Hongloumeng/zh-de/Chapter 30

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中文原文 (程甲本 1982) Deutsche Übersetzung (4. Auflage Woesler 2026)

話說林黛玉與寶玉角口後,也自後悔,但又無去就他之理,因此日夜悶悶,如有所失。紫鵑度其意,乃勸道:「若論前日之事,竟是姑娘太浮躁了些。別人不知寶玉那脾氣,難道咱們也不知道的。為那玉也不是鬧了一遭兩遭了。」黛玉啐道:「你倒來替人派我的不是。我怎麼浮躁了?」紫鵑笑道:「好好的,為什麼又剪了那穗子?豈不是寶玉只有三分不是,姑娘倒有七分不是。我看他素日在姑娘身上就好,皆因姑娘小性兒,常要歪派他,才這麼樣。」   林黛玉正欲答話,只聽院外叫門。紫鵑聽了一聽,笑道:「這是寶玉的聲音,想必是來賠不是來了。」林黛玉聽了道:「不許開門!」紫鵑道:「姑娘又不是了。這麼熱天毒日頭地下,曬壞了他如何使得呢!」口裡說著,便出去開門,果然是寶玉。一面讓他進來,一面笑道:「我只當是寶二爺再不上我們這門了,誰知這會子又來了。」寶玉笑道:「你們把極小的事倒說大了。好好的為什麼不來?我便死了,魂也要一日來一百遭。妹妹可大好了?」紫鵑道:「身上病好了,只是心裡氣不大好。」寶玉笑道:「我曉得有什麼氣。」一面說著,一面進來,只見林黛玉又在床上哭。   那林黛玉本不曾哭,聽見寶玉來,由不得傷了心,止不住滾下淚來。寶玉笑著走近床來,道:「妹妹身上可大好了?」林黛玉只顧拭淚,並不答應。寶玉因便挨在床沿上坐了,一面笑道:「我知道妹妹不惱我。但只是我不來,叫旁人看著,倒象是咱們又拌了嘴的似的。若等他們來勸咱們,那時節豈不咱們倒覺生分了?不如這會子,你要打要罵,憑著你怎麼樣,千萬別不理我。」說著,又把「好妹妹」叫了幾萬聲。林黛玉心裡原是再不理寶玉的,這會子見寶玉說別叫人知道他們拌了嘴就生分了似的這一句話,又可見得比人原親近,因又掌不住哭道:「你也不用哄我。從今以後,我也不敢親近二爺,二爺也全當我去了。」寶玉聽了笑道:「你往那去呢?」林黛玉道:「我回家去。」寶玉笑道:「我跟了你去。」林黛玉道:「我死了。」寶玉道:「你死了,我做和尚!」林黛玉一聞此言,登時將臉放下來,問道:「想是你要死了,胡說的是什麼!你家倒有幾個親姐姐親妹妹呢,明兒都死了,你幾個身子去作和尚?明兒我倒把這話告訴別人去評評。」   寶玉自知這話說的造次了,後悔不來,登時臉上紅脹起來,低著頭不敢則一聲。幸而屋裡沒人。林黛玉直瞪瞪的瞅了他半天,氣的一聲兒也說不出來。見寶玉憋的臉上紫脹,便咬著牙用指頭狠命的在他額顱上戳了一下,哼了一聲,咬牙說道:「你這──」剛說了兩個字,便又嘆了一口氣,仍拿起手帕子來擦眼淚。寶玉心裡原有無限的心事,又兼說錯了話,正自後悔;又見黛玉戳他一下,要說又說不出來,自嘆自泣,因此自己也有所感,不覺滾下淚來。要用帕子揩拭,不想又忘了帶來,便用衫袖去擦。林黛玉雖然哭著,卻一眼看見了,見他穿著簇新藕合紗衫,竟去拭淚,便一面自己拭著淚,一面回身將枕邊搭的一方綃帕子拿起來,向寶玉懷裡一摔,一語不發,仍掩面自泣。寶玉見他摔了帕子來,忙接住拭了淚,又挨近前些,伸手拉了林黛玉一隻手,笑道:「我的五臟都碎了,你還只是哭。走罷,我同你往老太太跟前去。」林黛玉將手一摔道:「誰同你拉拉扯扯的。一天大似一天的,還這麼涎皮賴臉的,連個道理也不知道。」   一句沒說完,只聽喊道:「好了!」寶林二人不防,都唬了一跳,回頭看時,只見鳳姐兒跳了進來,笑道:「老太太在那裡抱怨天抱怨地,只叫我來瞧瞧你們好了沒有。我說不用瞧,過不了三天,他們自己就好了。老太太罵我,說我懶。我來了,果然應了我的話了。也沒見你們兩個人有些什麼可拌的,三日好了,兩日惱了,越大越成了孩子了!有這會子拉著手哭的,昨兒為什麼又成了烏眼雞呢!還不跟我走,到老太太跟前,叫老人家也放些心。」說著拉了林黛玉就走。林黛玉回頭叫丫頭們,一個也沒有。鳳姐道:「又叫他們作什麼,有我伏侍你呢。」一面說,一面拉了就走。寶玉在後面跟著出了園門。到了賈母跟前,鳳姐笑道:「我說他們不用人費心,自己就會好的。老祖宗不信,一定叫我去說合。我及至到那裡要說合,誰知兩個人倒在一處對賠不是了。對笑對訴,倒象『黃鷹抓住了鷂子的腳』,兩個都扣了環了,那裡還要人去說合。」說的滿屋裡都笑起來。   此時寶釵正在這裡。那林黛玉只一言不發,挨著賈母坐下。寶玉沒甚說的,便向寶釵笑道:「大哥哥好日子,偏生我又不好了,沒別的禮送,連個頭也不得磕去。大哥哥不知我病,倒像我懶,推故不去的。倘或明兒惱了,姐姐替我分辨分辨。」寶釵笑道:「這也多事。你便要去也不敢驚動,何況身上不好,弟兄們日日一處,要存這個心倒生分了。」寶玉又笑道:「姐姐知道體諒我就好了。」又道:「姐姐怎麼不看戲去?」寶釵道:「我怕熱,看了兩出,熱的很。要走,客又不散。我少不得推身上不好,就來了。」寶玉聽說,自己由不得臉上沒意思,只得又搭訕笑道:「怪不得他們拿姐姐比楊妃,原來也體豐怯熱。」寶釵聽說,不由的大怒,待要怎樣,又不好怎樣。回思了一回,臉紅起來,便冷笑了兩聲,說道:「我倒象楊妃,只是沒一個好哥哥好兄弟可以作得楊國忠的!」二人正說著,可巧小丫頭靛兒因不見了扇子,和寶釵笑道:「必是寶姑娘藏了我的。好姑娘,賞我罷。」寶釵指他道:「你要仔細!我和你頑過,你再疑我。和你素日嘻皮笑臉的那些姑娘們跟前,你該問他們去。」說的個靛兒跑了。寶玉自知又把話說造次了,當著許多人,更比才在林黛玉跟前更不好意思,便急回身又同別人搭訕去了。   林黛玉聽見寶玉奚落寶釵,心中著實得意,才要搭言也趁勢兒取個笑,不想靛兒因找扇子,寶釵又發了兩句話,他便改口笑道:「寶姐姐,你聽了兩出什麼戲?」寶釵因見林黛玉面上有得意之態,一定是聽了寶玉方纔奚落之言,遂了他的心愿,忽又見問他這話,便笑道:「我看的是李逵罵了宋江,後來又賠不是。」寶玉便笑道:「姐姐通今博古,色色都知道,怎麼連這一齣戲的名字也不知道,就說了這麼一串子。這叫《負荊請罪》。」寶釵笑道:「原來這叫作《負荊請罪》!你們通今博古,才知道『負荊請罪』,我不知道什麼是『負荊請罪』!」一句話還未說完,寶玉林黛玉二人心裡有病,聽了這話早把臉羞紅了。鳳姐於這些上雖不通達,但只見他三人形景,便知其意,便也笑著問人道:「你們大暑天,誰還吃生薑呢?」眾人不解其意,便說道:「沒有吃生薑。」鳳姐故意用手摸著腮,詫異道: 「既沒人吃生薑,怎麼這麼辣辣的?」寶玉黛玉二人聽見這話,越發不好過了。寶釵再要說話,見寶玉十分討愧,形景改變,也就不好再說,只得一笑收住。別人總未解得他四個人的言語,因此付之流水。   一時寶釵鳳姐去了,林黛玉笑向寶玉道:「你也試著比我利害的人了。誰都像我心拙口笨的,由著人說呢。」寶玉正因寶釵多了心,自己沒趣,又見林黛玉來問著他,越發沒好氣起來。待要說兩句,又恐林黛玉多心,說不得忍著氣,無精打采一直出來。   誰知目今盛暑之時,又當早飯已過,各處主僕人等多半都因日長神倦之時,寶玉背著手,到一處,一處鴉雀無聞。從賈母這裡出來,往西走過了穿堂,便是鳳姐的院落。到他們院門前,只見院門掩著。知道鳳姐素日的規矩,每到天熱,午間要歇一個時辰的,進去不便,遂進角門,來到王夫人上房內。只見幾個丫頭子手裡拿著針線,卻打盹兒呢。王夫人在裡間涼榻上睡著,金釧兒坐在旁邊捶腿,也乜斜著眼亂恍。   寶玉輕輕的走到跟前,把他耳上帶的墜子一摘,金釧兒睜開眼,見是寶玉。寶玉悄悄的笑道:「就困的這麼著?」金釧抿嘴一笑,擺手令他出去,仍合上眼。寶玉見了他,就有些戀戀不捨的,悄悄的探頭瞧瞧王夫人合著眼,便自己向身邊荷包裡帶的香雪潤津丹掏了出來,便向金釧兒口裡一送。金釧兒並不睜眼,只管噙了。寶玉上來便拉著手,悄悄的笑道:「我明日和太太討你,咱們在一處罷。」金釧兒不答。寶玉又道:「不然,等太太醒了我就討。」金釧兒睜開眼,將寶玉一推,笑道:「你忙什麼!『金簪子掉在井裡頭,有你的只是有你的』,連這句話語難道也不明白?我倒告訴你個巧宗兒,你往東小院子里拿環哥兒同彩雲去。」寶玉笑道: 「憑他怎麼去罷,我只守著你。」只見王夫人翻身起來,照金釧兒臉上就打了個嘴巴子,指著罵道:「下作小娼婦,好好的爺們,都叫你教壞了。」寶玉見王夫人起來,早一溜煙去了。   這裡金釧兒半邊臉火熱,一聲不敢言語。登時眾丫頭聽見王夫人醒了,都忙進來。王夫人便叫玉釧兒:「把你媽叫來,帶出你姐姐去。」金釧兒聽說,忙跪下哭道:「我再不敢了。太太要打罵,只管發落,別叫我出去就是天恩了。我跟了太太十來年,這會子攆出去,我還見人不見人呢!」王夫人固然是個寬仁慈厚的人,從來不曾打過丫頭們一下,今忽見金釧兒行此無恥之事,此乃平生最恨者,故氣忿不過,打了一下,罵了幾句。雖金釧兒苦求,亦不肯收留,到底喚了金釧兒之母白老媳婦來領了下去。那金釧兒含羞忍辱的出去,不在話下。   且說那寶玉見王夫人醒來,自己沒趣,忙進大觀園來。只見赤日當空,樹陰合地,滿耳蟬聲,靜無人語。剛到了薔薇花架,只聽有人哽噎之聲。寶玉心中疑惑,便站住細聽,果然架下那邊有人。如今五月之際,那薔薇正是花葉茂盛之際,寶玉便悄悄的隔著籬笆洞兒一看,只見一個女孩子蹲在花下,手裡拿著根綰頭的簪子在地下摳土,一面悄悄的流淚。寶玉心中想道:「難道這也是個痴丫頭,又象顰兒來葬花不成?」因又自嘆道:「若真也葬花,可謂『東施效顰』,不但不為新特,且更可厭了。」想畢,便要叫那女子,說:「你不用跟著那林姑娘學了。」話未出口,幸而再看時,這女孩子面生,不是個侍兒,倒象是那十二個學戲的女孩子之內的,卻辨不出他是生旦凈醜那一個角色來。寶玉忙把舌頭一伸,將口掩住,自己想道:「幸而不曾造次。上兩次皆因造次了,顰兒也生氣,寶兒也多心,如今再得罪了他們,越發沒意思了。」   一面想,一面又恨認不得這個是誰。再留神細看,只見這女孩子眉蹙春山,眼顰秋水,面薄腰纖,裊裊婷婷,大有林黛玉之態。寶玉早又不忍棄他而去,只管痴看。只見他雖然用金簪劃地,並不是掘土埋花,竟是向土上畫字。寶玉用眼隨著簪子的起落,一直一畫一點一勾的看了去,數一數,十八筆。自己又在手心裡用指頭按著他方纔下筆的規矩寫了,猜是個什麼字。寫成一想,原來就是個薔薇花的「薔」字。寶玉想道:「必定是他也要作詩填詞。這會子見了這花,因有所感,或者偶成了兩句,一時興至恐忘,在地下畫著推敲,也未可知。且看他底下再寫什麼。」一面想,一面又看,只見那女孩子還在那裡畫呢,畫來畫去,還是個「薔」字。再看,還是個「薔」字。裡面的原是早已痴了,畫完一個又畫一個,已經畫了有幾千個「薔」。外面的不覺也看痴了,兩個眼睛珠兒只管隨著簪子動,心裡卻想:「這女孩子一定有什麼話說不出來的大心事,才這樣個形景。外面既是這個形景,心裡不知怎麼熬煎。看他的模樣兒這般單薄,心裡那裡還擱的住熬煎。可恨我不能替你分些過來。」   伏中陰晴不定,片雲可以致雨,忽一陣涼風過了,唰唰的落下一陣雨來。寶玉看著那女子頭上滴下水來,紗衣裳登時濕了。寶玉想道:「這時下雨。他這個身子,如何禁得驟雨一激!」因此禁不住便說道:「不用寫了。你看下大雨,身上都濕了。」那女孩子聽說倒唬了一跳,抬頭一看,只見花外一個人叫他不要寫了,下大雨了。一則寶玉臉面俊秀;二則花葉繁茂,上下俱被枝葉隱住,剛露著半邊臉,那女孩子只當是個丫頭,再不想是寶玉,因笑道:「多謝姐姐提醒了我。難道姐姐在外頭有什麼遮雨的?」一句提醒了寶玉,「噯喲」了一聲,才覺得渾身冰涼。低頭一看,自己身上也都濕了。說聲「不好」,只得一氣跑回怡紅院去了,心裡卻還記掛著那女孩子沒處避雨。   原來明日是端陽節,那文官等十二個女子都放了學,進園來各處頑耍。可巧小生寶官、正旦玉官兩個女孩子,正在怡紅院和襲人玩笑,被大雨阻住。大家把溝堵了,水積在院內,把些綠頭鴨、花鸂鶒、彩鴛鴦,捉的捉,趕的趕,縫了翅膀,放在院內頑耍,將院門關了。襲人等都在游廊上嘻笑。   寶玉見關著門,便以手扣門,裡面諸人只顧笑,那裡聽見。叫了半日,拍的門山響,裡面方聽見了,估諒著寶玉這會子再不回來的。襲人笑道:「誰這會子叫門,沒人開去。」寶玉道:「是我。」麝月道:「是寶姑娘的聲音。」晴雯道:「胡說!寶姑娘這會子做什麼來。」襲人道:「讓我隔著門縫兒瞧瞧,可開就開,要不可開,叫他淋著去。」說著,便順著游廊到門前,往外一瞧,只見寶玉淋的雨打雞一般。襲人見了又是著忙又是可笑,忙開了門,笑的彎著腰拍手道:「這麼大雨地里跑什麼?那裡知道爺回來了。」寶玉一肚子沒好氣,滿心裡要把開門的踢幾腳,及開了門,並不看真是誰,還只當是那些小丫頭子們,便抬腿踢在肋上。襲人 「噯喲」了一聲。寶玉還罵道:「下流東西們!我素日擔待你們得了意,一點兒也不怕,越發拿我取笑兒了。」口裡說著,一低頭見是襲人哭了,方知踢錯了,忙笑道:「噯喲,是你來了!踢在那裡了?」襲人從來不曾受過大話的,今兒忽見寶玉生氣踢他一下,又當著許多人,又是羞,又是氣,又是疼,真一時置身無地。待要怎麼樣,料著寶玉未必是安心踢他,少不得忍著說道:「沒有踢著。還不換衣裳去。」寶玉一面進房來解衣,一面笑道:「我長了這麼大,今日是頭一遭兒生氣打人,不想就偏遇見了你!」襲人一面忍痛換衣裳,一面笑道:「我是個起頭兒的人,不論事大事小事好事歹,自然也該從我起。但只是別說打了我,明兒順了手也打起別人來。」寶玉道:「我才也不是安心。」襲人道:「誰說你是安心了!素日開門關門,都是那起小丫頭子們的事。他們是憨皮慣了的,早已恨的人牙癢癢,他們也沒個怕懼兒。你當是他們,踢一下子,唬唬他們也好些。才剛是我淘氣,不叫開門的。」   說著,那雨已住了,寶官、玉官也早去了。襲人只覺肋下疼的心裡發鬧,晚飯也不曾好生吃。至晚間洗澡時脫了衣服,只見肋上青了碗大一塊,自己倒唬了一跳,又不好聲張。一時睡下,夢中作痛,由不得「噯喲」之聲從睡中哼出。寶玉雖說不是安心,因見襲人懶懶的,也睡不安穩。忽夜間聽得「噯喲」,便知踢重了,自己下床那牡秉燈來照。剛到床前,只見襲人嗽了兩聲,吐出一口痰來,「噯喲」一聲,睜開眼見了寶玉,倒唬了一跳道:「作什麼?」寶玉道:「你夢裡『噯喲』,必定踢重了。我瞧瞧。」襲人道:「我頭上發暈,嗓子里又腥又甜,你倒照一照地下罷。」寶玉聽說,果然持燈向地下一照,只見一口鮮血在地。寶玉慌了,只說:「了不得了!」襲人見了,也就心冷了半截。要知端的,且聽下回分解。

  

注释

Kapitel 30 Schatzspange nutzt einen Fächer als Anlass für doppeldeutige Seitenhiebe — Lingguan[1] malt das Zeichen „Rose" und wird selbst zur Betörten

Es wird erzählt, dass Kajaljade[2] es ebenfalls bereute, sich mit Schatzjade[3] gezankt zu haben, doch fand sie keinen Grund, den ersten Schritt zur Versöhnung zu tun. So grübelte sie Tag und Nacht in gedrückter Stimmung, als hätte sie etwas verloren. Purpurkuckuck[4] erriet ihre Gedanken und redete ihr zu: „Was den Vorfall neulich betrifft, so wart Ihr diesmal wirklich etwas zu aufbrausend, Fräulein. Wenn auch andere Schatzjades Temperament nicht kennen mögen — wir kennen es doch! Schließlich hat es wegen dieses Jadesteins nicht erst ein- oder zweimal Aufruhr gegeben."

Kajaljade schnaubte verächtlich: „Da wirfst du mir im Namen anderer Leute Fehler vor! Inwiefern war ich aufbrausend?"

Purpurkuckuck erwiderte lächelnd: „Was musste denn die Quaste zerschnitten werden, ohne jeden Grund? Ist es denn nicht so, dass Schatzjade nur zu drei Zehnteln im Unrecht war, während sieben Zehntel Euch anzulasten sind? Ich finde, er ist stets gut zu Euch, doch weil Ihr so empfindlich seid und ihm ständig ungerechtfertigte Vorhaltungen macht, ist es so gekommen."

Gerade als Kajaljade erwidern wollte, hörte man draußen am Hoftor jemanden rufen und um Einlass bitten. Purpurkuckuck lauschte einen Moment und sagte lächelnd: „Das ist Schatzjades Stimme. Er kommt sicher, um sich zu entschuldigen."

Kajaljade befahl: „Du darfst ihm nicht öffnen!"

Purpurkuckuck wandte ein: „Da verhaltet Ihr Euch wieder nicht recht, Fräulein. Bei dieser Hitze und dieser sengenden Sonne — wenn er sich einen Hitzschlag holt, wer trägt dann die Verantwortung?" Während sie noch sprach, ging sie schon hinaus und öffnete das Tor. Tatsächlich war es Schatzjade. Während sie ihn hereinließ, sagte sie lächelnd: „Ich dachte schon, der junge Herr würde unsere Schwelle nie wieder betreten, und nun seid Ihr doch hier!"

Schatzjade entgegnete lächelnd: „Ihr macht aus einer Mücke einen Elefanten! Warum sollte ich denn nicht kommen? Selbst nach meinem Tod wird mein Geist hundertmal am Tag hierherkommen. Geht es meiner Kusine wieder besser?"

Purpurkuckuck antwortete: „Körperlich geht es ihr besser, aber im Herzen ist sie noch verstimmt."

Schatzjade sagte lächelnd: „Ich weiß schon, was sie bedrückt." Während er noch sprach, betrat er das Zimmer und sah Kajaljade wieder weinend auf dem Bett liegen.

Dabei hatte Kajaljade zunächst gar nicht geweint, doch als sie hörte, dass Schatzjade kam, wurde sie unwillkürlich von Schmerz überwältigt und konnte die Tränen nicht zurückhalten. Schatzjade ging lächelnd auf das Bett zu und fragte: „Geht es dir wieder besser, Kusinchen?"

Kajaljade wischte sich nur die Tränen ab, ohne zu antworten. Da setzte sich Schatzjade dicht an die Bettkante und sagte lächelnd: „Ich weiß ja, dass du mir nicht böse bist. Aber wenn ich nicht herkäme, würden es die anderen bemerken, und es sähe aus, als hätten wir uns wieder gestritten. Und wenn sie dann kämen, um uns zu versöhnen — wäre das nicht so, als wären wir einander fremd geworden? Lieber lasse ich jetzt alles über mich ergehen: Du kannst mich schlagen oder schelten, ganz wie du willst — nur ignoriere mich nicht!" Und er rief sie tausend- und zehntausendmal „liebes Kusinchen".

Im Herzen hatte Kajaljade sich fest vorgenommen, Schatzjade keines Blickes mehr zu würdigen. Doch als er nun sagte, niemand solle merken, dass sie sich gestritten hätten, weil es sonst so aussähe, als seien sie einander fremd geworden — da erkannte sie darin, dass er sie doch inniger liebte als alle anderen. So konnte sie sich nicht mehr zurückhalten und sagte unter Tränen: „Du brauchst mir nicht schönzutun! Von nun an werde ich es nicht mehr wagen, mich dem jungen Herrn zu nähern, und der junge Herr möge einfach annehmen, ich sei fort."

Schatzjade fragte lächelnd: „Wohin willst du denn gehen?"

Kajaljade sagte: „Ich gehe nach Hause."

Schatzjade erwiderte lächelnd: „Dann folge ich dir!"

Kajaljade sagte: „Und wenn ich sterbe?"

Schatzjade antwortete: „Wenn du stirbst, werde ich Mönch!"

Kaum hatte Kajaljade diese Worte vernommen, veränderte sich ihre Miene schlagartig. Sie fragte: „Was redest du da für einen Unsinn! Willst du etwa selbst sterben? Du hast doch mehrere leibliche Schwestern und Kusinen im Haus — wenn die alle sterben, wie viele Körper hast du dann, um so oft Mönch zu werden? Morgen werde ich das allen erzählen und sie darüber urteilen lassen!"

Schatzjade erkannte, dass seine Worte unüberlegt gewesen waren. Doch die Reue kam zu spät. Er lief rot an, ließ den Kopf hängen und wagte keinen Ton mehr zu sagen. Zum Glück war niemand sonst im Zimmer.

Kajaljade starrte ihn lange unverwandt an und brachte vor Zorn kein Wort heraus. Als sie sah, wie ihm das Blut ins Gesicht stieg und er schon ganz blau anlief, biss sie die Zähne zusammen und bohrte ihm mit aller Kraft den Finger in die Stirn. „Hmm!", machte sie, dann stieß sie zähneknirschend hervor: „Du bist wirklich —" Doch kaum hatte sie diese zwei Worte gesagt, seufzte sie nur und griff wieder zum Taschentuch, um sich die Tränen abzuwischen.

Schatzjade hatte unendlich viel auf dem Herzen, und dann hatte er noch etwas Unbedachtes gesagt und bereute es zutiefst. Als Kajaljade ihm auch noch den Finger in die Stirn bohrte und etwas sagen wollte, es aber nicht konnte, sondern nur seufzte und weinte — da wurde auch er von Rührung überwältigt, und unwillkürlich rollten ihm die Tränen über die Wangen. Er wollte nach einem Taschentuch greifen, stellte aber fest, dass er wieder einmal vergessen hatte, eines einzustecken, und wischte sich die Augen mit dem Ärmel ab.

Obwohl Kajaljade weinte, hatte sie doch mit einem Blick bemerkt, dass Schatzjade ein nagelneues Gewand aus lotusfarbenem Seidengaze trug und sich damit die Tränen abwischte. Sie wischte sich selbst die Tränen ab, wandte sich um, nahm ein seidenes Tuch, das neben ihrem Kopfkissen lag, und warf es Schatzjade an die Brust, ohne ein Wort zu sagen. Dann bedeckte sie wieder ihr Gesicht und weinte weiter.

Schatzjade fing das Tuch auf, wischte sich die Tränen ab, rückte noch näher heran, ergriff Kajaljades Hand und sagte lächelnd: „Mir zerreißt es schon alle fünf Eingeweide [Anm.: Herz, Leber, Milz, Lunge, Nieren — ein Ausdruck tiefen Herzeleids], und du weinst immer noch. Komm, lass uns zusammen zur Herzoginmutter gehen!"

Kajaljade entzog ihm ihre Hand und sagte: „Was soll das Händezerren! Du wirst von Tag zu Tag älter und bist trotzdem so dreist und unverschämt und weißt nicht, was sich gehört!"

Kaum hatte sie den Satz beendet, rief plötzlich jemand: „Das ist aber fein!"

Schatzjade und Kajaljade, die darauf nicht gefasst waren, fuhren vor Schreck zusammen. Als sie sich umwandten, sahen sie Phönixglanz[5], die hereingesprungen kam und lächelnd sagte: „Die Herzoginmutter hadert drüben mit Himmel und Erde und schickt mich ständig her, um nachzusehen, ob ihr euch wieder vertragen habt. Ich habe gesagt: ‚Dazu brauche ich gar nicht hinzugehen, in weniger als drei Tagen vertragen sie sich von selbst.' Aber die Herzoginmutter hat mich ausgescholten und gesagt, ich sei faul. Nun bin ich da, und tatsächlich hat sich bestätigt, was ich gesagt habe! Ich weiß wirklich nicht, was ihr beide immer zu zanken habt — drei Tage seid ihr euch gut, und zwei Tage seid ihr euch böse. Je älter ihr werdet, desto kindischer werdet ihr! Wenn ihr jetzt Hand in Hand weint, warum musstet ihr dann gestern wie die Kampfhähne aufeinander losgehen? Und jetzt komm mit mir zur Herzoginmutter, damit die alte Dame sich wieder beruhigen kann!" Damit fasste sie Kajaljade bei der Hand und zog sie mit sich.

Kajaljade wandte sich um und rief nach ihren Dienerinnen, doch keine war da. Phönixglanz sagte: „Wozu brauchst du die? Ich bin ja da, um dich zu bedienen!" Und schon ging sie los und zog Kajaljade mit sich. Schatzjade folgte ihnen. So verließen sie den Garten und kamen zur Herzoginmutter.

Dort berichtete Phönixglanz lächelnd: „Habe ich nicht gesagt, man brauche sich um die beiden keine Sorgen zu machen, sie würden sich ganz von selbst wieder vertragen? Aber Ihr, ehrwürdige Ahnin, wolltet das nicht glauben und habt mir unbedingt befohlen, hinzugehen und sie zu versöhnen. Als ich dann ankam und vermitteln wollte, saßen die beiden schon beieinander und baten sich gegenseitig um Verzeihung. Lachend und weinend zugleich haben sie aufeinander eingeredet — es war wie bei dem Sprichwort vom ‚Habicht, der den Sperber am Bein gepackt hat' [Anm.: 黄鹰抓住了鹞子的脚, ein Sprichwort für zwei, die sich so ineinander verkeilt haben, dass keiner loslassen kann]: Beide haben sich so verhakt, dass keiner mehr loskam. Da brauchte es wirklich niemanden mehr zur Versöhnung!" Alle im Zimmer brachen in Gelächter aus.

Schatzspange[6] war gerade anwesend. Kajaljade setzte sich wortlos neben die Herzoginmutter. Schatzjade, dem nichts einfiel, was er sagen konnte, wandte sich lächelnd an Schatzspange: „Gerade ist der große Festtag meines älteren Vetters, und ausgerechnet da bin ich krank. Ich habe ihm nicht einmal ein Geschenk schicken können, geschweige denn meinen Stirnaufschlag vor ihm machen. Er weiß nicht, dass ich krank bin, und denkt vielleicht, ich sei zu faul gewesen und hätte mich nur herausreden wollen, um nicht kommen zu müssen. Falls er mir böse sein sollte, erkläre es ihm bitte, Schwester!"

Schatzspange erwiderte lächelnd: „Da machst du dir zu viele Gedanken. Selbst wenn du hingegangen wärst, hätte man es nicht gewagt, dich zu behelligen, um wieviel mehr gilt das, wenn du krank bist. Vettern, die täglich zusammen sind — wenn man sich da solche Sorgen machte, wäre es ja, als behandle man einander wie Fremde."

Schatzjade sagte lächelnd: „Wenn du Verständnis für mich hast, bin ich beruhigt." Dann fragte er: „Warum bist du nicht bei der Theatervorführung geblieben?"

Schatzspange antwortete: „Ich vertrage die Hitze schlecht. Ich habe mir zwei Szenen angesehen, dann war es mir zu heiß, und ich wollte gehen. Aber da die Gäste noch nicht aufbrachen, blieb mir nichts anderes übrig, als vorzugeben, ich fühlte mich nicht wohl, und hierherzukommen."

Als Schatzjade das hörte, war ihm unwillkürlich etwas peinlich zumute, und er versuchte lächelnd abzulenken: „Kein Wunder, dass man dich mit der Yang Guifei [Anm.: 杨贵妃, Yang Yuhuan, die legendär schöne und wohlbeleibte Lieblingskonkubine des Tang-Kaisers Xuanzong] vergleicht — auch du bist so wohlgerundet und hitzeempfindlich."

Als Schatzspange diese Worte hörte, wurde sie so zornig, dass sie Schatzjade am liebsten gehörig zurechtgewiesen hätte — doch das schickte sich nicht. Sie überlegte kurz, lief rot an und sagte dann mit eisigem Lachen: „Ich mag ja der Yang Guifei gleichen — nur fehlt mir leider ein passender Vetter, der den Yang Guozhong [Anm.: 杨国忠, der berüchtigte Cousin der Yang Guifei, der dank ihrer Gunst zum Kanzler aufstieg] spielen könnte!"

Während die beiden noch miteinander sprachen, kam zufällig das kleine Dienstmädchen Indigo [靛儿], die ihren Fächer vermisste, und sagte lächelnd zu Schatzspange: „Bestimmt hat das Fräulein Schnee meinen Fächer versteckt! Gebt ihn mir bitte wieder, liebes Fräulein!"

Schatzspange wies mit dem Finger auf sie und sagte: „Nimm dich in Acht! Habe ich je solche Scherze mit dir getrieben, dass du mich verdächtigst? Geh lieber zu den Fräulein, die sonst immer Spaß mit dir treiben — bei denen solltest du nachfragen!" Das verschreckte Indigo, die davonlief.

Schatzjade erkannte, dass er schon wieder etwas Unbedachtes gesagt hatte, und in Gegenwart so vieler Leute war ihm das noch peinlicher als vorhin bei Kajaljade. So wandte er sich hastig ab und suchte anderswo Unterhaltung.

Kajaljade hatte mit Genugtuung gehört, wie Schatzjade Schatzspange beschämte, und wollte gerade die Gelegenheit nutzen, um ebenfalls einen spöttischen Kommentar loszuwerden. Doch da kam Indigo wegen des Fächers dazwischen, und nach Schatzspanges scharfer Erwiderung änderte Kajaljade rasch ihren Tonfall und fragte lächelnd: „Schwester Schatzspange, was für Szenen hast du dir angesehen?"

Schatzspange, die Kajaljades zufriedenen Gesichtsausdruck bemerkt hatte — zweifellos hatte sie Schatzjades Kränkung mitbekommen, und nun freute sie sich darüber —, antwortete lächelnd: „Ich habe gesehen, wie Li Kui [Anm.: 李逵, der unbändige Held aus dem Roman ‚Die Räuber vom Liangshanmoor'] den Song Jiang beschimpfte und sich hinterher bei ihm entschuldigte."

Schatzjade lachte und sagte: „Du bist doch bewandert in der Literatur von Altertum und Gegenwart und weißt über alles Bescheid — wie kommt es, dass du den Namen dieses Stücks nicht kennst und es uns stattdessen so umständlich schilderst? Es heißt ‚Reumütige Entschuldigung' [Anm.: 负荆请罪, wörtlich ‚Dornenruten auf dem Rücken tragend um Verzeihung bitten', ein Stück über Lian Po und Lin Xiangru aus der Zeit der Streitenden Reiche]."

Schatzspange erwiderte lächelnd: „Ach so, ‚Reumütige Entschuldigung' heißt es! Ihr seid es ja, die mit der Literatur aus alter und neuer Zeit vertraut sind — da müsst ihr natürlich wissen, was eine ‚reumütige Entschuldigung' ist. Ich dagegen weiß nicht, was das ist!"

Noch ehe sie zu Ende gesprochen hatte, wurde es Schatzjade und Kajaljade schon heiß und kalt, denn beide hatten ein schlechtes Gewissen [Anm.: Schatzspange spielt damit auf den Streit zwischen Schatzjade und Kajaljade an, der einer ‚reumütigen Entschuldigung' bedurfte], und als das letzte Wort verklang, waren sie beide schon schamrot geworden.

Phönixglanz verstand zwar von solchen literarischen Anspielungen nichts, doch als sie die verlegenen Mienen der drei beobachtete, begriff sie den Zusammenhang und fragte lächelnd in die Runde: „Wer von euch hat denn bei dieser Sommerhitze frischen Ingwer gegessen?" Niemand verstand, was sie meinte, und alle sagten: „Wir nicht." Da legte Phönixglanz absichtlich verwundert die Hand an die Wange und sagte: „Wenn niemand frischen Ingwer gegessen hat, woher kommt dann diese Schärfe, die hier in der Luft liegt?" [Anm.: 辣 (là) bedeutet sowohl „scharf" als auch „beißend/stechend"; Phönixglanz spielt darauf an, dass Schatzspanges Worte „scharf" wie Ingwer waren]

Als Schatzjade und Kajaljade das hörten, wurde ihnen erst recht unbehaglich. Schatzspange hatte eigentlich noch etwas sagen wollen, doch als sie Schatzjades beschämtes, verändertes Gesicht sah, ließ sie es lieber bleiben und lachte nur noch. Die übrigen Anwesenden hatten sowieso nichts von dem verstanden, was die vier gesagt hatten, und ließen es an sich vorbeirauschen.

Als Schatzspange und Phönixglanz bald darauf gegangen waren, sagte Kajaljade lächelnd zu Schatzjade: „Siehst du, jetzt hast du es einmal mit jemandem zu tun bekommen, der schlagfertiger ist als ich! Nicht jeder hat ein so einfältiges Herz und eine so unbeholfene Zunge wie ich und lässt sich alles von den Leuten gefallen."

Schatzjade, der sich ohnehin schon elend fühlte, weil Schatzspange ihm seine Worte verübelt hatte, wurde durch diese Bemerkung Kajaljades ganz und gar niedergeschlagen. Er wollte ihr etwas erwidern, fürchtete aber, sie könnte sich das zu Herzen nehmen. So biss er die Zähne zusammen, beherrschte sich und ging lustlos und niedergeschlagen hinaus.

Da es mitten im Hochsommer war und die Frühmahlzeit längst vorüber, hatten sich Herrschaft und Dienerschaft, ermüdet von der Hitze des langen Tages, allerorten zur Ruhe begeben. Schatzjade ging mit auf dem Rücken verschränkten Händen von einem Raum zum anderen — überall herrschte Totenstille. Von der Herzoginmutter kommend, wandte er sich nach Westen, durchquerte die Durchgangshalle und gelangte zu Phönixglanz' Wohnhof. Das Hoftor war angelehnt. Da Schatzjade wusste, dass es zu Phönixglanz' Gewohnheiten gehörte, an heißen Tagen über Mittag eine Doppelstunde zu ruhen, wollte er nicht eintreten. Stattdessen ging er durch das Seitentor zu den Haupträumen von Dame König [Anm.: 王夫人, Schatzjades Mutter].

Dort fand er einige Dienstmädchen mit Näharbeiten in der Hand, die eingenickt waren. Dame König schlief im hinteren Raum auf einem kühlen Ruhebett, und Goldnadel[7], die neben ihr saß und ihr die Beine klopfte, waren ebenfalls die Augen zugefallen; ihr Körper schwankte schläfrig hin und her.

Schatzjade trat leise zu ihr und entfernte einen Ohrring von ihrem Ohr. Goldnadel schlug die Augen auf und erkannte Schatzjade. „So müde?", flüsterte er lächelnd. Goldnadel verzog den Mund zu einem Lächeln und gab ihm mit einer Handbewegung ein Zeichen hinauszugehen, dann schloss sie wieder die Augen.

Als Schatzjade sie so sah, konnte er sich nicht losreißen. Er reckte vorsichtig den Hals und vergewisserte sich, dass Dame König die Augen geschlossen hatte. Dann holte er aus dem Beutelchen an seinem Gürtel eine „Duftschnee"-Erfrischungspastille [Anm.: 香雪润津丹, eine aromatische Pastille zum Erfrischen des Mundes] hervor und schob sie Goldnadel in den Mund. Goldnadel lutschte sie, ohne die Augen zu öffnen.

Schatzjade rückte näher, ergriff ihre Hand und flüsterte: „Morgen bitte ich die gnädige Frau, dich mir zu geben, dann können wir zusammen sein!"

Goldnadel antwortete nicht.

Schatzjade fuhr fort: „Oder ich bitte sie sofort, wenn sie aufwacht!"

Da öffnete Goldnadel die Augen, schob Schatzjade von sich weg und sagte lächelnd: „Was hast du es so eilig! ‚Die goldene Haarnadel fiel in den Brunnen — was dein ist, das bleibt dein.' [Anm.: Ein Sprichwort, das bedeutet: Was einem bestimmt ist, geht nicht verloren] Verstehst du nicht einmal dieses Sprichwort? Aber ich sage dir, wo es etwas zu sehen gibt: Geh in den kleinen Osthof und schnapp dir den jungen Herrn Ring[8] mit Buntwölkchen [彩云]!"

Schatzjade lachte: „Soll er doch tun, was er will — mich kümmert nur, bei dir zu sein."

Da richtete sich Dame König plötzlich auf, gab Goldnadel eine schallende Ohrfeige, zeigte mit dem Finger auf sie und schimpfte: „Du niederträchtige kleine Hure! Unschuldige junge Herren verführst du!"

Schatzjade war, sobald er Dame König sich aufrichten sah, blitzschnell verschwunden.

Goldnadel brannte die eine Gesichtshälfte wie Feuer, doch sie wagte kein einziges Wort zu sagen. Im nächsten Augenblick eilten die übrigen Dienstmädchen herbei, die bemerkt hatten, dass Dame König wach war. Dame König rief Kette [玉钏儿, Goldnadels jüngere Schwester]: „Hol deine Mutter, sie soll deine ältere Schwester abholen!"

Kaum hatte Goldnadel diese Worte gehört, als sie vor Dame König niederkniete und weinend flehte: „Nie wieder werde ich es tun! Straft mich mit Schlägen und Schelte, ganz wie Ihr wollt, gnädige Frau, nur schickt mich nicht fort — das wäre eine himmlische Gnade! Zehn Jahre habe ich Euch gedient, gnädige Frau. Wenn Ihr mich jetzt hinauswerft, wie soll ich je wieder einem Menschen ins Gesicht sehen?"

Dame König war in Wahrheit ein gütiger und großherziger Mensch und hatte noch nie in ihrem Leben ein Dienstmädchen geschlagen. Doch als sie nun mit eigenen Augen solch schamloses Treiben hatte mitansehen müssen — und Schamlosigkeit war das, was sie auf der Welt am meisten verabscheute —, war sie so empört gewesen, dass sie zugeschlagen und gescholten hatte. So sehr Goldnadel auch flehte, Dame König war nicht bereit, sie zu behalten. Schließlich ließ sie Goldnadels Mutter, die alte Dienerin Bai, rufen, die Goldnadel mit sich nahm. In Scham und Schande ging Goldnadel fort, und mehr soll hier von ihr nicht die Rede sein.

Schatzjade aber, dem die Laune verdorben war, seit er gesehen hatte, wie Dame König aufgewacht war, ging eilig in den Garten der Großen Anschauung [大观园] hinüber. Die glühende Sonne stand hoch am Himmel, die Schatten der Bäume bedeckten die Erde, ringsum erfüllte das Zirpen der Zikaden die Luft, und keine menschliche Stimme war zu hören. Gerade als er zum Rosenspalier kam, vernahm er plötzlich ein verhaltenes Schluchzen. Schatzjade, verwundert, blieb stehen und lauschte aufmerksam. Tatsächlich war jemand auf der anderen Seite des Spaliers. Es war die Zeit des fünften Monats, und die Rosensträucher standen in voller Blüte, üppig mit Blättern und Blüten bedeckt.

Vorsichtig spähte Schatzjade durch eine Lücke im Flechtwerk und erblickte ein Mädchen, das vor den Sträuchern in der Hocke saß, mit einem Haarpfeil, wie man ihn für eine Schneckenfrisur verwendet, in der Erde stocherte und leise vor sich hin weinte.

Schatzjade dachte bei sich: „Ist das etwa noch so ein närrisches Mädchen, das wie Kajaljade Blüten begraben will?" Dann seufzte er und sagte sich: „Wenn sie wirklich Blüten begraben wollte, so wäre das nichts als ‚die hässliche Xishi, die gerunzelte Brauen nachahmt' [Anm.: 东施效颦, ein Sprichwort für plumpe Nachahmung] — nicht nur ohne jeden Reiz des Neuen, sondern geradezu abstoßend." Er wollte das Mädchen schon ansprechen und sagen: „Du brauchst Fräulein Lin nicht nachzuahmen!" — doch ehe er den Mund öffnete, blickte er zum Glück noch einmal genauer hin. Das Mädchen war ihm fremd; es gehörte nicht zur Dienerschaft, sondern sah aus wie eines der zwölf Mädchen aus der Theatertruppe, nur konnte er nicht erkennen, welche Rolle sie spielte — jungen Mann, junge Frau, den Gerechten oder den Spaßmacher.

Rasch biss er sich auf die Zunge und hielt sich den Mund zu. „Ein Glück, dass ich nicht wieder so voreilig war!", dachte er. „Schon zweimal habe ich heute etwas Unbedachtes gesagt: Erst habe ich Kajaljade erzürnt, dann hat Schatzspange es mir verübelt. Wenn ich jetzt auch noch diese hier kränken würde, wäre es endgültig vorbei!"

Während er so nachdachte, ärgerte es ihn, dass er das Mädchen nicht erkennen konnte. Er sah noch einmal genauer hin: Ihre Brauen wölbten sich wie bewaldete Frühlingshügel, ihre Augen schimmerten wie der Wasserspiegel herbstlicher Seen. Ihr Gesicht war schmal, ihre Taille zierlich, und in ihrer anmutigen Zartheit erinnerte sie sehr an Kajaljade. Schatzjade konnte sich schon nicht mehr von dem Anblick losreißen und starrte wie betört zu ihr hinüber.

Er bemerkte dabei, dass sie zwar mit dem goldenen Haarpfeil auf der Erde herumfuhr, aber nicht um den Boden aufzuwühlen und Blüten zu begraben, sondern um Schriftzeichen darauf zu schreiben. Schatzjade folgte mit den Augen den Bewegungen der Pfeilspitze: Längsstrich, Querstrich, Punkt, Haken — und zählte mit. Er kam auf achtzehn Striche. Dann schrieb er sie in derselben Reihenfolge mit der Fingerspitze auf seiner Handfläche nach und grübelte, welches Zeichen es sein konnte. Kaum hatte er den letzten Strich gezogen, erkannte er es: Es war das Zeichen 薔 — „Rose", der erste Teil des Wortes 蔷薇 „Rosengewächs" für die Rosen des Spaliers.

Schatzjade überlegte: „Bestimmt will sie ein Gedicht oder ein Lied verfassen. Der Anblick der Blüten hat sie wohl inspiriert, und sie hat spontan ein oder zwei Verse ersonnen. Aus Angst, sie wieder zu vergessen, schreibt sie sie auf den Boden und feilt daran. Ich will sehen, was sie als Nächstes schreibt!"

Doch während er weiter beobachtete, schrieb das Mädchen wieder dasselbe Zeichen: 薔. Und als er noch länger hinsah, schrieb sie es abermals. Auf ihrer Seite des Spaliers war sie längst in eine Art Trance verfallen und schrieb, kaum dass sie ein Zeichen vollendet hatte, sofort das nächste — und hatte es wohl schon einige tausend Mal geschrieben. Auf seiner Seite war Schatzjade ebenfalls in den Bann gezogen und starrte ihr unverwandt zu. Seine Augen folgten jeder Bewegung des Haarpfeils, und in seinem Herzen dachte er: „Bestimmt hat dieses Mädchen einen großen Kummer, den es nicht in Worte fassen kann, um sich so zu verhalten. Wenn es äußerlich schon so aussieht, wie muss es erst in ihrem Inneren toben! Und bei ihrer zarten Gestalt — wie soll sie solchen Kummer ertragen! Wie bedauerlich, dass ich ihr nichts davon abnehmen kann!"

In den Hundstagen ist das Wetter unbeständig — die kleinste Wolke kann einen Regenguss bringen. Plötzlich wehte ein kühler Wind, und rauschend ging ein Schauer nieder.

Schatzjade sah, wie dem Mädchen das Wasser vom Kopf tropfte und wie ihr Gazegewand im Nu durchnässt war. Er dachte: „Jetzt regnet es. Dieser zarte Körper — wie soll er einen plötzlichen Wolkenbruch aushalten!" So konnte er nicht anders und rief: „Hör auf zu schreiben! Sieh doch, es regnet in Strömen! Du bist schon ganz nass!"

Das Mädchen fuhr erschrocken zusammen, blickte auf und sah, dass ihr jemand von der anderen Seite der Blüten zurief, sie solle nicht mehr schreiben, es regne heftig. Da Schatzjade ein so hübsches Gesicht hatte und das üppige Laub ihn größtenteils verdeckte, so dass nur die Hälfte seines Gesichts zu sehen war, hielt sie ihn für ein Dienstmädchen und sagte lächelnd: „Danke, Schwester, dass du mich aufmerksam machst! Aber hast du dort drüben denn etwas, womit du dich vor dem Regen schützen kannst?"

Diese Worte rissen Schatzjade aus seinen Gedanken. „Ach herrje!", rief er und merkte erst jetzt, dass ihm am ganzen Körper eiskalt war. Als er an sich hinuntersah, stellte er fest, dass auch er völlig durchnässt war. „So etwas!", rief er und rannte in einem Zug zurück zum Hof der Roten Freude [怡红院]. Im Herzen aber machte er sich immer noch Sorgen um das Mädchen, das nirgends Schutz vor dem Regen fand.

Am nächsten Tag war nämlich das Drachenbootfest [Anm.: 端阳节, auch Duanwu-Fest, am fünften Tag des fünften Monats], und die zwölf Mädchen der Theatertruppe unter Führung von Wenguan [文官] hatten schulfrei bekommen und waren in den Garten gekommen, um sich zu vergnügen. Zwei von ihnen, Baoguan [宝官], die junge Männerrollen spielte, und Yuguan [玉官], die junge Frauenrollen spielte, waren gerade im Hof der Roten Freude, wo sie mit Dufthauch[9] scherzten, und waren vom Regen überrascht worden. Gemeinsam hatten sie den Abflussgraben verstopft, so dass sich das Regenwasser im Hof sammelte. Dann hatten sie grünköpfige Stockenten, gefleckte Sichelenten und bunte Mandarinenten eingefangen, ihnen die Flügel zusammengebunden und sie im Hof schwimmen lassen. Das Hoftor hatten sie fest verschlossen.

Dufthauch und die anderen standen im Wandelgang und amüsierten sich lachend.

Schatzjade fand das Hoftor verschlossen und klopfte dagegen. Doch drinnen waren alle so mit Lachen beschäftigt, dass niemand ihn hörte. Er rief eine halbe Ewigkeit und hämmerte donnernd gegen das Tor, bis man drinnen endlich aufmerksam wurde — aber niemand rechnete damit, dass Schatzjade schon zurück sein könnte.

Dufthauch rief lachend: „Wer klopft denn da? Niemand geht auf!"

Schatzjade rief: „Ich bin es!"

Moschusmond[10] meinte: „Das klingt wie Fräulein Schatzspanges Stimme."

Heitermuster[11] widersprach: „Unsinn! Was sollte Fräulein Schatzspange jetzt hier wollen?"

Dufthauch sagte: „Lasst mich durch den Türspalt schauen — wenn es jemand ist, den wir einlassen können, mache ich auf. Wenn nicht, soll sie eben nass werden." Damit ging sie durch den Wandelgang zum Tor und spähte hinaus. Da stand Schatzjade, nass wie ein Huhn im Regen. Der Anblick machte sie betroffen und erheiterte sie zugleich. Rasch öffnete sie das Tor und sagte, vor Lachen krumm und in die Hände klatschend: „Was rennst du auch bei diesem Regen herum! Wer konnte ahnen, dass Ihr es seid!"

Schatzjade hatte eine fürchterliche Wut im Bauch und wollte derjenigen, die das Tor öffnete, ein paar Fußtritte versetzen. Als sich das Tor öffnete, sah er gar nicht hin, wer davorstand — er hielt sie für eines der kleinen Dienstmädchen —, hob das Bein und trat ihr kräftig in die Rippen.

„Au!", schrie Dufthauch auf. Schatzjade schimpfte noch: „Ihr freches Pack! Ich bin immer großzügig zu euch, und zum Dank habt ihr nicht den geringsten Respekt und treibt euren Spott mit mir!"

Während er noch sprach, blickte er hinunter und sah die weinende Dufthauch. Erst jetzt erkannte er seinen Irrtum und sagte hastig lächelnd: „Ach herrje, du bist es! Wo habe ich dich getroffen?"

Dufthauch, die in ihrem ganzen Leben noch nie ein böses Wort gehört hatte, musste nun plötzlich erleben, dass Schatzjade ihr in seinem Zorn einen Fußtritt versetzte — und das vor all den anderen. Scham, Zorn und Schmerz zugleich übermannten sie, und am liebsten wäre sie im Boden versunken. Schon wollte sie sich aufregen, doch dann sagte sie sich, dass Schatzjade sie wohl kaum absichtlich getreten hatte. So schluckte sie den Schmerz hinunter und sagte nur: „Es ist nichts. Willst du dich nicht endlich umziehen?"

Schatzjade ging ins Zimmer, zog sich um und sagte dabei lächelnd: „So alt musste ich werden, um heute zum ersten Mal im Leben jemanden zu treten — und dann trifft es ausgerechnet dich!"

Dufthauch, die sich den Schmerz verbiss und ihm beim Umziehen half, erwiderte ebenfalls lächelnd: „Ich bin die Erste unter deinen Mädchen, und so muss alles bei mir seinen Anfang nehmen — ob groß oder klein, ob gut oder schlecht. Aber lass es nicht dabei bewenden, dass du mich getreten hast — am Ende schlägst du künftig auch noch andere."

Schatzjade beteuerte: „Eben habe ich es wirklich nicht mit Absicht getan!"

Dufthauch sagte: „Wer behauptet denn, dass du es mit Absicht getan hast? Das Tor zu öffnen und zu schließen ist gewöhnlich die Aufgabe der kleinen Mädchen. Die sind an Ungehorsam so gewöhnt, dass man vor Wut die Zähne knirschen möchte — nicht die Spur von Respekt haben sie. Wenn du geglaubt hast, es sei eine von ihnen, und ihr einen Fußtritt geben wolltest, um sie einzuschüchtern, ist das verständlich. Der Fehler lag bei mir, dass ich sie nicht das Tor habe aufmachen lassen."

Inzwischen hatte der Regen aufgehört, und Baoguan und Yuguan waren schon gegangen. Dufthauch spürte, wie ihr die Rippen wehtaten und ein beklemmendes Gefühl in der Brust saß. Auch beim Abendessen konnte sie kaum etwas zu sich nehmen. Als sie sich abends zum Baden auszog, erblickte sie an der Seite einen blauen Fleck so groß wie eine Reisschale und erschrak selbst darüber, wagte es aber nicht, Aufhebens davon zu machen. Als sie sich dann schlafen gelegt hatte, plagte sie der Schmerz auch im Traum, und unwillkürlich stöhnte sie im Schlaf: „Au, au..."

Obwohl Schatzjade sie nicht absichtlich getreten hatte, bemerkte er doch, wie matt Dufthauch sich bewegte, und fand keine Ruhe. Als er in der Nacht plötzlich ihr Stöhnen hörte, wusste er, dass er sie schwer getroffen haben musste. Er stand auf, nahm leise die Lampe und ging zu ihrem Bett. Gerade als er herantrat, hustete Dufthauch ein paarmal, spuckte aus und stöhnte. Als sie die Augen aufschlug und Schatzjade erblickte, erschrak sie und fragte: „Was willst du?"

Schatzjade antwortete: „Du hast im Schlaf gestöhnt. Bestimmt habe ich dich schwer getreten. Lass mich nachsehen."

Dufthauch klagte: „Mir ist schwindelig, und im Hals habe ich einen widerlich süßen Geschmack. Leuchte lieber einmal auf den Boden."

Schatzjade hielt die Lampe über den Boden — und erblickte dort einen Fleck frischen Blutes. Entsetzt rief er: „Um Himmels willen!"

Auch Dufthauch wurde bei dem Anblick eiskalt ums Herz.

Wer wissen will, wie es weiterging, muss das nächste Kapitel lesen.

  1. Chin. 龄官 Língguān. Eine junge Schauspielerin der Truppe im Garten. 龄 líng „Alter/Jahre“; 官 guān „Beamtin“ (Bühnennamen-Suffix).
  2. Chin. 林黛玉 Lín Dàiyù, wörtl. „Kajaljade Wald". Kajal (黛 dài) bezeichnet das schwarze Augenbrauenpuder.
  3. Chin. 贾宝玉 Jiǎ Bǎoyù, wörtl. „Schatzjade Kaufmann".
  4. Chin. 紫鹃 Zǐjuān, wörtl. „Purpurkuckuck".
  5. Chin. 王熙凤 Wáng Xīfèng, wörtl. „Phönixglanz König".
  6. Chin. 薛宝钗 Xuē Bǎochāi, wörtl. „Schatzspange Schnee". Eine 钗 chāi ist eine kostbare Haarnadel.
  7. Chin. 金钏儿 Jīnchuàn’ér, wörtl. „Goldnadel" (eigentlich „Goldarmband"), Zofe der Dame König.
  8. Chin. 贾环 Jiǎ Huán, wörtl. „Unheil Kaufmann", Halbbruder Schatzjades von einer Nebenfrau.
  9. Chin. 袭人 Xīrén, wörtl. „Dufthauch" — „den Menschen einhüllend (wie Duft)".
  10. Chin. 麝月 Shèyuè, wörtl. „Moschusmond".
  11. Chin. 晴雯 Qíngwén, wörtl. „Heitermuster" — „klares Wolkenmuster bei heiterem Himmel".