Hongloumeng/zh-de/Chapter 38
Kapitel: [1-10] · [11-20] · [21-30] · 31 · 32 · 33 · 34 · 35 · 36 · 37 · 38 · 39 · 40 · [41-50] · [51-60] · [61-70] · [71-80] · [81-90] · [91-100] · [101-110] · [111-120] · ← Inhalt
第三十八回
林潇湘魁夺菊花诗
薛蘅芜讽和螃蟹咏
Die Kaiserfrau vom Hsiau-hsiang-Fluß siegt mit Lobliedern über Chrysanthemen, die Edle von Haselwurz schreibt Spottverse auf Krabben.
| 中文原文 (庚辰本) | Deutsche Übersetzung |
|---|---|
|
話說寶釵湘雲二人計議已妥,一宿無話。湘雲次日便請賈母等賞桂花。賈母等都說道:「是他有興頭,須要擾他這雅興。」至午,果然賈母帶了王夫人鳳姐兼請薛姨媽等進園來。賈母因問:「那一處好?」王夫人道:「憑老太太愛在哪一處,就在哪一處。」鳳姐道:「藕香榭已經擺下了,那山坡下兩顆桂花開的又好,河裡的水又碧清,坐在河當中亭子上豈不敞亮,看著水眼也清亮。」賈母聽了,說:「這話很是。」說著,就引了眾人往藕香榭來。原來這藕香榭蓋在池中,四面有窗,左右有曲廊可通,亦是跨水接岸,後面又有曲折竹橋暗接。眾人上了竹橋,鳳姐忙上來攙著賈母,口裡說:「老祖宗只管邁大步走,不相干的,這竹子橋規矩 咯吱咯喳的。」 一時進入榭中,只見欄桿外另放著兩張竹案,一個上面設著杯箸酒具,一個上頭設著茶筅茶盂各色茶具。那邊有兩三個丫頭煽風爐煮茶,這一邊另外幾個丫頭也煽風爐燙酒呢。賈母喜的忙問:「這茶想的到,且是地方,東西都乾凈。」湘雲笑道:「這是寶姐姐幫著我預備的。」賈母道:「我說這個孩子細緻,凡事想的妥當。」一面說,一面又看見柱上掛的黑漆嵌蚌的對子,命人念。湘雲念道: 芙蓉影破歸蘭槳,菱藕香深寫竹橋。 賈母聽了,又抬頭看匾,因回頭向薛姨媽道:「我先小時,家裡也有這麼一個亭子,叫做什麼『枕霞閣』。我那時也只象他們這麼大年紀,同姊妹們天天頑去。那日誰知我失了腳掉下去,幾乎沒淹死,好容易救了上來,到底被那木釘把頭碰破了。如今這鬢角上那指頭頂大一塊窩兒就是那殘破了。眾人都怕經了水,又怕冒了風,都說活不得了,誰知竟好了。」鳳姐不等人說,先笑道:「那時要活不得,如今這大福可叫誰享呢!可知老祖宗從小兒的福壽就不小,神差鬼使碰出那個窩兒來,好盛福壽的。壽星老兒頭上原是一個窩兒,因為萬福萬壽盛滿了,所以倒凸高出些來了。」未及說完,賈母與眾人都笑軟了。賈母笑道:「這猴兒慣的了不得了,只管拿我取笑起來,恨的我撕你那油嘴。」鳳姐笑道:「回來吃螃蟹,恐積了冷在心裡,討老祖宗笑一笑開開心,一高興多吃兩個就無妨了。」賈母笑道:「明兒叫你日夜跟著我,我倒常笑笑覺的開心,不許回家去。」王夫人笑道:「老太太因為喜歡他,才慣的他這樣,還這樣說,他明兒越發無禮了。」賈母笑道:「我喜歡他這樣,況且他又不是那不知高低的孩子。家常沒人,娘兒們原該這樣。橫豎禮體不錯就罷,沒的倒叫他從神兒似的作什麼。」 說著,一齊進入亭子,獻過茶,鳳姐忙著搭桌子,要杯箸。上面一桌,賈母、薛姨媽、寶釵、黛玉、寶玉;東邊一桌,史湘雲、王夫人、迎、探、惜;西邊靠門一桌,李紈和鳳姐的,虛設坐位,二人皆不敢坐,只在賈母王夫人兩桌上伺候。鳳姐吩咐:「螃蟹不可多拿來,仍舊放在蒸籠里,拿十個來,吃了再拿。」一面又要水洗了手,站在賈母跟前剝蟹肉,頭次讓薛姨媽。薛姨媽道:「我自己掰著吃香甜,不用人讓。」鳳姐便奉與賈母。二次的便與寶玉,又說:「把酒燙的滾熱的拿來。」又命小丫頭們去取了菊花葉兒桂花蕊熏的綠豆麵子來,預備著洗手。史湘雲陪著吃了一個,就下座來讓人,又出至外頭,令人盛兩盤子與趙姨娘周姨娘送去。又見鳳姐走來道:「你不慣張羅,你吃你的去。我先替你張羅,等散了我再吃。」湘雲不肯,又令人在那邊廊上擺了兩桌,讓鴛鴦、琥珀、彩霞、彩雲、平兒去坐。鴛鴦因向鳳姐笑道:「二奶奶在這裡伺候,我們可吃去了。」鳳姐兒道:「你們只管去,都交給我就是了。」說著,史湘雲仍入了席。鳳姐和李紈也胡亂應個景兒。鳳姐仍是下來張羅,一時出至廊上,鴛鴦等正吃的高興,見他來了,鴛鴦等站起來道:「奶奶又出來作什麼?讓我們也受用一會子。」鳳姐笑道:「鴛鴦小蹄子越發壞了,我替你當差,倒不領情,還抱怨我。還不快斟一鐘酒來我喝呢。」鴛鴦笑著忙斟了一杯酒,送至鳳姐唇邊,鳳姐一揚脖子吃了。平兒早剔了一殼黃子送來,鳳姐道:「多倒些薑醋。」一面也吃了,笑道:「你們坐著吃罷,我可去了。」鴛鴦笑道:「好沒臉,吃我們的東西。」鳳姐兒笑道:「你和我少作怪。你知道你璉二爺愛上了你,要和老太太討了你做小老婆呢。」鴛鴦道:「啐,這也是作奶奶說出來的話!我不拿腥手抹你一臉算不得。」說著趕來就要抹。鳳姐兒央道:「好姐姐,饒我這一遭兒罷。」琥珀笑道:「鴛丫頭要去了,平丫頭還饒他?你們看看他,沒有吃了兩個螃蟹,倒喝了一碟子醋,他也算不會攬酸了。」平兒手裡正掰了個滿黃的螃蟹,聽如此奚落他,便拿著螃蟹照著琥珀臉上抹來,口內笑罵「我把你這嚼舌根的小蹄子!」琥珀也笑著往旁邊一躲,平兒使空了,往前一撞,正恰恰的抹在鳳姐兒腮上。鳳姐兒正和鴛鴦嘲笑,不防唬了一跳,噯喲了一聲。眾人撐不住都哈哈的大笑起來。鳳姐也禁不住笑罵道:「死娼婦!吃離了眼了,混抹你娘的。」 平兒忙趕過來替他擦了,親自去端水。鴛鴦道:「阿彌陀佛!這是個報應。」賈母那邊聽見,一疊聲問:「見了什麼這樣樂,告訴我們也笑笑。」鴛鴦等忙高聲笑回道:「二奶奶來搶螃蟹吃,平兒惱了,抹了他主子一臉的螃蟹黃子。主子奴才打架呢。」賈母和王夫人等聽了也笑起來。賈母笑道:「你們看他可憐見的,把那小腿子臍子給他點子吃也就完了。」鴛鴦等笑著答應了,高聲又說道:「這滿桌子的腿子,二奶奶只管吃就是了。」鳳姐洗了臉走來,又伏侍賈母等吃了一回。黛玉獨不敢多吃,只吃了一點兒夾子肉就下來了。 賈母一時不吃了,大家方散,都洗了手,也有看花的,也有弄水看魚的,游玩了一回。王夫人因回賈母說:「這裡風大,才又吃了螃蟹,老太太還是回房去歇歇罷了。若高興,明日再來逛逛。」賈母聽了,笑道:「正是呢。我怕你們高興,我走了又怕掃了你們的興。既這麼說,咱們就都去吧。」回頭又齦湘雲:「別讓你寶哥哥林姐姐多吃了。」湘雲答應著。又囑咐湘雲寶釵二人說:「你兩個也別多吃。那東西雖好吃,不是什麼好的,吃多了肚子疼。」二人忙應著送出園外,仍舊回來,令將殘席收拾了另擺。寶玉道:「也不用擺,咱們且作詩。把那大團圓桌就放在當中,酒菜都放著。也不必拘定坐位,有愛吃的大家去吃,散坐豈不便宜。」寶釵道:「這話極是。」湘雲道:「雖如此說,還有別人。」因又命另擺一桌,揀了熱螃蟹來,請襲人、紫鵑、司棋、侍書、入畫、鶯兒、翠墨等一處共坐。山坡桂樹底下鋪下兩條花氈,命答應的婆子並小丫頭等也都坐了,只管隨意吃喝,等使喚再來。 湘雲便取了詩題,用針綰在牆上。眾人看了,都說:「新奇固新奇,只怕作不出來。」湘雲又把不限韻的原故說了一番。寶玉道:「這才是正理,我也最不喜限韻。」林黛玉因不大吃酒,又不吃螃蟹,自令人掇了一個綉墩倚欄坐著,拿著釣竿釣魚。寶釵手裡拿著一枝桂花玩了一回,俯在窗檻上掐了桂蕊擲向水面,引的游魚浮上來唼喋。湘雲出一回神,又讓一回襲人等,又招呼山坡下的眾人只管放量吃。探春和李紈惜春立在垂柳陰中看鷗鷺。迎春又獨在花陰下拿著花針穿茉莉花。寶玉又看了一回黛玉釣魚,一回又俯在寶釵旁邊說笑兩句,一回又看襲人等吃螃蟹,自己也陪他飲兩口酒。襲人又剝一殼肉給他吃。黛玉放下釣竿,走至座間,拿起那烏銀梅花自斟壺來,揀了一個小小的海棠凍石蕉葉杯。丫鬟看見,知他要飲酒,忙著走上來斟。黛玉道:「你們只管吃去,讓我自斟,這才有趣兒。」說著便斟了半盞,看時卻是黃酒,因說道:「我吃了一點子螃蟹,覺得心口微微的疼,須得熱熱的喝口燒酒。」寶玉忙道:「有燒酒。」便令將那合歡花浸的酒燙一壺來。黛玉也只吃了一口便放下了。寶釵也走過來,另拿了一隻杯來,也飲了一口,便蘸筆至牆上把頭一個《憶菊》勾了,底下又贅了一個「蘅」字。寶玉忙道:「好姐姐,第二個我已經有了四句了,你讓我作罷。」寶釵笑道:「我好容易有了一首,你就忙的這樣。」黛玉也不說話,接過筆來把第八個《問菊》勾了,接著把第十一個《菊夢》也勾了,也贅一個「瀟」字。寶玉也拿起筆來,將第二個《訪菊》也勾了,也贅上一個「絳」字。探春走來看看道:「竟沒有人作《簪菊》,讓我作這《簪菊》。」又指著寶玉笑道:「才宣過總不許帶出閨閣字樣來,你可要留神。」說著,只見史湘雲走來,將第四第五《對菊》《供菊》一連兩個都勾了,也贅上一個「湘」字。探春道:「你也該起個號。」湘雲笑道:「我們家裡如今雖有幾處軒館,我又不住著,借了來也沒趣。」寶釵笑道:「方纔老太太說,你們家也有這個水亭叫『枕霞閣』,難道不是你的。如今雖沒了,你到底是舊主人。」眾人都道有理,寶玉不待湘雲動手,便代將「湘」字抹了,改了一個「霞」字。又有頓飯工夫,十二題已全,各自謄出來,都交與迎春,另拿了一張雪浪箋過來,一併謄錄出來,某人作的底下贅明某人的號。李紈等從頭看起: 憶菊 蘅蕪君 悵望西風抱悶思,蓼紅葦白斷腸時。 空籬舊圃秋無跡,瘦月清霜夢有知。 念念心隨歸雁遠,寥寥坐聽晚砧痴。 誰憐為我黃花病,慰語重陽會有期。 訪菊 怡紅公子 閑趁霜晴試一游,酒盃藥盞莫淹留。 霜前月下誰家種,檻外籬邊何處秋。 蠟屐遠來情得得,冷吟不盡興悠悠。 黃花若解憐詩客,休負今朝掛杖頭。 種菊 怡紅公子 攜鋤秋圃自移來,籬畔庭前故故栽。 昨夜不期經雨活,今朝猶喜帶霜開。 冷吟秋色詩千首,醉酹寒香酒一杯。 泉溉泥封勤護惜,好知井逕絕塵埃。 對菊 枕霞舊友 別圃移來貴比金,一叢淺淡一叢深。 蕭疏籬畔科頭坐,清冷香中抱膝吟。 數去更無君傲世,看來惟有我知音。 秋光荏苒休辜負,相對原宜惜寸陰。 供菊 枕霞舊友 彈琴酌酒喜堪儔,几案婷婷點綴幽。 隔座香分三徑露,拋書人對一枝秋。 霜清紙帳來新夢,圃冷斜陽憶舊游。 傲世也因同氣味,春風桃李未淹留。 詠菊 瀟湘妃子 無賴詩魔昏曉侵,繞籬欹石自沉音。 毫端蘊秀臨霜寫,口齒噙香對月吟。 滿紙自憐題素怨,片言誰解訴秋心。 一從陶令平章後,千古高風說到今。 畫菊 蘅蕪君 詩餘戲筆不知狂,豈是丹青費較量。 聚葉潑成千點墨,攢花染出幾霜痕。 淡濃神會風前影,跳脫秋生腕底香。 莫認東籬閑採掇,粘屏聊以慰重陽。 問菊 瀟湘妃子 欲訊秋情眾莫知,喃喃負手叩東籬。 孤標傲世偕誰隱,一樣花開為底遲? 圃露庭霜何寂寞,雁歸蛩病可相思? 休言舉世無談者,解語何妨片語時。 簪菊 蕉下客 瓶供籬栽日日忙,折來休認鏡中妝。 長安公子因花癖,彭澤先生是酒狂。 短鬢冷沾三徑露,葛巾香染九秋霜。 高情不入時人眼,拍手憑他笑路旁。 菊影 枕霞舊友 秋光疊疊復重重,潛度偷移三徑中。 窗隔疏燈描遠近,籬篩破月鎖玲瓏。 寒芳留照魂應駐,霜印傳神夢也空。 珍重暗香休踏碎,憑誰醉眼認朦朧。 菊夢 瀟湘妃子 籬畔秋酣一覺清,和雲伴月不分明。 登仙非慕莊生蝶,憶舊還尋陶令盟。 睡去依依隨雁斷,驚回故故惱蛩鳴。 醒時幽怨同誰訴,衰草寒煙無限情。 殘菊 蕉下客 露凝霜重漸傾欹,宴賞才過小雪時。 蒂有餘香金淡泊,枝無全葉翠離披。 半床落月蛩聲病,萬里寒雲雁陣遲。 明歲秋風知再會,暫時分手莫相思。 眾人看一首,贊一首,彼此稱揚不已。李紈笑道:「等我從公評來。通篇看來,各有各人的警句。今日公評:《詠菊》第一,《問菊》第二,《菊夢》第三,題目新,詩也新,立意更新,惱不得要推瀟湘妃子為魁了;然後《簪菊》《對菊》《供菊》《畫菊》《憶菊》次之。」寶玉聽說,喜的拍手叫「極是,極公道。」黛玉道:「我那首也不好,到底傷於纖巧些。」李紈道:「巧的卻好,不露堆砌生硬。」黛玉道:「據我看來,頭一句好的是『圃冷斜陽憶舊游』,這句背面傅粉。『拋書人對一枝秋』已經妙絕,將供菊說完,沒處再說,故翻回來想到未折未供之先,意思深透。」李紈笑道:「固如此說,你的『口齒噙香』句也敵的過了。」探春又道:「到底要算蘅蕪君沉著,『秋無跡』、『夢有知』,把個憶字竟烘染出來了。」寶釵笑道:「你的『短鬢冷沾』、『葛巾香染』,也就把簪菊形容的一個縫兒也沒了。」湘雲道:「『偕誰隱』、『為底遲』,真個把個菊花問的無言可對。」李紈笑道:「你的『科頭坐』、『抱膝吟』,竟一時也不能別開,菊花有知,也必膩煩了。」說的大家都笑了。寶玉笑道:「我又落第。難道『誰家種』、『何處秋』、『蠟屐遠來』、『冷吟不盡』,都不是訪,『昨夜雨』、『今朝霜』,都不是種不成?但恨敵不上『口齒噙香對月吟』、『清冷香中抱膝吟』、『短鬢』、『葛巾』、『金淡泊』、『翠離披』、『秋無跡』、『夢有知』這幾句罷了。」又道:「明兒閑了,我一個人作出十二首來。」李紈道:「你的也好,只是不及這幾句新巧就是了。」 大家又評了一回,復又要了熱蟹來,就在大圓桌子上吃了一回。寶玉笑道:「今日持螯賞桂,亦不可無詩。我已吟成,誰還敢作呢?」說著,便忙洗了手提筆寫出。眾人看道: 持螯更喜桂陰涼,潑醋擂薑興欲狂。 饕餮王孫應有酒,橫行公子卻無腸。 臍間積冷饞忘忌,指上沾腥洗尚香。 原為世人美口腹,坡仙曾笑一生忙。 黛玉笑道:「這樣的詩,要一百首也有。」寶玉笑道:「你這會子才力已盡,不說不能作了,還貶人家。」黛玉聽了,並不答言,也不思索,提起筆來一揮,已有了一首。眾人看道: 鐵甲長戈死未忘,堆盤色相喜先嘗。 螯封嫩玉雙雙滿,殼凸紅脂塊塊香。 多肉更憐卿八足,助情誰勸我千觴。 對斯佳品酬佳節,桂拂清風菊帶霜。 寶玉看了正喝彩,黛玉便一把撕了,令人燒去,因笑道:「我的不及你的,我燒了他。你那個很好,比方纔的菊花詩還好,你留著他給人看。」寶釵接著笑道:「我也勉強了一首,未必好,寫出來取笑兒罷。」說著也寫了出來。大家看時,寫道是: 桂靄桐陰坐舉觴,長安涎口盼重陽。 眼前道路無經緯,皮裡春秋空黑黃。 看到這裡,眾人不禁叫絕。寶玉道:「寫得痛快!我的詩也該燒了。」又看底下道: 酒未敵腥還用菊,性防積冷定須薑。於今落釜成何益,月浦空餘禾黍香。 眾人看畢,都說這是食螃蟹絕唱,這些小題目,原要寓大意才算是大才,只是諷刺世人太毒了些。說著,只見平兒復進園來。不知作什麼,且聽下回分解。 |
Bau-tschai und Hsiang-yün hatten sich also über alles geeinigt. Vom Rest der Nacht ist nichts zu berichten. Am nächsten Tag lud Hsiang-yün die Herzoginmutter und die anderen ein, sich am Anblick der Duftblüten zu erfreuen, und die Herzoginmutter wie auch alle anderen sagten: „Sie weiß wirklich, wie man sich vergnügt! An so einem edlen Genuß sollte man teilhaben!“ Und als es Mittag war, ging die Herzoginmutter tatsächlich mit Dame Wang und Hsi-fëng zusammen in den Garten. Auch Tante Hsüä und die anderen hatte sie gebeten, sie zu begleiten. „Wo ist es am schönsten?“ erkundigte sich die Herzoginmutter. „Überall, wo es Euch gefällt, ist es auch schön, alte gnädige Frau“, antwortete Dame Wang darauf. Hsi-fëng aber sagte: „Im Kiosk des Lotoswurzelduftes ist schon alles vorbereitet. Dort blühen die beiden Duftblütensträucher am Berghang sehr schön, und das Wasser im Fluß ist klar und grün. Hat man nicht dort vom Pavillon inmitten des Flusses eine freie Aussicht? Und der Anblick des Wassers macht die Augen klar.“ „Das hast du ganz richtig gesagt“, erwiderte die Herzoginmutter und ging allen voran zum Kiosk des Lotoswurzelduftes. Der Kiosk des Lotoswurzelduftes stand mitten im Teich, und seine Fenster öffneten sich nach allen vier Seiten. Links und rechts hatte er gewundene Wandelgänge, die auch über das Wasser ans Ufer führten. Dahinter aber verbarg sich noch eine Zickzackbrücke aus Bambus. Als sie die Brücke betraten, eilte Hsi-fëng nach vorn zur Herzoginmutter, um sie zu stützen, und sagte dabei: „Ihr könnt bedenkenlos ausschreiten, alte Ahne. Für eine Bambusbrücke gehört es sich, daß sie knarrt.“ Als sie bald darauf am Pavillon waren, entdeckten sie, daß extra zwei Bambustische außerhalb des Geländers aufgestellt waren. Der eine war mit Bechern, Eßstäbchen und Weingeschirr besetzt, auf dem anderen lagen Teepinsel, Teetöpfe und sonstiges Teegeschirr bereit. Hier fachten ein paar Sklavenmädchen mit Fächern das Feuer in einem Öfchen an, um den Tee zu brühen, dort fächelten ein paar andere ebenfalls, um auf einem zweiten Öfchen den Reiswein zu wärmen. „Wie schön, daß du an Tee gedacht hast!“ lobte die Herzoginmutter sofort. „Und wie sauber Umgebung und Ausstattung sind!“ „Kusine Bau-tschai hat mir geholfen, alles vorzubereiten“, erwiderte Hsiang-yün lächelnd. „Ich sage es ja, das Mädel hat einen klaren Verstand, sie denkt an alles“, bemerkte die Herzoginmutter. Und während sie das sagte, fiel ihr Blick auf zwei schwarzlackierte Tafeln, die an den Säulen hingen und in die mit Perlmutt ein Parallelsatzpaar eingelegt war. Sie befahl, ihr die Sätze vorzulesen, und Hsiang-yün las: „Der Lotosblüten Schatten bricht der Ruderschlag, der Lotoswurzeln Duft durchquert der Bambussteg.“ Nun hob die Herzoginmutter den Kopf und blickte nach der Tafel mit dem Namen des Pavillons. Dann wandte sie sich zu Tante Hsüä und sagte: „Als ich noch jung war, hatten wir bei uns zu Hause auch so einen Pavillon. Er hieß ‚Halle, gebettet aufs Abendrot‘ oder so ähnlich. Ich war damals nicht älter, als die Mädchen jetzt sind, und habe mich jeden Tag mit meinen Schwestern und Kusinen dort amüsiert. Einmal bin ich dabei ausgerutscht und ins Wasser gefallen, um ein Haar wäre ich ertrunken. Mit Müh und Not hat man mich herausgezogen, und dabei habe ich mir an einem Holznagel den Kopf aufgeschlagen. Die fingerkuppengroße Delle hier an der Schläfe habe ich davon zurückbehalten. Alle hatten Angst, ich würde es nicht überleben, weil ich erst ins Wasser gefallen war und mich dann noch verkühlte. Doch wider Erwarten bin ich genesen.“ Ohne abzuwarten, ob jemand anders etwas sagen wollte, erklärte Hsi-fëng mit einem Lächeln: „Wenn Ihr damals nicht überlebt hättet, alte Ahne, wer sollte dann heute dieses Glück genießen! Wie man sieht, war Euch von klein auf nicht wenig Glück und Langlebigkeit zugedacht, und die Götterboten und Teufelsdiener haben Euch diese Delle in den Kopf geschlagen, um das Glück und die Langlebigkeit einzufüllen. Auch der Gott des langen Lebenshatte ursprünglich so eine Delle am Kopf, weil der aber mit zehntausendfachem Glück und zehntausendfacher Langlebigkeit angefüllt wurde, hat er schließlich eine kleine Beule nach außen bekommen...“ Sie hatte noch nicht zu Ende gesprochen, als sich die Herzoginmutter und alle anderen schon vor Lachen bogen. Lächelnd sagte dann die Herzoginmutter: „Dieses Äffchen ist ja völlig außer Rand und Band! In einem fort macht sie sich über mich lustig. – Warte nur, ich will dir dein Ölmaul zerreißen!“ Hsi-fëng aber erwiderte ihr lächelnd: „Wir wollen gleich Krabben essen, da hatte ich Angst, die Kälte könnte sich in Eurem Innern anstauen, alte Ahne. Deshalb wollte ich Euch zum Lachen bringen, um Euer Inneres aufzulockern. Jetzt könnt ihr ohne Bedenken ein paar Krabben mehr essen.“ „Dann wirst du von nun an Tag und Nacht bei mir bleiben, damit ich immer lachen kann und mein Inneres aufgelockert wird. Nach Hause darfst du nicht mehr zurück“, befahl die Herzoginmutter im Scherz. „Nur weil Ihr sie so gern habt, ist sie so zügellos, alte gnädige Frau“, schaltete Dame Wang sich ebenfalls lächelnd ein. „Wenn Ihr jetzt so etwas sagt, wird sie in Zukunft erst recht keinen Anstand mehr haben.“ Aber immer noch lächelnd, sagte die Herzoginmutter: „Ich mag sie so, wie sie ist. Außerdem ist sie keins von den Kindern, die zwischen hoch und niedrig nicht zu unterscheiden wissen. Und in den eigenen vier Wänden sollten Mütter und Töchter so miteinander umgehen, sofern niemand weiter dabei ist! Es reicht, wenn man sich beim Zeremoniell korrekt benimmt. Soll ich vielleicht von ihr verlangen, daß sie auf den Spuren der Götter wandelt?“ Bei diesen Worten traten alle in den Pavillon, und nachdem der Tee gereicht worden war, befahl Hsi-fëng rasch, man solle die Tische bringen und sie mit Weinbechern und Eßstäbchen eindecken. Am Haupttisch nahm die Herzoginmutter mit Tante Hsüä, Bau-tschai, Dai-yü und Bau-yü Platz, und an den östlichen Tisch setzten sich Hsiang-yün, Dame Wang, Ying-tschun, Tan-tschun und Hsi-tschun. Am westlichen Tisch neben der Tür aber blieben die Plätze von Li Wan und Hsi-fëng leer, denn die beiden wagten es nicht, sich zu setzen, und bedienten an den beiden Tischen, an denen die Herzoginmutter beziehungsweise Dame Wang saßen. „Bringt nicht zu viel von den Krabben, und laßt die anderen noch im Dämpfgefäß!“ befahl Hsi-fëng. „Zehn Stück reichen fürs erste. Wenn sie aufgegessen sind, könnt ihr mehr bringen.“ Dann ließ sie Wasser holen, wusch sich die Hände, stellte sich neben die Herzoginmutter und begann, Krabben zu schälen. Die erste Portion wollte sie Tante Hsüä reichen, die lehnte ab: „Mir schmeckt es am besten, wenn ich sie selber schäle. Mich braucht keiner zu bedienen!“ Also gab Hsi-fëng das Krabbenfleisch der Herzoginmutter, die zweite Portion gab sie Bau-yü. Dann rief sie: „Bringt den Wein sprudelnd heiß herein!“ Außerdem befahl sie den kleineren Sklavenmädchen, sie sollten mit Chrysanthemenblättern und Duftblüten parfümiertes Bohnenmehl zum Säubern der Hände bereithalten. Hsiang-yün aß nur zur Gesellschaft eine Krabbe mit, dann stand sie auf, um die anderen zu bedienen, und ging schließlich hinaus, wo sie zwei Teller mit Krabbenfleisch zu füllen befahl, um sie den Nebenfrauen Dschau und Dschou bringen zu lassen. Da kam eben auch Hsi-fëng heraus und forderte sie auf: „Geh nur hinein und iß, du bist es nicht gewöhnt, andere zu bedienen! Ich will es an deiner Statt tun und selber essen, wenn die anderen gegangen sind!“ Aber Hsiang-yün verzichtete darauf und ordnete an, auch auf der Veranda zwei Tische aufzustellen, damit Yüan-yang, Hu-po, Tsai-hsia, Tsai-yün und Ping-örl dort essen konnten. Lächelnd sagte Yüan-yang zu Hsi-fëng: „Ihr könnt bedienen, junge gnädige Frau, und wir werden essen!“ „Ja, eßt nur und laßt mich machen!“ erwiderte Hsi-fëng. Jetzt kehrte Hsiang-yün an ihren Tisch zurück, Hsi-fëng und Li Wan aber aßen rasch etwas, so gut es die Umstände erlaubten. Anschließend kam Hsi-fëng wieder in den Innenraum, um hier zu bedienen, nach einiger Zeit aber ging sie von neuem auf die Veranda hinaus, wo Yüan-yang und die anderen Sklavenmädchen eben nach Herzenslust zulangten. Als sie Hsi-fëng kommen sahen, standen sie auf und Yüan-yang fragte: „Was wollt Ihr schon wieder hier, junge gnädige Frau? Gönnt Ihr uns nicht das bißchen Freude?“ Lächelnd erwiderte Hsi-fëng: „Yüan-yang, du kleines Spitzbein! Du verkommst immer mehr! Ich übernehme deinen Dienst, doch anstatt mir zu danken, bist du mir böse. Willst du mir nicht endlich einen Humpen Wein einschenken?“ Lächelnd füllte Yüan-yang einen Becher mit Wein und hielt ihn Hsi-fëng an die Lippen. Hsi-fëng streckte den Hals und leerte den Becher in einem Zug. Da gossen auch Hu-po und Tsai-hsia einen Becher voll und hoben ihn an Hsi-fëngs Mund, so daß sie nur zu schlucken brauchte. Inzwischen hatte Ping-örl eine fette Krabbe abgeschält, die sie ihr nun brachte. „Schütte recht viel Ingwer und Essig darüber!“ verlangte Hsi-fëng. Dann aß sie und sagte anschließend mit einem Lächeln: „Setzt euch nur wieder hin und eßt weiter, ich gehe.“ Da sagte Yüan-yang mit lächelndem Gesicht: „Was für eine Unverschämtheit, uns die Krabben wegzuessen!“ Hsi-fëng aber erwiderte ebenfalls lächelnd: „Spar dir deine Scherze mit mir! Du weißt doch, der junge Herr Liän hat sich in dich verliebt und will dich von der alten gnädigen Frau erbitten, um dich zu seiner Nebenfrau zu machen.“ „Pfui!“ sagte Yüan-yang und spuckte aus. „So etwas sagt eine junge Herrin? Das wenigste ist, daß ich Euch meine Krabbenfinger ins Gesicht schmiere!“ Damit trat sie rasch näher und streckte die Hände nach Hsi-fëng aus. „Liebste Schwester, verzeih mir dies eine Mal!“ bat Hsi-fëng. Hu-po aber bemerkte lächelnd: „Wird auch Ping-örl verzeihen, daß Yüan-yang zur Nebenfrau gemacht wird? Seht nur, sie hat noch keine zwei Krabben gegessen, aber ein ganzes Schälchen Essig verbraucht. Ohne Saures geht es bei ihr nicht.“ Als Ping-örl, die eben eine fette Krabbe zerteilte, hörte, wie sie verspottet wurde, ging sie mit der Krabbe auf Hu-pos Gesicht los und schimpfte dabei lachend: „Dir werde ich helfen, du kleines Spitzbein mit deiner Lästerzunge!“ Ebenfalls lachend, wich Hu-po seitwärts aus, Ping-örls Hand mit der Krabbe fuhr ins Leere und traf Hsi-fëng genau auf die Wange.s. „Liebste Schwester, verzeih mir dies eine Mal!“ bat Hsi-fëng. Hu-po aber bemerkte lächelnd: „Wird auch Ping-örl verzeihen, daß Yüan-yang zur Nebenfrau gemacht wird? Seht nur, sie hat noch keine zwei Krabben gegessen, aber ein ganzes Schälchen Essig verbraucht. Ohne Saures geht es bei ihr nicht.“ Als Ping-örl, die eben eine fette Krabbe zerteilte, hörte, wie sie verspottet wurde, ging sie mit der Krabbe auf Hu-pos Gesicht los und schimpfte dabei lachend: „Dir werde ich helfen, du kleines Spitzbein mit deiner Lästerzunge!“ Ebenfalls lachend, wich Hu-po seitwärts aus, Ping-örls Hand mit der Krabbe fuhr ins Leere und traf Hsi-fëng genau auf die Wange. Hsi-fëng, die sich noch mit Yüan-yang neckte, schnellte erschrocken hoch und schrie: „O weh!“ Darüber brachen alle Anwesenden unwillkürlich in lautes Gelächter aus, und selbst Hsi-fëng konnte nicht an sich halten und mußte lachen, als sie Ping-örl ausschimpfte: „Du verflixte Hure! Hast du dich blindgefressen, daß du deiner Herrin das Gesicht verschmierst?“ Rasch trat Ping-örl zu Hsi-fëng heran, wischte ihr das Gesicht ab und ging dann selbst Wasser holen. Yüan-yang aber sagte: „Buddha Amitabha! Das war die Vergeltung!“ Drinnen hatte die Herrzoginmutter den Lärm gehört und erkundigte sich nun gleich ein paarmal hintereinander: „Was ist denn passiert? Was war denn, daß ihr so fröhlich seid? Erzählt es uns, damit auch wir lachen können!“ Sofort berichtete Yüan-yang laut und mit lachender Stimme: „Die Frau des zweiten jungen Herrn ist bei uns Krabben stehlen gekommen. Darüber ist Ping-örl in Wut geraten und hat ihr das ganze Gesicht mit Krabbenfett vollgeschmiert. Herrin und Sklavin lagen sich in den Haaren.“ Als die Herzoginmutter und Dame Wang das hörten, lachten sie ebenfalls, und die Herzoginmutter sagte: „Erbarmt euch doch und gebt ihr von den Krabbenbeinen und den Bauchpanzern etwas ab, und laßt es gut sein!“ Lachend versprachen es Yüan-yang und die anderen, dann sagte Yüan-yang noch immer mit lauter Stimme: „Eßt nur ungeniert alle Krabbenbeine, die auf dem Tisch herumliegen, junge gnädige Frau!“ Nachdem sich Hsi-fëng das Gesicht gewaschen hatte, ging sie wieder hinein, um der Herzoginmutter und den anderen noch einige Zeit aufzuwarten. Dai-yü, die sich nicht traute, viel von den Krabben zu essen, nahm sich nur ein wenig Fleisch von den Scheren, dann stand sie vom Tisch auf. Alle anderen gingen erst auseinander, als die Herzoginmutter nichts mehr aß. Sie wuschen sich die Hände, und anschließend sahen sich die einen die Blüten an, während andere im Wasser pantschten und nach den Fischen schauten. So vergnügten sie sich noch ein Weilchen, dann erklärte Dame Wang der Herzoginmutter: „Hier ist es windig, alte gnädige Frau, außerdem habt Ihr eben Krabben gegessen. Darum ist es das Beste, wenn Ihr jetzt in Eure Räume zurückkehrt, um zu ruhen. Wenn Ihr Spaß daran hattet, können wir morgen noch einmal herüberkommen.“ „Du hast recht“, erwiderte die Herzoginmutter lächelnd, „ich dachte, euch macht es Freude, und wollte euch durch meinen Aufbruch nicht die Stimmung verderben. Aber wenn du es sagst, gehen wir jetzt!“ Dann wandte sie den Kopf nach Hsiang-yün und ordnete an: „Paß auf, daß dein Vetter Bau-yü und deine Kusine Dai-yü nicht zu viel von den Krabben essen!“ Als Hsiang-yün es ihr versprochen hatte, befahl sie ihr und Bau-tschai dasselbe: „Auch ihr beide dürft nicht zu viel davon essen! Denn es schmeckt wohl gut, ist aber nichts Gutes. Wenn man zu viel davon ißt, bekommt man Bauchschmerzen!“ Die beiden versprachen es sofort und geleiteten die Herzoginmutter zum Garten hinaus. Dann kamen sie zurück und befahlen, die Tische abzuräumen und neu einzudecken. „Die Tische brauchen nicht wieder gedeckt zu werden“, schlug Bau-yü vor. „Wir wollen doch Gedichte machen! Wir stellen den großen runden Tisch in die Mitte, und darauf kommen der Wein und die Speisen! Auch eine strenge Sitzordnung sparen wir uns! Wer essen möchte, geht an den Tisch und ißt, die anderen setzen sich hin, wo sie wollen. Ist das nicht viel besser?“ „Der Vorschlag ist ausgezeichnet!“ lobte Bau-tschai. „Das stimmt schon“, wandte Hsiang-yün ein, „aber die anderen sind auch noch da.“ Und sie befahl, noch einen zweiten Tisch zu decken, dann suchte sie heiße Krabben heraus und bat Hsi-jën, Dsï-djüan, Sï-tji, Dai-schu, Ju-hua, Ying-örl und Tsuee-mo, an diesem Tisch Platz zu nehmen. Unter den Duftblütensträuchern am Berghang ließ sie zwei bunte Teppiche ausbreiten und ordnete an, auch die alten Sklavinnen und die kleineren Sklavenmädchen sollten sich hinsetzen und ungeniert essen und trinken, bis man sie wieder rufen würde. Anschließend holte Hsiang-yün das Blatt mit den Themen für die Gedichte und heftete es mit Nadeln an die Wand. Alle lasen und sagten dann: „Neuartig und ungewöhnlich sind die Themen schon, aber wir werden wohl kaum Gedichte darüber zustande bringen.“ Hsiang-yün erläuterte noch, warum sie keinen Reim festgelegt hatte, worauf Bau-yü bemerkte: „Das ist das einzig Wahre! Ich habe für festgelegte Reime auch nichts übrig.“ Dai-yü, die sich aus Wein nicht viel machte und auch keine Krabben mehr essen wollte, ließ sich einen Porzellanhocker mit gesticktem Bezug an das Geländer stellen, setzte sich darauf und warf die Angel aus, um Fische zu fangen. Bau-tschai hielt einen Zweig Duftblüten in der Hand, und nachdem sie sich eine Zeitlang daran erfreut hatte, lehnte sie sich gegen den Fenstersims, zupfte die Blüten ab und warf sie aufs Wasser, so daß die Fische hochstiegen, um danach zu schnappen. Hsiang-yün schaute ein Weilchen gedankenverloren vor sich hin, dann bediente sie eine Zeitlang Hsi-jën und die anderen Sklavenmädchen, die am Tisch saßen, und forderte schließlich auch die Leute vom Gesinde, die sich am Berghang niedergelassen hatten, noch einmal auf, tüchtig zuzugreifen. Tan-tschun stand mit Li Wan und Hsi-tschun zwischen den herabhängenden Weidenzweigen und schaute nach den Möwen und Reihern, während Ying-tschun allein im Schatten der blühenden Bäume stand und mit einer Sticknadel Jasminblüten auffädelte. Bau-yü sah erst Dai-yü beim Angeln zu, anschließend schaute er einige Zeit mit Bau-tschai zusammen aufs Wasser und unterhielt sich dabei mit ihr, dann wieder leistete er Hsi-jën und den anderen Sklavenmädchen Gesellschaft, während sie Krabben aßen, und trank ihnen zuliebe einen Schluck Wein, Hsi-jën aber füllte für ihn einen Krabbenpanzer mit Fleischstückchen. Inzwischen legte Dai-yü die Angelrute fort, ging an den Tisch, griff nach einem Schwarzsilberkännchen mit Aprikosenblütenmuster und nahm sich einen winzigen Bananenblattbecher aus zierapfelblütenfarbigem Speckstein. Als die Sklavenmädchen sahen, daß Dai-yü Wein trinken wollten, traten sie schnell heran, um ihr einzugießen, aber Dai-yü sagte: „Geht ihr nur essen und laßt mich selber eingießen! So macht es erst den richtigen Spaß!“ Dann stellte sie fest, daß es Reiswein war, und sagte: „Ich habe zwar nur ein ganz kleines bißchen Krabbenfleisch gegessen, aber jetzt tut mir der Leib ein wenig weh. Ich muß einen Schluck heißen Branntwein trinken!“ „Es ist welcher da!“ sagte Bau-yü sofort und befahl, es sollte ein Kännchen von dem mit Albizzienblüten angesetzten Branntwein heiß gemacht werden. Dai-yü trank nur einen Schluck davon und stellte den Rest wieder hin. Auch Bau-tschai kam herüber, suchte sich ebenfalls einen Becher aus und trank einen Schluck. Dann befeuchtete sie einen Schreibpinsel mit Tusche, trat vor die Wand, hakte das erste Thema – ‚Denken an Chrysanthemen‘ – ab und setzte das Schriftzeichen hëng für Haselwurz darunter. „Liebste Kusine“, bat Bau-yü rasch, „ich habe schon vier Zeilen für das zweite Thema zusammen, überlaß das mir!“ „Warum so aufgeregt?“ fragte Bau-tschai lächelnd. „Ich habe ja auch erst dies eine Gedicht fertig.“ Ohne ein Wort zu sagen, nahm Dai-yü ihr den Schreibpinsel aus der Hand und hakte das achte Thema – ‚Chrysanthemen befragen‘ – ab und anschließend auch das elfte – ‚Chrysanthementraum‘. Darunter setzte sie das Schriftzeichen hsiau aus ihrem Dichternamen Kaiserfrau vom Hsiau-hsiang-Fluß. Jetzt griff auch Bau-yü nach dem Schreibpinsel und hakte das zweite Thema – ‚Chrysanthemen suchen‘ – ab, darunter setzte er das Schriftzeichen djiang – ‚rot‘. Tan-tschun kam herüber, sah sich die Liste an und sagte: „Wenn keiner über das Thema ‚Chrysanthemen ins Haar stecken‘ schreiben will, werde ich es nehmen!“ Dann wies sie mit dem Finger auf Bau-yü und warnte ihn lächelnd: „Vorhin ist verkündet worden, daß auf keinen Fall Ausdrücke vorkommen dürfen, die aus den Mädchengemächern stammen. Also sei auf der Hut!“ Während sie das eben sagte, trat auch Hsiang-yün heran und hakte das vierte und das fünfte Thema – ‚Chrysanthemen zugewandt‘ und ‚Chrysanthemen aufstellen‘ – ab und setzte das Schriftzeichen hsiang aus ihrem Namen darunter. „Du mußt dir auch einen Beinamen bilden“, verlangte Tan-tschun. Lächelnd erwiderte Hsiang-yün: „Es gibt zwar auch bei uns ein paar Gartenhäuser, aber ich wohne ja nicht darin, darum hat es keinen Sinn, wenn ich mich danach nenne.“ „Die alte gnädige Frau hat vorhin erzählt, es habe auch bei euch so einen Pavillon über dem Wasser gegeben, der ‚Halle, gebettet aufs Abendrot‘ hieß“, sagte Bau-tschai lächelnd. „Hätte der dir vielleicht nicht gehören müssen? Heute gibt es ihn zwar nicht mehr, trotzdem bist du die eigentliche Herrin davon.“ „Sie hat recht“, bestätigten alle, und ehe Hsiang-yün noch die Hand rühren konnte, hatte Bau-yü schon das Schriftzeichen hsiang übermalt und statt dessen das Schriftzeichen hsia – ‚Abendrot‘ – hingeschrieben. Jetzt dauerte es nur noch so lange, wie man braucht, um eine Schale Reis zu essen, da waren die zwölf Gedichte fertig. Jeder schrieb auf, was er verfaßt hatte, und übergab es Ying-tschun, die einen Bogen ‚Schneewellen‘-Zierpapier nahm und alles zusammen noch einmal abschrieb. Unter jeden Titel setzte sie den Dichternamen des Verfassers. Dann las Li Wan mit den anderen zusammen alles durch: „Denken an Chrysanthemen Edle von Haselwurz Im Westwind steh ich enttäuscht und betrübt; wird der Knöterich rot, bricht mir das Herz. Kahl ragt im Garten der Bambuszaun auf, und nur der Traum bringt das Bild mir zurück. Weit fliegt mein Geist mit den Wildgänsen fort, höre ich einsam der Waschbleuel Schlag. Wie soll ich nun meine Sehnsucht stillen? Einziger Trost bleibt der kommende Herbst. Chrysanthemen suchen Ein Fürstensohn, der sich am Roten freut Müßig durchschreit ich den reifklaren Tag, anstatt bei den Bechern zu säumen. Wer hat da Blumen ins Mondlicht gepflanzt, wie kommen die Blüten hier an den Zaun? Reich ist vergolten mein endloser Weg, froh klingt mein Lied in den frostigen Tag. Wenn auch die Blumen den Dichter verstehen, war nicht umsonst das Geld für den Wein. Chrysanthemen pflanzen Ein Fürstensohn, der sich am Roten freut Zur Hacke griff ich und setzte im Garten junge Pflänzchen am Zaun vor dem Hof. Vom Regen befeuchtet, wuchsen sie kräftig, blühn heute üppig inmitten von Reif. Tausend Gedichte will ich euch singen, spendiern einen Becher vom besten Wein. Werde euch gießen, werde euch hegen, werde euch schützen vor dem Staub dieser Welt. Aus: Jinyuyuan 1889b. Chrysanthemen zugewandt Ein Freund, der sich aufs Abendrot bettet Köstlichste Blumen, kostbar wie Gold, ein Busch so dunkel, einer so hell. Barhäuptig will ich mich zu euch setzen, die Knie umfassend, sing ich ein Lied. Wer auf der Welt ist stolzer als ihr! Ich allein bin es, der euch versteht. Ich bleib euch treu, welkt ihr auch hin, traure mit euch um die schwindende Zeit. Chrysanthemen aufstellen Ein Freund, der sich aufs Abendrot bettet Bei Musik und Wein als Partner steht die Zierde auf dem Tisch, duftet würzig-feucht herüber – nur ein Stengel Herbstschönheit. Bringt zur Nacht mir neue Träume, mahnt mich an den alten Freund. Unser Stolz ist uns gemeinsam, nicht für uns ist Lenzesblühn. Lob der Chrysantheme Die Kaiserfrau vom Hsiau-hsiang-Fluß Sie lockt zu dichten von früh bis spät, Verse zu reimen vor Blumen und Fels. Der Pinsel, er schreibt schon am reifkalten Morgen, die Lippen, sie singen in mondheller Nacht. Blatt für Blatt erzählt von Kummer, doch wer zeigt für Herbstleid Sinn? Seit einstens Tau Tjiän Chrysanthemen pries,klingt laut dieses Lob bis zum heutigen Tag. Chrysanthemen malen Edle von Haselwurz Eh‘ die Dichtlust mir vergangen, reißt es mich zu malen fort. Dunkle Flecken sind die Blätter, Blüten zieret weißer Reif. Schwarz die Schatten sich bewegen, aus dem Bild strömt Herbstesduft, scheint wie frisch gepflückte Blumen, tröstet mich zur Winterszeit. Chrysanthemen befragen Die Kaiserfrau vom Hsiau-hsiang-Fluß Auskunft über Herbstgedanken suche ich am Blumenzaun: Wem gleicht ihr so stolz und edel? Warum blüht als letzte ihr? Fröstelt euch in Reif und Kälte? Grämt ihr euch beim Vogelzug? Sagt mir nicht, ihr wäret einsam, könnt ihr sprechen, sprecht mit mir! Chrysanthemen ins Haar stecken Ein Gast unter Bananen Täglich breche ich mir Blüten, Stecke sie als Schmuck mir an. Tau Tjiän war dem Wein ergeben, Du Mu war ein Blumennarr.Kalter Tau netzt meine Schläfen, Herbstduft tränkt das Kopftuch mir. Fremd erscheint mein Tun der Menge. Lacht ihr nur am Wegesrand! Chrysanthemenschatten Ein Freund, der sich aufs Abendrot bettet Herbstsonne zaubert Schatten hervor, die abends zögernd verblassen, im Lampenlicht und im Mondenschein tanzen sie wieder von neuem, zeigen uns nur ein Trugbild, nicht mehr, und sind doch die Seelen der Blumen. Gib acht und zertritt nicht die duftige Spur, wenn trunkene Augen dich leiten. Chrysanthementraum Die Kaiserfrau vom Hsiau-hsiang-Fluß Süß schläft im Herbst die Blume am Zaun, ihr Geist folgt dem Mond und den Wolken. Sie träumt nicht wie Dschuang-dsï vom Schmetterling, sie geht nach Tau Tjiän auf die Suche. Und schlummert sie ein bei der Wildgänse Ruf, so weckt sie der Lärm der Zikaden. Wem aber klagt sie erwachend ihr Leid? Ringsum ist nur Öde und Leere. Verwelkte Chrysanthemen Ein Gast unter Bananen Langsam sie neigen in Tau sich und Reif, kaum daß es wintert und schneiet. Noch sind sie duftig, blaß wird ihr Gold, von den Stengeln löst sich das Grüne. Die Zikaden singen ihr Sterbelied, hoch am Himmel ziehn wilde Gänse. Übers Jahr bringt der Herbst uns ein Wiedersehn, laßt euch nicht durch die Trennung vergrämen.“ Jedes Gedicht, das sie lasen, wurde sogleich gelobt, und die wechselseitigen Komplimente nahmen kein Ende. „Wartet doch, bis ich mein Urteil fälle!“ mahnte Li Wan lächelnd. „Nachdem ich alles gelesen habe, muß ich sagen, daß jedem auf seine Art ein paar erstklassige Zeilen gelungen sind. Mein Urteil lautet so: Das beste Gedicht ist ‚Lob der Chrysantheme‘, an zweiter Stelle folgt ‚Chrysanthemen befragen‘ und an dritter Stelle ‚Chrysanthementraum‘. Die Themen sind neuartig, die Gedichte sind es auch, und erst recht ist es der Sinn, der hineingelegt wurde. Darum könnt ihr nicht böse sein, wenn ich die Kaiserin vom Hsiau-hsiang-Fluß zur Siegerin erkläre. Auf ihre Verse folgen als nächste die Gedichte ‚Chrysanthemen ins Haar stecken‘, ‚Chrysanthemen zugewandt‘, ‚Chrysanthemen aufstellen‘, ‚Chrysanthemen malen‘ und ‚Denken an Chrysanthemen‘.“ Als Bau-yü das hörte, klatschte er vor Freude in die Hände und rief: „Vollkommen richtig! Höchst gerecht!“ Dai-yü aber wandte ein: „So gut sind meine Verse auch wieder nicht, ihr Fehler ist, daß sie ein wenig zu niedlich sind.“ „Niedlich sind sie“, pflichtete Li Wan ihr bei, „aber nicht steif und nicht überladen.“ „Die beste Zeile ist meiner Meinung nach ‚Mahnt mich an den alten Freund‘“, sagte Dai-yü. „Sie schafft einen starken Kontrast. Schon vorher die Stelle ‚Nur ein Stengel Herbstschönheit‘ ist sehr treffend formuliert. Zuvor ist alles über das Aufstellen der Chrysanthemen gesagt, darum passen diese Worte nirgendwo anders hin. Danach kehren die Gedanken dorthin zurück, als die Blumen noch nicht gebrochen und aufgestellt waren. Darin liegt ein tiefer Sinn.“ „Das stimmt schon“, bestätigte Li Wan, „aber dein Ausdruck ‚singen in mondheller Nacht‘ übertrifft alles andere.“ „Man muß aber einräumen, daß die Edle von Haselwurz mit den Worten ‚kahl ragt der Zaun‘ und ‚der Traum bringt‘s zurück‘ den Gedanken der Sehnsucht gut zum Ausdruck bringt“, meinte Tan-tschun. „Und bei dir schildern die ‚taunassen Schläfen‘ und das ‚duftgetränkte Kopftuch‘ das Bild von Chrysanthemen im Haar bis ins letzte Detail“, erwiderte Bau-tschai darauf. „Mit den Fragen ‚Wem gleicht ihr so stolz?‘ und ‚Warum blüht ihr so spät?‘ werden die armen Chrysanthemen aber schön in die Enge getrieben“, scherzte Hsiang-yün. „Na, wenn du dich ‚barhäuptig hinsetzt‘ und ‚die Knie umfassend‘ singst, ohne wieder wegzugehen, wird das den Blumen, wenn sie nur fühlen können, wohl auch lästig werden“, gab Li Wan zurück und brachte damit alle zum Lachen. „Und ich bin wieder mal durchgerasselt“, sagte Bau-yü. „Drückt denn ‚Wer hat gepflanzt?‘, ‚Wie kommen sie hierher?‘, ‚endloser Weg‘, ‚froh klingt mein Lied‘ nicht das Suchen aus? Sagt ‚vom Regen befeuchtet‘ und ‚blühen im Reif‘ etwa nichts über die Pflanzen? Nur darüber kann ich mich ärgern, daß ich den Ausdrücken ‚sing ich in mondheller Nacht‘, ‚die Knie umfassend, sing ich ein Lied‘, ‚Tau netzt die Schläfen‘, ‚Duft tränkt das Tuch‘, ‚blaß wird ihr Gold‘, ‚löst sich das Grün‘, ‚kahl ragt der Zaun‘, ‚der Traum bringt‘s zurück‘ nichts Gleichwertiges entgegensetzen konnte.“ Dann fügte er hinzu: „Wenn ich morgen Muße habe, schreibe ich noch einmal allein über alle zwölf Themen!“ „Auch deine Gedichte sind nicht schlecht“, tröstete ihn Li Wan. „Sie sind bloß nicht so originell wie die andern.“ Nachdem sich alle noch ein Weilchen zu ihren Wertungen geäußert hatten, verlangten sie frische Krabben und aßen gemeinsam am großen runden Tisch. Plötzlich sagte Bau-yü: „Heute feiern wir die Duftblüten mit einem Krabbenessen, das muß ebenfalls besungen werden! Mein Gedicht ist schon fertig, wer hält noch mit?“ Und rasch wusch er sich die Hände, griff zum Pinsel und schrieb. Alle schauten auf sein Blatt und lasen dort: „Krabbenfleisch schmeckt erst, wenn Duftblüten blühen, mit Essig begossen, mit Ingwer bestreut. Nun brauche ich Vielfraß noch Reiswein dazu, dann schmaus ich, dann trink ich wie toll. Da schrecke ich auch nicht vor Bauchweh zurück und Fingern, die kleben von rötlichem Fett. Man lebt nicht umsonst für solch Schlemmermahl, wie recht hatte doch Su Dung-po!“Lächelnd sagte Dai-yü: „Von solchen Gedichten kannst du hundert Stück haben, wenn du möchtest.“ Ebenfalls lächelnd, erwiderte Bau-yü: „Deine Inspiration ist für heute erschöpft, du kannst nichts mehr dichten, trotzdem mußt du andere herabsetzen!“ Ohne ihm zu antworten und ohne auch nur nachzudenken, griff Dai-yü zum Schreibpinsel, und im Nu war ein Gedicht fertig. Die anderen lasen: „Noch im Tod mit Wehr und Harnisch locken Krabben auf dem Tisch. Weißen Jade birgt ihr Panzer, duftig riecht ihr rotes Fett. Schmackhaft sind auch die acht Beine, reichlich trink ich Wein dazu. Und vollendet wird der Festtag durch den Reif der Chrysanthem‘.“ Als Bau-yü das Gedicht zu Ende gelesen hatte und es nun lauthals lobte, zerriß Dai-yü das Blatt mit raschem Griff und reichte es dann einer Sklavin mit dem Befehl, es zu verbrennen. Dann wandte sie sich zu Bau-yü und sagte lächelnd: „Meines reicht an deines nicht heran, darum lasse ich es verbrennen. Aber deines ist gut, besser als deine Chrysanthemengedichte von vorhin. Heb es auf und zeig es den Leuten!“ „Ich habe mir auch etwas abgequält“, meldete sich jetzt lächelnd Bau-tschai zu Wort. „Es ist nicht unbedingt gut, aber ich will es aufschreiben, damit ihr etwas zu lachen habt!“ Mit diesen Worten griff sie zum Pinsel und schrieb. Alle anderen lasen mit: „Unter den blühenden Bäumen zu prassen haben die Schlemmer von Tschang-an im Sinn.Ihr bornierten Seitwärtsgänger, Farbe heißt es jetzt bekannt!“ Die anderen schrien vor Begeisterung auf, als sie bis hierher gelesen hatten, und Bau-yü sagte: „Das ist ein Spaß! Mein Gedicht werde ich auch verbrennen!“ Dann las er weiter: „Heißer Reiswein würzt die Speise, Ingwerwurz hält Leibweh fern. Mitgegangen, mitgehangen, trübe sieht es für euch aus!“ Als alle fertiggelesen hatten, sagten sie: „Das ist ein unübertreffliches Gedicht vom Krabbenessen. Solch tiefen Sinn in ein kleines Thema zu legen ist der Beweis für ein großes Talent. Aber dein Spott gegen die Zeitgenossen ist vielleicht ein bißchen zu giftig.“ In diesem Augenblick sahen sie, daß Ping-örl in den Garten zurückkam, und wußten nicht, was sie davon halten sollten. Im nächsten Kapitel wird es erklärt. |