Lu Xun Complete Works/de/Feizao

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Seife

肥皂 (Soap)

von Lu Xun (鲁迅, 1881-1936)

Uebersetzt aus dem Chinesischen.


Abschnitt 11

Beschreibung seiner selbst von Gide. Japan: Ishikawa Takeshi

Im dritten Band der franzoesischen Ausgabe der „Gesammelten Werke von Gide" findet sich ein kurzer Aufsatz mit dem Titel „Portraet des Verfassers." Das Datum ist unbekannt; vielleicht stammt er aus der Zeit um 1901. Da er noch ein wenig interessant ist, sei er hier vollstaendig wiedergegeben.

Der hier erwaehnte Vallotton ist ein beruehmter franzoesischer Graphiker. Ueber ihn hat, soweit ich mich erinnere, auch Kuriyagawa Hakuson geschrieben. Im „Buch der Masken", einer Essaysammlung des Dichters Gourmont ueber Schriftsteller, hat er Portraets vieler franzoesischer Autoren geschaffen.

Nach den Worten von Martin Chauffier, dem Herausgeber der „Gesammelten Werke", scheint dieses Portraet in der Serie „Beschreibung seiner selbst" erschienen zu sein, die als Fortsetzungswerk in der Zeitung „Le Cri de Paris" veroeffentlicht wurde, zusammen mit einem Aufsatz von Gide. Das Portraet wurde spaeter in das „Buch der Masken" aufgenommen.

Als Vallotton diesen Holzschnitt anfertigte, hatte er Gide noch nie gesehen; er arbeitete nur nach einer Fotografie, die unter Palmen in Biskra (Afrika) aufgenommen worden war. Als die beiden sich kurz darauf zum ersten Mal trafen, rief Vallotton aus: „Nach meinem Holzschnitt haette man Sie wohl kaum erkannt!"

Dass Gide den Sueden liebte (Italien und Afrika) und dass seine zahlreichen Reisen dorthin viele seiner Meisterwerke hervorbrachten, ist allgemein bekannt. Die Kritiker fuehren dies auf das Blut seiner vaeterlichen Linie zurueck, die aus der Gegend von Uzes in Suedfrankreich stammte.

(Uebersetzt von Luo Wen aus „Bunka Shudan", Band 2, Nr. 8.)

(Veroeffentlicht in „Yiwen" [Uebersetzungen], Band 1, Nr. 2, 16. Oktober 1934.)

Abschnitt 17

Das kurze Stueck „Die Doerferin" trug urspruenglich den Titel „Die bulgarische Frau" und wurde aus der von Frau Szatanska (Marya Jonas von Szatanska) uebersetzten Anthologie in der „Reklam Universalbibliothek", Nummer fuenftausendneunundfuenfzig, neu uebersetzt. Die Anthologie traegt den Titel „Die bulgarische Frau und andere Erzaehlungen"; dies ist die erste Geschichte und schildert den Typus der Doerferin seines Landes: aberglaeubisch, eigensinnig, aber kraeftig und mutig; sowie ihre Vorstellung von der Revolution, fuer die Nation, fuer den Glauben. Daher passt der Originaltitel besser. Die jetzige Aenderung zu einem „vertrauten" statt „glaubwuerdigen" Titel ist eigentlich kein gutes Vorbild; nachdem ich die Uebersetzung fertiggestellt hatte, ueberlegte ich und fand, dass ich zuvor uebertrieben klug gewesen war. Der Originalautor schlug am Schluss mit „guten Taten" gegen das Beten -- das war wohl als Hinweis fuer seine einheimischen Leser gedacht.

Ich denke, es bedarf keiner weiteren Erklaerung meinerseits, dass Bulgarien zu jener Zeit unter tuerkischer Unterdrueckung stand. Diese Erzaehlung ist zwar schlicht, aber sehr klar geschrieben, und die Orte und Personen darin sind real. Obwohl bereits sechzig Jahre vergangen sind, bin ich ueberzeugt, dass sie immer noch sehr anruehrend ist.

(Veroeffentlicht in der Abschlussnummer von „Yiwen" [Uebersetzungen], 16. September 1935.)