Hongloumeng/de/Chapter 99
Neunundneunzigstes Kapitel
Pflichtgetreu im Amt — die üblen Diener umgehen die Regeln, Im Amtsblatt lesend — der alte Onkel gerät in Schrecken
Wie berichtet, sah Phönixglanz [1], dass die Herzoginmutter [2] und Tante Schnee [3] wegen Kajaljade [4] traurig waren, und versuchte sie aufzumuntern: „Ich habe einen Witz für die Herzoginmutter und die Tante." Noch bevor sie den Mund aufmachte, lachte sie selbst schon los und sagte dann:
„Die Herzoginmutter und die Tante werden sich fragen, woher der Witz stammt? Es geht um unser frisch vermähltes Paar hier im Haus!"
Die Herzoginmutter fragte: „Was ist denn mit ihnen?"
Phönixglanz fuchtelte mit den Händen: „Der eine sitzt so — der andere steht so; einer dreht sich so weg — der andere dreht sich so herum; einer macht dann wieder..."
An dieser Stelle brach die Herzoginmutter bereits in schallendes Gelächter aus: „Erzähl schon ordentlich! Es geht doch gar nicht um die beiden — du bringst uns ja ganz durcheinander!"
Tante Schnee lachte ebenfalls: „Erzähl einfach weiter, ohne diese Pantomime!"
Da erst begann Phönixglanz: „Gerade eben war ich bei Bruder Schatzjades [5] Gemach, und ich hörte mehrere Leute darin lachen. Ich dachte mir, wer das wohl sein könnte, und lugte durch ein Löchlein im Fenster. Da sah ich Schwester Schatzspange [6] auf dem Ofenbettrand sitzen und Bruder Schatzjade vor ihr auf dem Boden stehen. Bruder Schatzjade hielt Schwester Schatzspange am Ärmel fest und bat flehentlich: ‚Schwester Schatzspange, warum redest du nicht mit mir? Sag doch nur ein einziges Wort, und meine Krankheit ist ganz bestimmt geheilt!' Schwester Schatzspange drehte den Kopf weg und wich ständig aus. Bruder Schatzjade machte eine tiefe Verbeugung vor ihr, kam heran und griff nach ihrem Kleid. Schwester Schatzspange riss sich ärgerlich los. Bruder Schatzjade ist ja nach seiner Krankheit noch wackelig auf den Beinen — und so fiel er mir nichts, dir nichts direkt auf Schwester Schatzspange drauf. Schwester Schatzspange wurde puterrot und sagte: ‚Du bist ja noch rücksichtsloser geworden als früher!'"
Bei diesen Worten brachen die Herzoginmutter und Tante Schnee in Lachen aus. Phönixglanz fuhr fort: „Dann stand Bruder Schatzjade auf und sagte lachend: ‚Dabei musste ich erst hinfallen, damit du endlich den Mund aufmachst!'"
Tante Schnee lachte: „Meine Schatzspange hat wirklich Eigenarten. Was ist denn dabei? Wenn man schon Eheleute ist, kann man doch scherzen und lachen! Hat sie nicht gesehen, wie ihr Vetter Kette und du miteinander umgeht?"
Phönixglanz wurde rot und lachte: „Was soll das denn heißen? Da erzähle ich schon Witze, um die Tante aufzuheitern, und die Tante liest mir stattdessen die Zukunft!"
Die Herzoginmutter lachte ebenfalls: „So muss es sein. Eheleute sollen zwar freundlich zueinander sein, aber es braucht auch Anstand und Maß. Ich schätze an Schatzspange gerade diese Würde. Nur macht mir Schatzjade Sorgen, der immer noch so ein dummer Junge ist. Aber nach dem, was du erzählst, scheint er doch schon viel vernünftiger geworden zu sein als früher. Hast du noch mehr Geschichten?"
Phönixglanz sagte: „Wenn Schatzjade erst seine Hochzeitsnacht hinter sich hat und die Tante eines Tages ihr Enkelchen im Arm hält — das wird dann erst recht zum Lachen sein!"
Die Herzoginmutter lachte: „Du Äffin! Wir sitzen hier und denken an deine Schwester Kajaljade, und du machst uns erst zum Lachen und dann schämst du uns noch dazu! Du willst doch nicht, dass wir an Kajaljade denken? Freu dich aber nicht zu früh! Deine Schwester Kajaljade grollt dir, und wenn du eines Tages allein in den Garten gehst, passt auf, dass sie dich nicht packt und festhält!"
Phönixglanz lachte: „Mir grollt sie gar nicht. Kurz vor ihrem Tod hat sie die Zähne zusammengebissen — ihr Groll galt Schatzjade!"
Die Herzoginmutter und Tante Schnee hielten dies noch für Spaß und gingen nicht weiter darauf ein: „Hör auf, solchen Unsinn zu reden! Geh und lass draußen einen besonders günstigen Tag aussuchen, damit Bruder Schatzjade seine Hochzeitsnacht feiern kann."
Phönixglanz stimmte zu, plauderte noch ein wenig und ging dann hinaus. Sie ließ einen Glückstag wählen und bereitete aufs Neue ein Bankett mit Theaterspiel und Einladungen vor. Darüber braucht man nicht weiter zu berichten.
Was nun Schatzjade betrifft: Obwohl er von seiner Krankheit genesen war und Schatzspange in heiteren Stunden zuweilen ein Buch aufschlug und mit ihm darüber sprach — konnte sich Schatzjade zwar an die Dinge erinnern, die ihm täglich vor Augen kamen, doch was seinen früheren Scharfsinn betraf, war er bei Weitem nicht mehr derselbe. Er selbst konnte sich das nicht erklären. Schatzspange wusste genau, dass es am Verlust des magischen Jade lag. Es war jedoch Dufthauch [7], die ihn zuweilen fragte: „Warum habt Ihr Euren früheren Scharfsinn verloren? Wenn Ihr wenigstens die alten Unarten abgelegt hättet, wäre es gut. Aber Euer Temperament ist wie eh und je — nur im Verstand seid Ihr noch verwirrter als zuvor."
Schatzjade hörte das und wurde keineswegs böse, sondern grinste nur albern. Wenn Schatzjade zuweilen seiner Natur freien Lauf ließ und Unfug trieb, war es Schatzspange, die ihn ermahnte und etwas zur Besinnung brachte. So konnte sich Dufthauch manche Predigt ersparen und widmete sich ganz der hingebungsvollen Pflege. Die anderen Mägde hatten Schatzspanges tugendhafte, ruhige und gütige Art schon immer bewundert, und alle fügten sich bereitwillig. Überall herrschte Frieden.
Nur Schatzjade war eben einer, der die Bewegung mehr liebte als die Stille, und ständig wollte er in den Garten spazieren. Die Herzoginmutter und die anderen fürchteten erstens, er könnte sich Kälte oder Hitze zuziehen, und zweitens, dass der Anblick der alten Stätten ihn in Trauer versetzen würde. Zwar war Kajaljades Sarg bereits in einem Tempel außerhalb der Stadt aufgebahrt worden, doch der Xiaoxiang-Pavillon [8] stand noch immer leer da — die Bewohnerin tot, die Räume unverändert. Man fürchtete, das könnte die alte Krankheit wieder aufwühlen, und ließ ihn deshalb nicht hin.
Zudem hatten sich die verwandten jungen Damen alle zerstreut: Kostbarzither Schnee [9] war bereits zu Tante Schnee zurückgekehrt. Xiang-Flusswolke Geschichte [10] war, weil Marquis Geschichte in die Hauptstadt zurückgekehrt war, ebenfalls nach Hause geholt worden. Ihr Hochzeitstag war bereits bestimmt, und so kam sie nur noch selten. Zur Hochzeit Schatzjades und zum Festbankett war sie zwei Mal dagewesen und hatte bei der Herzoginmutter gewohnt. Da Schatzjade nun verheiratet war und sie selbst bald heiraten würde, gab sie sich nicht mehr den ungezwungenen Neckereien von früher hin. Wenn sie ab und zu vorbeikam, sprach sie nur mit Schatzspange, und bei Schatzjade beschränkte sie sich auf eine höfliche Begrüßung. Höhlennebel Strafe [11] war nach Willkommensfrühlings [12] Heirat zu ihrer Tante, Frau Strafe [13], gezogen. Die Li-Schwestern wohnten auswärts; kamen sie mit ihrer Mutter zu Besuch, begrüßten sie die Damen und die Schwestern, gingen dann zu Seidenweiß Pflaume [14], blieben ein, zwei Tage und kehrten heim. So wohnten im Garten nur noch Seidenweiß Pflaume, Erkundefrühling [15] und Bedauerfrühling [16]. Die Herzoginmutter hatte eigentlich gewollt, dass auch Seidenweiß Pflaume und die anderen ins Haupthaus umzögen, doch seit dem Tod der Edlen Gemahlin [17] hatten sich die Unglücksfälle im Hause überschlagen, und man war nicht dazu gekommen. Da es nun mit jedem Tag heißer wurde und man den Garten noch bewohnen konnte, wollte man den Umzug auf den Herbst verschieben. Doch davon mehr zu gegebener Zeit.
Es wird nun erzählt, dass Aufrecht Kaufmann [18] in Begleitung einiger in der Hauptstadt angeworbener Privatsekretäre tags reiste und nachts rastete, bis er eines Tages in seiner Provinz eintraf. Er meldete sich bei seinen Vorgesetzten, begab sich zu seinem neuen Yamen, nahm zeremoniell das Amtssiegel in Empfang und trat sein Amt an. Sogleich begann er mit der Überprüfung der Getreide- und Reisvorräte in den Kornspeichern aller ihm unterstellten Unterpräfekturen und Kreise.
Aufrecht Kaufmann hatte stets als Beamter in der Hauptstadt gedient und kannte nur die einförmigen Routinegeschäfte eines Ministerialbeamten. Seine einzige Provinztätigkeit war die des Prüfungsaufsehers gewesen, die nichts mit der eigentlichen Verwaltung zu tun hatte. Die Missbräuche der Provinzbeamten — das Umrechnen der Getreidesteuer zum eigenen Vorteil, die Erpressung der unwissenden Landbevölkerung — hatte er zwar vom Hörensagen gekannt, aber nie mit eigenen Augen erlebt. Er hatte nur den einen Vorsatz: ein guter, aufrechter Beamter zu sein. So beriet er sich mit seinen Sekretären, veröffentlichte strenge Erlasse und ließ verlauten, dass jeder ertappte Missbrauch an die Vorgesetzten gemeldet und zur Bestrafung gebracht würde. Anfangs fürchteten sich die Kanzleibeamten tatsächlich und versuchten auf tausenderlei Weise, sich einzuschmeicheln — doch Aufrecht Kaufmann war unbestechlich.
Seine Familiendiener hatten all die Jahre in der Hauptstadt unter diesem Herrn kein Geld verdient. Endlich, als der Herr einen Provinzposten erhielt, hatten sie sich in der Hauptstadt auf den Namen eines lukrativen Außenpostens hin Geld geliehen, sich neue Kleidung schneidern lassen und einen standesgemäßen Auftritt geschaffen. In ihrem Herzen rechneten sie fest damit, dass das Silber im Amt wie von selbst fließen würde. Doch nun brach dieser eigensinnige Herr in seinen sturen Eifer aus und wollte tatsächlich alles untersuchen. Die Geschenke der Unterpräfekturen und Kreise — er nahm nicht ein einziges an. Die Türwächter und Kanzleiangestellten rechneten nach:
„Wenn wir noch vierzehn Tage warten, müssen wir unsere Kleider verpfänden, und die Gläubiger klopfen an die Tür. Was sollen wir dann tun? Vor unseren Augen liegt glänzend weißes Silber — und wir kommen nicht heran!"
Jenes neuangeworbene Personal sagte ebenfalls: „Ihr seid noch gut dran, ihr habt wenigstens kein Kapital hineinstecken müssen. Wir sind die wahren Opfer! Wir haben uns die Anstellung teuer erkauft — und nach über einem Monat haben wir noch keinen halben Heller gesehen. Unter diesem Herrn ist kein Gewinn zu machen. Morgen kündigen wir alle miteinander."
Am nächsten Tag kamen sie tatsächlich geschlossen und reichten ihre Kündigung ein. Aufrecht Kaufmann, der die Hintergründe nicht kannte, sagte: „Ob ihr kommt oder geht, ist eure Sache. Wenn es euch hier nicht gefällt, steht es euch frei zu gehen." Das Personal zog murrend ab.
Nur die Familiendiener blieben zurück und berieten sich: „Die anderen konnten gehen. Wir können nicht weg — wir müssen uns etwas einfallen lassen." Unter ihnen war ein Torwächter namens Li Zehnter [19], der das Wort ergriff:
„Ihr Taugenichtse! Was regt ihr euch auf? Solange diese Vertragsmenschen noch hier waren, wollte ich ihnen nicht vors Schienbein treten. Jetzt, wo sie alle vor Hunger davongelaufen sind, sollt ihr mal sehen, was der Zehnte draufhat! Unser Herr wird mir schon gehorchen. Nur müsst ihr alle an einem Strang ziehen. Wenn wir zusammenhalten, bringt jeder ein paar Tael mit nach Hause. Wenn ihr nicht auf mich hört, kümmere ich mich auch nicht drum — ich komme auch ohne euch zurecht."
Alle sagten: „Bravo, Zehnter! Du bist der, dem der Herr vertraut. Wenn du uns nicht hilfst, sind wir verloren!"
Li Zehnter sagte: „Eines sage ich euch gleich: Wenn ich erst einmal die Sache in die Hand nehme und das Silber hereinkommt, dann heißt es nicht, ich hätte den größten Anteil genommen. Wenn ihr euch untereinander zerfleischt, haben wir alle das Nachsehen."
Alle sagten: „Keine Sorge! Das kommt nicht vor. Alles ist besser, als selbst draufzuzahlen."
Gerade als sie redeten, kam der Kanzleibeamte der Getreideabteilung herein und fragte nach Herrn Zhou dem Zweiten. Li Zehnter saß breitbeinig auf einem Stuhl, ein Bein übergeschlagen, die Brust herausgestreckt:
„Was willst du von ihm?"
Der Beamte stand ehrerbietig da, die Hände herabgesenkt, und lächelte unterwürfig:
„Unser Herr Intendant ist nun über einen Monat im Amt, und diese Unterpräfekten und Kreisverwalter, die seine scharfen Erlasse kennen und wissen, dass mit ihm nicht gut reden ist — bis jetzt hat keiner von ihnen seinen Kornspeicher geöffnet. Wenn die Frist für den Getreidetransport verstreicht, wozu seid ihr Herren dann eigentlich hier?"
Li Zehnter sagte: „Red keinen Unsinn! Unser Herr hat Hintergrund. Was er sagt, das führt er auch durch. In den letzten Tagen wollte er bereits Mahnbescheide erlassen. Nur weil ich ihm geraten habe, noch ein paar Tage zu warten, hat er innegehalten. Was willst du eigentlich von unserem Herrn Zhou Zweiten?"
Der Beamte sagte: „Es ging nur um die Mahnbescheide, nichts weiter."
Li Zehnter sagte: „Na also! Kaum erwähne ich die Mahnbescheide, und du fabulierst frei drauflos. Komm mir bloß nicht heimlich mit irgendwelchen Abrechnungen, sonst lass ich den Intendanten dich auspeitschen und entlassen!"
Der Beamte sagte: „Ich diene in diesem Yamen bereits in dritter Generation. Draußen hat man einen gewissen Respekt vor mir, und zu Hause komme ich einigermaßen zurecht. Wenn ich ordentlich arbeite und der Herr Intendant befördert wird, reicht mir das. Ich bin nicht wie die, die auf Reis warten, um kochen zu können."
Damit verabschiedete er sich: „Herr Zhou, ich gehe dann."
Li Zehnter stand auf und lächelte strahlend: „Na, verstehst du keinen Spaß? Ein paar Worte, und schon regst du dich auf!"
Der Beamte sagte: „Ich rege mich nicht auf. Aber wenn ich noch mehr sage, bringe ich am Ende noch den guten Ruf des Herrn Zhou in Verruf."
Li Zehnter ging hinüber, nahm den Beamten vertraulich bei der Hand und fragte: „Wie ist dein werter Name?"
Der Beamte sagte: „Ich heiße Zhan, Vorname Hui. Als junger Bursche habe ich auch ein paar Jahre in der Hauptstadt gelebt."
Li Zehnter sagte: „Herr Zhan! Ich habe schon lange von Ihnen gehört. Wir sind hier alle Brüder. Wenn es etwas zu besprechen gibt — kommen Sie heute Abend her, und wir unterhalten uns."
Der Beamte sagte: „Wer kennt nicht den großen Herrn Li Zehnten und sein Geschick! Einen Moment lang haben Sie mich ganz schön erschreckt."
Alle lachten und gingen auseinander. An diesem Abend flüsterten Li Zehnter und der Beamte die halbe Nacht zusammen.
Am nächsten Tag versuchte Li Zehnter mit einigen geschickten Worten, Aufrecht Kaufmann zu sondieren. Doch der schalt ihn gehörig zusammen. Einen Tag darauf standen Antrittsbesuche an. Im Inneren wurde der Befehl zum Aufbruch gegeben, draußen antwortete man mit „Jawohl". Dann verging eine ganze Weile, die Glocke schlug bereits dreimal, doch in der großen Halle fand sich niemand, der die Trommel schlug. Endlich wurde mit Müh und Not jemand aufgetrieben, um die Trommel zu schlagen. Aufrecht Kaufmann trat gemessenen Schrittes aus dem warmen Nebengemach, doch auf dem Paradeplatz stand nur ein einziger Zeremoniendiener. Aufrecht Kaufmann prüfte das nicht weiter, stieg am Fuße der Terrasse in seine Sänfte und wartete auf die Sänftenträger — auch die ließen wieder lange auf sich warten. Endlich waren sie beisammen und trugen ihn aus dem Yamen. Der Salutschuss ging nur ein einziges Mal los; auf der Musikempore spielten nur ein Trommler und ein Hornist. Aufrecht Kaufmann wurde ärgerlich:
„Sonst war doch alles in Ordnung — warum ist heute alles so schlampig?"
Er blickte auf seinen Ehrentross — der war lückenhaft und unvollständig. Er absolvierte mühsam seine Besuche, und kaum zurück, ließ er die Säumigen vorführen und drohte mit Prügeln. Der eine sagte, er sei nicht gekommen, weil ihm die Kopfbedeckung fehlte; der andere, er habe seine Dienstuniform verpfänden müssen; wieder ein anderer behauptete, er habe drei Tage lang nichts gegessen und sei zu schwach zum Tragen gewesen. Aufrecht Kaufmann wurde zornig, ließ ein, zwei auspeitschen und beließ es dabei.
Tags darauf kam der Küchenvorsteher und verlangte Geld. Aufrecht Kaufmann zahlte aus dem Silber, das er von zu Hause mitgebracht hatte. Danach ging eine Sache nach der anderen schief, und alles war um Vieles unbequemer als noch in der Hauptstadt. In seiner Not rief er Li Zehnten und fragte:
„Alle, die mit mir hergekommen sind — was ist los mit denen? Kümmere dich darum! Und noch etwas: Das mitgebrachte Silber ist verbraucht. Mein Gehalt von der Provinzkasse ist noch lange nicht fällig; wir müssen nach Hause schreiben lassen, um Geld zu holen."
Li Zehnter antwortete unterwürfig: „Ich rede doch jeden Tag auf sie ein! Aber ich weiß auch nicht, was mit diesen Leuten los ist. Sie sind alle so lustlos — da bin ich auch machtlos. Was das Geld von zu Hause betrifft — wie viel soll denn geholt werden? Übrigens habe ich erfahren, dass der Vizekönig in ein paar Tagen Geburtstag hat. Die anderen Präfekten und Intendanten schicken alle tausende, ja zehntausende Tael. Wie viel werden wir schicken?"
Aufrecht Kaufmann sagte: „Warum hast du mir das nicht früher gesagt?"
Li Zehnter sagte: „Der Herr ist doch der Klügste. Wir sind hier neu angekommen und pflegen keinerlei Umgang mit den anderen Beamten. Wer wird uns da schon informieren? Die warten doch nur darauf, dass der Herr den Geburtstag verpasst, damit sie auf den Posten des Herrn schielen können!"
Aufrecht Kaufmann sagte: „Unsinn! Mein Amt hat der Kaiser persönlich verliehen. Soll ich etwa meinen Posten verlieren, nur weil ich dem Vizekönig nicht zum Geburtstag gratuliere?"
Li Zehnter entgegnete lächelnd: „Der Herr hat nicht unrecht. Aber die Hauptstadt ist weit weg. In allen Angelegenheiten ist es der Vizekönig, der dem Thron berichtet. Sagt er Gutes, ist es gut; sagt er Schlechtes, kann man das nicht auf sich sitzen lassen. Bis die Wahrheit ans Licht kommt, ist es zu spät. Und die Herzoginmutter und die Damen daheim — die wollen doch alle, dass der Herr draußen Karriere macht und Ansehen genießt!"
Aufrecht Kaufmann verstand im Herzen die Tragweite und sagte: „Ich wollte dich gerade fragen — warum hast du nichts gesagt?"
Li Zehnter antwortete: „Ich habe mich nicht zu sprechen getraut. Da der Herr nun aber selbst fragt — wenn ich nicht rede, habe ich kein Gewissen. Und wenn ich rede, wird der Herr wieder böse."
Aufrecht Kaufmann sagte: „Sprich, wenn es vernünftig ist."
Li Zehnter sagte: „All diese Kanzlisten und Amtsdiener haben Geld bezahlt, um in den Getreidedienst zu kommen. Jeder will Geld verdienen und seine Familie ernähren. Seit der Herr hier ist, hat niemand etwas für das Land geleistet, aber den Ruf eines ‚Saubermanns' hat der Herr schon weg."
Aufrecht Kaufmann fragte: „Was sagen die Leute denn?"
Li Zehnter sagte: „Die einfachen Leute sagen: ‚Immer wenn ein neuer Herr kommt und die Erlasse besonders streng klingen, dann will er in Wahrheit nur umso mehr Geld haben. Die Kreisbeamten bekommen Angst und schicken umso mehr Silber.' Und wenn die Getreidesteuer eingezogen wird, erzählen die Yamen-Leute den Bauern, der neue Intendant erlaube kein Bestechen — und dann schikanieren sie die Leute so lange, bis die Bauern lieber ein paar Münzen drauflegen, nur damit es schnell vorbei ist. Deshalb loben die Leute den Herrn nicht, sondern sagen, er verstehe nichts von den Verhältnissen.
Nehmen wir Ihren guten Bekannten — diesen Herrn Regendorf Kaufmann [20]. Er hat es in wenigen Jahren an die Spitze gebracht, und das nur, weil er sich anzupassen weiß, oben wie unten Harmonie pflegt und alles reibungslos läuft."
Aufrecht Kaufmann hörte dies und sagte: „Unsinn! Soll ich etwa kein Gespür für die Zeit haben? Harmonie ist das eine, aber soll ich mit ihnen eine Katze und Maus spielen und gemeinsame Sache machen?"
Li Zehnter antwortete: „Gerade weil mir das Herz blutet, spreche ich so offen. Wenn der Herr einfach so weitermacht und am Ende weder Verdienst noch Ruhm erlangt, dann wird der Herr sagen, ich hätte kein Gewissen gehabt und ihm nichts gesagt."
Aufrecht Kaufmann sagte: „Wie soll ich es deiner Meinung nach denn machen?"
Li Zehnter sagte: „Es gibt keine andere Lösung: Nutzen Sie Ihre besten Jahre und Ihre Kraft, Ihre Beziehungen bei Hofe und die gute Gesundheit der Herzoginmutter — und sichern Sie Ihre eigene Position. Sonst werden Sie vor Ablauf des Jahres feststellen, dass Sie Ihr gesamtes Privatvermögen für dienstliche Ausgaben aufgebraucht haben. Und von oben bis unten werden alle nur klagen und sagen: ‚Der Herr hat einen Provinzposten, natürlich hat er sich die Taschen gefüllt und genießt es im Stillen.' Wenn dann einmal eine schwierige Sache eintritt — wer wird dem Herrn beistehen? Dann ist es zu spät für Erklärungen und zu spät für Reue."
Aufrecht Kaufmann sagte: „Nach dem, was du sagst, soll ich also ein bestechlicher Beamter werden? Selbst wenn ich mein Leben verlöre, wäre das noch zu ertragen — aber die Verdienste der Vorfahren beschmutzen, das kann ich nicht!"
Li Zehnter erwiderte: „Der Herr ist der Weiseste. Haben Sie nicht die Beamten gesehen, die vor ein paar Jahren in Ungnade gefallen sind? Das waren lauter gute Bekannte des Herrn, und der Herr hat immer gesagt, sie seien untadelige Beamte. Wo steht jetzt ihre Ehre? Und dann gibt es ein paar Verwandte, die der Herr stets für fragwürdig gehalten hat — die machen eine glänzende Karriere! Es kommt eben darauf an, wie man es macht. Der Herr muss zwar auf die einfachen Leute schauen, aber auch auf die Beamten achten. Wenn der Herr den Kreis- und Bezirksmandarinen verbietet, auch nur einen einzigen Heller zu nehmen — wer wird dann draußen die Geschäfte führen?
Lassen Sie den Herrn nach außen hin seinen sauberen Ruf wahren — und die Angelegenheiten im Inneren überlassen Sie mir. Da wird der Herr nicht persönlich verwickelt sein. Ich diene dem Herrn schon so lange — ich will doch auch einmal mein Gewissen zeigen."
Aufrecht Kaufmann war von Li Zehnters Rede so verunsichert, dass er nicht mehr wusste, was er denken sollte: „Ich will mein Leben behalten. Wenn ihr Ärger macht — das hat nichts mit mir zu tun."
Er wandte sich um und schritt steif in seine Privatgemächer.
Li Zehnter machte sich nun breit und errichtete sein eigenes kleines Reich. Er verband sich heimlich mit Leuten von drinnen und draußen und führte Aufrecht Kaufmann mit vereinten Kräften hinters Licht. Die Geschäfte liefen nun plötzlich wie geschmiert, und alles ging nach Wunsch. Aufrecht Kaufmann hegte nicht nur keinen Argwohn, sondern vertraute ihm vollends. Wenn da und dort eine Beschwerde kam, rechneten die Vorgesetzten Aufrecht Kaufmann seine altmodische Ehrlichkeit hoch an und gingen der Sache nicht nach. Nur die Privatsekretäre hatten die schärfsten Ohren; als sie die Machenschaften durchschauten, suchten sie die Gelegenheit, Aufrecht Kaufmann zu warnen. Doch der wollte nicht hören. Einige von ihnen kündigten, andere blieben aus Freundschaft und versuchten, im Hintergrund das Schlimmste zu verhüten. So wurde der Getreidetransport für dieses Jahr ohne größere Katastrophe abgewickelt.
Eines Tages saß Aufrecht Kaufmann untätig in seinem Arbeitszimmer und las. Der Kanzleileiter brachte einen versiegelten Brief herein. Auf dem offiziellen Umschlag stand:
„Vom Oberbefehlshaber zur Verteidigung von Haimen und Umgebung an das Amt des Getreideintendanten von Jiangxi. Per Eilkurier."
Aufrecht Kaufmann öffnete das Siegel und las:
„Verbunden durch die Freundschaft unserer Heimatstadt Nanking: Als ich im vergangenen Jahr dienstlich in die Hauptstadt berufen wurde, erfreute ich mich des Glücks, oft an Ihrer Seite weilen zu dürfen. Ihre gnädige Zuneigung berechtigte mich, eine Verbindung unserer Familien vorzuschlagen, und ich trage Ihre Güte dankbar im Herzen. Nachdem ich jedoch an die Küstenverteidigung versetzt wurde, wagte ich nicht, die Sache übereilt voranzutreiben, und empfand tiefes Bedauern.
Nun, da das Licht Ihrer edlen Standarte den Süden erleuchtet, ist die Freude meines Lebens erfüllt. Ich wollte soeben meine Glückwünsche senden, als mich Ihr wertes Schreiben bereits erreichte. In meinem bescheidenen Lager erstrahlt alles in Ihrem Glanz, und ich hebe dankbar die Hände zum Gruß. Selbst über das weite Meer hinweg fühle ich mich in Ihrem gütigen Schatten geborgen.
Darf ich hoffen, dass Sie die vorgeschlagene Verbindung nicht verschmähen werden? Mein Sohn hatte bereits das Glück, Ihr gnädiges Wohlwollen zu genießen, und Ihre tugendhafte Tochter bewundern wir seit Langem. Sollten Sie Ihr Versprechen einlösen, werde ich unverzüglich einen Heiratsvermittler entsenden. Der Weg ist zwar weit, doch kann man ihn bequem auf dem Wasser zurücklegen. Ich wage nicht, von hundert Wagen zu sprechen, aber ein wohlausgestattetes Schiff wird zur Begrüßung bereitstehen.
Mit diesen wenigen Zeilen gratuliere ich Ihnen ehrfurchtsvoll zu Ihrer Ernennung und bitte um gnädige Zustimmung. In dringlicher Erwartung verbleibe ich, Ihr ergebener jüngerer Bruder Zhou Qiong, mit einer tiefen Verbeugung."
Aufrecht Kaufmann las den Brief und dachte bei sich: „Die Eheanbahnungen zwischen Kindern haben wirklich ihre Bestimmung. Letztes Jahr, als ich sah, dass er eine Hauptstadtstellung angetreten hatte, und weil wir Landsleute und seit jeher befreundet waren, und weil sein Sohn ein hübscher junger Mann war, habe ich bei einem Bankett die Sache angedeutet. Da aber nichts Festes vereinbart war, habe ich es zu Hause nicht erwähnt. Nachdem er dann an die Küste versetzt wurde, sprach niemand mehr davon. Und nun, durch meine Beförderung hierher, schreibt er mir deshalb. Die Familie scheint standesgemäß zu sein — für Erkundefrühling [21] wäre das eine gute Partie. Nur bin ich ohne meine Familie hier und muss erst nach Hause schreiben und dort um Rat bitten."
Gerade grübelte er noch, als der Pförtner ein amtliches Schriftstück brachte: Er solle in die Provinzhauptstadt zur Konferenz kommen. Aufrecht Kaufmann machte sich reisefertig und begab sich zur Residenz des Vizekönigs.
Eines Tages saß er untätig in seinem Quartier und sah auf dem Tisch einen Stapel Amtsblätter liegen. Aufrecht Kaufmann blätterte sie eins nach dem anderen durch. Da stieß er auf einen Bericht des Justizministeriums:
„Zur Kenntnisnahme: Verhandlungsergebnis im Fall des Kaufmanns Becken Schnee [22] aus Nanking..."
Aufrecht Kaufmann erschrak: „Um Himmels willen! Da ist der Fall bereits beim Ministerium!"
Gespannt las er weiter. Es handelte sich um den Fall „Becken Schnee hat Zhang San bei einer Schlägerei erschlagen, mit Zeugen und Angehörigen gemeinsame Sache gemacht und den Tod als Unfall hingestellt".
Aufrecht Kaufmann schlug mit der Hand auf den Tisch: „Es ist aus!"
Dann las er weiter:
„Gemäß der Akte des Hauptstädtischen Gouverneurs: Becken Schnee, aus Nanking gebürtig, reiste durch die Kreisstadt Taiping und übernachtete in Lis Herberge. Der Kellner Zhang San, beim Wirt Li angestellt, war ihm bis dahin unbekannt. Am soundsovielten Tag bestellte Becken Schnee beim Wirt Wein und lud den Bürger Wu Liang aus Taiping zum gemeinsamen Trinken ein. Er befahl dem Kellner Zhang San, Wein zu bringen. Da der Wein nicht schmeckte, verlangte Becken Schnee, ihn durch besseren zu ersetzen. Zhang San erwiderte, der Wein sei bereits bestellt und könne nicht umgetauscht werden. Becken Schnee war über dessen Widerspenstigkeit erbost, hob den Weinbecher und schüttete ihm den Wein ins Gesicht. Unerwartet geschah dies mit solcher Wucht, und da Zhang San sich gerade bückte, um seine Essstäbchen aufzuheben, rutschte ihm der Becher aus der Hand und traf Zhang San an der Fontanelle. Die Haut platzte, Blut quoll hervor, und in kurzer Zeit war er tot.
Der Wirt Li eilte zu Hilfe, kam aber zu spät und benachrichtigte Zhang Sans Mutter. Dessen Mutter, Zhang geb. Wang, kam herbei, fand ihren Sohn tot vor und erstattete beim Dorfvorsteher Anzeige, worauf der Fall bei der Kreisbehörde gemeldet wurde. Der amtierende Kreisrichter führte die Leichenschau durch. Der Totenbeschauer stellte einen Bruch der Schädeldecke von einem Zoll und drei Fen fest sowie eine Verletzung am Lendenwirbel und trug dies in das Protokoll ein. Der Fall wurde dem Präfekten zur Überprüfung weitergeleitet.
Der Befund lautet: Becken Schnee hat tatsächlich beim Weinausschütten versehentlich den Becher geworfen und so Zhang San unbeabsichtigt getötet. Becken Schnee solle daher nach dem Tatbestand der fahrlässigen Tötung bestraft werden, gemäß den Richtlinien für Totschlag im Streit mit der Möglichkeit der Ablösung durch Geldstrafe."
Dann folgte die Stellungnahme des Ministeriums:
„Wir haben die Aussagen aller Beteiligten, Zeugen und Hinterbliebenen sorgfältig verglichen und Unstimmigkeiten festgestellt. Ferner besagt der Kommentar zum Gesetz über Totschlag im Streit: ‚Wortwechsel gilt als Streit, Handgreiflichkeit als Schlag. Nur wenn tatsächlich kein Streit und keine Schlägerei vorlag und der Tod rein zufällig eintrat, darf auf fahrlässige Tötung erkannt werden.' Der Fall ist zur erneuten Verhandlung und ordnungsgemäßen Urteilsfindung an den Gouverneur zurückzuverweisen.
Laut dem erneuten Bericht des Gouverneurs: Becken Schnee griff, weil Zhang San sich weigerte, den Wein umzutauschen, im Rausch dessen rechte Hand, schlug ihm zuerst mit der Faust in die Lendengegend. Zhang San beschimpfte ihn nach dem Schlag, worauf Becken Schnee den Becher warf, der Zhang Sans Fontanelle schwer verletzte — der Knochen zerbrach, das Gehirn wurde freigelegt, und Zhang San starb auf der Stelle. Zhang Sans Tod ist demnach von Becken Schnee durch einen geworfenen Weinbecher mit schwerer Verletzung verursacht worden. Becken Schnee ist daher mit dem Tode zu bestrafen: Strangulation mit Aufschub der Vollstreckung [23]. Wu Liang ist mit Stockhieben und Zwangsarbeit zu bestrafen. Die für die mangelhafte Erstverhandlung verantwortlichen Beamten von Präfektur und Kreis sollen..."
Hier stand vermerkt: „Dieser Entwurf ist unvollständig."
Aufrecht Kaufmann war in großer Sorge: Auf Bitten von Tante Schnee hatte er einst beim Kreisrichter ein gutes Wort eingelegt. Wenn nun eine kaiserliche Anordnung zur Neuverhandlung käme und Zusammenhänge aufgedeckt würden, könnte er selbst hineingezogen werden. Hastig griff er nach dem nächsten Blatt — doch es war ein anderer Fall. Er blätterte den ganzen Stapel durch, fand aber nirgends die Fortsetzung dieses Falles. Sein Herz war voller Unruhe, und die Angst wuchs.
Gerade saß er ratlos da, als Li Zehnter hereinkam: „Der Herr möge sich bitte in den Empfangssaal begeben. Beim Vizekönig wurde bereits die zweite Nachttrommel geschlagen."
Aufrecht Kaufmann saß wie erstarrt da und hatte nicht gehört. Li Zehnter bat ein zweites Mal. Aufrecht Kaufmann sagte:
„Was soll ich bloß tun?"
Li Zehnter fragte: „Was bedrückt den Herrn?"
Aufrecht Kaufmann erzählte von dem Amtsblatt. Li Zehnter sagte:
„Der Herr möge sich beruhigen. Wenn das Ministerium so entschieden hat, kommt Herr Becken Schnee sogar noch glimpflich davon. Ich habe in der Hauptstadt gehört, dass Herr Becken Schnee in der Herberge Dirnen bestellt hatte, sich betrunken hatte und Ärger machte, bis er den Kellner regelrecht totschlug. Ich habe gehört, dass nicht nur der Kreisrichter bestochen wurde, sondern dass auch Kette Kaufmann [24] viel Geld aufgewendet hat, um bei allen Behörden die Wege zu ebnen, bevor der Fall überhaupt vorgelegt wurde. Ich weiß nicht, warum das Ministerium die Sache nicht besser durchschaut hat. Selbst wenn der ganze Fall aufgerollt wird — unter Beamten hält man zusammen. Höchstens wird es heißen, die Erstverhandlung war mangelhaft, und die Verantwortlichen werden abgesetzt. Aber niemand wird zugeben, Bestechungsgelder angenommen und nach Gunst geurteilt zu haben. Der Herr braucht sich keine Sorgen zu machen. Lassen Sie mich weitere Erkundigungen einziehen. Versäumen Sie lieber nicht die Angelegenheiten des Vizekönigs."
Aufrecht Kaufmann sagte: „Was wisst ihr schon! Nur der arme Kreisrichter — wegen eines einzigen Gefallens verliert er sein Amt, und man weiß nicht einmal, ob ihm noch eine Strafe droht."
Li Zehnter sagte: „Jetzt über ihn nachzudenken bringt auch nichts. Draußen wartet man schon seit einer guten Weile. Der Herr möge bitte aufbrechen."
Aufrecht Kaufmann wusste nicht, was der Vizekönig zu besprechen hatte. Davon wird im nächsten Kapitel berichtet.
Basierend auf der Cheng-Jia-Ausgabe (程甲本).
- ↑ Chinesisch: 王熙凤
- ↑ Chinesisch: 贾母
- ↑ Chinesisch: 薛姨妈
- ↑ Chinesisch: 黛玉
- ↑ Chinesisch: 宝玉
- ↑ Chinesisch: 宝钗
- ↑ Chinesisch: 袭人
- ↑ Chinesisch: 潇湘馆
- ↑ Chinesisch: 薛宝琴
- ↑ Chinesisch: 史湘云
- ↑ Chinesisch: 邢岫烟
- ↑ Chinesisch: 迎春
- ↑ Chinesisch: 邢夫人
- ↑ Chinesisch: 李纨
- ↑ Chinesisch: 探春
- ↑ Chinesisch: 惜春
- ↑ Chinesisch: 元妃
- ↑ Chinesisch: 贾政
- ↑ Chinesisch: 李十儿
- ↑ Chinesisch: 贾雨村
- ↑ Chinesisch: 探春
- ↑ Chinesisch: 薛蟠
- ↑ Chinesisch: 绞监候
- ↑ Chinesisch: 贾琏