Hongloumeng/de/Chapter 13

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Kapitel 13

秦可卿死封龙禁尉

王熙凤协理宁国府

Nachdem also Djia Liän abgereist war, um Dai-yü nach Yang-dschou zu begleiten, wurde es wirklich langweilig für Hsi-fëng. Jedesmal, wenn der Abend kam, plauderte und scherzte sie nur ein Weilchen mit Ping-örl und schlief dann, so gut es eben ging. Eines Abends saß sie zusammen mit Ping-örl im Lampenschein am Holzkohlebecken. Müde vom Sticken, befahl sie schon früh, die gestickten Bettdecken kräftig zu räuchern, und sie gingen beide schlafen. Hsi-fëng lag da und bog die Finger ein, um daran die Stationen abzuzählen, die die Reisenden schon zurückgelegt hatten, und ehe sie es sich versah, brach die dritte Nachtwache an. Ping-örl schlief bereits fest, Hsi-fëng aber merkte nur, daß sich ihre Sternenaugen etwas trübten, dann sah sie verschwommen, wie Frau Tjin hereinkam und lächelnd zu ihr sagte: „Seid Ihr aber verschlafen, Tante! Ich gehe heute heim, und Ihr wollt mich nicht einmal ein Stück begleiten! Aber weil wir uns immer gut verstanden haben, kann ich mich nicht so ohne weiteres von Euch trennen und komme mich wenigstens verabschieden. Außerdem habe ich noch einen Wunsch auf dem Herzen, den ich Euch anvertrauen möchte, weil andere ihn nicht unbedingt zu würdigen wissen.“ „Was ist das für ein Wunsch?“ fragte Hsi-fëng benommen. „Sag es mir nur!“ „Für eine Frau seid Ihr ein richtiger Held, Tante!“ sagte Frau Tjin. „Und selbst Männer mit Beamtengürtel und -kappe können Euch nicht das Wasser reichen. Wie kommt es dann aber, daß Ihr nicht einmal ein paar Sprichwörter kennt? Der volle Mond nimmt wieder ab, ein volles Gefäß läuft über, sagt man. Außerdem heißt es, wer hoch steigt, wird hart fallen. Unsere Familie lebt jetzt schon fast hundert Jahre in Glanz und in Pracht, wie aber, wenn eines Tages auf dem Gipfel der Freude Leid erwächst oder sich das Sprichwort bewahrheitet: „Fällt der Baum, laufen die Affen auseinander“? Haben wir dann nicht umsonst eine Zeitlang den Ruf einer angesehenen Familie von Literaten und Beamten genossen?“ Als Hsi-fëng das hörte, war ihr Verstand hell wach, und ehrfürchtig sagte sie rasch: „Deine Überlegungen sind ganz richtig. Aber was können wir tun, um auf ewig in Sicherheit und ohne Sorge zu leben?“ „Wie töricht Ihr doch seid, Tante!“ sagte Frau Tjin mit spöttischem Lächeln. „Glück und Unglück entstehen und vergehen, Ruhm und Schande lösen einander von alters her ab. Wie könnte man etwas mit menschlicher Kraft auf ewig bewahren? Das einzige, was man tun kann, ist, heute in der Zeit der Blüte Vorsorge für die Zeit des künftigen Verfalls zu treffen. Das könnte man auch eine ewige Sicherheit nennen. Bis auf zwei Dinge steht heute alles zum besten. Wenn man auch die noch in Ordnung bringen würde, wäre die Zukunft für immer gesichert.“ „Und was ist das?“ fragte Hsi-fëng. „An den Ahnengräbern werden zu allen vier Jahreszeiten Opfer gebracht, aber es gibt kein festes Einkommen, das dafür dient“, sagte Frau Tjin. „Und zweitens gibt es zwar eine Familienschule, aber keinen festen Unterhalt für dieselbe. Ich meine, jetzt in der Zeit der Fülle mangelt es wahrlich nicht an den Mitteln für die Ahnenopfer und den Schulbetrieb, aber wovon sollen sie später einmal in der Zeit der Not bestritten werden? Das beste wäre es, so zu verfahren, wie ich es mir überlegt habe: Der heutige Reichtum sollte genutzt werden, um auf dem Lande in der Nähe der Ahnengräber recht viele Häuser und Äcker zu kaufen, damit sämtliche Kosten für die Ahnenopfer und den Schulbetrieb allein hieraus bestritten werden können. Dort sollte auch die Familienschule eingerichtet werden. Die ganze Sippe, alt und jung, sollte gemeinsam Regeln aufstellen, nach denen dann jeder Haushalt jeweils ein Jahr lang für die Äcker und die Einkünfte, die Ahnenopfer und den Schulbetrieb verantwortlich ist. Wenn die Verantwortung so reihum geht, kann es weder Vormachtstreben geben noch solchen Mißbrauch wie Verpfändung oder Verkauf. Und wenn sich die Sippe einmal etwas zuschulden kommen läßt, kann alles beschlagnahmt werden, nicht aber der Besitz, aus dem die Ahnenopfer bestritten werden. So könnten selbst im Falle der Not die Söhne und Enkel zu Hause studieren und die Äcker bestellen und hätten so eine Zuflucht.auf dem Lande in der Nähe der Ahnengräber recht viele Häuser und Äcker zu kaufen, damit sämtliche Kosten für die Ahnenopfer und den Schulbetrieb allein hieraus bestritten werden können. Dort sollte auch die Familienschule eingerichtet werden. Die ganze Sippe, alt und jung, sollte gemeinsam Regeln aufstellen, nach denen dann jeder Haushalt jeweils ein Jahr lang für die Äcker und die Einkünfte, die Ahnenopfer und den Schulbetrieb verantwortlich ist. Wenn die Verantwortung so reihum geht, kann es weder Vormachtstreben geben noch solchen Mißbrauch wie Verpfändung oder Verkauf. Und wenn sich die Sippe einmal etwas zuschulden kommen läßt, kann alles beschlagnahmt werden, nicht aber der Besitz, aus dem die Ahnenopfer bestritten werden. So könnten selbst im Falle der Not die Söhne und Enkel zu Hause studieren und die Äcker bestellen und hätten so eine Zuflucht. Die Ahnenopfer aber wären auf ewig gesichert. Nur die heutige Pracht zu sehen und zu glauben, sie sei unerschöpflich, und deshalb brauche man nicht an später zu denken, ist kein Mittel, die Zukunft zu sichern. Wie es aussieht, steht in naher Zukunft ein außerordentlich glückliches Ereignis ins Haus, und es wird dabei so üppig zugehen, daß man mit Fug und Recht sagen kann: ‚Das Fett wird auf loderndem Feuer gekocht, frische Blumen werden auf den Brokat gestreut.‘ Aber Ihr müßt wissen, das ist nur ein flüchtiger Glanz und eine kurze Lust. Auf keinen Fall dürft Ihr das Sprichwort vergessen: ‚Auch das prächtigste Fest geht zu Ende.‘ Wer sich nicht rechtzeitig Gedanken um die Zukunft macht, dessen Reue ist umsonst, wenn es erst soweit ist.“ „Und was für ein glückliches Ereignis wird das sein?“ fragte Hsi-fëng rasch. „Die Geheimnisse des Himmels dürfen nicht durchsickern“, beschied sie Frau Tjin. „Aber weil wir uns immer gut miteinander verstanden haben, will ich Euch zum Abschied noch zwei Verszeilen verehren, die Ihr Euch merken müßt.“ Und sie rezitierte: „Alle Blumen verwelken nach dreifachem Lenz, suche nur ein jeder für sich selbst einen Weg!“ Als Hsi-fëng eben noch etwas fragen wollte, wurde sie durch vier aufeinanderfolgende Schläge auf die wolkenförmige Bronzeklangplatte am Innentor aufgeschreckt, und es wurde gemeldet: „Die Gattin von Herrn Jung im Ostanwesen ist entschlafen.“ Hsi-fëng erschrak so sehr, daß ihr am ganzen Körper der kalte Schweiß ausbrach. Eine Zeitlang saß sie völlig benommen da, aber dann zog sie rasch die Kleider über und ging zu Dame Wang. Inzwischen hatte die ganze Familie die Nachricht erfahren, die bei jedermann Verwunderung und einige Zweifel hervorrief. Die Älteren dachten daran, wie kindlich gehorsam Frau Tjin immer gewesen war, die Gleichaltrigen, wie nett und herzlich sie gewesen war, die Jüngeren, wie mild und gütig sie gewesen war. Und vom Gesinde dachte jung und alt daran, wie mitfühlend und barmherzig sie immer zu den Armen und Geringen gewesen war, wie freundlich und wohltätig gegenüber Greisen und Kindern. Da war niemand, der nicht traurig geklagt und schmerzlich geweint hätte. Aber wir wollen keine unnötigen Worte darum machen. Als Dai-yü die Reise angetreten hatte, war Bau-yü einsam und verstört zurückgeblieben und hatte seitdem mit niemandem mehr gescherzt und gelacht. Wenn es Abend wurde, schlief er immer unter Tränen ein. Als er jetzt durch die Nachricht aus dem Traum geschreckt wurde, Frau Tjin sei gestorben, sich hastig herumdrehte und aufsetzte, hatte er das Gefühl, sein Herz werde mit einem Messer durchbohrt, und mit einem gurgelndem Laut spie er einen Mundvoll Blut aus. Hals über Kopf stürzte Hsi-jën mit den anderen zu ihm, legte den Arm um ihn, fragte, was ihm sei, und wollte sogleich der Herzoginmutter davon berichten, damit ein Arzt geholt wurde. Aber Bau-yü sagte lächelnd: „Nicht nötig! Das hat nichts zu besagen. Das Feuer der Aufregung ist mir aufs Herz geschlagen, da ist das Blut nicht in seine Bahn zurückgekehrt.“ Damit stand er auf und verlangte seine Kleider, um sich anzuziehen und bei der Herzoginmutter um die Erlaubnis zu bitten, sich ins Ning-guo-Anwesen begeben zu dürfen. Hsi-jën war durch seine Worte zwar nicht beruhigt, aber sie wagte nicht, ihn aufzuhalten, und ließ ihn gewähren. Als dann die Herzoginmutter seine Bitte vernahm, sagte sie: „Der Ort, an dem eben ein Mensch seinen letzten Atem ausgehaucht hat, ist unrein. Außerdem ist jetzt in der Nacht der Wind zu stark. Wenn du morgen früh gehst, ist das auch nicht zu spät.“ Doch wie hätte Bau-yü ihr nachgeben können! Also befahl die Herzoginmutter, einen Wagen anzuspannen, und gab Bau-yü ein reichliches Gefolge mit, das auf ihn achtgeben sollte. Als sie zum Ning-guo-Anwesen kamen, standen die Tore offen und waren von beiden Seiten mit Laternen taghell erleuchtet. Aufgeregt liefen Menschen hin und her, und das Heulen, das aus dem Hause drang, hätte Berge erschüttern können. Bau-yü stieg aus dem Wagen und lief rasch in das Zimmer, wo die Tote aufgebahrt lag. Nachdem er hier eine Zeitlang bitterlich geweint hatte, ging er zu Frau You, die eben unter Magenschmerzen, ihrer üblichen Krankheit, litt und deshalb das Bett hütete. Dann ging er zu Djia Dschën. Hier waren inzwischen auch Djia Dai-ju, Djia Dai-hsiu, Djia Tschï, Djia Hsiau, Djia Dun, Djia Schë, Djia Dschëng, Djia Dsung, Djia Biän, Djia Hëng, Djia Guang, Djia Tschën, Djia Tjiung, Djia Lin, Djia Tjiang, Djia Tschang, Djia Ling, Djia Yün, Djia Tjin, Djia Dsën, Djia Ping, Djia Dsau, Djia Hung, Djia Fën, Djia Fang, Djia Lan, Djia Djün und Djia Dschï eingetroffen. Tränenüberströmt sagte Djia Dschën gerade: „Die ganze Familie, groß und klein, nahe und ferne Verwandte, Freunde und Bekannte, jeder wußte, daß meine Schwiegertochter zehnmal besser war als mein Sohn. Jetzt ist sie von uns gegangen, und damit ist die ältere Linie unserer Familie zum Aussterben verurteilt.“ Und wieder brach er in Tränen aus. „Nachdem sie einmal aus der Welt geschieden ist, haben Tränen auch keinen Sinn“, redete man ihm zu. „Wichtiger ist es, darüber zu beraten, wie sie beigesetzt werden soll.“ „Wie sie auch beigesetzt wird, mehr als meinen Besitz kann es nicht kosten!“ sagte Djia Dschën und schlug klagend die Hände zusammen. In diesem Moment trafen auch Tjin Yä und Tjin Dschung sowie mehrere Verwandte von Frau You ein, unter ihnen Frau Yous Schwestern. Djia Dschën befahl Djia Tjiung, Djia Tschën, Djia Lin und Djia Tjiang, sie sollten sich den Gästen widmen, außerdem ordnete er an, es solle zum Sterndeuterbüro des Kaiserlichen Astronomieamts geschickt werden, um einen glückverheißenden Tag auswählen zu lassen. Der Tag wurde ausgewählt, die Tote sollte sieben mal sieben Tage zu Hause aufgebahrt bleiben, und die Trauerzeit sollte am dritten Tag beginnen. Gleichzeitig sollte die Trauernachricht verbreitet werden. In den neunundvierzig Tagen sollten einhundertundacht Mönche der Tschan-Sekte in der Empfangshalle das Sutra der Großen Barmherzigkeit verlesen, um die Seele der Toten zusammen mit den Seelen der vor und nach ihr Verstorbenen zur Erlösung zu geleiten. Außerdem sollte im Turm des Himmelsduftes ein Altar errichtet werden, wo neunundneunzig Dauisten der Wahren Richtung in den neunundvierzig Tagen für die Befreiung der Toten von ihren Sünden beten sollten. Aufgebahrt werden sollte die Tote im Garten der Gesammelten Düfte, wo noch einmal je fünfzig hohe buddhistische und dauistische Priester alle sieben Tage an einem Altar vor dem Sarg heilige Texte lesen sollten. Als Djia Djing erfuhr, die Frau seines ältesten Enkels sei gestorben, war er nicht bereit, nach Hause zurückzukehren und sich wieder mit dem ‚roten Staub‘ der Alltagswelt zu beschmutzen, denn er wußte, daß er selbst bald zu den Unsterblichen aufsteigen würde, und wollte nicht alle Verdienste, die er sich bereits erworben hatte, wieder zunichte machen. Darum bekümmerte er sich nicht im geringsten um die Bestattung und verließ sich ganz auf Djia Dschën. Als Djia Dschën merkte, daß er von seiten seines Vaters freie Hand hatte, wurde er vollends zum Verschwender. Beim Aussuchen der Bretter waren ihm verschiedene Partien Spießtannenholz nicht gut genug. Aber da kam eben Hsüä Pan auf Trauerbesuch, und als er hörte, Djia Dschën sei auf der Suche nach gutem Holz, sagte er: „In unserer Holzhandlung liegt eine Partie Bretter aus so einem ‚Mastbaumholz‘, das aus den Tiän-wang-schan-Bergen am Huang-Meer stammt. Ein Sarg aus solchem Holz verrottet auch in zehntausend Jahren nicht. Dieses Holz hatte seinerzeit noch mein Vater mitgebracht. Ursprünglich hatte der alte Prinz I-dschung es haben wollen, aber weil ihm dann sein Malheur passierte, konnte er es nicht nehmen. Es liegt bei uns noch immer unter Verschluß, und der Preis dafür ist so hoch, daß niemand es sich leisten kann. Wenn Ihr es haben wollt, lassen wir es herschaffen, und damit hat sich die Sache!“ Als Djia Dschën das hörte, kannte seine Freude keine Grenze. Er schickte Leute, die das Holz holten, und alle sahen es sich an. Die Seiten- und Bodenbretter waren je acht Tsun stark, in der Maserung glich das Holz dem der Betelnußpalme, sein Geruch erinnerte an Sandelholz oder Moschus, und wenn man dagegenklopfte, tönte es „kling, klang!“ wie Gold oder Jade. Alle staunten darüber und spendeten reichlich Lob.

Djia Juee fällt auf Hsi-Fëng herein und erhält eine Abreibung. Aus: Jinyuyuan 1889b. Lächelnd fragte Djia Dschën nach dem Preis, und Hsüä Pan antwortete, ebenfalls lächelnd: „So etwas bekommt man auch für tausend Liang Silber nirgends zu kaufen. Was soll also der Preis? Gebt ihnen ein paar Liang Lohn für die Arbeit, dann ist es recht!“ Djia Dschëns Dank fand kein Ende, und er befahl, man solle das Holz zurechtsägen, leimen und lackieren.

„So ein Holz ist, fürchte ich, nichts für einfache Leute!“ gab Djia Dschëng zu bedenken. „Wenn man sie in einem Sarg aus bestem Spießtannenholz begraben würde, wäre das auch genug.“ Aber nie wäre Djia Dschën imstande gewesen, auf ihn zu hören, da er am liebsten selber gestorben wäre, wenn er Frau Tjin dadurch hätte wieder lebendig machen können!

Dann wurde auf einmal bekannt, eines der Sklavenmädchen von Frau Tjin namens Juee-dschu habe sich angesichts des Todes ihrer Herrin das Leben genommen, indem sie sich an einer Säule den Kopf einrannte. Die ganze Sippe war voll Bewunderung über diesen seltenen Fall, und Djia Dschën ließ die Sklavin einsargen, wie es die Regel für eine Enkeltochter vorschreibt, und den Sarg mit in der Halle des Aufstiegs zu den Unsterblichen im Garten der Gesammelten Düfte aufstellen. Weil Frau Tjin keine Kinder geboren hatte, wollte das Sklavenmädchen Bau-dschu als Adotivtochter dienen und schwor, sie sei der Aufgabe gewachsen, den Tontopf zu zerschmettern und dem Sarg voranzugehen. Djia Dschën war unendlich froh darüber und befahl, Bau-dschu solle künftig mit ‚Fräulein‘ angeredet werden. Wie es die Trauerriten von einer unverheirateten Tochter verlangen, wehklagte Bau-dschu vor dem Sarg, als ob ihr das Herz brechen wollte. Sämtliche Sippenangehörigen und alle Leute vom Hausgesinde verhielten sich in der herkömmlichen Weise, die niemand eigenmächtig zu verletzen wagte. Djia Dschën war bei dem Gedanken, daß Djia Jung nur den Titel eines Studenten der Reichsuniversität führte, der sich auf der Trauerfahne und dem Altaranschlag nicht eben großartig ausnehmen würde und der ihn nur zu wenigen Ranginsignien berechtigte, nicht besonders wohl zumute. Aber der Zufall wollte es, daß am vierten der ersten sieben Trauertage erst Opfergeschenke des Hofmeisters des Palastes der Großen Klarheit, des Eunuchen Dai Tjüan, gebracht wurden und dann dieser selbst in einer großen Sänfte kam, von Ehrenschirmträgern und Gongschlägern begleitet, um das Opfer zu vollziehen. Djia Dschën beeilte sich, ihn zu begrüßen, und bat ihn ins Gemach des Bienenlockens, wo er ihm Tee vorsetzte. Djia Dschëns Entschluß stand bereits fest, darum sagte er beiläufig, er wünsche, für Djia Jung einen höheren Rang zu erwerben. „Wohl damit das Begräbnis etwas prächtiger wird?“ fragte Dai Tjüan mit einem verständnisvollen Lächeln. Ebenfalls lächelnd, erwiderte Djia Dschën: „Ihr habt es getroffen, Herr Hofmeister!“ „Da habt Ihr aber Glück!“ sagte Dai Tjüan. „Es ist gerade ein schöner Posten frei. Zwei von den dreihundert Offiziersstellen der kaiserlichen Palastwache sind zur Zeit unbesetzt. Gestern war Alt Drei, der Bruder des Fürsten Hsiang-yang, bei mir und bat mich um eine der Stellen. Heute hat er mir eintausendfünfhundert Liang Silber dafür ins Haus gebracht. Wie Ihr wißt, bin ich ein alter Freund der Familie, und so habe ich – was sonst auch immer sein möge – seinem Großvater zuliebe ohne Bedenken zugesagt. Um die restliche offene Stelle bat mich ganz unverhofft der Kommandant von Yung-hsing, der dicke Fëng, für seinen Sohn, aber ich hatte noch keine Zeit, ihm zu antworten. Wenn Ihr diese Stelle für Euren Sohn haben wollt, schreibt mir nur schnell seine Ahnenliste auf!“ Als Djia Dschën das hörte, ordnete er sogleich an, den Leuten im Schreibzimmer schnellstens aufzutragen, sie sollten die Ahnenliste des jungen Herrn in würdiger Form niederschreiben. Ein Sklavenjunge ging ohne zu verweilen fort und kam bald darauf mit einem roten Blatt Papier zurück. Djia Dschën sah es durch, um es dann Dai Tjüan zu reichen, der darauf folgendes las: ‚Djia Jung, zwanzig Jahre alt, Student der Reichsuniversität aus dem Kreis Djiang-ning, Präfektur Djiang-ning. Urgroßvater: Djia Dai-hua, ehemals Kommandant der hauptstädtischen Garnison, Erbmarschall erster Klasse mit dem Ehrentitel Schën-wee. Großvater: Djia Djing, Djin-schï des Jahrgangs I-mau. Vater: Djia Dschën, Erbmarschall dritter Klasse mit dem Ehrentitel Wee-liä.‘ Als Dai Tjüan zu Ende gelesen hatte, zog er seine Hand wieder zurück, gab das Blatt einem Sklavenjungen seines Vertrauens zur Aufbewahrung und sagte dazu: „Wenn wir zu Hause sind, bringst du das zum alten Dschau, dem Finanzminister, und sagst ihm, ich ließe grüßen, er möchte dir bitte das Amtszeichen für einen Offizier der kaiserlichen Palastwache im fünften Beamtenrang aushändigen und dazu eine Urkunde mit den Angaben, die er aus dieser Ahnenliste übertragen lassen soll. Ich käme morgen selbst, um das Silber zu bringen.“ Der Knabe sagte „Jawohl!“, und nun verabschiedete sich Dai Tjüan. Djia Dschën versuchte mit allen Mitteln, ihn noch zum Bleiben zu bewegen, aber ohne Erfolg. Also hatte er keine andere Wahl, als ihn bis zum Außentor hinauszubegleiten. Als Dai Tjüan dort eben in seine Sänfte steigen wollte, fragte Djia Dschën noch: „Soll ich das Silber selbst ins Ministerium bringen, oder soll ich es mit in Eure Residenz bringen?“ „Wenn Ihr es ins Ministerium bringt, habt Ihr einen Verlust dabei“, sagte Dai Tjüan. „Das Beste ist, Ihr wiegt genau eintausendzweihundert Liang ab und bringt sie mir, damit ist die Sache erledigt!“ Djia Dschën bedankte sich in einem fort und sagte: „Wenn die Trauerperiode zu Ende ist, werde ich selbst meinen Köter von Sohn in Eure Residenz führen, damit er zum Dank seinen Stirnaufschlag vor Euch macht!“ Und damit grüßte er zum Abschied. Aber schon waren wieder Rufe zu hören, die Straße frei zu machen. Es war die Gemahlin von Schï Ding, dem Fürsten Dschung-djing, die da kam. Kaum hatten Dame Wang, Dame Hsing und Hsi-fëng sie begrüßt und in den Hauptraum geführt, als Opfergeschenke der Fürsten Djin-hsiang und Tschuan-ning sowie des Grafen Schaou-schan vor dem Sarg abgestellt wurden, und bald darauf entstiegen diese drei ihren Sänften. Djia Dschën führte sie rasch in die Empfangshalle. So herrschte ein ununterbrochenes Kommen und Gehen von Verwandten und Freunden – unmöglich, sie alle aufzuzählen. Die ganzen neunundvierzig Tage lang wogte ein Strom von Verwandten in weißer Trauerkleidung und Beamten in bunten Amtsroben die Straße, die zum Ning-guo-Anwesen führte, auf und ab. Am Tage darauf legte Djia Jung auf Befehl von Djia Dschën seine Festtagsgewänder an und ging die Belege für seine Ernennung abholen. Sowohl die Insignien vor dem Sarg als auch die übrigen Gegenstände wurden durch solche ersetzt, die für einen Beamten der fünften Rangstufe vorgesehen sind. Der Papierstreifen auf der provisorischen Seelentafel erhielt die Aufschrift ‚Hier hat die Seele der Frau Tjin, Gattin eines Beamten der fünften Rangstufe aus der durch kaiserliche Huld belehnten Sippe der Djias, ihren Platz.‘ Das auf die Straße führende Haupttor des Gartens der Gesammelten Düfte wurde geöffnet, und sogleich wurden beiderseits davon Orchesterstände aufgebaut, wo zwei Gruppen von Musikanten zu festgelegten Zeiten spielten. Die Ranginsignien waren paarweise mit peinlicher Genauigkeit aufgestellt. Außerdem ragten vor dem Tor zwei zinnoberrote Tafeln auf, die in großen goldenen Schriftzeichen die Inschrift trugen: ‚Offizier der kaiserlichen Palastwache, Hüter der Wege in der Verbotenen Stadt‘. Den Tafeln gegenüber erhob sich ein hoher Altar, vor dem die Buddhisten- und Dauistenpriester ihren Anschlag angebracht hatten, auf dem es in großer Schrift hieß: ‚Zur Trauerfeier der Frau Tjin, Gattin eines Offiziers der kaiserlichen Palastwache und Hüters der Verbotenen Stadt im fünften Beamtenrang aus der Sippe der Djias, des ältesten Enkels des Erbherzogs Ning-guo, bringen im Zentrum der vier Kontinente, dem im Auftrag des Himmels regierten Reiche des Friedens, der Direktor der Zentralen Buddhistenkanzlei Wan Hsü, oberster Leiter der Lehre vom Nichts und der Stille, sowie der Direktor der Zentralen Dauistenkanzlei Yä Schëng, oberster Leiter der Lehre vom Ureinen und Dreifach-Einen, dem Himmel und Buddha ehrfürchtig ihre Gebete dar und bitten die Götter aller Tempel und die diensttuenden Geister, ihre heilige Gnade breit zu gewähren und ihre göttliche Macht weit zu entfalten, damit die Seele in neunundvierzig Tagen von ihren Sünden gereinigt wird und die zu Wasser und zu Lande Gestorbenen Ruhe finden...‘ Der Text ging noch weiter, aber er kann hier nicht in aller Ausführlichkeit wiederholt werden. So waren Djia Dschëns Wünsche zwar in Erfüllung gegangen, aber da Frau You in den inneren Gemächern mit ihrem alten Leiden krank darniederlag und sich um nichts kümmern konnte, fürchtete er, von den Leuten ausgelacht zu werden, wenn es beim Empfang der Beamtengattinnen zu einem Verstoß gegen die Riten kommen würde, und dieser Gedanke bereitete ihm Unbehagen. Da fragte Bau-yü, der eben neben ihm saß: „Alles scheint doch so zu sein, wie es sein soll, was bedrückt dich noch, Vetter?“ Und Djia Dschën sagte ihm, daß er niemanden habe, der in den inneren Gemächern nach dem Rechten sehen könne. „Wo ist da die Schwierigkeit?“ fragte Bau-yü lächelnd. „Ich werde dir jemand empfehlen, der für einen Monat die Leitung übernehmen kann und bestimmt alles richtig macht.“ „Wer ist das?“ fragte Djia Dschën sofort. Angesichts der vielen Verwandten und Freunde, die mit im Raum waren, konnte Bau-yü es ihm nicht gut offen sagen, darum beugte er sich näher zu ihm und flüsterte ihm ein paar Sätze ins Ohr. Als Djia Dschën sie gehört hatte, kannte seine Freude keine Grenze, er erhob sich eilig und sagte lächelnd: „Das ist wirklich die Richtige, sofort gehe ich hin!“ Damit zog er Bau-yü hinter sich her, verabschiedete sich von den Gästen und begab sich in den Hauptraum. Zufällig war gerade keiner der großen Trauertage, und so waren nur wenige Gäste anwesend. In den inneren Gemächern saßen nur einige Frauen aus der engeren Verwandtschaft, denen Dame Hsing, Dame Wang, Hsi-fëng und noch ein paar weibliche Familienangehörige Gesellschaft leisteten. Als gemeldet wurde, der gnädige Herr komme, erschraken die Besucherinnen so sehr, daß sie mit einem Aufschrei in den Innenraum stürzten, um sich dort zu verbergen. Einzig Hsi-fëng erhob sich gelassen von ihrem Sitz. Djia Dschën kränkelte in den letzten Tagen ebenfalls ein wenig, außerdem war der Kummer zuviel für ihn, darum kam er auf einen Stock gestützt hereingehinkt. „Du fühlst dich nicht wohl und hast jetzt jeden Tag so viele Sorgen, da solltest du dich besser ausruhen, anstatt hierher zu kommen“, empfing ihn Dame Hsing. Djia Dschën umklammerte seinen Stock und versuchte niederzuknien, um Gruß und Dank zu äußern, aber Dame Hsing befahl Bau-yü rasch, ihm aufzuhelfen, und ordnete an, daß ein Stuhl gebracht wurde. Aber Djia Dschën wollte sich auf keinen Fall setzen. Er zwang sich zu einem Lächeln und sagte: „Es hat seinen Grund, daß ich hierher komme. Ich möchte die Tanten und die Schwägerin um etwas bitten.“ „Was ist es?“ fragte Dame Hsing sogleich. „Ihr wißt es ja, Tante“, sagte Djia Dschën, „die Frau Eures Großneffen ist entschlafen, und ausgerechnet jetzt muß auch die Frau Eures Neffen krank darniederliegen, so daß in den inneren Gemächern wirklich Unordnung herrscht. Wenn sich die Schwägerin herablassen wollte, hier einen Monat lang nach dem Rechten zu sehen, würde ich beruhigt sein.“ „Das ist es also!“ sagte Dame Hsing lächelnd. „Deine Schwägerin gehört aber zum Haushalt deiner zweiten Tante, also mußt du mit ihr darüber sprechen.“ Da sagte Dame Wang bereits: „Ein Kind wie sie ist doch diesen Dingen gar nicht gewachsen! Wenn sie nicht damit zu Rande kommt, werden die Leute lachen. Besser, du bemühst jemand anders!“ Aber Djia Dschën erwiderte lächelnd: „Ich kann mir schon denken, was Ihr befürchtet, Tante! Ihr habt Angst, es wäre zu anstrengend für sie. Ihr meint, sie sei dem nicht gewachsen, aber sie es ist, ich verbürge mich dafür. Und wenn sie einmal eine Kleinigkeit falsch macht, wird es für die andern doch immer noch richtig aussehen. Von klein auf ist die Schwägerin bei aller Liebe zum Spaß eine resolute Kämpfernatur, und seit sie verheiratet ist und drüben bei Euch im Haushalt hilft, hat sie genug Übung und Erfahrung gewonnen. Ich habe tagelang darüber nachgedacht, außer ihr kommt niemand in Frage. Wenn Ihr nicht Eurem Neffen und seiner Frau zuliebe zustimmen wollt, Tante, dann tut es der Toten zuliebe!“ Bei diesen Worten stürzten ihm Tränen aus den Augen. Dame Wangs heimliche Sorge war es, Hsi-fëng, die noch keine Erfahrung mit Trauerfällen hatte, könnte damit nicht fertig werden und würde sich zum Gespött der Leute machen. Als sie jetzt sah, wie flehentlich Djia Dschën darum bat, war sie schon halb erweicht, aber noch saß sie da und blickte Hsi-fëng gedankenverloren an. Hsi-fëng ihrerseits kannte kein größeres Vergnügen, als alle möglichen Angelegenheiten unter ihre Obhut zu nehmen und sich mit ihrer Begabung und ihrer Tüchtigkeit hervorzutun. Den Haushalt führte sie einwandfrei, aber weil sie ein größeres Ereignis wie eine Hochzeit oder einen Trauerfall noch nicht hatte leiten können, fürchtete sie, die Leute seien noch nicht ganz von ihr überzeugt, und hatte deshalb auf so etwas nur gewartet. Als jetzt Djia Dschën kam, frohlockte sie innerlich. Und nachdem sie gesehen hatte, wie Dame Wang erst ablehnte, dann aber durch Djia Dschëns Aufrichtigkeit angerührt wurde, sagte sie: „Stimmt doch zu, gnädige Frau, wenn der Schwager so inständig darum bittet!“ „Wirst du es können?“ fragte Dame Wang leise. „Was ist denn schon dabei?“ entgegnete Hsi-fëng. „Was an wichtigen Dingen vor den Augen der Öffentlichkeit zu erledigen ist, besorgt Schwager Dschën. Ich soll ja nur auf die inneren Gemächer ein Auge haben. Und wenn ich etwas nicht weiß, werde ich Euch fragen. So muß es doch gehen!“ Dame Wang erkannte, daß Hsi-fëng recht hatte, und sagte nichts weiter. Als Djia Dschën sah, daß Hsi-fëng einverstanden war, lächelte er wieder und sagte: „Viel ist es nicht, worum ich mich kümmern kann. Jedenfalls wird es eine Last für Euch sein, worum ich Euch bitte. Jetzt will ich Euch hier meinen Gruß entbieten, und wenn die Sache abgeschlossen ist, komme ich noch ins Jung-guo-Anwesen hinüber, um Euch meinen Dank abzustatten.“ Und schon legte er seine Hände zusammen und verneigte sich ein Mal ums andere. Sein Gruß wurde von Hsi-fëng jedesmal erwidert. Nun holte Djia Dschën eine Hausmarke des Ning-guo-Anwesens aus seinem Ärmel hervor und befahl Bau-yü, sie Hsi-fëng zu geben. Dazu sagte er: „Macht nur alles, wie Ihr selbst es für richtig haltet, Schwägerin! Wenn Ihr etwas braucht, zeigt diese Marke vor und laßt es Euch geben, ohne mich erst zu fragen! Setzt Euch bitte nur nicht in den Kopf, sparsam mit meinem Geld umzugehen, denn das Wichtigste ist, daß alles gefällig aussieht! Im übrigen müßt Ihr mit den Leuten so umgehen, wie Ihr es drüben im Jung-guo-Anwesen tut, habt keine Angst, daß Euch jemand gram darum sein könnte! Das sind die beiden einzigen Bitten, die ich habe, in bezug auf alles andere bin ich unbesorgt.“ Hsi-fëng wagte nicht, die Hausmarke ohne weiteres anzunehmen, und blickte erwartungsvoll auf Dame Wang, bis diese sagte: „Nun sieh schon hier nach dem Rechten, wenn dein Schwager es so haben will! Triff aber keine eigenmächtigen Entscheidungen dabei, sondern schick jemand zu deinem Schwager oder zu seiner Frau, um zu fragen, wenn etwas ist! Denk daran!“ Schon hatte Bau-yü Djia Dschën die Marke abgenommen und drückte sie Hsi-fëng in die Hand. Da fragte Djia Dschën noch: „Wollt Ihr hier wohnen, Schwägerin, oder jeden Tag herüberkommen? Tag für Tag hin- und herzufahren würde die Sache nur noch anstrengender für Euch machen, darum ist es das beste, ich lasse hier rasch ein Gehöft für Euch herrichten, wo Ihr solange wohnen könnt. Das ist doch bequemer für Euch!“ „Nicht nötig!“ sagte Hsi-fëng lächelnd. „Auch drüben geht es nicht ohne mich. Da ist es besser, ich komme jeden Tag herübergefahren.“ So mußte Djia Dschën diesen Punkt auf sich beruhen lassen. Er sprach dann noch über einige Belanglosigkeiten, und danach ging er wieder. Als sich schließlich auch die Besucherinnen verabschiedet hatten, erkundigte sich Dame Wang bei Hsi-fëng: „Wie willst du es heute machen?“ „Fahrt nur bitte nach Hause, gnädige Frau“, antwortete Hsi-fëng. „Ich muß mich hier erst einmal zurechtfinden, ehe ich nachkommen kann.“ Also fuhr Dame Wang mit Dame Hsing zusammen nach Hause, und es soll jetzt von ihnen nicht weiter die Rede sein. Hsi-fëng aber ging in einen Anbau von drei Säulenzwischenräumen Breite, setzte sich dort hin und dachte nach. „Das erste Problem ist, daß hier eine so gemischte Gesellschaft zusammenlebt, wodurch allerhand abhanden kommt“, überlegte sie. „Das zweite ist, daß niemand seine feste Aufgabe hat und alle Aufträge von Fall zu Fall vergeben werden. Das dritte ist, daß die Aufgaben zu groß sind, daß es Verschwendung und Unterschlagung gibt. Das vierte ist, daß die Aufgaben achtlos vergeben werden, wodurch Freude und Qual ungleich verteilt sind. Das fünfte ist, daß das Gesinde außer Rand und Band ist; wer Ansehen genießt, ist nicht zu bändigen, und wer keines genießt, kommt nicht voran.“ Diese fünf Punkte kennzeichnen wirklich die Zustände, wie sie im Ning-guo-Anwesen herrschten. Wer wissen will, wie Hsi-fëng damit fertig wurde, muß das nächste Kapitel lesen. Wahrlich: Ein Beamtenheer hält das Reich nicht in Zucht, doch ein, zwei Frauen schaffen Ordnung im Haus.