Hongloumeng/de/Chapter 53
Kapitel 53
Im Stillfriede-Anwesen feiert man das Neujahrs-Opfer im Ahnentempel — Im Prunkwille-Anwesen erfreut man sich am Laternenfest mit einem Familienfest
Es wird erzählt, dass Schatzjade[1] sah, wie Heitermuster[2] nach dem Ausbessern des Pfauenfedermantels völlig erschöpft und entkräftet war. Eilig ließ er die kleineren Dienstmädchen kommen, um sie zu massieren. Nachdem sie einander eine Weile geklopft und massiert hatten, legten sich alle wieder hin. Noch war keine Mahlzeit vergangen, da war es bereits heller Tag. Schatzjade ging nicht aus dem Haus und ließ sogleich nach dem Arzt schicken. Bald darauf kam Arzt König. Nachdem er den Puls gefühlt hatte, sagte er stirnrunzelnd: „Gestern hatte sich ihr Zustand schon gebessert, warum ist der Puls heute so schwach und flatternd geworden? Hat sie vielleicht zu viel gegessen? Oder sich geistig überanstrengt? Die äußere Erkältung ist zwar abgeklungen, aber wenn man nach dem Schwitzen die Pflege vernachlässigt, ist das keine Kleinigkeit." Während er so sprach, ging er hinaus, schrieb ein neues Rezept und kam damit zurück. Als Schatzjade es ansah, bemerkte er, dass die zerstreuenden und austreibenden Arzneien gestrichen und stattdessen Poria [Anm.: ein Heilpilz, chin. fuling], Rehmannia [Anm.: chin. dihuang], Angelikawurzel [Anm.: chin. danggui] und andere blutaufbauende und geistkräftigende Mittel hinzugefügt worden waren. Eilig ließ Schatzjade die Medizin abkochen und seufzte dabei: „Was soll nur werden! Wenn ihr etwas zustößt, dann trage ich allein die Schuld." Heitermuster hustete auf ihrem Kissen und rief: „Ach, mein guter Herr! Geht nur Eurer Wege! Ich werde schon nicht an der Schwindsucht sterben." Schatzjade blieb nichts anderes übrig, als zu gehen. Am Nachmittag kehrte er schon zurück mit der Begründung, er fühle sich unwohl.
Heitermusters Krankheit war zwar schwer, doch zum Glück war sie von Natur aus jemand, der den Körper und nicht den Geist strapazierte. Auch pflegte sie stets mäßig zu essen und zu trinken, ohne sich je den Magen zu verderben. Im Hause Kaufmann herrschte der Brauch, dass jedermann, ob hoch oder niedrig, bei der geringsten Erkältung oder dem leisesten Husten zuallererst streng fastete und erst danach mit Medizin behandelt und gepflegt wurde. So hatte Heitermuster gleich zu Beginn ihrer Krankheit zwei oder drei Tage gehungert und dabei gewissenhaft ihre Arznei genommen. Nachdem sie sich nun überanstrengt hatte, pflegte man sie erst recht besonders sorgfältig, und allmählich ging es ihr wieder besser. Da in jüngster Zeit alle Schwestern im Garten einzeln in ihren Räumen aßen und das Kochen dadurch leichter zu bewerkstelligen war, konnte Schatzjade nach Belieben Suppen und Brühen bestellen. Davon braucht nicht im Einzelnen berichtet zu werden.
Nachdem Dufthauch[3] von der Beerdigung ihrer Mutter zurückgekehrt war, hatte Moschusmond[4] ihr bereits alles erzählt, was Friedchen[5] über die Amme Song und Zhuier berichtet hatte und wie Heitermuster Zhuier hinausgeworfen hatte. Schatzjade hatte sie ebenfalls darüber unterrichtet. Dufthauch bemerkte nur, das sei ein wenig vorschnell gewesen. Da inzwischen auch Frau Li[6] an einer Erkältung litt, Dame Strafe[7] an einer Augenentzündung erkrankt war und Willkommensfrühling[8] mit Xiuyan täglich zu ihr ging, um sie morgens und abends mit Medizin zu versorgen, da ferner Tante Lis jüngerer Bruder Tante Li mitsamt Muster Pflaume und Prachtamt Pflaume zu einem mehrtägigen Besuch abgeholt hatte und da Schatzjade obendrein sah, wie Dufthauch immer noch um ihre Mutter trauerte und Heitermuster noch nicht ganz genesen war — aus all diesen Gründen fand sich niemand, der den Dichterklub am festgesetzten Tag hätte einberufen wollen, und so fielen mehrere Treffen aus.
Es war inzwischen der zwölfte Monat geworden, das Jahresende rückte näher, und Dame König[9] traf gemeinsam mit Phönixglanz[10] die Vorbereitungen für das Neujahrsfest. König Ziteng wurde zum Oberbefehlshaber der Garnisonen von neun Provinzen befördert, und Jia Regendorf erhielt den Posten des Kriegsministers und wirkte fortan als Berater in Militärangelegenheiten und Staatsgeschäften mit. Aber davon braucht nicht weiter die Rede zu sein.
Drüben im Stillfriede-Anwesen ließ Herrlichkeit Kaufmann[11] den Ahnentempel öffnen und ausräumen, die Opfergeräte herrichten und die Ahnentafeln aufstellen. Auch die Haupthalle ließ er reinigen, damit dort die Ahnenporträts aufgehängt werden konnten. Im ganzen Rong-guo- und Stillfriede-Anwesen, innen wie außen, oben wie unten, herrschte geschäftiges Treiben.
An diesem Tag war Dame Sonders[12] im Stillfriede-Anwesen gerade aufgestanden und mit Hibiskus Kaufmann[13]' Frau dabei, Nadelarbeiten und Geschenke für die Herzoginmutter[14] zusammenzustellen, als ein Dienstmädchen ein Tablett mit kleinen Goldbarren hereinbrachte und meldete: „Xinger lässt ausrichten, gnädige Frau: Das Paket Bruchgold enthielt einhundertdreiundfünfzig Liang, sechs Qian und sieben Fen. Der Feingehalt war unterschiedlich. Insgesamt wurden daraus zweihundertundzwanzig Barren gegossen." Damit reichte sie das Tablett hinauf. Dame Sonders betrachtete die Barren: Manche hatten die Form von Pflaumenblüten, andere die von Zieräpfeln, wieder andere glichen kleinen Glückwunschzeptern, und einige trugen das Muster der Acht Kostbarkeiten im Frühling. Dame Sonders befahl: „Verwahrt diese und sagt ihm, er solle die Silberbarren rasch bringen!" Das Dienstmädchen bestätigte und ging hinaus.
Bald darauf kam Herrlichkeit Kaufmann zum Essen herein, und Herrlichkeit Kaufmanns Frau zog sich zurück. Herrlichkeit Kaufmann fragte Dame Sonders: „Ist die kaiserliche Spende für unser Neujahrsopfer schon abgeholt worden?"
„Heute habe ich Herrlichkeit geschickt, sie zu holen", erwiderte Dame Sonders.
„Nicht dass unsere Familie auf die paar Liang Silber angewiesen wäre", sagte Herrlichkeit Kaufmann, „aber es ist immerhin die Gnade des Kaisers. Sobald es abgeholt ist, zeigen wir es drüben der Herzoginmutter und kaufen dafür Opfergaben für die Ahnen. Von oben empfangen wir die kaiserliche Gnade, von unten danken wir dem Segen der Vorfahren. Selbst wenn wir zehntausend Liang Silber für das Ahnenopfer ausgäben, wäre das nicht so ehrenvoll, wie es mit diesem Gnadengeschenk zu tun. Abgesehen von ein, zwei Familien wie der unseren — all jene verarmten Familien von erblichen Beamten, woher nähmen sie das Geld für die Neujahrsopfer, wenn sie sich nicht auf dieses Silber stützen könnten? Wahrlich, die Gnade des Kaisers ist gewaltig, und er denkt an alles."
„Genau so ist es", bestätigte Dame Sonders.
Während die beiden noch sprachen, wurde gemeldet: „Der junge Herr ist da." Herrlichkeit Kaufmann ließ ihn hereinrufen, und Herrlichkeit Kaufmann trat mit einem kleinen Beutel aus gelbem Stoff ein, den er mit beiden Händen trug.
„Warum hat das den ganzen Tag gedauert?" fragte Herrlichkeit Kaufmann.
Herrlichkeit Kaufmann antwortete mit einem verbindlichen Lächeln: „Heute war das Silber nicht im Zeremonialministerium abzuholen, sondern wurde über die Schatzkammer des Kaiserlichen Amtes für Opfergaben ausgegeben, weshalb ich erst dorthin musste. Die Beamten vom Amt für Opfergaben ließen Euch grüßen, Vater. Sie sagten, sie hätten Euch seit langem nicht gesehen und dächten immer an Euch."
Herrlichkeit Kaufmann lachte: „An mich denken sie? Jetzt, wo das Jahresende naht, denken sie nicht an mich, sondern an meine Geschenke oder an Einladungen zu Theater und Wein!" Dabei betrachtete er den gelben Stoffbeutel, auf dem ein Siegelstempel prangte mit den vier großen Schriftzeichen: „Durch Kaiserliche Gnade auf ewig gewährt". Auf der anderen Seite befand sich der Stempel der Opferverwaltung des Zeremonialministeriums, und daneben stand eine Zeile kleiner Zeichen: „Jia Yan, Herzog Ning-guo, und Jia Yuan, Herzog Rong-guo — kaiserlich auf ewig gewährte Spenden zum Neujahrsopfer, insgesamt zwei Anteile, als Reinsilber soundso viele Liang. Im soundsovielten Jahr, soundsovielten Monat und Tag von Hibiskus Kaufmann, Hauptmann der Palastwache, Anwärter auf einen Gardistenposten, persönlich in Empfang genommen. Diensthabender Amtsassistent Soundso." Darunter stand eine Paraphe in roter Tusche.
Nachdem Herrlichkeit Kaufmann gegessen, sich Hände und Mund gewaschen und Stiefel und Kopfbedeckung gewechselt hatte, befahl er Herrlichkeit Kaufmann, das Silber zu nehmen und ihm zu folgen. Zuerst berichteten sie der Herzoginmutter und Dame König, dann gingen sie auf die andere Seite und erstatteten auch Begnadigung Kaufmann[15] und Dame Strafe Meldung, ehe sie nach Hause zurückkehrten. Dort nahm Herrlichkeit Kaufmann das Silber heraus und befahl, den leeren Beutel im großen Weihrauchkessel des Ahnentempels zu verbrennen. Dann sagte er zu Herrlichkeit Kaufmann: „Geh hinüber und frage die Frau deines Onkels Kette, ob die Termine für die Neujahrsbankette schon feststehen. Wenn ja, lass dir im Schreibzimmer eine genaue Aufstellung machen, damit wir bei unseren Einladungen keine Überschneidungen haben. Letztes Jahr haben wir nicht aufgepasst, und es gab bei mehreren Familien Dopplungen. Die Leute müssen gedacht haben, dass die beiden Anwesen sich abgesprochen und zum Schein Einladungen verschickt hätten, um Kosten zu sparen."
Herrlichkeit Kaufmann bestätigte eilig und ging hinüber. Nach kurzer Zeit kehrte er mit der Terminliste zurück. Herrlichkeit Kaufmann sah sie durch und befahl, sie an Lai Sheng weiterzugeben, damit dieser darauf achte, dass die Einladungen nicht auf dieselben Tage fielen. Dann ging er in die Halle hinaus und beaufsichtigte die Diener, die Stellwände trugen und Tische sowie goldene und silberne Opfergeräte polierten. Da kam ein Diener mit einem Brief und einer Aufstellung und meldete: „Der Dorfverwalter Wu aus dem Schwarzbergdorf ist angekommen."
„Jetzt erst kommt er, der alte Galgenstrick!" rief Herrlichkeit Kaufmann. Herrlichkeit Kaufmann nahm Brief und Liste entgegen und entfaltete zuerst den Brief. Herrlichkeit Kaufmann, die Hände auf dem Rücken verschränkt, blickte in Herrlichkeit Kaufmann' Hände und las auf dem roten Briefpapier: „Kniefällig wünscht Euer Dorfverwalter Wu Jinxiao dem Herrn und der gnädigen Frau zehntausendfaches Glück und goldene Gesundheit, ebenso den jungen Herren und Fräulein goldene Gesundheit. Möge das neue Jahr Euch Glück und Segen in Fülle bringen, Frieden und Wohlergehen, Beförderung und Gehaltserhöhung, und mögen sich all Eure Wünsche erfüllen!"
Herrlichkeit Kaufmann lachte: „Die Leute auf dem Lande haben schon ihren eigenen Stil!" Auch Herrlichkeit Kaufmann beeilte sich zu lächeln und sagte: „Achtet nicht auf die Formulierung — Hauptsache, es bringt Glück!" Dann entfaltete er eilig die Liste, auf der stand:
„Hirsche — dreißig Stück; Moschustiere — fünfzig Stück; Rehe — fünfzig Stück; Siam-Schweine — zwanzig Stück; gebrühte Schweine — zwanzig Stück; Drachenschweine — zwanzig Stück; Wildschweine — zwanzig Stück; gesalzene und getrocknete Hausschweine — zwanzig Stück; Wildschafe — zwanzig Stück; Gorale — zwanzig Stück; gebrühte Hammel — zwanzig Stück; getrocknete Hammel — zwanzig Stück; Störe — zwei Stück; verschiedene Fische — zweihundert Jin; lebende Hühner, Enten und Gänse — je zweihundert Stück; getrocknete Hühner, Enten und Gänse — zweihundert Stück; Fasane und Hasen — je zweihundert Paar; Bärentatzen — zwanzig Paar; Hirschsehnen — zwanzig Jin; Seegurken — fünfzig Jin; Hirschzungen — fünfzig Stück; Rinderzungen — fünfzig Stück; getrocknete Scheidenmuscheln — zwanzig Jin; Haselnusskerne, Zirbelnusskerne, Pfirsichkerne, Aprikosenkerne — je zwei Säcke; große Hummer — fünfzig Paar; getrocknete Garnelen — zweihundert Jin; Silberfrost-Holzkohle erstklassig — eintausend Jin, mittlere Güte — zweitausend Jin; gewöhnliche Holzkohle — dreißigtausend Jin; Reis von den Kaiserlichen Feldern, zinnoberroter Klebreis — zwei Dan; grüner Klebreis — fünfzig Hu; weißer Klebreis — fünfzig Hu; feiner weißer Reis — fünfzig Hu; verschiedene Hirse- und Getreidesorten — je fünfzig Hu; gewöhnlicher Reis zum täglichen Gebrauch — eintausend Dan; verschiedenerlei Dörrgemüse — eine Wagenladung; Erlös aus dem Verkauf von Getreide und Vieh — insgesamt zweitausendfünfhundert Liang Silber. Ferner als Geschenk für die jungen Herren und Fräulein zum Vergnügen: lebende Hirsche — zwei Paar; lebende weiße Kaninchen — vier Paar; schwarze Kaninchen — vier Paar; lebende Goldfasane — zwei Paar; europäische Enten — zwei Paar."
Herrlichkeit Kaufmann befahl, Wu hereinzuführen. Bald darauf trat Wu Jinxiao in den Hof, kniete nieder und schlug die Stirn auf den Boden. Herrlichkeit Kaufmann ließ ihn aufrichten und sagte lächelnd: „Du bist also noch rüstig."
Ebenfalls lächelnd erwiderte Wu Jinxiao: „Dank Eurer Fürsorge, Herr, kann ich mich noch bewegen."
„Deine Söhne sind doch schon groß", sagte Herrlichkeit Kaufmann. „Du hättest sie schicken können."
„Ich will Euch nichts verhehlen, Herr", sagte Wu Jinxiao lächelnd. „Ich bin es gewohnt, den Weg zu machen, und würde mich zu Tode langweilen, wenn ich nicht käme. Die Söhne würden natürlich auch gerne einmal die Welt zu Füßen des Kaisers sehen. Aber sie sind noch jung, und ich fürchte, es könnte ihnen unterwegs etwas zustoßen. In ein paar Jahren kann ich sie ruhigen Gewissens schicken."
„Wie viele Tage warst du unterwegs?" fragte Herrlichkeit Kaufmann.
„Um Euch Bericht zu erstatten, Herr: Der Schnee war dieses Jahr besonders tief", antwortete Wu Jinxiao. „Draußen auf dem Land lag er vier bis fünf Chi hoch. Vor ein paar Tagen wurde es plötzlich warm und der Schnee schmolz, die Wege waren kaum passierbar, und ich verlor einige Tage. Insgesamt war ich einen Monat und zwei Tage unterwegs. Da die Zeit knapp wurde und ich Euch keine Sorgen machen wollte, Herr, habe ich mich beeilt."
„Da dachte ich mir doch", sagte Herrlichkeit Kaufmann, „warum er erst jetzt kommt. Ich habe gerade deine Liste angesehen — du willst dich also wieder mit uns anlegen, Alter!"
Eilig trat Wu Jinxiao zwei Schritte näher und sagte: „Lasst mich berichten, Herr! Die Ernte war dieses Jahr wirklich schlecht. Vom dritten Monat an hat es in einem fort geregnet, ununterbrochen bis in den achten Monat hinein, es gab nicht fünf sonnige Tage am Stück. Im neunten Monat hagelten Eiskörner so groß wie Suppenschüsseln herab, auf einer Fläche von fast eintausenddreihundert Li im Geviert, und Menschen, Häuser, Vieh und Getreide wurden zu Tausenden und Abertausenden geschädigt. Das sind die Gründe, Herr. Ich lüge wahrhaftig nicht."
Herrlichkeit Kaufmann runzelte die Stirn: „Ich hatte fest mit mindestens fünftausend Liang Silber von dir gerechnet. Was soll man mit dem hier anfangen! Von den acht oder neun Dörfern, die uns noch geblieben sind, haben dieses Jahr gleich zwei Dürre oder Überschwemmung gemeldet, und ihr wollt euch auch noch mit uns anlegen. Da will man uns wohl das Neujahrsfeiern ganz verbieten!"
Wu Jinxiao erwiderte: „Euer Gebiet ist ja noch vergleichsweise gut dran, Herr! Mein Bruder wohnt nur gut hundert Li von mir entfernt, und bei dem sieht es viel schlimmer aus. Er verwaltet für das andere Anwesen drüben acht Dörfer, die ein Mehrfaches Eurer Ländereien umfassen, aber auch er konnte dieses Jahr nicht mehr abliefern — nur zwei- bis dreitausend Liang Silber mehr. Auch dort hat die Not zugeschlagen."
„Eben", sagte Herrlichkeit Kaufmann. „Bei uns hier geht es noch einigermaßen, wir haben keine großen Sonderausgaben, nur die laufenden Kosten. Wenn es mir schlechter geht, spare ich eben ein wenig mehr. Außerdem kann ich bei den jährlichen Geschenken und Einladungen etwas dreister kürzen, dann ist der Fall erledigt. Aber drüben im anderen Anwesen sieht es anders aus. Dort sind in den letzten Jahren allerlei unumgängliche Mehrausgaben hinzugekommen, während das Einkommen keineswegs gestiegen ist. In den letzten ein, zwei Jahren haben sie empfindlich zuschießen müssen. Wenn wir es nicht von euch verlangen, von wem dann?"
Wu Jinxiao meinte lächelnd: „Im anderen Anwesen sind die Ausgaben zwar gestiegen, aber es geht doch hin und her. Die Kaiserliche Gemahlin und Seine Majestät werden doch gewiss Geschenke machen!"
Als Herrlichkeit Kaufmann das hörte, wandte er sich lachend an Herrlichkeit Kaufmann und die anderen: „Habt ihr das gehört? Ist das nicht zum Lachen?" Herrlichkeit Kaufmann beeilte sich zu antworten: „Ihr Leute aus den Bergen und von der Meeresküste versteht eben nichts von diesen Dingen. Soll uns die Kaiserliche Gemahlin etwa die kaiserlichen Schatzhäuser schenken? Selbst wenn sie es wollte, könnte sie das nicht eigenmächtig entscheiden. Natürlich gibt es Geschenke — zu den Feiertagen etwas farbige Seide, Antiquitäten und Spielereien. Und wenn es einmal Gold gibt, sind es höchstens hundert Liang Gold, das entspricht gerade mal eintausend Liang Silber. Was sind das schon für ein ganzes Jahr? In den letzten beiden Jahren haben sie jedes Jahr mehrere tausend Liang draufgelegt! Rechne doch einmal zusammen, was allein der Heimbesuch im ersten Jahr gekostet hat, einschließlich des neugebauten Gartens — dann weißt du Bescheid. Noch ein, zwei solcher Besuche, und sie sind völlig ruiniert."
Herrlichkeit Kaufmann fügte lächelnd hinzu: „Deshalb sage ich ja: Die Leute auf dem Lande sind ehrlich und haben keine Ahnung, was sich hinter den Kulissen abspielt. Wie sagt das Sprichwort? 'Der Klöppel aus Gelbholz — außen glänzend, innen bitter.'"
Herrlichkeit Kaufmann wandte sich lächelnd an Herrlichkeit Kaufmann: „Drüben im anderen Anwesen muss es tatsächlich schlecht stehen. Neulich habe ich gehört, wie Tante Phönixglanz heimlich mit Mandarinenente[16] besprach, etwas von den Habseligkeiten der Herzoginmutter zu entwenden und beim Pfandleiher zu versetzen."
Herrlichkeit Kaufmann lachte: „Das ist wieder einer von Phönixglanz' Tricks. So arm sind sie bestimmt noch nicht. Sie hat sicher gesehen, dass die Ausgaben zu hoch und die Zuschüsse zu groß geworden sind, und weiß nicht, wo sie noch sparen soll. Also hat sie diese Geschichte in Umlauf gebracht, damit alle denken, es sei wirklich so schlimm. Ich aber habe meine eigene Rechnung im Kopf und weiß, dass es so weit noch nicht gekommen ist." Damit befahl er, Wu Jinxiao hinauszugeleiten und gut zu bewirten. Davon braucht nicht weiter die Rede zu sein.
Herrlichkeit Kaufmann ordnete an, von den eben eingetroffenen Gütern einen Teil für das Ahnenopfer zurückzulegen und von jeder Sorte etwas auszuwählen, das Herrlichkeit Kaufmann ins Prunkwille-Anwesen bringen sollte. Nach Abzug des eigenen Haushaltsbedarfs wurde der Rest in Portionen aufgeteilt, wie es dem jeweiligen Rang entsprach, und auf der Terrasse aufgestapelt. Dann ließ er alle Söhne und Neffen der Sippe zusammenrufen, damit sie ihre Anteile abholten. Auch aus dem Prunkwille-Anwesen traf bald darauf eine Sendung von Opfergaben und Geschenken für Herrlichkeit Kaufmann ein.
Nachdem Herrlichkeit Kaufmann die Aufstellung der Opfergeräte bis zuletzt überwacht hatte, schlüpfte er in bequeme Pantoffeln, warf sich einen weiten Luchsfellmantel um und ließ sich am Fuß einer Hallensäule auf dem steinernen Sockel ein großes Wolfsfell in die Sonne breiten, um es sich in der Winterwärme bequem zu machen und den jungen Sippenangehörigen beim Abholen ihrer Neujahrsgaben zuzusehen.
Als er sah, dass auch Jia Qin kam, um etwas abzuholen, rief er ihn herbei und sagte: „Was willst du hier? Wer hat dich geschickt?"
Jia Qin stand mit unterwürfig herabhängenden Händen da und erwiderte: „Ich hörte, Ihr hättet alle herrufen lassen, um die Gaben in Empfang zu nehmen, gnädiger Herr. Da bin ich gekommen, ohne eine persönliche Einladung abzuwarten."
„Diese Sachen sind für diejenigen deiner Onkel und Vettern bestimmt, die keinen Posten und keine Verdienstmöglichkeit haben", sagte Herrlichkeit Kaufmann. „In den beiden Jahren, als du noch nichts zu tun hattest, habe ich dir auch welche gegeben. Aber jetzt hast du eine Stellung drüben im anderen Anwesen und bist im Familienkloster für die buddhistischen und daoistischen Mönche und Nonnen zuständig. Du bekommst nicht nur dein monatliches Gehalt, auch die Gelder für die Mönche gehen durch deine Hände. Und jetzt kommst du noch, um dir hier etwas zu holen? Du bist wirklich zu gierig! Und schau dich nur an! So kleidet sich einer, der Geld verwaltet und Verantwortung trägt? Früher hast du dich beklagt, du hättest keine Einnahmequelle — und jetzt siehst du noch schlimmer aus als damals?"
„Mein Haushalt ist groß, und die Ausgaben sind hoch", versuchte Jia Qin sich zu rechtfertigen.
Herrlichkeit Kaufmann lachte kalt: „Du willst mir auch noch Ausreden auftischen? Meinst du, ich wüsste nicht, was du im Familienkloster treibst? Dort spielst du natürlich den großen Herrn, und keiner wagt, dir zu widersprechen. Da du Geld in der Hand hast und weit genug von uns weg bist, führst du dich wie ein König auf, versammelst Nacht für Nacht Gesindel um dich zum Glücksspiel, hältst dir Frauen und Lustknaben. Und so heruntergekommen, wie du jetzt aussiehst, wagst du es noch, hier aufzukreuzen und Geschenke zu holen? Statt Geschenke solltest du eine ordentliche Tracht Prügel bekommen. Warte nur! Nach Neujahr werde ich mit deinem Onkel Kette reden, damit er dich ablöst!"
Jia Qin stand mit hochrotem Gesicht da und wagte nichts zu erwidern.
Da meldete ein Diener: „Aus dem Palast des Prinzen Beifang vom nördlichen Fürstenhaus sind Spruchbänder und Glückstäschchen geschickt worden."
„Geh hinaus und empfange die Boten", sagte Herrlichkeit Kaufmann zu Herrlichkeit Kaufmann. „Sag ihnen, ich sei nicht zu Hause." Herrlichkeit Kaufmann ging.
Herrlichkeit Kaufmann blieb sitzen, bis alle Gaben abgeholt waren, dann kehrte er in seine Gemächer zurück und aß mit Dame Sonders zu Abend. Von der Nacht ist nichts Besonderes zu berichten. Am nächsten Tag gab es noch mehr zu tun als zuvor, aber auch das braucht nicht im Einzelnen erzählt zu werden.
So kam der neunundzwanzigste Tag des zwölften Monats. Alles war in bester Ordnung. In beiden Anwesen hatte man die Türgötterbilder und Spruchbänder ausgetauscht, die Pfirsichholz-Schutzamulette frisch geölt — alles erstrahlte in neuem Glanz. Im Stillfriede-Anwesen standen von der Hauptpforte über das Zeremonientor, die große Halle, den geheizten Raum, die innere Halle, das innere dritte Tor, das innere Zeremonientor und das Blendtor bis hin zur Haupthalle alle mittleren Türflügel sperrangelweit offen. Auf beiden Seiten der Treppen brannten in einer Reihe große zinnoberrote Kerzen, deren Flammen wie zwei feurige goldene Drachen leuchteten.
Am nächsten Tag legten die Herzoginmutter und alle mit einem offiziellen Rang belehnten Familienmitglieder ihre Audienzgewänder nach Rangordnung an und ließen sich in Sänften mit acht Trägern zur Neujahrs-Gratulationscour in den Kaiserpalast tragen. Nachdem sie dort die Riten vollzogen und am Bankett teilgenommen hatten, ließen sie sich zum Stillfriede-Anwesen tragen und stiegen am geheizten Wohnhaus aus den Sänften. Diejenigen Söhne und Neffen, die nicht mit bei Hofe gewesen waren, standen am Tor des Stillfriede-Anwesens Spalier und erwarteten die Rückkehrer, um sie anschließend in den Ahnentempel zu geleiten.
Kostbarzither Schnee, die zum ersten Mal hier war, hielt aufmerksam Ausschau und betrachtete alles genau. Der Ahnentempel befand sich in einem gesonderten Hof westlich des Stillfriede-Anwesens. Hinter einem schwarz lackierten Holzgitter lagen fünf mächtige Torgebäude, über denen eine Tafel mit der Aufschrift „Ahnentempel der Kaufmann-Familie" prangte. In kleinerer Schrift stand daneben: „Geschrieben von Kong Jizong, Herzog Yansheng". Zu beiden Seiten hing ein langes Parallelsatzpaar:
„Mit Leib und Leben dankt das zahlreiche Volk dem Beschützer seine Gnade; Bis an den Himmel reichen die Verdienste, hundert Generationen ehren das Opfer."
Auch dieses war vom Herzog Yansheng geschrieben. Man trat durch das Tor in den Hof. Ein Weg aus weißen Steinplatten führte zwischen alten Kiefern und Zypressen hindurch. Auf der steinernen Terrasse standen alte Bronzegefäße verschiedener Formen. Am Vorbau der Tempelhalle hing eine mit neun goldenen Drachen geschmückte Tafel:
„Sternengleich glänzende Stützen des Throns."
Sie war vom vorherigen Kaiser eigenhändig geschrieben. Daneben hing ein Parallelsatzpaar:
„Wie Sonne und Mond erstrahlen die Verdienste und Taten, Auf Söhne und Enkel erstreckt sich der Ruhm und die Ehre."
Auch dies war kaiserliche Handschrift. An der fünf Jian breiten Haupthalle hing eine blau grundierte Tafel mit sich windenden Drachen und der Aufschrift:
„In Ehrfurcht der Vorfahren gedenken."
Und das Parallelsatzpaar lautete:
„Die Nachfahren erben Tugend und Glück, Das Volk preist das Stillfriede-Anwesen wie auch Rong."
Alles war in kaiserlicher Handschrift. Im Inneren der Halle loderten Weihrauch und Kerzen, bunte Seidenvorhänge und gestickte Behänge waren aufgespannt. Hinter den Vorhängen waren die Ahnentafeln zu erkennen, doch nicht deutlich zu lesen.
Nun stellten sich alle Kaufmann-Angehörigen in der vorgeschriebenen Ordnung des zhao und mu auf. Jia Jing leitete die Hauptzeremonie; Begnadigung Kaufmann assistierte; Herrlichkeit Kaufmann reichte den Opferbecher; Kette Kaufmann[17] und Jia Cong überreichten die Seidenstücke; Schatzjade trug den Weihrauch; Jia Chang und Jia Ling breiteten die Gebetsteppiche aus und hüteten das Feuerbecken. Schwarzgekleidete Musikanten spielten, der Opferbecher wurde dreimal dargebracht, und alle verneigten sich und erhoben sich wieder. Die Seidenstücke wurden verbrannt und der Wein auf die Erde gegossen. Als die Zeremonie beendet war, verstummte die Musik, und alle verließen den Tempel.
Im Gefolge der Herzoginmutter begab man sich zur Haupthalle, in der die Ahnenporträts hingen. Hinter bunten Seidenvorhängen und bestickten Wandschirmen brannten Weihrauch und Kerzen in hellem Glanz. An der Mitterwand hingen die Bilder der beiden Gründungsahnen — des Herzogs Ning-guo und des Herzogs Rong-guo —, beide in drachenbestickten Gewändern und mit Jadegürteln dargestellt. Daneben hingen noch einige Porträts weiterer Vorfahren.
Von Jia Xing und Jia Zhi angefangen, standen die Sippenangehörigen dicht an dicht vom inneren Zeremonientor bis zur Hallentür aufgereiht. Draußen vor der Türschwelle standen Jia Jing und Begnadigung Kaufmann; drinnen standen die weiblichen Angehörigen. Die gesamte Dienerschaft wartete vor dem Zeremonientor.
Jedes Gericht des Opfermahls wurde am Zeremonientor entgegengenommen, von Jia Xing und Jia Zhi weitergereicht und gelangte so die Treppe hinauf bis zu Jia Jing. Er übergab es an Herrlichkeit Kaufmann, der als ältester Enkel der Hauptlinie als einziger Mann zusammen mit den Frauen innerhalb der Schwelle stand. Von ihm empfing es seine Frau, die es an Phönixglanz und Dame Sonders weitergab. Durch die Hände aller Frauen gelangte es bis zu Dame König. Dame König reichte es der Herzoginmutter, und erst die Herzoginmutter stellte es auf den Opfertisch. Dame Strafe stand an der Westseite des Opfertischs mit dem Gesicht nach Osten und assistierte der Herzoginmutter beim Aufstellen der Speisen.
Als sämtliche Gerichte, Reis, Suppen, Naschwerk, Wein und Tee durchgereicht worden waren, verließ auch Herrlichkeit Kaufmann die Halle, stieg die Stufen hinab und stellte sich an die Spitze der Gruppe von Jia Qin. Alle Angehörigen der Schrift-Generation standen unter der Führung von Jia Jing; darunter folgten die der Jade-Generation unter der Führung von Herrlichkeit Kaufmann; und noch eine Generation tiefer die der Gras-Generation unter Herrlichkeit Kaufmann' Führung. Links standen die Älteren, rechts die Jüngeren; die Männer im Osten, die Frauen im Westen. Als die Herzoginmutter den Weihrauch entzündete und niederkniete, knieten alle zugleich nieder. Die fünf Hauptsäle, die drei Vorbauten, die Säulengänge innen und außen, die Stufen und Terrassen — alles war dicht gedrängt voller buntgekleideter Menschen, ohne auch nur einen freien Fleck. Es herrschte lautlose Stille; man hörte nur das leise Klingen der goldenen Glöckchen und jadenen Gürtelgehänge und das scharrende Geräusch der Stiefel beim Knien und Aufstehen.
Bald war die Zeremonie beendet. Jia Jing und Begnadigung Kaufmann zogen sich eilig mit den übrigen Männern zurück und begaben sich ins Prunkwille-Anwesen, um dort die Herzoginmutter zu erwarten und ihr den zeremoniellen Gruß zu entbieten.
In Dame Sonderss Hauptgemach war der Boden bereits mit rotem Filz ausgelegt. In der Mitte des Raumes stand ein großes Kohlenbecken aus vergoldetem Cloisonne-Email, dessen drei Füße Elefantenrüsseln nachgebildet waren und dessen Rand wie ein Schlammgrundel-Rücken gewölbt war. Auf dem Ofenbett lag eine neue purpurrote Filzmatte, darauf rote, bunt bestickte Rücken- und Armkissen mit dem Motiv von Drachen in Wolken, die das Zeichen shou — „Langes Leben" — emporhielten. Darüber war eine Decke aus schwarzem Fuchsfell gebreitet, und als Sitzkissen lag ein weißes Fuchsfell bereit. Die Herzoginmutter wurde gebeten, dort Platz zu nehmen.
Zu beiden Seiten wurden weitere Fellkissen ausgelegt, damit die alten Damen aus der Generation der Herzoginmutter sich setzen konnten. Auf dem seitlich abgetrennten kleinen Ofenbett hinter dem Raumteiler wurden ebenfalls Fellkissen bereitet, und dort nahmen Dame Strafe und die anderen Frauen ihrer Generation Platz. Auf der freien Fläche im Raum standen sich in zwei Reihen zwölf geschnitzte Lackstühle gegenüber, alle einheitlich mit Sitzkissen aus grauem Eichhörnchenfell bezogen. An jedem Stuhl stand ein großes Messingfußöfchen. Hier nahmen Kostbarzither Schnee und die anderen jungen Damen Platz.
Dame Sonders reichte der Herzoginmutter persönlich den Tee auf einem Tablett, während Herrlichkeit Kaufmanns Frau den übrigen alten Damen einschenkte. Danach bediente Dame Sonders Dame Strafe und die anderen, und Herrlichkeit Kaufmanns Frau reichte den jungen Mädchen den Tee. Phönixglanz und Frau Li standen ehrfürchtig bereit, um zu bedienen.
Als der Tee getrunken war, erhoben sich Dame Strafe und die anderen sogleich, um der Herzoginmutter weiter aufzuwarten. Die Herzoginmutter trank ihren Tee, wechselte zwei oder drei Worte mit den alten Damen und befahl dann, die Sänfte zu holen. Sogleich trat Phönixglanz vor und half ihr auf.
Dame Sonders sagte lächelnd: „Das Abendessen für die alte Ahne steht bereit. Jedes Jahr verweigert Ihr uns die Ehre, hier zu essen, bevor Ihr heimkehrt. Sind wir denn wirklich so viel unwürdiger als unser Phönixglanz-Mädchen?"
Phönixglanz stützte die Herzoginmutter und sagte lächelnd: „Kommt nur schnell, alte Ahne, wir essen bei uns! Kümmert Euch nicht um sie!"
Die Herzoginmutter lachte: „Ihr habt hier das Ahnenopfer zu versorgen und seid beschäftigter, als ich es mir vorstellen kann — wie solltet ihr euch auch noch mit mir Plage abgeben? Außerdem habt ihr mir jedes Jahr, wenn ich nicht hier gegessen habe, die Speisen hinübergeschickt. Schickt sie mir nur auch diesmal! Was ich heute nicht schaffe, hebe ich mir für morgen auf, und so esse ich am Ende mehr, als wenn ich hier bliebe."
Alle lachten. Dann ermahnte die Herzoginmutter Dame Sonders noch: „Beauftragt unbedingt zuverlässige Leute, über Nacht nach dem Weihrauch und den Kerzen zu sehen! Damit ist nicht zu spaßen." Dame Sonders bestätigte es.
Man ging hinaus zum geheizten Wohngebäude, wo die Herzoginmutter in ihre Sänfte stieg. Dame Sonders und die anderen traten hinter den Wandschirm, und erst dann ließen die Diener die Sänftenträger kommen und die Sänfte durch das Haupttor hinaustragen. Dame Sonders schloss sich Dame Strafe an und ließ sich ebenfalls ins Prunkwille-Anwesen tragen.
Auf der Straße vor dem Haupttor waren auf der Ostseite die Insignien, Zeremonialgeräte und Musikinstrumente des Herzogs Ning-guo und auf der Westseite die des Herzogs Rong-guo aufgestellt. Alle Passanten wichen ehrfürchtig aus und mieden die Straße.
Im Prunkwille-Anwesen standen ebenfalls alle Tore und Hallen bis zum Ende weit offen. Man stieg aber nicht am Hauptwohngebäude aus der Sänfte, sondern ließ sich von der großen Halle nach Westen bis zur Haupthalle in den Gemächern der Herzoginmutter tragen und stieg dort aus. Im Gefolge vieler Begleiterinnen betrat man den Hauptraum, in dem ebenfalls seidene Bezüge und gestickte Wandschirme in frischem Glanz erstrahlten. Im Kohlenbecken brannten Kiefern- und Zypressenweihrauch zusammen mit wohlriechendem Gras.
Kaum hatte sich die Herzoginmutter gesetzt, meldete eine alte Dienerin: „Die alten gnädigen Frauen kommen, ihre Aufwartung zu machen." Die Herzoginmutter erhob sich eilig, ihnen entgegenzugehen. Schon traten zwei oder drei alte Schwägerinnen ein, man fasste sich an den Händen, lachte und plauderte eine Weile, ließ einander Platz nehmen und trank gemeinsam Tee. Dann gingen sie wieder, und die Herzoginmutter begleitete sie nur bis zum inneren Zeremonientor und kehrte dann auf ihren Platz zurück.
Nun traten Jia Jing und Begnadigung Kaufmann an der Spitze aller Söhne und Neffen herein. Die Herzoginmutter rief lächelnd: „Das ganze Jahr über seid ihr euch euretwegen genug bemüht worden — lasst die Formalitäten!" Doch schon knieten Männer und Frauen, nach Geschlechtern getrennt, Gruppe um Gruppe vor ihr nieder und vollzogen ihre Verbeugungen. Danach nahmen alle der Rangfolge gemäß auf den Faltstühlen zu beiden Seiten Platz und empfingen ihrerseits die Grüße der Jüngeren. Nachdem auch sämtliche Diener und Dienerinnen beider Anwesen nach ihrer Stellung der Reihe nach ihre Verbeugungen vollzogen hatten, wurden Neujahrsgelder, Glückstäschchen und kleine Gold- und Silberbarren verteilt. Dann wurde das Vereinigungsmahl aufgetragen. Die Männer saßen im Osten, die Frauen im Westen. Nachdem der „übelabwehrende Wein", die „Suppe der frohen Vereinigung", die „Glücksfrüchte" und der „Kuchen der Wunscherfüllung" gereicht worden waren, stand die Herzoginmutter auf und ging in ihre inneren Gemächer, um sich umzukleiden. Die anderen zerstreuten sich.
Am Abend wurden vor allen Buddhastatuen und Herdgottbildern Weihrauch und Opfergaben dargebracht. Im Hof von Dame Königs Hauptgemach wurden Papierbilder für Himmel und Erde aufgestellt, Weihrauch und Opfergaben dargebracht. Auch am Haupttor des Gartens der Großen Anschauung hingen große, helle Hornlaternen, und überall leuchteten die Wegelaternen. Jedermann, ob hoch oder niedrig, war in bunte Festkleidung gehüllt. Die ganze Nacht über vernahm man Stimmengewirr, Gelächter und Geplauder, und Feuerwerkskörper und Raketen krachten und zischten ohne Unterlass.
Am nächsten Morgen in der fünften Nachtwache begab sich die Herzoginmutter mit ihrem Gefolge in vollem Ornat und mit allen Ranginsignien abermals in den Kaiserpalast zur Neujahrs-Gratulationscour und beglückwünschte zugleich Urfrühling zu ihrem Geburtstag. Nachdem man am Bankett teilgenommen hatte und zurückgekehrt war, brachte man im Stillfriede-Anwesen noch einmal ein Opfer vor den Ahnentafeln dar und empfing anschließend zu Hause die Neujahrsgrüße. Danach wechselte die Herzoginmutter ihre Kleidung und ruhte sich aus. Keinen der zur Gratulation erschienenen Verwandten und Freunde empfing sie. Nur mit Tante Schnee[18] und Tante Li plauderte sie gemütlich, oder sie spielte mit Schatzjade, Kostbarzither Schnee, Schatzspange[19], Kajaljade[20] und den anderen Mädchen Dame- oder Dominospiele.
Dame König und Phönixglanz dagegen waren Tag für Tag unermüdlich damit beschäftigt, Gäste zum Neujahrsmahl zu bewirten. In der Halle und im Hof wurde Theater gespielt und Wein getrunken, und die Verwandten und Freunde kamen in nicht abreißendem Strom. Sieben oder acht Tage dauerte der Trubel, bis er endlich vorüber war — und schon rückte das Laternenfest näher. In beiden Anwesen wurden prächtige Laternen aufgehängt und bunte Schmuckbänder gespannt. Am elften Tag lud Begnadigung Kaufmann die Herzoginmutter mit ihrem Gefolge ein, am folgenden Tag Herrlichkeit Kaufmann. Bei jedem verbrachte sie einen halben Tag in ungezwungener Unterhaltung. Dame König und Phönixglanz wurden unterdessen Tag für Tag von verschiedenen Familien zum Neujahrsmahl eingeladen — das aufzuzählen würde kein Ende nehmen.
Am Abend des Fünfzehnten ließ die Herzoginmutter in der großen Gästehalle mehrere Weintafeln aufstellen, eine kleine Theatertruppe engagieren und überall schöne Laternen aufhängen, um ihre Söhne, Neffen, Enkel und deren Frauen zu einem Familienfest zu versammeln.
Jia Jing, der grundsätzlich keinen Wein trank, wurde nicht eingeladen. Am Siebzehnten, als sämtliche Ahnenopfer beendet waren, kehrte er wieder in sein Kloster vor der Stadt zurück, um sich seinen daoistischen Übungen zu widmen. Auch in den wenigen Tagen, die er im Kreise der Familie verbracht hatte, hielt er sich in stillen Räumen auf, schweigsam und zurückgezogen, ohne von irgendwelchen Vorgängen Kenntnis zu nehmen. Aber davon braucht nicht weiter berichtet zu werden.
Begnadigung Kaufmann nahm nur kurz die Geschenke der Herzoginmutter entgegen und bat dann, sich entfernen zu dürfen. Die Herzoginmutter wusste, dass seine Anwesenheit beiden Seiten Unbehagen bereitete, und ließ ihn gewähren. Zu Hause angekommen, ergötzte er sich mit seinen ständigen Hausgästen am Laternenschein und am Wein. Natürlich erfreuten Musik und Gesang seine Ohren und der Glanz von Brokat und Stickereien seine Augen — seine Art der Vergnügung war eine ganz andere als die bei der Herzoginmutter.
In der Gästehalle der Herzoginmutter waren an die zehn Tafeln aufgestellt. Neben jedem Esstisch stand ein niedriger Beistelltisch mit einer dreiteiligen Räuchergarnitur, in der „Hundert-Düfte-Palastweihrauch" brannte, ein kaiserliches Geschenk. Ferner standen dort winzige Felslandschaften in Schalen von etwa acht Zoll Länge, vier bis fünf Zoll Breite und zwei bis drei Zoll Höhe, mit Moos bewachsen und mit frischen Blumen geschmückt. Daneben befanden sich kleine Teebretter in ausländischer Lackarbeit, darin altehrwürdige Teeschalen und kleine verschnörkelte Teekannen mit bestem Tee. Die Setzschirme an allen Tischen waren einheitlich aus durchbrochenem Sandelholz geschnitzt und mit roter Seidengaze bespannt, auf die Blumen und Gedichte in Grasschrift gestickt waren.
Diese Stickereien stammten von einem Mädchen namens Huiniang aus Suzhou. Da sie aus einer Familie von Gelehrten und Beamten kam, beherrschte sie Malerei und Kalligraphie in Vollendung und stickte nur gelegentlich ein oder zwei Stücke zum eigenen Vergnügen — keineswegs zum Verkauf. Alle auf den Setzschirmen gestickten Blumen waren den Bildern berühmter Meister der Tang-, Song-, Yuan- und Ming-Dynastien nachempfunden, weshalb sie in Gestaltung und Farbgebung von erlesener Eleganz waren — nichts gemein mit den grellen, handwerksmäßigen Arbeiten gewöhnlicher Stickerinnen. Neben jeder Blüte war ein alter Vers oder ein Gedichtzitat gestickt, das sich auf die jeweilige Blume bezog — bald aus einem Gedicht, bald aus einem Lied, bald aus einem Prosagedicht. Alles war in schwarzem Seidengarn in Grasschrift gestickt, und jeder Haken und jede Wendung, jeder leichte und jeder kräftige Strich war mit dem Pinsel nicht zu unterscheiden — ganz anders als die steifen, leblosen Zeichen gewöhnlicher Stickschrift. Da Huiniang nicht darauf aus war, aus ihrer Kunst Gewinn zu schlagen, waren ihre Arbeiten zwar in der ganzen Welt berühmt, doch nur wenige hatten je ein Stück erworben. Unter den reichen und vornehmen Familien gab es unzählig viele, die keines besaßen. Man nannte ihre Arbeiten die „Hui-Stickereien". Freilich hatten sich in jüngster Zeit gewinnhungrige Nachahmer gefunden, die ihren Stil kopierten und Unwissende damit betrogen.
Doch Huiniang selbst war vom Schicksal nicht begünstigt gewesen: Sie starb mit nur achtzehn Jahren, und seither war es unmöglich, noch ein neues Stück von ihr zu bekommen. Wer eines oder zwei besaß, hütete sie als Kostbarkeit und wagte nicht, sie zu verwenden. Einige Literaten und Gelehrte aus der Kaiserlichen Akademie hatten voller Bewunderung befunden, das Wort „Stickerei" werde der Vollkommenheit dieser Werke nicht gerecht — es sei geradezu respektlos, solche Kalligraphie als „gestickt" zu bezeichnen. Nach gemeinsamer Beratung kamen sie überein, das Zeichen „Stickerei" durch das Zeichen „Muster" zu ersetzen, und so sprach man fortan von „Hui-Mustern". Ein echtes Stück „Hui-Muster" war von unschätzbarem Wert. Selbst das Haus Kaufmann hatte bei all seinem Reichtum nur zwei oder drei Stücke besessen; zwei davon hatte man im vergangenen Jahr dem Kaiser zum Geschenk gemacht, so dass nur noch dieser eine Satz von sechzehn kleinen Setzschirmen übrig war. Die Herzoginmutter hütete ihn wie einen Schatz und zählte ihn nicht zu den Ausstattungsstücken, die bei Einladungen aufgestellt wurden. Nur wenn sie selbst bei guter Laune in ihren eigenen Räumen ein Festmahl gab, holte sie die Setzschirme hervor. Daneben standen noch kleine Vasen aus alten Werkstätten, in denen „die drei Freunde der kalten Jahreszeit", „Reichtum und Vornehmheit in jadenen Hallen" und andere frische Blumen und Gräser prangten.
An den beiden Ehrentischen saßen Tante Li und Tante Schnee. Für sich selbst hatte die Herzoginmutter auf der Ostseite vor einem niedrigen Wandschirm mit durchbrochenen Drachenschnitzereien eine kurze Ruhebank aufstellen lassen, mit Rückenpolster, Armstütze und Felldecke. An einem Ende der Bank stand ein zierliches, federleichtes Tischchen in ausländischer Lackarbeit mit Goldmalerei, darauf Teekanne, Teeschale, Spülkumme und Handtücher sowie ein Brillenetui. Die Herzoginmutter lehnte sich bequem auf der Bank zurück und plauderte zunächst eine Weile mit allen. Dann nahm sie die Brille heraus und betrachtete damit das Spiel auf der Bühne. Anschließend wandte sie sich lächelnd an Tante Schnee und Tante Li: „Verzeiht, dass ich alt bin und mir die Knochen wehtun. Ich muss Euch in dieser nachlässigen Haltung Gesellschaft leisten." Und sie befahl Hupo, sich neben sie auf die Bank zu setzen und ihr mit einem Maßagehämmerchen die Beine zu klopfen.
Vor der Ruhebank der Herzoginmutter stand kein Esstisch, nur ein hoher Teetisch mit einem der Setzschirme, einer Blumenvase und einem Räuchergefäß. Daneben stand ein zweites, zierliches kleines Tischchen mit Weinbecher, Löffel und Essstäbchen. Ihren eigentlichen Esstisch hatte die Herzoginmutter neben ihre Ruhebank rücken lassen und dort Kostbarzither Schnee, Xiangji[21], Kajaljade und Schatzjade platziert. Immer wenn ein neues Gericht oder eine neue Frucht aufgetragen wurde, zeigte man es zunächst der Herzoginmutter; gefiel es ihr, behielt sie es auf ihrem Tischchen und kostete davon, ließ es dann aber sogleich an die vier weiterreichen. So saßen diese vier gewissermaßen an der Seite der Herzoginmutter mit. An den nachfolgenden Tischen saßen Dame Strafe und Dame König, danach Dame Sonders, Frau Li, Phönixglanz und Herrlichkeit Kaufmanns Frau. Auf der Westseite saßen in einer Reihe Schatzspange, Muster Pflaume, Prachtamt Pflaume, Xiuyan, Willkommensfrühling und ihre Schwestern.
An den Querbalken zwischen den Säulen hing je ein großer, aus buntem Glas gefertigter Kronleuchter mit drei Girlanden und fünf Leuchtern, an denen Seidenquasten baumelten. Vor jedem Esstisch stand ein lackierter Kerzenständer in Form eines umgestülpten Lotosblattes aus geschliffenem Cloisonne, in dem eine Zierkerze brannte. Die Lotosblätter waren an beweglichen Gelenken befestigt und so nach außen gedreht worden, dass alles Licht auf die Bühne fiel, so dass die Aufführung besonders klar zu sehen war.
Sämtliche Fenstereinsätze und Türflügel waren herausgenommen, und in den Öffnungen hingen bunte Quastenlaternen verschiedenster Art. Die Balken des Säulengangs und die Wandelgänge zu beiden Seiten waren mit Laternen aus Widderhorn, Glas, Seidengaze, Drahtgeflecht überhängt — teils gestickt, teils gemalt, teils aufgeschichtet, teils geschnitzt, manche aus Seide, manche aus Papier. Im Säulengang standen weitere Tische, an denen Herrlichkeit Kaufmann, Kette Kaufmann, Unheil Kaufmann[22], Jia Cong, Herrlichkeit Kaufmann, Jia Qin, Efeu Kaufmann, Jia Ling, Jia Chang und andere saßen.
Die Herzoginmutter hatte zwar Boten geschickt, um sämtliche Sippenangehörigen einzuladen, Männer wie Frauen. Doch manche waren alt geworden und hatten keine Lust an lärmenden Vergnügungen; andere hatten niemanden, der inzwischen das Haus hüten konnte; wieder andere lagen krank und siech darnieder und konnten nicht kommen, so gerne sie gewollt hätten; manche neideten den Verwandten ihren Reichtum und schämten sich der eigenen Armut; einige sogar hassten und fürchteten Phönixglanz und blieben aus trotzigem Stolz fern; und wieder andere waren schüchtern und menschenscheu und trauten sich nicht zu kommen. So waren von all der zahlreichen Verwandtschaft als einzige weibliche Gäste nur Frau Lou, Jia Juns Mutter, mit ihrem Sohn erschienen; unter den Männern waren es lediglich Jia Qin, Efeu Kaufmann, Jia Chang und Jia Ling, die alle unter Phönixglanz' Kommando arbeiteten. So war die Sippe zwar nicht vollzählig versammelt, doch für eine kleine Familienfeier konnte man es durchaus lebhaft nennen.
Da kam Lin Zhixiaos Frau mit sechs Dienerinnen, die drei niedrige Tischchen trugen. Auf jedem lag ein roter Filzstreifen, und darauf türmten sich frisch aus der Münzanstalt gelieferte, gleichmäßig große Kupfermünzen, aufgezogen auf leuchtend rote Seidenschnüre. Je zwei Frauen trugen ein Tischchen. Auf Lin Zhixiaos Frau Anweisung sollten zwei Tischchen vor Tante Schnees und Tante Lis Plätze gestellt werden und eines vor die Ruhebank der Herzoginmutter.
„Stellt sie alle in die Mitte!" befahl die Herzoginmutter. Die Dienerinnen, die mit den Gepflogenheiten des Hauses vertraut waren, stellten die Tischchen dort ab, zogen die Seidenschnüre heraus und schütteten die Münzen zu losen Haufen auf.
Auf der Bühne ging gerade „Die Begegnung im Turm" aus dem Stück „Westturm" zu Ende, und als die Figur des Yu Shuye wütend die Bühne verließ, improvisierte der Darsteller des Dieners Wenbao einen Scherz: „Na, du läufst weg? Aber heute ist der fünfzehnte des ersten Monats, und im Prunkwille-Anwesen gibt die alte Ahne gerade ein Familienfest! Ich nehme dein Pferd, reite hinüber und hole mir ein paar Süßigkeiten — das ist doch wohl wichtiger!"
Die Herzoginmutter und alle Anwesenden brachen in Gelächter aus. Tante Schnee und die anderen sagten: „Was für ein aufgewecktes Kerlchen, der Kleine!" Phönixglanz bemerkte: „Der Junge ist erst neun Jahre alt." Die Herzoginmutter lobte lächelnd: „Geschickt hat er das ausgedacht!" und sagte nur ein Wort: „Belohnt ihn!"
Längst standen drei Dienerinnen mit Körben bereit. Als sie das Wort „Belohnt!" vernahmen, traten sie an die Münztische, füllten jede ihren Korb mit einer Handvoll loser Münzen und riefen an der Bühne: „Die alte Ahne, die gnädige Frau Tante und die Frau Verwandte schenken Wenbao Geld, damit er sich Süßigkeiten kaufen kann!" Damit schütteten sie die Münzen auf die Bühne, dass es nur so klirrte und klapperte.
Herrlichkeit Kaufmann und Kette Kaufmann hatten ihre Diener inzwischen heimlich noch größere Körbe voll Münzen bereitstellen lassen. Als die Herzoginmutter den Befehl zum Belohnen gab — doch wer wissen will, was weiter geschah, der lese das nächste Kapitel.
- ↑ Chin. 贾宝玉 Jiǎ Bǎoyù, „Schatz Kaufmann-Jade".
- ↑ Chin. 晴雯 Qíngwén, „Heiteres Wolkenmuster".
- ↑ Chin. 袭人 Xírén, „die Angreifende/der Dufthauch".
- ↑ Chin. 麝月 Shèyuè, „Moschusmond".
- ↑ Chin. 平儿 Píng'ér, „die Friedfertige".
- ↑ Chin. 李纨 Lǐ Wán, „Frau Li, die verwitwete Schwiegertochter".
- ↑ Chin. 邢夫人 Xíng Fūrén, „Frau/Dame Strafe".
- ↑ Chin. 迎春 Yíngchūn, „Willkommens-Frühling".
- ↑ Chin. 王夫人 Wáng Fūrén, „Frau/Dame König".
- ↑ Chin. 王熙凤 Wáng Xīfèng, „Phönixglanz König".
- ↑ Chin. 贾珍 Jiǎ Zhēn, „Herrlichkeit Kaufmann/Kostbarkeit".
- ↑ Chin. 尤氏 Yóu Shì, „Dame Sonders".
- ↑ Chin. 贾蓉 Jiǎ Róng, „Herrlichkeit Kaufmann/Hibiskus".
- ↑ Chin. 贾母 Jiǎ Mǔ, „die Herzoginmutter der Kaufmann-Familie".
- ↑ Chin. 贾赦 Jiǎ Shè, „Begnadigung Kaufmann".
- ↑ Chin. 鸳鸯 Yuānyāng, "Mandarinenente".
- ↑ Chin. 贾琏 Jiǎ Liǎn, „Jadekette Kaufmann".
- ↑ Chin. 薛姨妈 Xuē Yímā, „Tante Schnee/Xuē".
- ↑ Chin. 薛宝钗 Xuē Bǎochāi, „Schatz Schnee-Spange".
- ↑ Chin. 林黛玉 Lín Dàiyù, „Kajal Wald-Jade".
- ↑ Chin. 史湘云 Shǐ Xiāngyún, „Xiangfluss-Wolke".
- ↑ Chin. 贾环 Jiǎ Huán, „Unheil Kaufmann/Kreis".