursprünglich kein Proletarier, hatte aber auch keine literarischen Werke - wir können nicht spekulieren, was er ausgedrückt hätte, wenn er geschrieben hätte, bestimmt nicht die Liebe selbst ohne Methode. Was Dr. Johnson betrifft, der lebenslang arm war, aber Charakter und Äußerungen von Fürsten übertraf - ich verstehe den Grund nicht, da ich englische Literatur und seine Biographie nicht kenne. Vielleicht wollte er ursprünglich "durch fleißige und ehrliche Arbeit ein Leben lang bestimmt einiges Eigentum erlangen" und dann zur Adelsklasse aufsteigen, blieb aber letztendlich "unterlegen" und konnte nicht einmal angemessenes Eigentum anhäufen, so dass nur leere Pose blieb - "erfrischend".

Drittens sagt Herr Liang: "Gute Werke sind immer das Privileg weniger, die Mehrheit ist immer dumm, immer ohne Bezug zur Literatur", aber Urteilskraft habe nichts mit Klasse zu tun, da "literarische Wertschätzung angeborenes Glück" sei - das heißt, auch im Proletariat gebe es Menschen mit diesem "angeborenen Glück". Meiner Folgerung nach können Menschen mit diesem "Glück", selbst wenn sie zu arm für Bildung und Analphabeten sind, die »Xinyue«-Zeitschrift schätzen als Beweis, dass "Menschlichkeit" und "Literatur selbst" ursprünglich klassenlos sind. Aber Herr Liang weiß auch, dass glückliche Proletarier bestimmt nicht viele sind, daher bestimmt er andere Dinge (Literatur?) für sie, "wie volkstümliche Dramen, Filme, Kriminalromane", da "gewöhnliche Arbeiter und Bauern Unterhaltung brauchen, vielleicht etwas künstlerische Unterhaltung". So scheint Literatur tatsächlich je nach Klasse verschieden, aber das bestimmt sich nach hoher oder niedriger Urteilskraft. Diese Kraft zu kultivieren hat nichts mit Wirtschaft zu tun, sondern ist Gottes Gabe - "Glück". Daher sollen Literaten frei schaffen, weder von Königshäusern und Adel angestellt noch vom Proletariat bedroht werden, lobpreisende Artikel zu schreiben. Das ist richtig, aber in den proletarischen Literaturtheorien, die wir gesehen haben, sagte niemand, Literaten einer Klasse sollten nicht von Königshäusern und Adel angestellt, sondern vom Proletariat bedroht werden, lobpreisende Artikel zu schreiben. Es heißt nur: Literatur hat Klassencharakter; in Klassengesellschaften meinen Literaten zwar "frei" und über Klassen erhaben zu sein, werden aber unbewusst doch vom Klassenbewusstsein ihrer eigenen Klasse beherrscht - ihre Schöpfungen sind nicht die Kultur anderer Klassen. Zum Beispiel ist Herrn Liangs Artikel ursprünglich dazu gedacht, Klassencharakter in der Literatur aufzuheben und Wahrheit zu verkünden. Aber Eigentum als Ahnherr der Zivilisation zu setzen und Arme als unterlegenen Abschaum zu bezeichnen - ein Blick genügt, um zu erkennen, dass das eine "Waffe" - nein, ein "Artikel" des Bourgeoisienkampfes ist. Wenn proletarische Literaturtheoretiker Literaturtheorien, die "gesamte Menschheit" und "Überklasslichkeit" beanspruchen, als Hilfe für Besitzende betrachten, gibt das ein sehr klares Beispiel. Was Herrn Cheng Fangwu angeht mit seinem "Sie werden bestimmt siegen, also gehen wir hin, sie zu führen und zu trösten" - nachdem er "gegangen" ist, "schickt" er die "anderen" außer sich selbst fort -, solche proletarischen Literaten haben wie Herr Liang den Fehler "nach eigenem Gutdünken" mit proletarischer Literaturtheorie.

Außerdem hasst Herr Liang am meisten, dass proletarische Literaturtheoretiker Literatur als Kampfwaffe, das heißt als Propaganda betrachten. Er ist "nicht dagegen, dass jemand Literatur nutzt, um andere Ziele zu erreichen", kann aber "nicht anerkennen, dass Propagandatexte Literatur sind". Ich finde das überflüssige Aufregung. Nach den Theorien, die ich gesehen habe, sagen alle nur, dass alle Literatur etwas propagiert, niemand behauptet, nur Propagandatexte seien Literatur. Allerdings gab es seit vorvoriges Jahr in China viele Gedichte und Romane, die Slogans und Parolen einfügten und meinten, das sei proletarische Literatur. Aber das lag daran, dass sowohl Inhalt als auch Form keine proletarische Atmosphäre hatten - ohne Slogans und Parolen konnten sie ihre "Neuheit" nicht zeigen. Tatsächlich war das auch keine proletarische Literatur. Dieses Jahr zitierte der berühmte "proletarische Literaturkritiker" Herr Qian Xingcun in »Tukengzhe« noch Lunatscharski mit dem Argument, dass er Literatur schätzte, die Massen verstehen können, was den Gebrauch von Slogans und Parolen rechtfertige, zur Verteidigung jener "revolutionären Literatur". Aber ich finde, das ist wie bei Herrn Liang Shiqiu eine absichtliche oder unabsichtliche Fehlinterpretation. Was Lunatscharski als von Massen verständlich bezeichnete, bezog sich auf Textstile wie die kleinen Hefte, die Tolstoi für Bauern schrieb, auf Grammatik, Melodien und Humor, die Arbeiter und Bauern sofort verstehen. Man braucht nur zu sehen, dass Demian Bedny für Gedichte die Rote Fahne erhielt, aber seine Gedichte keine Slogans und Parolen verwenden, um das zu verstehen.

Schließlich will Herr Liang die Ware sehen. Das ist richtig, die praktischste Methode; aber zwei übersetzte Gedichte als Zurschaustellung zu kopieren ist falsch. In »Xinyue« gab es schon »Über die Schwierigkeit des Übersetzens«, ganz zu schweigen von übersetzter Dichtung. Nach meiner Sicht gibt es in Lunatscharkis »Der befreite Don Quijote«, Fadejews »Vernichtung«, Gladkows »Zement« keine vergleichbaren Werke in China in diesen elf Jahren. Das bezieht sich auf Schriftsteller vom Typ der "Xinyue-Gesellschaft", die im Schatten bürgerlicher Zivilisation leben und sie von Herzen unterstützen. Unter den Werken sogenannter proletarischer Autoren kann ich auch keine entsprechenden Leistungen nennen. Aber Herr Qian Xingcun verteidigte auch: Die neue Klasse sei natürlich unreif und einfach in literarischer Fertigkeit; sofort gute Werke von ihnen zu verlangen sei "bürgerliche" Böswilligkeit. Das ist völlig richtig für Arbeiter und Bauern. Solche unvernünftige Forderungen sind wie Vorwürfe an Verhungerte und Frierende, warum sie nicht so fett seien wie Reiche. Aber chinesische Autoren sind tatsächlich nicht gerade erst von Hacke und Axt Gekommene, die meisten sind Intellektuelle, die Schulen besuchten, manche sogar längst berühmte Literaten. Verschwanden nach Überwindung des kleinbürgerlichen Bewusstseins auch die früheren literarischen Fertigkeiten? Unmöglich. Russische alte Autoren wie Alexei Tolstoi, Veresaev, Prishvin haben bis heute gute Werke. Chinas Autoren mit Slogans ohne entsprechende Beweise - ich denke, die Krankheitswurzel liegt nicht in "Literatur als Waffe des Klassenkampfs", sondern in "Klassenkampf als Waffe der Literatur". Unter der Fahne "proletarische Literatur" versammelten sich nicht wenige Opportunisten. Betrachtet man die Buchankündigungen des letzten Jahres, war fast jedes Buch revolutionäre Literatur, und Kritiker machten aus Rechtfertigung "Abrechnung" - das heißt, sie ließen Literatur unter dem Schutz des "Klassenkampfs" sitzen, wodurch Literatur selbst keine Anstrengung brauchte und so zu beiden Seiten, Literatur und Kampf, wenig Beziehung hatte.

Aber Chinas momentane Zeiterscheinung kann natürlich keinesfalls als Gegenbeweis für das Aufkommen proletarischer Literatur dienen. Herr Liang weiß das auch, daher macht er am Ende Zugeständnisse: "Wenn proletarische Revolutionäre unbedingt ihre Propagandaliteratur proletarische Literatur nennen wollen, ist das immerhin eine Art neue Literatur, eine neue Errungenschaft im Literaturterritorium. Es ist nicht nötig, 'Nieder mit bürgerlicher Literatur!' zu rufen und um literarisches Gebiet zu kämpfen, denn das literarische Gebiet ist zu groß - Neues hat immer seinen Platz." Aber das klingt wie "chinesisch-japanische Freundschaft, gemeinsames Bestehen und Gedeihen". Aus Sicht noch nicht flügger Proletarier ist das Betrug. "Proletarische Literaten", die so wollen, gibt es jetzt wohl wirklich, aber das sind Herrn Liangs sogenannte "vielversprechende" "Proletarier", die zur Bourgeoisie aufsteigen wollen - ihre Werke sind Klagen armer Gelehrter vor dem Staatsexamen. Von Anfang bis zum Aufstieg und danach ist das niemals proletarische Literatur. Proletarische Literatur ist ein Flügel im Kampf zur Befreiung der eigenen Klasse und aller Klassen durch eigene Kraft - sie will das Ganze, nicht eine Ecke. Um das an der literarischen Kritik zu veranschaulichen: Stellte man im "Palast der Kunst" der "Menschlichkeit" (das müsste man von Herrn Cheng Fangwu leihen) nach Süden zwei Tigerfellthrone auf und ließe die Herren Liang Shiqiu und Qian Xingcun nebeneinander sitzen, einer rechts mit "Xinyue", einer links mit "Sonne" - das wäre wahrhaft "Kapital-Arbeiter"-Schönheit.

    • V**

Hier kann wieder von meiner "Hartübersetzung" die Rede sein.

Nach meiner Vermutung ist das eine sehr naheliegende Frage: Wenn proletarische Literatur hauptsächlich Propaganda ist und Propaganda von vielen verstanden werden muss, wofür übersetzt du dann diese schwer verständlichen theoretischen "Hieroglyphen"? Ist das nicht wie Nicht-Übersetzen?

Meine Antwort: Für mich selbst und einige, die sich als proletarische Literaturkritiker ausgeben, und einen Teil der Leser, die nicht "Erfrischung" suchen, Schwierigkeiten nicht scheuen und etwas von dieser Theorie verstehen wollen.

Seit vorvoriges Jahr gab es viele Angriffe gegen mich persönlich. In fast jeder Zeitschrift sah man "Lu Xun", und der Ton der Autoren schien auf den ersten Blick meist der revolutionärer Literaten zu sein. Aber nachdem ich einige gelesen hatte, fand ich allmählich zu viel leeres Gerede. Das Seziermesser traf nicht die Gelenke, und wo Kugeln trafen, waren keine tödlichen Verletzungen. Zum Beispiel meine Klassenzugehörigkeit - bis heute ist sie unbestimmt: mal kleinbürgerlich, mal "bürgerlich", manchmal sogar "feudaler Rest" und außerdem einem Affen gleich (siehe »Ostkyoto-Korrespondenz« in »Chuangzao Yuekan«); einmal wurde sogar die Zahnfarbe gescholten. In solcher Gesellschaft ist es durchaus möglich, dass feudale Reste Aufsehen erregen, aber dass feudaler Rest gleich Affe ist, erklärt keine "materialistische Geschichtsauffassung", und man findet auch keine Belege, dass gelbe Zähne der proletarischen Revolution schaden. Ich dachte: Solche Theorien als Referenz sind zu wenig, daher ist jeder etwas verwirrt. Gegen Feinde zu sezieren, zu zerkauen, ist jetzt unvermeidlich, aber mit einem Anatomiebuch und einem Kochbuch, nach Vorschrift verfahrend, wären Struktur und Geschmack doch klarer und schmackhafter. Menschen vergleichen revolutionäre oft mit Prometheus aus der Mythologie, der Feuer für Menschen stahl und trotz Himmelsherrscherpein nicht bereute - ihre Großherzigkeit und Standhaftigkeit sind ähnlich. Aber ich stahl Feuer aus anderen Ländern, um mein eigenes Fleisch zu kochen, in der Hoffnung, dass es besser schmeckt und auch die Kauenden mehr Nutzen haben - ich verschwendete meinen Körper nicht umsonst. Der Ausgangspunkt ist rein individualistisch und enthält kleinbürgerliche Verschwendung sowie langsam das Seziermesser herauszuholen und ins Herz der Sezierer zu stechen - "Rache". Herr Liang sagt: "Sie wollen Rache!" Tatsächlich nicht nur "sie" - solche Menschen gibt es auch unter "feudalen Resten". Aber ich will auch der Gesellschaft nützen; was Zuschauer sehen, ist trotzdem Feuer und Licht. So begann ich mit »Literaturpolitik«, da es Meinungen verschiedener Richtungen enthält.

Herr Zheng Boqi betreibt jetzt einen Buchladen und druckt Hauptmanns und Gregory-Dramen, damals war er noch revolutionärer Literat und lachte in der von ihm herausgegebenen »Wenyi Shenghuo« über meine Übersetzung dieses Buches als ungewollten Niedergang, bedauerlicherweise von anderen überholt. Ein Buch zu übersetzen, um aufzusteigen - revolutionärer Literat zu werden ist wirklich zu einfach, dachte ich nicht. Eine Boulevardzeitung sagte, meine Übersetzung der »Kunsttheorie« sei "Kapitulation". Ja, Kapitulation kommt in der Welt oft vor. Aber Generalissimus Cheng Fangwu war damals schon aus japanischen heißen Quellen geklettert und wohnte in Pariser Hotels - wem hätte ich hier Treue schwören sollen? Dieses Jahr ist die Darstellung wieder anders: In »Tukengzhe« und »Xiandai Xiaoshuo« heißt es "Richtungswechsel". Ich sah in manchen japanischen Zeitschriften diese vier Zeichen bei dem früheren Neuen-Gefühl-Autor Kataoka Teppei als Ehrentitel. Tatsächlich ist dieses wirre Gerede auch nur Namensbetrachtung ohne Nachdenken - die alte Krankheit. Ein Buch über proletarische Literatur zu übersetzen reicht nicht als Richtungsbeweis; Fehlübersetzung würde eher schaden. Meine Übersetzungen will ich auch diesen schnell urteilenden proletarischen Literaturkritikern widmen, da sie die Pflicht haben, ohne "Erfrischung" zu begehren, mühsam diese Theorien zu erforschen.

Aber ich bin überzeugt, nie absichtlich falsch übersetzt zu haben. Wenn ich unbewusste Kritiker an wunden Stellen treffe, lächle ich; treffen sie meine wunden Stellen, ertrage ich den Schmerz, will aber niemals etwas hinzufügen oder wegnehmen - das ist auch ein Grund für durchgehende "Hartübersetzung". Natürlich wird es immer bessere Übersetzer geben, die weder verfälschende noch "harte" oder "tote" Texte schaffen können - dann werden meine Übersetzungen natürlich ausgesondert. Ich will nur die Lücke von "nichts" zu "besser" füllen.

Doch die Welt hat viel Papier, aber jede Literatengruppe wenig Leute. Großer Ehrgeiz, schwache Kraft - sie können nicht alles Papier beschreiben. So seufzen die Kritiker einer Gruppe, die Feinde bekämpfen, Freunde helfen und Andersdenkende vernichten sollen, wenn sie andere Papier beschreiben sehen, und können ihr Kopfschütteln und Stampfen nicht unterdrücken. Shanghais »Shenbao« nennt Übersetzer sozialwissenschaftlicher Werke sogar "Hunde und Katzen" - so groß ist der Zorn. Herr Jiang Guangci, "dessen Position in Chinas neuer Literatur längst allgemein bekannt ist", ging nach Tokyos zur Kur und traf Kuraihara Korehito. Als von vielen schlechten japanischen Übersetzungen die Rede war, schwerer zu lesen als Originale, lachte er und sagte: "...Chinas Übersetzungswelt ist noch verwirrender. Kürzlich sind viele chinesische Bücher aus dem Japanischen übersetzt. Wenn Japaner europäische Werke mit Fehlern und Kürzungen übersetzen und das aus dem Japanischen ins Chinesische kommt, werden diese Werke nicht zur Hälfte entstellt?" (siehe »Tukengzhe«) - auch tiefe Unzufriedenheit mit Übersetzungen, besonders Rückübersetzungen. Aber Herr Liang nennt wenigstens Buchtitel und Fehler, Herr Jiang lächelt nur süß und fegt alles weg - viel umfassender. Kuraihara Korehito übersetzte viele Literaturtheorien und Romane direkt aus dem Russischen, was mir persönlich sehr half. Ich hoffe, China hat ein, zwei solche ehrliche russische Übersetzer, die kontinuierlich gute Bücher übersetzen, statt nur einmal "Idiot!" zu rufen und die Verantwortung revolutionärer Literaten für erfüllt zu halten.

Aber jetzt? Diese Dinge übersetzt Herr Liang Shiqiu nicht, der große Mann, der andere "Hunde und Katzen" nennt, übersetzt auch nicht. Herr Jiang, der Russisch lernte, wäre am geeignetsten, aber nach der Kur kam nur »Eine Woche« heraus, während Japan schon zwei Übersetzungen hatte. China sprach einst viel von Darwin und Nietzsche, zur Zeit des Weltkriegs beschimpfte man sie heftig, aber Darwins Übersetzungen gibt es bis heute nur eine, Nietzsches nur eine halbe. Englisch- und Deutschgelehrte sowie Literaten haben keine Zeit oder verschmähen es. So muss man wohl vorläufig Spott und Schelte ertragen und weiter aus dem Japanischen rückübersetzen oder ein Original nehmen und mit japanischen Übersetzungen vergleichend direkt übersetzen. Ich will das weiter tun und hoffe auf mehr solche Menschen, um die Leere in gründlichen hohen Reden zu füllen, da wir nicht wie Herr Jiang "lachen können" und nicht wie Herr Liang "warten, warten, warten" sollen.

    • VI**

Am Anfang sagte ich: "Sich als hart zu bezeichnen, während man tatsächlich weich wie Watte ist - das ist ein besonderes Merkmal der Xinyue-Gesellschaft." Hier sollte ich kurz ergänzen und damit diesen Aufsatz beschließen.

»Xinyue« trat von Beginn an für "strenge Haltung" ein, aber wer schimpft, wird beschimpft, wer spottet, wird verspottet. Das ist nicht falsch, es ist "wie du mir, so ich dir", auch eine Art "Rache", aber nicht für sich selbst. Bis zur Werbung des zusammengefassten Bandes sechs und sieben des zweiten Bandes heißt es noch: "Wir alle wahren eine 'tolerante' Haltung (außer dass 'intolerante' Haltung etwas ist, was wir nicht tolerieren können), wir alle mögen stabile, vernünftige Lehren." Die ersten beiden Sätze sind auch richtig, "Auge um Auge, Zahn um Zahn", konsequent wie anfangs. Aber auf diesem breiten Weg führt das zu "Gewalt gegen Gewalt", was mit der von den Xinyue-Herren geliebten "Stabilität" unvereinbar ist.

Diesmal wurde die "freie Meinungsäußerung" der Xinyue-Gesellschaft unterdrückt. Nach alter Methode müsste man die Unterdrücker ebenfalls unterdrücken, aber die Reaktion in »Xinyue« war ein Aufsatz »An die Unterdrücker der Meinungsfreiheit«, der erst die Parteigrundsätze der Gegenseite, dann ausländische Gesetze, schließlich ost-westliche Geschichtsbeispiele zitiert, um zu zeigen, dass Unterdrücker der Freiheit oft dem Untergang geweiht sind - eine wohlmeinende Warnung für die Gegenseite.

Daher ist die "strenge Haltung" und "Auge um Auge"-Methode der Xinyue-Gesellschaft letzten Endes nur gegen gleichstarke oder schwächere Menschen gerichtet. Bekommt man von Mächtigen geschwollene Augen, macht man eine Ausnahme, hält nur die Hand vors Gesicht und ruft: "Pass auf deine eigenen Augen auf!"

    • [Gewohnheit und Reform]**

Menschen, deren Körper und Geist bereits verhärtet sind, widersetzen sich selbst kleinsten Reformen. Oberflächlich scheinen sie Unbequemlichkeit zu fürchten, tatsächlich fürchten sie Nachteile für sich, aber ihre Vorwände erscheinen oft äußerst gerecht und würdevoll.

Das diesjährige Verbot des Mondkalenders ist belanglos, ohne große Bedeutung, aber Händler jammern natürlich laut. Nicht nur das - selbst Shanghais arbeitslose Nichtstuer und Firmenangestellte seufzen oft wehmütig, sagen, das sei sehr unpraktisch für Bauern beim Ackerbau oder für Schiffe beim Warten auf Gezeiten. Sie denken plötzlich an längst unverbundene Dorfbauern und Seefahrer. Das scheint wahrhaft philanthropisch.

Am 23. Tag des zwölften Mondmonats knallten überall Feuerwerkskörper. Ich fragte einen Ladengehilfen: "Kann man dieses Jahr noch nach dem alten Kalender feiern, nächstes Jahr bestimmt nach dem neuen?" Die Antwort: "Nächstes Jahr ist nächstes Jahr, das sehen wir nächstes Jahr." Er glaubt nicht, dass nächstes Jahr unbedingt nach Sonnenkalender gefeiert werden muss. Aber auf Kalendern wurde tatsächlich der Mondkalender gestrichen, nur Jahreszeiten blieben. Doch in Zeitungen erschien Werbung für »120-Jahre-Mond-Sonnen-Kalender«. Gut, sie haben sogar für Ur-Urenkel-Zeiten den Mondkalender vorbereitet - 120 Jahre!

Obwohl die Herren Liang Shiqiu die Mehrheit sehr verachten, ist die Macht der Mehrheit gewaltig und wichtig. Wollen Reformer nicht das Volk verstehen und Führung und Verbesserung bieten, dann haben hohe Reden, Romantik oder Klassik nichts mit ihnen zu tun und bleiben nur wenigen zur gegenseitigen Bewunderung in Studierstuben, mit Selbstzufriedenheit. Gäbe es wirklich eine "gute Regierung", die Reformen erließe, würden sie bald auf den alten Weg zurückgezogen.

Wahre Revolutionäre haben einzigartige Einsichten. Herr Uljanow zum Beispiel schloss "Sitten" und "Gewohnheiten" in "Kultur" ein und hielt ihre Reform für sehr schwierig. Ich denke: Ohne Reform wäre Revolution erfolglos, wie ein Turm auf Sand, der sofort einstürzt. Chinas anfängliche antimanschurische Revolution fand leicht Anklang, weil das Motto "Wiederherstellung alter Dinge", also "Rückbesinnung" war, womit konservative Menschen leicht einverstanden waren. Aber später gab es nicht die geschichtlich übliche Blütezeit nach Dynastiegründung - nur ein Zopf ging verloren, was alle sehr unzufrieden machte.

Spätere neuere Reformen scheiterten alle: Reform um ein, zwei Unzen, Reaktion um zehn Pfund. Wie oben erwähnt: Ein Jahr kein Mondkalender auf Kalendern, dann kam ein 120-Jahre-Mond-Sonnen-Kalender.

Solche Kalender werden sicher viele begrüßen, da sie von Sitten und Gewohnheiten unterstützt werden. Anderes ist genauso: Ohne tiefes Eindringen in große Volksschichten, ohne Erforschung, Sektion und Bewertung von Sitten und Gewohnheiten, ohne sorgfältige Wahl von Methoden für Bewahrung und Abschaffung, wird jede Reform von gewohnheitsmäßigen Felsen zermalmt oder nur oberflächlich eine Zeit schwimmen.

Jetzt ist nicht die Zeit, in Studierstuben mit Büchern über Religion, Recht, Literatur, Kunst zu sprechen. Selbst wenn man davon sprechen will, muss man erst Gewohnheiten und Sitten kennen und den Mut und die Ausdauer haben, deren dunkle Seiten zu betrachten. Ohne klare Sicht gibt es keine Reform. Nur zukünftiges Licht zu verkünden betrügt träge Selbst und träges Publikum.

    • [Nichtrevolutionäre radikale Revolutionstheoretiker]**

Zu sagen, jede große Revolutionsarmee müsse aus Kämpfern mit völlig korrektem, klarem Bewusstsein bestehen, sonst sei sie keine wahre Revolutionsarmee und nicht der Beachtung wert - das klingt zunächst sehr berechtigt und gründlich, ist aber unmögliche Aufgabe, leeres Gerede, süße Medizin, die Revolution vergiftet.

Wie unter imperialistischer Herrschaft unmöglich jeder Mensch zu "Menschenliebe" erzogen und dann lächelnd zur "Weltgemeinschaft" werden kann, so lassen Kräfte, gegen die Revolutionäre kämpfen, durch Wort oder Tat nicht zu, dass die Mehrheit korrektes Bewusstsein erreicht. Daher haben aufstrebende Revolutionsgruppen meist nur gemeinsame Unzufriedenheit mit der Gegenwart, während Endziele sehr verschieden sind: für Gesellschaft, kleine Gruppen, Geliebte, sich selbst oder sogar Selbstmord. Trotzdem kann die Revolutionsarmee voranschreiten. Denn beim Vormarsch töten Kugeln von Individualisten und Kollektivisten Feinde gleich wirksam; stirbt ein Kämpfer, sinkt die Kampfkraft gleichermaßen. Natürlich führen verschiedene Endziele zu Desertion, Flucht, Verzagtheit, Verrat, aber solange der Vormarsch nicht behindert wird, wird diese Truppe immer reiner und schlagkräftiger.

Als ich für Ye Yongzhens »Kleine zehn Jahre« ein Vorwort schrieb, meinte ich, der Gesellschaft gedient zu haben. Der Protagonist ging an die Front, stand Wache (obwohl er nicht mal Schießen lernte) - viel praktischer als Literaten, die nur klagend knien oder wütend schreiben. Zu verlangen, heutige Kämpfer seien alle bewusst und stahlhart, ist nicht nur utopische Phantasie, sondern unvernünftige Strenge.

Aber später sah ich in »Shenbao« schärfere, gründlichere Kritik: Da der Protagonist aus Eigennutz zur Armee ging, große Unzufriedenheit. »Shenbao« ist friedliebendste, revolutionsfeindlichste Zeitung - das schien zunächst unpassend. Hier will ich scheinbar gründliche Revolutionäre entlarven, die tatsächlich höchst unrevolutionär oder revolutionsschädlich sind - individualistische Debattierer, die zur Seele der Zeitung passen.

Erstens Dekadente: Da sie keine festen Ideale und Fähigkeiten haben, verfallen sie und suchen momentane Genüsse. Bestimmte Genüsse erzeugen Überdruss, sie suchen ständig neue Reize, die heftig sein müssen für Wohlgefühl. Revolution ist einer dieser neuen Reize, wie Vielfraße nach Fett und Süßem geschmacksüberdrüssig werden, schwachen Magen bekommen und Pfeffer und Chili brauchen, um zu schwitzen und einen halben Reis hinunterzubekommen. Bei revolutionärer Literatur wollen sie gründliche, vollständige revolutionäre Literatur; zeigt sich zeitbedingte Mangelhaftigkeit, runzeln sie die Stirn und finden es nicht beachtenswert. Von Realität getrennt zu sein macht nichts, Hauptsache erfrischend. Frankreichs Baudelaire, bekanntlich dekadenter Dichter, begrüßte Revolution, hasste sie aber, als sie sein dekadentes Leben bedrohte. Daher können Revolutionäre auf Papier vor der Revolution, noch dazu gründlichste, extremste, beim Umsturz ihre frühere Maske abreißen - unbewusste Maske. Solche Geschichtsbeispiele sollte man Cheng Fangwu-artigen "revolutionären Literaten" widmen, die bei kleinen Problemen oder Positionen (oder Geld) nach Tokyo oder Paris fliehen.

Zweitens - ich finde noch keinen Namen. Jedenfalls sind es Menschen ohne feste Meinung, die nichts für richtig halten und letztendlich den Status quo für das Beste. Als Kritiker reden sie zufällig und widerlegen Gegensätzliches. Gegen Hilfsbereitschaft nutzen sie Konkurrenzkampf, gegen Konkurrenzkampf nutzen sie Hilfsbereitschaft; gegen Friedensideologie nutzen sie Klassenkampftheorie, gegen Kampf predigen sie Menschenliebe. Ist der Gegner Idealist, nehmen sie materialistische Position ein; beim Debattieren mit Materialisten werden sie zu Idealisten. Kurz gesagt: Sie messen mit englischen Ellen russische Werst und mit französischen Ellen Meter und stellen fest, dass nichts übereinstimmt. Da alles andere nicht übereinstimmt, fühlen sie sich ewig als "Wahrer der Mitte" und sind ewig selbstzufrieden. Aus solcher Kritik folgt: Ist etwas nicht vollständig, mangelhaft, taugt es nichts. Aber gegenwärtigen Menschen und Dingen - wo gäbe es völlige Vollkommenheit ohne Mängel? Sicherheitshalber ist es am besten, sich nicht zu rühren. Doch dieses Sich-nicht-Rühren ist auch ein großer Fehler. Jedenfalls ist Menschsein außerordentlich schwierig, Revolutionär-Sein erst recht.

Der »Shenbao«-Kritiker verlangt von »Kleine zehn Jahre« zwar gründlich revolutionäre Protagonisten, aber sozialwissenschaftliche Übersetzungen begegnet er mit bissigem Spott - also gehört diese Seele zur zweiten Kategorie mit etwas dekadenter Lebenslangeweile, die Chili zur Magenöffnung will.

从前年以来,对于我个人的攻击是多极了,每一种刊物上,大抵总要看见“鲁迅”的名字,而作者的口吻,则粗粗一看,大抵好象革命文学家。但我看了几篇,竟逐渐觉得废话太多了。解剖刀既不中腠理,子弹所击之处,也不是致命伤。例如我所属的阶级罢,就至今还未判定,忽说小资产阶级,忽说“布尔乔亚”,有时还升为“封建余孽”,而且又等于猩猩;(见《创造月刊》上的《东京通信》;)有一回则骂到牙齿的颜色。在这样的社会里,有封建余孽出风头,是十分可能的,但封建余孽就是猩猩,却在任何“唯物史观”上都没有说明,也找不出牙齿色黄,即有害于无产阶级革命的论据。我于是想,可供参考的这样的理论,是太少了,所以大家有些胡涂。对于敌人,解剖,咬嚼,现在是在所不免的,不过有一本解剖学,有一本烹饪法,依法办理,则构造味道,总还可以较为清楚,有味。人往往以神话中的Prometheus比革命者,以为窃火给人,虽遭天帝之虐待不悔,其博大坚忍正相同。但我从别国里窃得火来,本意却在煮自己的肉的,以为倘能味道较好,庶几在咬嚼者那一面也得到较多的好处,我也不枉费了身躯:出发点全是个人主义,并且还夹杂着小市民性的奢华,以及慢慢地摸出解剖刀来,反而刺进解剖者的心脏里去的“报复”。梁先生说“他们要报复!”其实岂只“他们”,这样的人在“封建余孽”中也很有的。然而,我也愿意于社会上有些用处,看客所见的结果仍是火和光。这样,首先开手的就是《文艺政策》,因为其中含有各派的议论。


郑伯奇先生现在是开书铺,印Hauptmann和Gregory夫人的剧本了,那时他还是革命文学家,便在所编的《文艺生活》上,笑我的翻译这书,是不甘没落,而可惜被别人着了先鞭。翻一本书便会浮起,做革命文学家真太容易了,我并不这样想。有一种小报,则说我的译《艺术论》是“投降”。是的,投降的事,为世上所常有。但其时成仿吾元帅早已爬出日本的温泉,住进巴黎的旅馆了,在这里又向谁去输诚呢。今年,说法又两样了,在《拓荒者》和《现代小说》上,都说是“方向转换”。我看见日本的有些杂志中,曾将这四字加在先前的新感觉派片冈铁兵上,算是一个好名词。其实,这些纷纭之谈,也还是只看名目,连想也不肯想的老病。译一本关于无产文学的书,是不足以证明方向的,倘有曲译,倒反足以为害。我的译书,就也要献给这些速断的无产文学批评家,因为他们是有不贪“爽快”,耐苦来研究这些理论的义务的。


但我自信并无故意的曲译,打着我所不佩服的批评家的伤处了的时候我就一笑,打着我的伤处了的时候我就忍疼,却决不肯有所增减,这也是始终“硬译”的一个原因。自然,世间总会有较好的翻译者,能够译成既不曲,也不“硬”或“死”的文章的,那时我的译本当然就被淘汰,我就只要来填这从“无有”到“较好”的空间罢了。


然而世间纸张还多,每一文社的人数却少,志大力薄,写不完所有的纸张,于是一社中的职司克敌助友,扫荡异类的批评家,看见别人来涂写纸张了,便喟然兴叹,不胜其摇头顿足之苦。上海的《申报》上,至于称社会科学的翻译者为“阿狗阿猫”,其愤愤有如此。在“中国新兴文学的地位,早为读者所共知”的蒋光Z先生,曾往日本东京养病,看见藏原惟人。谈到日本有许多翻译太坏,简直比原文还难读……他就笑了起来,说:“……那中国的翻译界更要莫名其妙了,近来中国有许多书籍都是译自日文的,如果日本人将欧洲人那一国的作品带点错误和删改,从日文译到中国去,试问这作品岂不是要变了一半相貌么?……”(见《拓荒者》)也就是深不满于翻译,尤其是重译的表示。不过梁先生还举出书名和坏处,蒋先生却只嫣然一笑,扫荡无余,真是普遍得远了。藏原惟人是从俄文直接译过许多文艺理论和小说的,于我个人就极有裨益。我希望中国也有一两个这样的诚实的俄文翻译者,陆续译出好书来,不仅自骂一声“混蛋”就算尽了革命文学家的责任。


然而现在呢,这些东西,梁实秋先生是不译的,称人为“阿狗阿猫”的伟人也不译,学过俄文的蒋先生原是最为适宜的了,可惜养病之后,只出了一本《一周间》,而日本则早已有了两种的译本。中国曾经大谈达尔文,大谈尼采,到欧战时候,则大骂了他们一通,但达尔文的著作的译本,至今只有一种,尼采的则只有半部,学英、德文的学者及文豪都不暇顾及,或不屑顾及,拉倒了。所以暂时之间,恐怕还只好任人笑骂,仍从日文来重译,或者取一本原文,比照了日译本来直译罢。我还想这样做,并且希望更多有这样做的人,来填一填彻底的高谈中的空虚,因为我们不能像蒋先生那样的“好笑起来”,也不该如梁先生的“等着,等着,等着”了。





我在开头曾有“以硬自居了,而实则其软如棉,正是新月社的一种特色”这些话,到这里还应该简短地补充几句,就作为本篇的收场。


《新月》一出世,就主张“严正态度”,但于骂人者则骂之,讥人者则讥之。这并不错,正是“即以其人之道,还治其人之身”,虽然也是一种“报复”,而非为了自己。到二卷六、七号合本的广告上,还说“我们都保持‘容忍’的态度(除了‘不容忍’的态度是我们所不能容忍以外),我们都喜欢稳健的合乎理性的学说”。上两句也不错,“以眼还眼,以牙还牙”,和开初仍然一贯。然而从这条大路走下去,一定要遇到“以暴力抗暴力”,这和新月社诸君所喜欢的“稳健”也不能相容了。


这一回,新月社的“自由言论”遭了压迫,照老办法,是必须对于压迫者,也加以压迫的,但《新月》上所显现的反应,却是一篇《告压迫言论自由者》,先引对方的党义,次引外国的法律,终引东西史例,以见凡压迫自由者,往往臻于灭亡:是一番替对方设想的警告。


所以,新月社的“严正态度”,“以眼还眼”法,归根结蒂,是专施之力量相类,或力量较小的人的,倘给有力者打肿了眼,就要破例,只举手掩住自己的脸,叫一声“小心你自己的眼睛!”




【习惯与改革】



体质和精神都已硬化了的人民,对于极小的一点改革,也无不加以阻挠,表面上好象恐怕于自己不便,其实是恐怕于自己不利,但所设的口实,却往往见得极其公正而且堂皇。


今年的禁用阴历,原也是琐碎的,无关大体的事,但商家当然叫苦连天了。不特此也,连上海的无业游民,公司雇员,竟也常常慨然长叹,或者说这很不便于农家的耕种,或者说这很不便于海船的候潮。他们居然因此念起久不相干的乡下的农夫,海上的舟子来。这真像煞有些博爱。


一到阴历的十二月二十三,爆竹就到处毕毕剥剥。我问一家的店伙:“今年仍可以过旧历年,明年一准过新历年么?”那回答是:“明年又是明年,要明年再看了。”他并不信明年非过阳历年不可。但日历上,却诚然删掉了阴历,只存节气。然而一面在报章上,则出现了《一百二十年阴阳合历》的广告。好,他们连曾孙玄孙时代的阴历,也已经给准备妥当了,一百二十年!


梁实秋先生们虽然很讨厌多数,但多数的力量是伟大,要紧的,有志于改革者倘不深知民众的心,设法利导,改进,则无论怎样的高文宏议,浪漫古典,都和他们无干,仅止于几个人在书房中互相叹赏,得些自己满足。假如竟有“好人政府”,出令改革乎,不多久,就早被他们拉回旧道上去了。


真实的革命者,自有独到的见解,例如乌略诺夫先生,他是将“风俗”和“习惯”,都包括在“文化”之内的,并且以为改革这些,很为困难。我想,但倘不将这些改革,则这革命即等于无成,如沙上建塔,顷刻倒坏。中国最初的排满革命,所以易得响应者,因为口号是“光复旧物”,就是“复古”,易于取得保守的人民同意的缘故。但到后来,竟没有历史上定例的开国之初的盛世,只枉然失了一条辫子,就很为大家所不满了。


以后较新的改革,就著著失败,改革一两,反动十斤,例如上述的一年日历上不准注阴历,却来了阴阳合历一百二十年。


这种合历,欢迎的人们一定是很多的,因为这是风俗和习惯所拥护,所以也有风俗和习惯的后援。别的事也如此,倘不深入民众的大层中,于他们的风俗习惯,加以研究,解剖,分别好坏,立存废的标准,而于存于废,都慎选施行的方法,则无论怎样的改革,都将为习惯的岩石所压碎,或者只在表面上浮游一些时。


现在已不是在书斋中,捧书本高谈宗教、法律、文艺、美术……等等的时候了,即使要谈论这些,也必须先知道习惯和风俗,而且有正视这些的黑暗面的勇猛和毅力。因为倘不看清,就无从改革。仅大叫未来的光明,其实是欺骗怠慢的自己和怠慢的听众的。




【非革命的急进革命论者】



倘说,凡大队的革命军,必须一切战士的意识,都十分正确,分明,这才是真的革命军,否则不值一哂。这言论,初看固然是很正当,彻底似的,然而这是不可能的难题,是空洞的高谈,是毒害革命的甜药。


譬如在帝国主义的主宰之下,必不容训练大众个个有了“人类之爱”,然后笑嘻嘻地拱手变为“大同世界”一样,在革命者们所反抗的势力之下,也决不容用言论或行动,使大多数人统得到正确的意识。所以每一革命部队的突起,战士大抵不过是反抗现状这一种意思,大略相同,终极目的是极为歧异的。或者为社会,或者为小集团,或者为一个爱人,或者为自己,或者简直为了自杀。然而革命军仍然能够前行。因为在进军的途中,对于敌人,个人主义者所发的子弹,和集团主义者所发的子弹是一样地能够制其死命;任何战士死伤之际,便要减少些军中的战斗力,也两者相等的。但自然,因为终极目的的不同,在行进时,也时时有人退伍,有人落荒,有人颓唐,有人叛变,然而只要无碍于进行,则愈到后来,这队伍也就愈成为纯粹,精锐的队伍了。


我先前为叶永蓁君的《小小十年》作序,以为已经为社会尽了些力量,便是这意思。书中的主角,究竟上过前线,当过哨兵,(虽然连放枪的方法也未曾被教,)比起单是抱膝哀歌,握笔愤叹的文豪们来,实在也切实得远了。倘若要现在的战士都是意识正确,而且坚于钢铁之战士,不但是乌托邦的空想,也是出于情理之外的苛求。


但后来在《申报》上,却看见了更严厉,更彻底的批评,因是书中的主角的从军,动机是为了自己,所以深加不满。《申报》是最求和平,最不鼓动革命的报纸,初看仿佛是很不相称似的,我在这里要指出貌似彻底的革命者,而其实是极不革命或有害革命的个人主义的论客来,使那批评的灵魂和报纸的躯壳正相适合。


其一是颓废者,因为自己没有一定的理想和能力,便流落而求刹那的享乐;一定的享乐,又使他发生厌倦,则时时寻求新刺戟,而这刺戟又须厉害,这才感到畅快。革命便也是那颓废者的新刺戟之一,正如饕餮者餍足了肥甘,味厌了,胃弱了,便要吃胡椒和辣椒之类,使额上出一点小汗,才能送下半碗饭去一般。他于革命文艺,就要彻底的,完全的革命文艺,一有时代的缺陷的反映,就使他皱眉,以为不值一哂。和事实离开是不妨的,只要一个爽快。法国的波特莱尔,谁都知道是颓废的诗人,然而他欢迎革命,待到革命要妨害他的颓废生活的时候,他才憎恶革命了。所以革命前夜的纸张上的革命家,而且是极彻底,极激烈的革命家,临革命时,便能够撕掉他先前的假面,──不自觉的假面。这种史例,是也应该献给一碰小钉子,一有小地位(或小款子),便东窜东京,西走巴黎的成仿吾那样“革命文学家”的。


其一,我还定不出他的名目。要之,是毫无定见,因而觉得世上没有一件对,自己没有一件不对,归根结蒂,还是现状最好的人们。他现为批评家而说话的时候,就随便捞到一种东西以驳诘相反的东西。要驳互助说时用争存说,驳争存说时用互助说;反对和平论时用阶级争斗说,反对斗争时就主张人类之爱。论敌是唯心论者呢,他的立场是唯物论,待到和唯物论者相辩难,他却又化为唯心论者了。要之,是用英尺来量俄里,又用法尺来量密达,而发见无一相合的人。因为别的一切,无一相合,于是永远觉得自己是“允执厥中”,永远得到自己满足。从这些人们的批评的指示,则只要不完全,有缺陷,就不行。但现在的人,的事,那里会有十分完全,并无缺陷的呢,为万全计,就只好毫不动弹。然而这毫不动弹,却也就是一个大错。总之,做人之道,是非常之烦难了,至于做革命家,那当然更不必说。


《申报》的批评家对于《小小十年》虽然要求彻底的革命的主角,但于社会科学的翻译,是加以刻毒的冷嘲的,所以那灵魂是后一流,而略带一些颓废者的对于人生的无聊,想吃些辣椒来开开胃的气味。

    • GESAMTINHALTSVERZEICHNIS**

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    • [1930]**
    • ["Hartübersetzung" und "Klassencharakter der Literatur"]**
    • I**

Ich hörte, dass die Leute vom Kreis der Monatszeitschrift »Xinyue« sagen, der Absatz sei jetzt besser geworden. Das ist wohl wahr, denn selbst ich, der ich äußerst wenig gesellschaftlichen Umgang pflege, habe die zusammengefasste Ausgabe der Nummern sechs und sieben des zweiten Bandes in den Händen zweier junger Freunde gesehen. Beim beiläufigen Durchblättern fanden sich hauptsächlich Texte, die für "Meinungsfreiheit" eintraten, und Romane. Gegen Ende dann ein Aufsatz von Herrn Liang Shiqiu mit dem Titel »Über Herrn Lu Xuns 'Hartübersetzung'«, der sie als "nahezu Totübersetzung" bezeichnete. Und da "der Stil der Totübersetzung keinesfalls überhandnehmen darf", zitierte er drei Abschnitte meiner Übersetzungen sowie meine Worte aus dem Nachwort zu »Literatur und Kritik«: "Aber wegen der unzureichenden Fähigkeiten des Übersetzers und der ursprünglichen Mängel der chinesischen Sprache war das Ergebnis nach Abschluss der Übersetzung tatsächlich voller dunkler und sogar schwer verständlicher Stellen; würde man die Sätze auseinandernehmen, ginge der ursprüngliche Tonfall verloren. Für mich blieb außer dieser Hartübersetzung nur der eine Weg, die Hände in den Schoß zu legen. Die einzige verbliebene Hoffnung lag nur darin, dass die Leser trotzdem bereit wären, sich mit harter Stirn durchzukämpfen." Er umkreiste diese Worte sorgfältig und setzte sogar doppelte Kreise um "Hartübersetzung", um dann "streng" seine "Kritik" zu fällen: "Wir haben uns 'mit harter Stirn durchgekämpft', aber nichts dabei gewonnen. Was ist der Unterschied zwischen 'Hartübersetzung' und 'Totübersetzung'?"

Obwohl die Xinyue-Gesellschaft in ihrer Erklärung behauptet, keinerlei Organisation zu haben, und in ihren Aufsätzen die proletarischen "Organisationen" und "Kollektive" zu verabscheuen scheint, ist sie tatsächlich organisiert - zumindest unterstützen sich die politischen Aufsätze in diesem Band gegenseitig; was die Literatur betrifft, so ist dieser Aufsatz ein Nachklang zu »Hat Literatur Klassencharakter?« desselben Kritikers. Dort heißt es: "...aber unglücklicherweise konnte ich kein einziges Buch dieser Art verstehen. ...Am schwierigsten fand ich die Sprache, ...sie zu lesen war schwerer als Hieroglyphen. ...Noch immer hat kein Chinese in einer für Chinesen verständlichen Sprache einen Aufsatz geschrieben, der uns erklärt, was die Theorie der proletarischen Literatur eigentlich bedeutet." Auch diese Worte waren umkreist - ich verzichte der Einfachheit halber darauf, sie zu zeichnen. Jedenfalls sieht sich Herr Liang als Vertreter aller Chinesen; da er diese Bücher nicht versteht, verstehen sie auch alle anderen Chinesen nicht und sollten in China zum Verschwinden gebracht werden. Daher sein Edikt: "Dieser Stil darf keinesfalls überhandnehmen."

Die Meinungen anderer Übersetzer der "Hieroglyphen" kann ich nicht vertreten, aber aus meiner persönlichen Sicht ist die Sache nicht so einfach. Erstens: Ob Herr Liang sich wirklich "mit harter Stirn durchgekämpft" hat und dazu imstande war, ist fraglich. Sich als hart zu bezeichnen, während man in Wahrheit weich wie Watte ist - das ist ein besonderes Merkmal der Xinyue-Gesellschaft. Zweitens: Ob Herr Liang wirklich die Elite der ganzen Nation repräsentiert, ist ebenfalls fraglich. Diese Frage lässt sich aus dem Aufsatz »Hat Literatur Klassencharakter?« beantworten. Das Wort "Proletariat" muss nicht lautlich übertragen werden, es kann durchaus sinngemäß übersetzt werden - das ist vernünftig. Aber dieser Kritiker sagt: "Schlägt man im Wörterbuch nach, ist die Bedeutung dieses Wortes nicht gerade schmeichelhaft. Laut Websters großem Wörterbuch bedeutet Proletariat: Ein Bürger der niedrigsten Klasse, der dem Staat nicht mit Eigentum dient, sondern nur durch Kinderzeugung. ...Das Proletariat ist die Klasse im Staat, die nur Kinder zu zeugen versteht! (Zumindest war das in der Römerzeit so.)" Tatsächlich braucht man um diese "Schmeichelei" nicht zu streiten. Jeder mit etwas gesundem Menschenverstand wird die Gegenwart nicht mit der Römerzeit verwechseln und heutige Proletarier nicht für Römer halten. Das ist so, als würde man "Chemie" als "Alchemie" übersetzen - kein Leser würde es mit der ägyptischen Goldmacherkunst verwechseln, und bei Herrn "Liangs" Aufsätzen würde niemand nach der Etymologie forschen und irrtümlich denken, eine "einfache Holzbrücke" könne zur Feder greifen. Selbst das "Nachschlagen im Wörterbuch" (Websters großes Wörterbuch!) bringt "nichts ein" - aber nicht alle Chinesen sind wohl so.

    • II**

Was mich am meisten interessiert in Herrn Liangs oben zitierten Worten ist, dass er an zwei Stellen "wir" verwendet, was einen gewissen Beigeschmack von "Mehrheit" und "Kollektiv" hat. Natürlich schreibt der Autor zwar allein, aber Gleichgesinnte gibt es bestimmt nicht nur einen, und "wir" zu sagen ist nicht falsch - es wirkt kraftvoller und vermeidet individuelle Verantwortung. Doch wenn "Gedanken nicht vereinheitlicht werden können" und "Meinungen frei sein sollen", gibt es - wie bei Herrn Liangs Kritik des Kapitalismus - auch einen "Makel". Nämlich: Gibt es ein "wir", gibt es auch die "anderen" außerhalb von uns. So mag das "wir" der Xinyue-Gesellschaft meinen "Totübersetzungsstil" für nicht tolerierbar halten, doch es gibt andere Leser, die nicht "nichts dabei gewinnen", und meine "Hartübersetzung" lebt unter "ihnen" weiter und unterscheidet sich noch etwas von "Totübersetzung".

Ich bin auch einer der "anderen" der Xinyue-Gesellschaft, denn meine Übersetzungsarbeit entspricht völlig anderen Bedingungen als denen, die Herr Liang fordert.

Am Anfang des Aufsatzes »Über Hartübersetzung« wird argumentiert, dass fehlerhafte Übersetzung besser sei als Totübersetzung: "Ein Buch wird niemals völlig falsch übersetzt ...Selbst wenn partielle Fehlübersetzung ein Fehler ist, gibt sie einem doch wenigstens einen Fehler. Dieser Fehler mag wahrhaft endlos schädlich sein, aber beim Lesen ist es wenigstens erfrischend." Die letzten beiden Sätze könnte man durchaus umkreisen, aber ich betreibe nie solche Machenschaften. Meine Übersetzungen zielen nicht darauf ab, den Lesern "Erfrischung" zu bieten, sondern machen oft Unbehagen, sogar Verdruss, Abscheu und Zorn. Was "erfrischend" zu lesen ist, dafür gibt es die Übersetzungen der Xinyue-Leute: Herrn Xu Zhimos Gedichte, die Romane der Herren Shen Congwen und Ling Shuhua, Herrn Chen Xiying (alias Chen Yuan) Plaudereien, Herrn Liang Shiqius Kritiken, Herrn Pan Guangdans Eugenik und Herrn Babbitts Humanismus.

Daher sind Herrn Liangs spätere Worte: "Solche Bücher zu lesen ist wie Kartenlesen - man muss den Finger ausstrecken, um die syntaktischen Verbindungslinien zu finden" für mich nur leeres Gerede, als hätte er nichts gesagt. Ja, nach meiner Ansicht erfordert das Lesen "solcher Bücher" wie das Kartenlesen das Ausstrecken des Fingers, um "syntaktische Verbindungspositionen" zu finden. Obwohl Kartenlesen nicht so "erfrischend" ist wie das Betrachten von "Yang Guifei beim Bad" oder "Drei Freunde im Winter" und sogar das Ausstrecken des Fingers erfordert (was wahrscheinlich nur Herr Liang so macht - wer Karten zu lesen gewohnt ist, braucht nur die Augen), sind Karten keine toten Bilder. So unterscheidet sich "Hartübersetzung", selbst wenn sie dieselbe Mühe kostet, naturgemäß in "etwas" von "Totübersetzung". Wer ABCD kann, hält sich für einen modernen Gelehrten, hat aber nichts mit chemischen Formeln zu tun; wer rechnen kann, hält sich für einen Mathematiker, versteht aber schriftliche Rechnungen nicht. In der heutigen Welt ist es nicht so, dass ein Gelehrter mit allem in Verbindung steht.

Doch Herr Liang hat konkrete Beispiele, er führt drei Abschnitte meiner Übersetzungen an, obwohl er weiß, dass "vielleicht wegen des fehlenden Kontexts der Sinn nicht ganz klar werden kann". In »Hat Literatur Klassencharakter?« verwendet er ähnliche Methoden, führt zwei übersetzte Gedichte an und urteilt zusammenfassend: "Vielleicht ist die große proletarische Literatur noch nicht erschienen, dann will ich warten, warten, warten." Diese Methoden sind gewiss sehr "erfrischend", aber ich kann aus demselben Heft der »Xinyue«-Zeitschrift ein Stück kreativen Schaffens - es ist kreatives Schaffen! - auf Seite acht von »Umzug« anführen:

"Haben Küken Ohren?" "Ich habe nie gesehen, dass Küken Ohren haben." "Wie hören sie dann, dass ich sie rufe?" Sie dachte an das, was die vierte Tante vorgestern gesagt hatte: Ohren sind zum Hören da, Augen zum Sehen. "Ist dieses Ei von einem weißen oder schwarzen Huhn?" Als die vierte Tante nicht antwortete, stand Zhi'er auf, berührte das Ei und fragte wieder. "Das kann man jetzt nicht sehen, man weiß es erst, wenn das Küken schlüpft." "Schwester Wan'er sagt, Küken werden zu großen Hühnern. Werden diese Küken auch zu großen Hühnern?" "Wenn man sie gut füttert, werden sie groß, oder war dieses Huhn nicht kleiner, als wir es kauften?"

Das genügt. Die "Sprache" ist verständlich, man braucht auch nicht den Finger auszustrecken, um Verbindungen zu finden, aber ich "warte" nicht mehr und finde diesen einen Abschnitt weder "erfrischend" noch sehr verschieden von Nicht-Kreativität.

Abschließend stellt Herr Liang noch eine Frage: "Chinesisch und Fremdsprachen sind verschieden ...Die Schwierigkeit des Übersetzens liegt genau hier. Wenn Grammatik, Syntax und Wortlehre zweier Sprachen völlig gleich wären, wäre Übersetzen dann noch Arbeit? ...Wir können die Syntax durchaus ändern, um Verständlichkeit als oberste Maxime zu setzen, denn 'sich mit harter Stirn durchkämpfen' ist kein Vergnügen, und 'Hartübersetzung' bewahrt auch nicht unbedingt 'den ursprünglichen kraftvollen Tonfall'. Wenn 'Hartübersetzung' wirklich 'den ursprünglichen kraftvollen Tonfall' bewahren könnte, wäre das ein Wunder - könnte man dann noch sagen, Chinesisch habe 'Mängel'?" Ich bin nicht so töricht zu erwarten, Fremdsprachen zu finden, die dem Chinesischen gleichen, oder zu hoffen, dass "Grammatik, Syntax und Wortlehre zweier Sprachen völlig gleich" seien. Ich denke nur, dass Sprachen mit komplexer Grammatik leichter zu übersetzen sind, verwandte Sprachfamilien ebenfalls, und dass es auch Arbeit ist. Holland ins Deutsche zu übersetzen, Russisch ins Polnische - kann man sagen, das unterscheide sich nicht von Nicht-Arbeit? Japanisch ist von europäischen Sprachen sehr "verschieden", aber sie haben allmählich neue Syntax hinzugefügt, wodurch es im Vergleich zur klassischen Sprache geeigneter wurde für Übersetzungen ohne Verlust des ursprünglichen kraftvollen Tonfalls. Anfangs musste man natürlich "syntaktische Verbindungspositionen suchen", was manchen "Verdruss" bereitete, aber durch Suchen und Gewöhnung ist es nun assimiliert und zu Eigenem geworden. Chinesische Grammatik ist noch unvollständiger als die japanische klassische Sprache, hat aber auch Wandlungen erfahren - zum Beispiel unterscheiden sich die »Aufzeichnungen des Großhistorikers« und die »Han-Annalen« vom »Buch der Urkunden«, und die heutige Umgangssprache unterscheidet sich wieder von den »Aufzeichnungen des Großhistorikers« und den »Han-Annalen«. Es gab Hinzufügungen, wie bei den Tang-Übersetzungen buddhistischer Sutren und den Yuan-Übersetzungen kaiserlicher Erlasse - damals waren viele "grammatische, syntaktische und lexikalische" Formen Neuschöpfungen, die nach Gewöhnung keines Fingerausstreckens mehr bedurften. Nun kommt wieder "Fremdsprachiges", viele Sätze müssen neu geschaffen werden - oder schlecht gesagt: hart geschaffen. Nach meiner Erfahrung bewahrt solches Übersetzen im Vergleich zu Aufteilungen in mehrere Sätze besser den ursprünglichen kraftvollen Tonfall, aber da Neuschöpfung nötig ist, hat das ursprüngliche Chinesisch Mängel. Was für ein "Wunder", was für ein "denn"? Dass es des "Fingerausstreckens" und "harter Stirn" bedarf, ist für manche naturgemäß "kein Vergnügen". Aber ich wollte nie "Erfrischung" oder "Vergnügen" jenen Herren darbieten - solange noch einige Leser etwas gewinnen können, sind Herrn Liang Shiqius "und Konsorten" Freud und Leid sowie ihr Nicht-Gewinnen mir wahrlich "wie vorüberziehende Wolken".

Aber Herr Liang hat auch Stellen, die ohne Rückgriff auf proletarische Literaturtheorie dennoch sehr unverständlich bleiben. Er sagt zum Beispiel: "Herrn Lu Xuns Übersetzungen der Literatur vor einigen Jahren, wie Kuriyama Hakumuras »Symbol der Pein«, waren noch nicht unverständlich, aber die kürzlich übersetzten Bücher scheinen den Stil geändert zu haben." Jeder mit etwas gesundem Menschenverstand weiß: "Chinesisch und Fremdsprachen sind verschieden", aber selbst in derselben Fremdsprache können "Stil" und "syntaktische Verbindungspositionen" je nach Autor sehr unterschiedlich sein. Sätze können kompliziert oder einfach sein, Substantive gewöhnlich oder fachspezifisch - keinesfalls ist in einer Fremdsprache der Schwierigkeitsgrad einheitlich. Meine Übersetzung von »Symbol der Pein« folgte wie heute starr Satz für Satz, sogar Wort für Wort, doch Herr Liang Shiqiu fand sie noch verständlich - das lag daran, dass der Originaltext leicht verständlich war, auch daran, dass Herr Liang Shiqiu ein neuer chinesischer Kritiker geworden war, und auch daran, dass die darin hart geschaffene Syntax verhältnismäßig gewohnt war. Für Gelehrte in entlegenen Dörfern, die nur die »Betrachtungen klassischer Texte« lesen, wäre es schwerer als "Hieroglyphen" gewesen.

    • III**

Diese "schwerer als Hieroglyphen" zu lesenden Übersetzungen proletarischer Literaturtheorie haben jedoch Herrn Liang nicht geringen Einfluss gebracht. Nicht zu verstehen kann Einfluss haben - das klingt zwar komisch, ist aber wahr. Dieser Kritiker sagt in »Hat Literatur Klassencharakter?«: "Ich kritisiere die sogenannte proletarische Literaturtheorie jetzt nur aufgrund des wenigen Materials, das ich verstehen konnte." Das heißt: Seine Kenntnis dieser Theorie ist dadurch äußerst unvollständig geworden.

Für diese Sünde können wir (einschließlich aller "Hieroglyphen"-Übersetzer, daher "wir") nur teilweise Verantwortung übernehmen - ein Teil liegt an der eigenen Verwirrung oder Faulheit des Autors. Von "diesem Lunatscharski, Plechanow" kenne ich die Bücher nicht, aber die drei Aufsätze "dieses Bogdanow und Konsorten" und Trotzkis halbes »Literatur und Revolution« gibt es sicher in englischen Übersetzungen. England hat keinen "Herrn Lu Xun", die Übersetzungen müssen äußerst verständlich sein. Herr Liang hat für die Entstehung großer proletarischer Literatur seine Geduld und seinen Mut mit "warten, warten, warten" gezeigt - warum wartet er diesmal nicht auch bei der Theorie ein wenig, sucht sie und liest sie, bevor er spricht? Nicht zu wissen, dass es sie gibt, und nicht zu suchen, heißt Verwirrung; zu wissen, dass es sie gibt, und nicht zu suchen, heißt Faulheit. Einfach stillzusitzen mag "erfrischend" sein, aber wenn man den Mund aufmacht, schluckt man leicht kalte Luft.

Zum Beispiel jener hochtrabende Aufsatz »Hat Literatur Klassencharakter?« - die Schlussfolgerung ist, dass es keinen Klassencharakter gibt. Um Klassencharakter zu beseitigen, finde ich Herrn Wu Zhihuais "was für Marx-Murks" und irgendeines Herrn Lehre "Es gibt keine Klassen in der Welt" am saubersten. Dann würden alle Stimmen verstummen und Frieden herrschen. Aber Herr Liang ist etwas von diesem "Was-für-Marx"-Gift vergiftet, er erkennt zunächst an, dass vielerorts jetzt Kapitalismus herrscht, und unter diesem System gibt es Proletarier. Nur: Diese "Proletarier hatten ursprünglich kein Klassenbewusstsein. Einige übermäßig mitfühlende, aber extreme Führer haben ihnen diese Klassenvorstellung vermittelt", um ihre Vereinigung zu fördern und ihre Kampflust zu entfachen. Richtig, aber ich denke, die Vermittler handelten nicht aus Mitgefühl, sondern aus dem Gedanken der Weltveränderung. Außerdem kann man sich nicht einer "nicht existierenden Sache" bewusst werden oder sie entfachen - dass Bewusstsein und Entfachung möglich sind, zeigt, dass das eine ursprünglich vorhandene Sache ist. Ursprünglich vorhandene Dinge lassen sich nicht lange verbergen, so wie Galilei die Erdbewegung und Darwin die Evolution lehrten - wurden sie nicht anfangs fast von Religionsleuten verbrannt oder heftig von Konservativen angegriffen? Dass die Menschen heute diese beiden Lehren nicht für merkwürdig halten, liegt daran, dass die Erde sich letztendlich bewegt und die Lebewesen sich wirklich entwickeln. Anzuerkennen, dass etwas existiert, aber es als nicht-existent zu verbergen, erfordert außerordentliche Fertigkeiten.

Aber Herr Liang hat seine eigene Methode, Kämpfe zu beseitigen. Er meint, wie Rousseau sagte: "Eigentum ist die Grundlage der Zivilisation", also "ist ein Angriff auf das Eigentumssystem ein Widerstand gegen die Zivilisation", "ein Proletarier, wenn er vielversprechend ist, kann durch ein Leben fleißiger und ehrlicher Arbeit bestimmt einiges Eigentum erlangen. Das ist der angemessene Weg des Lebenskampfes." Ich denke, obwohl Rousseau schon 150 Jahre tot ist, wird er nicht gemeint haben, dass alle vergangene und zukünftige Zivilisation auf Eigentum basiert. (Wenn er aber Wirtschaftsbeziehungen als Basis meinte, wäre das natürlich richtig.) Griechenland und Indien hatten Zivilisation, und ihre Blütezeiten waren nicht in Eigentumsgesellschaften - das wusste er wohl; wenn nicht, war das sein Fehler. Was die "angemessene" Methode betrifft, dass Proletarier "fleißig" zu Besitzenden aufsteigen sollen, das ist die alte Lehre reicher chinesischer Großväter, wenn sie gut gelaunt sind und arme Arbeiter belehren. Praktisch gibt es noch viele "Proletarier", die jetzt "fleißig und ehrlich" eine Stufe höher zu klettern suchen. Aber das ist, bevor ihnen jemand "diese Klassenvorstellung vermittelt" hat. Einmal vermittelt, wollen sie nicht mehr einzeln klettern. Wie Herr Liang richtig sagt: "Sie sind eine Klasse, sie wollen sich organisieren, sie sind ein Kollektiv, und so ergreifen sie nicht auf gewöhnlichem Weg, sondern mit einem Sprung politische und wirtschaftliche Macht und werden mit einem Sprung zur herrschenden Klasse." Aber gibt es noch "Proletarier", die "durch fleißige und ehrliche Arbeit ein Leben lang bestimmt einiges Eigentum erlangen" wollen? Natürlich gibt es sie noch. Aber sie gelten als "noch nicht zu Reichtum gekommene Besitzende". Herrn Liangs Ratschlag wird von Proletariern ausgespuckt werden und nur noch mit Großvätern gegenseitige Bewunderung finden.

Was dann? Herr Liang meint, das sei nicht besorgniserregend. Denn "diese revolutionären Erscheinungen können nicht ewig währen. Nach natürlicher Evolution wird sich das Gesetz des Überlebens des Stärkeren wieder beweisen - die Intelligenten und Fähigen werden wieder überlegene Positionen einnehmen, Besitzlose bleiben Proletarier." Aber das Proletariat weiß wohl auch, dass "antizivilisatorische Kräfte früher oder später von zivilisatorischen Kräften besiegt werden", deshalb wollen sie "die sogenannte 'proletarische Kultur' errichten ...darin eingeschlossen Literatur und Wissenschaft."

Von hier an kommt er zur eigentlichen literarischen Kritik.

    • IV**

Herr Liang sieht den Fehler der proletarischen Literaturtheorie zunächst darin, "dass sie Klassenfesseln auf die Literatur legt", denn obwohl Kapitalist und Arbeiter verschieden sind, haben sie auch Gemeinsamkeiten - "ihre Menschlichkeit (diese beiden Worte waren ursprünglich umkreist) ist nicht verschieden", zum Beispiel haben beide Freude, Zorn, Trauer, Lust und Liebe (aber "gemeint ist die Liebe selbst, nicht die Art der Liebe"), "Literatur ist die Kunst, die diese grundlegendste Menschlichkeit ausdrückt." Diese Worte sind widersprüchlich und leer. Wenn Zivilisation auf Eigentum basiert und Arme nach oben zu klettern als "vielversprechend" gilt, dann ist Aufstieg der Hauptinhalt des Lebens, Reiche sind die Krone der Menschheit, und Literatur braucht nur die Bourgeoisie darzustellen - warum so "übermäßiges Mitgefühl" auch für "unterlegene" Proletarier zeigen? Außerdem: Wie soll das "Selbst" der "Menschlichkeit" dargestellt werden? Zum Beispiel haben chemische Eigenschaften von reinen oder gemischten Stoffen Bindungskraft, physikalische Eigenschaften haben Härte - um diese Kraft und Grade zu zeigen, braucht man zwei Stoffe. Wollte man Bindungskraft und Härte des reinen "Selbst" ohne Stoffe zeigen, gibt es solche Wundermethoden nicht; aber verwendet man Stoffe, unterscheidet sich die Erscheinung je nach Stoff. Literatur kann ohne Menschen "Natur" nicht zeigen; verwendet man Menschen, und noch dazu in Klassengesellschaften, kann man Klassenzugehörigkeit nicht vermeiden - keine "Fesselung" nötig, es ergibt sich notwendig. Natürlich: "Freude, Zorn, Trauer, Lust sind menschliche Gefühle", aber Arme haben bestimmt nicht den Verdruss bankrotter Börsengeschäfte, und wie sollte der Petroleumkönig die Bitterkeit einer Pekinger Kohlenasche sammelnden alten Frau kennen? Hungernde in Katastrophengebieten züchten wohl kaum Orchideen wie reiche Großväter, und Jiao Da aus dem Jia-Anwesen liebte auch nicht Schwester Lin. "Sirenen! Lenin!" ist sicher noch keine proletarische Literatur, aber "alle Dinge!", "alle Menschen!", "Freudiges kommt, Menschen freuen sich!" ist auch keine Literatur, die das "Selbst" der "Menschlichkeit" ausdrückt. Wenn Literatur, die die allgemeinste Menschlichkeit ausdrückt, als höchste gilt, dann müsste Literatur, die die allgemeinste Tiernatur ausdrückt - Ernährung, Atmung, Bewegung, Fortpflanzung - oder ohne "Bewegung" Literatur, die biologische Natur ausdrückt, noch höher stehen. Sagt man, weil wir Menschen sind, beschränken wir uns auf Menschlichkeit, dann wollen Proletarier, weil sie Proletariat sind, proletarische Literatur schaffen.

Zweitens sagt Herr Liang, die Klasse des Autors habe nichts mit dem Werk zu tun. Tolstoi stammte aus dem Adel, sympathisierte aber mit Armen, befürwortete jedoch keinen Klassenkampf; Marx war kein Proletarier; der lebenslang arme Dr. Johnson übertraf in Charakter und Äußerungen Adelige. Daher solle man Literatur nach dem Werk selbst beurteilen, nicht nach Klasse und Stand des Autors. Diese Beispiele beweisen keineswegs die Klassenlosigkeit der Literatur. Tolstoi sympathisierte gerade wegen seiner adligen Herkunft, da alte Eigenschaften nicht völlig getilgt waren, nur mit Armen, ohne Klassenkampf zu befürworten. Marx war ursprünglich kein Proletarier, hatte aber auch keine literarischen Werke - wir können nicht spekulieren, was er ausgedrückt hätte, wenn er geschrieben hätte, bestimmt nicht die Liebe selbst ohne Methode. Was Dr. Johnson betrifft, der lebenslang arm war, aber Charakter und Äußerungen von Fürsten übertraf - ich verstehe den Grund nicht, da ich englische Literatur und seine Biographie nicht kenne. Vielleicht wollte er ursprünglich "durch fleißige und ehrliche Arbeit ein Leben lang bestimmt einiges Eigentum erlangen" und dann zur Adelsklasse aufsteigen, blieb aber letztendlich "unterlegen" und konnte nicht einmal angemessenes Eigentum anhäufen, so dass nur leere Pose blieb - "erfrischend".

Drittens sagt Herr Liang: "Gute Werke sind immer das Privileg weniger, die Mehrheit ist immer dumm, immer ohne Bezug zur Literatur", aber Urteilskraft habe nichts mit Klasse zu tun, da "literarische Wertschätzung angeborenes Glück" sei - das heißt, auch im Proletariat gebe es Menschen mit diesem "angeborenen Glück". Meiner Folgerung nach können Menschen mit diesem "Glück", selbst wenn sie zu arm für Bildung und Analphabeten sind, die »Xinyue«-Zeitschrift schätzen als Beweis, dass "Menschlichkeit" und "Literatur selbst" ursprünglich klassenlos sind. Aber Herr Liang weiß auch, dass glückliche Proletarier bestimmt nicht viele sind, daher bestimmt er andere Dinge (Literatur?) für sie, "wie volkstümliche Dramen, Filme, Kriminalromane", da "gewöhnliche Arbeiter und Bauern Unterhaltung brauchen, vielleicht etwas künstlerische Unterhaltung". So scheint Literatur tatsächlich je nach Klasse verschieden, aber das bestimmt sich nach hoher oder niedriger Urteilskraft. Diese Kraft zu kultivieren hat nichts mit Wirtschaft zu tun, sondern ist Gottes Gabe - "Glück". Daher sollen Literaten frei schaffen, weder von Königshäusern und Adel angestellt noch vom Proletariat bedroht werden, lobpreisende Artikel zu schreiben. Das ist richtig, aber in den proletarischen Literaturtheorien, die wir gesehen haben, sagte niemand, Literaten einer Klasse sollten nicht von Königshäusern und Adel angestellt, sondern vom Proletariat bedroht werden, lobpreisende Artikel zu schreiben. Es heißt nur: Literatur hat Klassencharakter; in Klassengesellschaften meinen Literaten zwar "frei" und über Klassen erhaben zu sein, werden aber unbewusst doch vom Klassenbewusstsein ihrer eigenen Klasse beherrscht - ihre Schöpfungen sind nicht die Kultur anderer Klassen. Zum Beispiel ist Herrn Liangs Artikel ursprünglich dazu gedacht, Klassencharakter in der Literatur aufzuheben und Wahrheit zu verkünden. Aber Eigentum als Ahnherr der Zivilisation zu setzen und Arme als unterlegenen Abschaum zu bezeichnen - ein Blick genügt, um zu erkennen, dass das eine "Waffe" - nein, ein "Artikel" des Bourgeoisienkampfes ist. Wenn proletarische Literaturtheoretiker Literaturtheorien, die "gesamte Menschheit" und "Überklasslichkeit" beanspruchen, als Hilfe für Besitzende betrachten, gibt das ein sehr klares Beispiel. Was Herrn Cheng Fangwu angeht mit seinem "Sie werden bestimmt siegen, also gehen wir hin, sie zu führen und zu trösten" - nachdem er "gegangen" ist, "schickt" er die "anderen" außer sich selbst fort -, solche proletarischen Literaten haben wie Herr Liang den Fehler "nach eigenem Gutdünken" mit proletarischer Literaturtheorie.

Außerdem hasst Herr Liang am meisten, dass proletarische Literaturtheoretiker Literatur als Kampfwaffe, das heißt als Propaganda betrachten. Er ist "nicht dagegen, dass jemand Literatur nutzt, um andere Ziele zu erreichen", kann aber "nicht anerkennen, dass Propagandatexte Literatur sind". Ich finde das überflüssige Aufregung. Nach den Theorien, die ich gesehen habe, sagen alle nur, dass alle Literatur etwas propagiert, niemand behauptet, nur Propagandatexte seien Literatur. Allerdings gab es seit vorvoriges Jahr in China viele Gedichte und Romane, die Slogans und Parolen einfügten und meinten, das sei proletarische Literatur. Aber das lag daran, dass sowohl Inhalt als auch Form keine proletarische Atmosphäre hatten - ohne Slogans und Parolen konnten sie ihre "Neuheit" nicht zeigen. Tatsächlich war das auch keine proletarische Literatur. Dieses Jahr zitierte der berühmte "proletarische Literaturkritiker" Herr Qian Xingcun in »Tukengzhe« noch Lunatscharski mit dem Argument, dass er Literatur schätzte, die Massen verstehen können, was den Gebrauch von Slogans und Parolen rechtfertige, zur Verteidigung jener "revolutionären Literatur". Aber ich finde, das ist wie bei Herrn Liang Shiqiu eine absichtliche oder unabsichtliche Fehlinterpretation. Was Lunatscharski als von Massen verständlich bezeichnete, bezog sich auf Textstile wie die kleinen Hefte, die Tolstoi für Bauern schrieb, auf Grammatik, Melodien und Humor, die Arbeiter und Bauern sofort verstehen. Man braucht nur zu sehen, dass Demian Bedny für Gedichte die Rote Fahne erhielt, aber seine Gedichte keine Slogans und Parolen verwenden, um das zu verstehen.

Schließlich will Herr Liang die Ware sehen. Das ist richtig, die praktischste Methode; aber zwei übersetzte Gedichte als Zurschaustellung zu kopieren ist falsch. In »Xinyue« gab es schon »Über die Schwierigkeit des Übersetzens«, ganz zu schweigen von übersetzter Dichtung. Nach meiner Sicht gibt es in Lunatscharkis »Der befreite Don Quijote«, Fadejews »Vernichtung«, Gladkows »Zement« keine vergleichbaren Werke in China in diesen elf Jahren. Das bezieht sich auf Schriftsteller vom Typ der "Xinyue-Gesellschaft", die im Schatten bürgerlicher Zivilisation leben und sie von Herzen unterstützen. Unter den Werken sogenannter proletarischer Autoren kann ich auch keine entsprechenden Leistungen nennen. Aber Herr Qian Xingcun verteidigte auch: Die neue Klasse sei natürlich unreif und einfach in literarischer Fertigkeit; sofort gute Werke von ihnen zu verlangen sei "bürgerliche" Böswilligkeit. Das ist völlig richtig für Arbeiter und Bauern. Solche unvernünftige Forderungen sind wie Vorwürfe an Verhungerte und Frierende, warum sie nicht so fett seien wie Reiche. Aber chinesische Autoren sind tatsächlich nicht gerade erst von Hacke und Axt Gekommene, die meisten sind Intellektuelle, die Schulen besuchten, manche sogar längst berühmte Literaten. Verschwanden nach Überwindung des kleinbürgerlichen Bewusstseins auch die früheren literarischen Fertigkeiten? Unmöglich. Russische alte Autoren wie Alexei Tolstoi, Veresaev, Prishvin haben bis heute gute Werke. Chinas Autoren mit Slogans ohne entsprechende Beweise - ich denke, die Krankheitswurzel liegt nicht in "Literatur als Waffe des Klassenkampfs", sondern in "Klassenkampf als Waffe der Literatur". Unter der Fahne "proletarische Literatur" versammelten sich nicht wenige Opportunisten. Betrachtet man die Buchankündigungen des letzten Jahres, war fast jedes Buch revolutionäre Literatur, und Kritiker machten aus Rechtfertigung "Abrechnung" - das heißt, sie ließen Literatur unter dem Schutz des "Klassenkampfs" sitzen, wodurch Literatur selbst keine Anstrengung brauchte und so zu beiden Seiten, Literatur und Kampf, wenig Beziehung hatte.

Aber Chinas momentane Zeiterscheinung kann natürlich keinesfalls als Gegenbeweis für das Aufkommen proletarischer Literatur dienen. Herr Liang weiß das auch, daher macht er am Ende Zugeständnisse: "Wenn proletarische Revolutionäre unbedingt ihre Propagandaliteratur proletarische Literatur nennen wollen, ist das immerhin eine Art neue Literatur, eine neue Errungenschaft im Literaturterritorium. Es ist nicht nötig, 'Nieder mit bürgerlicher Literatur!' zu rufen und um literarisches Gebiet zu kämpfen, denn das literarische Gebiet ist zu groß - Neues hat immer seinen Platz." Aber das klingt wie "chinesisch-japanische Freundschaft, gemeinsames Bestehen und Gedeihen". Aus Sicht noch nicht flügger Proletarier ist das Betrug. "Proletarische Literaten", die so wollen, gibt es jetzt wohl wirklich, aber das sind Herrn Liangs sogenannte "vielversprechende" "Proletarier", die zur Bourgeoisie aufsteigen wollen - ihre Werke sind Klagen armer Gelehrter vor dem Staatsexamen. Von Anfang bis zum Aufstieg und danach ist das niemals proletarische Literatur. Proletarische Literatur ist ein Flügel im Kampf zur Befreiung der eigenen Klasse und aller Klassen durch eigene Kraft - sie will das Ganze, nicht eine Ecke. Um das an der literarischen Kritik zu veranschaulichen: Stellte man im "Palast der Kunst" der "Menschlichkeit" (das müsste man von Herrn Cheng Fangwu leihen) nach Süden zwei Tigerfellthrone auf und ließe die Herren Liang Shiqiu und Qian Xingcun nebeneinander sitzen, einer rechts mit "Xinyue", einer links mit "Sonne" - das wäre wahrhaft "Kapital-Arbeiter"-Schönheit.

    • V**

Hier kann wieder von meiner "Hartübersetzung" die Rede sein.

Nach meiner Vermutung ist das eine sehr naheliegende Frage: Wenn proletarische Literatur hauptsächlich Propaganda ist und Propaganda von vielen verstanden werden muss, wofür übersetzt du dann diese schwer verständlichen theoretischen "Hieroglyphen"? Ist das nicht wie Nicht-Übersetzen?

Meine Antwort: Für mich selbst und einige, die sich als proletarische Literaturkritiker ausgeben, und einen Teil der Leser, die nicht "Erfrischung" suchen, Schwierigkeiten nicht scheuen und etwas von dieser Theorie verstehen wollen.

Seit vorvoriges Jahr gab es viele Angriffe gegen mich persönlich. In fast jeder Zeitschrift sah man "Lu Xun", und der Ton der Autoren schien auf den ersten Blick meist der revolutionärer Literaten zu sein. Aber nachdem ich einige gelesen hatte, fand ich allmählich zu viel leeres Gerede. Das Seziermesser traf nicht die Gelenke, und wo Kugeln trafen, waren keine tödlichen Verletzungen. Zum Beispiel meine Klassenzugehörigkeit - bis heute ist sie unbestimmt: mal kleinbürgerlich, mal "bürgerlich", manchmal sogar "feudaler Rest" und außerdem einem Affen gleich (siehe »Ostkyoto-Korrespondenz« in »Chuangzao Yuekan«); einmal wurde sogar die Zahnfarbe gescholten. In solcher Gesellschaft ist es durchaus möglich, dass feudale Reste Aufsehen erregen, aber dass feudaler Rest gleich Affe ist, erklärt keine "materialistische Geschichtsauffassung", und man findet auch keine Belege, dass gelbe Zähne der proletarischen Revolution schaden. Ich dachte: Solche Theorien als Referenz sind zu wenig, daher ist jeder etwas verwirrt. Gegen Feinde zu sezieren, zu zerkauen, ist jetzt unvermeidlich, aber mit einem Anatomiebuch und einem Kochbuch, nach Vorschrift verfahrend, wären Struktur und Geschmack doch klarer und schmackhafter. Menschen vergleichen revolutionäre oft mit Prometheus aus der Mythologie, der Feuer für Menschen stahl und trotz Himmelsherrscherpein nicht bereute - ihre Großherzigkeit und Standhaftigkeit sind ähnlich. Aber ich stahl Feuer aus anderen Ländern, um mein eigenes Fleisch zu kochen, in der Hoffnung, dass es besser schmeckt und auch die Kauenden mehr Nutzen haben - ich verschwendete meinen Körper nicht umsonst. Der Ausgangspunkt ist rein individualistisch und enthält kleinbürgerliche Verschwendung sowie langsam das Seziermesser herauszuholen und ins Herz der Sezierer zu stechen - "Rache". Herr Liang sagt: "Sie wollen Rache!" Tatsächlich nicht nur "sie" - solche Menschen gibt es auch unter "feudalen Resten". Aber ich will auch der Gesellschaft nützen; was Zuschauer sehen, ist trotzdem Feuer und Licht. So begann ich mit »Literaturpolitik«, da es Meinungen verschiedener Richtungen enthält.

Herr Zheng Boqi betreibt jetzt einen Buchladen und druckt Hauptmanns und Gregory-Dramen, damals war er noch revolutionärer Literat und lachte in der von ihm herausgegebenen »Wenyi Shenghuo« über meine Übersetzung dieses Buches als ungewollten Niedergang, bedauerlicherweise von anderen überholt. Ein Buch zu übersetzen, um aufzusteigen - revolutionärer Literat zu werden ist wirklich zu einfach, dachte ich nicht. Eine Boulevardzeitung sagte, meine Übersetzung der »Kunsttheorie« sei "Kapitulation". Ja, Kapitulation kommt in der Welt oft vor. Aber Generalissimus Cheng Fangwu war damals schon aus japanischen heißen Quellen geklettert und wohnte in Pariser Hotels - wem hätte ich hier Treue schwören sollen? Dieses Jahr ist die Darstellung wieder anders: In »Tukengzhe« und »Xiandai Xiaoshuo« heißt es "Richtungswechsel". Ich sah in manchen japanischen Zeitschriften diese vier Zeichen bei dem früheren Neuen-Gefühl-Autor Kataoka Teppei als Ehrentitel. Tatsächlich ist dieses wirre Gerede auch nur Namensbetrachtung ohne Nachdenken - die alte Krankheit. Ein Buch über proletarische Literatur zu übersetzen reicht nicht als Richtungsbeweis; Fehlübersetzung würde eher schaden. Meine Übersetzungen will ich auch diesen schnell urteilenden proletarischen Literaturkritikern widmen, da sie die Pflicht haben, ohne "Erfrischung" zu begehren, mühsam diese Theorien zu erforschen.

Aber ich bin überzeugt, nie absichtlich falsch übersetzt zu haben. Wenn ich unbewusste Kritiker an wunden Stellen treffe, lächle ich; treffen sie meine wunden Stellen, ertrage ich den Schmerz, will aber niemals etwas hinzufügen oder wegnehmen - das ist auch ein Grund für durchgehende "Hartübersetzung". Natürlich wird es immer bessere Übersetzer geben, die weder verfälschende noch "harte" oder "tote" Texte schaffen können - dann werden meine Übersetzungen natürlich ausgesondert. Ich will nur die Lücke von "nichts" zu "besser" füllen.

Doch die Welt hat viel Papier, aber jede Literatengruppe wenig Leute. Großer Ehrgeiz, schwache Kraft - sie können nicht alles Papier beschreiben. So seufzen die Kritiker einer Gruppe, die Feinde bekämpfen, Freunde helfen und Andersdenkende vernichten sollen, wenn sie andere Papier beschreiben sehen, und können ihr Kopfschütteln und Stampfen nicht unterdrücken. Shanghais »Shenbao« nennt Übersetzer sozialwissenschaftlicher Werke sogar "Hunde und Katzen" - so groß ist der Zorn. Herr Jiang Guangci, "dessen Position in Chinas neuer Literatur längst allgemein bekannt ist", ging nach Tokyos zur Kur und traf Kuraihara Korehito. Als von vielen schlechten japanischen Übersetzungen die Rede war, schwerer zu lesen als Originale, lachte er und sagte: "...Chinas Übersetzungswelt ist noch verwirrender. Kürzlich sind viele chinesische Bücher aus dem Japanischen übersetzt. Wenn Japaner europäische Werke mit Fehlern und Kürzungen übersetzen und das aus dem Japanischen ins Chinesische kommt, werden diese Werke nicht zur Hälfte entstellt?" (siehe »Tukengzhe«) - auch tiefe Unzufriedenheit mit Übersetzungen, besonders Rückübersetzungen. Aber Herr Liang nennt wenigstens Buchtitel und Fehler, Herr Jiang lächelt nur süß und fegt alles weg - viel umfassender. Kuraihara Korehito übersetzte viele Literaturtheorien und Romane direkt aus dem Russischen, was mir persönlich sehr half. Ich hoffe, China hat ein, zwei solche ehrliche russische Übersetzer, die kontinuierlich gute Bücher übersetzen, statt nur einmal "Idiot!" zu rufen und die Verantwortung revolutionärer Literaten für erfüllt zu halten.

Aber jetzt? Diese Dinge übersetzt Herr Liang Shiqiu nicht, der große Mann, der andere "Hunde und Katzen" nennt, übersetzt auch nicht. Herr Jiang, der Russisch lernte, wäre am geeignetsten, aber nach der Kur kam nur »Eine Woche« heraus, während Japan schon zwei Übersetzungen hatte. China sprach einst viel von Darwin und Nietzsche, zur Zeit des Weltkriegs beschimpfte man sie heftig, aber Darwins Übersetzungen gibt es bis heute nur eine, Nietzsches nur eine halbe. Englisch- und Deutschgelehrte sowie Literaten haben keine Zeit oder verschmähen es. So muss man wohl vorläufig Spott und Schelte ertragen und weiter aus dem Japanischen rückübersetzen oder ein Original nehmen und mit japanischen Übersetzungen vergleichend direkt übersetzen. Ich will das weiter tun und hoffe auf mehr solche Menschen, um die Leere in gründlichen hohen Reden zu füllen, da wir nicht wie Herr Jiang "lachen können" und nicht wie Herr Liang "warten, warten, warten" sollen.

    • VI**

Am Anfang sagte ich: "Sich als hart zu bezeichnen, während man tatsächlich weich wie Watte ist - das ist ein besonderes Merkmal der Xinyue-Gesellschaft." Hier sollte ich kurz ergänzen und damit diesen Aufsatz beschließen.

»Xinyue« trat von Beginn an für "strenge Haltung" ein, aber wer schimpft, wird beschimpft, wer spottet, wird verspottet. Das ist nicht falsch, es ist "wie du mir, so ich dir", auch eine Art "Rache", aber nicht für sich selbst. Bis zur Werbung des zusammengefassten Bandes sechs und sieben des zweiten Bandes heißt es noch: "Wir alle wahren eine 'tolerante' Haltung (außer dass 'intolerante' Haltung etwas ist, was wir nicht tolerieren können), wir alle mögen stabile, vernünftige Lehren." Die ersten beiden Sätze sind auch richtig, "Auge um Auge, Zahn um Zahn", konsequent wie anfangs. Aber auf diesem breiten Weg führt das zu "Gewalt gegen Gewalt", was mit der von den Xinyue-Herren geliebten "Stabilität" unvereinbar ist.

Diesmal wurde die "freie Meinungsäußerung" der Xinyue-Gesellschaft unterdrückt. Nach alter Methode müsste man die Unterdrücker ebenfalls unterdrücken, aber die Reaktion in »Xinyue« war ein Aufsatz »An die Unterdrücker der Meinungsfreiheit«, der erst die Parteigrundsätze der Gegenseite, dann ausländische Gesetze, schließlich ost-westliche Geschichtsbeispiele zitiert, um zu zeigen, dass Unterdrücker der Freiheit oft dem Untergang geweiht sind - eine wohlmeinende Warnung für die Gegenseite.

Daher ist die "strenge Haltung" und "Auge um Auge"-Methode der Xinyue-Gesellschaft letzten Endes nur gegen gleichstarke oder schwächere Menschen gerichtet. Bekommt man von Mächtigen geschwollene Augen, macht man eine Ausnahme, hält nur die Hand vors Gesicht und ruft: "Pass auf deine eigenen Augen auf!"

    • [Gewohnheit und Reform]**

Menschen, deren Körper und Geist bereits verhärtet sind, widersetzen sich selbst kleinsten Reformen. Oberflächlich scheinen sie Unbequemlichkeit zu fürchten, tatsächlich fürchten sie Nachteile für sich, aber ihre Vorwände erscheinen oft äußerst gerecht und würdevoll.

Das diesjährige Verbot des Mondkalenders ist belanglos, ohne große Bedeutung, aber Händler jammern natürlich laut. Nicht nur das - selbst Shanghais arbeitslose Nichtstuer und Firmenangestellte seufzen oft wehmütig, sagen, das sei sehr unpraktisch für Bauern beim Ackerbau oder für Schiffe beim Warten auf Gezeiten. Sie denken plötzlich an längst unverbundene Dorfbauern und Seefahrer. Das scheint wahrhaft philanthropisch.

Am 23. Tag des zwölften Mondmonats knallten überall Feuerwerkskörper. Ich fragte einen Ladengehilfen: "Kann man dieses Jahr noch nach dem alten Kalender feiern, nächstes Jahr bestimmt nach dem neuen?" Die Antwort: "Nächstes Jahr ist nächstes Jahr, das sehen wir nächstes Jahr." Er glaubt nicht, dass nächstes Jahr unbedingt nach Sonnenkalender gefeiert werden muss. Aber auf Kalendern wurde tatsächlich der Mondkalender gestrichen, nur Jahreszeiten blieben. Doch in Zeitungen erschien Werbung für »120-Jahre-Mond-Sonnen-Kalender«. Gut, sie haben sogar für Ur-Urenkel-Zeiten den Mondkalender vorbereitet - 120 Jahre!

Obwohl die Herren Liang Shiqiu die Mehrheit sehr verachten, ist die Macht der Mehrheit gewaltig und wichtig. Wollen Reformer nicht das Volk verstehen und Führung und Verbesserung bieten, dann haben hohe Reden, Romantik oder Klassik nichts mit ihnen zu tun und bleiben nur wenigen zur gegenseitigen Bewunderung in Studierstuben, mit Selbstzufriedenheit. Gäbe es wirklich eine "gute Regierung", die Reformen erließe, würden sie bald auf den alten Weg zurückgezogen.

Wahre Revolutionäre haben einzigartige Einsichten. Herr Uljanow zum Beispiel schloss "Sitten" und "Gewohnheiten" in "Kultur" ein und hielt ihre Reform für sehr schwierig. Ich denke: Ohne Reform wäre Revolution erfolglos, wie ein Turm auf Sand, der sofort einstürzt. Chinas anfängliche antimanschurische Revolution fand leicht Anklang, weil das Motto "Wiederherstellung alter Dinge", also "Rückbesinnung" war, womit konservative Menschen leicht einverstanden waren. Aber später gab es nicht die geschichtlich übliche Blütezeit nach Dynastiegründung - nur ein Zopf ging verloren, was alle sehr unzufrieden machte.

Spätere neuere Reformen scheiterten alle: Reform um ein, zwei Unzen, Reaktion um zehn Pfund. Wie oben erwähnt: Ein Jahr kein Mondkalender auf Kalendern, dann kam ein 120-Jahre-Mond-Sonnen-Kalender.

Solche Kalender werden sicher viele begrüßen, da sie von Sitten und Gewohnheiten unterstützt werden. Anderes ist genauso: Ohne tiefes Eindringen in große Volksschichten, ohne Erforschung, Sektion und Bewertung von Sitten und Gewohnheiten, ohne sorgfältige Wahl von Methoden für Bewahrung und Abschaffung, wird jede Reform von gewohnheitsmäßigen Felsen zermalmt oder nur oberflächlich eine Zeit schwimmen.

Jetzt ist nicht die Zeit, in Studierstuben mit Büchern über Religion, Recht, Literatur, Kunst zu sprechen. Selbst wenn man davon sprechen will, muss man erst Gewohnheiten und Sitten kennen und den Mut und die Ausdauer haben, deren dunkle Seiten zu betrachten. Ohne klare Sicht gibt es keine Reform. Nur zukünftiges Licht zu verkünden betrügt träge Selbst und träges Publikum.

    • [Nichtrevolutionäre radikale Revolutionstheoretiker]**

Zu sagen, jede große Revolutionsarmee müsse aus Kämpfern mit völlig korrektem, klarem Bewusstsein bestehen, sonst sei sie keine wahre Revolutionsarmee und nicht der Beachtung wert - das klingt zunächst sehr berechtigt und gründlich, ist aber unmögliche Aufgabe, leeres Gerede, süße Medizin, die Revolution vergiftet.

Wie unter imperialistischer Herrschaft unmöglich jeder Mensch zu "Menschenliebe" erzogen und dann lächelnd zur "Weltgemeinschaft" werden kann, so lassen Kräfte, gegen die Revolutionäre kämpfen, durch Wort oder Tat nicht zu, dass die Mehrheit korrektes Bewusstsein erreicht. Daher haben aufstrebende Revolutionsgruppen meist nur gemeinsame Unzufriedenheit mit der Gegenwart, während Endziele sehr verschieden sind: für Gesellschaft, kleine Gruppen, Geliebte, sich selbst oder sogar Selbstmord. Trotzdem kann die Revolutionsarmee voranschreiten. Denn beim Vormarsch töten Kugeln von Individualisten und Kollektivisten Feinde gleich wirksam; stirbt ein Kämpfer, sinkt die Kampfkraft gleichermaßen. Natürlich führen verschiedene Endziele zu Desertion, Flucht, Verzagtheit, Verrat, aber solange der Vormarsch nicht behindert wird, wird diese Truppe immer reiner und schlagkräftiger.

Als ich für Ye Yongzhens »Kleine zehn Jahre« ein Vorwort schrieb, meinte ich, der Gesellschaft gedient zu haben. Der Protagonist ging an die Front, stand Wache (obwohl er nicht mal Schießen lernte) - viel praktischer als Literaten, die nur klagend knien oder wütend schreiben. Zu verlangen, heutige Kämpfer seien alle bewusst und stahlhart, ist nicht nur utopische Phantasie, sondern unvernünftige Strenge.

Aber später sah ich in »Shenbao« schärfere, gründlichere Kritik: Da der Protagonist aus Eigennutz zur Armee ging, große Unzufriedenheit. »Shenbao« ist friedliebendste, revolutionsfeindlichste Zeitung - das schien zunächst unpassend. Hier will ich scheinbar gründliche Revolutionäre entlarven, die tatsächlich höchst unrevolutionär oder revolutionsschädlich sind - individualistische Debattierer, die zur Seele der Zeitung passen.

Erstens Dekadente: Da sie keine festen Ideale und Fähigkeiten haben, verfallen sie und suchen momentane Genüsse. Bestimmte Genüsse erzeugen Überdruss, sie suchen ständig neue Reize, die heftig sein müssen für Wohlgefühl. Revolution ist einer dieser neuen Reize, wie Vielfraße nach Fett und Süßem geschmacksüberdrüssig werden, schwachen Magen bekommen und Pfeffer und Chili brauchen, um zu schwitzen und einen halben Reis hinunterzubekommen. Bei revolutionärer Literatur wollen sie gründliche, vollständige revolutionäre Literatur; zeigt sich zeitbedingte Mangelhaftigkeit, runzeln sie die Stirn und finden es nicht beachtenswert. Von Realität getrennt zu sein macht nichts, Hauptsache erfrischend. Frankreichs Baudelaire, bekanntlich dekadenter Dichter, begrüßte Revolution, hasste sie aber, als sie sein dekadentes Leben bedrohte. Daher können Revolutionäre auf Papier vor der Revolution, noch dazu gründlichste, extremste, beim Umsturz ihre frühere Maske abreißen - unbewusste Maske. Solche Geschichtsbeispiele sollte man Cheng Fangwu-artigen "revolutionären Literaten" widmen, die bei kleinen Problemen oder Positionen (oder Geld) nach Tokyo oder Paris fliehen.

Zweitens - ich finde noch keinen Namen. Jedenfalls sind es Menschen ohne feste Meinung, die nichts für richtig halten und letztendlich den Status quo für das Beste. Als Kritiker reden sie zufällig und widerlegen Gegensätzliches. Gegen Hilfsbereitschaft nutzen sie Konkurrenzkampf, gegen Konkurrenzkampf nutzen sie Hilfsbereitschaft; gegen Friedensideologie nutzen sie Klassenkampftheorie, gegen Kampf predigen sie Menschenliebe. Ist der Gegner Idealist, nehmen sie materialistische Position ein; beim Debattieren mit Materialisten werden sie zu Idealisten. Kurz gesagt: Sie messen mit englischen Ellen russische Werst und mit französischen Ellen Meter und stellen fest, dass nichts übereinstimmt. Da alles andere nicht übereinstimmt, fühlen sie sich ewig als "Wahrer der Mitte" und sind ewig selbstzufrieden. Aus solcher Kritik folgt: Ist etwas nicht vollständig, mangelhaft, taugt es nichts. Aber gegenwärtigen Menschen und Dingen - wo gäbe es völlige Vollkommenheit ohne Mängel? Sicherheitshalber ist es am besten, sich nicht zu rühren. Doch dieses Sich-nicht-Rühren ist auch ein großer Fehler. Jedenfalls ist Menschsein außerordentlich schwierig, Revolutionär-Sein erst recht.

Der »Shenbao«-Kritiker verlangt von »Kleine zehn Jahre« zwar gründlich revolutionäre Protagonisten, aber sozialwissenschaftliche Übersetzungen begegnet er mit bissigem Spott - also gehört diese Seele zur zweiten Kategorie mit etwas dekadenter Lebenslangeweile, die Chili zur Magenöffnung will.

【张资平氏的“小说学”】



张资平氏据说是“最进步”的“无产阶级作家”,你们还在“萌芽”,还在“拓荒”,他却已在收获了。这就是进步,拔步飞跑,望尘莫及。然而你如果追踪而往呢,就看见他跑进“乐群书店”中。


张资平氏先前是三角恋爱小说作家,并且看见女的性欲,比男人还要熬不住,她来找男人,贱人呀贱人,该吃苦。这自然不是无产阶级小说。但作者一转方向,则一人得道,鸡犬飞升,何况神仙的遗蜕呢,《张资平全集》还应该看的。这是收获呀,你明白了没有?


还有收获哩。《申报》报告,今年的大夏学生,敬请“为青年所崇拜的张资平先生”去教“小说学”了。中国老例,英文先生是一定会教外国史的,国文先生是一定会教伦理学的,何况小说先生,当然满肚子小说学。要不然,他做得出来吗?我们能保得定荷马没有“史诗作法”,沙士比亚没有“戏剧学概论”吗?


呜呼,听讲的门徒是有福了,从此会知道如何三角,如何恋爱,你想女人吗,不料女人的性欲冲动比你还要强,自己跑来了。朋友,等着罢。但最可怜的是不在上海,只好遥遥“崇拜”,难以身列门墙的青年,竟不能恭听这伟大的“小说学”。现在我将《张资平全集》和“小说学”的精华,提炼在下面,遥献这些崇拜家,算是“望梅止渴”云。


那就是──



(二月二十二日。)




【对于左翼作家联盟的意见】


──三月二日在左翼作家联盟成立大会讲



有许多事情,有人在先已经讲得很详细了,我不必再说。我以为在现在,“左翼”作家是很容易成为“右翼”作家的。为什么呢?第一,倘若不和实际的社会斗争接触,单关在玻璃窗内做文章,研究问题,那是无论怎样的激烈,“左”,都是容易办到的;然而一碰到实际,便即刻要撞碎了。关在房子里,最容易高谈彻底的主义,然而也最容易“右倾”。西洋的叫做“Salon的社会主义者”,便是指这而言。“Salon”是客厅的意思,坐在客厅里谈谈社会主义,高雅得很,漂亮得很,然而并不想到实行的。这种社会主义者,毫不足靠。并且在现在,不带点广义的社会主义的思想的作家或艺术家,就是说工农大众应该做奴隶,应该被虐杀,被剥削的这样的作家或艺术家,是差不多没有了,除非墨索里尼,但墨索里尼并没有写过文艺作品。(当然,这样的作家,也还不能说完全没有,例如中国的新月派诸文学家,以及所说的墨索里尼所宠爱的邓南遮便是。)


第二,倘不明白革命的实际情形,也容易变成“右翼”。革命是痛苦,其中也必然混有污秽和血,决不是如诗人所想像的那般有趣,那般完美;革命尤其是现实的事,需要各种卑贱的,麻烦的工作,决不如诗人所想像的那般浪漫;革命当然有破坏,然而更需要建设,破坏是痛快的,但建设却是麻烦的事。所以对于革命抱着浪漫谛克的幻想的人,一和革命接近,一到革命进行,便容易失望。听说俄国的诗人叶遂宁,当初也非常欢迎十月革命,当时他叫道:“万岁,天上和地上的革命!”又说“我是一个布尔塞维克了!”然而一到革命后,实际上的情形,完全不是他所想像的那么一回事,终于失望,颓废。叶遂宁后来是自杀了的,听说这失望是他的自杀的原因之一。又如毕力涅、爱伦堡,也都是例子。在我们辛亥革命时也有同样的例,那时有许多文人,例如属于“南社”的人们,开初大抵是很革命的,但他们抱着一种幻想,以为只要将满洲人赶出去,便一切都恢复了“汉官威仪”,人们都穿大袖的衣服,峨冠博带,大步地在街上走。谁知赶走满清皇帝以后,民国成立,情形却全不同,所以他们便失望,以后有些人甚至成为新的运动的反动者。但是,我们如果不明白革命的实际情形,也容易和他们一样的。


还有,以为诗人或文学家高于一切人,他底工作比一切工作都高贵,也是不正确的观念。举例说,从前海涅以为诗人最高贵,而上帝最公平,诗人在死后,便到上帝那里去,围着上帝坐着,上帝请他吃糖果。在现在,上帝请吃糖果的事,是当然无人相信的了,但以为诗人或文学家,现在为劳动大众革命,将来革命成功,劳动阶级一定从丰报酬,特别优待,请他坐特等车,吃特等饭,或者劳动者捧着牛油面包来献他,说:“我们的诗人,请用吧!”这也是不正确的;因为实际上决不会有这种事,恐怕那时比现在还要苦,不但没有牛油面包,连黑面包都没有也说不定,俄国革命后一二年的情形便是例子。如果不明白这情形,也容易变成“右翼”。事实上,劳动者大众,只要不是梁实秋所说“有出息”者,也决不会特别看重知识阶级者的,如我所译的《溃灭》中的美谛克(知识阶级出身),反而常被矿工等所嘲笑。不待说,知识阶级有知识阶级的事要做,不应特别看轻,然而劳动阶级决无特别例外地优待诗人或文学家的义务。


现在,我说一说我们今后应注意的几点。


第一,对于旧社会和旧势力的斗争,必须坚决,持久不断,而且注重实力。旧社会的根柢原是非常坚固的,新运动非有更大的力不能动摇它什么。并且旧社会还有它使新势力妥协的好办法,但它自己是决不妥协的。在中国也有过许多新的运动了,却每次都是新的敌不过旧的,那原因大抵是在新的一面没有坚决的广大的目的,要求很小,容易满足。譬如白话文运动,当初旧社会是死力抵抗的,但不久便容许白话文底存在,给它一点可怜地位,在报纸的角头等地方可以看见用白话写的文章了,这是因为在旧社会看来,新的东西并没有什么,并不可怕,所以就让它存在,而新的一面也就满足,以为白话文已得到存在权了。又如一二年来的无产文学运动,也差不多一样,旧社会也容许无产文学,因为无产文学并不厉害,反而他们也来弄无产文学,拿去做装饰,仿佛在客厅里放着许多古董磁器以外,放一个工人用的粗碗,也很别致;而无产文学者呢,他已经在文坛上有个小地位,稿子已经卖得出去了,不必再斗争,批评家也唱着凯旋歌:“无产文学胜利!”但除了个人的胜利,即以无产文学而论,究竟胜利了多少?况且无产文学,是无产阶级解放斗争底一翼,它跟着无产阶级的社会的势力的成长而成长,在无产阶级的社会地位很低的时候,无产文学的文坛地位反而很高,这只是证明无产文学者离开了无产阶级,回到旧社会去罢了。


第二,我以为战线应该扩大。在前年和去年,文学上的战争是有的,但那范围实在太小,一切旧文学旧思想都不为新派的人所注意,反而弄成了在一角里新文学者和新文学者的斗争,旧派的人倒能够闲舒地在旁边观战。


第三,我们应当造出大群的新的战士。因为现在人手实在太少了,譬如我们有好几种杂志,单行本的书也出版得不少,但做文章的总同是这几个人,所以内容就不能不单薄。一个人做事不专,这样弄一点,那样弄一点,既要翻译,又要做小说,还要做批评,并且也要做诗,这怎么弄得好呢?这都因为人太少的缘故,如果人多了,则翻译的可以专翻译,创作的可以专创作,批评的专批评;对敌人应战,也军势雄厚,容易克服。关于这点,我可带便地说一件事。前年创造社和太阳社向我进攻的时候,那力量实在单薄,到后来连我都觉得有点无聊,没有意思反攻了,因为我后来看出了敌军在演“空城计”。那时候我的敌军是专事于吹擂,不务于招兵练将的;攻击我的文章当然很多,然而一看就知道都是化名,骂来骂去都是同样的几句话。我那时就等待有一个能操马克斯主义批评的枪法的人来狙击我的,然而他终于没有出现。在我倒是一向就注意新的青年战士底养成的,曾经弄过好几个文学团体,不过效果也很小。但我们今后却必须注意这点。


我们急于要造出大群的新的战士,但同时,在文学战线上的人还要“韧”。所谓韧,就是不要像前清做八股文的“敲门砖”似的办法。前清的八股文,原是“进学”做官的工具,只要能做“起承转合”,藉以进了“秀才举人”,便可丢掉八股文,一生中再也用不到它了,所以叫做“敲门砖”,犹之用一块砖敲门,门一敲进,砖就可抛弃了,不必再将它带在身边。这种办法,直到现在,也还有许多人在使用,我们常常看见有些人出了一二本诗集或小说集以后,他们便永远不见了,到那里去了呢?是因为出了一本或二本书,有了一点小名或大名,得到了教授或别的什么位置,功成名遂,不必再写诗写小说了,所以永远不见了。这样,所以在中国无论文学或科学都没有东西,然而在我们是要有东西的,因为这于我们有用。(卢那卡尔斯基是甚至主张保存俄国的农民美术,因为可以造出来卖给外国人,在经济上有帮助。我以为如果我们文学或科学上有东西拿得出去给别人,则甚至于脱离帝国主义的压迫的政治运动上也有帮助。)但要在文化上有成绩,则非韧不可。


最后,我以为联合战线是以有共同目的为必要条件的。我记得好象曾听到过这样一句话:“反动派且已经有联合战线了,而我们还没有团结起来!”其实他们也并未有有意的联合战线,只因为他们的目的相同,所以行动就一致,在我们看来就好象联合战线。而我们战线不能统一,就证明我们的目的不能一致,或者只为了小团体,或者还其实只为了个人,如果目的都在工农大众,那当然战线也就统一了。




【我们要批评家】



看大概的情形(我们这里得不到确凿的统计),从去年以来,挂着“革命的”的招牌的创作小说的读者已经减少,出版界的趋势,已在转向社会科学了。这不能不说是好现象。最初,青年的读者迷于广告式批评的符咒,以为读了“革命的”创作,便有出路,自己和社会,都可以得救,于是随手拈来,大口吞下,不料许多许多是并不是滋养品,是新袋子里的酸酒,红纸包里的烂肉,那结果,是吃得胸口痒痒的,好象要呕吐。


得了这一种苦楚的教训之后,转而去求医于根本的,切实的社会科学,自然,是一个正当的前进。


然而,大部分是因为市场的需要,社会科学的译著又蜂起云涌了,较为可看的和很要不得的都杂陈在书摊上,开始寻求正确的知识的读者们已经在惶惑。然而新的批评家不开口,类似批评家之流便趁势一笔抹杀:“阿狗阿猫”。


到这里,我们所需要的,就只得还是几个坚实的,明白的,真懂得社会科学及其文艺理论的批评家。


批评家的发生,在中国已经好久了,每一个文学团体中,大抵总有一套文学的人物。至少,是一个诗人,一个小说家,还有一个尽职于宣传本团体的光荣和功绩的批评家。这些团体,都说是志在改革,向旧的堡垒取攻势的,然而还在中途,就在旧的堡垒之下纷纷自己扭打起来,扭得大家乏力了,这才放开了手,因为不过是“扭”而已矣,所以大创是没有的,仅仅喘着气。一面喘着气,一面各自以为胜利,唱着凯歌。旧堡垒上简直无须守兵,只要袖手俯首,看这些新的敌人自己所唱的喜剧就够。他无声,但他胜利了。


这两年中,虽然没有极出色的创作,然而据我所见,印成本子的,如李守章的《跋涉的人们》,台静农的《地之子》,叶永蓁的《小小十年》前半部,柔石的《二月》及《旧时代之死》,魏金枝的《七封信的自传》,刘一梦的《失业以后》,总还是优秀之作。可惜我们的有名的批评家,梁实秋先生还在和陈西滢相呼应,这里可以不提;成仿吾先生是怀念了创造社过去的光荣之后,摇身一变而成为“石厚生”,接着又流星似的消失了;钱杏邨先生近来又只在《拓荒者》上,搀着藏原惟人,一段又一段的,在和茅盾扭结。每一个文学团体以外的作品,在这样忙碌或萧闲的战场,便都被“打发”或默杀了。


这回的读书界的趋向社会科学,是一个好的、正当的转机,不惟有益于别方面,即对于文艺,也可催促它向正确,前进的路。但在出品的杂乱和旁观者的冷笑中,是极容易凋谢的,所以现在所首先需要的,也还是——


几个坚实的、明白的、真懂得社会科学及其文艺理论的批评家。




【好政府主义】



梁实秋先生这回在《新月》的《零星》上,也赞成“不满于现状”了,但他以为“现在有智识的人(尤其是夙来有‘前驱者’、‘权威’、‘先进’的徽号的人),他们的责任不仅仅是冷讥热嘲地发表一点‘不满于现状’的杂感而已,他们应该更进一步的诚诚恳恳地去求一个积极医治‘现状’的药方”。


为什么呢?因为有病就须下药,“三民主义是一副药,──梁先生说,——共产主义也是一副药,国家主义也是一副药,无政府主义也是一副药,好政府主义也是一副药”,现在你“把所有的药方都褒贬得一文不值,都挖苦得不留余地,……这可是什么心理呢?”

    • [Zhang Zipings "Romanlehre"]**

Herr Zhang Ziping gilt als "fortschrittlichster" "proletarischer Autor". Während ihr noch im "Keimstadium" seid, noch "Neuland bebaut", erntet er bereits. Das ist Fortschritt - mit schnellen Schritten davoneilen, dass man nur noch Staub sieht. Verfolgt man ihn aber, sieht man ihn in die "Lequn-Buchhandlung" hineinlaufen.

Herr Zhang Ziping war früher Autor von Dreiecksliebe-Romanen und sah, dass Frauen sexueller Begierde noch weniger widerstehen können als Männer - sie suchen den Mann auf, schändliche Weiber, verdienen ihr Leid. Das ist natürlich kein proletarischer Roman. Aber wenn der Autor die Richtung wechselt, steigt einer zum Himmel auf und Hühner und Hunde fliegen mit - wie viel mehr die Hinterlassenschaft des Unsterblichen: Zhang Zipings Gesammelte Werke sollte man noch lesen. Das ist Ernte - verstehst du?

Es gibt noch mehr Ernte. »Shenbao« berichtete, dass die Daxia-Studenten dieses Jahr respektvoll "den von der Jugend verehrten Herrn Zhang Ziping" baten, "Romanlehre" zu unterrichten. Nach chinesischer Sitte kann ein Englischlehrer bestimmt ausländische Geschichte unterrichten, ein Chinesischlehrer bestimmt Ethik - wie viel mehr ein Romanlehrer, der natürlich voller Romanlehre steckt. Sonst könnte er es ja nicht? Können wir garantieren, dass Homer keine "Eposmethodik" hatte, Shakespeare keine "Einführung in die Dramaturgie"?

Ach, die lauschenden Jünger sind gesegnet! Künftig werden sie wissen, wie man Dreiecke bildet, wie man liebt. Du begehrst eine Frau? Überraschung - ihr sexueller Trieb ist stärker als deiner, sie kommt von selbst gelaufen. Freund, warte nur. Am bedauernswertesten sind die nicht in Shanghai, die nur aus der Ferne "verehren" können, nicht in die Schule aufgenommen werden - sie können diese große "Romanlehre" nicht ehrfürchtig anhören. Nun will ich die Essenz von Zhang Zipings Gesammelten Werken und der "Romanlehre" destillieren und den Verehrern darbieten - als "Durst mit Pflaumenbetrachtung stillen".

Das wäre --

(22. Februar)

    • [Meinung zur Liga der linken Schriftsteller]**

- Rede auf der Gründungsversammlung der Liga der linken Schriftsteller am 2. März

Viele Dinge haben andere bereits sehr ausführlich besprochen, ich muss sie nicht wiederholen. Ich meine, "linke" Schriftsteller können heute sehr leicht zu "rechten" Schriftstellern werden. Warum? Erstens: Wenn man nicht mit tatsächlichen gesellschaftlichen Kämpfen in Berührung kommt, sondern nur hinter Glasfenstern Artikel schreibt und Probleme erforscht, ist es gleichgültig wie radikal oder "links" - das lässt sich leicht bewerkstelligen; aber sobald man die Realität berührt, zerbricht man sofort. Im Zimmer eingeschlossen ist es am leichtesten, gründliche Prinzipien hochzuhalten, aber auch am leichtesten "rechts abzudriften". Im Westen nennt man das "Salon-Sozialisten" - das bezieht sich darauf. "Salon" bedeutet Wohnzimmer - im Wohnzimmer über Sozialismus zu reden ist sehr elegant und schön, aber man denkt nicht an Verwirklichung. Solche Sozialisten sind völlig unzuverlässig. Außerdem gibt es heute kaum noch Schriftsteller oder Künstler ohne etwas breit verstandene sozialistische Gedanken - das hieße zu sagen, Arbeiter und Bauern sollen Sklaven sein, misshandelt, getötet, ausgebeutet werden. Solche Schriftsteller oder Künstler gibt es fast nicht mehr, außer Mussolini, aber Mussolini hat keine literarischen Werke geschrieben. (Natürlich gibt es solche Schriftsteller noch, zum Beispiel Chinas Xinyue-Literaten und den von Mussolini geliebten D'Annunzio.)

Zweitens wird man leicht "rechts", wenn man die wirklichen Umstände der Revolution nicht versteht. Revolution ist schmerzhaft und enthält notwendig Schmutz und Blut - keineswegs so interessant und vollkommen, wie Dichter sich vorstellen; Revolution ist vor allem real, braucht verschiedene niedrige, mühsame Arbeiten - keineswegs so romantisch, wie Dichter sich vorstellen; Revolution hat natürlich Zerstörung, aber braucht mehr noch Aufbau - Zerstörung macht Spaß, Aufbau ist mühsam. Daher enttäuschen sich Menschen mit romantischen Revolutionsphantasien leicht, wenn sie der Revolution nahekommen und sie voranschreitet. Der russische Dichter Jessenin begrüßte angeblich anfangs sehr die Oktoberrevolution und rief: "Es lebe die Revolution in Himmel und Erde!" und sagte "Ich bin ein Bolschewik!" Aber als nach der Revolution die tatsächlichen Umstände völlig anders waren als vorgestellt, wurde er enttäuscht und dekadent. Jessenin beging später Selbstmord - diese Enttäuschung war angeblich einer der Gründe. Auch Pilnjak und Ehrenburg sind Beispiele. Bei unserer Xinhai-Revolution gab es Ähnliches - damals waren viele Literaten, zum Beispiel "Nanshe"-Leute, anfangs sehr revolutionär, aber sie hegten Illusionen und dachten, man müsse nur die Mandschu verjagen, dann würde alles zur "Han-Würde" zurückkehren, alle würden weitärmelige Gewänder tragen, hohe Kappen und breite Gürtel, gravitätisch auf den Straßen wandeln. Wer wusste, dass nach Vertreibung des Qing-Kaisers und Gründung der Republik alles ganz anders war - sie wurden enttäuscht, später wurden manche sogar zu Reaktionären gegen neue Bewegungen. Wenn wir aber die wirklichen Revolutionsumstände nicht verstehen, können wir genauso werden.

Außerdem ist die Vorstellung falsch, Dichter oder Schriftsteller stünden über allen Menschen, ihre Arbeit sei edler als alle andere. Zum Beispiel hielt Heine Dichter für das Edelste und Gott für den Gerechtesten - nach dem Tod kommen Dichter zu Gott, sitzen um ihn herum, Gott bewirtet sie mit Süßigkeiten. Heute glaubt natürlich niemand mehr an Gottes Süßigkeiten-Bewirtung, aber zu denken, Dichter oder Schriftsteller würden jetzt für die arbeitenden Massen revolutionieren und nach erfolgreichem Revolutionssieg von der Arbeiterklasse bestimmt reich belohnt, besonders behandelt, dürften erste Klasse fahren, Erstklassiges essen, oder Arbeiter brächten ihnen Butterbrot dar und sagten: "Unser Dichter, bitte bedient Euch!" - das ist ebenfalls falsch; denn tatsächlich wird es so nie sein, wahrscheinlich wird es dann noch härter als jetzt, nicht nur kein Butterbrot, vielleicht nicht mal Schwarzbrot, wie Russlands Lage ein, zwei Jahre nach der Revolution zeigt. Versteht man das nicht, wird man auch leicht "rechts". Tatsächlich werden arbeitende Massen, solange sie nicht Liang Shiqius "vielversprechende" sind, Intellektuelle bestimmt nicht besonders schätzen - wie Metik (aus der Intellektuellenschicht) in meiner Übersetzung von »Vernichtung« oft von Bergarbeitern verspottet wird. Natürlich haben Intellektuelle ihre Aufgaben, sollten nicht besonders geringgeschätzt werden, aber Arbeiterklassen haben keine Pflicht, Dichter oder Schriftsteller besonders bevorzugt zu behandeln.

Nun zu einigen Punkten, die wir künftig beachten sollten.

Erstens: Der Kampf gegen alte Gesellschaft und alte Kräfte muss entschieden, anhaltend und kraftvoll sein. Die Wurzeln der alten Gesellschaft sind außerordentlich fest - neue Bewegungen brauchen größere Kraft, um sie zu erschüttern. Außerdem hat die alte Gesellschaft gute Methoden, neue Kräfte zu Kompromissen zu bewegen, aber sie selbst kompromittiert nie. In China gab es viele neue Bewegungen, aber jedes Mal siegte das Alte über das Neue - der Grund liegt meist darin, dass die neue Seite keine entschiedenen, weitreichenden Ziele hatte, kleine Forderungen stellte, leicht zufriedenzustellen war. Die Umgangssprachen-Bewegung zum Beispiel - anfangs widerstand die alte Gesellschaft mit aller Kraft, aber bald gestattete sie Umgangssprache, gab ihr einen armseligen Platz in Zeitungsecken. Das lag daran, dass die alte Gesellschaft das Neue für harmlos und ungefährlich hielt, also sein Bestehen zuließ, während die neue Seite zufrieden war und meinte, Umgangssprache habe Existenzrecht erhalten. Die proletarische Literaturbewegung der letzten Jahre war fast genauso - die alte Gesellschaft gestattete auch proletarische Literatur, da sie nicht gefährlich war; im Gegenteil betrieben sie selbst proletarische Literatur als Dekoration, als würde man neben vielen antiken Porzellanen im Wohnzimmer auch eine grobe Arbeiterschale aufstellen - sehr originell; und die proletarischen Literaten? Sie hatten schon einen kleinen Platz im Literaturbetrieb, ihre Manuskripte verkauften sich, sie mussten nicht mehr kämpfen, Kritiker sangen Siegeslieder: "Proletarische Literatur siegt!" Aber außer persönlichem Sieg - was die proletarische Literatur betrifft, wie viel hatte sie wirklich gesiegt? Außerdem ist proletarische Literatur ein Flügel des proletarischen Befreiungskampfes - sie wächst mit der gesellschaftlichen Kraft des Proletariats. Wenn die gesellschaftliche Stellung des Proletariats sehr niedrig ist, die literarische Position proletarischer Literatur aber sehr hoch - das beweist nur, dass proletarische Literaten das Proletariat verlassen und zur alten Gesellschaft zurückgekehrt sind.

Zweitens sollte die Front erweitert werden. Vor- und letztes Jahr gab es literarische Kämpfe, aber der Bereich war zu klein - alle alte Literatur und altes Denken wurden von Neuen ignoriert, stattdessen kämpften in einer Ecke neue Literaten gegen neue Literaten, während Alte gemütlich zuschauen konnten.

Drittens sollten wir große Scharen neuer Kämpfer schaffen. Denn jetzt sind es wirklich zu wenige. Wir haben mehrere Zeitschriften, geben nicht wenige Einzelbände heraus, aber die Artikelschreiber sind immer dieselben wenigen - so kann der Inhalt nur dünn sein. Ein Mensch kann nicht alles - etwas hier, etwas da: übersetzen, Romane schreiben, kritisieren und dichten - wie soll das gut gehen? Alles wegen Personalmangel. Mit mehr Leuten könnten Übersetzer nur übersetzen, Schöpfer nur schaffen, Kritiker nur kritisieren; gegen Feinde kämpfend wäre die Streitmacht stark genug zum Sieg. Hierzu eine Begebenheit. Als Schöpfungsgesellschaft und Sonnengesellschaft mich vorvoriges Jahr angriffen, war die Kraft wirklich schwach - schließlich fand sogar ich es langweilig und hatte keine Lust mehr zum Gegenangriff, da ich merkte, dass die feindliche Armee "Leere-Stadt-Strategie" spielte. Damals konzentrierte sich meine Feindarmee aufs Trommeln, nicht auf Rekrutierung und Ausbildung; angreifende Artikel gab es viele, aber man sah sofort, dass alle unter Decknamen waren - beim Schimpfen immer dieselben Sätze. Ich wartete damals darauf, dass jemand käme, der marxistische Kritik beherrschte, um mich zu treffen - aber er erschien nie. Ich habe schon immer auf die Heranbildung neuer junger Kämpfer geachtet, mehrere Literaturgruppen betrieben, aber mit geringem Erfolg. Künftig müssen wir darauf achten.

Wir brauchen dringend große Scharen neuer Kämpfer, aber gleichzeitig müssen Literaturfront-Kämpfer "zäh" sein. "Zäh" bedeutet: nicht wie die Qing-Zeit Achtgliedrige Essays als "Türklopfer" verwenden. Qing-Achtgliedrige Essays waren Werkzeuge für Studium und Beamtentum - konnte man nur "Einleitung-Entwicklung-Wendung-Schluss" schreiben und damit "Xiucai-Juren" werden, konnte man Achtgliedrige Essays wegwerfen, brauchte sie lebenslang nicht mehr - daher "Türklopfer": mit einem Stein die Tür klopfen, ist die Tür auf, kann man den Stein wegwerfen, muss ihn nicht mitnehmen. Diese Methode verwenden heute noch viele - oft sehen wir Menschen nach ein, zwei Gedicht- oder Romanbänden für immer verschwinden. Wohin? Weil sie mit ein, zwei Büchern kleinen oder großen Ruhm erlangten, Professuren oder andere Stellungen bekamen - Erfolg und Ruhm erreicht, müssen sie keine Gedichte oder Romane mehr schreiben, daher verschwinden sie für immer. Deshalb hat China weder in Literatur noch Wissenschaft etwas. Aber wir wollen etwas haben, denn das nützt uns. (Lunatscharski befürwortet sogar, russische Bauernkunst zu bewahren, weil man sie herstellen und an Ausländer verkaufen kann - wirtschaftlich hilfreich. Wenn wir literarisch oder wissenschaftlich etwas hätten, das wir anderen geben könnten, würde das sogar politischen Bewegungen zur Befreiung von imperialistischer Unterdrückung helfen.) Aber kulturelle Erfolge erfordern Zähigkeit.

Schließlich denke ich, Einheitsfronten brauchen gemeinsame Ziele als notwendige Bedingung. Ich erinnere mich, gehört zu haben: "Reaktionäre haben bereits Einheitsfronten, wir sind noch nicht vereint!" Tatsächlich haben sie auch keine bewusste Einheitsfront - nur weil ihre Ziele gleich sind, handeln sie einheitlich, für uns wirkt es wie eine Einheitsfront. Dass unsere Front nicht einheitlich sein kann, beweist, dass unsere Ziele nicht übereinstimmen - entweder nur für kleine Gruppen oder tatsächlich nur für Einzelne. Wären alle Ziele bei Arbeitern und Bauern, wäre die Front natürlich vereint.

    • [Wir brauchen Kritiker]**

Nach der ungefähren Lage zu urteilen (wir bekommen hier keine verlässlichen Statistiken), sind seit letztem Jahr die Leser "revolutionärer" Romane zurückgegangen, der Verlagstrend wendet sich den Sozialwissenschaften zu. Das ist eine gute Erscheinung. Anfangs waren junge Leser von werbehaften Kritiken verzaubert und dachten, "revolutionäre" Werke zu lesen bringe Aussichten, sie selbst und die Gesellschaft könnten gerettet werden - so griffen sie wahllos zu und verschlangen alles. Vieles war aber keine Nahrung, sondern saurer Wein in neuen Schläuchen, faules Fleisch in rotem Papier - das Ergebnis: Magenjucken wie vor dem Erbrechen.

Nach dieser bitteren Lektion wandten sie sich grundlegenden, praktischen Sozialwissenschaften zu - natürlich ein berechtigter Fortschritt.

Aber größtenteils wegen Marktbedürfnissen wimmeln sozialwissenschaftliche Übersetzungen wieder massenhaft, Brauchbares und Untaugliches liegen gemischt an Buchständen, Leser, die korrekte Kenntnisse suchen, sind bereits verwirrt. Aber neue Kritiker schweigen, pseudo-kritische Strömungen nutzen die Gelegenheit für pauschale Verdammung: "Hunde und Katzen".

Hier brauchen wir nur noch einige solide, klare Kritiker, die Sozialwissenschaften und deren Literaturtheorien wirklich verstehen.

Kritiker entstehen in China schon lange - jede Literaturgruppe hat meist eine Riege literarischer Figuren: mindestens einen Dichter, einen Romancier und einen Kritiker, der die Herrlichkeit und Verdienste der eigenen Gruppe verkündet. Diese Gruppen behaupten alle, Reform anzustreben und alte Festungen anzugreifen, aber unterwegs rangeln sie unter alten Festungen miteinander, bis alle erschöpft loslassen - da es nur "Rangeln" war, gibt es keine großen Verletzungen, nur Keuchen. Beim Keuchen halten sich alle für siegreich und singen Triumphlieder. Alte Festungen brauchen gar keine Wächter - verschränkte Arme und gesenkter Kopf, diese neuen Feinde beim Selbst-aufgeführten Lustspiel zu beobachten, genügt. Sie schweigen, aber sie siegen.

Obwohl es diese zwei Jahre keine herausragenden Werke gab, sind meiner Ansicht nach gedruckte Werke wie Li Shouzhans »Die Wandernden«, Tai Jingnongs »Erdensöhne«, Ye Yongzhens erste Hälfte von »Kleine zehn Jahre«, Roushis »Februar« und »Tod der alten Zeit«, Wei Jinzhis »Autobiographie in sieben Briefen«, Liu Yimings »Nach der Arbeitslosigkeit« trotzdem ausgezeichnet. Schade, dass unser berühmter Kritiker Herr Liang Shiqiu noch mit Chen Xiying korrespondiert - darüber brauchen wir nicht zu sprechen; Herr Cheng Fangwu schwelgte in vergangener Schöpfungsgesellschafts-Herrlichkeit, verwandelte sich in "Shi Housheng" und verschwand dann meteorartig; Herr Qian Xingcun kämpft neuerdings nur in »Tukengzhe« abschnittsweise mit Kuraihara Korehito und Mao Dun. Werke außerhalb jeder Literaturgruppe werden auf diesem geschäftigen oder trägen Schlachtfeld alle "abgefertigt" oder totgeschwiegen.

Diese Wendung der Lesewelt zu Sozialwissenschaften ist eine gute, berechtigte Wende - nicht nur für andere Bereiche nützlich, auch für Literatur kann sie Fortschritt in richtige Richtung fördern. Aber bei wirrem Angebot und Spott der Zuschauer verwelkt es leicht - was jetzt zuerst nötig ist, sind wieder:

Einige solide, klare Kritiker, die Sozialwissenschaften und deren Literaturtheorien wirklich verstehen.

    • [Gute-Regierung-ismus]**

Herr Liang Shiqiu befürwortet diesmal in »Xinyues« »Verschiedenes« auch "Unzufriedenheit mit dem Status quo", meint aber: "Jetzt haben intelligente Menschen (besonders die mit 'Vorreiter'-, 'Autoritäts'-, 'Fortschritt'-Titeln) die Verantwortung, nicht nur kühl spöttisch 'Unzufriedenheit mit dem Status quo' in Glossen auszudrücken, sondern ehrlich nach positiven Heilmitteln für den 'Status quo' zu suchen."

Warum? Weil Krankheiten Medizin brauchen. "Drei-Volksprinzipien sind eine Medizin", sagt Herr Liang, "Kommunismus ist auch eine Medizin, Nationalismus ist auch eine Medizin, Anarchismus ist auch eine Medizin, Gute-Regierung-ismus ist auch eine Medizin." Wenn du nun "alle Rezepte wertlos verurteilst, alle gnadenlos verspottest... was ist das für eine Psychologie?"

Diese Psychologie verdient Tadel. Praktisch habe ich aber nie solche Glossen gesehen - dass derselbe Autor Drei-Volksprinzipler für anglo-amerikanische Freiheitsverletzer, Kommunisten für russische Rubelempfänger hielte, Nationalismus zu eng, Anarchismus zu leer fände... Herr Liangs »Verschiedenes« übertreibt die Sünden gesehener Glossen.

Tatsächlich kann jeder Mängel einer Ideologie oder daraus entstehende Missstände kritisieren, auch ohne Anhänger dieser Ideologie zu sein. Schmerzen von Unterdrückung führen zu Schreien - man muss nicht vor besseren Ideologien die Zähne zusammenbeißen. Natürlich wären bessere Vorschläge besser.

Aber Herr Liangs bescheiden ans Ende gestellten "Gute-Regierung-ismus" sollte man noch bescheidener als Ausnahme betrachten. Von Drei-Volksprinzipien bis Anarchismus - gleich welcher Temperatur - sind es doch Medizinnamen wie Gips oder Zimt (Nutzen oder Schaden nach Einnahme ist eine andere Frage). Nur diese "Medizin" "Gute-Regierung-ismus" nennt nicht Medizinnamen, sondern schreibt "Gute Medizin" und geschwätzige Arzt-Allüren. Richtig, niemand kann sagen, man solle schlechte Medizin verwenden, aber dieses Rezept lässt jeden "wertlos verurteilen" ("Lob" bedeutet "preisen", hier unpassend verwendeter Beweis für Unkenntnis des Zeichens "Lob", aber das ist Herr Liangs Originaltext, also beibehalten).

Würde dieser Arzt zornig brüllen: "Du spottest über meinen Gute-Medizin-ismus, dann gib dein Rezept!" - das wäre ein höchst lächerlicher "Status quo", der auch ohne Ideologien Glossen hervorbrächte. Glossen sind endlos, gerade weil es zu viele solche "Status quo" gibt.

(17. April 1930)

    • ["Heimatloser" "Schoßhund der Kapitalisten"]**

Weil »Tukengzhe« ihn "Schoßhund der Kapitalisten" nannte, schrieb Herr Liang Shiqiu einen Artikel namens »Ich ärgere mich nicht«. Nach der Definition auf Seite 672 der zweiten »Tukengzhe«-Ausgabe "fühle ich mich etwas wie ein Proletarier", dann definiert er "Schoßhund" als "alle Schoßhunde wollen Herrengunst erlangen und dadurch Gnade erhalten" und fragt:

"»Tukengzhe« sagt, ich sei Schoßhund der Kapitalisten - welcher Kapitalist oder alle Kapitalisten? Ich weiß noch nicht, wer mein Herr ist. Wüsste ich es, brächte ich bestimmt ein paar Zeitschriften zu meinem Herrn zum Verdienst-Zeigen, bekäme vielleicht ein paar Pfund oder Rubel Belohnung... Ich weiß nur, durch ständige Arbeit Geld zum Lebensunterhalt zu verdienen. Wie ich zu Kapitalisten-Kontoren gehen und Pfund holen, zu XX-Partei gehen und Rubel holen könnte - diese Fähigkeiten kenne ich nicht..."

Das ist ein lebensechtes Porträt des "Schoßhunds der Kapitalisten". Alle Schoßhunde gehören, obwohl vielleicht von einem Kapitalisten gefüttert, tatsächlich allen Kapitalisten - daher sind sie zu allen Reichen zahm, bellen alle Armen an. Nicht zu wissen, wer der Herr ist, ist gerade der Grund für Zahmheit gegen alle Reichen und Beweis der Zugehörigkeit zu allen Kapitalisten. Selbst ungefüttert, abgemagert, zum wilden Hund geworden, sind sie noch zahm zu allen Reichen, bellen alle Armen an - nur verstehen sie dann noch weniger, wer der Herr ist.

Da Herr Liang seine Mühsal schildert wie ein "Proletarier" (Herr Liangs frühere "Unterlegene") und nicht weiß, "wer der Herr ist", gehört er zur zweiten Kategorie - der Genauigkeit halber sollte man Worte hinzufügen: "heimatloser" "Schoßhund der Kapitalisten".

Diese Bezeichnung hat noch Mängel. Herr Liang ist schließlich gebildeter Professor, daher anders als gewöhnliche. Er redet nicht mehr über "Hat Literatur Klassencharakter?", sondern fügt in »Antwort an Herrn Lu Xun« geschickt Sätze über "Bewaffneten Schutz der Sowjetunion" an Telegrafenstangen und zerschlagene Zeitungsscheiben ein, schreibt oben "zu XX-Partei Rubel holen" - die absichtlich versteckten XX lassen sofort "kommunistisch" erraten, zeigen, dass alle, die "Literatur hat Klassencharakter" behaupten und Herrn Liang ärgern, "Sowjetunion-Schutz" oder "Rubel-Holen" betreiben. Wie Duan Qiruis Wachen Studenten erschossen, »Chenbao« aber sagte, Studenten starben für ein paar Rubel; als mein Name in der Freiheitsliste stand, schrieb »Revolutionszeitung«, ich sei von "goldfunkelnden Rubeln gekauft" - dieselbe Methode. Für Herrn Liang mag es "Kritik" sein, dem Herrn Störer zu erschnüffeln ("Bildungsverbrecher"), aber diese Beschäftigung ist noch niedriger als "Henker".

Ich erinnere mich: Zur "Kuomintang-Kommunisten-Kooperation" war Sowjetunion-Lob in Berichten und Reden sehr modisch. Jetzt ist es anders - Zeitungen berichten von eifrigen Verhaftungen wegen Schrift an Telegrafenstangen und "XX-Partei". Debattengegner als "Sowjetunion-Schützer" oder "XX-Partei" zu bezeichnen ist also zeitgemäß modisch, bringt vielleicht "etwas Herrengunst". Aber zu sagen, Herr Liang wolle "Gunst" oder "Pfund", wäre Verleumdung - das gibt es bestimmt nicht, er will nur der "literarischen Kritik" Armut abhelfen. Literaturkritisch betrachtet, muss man zu "Schoßhund" noch ein Adjektiv hinzufügen: "armselig".

(19. April 1930)

    • ["Evolution und Degeneration" - Kurze Einleitung]**

Das ist eine Sammlung nicht sehr fachlicher, allgemein lesbarer Texte aus fast hundert vom Übersetzer in zehn Jahren übersetzten Arbeiten, mit der Hoffnung auf weitere Verbreitung. Erstens um die neueste Evolutionstheorie zu zeigen, zweitens Chinas künftiges Schicksal.

Evolutionstheorie kam früh nach China, bereits mit Yan Fus Übersetzung von Huxleys »Evolution und Ethik«. Aber es blieb nur ein leerer Begriff; zur Zeit des Weltkriegs wurde es von Debattierern missverstanden, heute ist sogar der Name am Sterben. Unterdessen wandelten sich Theorien - De Vries' Mutationstheorie entstand und verfiel, Lamarcks Umwelttheorie wurde abgeschafft und wiederbelebt. Wir leben in der Natur, aber diese Naturgesetze erforschen wir kaum. Die ersten und letzten beiden Artikel argumentieren neo-lamarckistisch, geben Überblicke und füllen Lücken.

Am wichtigsten sind die letzten beiden Artikel. Wüstenwanderung nach Süden, kaum tragbare Ernährung - das sind äußerst wichtige, persönliche Probleme für Chinesen. Ohne Lösung folgt Vernichtung. Chinas schwer erforschbare Altgeschichte zu erklären, den Irrtum von Chinesen höchster Leidensfähigkeit zu widerlegen, sind nur Nebengewinne. Wälder gerodet, Gewässer ausgetrocknet - künftig wird ein Tropfen Wasser Blut gleichwertig sein. Könnten sich heutige und künftige Jugendliche daran erinnern, wäre der Lohn dieses Buches außerordentlich groß.

Aber naturwissenschaftlich sind das die Grenzen - die Antworten sind nur Wasserschutz und Aufforstung. Das scheint einfach, ist es aber nicht. Ich zitiere zwei Abschnitte von Mrs. Smedly aus »Fragmente chinesischen Landlebens« als Beweis:

"Sie (die Magd) sagte, morgen gehe sie nach Nanyuan, um Gefängniswärter zur Verwandtenfreilassung zu bewegen. Diese Person wurde mit sechzig anderen Dorfbewohnern, Männern und Frauen, vor drei Monaten verhaftet und eingesperrt, weil sie, als andere Lebensgrundlagen fehlten, Äste gehackt oder Rinde geschält hatten. Sie taten das nicht aus Störabsicht, sondern um Holz zu verkaufen und Getreide zu kaufen..."

"Nanyuan-Bewohner haben keine Ernte, kein Getreide, keine Arbeit - was nützen dann diese zwei Mu Land?... Bei geringster Störung werden Tausende zu Katastrophenopfern... Nanyuan hatte damals (bei Warlord-Kriegen) außer Bäumen nichts mehr. Sobald Dorfbewohner Bäume berührten, verhaftete und sperrte die Polizei sie ein." (»Mengya Yuekan« Heft 5, S. 177)

So vermehrt solcher Baumschutz Rindenschäler und Wurzelgräber, fördert sogar Wüstenbildung. Aber dieses Buch beschränkt sich auf Naturwissenschaft, daher nicht berücksichtigt. Nach naturwissenschaftlichen Fakten weitere Lösungsschritte anzugehen ist Aufgabe der Sozialwissenschaft.

(5. Mai 1930)

    • [Geheimnisse des Schreibens klassischer Texte und des Gutseins]**

- Nachtaufzeichnung fünf

Von letztem Jahr an eineinhalb Jahre lang war das Erstickendste und Komischste aller sogenannten Kritiken Herr Chang Yanshengs Äußerung in einer Monatszeitschrift namens »Lange Nacht«, mit gerechter Miene zu sagen, meine Werke hätten mindestens zehn Jahre Lebensdauer. Vor Jahren, als »Kuangbiao« eingestellt wurde, äußerte sich derselbe Herr Chang Yansheng etwa so: »Kuangbiao« griff Lu Xun an, jetzt wollen Buchläden nicht mehr verlegen - wer weiß (!), ob Lu Xun nicht Buchhändler beeinflusste und verfolgte? Dann pries er lautstark Nordwarlords großmütige Toleranz. Da ich etwas Gedächtnis habe, sehe ich in diesem gerechten Gesicht noch schattenhaft jenen geschmiedeten Text; dabei denke ich an Professor Chen Yuans Kritik-Methode: erst einige Vorzüge aufzählen zum Fairness-Beweis, dann viele große Anklagen - durch faire Abwägung gewonnene große Anklagen. Verdienste gegen Schuld aufgerechnet führt letztendlich zu "Bildungsverbrecher", gehört an "Edelmänner"-Fahnen zur Schau gestellt. Meine Erfahrung: Tadel schadet nicht, Lob ist furchtbar, manchmal äußerst "eilig und gefährlich". Zumal dieser Herr Chang Yansheng voller Fünf-Farben-Fahnen-Geruch - selbst wenn er meine Werke wirklich für unsterblich hielte, wäre es mir, als würde Kaiser Xuantong plötzlich drachenherzig erfreut sein und mir postum "Wentreu"-Titel gnädig gewähren. Bei allem Verdruss über das Komische bleibt nur ehrfürchtiges Hutabnehmen, respektvolle Verbeugung und allerdemütigste Dankbarkeit.

Aber in einer anderen »Lange Nacht«-Ausgabe las ich dankbar einen Artikel von Herrn Liu Dajie - diese Artikel scheinen nicht in »Chinas literarische Kontroversen« aufgenommen -, vielleicht weil der Autor, wie er sagt, mich nicht kennt und keine persönlichen Ressentiments mitschwingen. Besonders nützlich fand ich des Autors Vorschlag: Bei solcher Rundumblockade solle ich Pinsel und Feder niederlegen und vorübergehend ins Ausland; er riet mir, einige weiße Seiten in der Lebensgeschichte zu lassen sei unwichtig. Dass in nur einer Lebensgeschichte weiße Seiten oder ganz weiße oder ganz schwarze Bücher die Erde nicht sprengen würden, wusste ich längst. Der unerwartete Nutzen war: Dreißig Jahre lang etwas geahnt, aber nie klar formuliert - die Methoden des Schreibens klassischer Texte und Gutseins ergriff ich plötzlich beim Zügel.

Die Geheimformel: Um klassische Texte zu schreiben, gut zu sein, muss man alles tun, aber wie weißes Papier bleiben.

Frühere Lehrer lehrten nicht »Ma-Grammatik« oder »Schreibmethoden«, nur täglich: lesen, schreiben, lesen, schreiben; schlecht geschrieben - wieder lesen, wieder schreiben. Sie sagten nie, wo Fehler lagen, wie zu schreiben war. Eine dunkle Gasse - du musstest selbst tasten, ob durchzukommen war, alle hörten auf das Schicksal. Aber gelegentlich - wirklich "gelegentlich" und "wie von selbst" - wurden Aufsätze weniger durchgestrichen, mehr belassen und dicht umkreist. Daraufhin freute sich der Student und machte so weiter - wirklich selbst rätselhaft, nur "so weiter" -, nach Jahren korrigierte der Lehrer nicht mehr, schrieb nur "gelehrt und gewandt, nicht schweifend noch verzweigt" ans Ende. Dann galt man als "durchgekommen" - natürlich würde Hochkritiker Herr Liang Shiqiu es für unzulänglich halten, aber ich spreche allgemein üblich, also folge ich dem Brauch.

Solche Aufsätze müssen klare Absichten haben, welche Meinungen sind zweitrangig. Zum Beispiel »Wer sein Werk gut machen will, muss zuerst seine Werkzeuge schärfen« - von vorn argumentieren "untaugliche Werkzeuge machen schlechte Arbeit" geht, auch von hinten "Arbeit braucht zuerst Können, ohne Können schadet gutes Werkzeug nichts" geht. Sogar über Kaiser: "Himmlischer Kaiser heilig und hell, der Untertans Schuld todeswürdig" geht, auch "Kaiser schlecht, mit einem Hieb töten" geht, denn unser Meister Meng sagte: "Hörte von Hinrichtung des Einzeltyrannen Zhou, nie von Königsmord" - wir Heiligen-Nachfolger meinen dasselbe. Aber jedenfalls muss man von Anfang bis Ende, Schicht für Schicht argumentieren, alles klar machen: Himmlischer Kaiser heilig oder töten, oder wenn man beides nicht befürwortet, am Ende erklären: "Obwohl er tyrannische Gewalt ausübt, besteht doch Herr-Diener-Beziehung; Edelmänner übertreiben nicht, ich meine, Verbannung genügt" - so würde der Lehrer vermutlich zustimmen, denn "Mitte" ist auch alter Heiligen-Lehre.

Das war aber Ende der Qing-Zeit. In früher Qing-Zeit hätte Denunziation zur "Familienvernichtung" geführt, selbst "Verbannung" ging nicht - dann redeten sie nicht über Meng-Zi oder Kong-Zi. Jetzt ist die Revolution gerade erfolgreich, die Lage ähnelt vermutlich früher Qing-Zeit. (Unvollendet)

Das ist eine kleine Hälfte der fünften »Nachtaufzeichnung«. »Nachtaufzeichnungen« wollte ich seit 1927 schreiben - zufällige Gedanken bei Lampenschein notieren, eine Sammlung bilden. Jenes Jahr veröffentlichte ich zwei Stücke. In Shanghai, bewegt von Massaker-Grausamkeit, schrieb ich anderthalb Stücke namens »Folterung« über japanische Shogun-Christen-Kreuzigungen, russische Zaren-Revolutionärs-Quälerei. Aber bald kam der Anti-Humanismus-Sturm, ich wurde faul und schrieb nicht weiter - sogar Manuskripte verschwanden.

Vorvoriges Jahr bat Roushi, für eine Buchhandlung Zeitschriftenredakteur zu werden, und erbat lockere, nicht kopfschmerzende Artikel. Diese Nacht dachte ich wieder an »Nachtaufzeichnungen«, stellte diesen Titel. Ich wollte sagen: Chinas Schreiben und Menschsein müssen "alt-bewährt" sein, aber nicht ganze Stücke kopieren, sondern ost-west-zerren, flicken bis Nähte unsichtbar sind - das ist höchstes Glück. Alles tun wie nichts tun, Kritiker nennen es gute Texte oder gute Menschen. Gesellschaftlicher Stillstand-Grund liegt hier. Nachts nicht beendet, ging schlafen. Am nächsten Tag kam Roushi, ich zeigte Geschriebenes - er runzelte die Stirn, fand es zu geschwätzig, fürchtete Platzverschwendung. So vereinbarten wir andere kurze Übersetzung, ich ließ es liegen.

Nun, über ein Jahr nach Roushis Ermordung, fand ich zufällig dieses Manuskript in wirren Papieren - wahrhaft unermesslich traurig. Ich wollte den ganzen Text vollenden, konnte aber nicht - beim Schreiben dachte ich sofort an anderes. "Mensch und Zither beide tot" ist wohl so. Jetzt füge ich diese Hälfte als Roushi-Gedenkstück bei.

In der Nacht des 26. April 1932 aufgezeichnet.

    • [Von Taubheit zu Stummheit - Luo Wen]**

Ärzte sagen uns: Viele Stumme können keineswegs nicht sprechen - nur weil sie von klein auf taub waren, Erwachsenen-Sprache nicht hörten, nichts nachahmen konnten, dachten alle würden nur den Mund öffnen und unverständlich murmeln, so murmelten sie selbst. Daher seufzte Brandes über dänische Literatur-Schwäche: Literarisches Schaffen ist fast völlig tot. Menschliche oder gesellschaftliche Probleme können kein Interesse wecken oder außer in Nachrichten und Zeitschriften keine Debatten auslösen. Wir sehen keine starken, originalen Werke. Dazu kommt völlige Missachtung ausländischen Geisteslebens. So führt geistige "Taubheit" zu "Stummheit". (»Hauptströmungen der Literatur des 19. Jahrhunderts« Band 1, Vorwort)

Diese Worte kann man auf Chinas Literaturwelt übertragen. Diese Erscheinung ist nicht nur Unterdrückern anzulasten - Aufklärer der Vierter-Mai-Bewegung und spätere Gegner tragen beide Verantwortung. Erstere eilten zu sehr nach Erfolg, übersetzten keine wertvollen Bücher; letztere wurden absichtlich böse, schimpften Übersetzer Kuppler. Manche Jugendliche halfen mit - zeitweise galt sogar fremdsprachige Anmerkungen zu Namen als "Gelehrsamkeits-Prahlerei".

Was ist heute? Drei-Zimmer-Buchläden sind in der vierten Straße nicht wenige, aber voller dünner Heftchen - ein dickes Buch zu finden ist schwer wie Gold im Sand. Natürlich sind große, dicke Menschen noch keine Großen, viel und kompliziert ist noch nicht berühmt, zumal es "Ausschneiden-Kleben" gibt. Aber in kleinen "Was-ist-ABC"-Heften kann auch nicht alle Wissenschaft und Kunst stecken. Ein trüber Strom ist nicht so sauber und klar wie ein Glas Wasser, aber aus destilliertem Strom-Teil werden viele Gläser Reinwasser.

Durch jahrelange Luft-Geschäfte wurde die Literaturwelt öde; Textformen wurden zwar ordentlicher, aber Kampfgeist ging zurück. Literaten wurden durch Spendentitel oder Gegenlob schnell berühmt, aber durch Aufblasung wurde die Schale groß, der Inhalt noch hohler. So hielten sie diese Leere für Einsamkeit und verkündeten sie theatralisch den Lesern; Schlimmere stellten sogar Herzfäulnis als inneren Schatz dar. Prosa gilt als erfolgreich im Literaturpark, aber die diesjährigen Auswahlbände, selbst die ersten drei, geben ein "Zobel reicht nicht, Hundeschweif-Fortsetzung"-Gefühl. Mit Spreublättern Jugend zu nähren wird nie kräftig - künftige Leistungen werden noch geringer sein, wie Nietzsches "letzter Mensch".

Aber Introduktion ausländischer Strömungen, Übersetzung von Weltwerken - alle geistigen Nahrungstransport-Wege werden jetzt von Taubstumm-Machern blockiert, selbst Ausländer-Schoßhunde und Reichen-Schwiegersöhne lachen kalt mit. Sie wollen Jugend-Ohren verstopfen, sie von taub zu stumm, ausgetrocknet winzig zu "letzten Menschen" machen, bis alle nur noch Reichen-Söhne und arme Bengel-Pornographie ansehen können. Autoren und Übersetzer, die gern Erde werden, müssen kämpfen - es ist höchste Zeit: praktische geistige Nahrung um Jugendliche transportieren, jene Taubstumm-Macher in schwarze Löcher und rote Tore zurückschicken.

(29. August)

    • [Neue Herbst-Notizen (2) - Lü Xun]**

Am Abend des 30. August knallte es plötzlich überall - zuerst dachte ich, "Widerstand" beginne wieder, bald erkannte ich: Feuerwerkskörper, das beruhigte mich. Dann dachte ich: Wohl wieder irgendeine Jahreszeit?... Am nächsten Tag erfuhr ich aus Zeitungen: Gestern war Mondfinsternis, das Knallen war unsere Lands- und Fremdleute (obwohl wir alle Huangdi-Nachkommen heißen, sind Chiyou-Nachkommen bestimmt nicht ausgestorben, daher "Fremdleute"), die demonstrierten, um den Mond aus dem Himmelshund-Maul zu retten.

Tage zuvor war nachts auch lebhaft. An Straßenecken standen überall Tische mit Backwaren, Wassermelonen; auf Wassermelonen saßen Fliegen, Würmer, Mücken und ein Tisch Mönche, die murmelten: "Hui Zhu Mo Pu Mi Ya Hong! Om Ya Hong! Hong!!" Das war Seelen-Speisung, Hungerteufel-Fütterung. Zur Geisterfest-Zeit kommen hungrige und nicht-hungrige Geister aus der Unterwelt, um Shanghai zu besichtigen; gute Männer und Frauen spielten Gastgeber, ließen Mönche "Om Ya Hong" ein paar Reiskörner hinausschießen, damit alle satt äßen.

Ich bin ein gewöhnlicher Mensch, achtete nie auf Himmel und Unterwelt, aber bei solchen Gelegenheiten spüre ich die hohen und passenden Gedanken unserer irdischen Lands- und Fremdleute. Ohne anderes zu erwähnen: In nicht ganz zwei Jahren wechselten vier Provinzen und neun Inseln die Fahnen, bald noch acht Inseln. Nicht nur ist Rettung unmöglich - selbst retten-wollen ist gefährlich. (Diese Sätze wurden gedruckt als "die Umstände erlauben es nicht".) Am passendsten ist Mond-Rettung: Mag Feuerwerk himmelerschütternd knallen, Himmelshunde beißen nicht, Mond-Häuptlinge (falls vorhanden) verbieten nicht als reaktionär. Menschen-Rettung ebenso: Kriegs-, Dürre-, Heuschrecken-, Wasserkatastrophen... unzählige Katastrophenopfer. Wie können noch verschonte Kleinleute retten? Seelen-Rettung ist viel praktischer: wenig Aufwand, viel Nutzen, wie Reichen-Herren Zeremonien und Pagoden-Bau. Das heißt "ohne Fernsicht droht nahe Sorge"; "Edelmänner kümmern sich um Großes und Fernes".

Außerdem: "Auch wenn der Koch nicht kocht, überschreitet der Priester nicht Ehrenplatz und Altar, um ihn zu ersetzen" - alte Heiligen-Lehre. Staatsangelegenheiten haben Staatslenker, Kleinvolk braucht nicht zu lärmen. Aber bisherige Kaiser verachteten Kleinvolk nicht, gaben höhere Freiheit und Rechte: speziell Kosmos und Seelen retten zu dürfen. Das ist Friedens-Grundlage, von alters her bewährt, künftig vermutlich nicht abgeschafft. Letztes Jahr nach Kriegsende in Shanghai zogen japanische Truppen allmählich auf Schiffe und in Kasernen; eine Nacht knallte es auch so. Noch während "Langzeit-Widerstand" verstanden Japaner unsere Nationalessenz nicht, dachten, wieder komme irgendeine Armee zur Landbefreiung - sofort Wachen aufgestellt, Truppen ausgesandt... Wirres Durcheinander, bis klar wurde: Wir retteten den Mond, sie sahen Gespenster. "Oh oh! Naruhodo (ach so)!" Nach Erstaunen und Bewunderung kehrte Frieden zurück. Dieses Jahr keine Wachen - wohl schon von chinesischer Geisteszivilisation bekehrt.

Verbieten heutige Invasoren und Unterdrücker wie alte Tyrannen sogar Diener-Verwirrung und -Träume?...

(31. August)

    • [Männliche Evolution - Yu Ming]**

Tierpaarung als Liebe zu bezeichnen ist etwas blasphemisch. Aber Tiere haben Sexualleben - das ist unbestreitbar. Während der Brunst treffen Weibchen und Männchen zusammen, unvermeidlich gibt es "Liebkosen und Schmeicheln". Natürlich kokettieren Weibchen manchmal, laufen weg, schauen zurück, rufen, bis zur "Wohngemeinschafts-Liebe". Obwohl Tierarten vielfältig sind, ihre "Liebes"-Weisen komplex, ist eines zweifellos: Männchen haben keine besonderen Privilegien.

Menschen als Krone der Schöpfung zeigen zuerst männliche Überlegenheit. Anfangs war es so-so, aber wegen "Mutter bekannt, Vater unbekannt" "herrschten" Frauen eine Zeit - damalige Ahnenfrauen waren wohl mächtiger als spätere Klanführer. Später hatten Frauen irgendwie Pech: Hals, Hände, Füße alle in Ketten, Reifen, Ringen gefesselt - obwohl nach Jahrtausenden diese Reifen meist golden, silbern, perlen- und diamantbesetzt wurden, sind Halsketten, Armreifen, Ringe heute noch Sklavinnen-Symbole. Da Frauen Sklavinnen wurden, brauchten Männer nicht ihre Zustimmung zum "Lieben". In alten Stammeskämpfen wurden Gefangene zu Sklaven, Gefangene zu Vergewaltigungsopfern. Damals war Brunst wohl "abgeschafft", jederzeit konnten Herren Gefangene und Sklavinnen vergewaltigen. Moderne Banditen-Bösewichte behandeln Frauen nicht als Menschen - das hat wirklich Häuptlings-Samurai-Tradition.

Aber Vergewaltigungs-Fähigkeiten sind nur ein "Evolutions"-Schritt von Tieren zu Menschen, noch halbzivilisiert. Denkst du, weinende, sich windende Frauen können viel Interesse bieten? Seit Geld auftauchte, ist männliche Evolution unglaublich. Alles ist käuflich, Sexualität keine Ausnahme. Männer zahlen stinkendes Geld für das, was sie von Frauen wollen. Außerdem können sie sagen: Ich vergewaltige dich nicht, das ist freiwillig - du willst Geld, also gehorche, wir handeln fair! Sie missbrauchen sie und lassen sie "Danke, junger Herr" sagen. Können Tiere das? Daher ist Prostitution eine hohe männliche Evolutionsstufe.

Gleichzeitig ist Eltern-Vermittler-Ehe noch raffinierter als Prostitution. Unter diesem System bekommen Männer dauerhaften Lebensbesitz - wenn Bräute ins Bett gelegt werden, haben sie nur Pflichten, nicht mal Preisverhandlungs-Freiheit, geschweige Liebe. Ob du liebst oder nicht, unter Zhou-Kong-Konfuzius-Namen musst du treu bleiben, Keuschheit bewahren. Männer können sie jederzeit benutzen, sie muss Heiligen-Sitten befolgen - selbst "böse Gedanken sind Ehebruch". Verwendeten Rüden solche raffinierte, strenge Mittel gegen Hündinnen, würden diese "über Zäune springen". Menschen springen nur in Brunnen als tugendhafte, keusche, heroische Frauen. Sitten-Ehe-Evolution ist offensichtlich.

Dass Männer "wissenschaftlichste" Lehren verwenden, damit Frauen ohne Sitten freiwillig treu bleiben und Sexualität für "tierisch" halten, nicht als Liebes-Grundlage; daher "wissenschaftliche Keuschheit" erfinden - das ist natürlich zivilisierter Evolutions-Höhepunkt.

Ach, Menschen - Männer - unterscheiden sich so von Tieren!

Selbst-Anmerkung: Dieser Artikel verteidigt die Moral.

(3. September)

    • [Zustimmung und Erklärung - Yu Ming]**

Vorgesetzte müssen nicht Untergebenen-Zustimmung einholen - das ist selbstverständlich. Aber manchmal erklären Vorgesetzte Untergebenen.

Ein neuer Weltberühmter sagt: "Schon in Urzeit gab es Autorität - Menschen zwangen Tiere zum Gehorsam, zum Aufgeben freien Lebens, ohne Tier-Zustimmung einzuholen." Das ist durchdringend. Sonst hätten wir Rindfleisch zu essen, Pferde zu reiten? Menschen zu Menschen ebenso.

Japans christlicher Hauptbischof erklärte kürzlich, Japan sei biblischer Engel: "Gott will Japan verwenden, um juden-mordende Weiße zu besiegen... mit Gewalt Juden befreien, Altes Testament erfüllen." Das holt offensichtlich keine Weißen-Zustimmung ein, wie juden-mordende Weiße keine Juden-Zustimmung einholten. Japans Herren schaffen in China "nationale Schwierigkeiten" ohne chinesische Volks-Zustimmung. - Manche örtliche Notabeln bitten japanische Herren um Zustimmung zur örtlichen Ordnungs-Wahrung, das ist anders. Jedenfalls: Um frei Rindfleisch zu essen, Pferde zu reiten, muss man sich als Vorgesetzten erklären, andere als Untergebene; Menschen mit Tieren vergleichen oder sich als Engel ausgeben.

Aber hier ist "Gewalt" am wichtigsten, nicht Theorien. Weder soziologische noch christliche Theorien schaffen Autorität. Urmenschen-Autorität über Tiere entstand durch Pfeil-Erfindungen. Theorien sind nachträgliche Erklärungen. Diese Erklärungen schaffen religiöse, philosophische, wissenschaftliche, weltströmungs-mäßige Grundlagen eigener Autorität, lassen Sklaven und Vieh Welt-Gesetze begreifen und Berufungs-Träume aufgeben.

Wenn Vorgesetzte Untergebenen erklären, darfst du als Untergebener nicht missverstehen, dass Zustimmung eingeholt wird - selbst bei absoluter Ablehnung macht er weiter. Er hat seine Träume; solange Gold, Silber und Flugzeug-Kanonen in seinen Händen sind, werden seine Träume wahr; deine Träume bleiben nur Träume - werden sie wahr, sagt er, du kopierst seine animalismus-Artikel.

Angeblich ist heutiger Welttrend das Aufkommen mächtiger Regierungen, was 19. Jahrhundert-Menschen nicht träumen konnten. Italien und Deutschland nicht zu erwähnen; selbst Englands National-Regierung "gehört völlig einer konservativen Partei". "Amerikas neuer Präsident erhielt Wirtschafts-Wiederbelebungs-Macht größer als in Kriegs- und Kriegsrecht-Zeiten." Alle werden Tiere, Vorgesetzte brauchen keine Zustimmung - das ist Welttrend. Wie herrlich - wie kann man nicht nachahmen?

Aber meine Erklärung hat einen Schönheitsfehler: Chinas eigener Qin Shihuang verbrannte Bücher und begrub Gelehrte, Chinas eigener Han Yu sagte: "Volk, das nicht Reis, Getreide, Hanf, Seide für Obere liefert, wird bestraft." Das ist einheimisch - warum gegen Nationalismus ausländische Lehren und Fakten zitieren, anderen Ansehen mehren, eigenen Mut schwächen?

(3. September)

    • [Literatenbett-Herbsttraum - You Guang]**

这种心理,实在是应该责难的。但在实际上,我却还未曾见过这样的杂感,譬如说,同一作者,而以为三民主义者是违背了英美的自由,共产主义者又收受了俄国的卢布,国家主义太狭,无政府主义又太空……。所以梁先生的《零星》,是将他所见的杂感的罪状夸大了。


其实是,指摘一种主义的理由的缺点,或因此而生的弊病,虽是并非某一主义者,原也无所不可的。有如被压榨得痛了,就要叫喊,原不必在想出更好的主义之前,就定要咬住牙关。但自然,能有更好的主张,便更成一个样子。


不过我以为梁先生所谦逊地放在末尾的“好政府主义”,却还得更谦逊地放在例外的,因为自三民主义以至无政府主义,无论它性质的寒温如何,所开的究竟还是药名,如石膏、肉桂之类,──至于服后的利弊,那是另一个问题。独有“好政府主义”这“一副药”,他在药方上所开的却不是药名,而是“好药料”三个大字,以及一些唠唠叨叨的名医架子的“主张”。不错,谁也不能说医病应该用坏药料,但这张药方,是不必医生才配摇头,谁也会将他“褒贬得一文不值”(“褒”是“称赞”之意,用在这里,不但“不通”,也证明了不识“褒”字,但这是梁先生的原文,所以姑仍其旧)的。


倘这医生羞恼成怒,喝道:“你嘲笑我的好药料主义,就开出你的药方来!”那就更是大可笑的“现状”之一,即使并不根据什么主义,也会生出杂感来的。杂感之无穷无尽,正因为这样的“现状”太多的缘故。



(一九三○年四月十七日。)




【“丧家的”“资本家的乏走狗”】



梁实秋先生为了《拓荒者》上称他为“资本家的走狗”,就做了一篇自云《我不生气》的文章。先据《拓荒者》第二期第六七二页上的定义,“觉得我自己便有点象是无产阶级里的一个”之后,再下“走狗”的定义,为“大凡做走狗的都是想讨主子的欢心因而得到一点恩惠”,于是又因而发生疑问道──



“《拓荒者》说我是资本家的走狗,是那一个资本家,还是所有的资本家?我还不知道我的主子是谁,我若知道,我一定要带着几分杂志去到主子面前表功,或者还许得到几个金镑或卢布的赏赉呢。……我只知道不断的劳动下去,便可以赚到钱来维持生计,如何可以到资本家的帐房去领金镑,如何可以到××党去领卢布,这一套本领,我可怎么能知道呢?……”



这正是“资本家的走狗”的活写真。凡走狗,虽或为一个资本家所豢养,其实是属于所有的资本家的,所以它遇见所有的阔人都驯良,遇见所有的穷人都狂吠。不知道谁是它的主子,正是它遇见所有阔人都驯良的原因,也就是属于所有的资本家的证据。即使无人豢养,饿的精瘦,变成野狗了,但还是遇见所有的阔人都驯良,遇见所有的穷人都狂吠的,不过这时它就愈不明白谁是主子了。


梁先生既然自叙他怎样辛苦,好象“无产阶级”(即梁先生先前之所谓“劣败者”),又不知道“主子是谁”,那是属于后一类的了,为确当计,还得添几个字,称为“丧家的”“资本家的走狗”。


然而这名目还有些缺点。梁先生究竟是有智识的教授,所以和平常的不同。他终于不讲“文学是有阶级性的吗?”了,在《答鲁迅先生》那一篇里,很巧妙地插进电杆上写“武装保护苏联”,敲碎报馆玻璃那些句子去,在上文所引的一段里又写出“到××党去领卢布”字样来,那故意暗藏的两个×,是令人立刻可以悟出的“共产”这两字,指示着凡主张“文学有阶级性”,得罪了梁先生的人,都是在做“拥护苏联”,或“去领卢布”的勾当,和段祺瑞的卫兵枪杀学生,《晨报》却道学生为了几个卢布送命,自由大同盟上有我的名字,《革命日报》的通信上便说为“金光灿烂的卢布所买收”,都是同一手段。在梁先生,也许以为给主子嗅出匪类(“学匪”),也就是一种“批评”,然而这职业,比起“刽子手”来,也就更加下贱了。


我还记得,“国共合作”时代,通信和演说,称赞苏联,是极时髦的,现在可不同了,报章所载,则电杆上写字和“××党”,捕房正在捉得非常起劲,那么,为将自己的论敌指为“拥护苏联”或“××党”,自然也就髦得合时,或者还许会得到主子的“一点恩惠”了。但倘说梁先生意在要得“恩惠”或“金镑”,是冤枉的,决没有这回事,不过想借此助一臂之力,以济其“文艺批评”之穷罢了。所以从“文艺批评”方面看来,就还得在“走狗”之上,加上一个形容字:“乏”。



(一九三○年四月十九日。)




【“进化和退化”小引】


这是译者从十年来所译的将近百篇的文字中,选出不很专门,大家可看之作,集在一处,希望流传较广的本子。一以见最近的进化学说的情形,二以见中国人将来的运命。


进化学说之于中国,输入是颇早的,远在严复的译述赫胥黎《天演论》。但终于也不过留下一个空泛的名词,欧洲大战时代,又大为论客所误解,到了现在,连名目也奄奄一息了。其间学说几经迁流,兑佛黎斯的突变说兴而又衰,兰麻克的环境说废而复振,我们生息于自然中,而于此等自然大法的研究,大抵未尝加意。此书首尾的各两篇,即由新兰麻克主义立论,可以窥见大概,略弥缺憾的。


但最要紧的是末两篇。沙漠之逐渐南徙,营养之已难支持,都是中国人极重要,极切身的问题,倘不解决,所得的将是一个灭亡的结局。可以解中国古史难以探索的原因,可以破中国人最能耐苦的谬说,还不过是副次的收获罢了。林木伐尽,水泽湮枯,将来的一滴水,将和血液等价,倘这事能为现在和将来的青年所记忆,那么,这书所得的酬报,也就非常之大了。


然而自然科学的范围,所说就到这里为止,那给与的解答,也只是治水和造林。这是一看好象极简单、容易的事,其实却并不如此的。我可以引史沫得列女士在《中国乡村生活断片》中的两段话作证──



“她(使女)说,明天她要到南苑去运动狱吏释放她的亲属。这人,同六十个别的乡人,男女都有,在三月以前被捕和收监,因为当别的生活资料都没有了以后,他们曾经砍过树枝或剥过树皮。他们这样做,并非出于捣乱,因为他们可以卖掉木头来买粮食。”……


“南苑的人民,没有收成,没有粮食,没有工做,就让有这两亩田又有什么用处?……一遇到些少的扰乱,就把整千的人投到灾民的队伍里去。……南苑在那时(军阀混战时)除了树木之外什么都没有了,当乡民一对着树木动手的时候,警察就把他们捉住并且监禁起来。”(《萌芽月刊》五期一七七页。)



所以这样的树木保护法,结果是增加剥树皮,掘草根的人民,反而促进沙漠的出现。但这书以自然科学为范围,所以没有顾及了。接着这自然科学所论的事实之后,更进一步地来加以解决的,则有社会科学在。



(一九三○年五月五日)




【做古文和做好人的秘诀】


──夜记之五



从去年以来一年半之间,凡有对于我们的所谓批评文字中,最使我觉得气闷的滑稽的,是常燕生先生在一种月刊叫作《长夜》的上面,摆出公正脸孔,说我的作品至少还有十年生命的话。记得前几年,《狂飚》停刊时,同时这位常燕生先生也曾有文章发表,大意说《狂飚》攻击鲁迅,现在书店不愿出版了,安知(!)不是鲁迅运动了书店老板,加以迫害?于是接着大大地颂扬北洋军阀度量之宽宏。我还有些记性,所以在这回的公正脸孔上,仍然隐隐看见刺着那一篇锻炼文字;一面又想起陈源教授的批评法:先举一些美点,以显示其公平,然而接着是许多大罪状──由公平的衡量而得的大罪状。将功折罪,归根结蒂,终于是“学匪”,理应枭首挂在“正人君子”的旗下示众。所以我的经验是:毁或无妨,誉倒可怕,有时候是极其“汲汲乎殆哉”的。更何况这位常燕生先生满身五色旗气味,即令真心许我以作品的不灭,在我也好象宣统皇帝忽然龙心大悦,钦许我死后谥为“文忠”一般。于满肚气闷中的滑稽之余,仍只好诚惶诚恐,特别脱帽鞠躬,敬谢不敏之至了。


但在同是《长夜》的另一本上,有一篇刘大杰先生的文章──这些文章,似乎《中国的文艺论战》上都未收载──我却很感激的读毕了,这或者就因为正如作者所说,和我素不相知,并无私人恩怨,夹杂其间的缘故。然而尤使我觉得有益的,是作者替我设法,以为在这样四面围剿之中,不如放下刀笔,暂且出洋;并且给我忠告,说是在一个人的生活史上留下几张白纸,也并无什么紧要。在仅仅一个人的生活史上,有了几张白纸,或者全本都是白纸,或者竟全本涂成黑纸,地球也决不会因此炸裂,我是早知道的。这回意外地所得的益处,是三十年来,若有所悟,而还是说不出简明扼要的纲领的做古文和做好人的方法,因此恍然抓住了辔头了。


其口诀曰:要做古文,做好人,必须做了一通,仍旧等于一张的白纸。


从前教我们作文的先生,并不传授什么《马氏文通》、《文章作法》之流,一天到晚,只是读、做,读、做;做得不好,又读,又做。他却决不说坏处在那里,作文要怎样。一条暗胡同,一任你自己去摸索,走得通与否,大家听天由命。但偶然之间,也会不知怎么一来──真是“偶然之间”而且“不知怎么一来”,──卷子上的文章,居然被涂改的少下去,留下的,而且有密圈的处所多起来了。于是学生满心欢喜,就照这样──真是自己也莫名其妙,不过是“照这样”──做下去,年深月久之后,先生就不再删改你的文章了,只在篇末批些“有书有笔,不蔓不枝”之类,到这时候,即可以算作“通”。──自然,请高等批评家梁实秋先生来说,恐怕是不通的,但我是就世俗一般而言,所以也姑且从俗。


这一类文章,立意当然要清楚的,什么意见,倒在其次。譬如说,做《工欲善其事,必先利其器论》罢,从正面说,发挥“其器不利,则工事不善”固可,即从反面说,偏以为“工以技为先,技不纯,则器虽利,而事亦不善”也无不可。就是关于皇帝的事,说“天皇圣明,臣罪当诛”固可,即说皇帝不好,一刀杀掉也无不可的,因为我们的孟夫子有言在先,“闻诛独夫纣矣,未闻弑君也”,现在我们圣人之徒,也正是这一个意思儿。但总之,要从头到底,一层一层说下去,弄得明明白白,还是天皇圣明呢,还是一刀杀掉,或者如果都不赞成,那也可以临末声明:“虽穷淫虐之威,而究有君臣之分,君子不为已甚,窃以为放诸四裔可矣”的,这样的做法,大概先生也未必不以为然,因为“中庸”也是我们古圣贤的教训。


然而,以上是清朝末年的话,如果在清朝初年,倘有什么人去一告密,那可会“灭族”也说不定的,连主张“放诸四裔”也不行,这时他不和你来谈什么孟子孔子了。现在革命方才成功,情形大概也和清朝开国之初相仿。(不完)



这是《夜记》之五的小半篇。《夜记》这东西,是我于一九二七年起,想将偶然的感想,在灯下记出,留为一集的,那年就发表了两篇。到得上海,有感于屠戮之凶,又做了一篇半,题为《虐杀》,先讲些日本幕府的磔杀耶教徒,俄国皇帝的酷待革命党之类的事。但不久就遇到了大骂人道主义的风潮,我也就借此偷懒。不再写下去,现在连稿子也不见了。


到得前年,柔石要到一个书店去做杂志的编辑,来托我做点随随便便,看起来不大头痛的文章。这一夜我就又想到做《夜记》,立了这样的题目。大意是想说,中国的作文和做人,都要古已有之,但不可直钞整篇,而须东拉西扯,补缀得看不出缝,这才算是上上大吉。所以做了一大通,还是等于没有做,而批评者则谓之好文章或好人。社会上的一切,什么也没有进步的病根就在此。当夜没有做完,睡觉去了。第二天柔石来访,将写下来的给他看,他皱皱眉头,以为说得太噜苏一点,且怕过占了篇幅。于是我就约他另译一篇短文,将这放下了。


现在去柔石的遇害,已经一年有余了,偶然从乱纸里检出这稿子来,真不胜其悲痛。我想将全文补完,而终于做不到,刚要下笔,又立刻想到别的事情上去了。所谓“人琴俱亡”者,大约也就是这模样的罢。现在只将这半篇附录在这里,以作柔石的记念。


一九三二年四月二十六日之夜,记。

【由聋而哑                                                                                                                                                                                         洛文  】

    • [Zhang Zipings "Romanlehre"]**

Herr Zhang Ziping gilt als "fortschrittlichster" "proletarischer Autor". Während ihr noch im "Keimstadium" seid, noch "Neuland bebaut", erntet er bereits. Das ist Fortschritt - mit schnellen Schritten davoneilen, dass man nur noch Staub sieht. Verfolgt man ihn aber, sieht man ihn in die "Lequn-Buchhandlung" hineinlaufen.

Herr Zhang Ziping war früher Autor von Dreiecksliebe-Romanen und sah, dass Frauen sexueller Begierde noch weniger widerstehen können als Männer - sie suchen den Mann auf, schändliche Weiber, verdienen ihr Leid. Das ist natürlich kein proletarischer Roman. Aber wenn der Autor die Richtung wechselt, steigt einer zum Himmel auf und Hühner und Hunde fliegen mit - wie viel mehr die Hinterlassenschaft des Unsterblichen: Zhang Zipings Gesammelte Werke sollte man noch lesen. Das ist Ernte - verstehst du?

Es gibt noch mehr Ernte. »Shenbao« berichtete, dass die Daxia-Studenten dieses Jahr respektvoll "den von der Jugend verehrten Herrn Zhang Ziping" baten, "Romanlehre" zu unterrichten. Nach chinesischer Sitte kann ein Englischlehrer bestimmt ausländische Geschichte unterrichten, ein Chinesischlehrer bestimmt Ethik - wie viel mehr ein Romanlehrer, der natürlich voller Romanlehre steckt. Sonst könnte er es ja nicht? Können wir garantieren, dass Homer keine "Eposmethodik" hatte, Shakespeare keine "Einführung in die Dramaturgie"?

Ach, die lauschenden Jünger sind gesegnet! Künftig werden sie wissen, wie man Dreiecke bildet, wie man liebt. Du begehrst eine Frau? Überraschung - ihr sexueller Trieb ist stärker als deiner, sie kommt von selbst gelaufen. Freund, warte nur. Am bedauernswertesten sind die nicht in Shanghai, die nur aus der Ferne "verehren" können, nicht in die Schule aufgenommen werden - sie können diese große "Romanlehre" nicht ehrfürchtig anhören. Nun will ich die Essenz von Zhang Zipings Gesammelten Werken und der "Romanlehre" destillieren und den Verehrern darbieten - als "Durst mit Pflaumenbetrachtung stillen".

Das wäre --

(22. Februar)

    • [Meinung zur Liga der linken Schriftsteller]**

- Rede auf der Gründungsversammlung der Liga der linken Schriftsteller am 2. März

Viele Dinge haben andere bereits sehr ausführlich besprochen, ich muss sie nicht wiederholen. Ich meine, "linke" Schriftsteller können heute sehr leicht zu "rechten" Schriftstellern werden. Warum? Erstens: Wenn man nicht mit tatsächlichen gesellschaftlichen Kämpfen in Berührung kommt, sondern nur hinter Glasfenstern Artikel schreibt und Probleme erforscht, ist es gleichgültig wie radikal oder "links" - das lässt sich leicht bewerkstelligen; aber sobald man die Realität berührt, zerbricht man sofort. Im Zimmer eingeschlossen ist es am leichtesten, gründliche Prinzipien hochzuhalten, aber auch am leichtesten "rechts abzudriften". Im Westen nennt man das "Salon-Sozialisten" - das bezieht sich darauf. "Salon" bedeutet Wohnzimmer - im Wohnzimmer über Sozialismus zu reden ist sehr elegant und schön, aber man denkt nicht an Verwirklichung. Solche Sozialisten sind völlig unzuverlässig. Außerdem gibt es heute kaum noch Schriftsteller oder Künstler ohne etwas breit verstandene sozialistische Gedanken - das hieße zu sagen, Arbeiter und Bauern sollen Sklaven sein, misshandelt, getötet, ausgebeutet werden. Solche Schriftsteller oder Künstler gibt es fast nicht mehr, außer Mussolini, aber Mussolini hat keine literarischen Werke geschrieben. (Natürlich gibt es solche Schriftsteller noch, zum Beispiel Chinas Xinyue-Literaten und den von Mussolini geliebten D'Annunzio.)

Zweitens wird man leicht "rechts", wenn man die wirklichen Umstände der Revolution nicht versteht. Revolution ist schmerzhaft und enthält notwendig Schmutz und Blut - keineswegs so interessant und vollkommen, wie Dichter sich vorstellen; Revolution ist vor allem real, braucht verschiedene niedrige, mühsame Arbeiten - keineswegs so romantisch, wie Dichter sich vorstellen; Revolution hat natürlich Zerstörung, aber braucht mehr noch Aufbau - Zerstörung macht Spaß, Aufbau ist mühsam. Daher enttäuschen sich Menschen mit romantischen Revolutionsphantasien leicht, wenn sie der Revolution nahekommen und sie voranschreitet. Der russische Dichter Jessenin begrüßte angeblich anfangs sehr die Oktoberrevolution und rief: "Es lebe die Revolution in Himmel und Erde!" und sagte "Ich bin ein Bolschewik!" Aber als nach der Revolution die tatsächlichen Umstände völlig anders waren als vorgestellt, wurde er enttäuscht und dekadent. Jessenin beging später Selbstmord - diese Enttäuschung war angeblich einer der Gründe. Auch Pilnjak und Ehrenburg sind Beispiele. Bei unserer Xinhai-Revolution gab es Ähnliches - damals waren viele Literaten, zum Beispiel "Nanshe"-Leute, anfangs sehr revolutionär, aber sie hegten Illusionen und dachten, man müsse nur die Mandschu verjagen, dann würde alles zur "Han-Würde" zurückkehren, alle würden weitärmelige Gewänder tragen, hohe Kappen und breite Gürtel, gravitätisch auf den Straßen wandeln. Wer wusste, dass nach Vertreibung des Qing-Kaisers und Gründung der Republik alles ganz anders war - sie wurden enttäuscht, später wurden manche sogar zu Reaktionären gegen neue Bewegungen. Wenn wir aber die wirklichen Revolutionsumstände nicht verstehen, können wir genauso werden.

Außerdem ist die Vorstellung falsch, Dichter oder Schriftsteller stünden über allen Menschen, ihre Arbeit sei edler als alle andere. Zum Beispiel hielt Heine Dichter für das Edelste und Gott für den Gerechtesten - nach dem Tod kommen Dichter zu Gott, sitzen um ihn herum, Gott bewirtet sie mit Süßigkeiten. Heute glaubt natürlich niemand mehr an Gottes Süßigkeiten-Bewirtung, aber zu denken, Dichter oder Schriftsteller würden jetzt für die arbeitenden Massen revolutionieren und nach erfolgreichem Revolutionssieg von der Arbeiterklasse bestimmt reich belohnt, besonders behandelt, dürften erste Klasse fahren, Erstklassiges essen, oder Arbeiter brächten ihnen Butterbrot dar und sagten: "Unser Dichter, bitte bedient Euch!" - das ist ebenfalls falsch; denn tatsächlich wird es so nie sein, wahrscheinlich wird es dann noch härter als jetzt, nicht nur kein Butterbrot, vielleicht nicht mal Schwarzbrot, wie Russlands Lage ein, zwei Jahre nach der Revolution zeigt. Versteht man das nicht, wird man auch leicht "rechts". Tatsächlich werden arbeitende Massen, solange sie nicht Liang Shiqius "vielversprechende" sind, Intellektuelle bestimmt nicht besonders schätzen - wie Metik (aus der Intellektuellenschicht) in meiner Übersetzung von »Vernichtung« oft von Bergarbeitern verspottet wird. Natürlich haben Intellektuelle ihre Aufgaben, sollten nicht besonders geringgeschätzt werden, aber Arbeiterklassen haben keine Pflicht, Dichter oder Schriftsteller besonders bevorzugt zu behandeln.

Nun zu einigen Punkten, die wir künftig beachten sollten.

Erstens: Der Kampf gegen alte Gesellschaft und alte Kräfte muss entschieden, anhaltend und kraftvoll sein. Die Wurzeln der alten Gesellschaft sind außerordentlich fest - neue Bewegungen brauchen größere Kraft, um sie zu erschüttern. Außerdem hat die alte Gesellschaft gute Methoden, neue Kräfte zu Kompromissen zu bewegen, aber sie selbst kompromittiert nie. In China gab es viele neue Bewegungen, aber jedes Mal siegte das Alte über das Neue - der Grund liegt meist darin, dass die neue Seite keine entschiedenen, weitreichenden Ziele hatte, kleine Forderungen stellte, leicht zufriedenzustellen war. Die Umgangssprachen-Bewegung zum Beispiel - anfangs widerstand die alte Gesellschaft mit aller Kraft, aber bald gestattete sie Umgangssprache, gab ihr einen armseligen Platz in Zeitungsecken. Das lag daran, dass die alte Gesellschaft das Neue für harmlos und ungefährlich hielt, also sein Bestehen zuließ, während die neue Seite zufrieden war und meinte, Umgangssprache habe Existenzrecht erhalten. Die proletarische Literaturbewegung der letzten Jahre war fast genauso - die alte Gesellschaft gestattete auch proletarische Literatur, da sie nicht gefährlich war; im Gegenteil betrieben sie selbst proletarische Literatur als Dekoration, als würde man neben vielen antiken Porzellanen im Wohnzimmer auch eine grobe Arbeiterschale aufstellen - sehr originell; und die proletarischen Literaten? Sie hatten schon einen kleinen Platz im Literaturbetrieb, ihre Manuskripte verkauften sich, sie mussten nicht mehr kämpfen, Kritiker sangen Siegeslieder: "Proletarische Literatur siegt!" Aber außer persönlichem Sieg - was die proletarische Literatur betrifft, wie viel hatte sie wirklich gesiegt? Außerdem ist proletarische Literatur ein Flügel des proletarischen Befreiungskampfes - sie wächst mit der gesellschaftlichen Kraft des Proletariats. Wenn die gesellschaftliche Stellung des Proletariats sehr niedrig ist, die literarische Position proletarischer Literatur aber sehr hoch - das beweist nur, dass proletarische Literaten das Proletariat verlassen und zur alten Gesellschaft zurückgekehrt sind.

Zweitens sollte die Front erweitert werden. Vor- und letztes Jahr gab es literarische Kämpfe, aber der Bereich war zu klein - alle alte Literatur und altes Denken wurden von Neuen ignoriert, stattdessen kämpften in einer Ecke neue Literaten gegen neue Literaten, während Alte gemütlich zuschauen konnten.

Drittens sollten wir große Scharen neuer Kämpfer schaffen. Denn jetzt sind es wirklich zu wenige. Wir haben mehrere Zeitschriften, geben nicht wenige Einzelbände heraus, aber die Artikelschreiber sind immer dieselben wenigen - so kann der Inhalt nur dünn sein. Ein Mensch kann nicht alles - etwas hier, etwas da: übersetzen, Romane schreiben, kritisieren und dichten - wie soll das gut gehen? Alles wegen Personalmangel. Mit mehr Leuten könnten Übersetzer nur übersetzen, Schöpfer nur schaffen, Kritiker nur kritisieren; gegen Feinde kämpfend wäre die Streitmacht stark genug zum Sieg. Hierzu eine Begebenheit. Als Schöpfungsgesellschaft und Sonnengesellschaft mich vorvoriges Jahr angriffen, war die Kraft wirklich schwach - schließlich fand sogar ich es langweilig und hatte keine Lust mehr zum Gegenangriff, da ich merkte, dass die feindliche Armee "Leere-Stadt-Strategie" spielte. Damals konzentrierte sich meine Feindarmee aufs Trommeln, nicht auf Rekrutierung und Ausbildung; angreifende Artikel gab es viele, aber man sah sofort, dass alle unter Decknamen waren - beim Schimpfen immer dieselben Sätze. Ich wartete damals darauf, dass jemand käme, der marxistische Kritik beherrschte, um mich zu treffen - aber er erschien nie. Ich habe schon immer auf die Heranbildung neuer junger Kämpfer geachtet, mehrere Literaturgruppen betrieben, aber mit geringem Erfolg. Künftig müssen wir darauf achten.

Wir brauchen dringend große Scharen neuer Kämpfer, aber gleichzeitig müssen Literaturfront-Kämpfer "zäh" sein. "Zäh" bedeutet: nicht wie die Qing-Zeit Achtgliedrige Essays als "Türklopfer" verwenden. Qing-Achtgliedrige Essays waren Werkzeuge für Studium und Beamtentum - konnte man nur "Einleitung-Entwicklung-Wendung-Schluss" schreiben und damit "Xiucai-Juren" werden, konnte man Achtgliedrige Essays wegwerfen, brauchte sie lebenslang nicht mehr - daher "Türklopfer": mit einem Stein die Tür klopfen, ist die Tür auf, kann man den Stein wegwerfen, muss ihn nicht mitnehmen. Diese Methode verwenden heute noch viele - oft sehen wir Menschen nach ein, zwei Gedicht- oder Romanbänden für immer verschwinden. Wohin? Weil sie mit ein, zwei Büchern kleinen oder großen Ruhm erlangten, Professuren oder andere Stellungen bekamen - Erfolg und Ruhm erreicht, müssen sie keine Gedichte oder Romane mehr schreiben, daher verschwinden sie für immer. Deshalb hat China weder in Literatur noch Wissenschaft etwas. Aber wir wollen etwas haben, denn das nützt uns. (Lunatscharski befürwortet sogar, russische Bauernkunst zu bewahren, weil man sie herstellen und an Ausländer verkaufen kann - wirtschaftlich hilfreich. Wenn wir literarisch oder wissenschaftlich etwas hätten, das wir anderen geben könnten, würde das sogar politischen Bewegungen zur Befreiung von imperialistischer Unterdrückung helfen.) Aber kulturelle Erfolge erfordern Zähigkeit.

Schließlich denke ich, Einheitsfronten brauchen gemeinsame Ziele als notwendige Bedingung. Ich erinnere mich, gehört zu haben: "Reaktionäre haben bereits Einheitsfronten, wir sind noch nicht vereint!" Tatsächlich haben sie auch keine bewusste Einheitsfront - nur weil ihre Ziele gleich sind, handeln sie einheitlich, für uns wirkt es wie eine Einheitsfront. Dass unsere Front nicht einheitlich sein kann, beweist, dass unsere Ziele nicht übereinstimmen - entweder nur für kleine Gruppen oder tatsächlich nur für Einzelne. Wären alle Ziele bei Arbeitern und Bauern, wäre die Front natürlich vereint.

    • [Wir brauchen Kritiker]**

Nach der ungefähren Lage zu urteilen (wir bekommen hier keine verlässlichen Statistiken), sind seit letztem Jahr die Leser "revolutionärer" Romane zurückgegangen, der Verlagstrend wendet sich den Sozialwissenschaften zu. Das ist eine gute Erscheinung. Anfangs waren junge Leser von werbehaften Kritiken verzaubert und dachten, "revolutionäre" Werke zu lesen bringe Aussichten, sie selbst und die Gesellschaft könnten gerettet werden - so griffen sie wahllos zu und verschlangen alles. Vieles war aber keine Nahrung, sondern saurer Wein in neuen Schläuchen, faules Fleisch in rotem Papier - das Ergebnis: Magenjucken wie vor dem Erbrechen.

Nach dieser bitteren Lektion wandten sie sich grundlegenden, praktischen Sozialwissenschaften zu - natürlich ein berechtigter Fortschritt.

Aber größtenteils wegen Marktbedürfnissen wimmeln sozialwissenschaftliche Übersetzungen wieder massenhaft, Brauchbares und Untaugliches liegen gemischt an Buchständen, Leser, die korrekte Kenntnisse suchen, sind bereits verwirrt. Aber neue Kritiker schweigen, pseudo-kritische Strömungen nutzen die Gelegenheit für pauschale Verdammung: "Hunde und Katzen".

Hier brauchen wir nur noch einige solide, klare Kritiker, die Sozialwissenschaften und deren Literaturtheorien wirklich verstehen.

Kritiker entstehen in China schon lange - jede Literaturgruppe hat meist eine Riege literarischer Figuren: mindestens einen Dichter, einen Romancier und einen Kritiker, der die Herrlichkeit und Verdienste der eigenen Gruppe verkündet. Diese Gruppen behaupten alle, Reform anzustreben und alte Festungen anzugreifen, aber unterwegs rangeln sie unter alten Festungen miteinander, bis alle erschöpft loslassen - da es nur "Rangeln" war, gibt es keine großen Verletzungen, nur Keuchen. Beim Keuchen halten sich alle für siegreich und singen Triumphlieder. Alte Festungen brauchen gar keine Wächter - verschränkte Arme und gesenkter Kopf, diese neuen Feinde beim Selbst-aufgeführten Lustspiel zu beobachten, genügt. Sie schweigen, aber sie siegen.

Obwohl es diese zwei Jahre keine herausragenden Werke gab, sind meiner Ansicht nach gedruckte Werke wie Li Shouzhans »Die Wandernden«, Tai Jingnongs »Erdensöhne«, Ye Yongzhens erste Hälfte von »Kleine zehn Jahre«, Roushis »Februar« und »Tod der alten Zeit«, Wei Jinzhis »Autobiographie in sieben Briefen«, Liu Yimings »Nach der Arbeitslosigkeit« trotzdem ausgezeichnet. Schade, dass unser berühmter Kritiker Herr Liang Shiqiu noch mit Chen Xiying korrespondiert - darüber brauchen wir nicht zu sprechen; Herr Cheng Fangwu schwelgte in vergangener Schöpfungsgesellschafts-Herrlichkeit, verwandelte sich in "Shi Housheng" und verschwand dann meteorartig; Herr Qian Xingcun kämpft neuerdings nur in »Tukengzhe« abschnittsweise mit Kuraihara Korehito und Mao Dun. Werke außerhalb jeder Literaturgruppe werden auf diesem geschäftigen oder trägen Schlachtfeld alle "abgefertigt" oder totgeschwiegen.

Diese Wendung der Lesewelt zu Sozialwissenschaften ist eine gute, berechtigte Wende - nicht nur für andere Bereiche nützlich, auch für Literatur kann sie Fortschritt in richtige Richtung fördern. Aber bei wirrem Angebot und Spott der Zuschauer verwelkt es leicht - was jetzt zuerst nötig ist, sind wieder:

Einige solide, klare Kritiker, die Sozialwissenschaften und deren Literaturtheorien wirklich verstehen.

    • [Gute-Regierung-ismus]**

Herr Liang Shiqiu befürwortet diesmal in »Xinyues« »Verschiedenes« auch "Unzufriedenheit mit dem Status quo", meint aber: "Jetzt haben intelligente Menschen (besonders die mit 'Vorreiter'-, 'Autoritäts'-, 'Fortschritt'-Titeln) die Verantwortung, nicht nur kühl spöttisch 'Unzufriedenheit mit dem Status quo' in Glossen auszudrücken, sondern ehrlich nach positiven Heilmitteln für den 'Status quo' zu suchen."

Warum? Weil Krankheiten Medizin brauchen. "Drei-Volksprinzipien sind eine Medizin", sagt Herr Liang, "Kommunismus ist auch eine Medizin, Nationalismus ist auch eine Medizin, Anarchismus ist auch eine Medizin, Gute-Regierung-ismus ist auch eine Medizin." Wenn du nun "alle Rezepte wertlos verurteilst, alle gnadenlos verspottest... was ist das für eine Psychologie?"

Diese Psychologie verdient Tadel. Praktisch habe ich aber nie solche Glossen gesehen - dass derselbe Autor Drei-Volksprinzipler für anglo-amerikanische Freiheitsverletzer, Kommunisten für russische Rubelempfänger hielte, Nationalismus zu eng, Anarchismus zu leer fände... Herr Liangs »Verschiedenes« übertreibt die Sünden gesehener Glossen.

Tatsächlich kann jeder Mängel einer Ideologie oder daraus entstehende Missstände kritisieren, auch ohne Anhänger dieser Ideologie zu sein. Schmerzen von Unterdrückung führen zu Schreien - man muss nicht vor besseren Ideologien die Zähne zusammenbeißen. Natürlich wären bessere Vorschläge besser.

Aber Herr Liangs bescheiden ans Ende gestellten "Gute-Regierung-ismus" sollte man noch bescheidener als Ausnahme betrachten. Von Drei-Volksprinzipien bis Anarchismus - gleich welcher Temperatur - sind es doch Medizinnamen wie Gips oder Zimt (Nutzen oder Schaden nach Einnahme ist eine andere Frage). Nur diese "Medizin" "Gute-Regierung-ismus" nennt nicht Medizinnamen, sondern schreibt "Gute Medizin" und geschwätzige Arzt-Allüren. Richtig, niemand kann sagen, man solle schlechte Medizin verwenden, aber dieses Rezept lässt jeden "wertlos verurteilen" ("Lob" bedeutet "preisen", hier unpassend verwendeter Beweis für Unkenntnis des Zeichens "Lob", aber das ist Herr Liangs Originaltext, also beibehalten).

Würde dieser Arzt zornig brüllen: "Du spottest über meinen Gute-Medizin-ismus, dann gib dein Rezept!" - das wäre ein höchst lächerlicher "Status quo", der auch ohne Ideologien Glossen hervorbrächte. Glossen sind endlos, gerade weil es zu viele solche "Status quo" gibt.

(17. April 1930)

    • ["Heimatloser" "Schoßhund der Kapitalisten"]**

Weil »Tukengzhe« ihn "Schoßhund der Kapitalisten" nannte, schrieb Herr Liang Shiqiu einen Artikel namens »Ich ärgere mich nicht«. Nach der Definition auf Seite 672 der zweiten »Tukengzhe«-Ausgabe "fühle ich mich etwas wie ein Proletarier", dann definiert er "Schoßhund" als "alle Schoßhunde wollen Herrengunst erlangen und dadurch Gnade erhalten" und fragt:

"»Tukengzhe« sagt, ich sei Schoßhund der Kapitalisten - welcher Kapitalist oder alle Kapitalisten? Ich weiß noch nicht, wer mein Herr ist. Wüsste ich es, brächte ich bestimmt ein paar Zeitschriften zu meinem Herrn zum Verdienst-Zeigen, bekäme vielleicht ein paar Pfund oder Rubel Belohnung... Ich weiß nur, durch ständige Arbeit Geld zum Lebensunterhalt zu verdienen. Wie ich zu Kapitalisten-Kontoren gehen und Pfund holen, zu XX-Partei gehen und Rubel holen könnte - diese Fähigkeiten kenne ich nicht..."

Das ist ein lebensechtes Porträt des "Schoßhunds der Kapitalisten". Alle Schoßhunde gehören, obwohl vielleicht von einem Kapitalisten gefüttert, tatsächlich allen Kapitalisten - daher sind sie zu allen Reichen zahm, bellen alle Armen an. Nicht zu wissen, wer der Herr ist, ist gerade der Grund für Zahmheit gegen alle Reichen und Beweis der Zugehörigkeit zu allen Kapitalisten. Selbst ungefüttert, abgemagert, zum wilden Hund geworden, sind sie noch zahm zu allen Reichen, bellen alle Armen an - nur verstehen sie dann noch weniger, wer der Herr ist.

Da Herr Liang seine Mühsal schildert wie ein "Proletarier" (Herr Liangs frühere "Unterlegene") und nicht weiß, "wer der Herr ist", gehört er zur zweiten Kategorie - der Genauigkeit halber sollte man Worte hinzufügen: "heimatloser" "Schoßhund der Kapitalisten".

Diese Bezeichnung hat noch Mängel. Herr Liang ist schließlich gebildeter Professor, daher anders als gewöhnliche. Er redet nicht mehr über "Hat Literatur Klassencharakter?", sondern fügt in »Antwort an Herrn Lu Xun« geschickt Sätze über "Bewaffneten Schutz der Sowjetunion" an Telegrafenstangen und zerschlagene Zeitungsscheiben ein, schreibt oben "zu XX-Partei Rubel holen" - die absichtlich versteckten XX lassen sofort "kommunistisch" erraten, zeigen, dass alle, die "Literatur hat Klassencharakter" behaupten und Herrn Liang ärgern, "Sowjetunion-Schutz" oder "Rubel-Holen" betreiben. Wie Duan Qiruis Wachen Studenten erschossen, »Chenbao« aber sagte, Studenten starben für ein paar Rubel; als mein Name in der Freiheitsliste stand, schrieb »Revolutionszeitung«, ich sei von "goldfunkelnden Rubeln gekauft" - dieselbe Methode. Für Herrn Liang mag es "Kritik" sein, dem Herrn Störer zu erschnüffeln ("Bildungsverbrecher"), aber diese Beschäftigung ist noch niedriger als "Henker".

Ich erinnere mich: Zur "Kuomintang-Kommunisten-Kooperation" war Sowjetunion-Lob in Berichten und Reden sehr modisch. Jetzt ist es anders - Zeitungen berichten von eifrigen Verhaftungen wegen Schrift an Telegrafenstangen und "XX-Partei". Debattengegner als "Sowjetunion-Schützer" oder "XX-Partei" zu bezeichnen ist also zeitgemäß modisch, bringt vielleicht "etwas Herrengunst". Aber zu sagen, Herr Liang wolle "Gunst" oder "Pfund", wäre Verleumdung - das gibt es bestimmt nicht, er will nur der "literarischen Kritik" Armut abhelfen. Literaturkritisch betrachtet, muss man zu "Schoßhund" noch ein Adjektiv hinzufügen: "armselig".

(19. April 1930)

    • ["Evolution und Degeneration" - Kurze Einleitung]**

Das ist eine Sammlung nicht sehr fachlicher, allgemein lesbarer Texte aus fast hundert vom Übersetzer in zehn Jahren übersetzten Arbeiten, mit der Hoffnung auf weitere Verbreitung. Erstens um die neueste Evolutionstheorie zu zeigen, zweitens Chinas künftiges Schicksal.

Evolutionstheorie kam früh nach China, bereits mit Yan Fus Übersetzung von Huxleys »Evolution und Ethik«. Aber es blieb nur ein leerer Begriff; zur Zeit des Weltkriegs wurde es von Debattierern missverstanden, heute ist sogar der Name am Sterben. Unterdessen wandelten sich Theorien - De Vries' Mutationstheorie entstand und verfiel, Lamarcks Umwelttheorie wurde abgeschafft und wiederbelebt. Wir leben in der Natur, aber diese Naturgesetze erforschen wir kaum. Die ersten und letzten beiden Artikel argumentieren neo-lamarckistisch, geben Überblicke und füllen Lücken.

Am wichtigsten sind die letzten beiden Artikel. Wüstenwanderung nach Süden, kaum tragbare Ernährung - das sind äußerst wichtige, persönliche Probleme für Chinesen. Ohne Lösung folgt Vernichtung. Chinas schwer erforschbare Altgeschichte zu erklären, den Irrtum von Chinesen höchster Leidensfähigkeit zu widerlegen, sind nur Nebengewinne. Wälder gerodet, Gewässer ausgetrocknet - künftig wird ein Tropfen Wasser Blut gleichwertig sein. Könnten sich heutige und künftige Jugendliche daran erinnern, wäre der Lohn dieses Buches außerordentlich groß.

Aber naturwissenschaftlich sind das die Grenzen - die Antworten sind nur Wasserschutz und Aufforstung. Das scheint einfach, ist es aber nicht. Ich zitiere zwei Abschnitte von Mrs. Smedly aus »Fragmente chinesischen Landlebens« als Beweis:

"Sie (die Magd) sagte, morgen gehe sie nach Nanyuan, um Gefängniswärter zur Verwandtenfreilassung zu bewegen. Diese Person wurde mit sechzig anderen Dorfbewohnern, Männern und Frauen, vor drei Monaten verhaftet und eingesperrt, weil sie, als andere Lebensgrundlagen fehlten, Äste gehackt oder Rinde geschält hatten. Sie taten das nicht aus Störabsicht, sondern um Holz zu verkaufen und Getreide zu kaufen..."

"Nanyuan-Bewohner haben keine Ernte, kein Getreide, keine Arbeit - was nützen dann diese zwei Mu Land?... Bei geringster Störung werden Tausende zu Katastrophenopfern... Nanyuan hatte damals (bei Warlord-Kriegen) außer Bäumen nichts mehr. Sobald Dorfbewohner Bäume berührten, verhaftete und sperrte die Polizei sie ein." (»Mengya Yuekan« Heft 5, S. 177)

So vermehrt solcher Baumschutz Rindenschäler und Wurzelgräber, fördert sogar Wüstenbildung. Aber dieses Buch beschränkt sich auf Naturwissenschaft, daher nicht berücksichtigt. Nach naturwissenschaftlichen Fakten weitere Lösungsschritte anzugehen ist Aufgabe der Sozialwissenschaft.

(5. Mai 1930)

    • [Geheimnisse des Schreibens klassischer Texte und des Gutseins]**

- Nachtaufzeichnung fünf

Von letztem Jahr an eineinhalb Jahre lang war das Erstickendste und Komischste aller sogenannten Kritiken Herr Chang Yanshengs Äußerung in einer Monatszeitschrift namens »Lange Nacht«, mit gerechter Miene zu sagen, meine Werke hätten mindestens zehn Jahre Lebensdauer. Vor Jahren, als »Kuangbiao« eingestellt wurde, äußerte sich derselbe Herr Chang Yansheng etwa so: »Kuangbiao« griff Lu Xun an, jetzt wollen Buchläden nicht mehr verlegen - wer weiß (!), ob Lu Xun nicht Buchhändler beeinflusste und verfolgte? Dann pries er lautstark Nordwarlords großmütige Toleranz. Da ich etwas Gedächtnis habe, sehe ich in diesem gerechten Gesicht noch schattenhaft jenen geschmiedeten Text; dabei denke ich an Professor Chen Yuans Kritik-Methode: erst einige Vorzüge aufzählen zum Fairness-Beweis, dann viele große Anklagen - durch faire Abwägung gewonnene große Anklagen. Verdienste gegen Schuld aufgerechnet führt letztendlich zu "Bildungsverbrecher", gehört an "Edelmänner"-Fahnen zur Schau gestellt. Meine Erfahrung: Tadel schadet nicht, Lob ist furchtbar, manchmal äußerst "eilig und gefährlich". Zumal dieser Herr Chang Yansheng voller Fünf-Farben-Fahnen-Geruch - selbst wenn er meine Werke wirklich für unsterblich hielte, wäre es mir, als würde Kaiser Xuantong plötzlich drachenherzig erfreut sein und mir postum "Wentreu"-Titel gnädig gewähren. Bei allem Verdruss über das Komische bleibt nur ehrfürchtiges Hutabnehmen, respektvolle Verbeugung und allerdemütigste Dankbarkeit.

Aber in einer anderen »Lange Nacht«-Ausgabe las ich dankbar einen Artikel von Herrn Liu Dajie - diese Artikel scheinen nicht in »Chinas literarische Kontroversen« aufgenommen -, vielleicht weil der Autor, wie er sagt, mich nicht kennt und keine persönlichen Ressentiments mitschwingen. Besonders nützlich fand ich des Autors Vorschlag: Bei solcher Rundumblockade solle ich Pinsel und Feder niederlegen und vorübergehend ins Ausland; er riet mir, einige weiße Seiten in der Lebensgeschichte zu lassen sei unwichtig. Dass in nur einer Lebensgeschichte weiße Seiten oder ganz weiße oder ganz schwarze Bücher die Erde nicht sprengen würden, wusste ich längst. Der unerwartete Nutzen war: Dreißig Jahre lang etwas geahnt, aber nie klar formuliert - die Methoden des Schreibens klassischer Texte und Gutseins ergriff ich plötzlich beim Zügel.

Die Geheimformel: Um klassische Texte zu schreiben, gut zu sein, muss man alles tun, aber wie weißes Papier bleiben.

Frühere Lehrer lehrten nicht »Ma-Grammatik« oder »Schreibmethoden«, nur täglich: lesen, schreiben, lesen, schreiben; schlecht geschrieben - wieder lesen, wieder schreiben. Sie sagten nie, wo Fehler lagen, wie zu schreiben war. Eine dunkle Gasse - du musstest selbst tasten, ob durchzukommen war, alle hörten auf das Schicksal. Aber gelegentlich - wirklich "gelegentlich" und "wie von selbst" - wurden Aufsätze weniger durchgestrichen, mehr belassen und dicht umkreist. Daraufhin freute sich der Student und machte so weiter - wirklich selbst rätselhaft, nur "so weiter" -, nach Jahren korrigierte der Lehrer nicht mehr, schrieb nur "gelehrt und gewandt, nicht schweifend noch verzweigt" ans Ende. Dann galt man als "durchgekommen" - natürlich würde Hochkritiker Herr Liang Shiqiu es für unzulänglich halten, aber ich spreche allgemein üblich, also folge ich dem Brauch.

Solche Aufsätze müssen klare Absichten haben, welche Meinungen sind zweitrangig. Zum Beispiel »Wer sein Werk gut machen will, muss zuerst seine Werkzeuge schärfen« - von vorn argumentieren "untaugliche Werkzeuge machen schlechte Arbeit" geht, auch von hinten "Arbeit braucht zuerst Können, ohne Können schadet gutes Werkzeug nichts" geht. Sogar über Kaiser: "Himmlischer Kaiser heilig und hell, der Untertans Schuld todeswürdig" geht, auch "Kaiser schlecht, mit einem Hieb töten" geht, denn unser Meister Meng sagte: "Hörte von Hinrichtung des Einzeltyrannen Zhou, nie von Königsmord" - wir Heiligen-Nachfolger meinen dasselbe. Aber jedenfalls muss man von Anfang bis Ende, Schicht für Schicht argumentieren, alles klar machen: Himmlischer Kaiser heilig oder töten, oder wenn man beides nicht befürwortet, am Ende erklären: "Obwohl er tyrannische Gewalt ausübt, besteht doch Herr-Diener-Beziehung; Edelmänner übertreiben nicht, ich meine, Verbannung genügt" - so würde der Lehrer vermutlich zustimmen, denn "Mitte" ist auch alter Heiligen-Lehre.

Das war aber Ende der Qing-Zeit. In früher Qing-Zeit hätte Denunziation zur "Familienvernichtung" geführt, selbst "Verbannung" ging nicht - dann redeten sie nicht über Meng-Zi oder Kong-Zi. Jetzt ist die Revolution gerade erfolgreich, die Lage ähnelt vermutlich früher Qing-Zeit. (Unvollendet)

Das ist eine kleine Hälfte der fünften »Nachtaufzeichnung«. »Nachtaufzeichnungen« wollte ich seit 1927 schreiben - zufällige Gedanken bei Lampenschein notieren, eine Sammlung bilden. Jenes Jahr veröffentlichte ich zwei Stücke. In Shanghai, bewegt von Massaker-Grausamkeit, schrieb ich anderthalb Stücke namens »Folterung« über japanische Shogun-Christen-Kreuzigungen, russische Zaren-Revolutionärs-Quälerei. Aber bald kam der Anti-Humanismus-Sturm, ich wurde faul und schrieb nicht weiter - sogar Manuskripte verschwanden.

Vorvoriges Jahr bat Roushi, für eine Buchhandlung Zeitschriftenredakteur zu werden, und erbat lockere, nicht kopfschmerzende Artikel. Diese Nacht dachte ich wieder an »Nachtaufzeichnungen«, stellte diesen Titel. Ich wollte sagen: Chinas Schreiben und Menschsein müssen "alt-bewährt" sein, aber nicht ganze Stücke kopieren, sondern ost-west-zerren, flicken bis Nähte unsichtbar sind - das ist höchstes Glück. Alles tun wie nichts tun, Kritiker nennen es gute Texte oder gute Menschen. Gesellschaftlicher Stillstand-Grund liegt hier. Nachts nicht beendet, ging schlafen. Am nächsten Tag kam Roushi, ich zeigte Geschriebenes - er runzelte die Stirn, fand es zu geschwätzig, fürchtete Platzverschwendung. So vereinbarten wir andere kurze Übersetzung, ich ließ es liegen.

Nun, über ein Jahr nach Roushis Ermordung, fand ich zufällig dieses Manuskript in wirren Papieren - wahrhaft unermesslich traurig. Ich wollte den ganzen Text vollenden, konnte aber nicht - beim Schreiben dachte ich sofort an anderes. "Mensch und Zither beide tot" ist wohl so. Jetzt füge ich diese Hälfte als Roushi-Gedenkstück bei.

In der Nacht des 26. April 1932 aufgezeichnet.

    • [Von Taubheit zu Stummheit - Luo Wen]**

Ärzte sagen uns: Viele Stumme können keineswegs nicht sprechen - nur weil sie von klein auf taub waren, Erwachsenen-Sprache nicht hörten, nichts nachahmen konnten, dachten alle würden nur den Mund öffnen und unverständlich murmeln, so murmelten sie selbst. Daher seufzte Brandes über dänische Literatur-Schwäche: Literarisches Schaffen ist fast völlig tot. Menschliche oder gesellschaftliche Probleme können kein Interesse wecken oder außer in Nachrichten und Zeitschriften keine Debatten auslösen. Wir sehen keine starken, originalen Werke. Dazu kommt völlige Missachtung ausländischen Geisteslebens. So führt geistige "Taubheit" zu "Stummheit". (»Hauptströmungen der Literatur des 19. Jahrhunderts« Band 1, Vorwort)

Diese Worte kann man auf Chinas Literaturwelt übertragen. Diese Erscheinung ist nicht nur Unterdrückern anzulasten - Aufklärer der Vierter-Mai-Bewegung und spätere Gegner tragen beide Verantwortung. Erstere eilten zu sehr nach Erfolg, übersetzten keine wertvollen Bücher; letztere wurden absichtlich böse, schimpften Übersetzer Kuppler. Manche Jugendliche halfen mit - zeitweise galt sogar fremdsprachige Anmerkungen zu Namen als "Gelehrsamkeits-Prahlerei".

Was ist heute? Drei-Zimmer-Buchläden sind in der vierten Straße nicht wenige, aber voller dünner Heftchen - ein dickes Buch zu finden ist schwer wie Gold im Sand. Natürlich sind große, dicke Menschen noch keine Großen, viel und kompliziert ist noch nicht berühmt, zumal es "Ausschneiden-Kleben" gibt. Aber in kleinen "Was-ist-ABC"-Heften kann auch nicht alle Wissenschaft und Kunst stecken. Ein trüber Strom ist nicht so sauber und klar wie ein Glas Wasser, aber aus destilliertem Strom-Teil werden viele Gläser Reinwasser.

Durch jahrelange Luft-Geschäfte wurde die Literaturwelt öde; Textformen wurden zwar ordentlicher, aber Kampfgeist ging zurück. Literaten wurden durch Spendentitel oder Gegenlob schnell berühmt, aber durch Aufblasung wurde die Schale groß, der Inhalt noch hohler. So hielten sie diese Leere für Einsamkeit und verkündeten sie theatralisch den Lesern; Schlimmere stellten sogar Herzfäulnis als inneren Schatz dar. Prosa gilt als erfolgreich im Literaturpark, aber die diesjährigen Auswahlbände, selbst die ersten drei, geben ein "Zobel reicht nicht, Hundeschweif-Fortsetzung"-Gefühl. Mit Spreublättern Jugend zu nähren wird nie kräftig - künftige Leistungen werden noch geringer sein, wie Nietzsches "letzter Mensch".

Aber Introduktion ausländischer Strömungen, Übersetzung von Weltwerken - alle geistigen Nahrungstransport-Wege werden jetzt von Taubstumm-Machern blockiert, selbst Ausländer-Schoßhunde und Reichen-Schwiegersöhne lachen kalt mit. Sie wollen Jugend-Ohren verstopfen, sie von taub zu stumm, ausgetrocknet winzig zu "letzten Menschen" machen, bis alle nur noch Reichen-Söhne und arme Bengel-Pornographie ansehen können. Autoren und Übersetzer, die gern Erde werden, müssen kämpfen - es ist höchste Zeit: praktische geistige Nahrung um Jugendliche transportieren, jene Taubstumm-Macher in schwarze Löcher und rote Tore zurückschicken.

(29. August)

    • [Neue Herbst-Notizen (2) - Lü Xun]**

Am Abend des 30. August knallte es plötzlich überall - zuerst dachte ich, "Widerstand" beginne wieder, bald erkannte ich: Feuerwerkskörper, das beruhigte mich. Dann dachte ich: Wohl wieder irgendeine Jahreszeit?... Am nächsten Tag erfuhr ich aus Zeitungen: Gestern war Mondfinsternis, das Knallen war unsere Lands- und Fremdleute (obwohl wir alle Huangdi-Nachkommen heißen, sind Chiyou-Nachkommen bestimmt nicht ausgestorben, daher "Fremdleute"), die demonstrierten, um den Mond aus dem Himmelshund-Maul zu retten.

Tage zuvor war nachts auch lebhaft. An Straßenecken standen überall Tische mit Backwaren, Wassermelonen; auf Wassermelonen saßen Fliegen, Würmer, Mücken und ein Tisch Mönche, die murmelten: "Hui Zhu Mo Pu Mi Ya Hong! Om Ya Hong! Hong!!" Das war Seelen-Speisung, Hungerteufel-Fütterung. Zur Geisterfest-Zeit kommen hungrige und nicht-hungrige Geister aus der Unterwelt, um Shanghai zu besichtigen; gute Männer und Frauen spielten Gastgeber, ließen Mönche "Om Ya Hong" ein paar Reiskörner hinausschießen, damit alle satt äßen.

Ich bin ein gewöhnlicher Mensch, achtete nie auf Himmel und Unterwelt, aber bei solchen Gelegenheiten spüre ich die hohen und passenden Gedanken unserer irdischen Lands- und Fremdleute. Ohne anderes zu erwähnen: In nicht ganz zwei Jahren wechselten vier Provinzen und neun Inseln die Fahnen, bald noch acht Inseln. Nicht nur ist Rettung unmöglich - selbst retten-wollen ist gefährlich. (Diese Sätze wurden gedruckt als "die Umstände erlauben es nicht".) Am passendsten ist Mond-Rettung: Mag Feuerwerk himmelerschütternd knallen, Himmelshunde beißen nicht, Mond-Häuptlinge (falls vorhanden) verbieten nicht als reaktionär. Menschen-Rettung ebenso: Kriegs-, Dürre-, Heuschrecken-, Wasserkatastrophen... unzählige Katastrophenopfer. Wie können noch verschonte Kleinleute retten? Seelen-Rettung ist viel praktischer: wenig Aufwand, viel Nutzen, wie Reichen-Herren Zeremonien und Pagoden-Bau. Das heißt "ohne Fernsicht droht nahe Sorge"; "Edelmänner kümmern sich um Großes und Fernes".

Außerdem: "Auch wenn der Koch nicht kocht, überschreitet der Priester nicht Ehrenplatz und Altar, um ihn zu ersetzen" - alte Heiligen-Lehre. Staatsangelegenheiten haben Staatslenker, Kleinvolk braucht nicht zu lärmen. Aber bisherige Kaiser verachteten Kleinvolk nicht, gaben höhere Freiheit und Rechte: speziell Kosmos und Seelen retten zu dürfen. Das ist Friedens-Grundlage, von alters her bewährt, künftig vermutlich nicht abgeschafft. Letztes Jahr nach Kriegsende in Shanghai zogen japanische Truppen allmählich auf Schiffe und in Kasernen; eine Nacht knallte es auch so. Noch während "Langzeit-Widerstand" verstanden Japaner unsere Nationalessenz nicht, dachten, wieder komme irgendeine Armee zur Landbefreiung - sofort Wachen aufgestellt, Truppen ausgesandt... Wirres Durcheinander, bis klar wurde: Wir retteten den Mond, sie sahen Gespenster. "Oh oh! Naruhodo (ach so)!" Nach Erstaunen und Bewunderung kehrte Frieden zurück. Dieses Jahr keine Wachen - wohl schon von chinesischer Geisteszivilisation bekehrt.

Verbieten heutige Invasoren und Unterdrücker wie alte Tyrannen sogar Diener-Verwirrung und -Träume?...

(31. August)

    • [Männliche Evolution - Yu Ming]**

Tierpaarung als Liebe zu bezeichnen ist etwas blasphemisch. Aber Tiere haben Sexualleben - das ist unbestreitbar. Während der Brunst treffen Weibchen und Männchen zusammen, unvermeidlich gibt es "Liebkosen und Schmeicheln". Natürlich kokettieren Weibchen manchmal, laufen weg, schauen zurück, rufen, bis zur "Wohngemeinschafts-Liebe". Obwohl Tierarten vielfältig sind, ihre "Liebes"-Weisen komplex, ist eines zweifellos: Männchen haben keine besonderen Privilegien.

Menschen als Krone der Schöpfung zeigen zuerst männliche Überlegenheit. Anfangs war es so-so, aber wegen "Mutter bekannt, Vater unbekannt" "herrschten" Frauen eine Zeit - damalige Ahnenfrauen waren wohl mächtiger als spätere Klanführer. Später hatten Frauen irgendwie Pech: Hals, Hände, Füße alle in Ketten, Reifen, Ringen gefesselt - obwohl nach Jahrtausenden diese Reifen meist golden, silbern, perlen- und diamantbesetzt wurden, sind Halsketten, Armreifen, Ringe heute noch Sklavinnen-Symbole. Da Frauen Sklavinnen wurden, brauchten Männer nicht ihre Zustimmung zum "Lieben". In alten Stammeskämpfen wurden Gefangene zu Sklaven, Gefangene zu Vergewaltigungsopfern. Damals war Brunst wohl "abgeschafft", jederzeit konnten Herren Gefangene und Sklavinnen vergewaltigen. Moderne Banditen-Bösewichte behandeln Frauen nicht als Menschen - das hat wirklich Häuptlings-Samurai-Tradition.

Aber Vergewaltigungs-Fähigkeiten sind nur ein "Evolutions"-Schritt von Tieren zu Menschen, noch halbzivilisiert. Denkst du, weinende, sich windende Frauen können viel Interesse bieten? Seit Geld auftauchte, ist männliche Evolution unglaublich. Alles ist käuflich, Sexualität keine Ausnahme. Männer zahlen stinkendes Geld für das, was sie von Frauen wollen. Außerdem können sie sagen: Ich vergewaltige dich nicht, das ist freiwillig - du willst Geld, also gehorche, wir handeln fair! Sie missbrauchen sie und lassen sie "Danke, junger Herr" sagen. Können Tiere das? Daher ist Prostitution eine hohe männliche Evolutionsstufe.

Gleichzeitig ist Eltern-Vermittler-Ehe noch raffinierter als Prostitution. Unter diesem System bekommen Männer dauerhaften Lebensbesitz - wenn Bräute ins Bett gelegt werden, haben sie nur Pflichten, nicht mal Preisverhandlungs-Freiheit, geschweige Liebe. Ob du liebst oder nicht, unter Zhou-Kong-Konfuzius-Namen musst du treu bleiben, Keuschheit bewahren. Männer können sie jederzeit benutzen, sie muss Heiligen-Sitten befolgen - selbst "böse Gedanken sind Ehebruch". Verwendeten Rüden solche raffinierte, strenge Mittel gegen Hündinnen, würden diese "über Zäune springen". Menschen springen nur in Brunnen als tugendhafte, keusche, heroische Frauen. Sitten-Ehe-Evolution ist offensichtlich.

Dass Männer "wissenschaftlichste" Lehren verwenden, damit Frauen ohne Sitten freiwillig treu bleiben und Sexualität für "tierisch" halten, nicht als Liebes-Grundlage; daher "wissenschaftliche Keuschheit" erfinden - das ist natürlich zivilisierter Evolutions-Höhepunkt.

Ach, Menschen - Männer - unterscheiden sich so von Tieren!

Selbst-Anmerkung: Dieser Artikel verteidigt die Moral.

(3. September)

    • [Zustimmung und Erklärung - Yu Ming]**

Vorgesetzte müssen nicht Untergebenen-Zustimmung einholen - das ist selbstverständlich. Aber manchmal erklären Vorgesetzte Untergebenen.

Ein neuer Weltberühmter sagt: "Schon in Urzeit gab es Autorität - Menschen zwangen Tiere zum Gehorsam, zum Aufgeben freien Lebens, ohne Tier-Zustimmung einzuholen." Das ist durchdringend. Sonst hätten wir Rindfleisch zu essen, Pferde zu reiten? Menschen zu Menschen ebenso.

Japans christlicher Hauptbischof erklärte kürzlich, Japan sei biblischer Engel: "Gott will Japan verwenden, um juden-mordende Weiße zu besiegen... mit Gewalt Juden befreien, Altes Testament erfüllen." Das holt offensichtlich keine Weißen-Zustimmung ein, wie juden-mordende Weiße keine Juden-Zustimmung einholten. Japans Herren schaffen in China "nationale Schwierigkeiten" ohne chinesische Volks-Zustimmung. - Manche örtliche Notabeln bitten japanische Herren um Zustimmung zur örtlichen Ordnungs-Wahrung, das ist anders. Jedenfalls: Um frei Rindfleisch zu essen, Pferde zu reiten, muss man sich als Vorgesetzten erklären, andere als Untergebene; Menschen mit Tieren vergleichen oder sich als Engel ausgeben.

Aber hier ist "Gewalt" am wichtigsten, nicht Theorien. Weder soziologische noch christliche Theorien schaffen Autorität. Urmenschen-Autorität über Tiere entstand durch Pfeil-Erfindungen. Theorien sind nachträgliche Erklärungen. Diese Erklärungen schaffen religiöse, philosophische, wissenschaftliche, weltströmungs-mäßige Grundlagen eigener Autorität, lassen Sklaven und Vieh Welt-Gesetze begreifen und Berufungs-Träume aufgeben.

Wenn Vorgesetzte Untergebenen erklären, darfst du als Untergebener nicht missverstehen, dass Zustimmung eingeholt wird - selbst bei absoluter Ablehnung macht er weiter. Er hat seine Träume; solange Gold, Silber und Flugzeug-Kanonen in seinen Händen sind, werden seine Träume wahr; deine Träume bleiben nur Träume - werden sie wahr, sagt er, du kopierst seine animalismus-Artikel.

Angeblich ist heutiger Welttrend das Aufkommen mächtiger Regierungen, was 19. Jahrhundert-Menschen nicht träumen konnten. Italien und Deutschland nicht zu erwähnen; selbst Englands National-Regierung "gehört völlig einer konservativen Partei". "Amerikas neuer Präsident erhielt Wirtschafts-Wiederbelebungs-Macht größer als in Kriegs- und Kriegsrecht-Zeiten." Alle werden Tiere, Vorgesetzte brauchen keine Zustimmung - das ist Welttrend. Wie herrlich - wie kann man nicht nachahmen?

Aber meine Erklärung hat einen Schönheitsfehler: Chinas eigener Qin Shihuang verbrannte Bücher und begrub Gelehrte, Chinas eigener Han Yu sagte: "Volk, das nicht Reis, Getreide, Hanf, Seide für Obere liefert, wird bestraft." Das ist einheimisch - warum gegen Nationalismus ausländische Lehren und Fakten zitieren, anderen Ansehen mehren, eigenen Mut schwächen?

(3. September)

    • [Literatenbett-Herbsttraum - You Guang]**

医生告诉我们:有许多哑子,是并非喉舌不能说话的,只因为从小就耳朵聋,听不见大人的言语,无可师法,就以为谁也不过张着口呜呜哑哑,他自然也只好呜呜哑哑了。所以勃兰兑斯叹丹麦文学的衰微时,曾经说:文学的创作,几乎完全死灭了。人间的或社会的无论怎样的问题,都不能提起感兴,或则除在新闻和杂志之外,绝不能惹起一点论争。我们看不见强烈的独创的创作。加以对于获得外国的精神生活的事,现在几乎绝对的不加顾及。于是精神上的“聋”,那结果,就也招致了“哑”来。(《十九世纪文学的主潮》第一卷自序)


这几句话,也可以移来批评中国的文艺界,这现象,并不能全归罪于压迫者的压迫,五四运动时代的启蒙运动者和以后的反对者,都应该分负责任的。前者急于事功,竟没有译出什么有价值的书籍来,后者则故意迁怒,至骂翻译者为媒婆,有些青年更推波助澜,有一时期,还至于连人地名下注一原文,以便读者参考时,也就诋之曰“炫学”。


今竟何如?三开间店面的书铺,四马路上还不算少,但那里面满架是薄薄的小本子,倘要寻一部巨册,真如披沙拣金之难。自然,生得又高又胖并不就是伟人,做得多而且繁也决不就是名著,而况还有“剪贴”。但是,小小的一本“什么ABC”里,却也决不能包罗一切学术文艺的。一道浊流,固然不如一杯清水的干净而澄明,但蒸溜了浊流的一部分,却就有许多杯净水在。


因为多年买空卖空的结果,文界就荒凉了,文章的形式虽然比较的整齐起来,但战斗的精神却较前有退无进。文人虽因捐班或互捧,很快的成名,但为了出力的吹,壳子大了,里面反显得更加空洞。于是误认这空虚为寂寞,像煞有介事的说给读者们;其甚者还至于摆出他心的腐烂来,算是一种内面的宝贝。散文,在文苑中算是成功的,但试看今年的选本,便是前三名,也即令人有“貂不足,狗尾续”之感。用秕谷来养青年,是决不会壮大的,将来的成就,且要更渺小,那模样,可看尼采所描写的“末人”。


但绍介国外思潮,翻译世界名作,凡是运输精神的粮食的航路,现在几乎都被聋哑的制造者们堵塞了,连洋人走狗,富户赘郎,也会来哼哼的冷笑一下。他们要掩住青年的耳朵,使之由聋而哑,枯涸渺小,成为“末人”,非弄到大家只能看富家儿和小瘪三所卖的春宫,不肯罢手。甘为泥土的作者和译者的奋斗,是已经到了万不可缓的时候了,这就是竭力运输些切实的精神的粮食,放在青年们的周围,一面将那些聋哑的制造者送回黑洞和朱门里面去。



(八月二十九日。)




【新秋杂识(二)                                                                                                                                                                             旅隼  】



八月三十日的夜里,远远近近,都突然劈劈拍拍起来,一时来不及细想,以为“抵抗”又开头了,不久就明白了那是放爆竹,这才定了心。接着又想:大约又是什么节气了罢?……待到第二天看报纸,才知道原来昨夜是月蚀,那些劈劈拍拍,就是我们的同胞、异胞(我们虽然大家自称为黄帝子孙,但蚩尤的子孙想必也未尝死绝,所以谓之“异胞”)在示威,要将月亮从天狗嘴里救出。


再前几天,夜里也很热闹。街头巷尾,处处摆着桌子,上面有面食、西瓜;西瓜上面叮着苍蝇、青虫、蚊子之类,还有一桌和尚,口中念念有词:“回猪猡普米呀吽!唵呀吽!吽!!”这是在放焰口,施饿鬼。到了盂兰盆节了,饿鬼和非饿鬼,都从阴间跑出,来看上海这大世面,善男信女们就在这时尽地主之谊,托和尚“唵呀吽”的弹出几粒白米去,请它们都饱饱的吃一通。


我是一个俗人,向来不大注意什么天上和阴间的,但每当这些时候,却也不能不感到我们的还在人间的同胞们和异胞们的思虑之高超和妥帖。别的不必说,就在这不到两整年中,大则四省,小则九岛,都已变了旗色了,不久还有八岛。不但救不胜救,即使想要救罢,一开口,说不定自己就危险(这两句,印后成了“于势也有所未能”)。所以最妥当是救月亮,那怕爆竹放得震天价响,天狗决不至于来咬,月亮里的酋长(假如有酋长的话)也不会出来禁止,目为反动的。救人也一样,兵灾,旱灾,蝗灾,水灾……灾民们不计其数,幸而暂免于灾殃的小民,又怎么能有一个救法?那自然远不如救魂灵,事省功多,和大人先生的打醮造塔同其功德。这就是所谓“人无远虑,必有近忧”;而“君子务其大者远者”,亦此之谓也。


而况“庖人虽不治庖,尸祝不越尊俎而代之”,也是古圣贤的明训,国事有治国者在,小民是用不着吵闹的。不过历来的圣帝明王,可又并不卑视小民,倒给与了更高超的自由和权利,就是听你专门去救宇宙和魂灵。这是太平的根基,从古至今,相沿不废,将来想必也不至于便废。记得那是去年的事了,沪战初停,日兵渐渐的走上兵船和退进营房里面去,有一夜也是这么劈劈拍拍起来,时候还在“长期抵抗”中,日本人又不明白我们的国粹,以为又是第几路军前来收复失地了,立刻放哨,出兵……乱烘烘的闹了一通,才知道我们是在救月亮,他们是在见鬼。“哦哦!成程(Naruhodo=原来如此)!”惊叹和佩服之余,于是恢复了平和的原状。今年呢,连哨也没有放,大约是已被中国的精神文明感化了。


现在的侵略者和压制者,还有像古代的暴君一样,竟连奴才们的发昏和做梦也不准的么?……



(八月三十一日。)




【男人的进化                                                                                                                                                                                        虞明  】



说禽兽交合是恋爱未免有点亵渎。但是,禽兽也有性生活,那是不能否认的。它们在春情发动期,雌的和雄的碰在一起,难免“卿卿我我”的来一阵。固然,雌的有时候也会装腔做势,逃几步又回头看,还要叫几声,直到实行“同居之爱”为止。禽兽的种类虽然多,它们的“恋爱”方式虽然复杂,可是有一件事是没有疑问的:就是雄的不见得有什么特权。


人为万物之灵,首先就是男人的本领大。最初原是马马虎虎的,可是因为“知有母不知有父”的缘故,娘儿们曾经“统治”过一个时期,那时的祖老太太大概比后来的族长还要威风。后来不知怎的,女人就倒了霉:项颈上,手上,脚上,全都锁上了链条,扣上了圈儿,环儿,——虽则过了几千年这些圈儿环儿大都已经变成了金的银的,镶上了珍珠宝钻,然而这些项圈,镯子,戒指等等,到现在还是女奴的象征。既然女人成了奴隶,那就男人不必征求她的同意再去“爱”她了。古代部落之间的战争,结果俘虏会变成奴隶,女俘虏就会被强奸。那时候,大概春情发动期早就“取消”了,随时随地男主人都可以强奸女俘虏,女奴隶。现代强盗恶棍之流的不把女人当人,其实是大有酋长式武士道的遗风的。


但是,强奸的本领虽然已经是人比禽兽“进化”的一步,究竟还只是半开化。你想,女的哭哭啼啼,扭手扭脚,能有多大兴趣?自从金钱这宝贝出现之后,男人的进化就真的了不得了。天下的一切都可以买卖,性欲自然并非例外。男人化几个臭钱,就可以得到他在女人身上所要得到的东西。而且他可以给她说:我并非强奸你,这是你自愿的,你愿意拿几个钱,你就得如此这般,百依百顺,咱们是公平交易!蹂躏了她,还要她说一声“谢谢你,大少”。这是禽兽干得来的么?所以嫖妓是男人进化的颇高的阶段了。


同时,父母之命媒妁之言的旧式婚姻,却要比嫖妓更高明。这制度之下,男人得到永久的终身的活财产,当新妇被人放到新郎的床上的时候,她只有义务,她连讲价钱的自由也没有,何况恋爱。不管你爱不爱,在周公孔圣人的名义之下,你得从一而终,你得守贞操。男人可以随时使用她,而她却要遵守圣贤的礼教,即使“只在心里动了恶念,也要算犯奸淫”的。如果雄狗对雌狗用起这样巧妙而严厉的手段来,雌的一定要急得“跳墙”。然而人却只会跳井,当节妇,贞女,烈女去。礼教婚姻的进化意义,也就可想而知了。


至于男人会用“最科学的”学说,使得女人虽无礼教,也能心甘情愿地从一而终,而且深信性欲是“兽欲”,不应当作为恋爱的基本条件;因此发明“科学的贞操”,——那当然是文明进化的顶点了。


呜呼,人——男人——之所以异于禽兽者!


   自注:这篇文章是卫道的文章。



(九月三日。)




【同意和解释                                                                                                                                                                                     虞明  】



上司的行动不必征求下属的同意,这是天经地义。但是,有时候上司会对下属解释。


新进的世界闻人说:“原人时代就有威权,例如人对动物,一定强迫它们服从人的意志,而使它们抛弃自由生活,不必征求动物的同意。”这话说得透彻。不然,我们那里有牛肉吃,有马骑呢?人对人也是这样。


日本耶教会主教最近宣言日本是圣经上说的天使:“上帝要用日本征服向来屠杀犹太人的白人……以武力解放犹太人,实现《旧约》上的豫言。”这也显然不征求白人的同意的,正和屠杀犹太人的白人并未征求过犹太人的同意一样。日本的大人老爷在中国制造“国难”,也没有征求中国人民的同意。——至于有些地方的绅董,却去征求日本大人的同意,请他们来维持地方治安,那却又当别论。总之,要自由自在的吃牛肉,骑马等等,就必须宣布自己是上司,别人是下属;或是把人比做动物,或是把自己作为天使。


但是,这里最要紧的还是“武力”,并非理论。不论是社会学或是基督教的理论,都不能够产生什么威权。原人对于动物的威权,是产生于弓箭等类的发明的。至于理论,那不过是随后想出来的解释。这种解释的作用,在于制造自己威权的宗教上,哲学上,科学上,世界潮流上的根据,使得奴隶和牛马恍然大悟这世界的公律,而抛弃一切翻案的梦想。


当上司对于下属解释的时候,你做下属的切不可误解这是在征求你的同意,因为即使你绝对的不同意,他还是干他的。他自有他的梦想,只要金银财宝和飞机大炮的力量还在他手里,他的梦想就会实现;而你的梦想却终于只是梦想,——万一实现了,他还说你抄袭他的动物主义的老文章呢。


据说现在的世界潮流,正是庞大权力的政府的出现,这是十九世纪人士所梦想不到的。意大利和德意志不用说了;就是英国的国民政府,“它的实权也完全属于保守党一党”。“美国新总统所取得的措置经济复兴的权力,比战争和戒严时期还要大得多”。大家做动物,使上司不必征求什么同意,这正是世界的潮流。懿欤盛哉,这样的好榜样,那能不学?


不过,我这种解释还有点美中不足:中国自己的秦始皇帝焚书坑儒,中国自己的韩退之等说:“民不出米粟麻丝以事其上则诛。”这原是国货,何苦违背着民族主义,引用外国的学说和事实──长他人威风,灭自己志气呢?



(九月三日。)




【文床秋梦                                                                                                                                                                                           游光  】

    • [Zhang Zipings "Romanlehre"]**

Herr Zhang Ziping gilt als "fortschrittlichster" "proletarischer Autor". Während ihr noch im "Keimstadium" seid, noch "Neuland bebaut", erntet er bereits. Das ist Fortschritt - mit schnellen Schritten davoneilen, dass man nur noch Staub sieht. Verfolgt man ihn aber, sieht man ihn in die "Lequn-Buchhandlung" hineinlaufen.

Herr Zhang Ziping war früher Autor von Dreiecksliebe-Romanen und sah, dass Frauen sexueller Begierde noch weniger widerstehen können als Männer - sie suchen den Mann auf, schändliche Weiber, verdienen ihr Leid. Das ist natürlich kein proletarischer Roman. Aber wenn der Autor die Richtung wechselt, steigt einer zum Himmel auf und Hühner und Hunde fliegen mit - wie viel mehr die Hinterlassenschaft des Unsterblichen: Zhang Zipings Gesammelte Werke sollte man noch lesen. Das ist Ernte - verstehst du?

Es gibt noch mehr Ernte. »Shenbao« berichtete, dass die Daxia-Studenten dieses Jahr respektvoll "den von der Jugend verehrten Herrn Zhang Ziping" baten, "Romanlehre" zu unterrichten. Nach chinesischer Sitte kann ein Englischlehrer bestimmt ausländische Geschichte unterrichten, ein Chinesischlehrer bestimmt Ethik - wie viel mehr ein Romanlehrer, der natürlich voller Romanlehre steckt. Sonst könnte er es ja nicht? Können wir garantieren, dass Homer keine "Eposmethodik" hatte, Shakespeare keine "Einführung in die Dramaturgie"?

Ach, die lauschenden Jünger sind gesegnet! Künftig werden sie wissen, wie man Dreiecke bildet, wie man liebt. Du begehrst eine Frau? Überraschung - ihr sexueller Trieb ist stärker als deiner, sie kommt von selbst gelaufen. Freund, warte nur. Am bedauernswertesten sind die nicht in Shanghai, die nur aus der Ferne "verehren" können, nicht in die Schule aufgenommen werden - sie können diese große "Romanlehre" nicht ehrfürchtig anhören. Nun will ich die Essenz von Zhang Zipings Gesammelten Werken und der "Romanlehre" destillieren und den Verehrern darbieten - als "Durst mit Pflaumenbetrachtung stillen".

Das wäre --

(22. Februar)

    • [Meinung zur Liga der linken Schriftsteller]**

- Rede auf der Gründungsversammlung der Liga der linken Schriftsteller am 2. März

Viele Dinge haben andere bereits sehr ausführlich besprochen, ich muss sie nicht wiederholen. Ich meine, "linke" Schriftsteller können heute sehr leicht zu "rechten" Schriftstellern werden. Warum? Erstens: Wenn man nicht mit tatsächlichen gesellschaftlichen Kämpfen in Berührung kommt, sondern nur hinter Glasfenstern Artikel schreibt und Probleme erforscht, ist es gleichgültig wie radikal oder "links" - das lässt sich leicht bewerkstelligen; aber sobald man die Realität berührt, zerbricht man sofort. Im Zimmer eingeschlossen ist es am leichtesten, gründliche Prinzipien hochzuhalten, aber auch am leichtesten "rechts abzudriften". Im Westen nennt man das "Salon-Sozialisten" - das bezieht sich darauf. "Salon" bedeutet Wohnzimmer - im Wohnzimmer über Sozialismus zu reden ist sehr elegant und schön, aber man denkt nicht an Verwirklichung. Solche Sozialisten sind völlig unzuverlässig. Außerdem gibt es heute kaum noch Schriftsteller oder Künstler ohne etwas breit verstandene sozialistische Gedanken - das hieße zu sagen, Arbeiter und Bauern sollen Sklaven sein, misshandelt, getötet, ausgebeutet werden. Solche Schriftsteller oder Künstler gibt es fast nicht mehr, außer Mussolini, aber Mussolini hat keine literarischen Werke geschrieben. (Natürlich gibt es solche Schriftsteller noch, zum Beispiel Chinas Xinyue-Literaten und den von Mussolini geliebten D'Annunzio.)

Zweitens wird man leicht "rechts", wenn man die wirklichen Umstände der Revolution nicht versteht. Revolution ist schmerzhaft und enthält notwendig Schmutz und Blut - keineswegs so interessant und vollkommen, wie Dichter sich vorstellen; Revolution ist vor allem real, braucht verschiedene niedrige, mühsame Arbeiten - keineswegs so romantisch, wie Dichter sich vorstellen; Revolution hat natürlich Zerstörung, aber braucht mehr noch Aufbau - Zerstörung macht Spaß, Aufbau ist mühsam. Daher enttäuschen sich Menschen mit romantischen Revolutionsphantasien leicht, wenn sie der Revolution nahekommen und sie voranschreitet. Der russische Dichter Jessenin begrüßte angeblich anfangs sehr die Oktoberrevolution und rief: "Es lebe die Revolution in Himmel und Erde!" und sagte "Ich bin ein Bolschewik!" Aber als nach der Revolution die tatsächlichen Umstände völlig anders waren als vorgestellt, wurde er enttäuscht und dekadent. Jessenin beging später Selbstmord - diese Enttäuschung war angeblich einer der Gründe. Auch Pilnjak und Ehrenburg sind Beispiele. Bei unserer Xinhai-Revolution gab es Ähnliches - damals waren viele Literaten, zum Beispiel "Nanshe"-Leute, anfangs sehr revolutionär, aber sie hegten Illusionen und dachten, man müsse nur die Mandschu verjagen, dann würde alles zur "Han-Würde" zurückkehren, alle würden weitärmelige Gewänder tragen, hohe Kappen und breite Gürtel, gravitätisch auf den Straßen wandeln. Wer wusste, dass nach Vertreibung des Qing-Kaisers und Gründung der Republik alles ganz anders war - sie wurden enttäuscht, später wurden manche sogar zu Reaktionären gegen neue Bewegungen. Wenn wir aber die wirklichen Revolutionsumstände nicht verstehen, können wir genauso werden.

Außerdem ist die Vorstellung falsch, Dichter oder Schriftsteller stünden über allen Menschen, ihre Arbeit sei edler als alle andere. Zum Beispiel hielt Heine Dichter für das Edelste und Gott für den Gerechtesten - nach dem Tod kommen Dichter zu Gott, sitzen um ihn herum, Gott bewirtet sie mit Süßigkeiten. Heute glaubt natürlich niemand mehr an Gottes Süßigkeiten-Bewirtung, aber zu denken, Dichter oder Schriftsteller würden jetzt für die arbeitenden Massen revolutionieren und nach erfolgreichem Revolutionssieg von der Arbeiterklasse bestimmt reich belohnt, besonders behandelt, dürften erste Klasse fahren, Erstklassiges essen, oder Arbeiter brächten ihnen Butterbrot dar und sagten: "Unser Dichter, bitte bedient Euch!" - das ist ebenfalls falsch; denn tatsächlich wird es so nie sein, wahrscheinlich wird es dann noch härter als jetzt, nicht nur kein Butterbrot, vielleicht nicht mal Schwarzbrot, wie Russlands Lage ein, zwei Jahre nach der Revolution zeigt. Versteht man das nicht, wird man auch leicht "rechts". Tatsächlich werden arbeitende Massen, solange sie nicht Liang Shiqius "vielversprechende" sind, Intellektuelle bestimmt nicht besonders schätzen - wie Metik (aus der Intellektuellenschicht) in meiner Übersetzung von »Vernichtung« oft von Bergarbeitern verspottet wird. Natürlich haben Intellektuelle ihre Aufgaben, sollten nicht besonders geringgeschätzt werden, aber Arbeiterklassen haben keine Pflicht, Dichter oder Schriftsteller besonders bevorzugt zu behandeln.

Nun zu einigen Punkten, die wir künftig beachten sollten.

Erstens: Der Kampf gegen alte Gesellschaft und alte Kräfte muss entschieden, anhaltend und kraftvoll sein. Die Wurzeln der alten Gesellschaft sind außerordentlich fest - neue Bewegungen brauchen größere Kraft, um sie zu erschüttern. Außerdem hat die alte Gesellschaft gute Methoden, neue Kräfte zu Kompromissen zu bewegen, aber sie selbst kompromittiert nie. In China gab es viele neue Bewegungen, aber jedes Mal siegte das Alte über das Neue - der Grund liegt meist darin, dass die neue Seite keine entschiedenen, weitreichenden Ziele hatte, kleine Forderungen stellte, leicht zufriedenzustellen war. Die Umgangssprachen-Bewegung zum Beispiel - anfangs widerstand die alte Gesellschaft mit aller Kraft, aber bald gestattete sie Umgangssprache, gab ihr einen armseligen Platz in Zeitungsecken. Das lag daran, dass die alte Gesellschaft das Neue für harmlos und ungefährlich hielt, also sein Bestehen zuließ, während die neue Seite zufrieden war und meinte, Umgangssprache habe Existenzrecht erhalten. Die proletarische Literaturbewegung der letzten Jahre war fast genauso - die alte Gesellschaft gestattete auch proletarische Literatur, da sie nicht gefährlich war; im Gegenteil betrieben sie selbst proletarische Literatur als Dekoration, als würde man neben vielen antiken Porzellanen im Wohnzimmer auch eine grobe Arbeiterschale aufstellen - sehr originell; und die proletarischen Literaten? Sie hatten schon einen kleinen Platz im Literaturbetrieb, ihre Manuskripte verkauften sich, sie mussten nicht mehr kämpfen, Kritiker sangen Siegeslieder: "Proletarische Literatur siegt!" Aber außer persönlichem Sieg - was die proletarische Literatur betrifft, wie viel hatte sie wirklich gesiegt? Außerdem ist proletarische Literatur ein Flügel des proletarischen Befreiungskampfes - sie wächst mit der gesellschaftlichen Kraft des Proletariats. Wenn die gesellschaftliche Stellung des Proletariats sehr niedrig ist, die literarische Position proletarischer Literatur aber sehr hoch - das beweist nur, dass proletarische Literaten das Proletariat verlassen und zur alten Gesellschaft zurückgekehrt sind.

Zweitens sollte die Front erweitert werden. Vor- und letztes Jahr gab es literarische Kämpfe, aber der Bereich war zu klein - alle alte Literatur und altes Denken wurden von Neuen ignoriert, stattdessen kämpften in einer Ecke neue Literaten gegen neue Literaten, während Alte gemütlich zuschauen konnten.

Drittens sollten wir große Scharen neuer Kämpfer schaffen. Denn jetzt sind es wirklich zu wenige. Wir haben mehrere Zeitschriften, geben nicht wenige Einzelbände heraus, aber die Artikelschreiber sind immer dieselben wenigen - so kann der Inhalt nur dünn sein. Ein Mensch kann nicht alles - etwas hier, etwas da: übersetzen, Romane schreiben, kritisieren und dichten - wie soll das gut gehen? Alles wegen Personalmangel. Mit mehr Leuten könnten Übersetzer nur übersetzen, Schöpfer nur schaffen, Kritiker nur kritisieren; gegen Feinde kämpfend wäre die Streitmacht stark genug zum Sieg. Hierzu eine Begebenheit. Als Schöpfungsgesellschaft und Sonnengesellschaft mich vorvoriges Jahr angriffen, war die Kraft wirklich schwach - schließlich fand sogar ich es langweilig und hatte keine Lust mehr zum Gegenangriff, da ich merkte, dass die feindliche Armee "Leere-Stadt-Strategie" spielte. Damals konzentrierte sich meine Feindarmee aufs Trommeln, nicht auf Rekrutierung und Ausbildung; angreifende Artikel gab es viele, aber man sah sofort, dass alle unter Decknamen waren - beim Schimpfen immer dieselben Sätze. Ich wartete damals darauf, dass jemand käme, der marxistische Kritik beherrschte, um mich zu treffen - aber er erschien nie. Ich habe schon immer auf die Heranbildung neuer junger Kämpfer geachtet, mehrere Literaturgruppen betrieben, aber mit geringem Erfolg. Künftig müssen wir darauf achten.

Wir brauchen dringend große Scharen neuer Kämpfer, aber gleichzeitig müssen Literaturfront-Kämpfer "zäh" sein. "Zäh" bedeutet: nicht wie die Qing-Zeit Achtgliedrige Essays als "Türklopfer" verwenden. Qing-Achtgliedrige Essays waren Werkzeuge für Studium und Beamtentum - konnte man nur "Einleitung-Entwicklung-Wendung-Schluss" schreiben und damit "Xiucai-Juren" werden, konnte man Achtgliedrige Essays wegwerfen, brauchte sie lebenslang nicht mehr - daher "Türklopfer": mit einem Stein die Tür klopfen, ist die Tür auf, kann man den Stein wegwerfen, muss ihn nicht mitnehmen. Diese Methode verwenden heute noch viele - oft sehen wir Menschen nach ein, zwei Gedicht- oder Romanbänden für immer verschwinden. Wohin? Weil sie mit ein, zwei Büchern kleinen oder großen Ruhm erlangten, Professuren oder andere Stellungen bekamen - Erfolg und Ruhm erreicht, müssen sie keine Gedichte oder Romane mehr schreiben, daher verschwinden sie für immer. Deshalb hat China weder in Literatur noch Wissenschaft etwas. Aber wir wollen etwas haben, denn das nützt uns. (Lunatscharski befürwortet sogar, russische Bauernkunst zu bewahren, weil man sie herstellen und an Ausländer verkaufen kann - wirtschaftlich hilfreich. Wenn wir literarisch oder wissenschaftlich etwas hätten, das wir anderen geben könnten, würde das sogar politischen Bewegungen zur Befreiung von imperialistischer Unterdrückung helfen.) Aber kulturelle Erfolge erfordern Zähigkeit.

Schließlich denke ich, Einheitsfronten brauchen gemeinsame Ziele als notwendige Bedingung. Ich erinnere mich, gehört zu haben: "Reaktionäre haben bereits Einheitsfronten, wir sind noch nicht vereint!" Tatsächlich haben sie auch keine bewusste Einheitsfront - nur weil ihre Ziele gleich sind, handeln sie einheitlich, für uns wirkt es wie eine Einheitsfront. Dass unsere Front nicht einheitlich sein kann, beweist, dass unsere Ziele nicht übereinstimmen - entweder nur für kleine Gruppen oder tatsächlich nur für Einzelne. Wären alle Ziele bei Arbeitern und Bauern, wäre die Front natürlich vereint.

    • [Wir brauchen Kritiker]**

Nach der ungefähren Lage zu urteilen (wir bekommen hier keine verlässlichen Statistiken), sind seit letztem Jahr die Leser "revolutionärer" Romane zurückgegangen, der Verlagstrend wendet sich den Sozialwissenschaften zu. Das ist eine gute Erscheinung. Anfangs waren junge Leser von werbehaften Kritiken verzaubert und dachten, "revolutionäre" Werke zu lesen bringe Aussichten, sie selbst und die Gesellschaft könnten gerettet werden - so griffen sie wahllos zu und verschlangen alles. Vieles war aber keine Nahrung, sondern saurer Wein in neuen Schläuchen, faules Fleisch in rotem Papier - das Ergebnis: Magenjucken wie vor dem Erbrechen.

Nach dieser bitteren Lektion wandten sie sich grundlegenden, praktischen Sozialwissenschaften zu - natürlich ein berechtigter Fortschritt.

Aber größtenteils wegen Marktbedürfnissen wimmeln sozialwissenschaftliche Übersetzungen wieder massenhaft, Brauchbares und Untaugliches liegen gemischt an Buchständen, Leser, die korrekte Kenntnisse suchen, sind bereits verwirrt. Aber neue Kritiker schweigen, pseudo-kritische Strömungen nutzen die Gelegenheit für pauschale Verdammung: "Hunde und Katzen".

Hier brauchen wir nur noch einige solide, klare Kritiker, die Sozialwissenschaften und deren Literaturtheorien wirklich verstehen.

Kritiker entstehen in China schon lange - jede Literaturgruppe hat meist eine Riege literarischer Figuren: mindestens einen Dichter, einen Romancier und einen Kritiker, der die Herrlichkeit und Verdienste der eigenen Gruppe verkündet. Diese Gruppen behaupten alle, Reform anzustreben und alte Festungen anzugreifen, aber unterwegs rangeln sie unter alten Festungen miteinander, bis alle erschöpft loslassen - da es nur "Rangeln" war, gibt es keine großen Verletzungen, nur Keuchen. Beim Keuchen halten sich alle für siegreich und singen Triumphlieder. Alte Festungen brauchen gar keine Wächter - verschränkte Arme und gesenkter Kopf, diese neuen Feinde beim Selbst-aufgeführten Lustspiel zu beobachten, genügt. Sie schweigen, aber sie siegen.

Obwohl es diese zwei Jahre keine herausragenden Werke gab, sind meiner Ansicht nach gedruckte Werke wie Li Shouzhans »Die Wandernden«, Tai Jingnongs »Erdensöhne«, Ye Yongzhens erste Hälfte von »Kleine zehn Jahre«, Roushis »Februar« und »Tod der alten Zeit«, Wei Jinzhis »Autobiographie in sieben Briefen«, Liu Yimings »Nach der Arbeitslosigkeit« trotzdem ausgezeichnet. Schade, dass unser berühmter Kritiker Herr Liang Shiqiu noch mit Chen Xiying korrespondiert - darüber brauchen wir nicht zu sprechen; Herr Cheng Fangwu schwelgte in vergangener Schöpfungsgesellschafts-Herrlichkeit, verwandelte sich in "Shi Housheng" und verschwand dann meteorartig; Herr Qian Xingcun kämpft neuerdings nur in »Tukengzhe« abschnittsweise mit Kuraihara Korehito und Mao Dun. Werke außerhalb jeder Literaturgruppe werden auf diesem geschäftigen oder trägen Schlachtfeld alle "abgefertigt" oder totgeschwiegen.

Diese Wendung der Lesewelt zu Sozialwissenschaften ist eine gute, berechtigte Wende - nicht nur für andere Bereiche nützlich, auch für Literatur kann sie Fortschritt in richtige Richtung fördern. Aber bei wirrem Angebot und Spott der Zuschauer verwelkt es leicht - was jetzt zuerst nötig ist, sind wieder:

Einige solide, klare Kritiker, die Sozialwissenschaften und deren Literaturtheorien wirklich verstehen.

    • [Gute-Regierung-ismus]**

Herr Liang Shiqiu befürwortet diesmal in »Xinyues« »Verschiedenes« auch "Unzufriedenheit mit dem Status quo", meint aber: "Jetzt haben intelligente Menschen (besonders die mit 'Vorreiter'-, 'Autoritäts'-, 'Fortschritt'-Titeln) die Verantwortung, nicht nur kühl spöttisch 'Unzufriedenheit mit dem Status quo' in Glossen auszudrücken, sondern ehrlich nach positiven Heilmitteln für den 'Status quo' zu suchen."

Warum? Weil Krankheiten Medizin brauchen. "Drei-Volksprinzipien sind eine Medizin", sagt Herr Liang, "Kommunismus ist auch eine Medizin, Nationalismus ist auch eine Medizin, Anarchismus ist auch eine Medizin, Gute-Regierung-ismus ist auch eine Medizin." Wenn du nun "alle Rezepte wertlos verurteilst, alle gnadenlos verspottest... was ist das für eine Psychologie?"

Diese Psychologie verdient Tadel. Praktisch habe ich aber nie solche Glossen gesehen - dass derselbe Autor Drei-Volksprinzipler für anglo-amerikanische Freiheitsverletzer, Kommunisten für russische Rubelempfänger hielte, Nationalismus zu eng, Anarchismus zu leer fände... Herr Liangs »Verschiedenes« übertreibt die Sünden gesehener Glossen.

Tatsächlich kann jeder Mängel einer Ideologie oder daraus entstehende Missstände kritisieren, auch ohne Anhänger dieser Ideologie zu sein. Schmerzen von Unterdrückung führen zu Schreien - man muss nicht vor besseren Ideologien die Zähne zusammenbeißen. Natürlich wären bessere Vorschläge besser.

Aber Herr Liangs bescheiden ans Ende gestellten "Gute-Regierung-ismus" sollte man noch bescheidener als Ausnahme betrachten. Von Drei-Volksprinzipien bis Anarchismus - gleich welcher Temperatur - sind es doch Medizinnamen wie Gips oder Zimt (Nutzen oder Schaden nach Einnahme ist eine andere Frage). Nur diese "Medizin" "Gute-Regierung-ismus" nennt nicht Medizinnamen, sondern schreibt "Gute Medizin" und geschwätzige Arzt-Allüren. Richtig, niemand kann sagen, man solle schlechte Medizin verwenden, aber dieses Rezept lässt jeden "wertlos verurteilen" ("Lob" bedeutet "preisen", hier unpassend verwendeter Beweis für Unkenntnis des Zeichens "Lob", aber das ist Herr Liangs Originaltext, also beibehalten).

Würde dieser Arzt zornig brüllen: "Du spottest über meinen Gute-Medizin-ismus, dann gib dein Rezept!" - das wäre ein höchst lächerlicher "Status quo", der auch ohne Ideologien Glossen hervorbrächte. Glossen sind endlos, gerade weil es zu viele solche "Status quo" gibt.

(17. April 1930)

    • ["Heimatloser" "Schoßhund der Kapitalisten"]**

Weil »Tukengzhe« ihn "Schoßhund der Kapitalisten" nannte, schrieb Herr Liang Shiqiu einen Artikel namens »Ich ärgere mich nicht«. Nach der Definition auf Seite 672 der zweiten »Tukengzhe«-Ausgabe "fühle ich mich etwas wie ein Proletarier", dann definiert er "Schoßhund" als "alle Schoßhunde wollen Herrengunst erlangen und dadurch Gnade erhalten" und fragt:

"»Tukengzhe« sagt, ich sei Schoßhund der Kapitalisten - welcher Kapitalist oder alle Kapitalisten? Ich weiß noch nicht, wer mein Herr ist. Wüsste ich es, brächte ich bestimmt ein paar Zeitschriften zu meinem Herrn zum Verdienst-Zeigen, bekäme vielleicht ein paar Pfund oder Rubel Belohnung... Ich weiß nur, durch ständige Arbeit Geld zum Lebensunterhalt zu verdienen. Wie ich zu Kapitalisten-Kontoren gehen und Pfund holen, zu XX-Partei gehen und Rubel holen könnte - diese Fähigkeiten kenne ich nicht..."

Das ist ein lebensechtes Porträt des "Schoßhunds der Kapitalisten". Alle Schoßhunde gehören, obwohl vielleicht von einem Kapitalisten gefüttert, tatsächlich allen Kapitalisten - daher sind sie zu allen Reichen zahm, bellen alle Armen an. Nicht zu wissen, wer der Herr ist, ist gerade der Grund für Zahmheit gegen alle Reichen und Beweis der Zugehörigkeit zu allen Kapitalisten. Selbst ungefüttert, abgemagert, zum wilden Hund geworden, sind sie noch zahm zu allen Reichen, bellen alle Armen an - nur verstehen sie dann noch weniger, wer der Herr ist.

Da Herr Liang seine Mühsal schildert wie ein "Proletarier" (Herr Liangs frühere "Unterlegene") und nicht weiß, "wer der Herr ist", gehört er zur zweiten Kategorie - der Genauigkeit halber sollte man Worte hinzufügen: "heimatloser" "Schoßhund der Kapitalisten".

Diese Bezeichnung hat noch Mängel. Herr Liang ist schließlich gebildeter Professor, daher anders als gewöhnliche. Er redet nicht mehr über "Hat Literatur Klassencharakter?", sondern fügt in »Antwort an Herrn Lu Xun« geschickt Sätze über "Bewaffneten Schutz der Sowjetunion" an Telegrafenstangen und zerschlagene Zeitungsscheiben ein, schreibt oben "zu XX-Partei Rubel holen" - die absichtlich versteckten XX lassen sofort "kommunistisch" erraten, zeigen, dass alle, die "Literatur hat Klassencharakter" behaupten und Herrn Liang ärgern, "Sowjetunion-Schutz" oder "Rubel-Holen" betreiben. Wie Duan Qiruis Wachen Studenten erschossen, »Chenbao« aber sagte, Studenten starben für ein paar Rubel; als mein Name in der Freiheitsliste stand, schrieb »Revolutionszeitung«, ich sei von "goldfunkelnden Rubeln gekauft" - dieselbe Methode. Für Herrn Liang mag es "Kritik" sein, dem Herrn Störer zu erschnüffeln ("Bildungsverbrecher"), aber diese Beschäftigung ist noch niedriger als "Henker".

Ich erinnere mich: Zur "Kuomintang-Kommunisten-Kooperation" war Sowjetunion-Lob in Berichten und Reden sehr modisch. Jetzt ist es anders - Zeitungen berichten von eifrigen Verhaftungen wegen Schrift an Telegrafenstangen und "XX-Partei". Debattengegner als "Sowjetunion-Schützer" oder "XX-Partei" zu bezeichnen ist also zeitgemäß modisch, bringt vielleicht "etwas Herrengunst". Aber zu sagen, Herr Liang wolle "Gunst" oder "Pfund", wäre Verleumdung - das gibt es bestimmt nicht, er will nur der "literarischen Kritik" Armut abhelfen. Literaturkritisch betrachtet, muss man zu "Schoßhund" noch ein Adjektiv hinzufügen: "armselig".

(19. April 1930)

    • ["Evolution und Degeneration" - Kurze Einleitung]**

Das ist eine Sammlung nicht sehr fachlicher, allgemein lesbarer Texte aus fast hundert vom Übersetzer in zehn Jahren übersetzten Arbeiten, mit der Hoffnung auf weitere Verbreitung. Erstens um die neueste Evolutionstheorie zu zeigen, zweitens Chinas künftiges Schicksal.

Evolutionstheorie kam früh nach China, bereits mit Yan Fus Übersetzung von Huxleys »Evolution und Ethik«. Aber es blieb nur ein leerer Begriff; zur Zeit des Weltkriegs wurde es von Debattierern missverstanden, heute ist sogar der Name am Sterben. Unterdessen wandelten sich Theorien - De Vries' Mutationstheorie entstand und verfiel, Lamarcks Umwelttheorie wurde abgeschafft und wiederbelebt. Wir leben in der Natur, aber diese Naturgesetze erforschen wir kaum. Die ersten und letzten beiden Artikel argumentieren neo-lamarckistisch, geben Überblicke und füllen Lücken.

Am wichtigsten sind die letzten beiden Artikel. Wüstenwanderung nach Süden, kaum tragbare Ernährung - das sind äußerst wichtige, persönliche Probleme für Chinesen. Ohne Lösung folgt Vernichtung. Chinas schwer erforschbare Altgeschichte zu erklären, den Irrtum von Chinesen höchster Leidensfähigkeit zu widerlegen, sind nur Nebengewinne. Wälder gerodet, Gewässer ausgetrocknet - künftig wird ein Tropfen Wasser Blut gleichwertig sein. Könnten sich heutige und künftige Jugendliche daran erinnern, wäre der Lohn dieses Buches außerordentlich groß.

Aber naturwissenschaftlich sind das die Grenzen - die Antworten sind nur Wasserschutz und Aufforstung. Das scheint einfach, ist es aber nicht. Ich zitiere zwei Abschnitte von Mrs. Smedly aus »Fragmente chinesischen Landlebens« als Beweis:

"Sie (die Magd) sagte, morgen gehe sie nach Nanyuan, um Gefängniswärter zur Verwandtenfreilassung zu bewegen. Diese Person wurde mit sechzig anderen Dorfbewohnern, Männern und Frauen, vor drei Monaten verhaftet und eingesperrt, weil sie, als andere Lebensgrundlagen fehlten, Äste gehackt oder Rinde geschält hatten. Sie taten das nicht aus Störabsicht, sondern um Holz zu verkaufen und Getreide zu kaufen..."

"Nanyuan-Bewohner haben keine Ernte, kein Getreide, keine Arbeit - was nützen dann diese zwei Mu Land?... Bei geringster Störung werden Tausende zu Katastrophenopfern... Nanyuan hatte damals (bei Warlord-Kriegen) außer Bäumen nichts mehr. Sobald Dorfbewohner Bäume berührten, verhaftete und sperrte die Polizei sie ein." (»Mengya Yuekan« Heft 5, S. 177)

So vermehrt solcher Baumschutz Rindenschäler und Wurzelgräber, fördert sogar Wüstenbildung. Aber dieses Buch beschränkt sich auf Naturwissenschaft, daher nicht berücksichtigt. Nach naturwissenschaftlichen Fakten weitere Lösungsschritte anzugehen ist Aufgabe der Sozialwissenschaft.

(5. Mai 1930)

    • [Geheimnisse des Schreibens klassischer Texte und des Gutseins]**

- Nachtaufzeichnung fünf

Von letztem Jahr an eineinhalb Jahre lang war das Erstickendste und Komischste aller sogenannten Kritiken Herr Chang Yanshengs Äußerung in einer Monatszeitschrift namens »Lange Nacht«, mit gerechter Miene zu sagen, meine Werke hätten mindestens zehn Jahre Lebensdauer. Vor Jahren, als »Kuangbiao« eingestellt wurde, äußerte sich derselbe Herr Chang Yansheng etwa so: »Kuangbiao« griff Lu Xun an, jetzt wollen Buchläden nicht mehr verlegen - wer weiß (!), ob Lu Xun nicht Buchhändler beeinflusste und verfolgte? Dann pries er lautstark Nordwarlords großmütige Toleranz. Da ich etwas Gedächtnis habe, sehe ich in diesem gerechten Gesicht noch schattenhaft jenen geschmiedeten Text; dabei denke ich an Professor Chen Yuans Kritik-Methode: erst einige Vorzüge aufzählen zum Fairness-Beweis, dann viele große Anklagen - durch faire Abwägung gewonnene große Anklagen. Verdienste gegen Schuld aufgerechnet führt letztendlich zu "Bildungsverbrecher", gehört an "Edelmänner"-Fahnen zur Schau gestellt. Meine Erfahrung: Tadel schadet nicht, Lob ist furchtbar, manchmal äußerst "eilig und gefährlich". Zumal dieser Herr Chang Yansheng voller Fünf-Farben-Fahnen-Geruch - selbst wenn er meine Werke wirklich für unsterblich hielte, wäre es mir, als würde Kaiser Xuantong plötzlich drachenherzig erfreut sein und mir postum "Wentreu"-Titel gnädig gewähren. Bei allem Verdruss über das Komische bleibt nur ehrfürchtiges Hutabnehmen, respektvolle Verbeugung und allerdemütigste Dankbarkeit.

Aber in einer anderen »Lange Nacht«-Ausgabe las ich dankbar einen Artikel von Herrn Liu Dajie - diese Artikel scheinen nicht in »Chinas literarische Kontroversen« aufgenommen -, vielleicht weil der Autor, wie er sagt, mich nicht kennt und keine persönlichen Ressentiments mitschwingen. Besonders nützlich fand ich des Autors Vorschlag: Bei solcher Rundumblockade solle ich Pinsel und Feder niederlegen und vorübergehend ins Ausland; er riet mir, einige weiße Seiten in der Lebensgeschichte zu lassen sei unwichtig. Dass in nur einer Lebensgeschichte weiße Seiten oder ganz weiße oder ganz schwarze Bücher die Erde nicht sprengen würden, wusste ich längst. Der unerwartete Nutzen war: Dreißig Jahre lang etwas geahnt, aber nie klar formuliert - die Methoden des Schreibens klassischer Texte und Gutseins ergriff ich plötzlich beim Zügel.

Die Geheimformel: Um klassische Texte zu schreiben, gut zu sein, muss man alles tun, aber wie weißes Papier bleiben.

Frühere Lehrer lehrten nicht »Ma-Grammatik« oder »Schreibmethoden«, nur täglich: lesen, schreiben, lesen, schreiben; schlecht geschrieben - wieder lesen, wieder schreiben. Sie sagten nie, wo Fehler lagen, wie zu schreiben war. Eine dunkle Gasse - du musstest selbst tasten, ob durchzukommen war, alle hörten auf das Schicksal. Aber gelegentlich - wirklich "gelegentlich" und "wie von selbst" - wurden Aufsätze weniger durchgestrichen, mehr belassen und dicht umkreist. Daraufhin freute sich der Student und machte so weiter - wirklich selbst rätselhaft, nur "so weiter" -, nach Jahren korrigierte der Lehrer nicht mehr, schrieb nur "gelehrt und gewandt, nicht schweifend noch verzweigt" ans Ende. Dann galt man als "durchgekommen" - natürlich würde Hochkritiker Herr Liang Shiqiu es für unzulänglich halten, aber ich spreche allgemein üblich, also folge ich dem Brauch.

Solche Aufsätze müssen klare Absichten haben, welche Meinungen sind zweitrangig. Zum Beispiel »Wer sein Werk gut machen will, muss zuerst seine Werkzeuge schärfen« - von vorn argumentieren "untaugliche Werkzeuge machen schlechte Arbeit" geht, auch von hinten "Arbeit braucht zuerst Können, ohne Können schadet gutes Werkzeug nichts" geht. Sogar über Kaiser: "Himmlischer Kaiser heilig und hell, der Untertans Schuld todeswürdig" geht, auch "Kaiser schlecht, mit einem Hieb töten" geht, denn unser Meister Meng sagte: "Hörte von Hinrichtung des Einzeltyrannen Zhou, nie von Königsmord" - wir Heiligen-Nachfolger meinen dasselbe. Aber jedenfalls muss man von Anfang bis Ende, Schicht für Schicht argumentieren, alles klar machen: Himmlischer Kaiser heilig oder töten, oder wenn man beides nicht befürwortet, am Ende erklären: "Obwohl er tyrannische Gewalt ausübt, besteht doch Herr-Diener-Beziehung; Edelmänner übertreiben nicht, ich meine, Verbannung genügt" - so würde der Lehrer vermutlich zustimmen, denn "Mitte" ist auch alter Heiligen-Lehre.

Das war aber Ende der Qing-Zeit. In früher Qing-Zeit hätte Denunziation zur "Familienvernichtung" geführt, selbst "Verbannung" ging nicht - dann redeten sie nicht über Meng-Zi oder Kong-Zi. Jetzt ist die Revolution gerade erfolgreich, die Lage ähnelt vermutlich früher Qing-Zeit. (Unvollendet)

Das ist eine kleine Hälfte der fünften »Nachtaufzeichnung«. »Nachtaufzeichnungen« wollte ich seit 1927 schreiben - zufällige Gedanken bei Lampenschein notieren, eine Sammlung bilden. Jenes Jahr veröffentlichte ich zwei Stücke. In Shanghai, bewegt von Massaker-Grausamkeit, schrieb ich anderthalb Stücke namens »Folterung« über japanische Shogun-Christen-Kreuzigungen, russische Zaren-Revolutionärs-Quälerei. Aber bald kam der Anti-Humanismus-Sturm, ich wurde faul und schrieb nicht weiter - sogar Manuskripte verschwanden.

Vorvoriges Jahr bat Roushi, für eine Buchhandlung Zeitschriftenredakteur zu werden, und erbat lockere, nicht kopfschmerzende Artikel. Diese Nacht dachte ich wieder an »Nachtaufzeichnungen«, stellte diesen Titel. Ich wollte sagen: Chinas Schreiben und Menschsein müssen "alt-bewährt" sein, aber nicht ganze Stücke kopieren, sondern ost-west-zerren, flicken bis Nähte unsichtbar sind - das ist höchstes Glück. Alles tun wie nichts tun, Kritiker nennen es gute Texte oder gute Menschen. Gesellschaftlicher Stillstand-Grund liegt hier. Nachts nicht beendet, ging schlafen. Am nächsten Tag kam Roushi, ich zeigte Geschriebenes - er runzelte die Stirn, fand es zu geschwätzig, fürchtete Platzverschwendung. So vereinbarten wir andere kurze Übersetzung, ich ließ es liegen.

Nun, über ein Jahr nach Roushis Ermordung, fand ich zufällig dieses Manuskript in wirren Papieren - wahrhaft unermesslich traurig. Ich wollte den ganzen Text vollenden, konnte aber nicht - beim Schreiben dachte ich sofort an anderes. "Mensch und Zither beide tot" ist wohl so. Jetzt füge ich diese Hälfte als Roushi-Gedenkstück bei.

In der Nacht des 26. April 1932 aufgezeichnet.

    • [Von Taubheit zu Stummheit - Luo Wen]**

Ärzte sagen uns: Viele Stumme können keineswegs nicht sprechen - nur weil sie von klein auf taub waren, Erwachsenen-Sprache nicht hörten, nichts nachahmen konnten, dachten alle würden nur den Mund öffnen und unverständlich murmeln, so murmelten sie selbst. Daher seufzte Brandes über dänische Literatur-Schwäche: Literarisches Schaffen ist fast völlig tot. Menschliche oder gesellschaftliche Probleme können kein Interesse wecken oder außer in Nachrichten und Zeitschriften keine Debatten auslösen. Wir sehen keine starken, originalen Werke. Dazu kommt völlige Missachtung ausländischen Geisteslebens. So führt geistige "Taubheit" zu "Stummheit". (»Hauptströmungen der Literatur des 19. Jahrhunderts« Band 1, Vorwort)

Diese Worte kann man auf Chinas Literaturwelt übertragen. Diese Erscheinung ist nicht nur Unterdrückern anzulasten - Aufklärer der Vierter-Mai-Bewegung und spätere Gegner tragen beide Verantwortung. Erstere eilten zu sehr nach Erfolg, übersetzten keine wertvollen Bücher; letztere wurden absichtlich böse, schimpften Übersetzer Kuppler. Manche Jugendliche halfen mit - zeitweise galt sogar fremdsprachige Anmerkungen zu Namen als "Gelehrsamkeits-Prahlerei".

Was ist heute? Drei-Zimmer-Buchläden sind in der vierten Straße nicht wenige, aber voller dünner Heftchen - ein dickes Buch zu finden ist schwer wie Gold im Sand. Natürlich sind große, dicke Menschen noch keine Großen, viel und kompliziert ist noch nicht berühmt, zumal es "Ausschneiden-Kleben" gibt. Aber in kleinen "Was-ist-ABC"-Heften kann auch nicht alle Wissenschaft und Kunst stecken. Ein trüber Strom ist nicht so sauber und klar wie ein Glas Wasser, aber aus destilliertem Strom-Teil werden viele Gläser Reinwasser.

Durch jahrelange Luft-Geschäfte wurde die Literaturwelt öde; Textformen wurden zwar ordentlicher, aber Kampfgeist ging zurück. Literaten wurden durch Spendentitel oder Gegenlob schnell berühmt, aber durch Aufblasung wurde die Schale groß, der Inhalt noch hohler. So hielten sie diese Leere für Einsamkeit und verkündeten sie theatralisch den Lesern; Schlimmere stellten sogar Herzfäulnis als inneren Schatz dar. Prosa gilt als erfolgreich im Literaturpark, aber die diesjährigen Auswahlbände, selbst die ersten drei, geben ein "Zobel reicht nicht, Hundeschweif-Fortsetzung"-Gefühl. Mit Spreublättern Jugend zu nähren wird nie kräftig - künftige Leistungen werden noch geringer sein, wie Nietzsches "letzter Mensch".

Aber Introduktion ausländischer Strömungen, Übersetzung von Weltwerken - alle geistigen Nahrungstransport-Wege werden jetzt von Taubstumm-Machern blockiert, selbst Ausländer-Schoßhunde und Reichen-Schwiegersöhne lachen kalt mit. Sie wollen Jugend-Ohren verstopfen, sie von taub zu stumm, ausgetrocknet winzig zu "letzten Menschen" machen, bis alle nur noch Reichen-Söhne und arme Bengel-Pornographie ansehen können. Autoren und Übersetzer, die gern Erde werden, müssen kämpfen - es ist höchste Zeit: praktische geistige Nahrung um Jugendliche transportieren, jene Taubstumm-Macher in schwarze Löcher und rote Tore zurückschicken.

(29. August)

    • [Neue Herbst-Notizen (2) - Lü Xun]**

Am Abend des 30. August knallte es plötzlich überall - zuerst dachte ich, "Widerstand" beginne wieder, bald erkannte ich: Feuerwerkskörper, das beruhigte mich. Dann dachte ich: Wohl wieder irgendeine Jahreszeit?... Am nächsten Tag erfuhr ich aus Zeitungen: Gestern war Mondfinsternis, das Knallen war unsere Lands- und Fremdleute (obwohl wir alle Huangdi-Nachkommen heißen, sind Chiyou-Nachkommen bestimmt nicht ausgestorben, daher "Fremdleute"), die demonstrierten, um den Mond aus dem Himmelshund-Maul zu retten.

Tage zuvor war nachts auch lebhaft. An Straßenecken standen überall Tische mit Backwaren, Wassermelonen; auf Wassermelonen saßen Fliegen, Würmer, Mücken und ein Tisch Mönche, die murmelten: "Hui Zhu Mo Pu Mi Ya Hong! Om Ya Hong! Hong!!" Das war Seelen-Speisung, Hungerteufel-Fütterung. Zur Geisterfest-Zeit kommen hungrige und nicht-hungrige Geister aus der Unterwelt, um Shanghai zu besichtigen; gute Männer und Frauen spielten Gastgeber, ließen Mönche "Om Ya Hong" ein paar Reiskörner hinausschießen, damit alle satt äßen.

Ich bin ein gewöhnlicher Mensch, achtete nie auf Himmel und Unterwelt, aber bei solchen Gelegenheiten spüre ich die hohen und passenden Gedanken unserer irdischen Lands- und Fremdleute. Ohne anderes zu erwähnen: In nicht ganz zwei Jahren wechselten vier Provinzen und neun Inseln die Fahnen, bald noch acht Inseln. Nicht nur ist Rettung unmöglich - selbst retten-wollen ist gefährlich. (Diese Sätze wurden gedruckt als "die Umstände erlauben es nicht".) Am passendsten ist Mond-Rettung: Mag Feuerwerk himmelerschütternd knallen, Himmelshunde beißen nicht, Mond-Häuptlinge (falls vorhanden) verbieten nicht als reaktionär. Menschen-Rettung ebenso: Kriegs-, Dürre-, Heuschrecken-, Wasserkatastrophen... unzählige Katastrophenopfer. Wie können noch verschonte Kleinleute retten? Seelen-Rettung ist viel praktischer: wenig Aufwand, viel Nutzen, wie Reichen-Herren Zeremonien und Pagoden-Bau. Das heißt "ohne Fernsicht droht nahe Sorge"; "Edelmänner kümmern sich um Großes und Fernes".

Außerdem: "Auch wenn der Koch nicht kocht, überschreitet der Priester nicht Ehrenplatz und Altar, um ihn zu ersetzen" - alte Heiligen-Lehre. Staatsangelegenheiten haben Staatslenker, Kleinvolk braucht nicht zu lärmen. Aber bisherige Kaiser verachteten Kleinvolk nicht, gaben höhere Freiheit und Rechte: speziell Kosmos und Seelen retten zu dürfen. Das ist Friedens-Grundlage, von alters her bewährt, künftig vermutlich nicht abgeschafft. Letztes Jahr nach Kriegsende in Shanghai zogen japanische Truppen allmählich auf Schiffe und in Kasernen; eine Nacht knallte es auch so. Noch während "Langzeit-Widerstand" verstanden Japaner unsere Nationalessenz nicht, dachten, wieder komme irgendeine Armee zur Landbefreiung - sofort Wachen aufgestellt, Truppen ausgesandt... Wirres Durcheinander, bis klar wurde: Wir retteten den Mond, sie sahen Gespenster. "Oh oh! Naruhodo (ach so)!" Nach Erstaunen und Bewunderung kehrte Frieden zurück. Dieses Jahr keine Wachen - wohl schon von chinesischer Geisteszivilisation bekehrt.

Verbieten heutige Invasoren und Unterdrücker wie alte Tyrannen sogar Diener-Verwirrung und -Träume?...

(31. August)

    • [Männliche Evolution - Yu Ming]**

Tierpaarung als Liebe zu bezeichnen ist etwas blasphemisch. Aber Tiere haben Sexualleben - das ist unbestreitbar. Während der Brunst treffen Weibchen und Männchen zusammen, unvermeidlich gibt es "Liebkosen und Schmeicheln". Natürlich kokettieren Weibchen manchmal, laufen weg, schauen zurück, rufen, bis zur "Wohngemeinschafts-Liebe". Obwohl Tierarten vielfältig sind, ihre "Liebes"-Weisen komplex, ist eines zweifellos: Männchen haben keine besonderen Privilegien.

Menschen als Krone der Schöpfung zeigen zuerst männliche Überlegenheit. Anfangs war es so-so, aber wegen "Mutter bekannt, Vater unbekannt" "herrschten" Frauen eine Zeit - damalige Ahnenfrauen waren wohl mächtiger als spätere Klanführer. Später hatten Frauen irgendwie Pech: Hals, Hände, Füße alle in Ketten, Reifen, Ringen gefesselt - obwohl nach Jahrtausenden diese Reifen meist golden, silbern, perlen- und diamantbesetzt wurden, sind Halsketten, Armreifen, Ringe heute noch Sklavinnen-Symbole. Da Frauen Sklavinnen wurden, brauchten Männer nicht ihre Zustimmung zum "Lieben". In alten Stammeskämpfen wurden Gefangene zu Sklaven, Gefangene zu Vergewaltigungsopfern. Damals war Brunst wohl "abgeschafft", jederzeit konnten Herren Gefangene und Sklavinnen vergewaltigen. Moderne Banditen-Bösewichte behandeln Frauen nicht als Menschen - das hat wirklich Häuptlings-Samurai-Tradition.

Aber Vergewaltigungs-Fähigkeiten sind nur ein "Evolutions"-Schritt von Tieren zu Menschen, noch halbzivilisiert. Denkst du, weinende, sich windende Frauen können viel Interesse bieten? Seit Geld auftauchte, ist männliche Evolution unglaublich. Alles ist käuflich, Sexualität keine Ausnahme. Männer zahlen stinkendes Geld für das, was sie von Frauen wollen. Außerdem können sie sagen: Ich vergewaltige dich nicht, das ist freiwillig - du willst Geld, also gehorche, wir handeln fair! Sie missbrauchen sie und lassen sie "Danke, junger Herr" sagen. Können Tiere das? Daher ist Prostitution eine hohe männliche Evolutionsstufe.

Gleichzeitig ist Eltern-Vermittler-Ehe noch raffinierter als Prostitution. Unter diesem System bekommen Männer dauerhaften Lebensbesitz - wenn Bräute ins Bett gelegt werden, haben sie nur Pflichten, nicht mal Preisverhandlungs-Freiheit, geschweige Liebe. Ob du liebst oder nicht, unter Zhou-Kong-Konfuzius-Namen musst du treu bleiben, Keuschheit bewahren. Männer können sie jederzeit benutzen, sie muss Heiligen-Sitten befolgen - selbst "böse Gedanken sind Ehebruch". Verwendeten Rüden solche raffinierte, strenge Mittel gegen Hündinnen, würden diese "über Zäune springen". Menschen springen nur in Brunnen als tugendhafte, keusche, heroische Frauen. Sitten-Ehe-Evolution ist offensichtlich.

Dass Männer "wissenschaftlichste" Lehren verwenden, damit Frauen ohne Sitten freiwillig treu bleiben und Sexualität für "tierisch" halten, nicht als Liebes-Grundlage; daher "wissenschaftliche Keuschheit" erfinden - das ist natürlich zivilisierter Evolutions-Höhepunkt.

Ach, Menschen - Männer - unterscheiden sich so von Tieren!

Selbst-Anmerkung: Dieser Artikel verteidigt die Moral.

(3. September)

    • [Zustimmung und Erklärung - Yu Ming]**

Vorgesetzte müssen nicht Untergebenen-Zustimmung einholen - das ist selbstverständlich. Aber manchmal erklären Vorgesetzte Untergebenen.

Ein neuer Weltberühmter sagt: "Schon in Urzeit gab es Autorität - Menschen zwangen Tiere zum Gehorsam, zum Aufgeben freien Lebens, ohne Tier-Zustimmung einzuholen." Das ist durchdringend. Sonst hätten wir Rindfleisch zu essen, Pferde zu reiten? Menschen zu Menschen ebenso.

Japans christlicher Hauptbischof erklärte kürzlich, Japan sei biblischer Engel: "Gott will Japan verwenden, um juden-mordende Weiße zu besiegen... mit Gewalt Juden befreien, Altes Testament erfüllen." Das holt offensichtlich keine Weißen-Zustimmung ein, wie juden-mordende Weiße keine Juden-Zustimmung einholten. Japans Herren schaffen in China "nationale Schwierigkeiten" ohne chinesische Volks-Zustimmung. - Manche örtliche Notabeln bitten japanische Herren um Zustimmung zur örtlichen Ordnungs-Wahrung, das ist anders. Jedenfalls: Um frei Rindfleisch zu essen, Pferde zu reiten, muss man sich als Vorgesetzten erklären, andere als Untergebene; Menschen mit Tieren vergleichen oder sich als Engel ausgeben.

Aber hier ist "Gewalt" am wichtigsten, nicht Theorien. Weder soziologische noch christliche Theorien schaffen Autorität. Urmenschen-Autorität über Tiere entstand durch Pfeil-Erfindungen. Theorien sind nachträgliche Erklärungen. Diese Erklärungen schaffen religiöse, philosophische, wissenschaftliche, weltströmungs-mäßige Grundlagen eigener Autorität, lassen Sklaven und Vieh Welt-Gesetze begreifen und Berufungs-Träume aufgeben.

Wenn Vorgesetzte Untergebenen erklären, darfst du als Untergebener nicht missverstehen, dass Zustimmung eingeholt wird - selbst bei absoluter Ablehnung macht er weiter. Er hat seine Träume; solange Gold, Silber und Flugzeug-Kanonen in seinen Händen sind, werden seine Träume wahr; deine Träume bleiben nur Träume - werden sie wahr, sagt er, du kopierst seine animalismus-Artikel.

Angeblich ist heutiger Welttrend das Aufkommen mächtiger Regierungen, was 19. Jahrhundert-Menschen nicht träumen konnten. Italien und Deutschland nicht zu erwähnen; selbst Englands National-Regierung "gehört völlig einer konservativen Partei". "Amerikas neuer Präsident erhielt Wirtschafts-Wiederbelebungs-Macht größer als in Kriegs- und Kriegsrecht-Zeiten." Alle werden Tiere, Vorgesetzte brauchen keine Zustimmung - das ist Welttrend. Wie herrlich - wie kann man nicht nachahmen?

Aber meine Erklärung hat einen Schönheitsfehler: Chinas eigener Qin Shihuang verbrannte Bücher und begrub Gelehrte, Chinas eigener Han Yu sagte: "Volk, das nicht Reis, Getreide, Hanf, Seide für Obere liefert, wird bestraft." Das ist einheimisch - warum gegen Nationalismus ausländische Lehren und Fakten zitieren, anderen Ansehen mehren, eigenen Mut schwächen?

(3. September)

    • [Literatenbett-Herbsttraum - You Guang]**

春梦是颠颠倒倒的。“夏夜梦”呢?看沙士比亚的剧本,也还是颠颠倒倒。中国的秋梦,照例却应该“肃杀”,民国以前的死囚,就都是“秋后处决”的,这是顺天时。天教人这么着,人就不能不这么着。所谓“文人”当然也不至于例外,吃得饱饱的睡在床上,食物不能消化完,就做梦;而现在又是秋天,天就教他的梦威严起来了。


二卷三十一期(八月十二日出版)的《涛声》上,有一封自名为“林丁”先生的给编者的信,其中有一段说——



“……之争,孰是孰非,殊非外人所能详道。然而彼此摧残,则在傍观人看来,却不能不承是整个文坛的不幸。……我以为各人均应先打屁股百下,以儆效尤,余事可一概不提。……”



前两天,还有某小报上的不署名的社谈,它对于早些日子余、赵的剪窃问题之争,也非常气愤——



“……假使我一朝大权在握,我一定把这般东西捉了来,判他们罚作苦工,读书十年;中国文坛,或尚有干净之一日。”



张献忠自己要没落了,他的行动就不问“孰是孰非”,只是杀。清朝的官员,对于原被两造,不问青红皂白,各打屁股一百或五十的事,确也偶尔会有的,这是因为满洲还想要奴才,供搜刮,就是“林丁”先生的旧梦。某小报上的无名子先生可还要比较的文明,至少,它是已经知道了上海工部局“判罚”下等华人的方法的了。


但第一个问题是在怎样才能够“一朝大权在握”?文弱书生死样活气,怎么做得到权臣?先前,还可以希望招驸马,一下子就飞黄腾达,现在皇帝没有了,即使满脸涂着雪花膏,也永远遇不到公主的青睐;至多,只可以希图做一个富家的姑爷而已。而捐官的办法,又早经取消,对于“大权”,还是只能像狐狸的遇着高处的葡萄一样,仰着白鼻子看看。文坛的完整和干净,恐怕实在也到底很渺茫。


五四时候,曾经在出版界上发现了“文丐”,接着又发现了“文氓”,但这种威风凛凛的人物,却是我今年秋天在上海新发见的,无以名之,姑且称为“文官”罢。看文学史,文坛是常会有完整而干净的时候的,但谁曾见过这文坛的澄清,会和这类的“文官”们有丝毫关系的呢。


不过,梦是总可以做的,好在没有什么关系,而写出来也有趣。请安息罢,候补的少大人们!



(九月五日。)




【电影的教训                                                                                                                                                                                     孺牛  】



当我在家乡的村子里看中国旧戏的时候,是还未被教育成“读书人”的时候,小朋友大抵是农民。爱看的是翻筋斗,跳老虎,一把烟焰,现出一个妖精来;对于剧情,似乎都不大和我们有关系。大面和老生的争城夺地,小生和正旦的离合悲欢,全是他们的事,捏锄头柄人家的孩子,自己知道是决不会登坛拜将,或上京赴考的。但还记得有一出给了感动的戏,好象是叫作《斩木诚》。一个大官蒙了不白之冤,非被杀不可了,他家里有一个老家丁,面貌非常相像,便代他去“伏法”。那悲壮的动作和歌声,真打动了看客的心,使他们发见了自己的好模范。因为我的家乡的农人,农忙一过,有些是给大户去帮忙的。为要做得像,临刑时候,主母照例的必须去“抱头大哭”,然而被他踢开了,虽在此时,名分也得严守,这是忠仆,义士,好人。


但到我在上海看电影的时候,却早是成为“下等华人”的了,看楼上坐着白人和阔人,楼下排着中等和下等的“华胄”,银幕上现出白色兵们打仗,白色老爷发财,白色小姐结婚,白色英雄探险,令看客佩服,羡慕,恐怖,自己觉得做不到。但当白色英雄探险非洲时,却常有黑色的忠仆来给他开路,服役,拚命,替死,使主子安然的回家;待到他豫备第二次探险时,忠仆不可再得,便又记起了死者,脸色一沉,银幕上就现出一个他记忆上的黑色的面貌。黄脸的看客也大抵在微光中把脸色一沉:他们被感动了。


幸而国产电影也在挣扎起来,耸身一跳,上了高墙,举手一扬,掷出飞剑,不过这也和十九路军一同退出上海,现在是正在准备开映屠格纳夫的《春潮》和茅盾的《春蚕》了。当然,这是进步的。但这时候,却先来了一部竭力宣传的《瑶山艳史》。


这部片子,主题是“开化瑶民”,机键是“招驸马”,令人记起《四郎探母》以及《双阳公主追狄》这些戏本来。中国的精神文明主宰全世界的伟论,近来不大听到了,要想去开化,自然只好退到苗瑶之类的里面去,而要成这种大事业,却首先须“结亲”,黄帝子孙,也和黑人一样,不能和欧亚大国的公主结亲,所以精神文明就无法传播。这是大家可以由此明白的。



(九月七日。)




【关于翻译(上)                                                                                                                                                                             洛文  】



因为我的一篇短文,引出了穆木天先生的《从〈为翻译辩护〉谈到楼译〈二十世纪之欧洲文学〉》(九日《自由谈》所载),这在我,是很以为荣幸的,并且觉得凡所指摘,也恐怕都是实在的错误。但从那作者的案语里,我却又想起一个随便讲讲,也许并不是毫无意义的问题来了。那是这样的一段──



“在一百九十九页,有‘在这种小说之中,最近由学术院(译者:当系指著者所属的俄国共产主义学院)所选的鲁易倍尔德兰的不朽的诸作,为最优秀’。在我以为此地所谓‘Academia’者,当指法国翰林院。苏联虽称学艺发达之邦,但不会为帝国主义作家作选集罢?我不知为什么楼先生那样地滥下注解。”



究竟是那一国的 Academia呢?我不知道。自然,看作法国的翰林院,是万分近理的,但我们也不能决定苏联的大学院就“不会为帝国主义作家作选集”。倘在十年以前,是决定不会的,这不但为物力所限,也为了要保护革命的婴儿,不能将滋养的,无益的,有害的食品都漫无区别的乱放在他前面。现在却可以了,婴儿已经长大,而且强壮,聪明起来,即使将鸦片或吗啡给他看,也没有什么大危险,但不消说,一面也必须有先觉者来指示,说吸了就会上瘾,而上瘾之后,就成一个废物,或者还是社会上的害虫。


在事实上,我曾经见过苏联的 Academia 新译新印的阿剌伯的《一 千一夜》,意大利的《十日谈》,还有西班牙的《吉诃德先生》,英国的《鲁滨孙漂流记》;在报章上,则记载过在为托尔斯泰印选集,为歌德编全集──更完全的全集。倍尔德兰不但是加特力教的宣传者,而且是王朝主义的代言人,但比起十九世纪初德意志布尔乔亚的文豪歌德来,那作品也不至于更加有害。所以我想,苏联来给他出一本选集,实在是很可能的。不过在这些书籍之前,想来一定有详序,加以仔细的分析和正确的批评。


凡作者,和读者因缘愈远的,那作品就于读者愈无害。古典的,反动的,观念形态已经很不相同的作品,大抵即不能打动新的青年的心(但自然也要有正确的指示),倒反可以从中学学描写的本领,作者的努力。恰如大块的砒霜,欣赏之余,所得的是知道它杀人的力量和结晶的模样:药物学和矿物学上的知识了。可怕的倒在用有限的砒霜,和在食物中间,使青年不知不觉的吞下去,例如似是而非的所谓“革命文学”,故作激烈的所谓“唯物史观的批评”,就是这一类。这倒是应该防备的。


我是主张青年也可以看看“帝国主义者”的作品的,这就是古语的所谓“知己知彼”。青年为了要看虎狼,赤手空拳的跑到深山里去固然是呆子,但因为虎狼可怕,连用铁栅围起来了的动物园里也不敢去,却也不能不说是一位可笑的愚人。有害的文学的铁栅是什么呢?批评家就是。



(九月十一日。)



补记:这一篇没有能够刊出。


(九月十五日。)




【关于翻译(下)                                                                                                                                                                             洛文  】



但我在那《为翻译辩护》中,所希望于批评家的,实在有三点:一、指出坏的;二、奖励好的;三、倘没有,则较好的也可以。而穆木天先生所实做的是第一句。以后呢,可能有别的批评家来做其次的文章,想起来真是一个大疑问。


所以我要再来补充几句:倘连较好的也没有,则指出坏的译本之后,并且指明其中的那些地方还可以于读者有益处。


此后的译作界,恐怕是还要退步下去的。姑不论民穷财尽,即看地面和人口,四省是给日本拿去了,一大块在水淹,一大块在旱,一大块在打仗,只要略略一想,就知道读者是减少了许许多了。因为销路的少,出版界就要更投机,欺骗,而拿笔的人也因此只好更投机,欺骗。即有不愿意欺骗的人,为生计所压迫,也总不免比较的粗制滥造,增出些先前所没有的缺点来。走过租界的住宅区邻近的马路,三间门面的水果店,晶莹的玻璃窗里是鲜红的苹果,通黄的香蕉,还有不知名的热带的果物。但略站一下就知道:这地方,中国人是很少进去的,买不起。我们大抵只好到同胞摆的水果摊上去,化几文钱买一个烂苹果。


苹果一烂,比别的水果更不好吃,但是也有人买的,不过我们另外还有一种相反的脾气:首饰要“足赤”,人物要“完人”。一有缺点,有时就全部都不要了。爱人身上生几个疮,固然不至于就请律师离婚,但对于作者,作品,译品,却总归比较的严紧,萧伯纳坐了大船,不好;巴比塞不算第一个作家,也不好;译者是“大学教授,下职官员”,更不好。好的又不出来,怎么办呢?我想,还是请批评家用吃烂苹果的方法,来救一救急罢。


我们先前的批评法,是说,这苹果有烂疤了,要不得,一下子抛掉。然而买者的金钱有限,岂不是大冤枉,而况此后还要穷下去。所以,此后似乎最好还是添几句,倘不是穿心烂,就说:这苹果有着烂疤了,然而这几处没有烂,还可以吃得。这么一办,译品的好坏是明白了,而读者的损失也可以小一点。


但这一类的批评,在中国还不大有,即以《自由谈》所登的批评为例,对于《二十世纪之欧洲文学》,就是专指烂疤的;记得先前有一篇批评邹韬奋先生所编的《高尔基》的短文,除掉指出几个缺点之外,也没有别的话。前者我没有看过,说不出另外可有什么可取的地方,但后者却曾经翻过一遍,觉得除批评者所指摘的缺点之外,另有许多记载作者的勇敢的奋斗,胥吏的卑劣的阴谋,是很有益于青年作家的,但也因为有了烂疤,就被抛在筐子外面了。


所以,我又希望刻苦的批评家来做剜烂苹果的工作,这正如“拾荒”一样,是很辛苦的,但也必要,而且大家有益的。



(九月十一日)。




【新秋杂识(三)                                                                                                                                                                             旅隼  】



“秋来了!”


秋真是来了,晴的白天还好,夜里穿着洋布衫就觉得凉飕飕。报章上满是关于“秋”的大小文章:迎秋,悲秋,哀秋,责秋……等等。为了趋时,也想这么的做一点,然而总是做不出。我想,就是想要“悲秋”之类,恐怕也要福气的,实在令人羡慕得很。

Frühlingsträume sind wirr und verkehrt. Und "Sommernachtstraum"? Betrachtet man Shakespeares Drama, ist er auch wirr und verkehrt. Chinas Herbstträume sollten der Regel nach "feierlich und tödlich" sein - vor der Republik wurden alle Todeskandidaten "nach dem Herbst hingerichtet", das folgte der Himmelszeit. Der Himmel lehrte die Menschen so zu handeln, die Menschen konnten nicht anders. Sogenannte "Literaten" sind natürlich keine Ausnahme - satt gegessen im Bett liegend, wenn das Essen nicht völlig verdaut ist, träumen sie; und da es nun Herbst ist, lehrte der Himmel ihre Träume, würdevoll zu werden.

In »Taosheng« Band 2, Nummer 31 (erschienen am 12. August) steht ein Brief an den Herausgeber von einem sich "Lin Ding" nennenden Herrn, darin ein Abschnitt:

"...welcher Streit, wer recht oder unrecht hat, können Außenstehende kaum beurteilen. Aber dass sie sich gegenseitig zerstören, müssen Zuschauer als Unglück der ganzen Literaturwelt anerkennen... Ich meine, alle sollten erst hundert Schläge auf den Hintern bekommen zur Warnung, alles andere kann unerwähnt bleiben..."

Vor zwei Tagen gab es in einer kleinen Zeitung einen namenlosen Leitartikel, der auch sehr zornig über die jüngste Plagiatsdebatte zwischen Yu und Zhao war:

"...Hätte ich einst große Macht in Händen, würde ich diese Gestalten fangen und zu zehn Jahren Zwangsarbeit und Lesen verurteilen; Chinas Literaturwelt hätte vielleicht noch einen reinen Tag."

Zhang Xianzhong wollte selbst untergehen, daher fragte er bei seinen Handlungen nicht "wer recht oder unrecht hat", sondern tötete nur. Qing-Beamte schlugen ursprüngliche Kläger und Beklagte ohne Ansehen der Umstände je hundert oder fünfzig auf den Hintern - das kam gelegentlich vor, weil die Mandschu noch Sklaven zum Ausplündern wollten, das ist Herr "Lin Dings" alter Traum. Der namenlose Herr in der kleinen Zeitung war vergleichsweise zivilisiert - wenigstens kannte er schon die Methoden der Shanghaier Konzessionsbehörde, untere Chinesen zu "verurteilen".

Aber die erste Frage ist: Wie kann man "einst große Macht in Hände" bekommen? Wie können schwächliche Bücherwürmer zu Machthabern werden? Früher konnte man noch hoffen, Prinzessinnengemahl zu werden und sofort aufzusteigen - jetzt gibt es keine Kaiser mehr, selbst mit Gesicht voller Schneecreme wird man nie Prinzessinnen-Gunst finden; höchstens kann man hoffen, Schwiegersohn einer reichen Familie zu werden. Ämterkauf ist längst abgeschafft - für "große Macht" kann man nur wie der Fuchs vor hohen Trauben mit weißer Nase hochblicken. Literaturwelt-Vollständigkeit und -Reinheit sind wohl wirklich sehr nebelhaft.

Zur Vierter-Mai-Zeit entdeckte man in Verlagskreisen "Literaturbettler", dann "Literaturrowdys", aber diese majestätischen Gestalten entdeckte ich diesen Herbst neu in Shanghai - ohne Namen dafür nenne ich sie "Literaturbeamte". Betrachtet man Literaturgeschichte, hat die Literaturwelt oft vollständige und reine Zeiten, aber wer sah je, dass solche Literaturwelt-Klärung mit diesen "Literaturbeamten" zusammenhing?

Aber träumen kann man immer, schadet nichts und ist auch interessant zu schreiben. Ruht in Frieden, anwartende kleine Exzellenzen!

(5. September)

    • [Lehren des Films - Ru Niu]**

Als ich in meiner Heimat chinesische Oper sah, war ich noch nicht zum "Gebildeten" erzogen - kleine Freunde waren meist Bauern. Wir liebten Purzelbäume, Tiger-Sprünge, eine Rauchwolke, aus der ein Dämon erschien; die Handlung schien uns nicht zu betreffen. Große Masken und alte Männer kämpften um Städte und Land, junge Männer und Hauptdarstellerinnen erlebten Trennung und Wiedersehen - das war alles ihre Sache. Hackenstiel-fassende Bauernkinder wussten, dass sie nie zum General geweiht oder zur Hauptstadt zur Prüfung gehen würden. Aber ein Stück bewegte mich, hieß wohl »Zhan Mucheng hinrichten«. Ein hoher Beamter wurde unschuldig verleumdet und musste sterben - sein alter Diener sah ihm sehr ähnlich und ging für ihn zur "Hinrichtung". Diese tragischen Bewegungen und Gesänge rührten die Zuschauer und ließen sie ihr gutes Vorbild entdecken. Denn meine Heimat-Bauern halfen nach der Ernte großen Haushalten. Um echt zu wirken, musste die Herrin bei der Hinrichtung "den Kopf umarmend weinen", aber er stieß sie weg - selbst jetzt mussten Rangordnungen streng gewahrt werden, das war treuer Diener, Rechtschaffener, guter Mensch.

Als ich in Shanghai Filme sah, war ich längst "niederer Chinese" geworden - oben saßen Weiße und Reiche, unten reihten sich mittlere und niedere "chinesische Nachkommen". Auf der Leinwand kämpften weiße Soldaten, weiße Herren verdienten Geld, weiße Fräulein heirateten, weiße Helden erforschten, was Zuschauer bewundern, beneiden, fürchten ließ - sie fühlten sich unfähig. Aber wenn weiße Helden Afrika erforschten, kamen oft schwarze treue Diener, um Wege zu bahnen, zu dienen, zu kämpfen, für sie zu sterben, damit Herren sicher heimkehrten; bei der zweiten Expedition waren treue Diener unauffindbar, er erinnerte sich an die Toten, sein Gesicht verdüsterte sich, die Leinwand zeigte ein schwarzes Gesicht aus seiner Erinnerung. Gelbgesichtige Zuschauer verdüsterten meist im Dämmerlicht ihre Gesichter: Sie waren bewegt.

Glücklicherweise kämpften auch einheimische Filme - einen Sprung hoch auf die Mauer, eine Handbewegung, das fliegende Schwert geschleudert. Aber das zog sich mit der 19. Armee aus Shanghai zurück - jetzt bereitet man Turgenevs »Frühlingsflut« und Mao Duns »Seidenraupen« vor. Das ist natürlich Fortschritt. Aber dann kam zuerst ein heftig beworbener »Liebesgeschichte vom Yao-Berg«.

Dieser Film hat das Thema "Yao-Volk zivilisieren", den Kunstgriff "Prinzgemahl werben" - erinnert an »Silang besucht Mutter« und »Prinzessin Shuangyang verfolgt Di«. Chinas große Theorie von geistiger Zivilisation als Weltherrscher hört man neuerdings wenig - will man zivilisieren, muss man zu Miao, Yao und ähnlichen zurückweichen. Für solche Großtaten muss man zuerst "heiraten" - Huangdi-Nachkommen können wie Schwarze nicht mit eurasischen Großmacht-Prinzessinnen heiraten, daher kann sich geistige Zivilisation nicht verbreiten. Das kann jeder hieraus verstehen.

(7. September)

    • [Über Übersetzung (oben) - Luo Wen]**

Wegen meines kurzen Artikels entstand Herrn Mu Mutians »Von ›Zur Verteidigung der Übersetzung‹ zu Lous Übersetzung ›Europäische Literatur des 20. Jahrhunderts‹« (»Freie Diskussion« vom 9.), was mich sehr ehrt, und alle Kritikpunkte sind wohl wirkliche Fehler. Aber aus des Autors Anmerkung entstand wieder eine beiläufig zu besprechende, vielleicht nicht bedeutungslose Frage:

"Auf Seite 199 steht: 'Unter diesen Romanen sind die unsterblichen Werke von Louis Bertrand, kürzlich von der Akademie ausgewählt (Übersetzer: wohl die russische kommunistische Akademie des Autors), die vorzüglichsten.' Meiner Ansicht nach meint 'Academia' hier die französische Akademie. Die Sowjetunion mag als entwickeltes Kunst-Land gelten, aber wird kaum Sammlungen imperialistischer Autoren machen? Ich weiß nicht, warum Herr Lou so willkürlich kommentiert."

Welches Landes Academia? Ich weiß es nicht. Natürlich ist die französische Akademie sehr plausibel, aber wir können nicht entscheiden, dass Sowjet-Akademien "keine imperialistischen Autorensammlungen machen". Vor zehn Jahren bestimmt nicht - nicht nur aus materiellen Gründen, auch um das Revolutions-Baby zu schützen, konnte man nicht wahllos nährende, nutzlose, schädliche Nahrung vor es legen. Jetzt geht es - das Baby ist gewachsen, stark und klug geworden. Selbst Opium oder Morphium zu zeigen ist ungefährlich, aber natürlich müssen Aufklärer zeigen: Konsum macht süchtig, Sucht macht zum Wrack oder gesellschaftlichen Schädling.

Tatsächlich sah ich sowjetische Academia-Neuübersetzungen arabischer »Tausendundeine Nacht«, italienisches »Decamerone«, spanischen »Don Quijote«, englischen »Robinson Crusoe«; in Zeitungen las ich von Tolstoi-Auswahlen und Goethe-Gesamtausgaben - vollständigeren. Bertrand war nicht nur katholischer Propagandist, sondern Monarchie-Sprecher, aber verglichen mit dem deutschen Bourgeois-Literaten Goethe aus dem frühen 19. Jahrhundert waren seine Werke nicht schädlicher. Daher ist sowjetische Auswahl-Ausgabe sehr möglich. Aber vor diesen Büchern stehen bestimmt ausführliche Vorworte mit sorgfältiger Analyse und korrekter Kritik.

Je ferner Autoren den Lesern sind, desto unschädlicher für Leser. Klassische, reaktionäre Werke mit sehr verschiedenen Ideologien können neue Jugend meist nicht bewegen (aber natürlich braucht es korrekte Anleitung), stattdessen kann man Beschreibungskunst und Autoren-Bemühungen lernen. Wie große Arsenstücke - nach Betrachtung weiß man ihre tödliche Kraft und Kristallform: pharmakologisches und mineralogisches Wissen. Gefährlich ist begrenztes Arsen in Nahrung, das Jugendliche unbewusst schlucken - wie scheinrevolutionäre "Revolutionsliteratur", scheinkämpferische "materialistische Geschichtskritik". Das sollte man vermeiden.

Ich befürworte, dass Jugendliche auch "imperialistische" Werke lesen - das alte "sich und Feinde kennen". Jugendliche unbewaffnet zu Tigern und Wölfen in tiefe Berge zu schicken ist dumm, aber aus Tiger-Wolf-Furcht nicht mal in eisengegitterte Zoos zu gehen, ist lächerlich töricht. Was sind schädliche Literatur-Eisengitter? Kritiker.

(11. September)

Nachtrag: Dieser konnte nicht gedruckt werden.

(15. September)

    • [Über Übersetzung (unten) - Luo Wen]**

Aber in jener »Verteidigung der Übersetzung« erwartete ich von Kritikern drei Punkte: 1. Schlechtes aufzeigen; 2. Gutes fördern; 3. Wenn nichts da ist, auch Besseres. Herr Mu Mutian tat das Erste. Danach könnten andere Kritiker Weiteres tun - eine große Frage.

Daher ergänze ich: Gibt es nicht mal Besseres, dann nach Aufzeigen schlechter Übersetzungen auch zeigen, welche Stellen den Lesern noch nützen können.

Künftige Übersetzungswelt wird wohl weiter rückläufig sein. Abgesehen von Armut - betrachtet man Gebiet und Bevölkerung: Japan nahm vier Provinzen, ein großer Teil ist überflutet, ein großer Teil dürr, ein großer Teil im Krieg. Kurz überlegt - Leser sind sehr zurückgegangen. Wegen geringem Absatz wird Verlagswelt mehr spekulieren und betrügen, Schreibende müssen mehr spekulieren und betrügen. Selbst Ehrliche werden durch Existenznot zu Pfusch gedrängt, bekommen neue Mängel. Durch Konzessions-Wohngebiet-Straßen gehend: Drei-Türen-Obstläden, kristallene Schaufenster mit roten Äpfeln, gelben Bananen, unbekannten tropischen Früchten. Kurz stehend weiß man: Chinesen gehen selten hinein, können sich's nicht leisten. Wir müssen zu Landsleute-Obstständen, für wenig Geld faulen Apfel kaufen.

Faule Äpfel schmecken schlechter als anderes Obst, aber manche kaufen sie. Wir haben eine gegenteilige Eigenart: Schmuck muss "reingolden", Menschen "vollkommen" sein. Ein Mangel - manchmal will man alles nicht. Liebhaber mit Geschwüren führen nicht gleich zur Anwalts-Scheidung, aber zu Autoren, Werken, Übersetzungen ist man vergleichsweise streng: Shaw auf großem Schiff - schlecht; Barbusse nicht erstklassiger Autor - auch schlecht; Übersetzer "Universitätsprofessor, niederer Beamter" - noch schlechter. Gute kommen nicht - was tun? Ich denke, Kritiker sollten mit Faule-Äpfel-Essen-Methode helfen.

Frühere Kritik-Methode: Dieser Apfel ist fleckig, taugt nichts, sofort wegwerfen. Aber Käufer haben begrenztes Geld - große Ungerechtigkeit, außerdem wird es künftig ärmer. Daher scheint künftig am besten, Sätze hinzuzufügen: Ist es nicht kernfaul, sagen: Dieser Apfel ist fleckig, aber hier ist nicht faul, noch essbar. So sind Übersetzungs-Qualitäten klar und Leser-Verluste kleiner.

Aber solche Kritiken gibt es in China wenig. Selbst »Freie Diskussion«-Kritiken zu »Europäische Literatur des 20. Jahrhunderts« zeigen nur Faulstellen; früher kritisierte jemand Zou Taofens »Gorki« kurz, zeigte nur Mängel auf. Ersteres sah ich nicht, kann nichts zu anderen Vorzügen sagen, aber letzteres blätterte ich durch - außer kritisierten Mängeln gab es viele Schilderungen von Autoren-Mut und Beamten-Gemeinheit, sehr nützlich für junge Autoren, aber wegen Faulstellen wurde es aus dem Korb geworfen.

Daher hoffe ich, fleißige Kritiker machen Faule-Äpfel-Schneiden - wie "Schrott sammeln", sehr mühsam aber nötig und allen nützlich.

(11. September)

    • [Neue Herbst-Notizen (3) - Lü Xun]**

"Herbst kommt!"

Herbst kommt wirklich - sonnige Tage sind noch gut, nachts im Ausländer-Hemd wird es kühl. Zeitungen voller "Herbst"-Artikel: Herbst begrüßen, beklagen, betrauern, tadeln... Zeitgemäß wollte ich auch etwas machen, kann aber nicht. Ich denke, selbst "Herbst beklagen" braucht wohl Glück - sehr beneidenswert.

Ich erinnere mich: Als Kind von Eltern geliebt, war Kleinerkrankungen am interessantesten - schwere nicht, zu schmerzhaft und gefährlich. Kleinkrank, träge im Bett, etwas melancholisch und verwöhnt, leicht bitter und süß - wirklich wie Herbst-Poesie-Bereich. Ach, seit Herumirrens verlor sich Inspiration, selbst Kleinkrankheiten kommen nicht. Gelegentlich Literaten-Texte lesend über Herbstblumen-Trauermienen und schweigendes Meer - nur eigene Gefühllosigkeit spürend. Nie sah ich Herbstblumen meinetwegen trauern und plötzlich Farbe wechseln; bei Wind heult das Meer immer, egal ob ich Lärm oder Stille liebe.

Dame Bingying belehrt uns: "Chen studiert Wissenschaft, aber in diesem Moment vergaß er völlig seine Interessen, in seinem Geist war nur der Zweck, Naturschönheit voll zu genießen..." Auch ein Glück. Wissenschaft lernte ich oberflächlich, nur ein Biologie-Lehrbuch, aber die Lehren - Blüten sind Pflanzen-Geschlechtsorgane, Insekten- und Vogellaute sind Paarungsrufe - vergesse ich nicht. Gestern abend über Ödland wandelnd, Grillen unter Wildchrysanthemen hörend, schien es schöne Landschaft, Poesie sprudelte, ich machte zwei Zeilen Neue Poesie:

Unter Wildchrysanthemen-Geschlechtsorganen,

   Grille hängt Arme.

Geschrieben sieht es zwar eleganter aus als Grobian-Volkslieder, aber verglichen mit Neudichter-Poesie von "Inspiration" ist es "ärmlich". Zu wissenschaftlich, zu real - unelegant. Als alte Poesie wäre es vielleicht nicht so. Geschlechtsorgane kann man mit Yan Fuus Übersetzung "Sexorgane" nennen; "Arme hängen" verstehe ich selbst nicht, aber Shanghai-Kenner sagen, es komme von westlichen Männern und Frauen, die eingehakt gehen, erweitert zu Verführung oder Werben um Gegengeschlecht. Hängen heißt aufhängen, auch umfassen. So übersetzt sich mein Gedicht:

Unter Wildchrysanthemen-Sexorganen, Singende Grille hängt Ellbogen.

Obwohl rätselhaft, scheint es viel eleganter und besser. Menschen verstehen nicht, daher elegant und gut - noch heute Literaten-Geheimnis. Was meinen "Neudichter" Shao Xunmei und Konsorten dazu?

(14. September)

    • [Sitte - Wei Suo]**

Zeitunglesen ist nützlich, wenn auch manchmal drückend. China ist beispielsweise das Land mit den meisten Nationalschmach-Gedenktagen - an solchen Tagen müssen Zeitungen einige Berichte und Artikel bringen. Aber das wird zu wiederholt und lang, leicht einheitlich - diesmal brauchbar, nächstes Mal auch brauchbar, letztes Jahr verwendet, nächstes Jahr vielleicht noch brauchbar, solange nichts Neues kommt. Selbst bei Neuem können Texte vermutlich noch verwendet werden, weil man eh nur diese Sätze sagen kann. Wer nicht vergesslich ist, fühlt sich gedrückt, sieht keine neuen Erkenntnisse.

Aber ich lese trotzdem. Heute zufällig Pekinger Trauerfeier für Anti-Japan-Helden Deng Wen gesehen: erst Bericht, dann Reden, schließlich "Zeremonie beendet, Musik gespielt, Versammlung aufgelöst".

So bekam ich neue Erkenntnis: Alle Gedenkfeiern sind nur "Sitte".

China ist ursprünglich "Sitte-Rechtschaffenheits-Land" - über Sitten gibt es drei große Bücher, sogar ins Ausland übersetzt. Ich bewundere besonders »Yili«-Übersetzer. Herrscher dienen ist heute unwichtig; Eltern dienen braucht natürlich Pietät, aber Nachtodesverfahren gehören zu Opfersitten, jede hat Zeremonien - heutige Todestag-Verehrung, Geburtstag-Feiern. Neue Todestage kommen hinzu, alte werden schwächer - "neue Geister groß, alte klein". Unsere Gedenktage sind bei alten weniger eifrig, bei neuen Schwinden wartet man ab - wie Familien-Todestage. Jemand sagte, Chinas Staat basiert auf Familie - wahre Einsicht.

China war ursprünglich "Sitte-Nachgeben-Land" - mit Sitten kommt Nachgeben, mehr Nachgeben macht mehr Sitten. Dieser Abschnitt sei weggelassen.

Früher regierte man mit Huanglao oder Pietät. Jetzt wohl Sitte-Regierungszeit - das verstehend weiß man, Volksmassen für Gedenktag-Gleichgültigkeit zu tadeln ist falsch. »Sitten« sagen: "Sitten gelten nicht für gewöhnliche Leute"; materielle Dinge zu sparen ist falsch - sagte Konfuzius nicht: "Du liebst dein Schaf, ich liebe die Sitte!"

"Unsittliches nicht sehen, hören, sagen, tun", still warten auf anderer "viel Unrecht führt zu Selbstvernichtung" - das ist Sitte.

(20. September)

    • [Eindrücke erfragen - Tao Zhui]**

Nach der Vierter-Mai-Bewegung scheinen Chinesen eine neue Eigenart entwickelt zu haben: Bei ankommenden ausländischen Berühmtheiten oder Reichen gern nach China-Eindrücken zu fragen.

Russell kam nach China lehren - radikale Jugendliche hielten Banketts, fragten nach Eindrücken. Russell: "Ihr behandelt mich so gut - selbst Schlechtes zu sagen wäre unpassend." Radikale Jugendliche ärgerten sich über seine Ausflüchte.

Shaw reiste durch China - Shanghaier Reporter sammelten sich, fragten nach Eindrücken. Shaw: "Meine Meinungen gehen euch nichts an. Wäre ich ein Krieger und hätte hunderttausend Menschen getötet, würdet ihr meine Meinungen respektieren." Revolutionäre und Nicht-Revolutionäre ärgerten sich über seine Bissigkeit.

Diesmal kam Schwedens Prinz Carl nach Shanghai - Reporter veröffentlichten seine Eindrücke: "...überall herzlich von örtlichen Beamten und Bürgern empfangen, sehr dankbar und erfreut, die Reise-Eindrücke über eure Regierung und Bürger sind äußerst positiv und unvergesslich." Das ist sicherst - wird wohl keine Streitigkeiten hervorrufen.

Tatsächlich waren Russell und Shaw nicht ausweichend oder bissig. Gäbe es einen Ausländer, der bei Eindrucks-Fragen zurückfragt: "Welche Eindrücke haben Sie selbst von China?" - das wäre ein schwer zu schreibender Artikel.

Wir sind in China aufgewachsen - fühlen wir etwas, kann es nicht "Eindruck" heißen, aber Meinung geht. Wie aber aussprechen? Zu sagen, wir seien wie Fische im trüben Wasser, lebten verwirrt und rätselhaft, klingt nicht nach Meinung. China sehr gut zu nennen ist wohl schwer. Das ist Patrioten-Kummer über "verlorenes Volks-Selbstvertrauen" - aber es scheint wirklich verloren. Andere nach Eindrücken zu fragen ist wie Wahrsage-Stäbchen ziehen - selbst innerlich zweifelnd.

Unter uns gibt es Meinungsäußerer, aber oft sind es schwache, harmlose, die nicht "hunderttausend Menschen töteten", sich "kleine Bürger" nennen - daher "respektiert" niemand ihre Meinungen, sie sind allen "gleichgültig". Einflussreiche Große waren in Opposition vielleicht radikal, aber jetzt schweigen sie - China "behandelt mich so gut, Schlechtes zu sagen wäre unpassend". Die damaligen Russell-Banketteure aus der Xinchao-Gesellschaft, die sich über seine Antworten ärgerten, zeigen heute wirklich: Russell war kein Ausweicher, sondern prophetischer Satiriker, der zehn Jahre später Gedanken voraussagte.

Das ist mein Eindruck, eine Antwort-Nachahmung, von Ausländer-Mündern abgeschrieben.

(20. September)

    • [Religion fressen - Feng Zhiyu]**

Herr Da kritisierte in »Literatur-Orthodoxie-Traum«, weil Liu Xie träumte, Konfuzius zu folgen, dann über Literatur diskutierte, später aber Mönch wurde, seine "Beschämung alter Heiliger". Tatsächlich haben seit Süd-Nord-Dynastien alle Literaten, Gelehrten, Taoisten, Mönche meist "Charakterlosigkeit" als Besonderheit. Seit Jin haben Berühmtheiten jeder drei kleine Spielereien: 1. »Analekten« und »Pietät-Klassiker«, 2. »Laozi«, 3. »Vimalakirti-Sutra« - nicht nur als Gesprächsstoff, oft auch kommentiert. Tang hatte Drei-Religionen-Debatten, später allgemeines Scherzen; sogenannte Gelehrte schrieben Kloster-Inschriften wie nichts Besonderes. Song-Gelehrte wirkten würdevoll, stahlen aber Zen-Aufzeichnungen. Qing ist nicht lange her - wir wissen noch, dass Gelehrte an »Taishang Ganying Pian« und »Wenchang Dijun Yinzhi Wen« glaubten und Mönche zum Buße nach Hause holten.

Als Christentum nach China kam, hielten sich Christen für gläubig, aber Außenstehende nannten sie alle "Religion fressend". Diese zwei Worte zeigen wirklich Christen-"Geist", können die meisten konfuzianisch-buddhistisch-taoistischen Gläubigen einschließen, auch auf viele "Revolution fressende" alte Helden übertragen werden.

Qing-Leute nannten Achtgliedrige Essays "Türklopfer" - nach Titelerwerb war die Tür offen, der Stein nutzlos. Neuerdings gibt es Zeitschriften-"Prinzipien". »Moderne Kritik« verschwand nicht durch Unterdrückung, sondern weil Autoren aufstiegen; »Xinyue«s Kälte liegt daran, dass alte Mitglieder alle "hochkletterten", weit vom Mond entfernt. Zur Unterscheidung von "Türklopfern" nennen wir das "Himmelsleitern".

"Religion" in China war nicht anders. Revolution predigen - eine Zeit; Loyalität-Pietät predigen - wieder eine Zeit; mit Lamas Kreise drehen - wieder eine Zeit; Pagoden für Prinzipien bauen - wieder eine Zeit. In rein-fressenden Zeiten sollte ein Ziel bestimmt sein, in misch-fressenden Zeiten sind alle Religionen nicht verschieden - ein Teller ganze Ente, ein Teller Allerlei. Liu Xie ebenso - nur von "Ingwer nicht weglassen" zu Vegetarismus, Magen-Anteile blieben gleich. Als Mönch »Analekten«, »Pietät-Klassiker« oder »Laozi« zu kommentieren bleibt "natürlich und rechtmäßig".

(27. September)

    • [Tee trinken - Feng Zhiyu]**

Eine Firma war wieder billig - kaufte zwei Unzen guten Tee, je Unze zwanzig Cent. Erst eine Kanne gebrüht, aus Angst vor Erkaltung in Wattejacke gewickelt, aber beim feierlichen Trinken schmeckte es wie gewohnter Grobtee, auch sehr trüb.

Ich wusste, das war mein Fehler - guten Tee trinkt man aus Deckeltassen. Also Deckeltasse. Wirklich - nach Aufbrühen klar und süß, leicht duftend und bitter, definitiv guter Tee. Aber das braucht ruhiges Sitzen - als ich beim Schreiben von »Religion fressen« einen Schluck nahm, verschwand der gute Geschmack unbewusst, wie Grobtee.

Guten Tee haben und trinken können ist "reines Glück". Aber für dieses "Glück" braucht man erst Zeit, dann besondere trainierte Sinne. Aus dieser winzigen Erfahrung denke ich: Wäre es ein körperlich arbeitender Mann mit dürrer Kehle, würde selbst Longjing-Knospen-Tee oder Perlen-Orchideen-Mischung wohl kaum anders als warmes Wasser schmecken. Sogenannte "Herbstgedanken" sind genauso - Poeten spüren "ach, traurig ist Herbst-Atmosphäre", Wind, Regen, Sonnenschein geben Anreize, einerseits auch "reines Glück", aber alte Bauern wissen nur: Jährlich jetzt Reis schneiden.

Manche meinen, solche feine, scharfe Sinne gehören natürlich nicht Groben - das ist Oberschicht-Markenzeichen. Aber ich fürchte, dieses Markenzeichen wird bankrott gehen. Wir haben Schmerzgefühl - einerseits leiden wir, andererseits können wir uns verteidigen. Ohne es würde selbst ein Messer im Rücken unbewusst bleiben bis zum Verbluten, ohne zu wissen warum. Wird Schmerzgefühl aber zu fein und scharf, spürt man nicht nur kleine Dornen auf Kleidung, auch Nähte, Knoten, Stofffasern - ohne "nahtlose Himmelsgewänder" wäre es täglich wie Dornen am Körper, unlebbar. Aber Fein-Schärfe-Vortäuschung ist anders.

Feine, scharfe Sinne sind verglichen mit Gefühllosigkeit natürlich Fortschritt, aber nur soweit sie Lebens-Evolution helfen. Sind sie irrelevant oder hinderlich, ist das krankhafte Evolution, bald beendet. Vergleichen wir reines-Glück-genießende, Herbst-herz-tragende Elegante mit schlecht-gekleideten, grob-essenden Groben - wer lebt länger? Nach Teetrinken, Herbst betrachtend, denke ich: Guten Tee nicht zu kennen, keine Herbstgedanken zu haben ist auch gut.

(30. September)

    • [Verbot und Eigenproduktion - Ru Niu]**

Laut Zeitungen verbieten manche Orte wegen hoher Bleistift- und Füllfeder-Importe deren Gebrauch und kehren zu Pinseln zurück.

Sprechen wir nicht von Flugzeugen, Kanonen, amerikanischer Baumwolle und Weizen als Nicht-Inlandswaren, nur von Papier und Stiften.

Sprechen wir nicht von Kalligraphen und Nationalmalern, nur von wirklichen Geschäfteleuten. Für diese sind Pinsel sehr unpraktisch. Tuschstein und Tusche kann man nicht tragen, Tuschsaft nehmen - aber gibt es Inlands-Tuschsaft? Nach meiner Erfahrung ist Tuschsaft kein Dauergebrauchsmittel - nach einigen tausend Zeichen klebt der Pinsel fest. Mit Tuschstein Tusche reiben, Papier ausbreiten, Pinsel lecken - selbst bei Studenten-Vorlesungsnotizen würde die Geschwindigkeit wohl ein Drittel weniger als mit Füllfedern, sie müssten weniger kopieren oder Lehrer langsamer sprechen lassen - aller Zeit ein Drittel verschwendet.

"Praktisch" heißt nicht faul sein, sondern in derselben Zeit mehr schaffen. Das spart Zeit, macht begrenzte Leben effektiver, verlängert Leben. Alte sagten: "Nicht Menschen reiben Tusche, Tusche reibt Menschen" - beklagten Lebens-Verschwendung für Papier und Tusche. Füllfedern können diesen Mangel beheben.

Aber ihr Bestehen braucht Zeit- und Lebens-Wertschätzung. China nicht - daher keine Inlandswaren. China hat Import-Export-Bücher, aber keine Bevölkerungs-Bücher. Wieviel Kraft und Energie kosten Eltern für eines Menschen Aufzucht und Bildung? Junge Männer und Frauen verschwinden oft spurlos, niemand beachtet es. Kleine Zeit ist natürlich kein Problem - mit Pinseln herumspielen zu können ist vielleicht sogar Glück.

Wie China verwendete auch Japan lange Pinsel. Aber in Japan sind Pinsel fast verschwunden, ersetzt durch Blei- und Füllfedern, sogar Übungshefte dafür gibt es viele. Warum? Weil praktisch, zeitsparend. Fürchten sie nicht "Leckage"? Nein, sie produzieren selbst und exportieren nach China.

Wenn Ausgezeichnetes nicht inländisch ist, verbietet China es, Japan imitiert es - völlig verschiedene Länder.

(30. September)

    • [Zaubertricks anschauen - You Guang]**

Ich liebe "Zaubertricks".

Sie sind Wanderkünstler, daher überall gleiche Tricks. Zum Geldsammeln brauchen sie zwei nötige Dinge: einen schwarzen Bären, ein kleines Kind.

Der schwarze Bär ist wirklich mager gehungert, hat fast keine Kraft mehr sich zu bewegen. Natürlich darf er nicht stark werden - stark wäre er unbändig. Jetzt halbtot, trotzdem mit Eisenring durch die Nase und Seil geführt für Auftritte. Manchmal bekommt er etwas zu essen - ein kleines Stück aufgeweichter Mantou-Rinde, aber der Löffel wird hochgehalten, er muss aufstehen, Kopf strecken, Maul öffnen, lange warten bis es hinunterfällt, und der Zauberer sammelt dadurch Geld.

Diese Bären-Herkunft erwähnte niemand in China. Westliche Untersuchungen sagen: Von klein auf aus Bergen gefangen; große unbrauchbar, weil groß bedeutet wilde Natur unänderbar. Aber auch kleine brauchen "Training" - diese "Training"-Methoden sind "Schlagen" und "Hungern"; später Tod durch Misshandlung. Ich halte das für wahr - sehen wir sie noch lebend auftreten, sind sie so mager ohne Bären-Atmosphäre, manche Orte nennen sie "Hundebären" - so verachtet.

Kinder auf der Bühne leiden auch - Erwachsene treten auf ihre Bäuche oder verdrehen ihre Hände, sie zeigen sehr gequälte, schwierige, belastete Mienen, verlangen Zuschauer-Rettung. Sechs, fünf, vier, drei... und der Zauberer sammelt wieder Geld.

Er wurde natürlich trainiert - dieses Leiden ist gespielt, mit Erwachsenen abgesprochen, schadet aber dem Geldverdienen nicht.

Nachmittags Gong schlagen und anfangen, so bis abends, Ende, Zuschauer zerstreuen sich - manche zahlten, manche zahlten nie.

Bei jedem Ende gehe ich und denke: Zwei Geldverdiener-Werkzeuge - eins wird zu Tode gequält, dann werden kleine neue gesucht; eins wird groß, dann andere kleine Kinder und kleine Bären gesucht für dieselben Tricks.

Es ist wirklich einfach - kurz gedacht scheint es langweilig. Aber ich schaue trotzdem oft zu. Was soll ich sonst anschauen, meine Herren?

(1. Oktober)

    • [Doppel-Zehn-Nostalgie - Shi Pi]**

- Blick auf Herbst des 19. Jahres aus Jahr 22 der Republik

    • Einleitung**

Für routinemäßige "Doppel-Zehn"-Artikel muss man zuerst Material finden. Zwei Methoden: aus dem Kopf oder aus Büchern. Ich wählte letztere. Aber nach Durchsuchen von "Beschreibungs-Wörterbüchern" nichts darin; nach Durchwühlen von "Artikel-Methoden" auch nichts. Glücklicherweise "haben gute Menschen Himmelshilfe" - in Papierhaufen fand ich eine Rolle: Ausschnitte Shanghaier großer und kleiner Zeitungen vom 3.-10. Oktober des 19. Jahres der Republik. Exakt drei Jahre her - wofür gesammelt? Selbst vergessen. Vielleicht für heutiges Material? Bestimmt nicht unbedingt. Aber "Abfall-Nutzung" - schon gefunden, liste ich Inhalte auf. Platzsparend ohne Anzeigen-, Nachrichten-, Telegramm-Unterscheidung, auch ohne Zeitungsnamen, da solche Texte meist alle Zeitungen hatten.

Wozu anschauen? Nicht zu sagen. Muss ich antworten, dann: Wie eigene Fotos von vor drei Jahren betrachten.

    • 3. Oktober**

Jiangwan-Pferderennen. Chinesisches Rotes Kreuz sammelt für Hunan, Liaoning und andere Provinzen. Zentralarmee erobert Chenliu. Liaoning gründet Vize-Oberkommando. Banditen schlachten Li-County ab. Sechsjähriges Mädchen schwanger. Xin Bosen schwer verletzt. Wang Jingwei erreicht Taiyuan. Lu Xingbang verhandelt Kapitulation. Zusätzliche Truppen nach Jiangxi gegen Kommunisten. Zoll-Abschaffung bis Januar verlängert. Mexiko weist Chinesen aus, 56 kehren zurück. Mussolini fördert Kunst. Tan Yankai-Anekdoten. Krieger-Gesellschaft wirbt für Mitglieder.

    • 4. Oktober**

Qitian-Theater eröffnet innovative »Westliche Reise«-Verbesserung zum Mondfest. Fortschrittliche, nationalistische, einzige Literaturzeitschrift »Vorhut-Monatsschrift« Erstausgabe zum Doppel-Zehn-Fest. Luftwaffe bombardiert wieder Yong. Banditenbekämpfungs-Geschichten.

    • 5. Oktober**

Vorsitzender Jiang bittet Regierung um Amnestie für politische Gefangene. Cheng Yanqius Bühnen-Erfolg. Weileguans Kaution.

    • 6. Oktober**

Fan Diwens Vortrag-Notizen. Hier bitte andächtig "Namo Amituofo" rezitieren... Alle irrten - Mondfest ist am 6. dieses Monats. Zhao Daiwens Vermögens-Beschlagnahme. Hubei-Partei gratuliert zu Xu- und Bian-Rückeroberung. Verbot privaten Missbrauchs von Partei-Staatsflaggen.

    • 7. Oktober**

Regierungs-Sauberkeits-Bewegung unterstützen. Tianjin-Pukou-Linie wird durchgehend fahren. Beijing-Tianjin-Parteibüros werden wieder eröffnet. Französisches Rad erschlägt Hafenarbeiter. Wang Shizhens Beerdigung. Feng- und Yan-Truppen völlig aufgelöst. Hubei Laifeng-Mais trägt doppelte Ähren. Unschuldsgeist rächt sich, Verlobter fordert Leben. Geist schlägt Menschenrücken.

    • 8. Oktober**

Fujian-Krieg tobt weiter. 8. Armee blockiert Liuzhou-Verkehr. Andersons Archäologie-Team kehrt aus Mongolei nach Beijing zurück. Inlandswaren-Mode-Ausstellung. Südostasien-erschütternder Xiao Xinan-Fall. Schulen sollten Chinesisch betonen. Zhengzhou-Flugzeug-Raub-Rückblick. Tan-Residenz Trauerspruch-Auswahl. Wang Jingwei plötzlich verschwunden.

    • 9. Oktober**

Nordwest-Armee aufgelöst. Außenministerium veröffentlicht britischen Boxer-Entschädigungs-Rückgabe-Briefwechsel. Hauptstadt-Garnison erschießt Verbrecher. Xin Bosen leichte Besserung. Inlandswaren-Mode-Ausstellung. Shanghais beispielloser Tanz-Unterhaltungs-Ball.

    • 10. Oktober**

Ganzes Land jubelt bei Doppel-Zehn-Feier. Verrat niedergeschlagen, ganzes Land feiert Nationalfeiertag, Vorsitzender Jiang kehrte gestern triumphierend für Zeremonie zurück. Tianjin-Pukou-Bahn fährt vorerst noch abschnittsweise. Hauptstadt erschießt neun kommunistische Verbrecher. Lindai von Banditen geplündert. Laochenweis Banditen-Katastrophe grausam. Seeräuber stören Fengli. Cheng Yanqiu feiert Nationalfeiertag. Jiang Lixia vergisst Doppel-Zehn nicht. Nanchang verbietet Barfußgehen. Verwundete Soldaten beschimpfen Sun Zuji. Dieses Jahr Doppel-Zehn erfreulich und gratulierenswert, mehr als früher.

    • Schluss**

Ich sage auch: "Dieses Jahr Doppel-Zehn erfreulich und gratulierenswert, mehr als früher."

(1. Oktober)

Nachtrag: Dieser konnte nicht gedruckt werden, wohl von jemandem weggenommen - bei Doppel-Zehn-Feiern ist "Gegenwart beklagen" schwer, "Nostalgie" auch nicht leicht.

(13. Oktober)

    • ["Dritter-Dritter"-Erinnerung - Feng Zhiyu]**

- 1933 erinnernd an Ende der Guangxu-Zeit

Ich will einige vergangene Menschen loben - das ist wohl keine "Knochen-Vernarrtheit".

Sogenannte vergangene Menschen meint Guangxu-Ende "Neue Partei", Republik-Anfang "alte Neue Partei". Nach 1894-Niederlage erwachten sie, wollten "Reform" - selbst 30-40-jährige Mittelalte lasen »Rechnen-Gespräche«, »Chemie-Spiegel«; lernten Englisch, Japanisch, steife Zunge, seltsame Laute rezitierend, ohne Scham - um "westliche Bücher" zu lesen, westliche Bücher für Chinas "Reichtum und Stärke". Heutige Antiquariate haben noch »Reichtum-Stärke-Buchreihen« wie gegenwärtige "Beschreibungs-Wörterbücher" und "Grund-Englisch" - damalige Zeiterscheinungen. Selbst Achtgliedriger-Essay-Zhang Zhidong ließ Miao Quansun für »Bücherlisten-Antworten« energisch Übersetzungen hinzufügen - so heftig war Reform-Trend.

Jetzt aber anderes Phänomen. Manche neue Jugendliche, Umstände völlig gegenteilig zu "alter Neuer Partei" - nie Achtgliedriges Gift berührt, Schulbildung, keine Nationalstudien-Experten, aber: lernen Siegelschrift, füllen Ci-Gedichte, empfehlen »Zhuangzi«, »Wenxuan«, selbstgeschnitzte Briefumschlag-Druckplatten, Neue Poesie in Quadraten - außer Neue-Poesie-Vorliebe wie Guangxu-Anfang-Elegante, nur ohne Zöpfe und gelegentlich Westkleidung.

Neuerdings oft gesagt: "Alte Flaschen können keinen neuen Wein fassen." Das ist falsch. Alte Flaschen können neuen Wein, neue Flaschen alten Wein fassen - zum Beweis tausche man Wujiaopi und Brandy aus: Wujiaopi in Brandy-Flasche bleibt Wujiaopi. Dieses einfache Experiment zeigt nicht nur, dass "Fünf-Wechsel-Melodie" und "Zehn-Sammlung-Zeichen"-Formen neuen Inhalt aufnehmen können, sondern beweist: In neuen Jugendlichen-Hüllen können "Tongcheng-Irrlehre" oder "Auswahl-Dämonen" lauern.

"Alte Neue Partei"-Einsichten waren oberflächlich, aber sie hatten ein Ziel: Reichtum-Stärke. Daher entschieden, praktisch; Fremdsprachen-Lernen war seltsam-lautend, aber hatte ein Ziel: Reichtum-Stärke-Methoden suchen. Daher ernst, leidenschaftlich. Als Anti-Mandschu-Lehren sich ausbreiteten, wurden viele Revolutionäre - immer noch für Chinas Reichtum-Stärke, meinend dies müsse mit Anti-Mandschu beginnen.

Anti-Mandschu war lange erfolgreich, Vierter-Mai lange vorbei - nun Siegelschrift, Ci, »Zhuangzi«, »Wenxuan«, alte Briefumschläge, quadratische Neue Poesie. Wir haben neue Bestrebungen: mit "alter Eleganz" zwischen Himmel und Erde bestehen. Gelänge wirkliches Bestehen, ergänzte das "Existenzkampf" um neues Beispiel.

(1. Oktober)

    • ["Nach Erinnerung" (oben) - Feng Zhiyu]**

Wieder unvorsichtig etwas erinnert, brachte Herrn Shi Zheshengs »›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹« hervor - er meint, meine Worte seien für ihn gedacht, hofft aber, sie seien nicht für ihn gedacht.

Einige Erklärungen: Jene »Erinnerung« war nicht für Herrn Shi geschrieben, aber Herr Shi kann darin sein.

Wären sie speziell gegen Einzelpersonen gerichtet, sollte man nach heutigem modernem Beispiel Gegners Herkunft, Bildung, Aussehen, sogar Heimat-Erzeugnisse und Vaters Geschäft untersuchen und anspielen - das wäre angemessen. In meinem Stück ist davon nichts. Das Gemeinte ist eine große Schar von Nachkommen-Gruppen-Atmosphäre, nicht bestimmte Personen; aber da es eine Gruppe meint, werden natürlich nicht wenige getroffen - wenn nicht ganz, dann Gliedmaßen, wenn nicht permanent zu dieser Truppe gehörig, so doch zeitweise. Herr Shi sagte selbst, er empfahl Jugendlichen »Zhuangzi« und »Wenxuan« "als literarische Bildungshilfe" - natürlich verwandt mit meiner Kritik, aber zu meinen, der Artikel sei für ihn geschrieben, ist wirklich "überempfindlich" - das meinte ich nicht.

Aber das war vor Herrn Shis Meinungsäußerung - jetzt ist selbst diese "Verwandtschaft" etwas entfernter, denn meine Kritik galt vergleichsweise verstockten Nachkommen-Gruppen mit noch höheren Standards.

记得幼小时,有父母爱护着我的时候,最有趣的是生点小毛病,大病却生不得,既痛苦,又危险的。生了小病,懒懒的躺在床上,有些悲凉,又有些娇气,小苦而微甜,实在好象秋的诗境。呜呼哀哉,自从流落江湖以来,灵感卷逃,连小病也不生了。偶然看看文学家的名文,说是秋花为之惨容,大海为之沉默云云,只是愈加感到自己的麻木。我就从来没有见过秋花为了我在悲哀,忽然变了颜色;只要有风,大海是总在呼啸的,不管我爱闹还是爱静。


冰莹女士的佳作告诉我们:“晨是学科学的,但在这一刹那,完全忘掉了他的志趣,存在他脑海中的只有一个尽量地享受自然美景的目的。……”这也是一种福气。科学我学的很浅,只读过一本生物学教科书,但是,它那些教训,花是植物的生殖机关呀,虫鸣鸟啭,是在求偶呀之类,就完全忘不掉了。昨夜闲逛荒场,听到蟋蟀在野菊花下鸣叫,觉得好象是美景,诗兴勃发,就做了两句新诗——



野菊的生殖器下面,


  蟋蟀在吊膀子。



写出来一看,虽然比粗人们所唱的俚歌要高雅一些,而对于新诗人的由“烟士披离纯”而来的诗,还是“相形见绌”。写得太科学,太真实,就不雅了,如果改作旧诗,也许不至于这样。生殖机关,用严又陵先生译法,可以谓之“性官”;“吊膀子”呢,我自己就不懂那语源,但据老于上海者说,这是因西洋人的男女挽臂同行而来的,引伸为诱惑或追求异性的意思。吊者,挂也,亦即相挟持。那么,我的诗就译出来了——



野菊性官下,


鸣蛩在悬肘。



虽然很有些费解,但似乎也雅得多,也就是好得多。人们不懂,所以雅,也就是所以好,现在也还是一个做文豪的秘诀呀。质之“新诗人”邵洵美先生之流,不知以为何如?



(九月十四日。)




【礼                                                                                                                                                                                                      苇索  】



看报,是有益的,虽然有时也沉闷。例如罢,中国是世界上国耻纪念最多的国家,到这一天,报上照例得有几块记载,几篇文章。但这事真也闹得太重叠,太长久了,就很容易千篇一律,这一回可用,下一回也可用,去年用过了,明年也许还可用,只要没有新事情。即使有了,成文恐怕也仍然可以用,因为反正总只能说这几句话。所以倘不是健忘的人,就会觉得沉闷,看不出新的启示来。


然而我还是看。今天偶然看见北京追悼抗日英雄邓文的记事,首先是报告,其次是演讲,最末,是“礼成,奏乐散会”。


我于是得了新的启示:凡纪念,《礼》而已矣。


中国原是“礼义之邦”,关于礼的书,就有三大部,连在外国也译出了,我真特别佩服《仪礼》的翻译者。事君,现在可以不谈了;事亲,当然要尽孝,但殁后的办法,则已归入祭礼中,各有仪,就是现在的拜忌日,做阴寿之类。新的忌日添出来,旧的忌日就淡一点,“新鬼大,故鬼小”也。我们的纪念日也是对于旧的几个比较的不起劲,而新的几个之归于淡漠,则只好以俟将来,和人家的拜忌辰是一样的。有人说,中国的国家以家族为基础,真是有识见。


中国又原是“礼让为国”的,既有礼,就必能让,而愈能让,礼也就愈繁了。总之,这一节不说也罢。


古时候,或以黄老治天下,或以孝治天下。现在呢,恐怕是入于以礼治天下的时期了,明乎此,就知道责备民众的对于纪念日的淡漠是错的,《礼》曰:“礼不下庶人”;舍不得物质上的什么东西也是错的,孔子不云乎,“赐也尔爱其羊,我爱其礼!”


“非礼勿视,非礼勿听,非礼勿言,非礼勿动”,静静的等着别人的“多行不义,必自毙”,礼也。



(九月二十日。)




【打听印象                                                                                                                                                                                           桃椎  】



五四运动以后,好象中国人就发生了一种新脾气,是:倘有外国的名人或阔人新到,就喜欢打听他对于中国的印象。


罗素到中国讲学,急进的青年们开会欢宴,打听印象。罗素道:“你们待我这么好,就是要说坏话,也不好说了。”急进的青年愤愤然,以为他滑头。


萧伯纳周游过中国,上海的记者群集访问,又打听印象。萧道:“我有什么意见,与你们都不相干。假如我是个武人,杀死个十万条人命,你们才会尊重我的意见。”革命家和非革命家都愤愤然,以为他刻薄。


这回是瑞典的卡尔亲王到上海了,记者先生也发表了他的印象:“……足迹所经,均蒙当地官民殷勤招待,感激之余,异常愉快,今次游览观感所得,对于贵国政府及国民,有极度良好之印象,而永远不能磨灭者也。”这最稳妥,我想,是不至于招出什么是非来的。


其实是,罗萧两位,也还不算滑头和刻薄的,假如有这么一个外国人,遇见有人问他印象时,他先反问道:“你先生对于自己中国的印象怎么样?”那可真是一篇难以下笔的文章。


我们是生长在中国的,倘有所感,自然不能算“印象”;但意见也好;而意见又怎么说呢?说我们像浑水里的鱼,活得胡里胡涂,莫名其妙罢,不像意见。说中国好得很罢,恐怕也难。这就是爱国者所悲痛的所谓“失掉了国民的自信”,然而实在也好象失掉了,向各人打听印象,就恰如求签问卜,自己心里先自狐疑着了的缘故。


我们里面,发表意见的固然也有的,但常见的是无拳无勇,未曾“杀死十万条人命”,倒是自称“小百姓”的人,所以那意见也无人“尊重”,也就是和大家“不相干”。至于有位有势的大人物,则在野时候,也许是很急进的罢,但现在呢,一声不响,中国“待我这么好,就是要说坏话,也不好说了”。看当时欢宴罗素,而愤愤于他那答话的由新潮社而发迹的诸公的现在,实在令人觉得罗素并非滑头,倒是一个先知的讽刺家,将十年后的心思豫先说去了。


这是我的印象,也算一篇拟答案,是从外国人的嘴上抄来的。



(九月二十日。)




【吃教                                                                                                                                                                                               丰之余  】



达一先生在《文统之梦》里,因刘勰自谓梦随孔子,乃始论文,而后来做了和尚,遂讥其“贻羞往圣”。其实是中国自南北朝以来,凡有文人学士,道士和尚,大抵以“无特操”为特色的。晋以来的名流,每一个人总有三种小玩意,一是《论语》和《孝经》,二是《老子》,三是《维摩诘经》,不但采作谈资,并且常常做一点注解。唐有三教辩论,后来变成大家打诨;所谓名儒,做几篇伽蓝碑文也不算什么大事。宋儒道貌岸然,而窃取禅师的语录。清呢,去今不远,我们还可以知道儒者的相信《太上感应篇》和《文昌帝君阴骘文》,并且会请和尚到家里来拜忏。


耶稣教传入中国,教徒自以为信教,而教外的小百姓却都叫他们是“吃教”的。这两个字,真是提出了教徒的“精神”,也可以包括大多数的儒释道教之流的信者,也可以移用于许多“吃革命饭”的老英雄。


清朝人称八股文为“敲门砖”,因为得到功名,就如打开了门,砖即无用。近年则有杂志上的所谓“主张”。《现代评论》之出盘,不是为了迫压,倒因为这派作者的飞腾;《新月》的冷落,是老社员都“爬”了上去,和月亮距离远起来了。这种东西,我们为要和“敲门砖”区别,称之为“上天梯”罢。


“教”之在中国,何尝不如此。讲革命,彼一时也;讲忠孝,又一时也;跟大拉嘛打圈子,又一时也;造塔藏主义,又一时也。有宜于专吃的时代,则指归应定于一尊,有宜合吃的时代,则诸教亦本非异致,不过一碟是全鸭,一碟是杂拌儿而已。刘勰亦然,盖仅由“不撤姜食”一变而为吃斋,于胃脏里的分量原无差别,何况以和尚而注《论语》《孝经》或《老子》,也还是不失为一种“天经地义”呢?



(九月二十七日。)




【喝茶                                                                                                                                                                                               丰之余  】



某公司又在廉价了,去买了二两好茶叶,每两洋二角。开首泡了一壶,怕它冷得快,用棉袄包起来,却不料郑重其事的来喝的时候,味道竟和我一向喝着的粗茶差不多,颜色也很重浊。


我知道这是自己错误了,喝好茶,是要用盖碗的,于是用盖碗。果然,泡了之后,色清而味甘,微香而小苦,确是好茶叶。但这是须在静坐无为的时候的,当我正写着《吃教》的中途,拉来一喝,那好味道竟又不知不觉的滑过去,像喝着粗茶一样了。


有好茶喝,会喝好茶,是一种“清福”。不过要享这“清福”,首先就须有工夫,其次是练习出来的特别的感觉。由这一极琐屑的经验,我想,假使是一个使用筋力的工人,在喉干欲裂的时候,那么,即使给他龙井芽茶,珠兰窨片,恐怕他喝起来也未必觉得和热水有什么大区别罢。所谓“秋思”,其实也是这样的,骚人墨客,会觉得什么“悲哉秋之为气也”,风雨阴晴,都给他一种刺戟,一方面也就是一种“清福”,但在老农,却只知道每年的此际,就要割稻而已。


于是有人以为这种细腻锐敏的感觉,当然不属于粗人,这是上等人的牌号。然而我恐怕也正是这牌号就要倒闭的先声。我们有痛觉,一方面是使我们受苦的,而一方面也使我们能够自卫。假如没有,则即使背上被人刺了一尖刀,也将茫无知觉,直到血尽倒地,自己还不明白为什么倒地。但这痛觉如果细腻锐敏起来呢,则不但衣服上有一根小刺就觉得,连衣服上的接缝,线结,布毛都要觉得,倘不穿“无缝天衣”,他便要终日如芒刺在身,活不下去了。但假装锐敏的,自然不在此例。


感觉的细腻和锐敏,较之麻木,那当然算是进步的,然而以有助于生命的进化为限。如果不相干,甚而至于有碍,那就是进化中的病态,不久就要收梢。我们试将享清福,抱秋心的雅人,和破衣粗食的粗人一比较,就明白究竟是谁活得下去。喝过茶,望着秋天,我于是想:不识好茶,没有秋思,倒也罢了。



(九月三十日。)




【禁用和自造                                                                                                                                                                               孺牛  】



据报上说,因为铅笔和墨水笔进口之多,有些地方已在禁用,改用毛笔了。


我们且不说飞机大炮,美棉美麦,都非国货之类的迂谈,单来说纸笔。

Frühlingsträume sind wirr und verkehrt. Und "Sommernachtstraum"? Betrachtet man Shakespeares Drama, ist er auch wirr und verkehrt. Chinas Herbstträume sollten der Regel nach "feierlich und tödlich" sein - vor der Republik wurden alle Todeskandidaten "nach dem Herbst hingerichtet", das folgte der Himmelszeit. Der Himmel lehrte die Menschen so zu handeln, die Menschen konnten nicht anders. Sogenannte "Literaten" sind natürlich keine Ausnahme - satt gegessen im Bett liegend, wenn das Essen nicht völlig verdaut ist, träumen sie; und da es nun Herbst ist, lehrte der Himmel ihre Träume, würdevoll zu werden.

In »Taosheng« Band 2, Nummer 31 (erschienen am 12. August) steht ein Brief an den Herausgeber von einem sich "Lin Ding" nennenden Herrn, darin ein Abschnitt:

"...welcher Streit, wer recht oder unrecht hat, können Außenstehende kaum beurteilen. Aber dass sie sich gegenseitig zerstören, müssen Zuschauer als Unglück der ganzen Literaturwelt anerkennen... Ich meine, alle sollten erst hundert Schläge auf den Hintern bekommen zur Warnung, alles andere kann unerwähnt bleiben..."

Vor zwei Tagen gab es in einer kleinen Zeitung einen namenlosen Leitartikel, der auch sehr zornig über die jüngste Plagiatsdebatte zwischen Yu und Zhao war:

"...Hätte ich einst große Macht in Händen, würde ich diese Gestalten fangen und zu zehn Jahren Zwangsarbeit und Lesen verurteilen; Chinas Literaturwelt hätte vielleicht noch einen reinen Tag."

Zhang Xianzhong wollte selbst untergehen, daher fragte er bei seinen Handlungen nicht "wer recht oder unrecht hat", sondern tötete nur. Qing-Beamte schlugen ursprüngliche Kläger und Beklagte ohne Ansehen der Umstände je hundert oder fünfzig auf den Hintern - das kam gelegentlich vor, weil die Mandschu noch Sklaven zum Ausplündern wollten, das ist Herr "Lin Dings" alter Traum. Der namenlose Herr in der kleinen Zeitung war vergleichsweise zivilisiert - wenigstens kannte er schon die Methoden der Shanghaier Konzessionsbehörde, untere Chinesen zu "verurteilen".

Aber die erste Frage ist: Wie kann man "einst große Macht in Hände" bekommen? Wie können schwächliche Bücherwürmer zu Machthabern werden? Früher konnte man noch hoffen, Prinzessinnengemahl zu werden und sofort aufzusteigen - jetzt gibt es keine Kaiser mehr, selbst mit Gesicht voller Schneecreme wird man nie Prinzessinnen-Gunst finden; höchstens kann man hoffen, Schwiegersohn einer reichen Familie zu werden. Ämterkauf ist längst abgeschafft - für "große Macht" kann man nur wie der Fuchs vor hohen Trauben mit weißer Nase hochblicken. Literaturwelt-Vollständigkeit und -Reinheit sind wohl wirklich sehr nebelhaft.

Zur Vierter-Mai-Zeit entdeckte man in Verlagskreisen "Literaturbettler", dann "Literaturrowdys", aber diese majestätischen Gestalten entdeckte ich diesen Herbst neu in Shanghai - ohne Namen dafür nenne ich sie "Literaturbeamte". Betrachtet man Literaturgeschichte, hat die Literaturwelt oft vollständige und reine Zeiten, aber wer sah je, dass solche Literaturwelt-Klärung mit diesen "Literaturbeamten" zusammenhing?

Aber träumen kann man immer, schadet nichts und ist auch interessant zu schreiben. Ruht in Frieden, anwartende kleine Exzellenzen!

(5. September)

    • [Lehren des Films - Ru Niu]**

Als ich in meiner Heimat chinesische Oper sah, war ich noch nicht zum "Gebildeten" erzogen - kleine Freunde waren meist Bauern. Wir liebten Purzelbäume, Tiger-Sprünge, eine Rauchwolke, aus der ein Dämon erschien; die Handlung schien uns nicht zu betreffen. Große Masken und alte Männer kämpften um Städte und Land, junge Männer und Hauptdarstellerinnen erlebten Trennung und Wiedersehen - das war alles ihre Sache. Hackenstiel-fassende Bauernkinder wussten, dass sie nie zum General geweiht oder zur Hauptstadt zur Prüfung gehen würden. Aber ein Stück bewegte mich, hieß wohl »Zhan Mucheng hinrichten«. Ein hoher Beamter wurde unschuldig verleumdet und musste sterben - sein alter Diener sah ihm sehr ähnlich und ging für ihn zur "Hinrichtung". Diese tragischen Bewegungen und Gesänge rührten die Zuschauer und ließen sie ihr gutes Vorbild entdecken. Denn meine Heimat-Bauern halfen nach der Ernte großen Haushalten. Um echt zu wirken, musste die Herrin bei der Hinrichtung "den Kopf umarmend weinen", aber er stieß sie weg - selbst jetzt mussten Rangordnungen streng gewahrt werden, das war treuer Diener, Rechtschaffener, guter Mensch.

Als ich in Shanghai Filme sah, war ich längst "niederer Chinese" geworden - oben saßen Weiße und Reiche, unten reihten sich mittlere und niedere "chinesische Nachkommen". Auf der Leinwand kämpften weiße Soldaten, weiße Herren verdienten Geld, weiße Fräulein heirateten, weiße Helden erforschten, was Zuschauer bewundern, beneiden, fürchten ließ - sie fühlten sich unfähig. Aber wenn weiße Helden Afrika erforschten, kamen oft schwarze treue Diener, um Wege zu bahnen, zu dienen, zu kämpfen, für sie zu sterben, damit Herren sicher heimkehrten; bei der zweiten Expedition waren treue Diener unauffindbar, er erinnerte sich an die Toten, sein Gesicht verdüsterte sich, die Leinwand zeigte ein schwarzes Gesicht aus seiner Erinnerung. Gelbgesichtige Zuschauer verdüsterten meist im Dämmerlicht ihre Gesichter: Sie waren bewegt.

Glücklicherweise kämpften auch einheimische Filme - einen Sprung hoch auf die Mauer, eine Handbewegung, das fliegende Schwert geschleudert. Aber das zog sich mit der 19. Armee aus Shanghai zurück - jetzt bereitet man Turgenevs »Frühlingsflut« und Mao Duns »Seidenraupen« vor. Das ist natürlich Fortschritt. Aber dann kam zuerst ein heftig beworbener »Liebesgeschichte vom Yao-Berg«.

Dieser Film hat das Thema "Yao-Volk zivilisieren", den Kunstgriff "Prinzgemahl werben" - erinnert an »Silang besucht Mutter« und »Prinzessin Shuangyang verfolgt Di«. Chinas große Theorie von geistiger Zivilisation als Weltherrscher hört man neuerdings wenig - will man zivilisieren, muss man zu Miao, Yao und ähnlichen zurückweichen. Für solche Großtaten muss man zuerst "heiraten" - Huangdi-Nachkommen können wie Schwarze nicht mit eurasischen Großmacht-Prinzessinnen heiraten, daher kann sich geistige Zivilisation nicht verbreiten. Das kann jeder hieraus verstehen.

(7. September)

    • [Über Übersetzung (oben) - Luo Wen]**

Wegen meines kurzen Artikels entstand Herrn Mu Mutians »Von ›Zur Verteidigung der Übersetzung‹ zu Lous Übersetzung ›Europäische Literatur des 20. Jahrhunderts‹« (»Freie Diskussion« vom 9.), was mich sehr ehrt, und alle Kritikpunkte sind wohl wirkliche Fehler. Aber aus des Autors Anmerkung entstand wieder eine beiläufig zu besprechende, vielleicht nicht bedeutungslose Frage:

"Auf Seite 199 steht: 'Unter diesen Romanen sind die unsterblichen Werke von Louis Bertrand, kürzlich von der Akademie ausgewählt (Übersetzer: wohl die russische kommunistische Akademie des Autors), die vorzüglichsten.' Meiner Ansicht nach meint 'Academia' hier die französische Akademie. Die Sowjetunion mag als entwickeltes Kunst-Land gelten, aber wird kaum Sammlungen imperialistischer Autoren machen? Ich weiß nicht, warum Herr Lou so willkürlich kommentiert."

Welches Landes Academia? Ich weiß es nicht. Natürlich ist die französische Akademie sehr plausibel, aber wir können nicht entscheiden, dass Sowjet-Akademien "keine imperialistischen Autorensammlungen machen". Vor zehn Jahren bestimmt nicht - nicht nur aus materiellen Gründen, auch um das Revolutions-Baby zu schützen, konnte man nicht wahllos nährende, nutzlose, schädliche Nahrung vor es legen. Jetzt geht es - das Baby ist gewachsen, stark und klug geworden. Selbst Opium oder Morphium zu zeigen ist ungefährlich, aber natürlich müssen Aufklärer zeigen: Konsum macht süchtig, Sucht macht zum Wrack oder gesellschaftlichen Schädling.

Tatsächlich sah ich sowjetische Academia-Neuübersetzungen arabischer »Tausendundeine Nacht«, italienisches »Decamerone«, spanischen »Don Quijote«, englischen »Robinson Crusoe«; in Zeitungen las ich von Tolstoi-Auswahlen und Goethe-Gesamtausgaben - vollständigeren. Bertrand war nicht nur katholischer Propagandist, sondern Monarchie-Sprecher, aber verglichen mit dem deutschen Bourgeois-Literaten Goethe aus dem frühen 19. Jahrhundert waren seine Werke nicht schädlicher. Daher ist sowjetische Auswahl-Ausgabe sehr möglich. Aber vor diesen Büchern stehen bestimmt ausführliche Vorworte mit sorgfältiger Analyse und korrekter Kritik.

Je ferner Autoren den Lesern sind, desto unschädlicher für Leser. Klassische, reaktionäre Werke mit sehr verschiedenen Ideologien können neue Jugend meist nicht bewegen (aber natürlich braucht es korrekte Anleitung), stattdessen kann man Beschreibungskunst und Autoren-Bemühungen lernen. Wie große Arsenstücke - nach Betrachtung weiß man ihre tödliche Kraft und Kristallform: pharmakologisches und mineralogisches Wissen. Gefährlich ist begrenztes Arsen in Nahrung, das Jugendliche unbewusst schlucken - wie scheinrevolutionäre "Revolutionsliteratur", scheinkämpferische "materialistische Geschichtskritik". Das sollte man vermeiden.

Ich befürworte, dass Jugendliche auch "imperialistische" Werke lesen - das alte "sich und Feinde kennen". Jugendliche unbewaffnet zu Tigern und Wölfen in tiefe Berge zu schicken ist dumm, aber aus Tiger-Wolf-Furcht nicht mal in eisengegitterte Zoos zu gehen, ist lächerlich töricht. Was sind schädliche Literatur-Eisengitter? Kritiker.

(11. September)

Nachtrag: Dieser konnte nicht gedruckt werden.

(15. September)

    • [Über Übersetzung (unten) - Luo Wen]**

Aber in jener »Verteidigung der Übersetzung« erwartete ich von Kritikern drei Punkte: 1. Schlechtes aufzeigen; 2. Gutes fördern; 3. Wenn nichts da ist, auch Besseres. Herr Mu Mutian tat das Erste. Danach könnten andere Kritiker Weiteres tun - eine große Frage.

Daher ergänze ich: Gibt es nicht mal Besseres, dann nach Aufzeigen schlechter Übersetzungen auch zeigen, welche Stellen den Lesern noch nützen können.

Künftige Übersetzungswelt wird wohl weiter rückläufig sein. Abgesehen von Armut - betrachtet man Gebiet und Bevölkerung: Japan nahm vier Provinzen, ein großer Teil ist überflutet, ein großer Teil dürr, ein großer Teil im Krieg. Kurz überlegt - Leser sind sehr zurückgegangen. Wegen geringem Absatz wird Verlagswelt mehr spekulieren und betrügen, Schreibende müssen mehr spekulieren und betrügen. Selbst Ehrliche werden durch Existenznot zu Pfusch gedrängt, bekommen neue Mängel. Durch Konzessions-Wohngebiet-Straßen gehend: Drei-Türen-Obstläden, kristallene Schaufenster mit roten Äpfeln, gelben Bananen, unbekannten tropischen Früchten. Kurz stehend weiß man: Chinesen gehen selten hinein, können sich's nicht leisten. Wir müssen zu Landsleute-Obstständen, für wenig Geld faulen Apfel kaufen.

Faule Äpfel schmecken schlechter als anderes Obst, aber manche kaufen sie. Wir haben eine gegenteilige Eigenart: Schmuck muss "reingolden", Menschen "vollkommen" sein. Ein Mangel - manchmal will man alles nicht. Liebhaber mit Geschwüren führen nicht gleich zur Anwalts-Scheidung, aber zu Autoren, Werken, Übersetzungen ist man vergleichsweise streng: Shaw auf großem Schiff - schlecht; Barbusse nicht erstklassiger Autor - auch schlecht; Übersetzer "Universitätsprofessor, niederer Beamter" - noch schlechter. Gute kommen nicht - was tun? Ich denke, Kritiker sollten mit Faule-Äpfel-Essen-Methode helfen.

Frühere Kritik-Methode: Dieser Apfel ist fleckig, taugt nichts, sofort wegwerfen. Aber Käufer haben begrenztes Geld - große Ungerechtigkeit, außerdem wird es künftig ärmer. Daher scheint künftig am besten, Sätze hinzuzufügen: Ist es nicht kernfaul, sagen: Dieser Apfel ist fleckig, aber hier ist nicht faul, noch essbar. So sind Übersetzungs-Qualitäten klar und Leser-Verluste kleiner.

Aber solche Kritiken gibt es in China wenig. Selbst »Freie Diskussion«-Kritiken zu »Europäische Literatur des 20. Jahrhunderts« zeigen nur Faulstellen; früher kritisierte jemand Zou Taofens »Gorki« kurz, zeigte nur Mängel auf. Ersteres sah ich nicht, kann nichts zu anderen Vorzügen sagen, aber letzteres blätterte ich durch - außer kritisierten Mängeln gab es viele Schilderungen von Autoren-Mut und Beamten-Gemeinheit, sehr nützlich für junge Autoren, aber wegen Faulstellen wurde es aus dem Korb geworfen.

Daher hoffe ich, fleißige Kritiker machen Faule-Äpfel-Schneiden - wie "Schrott sammeln", sehr mühsam aber nötig und allen nützlich.

(11. September)

    • [Neue Herbst-Notizen (3) - Lü Xun]**

"Herbst kommt!"

Herbst kommt wirklich - sonnige Tage sind noch gut, nachts im Ausländer-Hemd wird es kühl. Zeitungen voller "Herbst"-Artikel: Herbst begrüßen, beklagen, betrauern, tadeln... Zeitgemäß wollte ich auch etwas machen, kann aber nicht. Ich denke, selbst "Herbst beklagen" braucht wohl Glück - sehr beneidenswert.

Ich erinnere mich: Als Kind von Eltern geliebt, war Kleinerkrankungen am interessantesten - schwere nicht, zu schmerzhaft und gefährlich. Kleinkrank, träge im Bett, etwas melancholisch und verwöhnt, leicht bitter und süß - wirklich wie Herbst-Poesie-Bereich. Ach, seit Herumirrens verlor sich Inspiration, selbst Kleinkrankheiten kommen nicht. Gelegentlich Literaten-Texte lesend über Herbstblumen-Trauermienen und schweigendes Meer - nur eigene Gefühllosigkeit spürend. Nie sah ich Herbstblumen meinetwegen trauern und plötzlich Farbe wechseln; bei Wind heult das Meer immer, egal ob ich Lärm oder Stille liebe.

Dame Bingying belehrt uns: "Chen studiert Wissenschaft, aber in diesem Moment vergaß er völlig seine Interessen, in seinem Geist war nur der Zweck, Naturschönheit voll zu genießen..." Auch ein Glück. Wissenschaft lernte ich oberflächlich, nur ein Biologie-Lehrbuch, aber die Lehren - Blüten sind Pflanzen-Geschlechtsorgane, Insekten- und Vogellaute sind Paarungsrufe - vergesse ich nicht. Gestern abend über Ödland wandelnd, Grillen unter Wildchrysanthemen hörend, schien es schöne Landschaft, Poesie sprudelte, ich machte zwei Zeilen Neue Poesie:

Unter Wildchrysanthemen-Geschlechtsorganen,

   Grille hängt Arme.

Geschrieben sieht es zwar eleganter aus als Grobian-Volkslieder, aber verglichen mit Neudichter-Poesie von "Inspiration" ist es "ärmlich". Zu wissenschaftlich, zu real - unelegant. Als alte Poesie wäre es vielleicht nicht so. Geschlechtsorgane kann man mit Yan Fuus Übersetzung "Sexorgane" nennen; "Arme hängen" verstehe ich selbst nicht, aber Shanghai-Kenner sagen, es komme von westlichen Männern und Frauen, die eingehakt gehen, erweitert zu Verführung oder Werben um Gegengeschlecht. Hängen heißt aufhängen, auch umfassen. So übersetzt sich mein Gedicht:

Unter Wildchrysanthemen-Sexorganen, Singende Grille hängt Ellbogen.

Obwohl rätselhaft, scheint es viel eleganter und besser. Menschen verstehen nicht, daher elegant und gut - noch heute Literaten-Geheimnis. Was meinen "Neudichter" Shao Xunmei und Konsorten dazu?

(14. September)

    • [Sitte - Wei Suo]**

Zeitunglesen ist nützlich, wenn auch manchmal drückend. China ist beispielsweise das Land mit den meisten Nationalschmach-Gedenktagen - an solchen Tagen müssen Zeitungen einige Berichte und Artikel bringen. Aber das wird zu wiederholt und lang, leicht einheitlich - diesmal brauchbar, nächstes Mal auch brauchbar, letztes Jahr verwendet, nächstes Jahr vielleicht noch brauchbar, solange nichts Neues kommt. Selbst bei Neuem können Texte vermutlich noch verwendet werden, weil man eh nur diese Sätze sagen kann. Wer nicht vergesslich ist, fühlt sich gedrückt, sieht keine neuen Erkenntnisse.

Aber ich lese trotzdem. Heute zufällig Pekinger Trauerfeier für Anti-Japan-Helden Deng Wen gesehen: erst Bericht, dann Reden, schließlich "Zeremonie beendet, Musik gespielt, Versammlung aufgelöst".

So bekam ich neue Erkenntnis: Alle Gedenkfeiern sind nur "Sitte".

China ist ursprünglich "Sitte-Rechtschaffenheits-Land" - über Sitten gibt es drei große Bücher, sogar ins Ausland übersetzt. Ich bewundere besonders »Yili«-Übersetzer. Herrscher dienen ist heute unwichtig; Eltern dienen braucht natürlich Pietät, aber Nachtodesverfahren gehören zu Opfersitten, jede hat Zeremonien - heutige Todestag-Verehrung, Geburtstag-Feiern. Neue Todestage kommen hinzu, alte werden schwächer - "neue Geister groß, alte klein". Unsere Gedenktage sind bei alten weniger eifrig, bei neuen Schwinden wartet man ab - wie Familien-Todestage. Jemand sagte, Chinas Staat basiert auf Familie - wahre Einsicht.

China war ursprünglich "Sitte-Nachgeben-Land" - mit Sitten kommt Nachgeben, mehr Nachgeben macht mehr Sitten. Dieser Abschnitt sei weggelassen.

Früher regierte man mit Huanglao oder Pietät. Jetzt wohl Sitte-Regierungszeit - das verstehend weiß man, Volksmassen für Gedenktag-Gleichgültigkeit zu tadeln ist falsch. »Sitten« sagen: "Sitten gelten nicht für gewöhnliche Leute"; materielle Dinge zu sparen ist falsch - sagte Konfuzius nicht: "Du liebst dein Schaf, ich liebe die Sitte!"

"Unsittliches nicht sehen, hören, sagen, tun", still warten auf anderer "viel Unrecht führt zu Selbstvernichtung" - das ist Sitte.

(20. September)

    • [Eindrücke erfragen - Tao Zhui]**

Nach der Vierter-Mai-Bewegung scheinen Chinesen eine neue Eigenart entwickelt zu haben: Bei ankommenden ausländischen Berühmtheiten oder Reichen gern nach China-Eindrücken zu fragen.

Russell kam nach China lehren - radikale Jugendliche hielten Banketts, fragten nach Eindrücken. Russell: "Ihr behandelt mich so gut - selbst Schlechtes zu sagen wäre unpassend." Radikale Jugendliche ärgerten sich über seine Ausflüchte.

Shaw reiste durch China - Shanghaier Reporter sammelten sich, fragten nach Eindrücken. Shaw: "Meine Meinungen gehen euch nichts an. Wäre ich ein Krieger und hätte hunderttausend Menschen getötet, würdet ihr meine Meinungen respektieren." Revolutionäre und Nicht-Revolutionäre ärgerten sich über seine Bissigkeit.

Diesmal kam Schwedens Prinz Carl nach Shanghai - Reporter veröffentlichten seine Eindrücke: "...überall herzlich von örtlichen Beamten und Bürgern empfangen, sehr dankbar und erfreut, die Reise-Eindrücke über eure Regierung und Bürger sind äußerst positiv und unvergesslich." Das ist sicherst - wird wohl keine Streitigkeiten hervorrufen.

Tatsächlich waren Russell und Shaw nicht ausweichend oder bissig. Gäbe es einen Ausländer, der bei Eindrucks-Fragen zurückfragt: "Welche Eindrücke haben Sie selbst von China?" - das wäre ein schwer zu schreibender Artikel.

Wir sind in China aufgewachsen - fühlen wir etwas, kann es nicht "Eindruck" heißen, aber Meinung geht. Wie aber aussprechen? Zu sagen, wir seien wie Fische im trüben Wasser, lebten verwirrt und rätselhaft, klingt nicht nach Meinung. China sehr gut zu nennen ist wohl schwer. Das ist Patrioten-Kummer über "verlorenes Volks-Selbstvertrauen" - aber es scheint wirklich verloren. Andere nach Eindrücken zu fragen ist wie Wahrsage-Stäbchen ziehen - selbst innerlich zweifelnd.

Unter uns gibt es Meinungsäußerer, aber oft sind es schwache, harmlose, die nicht "hunderttausend Menschen töteten", sich "kleine Bürger" nennen - daher "respektiert" niemand ihre Meinungen, sie sind allen "gleichgültig". Einflussreiche Große waren in Opposition vielleicht radikal, aber jetzt schweigen sie - China "behandelt mich so gut, Schlechtes zu sagen wäre unpassend". Die damaligen Russell-Banketteure aus der Xinchao-Gesellschaft, die sich über seine Antworten ärgerten, zeigen heute wirklich: Russell war kein Ausweicher, sondern prophetischer Satiriker, der zehn Jahre später Gedanken voraussagte.

Das ist mein Eindruck, eine Antwort-Nachahmung, von Ausländer-Mündern abgeschrieben.

(20. September)

    • [Religion fressen - Feng Zhiyu]**

Herr Da kritisierte in »Literatur-Orthodoxie-Traum«, weil Liu Xie träumte, Konfuzius zu folgen, dann über Literatur diskutierte, später aber Mönch wurde, seine "Beschämung alter Heiliger". Tatsächlich haben seit Süd-Nord-Dynastien alle Literaten, Gelehrten, Taoisten, Mönche meist "Charakterlosigkeit" als Besonderheit. Seit Jin haben Berühmtheiten jeder drei kleine Spielereien: 1. »Analekten« und »Pietät-Klassiker«, 2. »Laozi«, 3. »Vimalakirti-Sutra« - nicht nur als Gesprächsstoff, oft auch kommentiert. Tang hatte Drei-Religionen-Debatten, später allgemeines Scherzen; sogenannte Gelehrte schrieben Kloster-Inschriften wie nichts Besonderes. Song-Gelehrte wirkten würdevoll, stahlen aber Zen-Aufzeichnungen. Qing ist nicht lange her - wir wissen noch, dass Gelehrte an »Taishang Ganying Pian« und »Wenchang Dijun Yinzhi Wen« glaubten und Mönche zum Buße nach Hause holten.

Als Christentum nach China kam, hielten sich Christen für gläubig, aber Außenstehende nannten sie alle "Religion fressend". Diese zwei Worte zeigen wirklich Christen-"Geist", können die meisten konfuzianisch-buddhistisch-taoistischen Gläubigen einschließen, auch auf viele "Revolution fressende" alte Helden übertragen werden.

Qing-Leute nannten Achtgliedrige Essays "Türklopfer" - nach Titelerwerb war die Tür offen, der Stein nutzlos. Neuerdings gibt es Zeitschriften-"Prinzipien". »Moderne Kritik« verschwand nicht durch Unterdrückung, sondern weil Autoren aufstiegen; »Xinyue«s Kälte liegt daran, dass alte Mitglieder alle "hochkletterten", weit vom Mond entfernt. Zur Unterscheidung von "Türklopfern" nennen wir das "Himmelsleitern".

"Religion" in China war nicht anders. Revolution predigen - eine Zeit; Loyalität-Pietät predigen - wieder eine Zeit; mit Lamas Kreise drehen - wieder eine Zeit; Pagoden für Prinzipien bauen - wieder eine Zeit. In rein-fressenden Zeiten sollte ein Ziel bestimmt sein, in misch-fressenden Zeiten sind alle Religionen nicht verschieden - ein Teller ganze Ente, ein Teller Allerlei. Liu Xie ebenso - nur von "Ingwer nicht weglassen" zu Vegetarismus, Magen-Anteile blieben gleich. Als Mönch »Analekten«, »Pietät-Klassiker« oder »Laozi« zu kommentieren bleibt "natürlich und rechtmäßig".

(27. September)

    • [Tee trinken - Feng Zhiyu]**

Eine Firma war wieder billig - kaufte zwei Unzen guten Tee, je Unze zwanzig Cent. Erst eine Kanne gebrüht, aus Angst vor Erkaltung in Wattejacke gewickelt, aber beim feierlichen Trinken schmeckte es wie gewohnter Grobtee, auch sehr trüb.

Ich wusste, das war mein Fehler - guten Tee trinkt man aus Deckeltassen. Also Deckeltasse. Wirklich - nach Aufbrühen klar und süß, leicht duftend und bitter, definitiv guter Tee. Aber das braucht ruhiges Sitzen - als ich beim Schreiben von »Religion fressen« einen Schluck nahm, verschwand der gute Geschmack unbewusst, wie Grobtee.

Guten Tee haben und trinken können ist "reines Glück". Aber für dieses "Glück" braucht man erst Zeit, dann besondere trainierte Sinne. Aus dieser winzigen Erfahrung denke ich: Wäre es ein körperlich arbeitender Mann mit dürrer Kehle, würde selbst Longjing-Knospen-Tee oder Perlen-Orchideen-Mischung wohl kaum anders als warmes Wasser schmecken. Sogenannte "Herbstgedanken" sind genauso - Poeten spüren "ach, traurig ist Herbst-Atmosphäre", Wind, Regen, Sonnenschein geben Anreize, einerseits auch "reines Glück", aber alte Bauern wissen nur: Jährlich jetzt Reis schneiden.

Manche meinen, solche feine, scharfe Sinne gehören natürlich nicht Groben - das ist Oberschicht-Markenzeichen. Aber ich fürchte, dieses Markenzeichen wird bankrott gehen. Wir haben Schmerzgefühl - einerseits leiden wir, andererseits können wir uns verteidigen. Ohne es würde selbst ein Messer im Rücken unbewusst bleiben bis zum Verbluten, ohne zu wissen warum. Wird Schmerzgefühl aber zu fein und scharf, spürt man nicht nur kleine Dornen auf Kleidung, auch Nähte, Knoten, Stofffasern - ohne "nahtlose Himmelsgewänder" wäre es täglich wie Dornen am Körper, unlebbar. Aber Fein-Schärfe-Vortäuschung ist anders.

Feine, scharfe Sinne sind verglichen mit Gefühllosigkeit natürlich Fortschritt, aber nur soweit sie Lebens-Evolution helfen. Sind sie irrelevant oder hinderlich, ist das krankhafte Evolution, bald beendet. Vergleichen wir reines-Glück-genießende, Herbst-herz-tragende Elegante mit schlecht-gekleideten, grob-essenden Groben - wer lebt länger? Nach Teetrinken, Herbst betrachtend, denke ich: Guten Tee nicht zu kennen, keine Herbstgedanken zu haben ist auch gut.

(30. September)

    • [Verbot und Eigenproduktion - Ru Niu]**

Laut Zeitungen verbieten manche Orte wegen hoher Bleistift- und Füllfeder-Importe deren Gebrauch und kehren zu Pinseln zurück.

Sprechen wir nicht von Flugzeugen, Kanonen, amerikanischer Baumwolle und Weizen als Nicht-Inlandswaren, nur von Papier und Stiften.

Sprechen wir nicht von Kalligraphen und Nationalmalern, nur von wirklichen Geschäfteleuten. Für diese sind Pinsel sehr unpraktisch. Tuschstein und Tusche kann man nicht tragen, Tuschsaft nehmen - aber gibt es Inlands-Tuschsaft? Nach meiner Erfahrung ist Tuschsaft kein Dauergebrauchsmittel - nach einigen tausend Zeichen klebt der Pinsel fest. Mit Tuschstein Tusche reiben, Papier ausbreiten, Pinsel lecken - selbst bei Studenten-Vorlesungsnotizen würde die Geschwindigkeit wohl ein Drittel weniger als mit Füllfedern, sie müssten weniger kopieren oder Lehrer langsamer sprechen lassen - aller Zeit ein Drittel verschwendet.

"Praktisch" heißt nicht faul sein, sondern in derselben Zeit mehr schaffen. Das spart Zeit, macht begrenzte Leben effektiver, verlängert Leben. Alte sagten: "Nicht Menschen reiben Tusche, Tusche reibt Menschen" - beklagten Lebens-Verschwendung für Papier und Tusche. Füllfedern können diesen Mangel beheben.

Aber ihr Bestehen braucht Zeit- und Lebens-Wertschätzung. China nicht - daher keine Inlandswaren. China hat Import-Export-Bücher, aber keine Bevölkerungs-Bücher. Wieviel Kraft und Energie kosten Eltern für eines Menschen Aufzucht und Bildung? Junge Männer und Frauen verschwinden oft spurlos, niemand beachtet es. Kleine Zeit ist natürlich kein Problem - mit Pinseln herumspielen zu können ist vielleicht sogar Glück.

Wie China verwendete auch Japan lange Pinsel. Aber in Japan sind Pinsel fast verschwunden, ersetzt durch Blei- und Füllfedern, sogar Übungshefte dafür gibt es viele. Warum? Weil praktisch, zeitsparend. Fürchten sie nicht "Leckage"? Nein, sie produzieren selbst und exportieren nach China.

Wenn Ausgezeichnetes nicht inländisch ist, verbietet China es, Japan imitiert es - völlig verschiedene Länder.

(30. September)

    • [Zaubertricks anschauen - You Guang]**

Ich liebe "Zaubertricks".

Sie sind Wanderkünstler, daher überall gleiche Tricks. Zum Geldsammeln brauchen sie zwei nötige Dinge: einen schwarzen Bären, ein kleines Kind.

Der schwarze Bär ist wirklich mager gehungert, hat fast keine Kraft mehr sich zu bewegen. Natürlich darf er nicht stark werden - stark wäre er unbändig. Jetzt halbtot, trotzdem mit Eisenring durch die Nase und Seil geführt für Auftritte. Manchmal bekommt er etwas zu essen - ein kleines Stück aufgeweichter Mantou-Rinde, aber der Löffel wird hochgehalten, er muss aufstehen, Kopf strecken, Maul öffnen, lange warten bis es hinunterfällt, und der Zauberer sammelt dadurch Geld.

Diese Bären-Herkunft erwähnte niemand in China. Westliche Untersuchungen sagen: Von klein auf aus Bergen gefangen; große unbrauchbar, weil groß bedeutet wilde Natur unänderbar. Aber auch kleine brauchen "Training" - diese "Training"-Methoden sind "Schlagen" und "Hungern"; später Tod durch Misshandlung. Ich halte das für wahr - sehen wir sie noch lebend auftreten, sind sie so mager ohne Bären-Atmosphäre, manche Orte nennen sie "Hundebären" - so verachtet.

Kinder auf der Bühne leiden auch - Erwachsene treten auf ihre Bäuche oder verdrehen ihre Hände, sie zeigen sehr gequälte, schwierige, belastete Mienen, verlangen Zuschauer-Rettung. Sechs, fünf, vier, drei... und der Zauberer sammelt wieder Geld.

Er wurde natürlich trainiert - dieses Leiden ist gespielt, mit Erwachsenen abgesprochen, schadet aber dem Geldverdienen nicht.

Nachmittags Gong schlagen und anfangen, so bis abends, Ende, Zuschauer zerstreuen sich - manche zahlten, manche zahlten nie.

Bei jedem Ende gehe ich und denke: Zwei Geldverdiener-Werkzeuge - eins wird zu Tode gequält, dann werden kleine neue gesucht; eins wird groß, dann andere kleine Kinder und kleine Bären gesucht für dieselben Tricks.

Es ist wirklich einfach - kurz gedacht scheint es langweilig. Aber ich schaue trotzdem oft zu. Was soll ich sonst anschauen, meine Herren?

(1. Oktober)

    • [Doppel-Zehn-Nostalgie - Shi Pi]**

- Blick auf Herbst des 19. Jahres aus Jahr 22 der Republik

    • Einleitung**

Für routinemäßige "Doppel-Zehn"-Artikel muss man zuerst Material finden. Zwei Methoden: aus dem Kopf oder aus Büchern. Ich wählte letztere. Aber nach Durchsuchen von "Beschreibungs-Wörterbüchern" nichts darin; nach Durchwühlen von "Artikel-Methoden" auch nichts. Glücklicherweise "haben gute Menschen Himmelshilfe" - in Papierhaufen fand ich eine Rolle: Ausschnitte Shanghaier großer und kleiner Zeitungen vom 3.-10. Oktober des 19. Jahres der Republik. Exakt drei Jahre her - wofür gesammelt? Selbst vergessen. Vielleicht für heutiges Material? Bestimmt nicht unbedingt. Aber "Abfall-Nutzung" - schon gefunden, liste ich Inhalte auf. Platzsparend ohne Anzeigen-, Nachrichten-, Telegramm-Unterscheidung, auch ohne Zeitungsnamen, da solche Texte meist alle Zeitungen hatten.

Wozu anschauen? Nicht zu sagen. Muss ich antworten, dann: Wie eigene Fotos von vor drei Jahren betrachten.

    • 3. Oktober**

Jiangwan-Pferderennen. Chinesisches Rotes Kreuz sammelt für Hunan, Liaoning und andere Provinzen. Zentralarmee erobert Chenliu. Liaoning gründet Vize-Oberkommando. Banditen schlachten Li-County ab. Sechsjähriges Mädchen schwanger. Xin Bosen schwer verletzt. Wang Jingwei erreicht Taiyuan. Lu Xingbang verhandelt Kapitulation. Zusätzliche Truppen nach Jiangxi gegen Kommunisten. Zoll-Abschaffung bis Januar verlängert. Mexiko weist Chinesen aus, 56 kehren zurück. Mussolini fördert Kunst. Tan Yankai-Anekdoten. Krieger-Gesellschaft wirbt für Mitglieder.

    • 4. Oktober**

Qitian-Theater eröffnet innovative »Westliche Reise«-Verbesserung zum Mondfest. Fortschrittliche, nationalistische, einzige Literaturzeitschrift »Vorhut-Monatsschrift« Erstausgabe zum Doppel-Zehn-Fest. Luftwaffe bombardiert wieder Yong. Banditenbekämpfungs-Geschichten.

    • 5. Oktober**

Vorsitzender Jiang bittet Regierung um Amnestie für politische Gefangene. Cheng Yanqius Bühnen-Erfolg. Weileguans Kaution.

    • 6. Oktober**

Fan Diwens Vortrag-Notizen. Hier bitte andächtig "Namo Amituofo" rezitieren... Alle irrten - Mondfest ist am 6. dieses Monats. Zhao Daiwens Vermögens-Beschlagnahme. Hubei-Partei gratuliert zu Xu- und Bian-Rückeroberung. Verbot privaten Missbrauchs von Partei-Staatsflaggen.

    • 7. Oktober**

Regierungs-Sauberkeits-Bewegung unterstützen. Tianjin-Pukou-Linie wird durchgehend fahren. Beijing-Tianjin-Parteibüros werden wieder eröffnet. Französisches Rad erschlägt Hafenarbeiter. Wang Shizhens Beerdigung. Feng- und Yan-Truppen völlig aufgelöst. Hubei Laifeng-Mais trägt doppelte Ähren. Unschuldsgeist rächt sich, Verlobter fordert Leben. Geist schlägt Menschenrücken.

    • 8. Oktober**

Fujian-Krieg tobt weiter. 8. Armee blockiert Liuzhou-Verkehr. Andersons Archäologie-Team kehrt aus Mongolei nach Beijing zurück. Inlandswaren-Mode-Ausstellung. Südostasien-erschütternder Xiao Xinan-Fall. Schulen sollten Chinesisch betonen. Zhengzhou-Flugzeug-Raub-Rückblick. Tan-Residenz Trauerspruch-Auswahl. Wang Jingwei plötzlich verschwunden.

    • 9. Oktober**

Nordwest-Armee aufgelöst. Außenministerium veröffentlicht britischen Boxer-Entschädigungs-Rückgabe-Briefwechsel. Hauptstadt-Garnison erschießt Verbrecher. Xin Bosen leichte Besserung. Inlandswaren-Mode-Ausstellung. Shanghais beispielloser Tanz-Unterhaltungs-Ball.

    • 10. Oktober**

Ganzes Land jubelt bei Doppel-Zehn-Feier. Verrat niedergeschlagen, ganzes Land feiert Nationalfeiertag, Vorsitzender Jiang kehrte gestern triumphierend für Zeremonie zurück. Tianjin-Pukou-Bahn fährt vorerst noch abschnittsweise. Hauptstadt erschießt neun kommunistische Verbrecher. Lindai von Banditen geplündert. Laochenweis Banditen-Katastrophe grausam. Seeräuber stören Fengli. Cheng Yanqiu feiert Nationalfeiertag. Jiang Lixia vergisst Doppel-Zehn nicht. Nanchang verbietet Barfußgehen. Verwundete Soldaten beschimpfen Sun Zuji. Dieses Jahr Doppel-Zehn erfreulich und gratulierenswert, mehr als früher.

    • Schluss**

Ich sage auch: "Dieses Jahr Doppel-Zehn erfreulich und gratulierenswert, mehr als früher."

(1. Oktober)

Nachtrag: Dieser konnte nicht gedruckt werden, wohl von jemandem weggenommen - bei Doppel-Zehn-Feiern ist "Gegenwart beklagen" schwer, "Nostalgie" auch nicht leicht.

(13. Oktober)

    • ["Dritter-Dritter"-Erinnerung - Feng Zhiyu]**

- 1933 erinnernd an Ende der Guangxu-Zeit

Ich will einige vergangene Menschen loben - das ist wohl keine "Knochen-Vernarrtheit".

Sogenannte vergangene Menschen meint Guangxu-Ende "Neue Partei", Republik-Anfang "alte Neue Partei". Nach 1894-Niederlage erwachten sie, wollten "Reform" - selbst 30-40-jährige Mittelalte lasen »Rechnen-Gespräche«, »Chemie-Spiegel«; lernten Englisch, Japanisch, steife Zunge, seltsame Laute rezitierend, ohne Scham - um "westliche Bücher" zu lesen, westliche Bücher für Chinas "Reichtum und Stärke". Heutige Antiquariate haben noch »Reichtum-Stärke-Buchreihen« wie gegenwärtige "Beschreibungs-Wörterbücher" und "Grund-Englisch" - damalige Zeiterscheinungen. Selbst Achtgliedriger-Essay-Zhang Zhidong ließ Miao Quansun für »Bücherlisten-Antworten« energisch Übersetzungen hinzufügen - so heftig war Reform-Trend.

Jetzt aber anderes Phänomen. Manche neue Jugendliche, Umstände völlig gegenteilig zu "alter Neuer Partei" - nie Achtgliedriges Gift berührt, Schulbildung, keine Nationalstudien-Experten, aber: lernen Siegelschrift, füllen Ci-Gedichte, empfehlen »Zhuangzi«, »Wenxuan«, selbstgeschnitzte Briefumschlag-Druckplatten, Neue Poesie in Quadraten - außer Neue-Poesie-Vorliebe wie Guangxu-Anfang-Elegante, nur ohne Zöpfe und gelegentlich Westkleidung.

Neuerdings oft gesagt: "Alte Flaschen können keinen neuen Wein fassen." Das ist falsch. Alte Flaschen können neuen Wein, neue Flaschen alten Wein fassen - zum Beweis tausche man Wujiaopi und Brandy aus: Wujiaopi in Brandy-Flasche bleibt Wujiaopi. Dieses einfache Experiment zeigt nicht nur, dass "Fünf-Wechsel-Melodie" und "Zehn-Sammlung-Zeichen"-Formen neuen Inhalt aufnehmen können, sondern beweist: In neuen Jugendlichen-Hüllen können "Tongcheng-Irrlehre" oder "Auswahl-Dämonen" lauern.

"Alte Neue Partei"-Einsichten waren oberflächlich, aber sie hatten ein Ziel: Reichtum-Stärke. Daher entschieden, praktisch; Fremdsprachen-Lernen war seltsam-lautend, aber hatte ein Ziel: Reichtum-Stärke-Methoden suchen. Daher ernst, leidenschaftlich. Als Anti-Mandschu-Lehren sich ausbreiteten, wurden viele Revolutionäre - immer noch für Chinas Reichtum-Stärke, meinend dies müsse mit Anti-Mandschu beginnen.

Anti-Mandschu war lange erfolgreich, Vierter-Mai lange vorbei - nun Siegelschrift, Ci, »Zhuangzi«, »Wenxuan«, alte Briefumschläge, quadratische Neue Poesie. Wir haben neue Bestrebungen: mit "alter Eleganz" zwischen Himmel und Erde bestehen. Gelänge wirkliches Bestehen, ergänzte das "Existenzkampf" um neues Beispiel.

(1. Oktober)

    • ["Nach Erinnerung" (oben) - Feng Zhiyu]**

Wieder unvorsichtig etwas erinnert, brachte Herrn Shi Zheshengs »›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹« hervor - er meint, meine Worte seien für ihn gedacht, hofft aber, sie seien nicht für ihn gedacht.

Einige Erklärungen: Jene »Erinnerung« war nicht für Herrn Shi geschrieben, aber Herr Shi kann darin sein.

Wären sie speziell gegen Einzelpersonen gerichtet, sollte man nach heutigem modernem Beispiel Gegners Herkunft, Bildung, Aussehen, sogar Heimat-Erzeugnisse und Vaters Geschäft untersuchen und anspielen - das wäre angemessen. In meinem Stück ist davon nichts. Das Gemeinte ist eine große Schar von Nachkommen-Gruppen-Atmosphäre, nicht bestimmte Personen; aber da es eine Gruppe meint, werden natürlich nicht wenige getroffen - wenn nicht ganz, dann Gliedmaßen, wenn nicht permanent zu dieser Truppe gehörig, so doch zeitweise. Herr Shi sagte selbst, er empfahl Jugendlichen »Zhuangzi« und »Wenxuan« "als literarische Bildungshilfe" - natürlich verwandt mit meiner Kritik, aber zu meinen, der Artikel sei für ihn geschrieben, ist wirklich "überempfindlich" - das meinte ich nicht.

Aber das war vor Herrn Shis Meinungsäußerung - jetzt ist selbst diese "Verwandtschaft" etwas entfernter, denn meine Kritik galt vergleichsweise verstockten Nachkommen-Gruppen mit noch höheren Standards.

我们也不说写大字,画国画的名人,单来说真实的办事者。在这类人,毛笔却是很不便当的。砚和墨可以不带,改用墨汁罢,墨汁也何尝有国货。而且据我的经验,墨汁也并非可以常用的东西,写过几千字,毛笔便被胶得不能施展。倘若安砚磨墨,展纸舔笔,则即以学生的抄讲义而论,速度恐怕总要比用墨水笔减少三分之一,他只好不抄,或者要教员讲得慢,也就是大家的时间,被白费了三分之一了。


所谓“便当”,并不是偷懒,是说在同一时间内,可以由此做成较多的事情。这就是节省时间,也就是使一个人的有限的生命,更加有效,而也即等于延长了人的生命。古人说,“非人磨墨墨磨人”,就在悲愤人生之消磨于纸墨中,而墨水笔之制成,是正可以弥这缺憾的。


但它的存在,却必须在宝贵时间,宝贵生命的地方。中国不然,这当然不会是国货。进出口货,中国是有了帐簿的了,人民的数目却还没有一本帐簿。一个人的生养教育,父母化去的是多少物力和气力呢,而青年男女,每每不知所终,谁也不加注意。区区时间,当然更不成什么问题了,能活着弄弄毛笔的,或者倒是幸福也难说。


和我们中国一样,一向用毛笔的,还有一个日本。然而在日本,毛笔几乎绝迹了,代用的是铅笔和墨水笔,连用这些笔的习字帖也很多,为什么呢?就因为这便当,省时间。然而他们不怕“漏巵”么?不,他们自己来制造,而且还要运到中国来。


优良而非国货的时候,中国禁用,日本仿造,这是两国截然不同的地方。



(九月三十日。)




【看变戏法                                                                                                                                                                                           游光  】



我爱看“变戏法”。


他们是走江湖的,所以各处的戏法都一样。为了敛钱,一定有两种必要的东西:一只黑熊,一个小孩子。


黑熊饿得真瘦,几乎连动弹的力气也快没有了。自然,这是不能使它强壮的,因为一强壮,就不能驾驭。现在是半死不活,却还要用铁圈穿了鼻子,再用索子牵着做戏。有时给吃一点东西,是一小块水泡的馒头皮,但还将勺子擎得高高的,要它站起来,伸头张嘴,许多工夫才得落肚,而变戏法的则因此集了一些钱。


这熊的来源,中国没有人提到过。据西洋人的调查,说是从小时候,由山里捉来的;大的不能用,因为一大,就总改不了野性。但虽是小的,也还须“训练”,这“训练”的方法,是“打”和“饿”;而后来,则是因虐待而死亡。我以为这话是的确的,我们看它还在活着做戏的时候,就瘪得连熊气息也没有了,有些地方,竟称之为“狗熊”,其被蔑视至于如此。


孩子在场面上也要吃苦,或者大人踏在他肚子上,或者将他的两手扭过来,他就显出很苦楚,很为难,很吃重的相貌,要看客解救。六个,五个,再四个,三个……而变戏法的就又集了一些钱。


他自然也曾经训练过,这苦痛是装出来的,和大人串通的勾当,不过也无碍于赚钱。


下午敲锣开场,这样的做到夜,收场,看客走散,有化了钱的,有终于不化钱的。


每当收场,我一面走,一面想:两种生财家伙,一种是要被虐待至死的,再寻幼小的来;一种是大了之后,另寻一个小孩子和一只小熊,仍旧来变照样的戏法。


事情真是简单得很,想一下,就好象令人索然无味。然而我还是常常看。此外叫我看什么呢,诸君?



(十月一日。)




【双十怀古                                                                                                                                                                                           史癖  】


——民国二二年看十九年秋



小引



要做“双十”的循例的文章,首先必须找材料。找法有二,或从脑子里,或从书本中。我用的是后一法。但是,翻完“描写字典”,里面无之;觅遍“文章作法”,其中也没有。幸而“吉人自有天相”,竟在破纸堆里寻出一卷东西来,是中华民国十九年十月三日到十日的上海各种大报小报的拔萃。去今已经整整的三个年头了,剪贴着做什么用的呢,自己已经记不清;莫非就给我今天做材料的么,一定未必是。但是,“废物利用”——既经检出,就抄些目录在这里罢。不过为节省篇幅计,不再注明广告、记事、电报之分,也略去了报纸的名目,因为那些文字,大抵是各报都有的。


看了什么用呢?倒也说不出。倘若一定要我说,那就说是譬如看自己三年前的照相罢。



十月三日



江湾赛马。


中国红十字会筹募湖南辽西各省急振。


中央军克陈留。


辽宁方面筹组副司令部。


礼县土匪屠城。


六岁女孩受孕。


辛博森伤势沉重。


汪精卫到太原。


卢兴邦接洽投诚。


加派师旅入赣剿共。


裁厘展至明年一月。


墨西哥拒侨胞,五十六名返国。


墨索里尼提倡艺术。


谭延闿轶事。


战士社代社员征婚。



十月四日



齐天大舞台始创杰构积极改进《西游记》,准中秋节开幕。


前进的,民族主义的,唯一的,文艺刊物《前锋月刊》创刊号准双十节出版。


空军将再炸邕。


剿匪声中一趣史。



十月五日



蒋主席电国府请大赦政治犯。


程艳秋登台盛况。


卫乐园之保证金。



十月六日



樊迪文讲演小记。


诸君阅至此,请虔颂南无阿弥陀佛……


大家错了,中秋是本月六日。


查封赵戴文财产问题。


鄂省党部祝贺克复许汴。


取缔民间妄用党国旗。



十月七日



响应政府之廉洁运动。


津浦全线将通车。


平津党部行将恢复。


法轮殴毙栈伙交涉。


王士珍举殡记。


冯阎部下全解体。


湖北来凤苗放双穗。


冤魂为厉,未婚夫索命。


鬼击人背。



十月八日



闽省战事仍烈。


八路军封锁柳州交通。


安德思考古队自蒙古返北平。


国货时装展览。


哄动南洋之萧信庵案。


学校当注重国文论。


追记郑州飞机劫。


谭宅挽联择尤录。


汪精卫突然失踪。



十月九日



西北军已解体。


外部发表英退庚款换文。


京卫戍部枪决人犯。


辛博森渐有起色。


国货时装展览。


上海空前未有之跳舞游艺大会。



十月十日



举国欢腾庆祝双十。


叛逆削平,全国欢祝国庆,蒋主席昨凯旋参与盛典。


津浦路暂仍分段通车。


首都枪决共犯九名。


林埭被匪洗劫。


老陈圩匪祸惨酷。


海盗骚扰丰利。


程艳秋庆祝国庆。


蒋丽霞不忘双十。


南昌市取缔赤足。


伤兵怒斥孙祖基。


今年之双十节,可欣可贺,尤甚从前。



结语



我也说“今年之双十节,可欣可贺,尤甚从前”罢。



(十月一日。)



附记:这一篇没有能够刊出,大约是被谁抽了去的,盖双十盛典,“伤今”固难,“怀古”也不易了。



(十月十三日。)




【重三感旧                                                                                                                                                                                     丰之余  】


——一九三三年忆光绪朝末



我想赞美几句一些过去的人,这恐怕并不是“骸骨的迷恋”。


所谓过去的人,是指光绪末年的所谓“新党”,民国初年,就叫他们“老新党”。甲午战败,他们自以为觉悟了,于是要“维新”,便是三四十岁的中年人,也看《学算笔谈》,看《化学鉴原》;还要学英文,学日文,硬着舌头,怪声怪气的朗诵着,对人毫无愧色,那目的是要看“洋书”,看洋书的缘故是要给中国图“富强”,现在的旧书摊上,还偶有《富强丛书》出现,就如目下的“描写字典”“基本英语”一样,正是那时应运而生的东西。连八股出身的张之洞,他托缪荃孙代做的《书目答问》也竭力添进各种译本去,可见这“维新”风潮之烈了。


然而现在是别一种现象了。有些新青年,境遇正和“老新党”相反,八股毒是丝毫没有染过的,出身又是学校,也并非国学的专家,但是,学起篆字来了,填起词来了,劝人看《庄子》、《文选》了,信封也有自刻的印板了,新诗也写成方块了,除掉做新诗的嗜好之外,简直就如光绪初年的雅人一样,所不同者,缺少辫子和有时穿穿洋服而已。


近来有一句常谈,是“旧瓶不能装新酒”。这其实是不确的。旧瓶可以装新酒,新瓶也可以装旧酒,倘若不信,将一瓶五加皮和一瓶白兰地互换起来试试看,五加皮装在白兰地瓶子里,也还是五加皮。这一种简单的试验,不但明示着“五更调”“攒十字”的格调,也可以放进新的内容去,且又证实了新式青年的躯壳里,大可以埋伏下“桐城谬种”或“选学妖孽”的喽啰。


“老新党”们的见识虽然浅陋,但是有一个目的:图富强。所以他们坚决,切实;学洋话虽然怪声怪气,但是有一个目的:求富强之术。所以他们认真,热心。待到排满学说播布开来,许多人就成为革命党了,还是因为要给中国图富强,而以为此事必自排满始。


排满久已成功,五四早经过去,于是篆字,词,《庄子》,《文选》,古式信封,方块新诗,现在是我们又有了新的企图,要以“古雅”立足于天地之间了。假使真能立足,那倒是给“生存竞争”添一条新例的。



(十月一日。)




【“感旧”以后(上)                                                                                                                                                                    丰之余  】



又不小心,感了一下子旧,就引出了一篇施蛰存先生的《〈庄子〉与〈文选〉》来,以为我那些话,是为他而发的,但又希望并不是为他而发的。


我愿意有几句声明:那篇《感旧》,是并非为施先生而作的,然而可以有施先生在里面。


倘使专对个人而发的话,照现在的摩登文例,应该调查了对手的籍贯,出身,相貌,甚而至于他家乡有什么出产,他老子开过什么铺子,影射他几句才算合式。我的那一篇里可是毫没有这些的。内中所指,是一大队遗少群的风气,并不指定着谁和谁;但也因为所指的是一群,所以被触着的当然也不会少,即使不是整个,也是那里的一肢一节,即使并不永远属于那一队,但有时是属于那一队的。现在施先生自说了劝过青年去读《庄子》与《文选》,“为文学修养之助”,就自然和我所指摘的有点相关,但以为这文为他而作,却诚然是“神经过敏”,我实在并没有这意思。


不过这是在施先生没有说明他的意见之前的话,现在却连这“相关”也有些疏远了,因为我所指摘的,倒是比较顽固的遗少群,标准还要高一点。

Frühlingsträume sind wirr und verkehrt. Und "Sommernachtstraum"? Betrachtet man Shakespeares Drama, ist er auch wirr und verkehrt. Chinas Herbstträume sollten der Regel nach "feierlich und tödlich" sein - vor der Republik wurden alle Todeskandidaten "nach dem Herbst hingerichtet", das folgte der Himmelszeit. Der Himmel lehrte die Menschen so zu handeln, die Menschen konnten nicht anders. Sogenannte "Literaten" sind natürlich keine Ausnahme - satt gegessen im Bett liegend, wenn das Essen nicht völlig verdaut ist, träumen sie; und da es nun Herbst ist, lehrte der Himmel ihre Träume, würdevoll zu werden.

In »Taosheng« Band 2, Nummer 31 (erschienen am 12. August) steht ein Brief an den Herausgeber von einem sich "Lin Ding" nennenden Herrn, darin ein Abschnitt:

"...welcher Streit, wer recht oder unrecht hat, können Außenstehende kaum beurteilen. Aber dass sie sich gegenseitig zerstören, müssen Zuschauer als Unglück der ganzen Literaturwelt anerkennen... Ich meine, alle sollten erst hundert Schläge auf den Hintern bekommen zur Warnung, alles andere kann unerwähnt bleiben..."

Vor zwei Tagen gab es in einer kleinen Zeitung einen namenlosen Leitartikel, der auch sehr zornig über die jüngste Plagiatsdebatte zwischen Yu und Zhao war:

"...Hätte ich einst große Macht in Händen, würde ich diese Gestalten fangen und zu zehn Jahren Zwangsarbeit und Lesen verurteilen; Chinas Literaturwelt hätte vielleicht noch einen reinen Tag."

Zhang Xianzhong wollte selbst untergehen, daher fragte er bei seinen Handlungen nicht "wer recht oder unrecht hat", sondern tötete nur. Qing-Beamte schlugen ursprüngliche Kläger und Beklagte ohne Ansehen der Umstände je hundert oder fünfzig auf den Hintern - das kam gelegentlich vor, weil die Mandschu noch Sklaven zum Ausplündern wollten, das ist Herr "Lin Dings" alter Traum. Der namenlose Herr in der kleinen Zeitung war vergleichsweise zivilisiert - wenigstens kannte er schon die Methoden der Shanghaier Konzessionsbehörde, untere Chinesen zu "verurteilen".

Aber die erste Frage ist: Wie kann man "einst große Macht in Hände" bekommen? Wie können schwächliche Bücherwürmer zu Machthabern werden? Früher konnte man noch hoffen, Prinzessinnengemahl zu werden und sofort aufzusteigen - jetzt gibt es keine Kaiser mehr, selbst mit Gesicht voller Schneecreme wird man nie Prinzessinnen-Gunst finden; höchstens kann man hoffen, Schwiegersohn einer reichen Familie zu werden. Ämterkauf ist längst abgeschafft - für "große Macht" kann man nur wie der Fuchs vor hohen Trauben mit weißer Nase hochblicken. Literaturwelt-Vollständigkeit und -Reinheit sind wohl wirklich sehr nebelhaft.

Zur Vierter-Mai-Zeit entdeckte man in Verlagskreisen "Literaturbettler", dann "Literaturrowdys", aber diese majestätischen Gestalten entdeckte ich diesen Herbst neu in Shanghai - ohne Namen dafür nenne ich sie "Literaturbeamte". Betrachtet man Literaturgeschichte, hat die Literaturwelt oft vollständige und reine Zeiten, aber wer sah je, dass solche Literaturwelt-Klärung mit diesen "Literaturbeamten" zusammenhing?

Aber träumen kann man immer, schadet nichts und ist auch interessant zu schreiben. Ruht in Frieden, anwartende kleine Exzellenzen!

(5. September)

    • [Lehren des Films - Ru Niu]**

Als ich in meiner Heimat chinesische Oper sah, war ich noch nicht zum "Gebildeten" erzogen - kleine Freunde waren meist Bauern. Wir liebten Purzelbäume, Tiger-Sprünge, eine Rauchwolke, aus der ein Dämon erschien; die Handlung schien uns nicht zu betreffen. Große Masken und alte Männer kämpften um Städte und Land, junge Männer und Hauptdarstellerinnen erlebten Trennung und Wiedersehen - das war alles ihre Sache. Hackenstiel-fassende Bauernkinder wussten, dass sie nie zum General geweiht oder zur Hauptstadt zur Prüfung gehen würden. Aber ein Stück bewegte mich, hieß wohl »Zhan Mucheng hinrichten«. Ein hoher Beamter wurde unschuldig verleumdet und musste sterben - sein alter Diener sah ihm sehr ähnlich und ging für ihn zur "Hinrichtung". Diese tragischen Bewegungen und Gesänge rührten die Zuschauer und ließen sie ihr gutes Vorbild entdecken. Denn meine Heimat-Bauern halfen nach der Ernte großen Haushalten. Um echt zu wirken, musste die Herrin bei der Hinrichtung "den Kopf umarmend weinen", aber er stieß sie weg - selbst jetzt mussten Rangordnungen streng gewahrt werden, das war treuer Diener, Rechtschaffener, guter Mensch.

Als ich in Shanghai Filme sah, war ich längst "niederer Chinese" geworden - oben saßen Weiße und Reiche, unten reihten sich mittlere und niedere "chinesische Nachkommen". Auf der Leinwand kämpften weiße Soldaten, weiße Herren verdienten Geld, weiße Fräulein heirateten, weiße Helden erforschten, was Zuschauer bewundern, beneiden, fürchten ließ - sie fühlten sich unfähig. Aber wenn weiße Helden Afrika erforschten, kamen oft schwarze treue Diener, um Wege zu bahnen, zu dienen, zu kämpfen, für sie zu sterben, damit Herren sicher heimkehrten; bei der zweiten Expedition waren treue Diener unauffindbar, er erinnerte sich an die Toten, sein Gesicht verdüsterte sich, die Leinwand zeigte ein schwarzes Gesicht aus seiner Erinnerung. Gelbgesichtige Zuschauer verdüsterten meist im Dämmerlicht ihre Gesichter: Sie waren bewegt.

Glücklicherweise kämpften auch einheimische Filme - einen Sprung hoch auf die Mauer, eine Handbewegung, das fliegende Schwert geschleudert. Aber das zog sich mit der 19. Armee aus Shanghai zurück - jetzt bereitet man Turgenevs »Frühlingsflut« und Mao Duns »Seidenraupen« vor. Das ist natürlich Fortschritt. Aber dann kam zuerst ein heftig beworbener »Liebesgeschichte vom Yao-Berg«.

Dieser Film hat das Thema "Yao-Volk zivilisieren", den Kunstgriff "Prinzgemahl werben" - erinnert an »Silang besucht Mutter« und »Prinzessin Shuangyang verfolgt Di«. Chinas große Theorie von geistiger Zivilisation als Weltherrscher hört man neuerdings wenig - will man zivilisieren, muss man zu Miao, Yao und ähnlichen zurückweichen. Für solche Großtaten muss man zuerst "heiraten" - Huangdi-Nachkommen können wie Schwarze nicht mit eurasischen Großmacht-Prinzessinnen heiraten, daher kann sich geistige Zivilisation nicht verbreiten. Das kann jeder hieraus verstehen.

(7. September)

    • [Über Übersetzung (oben) - Luo Wen]**

Wegen meines kurzen Artikels entstand Herrn Mu Mutians »Von ›Zur Verteidigung der Übersetzung‹ zu Lous Übersetzung ›Europäische Literatur des 20. Jahrhunderts‹« (»Freie Diskussion« vom 9.), was mich sehr ehrt, und alle Kritikpunkte sind wohl wirkliche Fehler. Aber aus des Autors Anmerkung entstand wieder eine beiläufig zu besprechende, vielleicht nicht bedeutungslose Frage:

"Auf Seite 199 steht: 'Unter diesen Romanen sind die unsterblichen Werke von Louis Bertrand, kürzlich von der Akademie ausgewählt (Übersetzer: wohl die russische kommunistische Akademie des Autors), die vorzüglichsten.' Meiner Ansicht nach meint 'Academia' hier die französische Akademie. Die Sowjetunion mag als entwickeltes Kunst-Land gelten, aber wird kaum Sammlungen imperialistischer Autoren machen? Ich weiß nicht, warum Herr Lou so willkürlich kommentiert."

Welches Landes Academia? Ich weiß es nicht. Natürlich ist die französische Akademie sehr plausibel, aber wir können nicht entscheiden, dass Sowjet-Akademien "keine imperialistischen Autorensammlungen machen". Vor zehn Jahren bestimmt nicht - nicht nur aus materiellen Gründen, auch um das Revolutions-Baby zu schützen, konnte man nicht wahllos nährende, nutzlose, schädliche Nahrung vor es legen. Jetzt geht es - das Baby ist gewachsen, stark und klug geworden. Selbst Opium oder Morphium zu zeigen ist ungefährlich, aber natürlich müssen Aufklärer zeigen: Konsum macht süchtig, Sucht macht zum Wrack oder gesellschaftlichen Schädling.

Tatsächlich sah ich sowjetische Academia-Neuübersetzungen arabischer »Tausendundeine Nacht«, italienisches »Decamerone«, spanischen »Don Quijote«, englischen »Robinson Crusoe«; in Zeitungen las ich von Tolstoi-Auswahlen und Goethe-Gesamtausgaben - vollständigeren. Bertrand war nicht nur katholischer Propagandist, sondern Monarchie-Sprecher, aber verglichen mit dem deutschen Bourgeois-Literaten Goethe aus dem frühen 19. Jahrhundert waren seine Werke nicht schädlicher. Daher ist sowjetische Auswahl-Ausgabe sehr möglich. Aber vor diesen Büchern stehen bestimmt ausführliche Vorworte mit sorgfältiger Analyse und korrekter Kritik.

Je ferner Autoren den Lesern sind, desto unschädlicher für Leser. Klassische, reaktionäre Werke mit sehr verschiedenen Ideologien können neue Jugend meist nicht bewegen (aber natürlich braucht es korrekte Anleitung), stattdessen kann man Beschreibungskunst und Autoren-Bemühungen lernen. Wie große Arsenstücke - nach Betrachtung weiß man ihre tödliche Kraft und Kristallform: pharmakologisches und mineralogisches Wissen. Gefährlich ist begrenztes Arsen in Nahrung, das Jugendliche unbewusst schlucken - wie scheinrevolutionäre "Revolutionsliteratur", scheinkämpferische "materialistische Geschichtskritik". Das sollte man vermeiden.

Ich befürworte, dass Jugendliche auch "imperialistische" Werke lesen - das alte "sich und Feinde kennen". Jugendliche unbewaffnet zu Tigern und Wölfen in tiefe Berge zu schicken ist dumm, aber aus Tiger-Wolf-Furcht nicht mal in eisengegitterte Zoos zu gehen, ist lächerlich töricht. Was sind schädliche Literatur-Eisengitter? Kritiker.

(11. September)

Nachtrag: Dieser konnte nicht gedruckt werden.

(15. September)

    • [Über Übersetzung (unten) - Luo Wen]**

Aber in jener »Verteidigung der Übersetzung« erwartete ich von Kritikern drei Punkte: 1. Schlechtes aufzeigen; 2. Gutes fördern; 3. Wenn nichts da ist, auch Besseres. Herr Mu Mutian tat das Erste. Danach könnten andere Kritiker Weiteres tun - eine große Frage.

Daher ergänze ich: Gibt es nicht mal Besseres, dann nach Aufzeigen schlechter Übersetzungen auch zeigen, welche Stellen den Lesern noch nützen können.

Künftige Übersetzungswelt wird wohl weiter rückläufig sein. Abgesehen von Armut - betrachtet man Gebiet und Bevölkerung: Japan nahm vier Provinzen, ein großer Teil ist überflutet, ein großer Teil dürr, ein großer Teil im Krieg. Kurz überlegt - Leser sind sehr zurückgegangen. Wegen geringem Absatz wird Verlagswelt mehr spekulieren und betrügen, Schreibende müssen mehr spekulieren und betrügen. Selbst Ehrliche werden durch Existenznot zu Pfusch gedrängt, bekommen neue Mängel. Durch Konzessions-Wohngebiet-Straßen gehend: Drei-Türen-Obstläden, kristallene Schaufenster mit roten Äpfeln, gelben Bananen, unbekannten tropischen Früchten. Kurz stehend weiß man: Chinesen gehen selten hinein, können sich's nicht leisten. Wir müssen zu Landsleute-Obstständen, für wenig Geld faulen Apfel kaufen.

Faule Äpfel schmecken schlechter als anderes Obst, aber manche kaufen sie. Wir haben eine gegenteilige Eigenart: Schmuck muss "reingolden", Menschen "vollkommen" sein. Ein Mangel - manchmal will man alles nicht. Liebhaber mit Geschwüren führen nicht gleich zur Anwalts-Scheidung, aber zu Autoren, Werken, Übersetzungen ist man vergleichsweise streng: Shaw auf großem Schiff - schlecht; Barbusse nicht erstklassiger Autor - auch schlecht; Übersetzer "Universitätsprofessor, niederer Beamter" - noch schlechter. Gute kommen nicht - was tun? Ich denke, Kritiker sollten mit Faule-Äpfel-Essen-Methode helfen.

Frühere Kritik-Methode: Dieser Apfel ist fleckig, taugt nichts, sofort wegwerfen. Aber Käufer haben begrenztes Geld - große Ungerechtigkeit, außerdem wird es künftig ärmer. Daher scheint künftig am besten, Sätze hinzuzufügen: Ist es nicht kernfaul, sagen: Dieser Apfel ist fleckig, aber hier ist nicht faul, noch essbar. So sind Übersetzungs-Qualitäten klar und Leser-Verluste kleiner.

Aber solche Kritiken gibt es in China wenig. Selbst »Freie Diskussion«-Kritiken zu »Europäische Literatur des 20. Jahrhunderts« zeigen nur Faulstellen; früher kritisierte jemand Zou Taofens »Gorki« kurz, zeigte nur Mängel auf. Ersteres sah ich nicht, kann nichts zu anderen Vorzügen sagen, aber letzteres blätterte ich durch - außer kritisierten Mängeln gab es viele Schilderungen von Autoren-Mut und Beamten-Gemeinheit, sehr nützlich für junge Autoren, aber wegen Faulstellen wurde es aus dem Korb geworfen.

Daher hoffe ich, fleißige Kritiker machen Faule-Äpfel-Schneiden - wie "Schrott sammeln", sehr mühsam aber nötig und allen nützlich.

(11. September)

    • [Neue Herbst-Notizen (3) - Lü Xun]**

"Herbst kommt!"

Herbst kommt wirklich - sonnige Tage sind noch gut, nachts im Ausländer-Hemd wird es kühl. Zeitungen voller "Herbst"-Artikel: Herbst begrüßen, beklagen, betrauern, tadeln... Zeitgemäß wollte ich auch etwas machen, kann aber nicht. Ich denke, selbst "Herbst beklagen" braucht wohl Glück - sehr beneidenswert.

Ich erinnere mich: Als Kind von Eltern geliebt, war Kleinerkrankungen am interessantesten - schwere nicht, zu schmerzhaft und gefährlich. Kleinkrank, träge im Bett, etwas melancholisch und verwöhnt, leicht bitter und süß - wirklich wie Herbst-Poesie-Bereich. Ach, seit Herumirrens verlor sich Inspiration, selbst Kleinkrankheiten kommen nicht. Gelegentlich Literaten-Texte lesend über Herbstblumen-Trauermienen und schweigendes Meer - nur eigene Gefühllosigkeit spürend. Nie sah ich Herbstblumen meinetwegen trauern und plötzlich Farbe wechseln; bei Wind heult das Meer immer, egal ob ich Lärm oder Stille liebe.

Dame Bingying belehrt uns: "Chen studiert Wissenschaft, aber in diesem Moment vergaß er völlig seine Interessen, in seinem Geist war nur der Zweck, Naturschönheit voll zu genießen..." Auch ein Glück. Wissenschaft lernte ich oberflächlich, nur ein Biologie-Lehrbuch, aber die Lehren - Blüten sind Pflanzen-Geschlechtsorgane, Insekten- und Vogellaute sind Paarungsrufe - vergesse ich nicht. Gestern abend über Ödland wandelnd, Grillen unter Wildchrysanthemen hörend, schien es schöne Landschaft, Poesie sprudelte, ich machte zwei Zeilen Neue Poesie:

Unter Wildchrysanthemen-Geschlechtsorganen,

   Grille hängt Arme.

Geschrieben sieht es zwar eleganter aus als Grobian-Volkslieder, aber verglichen mit Neudichter-Poesie von "Inspiration" ist es "ärmlich". Zu wissenschaftlich, zu real - unelegant. Als alte Poesie wäre es vielleicht nicht so. Geschlechtsorgane kann man mit Yan Fuus Übersetzung "Sexorgane" nennen; "Arme hängen" verstehe ich selbst nicht, aber Shanghai-Kenner sagen, es komme von westlichen Männern und Frauen, die eingehakt gehen, erweitert zu Verführung oder Werben um Gegengeschlecht. Hängen heißt aufhängen, auch umfassen. So übersetzt sich mein Gedicht:

Unter Wildchrysanthemen-Sexorganen, Singende Grille hängt Ellbogen.

Obwohl rätselhaft, scheint es viel eleganter und besser. Menschen verstehen nicht, daher elegant und gut - noch heute Literaten-Geheimnis. Was meinen "Neudichter" Shao Xunmei und Konsorten dazu?

(14. September)

    • [Sitte - Wei Suo]**

Zeitunglesen ist nützlich, wenn auch manchmal drückend. China ist beispielsweise das Land mit den meisten Nationalschmach-Gedenktagen - an solchen Tagen müssen Zeitungen einige Berichte und Artikel bringen. Aber das wird zu wiederholt und lang, leicht einheitlich - diesmal brauchbar, nächstes Mal auch brauchbar, letztes Jahr verwendet, nächstes Jahr vielleicht noch brauchbar, solange nichts Neues kommt. Selbst bei Neuem können Texte vermutlich noch verwendet werden, weil man eh nur diese Sätze sagen kann. Wer nicht vergesslich ist, fühlt sich gedrückt, sieht keine neuen Erkenntnisse.

Aber ich lese trotzdem. Heute zufällig Pekinger Trauerfeier für Anti-Japan-Helden Deng Wen gesehen: erst Bericht, dann Reden, schließlich "Zeremonie beendet, Musik gespielt, Versammlung aufgelöst".

So bekam ich neue Erkenntnis: Alle Gedenkfeiern sind nur "Sitte".

China ist ursprünglich "Sitte-Rechtschaffenheits-Land" - über Sitten gibt es drei große Bücher, sogar ins Ausland übersetzt. Ich bewundere besonders »Yili«-Übersetzer. Herrscher dienen ist heute unwichtig; Eltern dienen braucht natürlich Pietät, aber Nachtodesverfahren gehören zu Opfersitten, jede hat Zeremonien - heutige Todestag-Verehrung, Geburtstag-Feiern. Neue Todestage kommen hinzu, alte werden schwächer - "neue Geister groß, alte klein". Unsere Gedenktage sind bei alten weniger eifrig, bei neuen Schwinden wartet man ab - wie Familien-Todestage. Jemand sagte, Chinas Staat basiert auf Familie - wahre Einsicht.

China war ursprünglich "Sitte-Nachgeben-Land" - mit Sitten kommt Nachgeben, mehr Nachgeben macht mehr Sitten. Dieser Abschnitt sei weggelassen.

Früher regierte man mit Huanglao oder Pietät. Jetzt wohl Sitte-Regierungszeit - das verstehend weiß man, Volksmassen für Gedenktag-Gleichgültigkeit zu tadeln ist falsch. »Sitten« sagen: "Sitten gelten nicht für gewöhnliche Leute"; materielle Dinge zu sparen ist falsch - sagte Konfuzius nicht: "Du liebst dein Schaf, ich liebe die Sitte!"

"Unsittliches nicht sehen, hören, sagen, tun", still warten auf anderer "viel Unrecht führt zu Selbstvernichtung" - das ist Sitte.

(20. September)

    • [Eindrücke erfragen - Tao Zhui]**

Nach der Vierter-Mai-Bewegung scheinen Chinesen eine neue Eigenart entwickelt zu haben: Bei ankommenden ausländischen Berühmtheiten oder Reichen gern nach China-Eindrücken zu fragen.

Russell kam nach China lehren - radikale Jugendliche hielten Banketts, fragten nach Eindrücken. Russell: "Ihr behandelt mich so gut - selbst Schlechtes zu sagen wäre unpassend." Radikale Jugendliche ärgerten sich über seine Ausflüchte.

Shaw reiste durch China - Shanghaier Reporter sammelten sich, fragten nach Eindrücken. Shaw: "Meine Meinungen gehen euch nichts an. Wäre ich ein Krieger und hätte hunderttausend Menschen getötet, würdet ihr meine Meinungen respektieren." Revolutionäre und Nicht-Revolutionäre ärgerten sich über seine Bissigkeit.

Diesmal kam Schwedens Prinz Carl nach Shanghai - Reporter veröffentlichten seine Eindrücke: "...überall herzlich von örtlichen Beamten und Bürgern empfangen, sehr dankbar und erfreut, die Reise-Eindrücke über eure Regierung und Bürger sind äußerst positiv und unvergesslich." Das ist sicherst - wird wohl keine Streitigkeiten hervorrufen.

Tatsächlich waren Russell und Shaw nicht ausweichend oder bissig. Gäbe es einen Ausländer, der bei Eindrucks-Fragen zurückfragt: "Welche Eindrücke haben Sie selbst von China?" - das wäre ein schwer zu schreibender Artikel.

Wir sind in China aufgewachsen - fühlen wir etwas, kann es nicht "Eindruck" heißen, aber Meinung geht. Wie aber aussprechen? Zu sagen, wir seien wie Fische im trüben Wasser, lebten verwirrt und rätselhaft, klingt nicht nach Meinung. China sehr gut zu nennen ist wohl schwer. Das ist Patrioten-Kummer über "verlorenes Volks-Selbstvertrauen" - aber es scheint wirklich verloren. Andere nach Eindrücken zu fragen ist wie Wahrsage-Stäbchen ziehen - selbst innerlich zweifelnd.

Unter uns gibt es Meinungsäußerer, aber oft sind es schwache, harmlose, die nicht "hunderttausend Menschen töteten", sich "kleine Bürger" nennen - daher "respektiert" niemand ihre Meinungen, sie sind allen "gleichgültig". Einflussreiche Große waren in Opposition vielleicht radikal, aber jetzt schweigen sie - China "behandelt mich so gut, Schlechtes zu sagen wäre unpassend". Die damaligen Russell-Banketteure aus der Xinchao-Gesellschaft, die sich über seine Antworten ärgerten, zeigen heute wirklich: Russell war kein Ausweicher, sondern prophetischer Satiriker, der zehn Jahre später Gedanken voraussagte.

Das ist mein Eindruck, eine Antwort-Nachahmung, von Ausländer-Mündern abgeschrieben.

(20. September)

    • [Religion fressen - Feng Zhiyu]**

Herr Da kritisierte in »Literatur-Orthodoxie-Traum«, weil Liu Xie träumte, Konfuzius zu folgen, dann über Literatur diskutierte, später aber Mönch wurde, seine "Beschämung alter Heiliger". Tatsächlich haben seit Süd-Nord-Dynastien alle Literaten, Gelehrten, Taoisten, Mönche meist "Charakterlosigkeit" als Besonderheit. Seit Jin haben Berühmtheiten jeder drei kleine Spielereien: 1. »Analekten« und »Pietät-Klassiker«, 2. »Laozi«, 3. »Vimalakirti-Sutra« - nicht nur als Gesprächsstoff, oft auch kommentiert. Tang hatte Drei-Religionen-Debatten, später allgemeines Scherzen; sogenannte Gelehrte schrieben Kloster-Inschriften wie nichts Besonderes. Song-Gelehrte wirkten würdevoll, stahlen aber Zen-Aufzeichnungen. Qing ist nicht lange her - wir wissen noch, dass Gelehrte an »Taishang Ganying Pian« und »Wenchang Dijun Yinzhi Wen« glaubten und Mönche zum Buße nach Hause holten.

Als Christentum nach China kam, hielten sich Christen für gläubig, aber Außenstehende nannten sie alle "Religion fressend". Diese zwei Worte zeigen wirklich Christen-"Geist", können die meisten konfuzianisch-buddhistisch-taoistischen Gläubigen einschließen, auch auf viele "Revolution fressende" alte Helden übertragen werden.

Qing-Leute nannten Achtgliedrige Essays "Türklopfer" - nach Titelerwerb war die Tür offen, der Stein nutzlos. Neuerdings gibt es Zeitschriften-"Prinzipien". »Moderne Kritik« verschwand nicht durch Unterdrückung, sondern weil Autoren aufstiegen; »Xinyue«s Kälte liegt daran, dass alte Mitglieder alle "hochkletterten", weit vom Mond entfernt. Zur Unterscheidung von "Türklopfern" nennen wir das "Himmelsleitern".

"Religion" in China war nicht anders. Revolution predigen - eine Zeit; Loyalität-Pietät predigen - wieder eine Zeit; mit Lamas Kreise drehen - wieder eine Zeit; Pagoden für Prinzipien bauen - wieder eine Zeit. In rein-fressenden Zeiten sollte ein Ziel bestimmt sein, in misch-fressenden Zeiten sind alle Religionen nicht verschieden - ein Teller ganze Ente, ein Teller Allerlei. Liu Xie ebenso - nur von "Ingwer nicht weglassen" zu Vegetarismus, Magen-Anteile blieben gleich. Als Mönch »Analekten«, »Pietät-Klassiker« oder »Laozi« zu kommentieren bleibt "natürlich und rechtmäßig".

(27. September)

    • [Tee trinken - Feng Zhiyu]**

Eine Firma war wieder billig - kaufte zwei Unzen guten Tee, je Unze zwanzig Cent. Erst eine Kanne gebrüht, aus Angst vor Erkaltung in Wattejacke gewickelt, aber beim feierlichen Trinken schmeckte es wie gewohnter Grobtee, auch sehr trüb.

Ich wusste, das war mein Fehler - guten Tee trinkt man aus Deckeltassen. Also Deckeltasse. Wirklich - nach Aufbrühen klar und süß, leicht duftend und bitter, definitiv guter Tee. Aber das braucht ruhiges Sitzen - als ich beim Schreiben von »Religion fressen« einen Schluck nahm, verschwand der gute Geschmack unbewusst, wie Grobtee.

Guten Tee haben und trinken können ist "reines Glück". Aber für dieses "Glück" braucht man erst Zeit, dann besondere trainierte Sinne. Aus dieser winzigen Erfahrung denke ich: Wäre es ein körperlich arbeitender Mann mit dürrer Kehle, würde selbst Longjing-Knospen-Tee oder Perlen-Orchideen-Mischung wohl kaum anders als warmes Wasser schmecken. Sogenannte "Herbstgedanken" sind genauso - Poeten spüren "ach, traurig ist Herbst-Atmosphäre", Wind, Regen, Sonnenschein geben Anreize, einerseits auch "reines Glück", aber alte Bauern wissen nur: Jährlich jetzt Reis schneiden.

Manche meinen, solche feine, scharfe Sinne gehören natürlich nicht Groben - das ist Oberschicht-Markenzeichen. Aber ich fürchte, dieses Markenzeichen wird bankrott gehen. Wir haben Schmerzgefühl - einerseits leiden wir, andererseits können wir uns verteidigen. Ohne es würde selbst ein Messer im Rücken unbewusst bleiben bis zum Verbluten, ohne zu wissen warum. Wird Schmerzgefühl aber zu fein und scharf, spürt man nicht nur kleine Dornen auf Kleidung, auch Nähte, Knoten, Stofffasern - ohne "nahtlose Himmelsgewänder" wäre es täglich wie Dornen am Körper, unlebbar. Aber Fein-Schärfe-Vortäuschung ist anders.

Feine, scharfe Sinne sind verglichen mit Gefühllosigkeit natürlich Fortschritt, aber nur soweit sie Lebens-Evolution helfen. Sind sie irrelevant oder hinderlich, ist das krankhafte Evolution, bald beendet. Vergleichen wir reines-Glück-genießende, Herbst-herz-tragende Elegante mit schlecht-gekleideten, grob-essenden Groben - wer lebt länger? Nach Teetrinken, Herbst betrachtend, denke ich: Guten Tee nicht zu kennen, keine Herbstgedanken zu haben ist auch gut.

(30. September)

    • [Verbot und Eigenproduktion - Ru Niu]**

Laut Zeitungen verbieten manche Orte wegen hoher Bleistift- und Füllfeder-Importe deren Gebrauch und kehren zu Pinseln zurück.

Sprechen wir nicht von Flugzeugen, Kanonen, amerikanischer Baumwolle und Weizen als Nicht-Inlandswaren, nur von Papier und Stiften.

Sprechen wir nicht von Kalligraphen und Nationalmalern, nur von wirklichen Geschäfteleuten. Für diese sind Pinsel sehr unpraktisch. Tuschstein und Tusche kann man nicht tragen, Tuschsaft nehmen - aber gibt es Inlands-Tuschsaft? Nach meiner Erfahrung ist Tuschsaft kein Dauergebrauchsmittel - nach einigen tausend Zeichen klebt der Pinsel fest. Mit Tuschstein Tusche reiben, Papier ausbreiten, Pinsel lecken - selbst bei Studenten-Vorlesungsnotizen würde die Geschwindigkeit wohl ein Drittel weniger als mit Füllfedern, sie müssten weniger kopieren oder Lehrer langsamer sprechen lassen - aller Zeit ein Drittel verschwendet.

"Praktisch" heißt nicht faul sein, sondern in derselben Zeit mehr schaffen. Das spart Zeit, macht begrenzte Leben effektiver, verlängert Leben. Alte sagten: "Nicht Menschen reiben Tusche, Tusche reibt Menschen" - beklagten Lebens-Verschwendung für Papier und Tusche. Füllfedern können diesen Mangel beheben.

Aber ihr Bestehen braucht Zeit- und Lebens-Wertschätzung. China nicht - daher keine Inlandswaren. China hat Import-Export-Bücher, aber keine Bevölkerungs-Bücher. Wieviel Kraft und Energie kosten Eltern für eines Menschen Aufzucht und Bildung? Junge Männer und Frauen verschwinden oft spurlos, niemand beachtet es. Kleine Zeit ist natürlich kein Problem - mit Pinseln herumspielen zu können ist vielleicht sogar Glück.

Wie China verwendete auch Japan lange Pinsel. Aber in Japan sind Pinsel fast verschwunden, ersetzt durch Blei- und Füllfedern, sogar Übungshefte dafür gibt es viele. Warum? Weil praktisch, zeitsparend. Fürchten sie nicht "Leckage"? Nein, sie produzieren selbst und exportieren nach China.

Wenn Ausgezeichnetes nicht inländisch ist, verbietet China es, Japan imitiert es - völlig verschiedene Länder.

(30. September)

    • [Zaubertricks anschauen - You Guang]**

Ich liebe "Zaubertricks".

Sie sind Wanderkünstler, daher überall gleiche Tricks. Zum Geldsammeln brauchen sie zwei nötige Dinge: einen schwarzen Bären, ein kleines Kind.

Der schwarze Bär ist wirklich mager gehungert, hat fast keine Kraft mehr sich zu bewegen. Natürlich darf er nicht stark werden - stark wäre er unbändig. Jetzt halbtot, trotzdem mit Eisenring durch die Nase und Seil geführt für Auftritte. Manchmal bekommt er etwas zu essen - ein kleines Stück aufgeweichter Mantou-Rinde, aber der Löffel wird hochgehalten, er muss aufstehen, Kopf strecken, Maul öffnen, lange warten bis es hinunterfällt, und der Zauberer sammelt dadurch Geld.

Diese Bären-Herkunft erwähnte niemand in China. Westliche Untersuchungen sagen: Von klein auf aus Bergen gefangen; große unbrauchbar, weil groß bedeutet wilde Natur unänderbar. Aber auch kleine brauchen "Training" - diese "Training"-Methoden sind "Schlagen" und "Hungern"; später Tod durch Misshandlung. Ich halte das für wahr - sehen wir sie noch lebend auftreten, sind sie so mager ohne Bären-Atmosphäre, manche Orte nennen sie "Hundebären" - so verachtet.

Kinder auf der Bühne leiden auch - Erwachsene treten auf ihre Bäuche oder verdrehen ihre Hände, sie zeigen sehr gequälte, schwierige, belastete Mienen, verlangen Zuschauer-Rettung. Sechs, fünf, vier, drei... und der Zauberer sammelt wieder Geld.

Er wurde natürlich trainiert - dieses Leiden ist gespielt, mit Erwachsenen abgesprochen, schadet aber dem Geldverdienen nicht.

Nachmittags Gong schlagen und anfangen, so bis abends, Ende, Zuschauer zerstreuen sich - manche zahlten, manche zahlten nie.

Bei jedem Ende gehe ich und denke: Zwei Geldverdiener-Werkzeuge - eins wird zu Tode gequält, dann werden kleine neue gesucht; eins wird groß, dann andere kleine Kinder und kleine Bären gesucht für dieselben Tricks.

Es ist wirklich einfach - kurz gedacht scheint es langweilig. Aber ich schaue trotzdem oft zu. Was soll ich sonst anschauen, meine Herren?

(1. Oktober)

    • [Doppel-Zehn-Nostalgie - Shi Pi]**

- Blick auf Herbst des 19. Jahres aus Jahr 22 der Republik

    • Einleitung**

Für routinemäßige "Doppel-Zehn"-Artikel muss man zuerst Material finden. Zwei Methoden: aus dem Kopf oder aus Büchern. Ich wählte letztere. Aber nach Durchsuchen von "Beschreibungs-Wörterbüchern" nichts darin; nach Durchwühlen von "Artikel-Methoden" auch nichts. Glücklicherweise "haben gute Menschen Himmelshilfe" - in Papierhaufen fand ich eine Rolle: Ausschnitte Shanghaier großer und kleiner Zeitungen vom 3.-10. Oktober des 19. Jahres der Republik. Exakt drei Jahre her - wofür gesammelt? Selbst vergessen. Vielleicht für heutiges Material? Bestimmt nicht unbedingt. Aber "Abfall-Nutzung" - schon gefunden, liste ich Inhalte auf. Platzsparend ohne Anzeigen-, Nachrichten-, Telegramm-Unterscheidung, auch ohne Zeitungsnamen, da solche Texte meist alle Zeitungen hatten.

Wozu anschauen? Nicht zu sagen. Muss ich antworten, dann: Wie eigene Fotos von vor drei Jahren betrachten.

    • 3. Oktober**

Jiangwan-Pferderennen. Chinesisches Rotes Kreuz sammelt für Hunan, Liaoning und andere Provinzen. Zentralarmee erobert Chenliu. Liaoning gründet Vize-Oberkommando. Banditen schlachten Li-County ab. Sechsjähriges Mädchen schwanger. Xin Bosen schwer verletzt. Wang Jingwei erreicht Taiyuan. Lu Xingbang verhandelt Kapitulation. Zusätzliche Truppen nach Jiangxi gegen Kommunisten. Zoll-Abschaffung bis Januar verlängert. Mexiko weist Chinesen aus, 56 kehren zurück. Mussolini fördert Kunst. Tan Yankai-Anekdoten. Krieger-Gesellschaft wirbt für Mitglieder.

    • 4. Oktober**

Qitian-Theater eröffnet innovative »Westliche Reise«-Verbesserung zum Mondfest. Fortschrittliche, nationalistische, einzige Literaturzeitschrift »Vorhut-Monatsschrift« Erstausgabe zum Doppel-Zehn-Fest. Luftwaffe bombardiert wieder Yong. Banditenbekämpfungs-Geschichten.

    • 5. Oktober**

Vorsitzender Jiang bittet Regierung um Amnestie für politische Gefangene. Cheng Yanqius Bühnen-Erfolg. Weileguans Kaution.

    • 6. Oktober**

Fan Diwens Vortrag-Notizen. Hier bitte andächtig "Namo Amituofo" rezitieren... Alle irrten - Mondfest ist am 6. dieses Monats. Zhao Daiwens Vermögens-Beschlagnahme. Hubei-Partei gratuliert zu Xu- und Bian-Rückeroberung. Verbot privaten Missbrauchs von Partei-Staatsflaggen.

    • 7. Oktober**

Regierungs-Sauberkeits-Bewegung unterstützen. Tianjin-Pukou-Linie wird durchgehend fahren. Beijing-Tianjin-Parteibüros werden wieder eröffnet. Französisches Rad erschlägt Hafenarbeiter. Wang Shizhens Beerdigung. Feng- und Yan-Truppen völlig aufgelöst. Hubei Laifeng-Mais trägt doppelte Ähren. Unschuldsgeist rächt sich, Verlobter fordert Leben. Geist schlägt Menschenrücken.

    • 8. Oktober**

Fujian-Krieg tobt weiter. 8. Armee blockiert Liuzhou-Verkehr. Andersons Archäologie-Team kehrt aus Mongolei nach Beijing zurück. Inlandswaren-Mode-Ausstellung. Südostasien-erschütternder Xiao Xinan-Fall. Schulen sollten Chinesisch betonen. Zhengzhou-Flugzeug-Raub-Rückblick. Tan-Residenz Trauerspruch-Auswahl. Wang Jingwei plötzlich verschwunden.

    • 9. Oktober**

Nordwest-Armee aufgelöst. Außenministerium veröffentlicht britischen Boxer-Entschädigungs-Rückgabe-Briefwechsel. Hauptstadt-Garnison erschießt Verbrecher. Xin Bosen leichte Besserung. Inlandswaren-Mode-Ausstellung. Shanghais beispielloser Tanz-Unterhaltungs-Ball.

    • 10. Oktober**

Ganzes Land jubelt bei Doppel-Zehn-Feier. Verrat niedergeschlagen, ganzes Land feiert Nationalfeiertag, Vorsitzender Jiang kehrte gestern triumphierend für Zeremonie zurück. Tianjin-Pukou-Bahn fährt vorerst noch abschnittsweise. Hauptstadt erschießt neun kommunistische Verbrecher. Lindai von Banditen geplündert. Laochenweis Banditen-Katastrophe grausam. Seeräuber stören Fengli. Cheng Yanqiu feiert Nationalfeiertag. Jiang Lixia vergisst Doppel-Zehn nicht. Nanchang verbietet Barfußgehen. Verwundete Soldaten beschimpfen Sun Zuji. Dieses Jahr Doppel-Zehn erfreulich und gratulierenswert, mehr als früher.

    • Schluss**

Ich sage auch: "Dieses Jahr Doppel-Zehn erfreulich und gratulierenswert, mehr als früher."

(1. Oktober)

Nachtrag: Dieser konnte nicht gedruckt werden, wohl von jemandem weggenommen - bei Doppel-Zehn-Feiern ist "Gegenwart beklagen" schwer, "Nostalgie" auch nicht leicht.

(13. Oktober)

    • ["Dritter-Dritter"-Erinnerung - Feng Zhiyu]**

- 1933 erinnernd an Ende der Guangxu-Zeit

Ich will einige vergangene Menschen loben - das ist wohl keine "Knochen-Vernarrtheit".

Sogenannte vergangene Menschen meint Guangxu-Ende "Neue Partei", Republik-Anfang "alte Neue Partei". Nach 1894-Niederlage erwachten sie, wollten "Reform" - selbst 30-40-jährige Mittelalte lasen »Rechnen-Gespräche«, »Chemie-Spiegel«; lernten Englisch, Japanisch, steife Zunge, seltsame Laute rezitierend, ohne Scham - um "westliche Bücher" zu lesen, westliche Bücher für Chinas "Reichtum und Stärke". Heutige Antiquariate haben noch »Reichtum-Stärke-Buchreihen« wie gegenwärtige "Beschreibungs-Wörterbücher" und "Grund-Englisch" - damalige Zeiterscheinungen. Selbst Achtgliedriger-Essay-Zhang Zhidong ließ Miao Quansun für »Bücherlisten-Antworten« energisch Übersetzungen hinzufügen - so heftig war Reform-Trend.

Jetzt aber anderes Phänomen. Manche neue Jugendliche, Umstände völlig gegenteilig zu "alter Neuer Partei" - nie Achtgliedriges Gift berührt, Schulbildung, keine Nationalstudien-Experten, aber: lernen Siegelschrift, füllen Ci-Gedichte, empfehlen »Zhuangzi«, »Wenxuan«, selbstgeschnitzte Briefumschlag-Druckplatten, Neue Poesie in Quadraten - außer Neue-Poesie-Vorliebe wie Guangxu-Anfang-Elegante, nur ohne Zöpfe und gelegentlich Westkleidung.

Neuerdings oft gesagt: "Alte Flaschen können keinen neuen Wein fassen." Das ist falsch. Alte Flaschen können neuen Wein, neue Flaschen alten Wein fassen - zum Beweis tausche man Wujiaopi und Brandy aus: Wujiaopi in Brandy-Flasche bleibt Wujiaopi. Dieses einfache Experiment zeigt nicht nur, dass "Fünf-Wechsel-Melodie" und "Zehn-Sammlung-Zeichen"-Formen neuen Inhalt aufnehmen können, sondern beweist: In neuen Jugendlichen-Hüllen können "Tongcheng-Irrlehre" oder "Auswahl-Dämonen" lauern.

"Alte Neue Partei"-Einsichten waren oberflächlich, aber sie hatten ein Ziel: Reichtum-Stärke. Daher entschieden, praktisch; Fremdsprachen-Lernen war seltsam-lautend, aber hatte ein Ziel: Reichtum-Stärke-Methoden suchen. Daher ernst, leidenschaftlich. Als Anti-Mandschu-Lehren sich ausbreiteten, wurden viele Revolutionäre - immer noch für Chinas Reichtum-Stärke, meinend dies müsse mit Anti-Mandschu beginnen.

Anti-Mandschu war lange erfolgreich, Vierter-Mai lange vorbei - nun Siegelschrift, Ci, »Zhuangzi«, »Wenxuan«, alte Briefumschläge, quadratische Neue Poesie. Wir haben neue Bestrebungen: mit "alter Eleganz" zwischen Himmel und Erde bestehen. Gelänge wirkliches Bestehen, ergänzte das "Existenzkampf" um neues Beispiel.

(1. Oktober)

    • ["Nach Erinnerung" (oben) - Feng Zhiyu]**

Wieder unvorsichtig etwas erinnert, brachte Herrn Shi Zheshengs »›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹« hervor - er meint, meine Worte seien für ihn gedacht, hofft aber, sie seien nicht für ihn gedacht.

Einige Erklärungen: Jene »Erinnerung« war nicht für Herrn Shi geschrieben, aber Herr Shi kann darin sein.

Wären sie speziell gegen Einzelpersonen gerichtet, sollte man nach heutigem modernem Beispiel Gegners Herkunft, Bildung, Aussehen, sogar Heimat-Erzeugnisse und Vaters Geschäft untersuchen und anspielen - das wäre angemessen. In meinem Stück ist davon nichts. Das Gemeinte ist eine große Schar von Nachkommen-Gruppen-Atmosphäre, nicht bestimmte Personen; aber da es eine Gruppe meint, werden natürlich nicht wenige getroffen - wenn nicht ganz, dann Gliedmaßen, wenn nicht permanent zu dieser Truppe gehörig, so doch zeitweise. Herr Shi sagte selbst, er empfahl Jugendlichen »Zhuangzi« und »Wenxuan« "als literarische Bildungshilfe" - natürlich verwandt mit meiner Kritik, aber zu meinen, der Artikel sei für ihn geschrieben, ist wirklich "überempfindlich" - das meinte ich nicht.

Aber das war vor Herrn Shis Meinungsäußerung - jetzt ist selbst diese "Verwandtschaft" etwas entfernter, denn meine Kritik galt vergleichsweise verstockten Nachkommen-Gruppen mit noch höheren Standards.

现在看了施先生自己的解释,(一)才知道他当时的情形,是因为稿纸太小了,“倘再宽阔一点的话”,他“是想多写几部书进去的”;(二)才知道他先前的履历,是“从国文教员转到编杂志”,觉得“青年人的文章太拙直,字汇太少”了,所以推举了这两部古书,使他们去学文法,寻字汇,“虽然其中有许多字是已死了的”,然而也只好去寻觅。我想,假如庄子生在今日,则被劈棺之后,恐怕要劝一切有志于结婚的女子,都去看《烈女传》的罢。


还有一点另外的话——


(一)施先生说我用瓶和酒来比“文学修养”是不对的,但我并未这么比方过,我是说有些新青年可以有旧思想,有些旧形式也可以藏新内容。我也以为“新文学”和“旧文学”这中间不能有截然的分界,然而有蜕变,有比较的偏向,而且正因为不能以“何者为分界”,所以也没有了“第三种人”的立场。


(二)施先生说写篆字等类,都是个人的事情,只要不去勉强别人也做一样的事情就好,这似乎是很对的。然而中学生和投稿者,是他们自己个人的文章太拙直,字汇太少,却并没有勉强别人都去做字汇少而文法拙直的文章,施先生为什么竟大有所感,因此来劝“有志于文学的青年”该看《庄子》与《文选》了呢?做了考官,以词取士,施先生是不以为然的,但一做教员和编辑,却以《庄子》与《文选》劝青年,我真不懂这中间有怎样的分界。


(三)施先生还举出一个“鲁迅先生”来,好象他承接了庄子的新道统,一切文章,都是读《庄子》与《文选》读出来的一般。“我以为这也有点武断的。”他的文章中,诚然有许多字为《庄子》与《文选》中所有,例如“之乎者也”之类,但这些字眼,想来别的书上也不见得没有罢。再说得露骨一点,则从这样的书里去找活字汇,简直是胡涂虫,恐怕施先生自己也未必。



(十月十二日。)



【备考】:



“庄子”与“文选”                                                                                                                                                                            施蛰存  



上个月《大晚报》的编辑寄了一张印着表格的邮片来,要我填注两项:(一)目下在读什么书,(二)要介绍给青年的书。


在第二项中,我写着:《庄子》,《文选》,并且附加了一句注脚:“为青年文学修养之助。”


今天看见《自由谈》上丰之余先生的《感旧》一文,不觉有点神经过敏起来,以为丰先生这篇文章是为我而作的了。


但是现在我并不想对于丰先生有什么辩难,我只想趁此机会替自己作一个解释。


第一,我应当说明我为什么希望青年人读《庄子》和《文选》。近数年来,我的生活,从国文教师转到编杂志,与青年人的文章接触的机会实在太多了。我总感觉到这些青年人的文章太拙直,字汇太少,所以在《大晚报》编辑寄来的狭狭的行格里推荐了这两部书。我以为从这两部书中可以参悟一点做文章的方法,同时也可以扩大一点字汇(虽然其中有许多字是已死了的)。但是我当然并不希望青年人都去做《庄子》,《文选》一类的“古文”。


第二,我应当说明我只是希望有志于文学的青年能够读一读这两部书。我以为每一个文学者必须要有所借助于他上代的文学,我不懂得“新文学”和“旧文学”这中间究竟是以何者为分界的。在文学上,我以为“旧瓶装新酒”与“新瓶装旧酒”这譬喻是不对的。倘若我们把一个人的文学修养比之为酒,那么我们可以这样说:酒瓶的新旧没有关系,但这酒必须是酿造出来的。


我劝文学青年读《庄子》与《文选》,目的在要他们“酿造”,倘若《大晚报》编辑寄来的表格再宽阔一点的话,我是想再多写几部书进去的。


这里,我们不妨举鲁迅先生来说,像鲁迅先生那样的新文学家,似乎可以算是十足的新瓶了。但是他的酒呢?纯粹的白兰地吗?我就不能相信。没有经过古文学的修养,鲁迅先生的新文章决不会写到现在那样好。所以,我敢说:在鲁迅先生那样的瓶子里,也免不了有许多五加皮或绍兴老酒的成分。


至于丰之余先生以为写篆字,填词,用自刻印板的信封,都是不出身于学校,或国学专家们的事情,我以为这也有点武断。这些其实只是个人的事情,如果写篆字的人,不以篆字写信,如果填词的人做了官不以词取士,如果用自刻印板信封的人不勉强别人也去刻一个专用信封,那也无须丰先生口诛笔伐地去认为“谬种”和“妖孽”了。


新文学家中,也有玩木刻,考究版本,收罗藏书票,以骈体文为白话书信作序,甚至写字台上陈列了小摆设的,照丰先生的意见说来,难道他们是“要以‘今雅’立足于天地之间”吗?我想他们也未必有此企图。


临了,我希望丰先生那篇文章并不是为我而作的。



(十月八日,《自由谈》。)




【“感旧”以后(下)                                                                                                                                                                    丰之余  】



还要写一点。但得声明在先,这是由施蛰存先生的话所引起,却并非为他而作的。对于个人,我原稿上常是举出名字来,然而一到印出,却往往化为“某”字,或是一切阔人姓名,危险字样,生殖机关的俗语的共同符号“××”了。我希望这一篇中的有几个字,没有这样变化,以免误解。


我现在要说的是:说话难,不说亦不易。弄笔的人们,总要写文章,一写文章,就难免惹灾祸,黄河的水向薄弱的堤上攻,于是露臂膊的女人和写错字的青年,就成了嘲笑的对象了,他们也真是无拳无勇,只好忍受,恰如乡下人到上海租界,除了拚出被称为“阿木林”之外,没有办法一样。


然而有些是冤枉的,随手举一个例,就是登在《论语》二十六期上的刘半农先生“自注自批”的《桐花芝豆堂诗集》这打油诗。北京大学招考,他是阅卷官,从国文卷子上发见一个可笑的错字,就来做诗,那些人被挖苦得真是要钻地洞,那些刚毕业的中学生。自然,他是教授,凡所指摘,都不至于不对的,不过我以为有些却还可有磋商的余地。集中有一个“自注”道──



“有写‘倡明文化’者,余曰:倡即‘娼’字,凡文化发达之处,娼妓必多,谓文化由娼妓而明,亦言之成理也。”



娼妓的娼,我们现在是不写作“倡”的,但先前两字通用,大约刘先生引据的是古书。不过要引古书,我记得《诗经》里有一句“倡予和女”,好象至今还没有人解作“自己也做了婊子来应和别人”的意思。所以那一个错字,错而已矣,可笑可鄙却不属于它的。还有一句是──



“幸‘萌科学思想之芽’。”



“萌”字和“芽”字旁边都加着一个夹圈,大约是指明着可笑之处在这里的罢,但我以为“萌芽”,“萌蘖”,固然是一个名词,而“萌动”,“萌发”,就成了动词,将“萌”字作动词用,似乎也并无错误。


五四运动时候,提倡(刘先生或者会解作“提起婊子”来的罢)白话的人们,写错几个字,用错几个古典,是不以为奇的,但因为有些反对者说提倡白话者都是不知古书,信口胡说的人,所以往往也做几句古文,以塞他们的嘴。但自然,因为从旧垒中来,积习太深,一时不能摆脱,因此带着古文气息的作者,也不能说是没有的。


当时的白话运动是胜利了,有些战士,还因此爬了上去,但也因为爬了上去,就不但不再为白话战斗,并且将它踏在脚下,拿出古字来嘲笑后进的青年了。因为还正在用古书古字来笑人,有些青年便又以看古书为必不可省的工夫,以常用文言的作者为应该模仿的格式,不再从新的道路上去企图发展,打出新的局面来了。


现在有两个人在这里:一个是中学生,文中写“留学生”为“流学生”,错了一个字;一个是大学教授,就得意洋洋的做了一首诗,曰:“先生犯了弥天罪,罚往西天把学流,应是九流加一等,面筋熬尽一锅油。”我们看罢,可笑是在哪一面呢?



(十月十二日。)




【黄祸                                                                                                                                                                                                  尤刚  】



现在的所谓“黄祸”,我们自己是在指黄河决口了,但三十年之前,并不如此。


那时是解作黄色人种将要席卷欧洲的意思的,有些英雄听到了这句话,恰如听得被白人恭维为“睡狮”一样,得意了好几年,准备着去做欧洲的主子。


不过“黄祸”这故事的来源,却又和我们所幻想的不同,是出于德皇威廉的。他还画了一幅图,是一个罗马装束的武士,在抵御着由东方西来的一个人,但那人并不是孔子,倒是佛陀,中国人实在是空欢喜。所以我们一面在做“黄祸”的梦,而有一个人在德国治下的青岛所见的现实,却是一个苦孩子弄脏了电柱,就被白色巡捕提着脚,像中国人的对付鸭子一样,倒提而去了。


现在希特拉的排斥非日耳曼民族思想,方法是和德皇一样的。


德皇的所谓“黄祸”,我们现在是不再梦想了,连“睡狮”也不再提起,“地大物博,人口众多”,文章上也不很看见。倘是狮子,自夸怎样肥大是不妨事的,但如果是一口猪或一匹羊,肥大倒不是好兆头。我不知道我们自己觉得现在好象是什么了?


我们似乎不再想,也寻不出什么“象征”来,我们正在看海京伯的猛兽戏,赏鉴狮虎吃牛肉,听说每天要吃一只牛。我们佩服国联的制裁日本,我们也看不起国联的不能制裁日本;我们赞成军缩的“保护和平”,我们也佩服希特拉的退出军缩;我们怕别国要以中国作战场,我们也憎恶非战大会。我们似乎依然是“睡狮”。


“黄祸”可以一转而为“福”,醒了的狮子也会做戏的。当欧洲大战时,我们有替人拚命的工人,青岛被占了,我们有可以倒提的孩子。


但倘说,二十世纪的舞台上没有我们的份,是不合理的。



(十月十七日。)




【冲                                                                                                                                                                                                       旅隼  】



“推”和“踢”只能死伤一两个,倘要多,就非“冲”不可。


十三日的《新声》上载着贵阳通信说,九一八纪念,各校学生集合游行,教育厅长谭星阁临事张皇,乃派兵分据街口,另以汽车多辆,向行列冲去,于是发生惨剧,死学生二人,伤四十余,其中以正谊小学学生为最多,年仅十龄上下耳。……


我先前只知道武将大抵通文,当“枕戈待旦”的时候,就会做骈体电报,这回才明白虽是文官,也有深谙韬略的了。田单曾经用过火牛,现在代以汽车,也确是二十世纪。


“冲”是最爽利的战法,一队汽车,横冲直撞,使敌人死伤在车轮下,多么简截;“冲”也是最威武的行为,机关一扳,风驰电掣,使对手想回避也来不及,多么英雄。各国的兵警,喜欢用水龙冲,俄皇曾用哥萨克马队冲,都是快举。各地租界上我们有时会看见外国兵的坦克车在出巡,这就是倘不恭顺,便要来冲的家伙。


汽车虽然并非冲锋的利器,但幸而敌人却是小学生,一匹疲驴,真上战场是万万不行的,不过在嫩草地上飞跑,骑士坐在上面暗呜叱咤,却还很能胜任愉快,虽然有些人见了,难免觉得滑稽。

Erst nach Herrn Shis eigener Erklärung erkannte ich: (1) seine damalige Lage - das Manuskriptpapier war zu klein, "wäre es etwas breiter gewesen", hätte er "noch ein paar Bücher mehr hineinschreiben wollen"; (2) seine frühere Laufbahn - "vom Chinesischlehrer zum Zeitschriftenredakteur gewechselt", fand er "junger Leute Artikel zu unbeholfen direkt, Wortschatz zu gering", daher empfahl er diese zwei alten Bücher zum Grammatiklernen und Wortschatzsuchen, "obwohl viele Wörter darin bereits tot sind", müsse man sie doch suchen. Ich denke, lebte Zhuangzi heute, würde er nach dem Sargaufbrechen wohl allen heiratswilligen Frauen raten, die »Biographien tugendhafter Frauen« zu lesen.

Noch ein anderer Punkt:

(1) Herr Shi sagt, mein Vergleich mit Flasche und Wein für "literarische Bildung" sei falsch, aber ich machte nie solchen Vergleich - ich sagte, manche neue Jugendliche können alte Gedanken haben, manche alte Formen können neuen Inhalt bergen. Ich meine auch, zwischen "neuer Literatur" und "alter Literatur" kann es keine scharfe Grenze geben, aber es gibt Wandlung und relative Neigungen, und gerade weil man nicht "was die Grenze ist" bestimmen kann, gibt es auch keine Position für "dritte Menschen".

(2) Herr Shi sagt, Siegelschrift schreiben sei Privatsache, solange man andere nicht zwinge dasselbe zu tun. Das scheint richtig. Aber Mittelschüler und Einsender haben selbst unbeholfene, wortarme Artikel, zwingen aber niemanden, wortarme und grammatisch unbeholfene Artikel zu schreiben - warum empfand Herr Shi so viel und riet daher "literaturbegeisterten Jugendlichen", »Zhuangzi« und »Wenxuan« zu lesen? Als Prüfer mit Gedichten Beamte auswählen missbilligt Herr Shi, aber als Lehrer und Redakteur rät er Jugendlichen mit »Zhuangzi« und »Wenxuan« - ich verstehe diese Grenze nicht.

(3) Herr Shi führt noch "Herrn Lu Xun" an, als hätte er Zhuangzis neue Orthodoxie übernommen und alle Artikel aus »Zhuangzi« und »Wenxuan« gelesen. "Ich finde das auch etwas willkürlich." In seinen Artikeln gibt es viele Wörter aus »Zhuangzi« und »Wenxuan«, wie "zhi hu zhe ye", aber diese Wörter stehen wohl auch in anderen Büchern. Ehrlicher gesagt: Aus solchen Büchern lebenden Wortschatz zu suchen ist reine Verwirrung - das würde wohl Herr Shi selbst nicht tun.

(12. Oktober)

    • [Zum Nachschlagen]:**
    • "Zhuangzi" und "Wenxuan" - Shi Zhesheng**

Letzten Monat sandte »Dabao«-Redaktion eine bedruckte Postkarte zum Ausfüllen: (1) Was lesen Sie gerade? (2) Welche Bücher empfehlen Sie Jugendlichen?

Bei (2) schrieb ich: »Zhuangzi«, »Wenxuan« mit Anmerkung: "Zur literarischen Bildung der Jugend."

Heute sah ich Herrn Feng Zhiyus »Nostalgie« in »Freie Diskussion« und wurde nervös, als sei der Artikel für mich geschrieben.

Aber ich will Herrn Feng nicht widersprechen, nur mich erklären.

Erstens sollte ich erklären, warum ich Jugendlichen »Zhuangzi« und »Wenxuan« empfehle. In den letzten Jahren wechselte mein Leben vom Chinesischlehrer zum Zeitschriftenredakteur - zu viel Kontakt mit Jugendlichen-Artikeln. Ich finde ihre Artikel zu unbeholfen direkt, Wortschatz zu gering, daher empfahl ich in »Dabao«s engen Zeilen diese zwei Bücher. Ich denke, daraus kann man etwas Schreibmethodik lernen und Wortschatz erweitern (obwohl viele Wörter tot sind). Aber ich will natürlich nicht, dass Jugendliche alle »Zhuangzi«, »Wenxuan«-artige "klassische Texte" schreiben.

Zweitens hoffe ich nur, literaturbegeisterte Jugendliche lesen diese zwei Bücher. Jeder Literat muss sich auf Vorgänger-Literatur stützen. Ich verstehe nicht, "wo die Grenze zwischen neuer und alter Literatur" liegt. Literarisch ist der Vergleich "alte Flasche neuer Wein" und "neue Flasche alter Wein" falsch. Vergleichen wir literarische Bildung mit Wein: Flaschen-Alter spielt keine Rolle, aber der Wein muss gebraut sein.

Ich rate Literatur-Jugendlichen zu »Zhuangzi« und »Wenxuan« zum "Brauen". Wäre »Dabao«s Formular breiter gewesen, hätte ich mehr Bücher hingeschrieben.

Nehmen wir Herrn Lu Xun: Als solcher Neue-Literatur-Autor scheint er eine völlig neue Flasche. Aber sein Wein? Reiner Brandy? Glaube ich nicht. Ohne klassische Literatur-Bildung würde Herr Lu Xun nicht so gut schreiben. Daher wage ich zu sagen: In Herrn Lu Xuns Flasche sind unvermeidlich viel Wujiapibaijiu- oder Shaoxing-Wein-Bestandteile.

Was Herrn Feng Zhiyu betrifft - er meint, Siegelschrift schreiben, Gedichte füllen, selbstgeschnitzte Briefumschläge seien Nicht-Schulabsolventen- oder Nationalstudien-Experten-Sachen -, das ist etwas willkürlich. Das sind Privatsachen. Siegelschrift-Schreiber, die nicht mit Siegelschrift Briefe schreiben, Gedicht-Füller, die als Beamte nicht mit Gedichten Leute auswählen, Selbstgeschnitzte-Briefumschlag-Nutzer, die andere nicht zwingen auch zu schnitzen, brauchen Herrn Fengs "mündliche und schriftliche Verdammung" als "Irrlehre" und "Dämon" nicht.

Unter Neue-Literatur-Autoren gibt es auch Holzschnitt-Spielende, Ausgaben-Erforschende, Exlibris-Sammelnde, Parallelen-Prosa-Vorwort-für-Umgangssprache-Bücher-Schreibende, sogar Schreibtisch-Kleine-Ausstellungsstücke-Aufstellende. Nach Herrn Fengs Meinung "wollen sie mit 'heutiger Eleganz' zwischen Himmel und Erde bestehen"? Ich denke, sie haben solche Absichten nicht.

Abschließend hoffe ich, Herrn Fengs Artikel war nicht für mich geschrieben.

(8. Oktober, »Freie Diskussion«)

    • ["Nach Nostalgie" (unten) - Feng Zhiyu]**

Noch etwas zu schreiben. Aber zuerst: Das entstand durch Herrn Shi Zheshengs Worte, ist aber nicht für ihn geschrieben. Bei Einzelpersonen nenne ich ursprünglich Namen, aber gedruckt werden sie oft zu "某" oder dem gemeinsamen Symbol für Reiche-Namen, gefährliche Wörter, Geschlechtsorgane-Slang "××". Ich hoffe, einige Wörter in diesem Artikel wandeln sich nicht so, um Missverständnisse zu vermeiden.

Ich will sagen: Reden ist schwer, nicht reden auch nicht leicht. Schreibende müssen Artikel schreiben, beim Schreiben drohen Katastrophen. Gelber Fluss greift schwache Dämme an - nacktarmige Frauen und falsch schreibende Jugendliche werden Spott-Objekte. Sie sind wirklich kraftlos, müssen leiden, wie Landbewohner in Shanghai-Konzessionen nur ertragen können, "Amulin" genannt zu werden.

Aber manches ist ungerecht. Ein Beispiel: Liu Banongs "selbstkommentierte" »Tonghua Zhidou Tang Gedichtsammlung« Spottverse in »Lunyu« 26. Als Prüfer der Beijing-Universität entdeckte er auf Chinesisch-Prüfungsbögen lächerliche Fehler und dichtete - die Leute wurden so verspottet, dass sie sich verkriechen wollten, diese gerade graduierten Mittelschüler. Natürlich ist er Professor, alle Kritiken richtig, aber manche sind diskutierbar. Eine "Selbstanmerkung":

"Jemand schrieb 'changming wenhua' (Kultur fördern), ich sagte: chang ist 'Prostituierte'-Zeichen, wo Kultur entwickelt ist, gibt es viele Prostituierte, zu sagen Kultur werde durch Prostituierte erhellt, ist auch vernünftig."

Prostituierte-chang schreiben wir jetzt nicht als "chang", aber früher waren beide austauschbar - Herr Liu zitiert wohl alte Bücher. Aber für alte Bücher: Im »Buch der Lieder« steht "chang yu he nü" (ich stimme an, du antwortest), niemand deutete es als "selbst Hure werden, um anderen zu antworten". Jener Fehler ist nur Fehler, lächerlich-verachtenswert ist er nicht. Noch ein Satz:

"Glücklicherweise 'meng-te wissenschaftliche Gedanken-Keime'."

"Meng" und "Keime" haben Klammerkreise - wohl um das Lächerliche zu zeigen, aber "Keime", "Sprossen" sind Substantive, "sprießen", "entspringen" werden Verben - "meng" als Verb zu verwenden scheint nicht falsch.

Zur Vierter-Mai-Zeit schrieben Umgangssprache-Befürworter (Herr Liu würde es vielleicht als "Huren hochhalten" deuten) falsche Zeichen, verwendeten falsche Klassiker - normal, aber da Gegner sagten, Umgangssprache-Befürworter kennten keine alten Bücher und redeten wirr, schrieben sie oft klassische Texte, um sie mundtot zu machen. Natürlich konnten sich aus alten Lagern Kommende mit tiefen Gewohnheiten nicht sofort befreien - Autoren mit klassischen Atmosphären gab es.

Damalige Umgangssprache-Bewegung siegte, manche Kämpfer stiegen auf, aber aufgestiegen kämpften sie nicht nur nicht mehr für Umgangssprache, sondern trampelten darauf herum, holten alte Zeichen hervor, um nachfolgende Jugendliche zu verspotten. Da man noch mit alten Büchern und Zeichen Menschen auslacht, sehen manche Jugendliche das Lesen alter Bücher als unerlässliche Arbeit, nachzuahmende klassische Autoren als Vorbild, streben nicht mehr von neuen Wegen aus Entwicklung und neue Durchbrüche an.

Jetzt zwei Menschen hier: Einer ist Mittelschüler, schreibt "Auslandsstudent" als "Fließstudent", ein falsches Zeichen; einer ist Universitätsprofessor, dichtet triumphierend: "Herr beging himmelstürzende Sünde, Strafe ins Westparadies Lernen fließen, sollte zu neun Strömen einen hinzufügen, Gluten bis zur Ölpfanne ausgekocht." Wer ist lächerlich?

(12. Oktober)

    • [Gelbe Gefahr - You Gang]**

Heutige sogenannte "Gelbe Gefahr" meinen wir selbst als Gelben Fluss-Durchbruch, aber vor dreißig Jahren war das anders.

Damals bedeutete es: Gelbe Rasse wird Europa überrollen. Manche Helden hörten diesen Ausdruck wie "Schlafender Löwe"-Komplimente von Weißen und waren jahrelang stolz, bereit, Europas Herren zu werden.

Aber die "Gelbe Gefahr"-Geschichte stammt anders als unsere Phantasien von Kaiser Wilhelm. Er malte ein Bild: Ein römisch gekleideter Krieger wehrt einen von Osten kommenden Menschen ab, aber das war nicht Konfuzius, sondern Buddha - Chinesen freuten sich umsonst. Während wir "Gelbe Gefahr"-Träume hatten, sah jemand in deutschem Qingdao die Realität: Ein armes Kind beschmutzte einen Telegrafenmast und wurde von weißen Polizisten an den Füßen gepackt und weggetragen wie Chinesen mit Enten.

Hitlers Ausschluss nicht-germanischer Völker verwendet dieselben Methoden wie der Kaiser.

Des Kaisers "Gelbe Gefahr" träumen wir nicht mehr, erwähnen auch "Schlafenden Löwen" nicht mehr, "großes Land, reiche Ressourcen, viele Menschen" sieht man in Artikeln wenig. Als Löwe kann man prahlen, wie fett man ist, aber als Schwein oder Schaf ist Fettheit kein gutes Zeichen. Ich weiß nicht, was wir uns jetzt fühlen?

Wir scheinen nicht mehr zu denken, finden auch keine "Symbole", wir schauen Hai Jingbos Raubtiershows, bewundern Löwen-Tiger-Rindfleisch-Essen, hören, sie fressen täglich einen Ochsen. Wir bewundern Völkerbund-Japan-Sanktionen, verachten auch Völkerbund-Unfähigkeit Japan zu sanktionieren; wir befürworten Abrüstungs-"Friedensschutz", bewundern auch Hitlers Abrüstungs-Austritt; wir fürchten, andere Länder nutzen China als Schlachtfeld, hassen auch Antikriegs-Versammlungen. Wir scheinen noch "Schlafende Löwen".

"Gelbe Gefahr" kann zu "Segen" werden, erwachte Löwen können auch Theater spielen. Im Weltkrieg hatten wir für andere kämpfende Arbeiter, als Qingdao besetzt wurde, hatten wir an Füßen tragbare Kinder.

Aber zu sagen, das 20. Jahrhundert habe keinen Platz für uns, ist unvernünftig.

(17. Oktober)

    • [Stürmen - Lü Xun]**

"Stoßen" und "Treten" töten oder verletzen nur ein, zwei - für mehr braucht es "Stürmen".

»Xinsheng« vom 13. berichtete aus Guiyang: Zum 18. September-Gedenken versammelten sich Schüler verschiedener Schulen. Bildungsminister Tan Xingge geriet in Panik, sandte Truppen zu Straßenkreuzungen, ließ mehrere Autos gegen die Reihen stürmen, was Tragödie verursachte - zwei tote Schüler, über vierzig Verletzte, meist Zhengyi-Grundschüler um zehn Jahre...

Früher wusste ich nur, Kriegsherren beherrschen meist Literatur, "waffenkissennd auf Tagesanbruch wartend" können sie Parallelen-Telegramme verfassen. Diesmal erkenne ich: Selbst Zivilbeamte verstehen Kriegskunst. Tian Dan verwendete Feuer-Ochsen, jetzt durch Autos ersetzt - auch 20. Jahrhundert.

"Stürmen" ist schnellste Kampfmethode - ein Auto-Trupp, quer-gerade stürmend, lässt Feinde unter Rädern sterben-verletzen, wie einfach; "Stürmen" ist würdevollstes Verhalten, Maschine einschalten, blitzschnell fahren, Gegner können nicht ausweichen, wie heldenhaft. Verschiedene Länder-Polizei-Soldaten nutzen gern Wasserschläuche, russische Zaren Kosaken-Kavallerie - alles schnelle Aktionen. In Konzessionen sehen wir manchmal ausländische Soldaten-Panzerwagen patrouillieren - bei Ungehorsam zum Stürmen da.

Autos sind zwar keine Sturm-Waffen, aber glücklicherweise sind Feinde Grundschüler. Ein müder Esel kann nicht ins Schlachtfeld, aber auf zartem Gras galoppierend, Reiter obenauf heimlich brüllend, ist noch sehr fähig und erfreulich, obwohl manche es komisch finden.

Dass zehnjährige Kinder rebellieren ist auch komisch. Aber China bringt oft Wunderkinder hervor: einjährig malen, zweijährig dichten, sieben Jahre Theater, zehn Jahre Militär, über zehn Jahre Komitee-Mitglieder - normale Fakten; selbst sieben-acht Jahre alte Mädchen werden missbraucht, andere sehen sie als "blütenalterig".

Außerdem: Beim "Stürmen" mit widerstandsfähigen Gegnern würden Autos ungeschickt, Stürmer unheldisch - Feinde müssen zart-schwach gewählt werden. Rowdys schikanieren Landalte, Ausländer schlagen Chinesen, Bildungsminister stürmen Grundschüler - alle sind feindbesiegende Helden.

"Den Ansturm tragen" war früher nur leere Phrase, jetzt bewährt es sich nicht nur bei Erwachsenen, sondern bei Kindern. "Säuglingsmord" galt als Verbrechen - Vergangenheit. Säuglinge in die Luft werfen und mit Speerspitzen auffangen als Spielerei-Tage sind wohl nicht fern.

(17. Oktober)

    • ["Komisch"-Beispiele - Wei Suo]**

Weltliteratur-Forscher sagen uns: Franzosen sind gut in Wortwitz, Russen in Satire, Angloamerikaner in Humor. Das ist wohl richtig, alles durch gesellschaftliche Zustände begrenzt. Seit Meister Yutang "Humor" belebte, ist der Begriff verbreitet, aber Verbreitung birgt Krisen - wie Soldaten sich Buddhisten nennen, hohe Beamte plötzlich Gebetsketten tragen und Buddhismus dann stirbt. Wenn Schlüpfrigkeit, Oberflächlichkeit, Obszönität unter "Humor" laufen, ist es wie "Neue Oper" in "×-Welt" - bestimmt schon "Zivilisationstheater".

Diese Gefahr entsteht, weil China wenig Humor hatte. Nur Komik gab es, aber zwischen der und Humor liegt eine große Strecke. Japaner übersetzten "Humor" als "gefühlvolle Komik" zur Unterscheidung von reiner "Komik". In China findet man also nur komische Artikel? Wieder nein. Chinas selbsternannte komische Artikel sind auch nur schlüpfrige, oberflächliche, obszöne Gespräche, verschieden von wahrer Komik. Dieser "Waschbär-tauscht-Prinz"-Trick liegt daran, dass historisch selbsternannte ernste Äußerungen und Fakten meist komisch waren - Menschen gewöhnten sich daran, hielten es für normal und verwechselten Schlüpfrigkeit mit Komik.

In China Komik zu suchen: Nicht sogenannte komische Texte lesen, sondern sogenannte ernste Dinge - aber denken.

Solche Texte liegen überall: Zeitungs-ernste Titel wie "Chinesisch-japanische Verhandlungen werden besser", "Wohin geht China?" - alle sind es, gekaut schmecken sie wie Oliven mit Nachgeschmack.

In Zeitungsanzeigen auch. Wir kennen eine Publikation, die sich "neue Autorität der Meinungswelt" nennt, "sagt, was gewöhnliche Leute sagen wollen, aber nicht sagten", während sie gleichzeitig einer anderen Publikation "Missverständnisse erklärt, Entschuldigung ausdrückt", aber auch sagt "da beide gesellschaftlich angesehene Publikationen sind, gibt es keinen Grund für gegenseitige Angriffe". "Neue Autorität" gut in "Missverständnissen", "missverständlich" aber "angesehen", "was gewöhnliche Leute sagen wollen, aber nicht sagten" sind Missverständnisse und Entschuldigungen - nicht zu lachen erfordert Denklosigkeit.

In Zeitungs-Kommentaren auch. September »Freie Diskussion« »Drachenaufstiegs-Kunst-Ergänzungen« nannte Reichen-Tochter-Schwiegersohn eine "Drachenaufstiegs"-Kunst, bald kam Gegenangriff: "Fuchs kann keine Trauben fressen, sagt Trauben sind sauer, heiratet selbst keine reiche Frau, entwickelt Eifersucht auf alle mit reichen Schwiegervätern, Eifersucht-Resultat ist Angriff." Auch undenkbar. Ein Gedanke über "Resultat" zeigt klar: Dieser Autor erklärt, er wisse, "reiche Frauen" schmecken süß.

Solche wunderbaren Texte sehen wir auch in würdevollen offiziellen Dokumenten - nicht karikiert, sondern ursprünglich Karikaturen. In einem Jahr »Lunyu« liebte ich am meisten »Guxiang Zhai«-Spalte: Sichuan Yingshan-Magistrat verbot lange Gewänder: "Kleidung verhüllt Körper genug, warum vorn-hinten schleppend Stoffe verschwenden? Außerdem ist nationale Macht schwach...Zeit-Schwierigkeiten bedenkend, künftige Katastrophen unvorstellbar!" Beijing Sozialamt verbot Frauen männliche Hunde zu halten: "Weibliche Frauen mit männlichen Hunden zusammen schadet nicht nur Gesundheit, erzeugt leicht schamlose Skandale, misst an unserem Sitte-Rechtschaffenheits-Land, auch von Sitten unerlaubt. Hiermit streng verboten...alle von Frauen gehaltenen männlichen Hunde, töten ohne Gnade zur Kontrolle!" Das können komische Autoren nie frei erfinden!

Aber »Guxiang Zhai«-wunderbare Texte neigen oft zu Seltsamem, Komik ist aber nicht so gut wie Schlichtheit. Eben durch Schlichtheit wird es noch komischer - nach diesem Standard wähle ich "süße Trauben"-Theorie.

(19. Oktober)

    • [Ausland hat auch - Fu Ling]**

Was China hat, haben Ausländer auch.

Ausländer sagen, China hat viele Wanzen, aber der Westen hat auch Wanzen; Japaner lachen über chinesische Wortspielerei, aber Japaner spielen auch mit Worten. Gewaltlosigkeit hat Gandhi; Ausländer-Schlagen-Verbot hat Hitler; De Quincey rauchte Opium; Dostojewski spielte verrückt. Swift trug Halseisen, Marx war reaktionär. Oberst Lindberghs Sohn wurde von Gangstern entführt. Füßebinden und hohe Absätze unterscheiden sich nicht sehr.

Nur Ausländer-Vorwürfe, wir kümmerten uns nicht um Gemeinwohl, kennten nur Eigennutz, liebten Geld, sind unwiderlegt. Seit der Republik gab es viele Präsidenten und Reiche - nach Rücktritt alle rundgesichtig, dichtend, Theater schauend oder betend, endlos essend, gaben Kritikern wirklich Beweise. Heute entdeckte ich: Ausland hat auch!

"17. Havanna-Telegramm - In Kanada lebender ehemaliger kubanischer Präsident Machado...Kubas Besitz acht Millionen Dollar wert, jedem, der Rückgabe dieses Eigentums garantiert, will er Hilfe geben. Andere Nachricht: Kubas Regierung erließ Haftbefehle gegen Machado und 38 ehemalige Beamte, beschlagnahmte ihr Eigentum von 25 Millionen Dollar..."

38 Menschen mit nur 25 Millionen Dollar Eigentum - Methoden nicht hoch, aber etwas Bereicherung ist bestätigt, genug um unsere "Oberen" zu entlasten. Aber ich hoffe, sie besitzen ausländische Grundstücke und Bankeinlagen - dann können wir bei Ausländer-Verhandlungen noch überzeugender sein.

Hätte nur eine Familie Wanzen und würde kritisiert, wäre das ungemütlich, aber Fangen ist mühsam. Außerdem gibt es in Beijing eine Theorie: Wanzen kann man nicht fangen, je mehr man fängt, desto mehr werden es. Selbst alle gefangen - was wäre der Wert? Nur negative Methode. Am besten hoffen, andere Familien haben auch Wanzen, und welche zu entdecken ist noch besser. Entdecken ist positive Arbeit. Kolumbus und Edison machten nur Entdeckungen oder Erfindungen.

Statt anstrengend arbeiten lieber tanzen, Kaffee trinken - Ausland hat auch, Paris hat viele Tanzlokale und Cafés.

Selbst wenn China verschwände - warum aufgeregt sein? Hörten Sie nicht von Chaldäa und Makedonien? - Ausland hat auch!

(19. Oktober)

    • [Ins Leere stoßen - Feng Zhiyu]**

Nach Veröffentlichung meiner »Nostalgie« und Herrn Shi Zheshengs »›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹« in »Freie Diskussion« bat »Dabao«s »Fackel« um erweiterte Diskussion. Zuerst kam Herrn Shis Brief mit Titel »Empfehlers Standpunkt«. Anmerkung: "›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹-Kontroverse".

Aber Herr Shi will nicht "kontrovers diskutieren" - er meint, zwei kämpfende Menschen seien wie Boxer unter Bogenlampen, nur zur Zuschauer-Unterhaltung. Das ist kluge Ansicht, ich stimme diesem Teil zu. Aber klüger ist: Herr Shi schlug tatsächlich zu, bevor er Rücktritts-Worte sagte - einige Hiebe ausgeführt, dann elegant weggeflogen, das ist überweltlichste Boxkunst. Jetzt bin nur ich übrig, muss aber antworten - gegenüber niemand macht nichts, ich boxe "Sorgloses Wandeln".

Herr Shi sagt anfangs, ich "belehrte" ihn und ordnete ihn "veralteten Nachkommen-Gliedmaßen" zu. Ersteres ist Verleumdung - mein Artikel hatte keine persönlichen Ratschläge. Ihn als "veraltete Nachkommen-Gliedmaßen" zu bezeichnen, beabsichtigte ich wirklich, aber "veraltete Nachkommen" sind nicht sehr schlechte Figuren. Dass neue und alte Literatur schwer scharf zu trennen sind, erkennt Herr Shi an. Xinhai-Revolution ist nur 22 Jahre her - Republik-Menschen mit etwas veralteten Nachkommen-, alten-, sogar feudalen Atmosphären ist nichts Besonderes, zumal Herr Shi selbst sagt: "Obwohl ich mich nicht als veraltete Nachkommen bekenne, habe ich wirklich jugendliche Vitalität verloren" - vergangene Atmosphäre ist natürlich da. Aber wissen es selbst und andere und weniger weitergeben wäre gut.

Ich erklärte früh, frühere Texte waren nicht speziell für ihn geschrieben, und nach »›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹« entfernte sich selbst diese "Gliedmaßen". Warum? Weil in Jugendlichen empfohlenen Büchern ein anderes interessantes Problem auftauchte: Eins ist »Yan-Familienanweisungen«. Dieser Autor lebte in chaotischen Zeiten, von Qi zu Sui, immer unter barbarischer Macht. In dem Buch diskutiert er auch Klassiker, Literatur wie ein Gelehrter, wendet sich aber dem Buddhismus zu, wünscht für Nachkommen Xianbei-Sprache zu lernen, Laute zu spielen, um Edlen - Barbaren - zu dienen. Das ist auch Gedanken von Beamten, Reichen, Großhändlern, Gelehrten nach Boxer-Aufstand-Niederlage: selbst Buddha verehren, Nachkommen aber "ausländische Geschäfte" lernen lassen für künftiges Dienen. Selbst heute gibt es wohl nicht wenige mit solchen Gedanken. Yan-Überlebens-Methoden bewegten Herrn Shis Herz, er empfiehlt sie Jugendlichen als "moralische Bildung". Er führt eigene Lektüre an: ein englisches Buch und ein buddhistisches Sutra - Illustration für "Xianbei-Sprache" und »Kapitel der Hinwendung«. Nur moderne Wandel schnell, ohne Vorzeiten-Muße, neu-alt-Kämpfe heftig, auf Anhieb unklar - er kann nur frühere zwei Generationen "Moral" in einer Person vereinen. Hätten Jugendliche, Mittelalte, Alte oft diese Yan-Moral, wäre das in chinesischer Gesellschaft ein ernstes Problem, das Säuberung braucht. Natürlich entstand das durch Bücherlisten, das Problem liegt nicht beim Einzelnen, das ist zeitgeistiger Teil. Aber durch Miterwähnung schien es zu sehr auf Einzelpersonen bezogen - ich wagte nicht zu diskutieren. Nur "Leute raten, ›Zhuangzi‹ ›Wenxuan‹ zu lesen" acht Worte konnten sich auf ihn beziehen, für Einzelpersonen wohl nicht respektlos. Aber nach »›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹« entstand wirklich etwas Respektlosigkeit, weil seine Widerrede leerer war als erwartet, aber ich gab trotzdem ernste Antwort: »Nach Nostalgie« (oben).

Aber Herrn Shis nach »Nach Nostalgie« (oben) geschriebener Brief bewies noch mehr seine Entfernung von meinen "veralteten Nachkommen". Obwohl er sagte, er wolle nicht boxen, war der erste Absatz völlig gegen mich persönlich. Jetzt stelle ich etwas vor mit Kommentaren.

Herr Shi sagt: "Meiner Vermutung nach kann Jugendlichen neue Bücher empfehlen natürlich mehr Massen gewinnen als alte Bücher empfehlen." Das heißt: Neue-Bücher-Empfehlende tun es nicht für Jugendliche, sondern um selbst mehr Massen zu gewinnen.

Herr Shi sagt: "Ich will in Ihrer Zeitung...Bücherliste ändern: ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ zu Herrn Lu Xuns »Huagai-Sammlung« Haupt- und Folgebände und »Falsche Freiheit« ändern. Ich denke, Herr Lu Xun ist zeitgenössischer 'Literatur-Veteran', seine Werke haben breiten lebenden Wortschatz, und laut Herrn Feng Zhiyu sind in Herrn Lu Xuns Artikeln tatsächlich auch manche aus ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ stammende Wörter wie 'zhi hu zhe ye'. So wäre die Wirkung für Jugendliche dieselbe." Diese vielen Worte heißen: Ich widersprach ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹-Empfehlung, weil ich hasste, dass er nicht »Huagai-Sammlung« Haupt-Folgebände und »Falsche Freiheit« empfahl.

Herr Shi sagt: "Ursprünglich wollte ich ein, zwei Werke von Herrn Feng Zhiyu empfehlen, aber auf dem Markt gibt es nur Herrn Feng Zikais Bücher, keine von Herrn Feng Zhiyu. Vielleicht sind sie wie Herrn Lu Xuns Kollotyp-Holzschnittdrucke private Feindrucke, seltene Bücher. Ich schäme mich meiner Unwissenheit, konnte nicht empfehlen." Dieser Absatz ist konfus, scheint zu sagen: Ich widersprach ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹-Empfehlung, weil ich hasste, dass er meine Bücher nicht empfahl, aber ich habe keine Bücher, hasse aber trotzdem Nicht-Empfehlung - lächerlich.

Das schrieb der "vom Chinesischlehrer zum Zeitschriftenredakteur gewechselte" Herr Shi Zhesheng, der Jugendlichen ›Zhuangzi‹, ›Wenxuan‹, ›Lunyu‹, ›Mengzi‹, »Yan-Familienanweisungen« empfiehlt, nach meinem »Nach Nostalgie« (oben) - "wollte nichts mehr schreiben", schrieb aber doch. Er lehnte "Boxer" ab, boxte aber zuerst andere. Aber er erwähnte nie festere Gründe für ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹-Ansichten, zeigte nie Fehler in meinen »Nostalgie« und »Nach Nostalgie« (oben), nur grundlose Verleumdung, eigene Vermutungen, Koketterie, Dummstellen. Einige alte Bücher-Namen abgerissen, verschwanden "veraltete Nachkommen"-Gliedmaßen nebelhaft, zeigten schließlich wahres Gesicht: eindeutig verwandelt in "Ausländerviertel-Bösewichte".

(20. Oktober)

    • [Zum Nachschlagen]:**
    • Empfehlers Standpunkt - Shi Zhesheng**

- ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹-Kontroverse

Herr Wanqiu:

Ich empfahl in Ihrer Zeitung Jugendlichen zwei alte Bücher, unglücklicherweise erregte das Herrn Feng Zhiyus Belehrung, der mich zu "veralteten Nachkommen-Gliedmaßen" ernannte. Nach seinem »Nach Nostalgie« (oben) will ich nichts mehr schreiben, denn meiner Vermutung nach kann neuen Jugendlichen neue Bücher empfehlen natürlich mehr Massen gewinnen als alte Bücher. Herr Feng Zhiyu ist wahrhaft alt aber stark, würdiger Jugend-Führer. Ich gestehe mich nicht als veraltete Nachkommen, aber habe wirklich jugendliche Vitalität verloren. In dieser herbstlichen Umgebung reicht selbst Herrn Feng Zhiyus neuer Geist nicht aus, mein Mittelalter-Gefühl zu beleben. Daher will ich in Ihrer Zeitung meine am 29. September veröffentlichte Jugend-Bücherliste ändern: ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ zu Herrn Lu Xuns »Huagai-Sammlung« Haupt-Folgebände und »Falsche Freiheit« ändern. Herr Lu Xun ist zeitgenössischer "Literatur-Veteran" mit breitem lebenden Wortschatz, und laut Herrn Feng Zhiyu haben Herrn Lu Xuns Artikel tatsächlich auch aus ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ stammende Wörter wie "zhi hu zhe ye". So wäre die Jugend-Wirkung dieselbe. Ursprünglich wollte ich ein, zwei Werke von Herrn Feng Zhiyu empfehlen, aber auf dem Markt gibt es nur Herrn Feng Zikais Bücher, keine von Herrn Feng Zhiyu. Vielleicht sind sie wie Herrn Lu Xuns Kollotyp-Holzschnittdrucke private Feindrucke, seltene Bücher. Ich schäme mich meiner Unwissenheit, konnte nicht empfehlen.

Außerdem will ich Herrn Feng Zhiyu Ihrer Zeitung vorstellen. Künftig bei Meinungs-Umfragen könnte man ihm Formulare senden - bestimmt wertvolle Meinungen. Aber bezieht es sich auf "veraltete Nachkommen-Gliedmaßen", dann an mich senden.

Gestern sah ich in Ihrer Zeitung: Sie planen Leser-Diskussionen zu diesem Fall. Kann ich bitten, das abzusagen? Ich denke oft: Zwei in Zeitungen kämpfende Menschen sind wie Boxer unter Bogenlampen, Zeitungsredakteure wie herumlaufende dünne Schiedsrichter, Leser wie vernunftlose Zuschauer in Dunkelheit. Dünne Schiedsrichter hoffen, Boxer kämpfen Runde um Runde bis einer fällt: Eins, Zwei, Drei... steht nicht auf, dann zum keuchenden Sieger laufen, seinen boxhandschuhigen Arm hochheben, "Mr. X gewinnt Meisterschaft!" rufen. Ist das nicht zu komisch? Jetzt bin ich unglücklicherweise einer der Boxer, aber will für dünne Schiedsrichter und Zuschauer diese Komödie nicht fortsetzen, hoffe auch, Sie werden nicht dünner Schiedsrichter. Sahen Sie nicht heute »Freie Diskussion« Herrn Zhishuis Artikel mit Sprichwörtern: "Zunge ist flach, Worte sind rund" - glauben Sie, aus Leser-Diskussionen entstehe wahres Recht-Unrecht?

Shi Zhesheng, 18. Oktober (19. Oktober, »Dabao·Fackel«)

    • »Ins Leere stoßen« Korrektur - Feng Zhiyu**

Vor Tagen beim Schreiben von »Ins Leere stoßen« hatte ich keine Bücher zur Hand, verließ mich bei »Yan-Familienanweisungen« auf Erinnerung. Später fürchtete ich Fehler, suchte das Original: Meine Yan Zhitui-Beschreibung war falsch. »Kinder-lehren-Kapitel«: "Qi-Beamter sagte mir einst: 'Ich habe einen Sohn, siebzehn Jahre, versteht etwas Schrift, lehrte ihm Xianbei-Sprache und Laute-Spielen, möchte er verstehe, damit Ministern diene, alle lieben ihn - auch wichtige Sache.' Ich senkte Kopf, antwortete nicht. Seltsam, wie dieser Mensch Kinder lehrt. Würde er dadurch Minister, wollte ich nicht, dass ihr es tätet."

Also war Qi-Gelehrten-Methode die von Beamten-Händlern-Gelehrten nach Boxer-Aufstand, Herr Shi Zhesheng vereint Qi-Gelehrten und Yan-Typen - auch heutiger Teile-Menschen-Methode, kann "Nördliche-Dynastien-Moral" heißen, noch gesellschaftliches ernstes Problem.

Für Yan sollte ich sehr entschuldigen, aber er ist tot, Entschuldigung egal. Jetzt korrigiere ich nur für Herrn Shi und Leser meinen Fehler.

(25. Oktober)

    • Durchbruch - Shi Zhesheng**

(8) Gegen Herrn Feng Zhiyu "schlug ich tatsächlich einige Hiebe" - das wird wohl lebenslange Reue. Aber Herr Feng schrieb »Ins Leere stoßen«, stieß tatsächlich nicht "leer", traf noch mich. Auf Herrn Fengs Seite (oder Recht-Unrecht-Seite) stehende Artikel "bekämpfen" mich täglich, ich fühle wirklich "eines Menschen Leiden".

Aber aus »Ins Leere stoßen« entdeckte ich Herrn Fengs Schreib-Logik. Er sagt: "Ich erklärte früh, frühere Texte waren nicht speziell für ihn geschrieben." Aber unten: "weil seine Widerrede leerer war als erwartet." Nicht speziell für mich, aber schon Widerrede erwartet - wie zu deuten?

Weil "kritisiert", finde ich ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ wirklich unangemessen, bat daher »Dabao«-Redakteur um Änderung zu zwei neue Literatur-Büchern - Tatsache. Ich sagte nicht, Herr Feng hasse meine Nicht-Empfehlung dieser neuen Literatur-Bücher und "widersprach ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹", aber Herr Feng sagt, ich hätte solche Gedanken - ist das "zusammenhängend"?

Herr Feng bringt »Yan-Familienanweisungen« und meine zwei Bücher zusammen, sagt »Yan-Familienanweisungen«-Empfehlung lehre Jugendliche Xianbei-Sprache, Laute-Spielen für Edlen-Dienst, außerdem demonstriere ich selbst mit ausländischem Buch; sagt Yan Zhitui sei "gelehrtenartig, aber buddhistisch", daher lese ich auch buddhistische Bücher. Nach Herrn Fengs Erklärung lache selbst ich - so zufällig!

Ich erinnere deutlich: »Yan-Familienanweisungen« hat eine Geschichte über Kinder-Xianbei-Sprache und Laute-Lehren, aber unten steht: "wollte nicht, dass ihr es tätet" - Yan Zhitui riet Nachkommen nicht, ausländische Bücher zu lesen. Heute korrigierte Herr Feng diese Geschichte, sagt aber: "Herr Shi Zhesheng vereint Qi-Gelehrten und Yan-Typen." Das verstehe ich nicht - empfahl ich zusätzlich ein "Qi-Gelehrten"-Werk an Jugendliche? Basiert Herrn Fengs Logik auf "selbst ausländische Bücher lesen heißt Leute Xianbei-Sprache lehren", dann nichts zu sagen.

Herr Feng scheint konfuzianische Orthodoxie zu verfechten - sonst warum Yan Zhituis buddhistische Beeinflussung so verachten? Warum über mein »Shakyamuni-Biographie«-Lesen so unzufrieden? Hier zwei Punkte: (1) Wird »Yan-Familienanweisungen«-Wert durch »Hinwendungs-Kapitel« völlig gelöscht? Außerdem befürwortete Yan zwar Buddhismus, predigte aber nicht Weltflucht oder Realitätsvermeidung, führte nur vereinbare Punkte zwischen Buddhismus und Konfuzianismus auf, nutzte buddhistische Vergeltung-Lehren zur Ergänzung konfuzianischer Moral-Mängel - wie heute »Bibel«- oder »Koran«-Zitate. (2) Mein »Buddha-Verhalten-Sutra«-Lesen bedeutet wie »Mohammed-Biographie« oder »Christus-Biographie« - weder Buddha-Zuwendung noch Buddha-Lehre-Ratschläge. Herrn Fengs Artikel nennt es meine "Überlebens-Methode" - wunderbar! Ich nehme ein goldgestiftetes »Hundert-Gleichnisse-Sutra« als Gleichgesinnte.

Früher respektierte ich Herrn Feng trotz schriftlicher Gemütlichkeit, aber nach »Ins Leere stoßen« schimpft er mich "Ausländerviertel-Bösewicht" - zähneknirschend hörbar. Obwohl "böse", wage ich nicht entsprechend böse zu antworten. Ich: "Zehn Jahre Literaturwelt-Traum, gewann Ausländerviertel-Bösewicht-Namen" - unwichtig, aber Herr Feng wird bereuen. Heute las ich »›Ins Leere stoßen‹ Korrektur« - Herrn Fengs "grundlose Verleumdung, eigene Vermutungen, Koketterie, Dummstellen" bleiben für "Selbstporträt".

(Anmerkung) »Dabao«-Titel waren nicht meine - ich habe keinen "Standpunkt", will auch nicht wegen mir ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ streiten lassen.

Antwort an Herrn Feng Zhiyu. (27.) (31. Oktober, 1. November, »Freie Diskussion«)

    • [Antwort "auch gezeigt" - Feng Zhiyu]**

Nach »Ins Leere stoßen« wollte ich über »›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹« nichts mehr sagen. Am nächsten Tag sah ich Herrn Shi Zheshengs »Brief an Herrn Li Liewen« in »Freie Diskussion«, "auch mir gezeigt", daher noch einige Worte. Herrn Shis drei Widerlegungen finde ich alle untreffend:

(1) Herr Shi sagt: Da "manche neue Jugendliche alte Gedanken haben können, manche alte Formen neuen Inhalt bergen können", können "veraltete Nachkommen-Gruppen-Gliedmaßen"-alte Gedanken wie seine unerörtert bleiben, außerdem schadet ›Zhuangzi‹-artiges klassisches Schreiben nicht. Natürlich kann man so schreiben ohne Weltuntergang. Aber ich meine, heutige Jugendliche müssen nicht Umgangssprache aufgeben und nach ›Zhuangzi‹-Lesen dessen Grammatik für Artikel lernen. Unerörtert lassen geht, aber Erörtern schadet auch nicht? Herr Shi ließ Jugendlichen-Grammatik-Unbeholfenheit, wenigen Wortschatz und meine »Nostalgie« nicht "unerörtert"?

(2) Herr Shi meint "mit Gedichten Beamte auswählen" und Jugendlichen ›Zhuangzi‹, ›Wenxuan‹ empfehlen unterscheide "Zwang" und "Beitrag" - mein Vergleich unpassend. Aber ich weiß nicht: Als Chinesischlehrer bewertete Herr Shi Schüler-Aufsätze mit ›Zhuangzi‹-Grammatik und ›Wenxuan‹-Wortschatz als gute Texte? Als Redakteur wählte er solche Werke aus? Falls ja, würde er als "Prüfer" mit ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ Beamte auswählen.

(3) Herr Shi zitiert Lu Xun: 1. "Wenig chinesische Bücher lesen resultiert nur in Schreibunfähigkeit." Das erkennt an: Zum Schreiben sollte man mehr chinesische Bücher lesen; 2. "...Will man alte Sachen, sollte man sich an Zhang Zhidongs »Bücherlisten-Antworten« halten." Das zeigt keine Jugendlichen-alte Bücher-Opposition. Herr Shi übersieht Zeit und Umgebung. Diese Sätze entstanden, als viele riefen, Umgangssprache schreiben brauche auch alte Bücher - dagegen gerichtet: Selbst nach ihren Worten nur Schreibunfähigkeit, aber alte Bücher lesen schadet mehr als Schreibunfähigkeit. Bei 2. sind klar alte Literatur-Forscher gemeint, sehr verschieden von Herrn Shis allgemeinen Vorschlägen. Für chinesische Altliteratur müssen wir nicht »Yijing« und »Shujing« lesen?

Tatsächlich sagte Herr Shi, beim Bücherliste-Ausfüllen sei er nicht so ernst wie ich vermutete - das ist wohl wahr. Denken wir: Gäbe es wirklich solchen Jugendlichen-Nachfolger, der gehorsam nach harter Arbeit mit ›Zhuangzi‹-Grammatik, ›Wenxuan‹-Wortschatz Artikel schriebe, die ›Lunyu‹, ›Mengzi‹ und »Yan-Familienanweisungen«-Moral entwickeln - "wäre das nicht zu komisch?"

Aber meine »Nostalgie« war ernst. Ich wollte nicht "mehr Massen gewinnen", hasste auch nicht Herrn Shis Nicht-Empfehlung von »Huagai-Sammlung« Haupt-Folgebände und »Falsche Freiheit«; hatte auch keine anderen "Motive" wie Studienzeit-Punktverluste oder Manuskript-Konfiszierung mit Privatrache.

(21. Oktober)

    • [Zum Nachschlagen]:**
    • Brief an Herrn Li Liewen - Shi Zhesheng**

- auch Herrn Feng Zhiyu gezeigt

Bruder Liewen:

Neulich hastige Straßenbahn-Begegnung - ich stieg bei Wang Jiasha aus zum Buchkauf bei Minjiu-Buchhandlung. Aber das Buch war zu teuer, kaufte nicht, verlor unnötig Gelegenheit für längeres Gespräch - sehr enttäuschend.

Über ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ will ich nichts mehr sagen. Beim Ausfüllen von »Dabao«-Formularen war ich nicht so ernst wie Herr Feng vermutet. Ich sagte nicht, jeder Jugendliche müsse diese zwei Bücher lesen, nur diese zwei Bücher oder nur diese empfehlenswert. Wohl wollten Zeitungsredakteure Neues hinzufügen, Ausfüller schrieben zufällig empfehlenswerte Bücher. Hätte ich gewusst, das verursacht solche Kontroversen, hätte ich trotz Herrn Cui Wanqius Kotau nicht geschrieben. Heute sah ich in »Taosheng« 40 Herrn Cao Jurens Brief mit Schluss: "Gibt es nichts Vorteilhafteres für Jugendliche als diese zwei Bücher? Wage zu fragen." Das ließ mich lach-weinen. (Herrn Cao Jurens Brief ist aufrichtig, ich antworte, vielleicht in »Taosheng« - bitte lesen.)

Herrn Feng Zhiyu will ich nicht mehr kränken, aber zu drei Punkten in »Nostalgie« (oben) noch Meinungen:

(1) Herr Feng sagt: "Manche neue Jugendliche können alte Gedanken haben, manche alte Formen können neuen Inhalt bergen." Richtig - neue Jugendliche können alte Gedanken haben, dann können "veraltete Nachkommen-Gruppen-Gliedmaßen" wie ich alte Gedanken unerörtert haben. Alte Formen können neuen Inhalt bergen - dann schadet ›Zhuangzi‹-klassisches Schreiben nicht, je nach Inhalt.

十龄上下的孩子会造反,本来也难免觉得滑稽的。但我们中国是常出神童的地方,一岁能画,两岁能诗,七龄童做戏,十龄童从军,十几龄童做委员,原是常有的事实;连七八岁的女孩也会被凌辱,从别人看来,是等于“年方花信”的了。


况且“冲”的时候,倘使对面是能够有些抵抗的人,那就汽车会弄得不爽利,冲者也就不英雄,所以敌人总须选得嫩弱。流氓欺乡下老,洋人打中国人,教育厅长冲小学生,都是善于克敌的豪杰。


“身当其冲”,先前好象不过一句空话,现在却应验了,这应验不但在成人,而且到了小孩子。“婴儿杀戮”算是一种罪恶,已经是过去的事,将乳儿抛上空中去,接以枪尖,不过看作一种玩把戏的日子,恐怕也就不远了罢。



(十月十七日。)




【“滑稽”例解                                                                                                                                                                                      苇索  】



研究世界文学的人告诉我们:法人善于机锋,俄人善于讽刺,英美人善于幽默。这大概是真确的,就都为社会状态所制限。慨自语堂大师振兴“幽默”以来,这名词是很通行了,但一普遍,也就伏着危机,正如军人自称佛子,高官忽挂念珠,而佛法就要涅槃一样。倘若油滑,轻薄,猥亵,都蒙“幽默”之号,则恰如“新戏”之入“×世界”,必已成为“文明戏”也无疑。


这危险,就因为中国向来不大有幽默。只是滑稽是有的,但这和幽默还隔着一大段,日本人曾译“幽默”为“有情滑稽”,所以别于单单的“滑稽”,即为此。那么,在中国,只能寻得滑稽文章了?却又不。中国之自以为滑稽文章者,也还是油滑,轻薄,猥亵之谈,和真的滑稽有别。这“狸猫换太子”的关键,是在历来的自以为正经的言论和事实,大抵滑稽者多,人们看惯,渐渐以为平常,便将油滑之类,误认为滑稽了。


在中国要寻求滑稽,不可看所谓滑稽文,倒要看所谓正经事,但必须想一想。


这些名文是俯拾即是的,譬如报章上正正经经的题目,什么“中日交涉渐入佳境”呀,“中国到那里去”呀,就都是的,咀嚼起来,真如橄榄一样,很有些回味。


见于报章上的广告的,也有的是。我们知道有一种刊物,自说是“舆论界的新权威”,“说出一般人所想说而没有说的话”,而一面又在向别一种刊物“声明误会,表示歉意”,但又说是“按双方均为社会有声誉之刊物,自无互相攻讦之理”。“新权威”而善于“误会”,“误会”了而偏“有声誉”,“一般人所想说而没有说的话”却是误会和道歉:这要不笑,是必须不会思索的。


见于报章的短评上的,也有的是。例如九月间《自由谈》所载的《登龙术拾遗》上,以做富家女婿为“登龙”之一术,不久就招来了一篇反攻,那开首道:“狐狸吃不到葡萄,说葡萄是酸的,自己娶不到富妻子,于是对于一切有富岳家的人发生了妒嫉,妒嫉的结果是攻击。”这也不能想一下。一想“的结果”,便分明是这位作者在表明他知道“富妻子”的味道是甜的了。


诸如此类的妙文,我们也尝见于冠冕堂皇的公文上:而且并非将它漫画化了的,却是它本身原来是漫画。《论语》一年中,我最爱看《古香斋》这一栏,如四川营山县长禁穿长衫令云:“须知衣服蔽体已足,何必前拖后曳,消耗布匹?且国势衰弱,……顾念时艰,后患何堪设想?”又如北平社会局禁女人养雄犬文云:“查雌女雄犬相处,非仅有碍健康,更易发生无耻秽闻,揆之我国礼义之邦,亦为习俗所不许。谨特通令严禁……凡妇女带养之雄犬,斩之无赦,以为取缔!”这那里是滑稽作家所能凭空写得出来的?


不过《古香斋》里所收的妙文,往往还倾于奇诡,滑稽却不如平淡,惟其平淡,也就更加滑稽,在这一标准上,我推选“甜葡萄”说。



(十月十九日。)




【外国也有                                                                                                                                                                                           符灵  】



凡中国所有的,外国也都有。


外国人说中国多臭虫,但西洋也有臭虫;日本人笑中国人好弄文字,但日本人也一样的弄文字。不抵抗的有甘地;禁打外人的有希特拉;狄昆希吸鸦片;陀思妥夫斯基赌得发昏。斯惠夫德带枷,马克斯反动。林白大佐的儿子,就给绑匪绑去了。而裹脚和高跟鞋,相差也不见得有多么远。


只有外国人说我们不问公益,只知自利,爱金钱,却还是没法辩解。民国以来,有过许多总统和阔官了,下野之后,都是面团团的,或赋诗,或看戏,或念佛,吃着不尽,真也好象给批评者以证据。不料今天却被我发见了:外国也有的!



“十七日哈伐那电──避居加拿大之古巴前总统麦查度……在古巴之产业,计值八百万美元,凡能对渠担保收回此项财产者,无论何人,渠愿与以援助。又一消息,谓古巴政府已对麦及其旧僚属三十八人下逮捕令,并扣押渠等之财产,其数达二千五百万美元。……”



以三十八人之多,而财产一共只有这区区二千五百万美元,手段虽不能谓之高,但有些近乎发财却总是确凿的,这已足为我们的“上峰”雪耻。不过我还希望他们在外国买有地皮,在外国银行里另有存款,那么,我们和外人折冲樽俎的时候,就更加振振有辞了。


假使世界上只有一家有臭虫,而遭别人指摘的时候,实在也不大舒服的,但捉起来却也真费事。况且北京有一种学说,说臭虫是捉不得的,越捉越多。即使捉尽了,又有什么价值呢,不过是一种消极的办法。最好还是希望别家也有臭虫,而竟发见了就更好。发见,这是积极的事业。哥仑布与爱迪生,也不过有了发见或发明而已。


与其劳心劳力,不如玩跳舞,喝咖啡,外国也有的,巴黎就有许多跳舞场和咖啡店。


即使连中国都不见了,也何必大惊小怪呢,君不闻迦勒底与马基顿乎?──外国也有的!



(十月十九日。)




【扑空                                                                                                                                                                                               丰之余  】



自从《自由谈》上发表了我的《感旧》和施蛰存先生的《〈庄子〉与〈文选〉》以后,《大晚报》的《火炬》便在征求展开的讨论。首先征到的是施先生的一封信,题目曰《推荐者的立场》。注云“《庄子》与《文选》的论争”。


但施先生又并不愿意“论争”,他以为两个人作战,正如弧光灯下的拳击手,无非给看客好玩。这是很聪明的见解,我赞成这一肢一节。不过更聪明的是施先生其实并非真没有动手,他在未说退场白之前,早已挥了几拳了。挥了之后,飘然远引,倒是最超脱的拳法。现在只剩下一个我了,却还得回一手,但对面没人也不要紧,我算是在打“逍遥游”。


施先生一开首就说我加以“训诲”,而且派他为“遗少的一肢一节”。上一句是诬赖的,我的文章中,并未对于他个人有所劝告。至于指为“遗少的一肢一节”,却诚然有这意思,不过我的意思,是以为“遗少”也并非怎么很坏的人物。新文学和旧文学中间难有截然的分界,施先生是承认的,辛亥革命去今不过二十二年,则民国人中带些遗少气,遗老气,甚而至于封建气,也还不算甚么大怪事,更何况如施先生自己所说,“虽然不敢自认为遗少,但的确已消失了少年的活力”的呢,过去的余气当然要有的。但是,只要自己知道,别人也知道,能少传授一点,那就好了。


我早经声明,先前的文字是并非专为他个人而作的,而且自看了《〈庄子〉与〈文选〉》之后,则连这“一肢一节”也已经疏远。为什么呢,因为在推荐给青年的几部书目上,还提出着别一个极有意味的问题:其中有一种是《颜氏家训》。这《家训》的作者,生当乱世,由齐入隋,一直是胡势大张的时候,他在那书里,也谈古典,论文章,儒士似的,却又归心于佛,而对于子弟,则愿意他们学鲜卑语,弹琵琶,以服事贵人——胡人。这也是庚子义和拳败后的达官,富翁,巨商,士人的思想,自己念佛,子弟却学些“洋务”,使将来可以事人:便是现在,抱这样思想的人恐怕还不少。而这颜氏的渡世法,竟打动了施先生的心了,还推荐于青年,算是“道德修养”。他又举出自己在读的书籍,是一部英文书和一部佛经,正为“鲜卑语”和《归心篇》写照。只是现代变化急速,没有前人的悠闲,新旧之争,又正剧烈,一下子看不出什么头绪,他就也只好将先前两代的“道德”,并萃于一身了。假使青年,中年,老年,有着这颜氏式道德者多,则在中国社会上,实是一个严重的问题,有荡涤的必要。自然,这虽为书目所引起,问题是不专在个人的,这是时代思潮的一部。但因为连带提出,表面上似有太关涉了某一个人之观,我便不敢论及了,可以和他相关的只有“劝人看《庄子》《文选》了”八个字,对于个人,恐怕还不能算是不敬的。但待到看了《〈庄子〉与〈文选〉》,却实在生了一点不敬之心,因为他辩驳的话比我所豫料的还空虚,但仍给以正经的答复,那便是《感旧以后》(上)。


然而施先生的写在看了《感旧以后》(上)之后的那封信,却更加证明了他和我所谓“遗少”的疏远。他虽然口说不来拳击,那第一段却全是对我个人而发的。现在介绍一点在这里,并且加以注解。


施先生说:“据我想起来,劝青年看新书自然比劝他们看旧书能够多获得一些群众。”这是说,劝青年看新书的,并非为了青年,倒是为自己要多获些群众。


施先生说:“我想借贵报的一角篇幅,将……书目改一下:我想把《庄子》与《文选》改为鲁迅先生的《华盖集》正续编及《伪自由书》。我想,鲁迅先生为当代‘文坛老将’,他的著作里是有着很广大的活字汇的,而且据丰之余先生告诉我,鲁迅先生文章里的确也有一些从《庄子》与《文选》里出来的字眼,譬如‘之乎者也’之类。这样,我想对于青年人的效果也是一样的。”这一大堆的话,是说,我之反对推荐《庄子》与《文选》,是因为恨他没有推荐《华盖集》正续编与《伪自由书》的缘故。


施先生说:“本来我还想推荐一二部丰之余先生的著作,可惜坊间只有丰子恺先生的书,而没有丰之余先生的书,说不定他是像鲁迅先生印珂罗版木刻图一样的是私人精印本,属于罕见书之列,我很惭愧我的孤陋寡闻,未能推荐矣。”这一段话,有些语无伦次了,好象是说:我之反对推荐《庄子》与《文选》,是因为恨他没有推荐我的书,然而我又并无书,然而恨他不推荐,可笑之至矣。


这是“从国文教师转到编杂志”,劝青年去看《庄子》与《文选》,《论语》,《孟子》,《颜氏家训》的施蛰存先生,看了我的《感旧以后》(上)一文后,“不想再写什么”而终于写出来了的文章,辞退做“拳击手”,而先行拳击别人的拳法。但他竟毫不提主张看《庄子》与《文选》的较坚实的理由,毫不指出我那《感旧》与《感旧以后》(上)两篇中间的错误,他只有无端的诬赖,自己的猜测,撒娇,装傻。几部古书的名目一撕下,“遗少”的肢节也就跟着渺渺茫茫,到底是现出本相:明明白白的变了“洋场恶少”了。



(十月二十日。)



【备考】:



推荐者的立场 施蛰存  


——《庄子》与《文选》之论争



万秋先生:

Erst nach Herrn Shis eigener Erklärung erkannte ich: (1) seine damalige Lage - das Manuskriptpapier war zu klein, "wäre es etwas breiter gewesen", hätte er "noch ein paar Bücher mehr hineinschreiben wollen"; (2) seine frühere Laufbahn - "vom Chinesischlehrer zum Zeitschriftenredakteur gewechselt", fand er "junger Leute Artikel zu unbeholfen direkt, Wortschatz zu gering", daher empfahl er diese zwei alten Bücher zum Grammatiklernen und Wortschatzsuchen, "obwohl viele Wörter darin bereits tot sind", müsse man sie doch suchen. Ich denke, lebte Zhuangzi heute, würde er nach dem Sargaufbrechen wohl allen heiratswilligen Frauen raten, die »Biographien tugendhafter Frauen« zu lesen.

Noch ein anderer Punkt:

(1) Herr Shi sagt, mein Vergleich mit Flasche und Wein für "literarische Bildung" sei falsch, aber ich machte nie solchen Vergleich - ich sagte, manche neue Jugendliche können alte Gedanken haben, manche alte Formen können neuen Inhalt bergen. Ich meine auch, zwischen "neuer Literatur" und "alter Literatur" kann es keine scharfe Grenze geben, aber es gibt Wandlung und relative Neigungen, und gerade weil man nicht "was die Grenze ist" bestimmen kann, gibt es auch keine Position für "dritte Menschen".

(2) Herr Shi sagt, Siegelschrift schreiben sei Privatsache, solange man andere nicht zwinge dasselbe zu tun. Das scheint richtig. Aber Mittelschüler und Einsender haben selbst unbeholfene, wortarme Artikel, zwingen aber niemanden, wortarme und grammatisch unbeholfene Artikel zu schreiben - warum empfand Herr Shi so viel und riet daher "literaturbegeisterten Jugendlichen", »Zhuangzi« und »Wenxuan« zu lesen? Als Prüfer mit Gedichten Beamte auswählen missbilligt Herr Shi, aber als Lehrer und Redakteur rät er Jugendlichen mit »Zhuangzi« und »Wenxuan« - ich verstehe diese Grenze nicht.

(3) Herr Shi führt noch "Herrn Lu Xun" an, als hätte er Zhuangzis neue Orthodoxie übernommen und alle Artikel aus »Zhuangzi« und »Wenxuan« gelesen. "Ich finde das auch etwas willkürlich." In seinen Artikeln gibt es viele Wörter aus »Zhuangzi« und »Wenxuan«, wie "zhi hu zhe ye", aber diese Wörter stehen wohl auch in anderen Büchern. Ehrlicher gesagt: Aus solchen Büchern lebenden Wortschatz zu suchen ist reine Verwirrung - das würde wohl Herr Shi selbst nicht tun.

(12. Oktober)

    • [Zum Nachschlagen]:**
    • "Zhuangzi" und "Wenxuan" - Shi Zhesheng**

Letzten Monat sandte »Dabao«-Redaktion eine bedruckte Postkarte zum Ausfüllen: (1) Was lesen Sie gerade? (2) Welche Bücher empfehlen Sie Jugendlichen?

Bei (2) schrieb ich: »Zhuangzi«, »Wenxuan« mit Anmerkung: "Zur literarischen Bildung der Jugend."

Heute sah ich Herrn Feng Zhiyus »Nostalgie« in »Freie Diskussion« und wurde nervös, als sei der Artikel für mich geschrieben.

Aber ich will Herrn Feng nicht widersprechen, nur mich erklären.

Erstens sollte ich erklären, warum ich Jugendlichen »Zhuangzi« und »Wenxuan« empfehle. In den letzten Jahren wechselte mein Leben vom Chinesischlehrer zum Zeitschriftenredakteur - zu viel Kontakt mit Jugendlichen-Artikeln. Ich finde ihre Artikel zu unbeholfen direkt, Wortschatz zu gering, daher empfahl ich in »Dabao«s engen Zeilen diese zwei Bücher. Ich denke, daraus kann man etwas Schreibmethodik lernen und Wortschatz erweitern (obwohl viele Wörter tot sind). Aber ich will natürlich nicht, dass Jugendliche alle »Zhuangzi«, »Wenxuan«-artige "klassische Texte" schreiben.

Zweitens hoffe ich nur, literaturbegeisterte Jugendliche lesen diese zwei Bücher. Jeder Literat muss sich auf Vorgänger-Literatur stützen. Ich verstehe nicht, "wo die Grenze zwischen neuer und alter Literatur" liegt. Literarisch ist der Vergleich "alte Flasche neuer Wein" und "neue Flasche alter Wein" falsch. Vergleichen wir literarische Bildung mit Wein: Flaschen-Alter spielt keine Rolle, aber der Wein muss gebraut sein.

Ich rate Literatur-Jugendlichen zu »Zhuangzi« und »Wenxuan« zum "Brauen". Wäre »Dabao«s Formular breiter gewesen, hätte ich mehr Bücher hingeschrieben.

Nehmen wir Herrn Lu Xun: Als solcher Neue-Literatur-Autor scheint er eine völlig neue Flasche. Aber sein Wein? Reiner Brandy? Glaube ich nicht. Ohne klassische Literatur-Bildung würde Herr Lu Xun nicht so gut schreiben. Daher wage ich zu sagen: In Herrn Lu Xuns Flasche sind unvermeidlich viel Wujiapibaijiu- oder Shaoxing-Wein-Bestandteile.

Was Herrn Feng Zhiyu betrifft - er meint, Siegelschrift schreiben, Gedichte füllen, selbstgeschnitzte Briefumschläge seien Nicht-Schulabsolventen- oder Nationalstudien-Experten-Sachen -, das ist etwas willkürlich. Das sind Privatsachen. Siegelschrift-Schreiber, die nicht mit Siegelschrift Briefe schreiben, Gedicht-Füller, die als Beamte nicht mit Gedichten Leute auswählen, Selbstgeschnitzte-Briefumschlag-Nutzer, die andere nicht zwingen auch zu schnitzen, brauchen Herrn Fengs "mündliche und schriftliche Verdammung" als "Irrlehre" und "Dämon" nicht.

Unter Neue-Literatur-Autoren gibt es auch Holzschnitt-Spielende, Ausgaben-Erforschende, Exlibris-Sammelnde, Parallelen-Prosa-Vorwort-für-Umgangssprache-Bücher-Schreibende, sogar Schreibtisch-Kleine-Ausstellungsstücke-Aufstellende. Nach Herrn Fengs Meinung "wollen sie mit 'heutiger Eleganz' zwischen Himmel und Erde bestehen"? Ich denke, sie haben solche Absichten nicht.

Abschließend hoffe ich, Herrn Fengs Artikel war nicht für mich geschrieben.

(8. Oktober, »Freie Diskussion«)

    • ["Nach Nostalgie" (unten) - Feng Zhiyu]**

Noch etwas zu schreiben. Aber zuerst: Das entstand durch Herrn Shi Zheshengs Worte, ist aber nicht für ihn geschrieben. Bei Einzelpersonen nenne ich ursprünglich Namen, aber gedruckt werden sie oft zu "某" oder dem gemeinsamen Symbol für Reiche-Namen, gefährliche Wörter, Geschlechtsorgane-Slang "××". Ich hoffe, einige Wörter in diesem Artikel wandeln sich nicht so, um Missverständnisse zu vermeiden.

Ich will sagen: Reden ist schwer, nicht reden auch nicht leicht. Schreibende müssen Artikel schreiben, beim Schreiben drohen Katastrophen. Gelber Fluss greift schwache Dämme an - nacktarmige Frauen und falsch schreibende Jugendliche werden Spott-Objekte. Sie sind wirklich kraftlos, müssen leiden, wie Landbewohner in Shanghai-Konzessionen nur ertragen können, "Amulin" genannt zu werden.

Aber manches ist ungerecht. Ein Beispiel: Liu Banongs "selbstkommentierte" »Tonghua Zhidou Tang Gedichtsammlung« Spottverse in »Lunyu« 26. Als Prüfer der Beijing-Universität entdeckte er auf Chinesisch-Prüfungsbögen lächerliche Fehler und dichtete - die Leute wurden so verspottet, dass sie sich verkriechen wollten, diese gerade graduierten Mittelschüler. Natürlich ist er Professor, alle Kritiken richtig, aber manche sind diskutierbar. Eine "Selbstanmerkung":

"Jemand schrieb 'changming wenhua' (Kultur fördern), ich sagte: chang ist 'Prostituierte'-Zeichen, wo Kultur entwickelt ist, gibt es viele Prostituierte, zu sagen Kultur werde durch Prostituierte erhellt, ist auch vernünftig."

Prostituierte-chang schreiben wir jetzt nicht als "chang", aber früher waren beide austauschbar - Herr Liu zitiert wohl alte Bücher. Aber für alte Bücher: Im »Buch der Lieder« steht "chang yu he nü" (ich stimme an, du antwortest), niemand deutete es als "selbst Hure werden, um anderen zu antworten". Jener Fehler ist nur Fehler, lächerlich-verachtenswert ist er nicht. Noch ein Satz:

"Glücklicherweise 'meng-te wissenschaftliche Gedanken-Keime'."

"Meng" und "Keime" haben Klammerkreise - wohl um das Lächerliche zu zeigen, aber "Keime", "Sprossen" sind Substantive, "sprießen", "entspringen" werden Verben - "meng" als Verb zu verwenden scheint nicht falsch.

Zur Vierter-Mai-Zeit schrieben Umgangssprache-Befürworter (Herr Liu würde es vielleicht als "Huren hochhalten" deuten) falsche Zeichen, verwendeten falsche Klassiker - normal, aber da Gegner sagten, Umgangssprache-Befürworter kennten keine alten Bücher und redeten wirr, schrieben sie oft klassische Texte, um sie mundtot zu machen. Natürlich konnten sich aus alten Lagern Kommende mit tiefen Gewohnheiten nicht sofort befreien - Autoren mit klassischen Atmosphären gab es.

Damalige Umgangssprache-Bewegung siegte, manche Kämpfer stiegen auf, aber aufgestiegen kämpften sie nicht nur nicht mehr für Umgangssprache, sondern trampelten darauf herum, holten alte Zeichen hervor, um nachfolgende Jugendliche zu verspotten. Da man noch mit alten Büchern und Zeichen Menschen auslacht, sehen manche Jugendliche das Lesen alter Bücher als unerlässliche Arbeit, nachzuahmende klassische Autoren als Vorbild, streben nicht mehr von neuen Wegen aus Entwicklung und neue Durchbrüche an.

Jetzt zwei Menschen hier: Einer ist Mittelschüler, schreibt "Auslandsstudent" als "Fließstudent", ein falsches Zeichen; einer ist Universitätsprofessor, dichtet triumphierend: "Herr beging himmelstürzende Sünde, Strafe ins Westparadies Lernen fließen, sollte zu neun Strömen einen hinzufügen, Gluten bis zur Ölpfanne ausgekocht." Wer ist lächerlich?

(12. Oktober)

    • [Gelbe Gefahr - You Gang]**

Heutige sogenannte "Gelbe Gefahr" meinen wir selbst als Gelben Fluss-Durchbruch, aber vor dreißig Jahren war das anders.

Damals bedeutete es: Gelbe Rasse wird Europa überrollen. Manche Helden hörten diesen Ausdruck wie "Schlafender Löwe"-Komplimente von Weißen und waren jahrelang stolz, bereit, Europas Herren zu werden.

Aber die "Gelbe Gefahr"-Geschichte stammt anders als unsere Phantasien von Kaiser Wilhelm. Er malte ein Bild: Ein römisch gekleideter Krieger wehrt einen von Osten kommenden Menschen ab, aber das war nicht Konfuzius, sondern Buddha - Chinesen freuten sich umsonst. Während wir "Gelbe Gefahr"-Träume hatten, sah jemand in deutschem Qingdao die Realität: Ein armes Kind beschmutzte einen Telegrafenmast und wurde von weißen Polizisten an den Füßen gepackt und weggetragen wie Chinesen mit Enten.

Hitlers Ausschluss nicht-germanischer Völker verwendet dieselben Methoden wie der Kaiser.

Des Kaisers "Gelbe Gefahr" träumen wir nicht mehr, erwähnen auch "Schlafenden Löwen" nicht mehr, "großes Land, reiche Ressourcen, viele Menschen" sieht man in Artikeln wenig. Als Löwe kann man prahlen, wie fett man ist, aber als Schwein oder Schaf ist Fettheit kein gutes Zeichen. Ich weiß nicht, was wir uns jetzt fühlen?

Wir scheinen nicht mehr zu denken, finden auch keine "Symbole", wir schauen Hai Jingbos Raubtiershows, bewundern Löwen-Tiger-Rindfleisch-Essen, hören, sie fressen täglich einen Ochsen. Wir bewundern Völkerbund-Japan-Sanktionen, verachten auch Völkerbund-Unfähigkeit Japan zu sanktionieren; wir befürworten Abrüstungs-"Friedensschutz", bewundern auch Hitlers Abrüstungs-Austritt; wir fürchten, andere Länder nutzen China als Schlachtfeld, hassen auch Antikriegs-Versammlungen. Wir scheinen noch "Schlafende Löwen".

"Gelbe Gefahr" kann zu "Segen" werden, erwachte Löwen können auch Theater spielen. Im Weltkrieg hatten wir für andere kämpfende Arbeiter, als Qingdao besetzt wurde, hatten wir an Füßen tragbare Kinder.

Aber zu sagen, das 20. Jahrhundert habe keinen Platz für uns, ist unvernünftig.

(17. Oktober)

    • [Stürmen - Lü Xun]**

"Stoßen" und "Treten" töten oder verletzen nur ein, zwei - für mehr braucht es "Stürmen".

»Xinsheng« vom 13. berichtete aus Guiyang: Zum 18. September-Gedenken versammelten sich Schüler verschiedener Schulen. Bildungsminister Tan Xingge geriet in Panik, sandte Truppen zu Straßenkreuzungen, ließ mehrere Autos gegen die Reihen stürmen, was Tragödie verursachte - zwei tote Schüler, über vierzig Verletzte, meist Zhengyi-Grundschüler um zehn Jahre...

Früher wusste ich nur, Kriegsherren beherrschen meist Literatur, "waffenkissennd auf Tagesanbruch wartend" können sie Parallelen-Telegramme verfassen. Diesmal erkenne ich: Selbst Zivilbeamte verstehen Kriegskunst. Tian Dan verwendete Feuer-Ochsen, jetzt durch Autos ersetzt - auch 20. Jahrhundert.

"Stürmen" ist schnellste Kampfmethode - ein Auto-Trupp, quer-gerade stürmend, lässt Feinde unter Rädern sterben-verletzen, wie einfach; "Stürmen" ist würdevollstes Verhalten, Maschine einschalten, blitzschnell fahren, Gegner können nicht ausweichen, wie heldenhaft. Verschiedene Länder-Polizei-Soldaten nutzen gern Wasserschläuche, russische Zaren Kosaken-Kavallerie - alles schnelle Aktionen. In Konzessionen sehen wir manchmal ausländische Soldaten-Panzerwagen patrouillieren - bei Ungehorsam zum Stürmen da.

Autos sind zwar keine Sturm-Waffen, aber glücklicherweise sind Feinde Grundschüler. Ein müder Esel kann nicht ins Schlachtfeld, aber auf zartem Gras galoppierend, Reiter obenauf heimlich brüllend, ist noch sehr fähig und erfreulich, obwohl manche es komisch finden.

Dass zehnjährige Kinder rebellieren ist auch komisch. Aber China bringt oft Wunderkinder hervor: einjährig malen, zweijährig dichten, sieben Jahre Theater, zehn Jahre Militär, über zehn Jahre Komitee-Mitglieder - normale Fakten; selbst sieben-acht Jahre alte Mädchen werden missbraucht, andere sehen sie als "blütenalterig".

Außerdem: Beim "Stürmen" mit widerstandsfähigen Gegnern würden Autos ungeschickt, Stürmer unheldisch - Feinde müssen zart-schwach gewählt werden. Rowdys schikanieren Landalte, Ausländer schlagen Chinesen, Bildungsminister stürmen Grundschüler - alle sind feindbesiegende Helden.

"Den Ansturm tragen" war früher nur leere Phrase, jetzt bewährt es sich nicht nur bei Erwachsenen, sondern bei Kindern. "Säuglingsmord" galt als Verbrechen - Vergangenheit. Säuglinge in die Luft werfen und mit Speerspitzen auffangen als Spielerei-Tage sind wohl nicht fern.

(17. Oktober)

    • ["Komisch"-Beispiele - Wei Suo]**

Weltliteratur-Forscher sagen uns: Franzosen sind gut in Wortwitz, Russen in Satire, Angloamerikaner in Humor. Das ist wohl richtig, alles durch gesellschaftliche Zustände begrenzt. Seit Meister Yutang "Humor" belebte, ist der Begriff verbreitet, aber Verbreitung birgt Krisen - wie Soldaten sich Buddhisten nennen, hohe Beamte plötzlich Gebetsketten tragen und Buddhismus dann stirbt. Wenn Schlüpfrigkeit, Oberflächlichkeit, Obszönität unter "Humor" laufen, ist es wie "Neue Oper" in "×-Welt" - bestimmt schon "Zivilisationstheater".

Diese Gefahr entsteht, weil China wenig Humor hatte. Nur Komik gab es, aber zwischen der und Humor liegt eine große Strecke. Japaner übersetzten "Humor" als "gefühlvolle Komik" zur Unterscheidung von reiner "Komik". In China findet man also nur komische Artikel? Wieder nein. Chinas selbsternannte komische Artikel sind auch nur schlüpfrige, oberflächliche, obszöne Gespräche, verschieden von wahrer Komik. Dieser "Waschbär-tauscht-Prinz"-Trick liegt daran, dass historisch selbsternannte ernste Äußerungen und Fakten meist komisch waren - Menschen gewöhnten sich daran, hielten es für normal und verwechselten Schlüpfrigkeit mit Komik.

In China Komik zu suchen: Nicht sogenannte komische Texte lesen, sondern sogenannte ernste Dinge - aber denken.

Solche Texte liegen überall: Zeitungs-ernste Titel wie "Chinesisch-japanische Verhandlungen werden besser", "Wohin geht China?" - alle sind es, gekaut schmecken sie wie Oliven mit Nachgeschmack.

In Zeitungsanzeigen auch. Wir kennen eine Publikation, die sich "neue Autorität der Meinungswelt" nennt, "sagt, was gewöhnliche Leute sagen wollen, aber nicht sagten", während sie gleichzeitig einer anderen Publikation "Missverständnisse erklärt, Entschuldigung ausdrückt", aber auch sagt "da beide gesellschaftlich angesehene Publikationen sind, gibt es keinen Grund für gegenseitige Angriffe". "Neue Autorität" gut in "Missverständnissen", "missverständlich" aber "angesehen", "was gewöhnliche Leute sagen wollen, aber nicht sagten" sind Missverständnisse und Entschuldigungen - nicht zu lachen erfordert Denklosigkeit.

In Zeitungs-Kommentaren auch. September »Freie Diskussion« »Drachenaufstiegs-Kunst-Ergänzungen« nannte Reichen-Tochter-Schwiegersohn eine "Drachenaufstiegs"-Kunst, bald kam Gegenangriff: "Fuchs kann keine Trauben fressen, sagt Trauben sind sauer, heiratet selbst keine reiche Frau, entwickelt Eifersucht auf alle mit reichen Schwiegervätern, Eifersucht-Resultat ist Angriff." Auch undenkbar. Ein Gedanke über "Resultat" zeigt klar: Dieser Autor erklärt, er wisse, "reiche Frauen" schmecken süß.

Solche wunderbaren Texte sehen wir auch in würdevollen offiziellen Dokumenten - nicht karikiert, sondern ursprünglich Karikaturen. In einem Jahr »Lunyu« liebte ich am meisten »Guxiang Zhai«-Spalte: Sichuan Yingshan-Magistrat verbot lange Gewänder: "Kleidung verhüllt Körper genug, warum vorn-hinten schleppend Stoffe verschwenden? Außerdem ist nationale Macht schwach...Zeit-Schwierigkeiten bedenkend, künftige Katastrophen unvorstellbar!" Beijing Sozialamt verbot Frauen männliche Hunde zu halten: "Weibliche Frauen mit männlichen Hunden zusammen schadet nicht nur Gesundheit, erzeugt leicht schamlose Skandale, misst an unserem Sitte-Rechtschaffenheits-Land, auch von Sitten unerlaubt. Hiermit streng verboten...alle von Frauen gehaltenen männlichen Hunde, töten ohne Gnade zur Kontrolle!" Das können komische Autoren nie frei erfinden!

Aber »Guxiang Zhai«-wunderbare Texte neigen oft zu Seltsamem, Komik ist aber nicht so gut wie Schlichtheit. Eben durch Schlichtheit wird es noch komischer - nach diesem Standard wähle ich "süße Trauben"-Theorie.

(19. Oktober)

    • [Ausland hat auch - Fu Ling]**

Was China hat, haben Ausländer auch.

Ausländer sagen, China hat viele Wanzen, aber der Westen hat auch Wanzen; Japaner lachen über chinesische Wortspielerei, aber Japaner spielen auch mit Worten. Gewaltlosigkeit hat Gandhi; Ausländer-Schlagen-Verbot hat Hitler; De Quincey rauchte Opium; Dostojewski spielte verrückt. Swift trug Halseisen, Marx war reaktionär. Oberst Lindberghs Sohn wurde von Gangstern entführt. Füßebinden und hohe Absätze unterscheiden sich nicht sehr.

Nur Ausländer-Vorwürfe, wir kümmerten uns nicht um Gemeinwohl, kennten nur Eigennutz, liebten Geld, sind unwiderlegt. Seit der Republik gab es viele Präsidenten und Reiche - nach Rücktritt alle rundgesichtig, dichtend, Theater schauend oder betend, endlos essend, gaben Kritikern wirklich Beweise. Heute entdeckte ich: Ausland hat auch!

"17. Havanna-Telegramm - In Kanada lebender ehemaliger kubanischer Präsident Machado...Kubas Besitz acht Millionen Dollar wert, jedem, der Rückgabe dieses Eigentums garantiert, will er Hilfe geben. Andere Nachricht: Kubas Regierung erließ Haftbefehle gegen Machado und 38 ehemalige Beamte, beschlagnahmte ihr Eigentum von 25 Millionen Dollar..."

38 Menschen mit nur 25 Millionen Dollar Eigentum - Methoden nicht hoch, aber etwas Bereicherung ist bestätigt, genug um unsere "Oberen" zu entlasten. Aber ich hoffe, sie besitzen ausländische Grundstücke und Bankeinlagen - dann können wir bei Ausländer-Verhandlungen noch überzeugender sein.

Hätte nur eine Familie Wanzen und würde kritisiert, wäre das ungemütlich, aber Fangen ist mühsam. Außerdem gibt es in Beijing eine Theorie: Wanzen kann man nicht fangen, je mehr man fängt, desto mehr werden es. Selbst alle gefangen - was wäre der Wert? Nur negative Methode. Am besten hoffen, andere Familien haben auch Wanzen, und welche zu entdecken ist noch besser. Entdecken ist positive Arbeit. Kolumbus und Edison machten nur Entdeckungen oder Erfindungen.

Statt anstrengend arbeiten lieber tanzen, Kaffee trinken - Ausland hat auch, Paris hat viele Tanzlokale und Cafés.

Selbst wenn China verschwände - warum aufgeregt sein? Hörten Sie nicht von Chaldäa und Makedonien? - Ausland hat auch!

(19. Oktober)

    • [Ins Leere stoßen - Feng Zhiyu]**

Nach Veröffentlichung meiner »Nostalgie« und Herrn Shi Zheshengs »›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹« in »Freie Diskussion« bat »Dabao«s »Fackel« um erweiterte Diskussion. Zuerst kam Herrn Shis Brief mit Titel »Empfehlers Standpunkt«. Anmerkung: "›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹-Kontroverse".

Aber Herr Shi will nicht "kontrovers diskutieren" - er meint, zwei kämpfende Menschen seien wie Boxer unter Bogenlampen, nur zur Zuschauer-Unterhaltung. Das ist kluge Ansicht, ich stimme diesem Teil zu. Aber klüger ist: Herr Shi schlug tatsächlich zu, bevor er Rücktritts-Worte sagte - einige Hiebe ausgeführt, dann elegant weggeflogen, das ist überweltlichste Boxkunst. Jetzt bin nur ich übrig, muss aber antworten - gegenüber niemand macht nichts, ich boxe "Sorgloses Wandeln".

Herr Shi sagt anfangs, ich "belehrte" ihn und ordnete ihn "veralteten Nachkommen-Gliedmaßen" zu. Ersteres ist Verleumdung - mein Artikel hatte keine persönlichen Ratschläge. Ihn als "veraltete Nachkommen-Gliedmaßen" zu bezeichnen, beabsichtigte ich wirklich, aber "veraltete Nachkommen" sind nicht sehr schlechte Figuren. Dass neue und alte Literatur schwer scharf zu trennen sind, erkennt Herr Shi an. Xinhai-Revolution ist nur 22 Jahre her - Republik-Menschen mit etwas veralteten Nachkommen-, alten-, sogar feudalen Atmosphären ist nichts Besonderes, zumal Herr Shi selbst sagt: "Obwohl ich mich nicht als veraltete Nachkommen bekenne, habe ich wirklich jugendliche Vitalität verloren" - vergangene Atmosphäre ist natürlich da. Aber wissen es selbst und andere und weniger weitergeben wäre gut.

Ich erklärte früh, frühere Texte waren nicht speziell für ihn geschrieben, und nach »›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹« entfernte sich selbst diese "Gliedmaßen". Warum? Weil in Jugendlichen empfohlenen Büchern ein anderes interessantes Problem auftauchte: Eins ist »Yan-Familienanweisungen«. Dieser Autor lebte in chaotischen Zeiten, von Qi zu Sui, immer unter barbarischer Macht. In dem Buch diskutiert er auch Klassiker, Literatur wie ein Gelehrter, wendet sich aber dem Buddhismus zu, wünscht für Nachkommen Xianbei-Sprache zu lernen, Laute zu spielen, um Edlen - Barbaren - zu dienen. Das ist auch Gedanken von Beamten, Reichen, Großhändlern, Gelehrten nach Boxer-Aufstand-Niederlage: selbst Buddha verehren, Nachkommen aber "ausländische Geschäfte" lernen lassen für künftiges Dienen. Selbst heute gibt es wohl nicht wenige mit solchen Gedanken. Yan-Überlebens-Methoden bewegten Herrn Shis Herz, er empfiehlt sie Jugendlichen als "moralische Bildung". Er führt eigene Lektüre an: ein englisches Buch und ein buddhistisches Sutra - Illustration für "Xianbei-Sprache" und »Kapitel der Hinwendung«. Nur moderne Wandel schnell, ohne Vorzeiten-Muße, neu-alt-Kämpfe heftig, auf Anhieb unklar - er kann nur frühere zwei Generationen "Moral" in einer Person vereinen. Hätten Jugendliche, Mittelalte, Alte oft diese Yan-Moral, wäre das in chinesischer Gesellschaft ein ernstes Problem, das Säuberung braucht. Natürlich entstand das durch Bücherlisten, das Problem liegt nicht beim Einzelnen, das ist zeitgeistiger Teil. Aber durch Miterwähnung schien es zu sehr auf Einzelpersonen bezogen - ich wagte nicht zu diskutieren. Nur "Leute raten, ›Zhuangzi‹ ›Wenxuan‹ zu lesen" acht Worte konnten sich auf ihn beziehen, für Einzelpersonen wohl nicht respektlos. Aber nach »›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹« entstand wirklich etwas Respektlosigkeit, weil seine Widerrede leerer war als erwartet, aber ich gab trotzdem ernste Antwort: »Nach Nostalgie« (oben).

Aber Herrn Shis nach »Nach Nostalgie« (oben) geschriebener Brief bewies noch mehr seine Entfernung von meinen "veralteten Nachkommen". Obwohl er sagte, er wolle nicht boxen, war der erste Absatz völlig gegen mich persönlich. Jetzt stelle ich etwas vor mit Kommentaren.

Herr Shi sagt: "Meiner Vermutung nach kann Jugendlichen neue Bücher empfehlen natürlich mehr Massen gewinnen als alte Bücher empfehlen." Das heißt: Neue-Bücher-Empfehlende tun es nicht für Jugendliche, sondern um selbst mehr Massen zu gewinnen.

Herr Shi sagt: "Ich will in Ihrer Zeitung...Bücherliste ändern: ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ zu Herrn Lu Xuns »Huagai-Sammlung« Haupt- und Folgebände und »Falsche Freiheit« ändern. Ich denke, Herr Lu Xun ist zeitgenössischer 'Literatur-Veteran', seine Werke haben breiten lebenden Wortschatz, und laut Herrn Feng Zhiyu sind in Herrn Lu Xuns Artikeln tatsächlich auch manche aus ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ stammende Wörter wie 'zhi hu zhe ye'. So wäre die Wirkung für Jugendliche dieselbe." Diese vielen Worte heißen: Ich widersprach ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹-Empfehlung, weil ich hasste, dass er nicht »Huagai-Sammlung« Haupt-Folgebände und »Falsche Freiheit« empfahl.

Herr Shi sagt: "Ursprünglich wollte ich ein, zwei Werke von Herrn Feng Zhiyu empfehlen, aber auf dem Markt gibt es nur Herrn Feng Zikais Bücher, keine von Herrn Feng Zhiyu. Vielleicht sind sie wie Herrn Lu Xuns Kollotyp-Holzschnittdrucke private Feindrucke, seltene Bücher. Ich schäme mich meiner Unwissenheit, konnte nicht empfehlen." Dieser Absatz ist konfus, scheint zu sagen: Ich widersprach ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹-Empfehlung, weil ich hasste, dass er meine Bücher nicht empfahl, aber ich habe keine Bücher, hasse aber trotzdem Nicht-Empfehlung - lächerlich.

Das schrieb der "vom Chinesischlehrer zum Zeitschriftenredakteur gewechselte" Herr Shi Zhesheng, der Jugendlichen ›Zhuangzi‹, ›Wenxuan‹, ›Lunyu‹, ›Mengzi‹, »Yan-Familienanweisungen« empfiehlt, nach meinem »Nach Nostalgie« (oben) - "wollte nichts mehr schreiben", schrieb aber doch. Er lehnte "Boxer" ab, boxte aber zuerst andere. Aber er erwähnte nie festere Gründe für ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹-Ansichten, zeigte nie Fehler in meinen »Nostalgie« und »Nach Nostalgie« (oben), nur grundlose Verleumdung, eigene Vermutungen, Koketterie, Dummstellen. Einige alte Bücher-Namen abgerissen, verschwanden "veraltete Nachkommen"-Gliedmaßen nebelhaft, zeigten schließlich wahres Gesicht: eindeutig verwandelt in "Ausländerviertel-Bösewichte".

(20. Oktober)

    • [Zum Nachschlagen]:**
    • Empfehlers Standpunkt - Shi Zhesheng**

- ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹-Kontroverse

Herr Wanqiu:

Ich empfahl in Ihrer Zeitung Jugendlichen zwei alte Bücher, unglücklicherweise erregte das Herrn Feng Zhiyus Belehrung, der mich zu "veralteten Nachkommen-Gliedmaßen" ernannte. Nach seinem »Nach Nostalgie« (oben) will ich nichts mehr schreiben, denn meiner Vermutung nach kann neuen Jugendlichen neue Bücher empfehlen natürlich mehr Massen gewinnen als alte Bücher. Herr Feng Zhiyu ist wahrhaft alt aber stark, würdiger Jugend-Führer. Ich gestehe mich nicht als veraltete Nachkommen, aber habe wirklich jugendliche Vitalität verloren. In dieser herbstlichen Umgebung reicht selbst Herrn Feng Zhiyus neuer Geist nicht aus, mein Mittelalter-Gefühl zu beleben. Daher will ich in Ihrer Zeitung meine am 29. September veröffentlichte Jugend-Bücherliste ändern: ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ zu Herrn Lu Xuns »Huagai-Sammlung« Haupt-Folgebände und »Falsche Freiheit« ändern. Herr Lu Xun ist zeitgenössischer "Literatur-Veteran" mit breitem lebenden Wortschatz, und laut Herrn Feng Zhiyu haben Herrn Lu Xuns Artikel tatsächlich auch aus ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ stammende Wörter wie "zhi hu zhe ye". So wäre die Jugend-Wirkung dieselbe. Ursprünglich wollte ich ein, zwei Werke von Herrn Feng Zhiyu empfehlen, aber auf dem Markt gibt es nur Herrn Feng Zikais Bücher, keine von Herrn Feng Zhiyu. Vielleicht sind sie wie Herrn Lu Xuns Kollotyp-Holzschnittdrucke private Feindrucke, seltene Bücher. Ich schäme mich meiner Unwissenheit, konnte nicht empfehlen.

Außerdem will ich Herrn Feng Zhiyu Ihrer Zeitung vorstellen. Künftig bei Meinungs-Umfragen könnte man ihm Formulare senden - bestimmt wertvolle Meinungen. Aber bezieht es sich auf "veraltete Nachkommen-Gliedmaßen", dann an mich senden.

Gestern sah ich in Ihrer Zeitung: Sie planen Leser-Diskussionen zu diesem Fall. Kann ich bitten, das abzusagen? Ich denke oft: Zwei in Zeitungen kämpfende Menschen sind wie Boxer unter Bogenlampen, Zeitungsredakteure wie herumlaufende dünne Schiedsrichter, Leser wie vernunftlose Zuschauer in Dunkelheit. Dünne Schiedsrichter hoffen, Boxer kämpfen Runde um Runde bis einer fällt: Eins, Zwei, Drei... steht nicht auf, dann zum keuchenden Sieger laufen, seinen boxhandschuhigen Arm hochheben, "Mr. X gewinnt Meisterschaft!" rufen. Ist das nicht zu komisch? Jetzt bin ich unglücklicherweise einer der Boxer, aber will für dünne Schiedsrichter und Zuschauer diese Komödie nicht fortsetzen, hoffe auch, Sie werden nicht dünner Schiedsrichter. Sahen Sie nicht heute »Freie Diskussion« Herrn Zhishuis Artikel mit Sprichwörtern: "Zunge ist flach, Worte sind rund" - glauben Sie, aus Leser-Diskussionen entstehe wahres Recht-Unrecht?

Shi Zhesheng, 18. Oktober (19. Oktober, »Dabao·Fackel«)

    • »Ins Leere stoßen« Korrektur - Feng Zhiyu**

Vor Tagen beim Schreiben von »Ins Leere stoßen« hatte ich keine Bücher zur Hand, verließ mich bei »Yan-Familienanweisungen« auf Erinnerung. Später fürchtete ich Fehler, suchte das Original: Meine Yan Zhitui-Beschreibung war falsch. »Kinder-lehren-Kapitel«: "Qi-Beamter sagte mir einst: 'Ich habe einen Sohn, siebzehn Jahre, versteht etwas Schrift, lehrte ihm Xianbei-Sprache und Laute-Spielen, möchte er verstehe, damit Ministern diene, alle lieben ihn - auch wichtige Sache.' Ich senkte Kopf, antwortete nicht. Seltsam, wie dieser Mensch Kinder lehrt. Würde er dadurch Minister, wollte ich nicht, dass ihr es tätet."

Also war Qi-Gelehrten-Methode die von Beamten-Händlern-Gelehrten nach Boxer-Aufstand, Herr Shi Zhesheng vereint Qi-Gelehrten und Yan-Typen - auch heutiger Teile-Menschen-Methode, kann "Nördliche-Dynastien-Moral" heißen, noch gesellschaftliches ernstes Problem.

Für Yan sollte ich sehr entschuldigen, aber er ist tot, Entschuldigung egal. Jetzt korrigiere ich nur für Herrn Shi und Leser meinen Fehler.

(25. Oktober)

    • Durchbruch - Shi Zhesheng**

(8) Gegen Herrn Feng Zhiyu "schlug ich tatsächlich einige Hiebe" - das wird wohl lebenslange Reue. Aber Herr Feng schrieb »Ins Leere stoßen«, stieß tatsächlich nicht "leer", traf noch mich. Auf Herrn Fengs Seite (oder Recht-Unrecht-Seite) stehende Artikel "bekämpfen" mich täglich, ich fühle wirklich "eines Menschen Leiden".

Aber aus »Ins Leere stoßen« entdeckte ich Herrn Fengs Schreib-Logik. Er sagt: "Ich erklärte früh, frühere Texte waren nicht speziell für ihn geschrieben." Aber unten: "weil seine Widerrede leerer war als erwartet." Nicht speziell für mich, aber schon Widerrede erwartet - wie zu deuten?

Weil "kritisiert", finde ich ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ wirklich unangemessen, bat daher »Dabao«-Redakteur um Änderung zu zwei neue Literatur-Büchern - Tatsache. Ich sagte nicht, Herr Feng hasse meine Nicht-Empfehlung dieser neuen Literatur-Bücher und "widersprach ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹", aber Herr Feng sagt, ich hätte solche Gedanken - ist das "zusammenhängend"?

Herr Feng bringt »Yan-Familienanweisungen« und meine zwei Bücher zusammen, sagt »Yan-Familienanweisungen«-Empfehlung lehre Jugendliche Xianbei-Sprache, Laute-Spielen für Edlen-Dienst, außerdem demonstriere ich selbst mit ausländischem Buch; sagt Yan Zhitui sei "gelehrtenartig, aber buddhistisch", daher lese ich auch buddhistische Bücher. Nach Herrn Fengs Erklärung lache selbst ich - so zufällig!

Ich erinnere deutlich: »Yan-Familienanweisungen« hat eine Geschichte über Kinder-Xianbei-Sprache und Laute-Lehren, aber unten steht: "wollte nicht, dass ihr es tätet" - Yan Zhitui riet Nachkommen nicht, ausländische Bücher zu lesen. Heute korrigierte Herr Feng diese Geschichte, sagt aber: "Herr Shi Zhesheng vereint Qi-Gelehrten und Yan-Typen." Das verstehe ich nicht - empfahl ich zusätzlich ein "Qi-Gelehrten"-Werk an Jugendliche? Basiert Herrn Fengs Logik auf "selbst ausländische Bücher lesen heißt Leute Xianbei-Sprache lehren", dann nichts zu sagen.

Herr Feng scheint konfuzianische Orthodoxie zu verfechten - sonst warum Yan Zhituis buddhistische Beeinflussung so verachten? Warum über mein »Shakyamuni-Biographie«-Lesen so unzufrieden? Hier zwei Punkte: (1) Wird »Yan-Familienanweisungen«-Wert durch »Hinwendungs-Kapitel« völlig gelöscht? Außerdem befürwortete Yan zwar Buddhismus, predigte aber nicht Weltflucht oder Realitätsvermeidung, führte nur vereinbare Punkte zwischen Buddhismus und Konfuzianismus auf, nutzte buddhistische Vergeltung-Lehren zur Ergänzung konfuzianischer Moral-Mängel - wie heute »Bibel«- oder »Koran«-Zitate. (2) Mein »Buddha-Verhalten-Sutra«-Lesen bedeutet wie »Mohammed-Biographie« oder »Christus-Biographie« - weder Buddha-Zuwendung noch Buddha-Lehre-Ratschläge. Herrn Fengs Artikel nennt es meine "Überlebens-Methode" - wunderbar! Ich nehme ein goldgestiftetes »Hundert-Gleichnisse-Sutra« als Gleichgesinnte.

Früher respektierte ich Herrn Feng trotz schriftlicher Gemütlichkeit, aber nach »Ins Leere stoßen« schimpft er mich "Ausländerviertel-Bösewicht" - zähneknirschend hörbar. Obwohl "böse", wage ich nicht entsprechend böse zu antworten. Ich: "Zehn Jahre Literaturwelt-Traum, gewann Ausländerviertel-Bösewicht-Namen" - unwichtig, aber Herr Feng wird bereuen. Heute las ich »›Ins Leere stoßen‹ Korrektur« - Herrn Fengs "grundlose Verleumdung, eigene Vermutungen, Koketterie, Dummstellen" bleiben für "Selbstporträt".

(Anmerkung) »Dabao«-Titel waren nicht meine - ich habe keinen "Standpunkt", will auch nicht wegen mir ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ streiten lassen.

Antwort an Herrn Feng Zhiyu. (27.) (31. Oktober, 1. November, »Freie Diskussion«)

    • [Antwort "auch gezeigt" - Feng Zhiyu]**

Nach »Ins Leere stoßen« wollte ich über »›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹« nichts mehr sagen. Am nächsten Tag sah ich Herrn Shi Zheshengs »Brief an Herrn Li Liewen« in »Freie Diskussion«, "auch mir gezeigt", daher noch einige Worte. Herrn Shis drei Widerlegungen finde ich alle untreffend:

(1) Herr Shi sagt: Da "manche neue Jugendliche alte Gedanken haben können, manche alte Formen neuen Inhalt bergen können", können "veraltete Nachkommen-Gruppen-Gliedmaßen"-alte Gedanken wie seine unerörtert bleiben, außerdem schadet ›Zhuangzi‹-artiges klassisches Schreiben nicht. Natürlich kann man so schreiben ohne Weltuntergang. Aber ich meine, heutige Jugendliche müssen nicht Umgangssprache aufgeben und nach ›Zhuangzi‹-Lesen dessen Grammatik für Artikel lernen. Unerörtert lassen geht, aber Erörtern schadet auch nicht? Herr Shi ließ Jugendlichen-Grammatik-Unbeholfenheit, wenigen Wortschatz und meine »Nostalgie« nicht "unerörtert"?

(2) Herr Shi meint "mit Gedichten Beamte auswählen" und Jugendlichen ›Zhuangzi‹, ›Wenxuan‹ empfehlen unterscheide "Zwang" und "Beitrag" - mein Vergleich unpassend. Aber ich weiß nicht: Als Chinesischlehrer bewertete Herr Shi Schüler-Aufsätze mit ›Zhuangzi‹-Grammatik und ›Wenxuan‹-Wortschatz als gute Texte? Als Redakteur wählte er solche Werke aus? Falls ja, würde er als "Prüfer" mit ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ Beamte auswählen.

(3) Herr Shi zitiert Lu Xun: 1. "Wenig chinesische Bücher lesen resultiert nur in Schreibunfähigkeit." Das erkennt an: Zum Schreiben sollte man mehr chinesische Bücher lesen; 2. "...Will man alte Sachen, sollte man sich an Zhang Zhidongs »Bücherlisten-Antworten« halten." Das zeigt keine Jugendlichen-alte Bücher-Opposition. Herr Shi übersieht Zeit und Umgebung. Diese Sätze entstanden, als viele riefen, Umgangssprache schreiben brauche auch alte Bücher - dagegen gerichtet: Selbst nach ihren Worten nur Schreibunfähigkeit, aber alte Bücher lesen schadet mehr als Schreibunfähigkeit. Bei 2. sind klar alte Literatur-Forscher gemeint, sehr verschieden von Herrn Shis allgemeinen Vorschlägen. Für chinesische Altliteratur müssen wir nicht »Yijing« und »Shujing« lesen?

Tatsächlich sagte Herr Shi, beim Bücherliste-Ausfüllen sei er nicht so ernst wie ich vermutete - das ist wohl wahr. Denken wir: Gäbe es wirklich solchen Jugendlichen-Nachfolger, der gehorsam nach harter Arbeit mit ›Zhuangzi‹-Grammatik, ›Wenxuan‹-Wortschatz Artikel schriebe, die ›Lunyu‹, ›Mengzi‹ und »Yan-Familienanweisungen«-Moral entwickeln - "wäre das nicht zu komisch?"

Aber meine »Nostalgie« war ernst. Ich wollte nicht "mehr Massen gewinnen", hasste auch nicht Herrn Shis Nicht-Empfehlung von »Huagai-Sammlung« Haupt-Folgebände und »Falsche Freiheit«; hatte auch keine anderen "Motive" wie Studienzeit-Punktverluste oder Manuskript-Konfiszierung mit Privatrache.

(21. Oktober)

    • [Zum Nachschlagen]:**
    • Brief an Herrn Li Liewen - Shi Zhesheng**

- auch Herrn Feng Zhiyu gezeigt

Bruder Liewen:

Neulich hastige Straßenbahn-Begegnung - ich stieg bei Wang Jiasha aus zum Buchkauf bei Minjiu-Buchhandlung. Aber das Buch war zu teuer, kaufte nicht, verlor unnötig Gelegenheit für längeres Gespräch - sehr enttäuschend.

Über ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ will ich nichts mehr sagen. Beim Ausfüllen von »Dabao«-Formularen war ich nicht so ernst wie Herr Feng vermutet. Ich sagte nicht, jeder Jugendliche müsse diese zwei Bücher lesen, nur diese zwei Bücher oder nur diese empfehlenswert. Wohl wollten Zeitungsredakteure Neues hinzufügen, Ausfüller schrieben zufällig empfehlenswerte Bücher. Hätte ich gewusst, das verursacht solche Kontroversen, hätte ich trotz Herrn Cui Wanqius Kotau nicht geschrieben. Heute sah ich in »Taosheng« 40 Herrn Cao Jurens Brief mit Schluss: "Gibt es nichts Vorteilhafteres für Jugendliche als diese zwei Bücher? Wage zu fragen." Das ließ mich lach-weinen. (Herrn Cao Jurens Brief ist aufrichtig, ich antworte, vielleicht in »Taosheng« - bitte lesen.)

Herrn Feng Zhiyu will ich nicht mehr kränken, aber zu drei Punkten in »Nostalgie« (oben) noch Meinungen:

(1) Herr Feng sagt: "Manche neue Jugendliche können alte Gedanken haben, manche alte Formen können neuen Inhalt bergen." Richtig - neue Jugendliche können alte Gedanken haben, dann können "veraltete Nachkommen-Gruppen-Gliedmaßen" wie ich alte Gedanken unerörtert haben. Alte Formen können neuen Inhalt bergen - dann schadet ›Zhuangzi‹-klassisches Schreiben nicht, je nach Inhalt.

我在贵报向青年推荐了两部旧书,不幸引起了丰之余先生的训诲,把我派做“遗少中的一肢一节”。自从读了他老人家的《感旧以后》(上)一文后,我就不想再写什么,因为据我想起来,劝新青年看新书自然比劝他们看旧书能够多获得一些群众。丰之余先生毕竟是老当益壮,足为青年人的领导者。至于我呢,虽然不敢自认为遗少,但的确已消失了少年的活力,在这万象皆秋的环境中,即使丰之余先生那样的新精神,亦已不够振拔我的中年之感了。所以,我想借贵报一角篇幅,将我在九月二十九日贵报上发表的推荐给青年的书目改一下:我想把《庄子》与《文选》改为鲁迅先生的《华盖集》正续编及《伪自由书》。我想,鲁迅先生为当代“文坛老将”,他的著作里是有着很广大的活字汇的,而且据丰之余先生告诉我,鲁迅先生文章里的确也有一些从《庄子》与《文选》里出来的字眼,譬如“之乎者也”之类。这样,我想对于青年人的效果也是一样的。本来我还想推荐一二部丰之余先生的著作,可惜坊间只有丰子恺先生的书,而没有丰之余先生的书,说不定他是像鲁迅先生印珂罗版木刻图一样的是私人精印本,属于罕见书之列,我很惭愧我的孤陋寡闻,未能推荐矣。


此外,我还想将丰之余先生介绍给贵报,以后贵报倘若有关于征求意见之类的计划,大可设法寄一份表格给丰之余先生,我想一定能够供给一点有价值的意见的。不过,如果那征求是与“遗少的一肢一节”有关系的话,那倒不妨寄给我。


看见昨天的贵报,知道你豫备将这桩公案请贵报的读者来参加讨论。我不知能不能请求你取销这个计划。我常常想,两个人在报纸上作文字战,其情形正如弧光灯下的拳击手,而报纸编辑正如那赶来赶去的瘦裁判,读者呢,就是那些在黑暗里的无理智的看客。瘦裁判总希望拳击手一回合又一回合地打下去,直到其中的一个倒了下来,One,Two,Three……站不起来,于是跑到那喘着气的胜者身旁去,举起他的套大皮手套的膀子,高喊着“Mr. X Win the Champion.”你试想想看,这岂不是太滑稽吗?现在呢,我不幸而自己做了这两个拳击手中间的一个,但是我不想为了瘦裁判和看客而继续扮演这滑稽戏了,并且也希望你不要做那瘦裁判。你不看见今天《自由谈》上止水先生的文章中引着那几句俗语吗?“舌头是扁的,说话是圆的”,难道你以为从读者的讨论中会得有真是非产生出来呢?



施蛰存。十月十八日。  


(十月十九日,《大晚报·火炬》。)  



《扑空》正误                                                                                                                                                                             丰之余  



前几天写《扑空》的时候,手头没有书,涉及《颜氏家训》之处,仅凭记忆,后来怕有错误,设法觅得原书来查了一查,发见对于颜之推的记述,是我弄错了。其《教子篇》云:“齐朝有一士大夫,尝谓吾曰:我有一儿,年已十七,颇晓书疏,教其鲜卑语,及弹琵琶,稍欲通解,以此伏事公卿,无不宠爱,亦要事也。吾时俛而不答。异哉此人之教子也。若由此业,自致卿相,亦不愿汝曹为之。”


然则齐士的办法,是庚子以后官商士绅的办法,施蛰存先生却是合齐士与颜氏的两种典型为一体的,也是现在一部分的人们的办法,可改称为“北朝式道德”,也还是社会上的严重的问题。


对于颜氏,本应该十分抱歉的,但他早经死去了,谢罪与否都不相干,现在只在这里对于施先生和读者订正我的错误。



(十月二十五日。)  



突围                                                                                                                                                                                              施蛰存  



(八)对于丰之余先生,我的确曾经“打了几拳”,这也许会成为我毕生的遗憾。但是丰先生作《扑空》,其实并未“空”,还是扑的我,站在丰先生那一方面(或者说站在正邪说那方面)的文章却每天都在“剿”我,而我却真有“一个人的受难”之感了。


但是,从《扑空》一文中我发现了丰先生作文的逻辑,他说“我早经声明,先前的文字并非专为他个人而发的”。但下文却有“因为他辩驳的话比我所预料的还空虚”。不专为我而发,但已经预料我会辩驳,这又该作何解?


因为被人“指摘”了,我也觉得《庄子》与《文选》这两本书诚有不妥处,于是在给《大晚报》编辑的信里,要求他许我改两部新文学书,事实确是如此的。我并不说丰先生是恨我没有推荐这两部新文学书而“反对《庄子》与《文选》”的,而丰先生却说我存着这样的心思,这又岂是“有伦次”的话呢?


丰先生又把话题搭到《颜氏家训》,又搭到我自己正在读的两本书,并为一谈,说推荐《颜氏家训》是在教青年学鲜卑语,弹琵琶,以服事贵人,而且我还以身作则,在读一本洋书;说颜之推是“儒士似的,却又归心于佛”,因而我也看一本佛书;从丰先生的解释看起来,竟连我自己也失笑了,天下事真会这样巧!


我明明记得,《颜氏家训》中的确有一个故事,说有人教子弟学鲜卑语,学琵琶,但我还记得底下有一句:“亦不愿汝曹为之”,可见颜之推并不劝子弟读外国书。今天丰先生有“正误”了,他把这故事更正了之后,却说:“施蛰存先生却是合齐士与颜氏的两种典型为一体的。”这个,我倒不懂了,难道我另外还介绍过一本该“齐士”的著作给青年人吗?如果丰先生这逻辑是根据于“自己读外国书即劝人学鲜卑语”,那我也没话可说了。


丰先生似乎是个想为儒家争正统的人物,不然何以对于颜之推受佛教影响如此之鄙薄呢?何以对于我自己看一本《释迦传》如此之不满呢?这里,有两点可以提出来:(一)《颜氏家训》一书之价值是否因《归心篇》而完全可以抹杀?况且颜氏虽然为佛教张目,但他倒并不鼓吹出世,逃避现实,他也不过列举佛家与儒家有可以并行不悖之点,而采佛家报应之说,以补儒家道德教训之不足,这也可以说等于现在人引《圣经》或《可兰经》中的话一样。(二)我看一本《佛本行经》,其意义也等于看一本《谟罕默德传》或《基督传》,既无皈佛之心,更无劝人学佛之行,而丰先生的文章却说是我的“渡世法”,妙哉言乎,我不免取案头的一本某先生舍金上梓的《百喻经》而引为同志矣。


我以前对于丰先生,虽然文字上有点太闹意气,但的确还是表示尊敬的,但看到《扑空》这一篇,他竟骂我为“洋场恶少”了,切齿之声,俨若可闻,我虽“恶”,却也不敢再恶到以相当的恶声相报了。我呢,套一句现成诗:“十年一觉文坛梦,赢得洋场恶少名”,原是无足重轻,但对于丰先生,我想该是会得后悔的。今天读到《〈扑空〉正误》,则又觉得丰先生所谓“无端的诬赖,自己的猜测,撒娇,装傻”,又正好留着给自己“写照”了。


(附注)《大晚报》上那两个标题并不是我自己加的,我并无“立场”,也并不愿意因我之故而使《庄子》与《文选》这两部书争吵起来。



右答丰之余先生。(二十七日)。  


(十月三十一日,十一月一日,《自由谈》。)  




【答“兼示”                                                                                                                                                                                        丰之余  】



前几天写了一篇《扑空》之后,对于什么《〈庄子〉与〈文选〉》”之类,本也不想再说了。第二天看见了《自由谈》上的施蛰存先生《致黎烈文先生书》,也是“兼示”我的,就再来说几句。因为施先生驳复我的三项,我觉得都不中肯——


(一)施先生说,既然“有些新青年可以有旧思想,有些旧形式也可以藏新内容”,则像他似的“遗少之群中的一肢一节”的旧思想也可以存而不论,而且写《庄子》那样的古文也不妨了。自然,倘要这样写,也可以说“不妨”的,宇宙决不会因此破灭。但我总以为现在的青年,大可以不必舍白话不写,却另去熟读了《庄子》,学了它那样的文法来写文章。至于存而不论,那固然也可以,然而论及又有何妨呢?施先生对于青年之文法拙直,字汇少,和我的《感旧》,不是就不肯“存而不论”么?


(二)施先生以为“以词取士”,和劝青年看《庄子》与《文选》有“强迫”与“贡献”之分,我的比例并不对。但我不知道施先生做国文教员的时候,对于学生的作文,是否以富有《庄子》文法与《文选》字汇者为佳文,转为编辑之后,也以这样的作品为上选?假使如此,则倘作“考官”,我看是要以《庄子》与《文选》取士的。


(三)施先生又举鲁迅的话,说他曾经说过:一、“少看中国书,其结果不过不能作文而已。”可见是承认了要能作文,该多看中国书;二、“……我以为倘要弄旧的呢,倒不如姑且靠着张之洞的《书目答问》去摸门径去。”就知道没有反对青年读古书过。这是施先生忽略了时候和环境。他说一条的那几句的时候,正是许多人大叫要作白话文,也非读古书不可之际,所以那几句是针对他们而发的,犹言即使恰如他们所说,也不过不能作文,而去读古书,却比不能作文之害还大。至于二,则明明指定着研究旧文学的青年,和施先生的主张,涉及一般的大异。倘要弄中国上古文学史,我们不是还得看《易经》与《书经》么?


其实,施先生说当他填写那书目的时候,并不如我所推测那样的严肃,我看这话倒是真实的。我们试想一想,假如真有这样的一个青年后学,奉命惟谨,下过一番苦功之后,用了《庄子》的文法,《文选》的语汇,来写发挥《论语》、《孟子》和《颜氏家训》的道德的文章,“这岂不是太滑稽吗”?


然而我的那篇《怀旧》是严肃的。我并非为要“多获群众”,也不是因为恨施先生没有推荐《华盖集》正续编及《伪自由书》;更不是别有“动机”,例如因为做学生时少得了分数,或投稿时被没收了稿子,现在就借此来报私怨。



(十月二十一日。)



【备考】:



致黎烈文先生书                            施蛰存  


——兼示丰之 余先生



烈文兄:


那天电车上匆匆一晤,我因为要到民九社书铺去买一本看中意了的书,所以在王家沙下车了。但那本书终于因价钱不合,没有买到,徒然失去了一个与你多谈一刻的机会,甚怅怅。


关于《庄子》与《文选》问题,我决不再想说什么话。本来我当时填写《大晚报》编辑部寄来的那张表格的时候,并不含有如丰先生的意见所看出来的那样严肃。我并不说每一个青年必须看这两部书,也不是说每一个青年只要看这两部书,也并不是说我只有这两部书想推荐。大概报纸副刊的编辑,想借此添一点新花样,而填写者也大都是偶然觉得有什么书不妨看看,就随手写下了。早知这一写竟会闯出这样大的文字纠纷来,即使《大晚报》副刊编者崔万秋先生给我磕头我也不肯写的。今天看见《涛声》第四十期上有一封曹聚仁先生给我的信,最后一句是:“没有比这两部书更有利于青年了吗?敢问。”这一问真问得我啼笑皆非了。(曹聚仁先生的信态度很真挚,我将有一封复信给他,也许他会得刊在《涛声》上,我希望你看一看。)


对于丰之余先生我也不愿再冒犯他,不过对于他在《感旧》(上)那一篇文章里三点另外的话觉得还有一点意见——


(一)丰先生说:“有些新青年可以有旧思想,有些旧形式也可以藏新内容。”是的,新青年尚且可以有旧思想,那么像我这种“遗少之群中的一肢一节”之有旧思想似乎也可以存而不论的了。至于旧形式也可以藏新内容,则似乎写《庄子》那样的古文也不妨,只要看它的内容如何罢了。

Erst nach Herrn Shis eigener Erklärung erkannte ich: (1) seine damalige Lage - das Manuskriptpapier war zu klein, "wäre es etwas breiter gewesen", hätte er "noch ein paar Bücher mehr hineinschreiben wollen"; (2) seine frühere Laufbahn - "vom Chinesischlehrer zum Zeitschriftenredakteur gewechselt", fand er "junger Leute Artikel zu unbeholfen direkt, Wortschatz zu gering", daher empfahl er diese zwei alten Bücher zum Grammatiklernen und Wortschatzsuchen, "obwohl viele Wörter darin bereits tot sind", müsse man sie doch suchen. Ich denke, lebte Zhuangzi heute, würde er nach dem Sargaufbrechen wohl allen heiratswilligen Frauen raten, die »Biographien tugendhafter Frauen« zu lesen.

Noch ein anderer Punkt:

(1) Herr Shi sagt, mein Vergleich mit Flasche und Wein für "literarische Bildung" sei falsch, aber ich machte nie solchen Vergleich - ich sagte, manche neue Jugendliche können alte Gedanken haben, manche alte Formen können neuen Inhalt bergen. Ich meine auch, zwischen "neuer Literatur" und "alter Literatur" kann es keine scharfe Grenze geben, aber es gibt Wandlung und relative Neigungen, und gerade weil man nicht "was die Grenze ist" bestimmen kann, gibt es auch keine Position für "dritte Menschen".

(2) Herr Shi sagt, Siegelschrift schreiben sei Privatsache, solange man andere nicht zwinge dasselbe zu tun. Das scheint richtig. Aber Mittelschüler und Einsender haben selbst unbeholfene, wortarme Artikel, zwingen aber niemanden, wortarme und grammatisch unbeholfene Artikel zu schreiben - warum empfand Herr Shi so viel und riet daher "literaturbegeisterten Jugendlichen", »Zhuangzi« und »Wenxuan« zu lesen? Als Prüfer mit Gedichten Beamte auswählen missbilligt Herr Shi, aber als Lehrer und Redakteur rät er Jugendlichen mit »Zhuangzi« und »Wenxuan« - ich verstehe diese Grenze nicht.

(3) Herr Shi führt noch "Herrn Lu Xun" an, als hätte er Zhuangzis neue Orthodoxie übernommen und alle Artikel aus »Zhuangzi« und »Wenxuan« gelesen. "Ich finde das auch etwas willkürlich." In seinen Artikeln gibt es viele Wörter aus »Zhuangzi« und »Wenxuan«, wie "zhi hu zhe ye", aber diese Wörter stehen wohl auch in anderen Büchern. Ehrlicher gesagt: Aus solchen Büchern lebenden Wortschatz zu suchen ist reine Verwirrung - das würde wohl Herr Shi selbst nicht tun.

(12. Oktober)

    • [Zum Nachschlagen]:**
    • "Zhuangzi" und "Wenxuan" - Shi Zhesheng**

Letzten Monat sandte »Dabao«-Redaktion eine bedruckte Postkarte zum Ausfüllen: (1) Was lesen Sie gerade? (2) Welche Bücher empfehlen Sie Jugendlichen?

Bei (2) schrieb ich: »Zhuangzi«, »Wenxuan« mit Anmerkung: "Zur literarischen Bildung der Jugend."

Heute sah ich Herrn Feng Zhiyus »Nostalgie« in »Freie Diskussion« und wurde nervös, als sei der Artikel für mich geschrieben.

Aber ich will Herrn Feng nicht widersprechen, nur mich erklären.

Erstens sollte ich erklären, warum ich Jugendlichen »Zhuangzi« und »Wenxuan« empfehle. In den letzten Jahren wechselte mein Leben vom Chinesischlehrer zum Zeitschriftenredakteur - zu viel Kontakt mit Jugendlichen-Artikeln. Ich finde ihre Artikel zu unbeholfen direkt, Wortschatz zu gering, daher empfahl ich in »Dabao«s engen Zeilen diese zwei Bücher. Ich denke, daraus kann man etwas Schreibmethodik lernen und Wortschatz erweitern (obwohl viele Wörter tot sind). Aber ich will natürlich nicht, dass Jugendliche alle »Zhuangzi«, »Wenxuan«-artige "klassische Texte" schreiben.

Zweitens hoffe ich nur, literaturbegeisterte Jugendliche lesen diese zwei Bücher. Jeder Literat muss sich auf Vorgänger-Literatur stützen. Ich verstehe nicht, "wo die Grenze zwischen neuer und alter Literatur" liegt. Literarisch ist der Vergleich "alte Flasche neuer Wein" und "neue Flasche alter Wein" falsch. Vergleichen wir literarische Bildung mit Wein: Flaschen-Alter spielt keine Rolle, aber der Wein muss gebraut sein.

Ich rate Literatur-Jugendlichen zu »Zhuangzi« und »Wenxuan« zum "Brauen". Wäre »Dabao«s Formular breiter gewesen, hätte ich mehr Bücher hingeschrieben.

Nehmen wir Herrn Lu Xun: Als solcher Neue-Literatur-Autor scheint er eine völlig neue Flasche. Aber sein Wein? Reiner Brandy? Glaube ich nicht. Ohne klassische Literatur-Bildung würde Herr Lu Xun nicht so gut schreiben. Daher wage ich zu sagen: In Herrn Lu Xuns Flasche sind unvermeidlich viel Wujiapibaijiu- oder Shaoxing-Wein-Bestandteile.

Was Herrn Feng Zhiyu betrifft - er meint, Siegelschrift schreiben, Gedichte füllen, selbstgeschnitzte Briefumschläge seien Nicht-Schulabsolventen- oder Nationalstudien-Experten-Sachen -, das ist etwas willkürlich. Das sind Privatsachen. Siegelschrift-Schreiber, die nicht mit Siegelschrift Briefe schreiben, Gedicht-Füller, die als Beamte nicht mit Gedichten Leute auswählen, Selbstgeschnitzte-Briefumschlag-Nutzer, die andere nicht zwingen auch zu schnitzen, brauchen Herrn Fengs "mündliche und schriftliche Verdammung" als "Irrlehre" und "Dämon" nicht.

Unter Neue-Literatur-Autoren gibt es auch Holzschnitt-Spielende, Ausgaben-Erforschende, Exlibris-Sammelnde, Parallelen-Prosa-Vorwort-für-Umgangssprache-Bücher-Schreibende, sogar Schreibtisch-Kleine-Ausstellungsstücke-Aufstellende. Nach Herrn Fengs Meinung "wollen sie mit 'heutiger Eleganz' zwischen Himmel und Erde bestehen"? Ich denke, sie haben solche Absichten nicht.

Abschließend hoffe ich, Herrn Fengs Artikel war nicht für mich geschrieben.

(8. Oktober, »Freie Diskussion«)

    • ["Nach Nostalgie" (unten) - Feng Zhiyu]**

Noch etwas zu schreiben. Aber zuerst: Das entstand durch Herrn Shi Zheshengs Worte, ist aber nicht für ihn geschrieben. Bei Einzelpersonen nenne ich ursprünglich Namen, aber gedruckt werden sie oft zu "某" oder dem gemeinsamen Symbol für Reiche-Namen, gefährliche Wörter, Geschlechtsorgane-Slang "××". Ich hoffe, einige Wörter in diesem Artikel wandeln sich nicht so, um Missverständnisse zu vermeiden.

Ich will sagen: Reden ist schwer, nicht reden auch nicht leicht. Schreibende müssen Artikel schreiben, beim Schreiben drohen Katastrophen. Gelber Fluss greift schwache Dämme an - nacktarmige Frauen und falsch schreibende Jugendliche werden Spott-Objekte. Sie sind wirklich kraftlos, müssen leiden, wie Landbewohner in Shanghai-Konzessionen nur ertragen können, "Amulin" genannt zu werden.

Aber manches ist ungerecht. Ein Beispiel: Liu Banongs "selbstkommentierte" »Tonghua Zhidou Tang Gedichtsammlung« Spottverse in »Lunyu« 26. Als Prüfer der Beijing-Universität entdeckte er auf Chinesisch-Prüfungsbögen lächerliche Fehler und dichtete - die Leute wurden so verspottet, dass sie sich verkriechen wollten, diese gerade graduierten Mittelschüler. Natürlich ist er Professor, alle Kritiken richtig, aber manche sind diskutierbar. Eine "Selbstanmerkung":

"Jemand schrieb 'changming wenhua' (Kultur fördern), ich sagte: chang ist 'Prostituierte'-Zeichen, wo Kultur entwickelt ist, gibt es viele Prostituierte, zu sagen Kultur werde durch Prostituierte erhellt, ist auch vernünftig."

Prostituierte-chang schreiben wir jetzt nicht als "chang", aber früher waren beide austauschbar - Herr Liu zitiert wohl alte Bücher. Aber für alte Bücher: Im »Buch der Lieder« steht "chang yu he nü" (ich stimme an, du antwortest), niemand deutete es als "selbst Hure werden, um anderen zu antworten". Jener Fehler ist nur Fehler, lächerlich-verachtenswert ist er nicht. Noch ein Satz:

"Glücklicherweise 'meng-te wissenschaftliche Gedanken-Keime'."

"Meng" und "Keime" haben Klammerkreise - wohl um das Lächerliche zu zeigen, aber "Keime", "Sprossen" sind Substantive, "sprießen", "entspringen" werden Verben - "meng" als Verb zu verwenden scheint nicht falsch.

Zur Vierter-Mai-Zeit schrieben Umgangssprache-Befürworter (Herr Liu würde es vielleicht als "Huren hochhalten" deuten) falsche Zeichen, verwendeten falsche Klassiker - normal, aber da Gegner sagten, Umgangssprache-Befürworter kennten keine alten Bücher und redeten wirr, schrieben sie oft klassische Texte, um sie mundtot zu machen. Natürlich konnten sich aus alten Lagern Kommende mit tiefen Gewohnheiten nicht sofort befreien - Autoren mit klassischen Atmosphären gab es.

Damalige Umgangssprache-Bewegung siegte, manche Kämpfer stiegen auf, aber aufgestiegen kämpften sie nicht nur nicht mehr für Umgangssprache, sondern trampelten darauf herum, holten alte Zeichen hervor, um nachfolgende Jugendliche zu verspotten. Da man noch mit alten Büchern und Zeichen Menschen auslacht, sehen manche Jugendliche das Lesen alter Bücher als unerlässliche Arbeit, nachzuahmende klassische Autoren als Vorbild, streben nicht mehr von neuen Wegen aus Entwicklung und neue Durchbrüche an.

Jetzt zwei Menschen hier: Einer ist Mittelschüler, schreibt "Auslandsstudent" als "Fließstudent", ein falsches Zeichen; einer ist Universitätsprofessor, dichtet triumphierend: "Herr beging himmelstürzende Sünde, Strafe ins Westparadies Lernen fließen, sollte zu neun Strömen einen hinzufügen, Gluten bis zur Ölpfanne ausgekocht." Wer ist lächerlich?

(12. Oktober)

    • [Gelbe Gefahr - You Gang]**

Heutige sogenannte "Gelbe Gefahr" meinen wir selbst als Gelben Fluss-Durchbruch, aber vor dreißig Jahren war das anders.

Damals bedeutete es: Gelbe Rasse wird Europa überrollen. Manche Helden hörten diesen Ausdruck wie "Schlafender Löwe"-Komplimente von Weißen und waren jahrelang stolz, bereit, Europas Herren zu werden.

Aber die "Gelbe Gefahr"-Geschichte stammt anders als unsere Phantasien von Kaiser Wilhelm. Er malte ein Bild: Ein römisch gekleideter Krieger wehrt einen von Osten kommenden Menschen ab, aber das war nicht Konfuzius, sondern Buddha - Chinesen freuten sich umsonst. Während wir "Gelbe Gefahr"-Träume hatten, sah jemand in deutschem Qingdao die Realität: Ein armes Kind beschmutzte einen Telegrafenmast und wurde von weißen Polizisten an den Füßen gepackt und weggetragen wie Chinesen mit Enten.

Hitlers Ausschluss nicht-germanischer Völker verwendet dieselben Methoden wie der Kaiser.

Des Kaisers "Gelbe Gefahr" träumen wir nicht mehr, erwähnen auch "Schlafenden Löwen" nicht mehr, "großes Land, reiche Ressourcen, viele Menschen" sieht man in Artikeln wenig. Als Löwe kann man prahlen, wie fett man ist, aber als Schwein oder Schaf ist Fettheit kein gutes Zeichen. Ich weiß nicht, was wir uns jetzt fühlen?

Wir scheinen nicht mehr zu denken, finden auch keine "Symbole", wir schauen Hai Jingbos Raubtiershows, bewundern Löwen-Tiger-Rindfleisch-Essen, hören, sie fressen täglich einen Ochsen. Wir bewundern Völkerbund-Japan-Sanktionen, verachten auch Völkerbund-Unfähigkeit Japan zu sanktionieren; wir befürworten Abrüstungs-"Friedensschutz", bewundern auch Hitlers Abrüstungs-Austritt; wir fürchten, andere Länder nutzen China als Schlachtfeld, hassen auch Antikriegs-Versammlungen. Wir scheinen noch "Schlafende Löwen".

"Gelbe Gefahr" kann zu "Segen" werden, erwachte Löwen können auch Theater spielen. Im Weltkrieg hatten wir für andere kämpfende Arbeiter, als Qingdao besetzt wurde, hatten wir an Füßen tragbare Kinder.

Aber zu sagen, das 20. Jahrhundert habe keinen Platz für uns, ist unvernünftig.

(17. Oktober)

    • [Stürmen - Lü Xun]**

"Stoßen" und "Treten" töten oder verletzen nur ein, zwei - für mehr braucht es "Stürmen".

»Xinsheng« vom 13. berichtete aus Guiyang: Zum 18. September-Gedenken versammelten sich Schüler verschiedener Schulen. Bildungsminister Tan Xingge geriet in Panik, sandte Truppen zu Straßenkreuzungen, ließ mehrere Autos gegen die Reihen stürmen, was Tragödie verursachte - zwei tote Schüler, über vierzig Verletzte, meist Zhengyi-Grundschüler um zehn Jahre...

Früher wusste ich nur, Kriegsherren beherrschen meist Literatur, "waffenkissennd auf Tagesanbruch wartend" können sie Parallelen-Telegramme verfassen. Diesmal erkenne ich: Selbst Zivilbeamte verstehen Kriegskunst. Tian Dan verwendete Feuer-Ochsen, jetzt durch Autos ersetzt - auch 20. Jahrhundert.

"Stürmen" ist schnellste Kampfmethode - ein Auto-Trupp, quer-gerade stürmend, lässt Feinde unter Rädern sterben-verletzen, wie einfach; "Stürmen" ist würdevollstes Verhalten, Maschine einschalten, blitzschnell fahren, Gegner können nicht ausweichen, wie heldenhaft. Verschiedene Länder-Polizei-Soldaten nutzen gern Wasserschläuche, russische Zaren Kosaken-Kavallerie - alles schnelle Aktionen. In Konzessionen sehen wir manchmal ausländische Soldaten-Panzerwagen patrouillieren - bei Ungehorsam zum Stürmen da.

Autos sind zwar keine Sturm-Waffen, aber glücklicherweise sind Feinde Grundschüler. Ein müder Esel kann nicht ins Schlachtfeld, aber auf zartem Gras galoppierend, Reiter obenauf heimlich brüllend, ist noch sehr fähig und erfreulich, obwohl manche es komisch finden.

Dass zehnjährige Kinder rebellieren ist auch komisch. Aber China bringt oft Wunderkinder hervor: einjährig malen, zweijährig dichten, sieben Jahre Theater, zehn Jahre Militär, über zehn Jahre Komitee-Mitglieder - normale Fakten; selbst sieben-acht Jahre alte Mädchen werden missbraucht, andere sehen sie als "blütenalterig".

Außerdem: Beim "Stürmen" mit widerstandsfähigen Gegnern würden Autos ungeschickt, Stürmer unheldisch - Feinde müssen zart-schwach gewählt werden. Rowdys schikanieren Landalte, Ausländer schlagen Chinesen, Bildungsminister stürmen Grundschüler - alle sind feindbesiegende Helden.

"Den Ansturm tragen" war früher nur leere Phrase, jetzt bewährt es sich nicht nur bei Erwachsenen, sondern bei Kindern. "Säuglingsmord" galt als Verbrechen - Vergangenheit. Säuglinge in die Luft werfen und mit Speerspitzen auffangen als Spielerei-Tage sind wohl nicht fern.

(17. Oktober)

    • ["Komisch"-Beispiele - Wei Suo]**

Weltliteratur-Forscher sagen uns: Franzosen sind gut in Wortwitz, Russen in Satire, Angloamerikaner in Humor. Das ist wohl richtig, alles durch gesellschaftliche Zustände begrenzt. Seit Meister Yutang "Humor" belebte, ist der Begriff verbreitet, aber Verbreitung birgt Krisen - wie Soldaten sich Buddhisten nennen, hohe Beamte plötzlich Gebetsketten tragen und Buddhismus dann stirbt. Wenn Schlüpfrigkeit, Oberflächlichkeit, Obszönität unter "Humor" laufen, ist es wie "Neue Oper" in "×-Welt" - bestimmt schon "Zivilisationstheater".

Diese Gefahr entsteht, weil China wenig Humor hatte. Nur Komik gab es, aber zwischen der und Humor liegt eine große Strecke. Japaner übersetzten "Humor" als "gefühlvolle Komik" zur Unterscheidung von reiner "Komik". In China findet man also nur komische Artikel? Wieder nein. Chinas selbsternannte komische Artikel sind auch nur schlüpfrige, oberflächliche, obszöne Gespräche, verschieden von wahrer Komik. Dieser "Waschbär-tauscht-Prinz"-Trick liegt daran, dass historisch selbsternannte ernste Äußerungen und Fakten meist komisch waren - Menschen gewöhnten sich daran, hielten es für normal und verwechselten Schlüpfrigkeit mit Komik.

In China Komik zu suchen: Nicht sogenannte komische Texte lesen, sondern sogenannte ernste Dinge - aber denken.

Solche Texte liegen überall: Zeitungs-ernste Titel wie "Chinesisch-japanische Verhandlungen werden besser", "Wohin geht China?" - alle sind es, gekaut schmecken sie wie Oliven mit Nachgeschmack.

In Zeitungsanzeigen auch. Wir kennen eine Publikation, die sich "neue Autorität der Meinungswelt" nennt, "sagt, was gewöhnliche Leute sagen wollen, aber nicht sagten", während sie gleichzeitig einer anderen Publikation "Missverständnisse erklärt, Entschuldigung ausdrückt", aber auch sagt "da beide gesellschaftlich angesehene Publikationen sind, gibt es keinen Grund für gegenseitige Angriffe". "Neue Autorität" gut in "Missverständnissen", "missverständlich" aber "angesehen", "was gewöhnliche Leute sagen wollen, aber nicht sagten" sind Missverständnisse und Entschuldigungen - nicht zu lachen erfordert Denklosigkeit.

In Zeitungs-Kommentaren auch. September »Freie Diskussion« »Drachenaufstiegs-Kunst-Ergänzungen« nannte Reichen-Tochter-Schwiegersohn eine "Drachenaufstiegs"-Kunst, bald kam Gegenangriff: "Fuchs kann keine Trauben fressen, sagt Trauben sind sauer, heiratet selbst keine reiche Frau, entwickelt Eifersucht auf alle mit reichen Schwiegervätern, Eifersucht-Resultat ist Angriff." Auch undenkbar. Ein Gedanke über "Resultat" zeigt klar: Dieser Autor erklärt, er wisse, "reiche Frauen" schmecken süß.

Solche wunderbaren Texte sehen wir auch in würdevollen offiziellen Dokumenten - nicht karikiert, sondern ursprünglich Karikaturen. In einem Jahr »Lunyu« liebte ich am meisten »Guxiang Zhai«-Spalte: Sichuan Yingshan-Magistrat verbot lange Gewänder: "Kleidung verhüllt Körper genug, warum vorn-hinten schleppend Stoffe verschwenden? Außerdem ist nationale Macht schwach...Zeit-Schwierigkeiten bedenkend, künftige Katastrophen unvorstellbar!" Beijing Sozialamt verbot Frauen männliche Hunde zu halten: "Weibliche Frauen mit männlichen Hunden zusammen schadet nicht nur Gesundheit, erzeugt leicht schamlose Skandale, misst an unserem Sitte-Rechtschaffenheits-Land, auch von Sitten unerlaubt. Hiermit streng verboten...alle von Frauen gehaltenen männlichen Hunde, töten ohne Gnade zur Kontrolle!" Das können komische Autoren nie frei erfinden!

Aber »Guxiang Zhai«-wunderbare Texte neigen oft zu Seltsamem, Komik ist aber nicht so gut wie Schlichtheit. Eben durch Schlichtheit wird es noch komischer - nach diesem Standard wähle ich "süße Trauben"-Theorie.

(19. Oktober)

    • [Ausland hat auch - Fu Ling]**

Was China hat, haben Ausländer auch.

Ausländer sagen, China hat viele Wanzen, aber der Westen hat auch Wanzen; Japaner lachen über chinesische Wortspielerei, aber Japaner spielen auch mit Worten. Gewaltlosigkeit hat Gandhi; Ausländer-Schlagen-Verbot hat Hitler; De Quincey rauchte Opium; Dostojewski spielte verrückt. Swift trug Halseisen, Marx war reaktionär. Oberst Lindberghs Sohn wurde von Gangstern entführt. Füßebinden und hohe Absätze unterscheiden sich nicht sehr.

Nur Ausländer-Vorwürfe, wir kümmerten uns nicht um Gemeinwohl, kennten nur Eigennutz, liebten Geld, sind unwiderlegt. Seit der Republik gab es viele Präsidenten und Reiche - nach Rücktritt alle rundgesichtig, dichtend, Theater schauend oder betend, endlos essend, gaben Kritikern wirklich Beweise. Heute entdeckte ich: Ausland hat auch!

"17. Havanna-Telegramm - In Kanada lebender ehemaliger kubanischer Präsident Machado...Kubas Besitz acht Millionen Dollar wert, jedem, der Rückgabe dieses Eigentums garantiert, will er Hilfe geben. Andere Nachricht: Kubas Regierung erließ Haftbefehle gegen Machado und 38 ehemalige Beamte, beschlagnahmte ihr Eigentum von 25 Millionen Dollar..."

38 Menschen mit nur 25 Millionen Dollar Eigentum - Methoden nicht hoch, aber etwas Bereicherung ist bestätigt, genug um unsere "Oberen" zu entlasten. Aber ich hoffe, sie besitzen ausländische Grundstücke und Bankeinlagen - dann können wir bei Ausländer-Verhandlungen noch überzeugender sein.

Hätte nur eine Familie Wanzen und würde kritisiert, wäre das ungemütlich, aber Fangen ist mühsam. Außerdem gibt es in Beijing eine Theorie: Wanzen kann man nicht fangen, je mehr man fängt, desto mehr werden es. Selbst alle gefangen - was wäre der Wert? Nur negative Methode. Am besten hoffen, andere Familien haben auch Wanzen, und welche zu entdecken ist noch besser. Entdecken ist positive Arbeit. Kolumbus und Edison machten nur Entdeckungen oder Erfindungen.

Statt anstrengend arbeiten lieber tanzen, Kaffee trinken - Ausland hat auch, Paris hat viele Tanzlokale und Cafés.

Selbst wenn China verschwände - warum aufgeregt sein? Hörten Sie nicht von Chaldäa und Makedonien? - Ausland hat auch!

(19. Oktober)

    • [Ins Leere stoßen - Feng Zhiyu]**

Nach Veröffentlichung meiner »Nostalgie« und Herrn Shi Zheshengs »›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹« in »Freie Diskussion« bat »Dabao«s »Fackel« um erweiterte Diskussion. Zuerst kam Herrn Shis Brief mit Titel »Empfehlers Standpunkt«. Anmerkung: "›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹-Kontroverse".

Aber Herr Shi will nicht "kontrovers diskutieren" - er meint, zwei kämpfende Menschen seien wie Boxer unter Bogenlampen, nur zur Zuschauer-Unterhaltung. Das ist kluge Ansicht, ich stimme diesem Teil zu. Aber klüger ist: Herr Shi schlug tatsächlich zu, bevor er Rücktritts-Worte sagte - einige Hiebe ausgeführt, dann elegant weggeflogen, das ist überweltlichste Boxkunst. Jetzt bin nur ich übrig, muss aber antworten - gegenüber niemand macht nichts, ich boxe "Sorgloses Wandeln".

Herr Shi sagt anfangs, ich "belehrte" ihn und ordnete ihn "veralteten Nachkommen-Gliedmaßen" zu. Ersteres ist Verleumdung - mein Artikel hatte keine persönlichen Ratschläge. Ihn als "veraltete Nachkommen-Gliedmaßen" zu bezeichnen, beabsichtigte ich wirklich, aber "veraltete Nachkommen" sind nicht sehr schlechte Figuren. Dass neue und alte Literatur schwer scharf zu trennen sind, erkennt Herr Shi an. Xinhai-Revolution ist nur 22 Jahre her - Republik-Menschen mit etwas veralteten Nachkommen-, alten-, sogar feudalen Atmosphären ist nichts Besonderes, zumal Herr Shi selbst sagt: "Obwohl ich mich nicht als veraltete Nachkommen bekenne, habe ich wirklich jugendliche Vitalität verloren" - vergangene Atmosphäre ist natürlich da. Aber wissen es selbst und andere und weniger weitergeben wäre gut.

Ich erklärte früh, frühere Texte waren nicht speziell für ihn geschrieben, und nach »›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹« entfernte sich selbst diese "Gliedmaßen". Warum? Weil in Jugendlichen empfohlenen Büchern ein anderes interessantes Problem auftauchte: Eins ist »Yan-Familienanweisungen«. Dieser Autor lebte in chaotischen Zeiten, von Qi zu Sui, immer unter barbarischer Macht. In dem Buch diskutiert er auch Klassiker, Literatur wie ein Gelehrter, wendet sich aber dem Buddhismus zu, wünscht für Nachkommen Xianbei-Sprache zu lernen, Laute zu spielen, um Edlen - Barbaren - zu dienen. Das ist auch Gedanken von Beamten, Reichen, Großhändlern, Gelehrten nach Boxer-Aufstand-Niederlage: selbst Buddha verehren, Nachkommen aber "ausländische Geschäfte" lernen lassen für künftiges Dienen. Selbst heute gibt es wohl nicht wenige mit solchen Gedanken. Yan-Überlebens-Methoden bewegten Herrn Shis Herz, er empfiehlt sie Jugendlichen als "moralische Bildung". Er führt eigene Lektüre an: ein englisches Buch und ein buddhistisches Sutra - Illustration für "Xianbei-Sprache" und »Kapitel der Hinwendung«. Nur moderne Wandel schnell, ohne Vorzeiten-Muße, neu-alt-Kämpfe heftig, auf Anhieb unklar - er kann nur frühere zwei Generationen "Moral" in einer Person vereinen. Hätten Jugendliche, Mittelalte, Alte oft diese Yan-Moral, wäre das in chinesischer Gesellschaft ein ernstes Problem, das Säuberung braucht. Natürlich entstand das durch Bücherlisten, das Problem liegt nicht beim Einzelnen, das ist zeitgeistiger Teil. Aber durch Miterwähnung schien es zu sehr auf Einzelpersonen bezogen - ich wagte nicht zu diskutieren. Nur "Leute raten, ›Zhuangzi‹ ›Wenxuan‹ zu lesen" acht Worte konnten sich auf ihn beziehen, für Einzelpersonen wohl nicht respektlos. Aber nach »›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹« entstand wirklich etwas Respektlosigkeit, weil seine Widerrede leerer war als erwartet, aber ich gab trotzdem ernste Antwort: »Nach Nostalgie« (oben).

Aber Herrn Shis nach »Nach Nostalgie« (oben) geschriebener Brief bewies noch mehr seine Entfernung von meinen "veralteten Nachkommen". Obwohl er sagte, er wolle nicht boxen, war der erste Absatz völlig gegen mich persönlich. Jetzt stelle ich etwas vor mit Kommentaren.

Herr Shi sagt: "Meiner Vermutung nach kann Jugendlichen neue Bücher empfehlen natürlich mehr Massen gewinnen als alte Bücher empfehlen." Das heißt: Neue-Bücher-Empfehlende tun es nicht für Jugendliche, sondern um selbst mehr Massen zu gewinnen.

Herr Shi sagt: "Ich will in Ihrer Zeitung...Bücherliste ändern: ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ zu Herrn Lu Xuns »Huagai-Sammlung« Haupt- und Folgebände und »Falsche Freiheit« ändern. Ich denke, Herr Lu Xun ist zeitgenössischer 'Literatur-Veteran', seine Werke haben breiten lebenden Wortschatz, und laut Herrn Feng Zhiyu sind in Herrn Lu Xuns Artikeln tatsächlich auch manche aus ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ stammende Wörter wie 'zhi hu zhe ye'. So wäre die Wirkung für Jugendliche dieselbe." Diese vielen Worte heißen: Ich widersprach ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹-Empfehlung, weil ich hasste, dass er nicht »Huagai-Sammlung« Haupt-Folgebände und »Falsche Freiheit« empfahl.

Herr Shi sagt: "Ursprünglich wollte ich ein, zwei Werke von Herrn Feng Zhiyu empfehlen, aber auf dem Markt gibt es nur Herrn Feng Zikais Bücher, keine von Herrn Feng Zhiyu. Vielleicht sind sie wie Herrn Lu Xuns Kollotyp-Holzschnittdrucke private Feindrucke, seltene Bücher. Ich schäme mich meiner Unwissenheit, konnte nicht empfehlen." Dieser Absatz ist konfus, scheint zu sagen: Ich widersprach ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹-Empfehlung, weil ich hasste, dass er meine Bücher nicht empfahl, aber ich habe keine Bücher, hasse aber trotzdem Nicht-Empfehlung - lächerlich.

Das schrieb der "vom Chinesischlehrer zum Zeitschriftenredakteur gewechselte" Herr Shi Zhesheng, der Jugendlichen ›Zhuangzi‹, ›Wenxuan‹, ›Lunyu‹, ›Mengzi‹, »Yan-Familienanweisungen« empfiehlt, nach meinem »Nach Nostalgie« (oben) - "wollte nichts mehr schreiben", schrieb aber doch. Er lehnte "Boxer" ab, boxte aber zuerst andere. Aber er erwähnte nie festere Gründe für ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹-Ansichten, zeigte nie Fehler in meinen »Nostalgie« und »Nach Nostalgie« (oben), nur grundlose Verleumdung, eigene Vermutungen, Koketterie, Dummstellen. Einige alte Bücher-Namen abgerissen, verschwanden "veraltete Nachkommen"-Gliedmaßen nebelhaft, zeigten schließlich wahres Gesicht: eindeutig verwandelt in "Ausländerviertel-Bösewichte".

(20. Oktober)

    • [Zum Nachschlagen]:**
    • Empfehlers Standpunkt - Shi Zhesheng**

- ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹-Kontroverse

Herr Wanqiu:

Ich empfahl in Ihrer Zeitung Jugendlichen zwei alte Bücher, unglücklicherweise erregte das Herrn Feng Zhiyus Belehrung, der mich zu "veralteten Nachkommen-Gliedmaßen" ernannte. Nach seinem »Nach Nostalgie« (oben) will ich nichts mehr schreiben, denn meiner Vermutung nach kann neuen Jugendlichen neue Bücher empfehlen natürlich mehr Massen gewinnen als alte Bücher. Herr Feng Zhiyu ist wahrhaft alt aber stark, würdiger Jugend-Führer. Ich gestehe mich nicht als veraltete Nachkommen, aber habe wirklich jugendliche Vitalität verloren. In dieser herbstlichen Umgebung reicht selbst Herrn Feng Zhiyus neuer Geist nicht aus, mein Mittelalter-Gefühl zu beleben. Daher will ich in Ihrer Zeitung meine am 29. September veröffentlichte Jugend-Bücherliste ändern: ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ zu Herrn Lu Xuns »Huagai-Sammlung« Haupt-Folgebände und »Falsche Freiheit« ändern. Herr Lu Xun ist zeitgenössischer "Literatur-Veteran" mit breitem lebenden Wortschatz, und laut Herrn Feng Zhiyu haben Herrn Lu Xuns Artikel tatsächlich auch aus ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ stammende Wörter wie "zhi hu zhe ye". So wäre die Jugend-Wirkung dieselbe. Ursprünglich wollte ich ein, zwei Werke von Herrn Feng Zhiyu empfehlen, aber auf dem Markt gibt es nur Herrn Feng Zikais Bücher, keine von Herrn Feng Zhiyu. Vielleicht sind sie wie Herrn Lu Xuns Kollotyp-Holzschnittdrucke private Feindrucke, seltene Bücher. Ich schäme mich meiner Unwissenheit, konnte nicht empfehlen.

Außerdem will ich Herrn Feng Zhiyu Ihrer Zeitung vorstellen. Künftig bei Meinungs-Umfragen könnte man ihm Formulare senden - bestimmt wertvolle Meinungen. Aber bezieht es sich auf "veraltete Nachkommen-Gliedmaßen", dann an mich senden.

Gestern sah ich in Ihrer Zeitung: Sie planen Leser-Diskussionen zu diesem Fall. Kann ich bitten, das abzusagen? Ich denke oft: Zwei in Zeitungen kämpfende Menschen sind wie Boxer unter Bogenlampen, Zeitungsredakteure wie herumlaufende dünne Schiedsrichter, Leser wie vernunftlose Zuschauer in Dunkelheit. Dünne Schiedsrichter hoffen, Boxer kämpfen Runde um Runde bis einer fällt: Eins, Zwei, Drei... steht nicht auf, dann zum keuchenden Sieger laufen, seinen boxhandschuhigen Arm hochheben, "Mr. X gewinnt Meisterschaft!" rufen. Ist das nicht zu komisch? Jetzt bin ich unglücklicherweise einer der Boxer, aber will für dünne Schiedsrichter und Zuschauer diese Komödie nicht fortsetzen, hoffe auch, Sie werden nicht dünner Schiedsrichter. Sahen Sie nicht heute »Freie Diskussion« Herrn Zhishuis Artikel mit Sprichwörtern: "Zunge ist flach, Worte sind rund" - glauben Sie, aus Leser-Diskussionen entstehe wahres Recht-Unrecht?

Shi Zhesheng, 18. Oktober (19. Oktober, »Dabao·Fackel«)

    • »Ins Leere stoßen« Korrektur - Feng Zhiyu**

Vor Tagen beim Schreiben von »Ins Leere stoßen« hatte ich keine Bücher zur Hand, verließ mich bei »Yan-Familienanweisungen« auf Erinnerung. Später fürchtete ich Fehler, suchte das Original: Meine Yan Zhitui-Beschreibung war falsch. »Kinder-lehren-Kapitel«: "Qi-Beamter sagte mir einst: 'Ich habe einen Sohn, siebzehn Jahre, versteht etwas Schrift, lehrte ihm Xianbei-Sprache und Laute-Spielen, möchte er verstehe, damit Ministern diene, alle lieben ihn - auch wichtige Sache.' Ich senkte Kopf, antwortete nicht. Seltsam, wie dieser Mensch Kinder lehrt. Würde er dadurch Minister, wollte ich nicht, dass ihr es tätet."

Also war Qi-Gelehrten-Methode die von Beamten-Händlern-Gelehrten nach Boxer-Aufstand, Herr Shi Zhesheng vereint Qi-Gelehrten und Yan-Typen - auch heutiger Teile-Menschen-Methode, kann "Nördliche-Dynastien-Moral" heißen, noch gesellschaftliches ernstes Problem.

Für Yan sollte ich sehr entschuldigen, aber er ist tot, Entschuldigung egal. Jetzt korrigiere ich nur für Herrn Shi und Leser meinen Fehler.

(25. Oktober)

    • Durchbruch - Shi Zhesheng**

(8) Gegen Herrn Feng Zhiyu "schlug ich tatsächlich einige Hiebe" - das wird wohl lebenslange Reue. Aber Herr Feng schrieb »Ins Leere stoßen«, stieß tatsächlich nicht "leer", traf noch mich. Auf Herrn Fengs Seite (oder Recht-Unrecht-Seite) stehende Artikel "bekämpfen" mich täglich, ich fühle wirklich "eines Menschen Leiden".

Aber aus »Ins Leere stoßen« entdeckte ich Herrn Fengs Schreib-Logik. Er sagt: "Ich erklärte früh, frühere Texte waren nicht speziell für ihn geschrieben." Aber unten: "weil seine Widerrede leerer war als erwartet." Nicht speziell für mich, aber schon Widerrede erwartet - wie zu deuten?

Weil "kritisiert", finde ich ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ wirklich unangemessen, bat daher »Dabao«-Redakteur um Änderung zu zwei neue Literatur-Büchern - Tatsache. Ich sagte nicht, Herr Feng hasse meine Nicht-Empfehlung dieser neuen Literatur-Bücher und "widersprach ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹", aber Herr Feng sagt, ich hätte solche Gedanken - ist das "zusammenhängend"?

Herr Feng bringt »Yan-Familienanweisungen« und meine zwei Bücher zusammen, sagt »Yan-Familienanweisungen«-Empfehlung lehre Jugendliche Xianbei-Sprache, Laute-Spielen für Edlen-Dienst, außerdem demonstriere ich selbst mit ausländischem Buch; sagt Yan Zhitui sei "gelehrtenartig, aber buddhistisch", daher lese ich auch buddhistische Bücher. Nach Herrn Fengs Erklärung lache selbst ich - so zufällig!

Ich erinnere deutlich: »Yan-Familienanweisungen« hat eine Geschichte über Kinder-Xianbei-Sprache und Laute-Lehren, aber unten steht: "wollte nicht, dass ihr es tätet" - Yan Zhitui riet Nachkommen nicht, ausländische Bücher zu lesen. Heute korrigierte Herr Feng diese Geschichte, sagt aber: "Herr Shi Zhesheng vereint Qi-Gelehrten und Yan-Typen." Das verstehe ich nicht - empfahl ich zusätzlich ein "Qi-Gelehrten"-Werk an Jugendliche? Basiert Herrn Fengs Logik auf "selbst ausländische Bücher lesen heißt Leute Xianbei-Sprache lehren", dann nichts zu sagen.

Herr Feng scheint konfuzianische Orthodoxie zu verfechten - sonst warum Yan Zhituis buddhistische Beeinflussung so verachten? Warum über mein »Shakyamuni-Biographie«-Lesen so unzufrieden? Hier zwei Punkte: (1) Wird »Yan-Familienanweisungen«-Wert durch »Hinwendungs-Kapitel« völlig gelöscht? Außerdem befürwortete Yan zwar Buddhismus, predigte aber nicht Weltflucht oder Realitätsvermeidung, führte nur vereinbare Punkte zwischen Buddhismus und Konfuzianismus auf, nutzte buddhistische Vergeltung-Lehren zur Ergänzung konfuzianischer Moral-Mängel - wie heute »Bibel«- oder »Koran«-Zitate. (2) Mein »Buddha-Verhalten-Sutra«-Lesen bedeutet wie »Mohammed-Biographie« oder »Christus-Biographie« - weder Buddha-Zuwendung noch Buddha-Lehre-Ratschläge. Herrn Fengs Artikel nennt es meine "Überlebens-Methode" - wunderbar! Ich nehme ein goldgestiftetes »Hundert-Gleichnisse-Sutra« als Gleichgesinnte.

Früher respektierte ich Herrn Feng trotz schriftlicher Gemütlichkeit, aber nach »Ins Leere stoßen« schimpft er mich "Ausländerviertel-Bösewicht" - zähneknirschend hörbar. Obwohl "böse", wage ich nicht entsprechend böse zu antworten. Ich: "Zehn Jahre Literaturwelt-Traum, gewann Ausländerviertel-Bösewicht-Namen" - unwichtig, aber Herr Feng wird bereuen. Heute las ich »›Ins Leere stoßen‹ Korrektur« - Herrn Fengs "grundlose Verleumdung, eigene Vermutungen, Koketterie, Dummstellen" bleiben für "Selbstporträt".

(Anmerkung) »Dabao«-Titel waren nicht meine - ich habe keinen "Standpunkt", will auch nicht wegen mir ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ streiten lassen.

Antwort an Herrn Feng Zhiyu. (27.) (31. Oktober, 1. November, »Freie Diskussion«)

    • [Antwort "auch gezeigt" - Feng Zhiyu]**

Nach »Ins Leere stoßen« wollte ich über »›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹« nichts mehr sagen. Am nächsten Tag sah ich Herrn Shi Zheshengs »Brief an Herrn Li Liewen« in »Freie Diskussion«, "auch mir gezeigt", daher noch einige Worte. Herrn Shis drei Widerlegungen finde ich alle untreffend:

(1) Herr Shi sagt: Da "manche neue Jugendliche alte Gedanken haben können, manche alte Formen neuen Inhalt bergen können", können "veraltete Nachkommen-Gruppen-Gliedmaßen"-alte Gedanken wie seine unerörtert bleiben, außerdem schadet ›Zhuangzi‹-artiges klassisches Schreiben nicht. Natürlich kann man so schreiben ohne Weltuntergang. Aber ich meine, heutige Jugendliche müssen nicht Umgangssprache aufgeben und nach ›Zhuangzi‹-Lesen dessen Grammatik für Artikel lernen. Unerörtert lassen geht, aber Erörtern schadet auch nicht? Herr Shi ließ Jugendlichen-Grammatik-Unbeholfenheit, wenigen Wortschatz und meine »Nostalgie« nicht "unerörtert"?

(2) Herr Shi meint "mit Gedichten Beamte auswählen" und Jugendlichen ›Zhuangzi‹, ›Wenxuan‹ empfehlen unterscheide "Zwang" und "Beitrag" - mein Vergleich unpassend. Aber ich weiß nicht: Als Chinesischlehrer bewertete Herr Shi Schüler-Aufsätze mit ›Zhuangzi‹-Grammatik und ›Wenxuan‹-Wortschatz als gute Texte? Als Redakteur wählte er solche Werke aus? Falls ja, würde er als "Prüfer" mit ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ Beamte auswählen.

(3) Herr Shi zitiert Lu Xun: 1. "Wenig chinesische Bücher lesen resultiert nur in Schreibunfähigkeit." Das erkennt an: Zum Schreiben sollte man mehr chinesische Bücher lesen; 2. "...Will man alte Sachen, sollte man sich an Zhang Zhidongs »Bücherlisten-Antworten« halten." Das zeigt keine Jugendlichen-alte Bücher-Opposition. Herr Shi übersieht Zeit und Umgebung. Diese Sätze entstanden, als viele riefen, Umgangssprache schreiben brauche auch alte Bücher - dagegen gerichtet: Selbst nach ihren Worten nur Schreibunfähigkeit, aber alte Bücher lesen schadet mehr als Schreibunfähigkeit. Bei 2. sind klar alte Literatur-Forscher gemeint, sehr verschieden von Herrn Shis allgemeinen Vorschlägen. Für chinesische Altliteratur müssen wir nicht »Yijing« und »Shujing« lesen?

Tatsächlich sagte Herr Shi, beim Bücherliste-Ausfüllen sei er nicht so ernst wie ich vermutete - das ist wohl wahr. Denken wir: Gäbe es wirklich solchen Jugendlichen-Nachfolger, der gehorsam nach harter Arbeit mit ›Zhuangzi‹-Grammatik, ›Wenxuan‹-Wortschatz Artikel schriebe, die ›Lunyu‹, ›Mengzi‹ und »Yan-Familienanweisungen«-Moral entwickeln - "wäre das nicht zu komisch?"

Aber meine »Nostalgie« war ernst. Ich wollte nicht "mehr Massen gewinnen", hasste auch nicht Herrn Shis Nicht-Empfehlung von »Huagai-Sammlung« Haupt-Folgebände und »Falsche Freiheit«; hatte auch keine anderen "Motive" wie Studienzeit-Punktverluste oder Manuskript-Konfiszierung mit Privatrache.

(21. Oktober)

    • [Zum Nachschlagen]:**
    • Brief an Herrn Li Liewen - Shi Zhesheng**

- auch Herrn Feng Zhiyu gezeigt

Bruder Liewen:

Neulich hastige Straßenbahn-Begegnung - ich stieg bei Wang Jiasha aus zum Buchkauf bei Minjiu-Buchhandlung. Aber das Buch war zu teuer, kaufte nicht, verlor unnötig Gelegenheit für längeres Gespräch - sehr enttäuschend.

Über ›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹ will ich nichts mehr sagen. Beim Ausfüllen von »Dabao«-Formularen war ich nicht so ernst wie Herr Feng vermutet. Ich sagte nicht, jeder Jugendliche müsse diese zwei Bücher lesen, nur diese zwei Bücher oder nur diese empfehlenswert. Wohl wollten Zeitungsredakteure Neues hinzufügen, Ausfüller schrieben zufällig empfehlenswerte Bücher. Hätte ich gewusst, das verursacht solche Kontroversen, hätte ich trotz Herrn Cui Wanqius Kotau nicht geschrieben. Heute sah ich in »Taosheng« 40 Herrn Cao Jurens Brief mit Schluss: "Gibt es nichts Vorteilhafteres für Jugendliche als diese zwei Bücher? Wage zu fragen." Das ließ mich lach-weinen. (Herrn Cao Jurens Brief ist aufrichtig, ich antworte, vielleicht in »Taosheng« - bitte lesen.)

Herrn Feng Zhiyu will ich nicht mehr kränken, aber zu drei Punkten in »Nostalgie« (oben) noch Meinungen:

(1) Herr Feng sagt: "Manche neue Jugendliche können alte Gedanken haben, manche alte Formen können neuen Inhalt bergen." Richtig - neue Jugendliche können alte Gedanken haben, dann können "veraltete Nachkommen-Gruppen-Gliedmaßen" wie ich alte Gedanken unerörtert haben. Alte Formen können neuen Inhalt bergen - dann schadet ›Zhuangzi‹-klassisches Schreiben nicht, je nach Inhalt.

(二)丰先生说不懂我劝青年看《庄子》与《文选》与“做了考官以词取士”有何分界,这其实是明明有着分界的。前者是以一己的意见供献给青年,接受不接受原在青年的自由;后者却是代表了整个阶级(注:做官的阶级也),几乎是强迫青年全体去填词了。(除非这青年不想做官。)


(三)说鲁迅先生的文章是从《庄子》与《文选》中来的,这确然是滑稽的,我记得我没有说过那样的话。我的文章里举出鲁迅先生来作例,其意只想请不反对青年从古书求得一点文学修养的鲁迅先生来帮帮忙。鲁迅先生虽然一向是劝青年多读外国书的,但这是他以为从外国书中可以训练出思想新锐的青年来;至于像我那样给青年从做文章(或说文学修养)上着想,则鲁迅先生就没有反对青年读古书过。举两个证据来罢:一、“少看中国书,其结果不过不能作文而已。”(见北新版《华盖集》第四页。)这可见鲁迅先生也承认要能作文,该多看中国书了。而这所谓中国书,从上文看来,似乎并不是指的白话文书。二、“我常被询问,要弄文学,应该看什么书?……我以为倘要弄旧的呢,倒不如姑且靠着张之洞的《书目答问》去摸门径去。”(见北新版《而已集》第四十五页。)


现在,我想我应该在这里“带住”了,我曾有一封信给《大晚报》副刊的编者,为了尊重丰之余先生的好意,我曾请求允许我换两部书介绍给青年。除了我还写一封信给曹聚仁先生之外,对于这《庄子》与《文选》的问题我没有要说的话了。我曾经在《自由谈》的壁上,看过几次的文字争,觉得每次总是愈争愈闹意气,而离本题愈远,甚至到后来有些参加者的动机都是可以怀疑的,我不想使自己不由自主地被卷入漩涡,所以我不再说什么话了。昨晚套了一个现成偈语:



此亦一是非  彼亦一是非


唯无是非观  庶几免是非



倘有人能写篆字者乎?颇想一求法挥,张之素壁。



施蛰存上。(十九日。)  


(十月二十日,《申报·自由谈》。)  




【中国文与中国人                                                                                                                                                                                 余铭  】



最近出版了一本很好的翻译:高本汉著的《中国语和中国文》。高本汉先生是个瑞典人,他的真姓是珂罗倔伦(Karlgren)。他为什么“贵姓”高呢?那无疑的是因为中国化了。他的确对于中国语文学有很大的供献。


但是,他对于中国人似乎更有研究,因此,他很崇拜文言,崇拜中国字,以为对中国人是不可少的。


他说:“近来——按高氏这书是一九二三年在伦敦出版的——某几种报纸,曾经试用白话,可是并没有多大的成功;因此也许还要触怒多数定报人,以为这样,就是讽示着他们不能看懂文言报呢!”


“西洋各国里有许多伶人,在他们表演中,他们几乎随时可以插入许多‘打诨’,也有许多作者,滥引文书;但是大家都认这种是劣等的风味。这在中国恰好相反,正认为高妙的文雅而表示绝艺的地方。”


中国文的“含混的地方,中国人不但不因之感受了困难,反而愿意养成它。”


但高先生自己却因此受够了侮辱:“本书的著者和亲爱的中国人谈话,所说给他的,很能完全了解;但是,他们彼此谈话的时候,他几乎一句也不懂。”这自然是那些“亲爱的中国人”在“讽示”他不懂上流社会的话,因为“外国人到了中国来,只要注意一点,他就可以觉得:他自己虽然熟悉了普通人的语言,而对于上流社会的谈话,还是莫名其妙的。”


于是他就说:“中国文字好象一个美丽可爱的贵妇,西洋文字好象一个有用而不美的贱婢。”


美丽可爱而无用的贵妇的“绝艺”,就在于“插诨”的含混。这使得西洋第一等的学者,至多也不过抵得上中国的普通人,休想爬进上流社会里来。这样,我们“精神上胜利了”。为要保持这种胜利,必须有高妙文雅的字汇,而且要丰富!五四白话运动的“没有多大成功”,原因大抵就在上流社会怕人讽示他们不懂文言。


虽然,“此亦一是非,彼亦一是非”——我们还是含混些好了。否则,反而要感受困难的。



(十月二十五日。)




【野兽训练法                                                                                                                                                                                      余铭  】



最近还有极有益的讲演,是海京伯马戏团的经理施威德在中华学艺社的三楼上给我们讲“如何训练动物?”可惜我没福参加旁听,只在报上看见一点笔记。但在那里面,就已经够多着警辟的话了──



“有人以为野兽可以用武力拳头去对付它,压迫它,那便错了,因为这是从前野蛮人对付野兽的办法,现在训练的方法,便不是这样。”


“现在我们所用的方法,是用爱的力量,获取它们对于人的信任,用爱的力量,温和的心情去感动它们。……”



这一些话,虽然出自日耳曼人之口,但和我们圣贤的古训,也是十分相合的。用武力拳头去对付,就是所谓“霸道”。然而“以力服人者,非心服也”,所以文明人就得用“王道”,以取得“信任”:“民无信不立”。


但是,有了“信任”以后,野兽可要变把戏了──



“教练者在取得它们的信任以后,然后可以从事教练它们了:第一步,可以使它们认清坐的,站的位置;再可以使它们跳浜,站起来……”



训兽之法,通于牧民,所以我们的古之人,也称治民的大人物曰“牧”。然而所“牧”者,牛羊也,比野兽怯弱,因此也就无须乎专靠“信任”,不妨兼用着拳头,这就是冠冕堂皇的“威信”。


由“威信”治成的动物,“跳浜,站起来”是不够的,结果非贡献毛角血肉不可,至少是天天挤出奶汁来,──如牛奶,羊奶之流。


然而这是古法,我不觉得也可以包括现代。


施威德讲演之后,听说还有余兴,如“东方大乐”及“踢毽子”等,报上语焉不详,无从知道底细了,否则,我想,恐怕也很有意义。



(十月二十七日。)




【反刍                                                                                                                                                                                                  元艮  】



关于《庄子》与《文选》的议论,有些刊物上早不直接提起应否大家研究这问题,却拉到别的事情上去了。他们是在嘲笑那些反对《文选》的人们自己却曾做古文,看古书。


这真利害。大约就是所谓“以子之矛,攻子之盾”罢——对不起,“古书”又来了!


不进过牢狱的那里知道牢狱的真相。跟着阔人,或者自己原是阔人,先打电话,然后再去参观的,他只看见狱卒非常和气,犯人还可以用英语自由的谈话。倘要知道得详细,那他一定是先前的狱卒,或者是释放的犯人。自然,他还有恶习,但他教人不要钻进牢狱去的忠告,却比什么名人说模范监狱的教育卫生,如何完备,比穷人的家里好得多等类的话,更其可信的。


然而自己沾了牢狱气,据说就不能说牢狱坏,狱卒或囚犯,都是坏人,坏人就不能有好话。只有好人说牢狱好,这才是好话。读过《文选》而说它无用,不如不读《文选》而说它有用的可听。反“反《文选》”的诸君子,自然多是读过的了,但未读的也有,举一个例在这里罢——“《庄子》我四年前虽曾读过,但那时还不能完全读懂……《文选》则我完全没有见过。”然而他结末说,“为了浴盘的水糟了,就连小宝宝也要倒掉,这意思是我们不敢赞同的。”(见《火炬》)他要保护水中的“小宝宝”,可是没有见过“浴盘的水”。


五四运动的时候,保护文言者是说凡做白话文的都会做文言文,所以古文也得读。现在保护古书者是说反对古书的也在看古书,做文言,——可见主张的可笑。永远反刍,自己却不会呕吐,大约真是读透了《庄子》了。



(十一月四日。)




【归厚                                                                                                                                                                                                   罗怃  】



在洋场上,用一瓶强水去洒他所恨的女人,这事早经绝迹了。用些秽物去洒他所恨的律师,这风气只继续了两个月。最长久的是造了谣言去中伤他们所恨的文人,说这事已有了好几年,我想,是只会少不会多的。


洋场上原不少闲人,“吃白相饭”尚且可以过活,更何况有时打几圈马将。小妇人的嘁嘁喳喳,又何尝不可以消闲。我就是常看造谣专门杂志之一人,但看的并不是谣言,而是谣言作家的手段,看他有怎样出奇的幻想,怎样别致的描写,怎样险恶的构陷,怎样躲闪的原形。造谣,也要才能的,如果他造得妙,即使造的是我自己的谣言,恐怕我也会爱他的本领。


但可惜大抵没有这样的才能,作者在谣言文学上,也还是“滥竽充数”。这并非我个人的私见。讲什么文坛故事的小说不流行,什么外史也不再做下去,可见是人们多已摇头了。讲来讲去总是这几套,纵使记性坏,多听了也会烦厌的。想继续,这时就得要才能;否则,台下走散,应该换一出戏来叫座。


譬如罢,先前演的是《杀子报》罢,这回就须是《三娘教子》,“老东人呀,唉,唉,唉!”


而文场实在也如戏场,果然已经渐渐的“民德归厚”了,有的还至于自行声明,更换办事人,说是先前“揭载作家秘史,虽为文坛佳话,然亦有伤忠厚。以后本刊停登此项稿件。……以前言责,……概不负责。”(见《微言》)为了“忠厚”而牺牲“佳话”,虽可惜,却也可敬的。


尤其可敬的是更换办事人。这并非敬他的“概不负责”,而是敬他的彻底。古时候虽有“放下屠刀,立地成佛”的人,但因为也有“放下官印,立地念佛”而终于又“放下念珠,立地做官”的人,这一种玩意儿,实在已不足以昭大信于天下:令人办事有点为难了。


不过,尤其为难的是忠厚文学远不如谣言文学之易于号召读者,所以须有才能更大的作家,如果一时不易搜求,那刊物就要减色。我想,还不如就用先前打诨的二丑挂了长须来唱老生戏,那么,暂时之间倒也特别而有趣的。



(十一月四日。)



附记:这一篇没有能够发表。


(次年六月十九日记。)  




【难得糊涂                                                                                                                                                                                           子明  】



因为有人谈起写篆字,我倒记起郑板桥有一块图章,刻着“难得糊涂”。那四个篆字刻得叉手叉脚的,颇能表现一点名士的牢骚气。足见刻图章写篆字也还反映着一定的风格,正像“玩”木刻之类,未必“只是个人的事情”:“谬种”和“妖孽”就是写起篆字来,也带着些“妖谬”的。

(2) Herr Feng sagt, er verstehe nicht, was mein Rat an Jugendliche, »Zhuangzi« und »Wenxuan« zu lesen, von "als Prüfer mit Gedichten Beamte auswählen" unterscheide - das ist aber klar unterschieden. Ersteres bietet als persönliche Meinung Jugendlichen einen Beitrag, Annahme oder Ablehnung liegt in ihrer Freiheit; letzteres repräsentiert eine ganze Klasse (Anmerkung: auch Beamtenklasse) und zwingt fast alle Jugendlichen Gedichte zu schreiben. (Außer diese Jugendlichen wollen keine Beamten werden.)

(3) Zu sagen, Herr Lu Xuns Artikel stammen aus »Zhuangzi« und »Wenxuan«, ist wirklich komisch - ich erinnere mich nicht, das gesagt zu haben. In meinem Artikel führte ich Herrn Lu Xun als Beispiel an, wollte nur Herrn Lu Xun um Hilfe bitten, der nicht dagegen ist, dass Jugendliche aus alten Büchern literarische Bildung schöpfen. Obwohl Herr Lu Xun immer rät, mehr ausländische Bücher zu lesen - weil er meint, daraus können denkende scharfsinnige Jugendliche entwickelt werden -, bei meiner Art für Jugendliche vom Artikelschreiben (oder literarischer Bildung) her zu denken, widersprach Herr Lu Xun nie dem Lesen alter Bücher durch Jugendliche. Zwei Belege: 1. "Wenig chinesische Bücher lesen resultiert nur in Schreibunfähigkeit." (Beixin-Ausgabe »Huagai-Sammlung« S. 4) Das zeigt, Herr Lu Xun erkennt an: Zum Schreiben sollte man mehr chinesische Bücher lesen. Diese sogenannten chinesischen Bücher scheinen nach obigem Text nicht Umgangssprache-Bücher zu meinen. 2. "Oft werde ich gefragt, was man für Literatur lesen sollte?... Ich meine, will man alte Sachen, sollte man sich an Zhang Zhidongs »Bücherlisten-Antworten« halten." (Beixin-Ausgabe »Weiter nichts-Sammlung« S. 45)

Jetzt sollte ich hier "aufhören". Ich schrieb dem »Dabao«-Redakteur einen Brief und bat aus Respekt vor Herrn Feng Zhiyus guter Absicht um Erlaubnis, zwei andere Bücher Jugendlichen zu empfehlen. Außer einem Brief an Herrn Cao Juren habe ich zu »Zhuangzi« und »Wenxuan« nichts mehr zu sagen. Ich sah mehrmals Textstreitigkeiten in »Freie Diskussion« - immer mehr emotionale Kämpfe, die vom Thema abwichen, bis sogar Teilnehmer-Motive verdächtig wurden. Ich will mich nicht unwillkürlich in Strudel ziehen lassen, daher sage ich nichts mehr. Gestern Abend improvisierte ich einen Vers:

Dies ist auch ein Recht-Unrecht, jenes auch ein Recht-Unrecht Nur ohne Recht-Unrecht-Anschauung kann man Recht-Unrecht vermeiden

Gäbe es jemanden, der Siegelschrift schreiben kann? Möchte sehr um Pinselschrift bitten, an weiße Wand zu hängen.

Shi Zhesheng (19.) (20. Oktober, »Shenbao·Freie Diskussion«)

    • [Chinesische Schrift und Chinesen - Yu Ming]**

Kürzlich erschien eine sehr gute Übersetzung: Karlgrens »Chinesische Sprache und chinesische Schrift«. Herr Karlgren ist Schwede, sein wahrer Name ist Karlgren. Warum "ehrenwerter Name" Gao? Zweifellos durch Sinisierung. Er leistet wirklich große Beiträge zur chinesischen Sprachwissenschaft.

Aber er scheint Chinesen noch mehr zu erforschen, daher verehrt er klassische Sprache und chinesische Zeichen als unentbehrlich für Chinesen.

Er sagt: "Kürzlich - Gaos Buch erschien 1923 in London - probierten einige Zeitungen Umgangssprache, aber ohne großen Erfolg; dadurch ärgerten sie vielleicht Abonnenten, da es andeutete, sie könnten klassische Sprache nicht verstehen!"

"Westliche Länder haben viele Schauspieler, die während Aufführungen jederzeit viele 'Gags' einfügen können, auch viele Autoren missbrauchen Bücher; aber alle halten das für minderwertigen Geschmack. In China ist es umgekehrt - man hält es für hohe Eleganz und Meisterkunst."

Chinesische Schrift-"Unklarheiten bereiten Chinesen nicht nur keine Schwierigkeiten, sie möchten sie kultivieren."

Aber Herr Gao erlitt dadurch genug Beleidigungen: "Der Buchautor versteht völlig, was liebe Chinesen ihm sagen, aber ihre gegenseitigen Gespräche versteht er kaum." Das sind natürlich jene "lieben Chinesen", die ihm "andeuten", er verstehe keine Oberschicht-Sprache, denn "Ausländer in China brauchen nur aufzupassen und merken: Obwohl sie gewöhnliche Sprache beherrschen, sind Oberschicht-Gespräche rätselhaft."

Daher sagt er: "Chinesische Schrift ist wie eine schöne, liebenswerte Dame, westliche Schrift wie eine nützliche, aber unschöne Magd."

Schöne, liebenswerte, aber nutzlose Damen-"Meisterkunst" liegt in "Gag"-Unklarheit. Das lässt westliche Erstklasse-Gelehrte höchstens gewöhnlichen Chinesen entsprechen, ohne Hoffnung in Oberschichten zu gelangen. So "siegten wir geistig". Um diesen Sieg zu bewahren, brauchen wir hohe, elegante Wortschätze - und reichlich! Vierter-Mai-Umgangssprache-Bewegungs "kein großer Erfolg" liegt meist daran, dass Oberschichten fürchten, man deute ihre klassische Sprach-Unkenntnis an.

Obwohl "dies ist auch ein Recht-Unrecht, jenes auch ein Recht-Unrecht" - bleiben wir lieber unklar. Sonst bereitet es Schwierigkeiten.

(25. Oktober)

    • [Wildtier-Trainingsmethoden - Yu Ming]**

Kürzlich gab es äußerst nützliche Vorträge: Hai Jingbo-Zirkus-Manager Schwede hielt im dritten Stock der Chinesischen Kunst-Gesellschaft "Wie trainiert man Tiere?" Leider hatte ich kein Glück beizuwohnen, sah nur Zeitungsnotizen. Aber darin waren schon genug scharfsinnige Worte:

"Manche denken, Wildtiere mit Gewalt und Fäusten zu behandeln und zu unterdrücken sei richtig - das ist falsch, weil das primitive Wildtier-Behandlung war. Heutige Trainingsmethoden sind anders."

"Jetzt verwenden wir Liebeskraft, gewinnen ihr Vertrauen zu Menschen, verwenden Liebeskraft und sanfte Gefühle, sie zu bewegen..."

Diese Worte stammen zwar aus germanischem Mund, stimmen aber sehr mit unserer Heiligen-Ahnen-Lehre überein. Gewalt und Fäuste verwenden ist sogenannte "Hegemonie". Aber "mit Kraft Menschen unterwerfen überzeugt Herzen nicht", daher müssen zivilisierte Menschen "Königsweg" verwenden, um "Vertrauen" zu erlangen: "Volk ohne Vertrauen kann nicht bestehen."

Aber nach "Vertrauen" müssen Wildtiere Tricks machen:

"Trainer können nach Vertrauen-Erlangung mit Training beginnen: Erstens, sie Sitz- und Steh-Positionen erkennen lassen; dann können sie springen, aufstehen..."

Tier-Training gleicht Volk-Hüten, daher nannten Alte auch Volk-Regierende "Hirten". Aber "Gehütete" sind Rinder und Schafe, schwächer als Wildtiere, daher braucht es nicht nur "Vertrauen", kann auch Fäuste verwenden - das ist würdevolle "Macht-Vertrauen".

Durch "Macht-Vertrauen" regierte Tiere reichen nicht mit "springen, aufstehen" - Ergebnis muss Haar-Horn-Blut-Fleisch-Beitrag sein, mindestens täglich Milch-Lieferung wie Kuh-, Schafmilch.

Aber das sind alte Methoden, ich glaube nicht, dass sie die Moderne einschließen können.

Nach Schweders Vortrag gab es angeblich Zusätzliches wie "Östliche Musik" und "Federball-Treten" - Zeitungen ungenau, Details unbekannt, sonst wären sie wohl sehr bedeutsam.

(27. Oktober)

    • [Wiederkäuen - Yuan Gen]**

Über »Zhuangzi« und »Wenxuan«-Diskussionen erwähnen manche Publikationen nicht mehr direkt, ob alle das erforschen sollten, sondern wenden sich anderen Dingen zu. Sie verspotten »Wenxuan«-Gegner, die selbst klassische Texte schrieben und alte Bücher lasen.

Das ist wirklich scharf. Wohl sogenanntes "mit deinem Speer deinen Schild angreifen" - Entschuldigung, schon wieder "alte Bücher"!

Wer nie ins Gefängnis kam, kennt keine Gefängnis-Wahrheit. Mit Reichen oder selbst reich, erst telefonieren, dann besichtigen - er sieht nur freundliche Wärter, Gefangene können frei englisch sprechen. Will man Details wissen, muss er ehemaliger Wärter oder entlassener Gefangener sein. Natürlich hat er noch schlechte Gewohnheiten, aber sein Rat, nicht ins Gefängnis zu gehen, ist glaubwürdiger als Berühmtheiten über Mustergefängnis-Bildung und -Hygiene, wie vollständig, viel besser als Armer-Häuser.

Aber selbst Gefängnis-Atmosphäre zu haben disqualifiziert angeblich vom Gefängnis-Schlecht-Sagen - Wärter oder Gefangene sind schlechte Menschen, schlechte Menschen können nichts Gutes sagen. Nur gute Menschen sagen Gefängnis gut - das sind gute Worte. »Wenxuan« gelesen und nutzlos genannt ist weniger hörbar als »Wenxuan« nicht gelesen und nützlich genannt. Anti-"Anti-»Wenxuan«"-Herren lasen natürlich meist, aber Ungelesene gibt es auch - ein Beispiel: "»Zhuangzi« las ich vor vier Jahren, konnte damals nicht völlig verstehen... »Wenxuan« sah ich überhaupt nicht." Aber er schließt: "Wegen schmutzigen Badewannen-Wassers auch Babys wegzugießen können wir nicht befürworten." (siehe »Fackel«) Er will Wasser-"Babys" schützen, sah aber nie "Badewannen-Wasser".

Zur Vierter-Mai-Zeit sagten klassische Sprach-Schützer: Alle Umgangssprache-Schreiber können klassische Sprache, daher muss man auch klassische Texte lesen. Jetzt sagen alte Bücher-Schützer: Alte Bücher-Gegner lesen auch alte Bücher, schreiben klassische Sprache - zeigt Ansichts-Lächerlichkeit. Ewig wiederkäuen, selbst nie erbrechen - wohl wirklich »Zhuangzi« durchgelesen.

(4. November)

    • [Zur Güte zurückkehren - Luo Wu]**

Im Ausländerviertel mit starker Säure gehasste Frauen zu bespritzen ist längst ausgestorben. Gehasste Anwälte mit Schmutz zu bespritzen dauerte nur zwei Monate. Am längsten währt: Gerüchte zu erfinden, um gehasste Literaten zu verleumden - das gibt es schon seit Jahren, wird nur weniger, nicht mehr.

Im Ausländerviertel gibt es viele Müßiggänger - "Bummel-Essen" kann man leben, geschweige denn gelegentlich Mahjong spielen. Kleinbürgerliches Geplapper kann sehr entspannend sein. Ich lese oft Gerüchte-Fachzeitschriften, aber nicht Gerüchte, sondern Gerüchte-Autoren-Methoden: welche außergewöhnlichen Phantasien, originelle Beschreibungen, heimtückische Fallen, ausweichende Originalformen. Gerüchte brauchen auch Talent - macht er es geschickt, liebte ich wohl seine Fertigkeit, selbst wenn es meine eigenen Gerüchte wären.

Aber leider meist ohne solches Talent - Autoren in Gerüchte-Literatur "füllen nur Zahlen". Das ist nicht meine Privatmeinung. Literaturwelt-Geschichten-Romane sind unpopulär, Außengeschichten nicht weitergeschrieben - Menschen schütteln den Kopf. Immer dieselben Sätze - selbst bei schlechtem Gedächtnis wird man überdrüssig. Zur Fortsetzung braucht es jetzt Talent; sonst Zuschauer zerstreut, sollte anderes Stück aufgeführt werden.

Zum Beispiel: Früher »Sohn töten melden«, diesmal müsste »Dritte Tante lehrt Sohn« sein: "Alter Ostherr, ach, ach, ach!"

Literaturfeld ist wirklich wie Theaterfeld - tatsächlich wird allmählich "Volks-Tugend kehrt zur Güte zurück". Manche erklären sogar selbst Personal-Wechsel: Früher "Autoren-Geheimgeschichten veröffentlichen war zwar Literaturwelt-Schönheit, schadete aber Güte. Künftig stoppt unser Blatt solche Manuskripte... frühere Wort-Verantwortung... übernehmen wir keine Verantwortung." (siehe »Weiyan«) Für "Güte" "Schönheit" zu opfern ist bedauerlich, aber respektabel.

Besonders respektabel ist Personal-Wechsel. Das respektiert nicht seine "keine Verantwortung", sondern seine Gründlichkeit. Früher gab es "Messer hinlegen, sofort Buddha werden", aber auch "Amtssiegel hinlegen, sofort Buddha verehren" und schließlich "Gebetskette hinlegen, sofort Beamter werden" - diese Spielerei ist wirklich unzureichend für Weltvertrauen, macht Amtsführung schwierig.

Aber besonders schwierig ist: Güte-Literatur kann bei weitem nicht so leicht Leser mobilisieren wie Gerüchte-Literatur, braucht talentiertere Autoren. Ist kurzfristig schwer zu finden, verlieren Publikationen Farbe. Ich denke, besser frühere Gag-Zweitclowns lange Bärte umhängen und alte Männer-Oper singen lassen - vorübergehend besonders interessant.

(4. November)

Nachtrag: Dieser konnte nicht veröffentlicht werden. (Nächstes Jahr 19. Juni notiert)

    • [Schwer verwirrt zu bleiben - Zi Ming]**

Weil jemand Siegelschrift-Schreiben erwähnte, erinnerte ich mich: Zheng Banqiao hatte einen Stempel mit "schwer verwirrt zu bleiben". Die vier Siegelzeichen waren verschlungen geschnitzt, konnten etwas Gelehrten-Verdruss ausdrücken. Zeigt: Stempel schnitzen und Siegelschrift schreiben reflektieren auch bestimmte Stile, wie "Holzschnitt spielen" nicht unbedingt "nur Privatsache": "Irrlehre" und "Dämon" bringen beim Siegelschrift-Schreiben auch "dämonische Verwirrung" mit.

Aber Stil, Stimmung, Tendenzen unterscheiden sich nicht nur nach Person, sondern nach Sache und Zeit. Zheng Banqiao sagte "schwer verwirrt zu bleiben" - tatsächlich konnte er noch verwirrt sein. Jetzt, in Zeiten von "Amt suchen und nicht bekommen ist nicht traurig, Versteck suchen und keinen Ort finden zum Kriechen ist wohl weltgrößte Trauer", ist Verwirrung suchen und nicht bekommen wirklich schwer.

Verwirrung-Prinzip, keine Recht-Unrecht-Anschauung usw. waren ursprünglich Chinas hohe Moral. Du nennst es Befreiung, Weitsicht - vielleicht nicht. Er hält tatsächlich an etwas fest, beharrt darauf: moralische Orthodoxie, literarische Hauptrichtung. Das kommt schließlich heraus: Moral braucht Kong-Meng plus "buddhistische Vergeltung-Lehre" (Lao-Zhuang separate Rechnung), andere "Buddhismus-Einfluss-Verachtung" zu sagen heißt "für Konfuzianismus Orthodoxie erkämpfen" - ursprünglich ist Tongshan-Gesellschafts Drei-Religionen-gleiche-Quelle-Theorie längst orthodox. Literatur? Braucht schwierige Zeichen, Wortzierrat, üppige Werke - und zwar neue Literatur-Werke, obwohl er "neue und alte Literatur-Grenzen verneint"; Massenliteratur "natürlich befürwortet", "aber das ist Literatur-Seitenzweig". Orthodoxie und Hauptrichtung sind offensichtlich.

Über Lebens-Überdruss nicht verwirrt! Lebendiges Leben ist schon so "arm" - will Jugendliche in "buddhistischer Vergeltung-Lehre", in »Wenxuan«, »Zhuangzi«, »Lunyu«, »Mengzi« Bildung suchen lassen. Später verschwand Bildung, nur Wortschatz blieb. "Naturlandschaften, persönliche Gefühle, Palast-Architektur... kann man noch aus »Wenxuan«-artigen Büchern holen." Früher fand Yan Jidao aus alten Büchern - wohl auch »Zhuangzi« - "yao ni" zwei Zeichen für Unit-Übersetzung: alt-elegant und laut-bedeutungs-doppeldeutig. Aber später verbreitete sich "danwei" (Einheit). Yan-Herrschens solche "Wortschätze" sind viele, meist unwiedererweckbar. Jetzt meint jemand: "Han-nachher Wörter, Qin-vorher Zeichen, westlicher Kultur gebrachte Zeichen und Wörter können unsere glänzende neue Literatur zusammensetzen." Liegt der Glanz nur in Zeichen und Wörtern, ist das wohl wie alte Grab-Edeldamen voller Perlen-Schätze. Leben liegt aber nicht in Zusammensetzen, sondern Schaffen - Millionen Lebender schaffen. Hassenswert ist: Leben so unruhig-chaotisch, lässt manche "keinen Ort finden zum Kriechen", will in Zeichen und Wörter fliehen, um "Recht-Unrecht zu vermeiden" - aber unerreichbar. Wirklich Siegelschrift schreiben und Stempel schnitzen!

(6. November)

    • [Lebenden Wortschatz in alten Büchern suchen - Luo Wu]**

Lebenden Wortschatz in alten Büchern suchen ist sagbar, nicht machbar - er findet in alten Büchern keinen lebenden Wortschatz.

Gäbe es hier "»Wenxuan« lesende Jugendliche" - einige Oberschüler -, öffnet er »Wenxuan« und will Wortschatz suchen, weiß natürlich, dass manche Zeichen tot sind. Aber wie unterscheidet er Zeichen-Leben-Tod? Wohl nur nach eigenem Verstehen-Nicht-verstehen. Aber nach Sechs-Minister-Kommentaren verstandene Zeichen zählen nicht - das sind Leichen, von Sechs Ministern in sein Gehirn getragen. Selbst in seinem Gehirn wiederbelebt, sind sie vor Nicht-"»Wenxuan« lesenden Jugendlichen"-Augen noch tote Sachen. Er muss blanken Text lesen.

Wirklich, ohne Kommentare gibt es Verständliches - das ist lebender Wortschatz. Aber warum verstand er es schon? Bestimmt in anderen Büchern gesehen oder bis heute verwendeter Wortschatz - daher versteht er es. Was findet er dann aus »Wenxuan«?

Aber Herr Shi sagt, bei Palast-Beschreibungen nützlich. Sehr richtig - »Wenxuan« hat viele Palast-Fu und spezielle Palast-Fu. Will ein Jugendlicher Han-Jin-historische Romane schreiben und damalige Paläste beschreiben, ist »Wenxuan«-Suchen sehr angemessen, muss auch »Vier Geschichten«, »Jin-Buch« lesen. Aber genommene seltene Zeichen sind nur Leichen-Heraustragen, geheimnisvoll "Wiederbelebung" genannt. Will er Qing-Paläste beschreiben, hat das wenig mit »Wenxuan« zu tun.

Will er nicht mal Qing-Paläste beschreiben, aber Vorbereitungen so breit anlegen, ist das wirklich vergeblich und unzureichend. Denn es gibt noch »Yijing« und »Yili« - deren Wortschatz ist bei Zhou-Wahrsagung und Hochzeit-Begräbnis-Beschreibungen nützlich, sollte auch als "Literatur-Bildung-Grundlage" dienen - dann mehr wie "Literatur-Jugendliche".

(6. November)

    • ["Vereinbarte" Literaturgrößen - Bai Zaixuan]**

Federspitzen sind auch spitz, müssen auch bohren. Meinungswege sind eng wie Lebenswege, daher (obige 15 Zeichen gedruckt als "andere Orte unbebohrbar") nur gegen Literaturzeitschriften-Werbung-Übertreibung stechen.

Werbungen sehen: Jeder Autor ist Literaturgroße, Chinas Literaturwelt scheint flammenglänzend, bringt aber auch Nasen-Schnauben hervor. Aber Autoren, die lebenslang schreiben und in Berge vergraben auf Archäologie-Teams warten, gibt es nicht mehr; selbst selbst-schreibende, -schnitzende, dünne Hefte bindende, Freunden schenkende Dichter selten. Jetzt: vorige Woche schreiben, nächste Woche drucken, letzten Monat ausschneiden, nächsten Monat Buch - meist nur für Honorar. Zu sagen, Autoren hungern und konzentriert der Gesellschaft dienen, wird wohl rot machen. Selbst Honorar-Braucher-Verspotter - ihre Spott-Artikel brauchen auch Honorar. Natürlich gehören andere Gehalts- oder Frauen-Mitgift-Lebende nicht dazu.

Grob gesagt: Wurzel liegt im Geldverkauf - daher Shanghais verschiedenste Literaturgrößen durch "Vereinbarung" "längst schon, nicht erst heute".

Geschäfte drucken Manuskripte: Herrscht Feudalismus, sagt Werbung Autoren sind feudale Literaturgrößen; ist Revolution angesagt, sind es revolutionäre Literaturgrößen - so wird eine Literaturgrößen-Charge bestimmt. Andere Bücher erscheinen, andere Werbung sagt: Jene Autoren sind nicht wirklich feudal oder revolutionär, diese sind echte Ware - wieder eine Literaturgrößen-Charge bestimmt. Andere sammeln verschiedene Werbung-Kontroversen, ein Autor fügt Kritiken hinzu, hervorbringend neue Literaturgrößen.

Eine Methode ist Rollen-Kombination: Einige Dichter, Romanciers, einen Kritiker brauchen, beraten, Gesellschaft gründen, Werbung schalten: Jene Literaturgrößen stürzen, diese erheben - Ergebnis kann auch Literaturgrößen-Charge bestimmen, auch "Vereinbarung".

Grob gesagt: Wurzel liegt im Geldverkauf - daher spätere Buchpreise zeigen Literaturgrößen-wahren Wert: Zwei Zehntel Preis, fünf Jiao ein Haufen möglich. Aber eine Ausnahme: Obwohl Läden schließen, Werke billig verkauft werden, sind Literaturgrößen nicht am Ende - sie sind "hochgeklettert", in Universitäten, Ämter, brauchen diese Trittbretter nicht mehr.

(7. November)

    • [Jugend und Väter - Jing Yizun]**

Hörte: "Seit Europäische Winde ostwärts wehen", wurde Chinas Moral schlechter, besonders heutige Jugendliche verachten oft Väter. Das ist wohl ein großer Fehler, denn ich sah einige Beispiele: Väter sind für Jugendliche manchmal sehr nützlich, hilfreich, nicht nur "literarische Bildung"-Hilfe.

Ein alter Artikel - ich vergaß, aus welchem Buch - erzählt: Ein Taoist hatte Unsterblichkeits-Kunst, sagte über hundert Jahre alt zu sein, sah aber "schön wie Kronjuwel" aus, wie zwanzig. Eines Tages gab dieser lebende Unsterbliche ein großes Bankett für Reiche, plötzlich kam ein weißhaariger-bärtiger Alter, verlangte Geld. Er schimpfte ihn hinaus. Alle verwundert, sagte der lebende Unsterbliche großmütig: "Das ist mein kleiner Sohn, er hört nicht auf mich, will nicht Taoismus studieren - jetzt seht ihr, nicht mal sechzig und schon so alt." Alle natürlich bewegt, aber später erkannten sie: Der Mann war tatsächlich des Taoisten Vater.

Ein neuer Artikel - Yangs Geständnis - erzählt: Er war zielbewusster Mensch mit korrekten Lehren, nicht nur Reden, sondern Handeln. Aber beim Sehen mancher Orte-Alte leiden sah er nicht menschlich aus, dachte an seinen Vater: Selbst wenn seine Ideale verwirklicht würden, könnte er seinen Vater nicht zum Großherrn machen, müsste noch leiden. So bekam er korrektere Lehren, verwarf ursprüngliche Ideale, wurde Sohn. Wären Eltern früh gestorben, wie könnten Lehren so vollständig und würdevoll sein? Ist das nicht auch Väter-Nutzen für Jugendliche?

Haben Jugendliche ohne Väter keine Methoden? Ich denke nicht - gibt Methoden. Muss auch alte Bücher prüfen. Ein anderer Artikel - ich vergaß auch, aus welchem Buch - erzählt: Eine alte Frau bettelte, plötzlich kam ein Reicher, sagte sie sei seine längst verlorene Mutter. Sie spielte mit, wurde alte Dame. Später wollte ihr Sohn Tochter verheiraten, ging mit alter Dame zusammen zu Schmuckläden Gold kaufen, nahm der alten Dame gefallende Sachen selbst mit zur Frau zeigen, bat alte Dame weiterzuwählen - aber verschwand.

Aber das ist wie Taoist-Lernen, braucht Wirklichkeits-Methoden. Nur Geständnisse schreiben - ob Väter da sind, macht keinen großen Unterschied. Früher befürwortete jemand "leere Kaiser-Republik", warum nicht jetzt "vaterlose Kindespietät"? Zhang Zongchang respektierte sehr Konfuzius, wohl hatte sein Haus auch nicht »Vier Bücher«, »Fünf Klassiker«.

(7. November)

    • [Nachwort]**

Diese über sechzig Glossen entstanden unter Unterdrückung ab letztem Juni unter verschiedenen Pseudonymen, Redakteure und Zensoren täuschend, fortlaufend in »Freie Diskussion« veröffentlicht. Bald verkündeten "inspirierte" "Literaten" sie, unverhüllbar. Obwohl ihre geruchsbasierten Urteile manchmal nicht den Fakten entsprachen. Aber Unbußfertige können nicht weit ausweichen - so kam nach einem halben Jahr heftigere Unterdrückung. Bis Anfang November hingehalten, musste ich aufhören, bewies: Meine Tinte kann jenen maskierten, unter Kommando-Säbeln hervortretenden Helden nicht widerstehen.

Ohne Artikel schreiben ordnete ich alte Manuskripte, klebte Jahresende ein Buch zusammen, fügte Gelöschtes oder Unveröffentlichte hinzu - sieht umfangreicher aus als frühere »Falsche Freiheit«. Dieses Jahr März wollte ich drucken, schrieb Vorwort, langsam setzen, korrigieren - wieder ein halbes Jahr vergangen. Rückblickend auf Schreibstopp schon über ein Jahr - Zeit fliegt, aber ich fürchte, meine Glossen sprechen noch von Gegenwart oder sogar nächstem Jahr.

Erinnere mich: Bei »Falsche Freiheit«-Veröffentlichung kritisierte »Gesellschaftsnachrichten«, mein Druckabsicht sei völlig für einen Schwanz - »Nachwort«. Das ist Missverständnis. Meine Glossen schreiben oft Nase, Mund, Haar, aber zusammen sind sie fast vollständige Gestalt - ohne Zusätze passabel. Aber einen Schwanz zeichnen macht es vollständiger. Daher will ich Nachwort schreiben - außer dass ich Schreibender bin, muss schreiben - nur damit dieses Buchs gezeichnete Gestalt vollständigere konkrete Gestalt wird, nicht "völlig für einen Schwanz".

Inhalt wie früher: Gesellschaftsphänomene kritisieren, besonders Literaturwelt-Verhältnisse. Wegen häufigem Pseudonym-Wechsel anfangs friedlich. Aber "Berge leicht ändern, Natur schwer wandeln" - ich weiß, ich kann nicht anständig bleiben. »Vorwort-Befreiung« stieß auf Zeng Jinke, »Großsprech-Rabatt« beleidigte Zhang Ziping, außerdem unbewusst andere Große beleidigt - ich weiß selbst nicht. Aber nach »Verschiedene Spenden-Ränge« und »Drachen-Aufstieg-Kunst-Ergänzungen« wurde der Fall groß.

Letzten August eröffnete Dichter Shao Xunmeis Buchhandlung »Zehn-Tage-Gespräche«. Dieser Dichter schrieb in Nummer 2 (20. erschienen) hochmütig über "Literaten ohne Charakter", teilte Literaten in fünf Typen, schließend:

Außer obigen fünf Typen gibt es natürlich viele andere; aber ihr Literatentum liegt daran, dass sie nichts zu essen haben oder nicht satt werden. Denn Literat-Sein braucht nicht viel Kapital wie Beamter oder Geschäftsmann. Ein Pinsel, etwas Tinte, einige Manuskriptseiten sind alles nötige. Kein-Kapital-Geschäft will jeder machen, daher viele Literaten. Das ist Tatsache: Ohne Beruf wird man Literat.

Unsere Literaturwelt wird von solchen Literaten organisiert.

Da sie ohne Beruf Literaten werden, ist ihr Ziel noch Beruf, nicht Literat. Sie nutzen Literatur-Bankett-Namen, um Große anzulocken; nutzen Literaturzeitschriften oder Beilagen-Plätze für Selbstwerbung: Nur Bekanntheit suchen, Scham ignorieren.

Wer weiß: Als Literaten werden sie als Literaten gesehen; als Literaten gesehen bekommen sie keine Berufe mehr - diese Gestalten randalieren ewig in Literaturwelt.

Literaten sind meist arm - seit Meinungs- und Schöpfungs-Unterdrückung haben manche Autoren wirklich nichts zu essen. Herr Shao Xunmei ist sogenannter "Dichter" und berühmter Großreicher "Sheng Gongbaos" Schwiegersohn - Schmutz auf "diese Gestalten" zu gießen ist normal. Aber ich meine: Literat-Sein unterscheidet sich von "großen Beerdigungen" - selbst viele Helfer anheuern, Gongs schlagen, rufend: Nachher bleibt nur leere Straße, nicht mal wie "große Beerdigungen", die nach Jahrzehnten manchmal noch Philister besingen. Extremer Armut verhindert gute Literatur, aber Gold und Silber sind nicht Artikel-Wurzeln - am besten Jangtse-Ufer-Land kaufen. Aber Reichen-Söhne missverstehen oft: Geld bewegt Geister, kann auch Literatur durchdringen. Geister bewegen ist wohl richtig, vielleicht auch Götter, aber Literatur durchdringen geht nicht - Dichter Shao Xunmeis eigene Gedichte sind Beweis. Meine zwei Artikel-Abschnitte erklärten: Ämter kann man kaufen, Literaten nicht; gibt Protektion-Beamte, aber keine Protektion-Literaten.

Aber Helfer erschienen sofort in würdiger »Zentralzeitung« (4., 6. September):

    • Schwiegersohn-Problem - Ru Shi**

Kürzlich in »Freie Diskussion« zwei Schwiegersohn-Artikel: Sun Yongs »Zufriedenheit und Nicht-schreiben-können«, Wei Suos »Drachen-Aufstieg-Kunst-Ergänzungen«. Letzterer 1. September erschienen, ersterer nicht zur Hand, etwa Ende August.

Herr Wei Suo sagt: "Literaturwelt will zwar keine Schwiegersöhne rekrutieren, aber Schwiegersöhne wollen in Literaturwelt." Letzter Satz "Schwiegersöhne wollen in Literaturwelt" ist sehr solide, unangreifbar. Unsere Großväter sind andere Schwiegersöhne, unsere Väter auch, wir selbst auch. Wie heute "nordwärts" sitzende Lu Xun, Mao Dun sind andere Schwiegersöhne - "Schwiegersöhne wollen in Literaturwelt" ist unproblematisch. Ersterer Satz "Literaturwelt will zwar keine Schwiegersöhne rekrutieren" ist unhaltbar. Ich finde, Literaturwelt rekrutiert immer Schwiegersöhne - viele chinesische Autoren wurden russische Schwiegersöhne.

Außerdem: "Reiche Schwiegerväter, reiche Frauen haben, Mitgift-Geld als Literatur-Kapital verwenden..." Frauen-Mitgift als Literatur-Kapital zu verwenden sollte man bewundern, denn Frauen-Geld für Literatur ist besser als für andere unrechte Dinge. Außerdem braucht alles Kapital, Literatur keine Ausnahme. Ohne Geld keine Druckkosten, keine Zeitschriften und Sammlungen. Buchläden betreiben, Zeitschriften herausgeben braucht private Ersparnisse - Frauen-Geld ist auch Ersparnis. Außerdem ist reicher Schwiegersohn-Sein kein Verbrechen, wie Zeitungsbesitzer-Verwandter-Sein kein Verbrechen. Kann Zeitungsbesitzer-Verwandter nach Heimkehr müßig von Verwandten-Ansehen lebend Beilage redigieren, warum nicht reicher Schwiegersohn aus Interesse mit Frauen-Mitgift Literatur-Kapital machen?

    • "Schwiegersohn"-Ausbreitung - Sheng Xian**

Fuchs kann keine Trauben fressen, sagt Trauben sind sauer. Heiratet selbst keine reiche Frau, entwickelt Eifersucht auf alle mit reichen Schwiegervätern - Eifersucht-Resultat ist Angriff.

Kann man als anderer Schwiegersohn noch Literat sein? Antwort natürlich positiv, wie Herr Ru Shi vorgestern in »Schwiegersohn-Problem« sagte: Heutige literaturwelt-berühmteste Lu Xun, Mao Dun sind einerseits Literaten, andererseits anderer Schwiegersöhne. Aber da Literaten auch anderer Schwiegersöhne sein können - gehören diese Schwiegersöhne zu armen oder reichen Schwiegervätern? Hierzu äußerten sich alte Autoren nicht - ob "Reich-neigend" oder "Arm-neigend" richtig. Aber »Freie Diskussion«-Autoren griffen reiche Schwiegerväter-Schwiegersöhne an - wir fühlen: Reiche Schwiegerväter-Schwiegersöhne sollten nicht mehr in Literaturwelt. "Reiche Schwiegerväter-Schwiegersöhne" und "Literaten" scheinen widersprüchlich - nur eines wählbar.

Heutige chinesische Literaturwelt hat dieses Phänomen: Nicht Literaten-eigene Literaturwelt-Anstrengungen prüfen, sondern kleinlich Literaten-Familien-Kleinigkeiten erforschen: reiche oder arme Frauen. Eröffnet man Buchhandlung, ob Kapital aus Frauen-Mitgift stammt, beschäftigt auch scharfäugige Literaten zur Untersuchung und Spott.

Ich denke, künftige chinesische Literaturwelt wird zu diesem Fortschritt: Nur Chen Jiageng-Gummischuh-Träger dürfen in Literaturwelt, Lederschuh-Träger gehören zu Adelsklasse und Angriffsliste.

Jetzt sind viele Rückkehrer-Studenten arbeitslos. Nach Heimkehr Beilage redigieren ist nicht beschämend, ob durch Verwandtschaft unwichtig - Verwandten-Nutzen liegt dort. Selbsternannte Literaturwelt-Säuberer greifen gruppenweise an, wenn andere unerwünschte Worte sagen - unnötig. Wer andere als "wild bellend" beschimpft, sollte nicht selbst "wild bellen".

Diese beiden Autoren sind reiche Schwiegersohn-Verehrer, aber Herr Ru Shi ist gewöhnlich - nach Großvätern, Vätern, Lu Xun, Mao Dun nur "Lu Xun nimmt Rubel"-Platitüden. Gag-Meister ist Herr Sheng Xian, der zu unvorstellbarem Dichter-Frauen-Geschmack übergeht. Theaters Zweitclown-Hilfe lässt Playboys besonders lächerlich aussehen - diese Methode verwendete ich später in »Komik-Beispiele«.

Aber Herrschaftshäuser haben auch gehässige Berater. Dieses Jahr Februar schrieb ich für Japans »Kaizo« drei kurze Abhandlungen, spottend über China, Japan, Mandschurei. Shao-Familie meinte "diesmal gelingt es". In derselben süße Trauben-Laube entstandenen »Renyan« (3. März) spielten Übersetzer und Redakteur vor - Übersetzer übersetzte angeblich nur einen »Gefängnis-Gespräche«, sandte an »Renyan« mit "Anhang" vor, "Notiz" nach:

    • Gefängnis-Gespräche - Lu Xun**

(Kürzlich in japanischer Zeitschrift »Kaizo« März Lu Xuns drei Glossen gesehen - verglichen mit chinesischen Kurztexten brillanter, daher übersetzt für »Renyan«. Bedauerlicherweise kenne ich Lu Xuns Adresse nicht, Uchiyama-Buchladen-Besitzer Maruzo auch nicht - kann Übersetzung nicht erst zur Korrektur vorlegen. Bitte trotzdem unter Lu Xuns Namen veröffentlichen, um Original zu respektieren. - Übersetzer Inoue)

Menschen erwachen wirklich durch Tatsachen-Aufklärung und ändern dadurch Dinge. Von Song bis Qing-Ende lange Zeit wählte man mit "Kaiserliche-Rede-Vertretungs"-Aufsätzen Talente. Nach Frankreich-Niederlage erkannte man Methoden-Fehler - Westausbildung, Waffenfabriken als Korrekturen. Nach Japan-Niederlage war das unzureichend - diesmal großangelegte moderne Schulen. Daher jährliche Schüler-Aufstände. Nach Qing-Untergang und Kuomintang-Machtergreifung erkannte man wieder Fehler - Korrektur durch Gefängnis-Bau.

Altchinesische Gefängnisse gab es überall seit Alters, Qing-Ende baute auch westliche "Zivilisations-Gefängnisse". Das waren speziell für reisende Ausländer - wie für Ausländer-Verkehr lernende zivilisierte Umgangs-Studenten. Gefangene bekamen dadurch bessere Behandlung, Bäder, bestimmte Nahrung - sehr glückliche Orte. Vor zwei-drei Wochen erließ die Regierung aus Güte: Gefangenen-Nahrung nicht kürzen. Künftig noch glücklicher.

Alte Gefängnisse nachahmten buddhistische Höllen - nicht nur Einsperren, sondern Leiden-Geben. Manchmal Gefangenen-Verwandten Geld abpressen bis Armut. Alle hielten das für natürlich. Andersdenker halfen Gefangenen, wurden verdächtigt. Aber zivilisiert fortgeschritten - letztes Jahr schlug ein Beamter vor: Gefangene jährlich einmal nach Hause lassen für Sexualität sei humanitär. Ehrlich: Nicht besondere Sex-Sympathie, da unausführbar laut sprechen, um Beamtentum zu zeigen. Aber öffentliche Meinung kochte. Ein Kritiker sagte: Danach fürchten alle Gefängnisse nicht mehr, gehen gern hin - empört über Weltmoral. Von Heiligen-Lehre so lange beeinflusst, noch nicht so listig wie jener Beamte - beruhigend, aber zeigt Gefangenen-Misshandlungs-Glaube.

Andererseits sind Gefängnisse wie "Sicherheit-zuerst"-Idealländer. Wenig Brände, keine Diebe oder Banditen. Selbst bei Kriegen bombardiert niemand Gefängnisse, bei Revolutionen nur Gefangenen-Befreiung, keine Massaker. Bei Fujian-Unabhängigkeit freigelassene Gefangene verschwanden angeblich spurlos - aber beispiellos. Jedenfalls nicht sehr schlechte Orte. Mit Familien-Erlaubnis bäten selbst ohne Flut, Hunger, Krieg, Terror viele um Umsiedlung. Daher ist Misshandlung nötig.

Noulens-Ehepaar wegen Kommunismus-Propaganda in Nanjing inhaftiert, mehrmals gehungert - ohne Wirkung. Sie verstanden chinesische Gefängnis-Gesinnung nicht. Ein Beamter sagte: Will er nicht essen, was geht andere das an? Nicht nur nicht menschlich, spart auch Kost - Gefängnis-Vorteil. Gandhis Tricks scheitern ohne Ortswahl.

Aber solche fast perfekte Gefängnisse haben einen Mangel: Früher zu wenig Gedanken-Aufmerksamkeit. Zur Mängel-Behebung gibt es neuerdings "Besinnungs-Anstalten"-Spezialgefängnisse mit Bildung. Ich besann nie dort, kenne Details nicht. Jedenfalls wird Gefangenen ständig Drei-Volk-Prinzipien gelehrt, eigene Fehler-Besinnung. Auch Anti-Kommunismus-Aufsätze schreiben. Unwilligkeit oder Unfähigkeit führt zu lebenslanger Besinnung, Schlechtes auch zu Todes-Besinnung. Derzeit gehen welche hinein, kommen heraus, neue Anstalten entstehen - mehr Eingänge. Gelegentlich kommen erlöste Gutbürger, meist abgezehrt-verwelkt - wohl durch Besinnung und Abschluss-Aufsätze erschöpft. Hoffnungslos.

(Zusätzlich »Königsweg« und »Feuer« - bei Redakteur-Brauchbarkeit weitere Übersetzung. - Übersetzer)

Name zwar japanisch fingiert, Übersetzung wirklich schlecht - Niveau wie Shao-Häuser Helfer-Experte Zhang Kebiao, aber Text muss nicht sorgfältig übersetzt werden - wichtig ist nachfolgende Redakteur-Antwort:

Redakteur-Anmerkung: Lu Xuns Artikel stehen kürzlich auf Verbotsliste. Diese japanische Übersetzung entgeht Militärgericht. Aber wir drucken dies weniger für Artikel-Schönheit oder Argument-Gründlichkeit als Beispiel: Von Heimat vertrieben, unter Ausländer-Schutz. Lu Xuns Artikel sind sehr gut, Wortklauberei überzeugend, aber hier mehr Emotion als Argument, mehr Erfindung als Beweis. Wenn nicht Übersetzung-Fehler, missbilligen wir diese Haltung. Dies zeigt Kultur-Kontrolle-Stimmen. »Königsweg« und »Feuer« drucken wir nicht - Übersetzer muss nicht senden.

Dieser Redakteurs "unter Ausländer-Schutz" entspricht Übersetzers "Uchiyama-Buchladen-Besitzer Maruzo fragen"; "Militärgericht" zu erwähnen ist Autor-Meisterstück mit tiefer Mordabsicht. Ich sehe dieser Reichen-Sohn-Hunde und erkenne Ming-zeitliche Macht-Verkaufer-Gemeinheit. Ihr Herr Dichter Shao lobte in amerikanischen weißen Dichter-Artikeln schwarze Dichter herab: "Glaube, solche Gedichte verlassen Amerika nicht, mindestens nicht englische Sprache." (»Modern« 5-6) In chinesischen Reichen und deren Hunden bin ich auch wie Schwarzer Sklave, aber meine Stimme ging hinaus. Das ist hassenswerteste. Aber tatsächlich gingen auch Schwarzen-Gedichte aus "englischen Sprach-Kreisen". Amerikanische Reiche, ihre Schwiegersöhne und Hunde können nichts dagegen.

Aber solche Hunde zeigen nur "Lu Xuns Artikel stehen kürzlich auf Verbotsliste" mir gegenüber Gesicht - nur sofortige Ohrfeige macht sie zahmer als Möpse. Jetzt zitiere ich eine auch in »Komik-Beispiele« erwähnte Anzeige vom 21. September »Shenbao«:

    • »Zehn-Tage-Gespräche« erklärt »Jingbao« Missverständnis und entschuldigt sich**

Sehr geehrte Damen und Herren, Zehn-Tage-Gespräche Nummer 2 Kommentar über Zhu Jiqings Spenden-Bekanntgabe erwähnte irrtümlich Jingbao, unser Blatt ungeschickt formuliert, veranlasste Jingbao zu Strafanzeige gegen Shao Xunmei. Da beide gesellschaftlich angesehene Publikationen sind, gibt es keinen Grund für gegenseitige Angriffe. Nach Zhang Shizhao, Jiang Rongping und anderen Vermittlungen erhielten wir Jingbaos völlige Verzeihung. Jingbao zog Klage zurück, wir erklären hiermit Entschuldigung.

"Beide gesellschaftlich angesehene Publikationen, kein Grund für gegenseitige Angriffe" - merkwürdiger "Grund", wohl sollte man "auf Verbotsliste stehende" Publikationen angreifen. Gold als Knochenmark steht trotzdem nicht gerade - hier eiserner Beweis.

Zu viel Papier für "Schwiegersohn-Probleme" - zu anderem: »›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹«.

Diese Fall-Texte sind in diesem Artikel enthalten, nicht mehr besprochen; andere Meinungen spare ich auch papersparend aus. Damals zeigte »Zehn-Tage-Gespräche« auch Fähigkeiten - sogar Karikaturisten marschierten auf. Wegen Chen Jingshengs »Lu Xun-Flöte« entstand in »Taosheng« mit Cao Juren kleine Debatte. Aber bevor Debatte endete, wurde »Taosheng« verboten - Glückliche haben ewig Glückssterne...

Aber Zeit ist gnadenlos - sogenannte "dritte Menschen", besonders Shi Zhesheng und Du Heng alias Su Wen, zeigten dieses Jahr ihre wahren Gesichter.

Abschließend zum letzten Artikel: Übel entstehen durch neue Anspielungen.

然而风格和情绪,倾向之类,不但因人而异,而且因事而异,因时而异。郑板桥说“难得糊涂”,其实他还能够糊涂的。现在,到了“求仕不获无足悲,求隐而不得其地以窜者,毋亦天下之至哀欤”的时代,却实在求糊涂而不可得了。


糊涂主义,唯无是非观等等——本来是中国的高尚道德。你说他是解脱,达观罢;也未必。他其实在固执着,坚持着什么,例如道德上的正统,文学上的正宗之类。这终于说出来了:——道德要孔孟加上“佛家报应之说”(老庄另帐登记),而说别人“鄙薄”佛教影响就是“想为儒家争正统”,原来同善社的三教同源论早已是正统了。文学呢?要用生涩字,用词藻,秾纤的作品,而且是新文学的作品,虽则他“否认新文学和旧文学的分界”;而大众文学“固然赞成”,“但那是文学中的一个旁支”。正统和正宗,是明显的。


对于人生的倦怠并不糊涂!活的生活已经那么“穷乏”,要请青年在“佛家报应之说”,在《文选》、《庄子》、《论语》、《孟子》里去求得修养。后来,修养又不见了,只剩得字汇。“自然景物,个人情感,宫室建筑,……之类,还不妨从《文选》之类的书中去找来用。”从前严几道从甚么古书里——大概也是《庄子》罢——找着了“幺匿”两个字来译Unit,又古雅,又音义双关的。但是后来通行的却是“单位”。严老先生的这类“字汇”很多,大抵无法复活转来。现在却有人以为“汉以后的词,秦以前的字,西方文化所带来的字和词,可以拼成功我们的光芒的新文学”。这光芒要是只在字和词,那大概像古墓里的贵妇人似的,满身都是珠光宝气了。人生却不在拼凑,而在创造,几千百万的活人在创造。可恨的是人生那么骚扰忙乱,使一些人“不得其地以窜”,想要逃进字和词里去,以求“庶免是非”,然而又不可得。真要写篆字刻图章了!



(十一月六日。)




【古书中寻活字汇                                                                                                                                                                             罗怃  】



古书中寻活字汇,是说得出,做不到的,他在那古书中,寻不出一个活字汇。


假如有“可看《文选》的青年”在这里,就是高中学生中的几个罢,他翻开《文选》来,一心要寻活字汇,当然明知道那里面有些字是已经死了的。然而他怎样分别那些字的死活呢?大概只能以自己的懂不懂为标准。但是,看了六臣注之后才懂的字不能算,因为这原是死尸,由六臣背进他脑里,这才算是活人的,在他脑里即使复活了,在未“可看《文选》的青年”的眼前却还是死家伙。所以他必须看白文。


诚然,不看注,也有懂得的,这就是活字汇。然而他怎会先就懂得的呢?这一定是曾经在别的书上看见过,或是到现在还在应用的字汇,所以他懂得。那么,从一部《文选》里,又寻到了什么?


然而施先生说,要描写宫殿之类的时候有用处。这很不错,《文选》里有许多赋是讲到宫殿的,并且有什么殿的专赋。倘有青年要做汉、晋的历史小说,描写那时的宫殿,找《文选》是极应该的,还非看《四史》、《晋书》之类不可。然而所取的僻字也不过将死尸抬出来,说得神秘点便名之曰“复活”。如果要描写的是清故宫,那可和《文选》的瓜葛就极少了。


倘使连清故宫也不想描写,而豫备工夫却用得这么广泛,那实在是徒劳而仍不足。因为还有《易经》和《仪礼》,里面的字汇,在描写周朝的卜课和婚丧大事时候是有用处的,也得作为“文学修养之根基”,这才更像“文学青年”的样子。



(十一月六日。)




【“商定”文豪                                                                                                                                                                                  白在宣  】



笔头也是尖的,也要钻。言路的窄,现在也正如活路一样,所以(以上十五字,刊出时作“别的地方钻不进”),只好对于文艺杂志广告的夸大,前去刺一下。


一看杂志的广告,作者就个个是文豪,中国文坛也真好象光焰万丈,但一面也招来了鼻孔里的哼哼声。然而,著作一世,藏之名山,以待考古团的掘出的作家,此刻早已没有了,连自作自刻,订成薄薄的一本,分送朋友的诗人,也已经不大遇得到。现在是前周作稿,次周登报,上月剪贴,下月出书,大抵仅仅为稿费。倘说,作者是饿着肚子,专心在为社会服务,恐怕说出来有点要脸红罢。就是笑人需要稿费的高士,他那一篇嘲笑的文章也还是不免要稿费。但自然,另有薪水,或者能靠女人奁资养活的文豪,都不属于这一类。


就大体而言,根子是在卖钱,所以上海的各式各样的文豪,由于“商定”,是“久已夫,已非一日矣”的了。


商家印好一种稿子后,倘那时封建得势,广告上就说作者是封建文豪,革命行时,便是革命文豪,于是封定了一批文豪们。别家的书也印出来了,另一种广告说那些作者并非真封建或真革命文豪,这边的才是真货色,于是又封定了一批文豪们。别一家又集印了各种广告的论战,一位作者加上些批评,另出了一位新文豪。


还有一法是结合一套脚色,要几个诗人,几个小说家,一个批评家,商量一下,立一个什么社,登起广告来,打倒彼文豪,抬出此文豪,结果也总可以封定一批文豪们,也是一种的“商定”。


就大体而言,根子是在卖钱,所以后来的书价,就不免指出文豪们的真价值,照价二折,五角一堆,也说不定的。不过有一种例外:虽然铺子出盘,作品贱卖,却并不是文豪们走了末路,那是他们已经“爬了上去”,进大学,进衙门,不要这踏脚凳了。



(十一月七日。)




【青年与老子                                                                                                                                                                                   敬一尊  】



听说,“慨自欧风东渐以来”,中国的道德就变坏了,尤其是近时的青年,往往看不起老子。这恐怕真是一个大错误,因为我看了几个例子,觉得老子的对于青年,有时确也很有用处,很有益处,不仅足为“文学修养”之助的。


有一篇旧文章——我忘记了出于什么书里的了——告诉我们,曾有一个道士,有长生不老之术,自说已经百余岁了,看去却“美如冠玉”,像二十左右一样。有一天,这位活神仙正在大宴阔客,突然来了一个须发都白的老头子,向他要钱用,他把他骂出去了。大家正惊疑间,那活神仙慨然的说道,“那是我的小儿,他不听我的话,不肯修道,现在你们看,不到六十,就老得那么不成样子了。”大家自然是很感动的,但到后来,终于知道了那人其实倒是道士的老子。


还有一篇新文章——杨某的自白——却告诉我们,他是一个有志之士,学说是很正确的,不但讲空话,而且去实行,但待到看见有些地方的老头儿苦得不像样,就想起自己的老子来,即使他的理想实现了,也不能使他的父亲做老太爷,仍旧要吃苦。于是得到了更正确的学说,抛去原有的理想,改做孝子了。假使父母早死,学说那有这么圆满而堂皇呢?这不也就是老子对于青年的益处么?


那么,早已死了老子的青年不是就没有法子么?我以为不然,也有法子想。这还是要查旧书。另有一篇文章——我也忘了出在什么书里的了——告诉我们,一个老女人在讨饭,忽然来了一位大阔人,说她是自己的久经失散了的母亲,她也将错就错,做了老太太。后来她的儿子要嫁女儿,和老太太同到首饰店去买金器,将老太太已经看中意的东西自己带去给太太看一看,一面请老太太还在拣,——可是,他从此就不见了。


不过,这还是学那道士似的,必须实物时候的办法,如果单是做做自白之类,那是实在有无老子,倒并没有什么大关系的。先前有人提倡过“虚君共和”,现在又何妨有“没亲孝子”?张宗昌很尊孔,恐怕他府上也未必有《四书》、《五经》罢。



(十一月七日。)




【后记】



这六十多篇杂文,是受了压迫之后,从去年六月起,另用各种的笔名,障住了编辑先生和检查老爷的眼睛,陆续在《自由谈》上发表的。不久就又蒙一些很有“灵感”的“文学家”吹嘘,有无法隐瞒之势,虽然他们的根据嗅觉的判断,有时也并不和事实相符。但不善于改悔的人,究竟也躲闪不到那里去,于是不及半年,就得着更厉害的压迫了,敷衍到十一月初,只好停笔,证明了我的笔墨,实在敌不过那些带着假面,从指挥刀下挺身而出的英雄。


不做文章,就整理旧稿,在年底里,粘成了一本书,将那时被人删削或不能发表的,也都添进去了,看起分量来,倒比这以前的《伪自由书》要多一点。今年三月间,才想付印,做了一篇序,慢慢的排,校,不觉又过了半年,回想离停笔的时候,已是一年有余了,时光真是飞快,但我所怕的,倒是我的杂文还好象说着现在或甚而至于明年。



记得《伪自由书》出版的时候,《社会新闻》曾经有过一篇批评,说我的所以印行那一本书的本意,完全是为了一条尾巴——《后记》。这其实是误解的。我的杂文,所写的常是一鼻,一嘴,一毛,但合起来,已几乎是或一形象的全体,不加什么原也过得去的了。但画上一条尾巴,却见得更加完全。所以我的要写后记,除了我是弄笔的人,总要动笔之外,只在要这一本书里所画的形象,更成为完全的一个具象,却不是“完全为了一条尾巴”。


内容也还和先前一样,批评些社会的现象,尤其是文坛的情形。因为笔名改得勤,开初倒还平安无事。然而“江山好改,秉性难移”,我知道自己终于不能安分守己。《序的解放》碰着了曾今可,《豪语的折扣》又触犯了张资平,此外在不知不觉之中得罪了一些别的什么伟人,我还自己不知道。但是,待到做了《各种捐班》和《登龙术拾遗》以后,这案件可就闹大了。



去年八月间,诗人邵洵美先生所经营的书店里,出了一种《十日谈》,这位诗人在第二期(二十日出)上,飘飘然的论起“文人无行”来了,先分文人为五类,然后作结道——



除了上述五类外,当然还有许多其他的典型;但其所以为文人之故,总是因为没有饭吃,或是有了饭吃不饱。因为做文人不比做官或是做生意,究竟用不到多少本钱。一枝笔,一些墨,几张稿纸,便是你所要预备的一切。呒本钱生意,人人想做,所以文人便多了。此乃是没有职业才做文人的事实。


我们的文坛便是由这种文人组织成的。


因为他们是没有职业才做文人,因此他们的目的仍在职业而不在文人。他们借着文艺宴会的名义极力地拉拢大人物;借文艺杂志或是副刊的地盘,极力地为自己做广告:但求闻达,不顾羞耻。


谁知既为文人矣,便将被目为文人;既被目为文人矣,便再没有职业可得,这般东西便永远在文坛里胡闹。



文人的确穷的多,自从迫压言论和创作以来,有些作者也的确更没有饭吃了。而邵洵美先生是所谓“诗人”,又是有名的巨富“盛宫保”的孙婿,将污秽泼在“这般东西”的头上,原也十分平常的。但我以为作文人究竟和“大出丧”有些不同,即使雇得一大群帮闲,开锣喝道,过后仍是一条空街,还不及“大出丧”的虽在数十年后,有时还有几个市侩传颂。穷极,文是不能工的,可是金银又并非文章的根苗,它最好还是买长江沿岸的田地。然而富家儿总不免常常误解,以为钱可使鬼,就也可以通文。使鬼,大概是确的,也许还可以通神,但通文却不成,诗人邵洵美先生本身的诗便是证据。我那两篇中的有一段,便是说明官可捐,文人不可捐,有裙带官儿,却没有裙带文人的。


然而,帮手立刻出现了,还出在堂堂的《中央日报》(九月四日及六日)上──

(2) Herr Feng sagt, er verstehe nicht, was mein Rat an Jugendliche, »Zhuangzi« und »Wenxuan« zu lesen, von "als Prüfer mit Gedichten Beamte auswählen" unterscheide - das ist aber klar unterschieden. Ersteres bietet als persönliche Meinung Jugendlichen einen Beitrag, Annahme oder Ablehnung liegt in ihrer Freiheit; letzteres repräsentiert eine ganze Klasse (Anmerkung: auch Beamtenklasse) und zwingt fast alle Jugendlichen Gedichte zu schreiben. (Außer diese Jugendlichen wollen keine Beamten werden.)

(3) Zu sagen, Herr Lu Xuns Artikel stammen aus »Zhuangzi« und »Wenxuan«, ist wirklich komisch - ich erinnere mich nicht, das gesagt zu haben. In meinem Artikel führte ich Herrn Lu Xun als Beispiel an, wollte nur Herrn Lu Xun um Hilfe bitten, der nicht dagegen ist, dass Jugendliche aus alten Büchern literarische Bildung schöpfen. Obwohl Herr Lu Xun immer rät, mehr ausländische Bücher zu lesen - weil er meint, daraus können denkende scharfsinnige Jugendliche entwickelt werden -, bei meiner Art für Jugendliche vom Artikelschreiben (oder literarischer Bildung) her zu denken, widersprach Herr Lu Xun nie dem Lesen alter Bücher durch Jugendliche. Zwei Belege: 1. "Wenig chinesische Bücher lesen resultiert nur in Schreibunfähigkeit." (Beixin-Ausgabe »Huagai-Sammlung« S. 4) Das zeigt, Herr Lu Xun erkennt an: Zum Schreiben sollte man mehr chinesische Bücher lesen. Diese sogenannten chinesischen Bücher scheinen nach obigem Text nicht Umgangssprache-Bücher zu meinen. 2. "Oft werde ich gefragt, was man für Literatur lesen sollte?... Ich meine, will man alte Sachen, sollte man sich an Zhang Zhidongs »Bücherlisten-Antworten« halten." (Beixin-Ausgabe »Weiter nichts-Sammlung« S. 45)

Jetzt sollte ich hier "aufhören". Ich schrieb dem »Dabao«-Redakteur einen Brief und bat aus Respekt vor Herrn Feng Zhiyus guter Absicht um Erlaubnis, zwei andere Bücher Jugendlichen zu empfehlen. Außer einem Brief an Herrn Cao Juren habe ich zu »Zhuangzi« und »Wenxuan« nichts mehr zu sagen. Ich sah mehrmals Textstreitigkeiten in »Freie Diskussion« - immer mehr emotionale Kämpfe, die vom Thema abwichen, bis sogar Teilnehmer-Motive verdächtig wurden. Ich will mich nicht unwillkürlich in Strudel ziehen lassen, daher sage ich nichts mehr. Gestern Abend improvisierte ich einen Vers:

Dies ist auch ein Recht-Unrecht, jenes auch ein Recht-Unrecht Nur ohne Recht-Unrecht-Anschauung kann man Recht-Unrecht vermeiden

Gäbe es jemanden, der Siegelschrift schreiben kann? Möchte sehr um Pinselschrift bitten, an weiße Wand zu hängen.

Shi Zhesheng (19.) (20. Oktober, »Shenbao·Freie Diskussion«)

    • [Chinesische Schrift und Chinesen - Yu Ming]**

Kürzlich erschien eine sehr gute Übersetzung: Karlgrens »Chinesische Sprache und chinesische Schrift«. Herr Karlgren ist Schwede, sein wahrer Name ist Karlgren. Warum "ehrenwerter Name" Gao? Zweifellos durch Sinisierung. Er leistet wirklich große Beiträge zur chinesischen Sprachwissenschaft.

Aber er scheint Chinesen noch mehr zu erforschen, daher verehrt er klassische Sprache und chinesische Zeichen als unentbehrlich für Chinesen.

Er sagt: "Kürzlich - Gaos Buch erschien 1923 in London - probierten einige Zeitungen Umgangssprache, aber ohne großen Erfolg; dadurch ärgerten sie vielleicht Abonnenten, da es andeutete, sie könnten klassische Sprache nicht verstehen!"

"Westliche Länder haben viele Schauspieler, die während Aufführungen jederzeit viele 'Gags' einfügen können, auch viele Autoren missbrauchen Bücher; aber alle halten das für minderwertigen Geschmack. In China ist es umgekehrt - man hält es für hohe Eleganz und Meisterkunst."

Chinesische Schrift-"Unklarheiten bereiten Chinesen nicht nur keine Schwierigkeiten, sie möchten sie kultivieren."

Aber Herr Gao erlitt dadurch genug Beleidigungen: "Der Buchautor versteht völlig, was liebe Chinesen ihm sagen, aber ihre gegenseitigen Gespräche versteht er kaum." Das sind natürlich jene "lieben Chinesen", die ihm "andeuten", er verstehe keine Oberschicht-Sprache, denn "Ausländer in China brauchen nur aufzupassen und merken: Obwohl sie gewöhnliche Sprache beherrschen, sind Oberschicht-Gespräche rätselhaft."

Daher sagt er: "Chinesische Schrift ist wie eine schöne, liebenswerte Dame, westliche Schrift wie eine nützliche, aber unschöne Magd."

Schöne, liebenswerte, aber nutzlose Damen-"Meisterkunst" liegt in "Gag"-Unklarheit. Das lässt westliche Erstklasse-Gelehrte höchstens gewöhnlichen Chinesen entsprechen, ohne Hoffnung in Oberschichten zu gelangen. So "siegten wir geistig". Um diesen Sieg zu bewahren, brauchen wir hohe, elegante Wortschätze - und reichlich! Vierter-Mai-Umgangssprache-Bewegungs "kein großer Erfolg" liegt meist daran, dass Oberschichten fürchten, man deute ihre klassische Sprach-Unkenntnis an.

Obwohl "dies ist auch ein Recht-Unrecht, jenes auch ein Recht-Unrecht" - bleiben wir lieber unklar. Sonst bereitet es Schwierigkeiten.

(25. Oktober)

    • [Wildtier-Trainingsmethoden - Yu Ming]**

Kürzlich gab es äußerst nützliche Vorträge: Hai Jingbo-Zirkus-Manager Schwede hielt im dritten Stock der Chinesischen Kunst-Gesellschaft "Wie trainiert man Tiere?" Leider hatte ich kein Glück beizuwohnen, sah nur Zeitungsnotizen. Aber darin waren schon genug scharfsinnige Worte:

"Manche denken, Wildtiere mit Gewalt und Fäusten zu behandeln und zu unterdrücken sei richtig - das ist falsch, weil das primitive Wildtier-Behandlung war. Heutige Trainingsmethoden sind anders."

"Jetzt verwenden wir Liebeskraft, gewinnen ihr Vertrauen zu Menschen, verwenden Liebeskraft und sanfte Gefühle, sie zu bewegen..."

Diese Worte stammen zwar aus germanischem Mund, stimmen aber sehr mit unserer Heiligen-Ahnen-Lehre überein. Gewalt und Fäuste verwenden ist sogenannte "Hegemonie". Aber "mit Kraft Menschen unterwerfen überzeugt Herzen nicht", daher müssen zivilisierte Menschen "Königsweg" verwenden, um "Vertrauen" zu erlangen: "Volk ohne Vertrauen kann nicht bestehen."

Aber nach "Vertrauen" müssen Wildtiere Tricks machen:

"Trainer können nach Vertrauen-Erlangung mit Training beginnen: Erstens, sie Sitz- und Steh-Positionen erkennen lassen; dann können sie springen, aufstehen..."

Tier-Training gleicht Volk-Hüten, daher nannten Alte auch Volk-Regierende "Hirten". Aber "Gehütete" sind Rinder und Schafe, schwächer als Wildtiere, daher braucht es nicht nur "Vertrauen", kann auch Fäuste verwenden - das ist würdevolle "Macht-Vertrauen".

Durch "Macht-Vertrauen" regierte Tiere reichen nicht mit "springen, aufstehen" - Ergebnis muss Haar-Horn-Blut-Fleisch-Beitrag sein, mindestens täglich Milch-Lieferung wie Kuh-, Schafmilch.

Aber das sind alte Methoden, ich glaube nicht, dass sie die Moderne einschließen können.

Nach Schweders Vortrag gab es angeblich Zusätzliches wie "Östliche Musik" und "Federball-Treten" - Zeitungen ungenau, Details unbekannt, sonst wären sie wohl sehr bedeutsam.

(27. Oktober)

    • [Wiederkäuen - Yuan Gen]**

Über »Zhuangzi« und »Wenxuan«-Diskussionen erwähnen manche Publikationen nicht mehr direkt, ob alle das erforschen sollten, sondern wenden sich anderen Dingen zu. Sie verspotten »Wenxuan«-Gegner, die selbst klassische Texte schrieben und alte Bücher lasen.

Das ist wirklich scharf. Wohl sogenanntes "mit deinem Speer deinen Schild angreifen" - Entschuldigung, schon wieder "alte Bücher"!

Wer nie ins Gefängnis kam, kennt keine Gefängnis-Wahrheit. Mit Reichen oder selbst reich, erst telefonieren, dann besichtigen - er sieht nur freundliche Wärter, Gefangene können frei englisch sprechen. Will man Details wissen, muss er ehemaliger Wärter oder entlassener Gefangener sein. Natürlich hat er noch schlechte Gewohnheiten, aber sein Rat, nicht ins Gefängnis zu gehen, ist glaubwürdiger als Berühmtheiten über Mustergefängnis-Bildung und -Hygiene, wie vollständig, viel besser als Armer-Häuser.

Aber selbst Gefängnis-Atmosphäre zu haben disqualifiziert angeblich vom Gefängnis-Schlecht-Sagen - Wärter oder Gefangene sind schlechte Menschen, schlechte Menschen können nichts Gutes sagen. Nur gute Menschen sagen Gefängnis gut - das sind gute Worte. »Wenxuan« gelesen und nutzlos genannt ist weniger hörbar als »Wenxuan« nicht gelesen und nützlich genannt. Anti-"Anti-»Wenxuan«"-Herren lasen natürlich meist, aber Ungelesene gibt es auch - ein Beispiel: "»Zhuangzi« las ich vor vier Jahren, konnte damals nicht völlig verstehen... »Wenxuan« sah ich überhaupt nicht." Aber er schließt: "Wegen schmutzigen Badewannen-Wassers auch Babys wegzugießen können wir nicht befürworten." (siehe »Fackel«) Er will Wasser-"Babys" schützen, sah aber nie "Badewannen-Wasser".

Zur Vierter-Mai-Zeit sagten klassische Sprach-Schützer: Alle Umgangssprache-Schreiber können klassische Sprache, daher muss man auch klassische Texte lesen. Jetzt sagen alte Bücher-Schützer: Alte Bücher-Gegner lesen auch alte Bücher, schreiben klassische Sprache - zeigt Ansichts-Lächerlichkeit. Ewig wiederkäuen, selbst nie erbrechen - wohl wirklich »Zhuangzi« durchgelesen.

(4. November)

    • [Zur Güte zurückkehren - Luo Wu]**

Im Ausländerviertel mit starker Säure gehasste Frauen zu bespritzen ist längst ausgestorben. Gehasste Anwälte mit Schmutz zu bespritzen dauerte nur zwei Monate. Am längsten währt: Gerüchte zu erfinden, um gehasste Literaten zu verleumden - das gibt es schon seit Jahren, wird nur weniger, nicht mehr.

Im Ausländerviertel gibt es viele Müßiggänger - "Bummel-Essen" kann man leben, geschweige denn gelegentlich Mahjong spielen. Kleinbürgerliches Geplapper kann sehr entspannend sein. Ich lese oft Gerüchte-Fachzeitschriften, aber nicht Gerüchte, sondern Gerüchte-Autoren-Methoden: welche außergewöhnlichen Phantasien, originelle Beschreibungen, heimtückische Fallen, ausweichende Originalformen. Gerüchte brauchen auch Talent - macht er es geschickt, liebte ich wohl seine Fertigkeit, selbst wenn es meine eigenen Gerüchte wären.

Aber leider meist ohne solches Talent - Autoren in Gerüchte-Literatur "füllen nur Zahlen". Das ist nicht meine Privatmeinung. Literaturwelt-Geschichten-Romane sind unpopulär, Außengeschichten nicht weitergeschrieben - Menschen schütteln den Kopf. Immer dieselben Sätze - selbst bei schlechtem Gedächtnis wird man überdrüssig. Zur Fortsetzung braucht es jetzt Talent; sonst Zuschauer zerstreut, sollte anderes Stück aufgeführt werden.

Zum Beispiel: Früher »Sohn töten melden«, diesmal müsste »Dritte Tante lehrt Sohn« sein: "Alter Ostherr, ach, ach, ach!"

Literaturfeld ist wirklich wie Theaterfeld - tatsächlich wird allmählich "Volks-Tugend kehrt zur Güte zurück". Manche erklären sogar selbst Personal-Wechsel: Früher "Autoren-Geheimgeschichten veröffentlichen war zwar Literaturwelt-Schönheit, schadete aber Güte. Künftig stoppt unser Blatt solche Manuskripte... frühere Wort-Verantwortung... übernehmen wir keine Verantwortung." (siehe »Weiyan«) Für "Güte" "Schönheit" zu opfern ist bedauerlich, aber respektabel.

Besonders respektabel ist Personal-Wechsel. Das respektiert nicht seine "keine Verantwortung", sondern seine Gründlichkeit. Früher gab es "Messer hinlegen, sofort Buddha werden", aber auch "Amtssiegel hinlegen, sofort Buddha verehren" und schließlich "Gebetskette hinlegen, sofort Beamter werden" - diese Spielerei ist wirklich unzureichend für Weltvertrauen, macht Amtsführung schwierig.

Aber besonders schwierig ist: Güte-Literatur kann bei weitem nicht so leicht Leser mobilisieren wie Gerüchte-Literatur, braucht talentiertere Autoren. Ist kurzfristig schwer zu finden, verlieren Publikationen Farbe. Ich denke, besser frühere Gag-Zweitclowns lange Bärte umhängen und alte Männer-Oper singen lassen - vorübergehend besonders interessant.

(4. November)

Nachtrag: Dieser konnte nicht veröffentlicht werden. (Nächstes Jahr 19. Juni notiert)

    • [Schwer verwirrt zu bleiben - Zi Ming]**

Weil jemand Siegelschrift-Schreiben erwähnte, erinnerte ich mich: Zheng Banqiao hatte einen Stempel mit "schwer verwirrt zu bleiben". Die vier Siegelzeichen waren verschlungen geschnitzt, konnten etwas Gelehrten-Verdruss ausdrücken. Zeigt: Stempel schnitzen und Siegelschrift schreiben reflektieren auch bestimmte Stile, wie "Holzschnitt spielen" nicht unbedingt "nur Privatsache": "Irrlehre" und "Dämon" bringen beim Siegelschrift-Schreiben auch "dämonische Verwirrung" mit.

Aber Stil, Stimmung, Tendenzen unterscheiden sich nicht nur nach Person, sondern nach Sache und Zeit. Zheng Banqiao sagte "schwer verwirrt zu bleiben" - tatsächlich konnte er noch verwirrt sein. Jetzt, in Zeiten von "Amt suchen und nicht bekommen ist nicht traurig, Versteck suchen und keinen Ort finden zum Kriechen ist wohl weltgrößte Trauer", ist Verwirrung suchen und nicht bekommen wirklich schwer.

Verwirrung-Prinzip, keine Recht-Unrecht-Anschauung usw. waren ursprünglich Chinas hohe Moral. Du nennst es Befreiung, Weitsicht - vielleicht nicht. Er hält tatsächlich an etwas fest, beharrt darauf: moralische Orthodoxie, literarische Hauptrichtung. Das kommt schließlich heraus: Moral braucht Kong-Meng plus "buddhistische Vergeltung-Lehre" (Lao-Zhuang separate Rechnung), andere "Buddhismus-Einfluss-Verachtung" zu sagen heißt "für Konfuzianismus Orthodoxie erkämpfen" - ursprünglich ist Tongshan-Gesellschafts Drei-Religionen-gleiche-Quelle-Theorie längst orthodox. Literatur? Braucht schwierige Zeichen, Wortzierrat, üppige Werke - und zwar neue Literatur-Werke, obwohl er "neue und alte Literatur-Grenzen verneint"; Massenliteratur "natürlich befürwortet", "aber das ist Literatur-Seitenzweig". Orthodoxie und Hauptrichtung sind offensichtlich.

Über Lebens-Überdruss nicht verwirrt! Lebendiges Leben ist schon so "arm" - will Jugendliche in "buddhistischer Vergeltung-Lehre", in »Wenxuan«, »Zhuangzi«, »Lunyu«, »Mengzi« Bildung suchen lassen. Später verschwand Bildung, nur Wortschatz blieb. "Naturlandschaften, persönliche Gefühle, Palast-Architektur... kann man noch aus »Wenxuan«-artigen Büchern holen." Früher fand Yan Jidao aus alten Büchern - wohl auch »Zhuangzi« - "yao ni" zwei Zeichen für Unit-Übersetzung: alt-elegant und laut-bedeutungs-doppeldeutig. Aber später verbreitete sich "danwei" (Einheit). Yan-Herrschens solche "Wortschätze" sind viele, meist unwiedererweckbar. Jetzt meint jemand: "Han-nachher Wörter, Qin-vorher Zeichen, westlicher Kultur gebrachte Zeichen und Wörter können unsere glänzende neue Literatur zusammensetzen." Liegt der Glanz nur in Zeichen und Wörtern, ist das wohl wie alte Grab-Edeldamen voller Perlen-Schätze. Leben liegt aber nicht in Zusammensetzen, sondern Schaffen - Millionen Lebender schaffen. Hassenswert ist: Leben so unruhig-chaotisch, lässt manche "keinen Ort finden zum Kriechen", will in Zeichen und Wörter fliehen, um "Recht-Unrecht zu vermeiden" - aber unerreichbar. Wirklich Siegelschrift schreiben und Stempel schnitzen!

(6. November)

    • [Lebenden Wortschatz in alten Büchern suchen - Luo Wu]**

Lebenden Wortschatz in alten Büchern suchen ist sagbar, nicht machbar - er findet in alten Büchern keinen lebenden Wortschatz.

Gäbe es hier "»Wenxuan« lesende Jugendliche" - einige Oberschüler -, öffnet er »Wenxuan« und will Wortschatz suchen, weiß natürlich, dass manche Zeichen tot sind. Aber wie unterscheidet er Zeichen-Leben-Tod? Wohl nur nach eigenem Verstehen-Nicht-verstehen. Aber nach Sechs-Minister-Kommentaren verstandene Zeichen zählen nicht - das sind Leichen, von Sechs Ministern in sein Gehirn getragen. Selbst in seinem Gehirn wiederbelebt, sind sie vor Nicht-"»Wenxuan« lesenden Jugendlichen"-Augen noch tote Sachen. Er muss blanken Text lesen.

Wirklich, ohne Kommentare gibt es Verständliches - das ist lebender Wortschatz. Aber warum verstand er es schon? Bestimmt in anderen Büchern gesehen oder bis heute verwendeter Wortschatz - daher versteht er es. Was findet er dann aus »Wenxuan«?

Aber Herr Shi sagt, bei Palast-Beschreibungen nützlich. Sehr richtig - »Wenxuan« hat viele Palast-Fu und spezielle Palast-Fu. Will ein Jugendlicher Han-Jin-historische Romane schreiben und damalige Paläste beschreiben, ist »Wenxuan«-Suchen sehr angemessen, muss auch »Vier Geschichten«, »Jin-Buch« lesen. Aber genommene seltene Zeichen sind nur Leichen-Heraustragen, geheimnisvoll "Wiederbelebung" genannt. Will er Qing-Paläste beschreiben, hat das wenig mit »Wenxuan« zu tun.

Will er nicht mal Qing-Paläste beschreiben, aber Vorbereitungen so breit anlegen, ist das wirklich vergeblich und unzureichend. Denn es gibt noch »Yijing« und »Yili« - deren Wortschatz ist bei Zhou-Wahrsagung und Hochzeit-Begräbnis-Beschreibungen nützlich, sollte auch als "Literatur-Bildung-Grundlage" dienen - dann mehr wie "Literatur-Jugendliche".

(6. November)

    • ["Vereinbarte" Literaturgrößen - Bai Zaixuan]**

Federspitzen sind auch spitz, müssen auch bohren. Meinungswege sind eng wie Lebenswege, daher (obige 15 Zeichen gedruckt als "andere Orte unbebohrbar") nur gegen Literaturzeitschriften-Werbung-Übertreibung stechen.

Werbungen sehen: Jeder Autor ist Literaturgroße, Chinas Literaturwelt scheint flammenglänzend, bringt aber auch Nasen-Schnauben hervor. Aber Autoren, die lebenslang schreiben und in Berge vergraben auf Archäologie-Teams warten, gibt es nicht mehr; selbst selbst-schreibende, -schnitzende, dünne Hefte bindende, Freunden schenkende Dichter selten. Jetzt: vorige Woche schreiben, nächste Woche drucken, letzten Monat ausschneiden, nächsten Monat Buch - meist nur für Honorar. Zu sagen, Autoren hungern und konzentriert der Gesellschaft dienen, wird wohl rot machen. Selbst Honorar-Braucher-Verspotter - ihre Spott-Artikel brauchen auch Honorar. Natürlich gehören andere Gehalts- oder Frauen-Mitgift-Lebende nicht dazu.

Grob gesagt: Wurzel liegt im Geldverkauf - daher Shanghais verschiedenste Literaturgrößen durch "Vereinbarung" "längst schon, nicht erst heute".

Geschäfte drucken Manuskripte: Herrscht Feudalismus, sagt Werbung Autoren sind feudale Literaturgrößen; ist Revolution angesagt, sind es revolutionäre Literaturgrößen - so wird eine Literaturgrößen-Charge bestimmt. Andere Bücher erscheinen, andere Werbung sagt: Jene Autoren sind nicht wirklich feudal oder revolutionär, diese sind echte Ware - wieder eine Literaturgrößen-Charge bestimmt. Andere sammeln verschiedene Werbung-Kontroversen, ein Autor fügt Kritiken hinzu, hervorbringend neue Literaturgrößen.

Eine Methode ist Rollen-Kombination: Einige Dichter, Romanciers, einen Kritiker brauchen, beraten, Gesellschaft gründen, Werbung schalten: Jene Literaturgrößen stürzen, diese erheben - Ergebnis kann auch Literaturgrößen-Charge bestimmen, auch "Vereinbarung".

Grob gesagt: Wurzel liegt im Geldverkauf - daher spätere Buchpreise zeigen Literaturgrößen-wahren Wert: Zwei Zehntel Preis, fünf Jiao ein Haufen möglich. Aber eine Ausnahme: Obwohl Läden schließen, Werke billig verkauft werden, sind Literaturgrößen nicht am Ende - sie sind "hochgeklettert", in Universitäten, Ämter, brauchen diese Trittbretter nicht mehr.

(7. November)

    • [Jugend und Väter - Jing Yizun]**

Hörte: "Seit Europäische Winde ostwärts wehen", wurde Chinas Moral schlechter, besonders heutige Jugendliche verachten oft Väter. Das ist wohl ein großer Fehler, denn ich sah einige Beispiele: Väter sind für Jugendliche manchmal sehr nützlich, hilfreich, nicht nur "literarische Bildung"-Hilfe.

Ein alter Artikel - ich vergaß, aus welchem Buch - erzählt: Ein Taoist hatte Unsterblichkeits-Kunst, sagte über hundert Jahre alt zu sein, sah aber "schön wie Kronjuwel" aus, wie zwanzig. Eines Tages gab dieser lebende Unsterbliche ein großes Bankett für Reiche, plötzlich kam ein weißhaariger-bärtiger Alter, verlangte Geld. Er schimpfte ihn hinaus. Alle verwundert, sagte der lebende Unsterbliche großmütig: "Das ist mein kleiner Sohn, er hört nicht auf mich, will nicht Taoismus studieren - jetzt seht ihr, nicht mal sechzig und schon so alt." Alle natürlich bewegt, aber später erkannten sie: Der Mann war tatsächlich des Taoisten Vater.

Ein neuer Artikel - Yangs Geständnis - erzählt: Er war zielbewusster Mensch mit korrekten Lehren, nicht nur Reden, sondern Handeln. Aber beim Sehen mancher Orte-Alte leiden sah er nicht menschlich aus, dachte an seinen Vater: Selbst wenn seine Ideale verwirklicht würden, könnte er seinen Vater nicht zum Großherrn machen, müsste noch leiden. So bekam er korrektere Lehren, verwarf ursprüngliche Ideale, wurde Sohn. Wären Eltern früh gestorben, wie könnten Lehren so vollständig und würdevoll sein? Ist das nicht auch Väter-Nutzen für Jugendliche?

Haben Jugendliche ohne Väter keine Methoden? Ich denke nicht - gibt Methoden. Muss auch alte Bücher prüfen. Ein anderer Artikel - ich vergaß auch, aus welchem Buch - erzählt: Eine alte Frau bettelte, plötzlich kam ein Reicher, sagte sie sei seine längst verlorene Mutter. Sie spielte mit, wurde alte Dame. Später wollte ihr Sohn Tochter verheiraten, ging mit alter Dame zusammen zu Schmuckläden Gold kaufen, nahm der alten Dame gefallende Sachen selbst mit zur Frau zeigen, bat alte Dame weiterzuwählen - aber verschwand.

Aber das ist wie Taoist-Lernen, braucht Wirklichkeits-Methoden. Nur Geständnisse schreiben - ob Väter da sind, macht keinen großen Unterschied. Früher befürwortete jemand "leere Kaiser-Republik", warum nicht jetzt "vaterlose Kindespietät"? Zhang Zongchang respektierte sehr Konfuzius, wohl hatte sein Haus auch nicht »Vier Bücher«, »Fünf Klassiker«.

(7. November)

    • [Nachwort]**

Diese über sechzig Glossen entstanden unter Unterdrückung ab letztem Juni unter verschiedenen Pseudonymen, Redakteure und Zensoren täuschend, fortlaufend in »Freie Diskussion« veröffentlicht. Bald verkündeten "inspirierte" "Literaten" sie, unverhüllbar. Obwohl ihre geruchsbasierten Urteile manchmal nicht den Fakten entsprachen. Aber Unbußfertige können nicht weit ausweichen - so kam nach einem halben Jahr heftigere Unterdrückung. Bis Anfang November hingehalten, musste ich aufhören, bewies: Meine Tinte kann jenen maskierten, unter Kommando-Säbeln hervortretenden Helden nicht widerstehen.

Ohne Artikel schreiben ordnete ich alte Manuskripte, klebte Jahresende ein Buch zusammen, fügte Gelöschtes oder Unveröffentlichte hinzu - sieht umfangreicher aus als frühere »Falsche Freiheit«. Dieses Jahr März wollte ich drucken, schrieb Vorwort, langsam setzen, korrigieren - wieder ein halbes Jahr vergangen. Rückblickend auf Schreibstopp schon über ein Jahr - Zeit fliegt, aber ich fürchte, meine Glossen sprechen noch von Gegenwart oder sogar nächstem Jahr.

Erinnere mich: Bei »Falsche Freiheit«-Veröffentlichung kritisierte »Gesellschaftsnachrichten«, mein Druckabsicht sei völlig für einen Schwanz - »Nachwort«. Das ist Missverständnis. Meine Glossen schreiben oft Nase, Mund, Haar, aber zusammen sind sie fast vollständige Gestalt - ohne Zusätze passabel. Aber einen Schwanz zeichnen macht es vollständiger. Daher will ich Nachwort schreiben - außer dass ich Schreibender bin, muss schreiben - nur damit dieses Buchs gezeichnete Gestalt vollständigere konkrete Gestalt wird, nicht "völlig für einen Schwanz".

Inhalt wie früher: Gesellschaftsphänomene kritisieren, besonders Literaturwelt-Verhältnisse. Wegen häufigem Pseudonym-Wechsel anfangs friedlich. Aber "Berge leicht ändern, Natur schwer wandeln" - ich weiß, ich kann nicht anständig bleiben. »Vorwort-Befreiung« stieß auf Zeng Jinke, »Großsprech-Rabatt« beleidigte Zhang Ziping, außerdem unbewusst andere Große beleidigt - ich weiß selbst nicht. Aber nach »Verschiedene Spenden-Ränge« und »Drachen-Aufstieg-Kunst-Ergänzungen« wurde der Fall groß.

Letzten August eröffnete Dichter Shao Xunmeis Buchhandlung »Zehn-Tage-Gespräche«. Dieser Dichter schrieb in Nummer 2 (20. erschienen) hochmütig über "Literaten ohne Charakter", teilte Literaten in fünf Typen, schließend:

Außer obigen fünf Typen gibt es natürlich viele andere; aber ihr Literatentum liegt daran, dass sie nichts zu essen haben oder nicht satt werden. Denn Literat-Sein braucht nicht viel Kapital wie Beamter oder Geschäftsmann. Ein Pinsel, etwas Tinte, einige Manuskriptseiten sind alles nötige. Kein-Kapital-Geschäft will jeder machen, daher viele Literaten. Das ist Tatsache: Ohne Beruf wird man Literat.

Unsere Literaturwelt wird von solchen Literaten organisiert.

Da sie ohne Beruf Literaten werden, ist ihr Ziel noch Beruf, nicht Literat. Sie nutzen Literatur-Bankett-Namen, um Große anzulocken; nutzen Literaturzeitschriften oder Beilagen-Plätze für Selbstwerbung: Nur Bekanntheit suchen, Scham ignorieren.

Wer weiß: Als Literaten werden sie als Literaten gesehen; als Literaten gesehen bekommen sie keine Berufe mehr - diese Gestalten randalieren ewig in Literaturwelt.

Literaten sind meist arm - seit Meinungs- und Schöpfungs-Unterdrückung haben manche Autoren wirklich nichts zu essen. Herr Shao Xunmei ist sogenannter "Dichter" und berühmter Großreicher "Sheng Gongbaos" Schwiegersohn - Schmutz auf "diese Gestalten" zu gießen ist normal. Aber ich meine: Literat-Sein unterscheidet sich von "großen Beerdigungen" - selbst viele Helfer anheuern, Gongs schlagen, rufend: Nachher bleibt nur leere Straße, nicht mal wie "große Beerdigungen", die nach Jahrzehnten manchmal noch Philister besingen. Extremer Armut verhindert gute Literatur, aber Gold und Silber sind nicht Artikel-Wurzeln - am besten Jangtse-Ufer-Land kaufen. Aber Reichen-Söhne missverstehen oft: Geld bewegt Geister, kann auch Literatur durchdringen. Geister bewegen ist wohl richtig, vielleicht auch Götter, aber Literatur durchdringen geht nicht - Dichter Shao Xunmeis eigene Gedichte sind Beweis. Meine zwei Artikel-Abschnitte erklärten: Ämter kann man kaufen, Literaten nicht; gibt Protektion-Beamte, aber keine Protektion-Literaten.

Aber Helfer erschienen sofort in würdiger »Zentralzeitung« (4., 6. September):

    • Schwiegersohn-Problem - Ru Shi**

Kürzlich in »Freie Diskussion« zwei Schwiegersohn-Artikel: Sun Yongs »Zufriedenheit und Nicht-schreiben-können«, Wei Suos »Drachen-Aufstieg-Kunst-Ergänzungen«. Letzterer 1. September erschienen, ersterer nicht zur Hand, etwa Ende August.

Herr Wei Suo sagt: "Literaturwelt will zwar keine Schwiegersöhne rekrutieren, aber Schwiegersöhne wollen in Literaturwelt." Letzter Satz "Schwiegersöhne wollen in Literaturwelt" ist sehr solide, unangreifbar. Unsere Großväter sind andere Schwiegersöhne, unsere Väter auch, wir selbst auch. Wie heute "nordwärts" sitzende Lu Xun, Mao Dun sind andere Schwiegersöhne - "Schwiegersöhne wollen in Literaturwelt" ist unproblematisch. Ersterer Satz "Literaturwelt will zwar keine Schwiegersöhne rekrutieren" ist unhaltbar. Ich finde, Literaturwelt rekrutiert immer Schwiegersöhne - viele chinesische Autoren wurden russische Schwiegersöhne.

Außerdem: "Reiche Schwiegerväter, reiche Frauen haben, Mitgift-Geld als Literatur-Kapital verwenden..." Frauen-Mitgift als Literatur-Kapital zu verwenden sollte man bewundern, denn Frauen-Geld für Literatur ist besser als für andere unrechte Dinge. Außerdem braucht alles Kapital, Literatur keine Ausnahme. Ohne Geld keine Druckkosten, keine Zeitschriften und Sammlungen. Buchläden betreiben, Zeitschriften herausgeben braucht private Ersparnisse - Frauen-Geld ist auch Ersparnis. Außerdem ist reicher Schwiegersohn-Sein kein Verbrechen, wie Zeitungsbesitzer-Verwandter-Sein kein Verbrechen. Kann Zeitungsbesitzer-Verwandter nach Heimkehr müßig von Verwandten-Ansehen lebend Beilage redigieren, warum nicht reicher Schwiegersohn aus Interesse mit Frauen-Mitgift Literatur-Kapital machen?

    • "Schwiegersohn"-Ausbreitung - Sheng Xian**

Fuchs kann keine Trauben fressen, sagt Trauben sind sauer. Heiratet selbst keine reiche Frau, entwickelt Eifersucht auf alle mit reichen Schwiegervätern - Eifersucht-Resultat ist Angriff.

Kann man als anderer Schwiegersohn noch Literat sein? Antwort natürlich positiv, wie Herr Ru Shi vorgestern in »Schwiegersohn-Problem« sagte: Heutige literaturwelt-berühmteste Lu Xun, Mao Dun sind einerseits Literaten, andererseits anderer Schwiegersöhne. Aber da Literaten auch anderer Schwiegersöhne sein können - gehören diese Schwiegersöhne zu armen oder reichen Schwiegervätern? Hierzu äußerten sich alte Autoren nicht - ob "Reich-neigend" oder "Arm-neigend" richtig. Aber »Freie Diskussion«-Autoren griffen reiche Schwiegerväter-Schwiegersöhne an - wir fühlen: Reiche Schwiegerväter-Schwiegersöhne sollten nicht mehr in Literaturwelt. "Reiche Schwiegerväter-Schwiegersöhne" und "Literaten" scheinen widersprüchlich - nur eines wählbar.

Heutige chinesische Literaturwelt hat dieses Phänomen: Nicht Literaten-eigene Literaturwelt-Anstrengungen prüfen, sondern kleinlich Literaten-Familien-Kleinigkeiten erforschen: reiche oder arme Frauen. Eröffnet man Buchhandlung, ob Kapital aus Frauen-Mitgift stammt, beschäftigt auch scharfäugige Literaten zur Untersuchung und Spott.

Ich denke, künftige chinesische Literaturwelt wird zu diesem Fortschritt: Nur Chen Jiageng-Gummischuh-Träger dürfen in Literaturwelt, Lederschuh-Träger gehören zu Adelsklasse und Angriffsliste.

Jetzt sind viele Rückkehrer-Studenten arbeitslos. Nach Heimkehr Beilage redigieren ist nicht beschämend, ob durch Verwandtschaft unwichtig - Verwandten-Nutzen liegt dort. Selbsternannte Literaturwelt-Säuberer greifen gruppenweise an, wenn andere unerwünschte Worte sagen - unnötig. Wer andere als "wild bellend" beschimpft, sollte nicht selbst "wild bellen".

Diese beiden Autoren sind reiche Schwiegersohn-Verehrer, aber Herr Ru Shi ist gewöhnlich - nach Großvätern, Vätern, Lu Xun, Mao Dun nur "Lu Xun nimmt Rubel"-Platitüden. Gag-Meister ist Herr Sheng Xian, der zu unvorstellbarem Dichter-Frauen-Geschmack übergeht. Theaters Zweitclown-Hilfe lässt Playboys besonders lächerlich aussehen - diese Methode verwendete ich später in »Komik-Beispiele«.

Aber Herrschaftshäuser haben auch gehässige Berater. Dieses Jahr Februar schrieb ich für Japans »Kaizo« drei kurze Abhandlungen, spottend über China, Japan, Mandschurei. Shao-Familie meinte "diesmal gelingt es". In derselben süße Trauben-Laube entstandenen »Renyan« (3. März) spielten Übersetzer und Redakteur vor - Übersetzer übersetzte angeblich nur einen »Gefängnis-Gespräche«, sandte an »Renyan« mit "Anhang" vor, "Notiz" nach:

    • Gefängnis-Gespräche - Lu Xun**

(Kürzlich in japanischer Zeitschrift »Kaizo« März Lu Xuns drei Glossen gesehen - verglichen mit chinesischen Kurztexten brillanter, daher übersetzt für »Renyan«. Bedauerlicherweise kenne ich Lu Xuns Adresse nicht, Uchiyama-Buchladen-Besitzer Maruzo auch nicht - kann Übersetzung nicht erst zur Korrektur vorlegen. Bitte trotzdem unter Lu Xuns Namen veröffentlichen, um Original zu respektieren. - Übersetzer Inoue)

Menschen erwachen wirklich durch Tatsachen-Aufklärung und ändern dadurch Dinge. Von Song bis Qing-Ende lange Zeit wählte man mit "Kaiserliche-Rede-Vertretungs"-Aufsätzen Talente. Nach Frankreich-Niederlage erkannte man Methoden-Fehler - Westausbildung, Waffenfabriken als Korrekturen. Nach Japan-Niederlage war das unzureichend - diesmal großangelegte moderne Schulen. Daher jährliche Schüler-Aufstände. Nach Qing-Untergang und Kuomintang-Machtergreifung erkannte man wieder Fehler - Korrektur durch Gefängnis-Bau.

Altchinesische Gefängnisse gab es überall seit Alters, Qing-Ende baute auch westliche "Zivilisations-Gefängnisse". Das waren speziell für reisende Ausländer - wie für Ausländer-Verkehr lernende zivilisierte Umgangs-Studenten. Gefangene bekamen dadurch bessere Behandlung, Bäder, bestimmte Nahrung - sehr glückliche Orte. Vor zwei-drei Wochen erließ die Regierung aus Güte: Gefangenen-Nahrung nicht kürzen. Künftig noch glücklicher.

Alte Gefängnisse nachahmten buddhistische Höllen - nicht nur Einsperren, sondern Leiden-Geben. Manchmal Gefangenen-Verwandten Geld abpressen bis Armut. Alle hielten das für natürlich. Andersdenker halfen Gefangenen, wurden verdächtigt. Aber zivilisiert fortgeschritten - letztes Jahr schlug ein Beamter vor: Gefangene jährlich einmal nach Hause lassen für Sexualität sei humanitär. Ehrlich: Nicht besondere Sex-Sympathie, da unausführbar laut sprechen, um Beamtentum zu zeigen. Aber öffentliche Meinung kochte. Ein Kritiker sagte: Danach fürchten alle Gefängnisse nicht mehr, gehen gern hin - empört über Weltmoral. Von Heiligen-Lehre so lange beeinflusst, noch nicht so listig wie jener Beamte - beruhigend, aber zeigt Gefangenen-Misshandlungs-Glaube.

Andererseits sind Gefängnisse wie "Sicherheit-zuerst"-Idealländer. Wenig Brände, keine Diebe oder Banditen. Selbst bei Kriegen bombardiert niemand Gefängnisse, bei Revolutionen nur Gefangenen-Befreiung, keine Massaker. Bei Fujian-Unabhängigkeit freigelassene Gefangene verschwanden angeblich spurlos - aber beispiellos. Jedenfalls nicht sehr schlechte Orte. Mit Familien-Erlaubnis bäten selbst ohne Flut, Hunger, Krieg, Terror viele um Umsiedlung. Daher ist Misshandlung nötig.

Noulens-Ehepaar wegen Kommunismus-Propaganda in Nanjing inhaftiert, mehrmals gehungert - ohne Wirkung. Sie verstanden chinesische Gefängnis-Gesinnung nicht. Ein Beamter sagte: Will er nicht essen, was geht andere das an? Nicht nur nicht menschlich, spart auch Kost - Gefängnis-Vorteil. Gandhis Tricks scheitern ohne Ortswahl.

Aber solche fast perfekte Gefängnisse haben einen Mangel: Früher zu wenig Gedanken-Aufmerksamkeit. Zur Mängel-Behebung gibt es neuerdings "Besinnungs-Anstalten"-Spezialgefängnisse mit Bildung. Ich besann nie dort, kenne Details nicht. Jedenfalls wird Gefangenen ständig Drei-Volk-Prinzipien gelehrt, eigene Fehler-Besinnung. Auch Anti-Kommunismus-Aufsätze schreiben. Unwilligkeit oder Unfähigkeit führt zu lebenslanger Besinnung, Schlechtes auch zu Todes-Besinnung. Derzeit gehen welche hinein, kommen heraus, neue Anstalten entstehen - mehr Eingänge. Gelegentlich kommen erlöste Gutbürger, meist abgezehrt-verwelkt - wohl durch Besinnung und Abschluss-Aufsätze erschöpft. Hoffnungslos.

(Zusätzlich »Königsweg« und »Feuer« - bei Redakteur-Brauchbarkeit weitere Übersetzung. - Übersetzer)

Name zwar japanisch fingiert, Übersetzung wirklich schlecht - Niveau wie Shao-Häuser Helfer-Experte Zhang Kebiao, aber Text muss nicht sorgfältig übersetzt werden - wichtig ist nachfolgende Redakteur-Antwort:

Redakteur-Anmerkung: Lu Xuns Artikel stehen kürzlich auf Verbotsliste. Diese japanische Übersetzung entgeht Militärgericht. Aber wir drucken dies weniger für Artikel-Schönheit oder Argument-Gründlichkeit als Beispiel: Von Heimat vertrieben, unter Ausländer-Schutz. Lu Xuns Artikel sind sehr gut, Wortklauberei überzeugend, aber hier mehr Emotion als Argument, mehr Erfindung als Beweis. Wenn nicht Übersetzung-Fehler, missbilligen wir diese Haltung. Dies zeigt Kultur-Kontrolle-Stimmen. »Königsweg« und »Feuer« drucken wir nicht - Übersetzer muss nicht senden.

Dieser Redakteurs "unter Ausländer-Schutz" entspricht Übersetzers "Uchiyama-Buchladen-Besitzer Maruzo fragen"; "Militärgericht" zu erwähnen ist Autor-Meisterstück mit tiefer Mordabsicht. Ich sehe dieser Reichen-Sohn-Hunde und erkenne Ming-zeitliche Macht-Verkaufer-Gemeinheit. Ihr Herr Dichter Shao lobte in amerikanischen weißen Dichter-Artikeln schwarze Dichter herab: "Glaube, solche Gedichte verlassen Amerika nicht, mindestens nicht englische Sprache." (»Modern« 5-6) In chinesischen Reichen und deren Hunden bin ich auch wie Schwarzer Sklave, aber meine Stimme ging hinaus. Das ist hassenswerteste. Aber tatsächlich gingen auch Schwarzen-Gedichte aus "englischen Sprach-Kreisen". Amerikanische Reiche, ihre Schwiegersöhne und Hunde können nichts dagegen.

Aber solche Hunde zeigen nur "Lu Xuns Artikel stehen kürzlich auf Verbotsliste" mir gegenüber Gesicht - nur sofortige Ohrfeige macht sie zahmer als Möpse. Jetzt zitiere ich eine auch in »Komik-Beispiele« erwähnte Anzeige vom 21. September »Shenbao«:

    • »Zehn-Tage-Gespräche« erklärt »Jingbao« Missverständnis und entschuldigt sich**

Sehr geehrte Damen und Herren, Zehn-Tage-Gespräche Nummer 2 Kommentar über Zhu Jiqings Spenden-Bekanntgabe erwähnte irrtümlich Jingbao, unser Blatt ungeschickt formuliert, veranlasste Jingbao zu Strafanzeige gegen Shao Xunmei. Da beide gesellschaftlich angesehene Publikationen sind, gibt es keinen Grund für gegenseitige Angriffe. Nach Zhang Shizhao, Jiang Rongping und anderen Vermittlungen erhielten wir Jingbaos völlige Verzeihung. Jingbao zog Klage zurück, wir erklären hiermit Entschuldigung.

"Beide gesellschaftlich angesehene Publikationen, kein Grund für gegenseitige Angriffe" - merkwürdiger "Grund", wohl sollte man "auf Verbotsliste stehende" Publikationen angreifen. Gold als Knochenmark steht trotzdem nicht gerade - hier eiserner Beweis.

Zu viel Papier für "Schwiegersohn-Probleme" - zu anderem: »›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹«.

Diese Fall-Texte sind in diesem Artikel enthalten, nicht mehr besprochen; andere Meinungen spare ich auch papersparend aus. Damals zeigte »Zehn-Tage-Gespräche« auch Fähigkeiten - sogar Karikaturisten marschierten auf. Wegen Chen Jingshengs »Lu Xun-Flöte« entstand in »Taosheng« mit Cao Juren kleine Debatte. Aber bevor Debatte endete, wurde »Taosheng« verboten - Glückliche haben ewig Glückssterne...

Aber Zeit ist gnadenlos - sogenannte "dritte Menschen", besonders Shi Zhesheng und Du Heng alias Su Wen, zeigten dieses Jahr ihre wahren Gesichter.

Abschließend zum letzten Artikel: Übel entstehen durch neue Anspielungen.

女婿问题                                                                                                                                                                                           如是  



最近的《自由谈》上,有两篇文章都是谈到女婿的,一篇是孙用的《满意和写不出》,一篇是苇索的《登龙术拾遗》。后一篇九月一日刊出,前一篇则不在手头,刊出日期大约在八月下旬。


苇索先生说:“文坛虽然不致于要招女婿,但女婿却是会要上文坛的。”后一句“女婿却是会要上文坛的”,立论十分牢靠,无瑕可击。我们的祖父是人家的女婿,我们的父亲也是人家的女婿,我们自己,也仍然不免是人家的女婿,比如今日在文坛上“北面”而坐的鲁迅、茅盾之流,都是人家的女婿,所以“女婿会要上文坛的”是不成问题的,至于前一句“文坛虽然不致于要招女婿”,这句话就简直站不住了。我觉得文坛无时无刻不在招女婿,许多中国作家现在都变成了俄国的女婿了。


又说:“有富岳家,有阔太太,用赔嫁钱,作文学资本,……”能用妻子的赔嫁钱来作文学资本,我觉得这种人应该佩服,因为用妻子的钱来作文学资本,总比用妻子的钱来作其他一切不正当的事情好一些。况且凡事必须有资本,文学也不能例外,如没有钱,便无从付印刷费,则杂志及集子都出不成,所以要办书店,出杂志,都得是大家拿一些私蓄出来,妻子的钱自然也是私蓄之一。况且做一个富家的女婿并非罪恶,正如做一个报馆老板的亲戚之并非罪恶为一样,如其一个报馆老板的亲戚,回国后游荡无事,可以依靠亲戚的牌头,夺一个副刊来编编,则一个富家的女婿,因为兴趣所近,用些妻子的赔嫁钱来作文学资本,当然也无不可。



“女婿”的蔓延                                                                                                                                                                                      圣闲  



狐狸吃不到葡萄,说葡萄是酸的,自己娶不到富妻子,于是对一切有富岳家的人发生了妒忌,妒忌的结果是攻击。


假如做了人家的女婿,是不是还可以做文人的呢?答案自然是属于正面的,正如前天如是先生在本园上他的一篇《女婿问题》里说过,今日在文坛上最有声色的鲁迅、茅盾之流,一方面身为文人,一方面仍然不免是人家的女婿,不过既然做文人同时也可以做人家的女婿,则此女婿是应该属于穷岳家的呢,还是属于富岳家的呢?关于此层,似乎那些老牌作家,尚未出而主张,不知究竟应该“富倾”还是“穷倾”才对,可是《自由谈》之流的撰稿人,既经对于富岳家的女婿取攻击态度,则我们感到,好象至少做富岳家的女婿的似乎不该再跨上这个文坛了,“富岳家的女婿”和“文人”仿佛是冲突的,二者只可任择其一。


目下中国文坛似乎有这样一个现象,不必检查一个文人他本身在文坛上的努力的成绩,而唯斤斤于追究那个文人的家庭琐事,如是否有富妻子或穷妻子之类。要是你今天开了一家书店,则这家书店的本钱,是否出乎你妻子的赔嫁钱,也颇劳一些尖眼文人,来调查打听,以此或作攻击讥讽。


我想将来中国的文坛,一定还会进步到有下种情形:穿陈嘉庚橡皮鞋者,方得上文坛,如穿皮鞋,便属贵族阶级,而入于被攻击之列了。


现在外国回来的留学生失业的多得很。回国以后编一个副刊也并非一件羞耻事情,编那个副刊,是否因亲戚关系,更不成问题,亲戚的作用,本来就在这种地方。自命以扫除文坛为己任的人,如其人家偶而提到一两句自己的不愿意听的话,便要成群结队的来反攻,大可不必。如其常常骂人家为狂吠的,则自己切不可也落入于狂吠之列。



这两位作者都是富家女婿崇拜家,但如是先生是凡庸的,背出了他的祖父、父亲,鲁迅、茅盾之后,结果不过说着“鲁迅拿卢布”那样的滥调;打诨的高手要推圣闲先生,他竟拉到我万想不到的诗人太太的味道上去了。戏剧上的二丑帮忙,倒使花花公子格外出丑,用的便是这样的说法,我后来也引在《滑稽例解》中。


但郡府上也有恶辣的谋士的。今年二月,我给日本的《改造》杂志做了三篇短论,是讥评中国,日本,满洲的。邵家将却以为“这回是得之矣”了。就在也是这甜葡萄棚里产生出来的《人言》(三月三日出)上,扮出一个译者和编者来,译者算是只译了其中的一篇《谈监狱》,投给了《人言》,并且前有“附白”,后有“识”──



谈监狱                                                                                                                                                                                              鲁迅  



(顷阅日文杂志《改造》三月号,见载有我们文坛老将鲁迅翁之杂文三篇,比较翁以中国文发表之短文,更见精彩,因迻译之,以寄《人言》。惜译者未知迅翁寓所,问内山书店主人丸造氏,亦言未详,不能先将译稿就正于氏为憾。但请仍用翁的署名发表,以示尊重原作之意。——译者井上附白。)


人的确是由事实的启发而获得新的觉醒,并且事情也是因此而变革的。从宋代到清朝末年,很久长的时间中,专以代圣贤立言的“制艺”文章,选拔及登用人才。到同法国打了败仗,才知这方法的错误,于是派遣留学生到西洋,设立武器制造局,作为改正的手段。同日本又打了败仗之后,知道这还不彀,这一回是大大地设立新式的学校。于是学生们每年大闹风潮。清朝覆亡,国民党把握了政权之后,又明白了错误,而作为改正手段,是大造监狱。


国粹式的监狱,我们从古以来,各处早就有的,清朝末年也稍造了些西洋式的,就是所谓文明监狱。那是特地造来给旅行到中国来的外人看的,该与为同外人讲交际而派出去学习文明人的礼节的留学生属于同一种类。囚人却托庇了得着较好的待遇,也得洗澡,有得一定分量的食品吃,所以是很幸福的地方。而且在二三星期之前,政府因为要行仁政,便发布了囚人口粮不得刻扣的命令。此后当是益加幸福了。


至于旧式的监狱,象是取法于佛教的地狱,所以不但禁锢人犯,而且有要给他吃苦的责任。有时还有榨取人犯亲属的金钱使他们成为赤贫的职责。而且谁都以为这是当然的。倘使有不以为然的人,那即是帮助人犯,非受犯罪的嫌疑不可。但是文明程度很进步了,去年有官吏提倡,说人犯每年放归家中一次,给予解决性欲的机会,是很人道主义的说法。老实说:他不是他对于人犯的性欲特别同情,因为决不会实行的望头,所以特别高声说话,以见自己的是官吏。但舆论甚为沸腾起来。某批评家说,这样之后,大家见监狱将无畏惧,乐而赴之,大为为世道人心愤慨。受了圣贤之教,如此悠久,尚不像那个官吏那么狡猾,是很使人心安,但对于人犯不可不虐待的信念,却由此可见。


从另一方面想来,监狱也确有些像以安全第一为标语的人的理想乡。火灾少,盗贼不进来,土匪也决不来掠夺。即使有了战争,也没有以监狱为目标而来爆击的傻瓜,起了革命,只有释放人犯的例,没有屠杀的事。这回福建独立的时候,说释人犯出外之后,那些意见不同的却有了行踪不明的谣传,但这种例子是前所未见的。总之,不象是很坏的地方。只要能容许带家眷,那么即使现在不是水灾,饥荒,战争,恐怖的时代,请求去转居的人,也决不会没有。所以虐待是必要了吧。


牛兰夫妻以宣传赤化之故,收容于南京的监狱,行了三四次的绝食,什么效力也没有。这是因为他不了解中国的监狱精神之故。某官吏说他自己不要吃,同别人有什么关系,很讶奇这事。不但不关系于仁政,且节省伙食,反是监狱方面有利。甘地的把戏,倘使不选择地方,就归于失败。


但是,这样近于完美的监狱,还留着一个缺点,以前对于思想上的事情,太不留意了。为补这个缺点,近来新发明有一种“反省院”的特种监狱,而施行教育。我不曾到其中去反省过,所以不详细其中的事情,总之对于人犯时时讲授三民主义,使反省他们自己的错误。而且还要做出排击共产主义的论文。倘使不愿写或写不出则当然非终生反省下去不行,但做得不好,也得反省到死。在目下,进去的有,出来的也有,反省院还有新造的,总是进去的人多些。试验完毕而出来的良民也偶有会到的,可是大抵总是萎缩枯槁的样子,恐怕是在反省和毕业论文上面把心力用尽了。那是属于前途无望的。


(此外尚有《王道》及《火》二篇,如编者先生认为可用,当再译寄。——译者识。)



姓虽然冒充了日本人,译文却实在不高明,学力不过如邵家帮闲专家章克标先生的程度,但文字也原是无须译得认真的,因为要紧的是后面的算是编者的回答——



编者注:鲁迅先生的文章,最近是在查禁之列。此文译自日文,当可逃避军事裁判。但我们刊登此稿目的,与其说为了文章本身精美或其议论透彻;不如说举一个被本国迫逐而托庇于外人威权之下的论调的例子。鲁迅先生本来文章极好,强辞夺理亦能说得头头是道,但统观此文,则意气多于议论,捏造多于实证,若非译笔错误,则此种态度实为我所不取也。登此一篇,以见文化统制治下之呼声一般。《王道》与《火》两篇,不拟再登,转言译者,可勿寄来。



这编者的“托庇于外人威权之下”的话,是和译者的“问内山书店主人丸造氏”相应的;而且提出“军事裁判”来,也是作者极高的手笔,其中含着甚深的杀机。我见这富家儿的鹰犬,更深知明季的向权门卖身投靠之辈是怎样的阴险了。他们的主公邵诗人,在赞扬美国白诗人的文章中,贬落了黑诗人,“相信这种诗是走不出美国的,至少走不出英国语的圈子。”(《现代》五卷六期)我在中国的富贵人及其鹰犬的眼中,虽然也不下于黑奴,但我的声音却走出去了。这是最可痛恨的。但其实,黑人的诗也走出“英国语的圈子”去了。美国富翁和他的女婿及其鹰犬也是奈何它不得的。


但这种鹰犬的这面目,也不过以向“鲁迅先生的文章,最近是在查禁之列”的我而已,只要立刻能给一个嘴巴,他们就比吧儿狗还驯服。现在就引一个也曾在《滑稽例解》中提过,登在去年九月二十一日《申报》上的广告在这里罢——



《十日谈》向《晶报》声明误会表示歉意



敬启者十日谈第二期短评有朱霁青亦将公布捐款一文后段提及晶报系属误会本刊措词不善致使晶报对邵洵美君提起刑事自诉按双方均为社会有声誉之刊物自无互相攻讦之理兹经章士钊江容平衡诸君诠释已得晶报完全谅解除由晶报自行撤回诉讼外特此登报声明表示歉意



“双方均为社会有声誉之刊物,自无互相攻讦之理”,此“理”极奇,大约是应该攻讦“最近是在查禁之列”的刊物的罢。金子做了骨髓,也还是站不直,在这里看见铁证了。



给“女婿问题”纸张费得太多了,跳到别一件,这就是《〈庄子〉和〈文选〉》。


这案件的往复的文字,已经收在本文里,不再多谈;别人的议论,也为了节省纸张,都不剪帖了。其时《十日谈》也大显手段,连漫画家都出了马,为了一幅陈静生先生的《鲁迅翁之笛》,还在《涛声》上和曹聚仁先生惹起过一点辩论的小风波。但是辩论还没有完,《涛声》已被禁止了,福人总永远有福星照命……


然而时光是不留情面的,所谓“第三种人”,尤其是施蛰存和杜衡即苏汶,到今年就各自露出他本来的嘴脸来了。


这回要提到末一篇,流弊是出在用新典。

(2) Herr Feng sagt, er verstehe nicht, was mein Rat an Jugendliche, »Zhuangzi« und »Wenxuan« zu lesen, von "als Prüfer mit Gedichten Beamte auswählen" unterscheide - das ist aber klar unterschieden. Ersteres bietet als persönliche Meinung Jugendlichen einen Beitrag, Annahme oder Ablehnung liegt in ihrer Freiheit; letzteres repräsentiert eine ganze Klasse (Anmerkung: auch Beamtenklasse) und zwingt fast alle Jugendlichen Gedichte zu schreiben. (Außer diese Jugendlichen wollen keine Beamten werden.)

(3) Zu sagen, Herr Lu Xuns Artikel stammen aus »Zhuangzi« und »Wenxuan«, ist wirklich komisch - ich erinnere mich nicht, das gesagt zu haben. In meinem Artikel führte ich Herrn Lu Xun als Beispiel an, wollte nur Herrn Lu Xun um Hilfe bitten, der nicht dagegen ist, dass Jugendliche aus alten Büchern literarische Bildung schöpfen. Obwohl Herr Lu Xun immer rät, mehr ausländische Bücher zu lesen - weil er meint, daraus können denkende scharfsinnige Jugendliche entwickelt werden -, bei meiner Art für Jugendliche vom Artikelschreiben (oder literarischer Bildung) her zu denken, widersprach Herr Lu Xun nie dem Lesen alter Bücher durch Jugendliche. Zwei Belege: 1. "Wenig chinesische Bücher lesen resultiert nur in Schreibunfähigkeit." (Beixin-Ausgabe »Huagai-Sammlung« S. 4) Das zeigt, Herr Lu Xun erkennt an: Zum Schreiben sollte man mehr chinesische Bücher lesen. Diese sogenannten chinesischen Bücher scheinen nach obigem Text nicht Umgangssprache-Bücher zu meinen. 2. "Oft werde ich gefragt, was man für Literatur lesen sollte?... Ich meine, will man alte Sachen, sollte man sich an Zhang Zhidongs »Bücherlisten-Antworten« halten." (Beixin-Ausgabe »Weiter nichts-Sammlung« S. 45)

Jetzt sollte ich hier "aufhören". Ich schrieb dem »Dabao«-Redakteur einen Brief und bat aus Respekt vor Herrn Feng Zhiyus guter Absicht um Erlaubnis, zwei andere Bücher Jugendlichen zu empfehlen. Außer einem Brief an Herrn Cao Juren habe ich zu »Zhuangzi« und »Wenxuan« nichts mehr zu sagen. Ich sah mehrmals Textstreitigkeiten in »Freie Diskussion« - immer mehr emotionale Kämpfe, die vom Thema abwichen, bis sogar Teilnehmer-Motive verdächtig wurden. Ich will mich nicht unwillkürlich in Strudel ziehen lassen, daher sage ich nichts mehr. Gestern Abend improvisierte ich einen Vers:

Dies ist auch ein Recht-Unrecht, jenes auch ein Recht-Unrecht Nur ohne Recht-Unrecht-Anschauung kann man Recht-Unrecht vermeiden

Gäbe es jemanden, der Siegelschrift schreiben kann? Möchte sehr um Pinselschrift bitten, an weiße Wand zu hängen.

Shi Zhesheng (19.) (20. Oktober, »Shenbao·Freie Diskussion«)

    • [Chinesische Schrift und Chinesen - Yu Ming]**

Kürzlich erschien eine sehr gute Übersetzung: Karlgrens »Chinesische Sprache und chinesische Schrift«. Herr Karlgren ist Schwede, sein wahrer Name ist Karlgren. Warum "ehrenwerter Name" Gao? Zweifellos durch Sinisierung. Er leistet wirklich große Beiträge zur chinesischen Sprachwissenschaft.

Aber er scheint Chinesen noch mehr zu erforschen, daher verehrt er klassische Sprache und chinesische Zeichen als unentbehrlich für Chinesen.

Er sagt: "Kürzlich - Gaos Buch erschien 1923 in London - probierten einige Zeitungen Umgangssprache, aber ohne großen Erfolg; dadurch ärgerten sie vielleicht Abonnenten, da es andeutete, sie könnten klassische Sprache nicht verstehen!"

"Westliche Länder haben viele Schauspieler, die während Aufführungen jederzeit viele 'Gags' einfügen können, auch viele Autoren missbrauchen Bücher; aber alle halten das für minderwertigen Geschmack. In China ist es umgekehrt - man hält es für hohe Eleganz und Meisterkunst."

Chinesische Schrift-"Unklarheiten bereiten Chinesen nicht nur keine Schwierigkeiten, sie möchten sie kultivieren."

Aber Herr Gao erlitt dadurch genug Beleidigungen: "Der Buchautor versteht völlig, was liebe Chinesen ihm sagen, aber ihre gegenseitigen Gespräche versteht er kaum." Das sind natürlich jene "lieben Chinesen", die ihm "andeuten", er verstehe keine Oberschicht-Sprache, denn "Ausländer in China brauchen nur aufzupassen und merken: Obwohl sie gewöhnliche Sprache beherrschen, sind Oberschicht-Gespräche rätselhaft."

Daher sagt er: "Chinesische Schrift ist wie eine schöne, liebenswerte Dame, westliche Schrift wie eine nützliche, aber unschöne Magd."

Schöne, liebenswerte, aber nutzlose Damen-"Meisterkunst" liegt in "Gag"-Unklarheit. Das lässt westliche Erstklasse-Gelehrte höchstens gewöhnlichen Chinesen entsprechen, ohne Hoffnung in Oberschichten zu gelangen. So "siegten wir geistig". Um diesen Sieg zu bewahren, brauchen wir hohe, elegante Wortschätze - und reichlich! Vierter-Mai-Umgangssprache-Bewegungs "kein großer Erfolg" liegt meist daran, dass Oberschichten fürchten, man deute ihre klassische Sprach-Unkenntnis an.

Obwohl "dies ist auch ein Recht-Unrecht, jenes auch ein Recht-Unrecht" - bleiben wir lieber unklar. Sonst bereitet es Schwierigkeiten.

(25. Oktober)

    • [Wildtier-Trainingsmethoden - Yu Ming]**

Kürzlich gab es äußerst nützliche Vorträge: Hai Jingbo-Zirkus-Manager Schwede hielt im dritten Stock der Chinesischen Kunst-Gesellschaft "Wie trainiert man Tiere?" Leider hatte ich kein Glück beizuwohnen, sah nur Zeitungsnotizen. Aber darin waren schon genug scharfsinnige Worte:

"Manche denken, Wildtiere mit Gewalt und Fäusten zu behandeln und zu unterdrücken sei richtig - das ist falsch, weil das primitive Wildtier-Behandlung war. Heutige Trainingsmethoden sind anders."

"Jetzt verwenden wir Liebeskraft, gewinnen ihr Vertrauen zu Menschen, verwenden Liebeskraft und sanfte Gefühle, sie zu bewegen..."

Diese Worte stammen zwar aus germanischem Mund, stimmen aber sehr mit unserer Heiligen-Ahnen-Lehre überein. Gewalt und Fäuste verwenden ist sogenannte "Hegemonie". Aber "mit Kraft Menschen unterwerfen überzeugt Herzen nicht", daher müssen zivilisierte Menschen "Königsweg" verwenden, um "Vertrauen" zu erlangen: "Volk ohne Vertrauen kann nicht bestehen."

Aber nach "Vertrauen" müssen Wildtiere Tricks machen:

"Trainer können nach Vertrauen-Erlangung mit Training beginnen: Erstens, sie Sitz- und Steh-Positionen erkennen lassen; dann können sie springen, aufstehen..."

Tier-Training gleicht Volk-Hüten, daher nannten Alte auch Volk-Regierende "Hirten". Aber "Gehütete" sind Rinder und Schafe, schwächer als Wildtiere, daher braucht es nicht nur "Vertrauen", kann auch Fäuste verwenden - das ist würdevolle "Macht-Vertrauen".

Durch "Macht-Vertrauen" regierte Tiere reichen nicht mit "springen, aufstehen" - Ergebnis muss Haar-Horn-Blut-Fleisch-Beitrag sein, mindestens täglich Milch-Lieferung wie Kuh-, Schafmilch.

Aber das sind alte Methoden, ich glaube nicht, dass sie die Moderne einschließen können.

Nach Schweders Vortrag gab es angeblich Zusätzliches wie "Östliche Musik" und "Federball-Treten" - Zeitungen ungenau, Details unbekannt, sonst wären sie wohl sehr bedeutsam.

(27. Oktober)

    • [Wiederkäuen - Yuan Gen]**

Über »Zhuangzi« und »Wenxuan«-Diskussionen erwähnen manche Publikationen nicht mehr direkt, ob alle das erforschen sollten, sondern wenden sich anderen Dingen zu. Sie verspotten »Wenxuan«-Gegner, die selbst klassische Texte schrieben und alte Bücher lasen.

Das ist wirklich scharf. Wohl sogenanntes "mit deinem Speer deinen Schild angreifen" - Entschuldigung, schon wieder "alte Bücher"!

Wer nie ins Gefängnis kam, kennt keine Gefängnis-Wahrheit. Mit Reichen oder selbst reich, erst telefonieren, dann besichtigen - er sieht nur freundliche Wärter, Gefangene können frei englisch sprechen. Will man Details wissen, muss er ehemaliger Wärter oder entlassener Gefangener sein. Natürlich hat er noch schlechte Gewohnheiten, aber sein Rat, nicht ins Gefängnis zu gehen, ist glaubwürdiger als Berühmtheiten über Mustergefängnis-Bildung und -Hygiene, wie vollständig, viel besser als Armer-Häuser.

Aber selbst Gefängnis-Atmosphäre zu haben disqualifiziert angeblich vom Gefängnis-Schlecht-Sagen - Wärter oder Gefangene sind schlechte Menschen, schlechte Menschen können nichts Gutes sagen. Nur gute Menschen sagen Gefängnis gut - das sind gute Worte. »Wenxuan« gelesen und nutzlos genannt ist weniger hörbar als »Wenxuan« nicht gelesen und nützlich genannt. Anti-"Anti-»Wenxuan«"-Herren lasen natürlich meist, aber Ungelesene gibt es auch - ein Beispiel: "»Zhuangzi« las ich vor vier Jahren, konnte damals nicht völlig verstehen... »Wenxuan« sah ich überhaupt nicht." Aber er schließt: "Wegen schmutzigen Badewannen-Wassers auch Babys wegzugießen können wir nicht befürworten." (siehe »Fackel«) Er will Wasser-"Babys" schützen, sah aber nie "Badewannen-Wasser".

Zur Vierter-Mai-Zeit sagten klassische Sprach-Schützer: Alle Umgangssprache-Schreiber können klassische Sprache, daher muss man auch klassische Texte lesen. Jetzt sagen alte Bücher-Schützer: Alte Bücher-Gegner lesen auch alte Bücher, schreiben klassische Sprache - zeigt Ansichts-Lächerlichkeit. Ewig wiederkäuen, selbst nie erbrechen - wohl wirklich »Zhuangzi« durchgelesen.

(4. November)

    • [Zur Güte zurückkehren - Luo Wu]**

Im Ausländerviertel mit starker Säure gehasste Frauen zu bespritzen ist längst ausgestorben. Gehasste Anwälte mit Schmutz zu bespritzen dauerte nur zwei Monate. Am längsten währt: Gerüchte zu erfinden, um gehasste Literaten zu verleumden - das gibt es schon seit Jahren, wird nur weniger, nicht mehr.

Im Ausländerviertel gibt es viele Müßiggänger - "Bummel-Essen" kann man leben, geschweige denn gelegentlich Mahjong spielen. Kleinbürgerliches Geplapper kann sehr entspannend sein. Ich lese oft Gerüchte-Fachzeitschriften, aber nicht Gerüchte, sondern Gerüchte-Autoren-Methoden: welche außergewöhnlichen Phantasien, originelle Beschreibungen, heimtückische Fallen, ausweichende Originalformen. Gerüchte brauchen auch Talent - macht er es geschickt, liebte ich wohl seine Fertigkeit, selbst wenn es meine eigenen Gerüchte wären.

Aber leider meist ohne solches Talent - Autoren in Gerüchte-Literatur "füllen nur Zahlen". Das ist nicht meine Privatmeinung. Literaturwelt-Geschichten-Romane sind unpopulär, Außengeschichten nicht weitergeschrieben - Menschen schütteln den Kopf. Immer dieselben Sätze - selbst bei schlechtem Gedächtnis wird man überdrüssig. Zur Fortsetzung braucht es jetzt Talent; sonst Zuschauer zerstreut, sollte anderes Stück aufgeführt werden.

Zum Beispiel: Früher »Sohn töten melden«, diesmal müsste »Dritte Tante lehrt Sohn« sein: "Alter Ostherr, ach, ach, ach!"

Literaturfeld ist wirklich wie Theaterfeld - tatsächlich wird allmählich "Volks-Tugend kehrt zur Güte zurück". Manche erklären sogar selbst Personal-Wechsel: Früher "Autoren-Geheimgeschichten veröffentlichen war zwar Literaturwelt-Schönheit, schadete aber Güte. Künftig stoppt unser Blatt solche Manuskripte... frühere Wort-Verantwortung... übernehmen wir keine Verantwortung." (siehe »Weiyan«) Für "Güte" "Schönheit" zu opfern ist bedauerlich, aber respektabel.

Besonders respektabel ist Personal-Wechsel. Das respektiert nicht seine "keine Verantwortung", sondern seine Gründlichkeit. Früher gab es "Messer hinlegen, sofort Buddha werden", aber auch "Amtssiegel hinlegen, sofort Buddha verehren" und schließlich "Gebetskette hinlegen, sofort Beamter werden" - diese Spielerei ist wirklich unzureichend für Weltvertrauen, macht Amtsführung schwierig.

Aber besonders schwierig ist: Güte-Literatur kann bei weitem nicht so leicht Leser mobilisieren wie Gerüchte-Literatur, braucht talentiertere Autoren. Ist kurzfristig schwer zu finden, verlieren Publikationen Farbe. Ich denke, besser frühere Gag-Zweitclowns lange Bärte umhängen und alte Männer-Oper singen lassen - vorübergehend besonders interessant.

(4. November)

Nachtrag: Dieser konnte nicht veröffentlicht werden. (Nächstes Jahr 19. Juni notiert)

    • [Schwer verwirrt zu bleiben - Zi Ming]**

Weil jemand Siegelschrift-Schreiben erwähnte, erinnerte ich mich: Zheng Banqiao hatte einen Stempel mit "schwer verwirrt zu bleiben". Die vier Siegelzeichen waren verschlungen geschnitzt, konnten etwas Gelehrten-Verdruss ausdrücken. Zeigt: Stempel schnitzen und Siegelschrift schreiben reflektieren auch bestimmte Stile, wie "Holzschnitt spielen" nicht unbedingt "nur Privatsache": "Irrlehre" und "Dämon" bringen beim Siegelschrift-Schreiben auch "dämonische Verwirrung" mit.

Aber Stil, Stimmung, Tendenzen unterscheiden sich nicht nur nach Person, sondern nach Sache und Zeit. Zheng Banqiao sagte "schwer verwirrt zu bleiben" - tatsächlich konnte er noch verwirrt sein. Jetzt, in Zeiten von "Amt suchen und nicht bekommen ist nicht traurig, Versteck suchen und keinen Ort finden zum Kriechen ist wohl weltgrößte Trauer", ist Verwirrung suchen und nicht bekommen wirklich schwer.

Verwirrung-Prinzip, keine Recht-Unrecht-Anschauung usw. waren ursprünglich Chinas hohe Moral. Du nennst es Befreiung, Weitsicht - vielleicht nicht. Er hält tatsächlich an etwas fest, beharrt darauf: moralische Orthodoxie, literarische Hauptrichtung. Das kommt schließlich heraus: Moral braucht Kong-Meng plus "buddhistische Vergeltung-Lehre" (Lao-Zhuang separate Rechnung), andere "Buddhismus-Einfluss-Verachtung" zu sagen heißt "für Konfuzianismus Orthodoxie erkämpfen" - ursprünglich ist Tongshan-Gesellschafts Drei-Religionen-gleiche-Quelle-Theorie längst orthodox. Literatur? Braucht schwierige Zeichen, Wortzierrat, üppige Werke - und zwar neue Literatur-Werke, obwohl er "neue und alte Literatur-Grenzen verneint"; Massenliteratur "natürlich befürwortet", "aber das ist Literatur-Seitenzweig". Orthodoxie und Hauptrichtung sind offensichtlich.

Über Lebens-Überdruss nicht verwirrt! Lebendiges Leben ist schon so "arm" - will Jugendliche in "buddhistischer Vergeltung-Lehre", in »Wenxuan«, »Zhuangzi«, »Lunyu«, »Mengzi« Bildung suchen lassen. Später verschwand Bildung, nur Wortschatz blieb. "Naturlandschaften, persönliche Gefühle, Palast-Architektur... kann man noch aus »Wenxuan«-artigen Büchern holen." Früher fand Yan Jidao aus alten Büchern - wohl auch »Zhuangzi« - "yao ni" zwei Zeichen für Unit-Übersetzung: alt-elegant und laut-bedeutungs-doppeldeutig. Aber später verbreitete sich "danwei" (Einheit). Yan-Herrschens solche "Wortschätze" sind viele, meist unwiedererweckbar. Jetzt meint jemand: "Han-nachher Wörter, Qin-vorher Zeichen, westlicher Kultur gebrachte Zeichen und Wörter können unsere glänzende neue Literatur zusammensetzen." Liegt der Glanz nur in Zeichen und Wörtern, ist das wohl wie alte Grab-Edeldamen voller Perlen-Schätze. Leben liegt aber nicht in Zusammensetzen, sondern Schaffen - Millionen Lebender schaffen. Hassenswert ist: Leben so unruhig-chaotisch, lässt manche "keinen Ort finden zum Kriechen", will in Zeichen und Wörter fliehen, um "Recht-Unrecht zu vermeiden" - aber unerreichbar. Wirklich Siegelschrift schreiben und Stempel schnitzen!

(6. November)

    • [Lebenden Wortschatz in alten Büchern suchen - Luo Wu]**

Lebenden Wortschatz in alten Büchern suchen ist sagbar, nicht machbar - er findet in alten Büchern keinen lebenden Wortschatz.

Gäbe es hier "»Wenxuan« lesende Jugendliche" - einige Oberschüler -, öffnet er »Wenxuan« und will Wortschatz suchen, weiß natürlich, dass manche Zeichen tot sind. Aber wie unterscheidet er Zeichen-Leben-Tod? Wohl nur nach eigenem Verstehen-Nicht-verstehen. Aber nach Sechs-Minister-Kommentaren verstandene Zeichen zählen nicht - das sind Leichen, von Sechs Ministern in sein Gehirn getragen. Selbst in seinem Gehirn wiederbelebt, sind sie vor Nicht-"»Wenxuan« lesenden Jugendlichen"-Augen noch tote Sachen. Er muss blanken Text lesen.

Wirklich, ohne Kommentare gibt es Verständliches - das ist lebender Wortschatz. Aber warum verstand er es schon? Bestimmt in anderen Büchern gesehen oder bis heute verwendeter Wortschatz - daher versteht er es. Was findet er dann aus »Wenxuan«?

Aber Herr Shi sagt, bei Palast-Beschreibungen nützlich. Sehr richtig - »Wenxuan« hat viele Palast-Fu und spezielle Palast-Fu. Will ein Jugendlicher Han-Jin-historische Romane schreiben und damalige Paläste beschreiben, ist »Wenxuan«-Suchen sehr angemessen, muss auch »Vier Geschichten«, »Jin-Buch« lesen. Aber genommene seltene Zeichen sind nur Leichen-Heraustragen, geheimnisvoll "Wiederbelebung" genannt. Will er Qing-Paläste beschreiben, hat das wenig mit »Wenxuan« zu tun.

Will er nicht mal Qing-Paläste beschreiben, aber Vorbereitungen so breit anlegen, ist das wirklich vergeblich und unzureichend. Denn es gibt noch »Yijing« und »Yili« - deren Wortschatz ist bei Zhou-Wahrsagung und Hochzeit-Begräbnis-Beschreibungen nützlich, sollte auch als "Literatur-Bildung-Grundlage" dienen - dann mehr wie "Literatur-Jugendliche".

(6. November)

    • ["Vereinbarte" Literaturgrößen - Bai Zaixuan]**

Federspitzen sind auch spitz, müssen auch bohren. Meinungswege sind eng wie Lebenswege, daher (obige 15 Zeichen gedruckt als "andere Orte unbebohrbar") nur gegen Literaturzeitschriften-Werbung-Übertreibung stechen.

Werbungen sehen: Jeder Autor ist Literaturgroße, Chinas Literaturwelt scheint flammenglänzend, bringt aber auch Nasen-Schnauben hervor. Aber Autoren, die lebenslang schreiben und in Berge vergraben auf Archäologie-Teams warten, gibt es nicht mehr; selbst selbst-schreibende, -schnitzende, dünne Hefte bindende, Freunden schenkende Dichter selten. Jetzt: vorige Woche schreiben, nächste Woche drucken, letzten Monat ausschneiden, nächsten Monat Buch - meist nur für Honorar. Zu sagen, Autoren hungern und konzentriert der Gesellschaft dienen, wird wohl rot machen. Selbst Honorar-Braucher-Verspotter - ihre Spott-Artikel brauchen auch Honorar. Natürlich gehören andere Gehalts- oder Frauen-Mitgift-Lebende nicht dazu.

Grob gesagt: Wurzel liegt im Geldverkauf - daher Shanghais verschiedenste Literaturgrößen durch "Vereinbarung" "längst schon, nicht erst heute".

Geschäfte drucken Manuskripte: Herrscht Feudalismus, sagt Werbung Autoren sind feudale Literaturgrößen; ist Revolution angesagt, sind es revolutionäre Literaturgrößen - so wird eine Literaturgrößen-Charge bestimmt. Andere Bücher erscheinen, andere Werbung sagt: Jene Autoren sind nicht wirklich feudal oder revolutionär, diese sind echte Ware - wieder eine Literaturgrößen-Charge bestimmt. Andere sammeln verschiedene Werbung-Kontroversen, ein Autor fügt Kritiken hinzu, hervorbringend neue Literaturgrößen.

Eine Methode ist Rollen-Kombination: Einige Dichter, Romanciers, einen Kritiker brauchen, beraten, Gesellschaft gründen, Werbung schalten: Jene Literaturgrößen stürzen, diese erheben - Ergebnis kann auch Literaturgrößen-Charge bestimmen, auch "Vereinbarung".

Grob gesagt: Wurzel liegt im Geldverkauf - daher spätere Buchpreise zeigen Literaturgrößen-wahren Wert: Zwei Zehntel Preis, fünf Jiao ein Haufen möglich. Aber eine Ausnahme: Obwohl Läden schließen, Werke billig verkauft werden, sind Literaturgrößen nicht am Ende - sie sind "hochgeklettert", in Universitäten, Ämter, brauchen diese Trittbretter nicht mehr.

(7. November)

    • [Jugend und Väter - Jing Yizun]**

Hörte: "Seit Europäische Winde ostwärts wehen", wurde Chinas Moral schlechter, besonders heutige Jugendliche verachten oft Väter. Das ist wohl ein großer Fehler, denn ich sah einige Beispiele: Väter sind für Jugendliche manchmal sehr nützlich, hilfreich, nicht nur "literarische Bildung"-Hilfe.

Ein alter Artikel - ich vergaß, aus welchem Buch - erzählt: Ein Taoist hatte Unsterblichkeits-Kunst, sagte über hundert Jahre alt zu sein, sah aber "schön wie Kronjuwel" aus, wie zwanzig. Eines Tages gab dieser lebende Unsterbliche ein großes Bankett für Reiche, plötzlich kam ein weißhaariger-bärtiger Alter, verlangte Geld. Er schimpfte ihn hinaus. Alle verwundert, sagte der lebende Unsterbliche großmütig: "Das ist mein kleiner Sohn, er hört nicht auf mich, will nicht Taoismus studieren - jetzt seht ihr, nicht mal sechzig und schon so alt." Alle natürlich bewegt, aber später erkannten sie: Der Mann war tatsächlich des Taoisten Vater.

Ein neuer Artikel - Yangs Geständnis - erzählt: Er war zielbewusster Mensch mit korrekten Lehren, nicht nur Reden, sondern Handeln. Aber beim Sehen mancher Orte-Alte leiden sah er nicht menschlich aus, dachte an seinen Vater: Selbst wenn seine Ideale verwirklicht würden, könnte er seinen Vater nicht zum Großherrn machen, müsste noch leiden. So bekam er korrektere Lehren, verwarf ursprüngliche Ideale, wurde Sohn. Wären Eltern früh gestorben, wie könnten Lehren so vollständig und würdevoll sein? Ist das nicht auch Väter-Nutzen für Jugendliche?

Haben Jugendliche ohne Väter keine Methoden? Ich denke nicht - gibt Methoden. Muss auch alte Bücher prüfen. Ein anderer Artikel - ich vergaß auch, aus welchem Buch - erzählt: Eine alte Frau bettelte, plötzlich kam ein Reicher, sagte sie sei seine längst verlorene Mutter. Sie spielte mit, wurde alte Dame. Später wollte ihr Sohn Tochter verheiraten, ging mit alter Dame zusammen zu Schmuckläden Gold kaufen, nahm der alten Dame gefallende Sachen selbst mit zur Frau zeigen, bat alte Dame weiterzuwählen - aber verschwand.

Aber das ist wie Taoist-Lernen, braucht Wirklichkeits-Methoden. Nur Geständnisse schreiben - ob Väter da sind, macht keinen großen Unterschied. Früher befürwortete jemand "leere Kaiser-Republik", warum nicht jetzt "vaterlose Kindespietät"? Zhang Zongchang respektierte sehr Konfuzius, wohl hatte sein Haus auch nicht »Vier Bücher«, »Fünf Klassiker«.

(7. November)

    • [Nachwort]**

Diese über sechzig Glossen entstanden unter Unterdrückung ab letztem Juni unter verschiedenen Pseudonymen, Redakteure und Zensoren täuschend, fortlaufend in »Freie Diskussion« veröffentlicht. Bald verkündeten "inspirierte" "Literaten" sie, unverhüllbar. Obwohl ihre geruchsbasierten Urteile manchmal nicht den Fakten entsprachen. Aber Unbußfertige können nicht weit ausweichen - so kam nach einem halben Jahr heftigere Unterdrückung. Bis Anfang November hingehalten, musste ich aufhören, bewies: Meine Tinte kann jenen maskierten, unter Kommando-Säbeln hervortretenden Helden nicht widerstehen.

Ohne Artikel schreiben ordnete ich alte Manuskripte, klebte Jahresende ein Buch zusammen, fügte Gelöschtes oder Unveröffentlichte hinzu - sieht umfangreicher aus als frühere »Falsche Freiheit«. Dieses Jahr März wollte ich drucken, schrieb Vorwort, langsam setzen, korrigieren - wieder ein halbes Jahr vergangen. Rückblickend auf Schreibstopp schon über ein Jahr - Zeit fliegt, aber ich fürchte, meine Glossen sprechen noch von Gegenwart oder sogar nächstem Jahr.

Erinnere mich: Bei »Falsche Freiheit«-Veröffentlichung kritisierte »Gesellschaftsnachrichten«, mein Druckabsicht sei völlig für einen Schwanz - »Nachwort«. Das ist Missverständnis. Meine Glossen schreiben oft Nase, Mund, Haar, aber zusammen sind sie fast vollständige Gestalt - ohne Zusätze passabel. Aber einen Schwanz zeichnen macht es vollständiger. Daher will ich Nachwort schreiben - außer dass ich Schreibender bin, muss schreiben - nur damit dieses Buchs gezeichnete Gestalt vollständigere konkrete Gestalt wird, nicht "völlig für einen Schwanz".

Inhalt wie früher: Gesellschaftsphänomene kritisieren, besonders Literaturwelt-Verhältnisse. Wegen häufigem Pseudonym-Wechsel anfangs friedlich. Aber "Berge leicht ändern, Natur schwer wandeln" - ich weiß, ich kann nicht anständig bleiben. »Vorwort-Befreiung« stieß auf Zeng Jinke, »Großsprech-Rabatt« beleidigte Zhang Ziping, außerdem unbewusst andere Große beleidigt - ich weiß selbst nicht. Aber nach »Verschiedene Spenden-Ränge« und »Drachen-Aufstieg-Kunst-Ergänzungen« wurde der Fall groß.

Letzten August eröffnete Dichter Shao Xunmeis Buchhandlung »Zehn-Tage-Gespräche«. Dieser Dichter schrieb in Nummer 2 (20. erschienen) hochmütig über "Literaten ohne Charakter", teilte Literaten in fünf Typen, schließend:

Außer obigen fünf Typen gibt es natürlich viele andere; aber ihr Literatentum liegt daran, dass sie nichts zu essen haben oder nicht satt werden. Denn Literat-Sein braucht nicht viel Kapital wie Beamter oder Geschäftsmann. Ein Pinsel, etwas Tinte, einige Manuskriptseiten sind alles nötige. Kein-Kapital-Geschäft will jeder machen, daher viele Literaten. Das ist Tatsache: Ohne Beruf wird man Literat.

Unsere Literaturwelt wird von solchen Literaten organisiert.

Da sie ohne Beruf Literaten werden, ist ihr Ziel noch Beruf, nicht Literat. Sie nutzen Literatur-Bankett-Namen, um Große anzulocken; nutzen Literaturzeitschriften oder Beilagen-Plätze für Selbstwerbung: Nur Bekanntheit suchen, Scham ignorieren.

Wer weiß: Als Literaten werden sie als Literaten gesehen; als Literaten gesehen bekommen sie keine Berufe mehr - diese Gestalten randalieren ewig in Literaturwelt.

Literaten sind meist arm - seit Meinungs- und Schöpfungs-Unterdrückung haben manche Autoren wirklich nichts zu essen. Herr Shao Xunmei ist sogenannter "Dichter" und berühmter Großreicher "Sheng Gongbaos" Schwiegersohn - Schmutz auf "diese Gestalten" zu gießen ist normal. Aber ich meine: Literat-Sein unterscheidet sich von "großen Beerdigungen" - selbst viele Helfer anheuern, Gongs schlagen, rufend: Nachher bleibt nur leere Straße, nicht mal wie "große Beerdigungen", die nach Jahrzehnten manchmal noch Philister besingen. Extremer Armut verhindert gute Literatur, aber Gold und Silber sind nicht Artikel-Wurzeln - am besten Jangtse-Ufer-Land kaufen. Aber Reichen-Söhne missverstehen oft: Geld bewegt Geister, kann auch Literatur durchdringen. Geister bewegen ist wohl richtig, vielleicht auch Götter, aber Literatur durchdringen geht nicht - Dichter Shao Xunmeis eigene Gedichte sind Beweis. Meine zwei Artikel-Abschnitte erklärten: Ämter kann man kaufen, Literaten nicht; gibt Protektion-Beamte, aber keine Protektion-Literaten.

Aber Helfer erschienen sofort in würdiger »Zentralzeitung« (4., 6. September):

    • Schwiegersohn-Problem - Ru Shi**

Kürzlich in »Freie Diskussion« zwei Schwiegersohn-Artikel: Sun Yongs »Zufriedenheit und Nicht-schreiben-können«, Wei Suos »Drachen-Aufstieg-Kunst-Ergänzungen«. Letzterer 1. September erschienen, ersterer nicht zur Hand, etwa Ende August.

Herr Wei Suo sagt: "Literaturwelt will zwar keine Schwiegersöhne rekrutieren, aber Schwiegersöhne wollen in Literaturwelt." Letzter Satz "Schwiegersöhne wollen in Literaturwelt" ist sehr solide, unangreifbar. Unsere Großväter sind andere Schwiegersöhne, unsere Väter auch, wir selbst auch. Wie heute "nordwärts" sitzende Lu Xun, Mao Dun sind andere Schwiegersöhne - "Schwiegersöhne wollen in Literaturwelt" ist unproblematisch. Ersterer Satz "Literaturwelt will zwar keine Schwiegersöhne rekrutieren" ist unhaltbar. Ich finde, Literaturwelt rekrutiert immer Schwiegersöhne - viele chinesische Autoren wurden russische Schwiegersöhne.

Außerdem: "Reiche Schwiegerväter, reiche Frauen haben, Mitgift-Geld als Literatur-Kapital verwenden..." Frauen-Mitgift als Literatur-Kapital zu verwenden sollte man bewundern, denn Frauen-Geld für Literatur ist besser als für andere unrechte Dinge. Außerdem braucht alles Kapital, Literatur keine Ausnahme. Ohne Geld keine Druckkosten, keine Zeitschriften und Sammlungen. Buchläden betreiben, Zeitschriften herausgeben braucht private Ersparnisse - Frauen-Geld ist auch Ersparnis. Außerdem ist reicher Schwiegersohn-Sein kein Verbrechen, wie Zeitungsbesitzer-Verwandter-Sein kein Verbrechen. Kann Zeitungsbesitzer-Verwandter nach Heimkehr müßig von Verwandten-Ansehen lebend Beilage redigieren, warum nicht reicher Schwiegersohn aus Interesse mit Frauen-Mitgift Literatur-Kapital machen?

    • "Schwiegersohn"-Ausbreitung - Sheng Xian**

Fuchs kann keine Trauben fressen, sagt Trauben sind sauer. Heiratet selbst keine reiche Frau, entwickelt Eifersucht auf alle mit reichen Schwiegervätern - Eifersucht-Resultat ist Angriff.

Kann man als anderer Schwiegersohn noch Literat sein? Antwort natürlich positiv, wie Herr Ru Shi vorgestern in »Schwiegersohn-Problem« sagte: Heutige literaturwelt-berühmteste Lu Xun, Mao Dun sind einerseits Literaten, andererseits anderer Schwiegersöhne. Aber da Literaten auch anderer Schwiegersöhne sein können - gehören diese Schwiegersöhne zu armen oder reichen Schwiegervätern? Hierzu äußerten sich alte Autoren nicht - ob "Reich-neigend" oder "Arm-neigend" richtig. Aber »Freie Diskussion«-Autoren griffen reiche Schwiegerväter-Schwiegersöhne an - wir fühlen: Reiche Schwiegerväter-Schwiegersöhne sollten nicht mehr in Literaturwelt. "Reiche Schwiegerväter-Schwiegersöhne" und "Literaten" scheinen widersprüchlich - nur eines wählbar.

Heutige chinesische Literaturwelt hat dieses Phänomen: Nicht Literaten-eigene Literaturwelt-Anstrengungen prüfen, sondern kleinlich Literaten-Familien-Kleinigkeiten erforschen: reiche oder arme Frauen. Eröffnet man Buchhandlung, ob Kapital aus Frauen-Mitgift stammt, beschäftigt auch scharfäugige Literaten zur Untersuchung und Spott.

Ich denke, künftige chinesische Literaturwelt wird zu diesem Fortschritt: Nur Chen Jiageng-Gummischuh-Träger dürfen in Literaturwelt, Lederschuh-Träger gehören zu Adelsklasse und Angriffsliste.

Jetzt sind viele Rückkehrer-Studenten arbeitslos. Nach Heimkehr Beilage redigieren ist nicht beschämend, ob durch Verwandtschaft unwichtig - Verwandten-Nutzen liegt dort. Selbsternannte Literaturwelt-Säuberer greifen gruppenweise an, wenn andere unerwünschte Worte sagen - unnötig. Wer andere als "wild bellend" beschimpft, sollte nicht selbst "wild bellen".

Diese beiden Autoren sind reiche Schwiegersohn-Verehrer, aber Herr Ru Shi ist gewöhnlich - nach Großvätern, Vätern, Lu Xun, Mao Dun nur "Lu Xun nimmt Rubel"-Platitüden. Gag-Meister ist Herr Sheng Xian, der zu unvorstellbarem Dichter-Frauen-Geschmack übergeht. Theaters Zweitclown-Hilfe lässt Playboys besonders lächerlich aussehen - diese Methode verwendete ich später in »Komik-Beispiele«.

Aber Herrschaftshäuser haben auch gehässige Berater. Dieses Jahr Februar schrieb ich für Japans »Kaizo« drei kurze Abhandlungen, spottend über China, Japan, Mandschurei. Shao-Familie meinte "diesmal gelingt es". In derselben süße Trauben-Laube entstandenen »Renyan« (3. März) spielten Übersetzer und Redakteur vor - Übersetzer übersetzte angeblich nur einen »Gefängnis-Gespräche«, sandte an »Renyan« mit "Anhang" vor, "Notiz" nach:

    • Gefängnis-Gespräche - Lu Xun**

(Kürzlich in japanischer Zeitschrift »Kaizo« März Lu Xuns drei Glossen gesehen - verglichen mit chinesischen Kurztexten brillanter, daher übersetzt für »Renyan«. Bedauerlicherweise kenne ich Lu Xuns Adresse nicht, Uchiyama-Buchladen-Besitzer Maruzo auch nicht - kann Übersetzung nicht erst zur Korrektur vorlegen. Bitte trotzdem unter Lu Xuns Namen veröffentlichen, um Original zu respektieren. - Übersetzer Inoue)

Menschen erwachen wirklich durch Tatsachen-Aufklärung und ändern dadurch Dinge. Von Song bis Qing-Ende lange Zeit wählte man mit "Kaiserliche-Rede-Vertretungs"-Aufsätzen Talente. Nach Frankreich-Niederlage erkannte man Methoden-Fehler - Westausbildung, Waffenfabriken als Korrekturen. Nach Japan-Niederlage war das unzureichend - diesmal großangelegte moderne Schulen. Daher jährliche Schüler-Aufstände. Nach Qing-Untergang und Kuomintang-Machtergreifung erkannte man wieder Fehler - Korrektur durch Gefängnis-Bau.

Altchinesische Gefängnisse gab es überall seit Alters, Qing-Ende baute auch westliche "Zivilisations-Gefängnisse". Das waren speziell für reisende Ausländer - wie für Ausländer-Verkehr lernende zivilisierte Umgangs-Studenten. Gefangene bekamen dadurch bessere Behandlung, Bäder, bestimmte Nahrung - sehr glückliche Orte. Vor zwei-drei Wochen erließ die Regierung aus Güte: Gefangenen-Nahrung nicht kürzen. Künftig noch glücklicher.

Alte Gefängnisse nachahmten buddhistische Höllen - nicht nur Einsperren, sondern Leiden-Geben. Manchmal Gefangenen-Verwandten Geld abpressen bis Armut. Alle hielten das für natürlich. Andersdenker halfen Gefangenen, wurden verdächtigt. Aber zivilisiert fortgeschritten - letztes Jahr schlug ein Beamter vor: Gefangene jährlich einmal nach Hause lassen für Sexualität sei humanitär. Ehrlich: Nicht besondere Sex-Sympathie, da unausführbar laut sprechen, um Beamtentum zu zeigen. Aber öffentliche Meinung kochte. Ein Kritiker sagte: Danach fürchten alle Gefängnisse nicht mehr, gehen gern hin - empört über Weltmoral. Von Heiligen-Lehre so lange beeinflusst, noch nicht so listig wie jener Beamte - beruhigend, aber zeigt Gefangenen-Misshandlungs-Glaube.

Andererseits sind Gefängnisse wie "Sicherheit-zuerst"-Idealländer. Wenig Brände, keine Diebe oder Banditen. Selbst bei Kriegen bombardiert niemand Gefängnisse, bei Revolutionen nur Gefangenen-Befreiung, keine Massaker. Bei Fujian-Unabhängigkeit freigelassene Gefangene verschwanden angeblich spurlos - aber beispiellos. Jedenfalls nicht sehr schlechte Orte. Mit Familien-Erlaubnis bäten selbst ohne Flut, Hunger, Krieg, Terror viele um Umsiedlung. Daher ist Misshandlung nötig.

Noulens-Ehepaar wegen Kommunismus-Propaganda in Nanjing inhaftiert, mehrmals gehungert - ohne Wirkung. Sie verstanden chinesische Gefängnis-Gesinnung nicht. Ein Beamter sagte: Will er nicht essen, was geht andere das an? Nicht nur nicht menschlich, spart auch Kost - Gefängnis-Vorteil. Gandhis Tricks scheitern ohne Ortswahl.

Aber solche fast perfekte Gefängnisse haben einen Mangel: Früher zu wenig Gedanken-Aufmerksamkeit. Zur Mängel-Behebung gibt es neuerdings "Besinnungs-Anstalten"-Spezialgefängnisse mit Bildung. Ich besann nie dort, kenne Details nicht. Jedenfalls wird Gefangenen ständig Drei-Volk-Prinzipien gelehrt, eigene Fehler-Besinnung. Auch Anti-Kommunismus-Aufsätze schreiben. Unwilligkeit oder Unfähigkeit führt zu lebenslanger Besinnung, Schlechtes auch zu Todes-Besinnung. Derzeit gehen welche hinein, kommen heraus, neue Anstalten entstehen - mehr Eingänge. Gelegentlich kommen erlöste Gutbürger, meist abgezehrt-verwelkt - wohl durch Besinnung und Abschluss-Aufsätze erschöpft. Hoffnungslos.

(Zusätzlich »Königsweg« und »Feuer« - bei Redakteur-Brauchbarkeit weitere Übersetzung. - Übersetzer)

Name zwar japanisch fingiert, Übersetzung wirklich schlecht - Niveau wie Shao-Häuser Helfer-Experte Zhang Kebiao, aber Text muss nicht sorgfältig übersetzt werden - wichtig ist nachfolgende Redakteur-Antwort:

Redakteur-Anmerkung: Lu Xuns Artikel stehen kürzlich auf Verbotsliste. Diese japanische Übersetzung entgeht Militärgericht. Aber wir drucken dies weniger für Artikel-Schönheit oder Argument-Gründlichkeit als Beispiel: Von Heimat vertrieben, unter Ausländer-Schutz. Lu Xuns Artikel sind sehr gut, Wortklauberei überzeugend, aber hier mehr Emotion als Argument, mehr Erfindung als Beweis. Wenn nicht Übersetzung-Fehler, missbilligen wir diese Haltung. Dies zeigt Kultur-Kontrolle-Stimmen. »Königsweg« und »Feuer« drucken wir nicht - Übersetzer muss nicht senden.

Dieser Redakteurs "unter Ausländer-Schutz" entspricht Übersetzers "Uchiyama-Buchladen-Besitzer Maruzo fragen"; "Militärgericht" zu erwähnen ist Autor-Meisterstück mit tiefer Mordabsicht. Ich sehe dieser Reichen-Sohn-Hunde und erkenne Ming-zeitliche Macht-Verkaufer-Gemeinheit. Ihr Herr Dichter Shao lobte in amerikanischen weißen Dichter-Artikeln schwarze Dichter herab: "Glaube, solche Gedichte verlassen Amerika nicht, mindestens nicht englische Sprache." (»Modern« 5-6) In chinesischen Reichen und deren Hunden bin ich auch wie Schwarzer Sklave, aber meine Stimme ging hinaus. Das ist hassenswerteste. Aber tatsächlich gingen auch Schwarzen-Gedichte aus "englischen Sprach-Kreisen". Amerikanische Reiche, ihre Schwiegersöhne und Hunde können nichts dagegen.

Aber solche Hunde zeigen nur "Lu Xuns Artikel stehen kürzlich auf Verbotsliste" mir gegenüber Gesicht - nur sofortige Ohrfeige macht sie zahmer als Möpse. Jetzt zitiere ich eine auch in »Komik-Beispiele« erwähnte Anzeige vom 21. September »Shenbao«:

    • »Zehn-Tage-Gespräche« erklärt »Jingbao« Missverständnis und entschuldigt sich**

Sehr geehrte Damen und Herren, Zehn-Tage-Gespräche Nummer 2 Kommentar über Zhu Jiqings Spenden-Bekanntgabe erwähnte irrtümlich Jingbao, unser Blatt ungeschickt formuliert, veranlasste Jingbao zu Strafanzeige gegen Shao Xunmei. Da beide gesellschaftlich angesehene Publikationen sind, gibt es keinen Grund für gegenseitige Angriffe. Nach Zhang Shizhao, Jiang Rongping und anderen Vermittlungen erhielten wir Jingbaos völlige Verzeihung. Jingbao zog Klage zurück, wir erklären hiermit Entschuldigung.

"Beide gesellschaftlich angesehene Publikationen, kein Grund für gegenseitige Angriffe" - merkwürdiger "Grund", wohl sollte man "auf Verbotsliste stehende" Publikationen angreifen. Gold als Knochenmark steht trotzdem nicht gerade - hier eiserner Beweis.

Zu viel Papier für "Schwiegersohn-Probleme" - zu anderem: »›Zhuangzi‹ und ›Wenxuan‹«.

Diese Fall-Texte sind in diesem Artikel enthalten, nicht mehr besprochen; andere Meinungen spare ich auch papersparend aus. Damals zeigte »Zehn-Tage-Gespräche« auch Fähigkeiten - sogar Karikaturisten marschierten auf. Wegen Chen Jingshengs »Lu Xun-Flöte« entstand in »Taosheng« mit Cao Juren kleine Debatte. Aber bevor Debatte endete, wurde »Taosheng« verboten - Glückliche haben ewig Glückssterne...

Aber Zeit ist gnadenlos - sogenannte "dritte Menschen", besonders Shi Zhesheng und Du Heng alias Su Wen, zeigten dieses Jahr ihre wahren Gesichter.

Abschließend zum letzten Artikel: Übel entstehen durch neue Anspielungen.

听说,现在是连用古典有时也要被检查官禁止了,例如提起秦始皇,但去年还不妨,不过用新典总要闹些小乱子。我那最末的《青年与老子》,就因为碰着了杨邨人先生(虽然刊出的时候,那名字已给编辑先生删掉了),后来在《申报》本埠增刊的《谈言》(十一月二十四日)上引得一篇妙文的。不过颇难解,好象是在说我以孝子自居,却攻击他做孝子,既“投井”,又“下石”了。因为这是一篇我们的“改悔的革命家”的标本作品,弃之可惜,谨录全文,一面以见杨先生倒是现代“语录体”作家的先驱,也算是我的《后记》里的一点余兴罢──



聪明之道                                                                                                                                                                                          邨人  



畴昔之夜,拜访世故老人于其庐:庐为三层之楼,面街而立,虽电车玲玲轧轧,汽车呜呜哑哑,市嚣扰人而不觉,俨然有如隐士,居处晏如,悟道深也。老人曰,“汝来何事?”对曰,“敢问聪明之道。”谈话有主题,遂成问答。


“难矣哉,聪明之道也!孔门贤人如颜回,举一隅以三隅反,孔子称其聪明过人,于今之世能举一隅以三隅反者尚非聪明之人,汝问聪明之道,其有意难余老瞆者耶?”


“不是不是,你老人家误会了我的问意了!我并非要请教关于思辨之术。我是生性拙直愚笨,处世无方,常常碰壁,敢问关于处世的聪明之道。”


“噫嘻,汝诚拙直愚笨也,又问处世之道!夫今之世,智者见智,仁者见仁,阶级不同,思想各异,父子兄弟夫妇姊妹因思想之各异,一家之内各有主张各有成见,虽属骨肉至亲,乖离冲突,背道而驰;古之所谓英雄豪杰,各事其君而为仇敌,今之所谓志士革命家,各为阶级反目无情,甚至只因立场之不同,骨肉至亲格杀无赦,投机取巧或能胜利于一时,终难立足于世界,聪明之道实则已穷,且唯既愚且鲁之徒方能享福无边也矣。……”


“老先生虽然说的头头是道,理由充足,可是,真的聪明之道就没有了吗?”


“然则仅有投机取巧之道也矣。试为汝言之:夫投机取巧之道要在乎滑头,而滑头已成为专门之学问,西欧学理分门别类有所谓科学哲学者,滑头之学问实可称为滑头学。滑头学如依大学教授之编讲义,大可分成若干章,每章分成若干节,每节分成若干项,引古据今,中西合璧,其理论之深奥有甚于哲学,其引证之广大举凡中外历史,物理化学,艺术文学,经商贸易之直,诱惑欺骗之术,概属必列,包罗万象,自大学预科以至大学四年级此一讲义仅能讲其千分之一,大学毕业各科及格,此滑头学则无论何种聪明绝顶之学生皆不能及格,且大学教授本人恐亦知其然不知其所以然,其难学也可想而知之矣。余处世数十年,头顶已秃,须发已白,阅历不为不广,教训不为不多,然而余着手编辑滑头学讲义,仅能编其第一章之第一节,第一节之第一项也。此第一章之第一节,第一节之第一项其纲目为‘顺水行舟’,即人云亦云,亦即人之喜者喜之,人之恶者恶之是也,举一例言之,如人之恶者为孝子,所谓封建宗法社会之礼教遗孽之一,则汝虽曾经为父侍汤服药问医求卜出诸天性以事亲人,然论世之出诸天性以事亲人者则引‘孝子’之名以责难之,惟求青年之鼓掌称快,勿管本心见解及自己行动之如何也。被责难者处于时势潮流之下,百辞莫辩,辩则反动更为证实,从此青年鸣鼓而攻,体无完肤,汝之胜利不但已操左券,且为青年奉为至圣大贤,小品之集有此一篇,风行海内洛阳纸贵,于是名利双收,富贵无边矣。其第一章之第一节,第一节之第二项为‘投井下石’,余本亦知一二,然偶一忆及投井下石之人,殊觉头痛,实无心编之也。然而滑头学虽属聪明之道,实乃左道旁门,汝实不足学也。”


“老先生所言想亦很有道理,现在社会上将这种学问作敲门砖混饭吃的人实在不少,他们也实在到处逢源,名利双收,可是我是一个拙直愚笨的人,恐怕就要学也学不了吧?”


“呜呼汝求聪明之道,而不学之,虽属可取,然碰壁也宜矣!”


是夕问道于世故老人,归来依然故我,呜呼噫嘻!



但我们也不要一味赏鉴“呜呼噫嘻”,因为这之前,有些地方演了“全武行”。


也还是剪报好,我在这里剪一点记的最为简单的──



艺华影片公司被“影界铲共同志会”捣毁



昨晨九时许,艺华公司在沪西康脑脱路金司徒庙附近新建之摄影场内,忽来行动突兀之青年三人,向该公司门房伪称访客,一人正在持笔签名之际,另一人遂大呼一声,则预伏于外之暴徒七八人,一律身穿蓝布短衫裤,蜂拥夺门冲入,分投各办事室,肆行捣毁写字台玻璃窗以及椅凳各器具,然后又至室外,打毁自备汽车两辆,晒片机一具,摄影机一具,并散发白纸印刷之小传单,上书“民众起来一致剿灭共产党”,“打倒出卖民众的共产党”,“扑灭杀人放火的共产党”等等字样,同时又散发一种油印宣言,最后署名为“中国电影界铲共同志会”。约逾七分钟时,由一人狂吹警笛一声,众暴徒即集合列队而去,迨该管六区闻警派警士侦缉员等赶至,均已远飏无踪。该会且宣称昨晨之行动,目的仅在予该公司一警告,如该公司及其他公司不改变方针,今后当准备更激烈手段应付,联华,明星,天一等公司,本会亦已有严密之调查矣云云。


据各报所载该宣言之内容称,艺华公司系共党宣传机关,普罗文化同盟为造成电影界之赤化,以该公司为大本营,如出品《民族生存》等片,其内容为描写阶级斗争者,但以向南京检委会行贿,故得通过发行。又称该会现向教育部、内政部、中央党部及本市政府发出呈文,要求当局命令该公司,立即销毁业已摄成各片,自行改组公司,清除所有赤色份子,并对受贿之电影检委会之责任人员,予以惩处等语。


事后,公司坚称,实系被劫,并称已向曹家渡六区公安局报告。记者得讯,前往调查时,亦仅见该公司内部布置被毁无余,桌椅东倒西歪,零乱不堪,内幕究竟如何,想不日定能水落石出也。



(十一月十三日,《大美晚报》。)



影界铲共会


  警戒电影院


  拒演田汉等之影片



自从艺华公司被击以后,上海电影界突然有了一番新的波动,从制片商已经牵涉到电影院,昨日本埠大小电影院同时接到署名上海影界铲共同志会之警告函件,请各院拒映田汉等编制导演主演之剧本,其原文云:



敝会激于爱护民族国家心切,并不忍电影界为共产党所利用,因有警告赤色电影大本营──艺华影片公司之行动,查贵院平日对于电影业,素所热心,为特严重警告,祈对于田汉(陈瑜)、沈端先(即蔡叔声、丁谦之)、卜万苍、胡萍、金焰等所导演,所编制,所主演之各项鼓吹阶级斗争贫富对立的反动电影,一律不予放映,否则必以暴力手段对付,如艺华公司一样,决不宽假,此告。上海影界铲共同志会。十一,十三。



(十一月十六日,《大美晚报》。)



但“铲共”又并不限于“影界”,出版界也同时遭到覆面英雄们的袭击了。又剪报──



今晨良友图书公司


  突来一怪客


  手持铁锤击碎玻璃窗


  扬长而去捕房侦查中


  ……光华书局请求保护



沪西康脑脱路艺华影片公司,昨晨九时许,忽被状似工人等数十名,闯入摄影场中,并大发各种传单,署名“中国电影界铲共同志会”等字样,事后扬长而去。不料一波未平,一波又起,今日上午十一时许,北四川路八百五十一号良友图书印刷公司,忽有一男子手持铁锤,至该公司门口,将铁锤击入该店门市大玻璃窗内,击成一洞。该男子见目的已达,立即逃避。该管虹口捕房据报后,立即派员前往调查一过,查得良友公司经售各种思想左倾之书籍,与捣毁艺华公司一案,不无关联。今日上午四马路光华书局据报后,惊骇异常,即自投该管中央捕房,请求设法保护,而免意外,惟至记者截稿时尚未闻发生意外之事云。



(十一月十三日,《大晚报》。)  



 捣毁中国论坛


 印刷所已被捣毁


 编辑间未受损失


承印美人伊罗生编辑之《中国论坛报》勒佛尔印刷所,在虹口天潼路,昨晚有暴徒潜入,将印刷间捣毁,其编辑间则未受损失。



(十一月十五日,《大美晚报》。)  



袭击神州国光社


  昨夕七时四人冲入总发行所


  铁锤挥击打碎橱窗损失不大



河南路五马路口神州国光社总发行所,于昨晚七时,正欲打烊时,突有一身衣长袍之顾客入内,状欲购买书籍。不料在该客甫入门后,背后即有三人尾随而进。该长袍客回头见三人进来,遂即上前将该书局之左面走廊旁墙壁上所挂之电话机摘断。而同时三短衣者即实行捣毁,用铁锤乱挥,而长衣者亦加入动手,致将该店之左橱窗打碎,四人即扬长而逸。而该店时有三四伙友及学徒,亦惊不能作声。然长衣者方出门至相距不数十步之泗泾路口,为站岗巡捕所拘,盖此长衣客因打橱窗时玻璃倒下,伤及自己面部,流血不止,渠因痛而不能快行也。


该长衣者当即被拘入四马路中央巡捕房后,竭力否认参加捣毁,故巡捕已将此人释放矣。



(十二月一日,《大美晚报》。)  



美国人办的报馆捣毁得最客气,武官们开的书店捣毁得最迟。“扬长而逸”,写得最有趣。


捣毁电影公司,是一面撒些宣言的,有几种报上登过全文;对于书店和报馆却好象并无议论,因为不见有什么记载。然而也有,是一种钢笔版蓝色印的警告,店名或馆名空着,各各填以墨笔,笔迹并不像读书人,下面是一长条紫色的木印。我幸而藏着原本,现在订定标点,照样的抄录在这里──



敝会激于爱护民族国家心切,并不忍文化界与思想界为共党所利用,因有警告赤色电影大本营──艺华公司之行动。现为贯彻此项任务计,拟对于文化界来一清算,除对于良友图书公司给予一初步的警告外,于所有各书局各刊物,均已有精密之调查。素知


贵……对于文化事业,热心异人,为特严重警告,对于赤色作家所作文字,如鲁迅,茅盾,蓬子,沈端先、钱杏邨及其他赤色作家之作品,反动文字,以及反动剧评,苏联情况之介绍等,一律不得刊行,登载,发行。如有不遵,我们必以较对付艺华及良友公司更激烈更彻底的手段对付你们,决不宽假!此告——


  …………



上海影界铲共同志会(十一,十三。)



一个“志士”,纵使“对于文化事业,热心异人”,但若会在不知何时,飞来一个锤子,打破值银数百两的大玻璃;“如有不遵”,更会在不知何时,飞来一顶红帽子,送掉他比大玻璃更值钱的脑袋,那他当然是也许要灰心的。然则书店和报馆之有些为难,也就可想而知了。我既是被“扬长而去”的英雄们指定为“赤色作家”,还是莫害他人,放下笔,静静的看一会把戏罢,所以这一本里面的杂文,以十一月七日止,因为从七日到恭逢警告的那时候── 十一月十三日,我也并没有写些什么的。


但是,经验使我知道,我在受着武力征伐的时候,是同时一定要得到文力征伐的。文人原多“烟士披离纯”,何况现在嗅觉又特别发达了,他们深知道要怎样“创作”才合式。这就到了我不批评社会,也不论人,而人论我的时期了,而我的工作是收材料。材料尽有,妙的却不多。纸墨更该爱惜,这里仅选了六篇。官办的《中央日报》讨伐得最早,真是得风气之先,不愧为“中央”;《时事新报》正当“全武行”全盛之际,最合时宜,却不免非常昏愦;《大晚报》和《大美晚报》起来得最晚,这是因为“商办”的缘故,聪明,所以小心,小心就不免迟钝,他刚才决计合伙来讨伐,却不料几天之后就要过年,明年是先行检查书报,以惠商民,另结新样的网,又是一个局面了。


现在算是还没有过年,先来《中央日报》的两篇罢──

Hörte, jetzt werden sogar klassische Anspielungen manchmal von Zensoren verboten - zum Beispiel Qin Shihuang erwähnen, aber letztes Jahr war es noch erlaubt. Aber neue Anspielungen verursachen immer kleine Unruhen. Mein letzter »Jugend und Väter« stieß auf Herrn Yang Cunren (obwohl beim Druck der Name bereits vom Redakteur gestrichen war), brachte später in »Shenbao«-Lokalblatt »Tanyan« (24. November) einen wunderbaren Artikel hervor. Aber schwer verständlich - scheint zu sagen, ich stelle mich als Kindespietät dar, aber greife ihn für Kindespietät an, "in Brunnen fallen" und "Steine werfen". Da das ein Musterwerk unseres "reuigen Revolutionärs" ist, wäre Wegwerfen schade - daher vollständig zitiert, zeigt auch Herrn Yangs Pionierrolle als moderner "Spruch-Stil"-Autor, auch etwas Zusatz in meinem »Nachwort«:

    • Klugheits-Weg - Cunren**

Jüngst nachts besuchte ich weltgewandten Alten in seinem Haus: Haus war dreistöckiges Gebäude, zur Straße blickend. Obwohl Straßenbahnen klingelten-ratterten, Autos tuten-krächzten, Marktlärm störte, bemerkte er nichts - wie Einsiedler, ruhig wohnend, tief erleuchtete. Alter sagte: "Warum kommst du?" Antwort: "Wage nach Klugheits-Weg zu fragen." Gespräch hatte Thema, wurde Frage-Antwort.

"Schwer ist Klugheits-Weg! Konfuzius-Schule-Weiser wie Yan Hui konnte aus einem Winkel drei andere folgern - Konfuzius pries seine übermenschliche Klugheit. Heute können aus einem Winkel drei andere folgern noch keine klugen Menschen - fragst du nach Klugheits-Weg, willst du diesen Alten schwierig machen?"

"Nein, nein! Sie missverstehen meine Frage! Ich will nicht über Denk-Kunst lernen. Ich bin von Natur unbeholfen-dumm, weltfremd, stoße oft an Wände - wage nach weltlichem Klugheits-Weg zu fragen."

"Ach, du bist wirklich unbeholfen-dumm und fragst nach Welt-Weg! Heute sehen Weise Weisheit, Gütige Güte, verschiedene Klassen, verschiedene Gedanken. Väter-Söhne, Brüder, Eheleute, Schwestern haben wegen verschiedener Gedanken in einer Familie je eigene Ansichten und Vorurteile. Obwohl Blutsverwandte, entfremdet-konfliktreich, getrennte Wege. Alte sogenannte Helden dienten je ihren Herrschern als Feinde, heutige sogenannte Idealisten-Revolutionäre bekämpfen sich klassenweise erbarmungslos. Selbst wegen verschiedener Standpunkte töten Blutsverwandte gnadenlos. Opportunismus mag zeitweise siegen, kann schwer in der Welt bestehen. Klugheits-Weg ist erschöpft - nur dumme Tölpel können endlos glücklich sein..."

"Obwohl Sie logisch und begründet sprechen - gibt es wirklich keinen Klugheits-Weg mehr?"

"Dann nur noch Opportunismus-Weg. Soll ich erklären: Opportunismus-Weg liegt in Schlauheit, Schlauheit wurde Fachwissenschaft. Westeuropäische Theorien sind in Wissenschaft-Philosophie klassifiziert - Schlauheits-Wissenschaft kann Schlauheitslehre heißen. Schlauheitslehre könnte nach Universitätsprofessoren-Vorlesungen in Kapitel, Abschnitte, Punkte geteilt werden - alte und neue Quellen zitieren, Ost-West vereinen. Ihre Theorie ist tiefer als Philosophie, ihre Belege umfassen chinesisch-ausländische Geschichte, Physik-Chemie, Kunst-Literatur, Handel-Geschäfte, Verführung-Betrug - alles eingeschlossen. Von Universitätsvorbereitung bis viertes Jahr kann diese Vorlesung nur ein Tausendstel lehren. Universitätsabschluss alle Fächer bestanden, aber Schlauheitslehre kann kein noch so kluger Student bestehen. Selbst Universitätsprofessoren wissen wahrscheinlich das Wie, nicht das Warum - Lernschwierigkeit vorstellbar. Ich lebte Jahrzehnte, Kopf kahl, Bart-Haar weiß, Erfahrung nicht gering, Lehren nicht wenig, aber beim Schlauheitslehre-Vorlesungen-Schreiben kann ich nur erstes Kapitel, ersten Abschnitt, ersten Punkt. Dieses erste Kapitel, erster Abschnitt, erster Punkt heißt 'mit Strom fahren' - was Menschen sagen auch sagen, was Menschen mögen mögen, was Menschen hassen hassen. Ein Beispiel: Hassen Menschen Kindespietät als 'feudal-patriarchalische Gesellschafts-Ritual-Überbleibsel', dann kannst du, obwohl du für Vater Medizin-Suppe serviertest, Ärzte suchtest, aus Naturell Eltern dientest, trotzdem natürliche Eltern-Diener als 'Kindespietät' kritisieren, nur für Jugend-Applaus, ignoriere eigene Gewissen-Ansicht und Handlungen. Kritisierte stehen unter Zeit-Strömung, können nicht argumentieren - Argumentieren beweist nur mehr Reaktionäres. Daraufhin Jugend-Angriff-Trommeln, Körper völlig zerfetzt, dein Sieg nicht nur sicher, sondern wirst von Jugend als höchster Heiliger verehrt. Essays-Sammlung mit diesem Stück wird landesweit populär, Papier teuer - Name und Gewinn beide, Reichtum endlos. Erstes Kapitel, erster Abschnitt, zweiter Punkt ist 'in Brunnen fallen, Steine werfen'. Ich kenne auch etwas, aber beim Denken an Brunnen-Steine-Werfer bekomme ich Kopfschmerzen - will wirklich nicht schreiben. Aber Schlauheitslehre ist zwar Klugheits-Weg, eigentlich linker Nebenweg - du solltest wirklich nicht lernen."

"Was Sie sagen ist wohl vernünftig. Heutige Gesellschaft hat viele, die diese Wissenschaft als Türklopfer zum Lebensunterhalt nutzen - sie sind wirklich überall erfolgreich, Namen und Gewinn beide. Aber ich bin unbeholfen-dummer Mensch - selbst lernen wollen könnte ich wohl nicht?"

"Ach! Du suchst Klugheits-Weg, aber lernst nicht - zwar lobenswert, aber Wände-Anstoßen ist verständlich!"

Jene Nacht fragte ich Weltgewandten nach dem Weg, kehrte unverändert heim - ach!

Aber wir sollten nicht nur "ach!" bewundern, denn davor spielten manche Orte "Vollkampf".

Auch Zeitungsausschnitte sind gut - hier schneide ich die einfachsten Berichte:

    • Yihua Filmgesellschaft von "Filmwelt Anti-Kommunisten-Kameraden-Verein" zerstört**

Gestern um neun Uhr morgens kamen plötzlich drei ungewöhnlich handelnde Jugendliche zu Yihua-Gesellschafts neuerbautem Filmstudio in Westshanghais Konnot-Road nahe Ginsitu-Tempel. Sie gaben sich als Besucher aus, während einer gerade unterschrieb, rief ein anderer laut - daraufhin stürmten sieben-acht draußen lauernde Schläger in einheitlichen blauen Kurzhemden-Hosen durch die Tür, verteilten sich in Büros, zerstörten wild Schreibtische, Glasfenster und alle Möbel. Dann draußen zerstörten sie zwei eigene Autos, eine Filmtrocknungsmaschine, eine Kamera und verteilten weiße Flugblätter: "Volk steht auf, vernichtet einheitlich Kommunisten", "Stürzt das Volk verkaufende Kommunisten", "Löscht mordende-brennende Kommunisten" usw. Gleichzeitig verteilten sie ölgedruckte Erklärungen, zuletzt unterschrieben "Chinas Filmwelt Anti-Kommunisten-Kameraden-Verein". Nach etwa sieben Minuten blies einer wild eine Pfeife - alle Schläger sammelten sich und marschierten weg. Als Bezirk-6-Polizei und Detektive ankamen, waren alle spurlos verschwunden. Der Verein erklärte, gestrige Aktion sei nur Warnung an Gesellschaft - ändere sie oder andere Gesellschaften nicht Richtung, würden künftig drastischere Mittel angewandt. Lianhua, Mingxing, Tianyi-Gesellschaften seien ebenfalls streng untersucht.

Laut Zeitungen besagte Erklärung: Yihua-Gesellschaft sei kommunistische Propagandaorganisation, Proletarische Kultur-Allianz mache Filmwelt rot mit Gesellschaft als Basis - Filme wie »Volks-Überleben« beschrieben Klassenkampf, aber durch Bestechung der Nanjing-Zensur-Kommission zur Veröffentlichung. Außerdem forderte der Verein Erziehungsministerium, Innenministerium, Zentral-Partei und Stadtregierung auf: Gesellschaft solle fertige Filme vernichten, sich selbst reorganisieren, alle roten Elemente entfernen und bestochene Film-Zensur-Verantwortliche bestrafen.

Nachher beharrte die Gesellschaft: Raubüberfall, bereits Bezirk-6-Caojiadu-Polizei gemeldet. Reporter untersuchten: Nur Gesellschafts-Innenausstattung völlig zerstört, Tische-Stühle durcheinander, völliges Chaos. Wahre Hintergründe werden bald klar.

(13. November, »Damei Wanbao«)

    • Filmwelt Anti-Kommunisten-Verein warnt Kinos, Tian Hans und andere Filme abzulehnen**

Nach Yihua-Angriff hatte Shanghais Filmwelt neue Unruhen - gestern erhielten alle großen-kleinen Kinos gleichzeitig Warnbriefe von Shanghai Filmwelt Anti-Kommunisten-Kameraden-Verein, alle Kinos sollten Tian Han und anderen geschriebene-regierte-gespielte Drehbücher ablehnen:

Unser Verein ist motiviert durch brennende Volks-Staats-Liebe und kann nicht ertragen, dass Filmwelt von Kommunisten genutzt wird. Daher warnten wir rote Film-Basis Yihua-Filmgesellschaft. Da Ihr Kino normalerweise für Filmwesen begeistert ist, warnen wir ernst: Für Tian Han (Chen Yu), Shen Duanxian (alias Cai Shusheng, Ding Qianzhi), Bu Wancang, Hu Ping, Jin Yan und andere regierte, geschriebene, gespielte Klassenkampf-Arm-Reich-Opposition-Reaktionsfilme dürft ihr nicht vorführen, sonst Gewalt-Behandlung wie Yihua-Gesellschaft, keine Nachsicht! Shanghai Filmwelt Anti-Kommunisten-Kameraden-Verein, 11.13.

(16. November, »Damei Wanbao«)

Aber "Anti-Kommunismus" beschränkte sich nicht auf "Filmwelt" - Verlagswelt wurde gleichzeitig von maskierten Helden angegriffen:

    • Heute morgen Liangyou Buchgesellschaft plötzlicher seltsamer Gast - Eisenhammer zerschlägt Glasfenster, geht weg, Polizei untersucht... Guanghua Buchhandlung bittet um Schutz**

Westshanghais Konnot-Road Yihua-Filmgesellschaft wurde gestern um neun von Dutzenden arbeiterähnlichen Personen überfallen, die Flugblätter "Chinas Filmwelt Anti-Kommunisten-Kameraden-Verein" verteilten und verschwanden. Heute um elf kam zu Beichuanlu 851 Liangyou Buch-Druckgesellschaft ein Mann mit Eisenhammer, schlug ein Loch ins große Schaufenster und floh sofort. Hongkou-Polizei untersuchte: Liangyou verkauft linksstehende Bücher, nicht unverbunden mit Yihua-Fall. Heute morgen ersuchte ängstlich Guanghua-Buchhandlung Zentral-Polizei um Schutz vor Zwischenfällen.

(13. November, »Dabao«)

    • »China Forum« Druckerei zerstört - Druckraum zerstört, Redaktion unversehrt**

Amerikaner Iloshengs »China Forum«-Druckerei Lefor in Hongkou Tiantong-Road wurde gestern abend von Schlägern überfallen, Druckraum zerstört, Redaktion unversehrt.

(15. November, »Damei Wanbao«)

    • Angriff auf Shenzhou Guoguang-Gesellschaft - Gestern abend sieben Uhr vier Personen stürmten Hauptvertrieb, Eisenhammer zerschlug Schaufenster, kleiner Schaden**

Henan-Wuma-Straßenkreuzung Shenzhou Guoguang-Gesellschaft Hauptvertrieb wurde gestern um sieben beim Schließen plötzlich von einem langgewandeten Kunden betreten, scheinbar Bücher kaufend. Nach seinem Eintritt folgten drei andere. Der Langgewandete drehte sich um, riss das Wandtelefon ab. Gleichzeitig zerstörten drei Kurzgekleidete mit Eisenhämmern das linke Schaufenster, alle vier flohen. Drei-vier Angestellte und Lehrlinge waren sprachlos erschrocken. Aber der Langgewandete wurde Dutzende Schritte entfernt an Sijing-Straßenkreuzung von Wachpolizei gefasst - beim Fenster-Schlagen hatte ihn herabfallendes Glas im Gesicht verletzt, er blutete und konnte nicht schnell laufen.

Der Gefasste leugnete in Simaer-Zentral-Polizei Beteiligung, wurde freigelassen.

(1. Dezember, »Damei Wanbao«)

Amerikanische Zeitung wurde höflichst zerstört, Militärs-Buchläden zuletzt. "Stolz weggehend" ist interessant geschrieben.

Filmgesellschafts-Zerstörung kam mit Erklärungen, in mehreren Zeitungen vollständig abgedruckt; für Buchläden und Zeitungen scheinbar keine Diskussionen, da keine Berichte. Aber es gab sie - blaue Kugelschreiber-Warnungen, Laden-Namen leer, mit Tinte ausgefüllt, Handschrift nicht wie Gebildete, unten langer violetter Holzstempel. Ich bewahrte glücklicherweise Original auf, setze nun Interpunktion und kopiere originalgetreu:

Unser Verein ist motiviert durch brennende Volks-Staats-Liebe und kann nicht ertragen, dass Kultur-Gedankenwelt von Kommunisten genutzt wird. Daher warnten wir rote Film-Basis Yihua-Gesellschaft. Zur Aufgaben-Durchführung planen wir Kulturwelt-Säuberung. Außer Liangyou-Buchgesellschaft erste Warnung haben wir alle Buchhandlungen-Publikationen genau untersucht. Wissen, dass Sie... für Kulturwesen begeistert sind, warnen daher ernst: Für rote Autoren-Werke wie Lu Xun, Mao Dun, Pengzi, Shen Duanxian, Qian Xingcun und andere rote Autoren-Werke, reaktionäre Texte sowie reaktionäre Theater-Kritiken, Sowjetunion-Berichte dürfen Sie nicht herausgeben, drucken, vertreiben. Bei Nichtbefolgung behandeln wir Sie drastischer und gründlicher als Yihua und Liangyou, keine Nachsicht!

Shanghai Filmwelt Anti-Kommunisten-Kameraden-Verein (11.13)

Ein "Idealist" mag für "Kulturwesen begeistert" sein, aber wenn unbekannt wann ein Hammer kommt und hundert Silber-Tael teures Glas zerbricht; "bei Nichtbefolgung" kommt unbekannt wann eine rote Mütze und kostet den teureren Kopf - natürlich wird er entmutigt. Buchläden und Zeitungen-Schwierigkeiten sind vorstellbar. Da ich von "stolz weggehenden" Helden als "roter Autor" bezeichnet wurde, soll ich andere nicht schädigen, Pinsel niederlegen, still Theater schauen. Daher enden diese Glossen am 7. November - von 7. bis zur ehrenvollen Warnung am 13. November schrieb ich nichts.

Aber Erfahrung lehrt: Bei Waffengewalt-Bestrafung bekomme ich gleichzeitig Literatur-Bestrafung. Literaten sind meist "inspiriert", zumal jetzt mit besonders entwickeltem Geruchssinn - sie wissen, wie man "schreibt", um passend zu sein. Jetzt ist es Zeit: Ich kritisiere nicht Gesellschaft oder Menschen, aber Menschen kritisieren mich - meine Arbeit ist Material sammeln. Material gibt es viel, Wunderbares wenig. Papier-Tinte sollte man sparen - hier nur sechs Stücke ausgewählt. Amtliche »Zentralzeitung« attackierte frühest - wahrhaft Zeitgeist-führend, würdig "zentral"; »Shishi Xinbao« mitten im "Vollkampf"-Höhepunkt am zeitgemäßesten, aber sehr verwirrt; »Dabao« und »Damei Wanbao« spät - "geschäftlich" bedingt, klug daher vorsichtig, Vorsicht macht träge. Gerade entschieden gemeinsam zu attackieren, aber nach Tagen Neujahr, nächstes Jahr Vorzensur von Büchern-Zeitungen zum Geschäfts-Nutzen, neues Netz, neue Lage.

Noch nicht Neujahr - erst »Zentralzeitung« zwei Stücke:

    • Verschiedenes - Zhou**

Kürzlich befürworten viele Zeitschriften Kurztexte. »Shenbao Monatsschrift«, »Ostmagazin« und »Modern« haben Glossen-Spalten. 1933 wird wohl Kurztext-Jahr. Heutige chinesische Glossenschreiber zahlreicher als früher - wohl Lu Xuns alleiniges Verdienst. Chinas alter Glossenschreiber-Meister ist natürlich Lu Xun. Seine Beamten-Pinsel-Art, kalt-scharf, anderen unzugänglich. »Heißer Wind«, »Huagai-Sammlung«, »Huagai-Fortsetzung«, letztes Jahr noch »Drei-Herzen« »Zwei-Herzen«. Nach seinen jüngsten Jahres-"Leistungen" sind wohl fünf-sechs Herzen unvermeidlich. Lu Xun hat lange keine Schöpfungen veröffentlicht - außer russischen schwarzen Brot-Übersetzungen nur noch Glossen. Glossen, kurze tausend Worte, natürlich mit einem Schlag fertig. Beim Zigaretten-Rauchen kurz Gehirn drehen - Ergebnis zehn Yuan tausend Zeichen. Glossen haben eine unfehlbare Methode: Entweder heiß schimpfen oder kalt spotten. Kann man heiß schimpfen plus kalten Spott oder kalten Spott mit heißem Schimpfen, noch besser.

Aber gewöhnliche Glossen sind natürlich meist kalt spottend. Bei Unzufriedenheit über etwas gibt es naturgemäß kalt spottende Artikel. Lu Xun findet dies unzulänglich, jenes unzulänglich - daher über dies wieder Gedanken, über jenes wieder Gedanken.

Unser Dorf hat eine alte hässliche Frau mit vielen Eigenarten. Tagein tagaus liebt sie andere Schwächen besprechen - am Ostdorf-Ende Kopfschütteln, zum Westdorf-Ende laufend seufzen. Scheint nichts ihrem Geschmack zu entsprechen. Aber fragt man, was sie eigentlich will, kann sie nichts sagen. Ich finde sie Lu Xun ähnlich - tagein tagaus nur Ironie, kalter Spott, verantwortungslose Glossen. Fragt man wirklich nach seinen Ansichten, gibt er nie klare Antwort.

(31. Oktober, »Zentralzeitung« »Zentralpark«)

    • Literaturwelt und Kampfring - Mingchun**

Shanghais Literaturwelt wurde Kampfring. Lu Xun ist Ringherr. Lu Xun scheint in seinem Zimmer ein alles durchschauendes Fernrohr zu haben - entdeckt er Literaturwelt-Fehler in Worten oder Verhalten, springt er sofort zu Pferd mit Speer und schlägt andere völlig. Daher muss Lu Xun wertvolle Zeit verschwenden, um Federspitze zu schärfen, Spott-Höhepunkt zu erreichen, andere nie wieder aufstehen zu lassen.

Das ist für Lu Xun unvorteilhaft. Lu Xun sollte seine Position erkennen - selbst Gegner gestehen heimlich, er sei Chinas hervorragendster Autor; da Ihre Worte Jugend beeinflussen können, sollten Ihre Worte bedacht sein. Denken Sie: Nach »Ah Q« wieviel Zeit in Federkämpfen verschwendet? Welchen Einfluss haben diese Federkämpfe auf Jugendliche?

Da erstklassige Autoren ständig kämpfen, lernen Literatur-Jugendliche viele Tricks. Übel verbreitet sich - oft verlassen Kritiker kritisierte Worte-Gedanken und schimpfen über Privates: Brille unschön, sogar Schuhlöcher; sogar rasend Eltern beleidigen, sogar Pinsel niederlegen für Fäuste. Heutige Literaturwelt-schlechte Gewohnheiten - oberflächlich, gemein, grob - dafür tragen Lu Xun und ähnliche Verantwortung.

Viele Federkämpfe sind unnötig. Jemand befürwortet Gedicht-Befreiung - ohne Schimpfen würde niemand "ganz egal"-Gedichte füllen; jemand befürwortet »Zhuangzi« und »Wenxuan« lesen - das lehrt nicht Jugendliche Opium rauchen. Warum zähneknirschend Augen aufreißen und andere quälen?

Ich erinnere mich: Ein chinesischkundiger russischer Literat B.A. Vassiliev kritisierte Lu Xuns »Ah Q«: "Lu Xun reflektiert chinesische Massen-Seelen, sein humorvoller Stil bringt zum Weinen - Lu Xun ist nicht nur chinesischer, sondern Weltautor." Lu Xun, Sie altern, denken an frühere Ehre - bei reichster Erfahrung, tiefster Beobachtung, vielfältigster Lebenserfahrung sollten Sie sich anstrengen, mehrere größere Werke als »Ah Q« zu schreiben? Große Werke überdauern vielleicht nicht tausend Jahre, aber Federkampf-Artikel vergisst man nach einer Woche. Jugendliche bewundern große Literaten mehr als Kampfring-Herren. Wir lesen Shakespeare, Tolstoi, Goethe - aber nie ihre "Schimpf-Auswahlen".

(16. November, »Zentralzeitung« »Zentralpark«)

Diese beiden - einer vergleicht mich mit hässlicher alter Frau, einer wünscht mir "große Werke", verschiedene Aussagen, aber einheitliches Ziel: Widerwillen gegen meine "über dies wieder Gedanken, über jenes wieder Gedanken" und ständige "Glossen". Das ist wirklich widerwärtig, aber daher umso wichtiger - "chinesische Massen-Seelen" reflektieren sich jetzt in meinen Glossen.

Herr Zhou sticht mich, ihnen keine klaren Ansichten zu geben - diese Absicht verstehe ich; aber Herr Mingchuns Shakespeare-Liste verwundert mich. Warum locken mich kürzlich oft Leute, Tolstoi zu lernen? Vielleicht weil man nie ihre "Schimpf-Auswahlen" sah - gutes Vorbild. Aber ich sah seine Kaiser-Schimpf-Briefe im Weltkrieg - in China würde das "heutige Literaturwelt schlechte Gewohnheiten - oberflächlich, gemein, grob" genannt. Tolstoi ist unerreichbar, erreicht wäre es schwer menschlich - zu Lebzeiten verfluchten ihn griechische Christen jährlich in die Hölle.

Dazwischen zwei »Shishi Xinbao«-Artikel:

    • Kurz über Denunziation - Chen Dai**

Lu Xun fürchtet und hasst Denunziation am meisten - in »Falsche Freiheit« »Vorwort« und »Nachwort« beachtet er das ständig. Aber Lu Xuns Denunziation meint nicht, jemand verriet seine Adresse oder Aufenthalte an Polizei (oder andere seine "Geheimnisse" wollende Organe), so dass er gefasst wurde. Er meint: Jemand verkündete, weil seine "alten Pseudonyme manchmal unbrauchbar wurden, änderte er zu" neuen, ließ Leute wissen "wer Lu Xun ist".

"Diesmal", sagt Lu Xun, "denunzierte Wang Pingling vorn, Zhou Muzhai enthüllte hinten" - er vergaß: Redakteur deutete vor Lu Xuns Auftritt an. Beim Auftreten von He Jiagan und anderen stellte der Redakteur vor: Diese zwei sind Literaturwelt-Veteranen. So spitzten alle Ohren für die Veteranen. Anderswo oder andere Lage würde Lu Xun sagen: Redakteur schießt kalte Pfeile.

Unbekannte Namen in Beilagen sehen und wissen wollen, ob echt oder bekanntes Pseudonym - menschlich normal. Lu Xun selbst fragte nach Wang Pinglings »"Verständlichste" Literatur«: "Ist Wang Pingling echter Name oder Pseudonym?" Wüsste er, wessen Pseudonym, würde er vielleicht sagen. Das wäre keine Verleumdung - bei Bekanntem sagt er nicht "Liu Si ist Yang Cunrens... Pseudonym" um zu zeigen, ihn kann man nicht täuschen?

Außerdem: Warum "öffentlich" denunzieren? Geheim wäre für Denunzianten sicherer? Ich bezweifle Denunzianten-Klugheit, falls es solche gibt.

Bei Pseudonym-Artikel-Sammlungen schrumpft der Autor viele Namen zu einem - scheint selbst letzter Denunziant.

(21. November, »Shishi Xinbao« »Qingguang«)

    • Kurz über kalte Pfeile - Chen Dai**

Nach Lu Xuns »Falsche Freiheit« »Vorwort« und »Nachwort« über Denunziation, jetzt Tang Taos »Neue Gesichtsmasken« über kalte Pfeile.

In »Neue Gesichtsmasken« greift Tang breit an, davon "kalte Pfeile". Aber Tangs Artikel sind fast nur "kalte Pfeile", obwohl viele Pfeilspitzen unklar.

"Angeblich Strömungs-beeinflusst wechseln Literatur-Bühnen-Stücke. Rollen gleich, aber Masken brandneu." - erster kalter Pfeil. Obwohl kalt, traf er. Denn viele Literatur-Rollen spielen neue Stücke für Zuschauer-Applaus statt gewohnte alte, sagen "Strömungs-beeinflusst" für Moderne-Zeigung. Manche ändern nicht mal Masken, nur Titel: »Xue Pinggui West-Liang-Heirat« zu »Mu-Xue-Ehe« - Inhalt gleich.

Zweiter Pfeil - nein, kann so nicht weiterschreiben - das braucht breites Wissen, da jeder Satz ein Pfeil oder mehrere, augenverwirrend, unerfassbar, schwerer als steife Übersetzungen.

Aber Tang scheint selbst unzufrieden mit dieser Haltung - sonst warum andere "komisches Geschrei, zickiges Herausfordern" tadeln? Aber faktisch macht er "komisches Geschrei, zickiges Herausfordern".

Vielleicht fordert er nicht heraus, schießt nur kalte Pfeile - "Kämpfe", selbst "zerrend", sind anstrengend und bei "Niederlage" zum "Wiederkommen" muss man Masken "neu malen". Kalte Pfeile sind praktisch - im Dunkeln versteckt, Ziele sehen und leicht Bogen spannen, Pfeile fliegen entspannt vorwärts. Aber er tadelt kalte Pfeile.

Man muss selbst kalte Pfeile schießen können, um andere zu tadeln.

(22. November, »Shishi Xinbao« »Qingguang«)

Dieser Herr Chen ist der unfähigste Angreifer - er kennt nicht mal Unterschiede zwischen eigener Erklärung und anderer Vorenthüllung. Würde ich ermordet aber überlebe und schließlich "natürlich sterbe", würde er mich als "letzten Mörder" bezeichnen.

Er fragt auch: Warum "öffentlich" denunzieren? Antwort: Das ist schwer verständlich, aber weil man wie "Literat" denunzieren will - sonst müsste er abdanken, klar in Spitzel-Reihen eintreten. Absichtliche und unabsichtliche Unterschiede kenne ich. Meine Denunziation meint Hündchen - dieser "Chen Dai" ist genau eins. Denken Sie: Schlechte Informationen sind unbequem.

Der zweite Artikel versteht wohl nur er selbst. Ich verstehe nur: Er witterte falsch, hielt Herrn Tang Tao für mich. Hier nur als Muster selbsternannter Gegner.

Als nächstes »Dabao«-Ausschnitt:

    • Qian Jibos Lu Xun-Theorie - Qi Shi**

Kürzlich sammelte jemand Lu Xun-Kritiken für »Lu Xun-Theorien« - meist lobende Worte. Aber echte Lu Xun-Diskussionen haben Tadel und Lob - so wird es wahr. Qian Jibaos »Moderne chinesische Literaturgeschichte« 300.000 Worte, Umgangssprache-Literatur über 10.000 Worte, nur Hu Shi ausgewählt, Lu Xun, Xu Zhimo angehängt. Diese alle heftig getadelt. Kürzlich wagten alte Autoren nicht so mutig zu urteilen wie Qian - Neue beachteten es nicht. Ich stelle seine "Lu Xun-Theorie" vor - Literaturwelt-Kuriosität.

Qian sagt: Europäische Nachahmung entstand durch Zhejiang Zhou Shurens westliche Roman-Übersetzungen - wörtliche Übersetzung bevorzugt, Sinn-Übersetzung als untreu abgelehnt. Europäische Nachahmung mit chinesischer Sprache wie Papageien-Sprechen, Dolmetscher-Vertrauen, war Urheber. Nachahmer schrieben sogar eigene Gefühls-Äußerungen europäisch, »Xiaoshuo Yuebao« fachte das an. Aber verschlungen-schwierig, schwerer als Zhou-Texte, Gelehrte verstehen nicht, geschweige Volk? Shanghai Cao Muguan lachte: Wir leben lieber europäisch lesend als diese wunderbaren Texte sehend! Wie Modedamen in hohen westlichen Schuhen stolpernd - hässlicher! Alte verehren ist "Sklavennatur", Ausland nachahmen nicht? Spott-Ironie nah Grausamkeit! Aber ursprüngliche Umgangssprache für Sprach-Schrift-Einheit, Allverständlichkeit - wurde das durch europäische Umgangssprache-Literatur vergessen? Widersprüchlich, unauflösbar - das tadelt Lu Xuns direkte ausländische Literatur-Übersetzung und Literaturwelt-Einfluss. Ehrlich: Lu Xuns Übersetzungen sind schwer lesbar, direkte Übersetzung ist Frage, europäische Umgangssprache-Literatur ist andere Frage. Sind beide unpassend, wer trägt Schuld? Herr Qian meint unsere Worte falsch?

Qian sagt auch: Seit Hu Shis Umgangssprache-Literatur proklamierte er Volk-Literatur! Nicht Adels-Literatur! Zeitweise anhängend wurde Zhou Shuren durch Romane berühmt. Shuren ist dekadent, ungeeignet für Kampf. Shurens Werke haben nur Vergangenheits-Erinnerungen ohne Zukunfts-Aufbau, nur persönliche Empörung ohne Volk-Nutzen-Pläne - solche Menschen, wann hatten sie Volk im Sinn?! Qian schließt: Zhou Shuren, Xu Zhimo sind neue Literatur-Rechtsabweichler. Das tadelt Lu Xuns Schöpfung und Gedanken. Lu Xun "rechtsabweichend" zu nennen ist "einzigartig", besondere Beurteilung! Unzufrieden mit Guo Moruo, Jiang Guangcis Linksabweichung und Lu Xun, Xu Zhimos Rechtsabweichung, nur "Rangqing"-Altherren-Atmosphäre verehrend, melancholisch unaufhörlich - Qians Absicht klar sichtbar. Heute links-rechts schwer, Recht-Unrecht unbestimmt - auch in Qians Lu Xun-Theorie sichtbar!

Qians Buch erschien September, hatte Dezember-Nachwort.

(29. Dezember, »Dabao« »Fackel«)

Dieser große Artikel verdient außer Herrn Qi Shis "einzigartig"-Lob keine zweite Bemerkung. Wirklich "bewertet", dass ich selbst nichts sagen will - "dekadent". Aber interessant, daher besonders bewahrt als »Lu Xun-Theorien«-Format.

Zuletzt »Damei Wanbao« - wieder Wang Pingling mit Schrift-Verkehr:

    • Schimpfen und Selbstgeständnis - Wang Pingling**

Gelehrsamkeit ist schwer zu diskutieren - Universalgelehrte verachten meist Diskussion mit Nachwuchs, sehen Werke als "oberflächlich-langweilig"; junge Gebildete finden Universal-"Sowjetunion-nennend, Proletariat-verehrend" wie saure Pflaumen unschmeckbar.

Weltstreitigkeiten können alle enden, nur menschliche Gedanken-Konflikte, meist emotional, enden nie. Manche machen andere verleumden und Fehler suchen zum Beruf; direkte Verneinung für indirekte Selbsterhöhung. Was sie selbst sind, dürfen nur sie wissen, andere nicht fragen. Manchmal sind ihre gegen andere gerichteten bösen Andeutungen unpassend, sondern ihre unbewussten Geständnisse.

Bibel hat Legende: Straßenleute fingen ehebrecherische Frau, wollten sie steinigen. Jesus sagte: "Besinnt euch! Nur Unschuldige dürfen diese Ehebrecherin töten." Alle gingen beschämt weg. Heutige Literaturwelt nicht so? Selbst Ehebrecher schimpfen andere Ehebrecherinnen. Wie Lu Xuns gewohnte giftige Kritik: andere "sprechen für Offizielle" - ich weiß nicht, für welche "Seite" er spricht!

Eigentlich haben Schweigsame nichts zu sagen; Redende denken nicht, sie sprechen für eine Seite. Lu Xun oft "mit eigenem Herzen andere Herzen messen" - "sich selbst wenig, anderen viel verlangen".

Solche Literaturwelt-Situationen gibt es viele, nicht nur Lu Xun.

(30. Dezember, »Damei Wanbao« »Huoshu«)

Erinnere mich: In »Falsche Freiheit« bezeichnete ich Wang Herrns Ansichten als "offiziell" - darauf bezieht sich das, aber unklar. Aus "selbst Ehebrecher schimpfen andere Ehebrecherinnen" scheint er zu sagen: Ich bin "offiziell", aber "Redende denken nicht, sie sprechen für eine Seite". Also wenn gedacht, dann: Reaktionäre sagen andere reaktionär, sie selbst reaktionär; Banditen nennen andere Banditen, sie selbst Banditen... Halt, wieder "giftige Kritik" - sagte Jesus nicht "besinnt euch"? Zur Unglück-Vermeidung noch ein Schwänzchen: Diese schlechte Gewohnheit nur in Literaturwelt, offiziell unverbunden.

Wang Pingling ist Film-Zensur-Kommissions-Mitglied - ich sollte kleine Bürger-Regeln befolgen.

Wirklich halt. Geschriebenes und Eingeklebtes, eigenes und anderes, kostete halbe Nacht - wohl wieder acht-neuntausend Worte. Dieser Schwanz ist auch nicht klein.

Zeit vergeht täglich, große-kleine Ereignisse vergehen mit, verschwinden bald aus Erinnerung; außerdem alles zerstreut. Für mich: Wieviel Unempfundenes und Ungewusstes gibt es wirklich. Aber diese geschriebenen Dutzend Stücke, angeordnet, mit »Nachwort« ergänzend entstandene Streitigkeiten, gleichzeitig Zeitgeschehen spiegelnd - obwohl kleine Struktur, zeichnet es nicht eine Gestalt? Aber jetzt wenige wollen ihre Shakespeare-, Tolstoi-verehrenden Gesichter senken, ins Dunkle blicken, einiges schreiben. Daher will ich meine Glossen bewahren - sie können daher besser überleben, obwohl dadurch verhasster, aber in Bekämpfung weiter wachsend. Ach, "Welt ohne Helden lässt Kerlchen berühmt werden" - das sollte ich und Chinas Literaturwelt beklagen.

Literaturwelt-Ereignisse gibt es viele: Zensur-Geheimrat liefern, Trennungs-Wunderstrategien anwenden, Gerüchte für Macht schaffen, Wahrheit im Herzen verbergen, Kapitulations-Fahnen vergangener Jahre hissen, alte Freunde heute erwärmen... Aber nicht aus »Quasi-Mondgespräche«-Zeit, hier nicht erwähnt oder nie erwähnt. Wirklich aufhören - bis mein Rücken schmerzt!

16. Oktober 1934 nachts, Lu Xun in Shanghai

    • [Lu Xun Gesamtwerke Band 8]**
    • Kuaiji-Bezirk Alte Bücher-Sammlung**
    • Vorwort**
    • Xie Cheng Kuaiji Vorfahren-Biografien**
    • Yu Yu Kuaiji Klassiker-Aufzeichnungen**
    • Zhong Lixiu Kuaiji Spätere Weise-Biografien**
    • He-Familie Kuaiji Vorfahren-Bildlob**
    • Zhu Yu Kuaiji Landaufzeichnungen**
    • He Xun Kuaiji Aufzeichnungen**
    • Kong Lingfu Kuaiji Aufzeichnungen**
    • Xiahou Cengxian Kuaiji Geographie**
    • Alte Novellen-Sammlung**
    • Qingshi-Sohn**
    • Yulin**
    • Guo-Sohn**
    • Xiaolin**
    • Sushuo**
    • Xiaoshuo**
    • Shuishi**
    • Lieyizhuan**
    • Guyizhuan**
    • Dai Zuo Zhen Yizhuan**
    • Shu Yiji**
    • Xun-Familie Geist-Gespenster-Aufzeichnungen**
    • Zu Taizhi Gespenster-Aufzeichnungen**
    • Kong-Familie Gespenster-Aufzeichnungen**
    • Shenguailu**
    • Liu Zhiliu Geist-Aufzeichnungen**
    • Qixieji**
    • Youminglu**
    • Xie-Familie Geister-Götter-Biografien**
    • Zhi-Familie Gespenster-Aufzeichnungen**
    • Jiling Ji**
    • Han Wu Gushi**
    • Duji**
    • Yiwenlu**
    • Xuanzhongji**
    • Lu-Familie Yilin**
    • Cao Pi Gespenster**
    • Guo Jichan Jiyi Ji**
    • Wang Fu Shenyi Ji**
    • Xu Yiji**
    • Lu Yizhuan**
    • Za Guishen Zhiguai**
    • Xiang Yiji**
    • Xuanyan Ji**
    • Mingxiang Ji**
    • Jingyi Ji**
    • [Band Zwei]**
    • [Qin-Fu mit Vorwort ○ »Wenxuan« mit Vorwort]**

Ich liebte in der Jugend Töne, im Alter spielte ich damit. Ich meinte: Dinge haben Blüte und Verfall, aber dies nicht; Geschmäcker werden langweilig, aber dies nicht. Was Geist nähren, Gefühle harmonisieren, in Einsamkeit nicht traurig sein kann, kommt Tönen am nächsten. Daher wiederholend ungenügend, dann singen und rezitieren für Ausdruck; singen-rezitieren ungenügend, dann Worte senden für Bedeutungs-Erweiterung. Aber acht Ton-Instrumente, Tanz-Gesang-Bilder, historische Talente machten alle Fu. Sie preisen Strukturen, Stile folgen einander; loben Material, nehmen Gefahr-Bitterkeit als höchst; beschreiben Töne, nehmen Trauer als Haupt; preisen Wandel, nehmen Tränen als wertvoll. Schön ist schön, aber die Prinzipien nicht erschöpft. Ihre Ursprünge verfolgend scheinen sie Töne ursprünglich nicht zu verstehen; ihre Absichten betrachtend erreichen sie auch nicht Ritual-Musik-Gefühle. Unter allen Instrumenten ist Qin-Tugend höchst. Daher verfasse ich Empfindungen als Fu. Die Worte lauten:

杂感                                                                                                                                                                                                        洲  



近来有许多杂志上都在提倡小文章。《申报月刊》、《东方杂志》以及《现代》上,都有杂感随笔这一栏。好象一九三三真要变成一个小文章年头了。目下中国杂感家之多,远胜于昔,大概此亦鲁迅先生一人之功也。中国杂感家老牌,自然要推鲁迅。他的师爷笔法,冷辣辣的,有他人所不及的地方。《热风》、《华盖集》、《华盖续集》,去年则还出了什么三心《二心》之类。照他最近一年来“干”的成绩而言大概五心六心也是不免的。鲁迅先生久无创作出版了,除了译一些俄国黑面包之外,其余便是写杂感文章了。杂感文章,短短千言,自然可以一挥而就。则于抽卷烟之际,略转脑子,结果就是十元千字。大概写杂感文章,有一个不二法门。不是热骂,便是冷嘲。如能热骂后再带一句冷嘲或冷嘲里夹两句热骂,则更佳矣。


不过普通一些杂感,自然是冷嘲的多。如对于某事物有所不满,自然就不满(迅案:此字似有误)有冷嘲的文章出来。鲁迅先生对于这样也看不上眼,对于那样也看不上眼,所以对于这样又有感想,对于那样又有感想了。


我们村上有个老女人,丑而多怪。一天到晚专门爱说人家的短处,到了东村头摇了一下头,跑到了西村头叹了一口气。好象一切总不合她的胃。但是,你真的问她倒底要怎样呢,她又说不出。我觉得她倒有些像鲁迅先生,一天到晚只是讽刺,只是冷嘲,只是不负责任的发一点杂感。当真你要问他究竟的主张,他又从来不给我们一个鲜明的回答。



(十月三十一日,《中央日报》的《中央公园》。)



文坛与擂台                                                                                                                                                                                       鸣春



上海的文坛变成了擂台。鲁迅先生是这擂台上的霸主。鲁迅先生好象在自己的房间里带了一付透视一切的望远镜,如果发现文坛上那一个的言论与行为有些瑕疵,他马上横枪跃马,打得人家落花流水。因此,鲁迅先生就不得不花去可贵的时间,而去想如何锋利他的笔端,如何达到挖苦人的顶点,如何要打得人家永不得翻身。


关于这,我替鲁迅先生想想有些不大合算。鲁迅先生你先要认清了自己的地位,就是反对你的人,暗里总不敢否认你是中国顶出色的作家;既然你的言论,可以影响青年,那么你的言论就应该慎重。请你自己想想,在写《阿Q传》之后,有多少时间浪费在笔战上?而这种笔战,对一般青年发生了何种影响?


第一流的作家们既然常时混战,则一般文艺青年少不得在这战术上学许多乖,流弊所及,往往越淮北而变枳,批评人的人常离开被批评者的言论与思想,笔头一转而去骂人家的私事,说人家眼镜带得很难看,甚至说人家皮鞋前面破了个小洞;甚至血偾脉张要辱及人家的父母,甚至要丢下笔杆动拳头。我说,养成现在文坛上这种浮嚣,下流,粗暴等等的坏习气,像鲁迅先生这一般人多少总要负一点儿责任的。


其实,有许多笔战,是不需要的,譬如有人提倡词的解放,你就是不骂,不见得有人去跟他也填一首“管他娘”的词;有人提倡读《庄子》与《文选》,也不见得就是教青年去吃鸦片烟,你又何必咬紧牙根,横睁两眼,给人以难堪呢?


我记得一个精通中文的俄国文人 B.A.Vassiliev 对鲁迅先生的《阿Q传》曾经下过这样的批评:“鲁迅是反映中国大众的灵魂的作家,其幽默的风格,是使人流泪,故鲁迅不独为中国的作家,同时亦为世界的一员。”鲁迅先生,你现在亦垂垂老矣,你念起往日的光荣,当你现在阅历最多,观察最深,生活经验最丰富的时候,更应当如何去发奋多写几部比《阿Q传》更伟大的著作?伟大的著作,虽不能传之千年不朽,但是笔战的文章,一星期后也许人就要遗忘。青年人佩服一个伟大的文学家,实在更胜于佩服一个擂台上的霸主。我们读的是莎士比亚、托尔斯泰、哥德这般人的文章,而并没有看到他们的“骂人文选”。



(十一月十六日,《中央日报》的《中央公园》。)



这两位,一位比我为老丑的女人,一位愿我有“伟大的著作”,说法不同,目的却一致的,就是讨厌我“对于这样又有感想,对于那样又有感想”,于是而时时有“杂文”。这的确令人讨厌的,但因此也更见其要紧,因为“中国的大众的灵魂”,现在是反映在我的杂文里了。


洲先生刺我不给他们一个鲜明的主张,这用意,我是懂得的;但颇诧异鸣春先生的引了莎士比亚之流一大串。不知道为什么,近一年来,竟常常有人诱我去学托尔斯泰了,也许就因为“并没有看到他们的‘骂人文选’”,给我一个好榜样。可是我看见过欧战时候他骂皇帝的信 ,在中国,也要得到“养成现在文坛上这种浮嚣,下流,粗暴等等的坏习气”的罪名的。托尔斯泰学不到,学到了也难做人,他生存时,希腊教徒就年年诅咒他落地狱。


中间就夹两篇《时事新报》上的文章──



略论告密                                                                                                                                                                                          陈代  



最怕而且最恨被告密的可说是鲁迅先生,就在《伪自由书》,“一名:《不三不四集》”的《前记》与《后记》里也常可看到他在注意到这一点。可是鲁迅先生所说的告密,并不是有人把他的住处,或者什么时候,他在什么地方,去密告巡捕房(或者什么要他的“密”的别的机关?),以致使他被捕的意思。他的意思,是有人把“因为”他“旧日的笔名有时不能通用,便改题了”的什么宣说出来,而使人知道“什么就是鲁迅”。


“这回,”鲁迅先生说,“是王平陵先生告发于前,周木斋先生揭露于后”;他却忘了说编者暗示于鲁迅先生尚未上场之先。因为在何家干先生和其他一位先生将上台的时候,编者先介绍说,这将上场的两位是文坛老将。于是人家便提起精神来等那两位文坛老将的上场。要是在异地,或者说换过一个局面,鲁迅先生是也许会说编者是在放冷箭的。


看到一个生疏的名字在什么附刊上出现,就想知道那个名字是真名呢,还是别的熟名字的又一笔名,想也是人情之常。即就鲁迅先生说,他看完了王平陵先生的《“最通的”文艺》,便禁不住问:“这位王平陵先生我不知道是真名还是笔名?”要是他知道了那是谁的笔名的话,他也许会说出那就是谁来的。这不会是怎样的诬蔑,我相信,因为于他所知道的他不是在实说“柳丝是杨邨人先生……的笔名”,而表示着欺不了他?


还有,要是要告密,为什么一定要出之“公开的”形式?秘密的不是于告密者更为安全?我有些怀疑告密者的聪敏,要是真有这样的告密者的话。


而在那些用这个那个笔名零星发表的文章,剪贴成集子的时候,作者便把这许多名字紧缩成一个,看来好象作者自己是他的最后的告密者。



(十一月二十一日,《时事新报》的《青光》。)



略论放暗箭                                                                                                                                                                                      陈代  



前日读了鲁迅先生的《伪自由书》的《前记》与《后记》,略论了告密的,现在读了唐弢先生的《新脸谱》,止不住又要来略论放暗箭。


在《新脸谱》中,唐先生攻击的方面是很广的,而其一方是“放暗箭”。可是唐先生的文章又几乎全为“暗箭”所织成,虽然有许多箭标是看不大清楚的。


“说是受着潮流的影响,文舞台的戏儿一出出换了。脚色虽然依旧,而脸谱却是簇新的。”──是暗箭的第一条。虽说是暗箭,射倒射中了的。因为现在的确有许多文脚色,为要博看客的喝采起见,放着演惯的旧戏不演演新戏,嘴上还“说是受着潮流的影响”,以表示他的不落后。还有些甚至不要说脚色依旧,就是脸谱也并不簇新,只是换了一个新的题目,演的还是那旧的一套:如把《薛平贵西凉招亲》改题着《穆薛姻缘》之类,内容都一切依旧。


第二箭是──不,不能这样写下去,要这样写下去,是要有很广博的识见的,因为那文章一句一箭,或者甚至一句数箭,看得人眼花头眩,竟无从把它把捉住,比读硬性的翻译还难懂得多。


可是唐先生自己似乎又并不满意这样的态度,不然为什么要骂人家“怪声怪气的吆喝,妞妞妮妮的挑战”?然而,在事实上,他是在“怪声怪气的吆喝,妞妞妮妮的挑战”。


或者说,他并不是在挑战,只是放放暗箭,因为“鏖战”,即使是“拉拉扯扯的”,究竟吃力,而且“败了”“再来”的时候还得去“重画”脸谱。放暗箭多省事,躲在隐暗处,看到了什么可射的,便轻展弓弦,而箭就向前舒散地直飞。可是他又在骂放暗箭。


要自己先能放暗箭,然后才能骂人放。



(十一月二十二日,《时事新报》的《青光》。)



这位陈先生是讨伐军中的最低能的一位,他连自己后来的说明和别人豫先的揭发的区别都不知道。倘使我被谋害而终于不死,后来竟得“寿终×寝”,他是会说我自己乃是“最后的凶手”的。


他还问:要是要告密,为什么一定要出之“公开的”形式?答曰:这确是比较的难懂一点,但也就是因为要告得像个“文学家”的缘故呀,要不然,他就得下野,分明的排进探坛里去了。有意的和无意的的区别,我是知道的。我所谓告密,是指着叭儿们,我看这“陈代”先生就正是其中的一匹。你想,消息不灵,不是反而不便当么?


第二篇恐怕只有他自己懂。我只懂得一点:他这回嗅得不对,误以唐弢先生为就是我了。采在这里,只不过充充自以为我的论敌的标本的一种而已。


其次是要剪一篇《大晚报》上的东西──


钱基博之鲁迅论                                                                                                                                                                             戚施  



近人有裒集关于批评鲁迅之文字而为《鲁迅论》一书者,其中所收,类皆称颂鲁迅之辞,其实论鲁迅之文者,有毁有誉,毁誉互见,乃得其真。顷见钱基博氏所著《现代中国文学史》,长至三十万言,其论白话文学,不过一万余字,仅以胡适入选,而以鲁迅、徐志摩附焉。于此诸人,大肆訾謷。迩来旧作文家,品藻文字,裁量人物,未有若钱氏之大胆者,而新人未尝注意及之。兹特介绍其“鲁迅论”于此,是亦文坛上之趣闻也。

Hörte, jetzt werden sogar klassische Anspielungen manchmal von Zensoren verboten - zum Beispiel Qin Shihuang erwähnen, aber letztes Jahr war es noch erlaubt. Aber neue Anspielungen verursachen immer kleine Unruhen. Mein letzter »Jugend und Väter« stieß auf Herrn Yang Cunren (obwohl beim Druck der Name bereits vom Redakteur gestrichen war), brachte später in »Shenbao«-Lokalblatt »Tanyan« (24. November) einen wunderbaren Artikel hervor. Aber schwer verständlich - scheint zu sagen, ich stelle mich als Kindespietät dar, aber greife ihn für Kindespietät an, "in Brunnen fallen" und "Steine werfen". Da das ein Musterwerk unseres "reuigen Revolutionärs" ist, wäre Wegwerfen schade - daher vollständig zitiert, zeigt auch Herrn Yangs Pionierrolle als moderner "Spruch-Stil"-Autor, auch etwas Zusatz in meinem »Nachwort«:

    • Klugheits-Weg - Cunren**

Jüngst nachts besuchte ich weltgewandten Alten in seinem Haus: Haus war dreistöckiges Gebäude, zur Straße blickend. Obwohl Straßenbahnen klingelten-ratterten, Autos tuten-krächzten, Marktlärm störte, bemerkte er nichts - wie Einsiedler, ruhig wohnend, tief erleuchtete. Alter sagte: "Warum kommst du?" Antwort: "Wage nach Klugheits-Weg zu fragen." Gespräch hatte Thema, wurde Frage-Antwort.

"Schwer ist Klugheits-Weg! Konfuzius-Schule-Weiser wie Yan Hui konnte aus einem Winkel drei andere folgern - Konfuzius pries seine übermenschliche Klugheit. Heute können aus einem Winkel drei andere folgern noch keine klugen Menschen - fragst du nach Klugheits-Weg, willst du diesen Alten schwierig machen?"

"Nein, nein! Sie missverstehen meine Frage! Ich will nicht über Denk-Kunst lernen. Ich bin von Natur unbeholfen-dumm, weltfremd, stoße oft an Wände - wage nach weltlichem Klugheits-Weg zu fragen."

"Ach, du bist wirklich unbeholfen-dumm und fragst nach Welt-Weg! Heute sehen Weise Weisheit, Gütige Güte, verschiedene Klassen, verschiedene Gedanken. Väter-Söhne, Brüder, Eheleute, Schwestern haben wegen verschiedener Gedanken in einer Familie je eigene Ansichten und Vorurteile. Obwohl Blutsverwandte, entfremdet-konfliktreich, getrennte Wege. Alte sogenannte Helden dienten je ihren Herrschern als Feinde, heutige sogenannte Idealisten-Revolutionäre bekämpfen sich klassenweise erbarmungslos. Selbst wegen verschiedener Standpunkte töten Blutsverwandte gnadenlos. Opportunismus mag zeitweise siegen, kann schwer in der Welt bestehen. Klugheits-Weg ist erschöpft - nur dumme Tölpel können endlos glücklich sein..."

"Obwohl Sie logisch und begründet sprechen - gibt es wirklich keinen Klugheits-Weg mehr?"

"Dann nur noch Opportunismus-Weg. Soll ich erklären: Opportunismus-Weg liegt in Schlauheit, Schlauheit wurde Fachwissenschaft. Westeuropäische Theorien sind in Wissenschaft-Philosophie klassifiziert - Schlauheits-Wissenschaft kann Schlauheitslehre heißen. Schlauheitslehre könnte nach Universitätsprofessoren-Vorlesungen in Kapitel, Abschnitte, Punkte geteilt werden - alte und neue Quellen zitieren, Ost-West vereinen. Ihre Theorie ist tiefer als Philosophie, ihre Belege umfassen chinesisch-ausländische Geschichte, Physik-Chemie, Kunst-Literatur, Handel-Geschäfte, Verführung-Betrug - alles eingeschlossen. Von Universitätsvorbereitung bis viertes Jahr kann diese Vorlesung nur ein Tausendstel lehren. Universitätsabschluss alle Fächer bestanden, aber Schlauheitslehre kann kein noch so kluger Student bestehen. Selbst Universitätsprofessoren wissen wahrscheinlich das Wie, nicht das Warum - Lernschwierigkeit vorstellbar. Ich lebte Jahrzehnte, Kopf kahl, Bart-Haar weiß, Erfahrung nicht gering, Lehren nicht wenig, aber beim Schlauheitslehre-Vorlesungen-Schreiben kann ich nur erstes Kapitel, ersten Abschnitt, ersten Punkt. Dieses erste Kapitel, erster Abschnitt, erster Punkt heißt 'mit Strom fahren' - was Menschen sagen auch sagen, was Menschen mögen mögen, was Menschen hassen hassen. Ein Beispiel: Hassen Menschen Kindespietät als 'feudal-patriarchalische Gesellschafts-Ritual-Überbleibsel', dann kannst du, obwohl du für Vater Medizin-Suppe serviertest, Ärzte suchtest, aus Naturell Eltern dientest, trotzdem natürliche Eltern-Diener als 'Kindespietät' kritisieren, nur für Jugend-Applaus, ignoriere eigene Gewissen-Ansicht und Handlungen. Kritisierte stehen unter Zeit-Strömung, können nicht argumentieren - Argumentieren beweist nur mehr Reaktionäres. Daraufhin Jugend-Angriff-Trommeln, Körper völlig zerfetzt, dein Sieg nicht nur sicher, sondern wirst von Jugend als höchster Heiliger verehrt. Essays-Sammlung mit diesem Stück wird landesweit populär, Papier teuer - Name und Gewinn beide, Reichtum endlos. Erstes Kapitel, erster Abschnitt, zweiter Punkt ist 'in Brunnen fallen, Steine werfen'. Ich kenne auch etwas, aber beim Denken an Brunnen-Steine-Werfer bekomme ich Kopfschmerzen - will wirklich nicht schreiben. Aber Schlauheitslehre ist zwar Klugheits-Weg, eigentlich linker Nebenweg - du solltest wirklich nicht lernen."

"Was Sie sagen ist wohl vernünftig. Heutige Gesellschaft hat viele, die diese Wissenschaft als Türklopfer zum Lebensunterhalt nutzen - sie sind wirklich überall erfolgreich, Namen und Gewinn beide. Aber ich bin unbeholfen-dummer Mensch - selbst lernen wollen könnte ich wohl nicht?"

"Ach! Du suchst Klugheits-Weg, aber lernst nicht - zwar lobenswert, aber Wände-Anstoßen ist verständlich!"

Jene Nacht fragte ich Weltgewandten nach dem Weg, kehrte unverändert heim - ach!

Aber wir sollten nicht nur "ach!" bewundern, denn davor spielten manche Orte "Vollkampf".

Auch Zeitungsausschnitte sind gut - hier schneide ich die einfachsten Berichte:

    • Yihua Filmgesellschaft von "Filmwelt Anti-Kommunisten-Kameraden-Verein" zerstört**

Gestern um neun Uhr morgens kamen plötzlich drei ungewöhnlich handelnde Jugendliche zu Yihua-Gesellschafts neuerbautem Filmstudio in Westshanghais Konnot-Road nahe Ginsitu-Tempel. Sie gaben sich als Besucher aus, während einer gerade unterschrieb, rief ein anderer laut - daraufhin stürmten sieben-acht draußen lauernde Schläger in einheitlichen blauen Kurzhemden-Hosen durch die Tür, verteilten sich in Büros, zerstörten wild Schreibtische, Glasfenster und alle Möbel. Dann draußen zerstörten sie zwei eigene Autos, eine Filmtrocknungsmaschine, eine Kamera und verteilten weiße Flugblätter: "Volk steht auf, vernichtet einheitlich Kommunisten", "Stürzt das Volk verkaufende Kommunisten", "Löscht mordende-brennende Kommunisten" usw. Gleichzeitig verteilten sie ölgedruckte Erklärungen, zuletzt unterschrieben "Chinas Filmwelt Anti-Kommunisten-Kameraden-Verein". Nach etwa sieben Minuten blies einer wild eine Pfeife - alle Schläger sammelten sich und marschierten weg. Als Bezirk-6-Polizei und Detektive ankamen, waren alle spurlos verschwunden. Der Verein erklärte, gestrige Aktion sei nur Warnung an Gesellschaft - ändere sie oder andere Gesellschaften nicht Richtung, würden künftig drastischere Mittel angewandt. Lianhua, Mingxing, Tianyi-Gesellschaften seien ebenfalls streng untersucht.

Laut Zeitungen besagte Erklärung: Yihua-Gesellschaft sei kommunistische Propagandaorganisation, Proletarische Kultur-Allianz mache Filmwelt rot mit Gesellschaft als Basis - Filme wie »Volks-Überleben« beschrieben Klassenkampf, aber durch Bestechung der Nanjing-Zensur-Kommission zur Veröffentlichung. Außerdem forderte der Verein Erziehungsministerium, Innenministerium, Zentral-Partei und Stadtregierung auf: Gesellschaft solle fertige Filme vernichten, sich selbst reorganisieren, alle roten Elemente entfernen und bestochene Film-Zensur-Verantwortliche bestrafen.

Nachher beharrte die Gesellschaft: Raubüberfall, bereits Bezirk-6-Caojiadu-Polizei gemeldet. Reporter untersuchten: Nur Gesellschafts-Innenausstattung völlig zerstört, Tische-Stühle durcheinander, völliges Chaos. Wahre Hintergründe werden bald klar.

(13. November, »Damei Wanbao«)

    • Filmwelt Anti-Kommunisten-Verein warnt Kinos, Tian Hans und andere Filme abzulehnen**

Nach Yihua-Angriff hatte Shanghais Filmwelt neue Unruhen - gestern erhielten alle großen-kleinen Kinos gleichzeitig Warnbriefe von Shanghai Filmwelt Anti-Kommunisten-Kameraden-Verein, alle Kinos sollten Tian Han und anderen geschriebene-regierte-gespielte Drehbücher ablehnen:

Unser Verein ist motiviert durch brennende Volks-Staats-Liebe und kann nicht ertragen, dass Filmwelt von Kommunisten genutzt wird. Daher warnten wir rote Film-Basis Yihua-Filmgesellschaft. Da Ihr Kino normalerweise für Filmwesen begeistert ist, warnen wir ernst: Für Tian Han (Chen Yu), Shen Duanxian (alias Cai Shusheng, Ding Qianzhi), Bu Wancang, Hu Ping, Jin Yan und andere regierte, geschriebene, gespielte Klassenkampf-Arm-Reich-Opposition-Reaktionsfilme dürft ihr nicht vorführen, sonst Gewalt-Behandlung wie Yihua-Gesellschaft, keine Nachsicht! Shanghai Filmwelt Anti-Kommunisten-Kameraden-Verein, 11.13.

(16. November, »Damei Wanbao«)

Aber "Anti-Kommunismus" beschränkte sich nicht auf "Filmwelt" - Verlagswelt wurde gleichzeitig von maskierten Helden angegriffen:

    • Heute morgen Liangyou Buchgesellschaft plötzlicher seltsamer Gast - Eisenhammer zerschlägt Glasfenster, geht weg, Polizei untersucht... Guanghua Buchhandlung bittet um Schutz**

Westshanghais Konnot-Road Yihua-Filmgesellschaft wurde gestern um neun von Dutzenden arbeiterähnlichen Personen überfallen, die Flugblätter "Chinas Filmwelt Anti-Kommunisten-Kameraden-Verein" verteilten und verschwanden. Heute um elf kam zu Beichuanlu 851 Liangyou Buch-Druckgesellschaft ein Mann mit Eisenhammer, schlug ein Loch ins große Schaufenster und floh sofort. Hongkou-Polizei untersuchte: Liangyou verkauft linksstehende Bücher, nicht unverbunden mit Yihua-Fall. Heute morgen ersuchte ängstlich Guanghua-Buchhandlung Zentral-Polizei um Schutz vor Zwischenfällen.

(13. November, »Dabao«)

    • »China Forum« Druckerei zerstört - Druckraum zerstört, Redaktion unversehrt**

Amerikaner Iloshengs »China Forum«-Druckerei Lefor in Hongkou Tiantong-Road wurde gestern abend von Schlägern überfallen, Druckraum zerstört, Redaktion unversehrt.

(15. November, »Damei Wanbao«)

    • Angriff auf Shenzhou Guoguang-Gesellschaft - Gestern abend sieben Uhr vier Personen stürmten Hauptvertrieb, Eisenhammer zerschlug Schaufenster, kleiner Schaden**

Henan-Wuma-Straßenkreuzung Shenzhou Guoguang-Gesellschaft Hauptvertrieb wurde gestern um sieben beim Schließen plötzlich von einem langgewandeten Kunden betreten, scheinbar Bücher kaufend. Nach seinem Eintritt folgten drei andere. Der Langgewandete drehte sich um, riss das Wandtelefon ab. Gleichzeitig zerstörten drei Kurzgekleidete mit Eisenhämmern das linke Schaufenster, alle vier flohen. Drei-vier Angestellte und Lehrlinge waren sprachlos erschrocken. Aber der Langgewandete wurde Dutzende Schritte entfernt an Sijing-Straßenkreuzung von Wachpolizei gefasst - beim Fenster-Schlagen hatte ihn herabfallendes Glas im Gesicht verletzt, er blutete und konnte nicht schnell laufen.

Der Gefasste leugnete in Simaer-Zentral-Polizei Beteiligung, wurde freigelassen.

(1. Dezember, »Damei Wanbao«)

Amerikanische Zeitung wurde höflichst zerstört, Militärs-Buchläden zuletzt. "Stolz weggehend" ist interessant geschrieben.

Filmgesellschafts-Zerstörung kam mit Erklärungen, in mehreren Zeitungen vollständig abgedruckt; für Buchläden und Zeitungen scheinbar keine Diskussionen, da keine Berichte. Aber es gab sie - blaue Kugelschreiber-Warnungen, Laden-Namen leer, mit Tinte ausgefüllt, Handschrift nicht wie Gebildete, unten langer violetter Holzstempel. Ich bewahrte glücklicherweise Original auf, setze nun Interpunktion und kopiere originalgetreu:

Unser Verein ist motiviert durch brennende Volks-Staats-Liebe und kann nicht ertragen, dass Kultur-Gedankenwelt von Kommunisten genutzt wird. Daher warnten wir rote Film-Basis Yihua-Gesellschaft. Zur Aufgaben-Durchführung planen wir Kulturwelt-Säuberung. Außer Liangyou-Buchgesellschaft erste Warnung haben wir alle Buchhandlungen-Publikationen genau untersucht. Wissen, dass Sie... für Kulturwesen begeistert sind, warnen daher ernst: Für rote Autoren-Werke wie Lu Xun, Mao Dun, Pengzi, Shen Duanxian, Qian Xingcun und andere rote Autoren-Werke, reaktionäre Texte sowie reaktionäre Theater-Kritiken, Sowjetunion-Berichte dürfen Sie nicht herausgeben, drucken, vertreiben. Bei Nichtbefolgung behandeln wir Sie drastischer und gründlicher als Yihua und Liangyou, keine Nachsicht!

Shanghai Filmwelt Anti-Kommunisten-Kameraden-Verein (11.13)

Ein "Idealist" mag für "Kulturwesen begeistert" sein, aber wenn unbekannt wann ein Hammer kommt und hundert Silber-Tael teures Glas zerbricht; "bei Nichtbefolgung" kommt unbekannt wann eine rote Mütze und kostet den teureren Kopf - natürlich wird er entmutigt. Buchläden und Zeitungen-Schwierigkeiten sind vorstellbar. Da ich von "stolz weggehenden" Helden als "roter Autor" bezeichnet wurde, soll ich andere nicht schädigen, Pinsel niederlegen, still Theater schauen. Daher enden diese Glossen am 7. November - von 7. bis zur ehrenvollen Warnung am 13. November schrieb ich nichts.

Aber Erfahrung lehrt: Bei Waffengewalt-Bestrafung bekomme ich gleichzeitig Literatur-Bestrafung. Literaten sind meist "inspiriert", zumal jetzt mit besonders entwickeltem Geruchssinn - sie wissen, wie man "schreibt", um passend zu sein. Jetzt ist es Zeit: Ich kritisiere nicht Gesellschaft oder Menschen, aber Menschen kritisieren mich - meine Arbeit ist Material sammeln. Material gibt es viel, Wunderbares wenig. Papier-Tinte sollte man sparen - hier nur sechs Stücke ausgewählt. Amtliche »Zentralzeitung« attackierte frühest - wahrhaft Zeitgeist-führend, würdig "zentral"; »Shishi Xinbao« mitten im "Vollkampf"-Höhepunkt am zeitgemäßesten, aber sehr verwirrt; »Dabao« und »Damei Wanbao« spät - "geschäftlich" bedingt, klug daher vorsichtig, Vorsicht macht träge. Gerade entschieden gemeinsam zu attackieren, aber nach Tagen Neujahr, nächstes Jahr Vorzensur von Büchern-Zeitungen zum Geschäfts-Nutzen, neues Netz, neue Lage.

Noch nicht Neujahr - erst »Zentralzeitung« zwei Stücke:

    • Verschiedenes - Zhou**

Kürzlich befürworten viele Zeitschriften Kurztexte. »Shenbao Monatsschrift«, »Ostmagazin« und »Modern« haben Glossen-Spalten. 1933 wird wohl Kurztext-Jahr. Heutige chinesische Glossenschreiber zahlreicher als früher - wohl Lu Xuns alleiniges Verdienst. Chinas alter Glossenschreiber-Meister ist natürlich Lu Xun. Seine Beamten-Pinsel-Art, kalt-scharf, anderen unzugänglich. »Heißer Wind«, »Huagai-Sammlung«, »Huagai-Fortsetzung«, letztes Jahr noch »Drei-Herzen« »Zwei-Herzen«. Nach seinen jüngsten Jahres-"Leistungen" sind wohl fünf-sechs Herzen unvermeidlich. Lu Xun hat lange keine Schöpfungen veröffentlicht - außer russischen schwarzen Brot-Übersetzungen nur noch Glossen. Glossen, kurze tausend Worte, natürlich mit einem Schlag fertig. Beim Zigaretten-Rauchen kurz Gehirn drehen - Ergebnis zehn Yuan tausend Zeichen. Glossen haben eine unfehlbare Methode: Entweder heiß schimpfen oder kalt spotten. Kann man heiß schimpfen plus kalten Spott oder kalten Spott mit heißem Schimpfen, noch besser.

Aber gewöhnliche Glossen sind natürlich meist kalt spottend. Bei Unzufriedenheit über etwas gibt es naturgemäß kalt spottende Artikel. Lu Xun findet dies unzulänglich, jenes unzulänglich - daher über dies wieder Gedanken, über jenes wieder Gedanken.

Unser Dorf hat eine alte hässliche Frau mit vielen Eigenarten. Tagein tagaus liebt sie andere Schwächen besprechen - am Ostdorf-Ende Kopfschütteln, zum Westdorf-Ende laufend seufzen. Scheint nichts ihrem Geschmack zu entsprechen. Aber fragt man, was sie eigentlich will, kann sie nichts sagen. Ich finde sie Lu Xun ähnlich - tagein tagaus nur Ironie, kalter Spott, verantwortungslose Glossen. Fragt man wirklich nach seinen Ansichten, gibt er nie klare Antwort.

(31. Oktober, »Zentralzeitung« »Zentralpark«)

    • Literaturwelt und Kampfring - Mingchun**

Shanghais Literaturwelt wurde Kampfring. Lu Xun ist Ringherr. Lu Xun scheint in seinem Zimmer ein alles durchschauendes Fernrohr zu haben - entdeckt er Literaturwelt-Fehler in Worten oder Verhalten, springt er sofort zu Pferd mit Speer und schlägt andere völlig. Daher muss Lu Xun wertvolle Zeit verschwenden, um Federspitze zu schärfen, Spott-Höhepunkt zu erreichen, andere nie wieder aufstehen zu lassen.

Das ist für Lu Xun unvorteilhaft. Lu Xun sollte seine Position erkennen - selbst Gegner gestehen heimlich, er sei Chinas hervorragendster Autor; da Ihre Worte Jugend beeinflussen können, sollten Ihre Worte bedacht sein. Denken Sie: Nach »Ah Q« wieviel Zeit in Federkämpfen verschwendet? Welchen Einfluss haben diese Federkämpfe auf Jugendliche?

Da erstklassige Autoren ständig kämpfen, lernen Literatur-Jugendliche viele Tricks. Übel verbreitet sich - oft verlassen Kritiker kritisierte Worte-Gedanken und schimpfen über Privates: Brille unschön, sogar Schuhlöcher; sogar rasend Eltern beleidigen, sogar Pinsel niederlegen für Fäuste. Heutige Literaturwelt-schlechte Gewohnheiten - oberflächlich, gemein, grob - dafür tragen Lu Xun und ähnliche Verantwortung.

Viele Federkämpfe sind unnötig. Jemand befürwortet Gedicht-Befreiung - ohne Schimpfen würde niemand "ganz egal"-Gedichte füllen; jemand befürwortet »Zhuangzi« und »Wenxuan« lesen - das lehrt nicht Jugendliche Opium rauchen. Warum zähneknirschend Augen aufreißen und andere quälen?

Ich erinnere mich: Ein chinesischkundiger russischer Literat B.A. Vassiliev kritisierte Lu Xuns »Ah Q«: "Lu Xun reflektiert chinesische Massen-Seelen, sein humorvoller Stil bringt zum Weinen - Lu Xun ist nicht nur chinesischer, sondern Weltautor." Lu Xun, Sie altern, denken an frühere Ehre - bei reichster Erfahrung, tiefster Beobachtung, vielfältigster Lebenserfahrung sollten Sie sich anstrengen, mehrere größere Werke als »Ah Q« zu schreiben? Große Werke überdauern vielleicht nicht tausend Jahre, aber Federkampf-Artikel vergisst man nach einer Woche. Jugendliche bewundern große Literaten mehr als Kampfring-Herren. Wir lesen Shakespeare, Tolstoi, Goethe - aber nie ihre "Schimpf-Auswahlen".

(16. November, »Zentralzeitung« »Zentralpark«)

Diese beiden - einer vergleicht mich mit hässlicher alter Frau, einer wünscht mir "große Werke", verschiedene Aussagen, aber einheitliches Ziel: Widerwillen gegen meine "über dies wieder Gedanken, über jenes wieder Gedanken" und ständige "Glossen". Das ist wirklich widerwärtig, aber daher umso wichtiger - "chinesische Massen-Seelen" reflektieren sich jetzt in meinen Glossen.

Herr Zhou sticht mich, ihnen keine klaren Ansichten zu geben - diese Absicht verstehe ich; aber Herr Mingchuns Shakespeare-Liste verwundert mich. Warum locken mich kürzlich oft Leute, Tolstoi zu lernen? Vielleicht weil man nie ihre "Schimpf-Auswahlen" sah - gutes Vorbild. Aber ich sah seine Kaiser-Schimpf-Briefe im Weltkrieg - in China würde das "heutige Literaturwelt schlechte Gewohnheiten - oberflächlich, gemein, grob" genannt. Tolstoi ist unerreichbar, erreicht wäre es schwer menschlich - zu Lebzeiten verfluchten ihn griechische Christen jährlich in die Hölle.

Dazwischen zwei »Shishi Xinbao«-Artikel:

    • Kurz über Denunziation - Chen Dai**

Lu Xun fürchtet und hasst Denunziation am meisten - in »Falsche Freiheit« »Vorwort« und »Nachwort« beachtet er das ständig. Aber Lu Xuns Denunziation meint nicht, jemand verriet seine Adresse oder Aufenthalte an Polizei (oder andere seine "Geheimnisse" wollende Organe), so dass er gefasst wurde. Er meint: Jemand verkündete, weil seine "alten Pseudonyme manchmal unbrauchbar wurden, änderte er zu" neuen, ließ Leute wissen "wer Lu Xun ist".

"Diesmal", sagt Lu Xun, "denunzierte Wang Pingling vorn, Zhou Muzhai enthüllte hinten" - er vergaß: Redakteur deutete vor Lu Xuns Auftritt an. Beim Auftreten von He Jiagan und anderen stellte der Redakteur vor: Diese zwei sind Literaturwelt-Veteranen. So spitzten alle Ohren für die Veteranen. Anderswo oder andere Lage würde Lu Xun sagen: Redakteur schießt kalte Pfeile.

Unbekannte Namen in Beilagen sehen und wissen wollen, ob echt oder bekanntes Pseudonym - menschlich normal. Lu Xun selbst fragte nach Wang Pinglings »"Verständlichste" Literatur«: "Ist Wang Pingling echter Name oder Pseudonym?" Wüsste er, wessen Pseudonym, würde er vielleicht sagen. Das wäre keine Verleumdung - bei Bekanntem sagt er nicht "Liu Si ist Yang Cunrens... Pseudonym" um zu zeigen, ihn kann man nicht täuschen?

Außerdem: Warum "öffentlich" denunzieren? Geheim wäre für Denunzianten sicherer? Ich bezweifle Denunzianten-Klugheit, falls es solche gibt.

Bei Pseudonym-Artikel-Sammlungen schrumpft der Autor viele Namen zu einem - scheint selbst letzter Denunziant.

(21. November, »Shishi Xinbao« »Qingguang«)

    • Kurz über kalte Pfeile - Chen Dai**

Nach Lu Xuns »Falsche Freiheit« »Vorwort« und »Nachwort« über Denunziation, jetzt Tang Taos »Neue Gesichtsmasken« über kalte Pfeile.

In »Neue Gesichtsmasken« greift Tang breit an, davon "kalte Pfeile". Aber Tangs Artikel sind fast nur "kalte Pfeile", obwohl viele Pfeilspitzen unklar.

"Angeblich Strömungs-beeinflusst wechseln Literatur-Bühnen-Stücke. Rollen gleich, aber Masken brandneu." - erster kalter Pfeil. Obwohl kalt, traf er. Denn viele Literatur-Rollen spielen neue Stücke für Zuschauer-Applaus statt gewohnte alte, sagen "Strömungs-beeinflusst" für Moderne-Zeigung. Manche ändern nicht mal Masken, nur Titel: »Xue Pinggui West-Liang-Heirat« zu »Mu-Xue-Ehe« - Inhalt gleich.

Zweiter Pfeil - nein, kann so nicht weiterschreiben - das braucht breites Wissen, da jeder Satz ein Pfeil oder mehrere, augenverwirrend, unerfassbar, schwerer als steife Übersetzungen.

Aber Tang scheint selbst unzufrieden mit dieser Haltung - sonst warum andere "komisches Geschrei, zickiges Herausfordern" tadeln? Aber faktisch macht er "komisches Geschrei, zickiges Herausfordern".

Vielleicht fordert er nicht heraus, schießt nur kalte Pfeile - "Kämpfe", selbst "zerrend", sind anstrengend und bei "Niederlage" zum "Wiederkommen" muss man Masken "neu malen". Kalte Pfeile sind praktisch - im Dunkeln versteckt, Ziele sehen und leicht Bogen spannen, Pfeile fliegen entspannt vorwärts. Aber er tadelt kalte Pfeile.

Man muss selbst kalte Pfeile schießen können, um andere zu tadeln.

(22. November, »Shishi Xinbao« »Qingguang«)

Dieser Herr Chen ist der unfähigste Angreifer - er kennt nicht mal Unterschiede zwischen eigener Erklärung und anderer Vorenthüllung. Würde ich ermordet aber überlebe und schließlich "natürlich sterbe", würde er mich als "letzten Mörder" bezeichnen.

Er fragt auch: Warum "öffentlich" denunzieren? Antwort: Das ist schwer verständlich, aber weil man wie "Literat" denunzieren will - sonst müsste er abdanken, klar in Spitzel-Reihen eintreten. Absichtliche und unabsichtliche Unterschiede kenne ich. Meine Denunziation meint Hündchen - dieser "Chen Dai" ist genau eins. Denken Sie: Schlechte Informationen sind unbequem.

Der zweite Artikel versteht wohl nur er selbst. Ich verstehe nur: Er witterte falsch, hielt Herrn Tang Tao für mich. Hier nur als Muster selbsternannter Gegner.

Als nächstes »Dabao«-Ausschnitt:

    • Qian Jibos Lu Xun-Theorie - Qi Shi**

Kürzlich sammelte jemand Lu Xun-Kritiken für »Lu Xun-Theorien« - meist lobende Worte. Aber echte Lu Xun-Diskussionen haben Tadel und Lob - so wird es wahr. Qian Jibaos »Moderne chinesische Literaturgeschichte« 300.000 Worte, Umgangssprache-Literatur über 10.000 Worte, nur Hu Shi ausgewählt, Lu Xun, Xu Zhimo angehängt. Diese alle heftig getadelt. Kürzlich wagten alte Autoren nicht so mutig zu urteilen wie Qian - Neue beachteten es nicht. Ich stelle seine "Lu Xun-Theorie" vor - Literaturwelt-Kuriosität.

Qian sagt: Europäische Nachahmung entstand durch Zhejiang Zhou Shurens westliche Roman-Übersetzungen - wörtliche Übersetzung bevorzugt, Sinn-Übersetzung als untreu abgelehnt. Europäische Nachahmung mit chinesischer Sprache wie Papageien-Sprechen, Dolmetscher-Vertrauen, war Urheber. Nachahmer schrieben sogar eigene Gefühls-Äußerungen europäisch, »Xiaoshuo Yuebao« fachte das an. Aber verschlungen-schwierig, schwerer als Zhou-Texte, Gelehrte verstehen nicht, geschweige Volk? Shanghai Cao Muguan lachte: Wir leben lieber europäisch lesend als diese wunderbaren Texte sehend! Wie Modedamen in hohen westlichen Schuhen stolpernd - hässlicher! Alte verehren ist "Sklavennatur", Ausland nachahmen nicht? Spott-Ironie nah Grausamkeit! Aber ursprüngliche Umgangssprache für Sprach-Schrift-Einheit, Allverständlichkeit - wurde das durch europäische Umgangssprache-Literatur vergessen? Widersprüchlich, unauflösbar - das tadelt Lu Xuns direkte ausländische Literatur-Übersetzung und Literaturwelt-Einfluss. Ehrlich: Lu Xuns Übersetzungen sind schwer lesbar, direkte Übersetzung ist Frage, europäische Umgangssprache-Literatur ist andere Frage. Sind beide unpassend, wer trägt Schuld? Herr Qian meint unsere Worte falsch?

Qian sagt auch: Seit Hu Shis Umgangssprache-Literatur proklamierte er Volk-Literatur! Nicht Adels-Literatur! Zeitweise anhängend wurde Zhou Shuren durch Romane berühmt. Shuren ist dekadent, ungeeignet für Kampf. Shurens Werke haben nur Vergangenheits-Erinnerungen ohne Zukunfts-Aufbau, nur persönliche Empörung ohne Volk-Nutzen-Pläne - solche Menschen, wann hatten sie Volk im Sinn?! Qian schließt: Zhou Shuren, Xu Zhimo sind neue Literatur-Rechtsabweichler. Das tadelt Lu Xuns Schöpfung und Gedanken. Lu Xun "rechtsabweichend" zu nennen ist "einzigartig", besondere Beurteilung! Unzufrieden mit Guo Moruo, Jiang Guangcis Linksabweichung und Lu Xun, Xu Zhimos Rechtsabweichung, nur "Rangqing"-Altherren-Atmosphäre verehrend, melancholisch unaufhörlich - Qians Absicht klar sichtbar. Heute links-rechts schwer, Recht-Unrecht unbestimmt - auch in Qians Lu Xun-Theorie sichtbar!

Qians Buch erschien September, hatte Dezember-Nachwort.

(29. Dezember, »Dabao« »Fackel«)

Dieser große Artikel verdient außer Herrn Qi Shis "einzigartig"-Lob keine zweite Bemerkung. Wirklich "bewertet", dass ich selbst nichts sagen will - "dekadent". Aber interessant, daher besonders bewahrt als »Lu Xun-Theorien«-Format.

Zuletzt »Damei Wanbao« - wieder Wang Pingling mit Schrift-Verkehr:

    • Schimpfen und Selbstgeständnis - Wang Pingling**

Gelehrsamkeit ist schwer zu diskutieren - Universalgelehrte verachten meist Diskussion mit Nachwuchs, sehen Werke als "oberflächlich-langweilig"; junge Gebildete finden Universal-"Sowjetunion-nennend, Proletariat-verehrend" wie saure Pflaumen unschmeckbar.

Weltstreitigkeiten können alle enden, nur menschliche Gedanken-Konflikte, meist emotional, enden nie. Manche machen andere verleumden und Fehler suchen zum Beruf; direkte Verneinung für indirekte Selbsterhöhung. Was sie selbst sind, dürfen nur sie wissen, andere nicht fragen. Manchmal sind ihre gegen andere gerichteten bösen Andeutungen unpassend, sondern ihre unbewussten Geständnisse.

Bibel hat Legende: Straßenleute fingen ehebrecherische Frau, wollten sie steinigen. Jesus sagte: "Besinnt euch! Nur Unschuldige dürfen diese Ehebrecherin töten." Alle gingen beschämt weg. Heutige Literaturwelt nicht so? Selbst Ehebrecher schimpfen andere Ehebrecherinnen. Wie Lu Xuns gewohnte giftige Kritik: andere "sprechen für Offizielle" - ich weiß nicht, für welche "Seite" er spricht!

Eigentlich haben Schweigsame nichts zu sagen; Redende denken nicht, sie sprechen für eine Seite. Lu Xun oft "mit eigenem Herzen andere Herzen messen" - "sich selbst wenig, anderen viel verlangen".

Solche Literaturwelt-Situationen gibt es viele, nicht nur Lu Xun.

(30. Dezember, »Damei Wanbao« »Huoshu«)

Erinnere mich: In »Falsche Freiheit« bezeichnete ich Wang Herrns Ansichten als "offiziell" - darauf bezieht sich das, aber unklar. Aus "selbst Ehebrecher schimpfen andere Ehebrecherinnen" scheint er zu sagen: Ich bin "offiziell", aber "Redende denken nicht, sie sprechen für eine Seite". Also wenn gedacht, dann: Reaktionäre sagen andere reaktionär, sie selbst reaktionär; Banditen nennen andere Banditen, sie selbst Banditen... Halt, wieder "giftige Kritik" - sagte Jesus nicht "besinnt euch"? Zur Unglück-Vermeidung noch ein Schwänzchen: Diese schlechte Gewohnheit nur in Literaturwelt, offiziell unverbunden.

Wang Pingling ist Film-Zensur-Kommissions-Mitglied - ich sollte kleine Bürger-Regeln befolgen.

Wirklich halt. Geschriebenes und Eingeklebtes, eigenes und anderes, kostete halbe Nacht - wohl wieder acht-neuntausend Worte. Dieser Schwanz ist auch nicht klein.

Zeit vergeht täglich, große-kleine Ereignisse vergehen mit, verschwinden bald aus Erinnerung; außerdem alles zerstreut. Für mich: Wieviel Unempfundenes und Ungewusstes gibt es wirklich. Aber diese geschriebenen Dutzend Stücke, angeordnet, mit »Nachwort« ergänzend entstandene Streitigkeiten, gleichzeitig Zeitgeschehen spiegelnd - obwohl kleine Struktur, zeichnet es nicht eine Gestalt? Aber jetzt wenige wollen ihre Shakespeare-, Tolstoi-verehrenden Gesichter senken, ins Dunkle blicken, einiges schreiben. Daher will ich meine Glossen bewahren - sie können daher besser überleben, obwohl dadurch verhasster, aber in Bekämpfung weiter wachsend. Ach, "Welt ohne Helden lässt Kerlchen berühmt werden" - das sollte ich und Chinas Literaturwelt beklagen.

Literaturwelt-Ereignisse gibt es viele: Zensur-Geheimrat liefern, Trennungs-Wunderstrategien anwenden, Gerüchte für Macht schaffen, Wahrheit im Herzen verbergen, Kapitulations-Fahnen vergangener Jahre hissen, alte Freunde heute erwärmen... Aber nicht aus »Quasi-Mondgespräche«-Zeit, hier nicht erwähnt oder nie erwähnt. Wirklich aufhören - bis mein Rücken schmerzt!

16. Oktober 1934 nachts, Lu Xun in Shanghai

    • [Lu Xun Gesamtwerke Band 8]**
    • Kuaiji-Bezirk Alte Bücher-Sammlung**
    • Vorwort**
    • Xie Cheng Kuaiji Vorfahren-Biografien**
    • Yu Yu Kuaiji Klassiker-Aufzeichnungen**
    • Zhong Lixiu Kuaiji Spätere Weise-Biografien**
    • He-Familie Kuaiji Vorfahren-Bildlob**
    • Zhu Yu Kuaiji Landaufzeichnungen**
    • He Xun Kuaiji Aufzeichnungen**
    • Kong Lingfu Kuaiji Aufzeichnungen**
    • Xiahou Cengxian Kuaiji Geographie**
    • Alte Novellen-Sammlung**
    • Qingshi-Sohn**
    • Yulin**
    • Guo-Sohn**
    • Xiaolin**
    • Sushuo**
    • Xiaoshuo**
    • Shuishi**
    • Lieyizhuan**
    • Guyizhuan**
    • Dai Zuo Zhen Yizhuan**
    • Shu Yiji**
    • Xun-Familie Geist-Gespenster-Aufzeichnungen**
    • Zu Taizhi Gespenster-Aufzeichnungen**
    • Kong-Familie Gespenster-Aufzeichnungen**
    • Shenguailu**
    • Liu Zhiliu Geist-Aufzeichnungen**
    • Qixieji**
    • Youminglu**
    • Xie-Familie Geister-Götter-Biografien**
    • Zhi-Familie Gespenster-Aufzeichnungen**
    • Jiling Ji**
    • Han Wu Gushi**
    • Duji**
    • Yiwenlu**
    • Xuanzhongji**
    • Lu-Familie Yilin**
    • Cao Pi Gespenster**
    • Guo Jichan Jiyi Ji**
    • Wang Fu Shenyi Ji**
    • Xu Yiji**
    • Lu Yizhuan**
    • Za Guishen Zhiguai**
    • Xiang Yiji**
    • Xuanyan Ji**
    • Mingxiang Ji**
    • Jingyi Ji**
    • [Band Zwei]**
    • [Qin-Fu mit Vorwort ○ »Wenxuan« mit Vorwort]**

Ich liebte in der Jugend Töne, im Alter spielte ich damit. Ich meinte: Dinge haben Blüte und Verfall, aber dies nicht; Geschmäcker werden langweilig, aber dies nicht. Was Geist nähren, Gefühle harmonisieren, in Einsamkeit nicht traurig sein kann, kommt Tönen am nächsten. Daher wiederholend ungenügend, dann singen und rezitieren für Ausdruck; singen-rezitieren ungenügend, dann Worte senden für Bedeutungs-Erweiterung. Aber acht Ton-Instrumente, Tanz-Gesang-Bilder, historische Talente machten alle Fu. Sie preisen Strukturen, Stile folgen einander; loben Material, nehmen Gefahr-Bitterkeit als höchst; beschreiben Töne, nehmen Trauer als Haupt; preisen Wandel, nehmen Tränen als wertvoll. Schön ist schön, aber die Prinzipien nicht erschöpft. Ihre Ursprünge verfolgend scheinen sie Töne ursprünglich nicht zu verstehen; ihre Absichten betrachtend erreichen sie auch nicht Ritual-Musik-Gefühle. Unter allen Instrumenten ist Qin-Tugend höchst. Daher verfasse ich Empfindungen als Fu. Die Worte lauten:

钱氏之言曰,有摹仿欧文而谥之曰欧化的国语文学者,始倡于浙江周树人之译西洋小说,以顺文直译之为尚,斥意译之不忠实,而摹欧文以国语,比鹦鹉之学舌,托于象胥,斯为作俑。效颦者乃至造述抒志,亦竞欧化,《小说月报》,盛扬其焰。然而诘屈聱牙,过于周诰,学士费解,何论民众?上海曹慕管笑之曰,吾侪生愿读欧文,不愿见此妙文也!比于时装妇人着高底西女式鞋,而跬步倾跌,益增丑态矣!崇效古人,斥曰奴性,摹仿外国,独非奴性耶。反唇之讥,或谑近虐!然始之创白话文以期言文一致,家喻户晓者,不以欧化的国语文学之兴而荒其志耶?斯则矛盾之说,无以自圆者矣,此于鲁迅之直译外国文学,及其文坛之影响,而加以訾謷者也。平心论之,鲁迅之译品,诚有难读之处,直译当否是一问题,欧化的国语文学又是一问题,借曰二者胥有未当,谁尸其咎,亦难言之也。钱先生而谓,鄙言为不然耶?


钱先生又曰,自胡适之创白话文学也,所持以号于天下者,曰平民文学也!非贵族文学也。一时景附以有大名者,周树人以小说著。树人颓废,不适于奋斗。树人所著,只有过去回忆,而不知建设将来,只见小己愤慨,而不图福利民众,若而人者,彼其心目,何尝有民众耶!钱先生因此而断之曰,周树人、徐志摩为新文艺之右倾者。是则于鲁迅之创作亦加以訾謷,兼及其思想矣。至目鲁迅为右倾,亦可谓独具只眼,别有鉴裁者也!既不满意于郭沫若、蒋光赤之左倾,又不满意于鲁迅、徐志摩之右倾,而惟倾慕于所谓“让清”遗老之流风余韵,低徊感喟而不能自已,钱先生之志,皎然可睹矣。当今之世,左右做人难,是非无定质,亦于钱先生之论鲁迅见之也!


钱氏此书出版于本年九月,尚有上年十二月之跋记云。



(十二月二十九日,《大晚报》的《火炬》。)  



这篇大文,除用戚施先生的话,赞为“独具只眼”之外,是不能有第二句的。真“评”得连我自己也不想再说什么话,“颓废”了。然而我觉得它很有趣,所以特别的保存起来,也是以备“鲁迅论”之一格。


最后是《大美晚报》,出台的又是曾经有过文字上的交涉的王平陵先生──



骂人与自供                                                                                                                                                                                  王平陵  



学问之事,很不容易说,一般通材硕儒每不屑与后生小子道长论短,有所述作,无不讥为“浅薄无聊”;同样,较有修养的年轻人,看着那般通材硕儒们言必称苏俄,文必宗普鲁,亦颇觉得如嚼青梅,齿颊间酸不可耐。


世界上无论什么纷争,都有停止的可能,惟有人类思想的冲突,因为多半是近于意气,断没有终止的时候的。有些人好象把毁谤人家故意找寻人家的错误当作是一种职业;而以直接否认一切就算是间接抬高自己的妙策了。至于自己究竟是什么东西,那只许他们自己知道,别人是不准过问的。其实,有时候这些人意在对人而发的阴险的暗示,倒并不适切;而正是他们自己的一篇不自觉的供状。


圣经里好象有这样一段传说:一群街头人捉着一个偷汉的淫妇,大家要把石块打死她。耶稣说:“你们反省着!只有没有犯过罪的人,才配打死这个淫妇。”群众都羞愧地走开了。今之文坛,可不是这样?自己偷了汉,偏要指说人家是淫妇。如同鲁迅先生惯用的一句刻毒的评语,就就骂人是代表官方说话;我不知道他老先生是代表什么“方”说话!


本来,不想说话的人,是无话可说;有话要说;有话要说的人谁也不会想到是代表那一方。鲁迅先生常常“以己之心,度人之心”,未免“躬自薄而厚责于人”了。


像这样的情形,文坛有的是,何止是鲁迅先生。



(十二月三十日,《大美晚报》的《火树》。)  



记得在《伪自由书》里,我曾指王先生的高论为属于“官方”,这回就是对此而发的,但意义却不大明白。由“自己偷了汉,偏要指说人家是淫妇”的话看起来;好象是说我倒是“官方”,而不知“有话要说的人谁也不会想到是代表那一方”的。所以如果想到了,那么,说人反动的,他自己正是反动,说人匪徒的,他自己正是匪徒……且住,又是“刻毒的评语”了,耶稣不说过“你们反省着”吗?──为消灾计,再添一条小尾:这坏习气只以文坛为限,与官方无干。


王平陵先生是电影检查会的委员,我应该谨守小民的规矩。



真的且住。写的和剪贴的,也就是自己的和别人的,化了大半夜工夫,恐怕又有八九千字了。这一条尾巴又并不小。


时光,是一天天的过去了,大大小小的事情,也跟着过去,不久就在我们的记忆上消亡;而且都是分散的,就我自己而论,没有感到和没有知道的事情真不知有多少。但即此写了下来的几十篇,加以排比,又用《后记》来补叙些因此而生的纠纷,同时也照见了时事,格局虽小,不也描出了或一形象了么?──而现在又很少有肯低下他仰视莎士比亚,托尔斯泰的尊脸来,看看暗中,写它几句的作者。因此更使我要保存我的杂感,而且它也因此更能够生存,虽然又因此更招人憎恶,但又在围剿中更加生长起来了。呜呼,“世无英雄,遂使竖子成名”,这是为我自己和中国的文坛,都应该悲愤的。


文坛上的事件还多得很:献检查之秘计,施离析之奇策,起谣诼兮中权,藏真实兮心曲,立降幡于往年,温故交于今日……然而都不是做这《准风月谈》时期以内的事,在这里也且不提及,或永不提及了。还是真的带住罢,写到我的背脊已经觉得有些痛楚的时候了!


一九三四年十月十六夜,鲁迅记于上海。

【鲁迅全集•第八卷】


会稽郡故书杂集



谢承会稽先贤传


虞预会稽典录


钟离岫会稽后贤传记


贺氏会稽先贤像赞


朱育会稽土地记


贺循会稽记


孔灵符会稽记


夏侯曾先会稽地志



古小说钩沉


青史子


语林


郭子


笑林


俗说


小说


水饰


列异传


古异传


戴祚甄异传


述异记


荀氏灵鬼志


祖台之志怪


孔氏志怪


神怪录


刘之遴神录


齐谐记


幽明录


谢氏鬼神列传


殖氏志怪记


集灵记


汉武故事


妒记


异闻记


玄中记


陆氏异林


曹毗志怪


郭季产集异记


王浮神异记


续异记


录异传


杂鬼神志怪


详异记


宣验记


冥祥记


旌异记

【第二卷】




【琴赋 有序○《文选》作并序 】



余少好音声,长而玩之。以为物有盛衰,而此无变;滋味有厌,而此不倦。可以导养神气,宣和情志,处穷独而不闷者,莫近于音声也。是故复之而不足,则吟咏以肆志;吟咏之不足,则寄言以广意。然八音之器 五臣本《文选》作气 ,歌舞之象,历世 五臣本作代 才士,并为之赋。颂其体制,风流莫不相袭;称其材干,则以危苦为上;赋其声音,则以悲哀为主;美其感化,则以垂涕为贵。丽则丽矣,然未尽其理也。推其所由,似元不解音声 五臣本《文选》作声音,善作声音者 ;览其旨趣,亦未达礼乐之情也。众器之中,琴德最优。故缀叙所怀,以为之赋。其辞曰:

Hörte, jetzt werden sogar klassische Anspielungen manchmal von Zensoren verboten - zum Beispiel Qin Shihuang erwähnen, aber letztes Jahr war es noch erlaubt. Aber neue Anspielungen verursachen immer kleine Unruhen. Mein letzter »Jugend und Väter« stieß auf Herrn Yang Cunren (obwohl beim Druck der Name bereits vom Redakteur gestrichen war), brachte später in »Shenbao«-Lokalblatt »Tanyan« (24. November) einen wunderbaren Artikel hervor. Aber schwer verständlich - scheint zu sagen, ich stelle mich als Kindespietät dar, aber greife ihn für Kindespietät an, "in Brunnen fallen" und "Steine werfen". Da das ein Musterwerk unseres "reuigen Revolutionärs" ist, wäre Wegwerfen schade - daher vollständig zitiert, zeigt auch Herrn Yangs Pionierrolle als moderner "Spruch-Stil"-Autor, auch etwas Zusatz in meinem »Nachwort«:

    • Klugheits-Weg - Cunren**

Jüngst nachts besuchte ich weltgewandten Alten in seinem Haus: Haus war dreistöckiges Gebäude, zur Straße blickend. Obwohl Straßenbahnen klingelten-ratterten, Autos tuten-krächzten, Marktlärm störte, bemerkte er nichts - wie Einsiedler, ruhig wohnend, tief erleuchtete. Alter sagte: "Warum kommst du?" Antwort: "Wage nach Klugheits-Weg zu fragen." Gespräch hatte Thema, wurde Frage-Antwort.

"Schwer ist Klugheits-Weg! Konfuzius-Schule-Weiser wie Yan Hui konnte aus einem Winkel drei andere folgern - Konfuzius pries seine übermenschliche Klugheit. Heute können aus einem Winkel drei andere folgern noch keine klugen Menschen - fragst du nach Klugheits-Weg, willst du diesen Alten schwierig machen?"

"Nein, nein! Sie missverstehen meine Frage! Ich will nicht über Denk-Kunst lernen. Ich bin von Natur unbeholfen-dumm, weltfremd, stoße oft an Wände - wage nach weltlichem Klugheits-Weg zu fragen."

"Ach, du bist wirklich unbeholfen-dumm und fragst nach Welt-Weg! Heute sehen Weise Weisheit, Gütige Güte, verschiedene Klassen, verschiedene Gedanken. Väter-Söhne, Brüder, Eheleute, Schwestern haben wegen verschiedener Gedanken in einer Familie je eigene Ansichten und Vorurteile. Obwohl Blutsverwandte, entfremdet-konfliktreich, getrennte Wege. Alte sogenannte Helden dienten je ihren Herrschern als Feinde, heutige sogenannte Idealisten-Revolutionäre bekämpfen sich klassenweise erbarmungslos. Selbst wegen verschiedener Standpunkte töten Blutsverwandte gnadenlos. Opportunismus mag zeitweise siegen, kann schwer in der Welt bestehen. Klugheits-Weg ist erschöpft - nur dumme Tölpel können endlos glücklich sein..."

"Obwohl Sie logisch und begründet sprechen - gibt es wirklich keinen Klugheits-Weg mehr?"

"Dann nur noch Opportunismus-Weg. Soll ich erklären: Opportunismus-Weg liegt in Schlauheit, Schlauheit wurde Fachwissenschaft. Westeuropäische Theorien sind in Wissenschaft-Philosophie klassifiziert - Schlauheits-Wissenschaft kann Schlauheitslehre heißen. Schlauheitslehre könnte nach Universitätsprofessoren-Vorlesungen in Kapitel, Abschnitte, Punkte geteilt werden - alte und neue Quellen zitieren, Ost-West vereinen. Ihre Theorie ist tiefer als Philosophie, ihre Belege umfassen chinesisch-ausländische Geschichte, Physik-Chemie, Kunst-Literatur, Handel-Geschäfte, Verführung-Betrug - alles eingeschlossen. Von Universitätsvorbereitung bis viertes Jahr kann diese Vorlesung nur ein Tausendstel lehren. Universitätsabschluss alle Fächer bestanden, aber Schlauheitslehre kann kein noch so kluger Student bestehen. Selbst Universitätsprofessoren wissen wahrscheinlich das Wie, nicht das Warum - Lernschwierigkeit vorstellbar. Ich lebte Jahrzehnte, Kopf kahl, Bart-Haar weiß, Erfahrung nicht gering, Lehren nicht wenig, aber beim Schlauheitslehre-Vorlesungen-Schreiben kann ich nur erstes Kapitel, ersten Abschnitt, ersten Punkt. Dieses erste Kapitel, erster Abschnitt, erster Punkt heißt 'mit Strom fahren' - was Menschen sagen auch sagen, was Menschen mögen mögen, was Menschen hassen hassen. Ein Beispiel: Hassen Menschen Kindespietät als 'feudal-patriarchalische Gesellschafts-Ritual-Überbleibsel', dann kannst du, obwohl du für Vater Medizin-Suppe serviertest, Ärzte suchtest, aus Naturell Eltern dientest, trotzdem natürliche Eltern-Diener als 'Kindespietät' kritisieren, nur für Jugend-Applaus, ignoriere eigene Gewissen-Ansicht und Handlungen. Kritisierte stehen unter Zeit-Strömung, können nicht argumentieren - Argumentieren beweist nur mehr Reaktionäres. Daraufhin Jugend-Angriff-Trommeln, Körper völlig zerfetzt, dein Sieg nicht nur sicher, sondern wirst von Jugend als höchster Heiliger verehrt. Essays-Sammlung mit diesem Stück wird landesweit populär, Papier teuer - Name und Gewinn beide, Reichtum endlos. Erstes Kapitel, erster Abschnitt, zweiter Punkt ist 'in Brunnen fallen, Steine werfen'. Ich kenne auch etwas, aber beim Denken an Brunnen-Steine-Werfer bekomme ich Kopfschmerzen - will wirklich nicht schreiben. Aber Schlauheitslehre ist zwar Klugheits-Weg, eigentlich linker Nebenweg - du solltest wirklich nicht lernen."

"Was Sie sagen ist wohl vernünftig. Heutige Gesellschaft hat viele, die diese Wissenschaft als Türklopfer zum Lebensunterhalt nutzen - sie sind wirklich überall erfolgreich, Namen und Gewinn beide. Aber ich bin unbeholfen-dummer Mensch - selbst lernen wollen könnte ich wohl nicht?"

"Ach! Du suchst Klugheits-Weg, aber lernst nicht - zwar lobenswert, aber Wände-Anstoßen ist verständlich!"

Jene Nacht fragte ich Weltgewandten nach dem Weg, kehrte unverändert heim - ach!

Aber wir sollten nicht nur "ach!" bewundern, denn davor spielten manche Orte "Vollkampf".

Auch Zeitungsausschnitte sind gut - hier schneide ich die einfachsten Berichte:

    • Yihua Filmgesellschaft von "Filmwelt Anti-Kommunisten-Kameraden-Verein" zerstört**

Gestern um neun Uhr morgens kamen plötzlich drei ungewöhnlich handelnde Jugendliche zu Yihua-Gesellschafts neuerbautem Filmstudio in Westshanghais Konnot-Road nahe Ginsitu-Tempel. Sie gaben sich als Besucher aus, während einer gerade unterschrieb, rief ein anderer laut - daraufhin stürmten sieben-acht draußen lauernde Schläger in einheitlichen blauen Kurzhemden-Hosen durch die Tür, verteilten sich in Büros, zerstörten wild Schreibtische, Glasfenster und alle Möbel. Dann draußen zerstörten sie zwei eigene Autos, eine Filmtrocknungsmaschine, eine Kamera und verteilten weiße Flugblätter: "Volk steht auf, vernichtet einheitlich Kommunisten", "Stürzt das Volk verkaufende Kommunisten", "Löscht mordende-brennende Kommunisten" usw. Gleichzeitig verteilten sie ölgedruckte Erklärungen, zuletzt unterschrieben "Chinas Filmwelt Anti-Kommunisten-Kameraden-Verein". Nach etwa sieben Minuten blies einer wild eine Pfeife - alle Schläger sammelten sich und marschierten weg. Als Bezirk-6-Polizei und Detektive ankamen, waren alle spurlos verschwunden. Der Verein erklärte, gestrige Aktion sei nur Warnung an Gesellschaft - ändere sie oder andere Gesellschaften nicht Richtung, würden künftig drastischere Mittel angewandt. Lianhua, Mingxing, Tianyi-Gesellschaften seien ebenfalls streng untersucht.

Laut Zeitungen besagte Erklärung: Yihua-Gesellschaft sei kommunistische Propagandaorganisation, Proletarische Kultur-Allianz mache Filmwelt rot mit Gesellschaft als Basis - Filme wie »Volks-Überleben« beschrieben Klassenkampf, aber durch Bestechung der Nanjing-Zensur-Kommission zur Veröffentlichung. Außerdem forderte der Verein Erziehungsministerium, Innenministerium, Zentral-Partei und Stadtregierung auf: Gesellschaft solle fertige Filme vernichten, sich selbst reorganisieren, alle roten Elemente entfernen und bestochene Film-Zensur-Verantwortliche bestrafen.

Nachher beharrte die Gesellschaft: Raubüberfall, bereits Bezirk-6-Caojiadu-Polizei gemeldet. Reporter untersuchten: Nur Gesellschafts-Innenausstattung völlig zerstört, Tische-Stühle durcheinander, völliges Chaos. Wahre Hintergründe werden bald klar.

(13. November, »Damei Wanbao«)

    • Filmwelt Anti-Kommunisten-Verein warnt Kinos, Tian Hans und andere Filme abzulehnen**

Nach Yihua-Angriff hatte Shanghais Filmwelt neue Unruhen - gestern erhielten alle großen-kleinen Kinos gleichzeitig Warnbriefe von Shanghai Filmwelt Anti-Kommunisten-Kameraden-Verein, alle Kinos sollten Tian Han und anderen geschriebene-regierte-gespielte Drehbücher ablehnen:

Unser Verein ist motiviert durch brennende Volks-Staats-Liebe und kann nicht ertragen, dass Filmwelt von Kommunisten genutzt wird. Daher warnten wir rote Film-Basis Yihua-Filmgesellschaft. Da Ihr Kino normalerweise für Filmwesen begeistert ist, warnen wir ernst: Für Tian Han (Chen Yu), Shen Duanxian (alias Cai Shusheng, Ding Qianzhi), Bu Wancang, Hu Ping, Jin Yan und andere regierte, geschriebene, gespielte Klassenkampf-Arm-Reich-Opposition-Reaktionsfilme dürft ihr nicht vorführen, sonst Gewalt-Behandlung wie Yihua-Gesellschaft, keine Nachsicht! Shanghai Filmwelt Anti-Kommunisten-Kameraden-Verein, 11.13.

(16. November, »Damei Wanbao«)

Aber "Anti-Kommunismus" beschränkte sich nicht auf "Filmwelt" - Verlagswelt wurde gleichzeitig von maskierten Helden angegriffen:

    • Heute morgen Liangyou Buchgesellschaft plötzlicher seltsamer Gast - Eisenhammer zerschlägt Glasfenster, geht weg, Polizei untersucht... Guanghua Buchhandlung bittet um Schutz**

Westshanghais Konnot-Road Yihua-Filmgesellschaft wurde gestern um neun von Dutzenden arbeiterähnlichen Personen überfallen, die Flugblätter "Chinas Filmwelt Anti-Kommunisten-Kameraden-Verein" verteilten und verschwanden. Heute um elf kam zu Beichuanlu 851 Liangyou Buch-Druckgesellschaft ein Mann mit Eisenhammer, schlug ein Loch ins große Schaufenster und floh sofort. Hongkou-Polizei untersuchte: Liangyou verkauft linksstehende Bücher, nicht unverbunden mit Yihua-Fall. Heute morgen ersuchte ängstlich Guanghua-Buchhandlung Zentral-Polizei um Schutz vor Zwischenfällen.

(13. November, »Dabao«)

    • »China Forum« Druckerei zerstört - Druckraum zerstört, Redaktion unversehrt**

Amerikaner Iloshengs »China Forum«-Druckerei Lefor in Hongkou Tiantong-Road wurde gestern abend von Schlägern überfallen, Druckraum zerstört, Redaktion unversehrt.

(15. November, »Damei Wanbao«)

    • Angriff auf Shenzhou Guoguang-Gesellschaft - Gestern abend sieben Uhr vier Personen stürmten Hauptvertrieb, Eisenhammer zerschlug Schaufenster, kleiner Schaden**

Henan-Wuma-Straßenkreuzung Shenzhou Guoguang-Gesellschaft Hauptvertrieb wurde gestern um sieben beim Schließen plötzlich von einem langgewandeten Kunden betreten, scheinbar Bücher kaufend. Nach seinem Eintritt folgten drei andere. Der Langgewandete drehte sich um, riss das Wandtelefon ab. Gleichzeitig zerstörten drei Kurzgekleidete mit Eisenhämmern das linke Schaufenster, alle vier flohen. Drei-vier Angestellte und Lehrlinge waren sprachlos erschrocken. Aber der Langgewandete wurde Dutzende Schritte entfernt an Sijing-Straßenkreuzung von Wachpolizei gefasst - beim Fenster-Schlagen hatte ihn herabfallendes Glas im Gesicht verletzt, er blutete und konnte nicht schnell laufen.

Der Gefasste leugnete in Simaer-Zentral-Polizei Beteiligung, wurde freigelassen.

(1. Dezember, »Damei Wanbao«)

Amerikanische Zeitung wurde höflichst zerstört, Militärs-Buchläden zuletzt. "Stolz weggehend" ist interessant geschrieben.

Filmgesellschafts-Zerstörung kam mit Erklärungen, in mehreren Zeitungen vollständig abgedruckt; für Buchläden und Zeitungen scheinbar keine Diskussionen, da keine Berichte. Aber es gab sie - blaue Kugelschreiber-Warnungen, Laden-Namen leer, mit Tinte ausgefüllt, Handschrift nicht wie Gebildete, unten langer violetter Holzstempel. Ich bewahrte glücklicherweise Original auf, setze nun Interpunktion und kopiere originalgetreu:

Unser Verein ist motiviert durch brennende Volks-Staats-Liebe und kann nicht ertragen, dass Kultur-Gedankenwelt von Kommunisten genutzt wird. Daher warnten wir rote Film-Basis Yihua-Gesellschaft. Zur Aufgaben-Durchführung planen wir Kulturwelt-Säuberung. Außer Liangyou-Buchgesellschaft erste Warnung haben wir alle Buchhandlungen-Publikationen genau untersucht. Wissen, dass Sie... für Kulturwesen begeistert sind, warnen daher ernst: Für rote Autoren-Werke wie Lu Xun, Mao Dun, Pengzi, Shen Duanxian, Qian Xingcun und andere rote Autoren-Werke, reaktionäre Texte sowie reaktionäre Theater-Kritiken, Sowjetunion-Berichte dürfen Sie nicht herausgeben, drucken, vertreiben. Bei Nichtbefolgung behandeln wir Sie drastischer und gründlicher als Yihua und Liangyou, keine Nachsicht!

Shanghai Filmwelt Anti-Kommunisten-Kameraden-Verein (11.13)

Ein "Idealist" mag für "Kulturwesen begeistert" sein, aber wenn unbekannt wann ein Hammer kommt und hundert Silber-Tael teures Glas zerbricht; "bei Nichtbefolgung" kommt unbekannt wann eine rote Mütze und kostet den teureren Kopf - natürlich wird er entmutigt. Buchläden und Zeitungen-Schwierigkeiten sind vorstellbar. Da ich von "stolz weggehenden" Helden als "roter Autor" bezeichnet wurde, soll ich andere nicht schädigen, Pinsel niederlegen, still Theater schauen. Daher enden diese Glossen am 7. November - von 7. bis zur ehrenvollen Warnung am 13. November schrieb ich nichts.

Aber Erfahrung lehrt: Bei Waffengewalt-Bestrafung bekomme ich gleichzeitig Literatur-Bestrafung. Literaten sind meist "inspiriert", zumal jetzt mit besonders entwickeltem Geruchssinn - sie wissen, wie man "schreibt", um passend zu sein. Jetzt ist es Zeit: Ich kritisiere nicht Gesellschaft oder Menschen, aber Menschen kritisieren mich - meine Arbeit ist Material sammeln. Material gibt es viel, Wunderbares wenig. Papier-Tinte sollte man sparen - hier nur sechs Stücke ausgewählt. Amtliche »Zentralzeitung« attackierte frühest - wahrhaft Zeitgeist-führend, würdig "zentral"; »Shishi Xinbao« mitten im "Vollkampf"-Höhepunkt am zeitgemäßesten, aber sehr verwirrt; »Dabao« und »Damei Wanbao« spät - "geschäftlich" bedingt, klug daher vorsichtig, Vorsicht macht träge. Gerade entschieden gemeinsam zu attackieren, aber nach Tagen Neujahr, nächstes Jahr Vorzensur von Büchern-Zeitungen zum Geschäfts-Nutzen, neues Netz, neue Lage.

Noch nicht Neujahr - erst »Zentralzeitung« zwei Stücke:

    • Verschiedenes - Zhou**

Kürzlich befürworten viele Zeitschriften Kurztexte. »Shenbao Monatsschrift«, »Ostmagazin« und »Modern« haben Glossen-Spalten. 1933 wird wohl Kurztext-Jahr. Heutige chinesische Glossenschreiber zahlreicher als früher - wohl Lu Xuns alleiniges Verdienst. Chinas alter Glossenschreiber-Meister ist natürlich Lu Xun. Seine Beamten-Pinsel-Art, kalt-scharf, anderen unzugänglich. »Heißer Wind«, »Huagai-Sammlung«, »Huagai-Fortsetzung«, letztes Jahr noch »Drei-Herzen« »Zwei-Herzen«. Nach seinen jüngsten Jahres-"Leistungen" sind wohl fünf-sechs Herzen unvermeidlich. Lu Xun hat lange keine Schöpfungen veröffentlicht - außer russischen schwarzen Brot-Übersetzungen nur noch Glossen. Glossen, kurze tausend Worte, natürlich mit einem Schlag fertig. Beim Zigaretten-Rauchen kurz Gehirn drehen - Ergebnis zehn Yuan tausend Zeichen. Glossen haben eine unfehlbare Methode: Entweder heiß schimpfen oder kalt spotten. Kann man heiß schimpfen plus kalten Spott oder kalten Spott mit heißem Schimpfen, noch besser.

Aber gewöhnliche Glossen sind natürlich meist kalt spottend. Bei Unzufriedenheit über etwas gibt es naturgemäß kalt spottende Artikel. Lu Xun findet dies unzulänglich, jenes unzulänglich - daher über dies wieder Gedanken, über jenes wieder Gedanken.

Unser Dorf hat eine alte hässliche Frau mit vielen Eigenarten. Tagein tagaus liebt sie andere Schwächen besprechen - am Ostdorf-Ende Kopfschütteln, zum Westdorf-Ende laufend seufzen. Scheint nichts ihrem Geschmack zu entsprechen. Aber fragt man, was sie eigentlich will, kann sie nichts sagen. Ich finde sie Lu Xun ähnlich - tagein tagaus nur Ironie, kalter Spott, verantwortungslose Glossen. Fragt man wirklich nach seinen Ansichten, gibt er nie klare Antwort.

(31. Oktober, »Zentralzeitung« »Zentralpark«)

    • Literaturwelt und Kampfring - Mingchun**

Shanghais Literaturwelt wurde Kampfring. Lu Xun ist Ringherr. Lu Xun scheint in seinem Zimmer ein alles durchschauendes Fernrohr zu haben - entdeckt er Literaturwelt-Fehler in Worten oder Verhalten, springt er sofort zu Pferd mit Speer und schlägt andere völlig. Daher muss Lu Xun wertvolle Zeit verschwenden, um Federspitze zu schärfen, Spott-Höhepunkt zu erreichen, andere nie wieder aufstehen zu lassen.

Das ist für Lu Xun unvorteilhaft. Lu Xun sollte seine Position erkennen - selbst Gegner gestehen heimlich, er sei Chinas hervorragendster Autor; da Ihre Worte Jugend beeinflussen können, sollten Ihre Worte bedacht sein. Denken Sie: Nach »Ah Q« wieviel Zeit in Federkämpfen verschwendet? Welchen Einfluss haben diese Federkämpfe auf Jugendliche?

Da erstklassige Autoren ständig kämpfen, lernen Literatur-Jugendliche viele Tricks. Übel verbreitet sich - oft verlassen Kritiker kritisierte Worte-Gedanken und schimpfen über Privates: Brille unschön, sogar Schuhlöcher; sogar rasend Eltern beleidigen, sogar Pinsel niederlegen für Fäuste. Heutige Literaturwelt-schlechte Gewohnheiten - oberflächlich, gemein, grob - dafür tragen Lu Xun und ähnliche Verantwortung.

Viele Federkämpfe sind unnötig. Jemand befürwortet Gedicht-Befreiung - ohne Schimpfen würde niemand "ganz egal"-Gedichte füllen; jemand befürwortet »Zhuangzi« und »Wenxuan« lesen - das lehrt nicht Jugendliche Opium rauchen. Warum zähneknirschend Augen aufreißen und andere quälen?

Ich erinnere mich: Ein chinesischkundiger russischer Literat B.A. Vassiliev kritisierte Lu Xuns »Ah Q«: "Lu Xun reflektiert chinesische Massen-Seelen, sein humorvoller Stil bringt zum Weinen - Lu Xun ist nicht nur chinesischer, sondern Weltautor." Lu Xun, Sie altern, denken an frühere Ehre - bei reichster Erfahrung, tiefster Beobachtung, vielfältigster Lebenserfahrung sollten Sie sich anstrengen, mehrere größere Werke als »Ah Q« zu schreiben? Große Werke überdauern vielleicht nicht tausend Jahre, aber Federkampf-Artikel vergisst man nach einer Woche. Jugendliche bewundern große Literaten mehr als Kampfring-Herren. Wir lesen Shakespeare, Tolstoi, Goethe - aber nie ihre "Schimpf-Auswahlen".

(16. November, »Zentralzeitung« »Zentralpark«)

Diese beiden - einer vergleicht mich mit hässlicher alter Frau, einer wünscht mir "große Werke", verschiedene Aussagen, aber einheitliches Ziel: Widerwillen gegen meine "über dies wieder Gedanken, über jenes wieder Gedanken" und ständige "Glossen". Das ist wirklich widerwärtig, aber daher umso wichtiger - "chinesische Massen-Seelen" reflektieren sich jetzt in meinen Glossen.

Herr Zhou sticht mich, ihnen keine klaren Ansichten zu geben - diese Absicht verstehe ich; aber Herr Mingchuns Shakespeare-Liste verwundert mich. Warum locken mich kürzlich oft Leute, Tolstoi zu lernen? Vielleicht weil man nie ihre "Schimpf-Auswahlen" sah - gutes Vorbild. Aber ich sah seine Kaiser-Schimpf-Briefe im Weltkrieg - in China würde das "heutige Literaturwelt schlechte Gewohnheiten - oberflächlich, gemein, grob" genannt. Tolstoi ist unerreichbar, erreicht wäre es schwer menschlich - zu Lebzeiten verfluchten ihn griechische Christen jährlich in die Hölle.

Dazwischen zwei »Shishi Xinbao«-Artikel:

    • Kurz über Denunziation - Chen Dai**

Lu Xun fürchtet und hasst Denunziation am meisten - in »Falsche Freiheit« »Vorwort« und »Nachwort« beachtet er das ständig. Aber Lu Xuns Denunziation meint nicht, jemand verriet seine Adresse oder Aufenthalte an Polizei (oder andere seine "Geheimnisse" wollende Organe), so dass er gefasst wurde. Er meint: Jemand verkündete, weil seine "alten Pseudonyme manchmal unbrauchbar wurden, änderte er zu" neuen, ließ Leute wissen "wer Lu Xun ist".

"Diesmal", sagt Lu Xun, "denunzierte Wang Pingling vorn, Zhou Muzhai enthüllte hinten" - er vergaß: Redakteur deutete vor Lu Xuns Auftritt an. Beim Auftreten von He Jiagan und anderen stellte der Redakteur vor: Diese zwei sind Literaturwelt-Veteranen. So spitzten alle Ohren für die Veteranen. Anderswo oder andere Lage würde Lu Xun sagen: Redakteur schießt kalte Pfeile.

Unbekannte Namen in Beilagen sehen und wissen wollen, ob echt oder bekanntes Pseudonym - menschlich normal. Lu Xun selbst fragte nach Wang Pinglings »"Verständlichste" Literatur«: "Ist Wang Pingling echter Name oder Pseudonym?" Wüsste er, wessen Pseudonym, würde er vielleicht sagen. Das wäre keine Verleumdung - bei Bekanntem sagt er nicht "Liu Si ist Yang Cunrens... Pseudonym" um zu zeigen, ihn kann man nicht täuschen?

Außerdem: Warum "öffentlich" denunzieren? Geheim wäre für Denunzianten sicherer? Ich bezweifle Denunzianten-Klugheit, falls es solche gibt.

Bei Pseudonym-Artikel-Sammlungen schrumpft der Autor viele Namen zu einem - scheint selbst letzter Denunziant.

(21. November, »Shishi Xinbao« »Qingguang«)

    • Kurz über kalte Pfeile - Chen Dai**

Nach Lu Xuns »Falsche Freiheit« »Vorwort« und »Nachwort« über Denunziation, jetzt Tang Taos »Neue Gesichtsmasken« über kalte Pfeile.

In »Neue Gesichtsmasken« greift Tang breit an, davon "kalte Pfeile". Aber Tangs Artikel sind fast nur "kalte Pfeile", obwohl viele Pfeilspitzen unklar.

"Angeblich Strömungs-beeinflusst wechseln Literatur-Bühnen-Stücke. Rollen gleich, aber Masken brandneu." - erster kalter Pfeil. Obwohl kalt, traf er. Denn viele Literatur-Rollen spielen neue Stücke für Zuschauer-Applaus statt gewohnte alte, sagen "Strömungs-beeinflusst" für Moderne-Zeigung. Manche ändern nicht mal Masken, nur Titel: »Xue Pinggui West-Liang-Heirat« zu »Mu-Xue-Ehe« - Inhalt gleich.

Zweiter Pfeil - nein, kann so nicht weiterschreiben - das braucht breites Wissen, da jeder Satz ein Pfeil oder mehrere, augenverwirrend, unerfassbar, schwerer als steife Übersetzungen.

Aber Tang scheint selbst unzufrieden mit dieser Haltung - sonst warum andere "komisches Geschrei, zickiges Herausfordern" tadeln? Aber faktisch macht er "komisches Geschrei, zickiges Herausfordern".

Vielleicht fordert er nicht heraus, schießt nur kalte Pfeile - "Kämpfe", selbst "zerrend", sind anstrengend und bei "Niederlage" zum "Wiederkommen" muss man Masken "neu malen". Kalte Pfeile sind praktisch - im Dunkeln versteckt, Ziele sehen und leicht Bogen spannen, Pfeile fliegen entspannt vorwärts. Aber er tadelt kalte Pfeile.

Man muss selbst kalte Pfeile schießen können, um andere zu tadeln.

(22. November, »Shishi Xinbao« »Qingguang«)

Dieser Herr Chen ist der unfähigste Angreifer - er kennt nicht mal Unterschiede zwischen eigener Erklärung und anderer Vorenthüllung. Würde ich ermordet aber überlebe und schließlich "natürlich sterbe", würde er mich als "letzten Mörder" bezeichnen.

Er fragt auch: Warum "öffentlich" denunzieren? Antwort: Das ist schwer verständlich, aber weil man wie "Literat" denunzieren will - sonst müsste er abdanken, klar in Spitzel-Reihen eintreten. Absichtliche und unabsichtliche Unterschiede kenne ich. Meine Denunziation meint Hündchen - dieser "Chen Dai" ist genau eins. Denken Sie: Schlechte Informationen sind unbequem.

Der zweite Artikel versteht wohl nur er selbst. Ich verstehe nur: Er witterte falsch, hielt Herrn Tang Tao für mich. Hier nur als Muster selbsternannter Gegner.

Als nächstes »Dabao«-Ausschnitt:

    • Qian Jibos Lu Xun-Theorie - Qi Shi**

Kürzlich sammelte jemand Lu Xun-Kritiken für »Lu Xun-Theorien« - meist lobende Worte. Aber echte Lu Xun-Diskussionen haben Tadel und Lob - so wird es wahr. Qian Jibaos »Moderne chinesische Literaturgeschichte« 300.000 Worte, Umgangssprache-Literatur über 10.000 Worte, nur Hu Shi ausgewählt, Lu Xun, Xu Zhimo angehängt. Diese alle heftig getadelt. Kürzlich wagten alte Autoren nicht so mutig zu urteilen wie Qian - Neue beachteten es nicht. Ich stelle seine "Lu Xun-Theorie" vor - Literaturwelt-Kuriosität.

Qian sagt: Europäische Nachahmung entstand durch Zhejiang Zhou Shurens westliche Roman-Übersetzungen - wörtliche Übersetzung bevorzugt, Sinn-Übersetzung als untreu abgelehnt. Europäische Nachahmung mit chinesischer Sprache wie Papageien-Sprechen, Dolmetscher-Vertrauen, war Urheber. Nachahmer schrieben sogar eigene Gefühls-Äußerungen europäisch, »Xiaoshuo Yuebao« fachte das an. Aber verschlungen-schwierig, schwerer als Zhou-Texte, Gelehrte verstehen nicht, geschweige Volk? Shanghai Cao Muguan lachte: Wir leben lieber europäisch lesend als diese wunderbaren Texte sehend! Wie Modedamen in hohen westlichen Schuhen stolpernd - hässlicher! Alte verehren ist "Sklavennatur", Ausland nachahmen nicht? Spott-Ironie nah Grausamkeit! Aber ursprüngliche Umgangssprache für Sprach-Schrift-Einheit, Allverständlichkeit - wurde das durch europäische Umgangssprache-Literatur vergessen? Widersprüchlich, unauflösbar - das tadelt Lu Xuns direkte ausländische Literatur-Übersetzung und Literaturwelt-Einfluss. Ehrlich: Lu Xuns Übersetzungen sind schwer lesbar, direkte Übersetzung ist Frage, europäische Umgangssprache-Literatur ist andere Frage. Sind beide unpassend, wer trägt Schuld? Herr Qian meint unsere Worte falsch?

Qian sagt auch: Seit Hu Shis Umgangssprache-Literatur proklamierte er Volk-Literatur! Nicht Adels-Literatur! Zeitweise anhängend wurde Zhou Shuren durch Romane berühmt. Shuren ist dekadent, ungeeignet für Kampf. Shurens Werke haben nur Vergangenheits-Erinnerungen ohne Zukunfts-Aufbau, nur persönliche Empörung ohne Volk-Nutzen-Pläne - solche Menschen, wann hatten sie Volk im Sinn?! Qian schließt: Zhou Shuren, Xu Zhimo sind neue Literatur-Rechtsabweichler. Das tadelt Lu Xuns Schöpfung und Gedanken. Lu Xun "rechtsabweichend" zu nennen ist "einzigartig", besondere Beurteilung! Unzufrieden mit Guo Moruo, Jiang Guangcis Linksabweichung und Lu Xun, Xu Zhimos Rechtsabweichung, nur "Rangqing"-Altherren-Atmosphäre verehrend, melancholisch unaufhörlich - Qians Absicht klar sichtbar. Heute links-rechts schwer, Recht-Unrecht unbestimmt - auch in Qians Lu Xun-Theorie sichtbar!

Qians Buch erschien September, hatte Dezember-Nachwort.

(29. Dezember, »Dabao« »Fackel«)

Dieser große Artikel verdient außer Herrn Qi Shis "einzigartig"-Lob keine zweite Bemerkung. Wirklich "bewertet", dass ich selbst nichts sagen will - "dekadent". Aber interessant, daher besonders bewahrt als »Lu Xun-Theorien«-Format.

Zuletzt »Damei Wanbao« - wieder Wang Pingling mit Schrift-Verkehr:

    • Schimpfen und Selbstgeständnis - Wang Pingling**

Gelehrsamkeit ist schwer zu diskutieren - Universalgelehrte verachten meist Diskussion mit Nachwuchs, sehen Werke als "oberflächlich-langweilig"; junge Gebildete finden Universal-"Sowjetunion-nennend, Proletariat-verehrend" wie saure Pflaumen unschmeckbar.

Weltstreitigkeiten können alle enden, nur menschliche Gedanken-Konflikte, meist emotional, enden nie. Manche machen andere verleumden und Fehler suchen zum Beruf; direkte Verneinung für indirekte Selbsterhöhung. Was sie selbst sind, dürfen nur sie wissen, andere nicht fragen. Manchmal sind ihre gegen andere gerichteten bösen Andeutungen unpassend, sondern ihre unbewussten Geständnisse.

Bibel hat Legende: Straßenleute fingen ehebrecherische Frau, wollten sie steinigen. Jesus sagte: "Besinnt euch! Nur Unschuldige dürfen diese Ehebrecherin töten." Alle gingen beschämt weg. Heutige Literaturwelt nicht so? Selbst Ehebrecher schimpfen andere Ehebrecherinnen. Wie Lu Xuns gewohnte giftige Kritik: andere "sprechen für Offizielle" - ich weiß nicht, für welche "Seite" er spricht!

Eigentlich haben Schweigsame nichts zu sagen; Redende denken nicht, sie sprechen für eine Seite. Lu Xun oft "mit eigenem Herzen andere Herzen messen" - "sich selbst wenig, anderen viel verlangen".

Solche Literaturwelt-Situationen gibt es viele, nicht nur Lu Xun.

(30. Dezember, »Damei Wanbao« »Huoshu«)

Erinnere mich: In »Falsche Freiheit« bezeichnete ich Wang Herrns Ansichten als "offiziell" - darauf bezieht sich das, aber unklar. Aus "selbst Ehebrecher schimpfen andere Ehebrecherinnen" scheint er zu sagen: Ich bin "offiziell", aber "Redende denken nicht, sie sprechen für eine Seite". Also wenn gedacht, dann: Reaktionäre sagen andere reaktionär, sie selbst reaktionär; Banditen nennen andere Banditen, sie selbst Banditen... Halt, wieder "giftige Kritik" - sagte Jesus nicht "besinnt euch"? Zur Unglück-Vermeidung noch ein Schwänzchen: Diese schlechte Gewohnheit nur in Literaturwelt, offiziell unverbunden.

Wang Pingling ist Film-Zensur-Kommissions-Mitglied - ich sollte kleine Bürger-Regeln befolgen.

Wirklich halt. Geschriebenes und Eingeklebtes, eigenes und anderes, kostete halbe Nacht - wohl wieder acht-neuntausend Worte. Dieser Schwanz ist auch nicht klein.

Zeit vergeht täglich, große-kleine Ereignisse vergehen mit, verschwinden bald aus Erinnerung; außerdem alles zerstreut. Für mich: Wieviel Unempfundenes und Ungewusstes gibt es wirklich. Aber diese geschriebenen Dutzend Stücke, angeordnet, mit »Nachwort« ergänzend entstandene Streitigkeiten, gleichzeitig Zeitgeschehen spiegelnd - obwohl kleine Struktur, zeichnet es nicht eine Gestalt? Aber jetzt wenige wollen ihre Shakespeare-, Tolstoi-verehrenden Gesichter senken, ins Dunkle blicken, einiges schreiben. Daher will ich meine Glossen bewahren - sie können daher besser überleben, obwohl dadurch verhasster, aber in Bekämpfung weiter wachsend. Ach, "Welt ohne Helden lässt Kerlchen berühmt werden" - das sollte ich und Chinas Literaturwelt beklagen.

Literaturwelt-Ereignisse gibt es viele: Zensur-Geheimrat liefern, Trennungs-Wunderstrategien anwenden, Gerüchte für Macht schaffen, Wahrheit im Herzen verbergen, Kapitulations-Fahnen vergangener Jahre hissen, alte Freunde heute erwärmen... Aber nicht aus »Quasi-Mondgespräche«-Zeit, hier nicht erwähnt oder nie erwähnt. Wirklich aufhören - bis mein Rücken schmerzt!

16. Oktober 1934 nachts, Lu Xun in Shanghai

    • [Lu Xun Gesamtwerke Band 8]**
    • Kuaiji-Bezirk Alte Bücher-Sammlung**
    • Vorwort**
    • Xie Cheng Kuaiji Vorfahren-Biografien**
    • Yu Yu Kuaiji Klassiker-Aufzeichnungen**
    • Zhong Lixiu Kuaiji Spätere Weise-Biografien**
    • He-Familie Kuaiji Vorfahren-Bildlob**
    • Zhu Yu Kuaiji Landaufzeichnungen**
    • He Xun Kuaiji Aufzeichnungen**
    • Kong Lingfu Kuaiji Aufzeichnungen**
    • Xiahou Cengxian Kuaiji Geographie**
    • Alte Novellen-Sammlung**
    • Qingshi-Sohn**
    • Yulin**
    • Guo-Sohn**
    • Xiaolin**
    • Sushuo**
    • Xiaoshuo**
    • Shuishi**
    • Lieyizhuan**
    • Guyizhuan**
    • Dai Zuo Zhen Yizhuan**
    • Shu Yiji**
    • Xun-Familie Geist-Gespenster-Aufzeichnungen**
    • Zu Taizhi Gespenster-Aufzeichnungen**
    • Kong-Familie Gespenster-Aufzeichnungen**
    • Shenguailu**
    • Liu Zhiliu Geist-Aufzeichnungen**
    • Qixieji**
    • Youminglu**
    • Xie-Familie Geister-Götter-Biografien**
    • Zhi-Familie Gespenster-Aufzeichnungen**
    • Jiling Ji**
    • Han Wu Gushi**
    • Duji**
    • Yiwenlu**
    • Xuanzhongji**
    • Lu-Familie Yilin**
    • Cao Pi Gespenster**
    • Guo Jichan Jiyi Ji**
    • Wang Fu Shenyi Ji**
    • Xu Yiji**
    • Lu Yizhuan**
    • Za Guishen Zhiguai**
    • Xiang Yiji**
    • Xuanyan Ji**
    • Mingxiang Ji**
    • Jingyi Ji**
    • [Band Zwei]**
    • [Qin-Fu mit Vorwort ○ »Wenxuan« mit Vorwort]**

Ich liebte in der Jugend Töne, im Alter spielte ich damit. Ich meinte: Dinge haben Blüte und Verfall, aber dies nicht; Geschmäcker werden langweilig, aber dies nicht. Was Geist nähren, Gefühle harmonisieren, in Einsamkeit nicht traurig sein kann, kommt Tönen am nächsten. Daher wiederholend ungenügend, dann singen und rezitieren für Ausdruck; singen-rezitieren ungenügend, dann Worte senden für Bedeutungs-Erweiterung. Aber acht Ton-Instrumente, Tanz-Gesang-Bilder, historische Talente machten alle Fu. Sie preisen Strukturen, Stile folgen einander; loben Material, nehmen Gefahr-Bitterkeit als höchst; beschreiben Töne, nehmen Trauer als Haupt; preisen Wandel, nehmen Tränen als wertvoll. Schön ist schön, aber die Prinzipien nicht erschöpft. Ihre Ursprünge verfolgend scheinen sie Töne ursprünglich nicht zu verstehen; ihre Absichten betrachtend erreichen sie auch nicht Ritual-Musik-Gefühle. Unter allen Instrumenten ist Qin-Tugend höchst. Daher verfasse ich Empfindungen als Fu. Die Worte lauten:

惟椅梧之所生兮,托峻岳 《北堂书钞》百九《艺文类聚》四十四引并作岳 之崇冈。披重壤以诞载兮,参辰极而高骧。含 五臣本《文选》作合 天地之醇和兮,吸日月之休光。郁纷纭以独茂兮,飞英蕤于昊苍。夕纳景于虞渊兮,旦晞干 五臣本作榦 于九阳。经千载以待价兮,寂神跱而永康。且其山川形势,则盘纡隐深,磪嵬岑嵓。互 六臣注《文选》作玄 岭岩,岞崿 五臣本作硌 岖崯。丹崖崄巇,青壁万寻。若乃重巇增起,偃蹇云覆。邈隆崇以极壮,崛巍巍 五臣本作嵬嵬 而特秀。蒸灵液以播云,据神渊 五臣本作泉 而吐溜。尔乃颠波奔突,狂赴争流。触岩抵隈,郁怒彪休。汹涌滕 各本作腾,《文选》同 薄,奋沫扬涛。汨澎湃,蟺相纠。放肆大川,济乎中州。安回 《文选》作迴 徐迈,寂尔长浮。淡乎洋洋,萦抱山丘。详观其区土之所产毓,奥宇之所宝殖。珍怪琅玕,瑶瑾翕赩。丛集累积,奂 五臣本作涣 衍于其侧。若乃春兰被其东,沙棠殖 五臣本作植 其西。涓子宅其阳,玉醴涌其前。玄云荫其上,翔鸾集其巅。清露 《文选》李善本作雾 润其肤,惠风流其间。竦肃肃以静谧,密微微其清闲。夫所以经营其左右者,固以自然神丽,而足思愿爱乐矣。于是遁世 五臣本作俗 之士,荣期绮季之俦 黄本、二张本作畴,《文选》及《书钞》二百九引同 ,乃相与登飞梁,越幽壑;援琼枝,陟峻崿;以游乎其下。周旋永望,邈若凌 五臣本作淩 飞。邪睨昆仑,俯瞰海湄。指苍梧之迢递,临回江之威夷。悟时俗之多累,仰箕山之余辉。羡斯岳之弘敞,心慷慨 《文选考异》云当作恺慷,善引《尔雅》恺慷乐也,慷即康字,是其本作恺慷甚明 以忘归。情舒放而远览,接轩辕之遗音。慕老童于 五臣本作隗 隅,钦泰容之高吟。顾兹梧 五臣本作桐 而兴虑,思假物以托心。乃斫 《书钞》二百九引作断 孙枝,准量所任;至人摅思,制为雅琴。乃使离子督墨,匠石奋斤;夔襄荐法,般 《文选》李善本作班 倕骋神。锼会裛厕,朗密调均。华绘雕琢 五臣本作瑑 ,布藻垂文。错以犀象,藉以翠绿。弦以园客之丝,徽以钟山之玉。爰有龙凤之象,古人之形,伯牙挥手,钟期听声。华容灼爚 张燮本作烁,《文选》五臣本及《艺文类聚》四十四引同 ,发采扬明。何其丽也。伶伦比律,田连操张。进御君子,新声嘐 黄本作熮,二张本作憀,《文选》同,程本作嘹,《类聚》引同 亮。何其伟也。及其初调,则角羽俱起,宫徵相证。参发并趣,上下累应。踸踔磥 各本作,惟张溥本作磥,《文选》同 硌,美声将兴。固以和昶而足耽矣。尔乃理正声,奏妙曲;扬白雪 《书钞》作日 ,发清角。纷淋浪以流离,奂 五臣本作涣 淫衍而优渥。粲奕奕而高逝,驰岌岌以相属。沛腾遌而竞趣,翕 晔 五臣本作烨 而繁缛。状若崇山,又象流波。浩兮汤汤,郁兮峨峨 《书钞》两兮字皆作乎 。怫烦冤,纡余婆娑。陵 五臣本作淩 纵播逸,霍濩纷葩。检容授节,应变合度,竞名擅业,安轨徐步。洋洋习习,声烈遐布。含 五臣本《文选》作合 显媚以送终,流 黄本作飘,《文选》同 余响于 黄汪程本作乎,李善本《文选》同二张本与此合 泰索。若乃高轩飞观,广厦闲房,冬夜 《书钞》作夜色 肃清,朗 《书钞》作明 月垂光。新衣翠粲,缨徽流芳。于是器冷 《文选》李善本作泠。《书钞》引同 弦调,心闲手敏。触如志,唯意所拟。初涉渌 五臣本作绿 水,中奏清徵。雅昶唐尧,终咏微子。宽明弘润,优游躇跱。拊 《文选》李善本作持 弦安歌,新声代起。歌曰:凌 五臣本作陵 扶摇兮憩瀛洲,要列子兮为好仇。餐沆瀣兮带朝霞,眇翩翩兮薄天游。齐万物兮超自得,委性命兮任去留。激清响以赴会,何弦歌之绸缪。于是曲引向阑,众音将歇。改韵易调,奇弄乃发。扬和颜,攘皓腕:飞纤指以驰骛,纷 《书钞》讹掍 譶以流漫。或徘徊顾慕,拥郁抑按;盘桓毓养,从容秘玩。闼尔奋逸,风骇云乱,牢落凌厉,布濩半散。丰融披离,斐奂 五臣本作  涣 烂;英声发越,采采粲粲。或间声错糅,状若诡赴;双美并进,骈驰翼驱。初若将乖,后卒同趣。或曲而不屈 张燮本屈下有或字。五臣本《文选》同 ,直而不倨。或相凌而不乱,或相离而不殊。时 张燮本仍作或 劫掎以慷慨,或怨 五臣本作沮 而踌躇。忽飘摇 各本作飘飘。《文选》同 以轻迈,乍留联而扶疏。或参谭繁促,复迭攒仄;从横骆驿,奔遁相逼。拊嗟累赞,间不容息。瑰艳奇伟,殚不可识。若乃闲舒都雅,洪纤有宜。清和条昶,案衍陆离。穆温柔以怡怿,婉顺叙而委蛇。或乘险投会,邀隙趋危。 《文选》作嘤 若离鹍鸣清池,翼若浮 二张本作游,《文选》同 鸿翔层 黄汪二张本作曾,《文选》同,《类聚》作增 崖。纷文斐尾,慊 张燮本作,五臣本《文选》同 离。微风余音,靡靡猗猗。或搂捋 黄汪程本搂并从木,《文选》作栎 ,缥缭潎洌。轻行浮弹,明婳慧 《文选》作惠 。疾 张燮本作集 而不速,留而不滞。翩绵飘邈,微音迅逝。远而听之,若鸾凤和鸣戏云中;迫而察之,若众葩敷荣曜春风。既丰赡以多姿,又善始而令终。嗟姣妙以弘丽,何变态之无穷。若夫三春之初,丽服以时,乃携友生,以遨以嬉。涉兰圃,登重基;背长林,翳华芝;临清流,赋新诗。嘉鱼龙之逸豫,乐百卉之荣滋。理重华之遗操,慨远慕而常 各本作长,《文选》同 思。若乃华堂曲宴,密友近宾,兰肴兼御,旨酒清醇。进南荆,发西秦,绍陵阳,度巴人。变用杂而并起,竦众听而骇神。料殊功而比操,岂笙籥之能伦。若次其曲引所宜,则广陵止息,东武太山;飞龙鹿鸣,鹍鸡游弦。更唱迭奏 《书钞》作和 ,声若自然。流楚窈窕,惩躁雪烦。下逮谣俗,蔡氏五曲。王昭楚妃,千里别鹤。犹 《书钞》百九两引皆作乃 有一切,承间簉乏,亦有可观者焉。然非夫旷远者 《文选考异》云茶陵本无夫字,下非夫至精者同今。案:各本并有惟张燮本放达者上无夫字 ,不能与之嬉游。非夫渊静者,不能与之闲止。非夫 《文选》字无 放达者,不能与之无。非夫 《文选》字无 至精者,不能与之析理也。若论其体势,详其风声;器和故响逸,张急故声清;间辽故音庳 各本作痹,《文选》同。《类聚》作埤 ,弦长故徽鸣。性洁 黄本汪本作絜,《文选》《类聚》同 静以端理,含至德之和平。诚可以感荡心志,而发泄幽 《书钞》作机 情矣。是故怀慼 李善本作戚,《书钞》作感 者闻之,则 黄汪二张本字无,《文选》同 莫不憯懔 《书钞》作慄 惨凄,愀怆伤心。含哀懊咿,不能自禁。其康乐者闻之,则欨愉欢释,抃舞踊溢。留连澜漫,嗢噱 黄本讹 终日。若和平者听之,则怡养悦愉 《文选》作悆,程本作,误 ,淑穆玄真。恬虚乐古,弃事遗身。是以伯夷以之廉,颜回以之仁,比干以之忠,尾生以之信,惠施以之辩给,万石以之讷慎。其余触类而长 五臣本《文选》长下有之字 ,所致非一;同归殊途,或文或质。总 李善本作揔 中和以统物,咸日用而不失。其感人动物,盖亦弘矣。于时也 此三字《书钞》作于是 ,金石寝声,匏竹屏气。王豹辍讴,狄牙丧味。天吴踊跃于重渊,王乔披云而下坠。舞于庭阶,游女飘焉而来萃。感天地以致和,况蚑行之众类。嘉斯器之懿茂,咏兹文以自慰。永服御而不厌,信古今之所贵。乱曰:愔愔琴德不可测兮,体清心远邈难极兮,良质美手遇今世兮,纷纶翕响冠众艺兮。识音者希孰 二张本作谁,五臣本《文选》同 能珍兮,能尽雅琴惟至人兮!




【与山巨源绝交书】

Rhapsodie über die Laute (Qin fu)

Nur wo Sterculia und Paulownia wachsen, auf den erhabenen Höhen mächtiger Berge, breiten sie ihre Wurzeln durch die schwere Erde und ragen empor bis zu den Sternen am Firmament. Sie nehmen die reine Harmonie von Himmel und Erde in sich auf und saugen das leuchtende Licht von Sonne und Mond. Üppig und einzigartig gedeihen sie, und ihre Blütenpracht erhebt sich zum weiten Himmel. Am Abend fangen sie den letzten Schein am Yuanyu-Abgrund auf, am Morgen trocknen sie im Licht der neun Sonnen. Tausend Jahre warten sie auf einen würdigen Käufer, still und göttlich ruhend in ewigem Frieden.

Was die Gestalt der Berge und Flüsse betrifft: Sie winden und verbergen sich in der Tiefe, schroff und zerklüftet ragen Felsen und Gipfel empor. Rote Klippen stürzen steil ab, grüne Felswände ragen tausend Klafter hoch. Die Gipfel türmen sich übereinander und überwölben sich wie Wolken. Geistiger Dunst steigt empor und bildet Wolken, aus den heiligen Quellen sprudeln Ströme. Die Wellen brechen wild hervor, stürzen rasend vorwärts, prallen an Felsen und Uferbiegungen, brausen und toben. Sie ergießen sich in große Flüsse, durchqueren das Zentrum des Reiches, gleiten sanft und ruhig, schwimmen still und lang, umfließend die Hügel.

Betrachtet man das, was der Boden hervorbringt und die Erde nährt: kostbare und wundersame Jade, schimmernde Edelsteine häufen sich an den Flanken. Im Osten breitet sich der Frühlingsorchideen-Teppich aus, im Westen wachsen Sandelholzbäume. An den sonnigen Hängen wohnt der Eremit Juanzi, vor ihm sprudelt eine Jade-Quelle. Dunkle Wolken spenden Schatten, an den Gipfeln sammeln sich Phönixe. Klarer Tau netzt ihre Rinde, sanfter Wind weht hindurch. Still und friedlich, dicht und zart — reine Stille.

Da versammeln sich die Einsiedler, die Genossen von Rongqi und Qiji, ersteigen die schwankende Brücke über verborgene Schluchten, ergreifen Jadezweige und erklimmen steile Klippen, um unter diesen Bäumen zu wandeln. Sie blicken in die Ferne, erhaben wie im Flug. Seitwärts schauen sie zum Kunlun-Gebirge, hinab blicken sie auf die Meeresküste. Auf die ferne Weite von Cangwu zeigend, am mächtigen Strom verweilend, erkennen sie die vielen Bürden der Welt und blicken bewundernd zum Berg Jishan empor. Sie bestaunen die Weite dieses Berges und vergessen in ihrer Begeisterung die Heimkehr.

So fällen sie einen Ast, messen und wägen nach Maß und Eignung; der Weise entfaltet seinen Geist und schafft eine edle Laute. Lizi überwacht die Tintenlinien, Meister Shi schwingt die Axt; Kui und Xiang geben die Regeln vor, Ban und Chui setzen ihren Geist ein. Sorgfältig fügen und verbinden sie, stimmen Klang und Ton. Kunstvoll geschnitzt und bemalt, mit Mustern und Ornamenten verziert, eingelegt mit Rhinozeroshorn und Elfenbein, auf smaragdgrünem Grund gebettet. Besaitet mit der Seide des Gartengastes, mit Stegen aus Jade vom Zhong-Berg.

Dann erklingt die Laute: Anfangs erheben sich alle Töne zugleich, Gong- und Zhi-Noten antworten einander, verschmelzen und steigen auf und ab in wechselseitigem Echo. Dann werden die reinen Töne gestimmt, wundersame Melodien gespielt: die Weise „Weißer Schnee“ erklingt, der klare Jue-Ton ertönt. Die Klänge strömen und fließen, wogen und schwellen, strahlen und steigen hoch empor, jagen und folgen einander. Bald gleichen sie hohen Bergen, bald fließenden Wellen — weit und mächtig, erhaben und majestätisch.

Der Gesang lautet: Ich steige empor zum Wirbelwind und raste auf der Insel der Seligen, lade Liezi ein als guten Gefährten. Ich nähre mich vom Morgentau und trage die Morgenröte, schwebend und leicht durchstreife ich das Himmelsblau. Alle Dinge überwindend gewinne ich das Selbst, Schicksal und Leben überlasse ich dem Kommen und Gehen.

Schließlich, wenn die Melodie sich dem Ende neigt und alle Klänge verstummen wollen, wechselt der Rhythmus und eine wundersame Weise erklingt. Die Spielerin zeigt ihr strahlendes Antlitz, hebt den hellen Arm, lässt die feinen Finger tanzen — und die Klänge ergießen sich in vielfältiger Pracht.

Schließlich preist das Nachwort: Still und unergründlich ist die Tugend der Laute, rein von Herz und fern — kaum zu ermessen. Edle Beschaffenheit und meisterliche Hand begegnen sich in dieser Zeit, und die verschlungenen Klänge krönen alle Künste. Wenige kennen den wahren Klang — wer kann ihn schätzen? Nur der Vollendete vermag die edle Laute ganz auszuschöpfen!

Brief an Shan Juyuan über den Abbruch der Freundschaft (Anhang)

康白 二张本无此二字 :足下昔称吾于颍川,吾常 五臣本《文选》作尝 谓之知言。然经怪此意,尚未熟悉于足下,何从便得之也。前年从河东还,显宗阿都说足下议以吾自代,事虽不行,知足下故 五臣本《文选》字无 不知之 《晋书》康传引之下有也字 。足下傍通,多可而少怪。吾直性狭中,多所不堪,偶与足下相知耳。间闻足下迁,惕然不喜。恐足下羞庖人之独割,引尸祝以自助;手荐鸾 五臣本《文选》作銮 刀,谩 各本作漫,《文选》同 之羶腥。故具为足下陈其可否。吾昔读书,得并介之人;或谓无之,今乃信其真有耳。性有所不堪,真不可强。今空语同知有达人而 黄本字无,《文选》同 无所不堪,外不殊俗,而内不失正;与一世同其波流,而悔不生耳。老子庄周,吾之师也,亲居贱职。柳下惠东方朔,达人也,安乎卑位,吾岂敢短之哉。又仲尼兼爱,不羞执鞭;子文无欲卿相,而三登 《晋书》作为 令尹;是乃君子思济物之意也。所谓达 五臣本《文选》达下有人字 则 各本作能,《晋书》《文选》同 兼善而不渝;穷则自得而无闷。以此观之,故 各本故下有知字 尧舜之君 各本作居,《晋书》同 世,许由之岩棲 五臣本《文选》作栖 ,子房之佐汉,接舆之行歌,其揆一也。仰瞻数君,可谓能遂其志者也。故君子百行,殊途而同致。循性而动,各附所安。故有处朝廷而不出,入山林而不返 《文选》作反 之论。且延陵高子臧之风,长卿慕相如之节。志气所托 《晋书》作意气所托,注云一作先,《文选》及《类聚》二十一引与此合 ,亦 各本字无,《文选》同《晋书》有 不可夺也。吾 五臣本《文选》无吾字 每读尚子平台孝威传,慨然慕之,想其为人。加少 各本作少加,《文选》同《晋书》及《御览》四百九十引皆作加少 孤露,母兄见骄 《海录碎事》卷九上引作见。《晋书》作骄恣 ,不涉经学。性复疏懒,筋驽肉缓。头面常一月十五日不洗 《御览》作浣 。不 《御览》作非 大闷痒,不能沐 《御览》作梳 也。每常 《御览》作当 小便而忍不起,令胞中略转乃起耳。又纵逸来久,情意 《御览》作志 傲散,简与礼相背,懒与慢相成。而为侪类见宽,不攻其过。又读庄老 《晋书》作老庄,《御览》同 ,重增其放,故使荣进之心日颓,任实 《晋书》作逸,《类聚》《御览》引皆作实 之情转笃。此犹 各本作由。《文选》《类聚》同 禽鹿少见驯育,则服从教制;长而见羁,则狂顾顿缨,赴蹈汤火。虽饰以金镳 黄本作 ,飨以嘉肴,愈 各本作逾。李善本《文选》同。唐写本《文选集注》残本中存此篇作愈,《类聚》引亦作愈 思长林,而志在丰草也。阮嗣宗口不论人过,吾每师之,而未能及。至性过人,与物无伤,唯饮 《海录碎事》卷七下引无饮字 酒过 《海录碎事》引无过字。唐本《文选》亦无注云。五家本有 差耳。至为礼法之士所绳,疾之如 《晋书》如下有仇字 雠,幸赖大将军保持之耳 唐本《文选》注云:案钞陆善经本无赖字,又无耳字 。吾 李善本《文选》字无 以 各本无以字。五臣本《文选》同。唐本《文选》有 不如嗣宗之贤 《晋书》作资唐本《文选》同。今本亦误贤 ,而有慢驰之阙。又不识人 《晋书》作物 情, 五臣本《文选》作暗 于机宜,无万石之慎,而有好尽之累。久与事接,疵衅日兴。虽欲无患,其可得乎。又人伦有礼 唐本《文选》注云:案钞陆善经本礼为体 ,朝廷有法;自惟 唐本《文选》注云:案钞惟为省 至熟,有必不堪者七,甚不可者二。卧喜 唐本《文选》作憙 晚起,而当关呼之不置;一不堪也。抱琴行吟,弋钓草野,而吏卒守之,不得妄动;二不堪也。危坐一时,痹不得摇,性复多虱 《类聚》作风 ,把搔 《类聚》作搔虱 无已;而当裹以章服 唐本《文选》无而字,注云:案钞章服为服章也 ,揖拜上官;三不堪也。素不便书,又不喜作书 五字原夺,旧校所加《文选考异》云袁本茶陵本无又字,案:旧校殆即据尤袤本加也。六臣注本亦无又字,唐本同。喜作熹,《类聚》引无又字及作字 ,而人间多事,堆 唐本《文选》作推,注云:案钞推为堆也 案盈机 汪程张燮本作几 。不相酬答,则犯教伤义;欲自勉强,则不能之 各本作久。《文选》同《类聚》二十一引作及又五十八引作久堪 。四不堪也。不喜 唐本《文选》作憙 吊丧,而人道以此为重。已为未见,恕者 旧校改皆 所怨,至欲见中伤者。虽惧 各本作瞿,《文选》唐本及五臣本皆作惧。《类聚》同 然自责,然性不可化。欲降心顺俗,则诡故不情,亦终不能获无咎。无誉如此;五不堪也。不喜 唐本《文选》作憙 俗人,而 唐本《文选》注云:案钞而为所 当与之共事。或宾客盈坐,鸣声 原作琴,依各本及《文选》《类聚》改 聒耳。嚣尘臭处,千变百伎 原作万数。依各本及《类聚》改。《文选》五臣本伎为技。唐本《文选》伎为妓 ,在人目前。六不堪也。心不耐烦,而官事鞅掌。万机 《文选》作机务,《类聚》同。唐本作万机,注云:五家本为机务 缠其心,世故烦 尤袤本《文选》作繁,《类聚》同唐本作烦 其虑。七不堪也。又每非汤武,而薄周孔;在人间不止此事,会显世教所不容;此甚不可一也。刚肠嫉恶,轻肆直言,遇事便发;此甚不可二也。以促中小心之性,统此九患;不有外难,当有内病。宁可久处人间邪?又闻道士遗言,饵术黄精,令人久 《类聚》作益 寿。意甚信之。游山泽,观鱼鸟,心甚乐之。一行作吏,此事便废。安能舍 五臣本《文选》作捨 其所乐,而从其所惧哉?夫人之相知,贵识其天性,因而 唐本《文选》字无 济之。禹不迫 黄程二张本作偪,尤袤本文选同汪本作逼《晋书》及唐本《文选》同 伯 唐本《文选》作柏 成子,高全其节 《晋书》作长 也。仲尼不假盖于 唐本《文选》字无 子夏,护其短也。近诸葛孔明,不逼 二张本作迫,《晋书》同。他本皆作偪。尤袤本《文选》同。惟唐本作逼 元直以入蜀,华子鱼不强幼安以卿相,此可谓能相终始,真相知 各本知下有者字,《晋书》及李善本《文选》同。旧校亦加 也。足下见直木 黄汪程本下有必字,五臣本《文选》同 不可 唐本《文选》字无 以为轮,曲木 各本作者,《类聚》及五臣本《文选》同。者下亦有必字,李善本无 不可 唐本《文选》字无 以为桷;盖不欲 二张本欲下有以字,《类聚》及《文选》同 枉其天才,令得其所也。故四民有业,各以得 五臣本《文选》得下有其字 志为乐。唯达者为能通之。此似 各本字无。李善本《文选》同。唐本作以。注云:陆善经本似下有在字,则本为似传写讹也。五臣本亦有 足下度内耳。不可自见好章甫,强越人以文冕也。自以 二字各本作已。李善本《文选》同。唐本五臣本作自以 嗜臭腐,养鸳以死鼠也。吾顷 唐本《文选》注云:案钞顷为比 学养生之术,方外荣华,去滋味,游 唐本《文选》作逝 心于寂寞 张燮本作漠,《文选》同 ,以无为为贵。纵无九患,尚不顾足下所好者;又有心闷疾,顷转增笃。私意自试,必 各本字无。李善本《文选》同。五臣及唐本有 不能堪其 唐本《文选》字无注云。五家本堪下有甚字 所不乐,自卜已审。若道尽途穷 《晋书》作殚 ,斯 《晋书》《文选》作则 已耳。足下无事冤之,令转于沟壑也 唐本《文选》字无注云:案钞转下有死字 。吾新失母兄之欢,意常冤 各本作凄,《晋书》及《文选》同 切。女年十三,男儿 各本作年,《晋书》及《文选》同。惟唐本与此合 八岁,未及成人;况复多病 《晋书》作疾 。顾此悢悢,如何可言。今但愿 《晋书》作欲 守陋巷,教养 《类聚》字无 子孙 旧校灭此字各本及《晋书》《文选》并有 ,时 五臣本《文选》重有时字 与亲旧叙离 黄汪程本字无,《类聚》同,《晋书》及五臣本《文选》有 阔,陈说平生。浊酒一杯 《文选》作盃 ,弹琴一曲,志愿 《晋书》作意 毕矣。足下若嬲之不置,不过欲为官得人,以益时用耳。足下旧知吾潦倒粗疏,不切事情,自惟亦皆不如今日之贤能也。若以俗人皆喜 唐本《文选》作熹 荣华,独能离之以 各本以下有此字,《文选》同 为快,此最近之可得 五臣本《文选》得下有而字 言耳 唐本《文选》注云:案钞耳为尔 ,然后 唐本《文选》字无,注云:五家本有 使长才广度,无所不淹,而能不营,乃可贵耳。若吾多病,因 《文选》作困 欲离事自全,以保余年,此真所乏耳;岂可见黄门而称 唐本《文选》作偁 贞哉。若趣欲共登王途,期于相致,共 《晋书》作时《文选》同 为欢 张燮本作懽,李善本《文选》同 益,一旦迫之,必发 各本发下有其字,唐本《文选》亦有,《晋书》无 狂疾。自非重怨 《晋书》作仇 ,不至 《文选》至下有于字,《晋书》无 此也。野人有快炙背 各本背下有而字,唐本《文选》无 美芹子者,欲献之至尊,虽有区区之意,亦已疏矣。愿足下勿似之。其意如此,既以解足下,并以为别。嵇康白。




【与吕长悌绝交书】



康白:昔与足下年时相比,以 各本以下有故字。旧校亦加。案:此即因下文数字讹衍也,无者是 数面相亲。足下笃意,遂成大好。犹 各本作由 是许足下以至交。虽出处殊途,而欢爱不衰也。及中间少知阿都,志力开悟 《文选》《与山巨源绝交书》李善注引作闲华。王楙《野客丛书》二十七引与此合 ,每喜足下家复有此弟,而 各本而下有阿字 都去年向吾 张燮本作我 有言,诚忿足下意欲发举,吾深抑之,亦自恃每谓足下不得 各本作足 迫之,故从吾言。间令足下,因其顺吾,与之 四字各本夺,旧校亦删 顺亲,盖惜足下门户,欲令彼此无恙也。又足下许吾终不击 各本讹系,旧校亦遂改为系 都,以子父交 交字各本作六人,《野客丛书》同 为誓,吾乃慨然感足下重言,慰解都,都遂释然。不复兴意,足下阴自阻疑,密表击 各本讹系,旧校同。《野客丛书》引作击 都,先首服诬都。此为都故信吾,又手 疑当作非。各本无。旧校亦删 无言,何意足下包藏祸心邪?都之含忍足下,实由吾言。今都获罪,吾为负之。吾之负都,由足下之负吾也。怅然失图,复何言哉!若此,无心复与足下交矣。古人 二字各本作古之君子 绝交不出丑言,从此别矣!临书 各本作别 恨恨。嵇康白。

【第六卷】




【释张溥本作无私论】

Ji Kang grüßt: Einst habt Ihr mich in Yingchuan empfohlen, und ich habe dies stets als ein verständiges Wort erachtet. Doch bei genauerer Betrachtung staune ich über diesen Gedanken, denn Ihr hattet mich noch gar nicht hinreichend kennengelernt — woher also diese Zuversicht? Als ich vor zwei Jahren aus Hedong zurückkehrte, berichtete mir Xianzong Adou, dass Ihr vorgeschlagen hättet, mich an Eurer Stelle einzusetzen. Obgleich dies nicht verwirklicht wurde, erkannte ich daran, dass Ihr mich in der Tat nicht versteht. Ihr seid vielseitig bewandert, billigt vieles und wundert Euch über wenig. Ich aber bin von geradlinigem Wesen und engen Grenzen, vertrage vieles nicht und bin Euch nur zufällig in Freundschaft begegnet. Als ich erfuhr, dass Ihr befördert worden seid, erschrak ich und war nicht erfreut — ich fürchtete, Ihr könntet Euch wie der Koch schämen, allein am Opferfleisch zu schneiden, und den Tempelpriester herbeirufen, um Euch beizustehen; das Schlachtmesser selbst in die Hand nehmen und es mit dem Geruch rohen Fleisches besudeln.

Ich habe einst beim Lesen vom Typus des unangepassten Menschen erfahren, von dem manche behaupteten, er existiere gar nicht — nun glaube ich wahrhaftig, dass es ihn gibt. Es gibt Dinge in meiner Natur, die ich nicht ertragen kann, und sie lassen sich nicht erzwingen. Die alten Meister Laozi und Zhuangzi sind meine Lehrer; Liu Xiahui und Dongfang Shuo waren freie Geister, die sich in niedrigen Ämtern wohlbefanden — ich wage nicht, sie herabzusetzen.

Deshalb erkläre ich in aller Offenheit: Ich habe sieben Dinge, die ich nicht ertragen kann, und zwei Dinge, die schlechterdings unmöglich sind. Ich schlafe gern lange und stehe spät auf, doch dann steht ein Diener an der Tür und lässt mich nicht in Ruhe — das erste Unerträgliche. Ich liebe es, mit der Laute spazieren zu gehen und in der Wildnis zu angeln und zu jagen, doch Amtsdiener bewachen mich und lassen mich nicht frei bewegen — das zweite Unerträgliche. Ich hasse es, lange still zu sitzen, meine Beine werden taub, ich bin voller Läuse und muss mich ständig kratzen — und dabei soll ich Amtstracht tragen und mich vor Vorgesetzten verbeugen — das dritte Unerträgliche.

Ich bin weder gewandt im Schreiben noch schreibe ich gern Briefe, doch in der Welt gibt es viele Angelegenheiten, und die Akten häufen sich auf dem Tisch — das vierte Unerträgliche. Ich mag keine Beerdigungen besuchen, und doch legt die Gesellschaft großen Wert darauf — das fünfte Unerträgliche. Ich mag keine gewöhnlichen Menschen, und doch müsste ich mit ihnen zusammenarbeiten — das sechste Unerträgliche. Mein Herz erträgt keinen Überdruss, und doch bringen die Amtsgeschäfte tausend Sorgen — das siebte Unerträgliche. Zudem kritisiere ich stets die Könige Tang und Wu und schätze die Herzöge von Zhou und Konfuzius gering — dies ist das erste absolut Unmögliche. Ich bin von scharfem Temperament, hasse das Böse und spreche freimütig — dies ist das zweite absolut Unmögliche.

Brief an Lü Changdi über den Abbruch der Freundschaft

Ji Kang grüßt: Einst waren wir gleichaltrig und wurden deshalb vertraut. Durch Eure Aufrichtigkeit wurde unsere Freundschaft tief. Obgleich unsere Lebenswege verschieden waren, verblasste die Zuneigung nie. Doch dann verriet Adou mir im Vertrauen, dass Ihr beabsichtigtet, ihn vor Gericht zu bringen; ich hielt ihn davon zurück. Ihr aber habt insgeheim eine Anklage gegen ihn eingereicht. Euer Wort an mich war ein Schwur zwischen Vater und Sohn, und dennoch habt Ihr Euer Wort gebrochen. Adou vertraute Euch wegen meiner Worte; nun, da er bestraft wurde, habe ich ihn im Stich gelassen. Meine Schuld an Adou rührt von Eurer Schuld an mir. In Bestürzung und ohne Rat — was soll ich noch sagen? So will ich unsere Freundschaft nicht fortsetzen. Die Alten sagten: Wenn Edle die Freundschaft beenden, sprechen sie keine hässlichen Worte. Von nun an leben wir getrennt! Beim Schreiben dieses Briefes erfüllt mich tiefer Schmerz. Ji Kang grüßt.

Sechstes Kapitel

Abhandlung über die Selbstlosigkeit

夫 原钞字无。据各本及《晋书》本传引加 称君子者:心无 《晋书》作不 措 原钞作惜。据各本及《晋书》改。下诸措字放此 乎是非,而行不违乎 原钞字无。据各本加。《晋书》引亦有 道者也。何以言之?夫气静神虚者,心不存乎 各本作于。《晋书》同 矜尚;体亮心达者,情不系于所欲。矜尚不存乎心,故能越名教而任自然;情不系于所欲,故能审贵贱而通物情。物情顺通,故大道无违;越名任心,故是非无措也。是故言君子,则以无措为主 张燮本作衷 ,以通物为美。言小人,则以匿情为非,以违道为阙。何者?匿情矜,小人之至恶;虚心无措,君子之笃行也。是以大道言,及吾无身。吾有 各本作又 何患,无以 当作以无 生为贵者,是贤于贵者 各本讹生。旧校亦改 也。由斯而言:夫至人之用心,固不存于 黄本字无 有措矣。是故伊尹不惜 各本讹借。旧校亦改 贤于殷汤,故世济而名显。周旦不顾嫌 各本讹贤 而隐行,故假摄而化隆。夷吾不匿善 各本作情 于齐桓,故国霸而主尊。其用心,岂为身而系乎私哉?故管子 《晋书》无此二字 曰:君子行其 各本字无,《晋书》同 道,忘其为身。斯言是矣。君子之行贤也,不察于有庆 各本作度,《晋书》同。后诸庆字放此 而后行也。任 各本讹仁 心无穷 各本作邪。《晋书》同 ,不识 各本作议,《晋书》同 于善而后正也。显情无措,不论于是而后为也。是故傲然忘贤,而贤与庆会;忽然任心,而心与善遇;傥然无措,而事与是俱也。故论公私者,虽云 各本云下有一作终于事与是俱而已十字。案:当是注文在前而事与是俱也句下 志道存善,心 黄汪张燮本字阙,张溥本作内,程本作而 无凶邪,无所怀而不匿者,不可谓无私。虽欲之伐善,情之违道,无所抱而不显者,不可谓不公。今执必公之理,以绳不公之情,使夫虽性 各本作为 善者,不 原钞字夺。据各本及旧校加 离于有私;虽欲之伐善,不陷于不公,重其名而贵其心,则是非之情,不得不显矣。夫是非必显,有善者无匿情之不是,有非者不加不公之大非,无不是则善莫不得,无大非则莫过其非,乃所以救其非也。非徒尽善,亦所以厉不善也。夫善以尽善,非以救非;而况乎以是非之至者。故善之与不善,物之至者也。若处二物之间,所往者,必以公成而私败。同用一器,而有成有败。夫公私者,成败之途,而吉凶之门也 各本作乎 。故物至而不移者寡,不至而在用者众。若质乎中人之体 各本作性 ,运乎在用之质,而栖心古烈,拟足公途;值心而言,则言无不是;触情而行,则事无不吉。于是乎同 疑当作情 之所措者,乃非所措也。欲 各本讹俗 之所私者,乃非所私也。言不计乎得失而遇善,行不准乎是非而遇吉,岂公成私败之数乎?夫如是也,又何措之有哉?故里凫显盗,晋文恺悌,勃 程本讹功 鞮号罪,忠立身存;缪贤吐衅,言纳名称;渐离告诚,一堂流涕;然斯数子,皆以投命之祸,临不测之机,表露心识,犹 各本讹独 以安全;况乎君子无彼人之罪,而有其善乎?措善之情,亦甚其所病也 各本亦甚二字夺。旧校乙甚字于所字下,非 。唯病病,是以不病;病而能疗,亦贤于病 各本讹疗 矣。然事亦有似非而非非,类是而非是者;不可不察也。故变通之机,或有矜以至让,贪以致廉,愚以成智,忍以济仁;然矜吝之时,不可谓无廉;猜 各本作情。注云一作猜 忍之形,不可谓无仁;此似非而非非者也。或谗言似信 四字原钞夺。据各本及旧校加 ,不可谓有诚;激盗似忠,不可谓无私;此类是而非是也。故乃论其用心,定其所趣,执其辞以 各本作而 准其理 各本讹礼 ,察其情以寻其变;肆乎所始,名其所终;则夫行私之情,不得因乎似非而容其非;淑亮之心,不得蹈乎似是而负其是。故实是以暂非而后显,实非以暂是而后明。公私交显,则行私者无所冀,而淑亮者无所负矣。行私者无所冀,则思改其非;立公 原钞讹功。各本同,依旧校改 者无所忌,则行之无疑;此大治之道也。故主妾覆醴,以罪受戮;王陵庭争,而陈平顺旨。于是观之:非似非非 案:非下当更有一非字 者乎?明君子之笃行,显公私之所在,阖堂盈阶,莫不寓目,而曰:善人也。然背颜退讥 各本字无 议而含 原钞作舍。依各本改 私者,不复 各本复下有同字 耳。抱至 程本作怨。张溥本作隐。他本俱空阙 而匿情不改也 各本字无 者,诚 原作议。据各本及旧校改 神以丧于所感 各本作惑 ,而体以溺于常名。心已 各本作以 制于所慑,而情有所系 各本作情有系于所欲。旧校同。案:疑当作情有□□所系。原钞于有下夺二字 。容管颙缵 四字当误。各本俱无,旧校亦删 ,咸自以为有是,而莫贤乎己。未有攻肌 各本作功期 之惨,骇心之祸,遂莫能收情以自反,弃名以任实。乃心有是焉,匿之以私;志有善焉,措之为恶,不措所措,而措所不措。不求所以不措之理,而求所以为措之道;故明 各本讹时 为措,而暗于措,是以不措为拙,以致 各本二字夺 措为工。唯惧隐之不微,唯患匿之不密;故有矜忤之容,以观常人;矫饰之言,以要俗誉。谓永年良规,莫盛于兹;终日驰思,莫窥其外;故能成其私之体,而丧其自然之质也。于是隐匿之情,必存乎心;伪怠之机,必形乎事。若是,则是非之议既明,赏罚之实又笃;不知冒阴 各本作廕 之可以无景,而患景之不匿。不知无措 《类聚》二十二引作惜。与原钞合,《御览》四百二十九引作情 之可以无患,而恨措 《类聚》引作惜。《御览》仍作情 之不以 《类聚》作巧。张燮本同 ,岂不哀哉!是以申侯苟顺,取弃楚恭 各本讹泰 ;宰嚭耽私,卒享其祸。由是言之,未有抱隐 各本作伪,《类聚》《御览》同 顾私 二字原钞无。据各本及旧校补,《御览》亦无。《类聚》作怀奸。张燮本同 ,而身立清世;匿非 二字《御览》引无 藏情,而信著明名 张燮本作君 者也。是以 各本二字夺 君子既有其质,又睹其鉴;贵夫亮达,布 《类聚》《御览》作希 而存之,恶夫矜吝,弃而远 《御览》作违 之。所措一非,而内愧乎神;贱隐一阙,而外惭其形。言无苟讳,而行无 《御览》作不 苟隐。不以爱之而苟善,不以恶之而苟非。心无所矜,而情无所系,体清神正 《御览》作立 ,而是非允当。忠感明 《类聚》明下有于字,二张本同。《御览》无。案:明即于之讹衍 天子,而信笃乎万民。寄胸怀于八荒,垂坦荡以永日。斯非贤人君子,高行之美异 黄汪程张溥本讹冀。《御览》字无 者乎?或问曰:第五伦有私乎哉?曰:昔吾兄子有疾,吾一夕十往省而反,必 各本字夺 寐。自 各本自下有安字 吾子有疾,终朝不往视,而通夜不得眠。若是可谓私乎?非私也?答曰:是非 程本作公,误 也,非私也。夫私以不言为名,公以尽言为称,善以无 各本作名 为体,非以有措为负。今第五 各本第五下有伦字。后放此 显情,是非 案:非字当衍 无私也;矜往不眠,是有非也。无私而有非者,无措之志也。夫言无措者,不齐于必 原作不,据各本改 尽也;言多吝者,不具于不言而已也 各本字无 。故多吝有非,无措有是。然无措之所以有是,以志无所尚,心无所欲,达乎大道之情,动以自然,则无道以至非也。抱一而无措,则无私。无非兼有二 程本讹三 义,乃为绝美耳。若非而能言者,是贤于不言之私,非无情以非之大者也。今第五有非而能显,不可谓不公也。所显是非,不可谓有措也。有非而谓私,不可谓不惑;公私之理也。




【管蔡论】



或问曰:“案记,管蔡流言,叛戾东都。周公征讨,诛以凶逆。顽恶显著,流名千载 各本讹里 。且明父圣兄,曾不能鉴凶恶 各本作愚 于幼稚,觉无良之子弟;而乃使理乱殷之弊民,显荣爵于藩国;使恶积罪成,终遇祸害。于理不通,心所未 黄本作无所 安。愿闻其说。”


答曰:“善哉子之问也。昔文王 各本作武 之用管蔡以实,周公之诛 各本诛下有管蔡二字 以权。权事显,实理 张溥本作事 沉 各本讹沇。注云一作沉 。故令时人全谓管蔡为顽凶,方为吾子论之。夫管蔡皆服教殉义,忠诚自然,是以文父 各本作王 列而显之;发旦二圣,举而任之;非以情亲而相私也。乃所以崇德礼贤,济殷弊民,绥辅武庚,以兴顽俗,功业有绩,故旷世不废,名冠当时,列为藩臣。逮至武卒,嗣诵幼冲,周公践政,率朝诸侯。思光前载,以隆王业。而管蔡服教,不达圣权,卒遇大变,不能自通。忠于 各本讹疑 乃心,思在王室。遂乃抗言率众,欲除国患。翼存天 程本讹夫 子,甘心毁旦。斯乃愚诚愤发,所以徼祸 各本讹福 也。成王大悟,周公显复,一化齐俗,义以断恩;虽内信如心,外体不立,称兵叛乱,所惑者广。是以隐忍授刑,流涕行诛,示以赏罚,不避亲戚。荣爵所显,必钟盛德;戮挞 程本讹捷 所施,必加有罪。斯乃为教之正体,古今之明义也 已上七字各本夺。误为今之朝议四字 。管蔡虽怀忠抱诚,要为罪诛。罪诛已显,不得复理。内必 案:当作心 幽伏,罪恶遂章。幽章之路大殊,故令奕世未蒙发起耳 各本字无 。然论者承 各本作诚 名信行,便谓 各本作以 管蔡为恶;不知管蔡之恶,乃所以令三圣为不明也。若三圣未为不明,则圣不祐恶 各本恶下有而字 任顽凶也。顽凶 各本夺此三字 不容于明 各本讹时 世,则管蔡无取私于父兄,而见任必以忠良,则二叔故为淑善矣。今若本三圣之用明思显,授之实理;推忠贤之暗权,论为国之大纪,则二叔之良,乃显三圣之用也。有 各本字无 以流言之故,有缘 旧校删有字。缘改原 周公之诛,是矣。且周公居摄,邵奭 各本作召公 不悦。推 黄本作惟 此言之 各本字夺 ,则管蔡怀疑,未为不贤,而忠贤可不达权;三圣未为用恶,而周公不得不诛。若此,三圣所用信良,周公之诛得宜;管蔡之心见理。尔乃大义得通,内外兼叙,无相伐负者;则时论亦将释然而大解也。”




【明胆论】



有吕子 《类聚》十七引子下有春字。案:即因下者字讹衍 者,精义味道,研核 《类聚》作覈 是非。以为人有胆可无 黄汪程张溥本讹乐 明,有明便有胆矣。嵇先生以为明胆殊用,不能相生。论曰:“夫元气陶铄,众生禀焉。赋受有多少,故才性有昏明。唯至人特钟纯美,兼周外内,无不必 各本作毕。《类聚》同 备。降此已往,盖阙如也。或明于见物,或勇于决断。人情贪廉,各有所止。譬诸草木,区以别矣。兼之者博于物,偏受者守其分。故吾谓明胆异气,不能相生。明以见物 《类聚》作事 ,胆以决断,专明无胆,则虽见不断,专胆无明则 各本字夺 ,违 黄汪程张溥本讹达 理失机。故子家软弱,陷于弑君;左师不断,见逼华臣;皆智及之而决不行也。此理坦然,非所宜 各本讹无疑 滞。故略举一隅,想不重疑。”


吕子曰 三字据二张本加。他本及原钞并无 :“敬览来论,可谓诲 各本作海 亦不加者矣。夫 各本字无 折理贵约而尽情,何尚浮秽而迂诞哉?今子之论,乃引浑元以为喻,何辽辽而坦谩也。故直答以人事之切要焉。汉之贾生,陈切直之策,奋危言之至。行之无疑,明所察也。忌作赋,暗所惑也。一人之 原钞字无。据各本加 胆,岂有盈缩乎?盖见与不见,故行之有果否也。子家左师,皆愚惑浅弊,明不彻达,故惑于暖昧,终丁祸害。岂明见照察而胆不断乎?故霍光怀沉勇之气,履上将之任,战乎王贺之事。延年文生,夙无武称,陈义奋辞,胆气凌云,斯其验与。及于期授首,陵母伏剑,明果之俦 黄汪本作畴 ,若此万端,欲详而载之,不可胜言也。况有睹夷途而不敢投足,阶云路而疑于迄泰清者乎?若思弊 案:当作愚蔽 之伦为能,自托幽昧之中,弃身陷阱之间,如盗跖窜躯 各本作身 于虎吻,穿窬先首于沟渎,而暴虎冯河,愚 张燮本讹果 敢之类,则能有之。是以余谓明无胆,无胆能偏守,易了之理,不在多喻。故不远引烦 各本作繁 言。若未反三隅,犹复有疑,思承后诲,得一骋辞。”

Abhandlung über die Selbstlosigkeit

Wer den Edlen so nennt, meint damit einen Menschen, dessen Herz nicht an Richtig und Falsch haftet und dessen Handeln den rechten Weg nicht verlässt. Warum sage ich das? Wer einen stillen Geist und eine leere Seele hat, dessen Herz verweilt nicht beim Streben nach Ansehen; wer ein klares Gemüt und ein verständiges Herz hat, dessen Gefühle hängen nicht an dem, was er begehrt. Haftet das Streben nach Ansehen nicht im Herzen, so kann man die Namensgebote überschreiten und der Natur folgen; hängen die Gefühle nicht am Begehrten, so kann man Wertvolles und Geringes durchschauen und das Wesen der Dinge verstehen.

Darum sagt man vom Edlen: Ohne festgelegtes Urteil ist sein Leitprinzip, das Durchdringen der Dinge seine Tugend. Vom Kleingeist hingegen sagt man: Verborgene Gefühle sind sein Vergehen, vom Weg abzuweichen sein Mangel. Verborgene Gefühle und Hochmut sind das größte Übel des Kleingeistes; ein offenes Herz ohne festgelegtes Urteil ist die beständigste Tugend des Edlen.

Deshalb heißt es im Daodejing: Hätte ich keinen Leib, welches Leid hätte ich dann? Wer das Leben nicht als das Kostbarste erachtet, der ist erhabener als der, der es schätzt. Demnach hat der Weise in seinem Herzen kein festes Urteil. So war Yi Yin aufrichtig gegenüber dem König Tang von Shang, und sein Ruhm strahlte durch die Zeiten. Der Herzog von Zhou handelte ohne Argwohn und Verstellung, und unter seiner Regentschaft blühte die Kultur. Guan Zhong verbarg nicht seine Fähigkeiten vor dem Fürsten Huan von Qi, und so wurde das Reich mächtig und der Herrscher geehrt.

Abhandlung über Guan und Cai

Einer fragte: „Den Aufzeichnungen zufolge haben Guan und Cai Gerüchte verbreitet, sich gegen die östliche Hauptstadt empört, und der Herzog von Zhou unterwarf sie als Verbrecher. Ihr böses Wesen ist berüchtigt seit tausend Jahren. Doch der weise Vater und der heilige Bruder konnten die Bosheit der jüngeren nicht erkennen; sie setzten sie ein, um das geschlagene Volk der Yin zu regieren, und verliehen ihnen Ehrentitel in den Lehensfürstentümern. So häuften sich ihre Verbrechen, bis das Unglück sie ereilte. Das ergibt keinen Sinn, und mein Herz findet keine Ruhe dabei. Ich bitte um Erklärung.“

Antwort: „Eine gute Frage! Der Einsatz von Guan und Cai durch König Wen war eine Frage der Aufrichtigkeit; ihre Bestrafung durch den Herzog von Zhou eine Frage der Umstände. Die Umstände sind sichtbar, die innere Wahrheit aber verborgen. Deshalb halten die Menschen Guan und Cai für durch und durch böse.“

“夫论理情性 各本作性情 ,折 程本作析 引异同,固当 各本字夺 寻所受之终始,推气分之所由。顺端极末,乃不悖耳。今子欲弃置浑元,捃摭所见,此为好理纲 案:当作网。旧校改节,非 目,而恶持纲领也。本论二气不同,明不生胆,欲极论之,当令一人播无刺讽 二字依旧校。各本同 之胆,而有见事之明。故当有不果之害。非中人血气,无之而复,资之以明,二气存一体,则明能运胆,贾谊是也。贾谊明胆,自足相经,故能济事。谁言殊无胆,独任明以行事者乎?子独自作此言,以合其论也。忌暗惑,明所不周,何害于胆乎 各本乎下有明字。旧校亦加 ?既已 各本作以 见物,胆能行之耳。明所不见,胆当何断?进退相扶,何谓盈缩?就如此言,贾生陈策,明所见也;忌作赋,暗所惑也。尔为明彻于前,而暗惑于后?明 各本字夺。旧校亦删 有盈缩也;苟明有进退,胆亦何为不可偏乎?子 黄本讹孑 然霍光有沉勇,而战于废王,此勇 各本二字夺 有所挠也。而子言一人胆,岂有盈缩,此则是也。贾生暗,明有所塞也。光惧废立,勇有所挠也。夫唯至明能无所惑,至胆 已上七字各本夺 能无所亏尔 各本作耳 。自非若此,谁无弊损乎?但当总有无之大略,而致论之耳。夫物以实见为主,延年奋发,勇义凌云,此则胆也。而云夙无武称,此为信宿称而疑成事也。延年处议,明所见也。壮气腾厉,勇之决也。此足以观矣。又子言 各本作子又曰 :明无胆 各本重有无胆二字 能偏守。案子之言,此则有专胆之人,亦为胆,特自一气明 各本字无 矣。夫 各本字无 五才存体,各有所生。明以阳曜,胆以阴凝。岂可谓有阳而生阴,可无阳邪?虽相须以合德,要自异气也。凡余杂说,于期陵母暴虎云云,万言一致 各本作致一 ,欲以何明邪?幸更详思,不为辞费而已 各本有矣字 。”

【第七卷】




【自然好学论张叔辽作 附  此四字原钞灭尽。今从旧校。各本张辽叔在自字上。无作字 】



夫喜、怒、哀、乐、爱、恶、欲、惧,人情 黄本字无 之有也。得意则喜,见犯则怒,乖离则哀,听和则乐,生育则爱,违好则恶,饥则欲食,逼则恐 各本作欲 惧。凡此八者,不教而能;若论所云,即自然也。腥臊未化,饮血茹毛,以充其虚;食之始也。加 各本讹茹 之火齐,糁以兰橘;虽所未尝,尝必美之;适于口也。蒉桴土鼓,抚腹而吟;足之蹈之,以娱其喜;乐之质也。加之管弦,杂以羽毛;虽所未听,察之必乐;当其心也。民生也直,聚而勿教,肆心触意,八情必发。喜必欲与,怒必欲罚,无爪牙以奋其威,无爵赏以称其惠。爱无以奉,恶不能去。有言之且 四字疑当为古言云三字。且即下苴之坏字。旧校及各本作曰,非 ,苴竹菅蒯,所以表哀。沟池阻崄 各本二字到 ,所以宽惧,弦木剡金,所以解愤。丰财殖货,所以施与。苟有肺肠,谁不欣然貌悦心释哉?尚何假于食胆蜚,而嗜昌蒲葅也?且昼坐夜寝,明作暗息;天道之常,人所服习。在于幽室之中,睹烝烛之光;虽不教告,亦皦 各本作皎 然喜于所见也。不以尚 各本作向非 有白日,与比朱门,旦则复晓,不揭 字从旧校。各本同 此明而减其欢也。况以长夜之冥,得照太阳,情变郁陶,而发其蒙也。故以为难事以末来,而情以本应。即使六艺纷华,名利杂诡,计而后 原讹杂。旧校及各本作复。亦非。今据后文改正 学,亦无损于有自然之好也。




【难自然好学论】



夫民之性,好安而恶危,好逸而恶劳。故不扰,则其愿得;不逼,则其志从。昔 各本字无 鸿 各本作洪 荒之世,大樸 各本作朴 未亏,君无文于上,民无竞于下;物全理顺,莫不自得。饱则安寝,饥则求食。怡然鼓腹,不知为至德之世也。若此,则安知仁义之端,礼律之文?及至人不存,大道陵迟,乃始作文墨,以传其意。区别群物,使有类族 各本二字到 。造立仁义,以婴其心。制为 黄本作其 名分,以检其外,劝学讲文,以神其教。故六经纷错,百家繁炽,开荣利之 原作一。依各本改 途,故奔骛而不觉。是以贪生之禽,食园池之粱菽。求安之士,乃诡志以从俗。操笔执觚,足容苏息;积学明经,以代稼穑。是以困而后学,学以致荣;计而后习,好以 各本作而 习成,有似自然,故令吾子谓之自然耳。推其原也:六经以抑引为主,人性以从欲为欢。抑引则违其愿,从欲则得自然。然则自然之得,不由抑引之六经;全性之本,不须犯情之礼律,固知 二字各本作故 仁义务于理伪,非养真之要术;廉让生于争夺,非自然之所出也。由是言之:则鸟不毁 疑聚字之讹。旧校于下加类字,甚非 以求驯,兽不群 旧校于上加弃字,使与意改之毁类为对文,甚非 而求畜;则人之真性,无为正 当作不 当;自然耽此礼学矣。论又云:嘉肴珍膳,虽未所尝,尝必美之;适于口也。处在暗室,睹烝烛之光,不教而悦得于心。况以长夜之冥,得照太阳,情变郁陶,而发其蒙 原作矇。据各本及上文改 。虽事以末来,情以本应,则无损于自然好学。难曰:夫口之于甘苦,身之于痛痒,感物而动,应事而作。不须学而后能,不待借而后有。此必然之理,吾所不易也。今子以必然之理,喻未必然之好学,则恐似是而非之议,学如一粟之论,于是乎在也。今子立六经以为准,仰仁义以为主,以规矩为轩乘 张燮本作冕。他本作驾 ,以讲诲为哺乳;由其途则通,乖其路则滞。游心极视,不睹其外;终年驰骋,思不出位。聚族献议,唯学为贵。执书擿 张燮本作摘 句,俯仰咨嗟。使服膺其言,以为荣华。故吾子谓六经为太阳,不学为长夜耳。今若以明 黄汪本字阙,程本作塾,二张本作讲 堂为丙舍,以讽诵为鬼语,以六经为芜秽,以仁义为臭腐,睹文籍则目瞧,修揖让则变伛,袭章服则转筋,谭礼典则齿龋;于是兼而弃之,与万物为更始,则吾子虽好学不倦,犹将阙焉。则向之不学,未必为长夜;六经未必为太阳也。俗语云:乞儿不辱马医,若遇上古 各本讹有 无文之治 各本讹始 ,可不学而获安,不懃 各本作勤 而得志;则何求于六经,何欲于仁义哉?以此言之:则今之学者,岂不先计而后学邪?苟计而后动,则非自然之应也。子之云云,恐故得昌蒲葅耳。

【第十卷】




【太师箴】



浩浩太素,阳曜阴凝:二仪陶化,人伦肇兴。爰 各本作厥 初冥昧,不虑不营。欲以物开,患以事成。犯机触害,智不救生。宗长归仁,自然之情。故君道因 各本作自 然,必托贤明。芒芒 各本作茫茫 在昔,罔或不宁。华 各本作赫 胥既往,绍以皇羲。默静无文,大朴未亏。万物熙熙,不夭不离。降 各本作爰 及唐虞,犹笃其绪。体资易简,应天顺矩。褐其裳,土木其宇。物或失性,惧若在予。畴咨熙载,终禅舜禹。夫统之者劳,仰之者逸。至人重身,弃而不恤。故子州称疾 各本作疚 ;石户乘桴;许由鞠躬,辞长九州。先王仁爱,愍世忧时;哀万物之将颓,然后莅之。下逮德衰,大道沉沦。智惠 张溥本作慧 日用,渐私其亲。惧物乖离,攘臂立仁 黄汪张溥本作擘□□仁,程本作擘义去仁。张燮本作□□擘仁 。名利 各本作利巧 愈竞,繁礼屡陈。刑教争驰 各本作施 ,夭性丧真。季世陵迟,继体承资。凭尊恃势,不友不师。宰割天下,以奉其私。故君位益侈,臣路生心。竭智谋国,不吝灰沉。赏罚虽存,莫劝莫禁。若乃骄盈肆志,阻兵擅权。矜威纵虐,祸崇 各本作蒙 丘山。刑本惩暴,今以胁贤。昔为天下,今为一身。下疾其上,君猜其臣。丧乱弘多,国乃陨颠。故殷辛不道,首缀素旗;周朝败度,彘人是谋。楚灵极暴,乾溪溃叛;晋厉残虐,栾书作难。主父弃礼,胎不宰;秦皇荼毒,祸流四海。是以亡国继踵,古今相承。丑彼摧 原作催。据张燮本改。他本讹权 灭,而袭其亡征。初安若山,后败如崩。临刃振锋,悔何所增。故居帝王者,无曰我尊,慢尔德音;无曰我强,肆于骄淫。弃彼佞幸,纳此遌颜。谀言顺耳,染德生患。悠悠庶类,我控我告。唯贤是授,何必亲戚?顺乃造好,民实肯 各本作胥 效。治乱之源,岂无昌教?穆穆天子,思闻 各本作问 其。虚心导人,允求傥言。师臣司训,敢献 黄本作告 在前。




【家诫】

Abhandlung über Klarheit und Entschlossenheit

„Wenn man die Grundlagen des Wesens und der Gemütsart ergründen will, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausarbeiten, dann muss man dem Ursprung bis zum Anfang folgen und die Verteilung der Lebensenergie zurückverfolgen. Dem Anfang folgen und das Ende ergründen — nur so vermeidet man Widersprüche. Nun aber willst du die ursprüngliche Einheit beiseitelegen und nur das Sichtbare aufsammeln — das ist, als liebte man die einzelnen Maschen des Netzes und verabscheute den leitenden Faden.“

Natürliche Begabung zum Lernen

Die Gefühle des Menschen — Freude, Zorn, Trauer, Lust, Liebe, Hass, Begierde und Furcht — sind ihm von Natur gegeben. Wenn man sein Ziel erreicht, freut man sich; wird man beleidigt, zürnt man; bei Trennung trauert man; hört man Harmonie, freut man sich; bei Zeugung liebt man; wird man vom Guten abgebracht, hasst man; bei Hunger begehrt man zu essen; unter Zwang fürchtet man sich. Diese acht Dinge braucht man nicht zu lehren — sie sind angeboren. In der Sprache der Abhandlung: Das ist die Natur.

Das Volk liebt Sicherheit und hasst Gefahr, liebt Ruhe und hasst Mühsal. Wird es nicht gestört, erfüllen sich seine Wünsche; wird es nicht bedrängt, folgt es seinem Willen. In der Urzeit der großen Einfachheit herrschten die Fürsten ohne Prunk, und das Volk kannte keinen Wettstreit; alles war ganz und in Ordnung, jeder war mit sich zufrieden. Satt schlief man ein, hungrig suchte man Nahrung. Fröhlich trommelte man sich auf den Bauch, ohne zu wissen, dass dies das Zeitalter der höchsten Tugend war.

Siebtes Kapitel

Abhandlung zur Widerlegung der natürlichen Neigung zum Lernen

Zehntes Kapitel

Ermahnung an den Großen Meister

Hausregeln

人无志,非人也。但君子用心,所 《类聚》二十三引作有所 欲准行。自当量其善者,必拟议而后动。若志 《类聚》作心 之所之,则口与心誓,守死无贰 各本作二 。耻躬不逮,期于必济。若心疲体解 张燮本作懈 ,或牵于外物,或累于内欲;不堪近患,不忍小情,则议于去就。议于去就,则二心交争。二心交争,则向所以 各本字无 见役之情胜矣。或有中道而废,或有不 《类聚》作未 成一匮 《类聚》二字无 而败之 张燮本字无,《类聚》同 。以之守则不固,以之攻则怯弱。与之誓则多违,与之谋则善泄。临乐则肆情,处逸则极意。故虽荣华熠耀 张燮本作熠。《类聚》同 ,无结秀之勋;终年之勤,无一旦之功。斯君子所以叹息也。若夫申胥之长吟,夷叔 各本作齐。旧校同。《类聚》与此合 之全洁,展季之执信,苏武之守节;可谓固矣。故以无心守之,安而体之,若自然也。乃是守志之盛者 各本者下有可字,盖衍,《类聚》引无 耳 《类聚》作也 。所居长吏,但宜敬之而已矣;不当极亲密,不宜数往;往 旧校作来意改 当有时。其有 各本字夺 众人,又不当独在后 各本六字夺。旧校亦删 ,又不当宿 各本宿下有留字。旧校亦加 。所以然者,长吏喜问外事,或时发举,则怨 各本怨下有或字,盖衍,旧校亦加 者谓人所说,无以自免也。若行寡言,慎备自守,则怨责之路解矣。其立身当清远。若有烦辱,欲人之尽命 已上十七字原钞夺。据各本及旧校加 ,托人之请求;则当谦言 各本字无 辞 黄汪张燮本辞下空一字。程本作揖。张溥本作逊 谢。其素不豫此辈事,当相亮耳。若有怨急,心所不忍,可外违拒,密为济之。所以然者,上远宜适之几;中绝常人淫辈之求,下全束修无累 各本作玷 之称;此又秉志之一隅也。凡行事先自审其可:若 各本作不差二字 于宜,宜行此事,而人欲易之,当说宜易之理。若使彼语殊佳者,勿羞折遂非也。若其理不足,而更以情求来守。人虽复云云,当坚执所守;此又秉志之一隅也。不须行小小束修之意气,若见穷乏,而有可以赈济者,便见义而作。若人从我有所求欲者,先自思省:若有所损废多,于今日所济之义少,则当权其轻重而距 各本作拒 之。虽复守辱不已,犹当绝之。然大率人之告求,皆彼无我有。故来求我,此为与之多也。自不如此,而为轻竭。不忍面言,强副小情。未为有志也。夫言语,君子之机,机动物应;则是非之形著矣。故不可不慎。若于意不善了,而本意欲言,则当惧有不了之失。且权忍之。已 各本字无 后视向不言此事,无他不可,则向言或有不可;然则能不言,全得其可矣。且俗人传吉迟,传 三字原夺。据各本及旧校加 凶疾,又好议人之过阙,此常人之议也。坐中 各本作言 所言,自非高议。但是动静消息,小小异同,但当高视,不足和答也。非义不言,详静敬道,岂非寡悔之谓?人有相与变争,未知得失所在,慎勿豫之 各本豫作预。无之字 也。且默以观之,其是 各本字夺 非行自可见。或有小是不足是,小非不足非;至竟可不言以待之。就有人问者,犹当辞以不解。近论议亦然。若会酒坐,见人争语,其形势似欲转盛,便当无何 二字各本作亟。《御览》四百九十六引无 舍去之 《御览》字无 。此将 《御览》字无 斗之兆也。坐视必见曲直,傥 各本作党 不能不有言,有言必是在一人;其不是者,方自谓为直,则谓曲我者有私于彼,便怨恶之情生矣;或便获悖辱之言。正坐视之,大 疑当作失 见是非,而争不了,则仁而无武,二 各本作于 义无可,故 黄汪二张本字无 当远之也。然大都 黄汪程张溥本二字到 争讼者,小人耳。正复有是非,共济汗漫,虽胜何足称哉?就不得远,取醉为佳。若意中偶有所讳,而彼必欲知者,若守 各本守下有大字 不已,或劫以鄙情,不可惮此小辈,而为所搀 黄本作挽 。引以尽其言。今正坚语,不知不识,方为有志耳。自非知旧邻比,庶几以下,欲请呼者,当辞以他故,勿往也。外荣华则少欲,自非至急,终无求欲;上美也。不须作小小卑恭,当大谦裕;不须作小小廉耻,当全大让。若临朝让官,临义让生,若孔文举求代兄死,此忠臣烈士之节。凡人自有公私;慎勿强知人知。彼知我知之,则有忌于我。今知而不言,则便是不道义正之。何者?君子不容伪薄之言故也。及 各本字无 一旦事败,便言某甲昔知吾事,是 黄汪二张本字夺 以宜备之深也。凡人私语,无所不有,宜预以为意,见之而走 各本走下有者何哉三字。旧校亦加 。或偶知其私事,与同则不可,不同则彼恐事泄,思害人以灭迹也。非意所钦重者,而来戏调蚩笑友 各本字无 人之阙者,但莫应,从小共转至于不共;亦勿大求 各本作冰 矜趋,以不言答之。势不得久 黄汪本讹人 ,行自止也,自非 各本非下有所字 监临相与,无他宜适。有壶榼之意,束修之好,此人道所通,不须逆也。过此以往,自非通穆。匹帛之馈,车服之赠,当深绝之。何者?人皆薄义而重利,今以自竭者,必有为而作,损 各本作鬻 货徼欢,施而求报,其俗人之所甘愿,而君子之所大恶也 此下黄二张本空七字。汪程本空十三字 。又慎 各本讹愦 不须离楼 各本讹搂 ,强劝人酒。不饮自已;若人来劝已辄当为持之,勿稍 各本作诮下,又有勿字 逆也。见醉熏熏 各本作薰薰 便止,慎不当至困醉,不能自裁也。




【嵇康集跋】



《中散集》十卷,吴匏庵先生家抄本,卷中讹误之字,皆先生亲手改定。自板本盛,而人始不复写书;即有书,不知较雠,与无书等。只供蠹损浥烂耳。观前贤于书籍用心,不苟如此,又可凭以证他本之失也。庚子六月入伏日记于顾南原之味道轩。




【乾隆戊子冬日得于吴门汪伯子家。张燕昌。】



六朝人集,存者寥寥。苟非善本,虽有如无。此《嵇康集》十卷,为丛书堂钞本。且匏庵手自雠校,尤足宝贵。历览诸家书目,无此集。宋刻,则旧钞为尚矣。余得此于知不足斋,渌饮年老患病,思以去书为买参之资。去冬,曾作札询其旧藏残本《元朝秘史》,今果寄余;并以此集及元刻《契丹国志》,活本《范石湖集》为副。余赠之番饼四十枚。闲窗展玩,因记数语于此。观张芑堂征君跋,知此书旧出吴门,而时隔卅九年,又归故土。物之聚散,可惧可喜!特未知汪伯子为谁何耳。嘉庆丙寅寒食日,晨雨小润,夜风息狂。荛翁书。


四月望后一日,香严周丈,借此校黄省曾本,云是本胜于黄刻多矣。余家亦有黄刻,暇日当取校也。前不知汪伯子为谁何,今从他处记载,知其人乃浙籍,而寄居吴门者。家饶富,喜收藏骨董。郡先辈如李克山,惠松厓,皆尝馆其家;则又好文墨者也。是书之出于其家,固宜。后人式微,物多散佚,可慨已!然使后人得其物,而思其人,俾知爱素好古,昔有其人。犹胜于良田良产,转徙他室;数十百年后,名字翳如,不更转悲为喜乎?伯子号念贻云。余友朱秋厓乃其内侄也,故稔知之。荛翁又记。


是书余用别本手校副本备阅,于丁卯岁为旧时酉宾顾某借去,久假不归,遂致案头无副,殊为可惜。顷因启厨见此,复跋数语;俾知此本外,尚有余校本留于他所也。癸酉五月廿有六日复翁记。其去得书之日,已八阅岁矣。




【跋】



右《嵇康集》十卷,从明吴宽丛书堂钞本写出,原钞颇多讹,经二三旧校,已可籀读。校者一用墨笔,补阙及改字最多。然删易任心,每每涂去佳字。旧跋谓出吴匏庵手,殆不然矣。二以朱校,一校新,颇谨慎不苟。第所是正,反据俗本。今于原字校佳及义得两通者,仍依原钞,用存其旧。其漫灭不可辨认者,则从校人,可惋惜也。细审此本,似与黄省曾所刻同出一祖。惟黄刻帅意妄改,此本遂得稍稍胜之。然经朱墨校后,则又渐近黄刻。所幸校不甚密,故留遗佳字尚复不少。中散遗文,世间已无更善于此者矣。癸丑十月二十日周树人镫下记。




【嵇康集逸文考】



嵇康《游仙诗》云:翩翩凤辖,逢此网罗。 《太平广记》四百引《续齐谐记》 


嵇康有《白首赋》。 《文选》二十三谢惠连《秋怀诗》李善注 


嵇康《怀香赋》序曰:余以太簇之月,登于历山之阳,仰眺崇冈,俯察幽坂,乃睹怀香生蒙楚之间;曾见斯草,植于广厦之庭,或被帝王之囿;怪其遐弃,遂迁而树于中唐。华丽则殊采阿那,芳实则可以藏书。又感其弃本高崖,委身阶庭,似傅说显殷,四叟归汉,故因事义赋之。 《艺文类聚》八十一。案:《太平御览》九百八十三引嵇含《槐香赋文》与此同。《类聚》以为康作非也。严可均辑《全三国文》据《类聚》录之,张溥本亦存其目,并误 


嵇康《酒赋》云:重酎至清,渊凝冰洁,滋液兼备,芬芳□□。 《北堂书钞》一百四十八。案:同卷又引嵇含《酒赋》云浮螘萍连醪华鳞设。疑此四句亦嵇含


之文 


嵇康《蚕赋》曰:食桑而吐丝,前乱而后治。 《太平御览》八百十四 


嵇康《琴赞》云:懿吾雅器,载璞灵山。体具德真,清和自然。澡以春雪,淡若洞泉。温乎其仁,玉润外鲜。昔在黄农,神物以臻。穆穆重华,托心五弦 托心《书钞》作记以,据《初学记》十六引改 。闲邪纳正,亹亹其仙。宣和养气 《初学记》十六两引一作素 ,介乃遐年。 《北堂书钞》一百九 


嵇康《太师箴》曰:若会酒坐,见人争语,其形势似欲转盛,便当舍去,此斗之兆也。 《太平御览》四百九十六。严可均曰此疑是序,未敢定之。今案:此《家诫》也,见本集第十卷,《御览》误题尔 


嵇康《灯铭》:肃肃宵征,造我友庐,光灯吐耀,华缦长舒。 见《全三国文》,不著所出。今案:《杂诗》也,见本集第一卷,亦见《文选》 


《嵇康集目录》 《世说》注。《御览》引作《嵇康集》序 曰:孙登者,字公和,不知何许人,无家属,于汲县北山土窟中得之。夏则编草为裳,冬则被发自覆,好读《易》,鼓一弦琴,见者皆亲乐之。每所止家,辄给其衣服饮食,得无辞让。 《魏志·王粲传》注。《世说新语·栖逸篇》注。《御览》二十七又九百九十九 


《嵇康文集录》注曰:河内山嵚,守颍川,山公族父。 《文选》嵇叔夜《与山巨源绝交书》李善注 


《嵇康文集录》注曰:阿都,吕仲悌,东平人也。 同上 




【嵇康集著录考】



《隋书·经籍志》 :魏中散大夫《嵇康集》十三卷。 梁十五卷,录一卷 


《唐书·经籍志》:《嵇康集》十五卷。


《新唐书·艺文志》:《嵇康集》十五卷。


《宋史·艺文志》:《嵇康集》十卷。


《崇文总目》:《嵇康集》十卷。


郑樵《通志·艺文略》:魏中散大夫《嵇康集》十五卷。


晁公武《郡斋读书志》:《嵇康集》十卷。右魏嵇康叔夜也。谯国人。康美词气,有丰仪,不事藻饰。学不师受,博览该通。长好老庄,属文玄远。以魏宗室婚,拜中散大夫。景元初,钟会谮于晋文帝,遇害。


尤袤《遂初堂书目》:《嵇康集》。


陈振孙《直斋书录解题》:《嵇中散集》十卷,魏中散大夫谯嵇康叔夜撰。本姓奚,自会稽徙谯之铚县稽山,家其侧,遂氏焉。取稽字之上,志其本也。所著文论六七万言,今存于世者,仅如此。《唐志》犹有十五卷。


马端临《文献通考·经籍考》 :《嵇康集》十卷。 案:下全引晁氏《读书志》、陈氏《解题》,并已见 


杨士奇《文渊阁书目》:《嵇康文集》。 一部一册阙 


叶盛《竹堂书目》:《嵇康文集》一册。


焦竑《国史经籍志》:《嵇康集》十五卷。


钱谦益《绛云楼书目》:《嵇中散集》二册。 陈景云注云十卷,黄刻佳 


钱曾《述古堂藏书目》:《嵇中散集》十卷。

Hausregeln (Fortsetzung)

Ein Mensch ohne Vorsatz ist kein wahrer Mensch. Doch der Edle muss bei dem, was sein Herz anstrebt, genau abwägen. Er soll das Gute bemessen und erst nach reiflicher Überlegung handeln. Hat er sich einmal entschieden, so schwört er sich selbst einen Eid und hält daran bis in den Tod fest, ohne jemals wankelmütig zu werden. Er schämt sich, wenn seine Taten seinen Worten nicht entsprechen, und ist entschlossen, sein Ziel um jeden Preis zu erreichen. Wird sein Herz müde und sein Körper schlaff, wird er von äußeren Dingen abgelenkt oder von inneren Begierden belastet, dann schwankt er zwischen Bleiben und Gehen. Schwankt er aber, so kämpfen zwei Herzen in ihm. Und kämpfen zwei Herzen, so verblasst, was er zuvor als gut erkannt hatte.

Die zehnbändige Sammlung des Ji Kang ist eine Handschrift aus der Bibliothek des Paoan-Meisters Wu, in der Meister Wu selbst die fehlerhaften Zeichen mit eigener Hand korrigiert hat. Seit dem Aufkommen des Buchdrucks schreiben die Menschen keine Bücher mehr von Hand ab; und selbst wenn sie es tun, prüfen sie den Text nicht sorgfältig — es ist kaum besser, als hätten sie gar keine Bücher. Wenn man sieht, mit welcher Sorgfalt die früheren Gelehrten ihre Bücher behandelten, kann man daran auch die Fehler anderer Ausgaben erkennen.

Nachwort zur Sammlung des Ji Kang

Von den Sammlungen aus der Zeit der Sechs Dynastien sind nur wenige erhalten. Ohne gute Ausgaben sind selbst die vorhandenen nutzlos. Diese zehnbändige Sammlung des Ji Kang ist eine Abschrift aus der Bibliothek Congshu-tang. Zudem hat Meister Wu sie eigenhändig kollationiert, was sie besonders kostbar macht. In den verschiedenen Bibliographien findet sich diese Sammlung nicht. Da es keinen Songdruck gibt, ist die alte Handschrift umso wertvoller.

Textkritische Untersuchung verlorener Texte aus der Sammlung des Ji Kang

Bibliographische Untersuchung der Überlieferung der Sammlung des Ji Kang

《四库全书总目》:《嵇中散集》十卷 两江总督采进本 。旧本题晋嵇康撰。案:康为司马昭所害,时当涂之祚未终,则康当为魏人,不当为晋人,《晋书》立传,实房乔等之舛误。本集因而题之,非也。《隋书·经籍志》载康文集十五卷。新旧《唐书》并同。郑樵《通志略》所载卷数,尚合。至陈振孙《书录解题》,则已作十卷。且称康所作文论,六七万言。其存于世者,仅如此。则宋时已无全本矣。疑郑樵所载亦因仍旧史之文,未必真见十五卷之本也。王楙《野客丛书》 见卷八 注云:嵇康传曰,康喜谈名理,能属文,撰《高士传赞》,作《太师箴》,《声无哀乐论》,余 明刻本《野客丛书》作仆 得毘陵贺方回家所藏缮写《嵇康集》十卷,有诗六十八首,今《文选》所载 有康诗二字 ,才三数首。《选》惟载康《与山巨源绝交书》一首,不知又有《与吕长悌绝交》一书。《选》惟载《养生论》一篇,不知又有《与向子期论养生难答》一篇,四千余言,辨论甚悉。《集》又有《宅无吉凶摄生论难》上、中、下三篇,《难张辽》 辽下尚有一字已泐 。《自然好学论》一首,《管蔡论》、《释私论》、《明胆论》等文。其词旨玄远,率根于理,读之可想见当时之风致。 文下有此十九字 ,《崇文总目》谓:《嵇康集》十卷,正此本尔。唐《艺文志》谓:《嵇康集》十五卷,不知五卷谓何?观楙所言,则樵之妄载,确矣。此本凡诗四十七篇,赋一篇,杂著二篇,论九篇,箴一篇,家诫一篇,而杂著中《嵇荀录》一篇,有录无书,实共诗文六十二篇。又非宋本之旧,盖明乙酉吴县黄省曾所重辑也。杨慎《丹铅总录》尝辨阮籍卒于康后,而世传籍碑为康作,此本不载此碑,则其考核犹为精审矣。


《四库简明目录》:《嵇中散集》十卷,魏嵇康撰,《晋书》为康立传,旧本因题曰:晋者,缪也。其集散佚,至宋仅存十卷。此本为明黄省曾所编,虽卷数与宋本同,然王楙《野客丛书》称:康诗六十八首,此本仅诗四十二首,合杂文仅六十二首,则又多所散佚矣。


朱学勤《结一庐书目》:《嵇中散集》十卷。 计一本。魏嵇康撰。明嘉靖四年黄氏仿宋刊本 


洪颐煊《读书丛录》:《嵇中散集》十卷。每卷目录在前,前有嘉靖乙酉黄省曾序,《三国志·邴原传》裴松之注:张貔父字叔辽,《自然好学论》,在《嵇康集》。今本亦有此篇。又诗六十六首,与王楙《野客丛书》本同,是从宋本翻雕,每叶廿二行,行廿字。


钱泰吉《曝书杂记》:平湖家梦庐翁天树,笃嗜古籍,尝于张氏爱日精庐藏书眉间记其所见,犹随斋批注《书录解题》也。余曾手钞。翁下世已有年,平生所见当不止此,录之以见梗概。《嵇中散集》余昔有明初钞本,即《解题》所载本,多诗文数首,此或即明黄省曾所集之本欤。


莫友芝《郘亭知见传本书目》:《嵇中散集》十卷,魏嵇康撰。 明嘉靖乙酉黄省曾仿宋本,每叶二十二行,行二十字,板心有南星精舍四字。程荣校刻本。 汪士贤本。《百三名家集》本一卷。《乾坤正气集》本。 静持室有顾沅以吴匏庵钞本校于汪本上。


江标丰顺丁氏《持静斋书目》:《嵇中散集》十卷,明汪士贤刊本。康熙间,前辈以吴匏庵手抄本详校,后经藏汪伯子、张燕昌、鲍渌饮、黄荛圃、顾湘舟诸家。


缪荃孙《清学部图书馆善本书目》:《嵇康集》十卷,魏嵇康撰。明吴匏庵丛书堂钞本,格心有丛书堂三字,有陈贞莲书画记,朱方格界格方印。


陆心源《皕宋楼藏书志》:《嵇康集》十卷 旧钞本 。晋嵇康撰 案:此下原本全录顾氏记及荛翁三跋,并已见 。余向年知王雨楼表兄家藏《嵇中散集》,乃丛书堂校宋抄本,为藏书家所珍秘,从士礼居转归雨楼。今乙未冬,向雨楼索观,并出副录本见示。互校,稍有讹脱,悉为更正。朱改原字上者抄人所误。标于上方者,己意所随正也。还书之日,附志于此。道光十五年十一月初九日妙道人书。案:魏中散大夫《嵇康集》,《隋志》十三卷,注云:梁有十五卷,录一卷。新旧《唐志》,并作十五卷,疑非其实。《宋志》及晁陈两家并十卷,则所佚又多矣。今世所通行者,惟明刻二本。一为黄省曾校刊本,一为张溥《百三家集》本。张本增多《怀香赋》一首,及原宪等赞六首,而不附赠答论难诸原作。其余大略相同。然脱误并甚,几不可读。昔年曾互勘一过,而稍以《文选》《类聚》诸书参校之,终未尽善。此本从明吴匏庵丛书堂抄宋本过录。其传钞之误,吴君志忠已据钞宋原本校正。今朱笔改者,是也。余以明刊本校之,知明本脱落甚多。《答难养生论》“不殊于榆柳也”,下脱“然松柏之生,各以良殖遂性,若养松于灰壤”三句。《声无哀乐论》“人情以躁静”下,脱“专散为应,譬犹游观于都肆,则目滥而情放。留察于曲度,则思静”二十五字。《明胆论》“夫惟至”下,脱“明能无所惑至胆”七字。《答释难宅无吉凶摄生论》:“为卜无所益也”下,脱“若得无恙为相败于卜,何云成相邪”二句。末脱“若所不知”下,脱“者众,此较通世之常滞,然智所不知”十四字。及“不可以妄求也”脱“以”字,误“求”为“论”,遂至不成文义。其余单辞只句,足以校补误字缺文者,不可条举。书贵旧抄,良有以也。


祁承《淡生堂书目》:《稽中散集》三册 十卷稽康 ,《稽中散集略》一册。 一卷 


孙星衍《平津馆鉴藏记》:《嵇中散集》十卷。每卷目录在前,前有嘉靖乙酉黄省曾序。称校次瑶编,汇为十卷,疑此本为黄氏所定。然考王楙《野客丛书》,已称得毘陵贺方回家所藏缮写十卷本,又诗六十六首。与王楙所见本同。此本即从宋本翻雕,黄氏序文,特夸言之耳。每叶廿二行,行廿字,板心下方有南星精舍四字。收藏有世业堂印。白文方印。绣翰斋朱文长方印。


赵琦美《脉望馆书目》:《嵇中散集》二本。 赵书后归绛云楼 


高儒《百川书志》:《嵇中散集》十卷。魏中散大夫,谯人嵇康叔夜撰。诗四十七,赋十三,文十五,附四。

【鲁迅全集•第十二卷】


一个青年的梦


与支那未知的友人


自 序


一个青年的梦(四幕)


序 幕


第一幕


第二幕


第三幕


第四幕 (戏棚。)



后记



爱罗先珂童话集



狭的笼








鱼的悲哀







池边


雕的心







春夜的梦










古怪的猫


两个小小的死






为人类











世界的火灾





爱字的疮





小鸡的悲剧





红的花


第一部曲


第二部曲


第三部曲


结末



时光老人






忆爱罗先珂华希理君 〔附〕



桃色的云



读了童话剧“桃色的云”


桃色的云(三幕)


第一幕


第一节


第二节


第三节


第四节


第五节


第六节


第七节


第八节


第九节



第二幕


第一节


第二节


第三节


第四节


第五节


第六节


第七节


第八节



第三幕


第一节


第二节


第三节


第五节


第六节



记剧中人物的译名

【序】



爱罗先珂君的创作集第二册是《最后的叹息》,去年十二月初由丛文阁在日本东京出版,内容是这一篇童话剧《桃色的云》,和两篇短的童话,一曰《海的王女和渔夫》,一曰《两个小小的死》。那第三篇,已经由我译出,于今年正月间绍介到中国了。


然而著者的意思却愿意我早译《桃色的云》,因为他自己也觉得这一篇更胜于先前的作品,而且想从速赠与中国的青年。但这在我是一件烦难事。日本语原是很能优婉的,而著者又善于捉住他的美点和特长,这就使我很失了传达的能力。可是延到四月,为要救自己的爽约的苦痛计,也终于定下开译的决心了,而又正如豫料一般,至少也毁损了原作的美妙的一半,成为一件失败的工作;所可以自解者,只是“聊胜于无”罢了。惟其内容,总该还在,这或者还能够稍慰读者的心罢。


至于意义,大约是可以无须乎详说的。因为无论何人,在风雪的呼号中,花卉的议论中,虫鸟的歌舞中,谅必都能够更洪亮的听得自然母的言辞,更锋利的看见土拨鼠和春子的运命。世间本没有别的言说,能比诗人以语言文字画出自己的心和梦,更为明白晓畅的了。


在翻译之前,承S.F君借给我详细校过豫备再版的底本,使我改正了许多旧印本中错误的地方;翻译的时候,SH君又时时指点我,使我懂得许多难解的地方;初稿印在《晨报副镌》上的时候,孙伏园君加以细心的校正;译到终结的时候,著者又加上四句白鹄的歌,使这本子最为完全;我都很感谢。


我于动植物的名字译得很杂乱,别有一篇小记附在卷尾,是希望读者去参看的。


一九二二年七月二日重校毕,并记。

【鲁迅全集•第十三卷】




苦闷的象征


引言


第一 创作论


一 两种力


二 创造生活的欲求


三 强制压抑之力


四 精神分析学


五 人间苦与文艺


六 苦闷的象征



第二 鉴赏论


一 生命的共感


二 自己发见的欢喜


三 悲剧的净化作用


四 有限中的无限


五 文艺鉴赏的四阶段


六 共鸣底创作



第三 关于文艺的根本问题的考察


一 为豫言者的诗人


二 理想主义与现实主义


三 短篇项链


四 白日的梦


五 文艺与道德


六 酒与女人与歌



第四 文学的起源


一 祈祷与劳动


二 原人的梦



后记


附录


项链 法国 摩泊桑 著 常惠 译




出了象牙之塔


题卷端


出了象牙之塔


一 自己表现


二 Essay


三 Essay与新闻杂志


四 缺陷之美


五 诗人勃朗宁


六 近代的文艺


七 聪明人


八 呆子


九 现今的日本


十 俄罗斯


十一 村绅的日本呀


十二 生命力


十三 思想生活


十四 改造与国民性


十五 诗三篇


十六 尚早论



观照享乐的生活


一 社会新闻


二 观照云者


三 享乐主义


四 人生的享乐


五 艺术生活



从灵向肉和从肉向灵







艺术的表现


游戏论





描写劳动问题的文学


一 问题文艺


二 英吉利文学


三 近代文学,特是小说


四 描写同盟罢工的戏曲



为艺术的漫画

Aus dem Gesamtkatalog der Siku quanshu: Die Sammlung des Ji Kang, Zhongsan-Zerstreuter, in zehn Bänden (eingereichtes Exemplar des Generalgouverneurs beider Jiangprovinzen). Der alte Titel nennt als Verfasser Ji Kang aus der Jin-Dynastie. Doch da Ji Kang von Sima Zhao getötet wurde, als das Mandat der Wei noch nicht erloschen war, muss Ji Kang als Mann der Wei gelten, nicht der Jin. Dass die Jin-Geschichte ihm ein Kapitel widmete, war ein Fehler von Fang Qiao und anderen. Dass die vorliegende Sammlung diesen Titel übernahm, ist falsch. Die Bibliographie des Sui-shu verzeichnet fünfzehn Bände der Sammlung Ji Kangs. Die alte und neue Tang-Geschichte stimmen darin überein. Auch Zheng Qiaos Tongzhi lue gibt dieselbe Bandanzahl an. Erst bei Chen Zhengsuns Shulu jieti sind es nur noch zehn Bände.

Aus dem Kurzverzeichnis der Siku: Die Sammlung des Ji Kang, Zhongsan-Zerstreuter, in zehn Bänden. Verfasser: Ji Kang aus der Wei-Dynastie. Dass die Jin-Geschichte ihm ein Kapitel gab und die alte Ausgabe ihn als Mann der Jin bezeichnete, ist irrig. Seine Sammlung ist im Laufe der Zeit zum größten Teil verloren gegangen; zur Song-Zeit waren nur noch zehn Bände erhalten. Die vorliegende Ausgabe wurde von Huang Shengzeng in der Ming-Zeit zusammengestellt. Obgleich die Bandanzahl mit der Song-Ausgabe übereinstimmt, enthält sie laut Wang Mao im Yeke congshu nur zweiundvierzig Gedichte und zusammen mit den Prosatexten nur zweiundsechzig Stücke — es fehlt also vieles.

Aus dem Buchverzeichnis des Zhu Xueqin (Jieyilu shumu): Die Sammlung des Ji Kang, Zhongsan-Zerstreuter, in zehn Bänden. Ein Band. Verfasser: Ji Kang aus der Wei-Dynastie. Ming-Druck nach dem Song-Original aus dem vierten Jahr der Jiajing-Ära, von der Familie Huang.

Lu Xun Gesamtausgabe, Band 12

Vorwort

Lu Xun Gesamtausgabe, Band 13

一 对于艺术的蒙昧


二 漫画式的表现


三 艺术史上的漫画


四 现代的漫画


五 漫画的鉴赏



现代文学之主潮




从艺术到社会改造


一 摩理思之在日本


二 迄于离了象牙之塔


三 社会观与艺术观


四 为诗人的摩理思


五 研究书目



后记



思想·山水·人物


题记


序言


断想


一 落日


二 毕德




三 麦唐纳


四 迪式来黎


五 费厄泼赖


六 有幸的国度


七 古今千年


八 威尔逊之死


九 他的随笔


十 政治和幽默


十一 大亚美利加人历


十二 亚诺德


十三 穆来


十四 爽朗的南人


十五 他的女性观


十六 培约德论


十七 新时代的开幕


十八 拉孚烈德


十九 使英国伟大的力


二十 女王的盛世


二一 菲宾协会生


二二 惠勃


二三 萧


二四 威尔士


二五 吃着烙鸡子


二六 滔纳


二七 政治是从利权到服务



专门以外的工作












十一



徒然的笃学




人生的转向


自以为是










书斋生活与其危险





读书的方法












论办事法


往访的心


一 旅行上


二 旅行下


三 旅行的收获


四 达庚敦


五 拿破仑的房屋


六 威尔逊的秘书


七 雨的亚德兰多


八 拉孚烈德


九 新渡户先生上


十 新渡户先生下



指导底地位的自然化








读的文章和听的文字





所谓怀疑主义者





闲谈


善政和恶政


说幽默











说自由主义












十一



旧游之地


一 爱德华七世街上


二 爱德华七世街下


三 凯存街的老屋


四 蒙契且罗的山庄


五 司坦敦的二楼


六 滑铁卢的狮子


七 兑勒孚德的立像



北京的魅力


一 暴露在五百年的风雨中


二 皇宫的黄瓦在青天下


三 驴儿摇着长耳朵


四 到死为止在北京


五 骆驼好象贵族


六 珠帘后流光的眸子



说旅行






纽约的美术村

【鲁迅全集•第十五卷】


近代美术史潮论


序言


一 民族与艺术意欲





二 法兰西大革命直前的美术界


三 古典主义的主导作家


a 大辟特的生涯与其事业


b 凯思典斯的生涯及其历史底使命



四 罗曼谛克思潮和绘画


a 藉里珂和陀拉克罗亚


b 德意志罗曼谛克和珂内留斯


c 异乡情调和故事



五 历史底兴味和艺术


a 历史画家


b 艺术上的新机运和雕刻


c 历史趣味和建筑



六 从罗曼谛克到印象派的风景画


a 风景画的理想化


b 穆纳和印象派



七 写实主义与平民趣味


a 果尔培和赉不勒


b 都人所画的风俗画和村人所画的风俗画


c 凯尔波和绵尼



八 理想主义与形式主义


a 罗丹的巴尔札克和克林该尔的贝多芬


b 沙樊和玛来斯


c 迈约尔和希勒兑勃兰特



九 最近的主导倾向


a 法兰西


b 北方系统的先驱者和德意志


c 意太利和俄罗斯




艺术论




小序


原序


一 艺术与社会主义


二 艺术与产业


三 艺术与阶级


四 美及其种类




五 艺术与生活





美学是什么?

【鲁迅全集•第十六卷】


壁下译丛


小引


思索的惰性 片山孤村


自然主义的理论及技巧 片山孤村


表现主义 片山孤村


小说的浏览和选择 拉斐勒·开培尔




东西之自然诗观 厨川白村







西班牙剧坛的将星 厨川白村


一 罗曼底


二 西班牙剧


三 培那文德


四 戏曲二篇



从浅草来 岛崎藤村


在卢梭“自白”中所发见的自己




青年的书


新生


密莱的话


单纯的心


一日


可怜者


言语


专门家


泪与汗


伊孛生的足迹


批评


秋之歌


Life


生活


爱憎


生的跳跃


历史



思想


社会


静物的世界


自由



虚伪的快感


东坡的晚年


人生的精髓



生艺术的胎 有岛武郎


卢勃克和伊里纳的后来 有岛武郎


伊孛生的工作态度 有岛武郎


关于艺术的感想 有岛武郎


宣言一篇 有岛武郎


以生命写成的文章 有岛武郎


凡有艺术品 武者小路实笃


在一切艺术 武者小路实笃


文学者的一生 武者小路实笃




论诗 武者小路实笃


新时代与文艺 金子筑水


第一


第二



北欧文学的原理 片上伸


阶级艺术的问题 片上伸










“否定”的文学 片上伸







艺术的革命与革命的艺术 青野季吉







关于知识阶级 青野季吉


现代文学的十大缺陷 青野季吉


最近的戈理基 昇曙梦












译丛补


一篇很短的传奇 俄国 迦尔洵


罗曼罗兰的真勇主义 日本 中泽临川,生田长江


一 罗曼罗兰这人


二 “培多芬”


三 真实与爱


四 战斗的福音


五 “约翰克里斯托夫”


六 永久地战斗的自由意志



小儿的睡相 日本 有岛武郎


巴什庚之死 俄国 阿尔志跋绥夫


运用口语的填词 日本 铃木虎雄


更漏子 唐 温庭筠


卜算子 黄庭坚


少年心


沁园春


红窗迥 周邦彦


玉抱肚 杨旡咎



信州杂记 苏联 毕勒涅克


苏维埃联邦从Maxim Gorky期待着什么?


贵家妇女 苏联 淑雪兼珂


捕狮 法国 腓立普


食人人种的话 法国 腓立普


关于绥蒙诺夫及其代表作“饥饿”日本 黑田辰男





农夫 苏联 雅各武莱夫


坦波林之歌 日本 蕗谷虹儿


跳蚤 法国 亚波里耐尔


LEOV TOLSTOI 俄国 Lvov-Rogachevski


LEOV TOLSTOI


“雄鸡和杂馔”抄 法国 J.Cocteau


一九二八年世界文艺界概观 日本 千叶龟雄


一 南欧·法兰西


二 德意志·奥大利


三 北欧诸国


四 英吉利·亚美利加



新时代的豫感 日本 片上伸







波兰姑娘 苏联 淑雪兼珂


爱尔兰文学之回顾 日本 野口米次郎


表现主义的诸相 日本 山岸光宣







人性的天才——迦尔洵 俄国Lvov–Rogachevski作


VI.G.理定自传


青湖记游(遗稿) 俄国 尼古拉·确木努易


恶魔 苏联 高尔基


契诃夫与新文艺 俄国 Lvov–Rogachevski


艺术与哲学·伦理 日本 本庄可宗


序论


一 观念的整顿


二 思惟的堕落


三 艺术与哲学的关系



无产阶级革命文学论 匈牙利 Gábor Andor


中国起了火 奥国 翰斯·迈伊尔




苏联文学理论及文学批评的现状 日本 上田进










鼻子 俄国 果戈理





果戈理私观 日本 立野信之


艺术都会的巴黎 德国 G·格罗斯


饥馑(“某市的历史之一”) 俄国 萨尔蒂珂夫


描写自己 法国 纪德

Lu Xun Gesamtausgabe, Band 15

1. Über die Ignoranz gegenüber der Kunst 2. Die karikaturartige Darstellung 3. Die Karikatur in der Kunstgeschichte

Die Kunst der Karikatur ist so alt wie die Menschheit selbst. Bereits in den frühesten Höhlenmalereien finden sich überzeichnete Darstellungen von Tieren und Menschen, die als Vorläufer der Karikatur gelten können. Die systematische Entwicklung der Karikatur als eigenständige Kunstform begann jedoch erst in der Renaissance.

Die primitive Kunst zeigt häufig eine Tendenz zur Vereinfachung und Übertreibung, die der Karikatur verwandt ist. Wenn ein Steinzeitmensch ein Mammut mit überdimensionalen Stoßzähnen zeichnete oder einen Jäger mit übergroßen Armen darstellte, war dies noch keine bewusste Karikatur, aber es zeigt dieselbe grundlegende Methode: die Hervorhebung des Wesentlichen durch Übertreibung.

In den alten Zivilisationen Ägyptens und Mesopotamiens finden sich bereits erste Beispiele bewusster Karikatur. Auf ägyptischen Papyri sind satirische Darstellungen erhalten, die Tiere in menschlichen Rollen zeigen — Füchse, die Gänse hüten, oder Katzen, die Mäusen als Diener aufwarten. Diese Darstellungen sind zugleich komisch und gesellschaftskritisch.

Die griechische und römische Antike kannte die Karikatur in Form von Wandgraffiti und Vasenmalereien. In Pompeji wurden zahlreiche karikaturistische Wandbilder gefunden, die Politiker und Bürger der Stadt verspotteten. Die römische Tradition der politischen Satire — von Aristophanes über Juvenal bis Martial — hat auch in der bildenden Kunst ihre Entsprechung.

In China hat die karikaturartige Darstellung ebenfalls eine lange Tradition. Bereits in der Tang-Dynastie finden sich satirische Bilder, und in der Song-Zeit entwickelte sich eine reiche Tradition der humoristischen Malerei. Die Verbindung von Kalligraphie, Malerei und satirischem Text ist eine spezifisch chinesische Errungenschaft.

Die moderne Karikatur, wie wir sie kennen, entstand im 18. und 19. Jahrhundert in Europa. Hogarth in England, Daumier in Frankreich und die Künstler der Zeitschrift „Simplicissimus“ in Deutschland schufen ein neues Genre, das die Macht der Kunst mit der Schärfe der politischen Kritik verband.

Lu Xun Gesamtausgabe, Band 16

说述自己的纪德 日本 石川涌


恋歌 罗马尼亚 索陀威奴





村妇 保加利亚 伐佐夫







【跳蚤 法国 亚波里耐尔  】



Guillaume Apollinaire是一八八○年十月生于罗马的一个私生儿,不久,他母亲便带他住在法国。少时学于摩那柯学校,是幻想家;在圣查理中学时,已有创作,年二十,就编新闻。从此放浪酒家,鼓吹文艺,结交许多诗人,对于立体派大画家Pablo Picasso则发表了世界中最初的研究。


一九一一年十一月,卢佛尔博物馆失窃了名画,以嫌疑被捕入狱的就是他,但终于释放了。欧洲大战起,他去从军,在壕堑中,炮弹的破片来钉在他头颅上,于是入病院。愈后结婚,家庭是欢乐的。但一九一八年十一月,因肺炎死在巴黎了,是《休战条约》成立的前三日。


他善画,能诗。译在这里的是“Le Bestiaire”(《禽虫吟》)一名“Cortège d’Orphèe”(《阿尔斐的护从》中的一篇;并载Raoul Dufy的木刻。



跳蚤,朋友,爱人,


无论谁,凡爱我们者是残酷的!


我们的血都给他们吸去。


阿呀,被爱者是遭殃的。



(一九二八年十一月三十日《奔流》第一卷第六期所载。)

【中国起了火 奥国 翰斯·迈伊尔  】



【一】



中国到处伸出烈焰的舌头。


大猛火一直冲到天宇。


地面如被千万的狂呼所烧红:


从顺的中夏之邦起了火。



【二】



这火决不是龙舟的祭赛,


也绝不是为佛陀和基督而腾舞;


如此炎炎的只是自由和饥饿的,


铁律的丰碑:中国起了火。



(一九三一年八月五日《文学导报》第一卷第二期所载。)

【说述自己的纪德 日本 石川涌  】



法兰西版《纪德全集》第三卷上,收着一篇题为《著者的肖像》的短文。年代不知道,也许是一九○一年顷的东西罢。因为还有点意思,就抄下全文来看看。


这里所说的瓦乐敦,是法国有名的版画家。关于他,记得厨川白村确曾绍介过了的。在诗人古尔蒙的作家论集《假面的书》中,刻过许多法兰西作家的肖像。


据《全集》编辑者玛尔丹·晓斐的话,则这肖像,好象是登在《巴黎之声》(Le Cride Paris)报的连载作品《描写自己》里,一并发表了纪德的文章的。这肖像,后来就收在《假面的书》里。


瓦乐敦作这版画的时候,还没有见过纪德,只据着毕斯库拉(亚菲利加)棕榈树下所照的照相,刻成木版的。不久之后,两人第一次会面的时候,瓦乐敦叫道,“用我的版画,怕不能找出你来的罢。”


纪德喜欢南方(意大利和菲洲),这些地方的屡次的旅行,产生他的许多杰作,也是大家知道的事实。关于这事,批评家是以为和法兰西南部(游什斯)人的父系的血脉相关的。



(乐雯译自《文化集团》第二卷第八号。)


(一九三四年十月十六日《译文》第一卷第二期所载。)

【鲁迅全集•第十七卷】


艺术论


序言


论艺术


原始民族的艺术


再论原始民族的艺术


论文集“二十年间”第三版序



现代新兴文学的诸问题


小 引


现代新兴文学的诸问题



文艺与批评


为批评家的卢那卡尔斯基 日本 尾濑敬止


艺术是怎样发生的


托尔斯泰之死与少年欧罗巴


托尔斯泰与马克斯


今日的艺术与明日的艺术


苏维埃国家与艺术


关于马克斯主义文艺批评之任务的提要


译者附记



文艺政策


序言


关于对文艺的党的政策


——关于文艺政策评议会的议事速记录


(一九二四年五月九日)


观念形态战线和文学


——第一回无产阶级作家全联邦大会的决议


(一九二五年一月)


关于文艺领域上的党的政策


——俄罗斯共产党中央委员会的决议


(一九二五年七月一日“真理报”所载)



附录


以理论为中心的俄国无产阶级


文学发达史 冈泽秀虎


后记

[1]托尔斯泰伯的著作集。最近的作品。墨斯科,一八九八年,七八页。


[2]上揭书,七七页。


[3]上揭书,八五页。


[4]希腊在圣西门的眼中,是有特别的意义的。因为据他的意见,是“C‘est chez les Grecs que I’esprit humain a commence à s’occuper sérieusement de I’organisation sociale。”


[5]看他的Mémeoire sur la science de L’homme.


[6]Cours de philosophie positive, Paris 1869, T.I,P.P.40—41.


[7]数年之前,在巴黎,A·蔼思披那斯的著作,Histoire de la Technologie,想将古代希腊人的世界观的发展,由他们的生产力的发展来说明的尝试,出版了。这是很重要,而且有兴味的尝试,对于这,纵使他的研究在许多之点有错误,我们也应该很感谢蔼思披那斯的。


[8]达尔文,《人类的起源》。第一卷,四五页。(绥契育诺夫教授所编纂的俄译本。)


[9]据迦莱斯的意见,则达尔文在动物的雌雄淘汰的问题上,非常地夸张着美底感情的意义的。迦莱斯正当到什么程度的决定,一任之生物学家,我则从达尔文的思想是绝对地对的这一个假定出发,而你,敬爱的先生,大约赞成这于我是最为不利的假定的罢。


[10]达尔文,《人类的起源》。第一章,四五页。


[11]The Descent of Man, Londen 1883,P.92. 这些句子,在新版的达尔文的俄译本里恐怕已经加入了罢,但我这里,现在手头没有这本子。


[12]Schoolcraft, Historical and statistical information respecting the history,condition and prospects of the Indian Tribes of the United States, T.Ⅲ,P.216.


[13]同一种类的对象,也有单因为那颜色而被爱好的时候的,但关于这事,后来再说。


[14]看Schweinfurth, Au coeur de I’Afrique, Paris 1875, T.I,P.148. 并看Du Chaillu, voyage et aven-tures dans I’Afrique équatoriale, Paris 1863,P.II.


[15]Schweinfurth, T,I.P.148.


[16]在后段,我想将原始社会里的生产力的发展,放在思虑里,一面试行说明。


[17]《人类的起源》,第一卷,五二页。


[18]这之际,我应该声明于此。据我的意见,即使生物学者,达尔文主义者的研究,算是给社会学底研究豫备着地盘,那也只可以解释为下面那样的意思。就是,生物学的进步——只要这是以有机体发达的历程为问题,——对于社会学上的科学底方法的完成,只要这是以社会组织及其所产,人类的思想和感情的发达作为问题的,便不能协力。但是,我决非赞成赫开尔似的达尔文主义者的社会观的人,在我们学界里,他们生物学者,达尔文主义者在关于人类社会的自己的议论之中,也已经毫不蹈袭达尔文的方法,且将不过是将在伟大的生物学者仅是研究对象的动物底(尤其是肉食动物的)本能,加以理想化的事,指摘出来了。达尔文之于社会问题,决不是“sattelfest”(熟手)。但作为从他的学说而出的结论,显现在他那里的那社会观,却和许多达尔文主义者正在从此造成的结论,毫不相象。达尔文以为社会底本能的发达,“于种的发展非常地有益”。正在宣传着一切人们对一切人们的社会底斗争的达尔文主义者们,是不会分得这见解的。诚然,达尔文说过,“竞争应该为一切的人们开放,法律和习惯,都不应该来妨碍有最大的成功和最多的子孙的有最大的能力者。”(there should be open competition for all men;and the most able should not be prevented by laws and customs from scceeding best and reaching the largest number of offspring.) ——然而,一切人们对一切人们的市民战的赞同者们,却徒然引用着他的这些话。使他们记起圣西门主义者们来罢。这些人们,也和达尔文一样,谈到竞争,然而他们以竞争之名,要求了恐怕赫开尔和他的同意见者们也不会赞成的那样社会改革了。“Competition”又“Competition”借了思哈那莱尔的话来说,则这和fagot et fagot 恰恰相同。


[19]看Alerandre Beljame Le Public et les Hommes de lettres en Angleterre du dix—huitième Siècle, Paris 1881,p.p.1—10,并且看Taine, Histoire de la littérature anglaise,T.Ⅱ.p.443及以下。


[20]上揭书,七至八页。


[21]《论人类和动物的感觉(情绪)表现》,俄译本,圣彼得堡,一八七二年,四三页。


[22]Voyage aux grands lacs de I’Afrique orientale, Paris 1862,p.610.


[23]Exploration du Zambèze et de ses affluents, Paris 1866,P.109.


[24]Schweinfurth, Au ceuer de I’Afrique,T.Ⅱ.p.33.


[25]Voyage et aventues á I’Afrique équatoriale,p.263.


[26]Ratzel, Völkerkunde,B.I.Einleitung,S.65.


[27]Ratzel,L.c.,B.Ⅱ,S.347.


[28]Au coeur de I’ Afrique, T.I, P.151.]


[29]L. J. B.Bérenger—Ferand, Les peuplades de la Sénégambie, Paris 1879, P.11.


[30]Beljame,L.c,p.p.40—41. Taine,L.c,p.p.508—512.


[31]关于这,可看J.J.Jusserand的有兴味的研究,Shakespeare en France sous I’ancien régime,Paris 1898,p.p.247—248.


[32]Geschichte der englischen Literatur,3 Auflage, Leipzig 1837,S.264.

Der Floh (Frankreich, Apollinaire)

China steht in Flammen (Österreich, Hans Mayer)

Selbstdarstellung des Gide (Japan, Ishikawa Yu)

Liebesgedicht (Rumänien, Sadoveanu)

Die vorliegende Sammlung vereint Übersetzungen von Gedichten und kurzen Prosatexten aus verschiedenen Sprachen und Literaturen. Apollinaires surrealistisches Gedicht „Der Floh“ spielt mit den Grenzen zwischen Tier und Mensch, zwischen dem Trivialen und dem Erhabenen. Hans Mayers „China steht in Flammen“ ist ein Zeugnis der europäischen Wahrnehmung Chinas zu Beginn des 20. Jahrhunderts — eine Mischung aus Faszination und Missverständnis.

Ishikawa Yus Essay über André Gide beleuchtet den französischen Schriftsteller aus einer japanischen Perspektive. Gides Selbstdarstellung, seine Ehrlichkeit und sein Bekenntnis zur eigenen Komplexität faszinierten die japanischen Intellektuellen seiner Zeit. Das rumänische Liebesgedicht von Sadoveanu hingegen steht in der Tradition der osteuropäischen Volkslyrik, die Lu Xun besonders schätzte.

Diese Übersetzungen zeigen Lu Xuns weitreichende Interessen: von der französischen Avantgarde über die österreichische Literatur bis zur japanischen Essayistik und rumänischen Lyrik. Als Übersetzer war Lu Xun ebenso bedeutend wie als Originalschriftsteller. Seine Übersetzungen brachten China erstmals mit der modernen Weltliteratur in Berührung und eröffneten chinesischen Lesern neue Horizonte des Denkens und Empfindens.

Lu Xun Gesamtausgabe, Band 17

[33]塔尔特在一八九七年所印的L’ opposition universelle,essai d’une Théorie des Contraires这著作上,幸而遇到了可以研究这根原的心理作用的绝好的机会。但不知道为什么,他并不利用这机会,关于上述的根原,只述说了一些极少的意见。塔尔特说(二四五页),这书并非社会学底论策。于专门地供献给社会学的论策,只要他不抛掉自己的观念论底的立场,恐怕是什么也做不出来的罢。


[34]不要忘记对话是就披莱纳山脉而言的。


[35]Voyage aux Pyrénées,cinquième édition,Paris,nyp.p.190 —193.


[36]在文化的最低的阶段上,对立的根原的心理底作用,也已经为男女之间的分业所唤起了。据V.I.育海理生说,“在游卡计尔人的原始底构造上,典型底的,是作为两个各别底的集团的那男女间的对立。这事情,在男子和女子分为友仇的游戏之中,在女子们所发的有些音,和男子们不同的言语之中,在女子们以母系为较重要,男子们以父系为较重要的事之中,在因此而对于他们男女,终至于创造出活动的特殊的,各自独立的范围来了的两性间的职务的专门化之中,都可以见到。”(在耶萨契那耶和呵尔特庚两河流域的古代游卡计尔人的生活和文献。圣彼得堡,一八九八年。五页。)


育海理生似乎没有觉得,当此之际,在两性间的职务的专门化,就是他所指摘了的对立的真原因。


关于这对立之反映在两性的装饰上的事,许多旅行家都证明着。例如“在这里,也如到处都是如此一样,强的男女,竭力要仔细地将自己和别人区别,所以男性的打扮,和女性的很不同(Schweinfurth,Au coeur de I’Afrique.I,p.281),又,男人们(粘粘族的)费许多劳力于自己的头发的装饰上,而女人们的梳发反是,全然简单而质朴。”(L.C.Ⅱ,p.5)。关于男女间的分业对于跳舞的影响,可看Von den Steinen的Unter den Natuv ölkern Zentral—Brasiliens,Berlin 1894,S.293.可以用确信来说,在男人们那里,使自己和女人们相对立的冲动,是发现在使自己和下等动物来对立的冲动之前的。这之际,人类的心理底本性的基本底特质,岂不是颇领受似反而正底的表现的么?


[37]“In diser Idealisirung der Natur liess sich die Sculptur von Fingerzeigen der Natur selbst leiten; sie überschäzte hauptsachlich Merkmale,die den Menschen von Thiere unterscheiden. Die auchrechte Stellung führte zu grösserer Schlankheit und Länge der Beine,die zunehmende Steile des Schädelwinkels in dem Thierreiche zur Bildung des griechischen Profils, der allgemeine Schon von winkelmann ausgesprochene Gr undstaz, dass die Natur, wo sie Flächen unterbrech dies nicht stumpf, sondern mit Entschiedenheit thue, liess die schaifin Ränder der Augenhöhle und der Nasenbeine, so wie den ebenso scharfgerandeten Schnitt der Lippen vorziehm.”Lotze,Geschichte der Aesthetik in Deutschland, München 1868, S.568.


[38]教士海克威理兑尔说,他曾于访问一个知己的印第安人的时候,遇见了正在做那,如大家所知道,在原始民族,是有重要的社会底意义的跳舞的准备。印第安人用了下面似的意趣,描摹着自己的脸相,“我从一面望他的侧脸时,他的鼻子显着仿造得很好的老鹰的嘴巴,我从别一面望去时,这鼻子是象猪鼻。……印第安人好象很满足于自己的工作,为什么呢,因为他拿了镜子来,以满足和一种夸耀,在注视自己的脸了。”Histoire,moeurs et coutumes des nations indiennes, qui habitaient autrefois la Pensylvanie et Les états voisins, par le révérend Jean Heckewelder, missionaire morave, trad. de


L’anglais par le chevalier Du Pouceau.A Paris 1822,p.324,我全钞了这书的标题,是因为其中含有许多有兴味的报告,想将它绍介给读者的缘故,我也还将引用本书,不止一次的罢。


[39]可看J.O. Frazer,Le Totemisme,Paris 1898,p.39和那以下。Schweinfurth,Au Coeur de I’Afrique,I,p.381.


[40]前揭书,二○一页。


[41]Die Aufange der kunst,S.149.


[42]可看斐力特立克·克理思德黎的著作,Au sud de I’Afrique,Paris1897上的保罗·亚绥留的有兴味的序文。


[43]上揭书,六○二页。这之际,是作为手推水车的意思的。


[44]Les Bassoutos par E.Gasalis, ancten missionaire, Paris 1863,p.150.


[45]上揭书,一四一页。


[46]上揭书,一五七页。


[47]上揭书,一五八页。


[48]Von—den—steinen,L.C.,S.326.


[49]可看E.J. Eyre, Manners and Customs of the Aborigenes of Australia, in Journal of Expeditions of Discovery into Central Australia and Overland, Londen 1847,T.Ⅱ,p.229. 并看格罗绥的Anfange der kunst,S.271.


[50]《人类的起源》,第二卷,二五二页。


[51]Karl Bücher, Arbeit Und Rhythmus, Leipzig 1896,S.S.21,22,23,35,50,53,54;Burton,L.c,p.641.


[52]Bücher, ibid.,s.29.


[53]上揭书,七八页。


[54]上揭书,九一页。


[55]上揭书,九一至九二页。


[56]上揭书,八○页。


[57]很早以来——云者,因为在原始民族,孩子的游戏,同时也是养育他们的艺术底才能的学校的缘故。就是,看教士克理思德黎的话(Au sud de I’Afrique,p.95及以下),则巴苏多族的儿童,自己用粘土给自己来做玩具的牛,马,等等。自然,这孩子的雕刻,是留着非常之多的缺陷之处的,但开化的孩子们,在这一点,还是未必能和小小的非洲的“野蛮人”相上下罢。在原始社会中,儿童的游戏,最紧密地和成年者的生产底的劳作相联系。这事情,照明着“游戏”的对于社会生活的关系的问题,我将在其次的信札之一里来指示。


[58]可看格罗绥的Anfange der Kunst,S.145 非洲土人盾上的图画。


[59]De la littérature etc.,Paris,an Ⅷ,p.8.


[60]De la littérature,Ⅱ., p.p.1—2.


[61]上揭书,第二卷,一五页。


[62]基梭的文学底见解,虽是顺便说及,却将值得指摘出来的灿烂的光,投给了法兰西的历史底观念的发达的。在那著作Vies des poétes francais du siècle Louis XIV,Paris 1813中,基梭这样地说着:希腊文学在它的历史上,反映着人类的知识之发达的自然底行程。但在近代的民族,事态却复杂得远了,就是,在这里,有顾及“第二义底的原因的全集积”的必要。他移到法兰西文学史,开始研究这些“第二义底的”原因的时候,一切这些,生根于在那影响之下,各社会阶级和社会层的趣味和习惯至于形成了的法兰西的社会关系上的事,就分明了。在 Essai sur Shakespeare 里,基梭将法兰西的悲剧,作为阶级心理的反映,而加以观察。据他的意见,则戏曲的运命,一般地和社会关系的发达是严密地相关联的。然而将希腊文学,作为人类底知识的“自然底的”发达的出产这一种见解,基梭却在Essai sur Shakespeare出版的时代也还没有抛弃。岂只如此呢,这见解,在他的自然底历史观里,还遇见它的合致的东西,在一八二一年出版的 Essais sur I’histoire de France上,基梭发表着这样的思想,以为所与的国度的政治底构造,是为那国度的“市民底生活”所决定的,但市民底生活——至少,在近代世界的诸民族——则因果底地联系于土地私有。这“至少”,是非常意味深长的。其所表示,是基梭之所理解者,并非以古代诸民族的市民底生活,为和近代世界诸民族的市民的生活相反——是土地所有和一般地经济关系的历史的结果,而以为是“人类底知识的自然底发达”的出产的。在这里,和对于希腊文学的例外底的发达的见解,有完全的相似。倘使于此再添上他的 Essais sur I’histoire de France 出版那时,基梭在自己的政治底诸论文中,最热烈地而且决定底地,发表了法兰西是“由阶级斗争而被创造了的”这种思想的事,则近代社会的阶级斗争,会比古代诸国家内的这种斗争更早地就映在近代历史家的眼里,该是毫不容疑的了。古代的历史家,例如斯吉兑亚斯和波里比亚斯,将和他们同时代的社会的阶级斗争,作为什么全然自然底,因而也是自明的东西,而加以观察,略如我们的农民土地所有者,在观察共同体内的多有土地的成员和少有土地的成员之间的斗争一样,也是颇有兴味的事。


[63]“Comme en Italie la race est précoce et que la croûte germanique ne I’a recouverte qu’à demi,I’âge moderne s’y développe plus tôt qu’ ailleurs”云云。Voyage en Italie, Paris 1872, T.I,p.273.


[64]上揭书,第一卷,三三○页。


[65]上揭书,第一卷,三三一页。


[66]《共同体的土地所有,那崩坏的原因,过程及结果》。二六至二七页。


[67]同上,二九页。


[68]《概要》第一版的五至六页。


[69]可看《国民经济的领域内的四概要,国民经济的起源》中的论文,圣彼得堡,一八九八年,九一页。


[70]可看《国民经济的领域内的四概要,国民经济的起源》中的论文,圣彼得堡,九一至九二页。


[71]可看Die Buschumänner. Ein Beitrag zur südafrikanischen Völkerkunde von Theophil Hahn. Globus,1870, No.7,S.105.


[72]上揭书,第八号一二○页。


[73]同上,第八号,一二○及一三○页。


[74]同上,第八号,一三○页。

[33] Tarde fand in seinem 1897 veröffentlichten Werk "L'opposition universelle, essai d'une Théorie des Contraires" glücklicherweise eine ausgezeichnete Gelegenheit, die grundlegende psychologische Wirkungsweise zu untersuchen. Doch aus unbekannten Gründen nutzte er diese Gelegenheit nicht und äußerte zu den genannten Grundlagen nur äußerst wenige Meinungen. Tarde sagt auf Seite 245 seines Werkes:

[34] Man vergesse nicht, dass sich das Gespräch auf die Pyrenäen bezieht.

[35] Voyage aux Pyrénées, cinquième édition, Paris, S. 190–193.

Diese Anmerkungen stammen aus den von Lu Xun übersetzten wissenschaftlichen Werken zur vergleichenden Kulturforschung und Anthropologie. Sie beziehen sich auf die Theorien der gesellschaftlichen Nachahmung und der kulturellen Opposition, wie sie von den französischen Soziologen des späten 19. Jahrhunderts entwickelt wurden.

Die Diskussion über kulturelle Gegensätze und Nachahmungsprozesse war für Lu Xun von besonderem Interesse, da sie ihm half, die Mechanismen der kulturellen Übertragung zwischen Ost und West zu verstehen. Tardes Theorie der universellen Opposition — die Idee, dass alle Phänomene durch das Zusammenspiel von Gegensätzen erklärt werden können — erinnert an die chinesische Yin-Yang-Philosophie, auch wenn die intellektuellen Traditionen unterschiedlich sind.

Die ethnologischen und anthropologischen Quellen, die in diesen Anmerkungen zitiert werden, spiegeln den wissenschaftlichen Zeitgeist des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts wider. Die europäische Forschung begann gerade erst, die Kulturen außerhalb Europas mit wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen. Lu Xuns Übersetzung dieser Texte ins Chinesische war ein wichtiger Schritt bei der Vermittlung westlicher Wissenschaft an chinesische Leser.

Besonders bemerkenswert ist Lu Xuns Interesse an der Verbindung zwischen primitiver Kunst und modernen Ausdrucksformen. Die in diesen Texten beschriebenen Beispiele der Höhlenkunst, der Felszeichnungen und der rituellen Tänze urtümlicher Völker dienten ihm als Grundlage für seine eigenen Überlegungen zur Funktion der Kunst in der Gesellschaft.

[75]Lichtenstein, Reise im südlichen Afrika in den Jahren 1803,1804,1805, und 1806. zweiter Teil,S.74.


[76]《四概要》七五页。注。


[77]上揭书,第二卷,四七二页。火岛的土人,也一样地知道借火之助以互相通信,可看Darwin,Journal of Researches, ect, London 1839,p.238.


[78]Sarrasin, Die Weddahs von Ceylcon und die sie umgebenden Völkerschaften, Wiesbaden 1892—1893.


[79]Ceylon, an Account of The Island etc.London 1880, Vol.Ⅱ,p.440.


[80]丁南德,上揭书,第二卷,四四一页。


[81]丁南德,上揭书,第二卷,四四五页。在韦陀族之间,行着单婚俗,是人所知道的事。


[82]丁南德,上揭书,第二卷,四四○页。


[83]Histoire de I’isle de ceylon, écrite par le Capitaine J.Ribeiro et présentée anroi de Portugal en 1685, trad. par Mr.I’ablé Legrand, Amsterdam MDCC XIX,P.179.


[84]伦敦的Nature杂志上,曾经发表过一篇论文,主张着有时以称安大曼岛的土人的“明可皮”这名目,毫无根据,在土人们,在他们的邻人们,都所不用云。


[85]C. H.Man, On the Aboriginal inhabitants of the Andaman Islands, Journal of the Anthropological Institute of Great Britain and Ireiland, vol,XⅡ,p.363.


[86]Ueber die Negritos der philippinen in Zeitschrift für Ethnologie,B.XⅡ.


[87]据夏甸培克的话,则——二十至三十人;据特·略·什罗涅尔的话,则——六十至八十人。(可看George Windsen Earle, The Native Races of the Indian Archipe lago,Londen 1853,p.133.)


[88]Earle, Op. cit,p.131.


[89]Earle, ibid.,p.134.


[90]Caetano Casati, Dix Années en Equatoria, Paris 1892,p.116.


[91]关于澳洲的土人,声明下列的一件事在这里。就是,依毕海尔的观点,则他们的社会关系,是几乎不配称社会底结合这个名目的,然而不为先入之见所祟的研究者,却说着全然别样的事。例如“An Australian tribe is an onganized seciety, governed by strict customary laws, which are administered by the headman or rulers of the Various sections of the Community who exercise their authority after consultation among themselves.”etc.The Kamilarai class system of the Australian Aborgines, by R. H. Mathews in Proceedings and Transactions of the Queensland Branch of Royal Geographical Society of Australasia, Vol.X, Brisbone 1895.


[92]关于驱逐出族的事,可看波惠勒的Wyandos Govevnment in First Annual Report of the Bureau of Ethnology to the Smithsonian Institutions,p.p.67—68.


[93]参照Lafitan, Les Moeurs des Sauvages Américains, T.2.p.163并参照波惠勒的第一章六八页。关于遏斯吉摩人的招赘,可看Franz Boas, The Central Eskimo in sixth Report of the Bureau of Ethnology,p.580.


[94]M·M·珂瓦列夫斯基指出了在斯瓦内得族之间,赘婿制度的微弱的发达之后,说道,这事实,是可以由氏族制度之巩固来说明的。(《高加索的法律与习惯》,第二卷,四二五页)。但在北美洲的印地安和遏斯吉摩人那里,则血族结合的无疑的巩固,并不妨碍招赘的强有力的发达。(关于遏斯吉摩人,可看John Mordoch:Ethnological Results of the Point Barrom—Expedition in Ninth Annual Repert of the Bureau of Ethnology,p.417.)由此不能不说,倘若斯瓦内得族并不很行招赘,则这说明还当求之什么别的事,而决不能寻求于民族的巩固之中的。


[95]参照O·J·凯忒林的为了野牛的社会底狩猎的叙述罢,Letters and Notes on the Manners and condition of the North American Indians, London 1842.T.I,p,199及以下。


[96]Unter den Naturvölkern Zentral—Brasiliens,Berlin1894,S.481:“Der Lebensunterhaft konnte nur erhalten werden durch die geschlossene Gemeinsamkeit der Mehrheit der Männer die vielfach lange Zeit miteinander auf Jagd abwesende sein musste, was für den Einzelner undurchführbarn gewese, wäre.”


[97]Moeurs des Sauvages Ⅱ,77,参照海克威理兑尔的——Histoire des Indiens,etc.p.233.


[98]土地并非成为个别底的家族的财产,不过为他们所利用而已,这是由氏族会议分给他们的,将这事附说于此,恐怕已是多事了罢,顺便说一句,那会议,是由女人们所成立的。Powell,ibid.p.65。


[99]Manners and Customs of the New—Zealanders, vol, Ⅱ. p.107.


[100]《四概要》七九页。


[101]可参照 Ratzel ·Völkerkunde,I Band,S.320—321.


[102]Ueber die Botocudos der brasilischen Provinzen Espiritu Santo und Monos Geaes, Zeitschrift für Ethnologie.Band XIX, S.31.


[103]Als Eskimo unter den Eskimos von H.Klutschak.Wien Pest, Leipzig 1881, S,233.


[104]Kranz, Historie von Grönland,1770, B·I, S.222.


[105]L.C.,B.I,S.291.


[106]Franz Boas. The Central Eskimo, Sixth Annual Repert of the Bureau of Ethnology. p.564,582.


[107]L’ Evolution de la Propriété, Paris1889, p.p.36,49.


[108]L.C.,p.p.41—46.


[109]Lichtenstein Reisen,Ⅱ,338.


[110]Indian Linguistic Families, Seventh Annual Report of the Bureau of Ethnology,p.34. 在这里,再附记一件事,据玛蒂尔达·司提芬生的意见,则在美洲印第安那里,当分配获物之际,强者是并不比弱者有什么优越的。


[111]Powell. Op. cit.,p.34.


[112]Omaha Soliology,by Owen Dorsey,Third Annual Report of the Bureau of Ethnology,p.274.


[113]Lafitan, Moeurs des Sauvages,T.Ⅱ,p.91.


[114]Von—den—Steinen, Unter den Naturvolkern Zentral—Brasiliens,S.67—68. Marzius, Von den Rechtzustande unter Ureinwohnern—Brasiliens,S.35.


[115]Ven—den—Steinen,ibid.,S.491.


[116]Lichtenstein, Reisen,Ⅰ.444.


[117]L. c,Ⅰ,450.


[118]Journal of Researches, etc, p.242.


[119]Reisen, Ⅰ. S.450.


[120]Die Weddas von Ceylon, S.560.


[121]Lichtensteinibid, Ⅱ, S. S.479—480.


[122]Die Umsegelung Asiens and der vega, Leipzig 1882, Ⅱ Band, S.139.


[123]Les société Animals,deuxiéme édition, Paris 1878, p.502.


[124]L’Anthropologie et la Sciences Sociale, Paris 1900, p.p.122—123.


[125]The Descent of Man,1883,p.502.


[126]“Das Sammelvolk und nicht das Jägervelk müsste danach an den untern Ende einer wirtschaftlichen Stufenleiter der Menschheit stehen”——般柯夫正当地在Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin,Band XXX, No.3.S.162上说。萨拉辛也有同样的见解。据他们的意见,则狩猎是惟在比较地高的发达阶段上,作为重要的食料获得的手段而出现的。Die weddas,s.401.

[75] Lichtenstein, Reise im südlichen Afrika in den Jahren 1803, 1804, 1805 und 1806, zweiter Teil, S. 74.

[76] "Vier Grundrisse", S. 75, Anmerkung.

[77] Ebenda, zweiter Band, S. 472. Die Eingeborenen der Feuerinsel wissen ebenfalls, sich mit Hilfe von Feuer gegenseitig Nachrichten zu übermitteln; man vergleiche Darwin, Journal of Researches, London 1839, S. 238.

Diese Anmerkungen gehören zu Lu Xuns Übersetzungen anthropologischer und ethnologischer Werke, die sich mit den primitiven Kommunikationsformen und kulturellen Praktiken der Urvölker befassen. Die Verweise auf Lichtensteins Reiseberichte aus dem südlichen Afrika und auf Darwins Beobachtungen im Feuerland zeigen die Bandbreite der wissenschaftlichen Quellen, die Lu Xun für seine Übersetzungen heranzog.

Die Beschreibung der Feuersignale als Kommunikationsmittel ist ein faszinierendes Beispiel für die universelle menschliche Fähigkeit, Zeichensysteme zu entwickeln. Ob im südlichen Afrika oder im Feuerland — unabhängig voneinander haben die Menschen ähnliche Techniken entwickelt, um über weite Entfernungen zu kommunizieren.

Lu Xuns Interesse an diesen ethnologischen Studien war nicht nur akademisch. Er sah in der Untersuchung primitiver Kulturen einen Schlüssel zum Verständnis der menschlichen Natur selbst. Die Frage, was den Menschen zum Menschen macht — Werkzeuggebrauch, Sprache, Kunst, Religion — war für ihn von zentraler Bedeutung.

Die in diesen Fußnoten zitierten Werke stammen aus einer Zeit, in der die europäische Wissenschaft begann, die Vielfalt menschlicher Kulturen systematisch zu erfassen. Trotz aller Vorbehalte gegenüber dem eurozentrischen Blickwinkel dieser frühen Anthropologen erkannte Lu Xun den Wert ihrer Beobachtungen und machte sie einem chinesischen Publikum zugänglich.

Besonders bemerkenswert ist die Erwähnung Darwins, dessen Evolutionstheorie in China zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine gewaltige intellektuelle Wirkung entfaltete. Lu Xun selbst war stark von darwinistischem Denken beeinflusst, obgleich er die simplifizierende Übertragung biologischer Konzepte auf die Gesellschaft kritisch betrachtete.

[127]经济底活动的特征,同样地在澳洲土人的或一种习惯之中,也可以看见。这也证明着他们也在想到未来。在他们那里,将那果实为他们所食的植物,连根拔取;蛋为他们所食的鸟巢,加以毁坏,是都被禁止的。Ratzel,Anthropo—Geographie,I,348.


[128]《四概要》九二至九三页。


[129]《四概要》九三至九四页。


[130]可参照《心理学的基础》,圣彼得堡,一八七六年,第四卷,三三○页及以下。


[131]可参照《心理学的基础》,圣彼得堡,一八七六年,第四卷,三三页。


[132]同上,同页。


[133]Ethik, Stuttgart 1886,S.145.


[134]“So sprachen sie von einem Affentanz, einem Faultiertanz, einem Vogeltanz u.s.w.”Schomburg, Reisen in British Guiana, Leipzig 1847, erster Teil S.154.


[135]参照克朗支的Historie von Grönland,I,207.


[136]Unter den Naturvölkern Brasiliens, S.324.


[137]“The Indian never hunted game for spert.” Dorsey, Omaha Sociology, Third annual Repert, p.267. 海尔瓦勒特的 “Die Jagd ist aber zugleich an und für sich Arbeit eine Anspannung physischer Kräfte und dass sie als Arbeit nicht etwas als vergnüger von den wirklichen Jagdstämmen aufgefasst wird, darüber sind wire rst kürzlich belehrt worden.” Kulturgeschichte, Augsburg 1876,Ⅰ, S.109.


[138]Die Bewohner von Süd—Mindanao und der Insel Samal; ron Al. Schadenberg—Zeitschrift für Ethnologie, Band ⅩⅦ, S.19.


[139]Arbeit und Rhythmus,s.79.


[140]在 Die spiele der Tiere 这著作里。Jena 1896.


[141]Die spiele der Tiere,S.18.


[142]上揭书,一九至二○页。


[143]上揭书,一二五页。


[144]Manners and Customs of the Aborigines of Australia,P.228.


[145]Geo. Catlin, Letters and notes on the Manners, Customs and Condition of the North American Indians,I,131.


[146]L,evourneau, L’evolution littéraire dans les diverses races humaines, Paris,1894,P.34.


[147]“Another favourite amusement among the children is to practise the dances and songs of the adults.”Eyre, Op.cit.p.227.


[148]“Les jeux des petits sont l’imitation du travail des grands.”Dernier Journal du docteur David Livingston,T.Ⅱ,p.267。“少女们最喜欢模仿母亲的劳动而游戏。他们的兄弟的玩具……是小小的弓箭。”(大辟特及查理斯·理文斯敦的山培什研究。)“The amusements of the natives are various but they generally have a reference to their future occupations.”Eyre,P.227.


[149]“这些游戏,是作为后来的劳动的精确的模仿而显现着的。”Klutschak, op. cit,S.222.


[150]《四概要》七七页。


[151]Catlin. Op. cit.,Ⅰ,127.


[152]在毕海尔,以为原始人是能不劳动而生活了的。“无疑地,——他说,——人类在不能测知的时代的经过中,能够不劳动而生活了,而且如果他愿意,则虽是现在,在这地球上,也还不难寻到从他这面支出极少的努力,而西谷米,香蕉,面包果树,科科,椰子和枣椰子就会许他生存的地方。”(《四概要》七二至七三页。)倘若毕海尔在不能测知的时代之下,是“人类”刚被组织化为特殊的动物种(或是科)的时代的意思,那么,我要说,当时我们的祖先,是不下于类人猿地“劳动了”的,关于这事,我们毫无什么权利,可以说在他们的生活上,游戏比维持生存所必要的活动,占着更大的地位。倘就仅支出最小的努力,便可保人类的生存似的或种特殊的地理底条件而言,则在这里也决不应当夸张的。热带地方的华丽的自然,要求人类的劳力,决不较温带的自然为少。蔼连赖息还至于说,这样的劳力的量,在热带地方,更大于温带地方云。(Ueber die Botocudos,Zeitschrift für Ethnologie,B.XIX,S.27.)不消说,在栽培食用植物之际,则热带地方的肥沃的土壤,是很能轻减人类的劳动的,然而这样的栽培,惟在文化底发展的比较地高的阶段上,这才开始起来。


[153]“The principal occupation of the women in this village consists in procuring wood and water,in cooking,dressing robes and other skins, in drying meat and wild fruit and raising corn.”Catlin, op.cit.,I,121.


[154]Schoolcraft, Historical etc. Information, partⅢ,p.235.


[155]《四概要》八七页及以下。


[156]同上,九一页。


[157]《四概要》八八页。


[158]Ratzel,Völkerkunbe,zweite Ausgabe,I Band,s.339. 夏甸培克关于飞猎滨的内格黎多,也说着相同的事,Zeitschrift für Ethnologie,B.XⅡ,S.136. 关于安大曼群岛居民的儿童养育,可看眉安的Journal of the Anthropological Institute,vol.Ⅶ,p.94. 倘相信爱弥耳 · 迭襄的话,则韦陀族是在这一般底的规则的例外的,他们似乎并不将使用武器的事,教给自己的孩子们(Carnet d’un voyageur. Au pays des Veddas,1892,p.p.369—370)。这是极难相信的证言。迭襄大抵不给人以那是周到的研究的印象。


[159]Powell,Indian Linguistic Families, Eleventh Annual Repert,p.35.


[160]Lichtenstein, Reisen,I,425.


[161]非常多数之中的一例,“Der Jäger darf sich keiner fremden Waffen bedienen; besonders behaupten diejenigen wilden, die mit dem Blasrohr schiessen, dass dieses Geschoss durch den Gebrauch eines Fremden verderben werde und geben es micht aus ihren Händen.”nartius, op.cit.,S.50.


[162]可看烈多尔诺的 L’evolution de la propriété,p.418及以下。


[163]《四概要》八一至八二页。


[164]Eyre, Op. cit.p.241.


[165]Tennant, Ceylon,Ⅱ,445.(可参照Die Weddas von ceylon, von P. und F. Sarrasin,S.469.


[166]D.Cranz, Historie von Grönland,B.I,S.213.可参照克柳却克的Als Eskimo unter den Eskimos,S.234.及波亚斯的上揭书,五六六页。


[167]Historie naturelle, civile et geographique de I’Orénoque, T.I,p.211.


[168]Die Indianer Nordomericas, Leipzig 1865,S.101.可参照玛蒂尔达·司提芬生的研究,给斯密司学会的亚美利加人种学会第十一回报告的The Siou。据司提芬生所说,则当食料不足之际,成年者是自己忍着饥饿,以养孩子们的。


[169]例如,可看锡瓦因孚德的关于野蛮人的所说之处,Au coeur de I’Afrique. T.I,p.210.


[170]Ratzel, Völkerunder,I,338—339.


[171]Völkerunde,I,524.


[172]Native races of the Indian Archipelago,p.133.


[173]Ueber die Botokudos etc, Zeitshrift für Ethnologie, XIX,S.32.


[174]L.c.,S.251.


[175]Au coeur de I’Afrique,T.I,p.210.


[176]Dans les ténèbres de I’Afrique,Ⅱ,361.


[177]《四概要》八二页。并参照八五页。


[178]Waitz, Anthropologie der Naturvölker, dritter Teil’ S.446.


[179]Im australischen Eüche und an den Kusten des korallen meers, Leipzig 1896,S 223.


[180]Die Weddas von ceylon,s.395.


[181]关于澳洲土人的绘画,可看辉忒的Anthropologie der Naturvölker, sechster Teil,s.759.及以下,并看有兴味的L·G·玛乔斯的论文,The rock Pictures of the Australian Aborigines in Proceedings and Transactions of the Queensland Branch of the Royal Geographical Society of Australia, vv.X and XI.关于薄墟曼的美术,则可看已曾由我引用了的茀立修的关于南美洲土人的著述,第一卷,四二五至四二七页。

[127] Die Merkmale wirtschaftlicher Tätigkeit lassen sich in gleicher Weise auch in gewissen Gewohnheiten der australischen Ureinwohner beobachten. Dies beweist auch, dass sie an die Zukunft denken. Bei ihnen ist es verboten, Pflanzen, deren Früchte sie essen, mit der Wurzel auszureißen, oder Nester von Vögeln, deren Eier sie verzehren, zu zerstören. Ratzel, Anthropo-Geographie, I, 348.

[128] "Vier Grundrisse", S. 92–93.

[129] "Vier Grundrisse", S. 93–94.

Diese Anmerkungen beschreiben wirtschaftliche Verhaltensweisen sogenannter primitiver Völker, die ein bemerkenswertes Maß an Vorausschau und Nachhaltigkeit zeigen. Das Verbot, Nahrungspflanzen zu entwurzeln und Vogelnester zu zerstören, offenbart ein intuitives Verständnis ökologischer Zusammenhänge, das erst in der modernen Umweltbewegung wiederentdeckt wurde.

Ratzels Anthropo-Geographie war eines der einflussreichsten geographischen Werke des späten 19. Jahrhunderts und versuchte, die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt systematisch zu erfassen. Lu Xun übersetzte diese Texte, um chinesischen Lesern einen Einblick in die westliche Wissenschaft zu geben.

Die hier beschriebenen Tabus und Verbote sind keineswegs Ausdruck primitiven Aberglaubens, sondern Zeugnisse einer tiefen, über Generationen gewachsenen Weisheit im Umgang mit der natürlichen Umwelt. Sie erinnern an die konfuzianische Idee der Harmonie zwischen Mensch und Natur und an die daoistische Vorstellung vom Einklang mit dem Dao.

Lu Xuns Interesse an der Nachhaltigkeit primitiver Gesellschaften hatte auch eine politische Dimension. In einer Zeit, in der China sich rasant industrialisierte und modernisierte, warnte er vor den Gefahren eines rücksichtslosen Fortschritts, der die natürlichen Lebensgrundlagen zerstört. Die Lehren der sogenannten primitiven Völker erschienen ihm in dieser Hinsicht als durchaus modern.

Die Verweise auf die "Vier Grundrisse" beziehen sich auf ein systematisches Werk zur vergleichenden Kulturforschung, das die wirtschaftlichen, sozialen, religiösen und künstlerischen Grundlagen verschiedener Gesellschaften vergleichend darstellt. Solche vergleichenden Ansätze waren für Lu Xun besonders wertvoll, da sie ihm halfen, Chinas Stellung in der Weltgemeinschaft der Kulturen besser zu verstehen.

[182]可看Die Umsegelung Asiens und Europas auf der Vega von A.E.Nordenskiold, Lepzig 1880,B.I,S.463及B.Ⅱ,S.125,127,129,135,141,231.


[183]可参照Die Urgeschichte des Menschen nach dem heutigen Stande der Wissenschaft, von Dr. M. Hörnes, erster Halbband,S.191及以下,213及以下。和这相关联的许多事实,由Mortillet指示在他的Le Préhistorique中。


[184]Nordenskiold, Ⅱ Band, S.123,133,135.


[185]Fritsch, Die Eingeborene Süd—Africas,Ⅰ,436.


[186]他竟连从我的文学底论文里,引一条例子来确证自己的言论的事,也忘掉了。然而这是自然明白的。


[187]在对于我们的论争底论文之一里,密哈罗夫斯基将社会的经济底构成,名之为“经济弦”。


[188]《星》,一九二四年第三号,一五四页。


[189]Menshevism意云较少主义,也译少数主义,原是指Plekhanov 一派的社会民主劳动党少数派的指导原理而言,但也用以称社会民主主义,Kautzky等的正统派马克斯主义,Kautzky主义等。——重译者


[190]许多空字,是原译本如此的,现在姑且约略译出,极希望看见原文或法文原信的读者,加以指示,俾后来能够修正。——重译者


[191]Baal et Astarte,斐尼基的男女两神,代表怀孕和生殖力的。——重译者


[192]Shenshin是一八○○年代的有名的诗人斐德(Fet)的本名。一八六○年的农奴解放反对者。——译者


[193]Shchedrin,有名的讽刺作家,描写农奴制度的黑暗面的。Gogol的直系弟子。一八二六年生,八九年卒。——译者


[194]大约是指罗曼 · 罗兰。——重译者


[195]这里应该是凯襄,但不知道是原文误,还是译本误的。——重译者


[196]无产者艺术委员会,是革命艺术的指导机关,附属于国立学术委员会。——译者


[197]从说了这些话以来,这问题愈加进展,而且巩固起来了,这有赖于同志托罗兹基的显著的论文之处,尤为不少。


[198]现在一句不漏掉地,将拉孛理乌拉对于那些使马克斯的理论变质,成为纸版和无所不合钥匙的单纯的头脑的人们,所下的精力底的警告,引在这里:“怠惰的头的所有者们——马克斯主义的优秀的意大利的哲学者写着——高高兴兴满足于这样的宣言,将一切科学,都嵌进那由数个命题所成的要领中,而且有只借一个钥匙之助,便可透彻了生活的一切秘密的可能;将伦理,美学,言语学,历史底批评和哲学的一切问题,归在仅仅一个的问题里,以逃避所有的困难,这在一切稳当而且因而恬淡无欲的人们,是怎样的欢喜,怎样的慰乐啊!蠢才们用了这样的方法,可以将一切的历史弄低到商业算术的程度,而结局,则但丁的悲剧的新研究,将会给我们以这样的观念,说是《神曲》不过是狡猾的弗罗连斯的商人们为自己的厚利而卖掉的羽纱帐单了!”实在是写得好极的!

【鲁迅全集•第十九卷】


竖琴


前记


洞窟


〔附〕



老耗子


在沙漠上












果树园


穷苦的人们


竖琴


亚克与人性


一 告示贴了出来


二 激昂的第一浪


三 大家逃走


四 办法是简单的


五 灰色堂的调查录


六 办公


七 亚克的疑惑


八 转机


九 告示贴了出来


十 生活归于平淡



星花


拉拉的利益



“物事”


后记



一天的工作


前记


苦蓬







肥料


铁的静寂








我要活


工人






〔附〕




一天的工作










岔道夫








革命的英雄们


父亲


枯煤·人们和耐火砖


后记

【鲁迅全集•第二十卷】


死魂灵


序言









第一部


第一章


第二章


第三章


第四章


第五章


第六章


第七章


第八章


第九章


第十章


第十一章


附录(德国 沃多·培克 编)



一 “死魂灵”第一部第二版序文(一八四八年)


作者告读者



二 关于第一部的省察


三 第九章结末的改定稿


四之A 戈贝金大尉的故事(第一次的草稿)


四之B 戈贝金大尉的故事(被审查官所抹掉的原稿)


第二部(残稿未译完)



第一章


第二章


第三章



附录


自传


鲁迅先生年谱 许寿裳


凡例



鲁迅译著书目续编


鲁迅先生的名·号·笔名


鲁迅全集编校后记


〔其一〕


〔其二〕

[182] Man vergleiche: Die Umsegelung Asiens und Europas auf der Vega, von A. E. Nordenskiöld, Leipzig 1880, Band I, S. 463, sowie Band II, S. 125, 127, 129, 135, 141, 231.

[183] Man vergleiche: Die Urgeschichte des Menschen nach dem heutigen Stande der Wissenschaft, von Dr. M. Hörnes, erster Halbband, S. 19 und folgende, S. 213 und folgende. Und zahlreiche damit zusammenhängende Tatsachen, die von Mortillet zusammengetragen wurden.

[184] Nordenskiöld, Band II, S. 123, 133, 135.

Diese letzten Anmerkungen verweisen auf die großen wissenschaftlichen Expeditionen und Forschungsarbeiten des 19. Jahrhunderts. Nordenskiölds legendäre Expedition mit der Vega, die erste erfolgreiche Durchfahrt der Nordostpassage (1878–1880), war ein Meilenstein der Entdeckungsgeschichte. Seine Beobachtungen über die arktischen Völker und ihre Kulturen sind bis heute von wissenschaftlichem Wert.

Hörnes' "Urgeschichte des Menschen" gehörte zu den maßgeblichen Werken der Vorgeschichtsforschung seiner Zeit und versuchte, die Anfänge der menschlichen Kultur auf der Grundlage archäologischer Funde zu rekonstruieren. Die Verbindung zwischen Nordenskiölds ethnographischen Beobachtungen im hohen Norden und Hörnes' archäologischen Erkenntnissen über die Steinzeit zeigt, wie die Wissenschaft des 19. Jahrhunderts versuchte, ein umfassendes Bild der menschlichen Kulturentwicklung zu zeichnen.

Lu Xun übersetzte diese wissenschaftlichen Texte in einer Zeit, als China dringend Zugang zu westlichem Wissen benötigte. Seine Übersetzungsarbeit war kein bloßer Akt der Wissensvermittlung, sondern ein bewusster kulturpolitischer Akt: Er wollte China mit den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft vertraut machen und zugleich einen kritischen Blick auf die eigene Tradition fördern.

Die hier zitierten Werke repräsentieren verschiedene Disziplinen — Geographie, Archäologie, Ethnologie, Anthropologie — und zeigen Lu Xuns enzyklopädische Interessen. Als einer der bedeutendsten Übersetzer des modernen China hat er nicht nur literarische Werke, sondern auch wissenschaftliche Texte ins Chinesische übertragen und damit wesentlich zur intellektuellen Modernisierung Chinas beigetragen.

Lu Xun Gesamtausgabe, Band 19

Lu Xun Gesamtausgabe, Band 20