Lu Xun Complete Works/de/Jiwaiji

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Gesammelte Werke außerhalb der Sammlung (集外集)

Lu Xun

Abschnitt 1

«Editionshinweis»

Im Oktober 1936 verstarb Lu Xun in Shanghai. Das von Cai Yuanpei geleitete Gedenkkomitee für Lu Xun veröffentlichte nach fast zweijähriger Arbeit im Juni 1938 die erste Ausgabe der "Gesammelten Werke Lu Xuns", um "den Einfluss von Lu Xuns Geist zu verbreiten, die Seele der Nation zu wecken und für das Licht zu kämpfen". Dem Herausgeberkomitee gehörten Cai Yuanpei, Ma Yuzao, Shen Jianshi, Mao Dun und Zhou Zuoren an.

Das Gesamtinhaltsverzeichnis dieser Ausgabe basierte auf dem von Lu Xun zu Lebzeiten selbst festgelegten Werkverzeichnis, ergänzt um den Teil der Übersetzungen. Der Inhalt gliedert sich grob in drei Teile: eigene Schöpfungen, Kollation alter Texte und Übersetzungen, im Wesentlichen chronologisch geordnet.

Das Gesamtwerk umfasst über sechs Millionen Schriftzeichen, veröffentlicht in zwanzig Bänden von jeweils ungefähr gleichem Umfang.

Die vorliegende Ausgabe der "Gesammelten Werke Lu Xuns" wurde auf der Grundlage der Ausgabe von 1938 redigiert, wobei im Editionsprozess der Bewahrung des Originals größte Sorgfalt gewidmet wurde.

Abschnitt 2

«Erinnerungen» (Zhou Chuo)

Vor unserem Haus steht ein Blauglockenbaum, wohl dreißig Fuß hoch. Jedes Jahr trägt er Früchte wie einen Sternenhimmel. Die Kinder werfen Steine, um die Früchte herunterzuschlagen, und die Steine fliegen oft in mein Studienfenster, manchmal genau auf meinen Schreibtisch. Kaum fliegt ein Stein herein, stürzt mein Lehrer, der Glatzkopf, hinaus, um die Kinder zurechtzuweisen. Die Blätter des Baums haben einen Durchmesser von gut einem Fuß; von der Sommerhitze tagsüber welk geworden, erholen sie sich in der Nachtluft wie ein Mensch, der seine Hand öffnet. Der Torwächter unseres Hauses, der alte Wang, begießt manchmal den Boden, um die Hitze zu vertreiben, oder nimmt einen zerbrochenen Stuhl, hält seine Pfeife und plaudert mit der alten Li über alte Geschichten. Manchmal, wenn der Mond untergeht und das Sternbild Shen am Horizont steht, sieht man nur noch den Funken in seiner Pfeife glimmen, und doch plaudern sie weiter.

Wenn jene sich abends kühlen, unterrichtet der Glatzkopf mich gerade in der Kunst des Parallelismus. Er gibt mir das Thema "Rote Blume" vor. Ich antworte mit "Blauer Blauglockenbaum". Er winkt ab: die Tonhöhen passen nicht zusammen, und schickt mich weg. Ich war damals neun Jahre alt und wusste nicht, was Tonhöhen sind — und der Glatzkopf erklärte es auch nicht.

Abschnitt 3

„Ach! Herr Lehrer! Nächstes Mal werde ich mich anstrengen..." Eine Welle, die den vorherigen Text widerspiegelt und unverzichtbar ist.

„Ach! Was ist? Ein Traum?... Dein Albtraum hat auch meinen Schlaf gestört... Ein Traum? Was für ein Traum?" Die alte Li eilte zu meinem Bett und klopfte mir mehrmals auf den Rücken.

„Nur ein Traum... es war nichts... Was hat die Alte geträumt?"

„Von den Langhaarigen geträumt... Morgen erzähle ich es dir, jetzt ist fast Mitternacht, schlaf, schlaf."

Wo es etwas Konkretes gibt, kann man sich anstrengen; wo es abstrakt ist, kann man sich nicht anstrengen. Doch wenn der erste Schritt nicht fehlgeht, ist die natürliche Begabung etwas, das jeder Mensch besitzt — keine schwierige Sache. Ich habe junge Leute gesehen, die kaum den Pinsel halten konnten und schon über Stil und Rhetorik sprachen, was unweigerlich zu vollem Papier voller zusammengeflickter Zitate führte, ohne jeden Wert. Man sollte ihnen schleunigst solche Texte als Heilmittel verabreichen. (Nachwort von Jiaomu)

(Die Hervorhebungspunkte und Randnotizen im Text sind...