Lu Xun Complete Works/zh-de/Zhun fengyuetan
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zhun_fengyuetan (zhun_fengyuetan)
Lu Xun (鲁迅, Lǔ Xùn, 1881–1936)
| 中文(原文) | Deutsch |
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【准风月谈】
【前记】
【夜颂 游光】
【推 丰之余 】
【二丑艺术 丰之余 】
【偶成 苇索 】
【谈蝙蝠 游光 】
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«Quasi-Gespräche über Wind und Mond» Vorwort Seit dem 25. Mai des zweiundzwanzigsten Jahres der Republik China der Herausgeber des "Ziyou Tan" (Freie Gespräche) eine Anzeige veröffentlichte mit der Bitte: "Wir ersuchen die literarischen Geistesgrößen des Landes, fortan mehr über Wind und Mond zu plaudern", waren die altbewährten Wind-und-Mond-Literaten eine ganze Weile lang überaus erfreut, wiegten den Kopf und schüttelten die Schultern. Manche machten spöttische Bemerkungen, manche witzige Sprüche, und sogar die Spürhunde, die nur "Literaturspitzel" spielen können, hoben ihre edlen Schwänze. Doch das Amüsante daran ist: Wer über Sturm und Wolken zu reden versteht, der kann auch über Wind und Mond reden. Gut, dann reden wir eben über Wind und Mond — auch wenn es immer noch nicht ganz nach dem verehrten Geschmack sein mag. Den Versuch, einen Autor durch ein Thema einzuschränken, kann man eigentlich nicht verwirklichen. Wenn man zum Beispiel das Aufsatzthema "Lernen und stets üben" vorgibt und sowohl einen dekadenten jungen Herrn als auch einen Rikschafahrer damit einen Achtgliedrigen Aufsatz schreiben lässt — die Ergebnisse werden entschieden verschieden sein. Natürlich kann man den Aufsatz des Rikschafahrers als "unverständlich" oder "Unsinn" bezeichnen, aber dieser Unsinn durchbricht die Alleinherrschaft der alten Herren. |
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蝙蝠虽然也是夜飞的动物,但在中国的名誉却还算好的。这也并非因为他吞食蚊虻,于人们有益,大半倒在他的名目,和“福”字同音。以这么一副尊容而能写入画图,实在就靠着名字起得好。还有,是中国人本来愿意自己能飞的,也设想过别的东西都能飞。道士要羽化,皇帝想飞升,有情的愿作比翼鸟儿,受苦的恨不得插翅飞去。想到老虎添翼,便毛骨耸然,然而青蚨飞来,则眉眼莞尔。至于墨子的飞鸢终于失传,飞机非募款到外国去购买不可,则是因为太重了精神文明的缘故,势所必至,理有固然,毫不足怪的。但虽然不能够做,却能够想,所以见了老鼠似的东西生着翅子,倒也并不诧异,有名的文人还要收为诗料,诌出什么“黄昏到寺蝙蝠飞”那样的佳句来。
【“抄靶子” 旅隼 】
【“吃白相饭” 旅隼 】
【华德保粹优劣论 孺牛 】
【华德焚书异同论 孺牛 】
【我谈“堕民” 越客 】
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Die Fledermaus ist zwar auch ein nachtaktives Tier, genießt aber in China einen recht guten Ruf. Das liegt nicht daran, dass sie Mücken und Bremsen vertilgt und den Menschen nützt, sondern größtenteils an ihrem Namen, der dem Wort "Glück" (福, fú) gleichlautet. Mit einem solchen Antlitz in die Malerei aufgenommen zu werden — das verdankt sie wirklich nur ihrem guten Namen. Außerdem wollten die Chinesen eigentlich schon immer selbst fliegen können und stellten sich auch vor, dass andere Dinge fliegen könnten. Taoistische Mönche wollten sich in Federwesen verwandeln, Kaiser wollten gen Himmel aufsteigen, Verliebte wünschten sich als Vögel mit verschlungenen Flügeln, und Leidende hätten am liebsten Flügel bekommen, um davonzufliegen. Beim Gedanken an einen geflügelten Tiger erschauert man bis ins Mark, aber wenn eine Geldmünze (青蚨) angeflogen kommt, schmunzelt man freudig. Was Mozis fliegende Drachen betrifft — ihre Kunst ging schließlich verloren, und Flugzeuge müssen im Ausland gekauft werden. Das liegt daran, dass man die geistige Zivilisation zu hoch schätzte — eine unvermeidliche Entwicklung, die keineswegs verwundern sollte. |
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不过我现在并不想翻这样的陈年账。我只要说,在绍兴的堕民,是一种已经解放了的奴才,这解放就在雍正年间罢,也说不定。所以他们是已经都有别的职业的了,自然是贱业。男人们是收旧货,卖鸡毛,捉青蛙,做戏;女的则每逢过年过节,到她所认为主人的家里去道喜,有庆吊事情就帮忙,在这里还留着奴才的皮毛,但事毕便走,而且有颇多的犒赏,就可见是曾经解放过的了。
【序的解放 桃椎 】
【别一个窃火者 丁萌 】
【智识过剩 虞明 】
【诗和豫言 虞明 】
【“推”的余谈 丰之余 】
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Allerdings möchte ich jetzt nicht in derart alten Rechnungsbüchern blättern. Ich will nur sagen, dass die "Duomin" (Gefallenen) in Shaoxing eine Art befreiter Sklaven waren — diese Befreiung fand wohl in der Yongzheng-Ära statt, aber das ist nicht sicher. Sie hatten alle bereits andere Berufe, natürlich niedrige. Die Männer sammelten Altware, verkauften Hühnerfedern, fingen Frösche, spielten Theater. Die Frauen gingen zu Neujahr und an Feiertagen in die Häuser derer, die sie als ihre Herren betrachteten, um Glückwünsche auszusprechen; bei Trauer- und Freudenfeiern halfen sie — hierin bewahrten sie noch den Anschein des Sklaventums. Doch nach der Arbeit gingen sie, und dazu erhielten sie reichliche Belohnung, woraus ersichtlich wird, dass sie tatsächlich einmal befreit worden waren. Jede Duomin-Familie hatte bestimmte Herrenhäuser, die sie besuchte — man konnte nicht beliebig wechseln. Starb die Schwiegermutter, ging die Schwiegertochter an ihrer Stelle, als Erbschaft an die nächste Generation weitergegeben. Nur bei äußerster Armut verkaufte man das Besuchsrecht an andere und brach damit die Beziehung zum alten Herrn ab. Wenn man sie grundlos wegschickte, galt das als schwere Beleidigung. |
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生活的压迫,令人烦冤,胡涂中看不清冤家,便以为家人路人,在阻碍了他的路,于是乎“推”。这不但是保存自己,而且是憎恶别人了,这类人物一阔气,出来的时候是要“清道”的。
【查旧帐 旅隼 】
【晨凉漫记 孺牛 】
【中国的奇想 游光 】
【豪语的折扣 苇索 】
【踢 丰之余 】
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Der Druck des Lebens macht die Menschen zornig und verwirrt. In der Verwirrung erkennt man den wahren Feind nicht und hält Familie und Passanten für Hindernisse auf dem eigenen Weg — also "schubst" man. Das dient nicht nur der Selbsterhaltung, sondern ist auch Abscheu gegenüber anderen. Wenn solche Leute einmal mächtig werden, lassen sie bei ihren Ausfahrten die "Straße räumen". Ich hänge keineswegs der Vergangenheit nach; ich sage nur, dass das "Schubsen" heutzutage intensiver geworden ist und sich der Bereich ausgedehnt hat. Möge der künftige Mächtige mich nicht auf den Kai der "Reaktionäre" hinüberschubsen — dann wäre ich höchst dankbar. (24. Juli.) «Alte Rechnungen überprüfen» |
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有些慷慨家说,世界上只有水和空气给与穷人。此说其实是不确的,穷人在实际上,那里能够得到和大家一样的水和空气。即使在码头上乘乘凉,也会无端被“踢”,送掉性命的:落浦。要救朋友,或拉住凶手罢,“也被用手一推”:也落浦。如果大家来相帮,那就有“反帝”的嫌疑了,“反帝”原未为中国所禁止的,然而要豫防“反动分子乘机捣乱”,所以结果还是免不了“踢”和“推”,也就是终于是落浦。
【“中国文坛的悲观” 旅隼 】
【秋夜纪游 游光 】
【“揩油” 苇索 】
【我们怎样教育儿童的? 旅隼 】
【为翻译辩护 洛文 】
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Manche Großzügige sagen, auf der Welt gebe es nur Wasser und Luft für die Armen. Diese Behauptung ist in Wahrheit ungenau: Können die Armen in der Praxis denn das gleiche Wasser und die gleiche Luft bekommen wie alle anderen? Selbst wenn sie sich am Kai ein wenig abkühlen, kann es geschehen, dass sie grundlos einen "Tritt" bekommen und ihr Leben verlieren: Sie fallen ins Wasser. Will man einem Freund helfen oder den Übeltäter festhalten, "wird man auch mit der Hand weggestoßen": Man fällt ebenfalls ins Wasser. Wenn alle zusammenkommen, um zu helfen, entsteht der Verdacht der "Anti-Imperialismus"-Aktion. "Anti-Imperialismus" ist in China zwar nicht verboten, aber man muss "reaktionäre Elemente, die die Gelegenheit zur Unruhestiftung nutzen", vorbeugen — also enden sie doch wieder mit "Tritten" und "Stößen", und am Ende fallen sie ins Wasser. Die Zeiten schreiten voran: Dampfschiffe und Flugzeuge gibt es überall. Hätte der letzte Kaiser der Südlichen Song heute gelebt, wäre er bestimmt nicht ins Meer gefallen — er hätte ins Ausland fliehen können. Stattdessen fallen die kleinen Leute ins Wasser. Der Grund ist zwar einfach, aber auch komplex, weshalb der Anstreicher Gu Hongsheng sagte: "Ich weiß es nicht." (10. August.) |
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【爬和撞 荀继 】
【各种捐班 洛文 】
【四库全书珍本 丰之余 】
【新秋杂识 旅隼 】
【帮闲法发隐 桃椎 】
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«Klettern und Anstoßen» (Xun Ji) Der frühere Professor Liang Shiqiu hat einmal gesagt: Arme wollen immer klettern, nach oben klettern, bis zur Stellung des Reichen. Nicht nur Arme — auch Sklaven wollen klettern. Wenn es die Möglichkeit gibt, hinaufzuklettern, fühlt sich sogar ein Sklave wie ein Gott, und die Welt ist natürlich friedlich. Obwohl nur sehr wenige hinaufklettern können, glaubt dennoch jeder, dass gerade dies... |
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当没有这样的事件时,那就七日一报,十日一谈,收罗废料,装进读者的脑子里去,看过一年半载,就满脑都是某阔人如何摸牌,某明星如何打嚏的典故。开心是自然也开心的。但是,人世却也要完结在这些欢迎开心的开心的人们之中的罢。
【登龙术拾遗 苇索 】
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Wenn es keine solchen Ereignisse gibt, dann berichtet man alle sieben Tage, plaudert alle zehn Tage, sammelt Ausschuss zusammen und füllt ihn in die Köpfe der Leser. Nach einem Jahr oder anderthalb ist das ganze Gehirn voll von Anekdoten darüber, wie ein gewisser Reicher Mahjong spielt oder wie ein gewisser Star niest. Amüsant ist es natürlich schon. Aber die Menschenwelt wird wohl auch ein Ende finden unter diesen Menschen, die Vergnügen willkommen heißen und sich an Vergnügen erfreuen. (28. August.) «Ergänzungen zur Kunst des Drachensteigens» |