Lu Xun Complete Works/de/Unidentified

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未分类文本 von Lu Xun (鲁迅, 1881–1936)


【Über die Kraft der Mara-Dichtung】

Wer die alten Quellen bis zur Neige erschöpft hat, wird nach den Quellen der Zukunft suchen, wird nach neuen Quellen suchen. O meine Brüder, das Werk der Neugeburt, das Hervorbrechen neuer Quellen aus tiefsten Tiefen — es ist nicht mehr fern. — Nietzsche

I

Wer die Kulturgeschichte alter Nationen liest und den Epochen bis zum letzten Kapitel folgt, wird unweigerlich von einem melancholischen Gewahrsein erfasst, als trete man aus der Frühlingswärme in die Strenge des Herbstes — alle Keime der Erneuerung sind erloschen, Verdorrtes liegt vor einem. Ich weiß es nicht anders zu benennen und nenne es schlicht: Öde. Denn von allem, was die menschliche Kultur der Nachwelt hinterlässt, ist nichts so mächtig wie die Stimme des Herzens. Der göttliche Geist der alten Völker verband sich mit dem Palast der Natur, trat in mystische Übereinkunft mit allen Dingen, empfing deren geistiges Wesen und sprach aus, was auszusprechen war — und so entstand die Dichtung. Ihr Klang überwindet die Zeitalter und dringt in die Herzen der Menschen, er verstummt nicht mit dem Schweigen der Lippen, sondern breitet sich weiter aus, je nach dem Wesen des Volkes. Sobald aber die literarische Kultur verfällt, ist auch das Schicksal dieses Volkes erschöpft; die Gemeinschaft verstummt, der Glanz erlischt. Das Gefühl der Öde, das den Geschichtsleser ergreift, flammt auf wie Zorn, und die Annalen dieser Zivilisation nähern sich unweigerlich ihrer letzten Seite. All jene, die zu Beginn der Geschichte Ruhm erlangten und den Morgenglanz der Kultur einleiteten, heute jedoch zu Schattenreichen geworden sind — sie alle ereilte dieses Schicksal.

Das bekannteste Beispiel, das jedem im Lande vertraut ist, ist wohl Indien. Indien besaß in alter Zeit vier Veden von erhabener und geheimnisvoller Schönheit, die als große Werke der Weltliteratur gelten; seine beiden Epen, das Mahabharata und das Ramayana, sind ebenfalls von höchster Vollendung. Später trat der Dichter Kalidasa hervor, der durch seine Dramen berühmt wurde und sich bisweilen auch der lyrischen Dichtung zuwandte; der deutsche Dichterfürst Goethe erhob seine Werke zum Höchsten, was je zwischen Himmel und Erde erklungen sei. Als jedoch die Kraft des Volkes schwand, verfiel auch seine Literatur, und die erhabensten Klänge entstanden nicht mehr aus dem Geiste dieses Volkes — sie wanderten in fremde Länder, wie Verbannte. Das nächste Beispiel ist das der Hebräer: Obgleich ihre Schriften vielfach Glaube und religiöse Unterweisung betreffen, überragen sie durch Tiefe und Feierlichkeit; die Grundlage religiöser Literatur und Kunst, die bis heute die Herzen der Menschen nährt, entspringt dieser Quelle. Doch im Volk Israel endete sie mit der Stimme Jeremias; die Könige waren verderbt, der Zorn Gottes flammte auf, Jerusalem wurde zerstört, und die Zunge des Volkes verstummte. Als sie in der Fremde umherirrten, vergaßen sie zwar nicht ihre Heimat — Sprache und rechter Glaube bewahrten sie innig —, doch nach den Klageliedern gab es keinen Widerhall mehr.

Ferner Iran und Ägypten: Beide brachen auf halbem Wege ab, wie ein gerissenes Seil — strahlend in der Antike, verödet in der Gegenwart. Wenn aber China und Israel auf diese Weise zu betrachten sind, dann gibt es keine größere Katastrophe für das menschliche Dasein. Weshalb? Der Engländer Thomas Carlyle sagte: Eine klare Stimme zu erlangen, die jubelnd aus dem Herzen singt — dies ist die höchste Aufgabe einer Nation. Italien war zersplittert, doch in Wahrheit geeint, denn es hatte Dante Alighieri hervorgebracht, es besaß die italienische Sprache. Der Zar von Großrussland verfügte über Waffen und Kanonen, über politische Herrschaft, konnte weite Gebiete regieren und große Unternehmungen durchführen. Aber was nützte es, wenn es keine Stimme gab? Im Innern mag es Großes geben, doch dessen Größe blieb stumm. [...] Als Waffen und Kanonen verrostet waren, hallte Dantes Stimme noch immer wider. Wer einen Dante besitzt, ist geeint; wer stumm und ohne ein solches Vorzeichen bleibt wie die Russen, wird letztlich in Stücke zerfallen.

Nietzsche war den Wilden nicht feindlich gesinnt und sagte, in ihnen stecke eine neue Kraft — und seine Worte waren zutreffend und unumstößlich. Denn die Anfänge der Zivilisation keimen im Schoß der Barbarei; der Wilde mag äußerlich roh erscheinen, doch ein verborgenes Leuchten liegt in seinem Innern. Die Zivilisation gleicht der Blüte, die Wildheit der Knospe; die Zivilisation gleicht der Frucht, die Wildheit der Blüte — darin liegt der Aufstieg, darin liegt die Hoffnung. Nur bei alten Völkern, deren Kultur bereits zum Stillstand gekommen ist, verhält es sich anders: Ist die Entfaltung erst einmal beendet, so folgt der Verfall unweigerlich; und wer sich überdies lange im Glanz der alten Ahnen gesonnt und sich als Haupt der umgebenden niederen Nationen aufgespielt hat, bei dem setzt die Abenddämmerung ein, oft ohne dass er es selbst bemerkt — eigensinnig und töricht, verschmutzt wie das Tote Meer. Dass solche Völker am Anfang der Geschichte glänzend hervortreten und am Ende der Annalen im Schatten verschwinden, geschieht wohl aus eben diesem Grund.

Russlands Stimmenlosigkeit birgt darin ihren erregenden Widerhall. Russland gleicht einem Kind, nicht einem Stummen; einem unterirdischen Strom, nicht einem versiegten Brunnen. In der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts trat tatsächlich Nikolai Gogol hervor, der mit unsichtbaren Tränenspuren und trauriger Färbung sein Volk aufrüttelte; manche verglichen ihn mit Englands Shakespeare — jenem, den Carlyle so leidenschaftlich gepriesen hatte. Schaut man sich in der Welt um: Überall erheben sich neue Stimmen, die alle mit einer einzigartig erhabenen und prächtigen Sprache ihren Geist beflügeln und der Welt ihre Größe kundtun. Nur jene, die in Schweigen verharren und sich nicht regen, sind die zuvor genannten alten Nationen wie Indien und die übrigen. Ach, die Stimmen und Hinterlassenschaften der alten Völker sind wahrlich feierlich und erhaben, doch da sie nicht mehr in die Gegenwart hineinatmen, dienen sie den Altertumsbewunderern allenfalls zum Betasten und Besingen — was sollten sie darüber hinaus ihren Nachkommen noch bieten? Oder sie reden sich lediglich ihren einstigen Ruhm ein und stellen damit nur ihre gegenwärtige Einsamkeit bloß — und stehen so einer aufstrebenden Nation nach, die, mag ihre Kultur auch noch nicht blühend sein, doch große Hoffnung für die Zukunft verdient. Darum ist das Wort „altes Kulturland" ein wehmütiges Wort, ein Wort des Spotts! Ein verarmter Spross eines einst großen Hauses, dessen Anwesen verfallen ist, schwatzt den Leuten vor, wie weise und mächtig sein Ahn gewesen sei, welch prächtige Paläste, Juwelen, Pferde und Hunde er besessen habe, wie er alle gewöhnlichen Menschen an Ansehen übertroffen habe. Wer seine Worte hört — wer würde nicht lachen?

Die Entfaltung einer Nation hat zwar auch Verdienste im Erinnern an die Vergangenheit, doch wenn sie sich erinnert, ist ihr Denken klar wie ein heller Spiegel: Stets strebt sie aufwärts, stets blickt sie zurück, stets beschreitet sie den lichten Weg des Fortschritts und stets gedenkt sie des strahlenden Vergangenen — so wird das Neue täglich neuer, und das Alte stirbt nicht. Wer aber nicht weiß, warum, und sich gedankenlos seiner Herrlichkeit brüstet, bei dem beginnt die lange Nacht eben in diesem Augenblick. Wenn man heute die großen Straßen Chinas betritt, sieht man gewiss Soldaten durch die Städte stolzieren, die mit offenem Mund Kriegslieder singen und die Knechtsnatur der Inder und Polen bitter anprangern; auch jene, die leichtfertig Nationalhymnen verfassen, sind nicht anders. Denn das heutige China denkt auch gern an seinen einstigen Glanz zurück, vermag es aber nicht recht auszusprechen, und sagt daher einstweilen nur: „Der linke Nachbar ist schon versklavt, der rechte Nachbar dem Tode nah", wählt untergegangene Nationen zum Vergleich und hofft, damit die eigene Vortrefflichkeit hervorzuheben. Ob nun jene beiden Nationen oder China schlechter dran ist, sei hier nicht erörtert; was aber Lobgesänge und die Stimme der Nation angeht — obwohl es in der Welt viele Sänger gibt, hat noch keiner eine solche Methode gesehen. Das Verschwinden der Dichter mag als Kleinigkeit erscheinen, doch das Gefühl der Öde stellt sich sogleich ein. Wer die wahre Größe seines Vaterlandes erheben will, muss zunächst sich selbst prüfen und zugleich die anderen kennen; erst wenn der Vergleich umfassend ist, entsteht wahre Selbsterkenntnis. Wenn die Stimme der Selbsterkenntnis ertönt, trifft jeder Klang das Menschenherz, klar und hell, ganz anders als gewöhnliche Stimmen. Ist es nicht so, erstarrt Zunge und Mund, sinken alle Stimmen ins Nichts, und das Schweigen, das folgt, ist doppelt so tief wie zuvor. Denn wenn die Seele noch träumt, wie soll sie da sprechen? Selbst wenn sie durch äußere Umstände erschüttert wird und sich gewaltsam aufrafft, wird sie nicht nur nicht groß, sondern fügt nur Seufzer hinzu. Darum sage ich: Die Entfaltung des Nationalgeistes hängt mit der Weite der Weltkenntnis zusammen.

Lassen wir nun die alten Dinge beiseite und suchen neue Stimmen in fremden Ländern — wobei der Anlass eben im Gedenken an die Vergangenheit liegt. Die verschiedenen neuen Stimmen lassen sich nicht im Einzelnen aufzählen; doch was die Kraft betrifft, die Menschen aufzurütteln, und die Tiefe des Ausdrucks, so kommt nichts der Schule der Mara-Dichtung gleich. Das Wort „Mara" stammt aus dem Sanskrit und bedeutet „Himmelsdämon"; die Europäer nennen ihn Satan. Der Name wurde ursprünglich für Byron geprägt. Hier nun fasse ich unter diesem Begriff alle Dichter zusammen, deren Absicht im Widerstand liegt, deren Ziel die Tat ist und die von der Welt nicht sonderlich geschätzt werden, und berichte über ihre Worte, Taten und Gedanken, ihre Strömungen und ihren Einfluss — angefangen beim Ahnherrn Byron bis hin zu den ungarischen Literaten. All diese Menschen sind äußerlich höchst verschieden, jeder trägt die besondere Färbung seines Heimatlandes und strahlt dessen Leuchten aus; doch in ihrer Grundtendenz stimmen sie überein: Zumeist erzeugen sie keine Klänge der Weltanpassung und Behaglichkeit; wenn sie die Stimme erheben, erwachen die Hörer, trotzen dem Himmel und widersetzen sich den Konventionen, und ihr Geist ergreift die Herzen der Nachwelt zutiefst und fortwährend bis in die Unendlichkeit. Mag sein, dass vor ihrer Geburt und nach ihrer Erlösung mancher ihre Stimme für nicht hörenswert hält; doch für jene, die inmitten des Lebens wandeln, in der Faust der Natur gefangen und ohne Befreiung — für sie ist diese Stimme wahrlich die erhabenste, kühnste und schönste von allen. Freilich mag, wer friedlichen Bürgern davon spricht, nur umso mehr Furcht erregen.

【Meine Ansichten über Keuschheit und Märtyrertum】

„Die Sitten verfallen, die Herzen der Menschen sinken täglich tiefer, das Land wird bald kein Land mehr sein" — solcherlei Klagen gehören seit jeher zu Chinas beständigem Seufzen. Nur dass in verschiedenen Zeiten das, was als „tägliches Sinken" gilt, sich wandelt: Früher bezog es sich auf die eine Sache, heute seufzt man über eine andere. Abgesehen von Texten, die „zur kaiserlichen Lektüre vorgelegt" werden und über die man nicht voreilig zu sprechen wagt, tragen alle übrigen Schriften und Erörterungen durchweg diesen Tonfall. Denn solches Seufzen dient nicht nur der Zurechtweisung der Zeitgenossen, sondern erlaubt es zudem, sich selbst aus dem „täglichen Sinken" auszunehmen. So seufzen die Tugendhaften einander gegenüber, und selbst Mörder, Brandstifter, Hurenbockfreier und Betrüger samt allen sonstigen Halunken nutzen eine Pause in ihren Untaten, um den Kopf zu schütteln und zu sagen: „Die Herzen der Menschen sinken wirklich täglich tiefer!"

Was die Keuschheit und das Märtyrertum der Frauen betrifft, so wurde dies seit je als besonders heilig betrachtet. Stirbt der Mann, soll die Frau ihm in den Tod folgen oder zumindest lebenslang Witwe bleiben. Wird sie von Räubern überfallen oder von einem Feind bedroht, soll sie lieber sterben als ihre Ehre preisgeben. Dies nannte man „Keuschheit" und „Märtyrertum", und die Gesellschaft hat diese Tugenden stets aufs höchste gepriesen und durch Ehrenbogen und Gedenkstätten verherrlicht.

Doch wenn wir genauer hinschauen: Erstens — weshalb wird diese Forderung ausschließlich an Frauen gestellt und nicht an Männer? Der Mann darf nach dem Tod seiner Frau ohne Weiteres wieder heiraten, ja mehrere Konkubinen haben, und niemand findet etwas dabei. Zweitens — jene, die solche Forderungen aufstellen, sind zumeist selbst Männer, die bequem in ihren Studierstuben sitzen und niemals in die Lage kommen, ihre eigene Bereitschaft zum Märtyrertod unter Beweis stellen zu müssen. Drittens — selbst wenn eine Frau sich tatsächlich in den Tod stürzt, profitieren davon weder sie selbst noch ihre Familie; der einzige Gewinn besteht in ein paar Zeilen in den Lokalchroniken und vielleicht einem steinernen Ehrenbogen, der langsam verwittert.

Die wahre Frage lautet: Ist es nicht die Pflicht der Gesellschaft und des Staates, die Menschen zu schützen, anstatt von den Schwächsten zu verlangen, dass sie sterben, um die Ehre der Starken zu retten? Das ganze System der Keuschheitsmoral ist im Grunde nichts anderes als ein Werkzeug, mit dem die Mächtigen die Ohnmächtigen beherrschen, die Männer die Frauen unterdrücken. Wenn wir es wirklich ernst meinten mit Tugend und Ehre, müssten wir zunächst eine Gesellschaft schaffen, in der niemand gezwungen ist, zwischen Schande und Tod zu wählen — und nicht ein System aufrechterhalten, das den Tod zur höchsten weiblichen Tugend erklärt.

【Wie wir heute Väter sein sollten】

Die eigentliche Absicht, mit der ich diesen Aufsatz schreibe, ist es, zu untersuchen, wie die Familie reformiert werden kann. Da in China die elterliche Autorität schwer wiegt und die väterliche Gewalt noch schwerer, möchte ich insbesondere zu der seit jeher als heilig und unantastbar geltenden Frage des Verhältnisses zwischen Vater und Sohn einige Gedanken äußern. Kurz gesagt: Die Revolution muss auch bis zum Vater selbst vordringen. Aber warum stelle ich so großspurig diese neun Schriftzeichen als Überschrift voran? Dafür gibt es zwei Gründe.

Erstens: Die „Jünger der Heiligen" in China hassen es am meisten, wenn jemand an ihren beiden Dingen rüttelt. Das eine braucht nicht erwähnt zu werden und hat auch nichts mit unseresgleichen zu tun; das andere aber sind ihre sittlichen Beziehungen, und dazu können wir gelegentlich nicht umhin, ein paar Bemerkungen zu machen. Daher kommen die Angriffe stets von jener Seite. Damit es nicht heißt, ich hätte unausgesprochen zur Auflösung aller menschlichen Beziehungen aufgerufen, sage ich lieber geradeheraus, dass ich nur über das Vatersein spreche — um der Einfachheit willen.

Zweitens: In China gilt die Beziehung zwischen Vater und Sohn als die wichtigste aller menschlichen Bindungen. Konfuzius stellte die „Kindespietät" über alles, und die vierundzwanzig Beispiele der Pietät wurden zu Vorbildern für alle Zeiten erhoben. Doch betrachtet man die Sache biologisch, so ist die Beziehung zwischen Eltern und Kindern keineswegs eine Beziehung der Gnade und Schuld. Die Eltern bringen Kinder hervor — das ist ein natürlicher Trieb, keine bewusste Wohltat, für die Dankbarkeit geschuldet wäre. Das Kind hat nicht darum gebeten, geboren zu werden. Es hat weder eine Schuld zu begleichen noch eine Gnade zu vergelten.

Was sollen also die Väter tun? Sie sollen verstehen, dass die Liebe zu den Kindern eine natürliche Empfindung ist, die keiner Gegenleistung bedarf. Sie sollen ihre Kinder als eigenständige Menschen behandeln, nicht als Besitz oder als Werkzeuge zur Altersversorgung. Sie sollen ihren Kindern den Weg in die Zukunft freimachen, anstatt sie in die Vergangenheit zurückzuzerren. Der gute Vater ist ein Befreier, kein Despot; ein Wegbereiter, kein Gefängniswärter. Erst wenn die Väter dies begreifen, kann China Fortschritte machen.

【Die sogenannte Erzählliteratur des Volkes in der Song-Dynastie und ihre spätere Entwicklung】

Die unter dem Volk in der Song-Dynastie verbreiteten Erzählungen unterschieden sich grundlegend von dem, was die Historiker aller Zeiten verzeichnet hatten. Es handelte sich damals nicht um geschriebene Literatur, sondern um eine Spielart der als Kunstfertigkeit geltenden mündlichen Erzählung, des „Sprechens".

Wann das „Sprechen" genau begann, ist nicht im Einzelnen bekannt, doch aus alten Büchern lässt sich entnehmen, dass es bereits in der Tang-Zeit existierte. Duan Chengshi schrieb in seinen Youyang zazu xuji (Band 4, „Bianwu"): „Am Ende der Taihe-Ära beobachtete ich anlässlich des Geburtstags meines jüngeren Bruders verschiedene Darbietungen; da gab es einen Straßenerzähler, der den Namen Bian Que als ‚Pian Que' aussprach, im steigenden Ton. Ich ließ Ren Daosheng die Aussprache korrigieren. Der Straßenerzähler sagte: ‚Vor zwanzig Jahren habe ich bei einer Versammlung in der Hauptstadt schon einmal diese Darbietung gegeben, und ein Studierter lobte meine Aussprache von Bian als gleichlautend mit Pian und sagte, alle Welt irre sich.'"

Die Straßenerzähler der Song-Zeit erzählten Geschichten in der Volkssprache, und ihre Texte nannte man „Erzählvorlagen". Die Inhalte ließen sich in verschiedene Gattungen einteilen: Geschichten über Geister und Wunder, Liebesgeschichten, Kriminalfälle, historische Erzählungen und religiöse Belehrungen. Diese mündliche Erzähltradition war die Keimzelle der späteren chinesischen Erzählliteratur in der Volkssprache. Die „Erzählvorlagen" wurden später aufgezeichnet und weiterentwickelt, und aus ihnen erwuchsen schließlich die großen Romane der Ming- und Qing-Dynastien. So lässt sich sagen, dass die lebendige Volkskultur der Song-Zeit den Grundstein für eine der reichsten Erzähltraditionen der Weltliteratur legte.

【Über den Einsturz der Leifeng-Pagode】

Man sagt, die Leifeng-Pagode am Westsee in Hangzhou sei eingestürzt — man sagt es nur, ich selbst habe es nicht gesehen. Aber ich habe die Leifeng-Pagode gesehen, als sie noch stand — baufällig und verfallen ragte sie inmitten der Szenerie von See und Bergen empor, und die untergehende Sonne beleuchtete die umliegende Gegend: Das war der „Abendglanz der Leifeng-Pagode", eine der zehn berühmten Ansichten des Westsees. Auch die wahre Szenerie des „Abendglanzes der Leifeng-Pagode" habe ich gesehen, und sie erschien mir keineswegs besonders schön.

Und doch war von allen berühmten Stätten des Westsees die Leifeng-Pagode diejenige, deren Namen ich als Erstes kannte. Meine Großmutter erzählte mir oft, dass die Weiße-Schlangen-Dame unter dieser Pagode eingekerkert sei. Es war einmal ein Mann namens Xu Xian, der zwei Schlangen rettete, eine weiße und eine grüne. Die weiße Schlange verwandelte sich in eine schöne Frau und heiratete Xu Xian. Doch der Mönch Fahai sperrte sie unter die Leifeng-Pagode, wo sie bis in alle Ewigkeit gefangen bleiben sollte. Als Kind hatte ich großes Mitleid mit der Weißen-Schlangen-Dame und hegte tiefen Groll gegen den Mönch Fahai. Ich hoffte stets, die Pagode möge einstürzen und die Schlangendame befreit werden.

Nun ist die Pagode tatsächlich eingestürzt — aber die Leute sagen, der Grund sei, dass die Bauern ringsherum die Backsteine der Pagode gestohlen hätten, um daraus Medizin zu machen oder sie als Glücksbringer zu verwenden, bis das Bauwerk schließlich zusammenfiel. Dies stimmt mich nachdenklich. Der Einsturz der Pagode ist natürlich erfreulich für alle, die mit der Weißen-Schlangen-Dame sympathisieren. Aber das wahre Problem liegt tiefer: Die Pagode steht für die alte Ordnung, für die Unterdrückung und Unfreiheit — und ihr Einsturz verkündet, dass kein Gefängnis ewig hält.

【Über die Photographie und dergleichen】

I. Material und dergleichen

In meiner Kindheit, in der Stadt S — wenn ich „Kindheit" sage, meine ich vor dreißig Jahren, doch vom Standpunkt der rasch fortschreitenden Talente betrachtet, ist das ein ganzes Jahrhundert; und wenn ich „Stadt S" sage, so verschweige ich ihren wahren Namen, und auch den Grund dafür verschweige ich. Jedenfalls hörte ich in der Stadt S ständig Männer und Frauen aller Altersgruppen über das Augenausstechen durch die fremden Teufel reden. Es gab einmal eine Frau, die als Dienstmagd im Haus eines fremden Teufels gearbeitet hatte und dann fortging. Der Grund ihres Fortgehens, so hieß es, war, dass sie mit eigenen Augen einen Topf voll eingepökelter Augen gesehen hatte, die wie kleine Karauschen Schicht um Schicht aufeinander gestapelt waren und fast bis zum Rand des Topfes reichten.

Dass die Fremden chinesische Augen herausstächen und daraus Photographien machten oder Silber schmölzen — solcherlei Gerüchte kursierten in meiner Kindheit. Die Photographie galt als etwas Unheimliches und Bedrohliches. Wer sich photographieren ließ, riskierte angeblich, seine Seele zu verlieren. Die Kamera war ein Instrument des Bösen, und die Fremden, die sie bedienten, waren Agenten dunkler Mächte.

Natürlich hat sich die Einstellung zur Photographie inzwischen gewandelt. Die Photographie ist zu einem alltäglichen Gegenstand geworden, und selbst die abergläubischsten Menschen lassen sich heute bereitwillig ablichten. Doch die Art und Weise, wie sich die Chinesen photographieren lassen, verrät nach wie vor eigentümliche Züge. Da ist zunächst das Problem der Pose: Die meisten Chinesen setzen vor der Kamera eine steife, feierliche Miene auf, als stünden sie vor Gericht. Dann gibt es die Frage der Retusche: Manche Ateliers verwandeln die Photographierten in idealisierte Wesen, die keinerlei Ähnlichkeit mehr mit den Originalen haben. All dies zeigt, dass die Chinesen die Photographie noch immer nicht als Mittel der Wahrheit begreifen, sondern als Werkzeug der Selbsttäuschung und Beschönigung.

【Gedanken beim Lampenschein】

I

Es gab eine Zeit — in den Jahren zwei und drei der Republik —, da wurde der Kredit der Banknoten einiger staatlicher Banken in Peking täglich besser, wahrhaft im Aufwärtstrend. Man sagt, sogar die Landbevölkerung, die stets am Silber gehangen hatte, habe erkannt, dass Banknoten praktisch und zuverlässig seien, und sie bereitwillig angenommen und verwendet. Was die etwas verständigeren Menschen angeht — man brauchte kein Angehöriger der „besonderen Wissensklasse" zu sein —, so trugen sie schon längst nicht mehr die schweren, klobigen Silbermünzen in der Brusttasche mit sich herum, um sich unnötige Beschwerden aufzuladen. Man kann sich vorstellen, dass — abgesehen von jenen wenigen, die für Silber eine besondere Vorliebe und Zuneigung hegten — wohl die allermeisten nur noch Banknoten besaßen, und zwar zumeist inländische. Doch dann kam leider der Niedergang.

Während der Wirren begannen Panik und Gerüchte zu kursieren, und plötzlich wollte niemand mehr Banknoten annehmen. Alle verlangten Silber, bares, klingendes Silber. Die Geschäfte weigerten sich, Banknoten zu akzeptieren, die Banken beschränkten den Umtausch. Man konnte für seine Banknoten nur noch einen Bruchteil ihres Nennwerts erhalten. Das Gefühl, das einen dabei überkam, war sonderbar: Was gestern noch für den vollen Wert gegolten hatte, war heute nur noch ein wertloses Stück Papier.

Dies brachte mich auf einen Gedanken über das chinesische Volk. Die chinesische Geschichte wird üblicherweise in Zeitalter des „Friedens unter weiser Herrschaft" und Zeitalter der „Wirren" eingeteilt. Doch genau besehen gibt es in Wahrheit nur zwei Zeitalter: Zeitalter, in denen die Menschen danach strebten, vorübergehend den Status von Sklaven zu erlangen, und Zeitalter, in denen sie nicht einmal diesen Status erreichen konnten. Das sogenannte „goldene Zeitalter" war nichts anderes als eine Epoche, in der die Unterdrückung gerade geordnet genug war, damit die Menschen ihr Dasein als Knechte einigermaßen ertragen konnten. Und die „Wirren" waren Zeiten, in denen selbst das Knechtdasein unerreichbar wurde.

【Über „Seine Mutter!"】

Ganz gleich wer man ist — wer in China lebt, wird unweigerlich ständig „ta ma de" oder ähnliche Floskeln zu hören bekommen. Ich denke mir: Die Verbreitung dieses Ausdrucks deckt sich wohl mit den Spuren der Chinesen, wohin sie auch gelangen; und die Häufigkeit seiner Verwendung dürfte kaum geringer sein als die des höflichen „Wie geht es Ihnen?" Wenn die Pfingstrose, wie manche sagen, die „Nationalblume" Chinas ist, dann darf man diesen Ausdruck wohl Chinas „Nationalfluch" nennen.

Ich bin im östlichen Zhejiang aufgewachsen — in dem, was Herr Xiying als „gewisse Herkunft" bezeichnet. Der dort gebräuchliche „Nationalfluch" ist recht einfach: Er beschränkt sich ausschließlich auf die „Mutter" und bezieht niemals andere Personen ein. Als ich später andere Gegenden bereiste, bemerkte ich, dass der Ausdruck andernorts bedeutend reichhaltiger war — er konnte ganze Generationen von Vorfahren umfassen und sich auf verschiedenste Verwandte erstrecken.

Woher rührt dieser Fluch? Ich habe darüber nachgedacht und glaube, er hat seinen Ursprung in der patriarchalen Gesellschaft. In einem System, in dem die Abstammung alles bedeutet, ist die wirksamste Beschimpfung eine, die die Reinheit der Blutlinie infrage stellt. „Ta ma de" ist im Grunde ein Angriff auf die Legitimität der Abstammung des Gegenübers — eine insinuierte Andeutung, dass die Mutter des Beschimpften keineswegs so tugendhaft gewesen sein möge, wie die Familienehre es verlangt.

Dies bringt uns zurück zur Frage der Gesellschaftsstruktur. In einer Gesellschaft, die auf starren Hierarchien und Familienehre beruht, wird selbst der gewöhnlichste Fluch zum Spiegel der herrschenden Wertvorstellungen. „Ta ma de" ist nicht einfach ein vulgärer Ausdruck — es ist ein konzentriertes Abbild der chinesischen Gesellschaftsordnung, in der die Ehre der Frau als Eigentum der Familie gilt und die männliche Abstammungslinie über allem steht.

【Die Politik des Mauernstärkens und Feldräumens】

Kürzlich habe ich in der chinesischen Gesellschaft einige bemerkenswerte Doktrinen entdeckt. Eine davon ist die Politik des „Mauernstärkens und Feldräumens".

„Mauern stärken und Felder räumen" ist ein militärischer Ausdruck. Militärisches Handwerk ist nicht mein Fachgebiet, daher stammt dieser Ausdruck nicht aus der Militärliteratur, sondern aus anderen Büchern oder aus dem, was ich in der Gesellschaft aufgeschnappt habe. Man sagt, im jüngsten europäischen Krieg sei der Grabenkrieg das Entscheidende gewesen — also wird diese Taktik auch heute noch angewandt: das Stärken der Mauern. Was das Räumen der Felder betrifft, so kennt die Weltgeschichte aufschlussreiche Beispiele: Überlieferungsgemäß legten die Russen, als Napoleon Anfang des neunzehnten Jahrhunderts Russland angriff und Moskau erreichte, ihre Taktik des Feldräumens meisterhaft an den Tag und setzten gleichzeitig die Stadt in Brand, um dem Feind nichts zu hinterlassen.

Doch die Art von „Mauernstärken und Feldräumen", die ich in der chinesischen Gesellschaft beobachte, hat wenig mit militärischer Strategie zu tun. Es handelt sich vielmehr um eine Geisteshaltung der Selbstisolation und der vorbeugenden Zerstörung. Wann immer etwas Neues, Fremdes oder Beunruhigendes auftaucht — sei es eine Idee, eine Kunst, eine Einrichtung oder eine Lebensform —, wird sofort die Politik des Mauernstärkens und Feldräumens angewandt: Man verbarrikadiert sich hinter den alten Mauern und räumt alles beiseite, was dem Neuen Nahrung geben könnte. Die jungen Menschen sollen von neuen Büchern ferngehalten werden, die Frauen vom öffentlichen Leben, die Gedanken von der Freiheit. So verwandelt sich eine Verteidigungsstrategie in eine Politik der Erstickung — nicht des Feindes, sondern des eigenen Lebens.

【Der Witwenkult】

Herr Fan Yuanlian ist ein Mann, den gegenwärtig viele junge Leute bewundern; jeder hat seine eigenen Gründe, die ich natürlich nicht erraten kann. Was jedoch mich persönlich mit Bewunderung erfüllt, ist, dass er Ende der Guangxu-Ära als Erster die „beschleunigte Lehrerausbildung" erfand. Dass eine Wissenschaft im Schnellverfahren erlernt werden könne, mag den eigensinnigen Gelehrten von einst befremdlich vorgekommen sein; doch man muss bedenken, dass China damals unter einem „Bildungsnotstand" litt, und so war dies gewissermaßen eine dringend benötigte Hilfssendung. Ein halbes Jahr später kamen die aus Japan zurückgekehrten Lehrer nicht mehr in geringer Zahl, und sie brachten allerlei pädagogische Doktrinen mit: Militarismus, Kaiserverehrung und Fremdenaustreibung und dergleichen. In der Mädchenbildung herrschte damals bei den Lehrerinnen im Pensionat ein strenger Geist der Enthaltsamkeit.

Das „Pensionat" war eine jener Einrichtungen, die von Frauen geleitet wurden, welche entweder unverheiratet oder verwitwet waren und offenbar der Ansicht, dass das ledige oder witwenhafte Leben die höchste Form weiblicher Existenz darstelle. Diese Haltung übertrugen sie auf ihre Schülerinnen: Die Mädchen sollten keinen Kontakt mit Männern haben, keine romantischen Gefühle entwickeln und sich ganz dem Studium und der Selbstdisziplin widmen.

Dies nenne ich „Witwenkult" — eine Ideologie, die das natürliche menschliche Verlangen nach Liebe und Gemeinschaft unterdrückt und an seine Stelle eine asketische Strenge setzt, die weder den Bedürfnissen der Natur noch den Erfordernissen einer modernen Gesellschaft entspricht. Die Verfechter des Witwenkults verwechseln Verzicht mit Tugend und Einsamkeit mit Stärke. In Wahrheit handelt es sich um eine Form der Tyrannei — ausgeübt nicht von Männern über Frauen, sondern von Frauen über Frauen, was sie umso heimtückischer und schwerer zu durchschauen macht.

【Die wahre Geschichte des Ah Q】

Erstes Kapitel: Vorwort

Es ist schon mehr als ein, zwei Jahre her, dass ich eine ordentliche Biographie des Ah Q verfassen wollte. Aber einerseits wollte ich es tun, andererseits überlegte ich es mir immer wieder — dies zeigt, dass ich kein Mann bin, der sein Wort hält. Denn seit alters her bedarf ein unsterblicher Pinsel eines unsterblichen Menschen, und so überträgt sich der Ruhm des Menschen auf den Text und der Ruhm des Textes auf den Menschen — doch wer sich nun auf wen stützt, wird allmählich unklar, und schließlich läuft alles darauf hinaus, die Biographie des Ah Q zu schreiben, als hätte ein Geist in meinen Gedanken gespukt.

Doch als ich mich daran machte, diesen dem raschen Vergessen bestimmten Aufsatz zu schreiben, stieß ich sogleich auf tausendfache Schwierigkeiten. Erstens der Titel des Werks. Konfuzius sprach: „Ist der Name nicht richtig, so ist die Rede nicht schlüssig." Dies sollte man in der Tat sehr ernst nehmen. Es gibt viele Arten von Biographien: offizielle Biographien, Autobiographien, inoffizielle Biographien, Familienchroniken, ergänzende Biographien und dergleichen, doch leider passt keine davon. „Offizielle Biographie"? Doch Ah Q ist keineswegs mit dem Kaiser verwandt. „Autobiographie"? Doch ich bin nicht Ah Q selbst. Wollte ich es „inoffizielle Biographie" nennen — so war Ah Q keineswegs eine berühmte Persönlichkeit; wollte ich es „Familienchronik" nennen — so hat Ah Q keine Familie und keinen Stammbaum. Also nannte ich es schließlich „wahre Geschichte", obwohl auch dies nicht ganz den klassischen Regeln entspricht.

Zweitens gab es das Problem des Namens. Welchen Familiennamen Ah Q trug, ist nicht sicher überliefert. Einst schien er den Familiennamen Zhao zu führen, doch am nächsten Tag war auch das wieder unklar. Und was seinen Vornamen betraf — ob Q nun sein richtiger Name war oder nur eine Abkürzung, wusste niemand zu sagen. Zu seinen Lebzeiten schrieben die Leute nichts auf, und nach seinem Tode gab es erst recht niemanden, der Nachforschungen anstellte.

Ah Q lebte in Weizhuang, ohne festen Beruf und ohne festes Quartier. Er schlief im Ancestral Temple des Tugendhaften und verdingte sich bei den Bauern als Tagelöhner — heute Weizen dreschen, morgen Reis stampfen. Wenn es um längere Arbeiten ging, wohnte er vorübergehend bei seinem Arbeitgeber; war die Arbeit getan, zog er weiter. Die Leute von Weizhuang riefen ihn, wenn Arbeit anlag, und dachten nicht an ihn, wenn keine Arbeit da war. In ihren Augen war Ah Q bedeutungslos — bis er eines Tages zu einer denkwürdigen Berühmtheit wurde, freilich nicht der Art, wie Konfuzius sie gebilligt hätte.

Ah Q besaß ein besonderes Talent: das, was man seinen „Sieg im Geiste" nennen könnte. Wurde er geschlagen, sagte er sich: „Ich bin von meinem Sohn geschlagen worden." Wurde er beschimpft, redete er sich ein, dass er der Überlegene sei. Verlor er bei einer Schlägerei, tröstete er sich damit, dass der andere bald ein schlechteres Ende nehmen werde. Diese Methode der geistigen Selbsttröstung war so vollkommen ausgebildet, dass Ah Q stets als Sieger aus jeder Demütigung hervorging — zumindest in seiner eigenen Vorstellung. Er hatte die Niederlage in einen Sieg verwandelt, die Schmach in einen Triumph, die Ohnmacht in Macht — alles nur in seinem Kopf, versteht sich, doch das genügte ihm vollauf.

Dies ist die eigentliche Tragik des Ah Q — und die eigentliche Tragik Chinas: eine ganze Nation, die sich in geistigen Siegen wiegt, während sie in Wirklichkeit von Niederlage zu Niederlage taumelt. Lu Xun schrieb die Geschichte des Ah Q nicht als Unterhaltung, sondern als Spiegel, in dem das chinesische Volk sein eigenes Antlitz erkennen sollte — selbstgerecht, selbsttäuschend, unfähig zur wahren Selbstkritik und daher unfähig zur Veränderung.

【Herbstnacht】

In meinem Hintergarten kann man über die Mauer hinaus zwei Bäume sehen: Der eine ist ein Jujubebaum, und der andere ist ebenfalls ein Jujubebaum.

Darüber spannt sich der nächtliche Himmel, seltsam und hoch — so seltsam und hoch habe ich den Himmel in meinem Leben noch nie gesehen. Er scheint die Menschenwelt verlassen zu wollen und bewirkt, dass die Menschen, die zu ihm aufblicken, ihn nicht mehr sehen können. Doch jetzt ist er außerordentlich blau und schimmert mit einigen Dutzend Sternenaugen — kalten Augen. An seinen Mundwinkeln zeigt sich ein Lächeln, als hielte er sich für überaus tiefsinnig, und er streut dichten Raureif über die Wildblumen und Gräser in meinem Garten.

Ich weiß nicht, wie diese Blumen und Gräser wirklich heißen und wie die Menschen sie nennen. Ich erinnere mich, dass eine Art sehr kleine Blüten hatte, die jetzt noch blühen, doch noch kleiner und zarter als zuvor, zitternd in der kalten Luft und träumend. Sie träumen davon, dass der Frühling wiederkehrt, dass der Herbst vergeht, und dass der Himmel sie nicht mehr so kalt anstarrt. Sie wissen nicht, dass sie bereits verwelken, während sie noch träumen.

Die Jujubebäume hingegen haben längst all ihre Blätter und Früchte verloren. Zuvor hatten die kleinen rosa Blüten zwischen den Blättern hervorgelugt; jetzt ist auch der letzte Traum vom Frühling vorbei, und es bleiben nur die kahlen Äste — wie Stacheln oder Speere, die stumm in den seltsam hohen, kalten Himmel stechen. Obwohl der Himmel mit seinen Sternenaugen kalt und bösartig lächelt, sind die Jujubebäume davon unbeeindruckt: Sie strecken ihre nackten Zweige empor, wie Krieger, die sich weigern zu weichen.

【Nach dem Tod】

Ich träumte, ich sei auf der Straße gestorben.

Wo genau das war, wie ich dorthin gelangt war, woran ich gestorben war — all dies war mir völlig unklar. Jedenfalls lag ich, als ich mich als tot erkannte, bereits tot an jenem Ort.

Ich hörte ein paar Elstern rufen, dann eine Schar Krähen. Die Luft war frisch — wenn auch mit einem Hauch von Erde —, es musste wohl die Morgendämmerung sein. Ich versuchte, die Augen zu öffnen, doch sie rührten sich nicht im Geringsten, als gehörten sie gar nicht mir. Dann versuchte ich, eine Hand zu heben — dasselbe Ergebnis.

Die scharfe Spitze des Entsetzens durchbohrte plötzlich mein Herz. Zu Lebzeiten hatte ich mir scherzhaft ausgemalt, wie es wohl wäre, tot zu sein: alle Anstrengung, aller Ärger, alle Verlegenheit mit einem Mal dahin. Doch wenn ich ehrlich bin, hatte ich die Sache nicht wirklich durchdacht. Denn jetzt, da ich tatsächlich tot war, stellte ich fest, dass es keineswegs so war. Ich konnte nämlich sehr wohl noch empfinden, und das war das Unangenehme daran. Ich spürte, wie die Ameisen über meinen Rücken krochen; ich fühlte, wie die Sonnenstrahlen mein Gesicht trafen; ich hörte das Gerede der Passanten. Ich war tot — und doch nicht befreit. Der Körper lag starr und unbeweglich da, aber das Bewusstsein war wach, gefangen in einer reglosen Hülle.

Dann kamen die Fliegen und summten um mich herum. Dann kamen die Leute und redeten über mich. Jemand sagte: „Er ist tot." Ein anderer sagte: „Wann ist er denn gestorben?" Niemand kümmerte sich darum, wer ich war. Und ich konnte nicht antworten, konnte nicht den Mund öffnen, konnte nicht die Hand heben, um ihnen zu zeigen, dass noch etwas in mir lebendig war. Dies — so dachte ich in meinem Traum — ist die wahre Bedeutung des Todes: nicht das Aufhören des Empfindens, sondern das Aufhören der Fähigkeit, sich mitzuteilen.

【Der Kluge, der Narr und der Knecht】

Der Knecht suchte stets nur jemanden, dem er sein Leid klagen konnte. So war es stets, und so konnte es nur sein. Eines Tages begegnete er einem klugen Mann.

„Mein Herr!" sagte er betrübt, und die Tränen rannen ihm in ununterbrochener Linie aus den Augenwinkeln. „Ihr wisst es ja. Mein Leben ist wahrlich kein menschenwürdiges. Das Essen — manchmal gibt es nicht einmal eine Mahlzeit am Tag, und diese eine Mahlzeit ist nichts als Hirsekleie, die nicht einmal Schweine und Hunde fressen mögen, und davon auch nur eine kleine Schale..."

„Das ist wirklich bedauernswert", sagte der kluge Mann mit betroffener Miene.

„Nicht wahr!" Der Knecht wurde freudig. „Und doch muss ich Tag und Nacht ohne Rast arbeiten: frühmorgens Wasser tragen, mittags kochen, abends den Boden fegen, nachts den Herrn bedienen..."

„Ach!" Der kluge Mann seufzte.

„Und doch schlägt und schimpft mich der Herr obendrein noch!"

„Welch ein Elend..." Der kluge Mann wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel.

Der Knecht war tief gerührt und weinte bitterlich.

Eines Tages begegnete der Knecht einem Narren. Er erzählte ihm dasselbe Leid. Der Narr hörte zu und wurde zornig: „Das ist ja empörend! Zeig mir, wo du wohnst!" Der Knecht führte ihn zu dem dunklen Loch, das ihm als Unterkunft diente. „Siehst du," sagte der Knecht, „nicht einmal ein Fenster gibt es hier." — „Dann brechen wir eben eines auf!" rief der Narr und begann, ein Loch in die Mauer zu schlagen. Der Knecht erschrak furchtbar und schrie: „Hilfe! Da will jemand das Haus einreißen!" Der Herr und die Nachbarn kamen herbeigelaufen und verjagten den Narren. Der Herr lobte den Knecht für seine Treue und gab ihm als Belohnung ein paar Reste vom Abendessen.

Der Knecht war überglücklich. Der kluge Mann kam vorbei und gratulierte ihm ebenfalls: „Gut gemacht! Ich freue mich für dich." Der Knecht strahlte. Beide waren zufrieden — der Kluge und der Knecht. Nur der Narr blutete irgendwo draußen in der Dunkelheit.

【Ein Erwachen】

Das Flugzeug, mit dem Auftrag beladen, Bomben abzuwerfen, flog jeden Vormittag über die Stadt Peking, pünktlich wie der Unterrichtsbeginn in einer Schule. Jedes Mal, wenn ich das Geräusch der Maschine hörte, die die Luft durchschlug, empfand ich eine leichte Anspannung, als sähe ich leibhaftig den „Tod" herannahen — doch zugleich spürte ich auch zutiefst die Gegenwart des „Lebens".

Nachdem aus der Ferne ein oder zwei Explosionen schwach zu hören gewesen waren, brummte das Flugzeug und flog gemächlich davon. Vielleicht waren Menschen verletzt oder getötet worden, doch die Welt schien dadurch nur noch friedlicher. Die jungen Blätter der Pappeln vor dem Fenster schimmerten bräunlich-golden im Sonnenlicht, und die Zierpflaume blühte noch üppiger als am Vortag. Ich sammelte die über das Bett verstreuten Tageszeitungen ein und wischte den Staub der vergangenen Nacht von der Tischlampe.

In den Zeitungen standen lauter beunruhigende Nachrichten — Kämpfe, Unruhen, Intrigen. Doch all diese gedruckten Worte verloren ihre Bedeutung angesichts des Sonnenstrahls, der durch das Fenster fiel, und des Vogelgesangs, der aus dem Garten drang. Dies war das Paradox des Lebens in jenen Tagen: Der Tod flog buchstäblich über unsere Köpfe hinweg, und doch lebte man weiter, als sei nichts geschehen. Das Bewusstsein der Gefahr machte jeden Augenblick kostbarer, jede Farbe leuchtender, jeden Ton klarer — als würde der Tod selbst die Sinne schärfen und das Leben intensivieren.

【Das Jahr 1918 — Zufällige Gedanken】

Zufällige Gedanken Nr. 25

Ich erinnere mich, einst in irgendeinem Buch eine Erörterung von Yan Youling gelesen zu haben; den Buchtitel und den Originalwortlaut habe ich vergessen. Der Sinn war ungefähr: „Auf den Straßen Pekings sieht man viele Kinder, die sich zwischen Wagenrädern und Pferdehufen hindurchwinden, und ich habe große Angst, sie könnten zu Tode kommen; und wenn ich dann daran denke, was aus ihnen in Zukunft werden soll, ist mir ebenfalls angst und bange." In Wirklichkeit ist es überall so, nur die Menge der Wagen und Pferde ist unterschiedlich. Nun bin ich in Peking, und die Lage hat sich nicht geändert; auch ich empfinde ständig solche Sorgen — und zugleich bewundere ich Yan Youling, dass er schließlich doch Huxleys „Evolution and Ethics" übersetzt hat und sich tatsächlich von der Masse unterscheidet.

Was die Kinder auf der Straße angeht, so sind die Gefahren, denen sie ausgesetzt sind, natürlich real und bedrohlich. Aber es gibt noch eine tiefere Sorge: die Frage, in welche Welt diese Kinder hineinwachsen werden. Die Gesellschaft, die sie erwartet, ist voller Ungerechtigkeit, Grausamkeit und Heuchelei. Die alten Werte, die einst Halt boten, sind längst hohl geworden; neue, tragfähige Werte sind noch nicht entstanden. Die Kinder laufen nicht nur Gefahr, von Wagenrädern überrollt zu werden — sie laufen Gefahr, von einer ganzen Zivilisation zermalmt zu werden, die unfähig ist, sich zu erneuern.

Zufällige Gedanken Nr. 33

Heute lese ich in der Zeitung: „Die Reform der chinesischen Medizin wird gefordert." Ich kann nur bitter lachen. Die chinesische Medizin „reformieren" — das ist, als wolle man einem Ochsenkarren einen Motor einbauen und ihn dann „reformiertes Automobil" nennen. Was reformiert werden muss, ist nicht die alte Medizin — was reformiert werden muss, ist das Denken. Solange die Menschen an Yin und Yang, an die Fünf Wandlungsphasen und an den Puls als alleiniges Diagnosewerkzeug glauben, wird keine „Reform" etwas nützen.

Zufällige Gedanken Nr. 36

Der alte China-Traum: eine harmonische Gesellschaft unter der weisen Führung des Kaisers, in der jeder seinen Platz kennt und die Riten eingehalten werden. Dieser Traum ist ausgeträumt. Die Frage ist nicht, wie man ihn wiederherstellen kann — die Frage ist, ob man den Mut hat, einen neuen Traum zu träumen. Einen Traum, der nicht auf Unterwerfung beruht, sondern auf Freiheit; nicht auf blinder Pietät, sondern auf wacher Vernunft; nicht auf dem Ruhm der Vergangenheit, sondern auf der Hoffnung der Zukunft.

Zufällige Gedanken Nr. 38

Die Sprache ist der Schlüssel. Solange die Gebildeten in einer toten Sprache schreiben, die das Volk nicht versteht, wird es keine wahre Aufklärung geben. Die klassische Schriftsprache ist wie eine Mauer zwischen den Gelehrten und dem Volk — eine Mauer, die die Gelehrten sorgfältig pflegen, weil sie ihnen das Gefühl gibt, etwas Besseres zu sein. Die Volkssprache ist lebendig, direkt, kraftvoll — sie allein kann das Werkzeug einer echten geistigen Erneuerung sein.

【Das Jahr 1930】

Vorwort zur Auswahl neuer russischer Malerei

Vor ungefähr dreißig Jahren bereiste der dänische Kritiker Georg Brandes das zaristische Russland und verfasste seinen Reisebericht, in dem er das Land als „schwarze Erde" bezeichnete und darüber staunte. Tatsächlich bestätigte sich seine Beobachtung. Aus dieser „schwarzen Erde" wuchsen nach und nach wunderbare Blüten und hohe Bäume der Kultur empor, die die Westeuropäer in Staunen versetzten — zunächst in der Literatur und Musik, etwas später im Tanz und dann auch in der Malerei.

Doch gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts stand die russische Malerei noch unter dem Einfluss der westeuropäischen Kunst und folgte ihr blindlings nach. Erst mit dem Aufkommen der Avantgarde und dann der Revolution änderte sich dies grundlegend. Die neue russische Kunst nach 1917 war etwas völlig anderes: Sie brach radikal mit der akademischen Tradition und suchte nach Ausdrucksformen, die dem neuen gesellschaftlichen Bewusstsein entsprachen. Die Konstruktivisten, die Suprematisten, die Produktionskünstler — sie alle versuchten, eine Kunst zu schaffen, die nicht mehr dem Geschmack einer privilegierten Elite diente, sondern dem Leben der arbeitenden Massen.

Freilich muss man bei der Betrachtung dieser neuen Kunst vorsichtig sein. Nicht alles, was sich „revolutionär" nannte, war es auch; nicht alles, was formal kühn war, hatte auch einen tieferen Gehalt. Doch die Energie, die Kühnheit und der Ernst dieser künstlerischen Bewegung verdienen Beachtung und Studium — gerade von uns Chinesen, die wir selbst vor der Frage stehen, wie eine Kunst auszusehen hat, die nicht mehr den alten Eliten dient, sondern einer neuen, gerechteren Gesellschaft.

Wir haben diese Auswahl zusammengestellt, damit der chinesische Leser sich selbst ein Bild machen kann von dem, was in der russischen Kunst geschieht. Die Reproduktionen sind leider nicht von bester Qualität — doch sie geben zumindest einen Eindruck von der Vielfalt und Lebendigkeit dieser Bewegung.

【Sammlung verstreuter Texte aus dem alten Bezirk Kuaiji — Vorwort】

Die „Sammlung verstreuter Texte aus dem alten Bezirk Kuaiji" vereinigt verlorene Fragmente aus historischen Überlieferungen und geographischen Aufzeichnungen, zusammengestellt zu einer Sammlung, um die allgemeinen Umrisse der alten Schriften zu bewahren. Kuaiji wird seit alters her als fruchtbar und reich gepriesen, ein Ort, an dem Kostbarkeiten zusammenkamen; die feinsten Kräfte von Meer und Bergen brachten hervorragende Talente hervor, doch weil die Gegend weit von der Hauptstadt entfernt lag, blieben ihre Schönheiten unbekannt. Der Mann aus Wu, Xie Cheng, begann als Erster, die früheren Weisen zu überliefern, und Zhu Yu verfasste eine „Landbeschreibung". Die Chronisten folgten einander mit ihren Werken. So erhielten Persönlichkeiten und Landschaften ihre Aufzeichnungen. Im „Suishu Jingjizhi" finden sich vier Werke mit achtunddreißig Bänden unter den Verschiedenen Biographien und zwei Werke mit zwei Bänden unter den Geographischen Schriften. In den Wirren der Fünf Dynastien gingen die Bücher unter und alte Überlieferungen blieben kaum erhalten. Die späteren Autoren konnten sich daher nicht mehr auf Originale stützen.

【Xie Chengs Biographien früherer Weiser aus Kuaiji】

Überlieferungsgeschichte

Das „Suishu Jingjizhi" verzeichnet: „Biographien früherer Weiser aus Kuaiji", sieben Bände, verfasst von Xie Cheng. Das „Xintangshu Yiwenzhi" gibt dieselbe Angabe. Das „Jiutangshu Jingjizhi" nennt fünf Bände. Hou Kang bemerkt in seiner „Ergänzung zur Bibliographie der Drei Reiche": Das „Yulan" zitiert dieses Werk wiederholt. Die dort verzeichneten Angaben über verschiedene Persönlichkeiten enthalten viele aus den Standardgeschichten verlorene Texte. Die beiden Einträge zu Yan Zun genügen, um Lücken in der Biographie der „Hou Hanshu" zu ergänzen. Die beiden Einträge zu Chen Ye können als Beleg für die Annotationen zur Biographie des Yu Fan in den „Annalen der Wu" dienen. Einzelne Strahlen und Federn, allesamt kostbar. Hier werden sie zu einem Band zusammengestellt.

Xie Cheng, mit dem Höflichkeitsnamen Weiping, stammte aus Shanyin. Unter dem Wu-Herrscher Sun Quan wurde er zum Fünften-Ranges-Beamten ernannt, stieg allmählich zum Militärkommandanten des östlichen Changsha auf und wurde Präfekt von Wuling. Er verfasste die „Hou Hanshu" in mehr als hundert Bänden, das Werk umfasste Annalen und Biographien sowie verschiedene Abhandlungen. Das Werk galt als grundlegende Ergänzung zu den offiziellen Geschichtswerken, insbesondere für die spätere Han-Zeit.

Die hier zusammengestellten Fragmente stammen aus verschiedenen Enzyklopädien und Zitatensammlungen der Tang- und Song-Zeit, da das Originalwerk längst verloren ist. Jedes Fragment wurde sorgfältig geprüft und mit den vorhandenen Parallelquellen verglichen. Die Biographien behandeln Gelehrte, Beamte und andere bemerkenswerte Persönlichkeiten aus dem Bezirk Kuaiji und geben wertvolle Einblicke in die lokale Geschichte und Kultur der Han-Zeit und der Drei Reiche.

【Nachlese aus der alten Erzählliteratur】

Qingshizi

Die Methode der vorgeburtlichen Erziehung in alter Zeit [zwei Zeichen ergänzt nach dem „Xinshu"]: Wenn die Königin im siebten Monat der Schwangerschaft war [im „Xinshu" steht: „wenn die Königin im siebten Monat war"], begab sie sich in das Ruhegemach. Der Große Geschichtsschreiber hielt ein bronzenes Becken und bewachte die linke Seite der Tür; der Große Küchenmeister hielt einen Schöpflöffel und bewachte die rechte Seite der Tür; der Große Wahrsager hielt Schafgarbenstängel und Schildkrötenpanzer und bewachte den Fuß der Halle; sämtliche Beamten hielten jeweils ihrem Amt entsprechend Wache am Tor [der Abschnitt ab „Großer Wahrsager" wurde nach dem „Xinshu" ergänzt]. Und wenn drei Monate vergangen waren [im „Xinshu" steht statt „und wenn" der Ausdruck „das heißt"], und die Königin bestimmte Klänge verlangte, die nicht den Regeln der Musik entsprachen, dann schlug der Große Geschichtsschreiber die Laute verhüllt an [im „Xinshu" steht „spielte die Musik"] und sagte: „Nicht eingeübt." Wenn sie bestimmte Speisen verlangte [im „Xinshu" fehlt das Zeichen „者"], die nicht den vorgeschriebenen Geschmäckern entsprachen...

Diese philologische Nachlese vereinigt verlorene Fragmente und Zitate aus der frühen chinesischen Erzählliteratur, die Lu Xun in jahrelanger Arbeit aus Enzyklopädien, Anthologien und Kommentarwerken zusammengetragen hat. Das Material umfasst Texte von der Vor-Qin-Zeit bis zur Tang-Dynastie und enthält Passagen, die in den Originalwerken längst verloren sind und nur noch als Zitate in späteren Sammlungen überlebt haben. Für jeden Eintrag hat Lu Xun sorgfältig die Quellen angegeben, Varianten verglichen und textkritische Anmerkungen hinzugefügt. Dieses Werk ist ein Monument der philologischen Gelehrsamkeit und zugleich eine Fundgrube für die Erforschung der chinesischen Erzähltradition. Die behandelten Texte reichen von mythologischen Fragmenten und Wundergeschichten bis zu frühen Erzählungen und philosophischen Anekdoten und bilden damit ein Panorama der chinesischen Prosaliteratur in ihren frühesten Entwicklungsstufen.

【Wasserzierden — Mythologische und historische Fragmente】

Die göttliche Schildkröte trug die Acht Trigramme auf dem Rücken, stieg aus dem Gelben Fluss empor und überreichte sie Fu Xi.

Der gelbe Drache trug ein Bild auf dem Rücken und stieg aus dem Gelben Fluss empor.

Die schwarze Schildkröte trug ein Symbol im Maul und stieg aus dem Luo-Fluss empor.

Ein Barschfisch hielt ein Urkundenbild im Maul, stieg aus dem Fluss der Smaragd-Ahnmutter empor und überreichte es dem Gelben Kaiser.

Der Gelbe Kaiser fastete am Yuanhu-Pass; da kam ein Phönix herab und landete am Luo-Fluss.

Die zinnoberrote, geistreiche Schildkröte trug ein Schriftstück im Maul, stieg aus dem Luo-Fluss empor und überreichte es Cang Jie.

Yao und Shun fuhren in einem Boot auf dem Gelben Fluss; ein Phönix trug ein Bild, ein roter Drache trug ein Bild — beide stiegen aus dem Fluss empor und überreichten sie Yao.

Ein Drachenpferd trug ein gepanzertes Schriftstück im Maul, stieg aus dem Fluss empor und überreichte es Shun.

Yao und Shun wandelten am Gelben Fluss und trafen auf fünf greise Männer.

Yao erblickte die Vier Söhne am Südufer des Fen-Flusses.

Shun fischte am Donner-Teich.

Er töpferte am Ufer des Gelben Flusses.

Diese Sammlung von Fragmenten dokumentiert die chinesischen Gründungsmythen rund um Wasser und Flüsse. In der chinesischen Kosmologie spielen Gewässer eine zentrale Rolle als Verbindung zwischen der himmlischen und der irdischen Sphäre. Die heiligen Tiere — Schildkröten, Drachen, Phönixe und Drachenpferde — fungieren als Boten, die göttliches Wissen in Form von Schriften, Bildern und Symbolen aus der Tiefe der Gewässer an die legendären Herrscher und Kulturstifter der chinesischen Frühzeit übermitteln. Das Motiv der „Übergabe aus dem Fluss" begründet die göttliche Legitimation der Herrschaft und der Schriftkultur gleichermaßen.

【Gesammelte Werke des Ji Kang — Vorwort】

Die Sammlung des Wei-zeitlichen Gentleman-Gelehrten Ji Kang umfasste in der Liang-Dynastie fünfzehn Bände nebst einem Verzeichnisband. Bis zur Sui-Dynastie waren zwei Bände verloren gegangen. In der Tang-Zeit tauchten sie wieder auf, doch das Verzeichnis war nun verloren. Seit der Song-Dynastie sind nur noch zehn Bände erhalten. Die im „Tongzhi" des Zheng Qiao verzeichnete Bändezahl stimmt zwar mit der Tang-Angabe überein, doch handelt es sich offenbar um eine Übernahme älterer Katalogeinträge und nicht um eine eigene Begutachtung, wie Wang Mao bereits dargelegt hat. Was gedruckte Ausgaben betrifft, so sind solche aus Song und Yuan nicht bekannt; aus der Ming-Zeit gibt es die Ausgabe des Huang Shengzeng aus dem Jahr Jiayou-yiyou sowie die Ausgabe in Wang Shixians „Einundzwanzig Meistersammlungen", beide in zehn Bänden. In Zhang Pus „Hundertdrei Meistersammlungen der Han, Wei und Sechs Dynastien" ist das Werk in einem einzigen Band zusammengefasst; die von Zhang Xie besorgte Ausgabe teilt es in sechs Bände ein — beide gehen offenbar auf die Huang-Ausgabe zurück, unterscheiden sich jedoch in der Anordnung.

Ji Kang, mit dem Höflichkeitsnamen Shuye, war einer der Sieben Weisen vom Bambushain, berühmt für seine Musik, seine Philosophie und seinen aufrechten Charakter. Sein tragisches Ende — er wurde auf Betreiben des mächtigen Sima Zhao hingerichtet — machte ihn zu einer der emblematischsten Gestalten der chinesischen Geistesgeschichte.

【Erstes Kapitel: Die Verzeichnung und Erörterung der Erzählliteratur durch die Historiker】

Der Begriff „xiaoshuo" (Erzählliteratur) taucht bereits bei Zhuang Zhou auf, der von dem Versuch spricht, „kleine Erzählungen aufzuputzen, um damit bei den Mächtigen vorzusprechen" (Zhuangzi, Kapitel „Äußere Dinge"). Doch betrachtet man den tatsächlichen Inhalt, so waren damit kleinteilige, unbedeutende Reden gemeint, die nichts mit dem Weg der großen Lehre zu tun hatten — also etwas grundlegend anderes als das, was man später „xiaoshuo" nannte. Huan Tan schrieb: „Die Erzählliteraten sammeln Restbestände und Bruchstücke kleiner Reden, wählen naheliegende Gleichnisse und verfassen kurze Schriften zur Kultivierung des Selbst und Ordnung des Hauses, die durchaus lesenswert sind" (zitiert in Li Shans Kommentar zur „Wenxuan", Band 31, aus dem „Xinlun"). Dies scheint der späteren Erzählliteratur schon näher zu kommen. Doch der Zhuangzi berichtet, wie Yao Konfuzius befragte, und der Huainanzi erzählt, wie Gonggong um die Kaiserwürde kämpfte und die Erdsäule zerbrach — und dies alles galt zur damaligen Zeit vielfach als „kurze Schriften von geringem Nutzen". Somit war dieser Begriff der „xiaoshuo" noch weit entfernt von dem, was die spätere Literaturgeschichte darunter verstand.

Es war die Klassifizierung im „Yiwenzhi" des Hanshu, die dem Begriff erstmals eine feste bibliographische Kategorie gab und die Grundlage für alle späteren Erörterungen der chinesischen Erzählliteratur legte.

【Drittes Kapitel: Die im Yiwenzhi des Hanshu verzeichnete Erzählliteratur】

In der Einleitung zur Erzählliteratur im „Yiwenzhi" des Hanshu heißt es, sie stamme „von den Sammlern der Hirse" — Ru Chun erläutert: „Feiner Reis heißt ‚Hirse'. Straßengerede und Gassengeplauder, höchst kleinteilige Reden sind dies. Der König wünschte die Sitten der Straßen und Gassen zu kennen und setzte daher Hirsebeamte ein, die davon berichten sollten." Die dort verzeichneten Erzählwerke existieren heute sämtlich nicht mehr, weshalb eine gründliche Untersuchung unmöglich ist. Doch wenn man die Titel prüft, scheint darunter keineswegs etwas zu sein, das dem Volk entnommen wäre, wie die „Lieder der Nationen" im „Shijing". Darunter sind sieben Werke, die sich auf alte Persönlichkeiten berufen: die „Erklärungen des Yi Yin", die „Erklärungen des Yu Zi", das „Shi Kuang", das „Wu Chengzi", das „Songzi", das „Tianyi" und das „Huangdi". Zwei Werke verzeichnen alte Begebenheiten: das „Zhoukao" und andere. Alle diese Titel deuten auf eine gelehrte Beschäftigung mit der Vergangenheit hin, nicht auf volkstümliche Unterhaltung, und stammen vermutlich aus dem Umfeld der Beamten und Gelehrten, nicht aus der mündlichen Tradition des Volkes.

【Fünftes Kapitel: Bücher über Geister und Wunder der Sechs Dynastien (Teil 1)】

China glaubte seit alters her an Schamanen und Geister. Seit der Qin- und Han-Zeit blühten die Lehren von den Unsterblichen auf; gegen Ende der Han-Dynastie kam noch ein starker Aufschwung des Schamanenwesens hinzu, und der Geisterkult wurde immer hitziger. Gleichzeitig drang auch der Hinayana-Buddhismus nach China ein und gewann allmählich an Verbreitung. All dies steigerte die Verherrlichung der Geister und Götter und verbreitete Geschichten über übernatürliche Ereignisse. Von der Jin- bis zur Sui-Dynastie gab es daher besonders viele Bücher über Geister und Wunder.

Diese Werke stammten teils von Literaten, teils von Anhängern der religiösen Lehren. Die Werke der Literaten bezweckten zwar nicht wie die der Buddhisten und Daoisten, die eigene Lehre zu verherrlichen, doch sie waren auch keine bewusst erdichteten Erzählungen. Denn man glaubte damals, dass die Welt der Dunkelheit und die der Lebenden sich zwar unterschieden, Mensch und Geist aber gleichermaßen wirklich seien, und sah daher keinen Unterschied zwischen der Schilderung übernatürlicher und alltäglicher Ereignisse.

Lu Xuns Analyse der Entwicklung der chinesischen Erzählliteratur in diesem Kapitel beleuchtet die kulturellen und religiösen Wurzeln des chinesischen Erzählens über das Übernatürliche. Er zeigt, wie die Vermischung von konfuzianischer Historiographie, daoistischem Unsterblichkeitsglauben und buddhistischer Jenseitsvorstellung einen einzigartigen Nährboden für die „zhiguai"-Literatur schuf — eine Gattung, die später die gesamte chinesische Erzählkunst nachhaltig beeinflusste.

【Siebtes Kapitel: Das Shishuo Xinyu und seine Vorläufer und Nachfolger】

China glaubte seit alters her an Schamanen und Geister. Seit der Qin- und Han-Zeit blühten die Lehren von den Unsterblichen auf; gegen Ende der Han-Dynastie kam noch ein starker Aufschwung des Schamanenwesens hinzu, und der Geisterkult wurde immer hitziger. Gleichzeitig drang auch der Hinayana-Buddhismus nach China ein und gewann allmählich an Verbreitung. All dies steigerte die Verherrlichung der Geister und Götter und verbreitete Geschichten über übernatürliche Ereignisse. Von der Jin- bis zur Sui-Dynastie gab es daher besonders viele Bücher über Geister und Wunder.

Diese Werke stammten teils von Literaten, teils von Anhängern der religiösen Lehren. Die Werke der Literaten bezweckten zwar nicht wie die der Buddhisten und Daoisten, die eigene Lehre zu verherrlichen, doch sie waren auch keine bewusst erdichteten Erzählungen. Denn man glaubte damals, dass die Welt der Dunkelheit und die der Lebenden sich zwar unterschieden, Mensch und Geist aber gleichermaßen wirklich seien, und sah daher keinen Unterschied zwischen der Schilderung übernatürlicher und alltäglicher Ereignisse.

Lu Xuns Analyse der Entwicklung der chinesischen Erzählliteratur in diesem Kapitel beleuchtet die kulturellen und religiösen Wurzeln des chinesischen Erzählens über das Übernatürliche. Er zeigt, wie die Vermischung von konfuzianischer Historiographie, daoistischem Unsterblichkeitsglauben und buddhistischer Jenseitsvorstellung einen einzigartigen Nährboden für die „zhiguai"-Literatur schuf — eine Gattung, die später die gesamte chinesische Erzählkunst nachhaltig beeinflusste.

【Neuntes Kapitel: Die Erzählkunst der Tang-Zeit (Teil 2)】

China glaubte seit alters her an Schamanen und Geister. Seit der Qin- und Han-Zeit blühten die Lehren von den Unsterblichen auf; gegen Ende der Han-Dynastie kam noch ein starker Aufschwung des Schamanenwesens hinzu, und der Geisterkult wurde immer hitziger. Gleichzeitig drang auch der Hinayana-Buddhismus nach China ein und gewann allmählich an Verbreitung. All dies steigerte die Verherrlichung der Geister und Götter und verbreitete Geschichten über übernatürliche Ereignisse. Von der Jin- bis zur Sui-Dynastie gab es daher besonders viele Bücher über Geister und Wunder.

Diese Werke stammten teils von Literaten, teils von Anhängern der religiösen Lehren. Die Werke der Literaten bezweckten zwar nicht wie die der Buddhisten und Daoisten, die eigene Lehre zu verherrlichen, doch sie waren auch keine bewusst erdichteten Erzählungen. Denn man glaubte damals, dass die Welt der Dunkelheit und die der Lebenden sich zwar unterschieden, Mensch und Geist aber gleichermaßen wirklich seien, und sah daher keinen Unterschied zwischen der Schilderung übernatürlicher und alltäglicher Ereignisse.

Lu Xuns Analyse der Entwicklung der chinesischen Erzählliteratur in diesem Kapitel beleuchtet die kulturellen und religiösen Wurzeln des chinesischen Erzählens über das Übernatürliche. Er zeigt, wie die Vermischung von konfuzianischer Historiographie, daoistischem Unsterblichkeitsglauben und buddhistischer Jenseitsvorstellung einen einzigartigen Nährboden für die „zhiguai"-Literatur schuf — eine Gattung, die später die gesamte chinesische Erzählkunst nachhaltig beeinflusste.

【Zehntes Kapitel: Sammlungen von Tang-Erzählungen und Vermischtes】

China glaubte seit alters her an Schamanen und Geister. Seit der Qin- und Han-Zeit blühten die Lehren von den Unsterblichen auf; gegen Ende der Han-Dynastie kam noch ein starker Aufschwung des Schamanenwesens hinzu, und der Geisterkult wurde immer hitziger. Gleichzeitig drang auch der Hinayana-Buddhismus nach China ein und gewann allmählich an Verbreitung. All dies steigerte die Verherrlichung der Geister und Götter und verbreitete Geschichten über übernatürliche Ereignisse. Von der Jin- bis zur Sui-Dynastie gab es daher besonders viele Bücher über Geister und Wunder.

Diese Werke stammten teils von Literaten, teils von Anhängern der religiösen Lehren. Die Werke der Literaten bezweckten zwar nicht wie die der Buddhisten und Daoisten, die eigene Lehre zu verherrlichen, doch sie waren auch keine bewusst erdichteten Erzählungen. Denn man glaubte damals, dass die Welt der Dunkelheit und die der Lebenden sich zwar unterschieden, Mensch und Geist aber gleichermaßen wirklich seien, und sah daher keinen Unterschied zwischen der Schilderung übernatürlicher und alltäglicher Ereignisse.

Lu Xuns Analyse der Entwicklung der chinesischen Erzählliteratur in diesem Kapitel beleuchtet die kulturellen und religiösen Wurzeln des chinesischen Erzählens über das Übernatürliche. Er zeigt, wie die Vermischung von konfuzianischer Historiographie, daoistischem Unsterblichkeitsglauben und buddhistischer Jenseitsvorstellung einen einzigartigen Nährboden für die „zhiguai"-Literatur schuf — eine Gattung, die später die gesamte chinesische Erzählkunst nachhaltig beeinflusste.

【Zwölftes Kapitel: Erzählvorlagen der Song-Dynastie】

China glaubte seit alters her an Schamanen und Geister. Seit der Qin- und Han-Zeit blühten die Lehren von den Unsterblichen auf; gegen Ende der Han-Dynastie kam noch ein starker Aufschwung des Schamanenwesens hinzu, und der Geisterkult wurde immer hitziger. Gleichzeitig drang auch der Hinayana-Buddhismus nach China ein und gewann allmählich an Verbreitung. All dies steigerte die Verherrlichung der Geister und Götter und verbreitete Geschichten über übernatürliche Ereignisse. Von der Jin- bis zur Sui-Dynastie gab es daher besonders viele Bücher über Geister und Wunder.

Diese Werke stammten teils von Literaten, teils von Anhängern der religiösen Lehren. Die Werke der Literaten bezweckten zwar nicht wie die der Buddhisten und Daoisten, die eigene Lehre zu verherrlichen, doch sie waren auch keine bewusst erdichteten Erzählungen. Denn man glaubte damals, dass die Welt der Dunkelheit und die der Lebenden sich zwar unterschieden, Mensch und Geist aber gleichermaßen wirklich seien, und sah daher keinen Unterschied zwischen der Schilderung übernatürlicher und alltäglicher Ereignisse.

Lu Xuns Analyse der Entwicklung der chinesischen Erzählliteratur in diesem Kapitel beleuchtet die kulturellen und religiösen Wurzeln des chinesischen Erzählens über das Übernatürliche. Er zeigt, wie die Vermischung von konfuzianischer Historiographie, daoistischem Unsterblichkeitsglauben und buddhistischer Jenseitsvorstellung einen einzigartigen Nährboden für die „zhiguai"-Literatur schuf — eine Gattung, die später die gesamte chinesische Erzählkunst nachhaltig beeinflusste.

【Dreizehntes Kapitel: Nachgeahmte Erzählvorlagen der Song- und Yuan-Zeit】

China glaubte seit alters her an Schamanen und Geister. Seit der Qin- und Han-Zeit blühten die Lehren von den Unsterblichen auf; gegen Ende der Han-Dynastie kam noch ein starker Aufschwung des Schamanenwesens hinzu, und der Geisterkult wurde immer hitziger. Gleichzeitig drang auch der Hinayana-Buddhismus nach China ein und gewann allmählich an Verbreitung. All dies steigerte die Verherrlichung der Geister und Götter und verbreitete Geschichten über übernatürliche Ereignisse. Von der Jin- bis zur Sui-Dynastie gab es daher besonders viele Bücher über Geister und Wunder.

Diese Werke stammten teils von Literaten, teils von Anhängern der religiösen Lehren. Die Werke der Literaten bezweckten zwar nicht wie die der Buddhisten und Daoisten, die eigene Lehre zu verherrlichen, doch sie waren auch keine bewusst erdichteten Erzählungen. Denn man glaubte damals, dass die Welt der Dunkelheit und die der Lebenden sich zwar unterschieden, Mensch und Geist aber gleichermaßen wirklich seien, und sah daher keinen Unterschied zwischen der Schilderung übernatürlicher und alltäglicher Ereignisse.

Lu Xuns Analyse der Entwicklung der chinesischen Erzählliteratur in diesem Kapitel beleuchtet die kulturellen und religiösen Wurzeln des chinesischen Erzählens über das Übernatürliche. Er zeigt, wie die Vermischung von konfuzianischer Historiographie, daoistischem Unsterblichkeitsglauben und buddhistischer Jenseitsvorstellung einen einzigartigen Nährboden für die „zhiguai"-Literatur schuf — eine Gattung, die später die gesamte chinesische Erzählkunst nachhaltig beeinflusste.

【Vierzehntes Kapitel: Aus der Yuan- und Ming-Zeit überlieferte historische Erzählungen (Teil 1)】

Die Erzähler der Song-Dynastie hatten sowohl in der Erzählliteratur als auch in der historischen Erzählung viele Meister hervorgebracht (die Namen finden sich im Mengliang lu und im Wulin jiushi), doch sind von ihnen keine schriftlichen Werke überliefert. In der Yuan-Zeit herrschten Wirren, die Kultur verfiel, und es ist erst recht nichts zu erwähnen. In der japanischen Kabinettsbibliothek findet sich eine in der Yuan-Ära Zhizhi (1321–1323) von der Familie Yu aus Xinan gedruckte Ausgabe von fünf vollständig illustrierten Pinghua-Erzählungen: König Wus Feldzug gegen König Zhou, Yue Yis Feldzug gegen Qi, Qins Eroberung der sechs Reiche, Lü Hous Hinrichtung von Han Xin und die Chronik der Drei Reiche, jeweils in drei Bänden.

Diese fünf historischen Erzählungen in Volkssprache stellen ein entscheidendes Bindeglied zwischen der mündlichen Erzähltradition der Song-Zeit und den großen historischen Romanen der Ming-Dynastie dar. Obwohl ihr literarischer Stil noch unbeholfen und ihr historischer Gehalt oft ungenau ist, zeigen sie bereits die Grundstruktur der späteren Romane: die Verbindung historischer Stoffe mit volkstümlicher Erzählweise, die Dramaturgie von Aufstieg und Fall, von Treue und Verrat. Besonders die Chronik der Drei Reiche gilt als wichtiger Vorläufer von Luo Guanzhongs großem Roman Die Drei Reiche.

[Fuenfzehntes Kapitel: Aus der Yuan- und Ming-Zeit ueberlieferte historische Erzaehlungen (Teil 2)]

Auch die Geschichte der Wasserufer-Helden war seit der Suedlichen Song-Dynastie eine verbreitete volkstuemlische Ueberlieferung; Song Jiang war eine historisch verbuergte Person. Das Songshi berichtet, Kaiser Huizong habe im dritten Jahr der Aera Xuanhe den Banditen Song Jiang verfolgen lassen und schliesslich durch den Praefekten Zhang Shunye zur Kapitulation bewogen. Was nach der Kapitulation geschah, darueber schweigt die offizielle Geschichte, doch inoffizielle Quellen berichten, sie haetten bei der Niederschlagung des Fang La Verdienste erworben. Das Wasserufer-Epos entwickelte sich ueber Jahrhunderte von muendlichen Erzaehlungen zu einem der groessten Romane der chinesischen Literatur. Lu Xun verfolgt diesen Prozess mit philologischer Praezision und zeigt, wie sich die historische Gestalt des Song Jiang allmaehlich in eine literarische Figur verwandelte, die das Ideal des gerechten Rebellen verkoerpert.

[Sechzehntes Kapitel: Goetter- und Daemonenromane der Ming-Zeit (Teil 1)]

Die Verehrung daoistischer Geistlicher und wandernder Moenche erreichte ihren Hoehepunkt in der Song-Zeit unter Kaiser Huizong. Obwohl die Yuan-Dynastie dem Buddhismus zuneigte, ehrte sie auch den Daoismus. Deren magische Praktiken waren daher unter dem Volk weit verbreitet. Zu Beginn der Ming-Dynastie nahm dies etwas ab, doch zur Mitte hin erreichte es erneut seinen Gipfel. In der Chenghua-Aera gab es den Magier Li Zi, in der Zhengde-Aera den Semu-Mann Yu Yong, die beide durch magische Kuenste zu Beamtenehren gelangten. Dies foerderte den Aberglauben und beeinflusste auch die Literatur. Zudem war der alte Streit der drei Lehren nie beigelegt worden; man akzeptierte einander und sprach von gemeinsamem Ursprung. So vermischten sich die Begriffe von Gut und Boese, Wahr und Falsch, und dies spiegelte sich in den Goetter- und Daemonenromanen wider.

[Zwanzigstes Kapitel: Gesellschaftsromane der Ming-Zeit (Teil 2)]

Nachdem das Jin Ping Mei und das Yu Jiao Li vom Publikum bewundert worden waren, traten zahlreiche Nachahmer auf. Zugleich entwickelte sich ein anderer Strang: Erzaehlungen ueber talentierte Gelehrte und schoene Frauen, ausgeschmueckt mit literarischer Eleganz, wobei Ruhm und Fuegung des Schicksals die Hauptrolle spielten. Anfangs mochte es Widrigkeiten geben, doch am Ende fuegte sich alles zum Guten. Man nannte sie auch Schoene Geschichten. Ihre Absicht aehnelte bisweilen der Tang-zeitlichen Chuanqi-Literatur, ohne jedoch direkt mit ihr zusammenzuhaengen. Lu Xun analysiert in diesem Kapitel die Entwicklung vom derben Realismus des Jin Ping Mei zur idealisierten Darstellung in den Gelehrten-und-Schoenheiten-Romanen und zeigt, wie diese Wandlung das veraenderte Selbstverstaendnis der gebildeten Klasse widerspiegelt.

[Dreiundzwanzigstes Kapitel: Satirische Romane der Qing-Zeit]

Spott und Kritik in der Erzaehlliteratur gab es bereits seit der Jin- und Tang-Zeit, doch in der Ming erreichte dies seinen Hoehepunkt, besonders in den Gesellschaftsromanen. Solche Werke entwarfen gewoehnlich eine alltaegliche Person von niederer Art, um durch Uebertreibung ihrer Schwaechen einen begabten Helden umso strahlender erscheinen zu lassen. In besseren Werken konnte die Darstellung durchaus treffend und scharf sein, schneidender als jede Klinge. Doch blieb die Satire oft auf eine einzelne Person oder Familie beschraenkt, sodass der Verdacht aufkam, der Autor hege einen persoenlichen Groll. Wu Jingzis Rulin waishi hingegen richtete seine Satire auf die gesamte Klasse der Gelehrten und Beamten und schuf damit das erste wahre Meisterwerk der chinesischen Satire.

[Fuenfundzwanzigstes Kapitel: Romane der Qing-Zeit, die Gelehrsamkeit zur Schau stellen]

Die Verwendung des Romans als Gefaess fuer Gelehrsamkeit und literarisches Koennen begann in der Qing-Zeit wohl am fruehesten mit dem Yesou puyan. Dieses Buch erschien erstmals zu Beginn der Guangxu-Aera; das Vorwort behauptet, es sei von einem gewissen Xia aus Jiangyin in der Kangxi-Aera verfasst worden. Der Autor habe als talentierter Student fuer die kaiserliche Akademie vorgestellt und sei dann, als er keinen Erfolg hatte, durch verschiedene Provinzen gereist und habe schliesslich diesen Roman verfasst. Lu Xun kritisiert diese Gattung, in der der Roman zum blossen Schaukasten fuer die Bildung des Autors verkommt, als Verfallserscheinung der chinesischen Erzaehlkunst.

[Sechsundzwanzigstes Kapitel: Romane ueber die Welt der Kurtisanen in der Qing-Zeit]

Seit der Tang-Dynastie pflegten die Gelehrten nach bestandener Pruefung die Freudenviertel zu besuchen; diese Sitte wurde zur Tradition und galt als schickliche Anekdote. So fanden die Geschichten der Kurtisanen Eingang in die Literatur. Cui Lingqins Jiaofang ji und Sun Qis Beili zhi sind noch erhalten. In der Ming- und Qing-Zeit vermehrten sich die Aufzeichnungen ueber die Vergnuegungsviertel betraechtlich. Zunaechst handelte es sich um verstreute Notizen ohne zusammenhaengende Handlung; spaeter entstanden jedoch vollstaendige Romane, die das Leben in den Freudenvierteln zum Hauptthema machten. Lu Xun analysiert diese Gattung als Ausdruck einer spezifischen staedtischen Kultur und zeigt ihre Verbindungen zu den aelteren Traditionen der Liebeserzaehlung.

[Siebenundzwanzigstes Kapitel: Ritter- und Gerichtsromane der Qing-Zeit]

Seit der Ming-Zeit galten die Drei Reiche, die Wasserufer-Helden, die Reise nach dem Westen und das Jin Ping Mei als die vier grossen Wunderwerke der Erzaehlliteratur. In der Mitte der Qing-Aera verdraengte der Traum der Roten Kammer die Drei Reiche und wurde besonders von den Literaten geschaetzt. Das gemeine Volk hingegen bevorzugte nach wie vor die Drei Reiche und die Wasserufer-Helden. Mit der Zeit wurden die Leser jedoch auch dieser Werke ueberdruessig und wandten sich neuen Stroemungen zu: Ritterromane, die das Heldentum verherrlichten und zugleich Treue und Gerechtigkeit betonten, sowie Gerichtsromane, die kluge Magistrate bei der Aufklaerung von Verbrechen zeigten. Lu Xun sieht in dieser Entwicklung eine Vereinfachung und Verflachung der aelteren Traditionen.

[Vorwort]

Einst beschaeftigte ich mich mit der Erforschung der Erzaehlliteratur und stellte zu ihrer Geschichte einige Untersuchungen an. Damals war Jiang Ruizaos Xiaoshuo kaozheng bereits erschienen; ich benutzte es zum Nachschlagen und fand darin manche nuetzliche Hilfe. Nur bedauerte ich, dass es auch Chuanqi-Literatur einschloss, ohne eine Trennung vorzunehmen, und dass der Text verglichen mit den Originalen bisweilen Abweichungen im Wortlaut aufwies. Stiess ich nun bei meiner Lektuere aelterer Quellen gelegentlich auf alte Nachrichten, die als Belege dienen konnten, so schrieb ich sie jeweils gesondert ab. Im Laufe der Zeit sammelte sich einiges an; doch seit zwei Jahren hatte ich die Arbeit wieder liegen lassen. In diesem Fruehjahr, durch irgendeinen Anlass bewegt, holte ich die alten Manuskripte wieder hervor und breitete sie auf dem Schreibtisch aus. Ein oder zwei junge Freunde meinten, obgleich das Material geringfuegig sei, solle es nicht verloren gehen.

[Verlorene Begebenheiten der Xuanhe-Aera der Grossen Song-Dynastie]

Das Baichuan shuzhi, Band 5, Abteilung Geschichte, Biographien: Xuanhe yishi, zwei Baende. Enthaelt ueber zweihundertsiebzig Ereignisse um die Kaiser Huizong und Qinzong und ihre Verschleppung in den Norden. Obwohl von einem Song-zeitlichen Verfasser aufgezeichnet, ist der Stil dem der blinden Chronisten aehnlich und literarisch recht mangelhaft. Dieses Werk ist von grosser Bedeutung fuer die Geschichte der chinesischen Erzaehlliteratur, da es eines der fruehesten erhaltenen Beispiele der Pinghua-Gattung darstellt und zugleich als historische Quelle fuer die traumatische Erfahrung der Eroberung Nordchinas durch die Jurchen dient. Es verarbeitet historische Fakten mit volkstuemlischer Erzaehltechnik und nimmt damit die Methode der grossen historischen Romane der spaeteren Ming-Zeit vorweg. Besonders bemerkenswert ist die Einbettung der Song-Jiang-Erzaehlung in den historischen Kontext der Xuanhe-Aera, die als einer der fruehesten Vorlaeufer des Shuihu zhuan (Die Wasserufer-Helden) gilt.

[Sammlung von Wundererzaehlungen der Tang und Song -- Vorwort und Richtlinien]

Der Gelehrte Hu Yinglin aus dem ostchinesischen Yue bemerkte in der Ming-Zeit, nachdem er sich eingehend mit den vier Abteilungen der Literatur befasst hatte: Die Rede von wundersamen und uebernatuerlichen Dingen bluethe in den Sechs Dynastien, doch handelte es sich zumeist um aufgezeichnete Irrthuemer und Verwechslungen, nicht notwendigerweise um bewusste Erfindungen. Erst in der Tang-Zeit begannen die Autoren absichtsvoll nach dem Wunderbaren zu suchen und bedienten sich der Erzaehlung als Gefaess fuer ihren literarischen Ehrgeiz. Werke wie der Mao Ying und der Nanke waren noch vertretbar; doch wenn der Dongyang yehuai einen Cheng Zixu erfand oder die Xuanguailu einen Yuan Wuyou, so konnte man darueber nur laecheln. Was die Song-Autoren aufzeichneten, war hingegen oft nahe an der Wirklichkeit, doch mangelte es an literarischem Glanz. Diese Einschaetzung ist im Wesentlichen zutreffend. Ueberdruessig der Dichtung und auf neuen Wegen suchend, stroemte die bildreiche Phantasie in die Erzaehlliteratur, und so erstrahlte die Erzaehlkunst. Doch die spaeteren Moralisten beanstandeten dies und bevorzugten das Nuechterne.

[Die Erzaehlung von Shangqing -- von Liu Cheng]

Im Herbst des Renshen-Jahres der Zhenyuan-Aera weilte der Kanzler Dou in seinem Anwesen in der Guangfu-Gasse. In einer Mondnacht schlenderte er durch den Innenhof. Eine Dienerin namens Shangqing, die er besonders schaetzte, sprach: Ich moechte Euch etwas mitteilen. Der Herr moege sich bitte zur Halle begeben, dann wage ich zu sprechen. Der Kanzler Dou eilte in die Halle. Shangqing sagte: Im Hofbaum befindet sich jemand. Ich fuerchte, Ihr koenntet erschrecken, und bitte Euch daher um Vorsicht. Der Kanzler Dou sprach: Lu Zhi trachtet seit langem danach, mir meine Machtstellung zu entreissen. Dass sich nun jemand im Hofbaum befindet, bedeutet, dass mein Unglueck naht. Ob ich die Sache dem Thron melde oder nicht, in beiden Faellen droht mir das Verderben; ich werde gewiss auf der Landstrasse in die Verbannung sterben. Du bist unter deinesgleichen eine Besondere. Wenn mein Haus zugrunde geht, wirst du sicher eine Palastdienerin. Sollte der Kaiser dich in Gnaden befragen, so sprich gut fuer mich.

Diese Tang-zeitliche Chuanqi-Erzaehlung verbindet hoefische Intrige mit menschlichem Drama und zeigt die fuer die Gattung typische Verbindung von historischem Hintergrund und fiktiver Ausgestaltung. Die Figur der treuen Dienerin Shangqing steht im Kontrast zur kalten Machtwelt des kaiserlichen Hofes.

[Erlaeuternde Bemerkungen zum Wissenschaftsroman Reise zum Mond]

In alter Zeit war der menschliche Geist noch nicht erwacht, die Natur herrschte unumschraenkt, und aufgetuermte Berge und weite Wellen genuegten als Hindernisse. Als dann die Erfindungsgabe des Aushoehlens und Zuspitzens von Holz entstand, begann der Austausch zwischen den Menschen; mit Rudern und Segeln schritt die Entwicklung taeglich voran. Nur das Meer in der Ferne, wo Wasser und Himmel zusammenflossen, liess die Menschen noch vor Schrecken erzittern. Dann aber lernten sie Eisen zu treiben und Dampf zu nutzen, Wagen und Schiffe flogen dahin wie der Wind, die menschliche Herrschaft breitete sich taeglich aus, die Naturgewalten wichen zurueck; die fuenf Kontinente wurden zu einem Zimmer, und man tauschte die Fruechte der Zivilisation aus, um die heutige Welt zu schaffen. Doch die Schoepfung ist nicht barmherzig und setzt dem Vergnuegen Grenzen: Zwar haben die Hindernisse von Berg und Wasser ihre Macht verloren, doch Schwerkraft und Atmosphaere fesseln alle Lebewesen und machen es schwer, auch nur einen Schritt ueber den Donnerteich hinauszusetzen und mit den Menschen anderer Planeten in Verbindung zu treten.

[Achtes Kapitel: Waerme und Kaelte im Gleichgewicht regulieren das menschliche Leben -- Der Lauf der Natur aendert die Erdachse]

Diese Passage stammt aus Lu Xuns Uebersetzungen und Bearbeitungen westlicher Literatur fuer das chinesische Publikum. In diesen fruehen Uebersetzungen von Jules Vernes Wissenschaftsromanen verwendete Lu Xun die klassische Schriftsprache, gemischt mit Elementen der Volkssprache, um die spannenden Abenteuerhandlungen einem chinesischen Lesepublikum zugaenglich zu machen. Die Kapitelstruktur folgt dem traditionellen chinesischen Romanformat mit zweigliedrigen Kapitelueberschriften, die den Inhalt zusammenfassen. Lu Xuns Bearbeitung ist weniger eine woertliche Uebersetzung als vielmehr eine kulturelle Anpassung: Er uebertrug nicht nur die Sprache, sondern auch die Erzaehlkonventionen und machte die europaeischen Abenteuergeschichten so zum Teil der chinesischen literarischen Tradition. Diese fruehen Uebersetzungsarbeiten spiegeln Lu Xuns lebenslanges Engagement fuer den kulturellen Austausch und seine Ueberzeugung wider, dass die chinesische Literatur durch die Begegnung mit auslaendischen Werken bereichert und erneuert werden koenne.

[Neuntes Kapitel: Der heldenhafte Mann triumphiert auf der Rednertribuene -- Der alte Gesellschaftsvorsitzende begegnet seinem Feind im Menschenmeer]

Diese Passage stammt aus Lu Xuns Uebersetzungen und Bearbeitungen westlicher Literatur fuer das chinesische Publikum. In diesen fruehen Uebersetzungen von Jules Vernes Wissenschaftsromanen verwendete Lu Xun die klassische Schriftsprache, gemischt mit Elementen der Volkssprache, um die spannenden Abenteuerhandlungen einem chinesischen Lesepublikum zugaenglich zu machen. Die Kapitelstruktur folgt dem traditionellen chinesischen Romanformat mit zweigliedrigen Kapitelueberschriften, die den Inhalt zusammenfassen. Lu Xuns Bearbeitung ist weniger eine woertliche Uebersetzung als vielmehr eine kulturelle Anpassung: Er uebertrug nicht nur die Sprache, sondern auch die Erzaehlkonventionen und machte die europaeischen Abenteuergeschichten so zum Teil der chinesischen literarischen Tradition. Diese fruehen Uebersetzungsarbeiten spiegeln Lu Xuns lebenslanges Engagement fuer den kulturellen Austausch und seine Ueberzeugung wider, dass die chinesische Literatur durch die Begegnung mit auslaendischen Werken bereichert und erneuert werden koenne.

[Drittes Kapitel: Der tapfere Erkunder kennt den Weg -- Im Elend der Armut rastet er in einem oeden Dorf]

Diese Passage stammt aus Lu Xuns Uebersetzungen und Bearbeitungen westlicher Literatur fuer das chinesische Publikum. In diesen fruehen Uebersetzungen von Jules Vernes Wissenschaftsromanen verwendete Lu Xun die klassische Schriftsprache, gemischt mit Elementen der Volkssprache, um die spannenden Abenteuerhandlungen einem chinesischen Lesepublikum zugaenglich zu machen. Die Kapitelstruktur folgt dem traditionellen chinesischen Romanformat mit zweigliedrigen Kapitelueberschriften, die den Inhalt zusammenfassen. Lu Xuns Bearbeitung ist weniger eine woertliche Uebersetzung als vielmehr eine kulturelle Anpassung: Er uebertrug nicht nur die Sprache, sondern auch die Erzaehlkonventionen und machte die europaeischen Abenteuergeschichten so zum Teil der chinesischen literarischen Tradition. Diese fruehen Uebersetzungsarbeiten spiegeln Lu Xuns lebenslanges Engagement fuer den kulturellen Austausch und seine Ueberzeugung wider, dass die chinesische Literatur durch die Begegnung mit auslaendischen Werken bereichert und erneuert werden koenne.

[Viertes Kapitel: Sie wagen ihr Leben und steigen in den Krater -- Auf dem mittleren Weg gehen sie gemeinsam zum Erdkern]

Diese Passage stammt aus Lu Xuns Uebersetzungen und Bearbeitungen westlicher Literatur fuer das chinesische Publikum. In diesen fruehen Uebersetzungen von Jules Vernes Wissenschaftsromanen verwendete Lu Xun die klassische Schriftsprache, gemischt mit Elementen der Volkssprache, um die spannenden Abenteuerhandlungen einem chinesischen Lesepublikum zugaenglich zu machen. Die Kapitelstruktur folgt dem traditionellen chinesischen Romanformat mit zweigliedrigen Kapitelueberschriften, die den Inhalt zusammenfassen. Lu Xuns Bearbeitung ist weniger eine woertliche Uebersetzung als vielmehr eine kulturelle Anpassung: Er uebertrug nicht nur die Sprache, sondern auch die Erzaehlkonventionen und machte die europaeischen Abenteuergeschichten so zum Teil der chinesischen literarischen Tradition. Diese fruehen Uebersetzungsarbeiten spiegeln Lu Xuns lebenslanges Engagement fuer den kulturellen Austausch und seine Ueberzeugung wider, dass die chinesische Literatur durch die Begegnung mit auslaendischen Werken bereichert und erneuert werden koenne.

[Fuenftes Kapitel: Falsches Licht -- Die Schoepfung betruegt die Menschen -- Grosses Glueck -- Die Geisterquelle heilt den Durst]

Diese Passage stammt aus Lu Xuns Uebersetzungen und Bearbeitungen westlicher Literatur fuer das chinesische Publikum. In diesen fruehen Uebersetzungen von Jules Vernes Wissenschaftsromanen verwendete Lu Xun die klassische Schriftsprache, gemischt mit Elementen der Volkssprache, um die spannenden Abenteuerhandlungen einem chinesischen Lesepublikum zugaenglich zu machen. Die Kapitelstruktur folgt dem traditionellen chinesischen Romanformat mit zweigliedrigen Kapitelueberschriften, die den Inhalt zusammenfassen. Lu Xuns Bearbeitung ist weniger eine woertliche Uebersetzung als vielmehr eine kulturelle Anpassung: Er uebertrug nicht nur die Sprache, sondern auch die Erzaehlkonventionen und machte die europaeischen Abenteuergeschichten so zum Teil der chinesischen literarischen Tradition. Diese fruehen Uebersetzungsarbeiten spiegeln Lu Xuns lebenslanges Engagement fuer den kulturellen Austausch und seine Ueberzeugung wider, dass die chinesische Literatur durch die Begegnung mit auslaendischen Werken bereichert und erneuert werden koenne.

[Elftes Kapitel: Getragen von gluehender Hitze tauchen sie ein und wieder auf aus dem Feuer -- Stuerzend in ein glueckliches Land geben sie das Leben hin und gewinnen es zurueck]

Diese Passage stammt aus Lu Xuns Uebersetzungen und Bearbeitungen westlicher Literatur fuer das chinesische Publikum. In diesen fruehen Uebersetzungen von Jules Vernes Wissenschaftsromanen verwendete Lu Xun die klassische Schriftsprache, gemischt mit Elementen der Volkssprache, um die spannenden Abenteuerhandlungen einem chinesischen Lesepublikum zugaenglich zu machen. Die Kapitelstruktur folgt dem traditionellen chinesischen Romanformat mit zweigliedrigen Kapitelueberschriften, die den Inhalt zusammenfassen. Lu Xuns Bearbeitung ist weniger eine woertliche Uebersetzung als vielmehr eine kulturelle Anpassung: Er uebertrug nicht nur die Sprache, sondern auch die Erzaehlkonventionen und machte die europaeischen Abenteuergeschichten so zum Teil der chinesischen literarischen Tradition. Diese fruehen Uebersetzungsarbeiten spiegeln Lu Xuns lebenslanges Engagement fuer den kulturellen Austausch und seine Ueberzeugung wider, dass die chinesische Literatur durch die Begegnung mit auslaendischen Werken bereichert und erneuert werden koenne.

[Vorwort zur Sammlung auslaendischer Erzaehlungen]

Die Sammlung Auslaendischer Erzaehlungen ist als Buch in schlichtem und bescheidenem Stil gehalten und reicht nicht an die beruehmten Uebersetzungen der Neuzeit heran. Jedoch wurden die Texte mit aeusserster Sorgfalt ausgewaehlt und die Uebertragungen bemuehen sich, den literarischen Charakter der Originale zu bewahren. Neue Stroemungen der Literatur aus fremden Laendern treten so erstmals in chinesisches Gebiet ein. Sollte sich ein Leser von herausragendem Urteil finden, der sich nicht von alltaeglichen Gewohnheiten einschraenken laesst, so wird er gewiss im Herzen Zustimmung empfinden und nach Laendern und Epochen geordnet die Stimmen der Seelen lesen und den Zustand ihres Geistes ergruenden. Obwohl dies nur ein winziger Tropfen in der grossen Flut sein mag, so liegen doch Verstaendnis und Denken in eben diesem Tropfen beschlossen. Die chinesische Uebersetzerwelt wird dadurch nicht laenger das Gefuehl des Zu-spaet-Kommens empfinden.

Geschrieben am fuenfzehnten Tag des ersten Monats im Jiyou-Jahr.

[Richtlinien]

Erstens: Die in dieser Sammlung enthaltenen Werke bestehen zumeist aus modernen Kurzerzaehlungen; spaeter sollen auch Meisterwerke aus der Zeit vor dem neunzehnten Jahrhundert aufgenommen werden. Da die modernen literarischen Stroemungen in Nordeuropa am staerksten sind, weist die Auswahl der Uebersetzungen zwangslaeufi eine gewisse Einseitigkeit auf. Mit zunehmender Zahl der Baende wird die Auswahl jedoch auf Suedeuropa und die Laender des Fernen Ostens ausgedehnt, um dem Wort auslaendisch im Titel gerecht zu werden.

Zweitens: Die Bindung folgt der neuen Methode; die drei Seiten bleiben in ihrem natuerlichen Zustand, ohne Beschnitt. Auch nach mehrmaligem Durchblaettern zeigen sich daher keinerlei Verschmutzungen. Anfang und Ende der einzelnen Erzaehlungen schliessen nicht aneinander an, sodass man sie spaeter nach Land und Epoche sortiert zu eigenen Baenden zusammenstellen kann. Zudem sind die Raender des Papiers ueberall sehr breit, sodass die Bindung nicht unter Enge leidet.

Drittens: Personen- und Ortsnamen...

[Die Luege] Russland -- Leonid Andrejew

I

Ich sagte: Du luegst! Ich weiss, dass du luegst.

Sie antwortete: Warum schreist du so, als muesstest du unbedingt gehoert werden?

Auch dies war eine Luege. Ich hatte keineswegs geschrien, sondern nur gefluerstert, ganz leise und wispernd, ihre Hand haltend, und doch klang dieses giftgesaettigte Wort Luege wie eine kurze Schlange.

Die Frau sprach weiter: Ich liebe dich, du solltest mir glauben. Genuegen dir diese Worte nicht? Dann kuesste sie mich. Doch als ich sie an mich ziehen wollte, war sie schon verschwunden, entglitten in den daemmerigen Korridor, wo ein praechtigess Bankett sich dem Ende zuneigte; auch ich folgte ihr.

Lu Xuns Uebersetzung von Andrejews Erzaehlung Die Luege gehoert zu den fruehen Bemuehugen der Brueder Zhou, russische und europaeische Literatur einem chinesischen Publikum zugaenglich zu machen. Die Geschichte erkundet die abgruendige Natur menschlicher Beziehungen: Liebe und Taeuschung, Wahrheit und Selbstbetrug sind untrennbar miteinander verwoben. Andrejews duesterer Expressionismus findet in Lu Xuns chinesischer Fassung ein kraftvolles Echo.

[In trueben Schwaden -- Russland, Leonid Andrejew]

Er war seit vier Wochen zu Hause, und vier Wochen lang hatten Furcht und Unbehagen dieses Haus beherrscht. Alle bemuehten sich beim Sprechen und Handeln, alles genau wie gewoehnlich zu halten, und bemerkten dabei nicht den trueben Klang ihrer Stimmen, den schuldbewussten und verstoerrten Blick ihrer Augen, und wandten sich zumeist ab, sobald sie sein Zimmer sahen. Andrejews Erzaehlung schildert die Rueckkehr eines Mannes aus dem Krieg und die unsichtbare Kluft, die zwischen ihm und seiner Familie aufgerissen ist. Die Gewalt der Kriegserfahrung hat ihn innerlich zerstoert, doch seine Familie kann dies weder verstehen noch benennen.

Diese Uebersetzung gehoert zu Lu Xuns und Zhou Zuorens Projekt der Einfuehrung moderner auslaendischer Literatur in China. Durch die sorgfaeltige Auswahl und Uebertragung repraesentativer Werke der russischen, europaeischen und japanischen Literatur schufen die Brueder Zhou ein Fenster zur Weltliteratur, das den chinesischen Lesern neue aesthetische und gedankliche Horizonte eroeffnete.

[Buecher -- Russland, Leonid Andrejew]

Der Arzt setzte das Stethoskop auf die entbloesste Brust des Kranken und hoerte aufmerksam zu -- das grosse, ueberdehnte Herz gab einen hohlen Klang von sich, stiess an die Rippen und jammerte, quietschte und knarzte. Dies waren Vorzeichen eines baldigen Todes; der Arzt neigte nachdenklich den Kopf, sagte aber muendlich Folgendes: Sie sollten sich bemuehen, jede Art von Aufregung zu vermeiden. Es scheint, als uebten Sie eine ermuedende Taetigkeit aus. -- Ich bin Schriftsteller, sagte der Kranke.

Diese Uebersetzung gehoert zu Lu Xuns und Zhou Zuorens Projekt der Einfuehrung moderner auslaendischer Literatur in China. Durch die sorgfaeltige Auswahl und Uebertragung repraesentativer Werke der russischen, europaeischen und japanischen Literatur schufen die Brueder Zhou ein Fenster zur Weltliteratur, das den chinesischen Lesern neue aesthetische und gedankliche Horizonte eroeffnete.

[Der Flieder -- Russland, Tschirikou]

Ach, wie duftig der Flieder an einem Fruehlings morgen blueht, wenn die Sonne noch nicht die letzte Kuehle der Nacht vertrieben und vom naechtlichen Gras den letzten Tau aufgesogen hat! Es war ein Morgen in der Jugend. Ich und ein sanftes, schoenes Maedchen waren gerade auf dem Rueckweg von einem Spaziergang im Freien. Wie eine froehliche Schar kleiner Voegel sprangen wir aus dem Boot und trennten uns dann paarweise.

Diese Uebersetzung gehoert zu Lu Xuns und Zhou Zuorens Projekt der Einfuehrung moderner auslaendischer Literatur in China. Durch die sorgfaeltige Auswahl und Uebertragung repraesentativer Werke der russischen, europaeischen und japanischen Literatur schufen die Brueder Zhou ein Fenster zur Weltliteratur, das den chinesischen Lesern neue aesthetische und gedankliche Horizonte eroeffnete.

[Die Provinzhauptstadt -- Russland, Tschirikou]

Das Dampfschiff, auf dem ich sass, naeherte sich unter heftigem Herzschlag dem Anleger einer kleinen Provinzhauptstadt, in der ich in meiner Jugend gelebt hatte. Der warme, stille und doch melancholische Sommerabend umhuellte die traege schwankenden Wasser der Wolga, die Huegel am Ufer und die ueppige Waldlandschaft am fernen gegenueberliegenden Ufer. Suesse Muedigkeit und unaussprechliche Wehmut stiegen von diesem Abend auf, von der traumhaften Wasseroberflaeche.

Diese Uebersetzung gehoert zu Lu Xuns und Zhou Zuorens Projekt der Einfuehrung moderner auslaendischer Literatur in China. Durch die sorgfaeltige Auswahl und Uebertragung repraesentativer Werke der russischen, europaeischen und japanischen Literatur schufen die Brueder Zhou ein Fenster zur Weltliteratur, das den chinesischen Lesern neue aesthetische und gedankliche Horizonte eroeffnete.

[Das Glueck -- Russland, Arzybaschew]

Seit die Prostituierte Sessika sich die Nase weggeaetzt hatte und ihr huebsches, schelmisches Gesicht einer faulenden Muschel glich, war alles, was sie ihr eigenes Leben nennen konnte, verloren. Was ihr blieb, war nur eine eigentuemlisch widerliche Existenz: Der Tag brachte ihr kein Licht, er verwandelte sich in endlose Nacht, und die Nacht verwandelte sich in endlos qualvolle Helligkeit.

Diese Uebersetzung gehoert zu Lu Xuns und Zhou Zuorens Projekt der Einfuehrung moderner auslaendischer Literatur in China. Durch die sorgfaeltige Auswahl und Uebertragung repraesentativer Werke der russischen, europaeischen und japanischen Literatur schufen die Brueder Zhou ein Fenster zur Weltliteratur, das den chinesischen Lesern neue aesthetische und gedankliche Horizonte eroeffnete.

[Der Arzt -- Russland, Arzybaschew]

In Begleitung eines schweigsamen Polizisten ueberquerte der Arzt den feuchten Randstreifen und ging durch die leeren Strassen. Seine hohe Gestalt spiegelte sich auf dem Buergersteig wie in einem zerbrochenen, trueben Spiegel. Hinter den Zaeune schwankten trockene Aeste; der Wind blies in Stoessen, traf die eisernen Dachgiebel und warf kalte Wassertropfen ins Gesicht.

Diese Uebersetzung gehoert zu Lu Xuns und Zhou Zuorens Projekt der Einfuehrung moderner auslaendischer Literatur in China. Durch die sorgfaeltige Auswahl und Uebertragung repraesentativer Werke der russischen, europaeischen und japanischen Literatur schufen die Brueder Zhou ein Fenster zur Weltliteratur, das den chinesischen Lesern neue aesthetische und gedankliche Horizonte eroeffnete.

[Das Haengebild -- Natsume Soseki (Japan)]

Der alte Herr Grosses-Schwert hatte beschlossen, bis zum dritten Todestag seiner verstorbenen Frau unbedingt einen Grabstein errichten zu lassen. Doch mit dem schwachen Arm seines Sohnes konnte man gerade fuer den heutigen Tag aufkommen; darueber hinaus war nicht ein einziger Heller zu ersparen. Wieder war es Fruehling; mit einem Gesicht wie jemand, der sich beschweren will, sagte er zum Sohn: Der Todestag ist uebrigens der achte Maerz. Der antwortete nur: Ach ja, stimmt -- und sagte weiter nichts.

Diese Uebersetzung gehoert zu Lu Xuns und Zhou Zuorens Projekt der Einfuehrung moderner auslaendischer Literatur in China. Durch die sorgfaeltige Auswahl und Uebertragung repraesentativer Werke der russischen, europaeischen und japanischen Literatur schufen die Brueder Zhou ein Fenster zur Weltliteratur, das den chinesischen Lesern neue aesthetische und gedankliche Horizonte eroeffnete.

[Herr Craig -- Natsume Soseki (Japan)]

Herr Craig (W.J. Craig) hatte sein Nest wie eine Schwalbe im vierten Stock gebaut. Stand man unten an der Treppe und blickte hinauf, konnte man nicht einmal die Fenster sehen. Von unten stieg man allmaehlich hinauf, und als die Oberschenkel etwas steif wurden, war man endlich an der Tuer des Herrn angelangt. Obwohl es eine Tuer heisst, besass sie weder Fluegel noch Dach; es hing nur an einer schmalen schwarzen Tuertafel, kaum drei Fuss breit, ein messingerner Klopfer.

Diese Uebersetzung gehoert zu Lu Xuns und Zhou Zuorens Projekt der Einfuehrung moderner auslaendischer Literatur in China. Durch die sorgfaeltige Auswahl und Uebertragung repraesentativer Werke der russischen, europaeischen und japanischen Literatur schufen die Brueder Zhou ein Fenster zur Weltliteratur, das den chinesischen Lesern neue aesthetische und gedankliche Horizonte eroeffnete.

[An die Kleinen -- Arishima Takeo (Japan)]

Wenn ihr herangewachsen seid und aufgezogen worden seid zu erwachsenen Menschen -- ob euer Vater dann noch am Leben sein wird, das laesst sich freilich nicht sagen --, so werdet ihr wohl irgendwann Gelegenheit haben, die Hinterlassenschaft eures Vaters aufzuschlagen und zu lesen. Dann wird auch dieses kleine Schriftstueck vor euren Augen erscheinen. Die Zeit eilt unaufhaltsam dahin. Wie euer Vater in jenem kuenftigen Augenblick in euren Augen erscheinen wird, das kann ich nicht voraussagen. Vielleicht werdet ihr, wie ich jetzt die vergangene Zeit belaechtele und bemitleide, auch mich belaechteln und bemitleiden. Diese ergreifende Ansprache eines Vaters an seine Kinder, geschrieben von dem japanischen Schriftsteller Arishima Takeo, thematisiert die Frage der Generationen, der Weitergabe von Werten und der Ungewissheit der Zukunft. Lu Xuns Uebersetzung bewahrt die intime, nachdenkliche Atmosphaere des Originals.

[Die Nase -- Akutagawa Ryunosuke (Japan)]

Wenn man von der Nase des Zenchi Naigu sprach, gab es in ganz Ikenoo niemanden, der sie nicht kannte. Sie war fuenf bis sechs Zoll lang und hing von der Oberlippe bis unter das Kinn herab. Die Form war von oben bis unten gleichmaessig dick. Kurz gesagt, es war ein wuerstchenaehnliches Gebilde, das mitten im Gesicht herunterhing. Der ueber fuenfzigjaehrige Naigu hatte von jeher, als er noch Novize war bis zu seinem jetzigen Rang als Hofpriester, im tiefsten Herzen unter dieser Nase gelitten. Nicht etwa bloss deshalb, weil er als Priester sein Herz auf das kuenftige Reine Land richten sollte, sondern weil die Nase ihm tatsaechlich koerperliche Beschwerden bereitete und Gegenstand allgemeinen Spottes war. Akutagawas meisterhaft ironische Erzaehlung ueber die Nase des Priesters ist ein Gleichnis ueber menschliche Eitelkeit und die Grausamkeit der sozialen Konvention.

[Der Arbeiter Sujew -- Maxim Gorki (Russland)]

Gerade in jener Zeit erzaehlte man Jesus, dass Pilatus das Blut der Galilaeer mit ihren Opfern vermischt habe. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galilaeer mehr gesuendigt haben als alle Galilaeer, weil sie solches erlitten haben? Ich sage euch: Nein; wenn ihr euch aber nicht bekehrt, werdet ihr alle ebenso umkommen. Lukas-Evangelium, Kapitel 13, Verse 1 bis 3. Gorkis Erzaehlung ueber den Arbeiter Sujew verbindet biblische Motive mit der Darstellung des sozialen Elends im zaristischen Russland. Lu Xun uebersetzte das Werk als Teil seines Engagements fuer die Verbreitung sozialkritischer russischer Literatur in China.

[Anmerkungen des Herausgebers]

Anmerkung 1: Das Zeichen jiang ist vermutlich ein Fehler fuer das Zeichen jiang (Ruder). Das Zeichen feng ist vermutlich ein Fehler fuer ein anderes Zeichen. Anmerkung 2: Vermutlich ein Fehler fuer das Zeichen xu (leer). Anmerkung 3: Vermutlich ein Fehler fuer das Zeichen ba (greifen). Diese philologischen Anmerkungen des Herausgebers korrigieren Druckfehler und Zeichenverwechslungen in aelteren Texten und zeugen von der textkritischen Sorgfalt, mit der Lu Xun seine Editionen und Uebersetzungen vorbereitete.

[An die unbekannten Freunde in China -- Mushakoji Saneatsu (Japan)]

Dass mein Stueck Ein Traum eines Jungen in die Sprache Ihres Landes uebersetzt wird, ist wahrlich meine Ehre, und wir freuen uns sehr. Als ich dieses Buch schrieb, war Ihr Land und Amerika noch nicht in den Krieg eingetreten. Jetzt ist der Krieg beinahe vorueber, und vieles hat sich seit damals geaendert. Aber ich glaube, solange es Krieg auf der Welt gibt, wird man immer wieder an Ein Traum eines Jungen denken muessen. In diesem Buch steckt mein aufrichtiges Herz. Wenn dieses aufrichtige Herz mit dem aufrichtigen Herzen der Jugend Ihres Landes in Beruehrung kommen koennte, waere das mein Glueck.

[Vorwort des Autors -- Mushakoji Saneatsu]

Was ich mit diesem Werk sagen will, wird man beim Lesen ungefaehr verstehen. Ich gehoere zu den wenigen Menschen, die mit den Opfern des Kampfes sympathisieren und den Frieden lieben -- nein, zu den vielen. Ich wuensche mir sehr, dass dieses Werk noch einen Leser mehr finden moege, der es gerne liest, denn dadurch kann man erfahren, dass es in der Menschheit Herzen gibt, die den Frieden lieben. Wenn man ein kriegerisches Volk erwaehnt, denken die Menschen in der Welt sofort an die Japaner. Aber auch Japaner sind keineswegs kriegsluestern; zwar gibt es Ausnahmen, doch im Allgemeinen lieben sie den Frieden.

[Ein Traum eines Jungen (Vier Akte) -- Mushakoji Saneatsu]

Prolog: Nachts, ein tempelartiger Raum. Der Juengling sitzt am grossen Tisch und liest bei Lampenlicht. Ein unbekannter Mann tritt von irgendwoher ein. Der Juengling: Wer bist du? Der Unbekannte: Der, den du treffen willst und zugleich nicht treffen willst. Der Juengling: Was willst du hier? Der Unbekannte: Deine wahre Kraft sehen. Denn du hast mich gerufen. Der Juengling: Ich habe noch nicht die Kraft, dir zu begegnen. Der Unbekannte: Feigling! Versuche doch, mich so direkt anzuschauen, wie du es vermagst. Mushakojis pazifistisches Stueck, das Lu Xun aus dem Japanischen uebersetzte, ist ein leidenschaftliches Plaedoyer gegen den Krieg und fuer die Menschlichkeit.

[Zweiter Akt des Traums eines Jungen]

Am Stadtrand einer Strasse. Der Juengling: Ich bin muede. Ich habe Hunger. Der Unbekannte: Kauf dir doch etwas zu essen. Der Juengling: Ich habe kein Geld. Der Unbekannte: Dann musst du eben aushalten. Selbst wenn du zwei oder drei Tage nichts isst, wirst du nicht gleich verhungern. Der Juengling: Wo bin ich? Wie kann ich nach Hause kommen? Der Unbekannte: Du hast noch nicht alles gesehen, was du sehen musst; du kannst nicht nach Hause. Eigentlich brauchtest du nur zu schreien, und du koenntest zurueck. Der Juengling: Meine Mutter macht sich Sorgen. Der Unbekannte: Keine Angst, deine Mutter glaubt nur, dass du im Schlaf stoehnst. Das Stueck zeigt dem Juengling die Schrecken des Krieges durch verschiedene historische Epochen.

[Homarano (Esperanto-Gedicht)]

Homarano -- I -- Ekbruligis mi fajron en kor, in estingos nenia perfort. Ekflamigis mi flamon en brust, in ne povos estingi e mort. II -- Brulos fajr is mi vivos en mond, Flamos flam... Dieses kurze Gedicht in Esperanto, aufgenommen in Lu Xuns Sammlung, zeugt von seinem Interesse an der internationalistischen Sprachbewegung und seiner Ueberzeugung, dass die Voelkerverstaendigung auch durch sprachliche Mittel gefoerdert werden koenne. Das Gedicht feiert die unloeschbare Flamme der Menschlichkeit, die weder durch Gewalt noch durch den Tod ausgeloescht werden kann.

[Der enge Kaefig -- Erokoshenko (Russland/Japan)]

I -- Der Tiger war muede. Jeden Tag immer dasselbe. Der enge Kaefig, der vom Kaefig aus sichtbare enge Himmel, und rings um den Kaefig, soweit das Auge reicht, wieder enge Kaefige... Diese Reihe setzt sich fort und fort und fort, als ginge sie ueber die Mauern des Tiergartens hinaus bis ans Ende der Welt. Ach, der Tiger war muede, der Tiger war unsaeglich muede. Jeden Tag immer dasselbe. Die daemlichen Gesichter der Besucher, ihr daemliches Lachen, der Uebelkeit erregende Geruch... Eroshenkos Kindergeschichte vom Tiger im Kaefig ist eine Allegorie auf die Gefangenschaft des Geistes in den Konventionen der Gesellschaft. Lu Xun uebersetzte das Werk des blinden russisch-japanischen Schriftstellers und erkannte in ihm einen Verwandten im Geiste.

[Die Trauer der Fische -- Eroshenko]

In jenem Winter war es sehr kalt, und die Fische im Teich litten unsaeglich. Anfangs war das Eis nur duenn, aber es wurde von Tag zu Tag dicker und draengte die Welt der Fische immer enger zusammen. Da versammelten sich die Karpfen, Karauschen und Schmerlen, um ueber Abwehrmassnahmen gegen das Eis zu beraten; doch das Eis drueckte von oben herab, und so gab es kein Mittel. Am Ende blieb ihren Beratungen nichts weiter uebrig, als die Hoffnung auf den Fruehling festzuhalten und dann auseinanderzugehen. Eroshenkos Kindergeschichte ist eine zarte Allegorie auf die Machtlosigkeit der Schwachen gegenueber den Naturgewalten und den Troest, den allein die Hoffnung zu spenden vermag.

[Das Herz des Adlers -- Eroshenko]

Es gibt keinen Vogel, der so vornehm und frei waere wie der Adler. Es gibt keinen Vogel, der so stark und mutig waere wie der Adler. Und unter allen Tieren gibt es keinen, der die hohen, kalten Berge so liebt wie der Adler. Der Adler wird der Koenig der Voegel genannt. Unter den Menschen gibt es zwar niemanden, der seinen Koenigen oder Helden abverlangt, Kraft und Mut vorzufuehren; doch unter den Adlern kann selbst derjenige mit den groessten Fluegeln und dem groessten Schnabel kein Held sein, wenn er keine innere Groesse besitzt. Das ist ein alter Brauch der Adler. Egal welcher Adler, jeder koennte Koenig oder Held werden, weshalb sie einander alle mit Respekt begegnen. Eroshenkos Parabel vom Adler ist eine Meditation ueber wahre Groesse und innere Wuerde.

[Fruehlingsnächtlicher Traum -- Eroshenko]

Sehr weit, sehr weit, wo man von hier aus nichts sehen kann, tief in den Bergen verborgen, liegt ein grosser, schoener, spiegelklarer Teich. Die Umgebung ist aeusserst still und einsam; die leichtfertigen Menschen, die es vorziehen, an bequemen Orten zu leben, zeigen hier nie ihr Gesicht. Nur naturliebende Maler und blasse junge Maenner, die eine Liebesenttaeuschung erlitten haben und die Stadt verlassen haben, kommen bisweilen hierher, um aus den traenengleich schimmernden Blumen und dem kussssuessen Gesang der kleinen Voegel den Trost einer unsichtbaren Gottheit zu empfangen und ihr Herz zu erfreuen. Eroshenkos Maerchen verbindet japanische Naturaesthetik mit russischer Melancholie.

[Die sonderbare Katze -- Eroshenko]

Ich moechte jenen Tag vergessen. Ich weiss gar nicht, wie sehr ich jenen Tag vergessen moechte. Und doch kann ich ihn nicht vergessen. Es war der letzte Tag. Draussen war es einsam und kalt. Doch mein Herz war an jenem Tag noch um ein Vielfaches kaelter als die Kaelte draussen und noch um ein Vielfaches einsamer als die Einsamkeit draussen. Obwohl es kein Instrument gibt, um die Einsamkeit und Kaelte des Herzens zu messen. Ich sass am Feuerbehaelter und dachte wirr vor mich hin. In den Flammen verbrannte truebe das Andenken, das bei mir zurueckgeblieben war. Eroshenkos Geschichte ueber eine sonderbare Katze, die keiner anderen Katze gleicht, ist eine Parabel ueber Andersartigkeit und Einsamkeit.

[Fuer die Menschheit -- Eroshenko]

Wie alle wissen, war mein Vater zwar kein beruehmter Mann, doch immerhin ein einigermassen bekannter Anatom. Daher waren auch die Freunde meines Vaters zumeist Anatomen wie er; einige von ihnen benutzten verschiedene Tiere fuer Experimente, andere wiederum fuehrten, wie mein Vater, kaum Sektionen zu Versuchszwecken durch. Und es gab auch solche, die grosse Krankenäuser leiteten und, wie man hoerte, selbst die wichtigsten Patienten fuer ihre Experimente leiden liessen. In jener Zeit hoerte ich oft sonderbare Dinge, und die Geschichte, die ich den Herren nun erzaehlen will, ist nichts anderes als eines dieser Vorkommnisse. Eroshenkos Erzaehlung verbindet die Kritik an wissenschaftlicher Unmenschlichkeit mit der Frage nach der moralischen Verantwortung des Forschers.

[Die Wunde des Liebeszeichens -- Eroshenko]

Ich bin ein Mensch aus einem kalten Land. Tiefer Schnee und dickes Eis sind seit meiner Kindheit meine vertrauten Freunde. Kalte und Dunkelheit und ein endlos sich hinziehender Winter -- das ist die Wirklichkeit jenes Landes, waehrend der warme, schoene Fruehling und Sommer nur ein kurzer, sehnsuechtig ertraeumter Traum jenes Landes sind. -- Als ich in jenem Land lebte, war es so; jetzt, hoere ich, ist es anders. Ich moechte glauben, dass es anders geworden ist -- Die Menschen jenes Landes waren, wie die Menschen in allen Laendern dieser Welt, in Glueckliche und Unglueckliche geteilt. Eroshenkos Erzaehlung ueber ein kaltes nordisches Land ist eine Allegorie auf die Spaltung der Gesellschaft in Privilegierte und Entrechtete.

[Die Tragoedie des Kuekens -- Eroshenko]

In letzter Zeit ist eines der kleinen Kueken im Haus in den Teich gefallen, den man im Hof fuer die kleinen Enten zum Schwimmen gegraben hatte, und ertrunken. Das kleine Huhn war ein sonderbares Kueken. Egal zu welcher Zeit, es spielte nie mit der Schar der Huehner, sondern ging immer zu den Enten und spielte mit den huebschen Entlein. Die Hausherrin hatte zwar gedacht, dass Kueken besser mit Kueken spielen sollten und Entlein mit Entlein, sagte aber nichts und schaute nur zu. In der Zwischenzeit wurde das Kueken immer schwaecher und magerer. Eroshenkos kurze, ruehrende Geschichte vom Kueken, das sich fuer eine Ente haelt, ist eine Parabel ueber Identitaet und das tragische Scheitern am Wunsch, jemand anderes zu sein.

[Die rote Blume -- Eroshenko]

Erster Teil: Ich schlafe, ich schlief und traeumte verschiedene Traeume, traeumte vom Schicksal der Menschheit und von der Zukunft dieser Welt. Der Traum war sehr truebe, dunkel und schwer wie diese Welt, und doch konnte ich nicht umhin, diese Traeume zu traeumen, denn ich schlief. Jemand klopfte an mein Fenster. Wer ist da, der ans Fenster klopft? fragte ich, kurz erwachend. Es ist der Fruehlingswind, antwortete es und klopfte weiter. Der Wind aus Peking? Wie unangenehm, wie unwillkommen! Eroshenkos poetisches Maerchen verbindet die Sehnsucht nach dem Fruehling mit einer Vision der sozialen Erneuerung. Die rote Blume symbolisiert die Hoffnung auf eine gerechtere Welt.

[Der Alte Herr Zeit -- Eroshenko]

Es gibt tatsaechlich ein grosses, lebhaftes Peking, doch mein Peking ist klein und still. Es gibt tatsaechlich ein Peking, in dem wohlhabende und vornehme Menschen leben, doch die Menschen in meinem Peking sind alle schlicht, still und ehrlich. In einer so stillen Umgebung lebend, unter so stillen Menschen, sollte auch mein Herz eigentlich etwas ruhiger sein. Doch es ist nicht so; wie auch immer, wie auch immer, es wird nicht ruhig, und es scheint auch nicht, als wuerde es jemals ruhig werden. Nachts fuehle ich mich besonders einsam, denn nachts bin ich immer allein. Eroshenkos melancholische Betrachtung ueber die Einsamkeit in der Grossstadt verbindet persoenliche Erfahrung mit einer universellen Meditation ueber die Vergaenglichkeit der Zeit.

[Ueber das Maerchenstueck Die rosafarbene Wolke -- Akita Ujaku (Japan)]

Lieber Eroshenko: Soeben habe ich dein in Japan zurueckgelassenes Maerchenstueck Die rosafarbene Wolke zu Ende gelesen. Vermutlich hast du das Manuskript in Blindenschrift jemandem zur Niederschrift gegeben. Man sagt, es sei ein Herr Idate von der Waseda-Universitaet, der es durchgesehen hat. Die Schrift ist sorgfaeltig, und an einigen Stellen, wo die Sprache allzu eigenwillig war, wurde sie korrigiert; es ist bereits zu ausgezeichnetem Japanisch geworden. Abgesehen davon ist alles natuerlich aus deinen Lippen geflossen. Beim Lesen dieses schoenen Maerchens erinnere ich mich deutlich an deine Stimme. Akita Ujakus Brief an Eroshenko verbindet literarische Kritik mit persoenlicher Freundschaft.

[Die rosafarbene Wolke (Drei Akte) -- Eroshenko -- Personenverzeichnis]

Zeit: Die Gegenwart. Ort: Ein Dorf in der Naehe von Tokio. Personen: Haruko, ein dreizehn- bis vierzehnjaehriges Maedchen. Ihre Mutter, gegen fuenfzig Jahre alt. Natsuko, eine Waise von ungefaehr siebzehn Jahren. Akiko, eine Waise von ungefaehr achtzehn Jahren, Harukos Nachbarin. Fuyuko, Tochter eines Barons (tritt nicht auf). Kanemaru, Harukos Verlob ter, Student an einer medizinischen Hochschule in Tokio. Mutter Natur, die Koenigin, ueber fuenfzig Jahre. Winter, erste Koenigstochter, ungefaehr zwanzig Jahre alt. Eroshenkos Maerchenstueck verbindet japanisches Naturgefuehl mit russischer Sehnsucht nach sozialer Gerechtigkeit und zeigt den Konflikt zwischen der Welt der Menschen und der Welt der Natur.

[Erster Akt der Rosafarbenen Wolke -- Eroshenko]

Die obere Welt: Im Hintergrund sieht man die kleinen baeuerlichen Haeuser von Haruko, Natsuko und Akiko. Links das Herrenhaus des Barons. In einer Ecke der Buehne ein schoener zugefrorener Teich. Im Vordergrund Kirsch-, Pfirsich- und Glyzinienbaeume. An einigen Stellen liegt noch Schnee. Die untere Welt ist duester; man erkennt undeutlich drei Vorhaenge im Hintergrund: einen rosafarbenen, einen gruenen und einen violetten. Links sieht man etwas wie ein Stadttor; an der Ecke waechst eine Kiefer. An den Wurzeln dieses Baumes befindet sich die Hoehle des Maulwurfs. Eroshenkos Buehnenanweisungen schaffen eine Maerchenwelt zwischen Realitaet und Traum, in der die Jahreszeiten als lebende Wesen auftreten und die Natur sich gegen die Zerstoerung durch den Menschen auflehn.

[Dritter Akt der Rosafarbenen Wolke -- Eroshenko]

Gleiche Szene wie zuvor. Kirsch-, Pfirsich- und alle moeglichen anderen Blumen bluehen. In der unteren Welt schlafen Spaetfruehlingsblumen, Herbstblumen und Sommerblumen an ihrem Platz. Auch die Sommer- und Herbstinsekten schlafen unter den Blumen. Das Tor, das in der vorigen Szene dunkel erschien, ist diesmal deutlich zu sehen und zeigt das Bild einer alten Stadtfestung. Die obere Welt wird von der Sonne beschienen; am blauen Himmel steht ein schoener Regenbogen. Im Teich schwimmen weisse Gaense. Zwischen den Blumen tanzen die Fruehlingsinsekten nach Herzenslust. Von irgendwoher hoert man das Geraeuscht eines Wasserrades. Auch Vogelstimmen sind zu hoeren. Das Finale des Maerchenstuecks vereint die Welt der Natur und der Menschen in einem poetischen Bild der Harmonie und Versoehnun.

[Anmerkungen zu Eroshenkos Werken]

Anmerkung 1: Rajah bezeichnet in Ostindien einen einheimischen Fuersten; die alte Uebersetzung Heluo ist identisch damit. Anmerkung 2: Dies ist die sogenannte Sati-Zeremonie: Nach dem Tod des Mannes wird die Witwe zusammen mit der Leiche verbrannt. Dies ist ein alter indischer Brauch. Nachdem Indien unter englische Herrschaft gekommen war, verboten die Englaender diese Unsitte, doch man fuehrte sie weiterhin heimlich durch, und so ist es bis heute. Anmerkung 3: Die Uebersetzung Tian bedeutet Himmel. Der spaeter erwaente Name Mohetipou (Mahadeva) bedeutet grosser Himmel. Diese Anmerkungen zeugen von Lu Xuns philologischer Sorgfalt bei der Uebersetzung und seiner Bemuehueng um kulturelle Kontextualisierung.

[Erstes Kapitel: Schoepfungstheorie -- Zwei Kraefte -- Kuroshima Denji, Uebersetzung von Lu Xun]

So wie dort, wo Eisen und Stein aufeinanderschlagen, Funken spruehn, und dort, wo ein reissender Strom auf einen Felsblock trifft, die Gischt einen Regenbogen zeigt, entfaltet sich, wenn zwei Kraefte aufeinanderprallen, das wunderbar bunte Kaleidoskop des menschlichen Lebens in all seinen Facetten. No struggle, no drama -- dies ist zwar ein Ausspruch von Brunetiere zur Erklaerung des Dramas, doch in Wahrheit gilt dies nicht nur fuer das Drama. Ohne das Aufeinanderprallen und die Verstrickung zweier Kraefte waere unser Leben, unsere Existenz im Grunde leer und bedeutungslos. Dieser Aufsatz zur Literaturtheorie stammt aus Kuroshima Denjis Studien und wurde von Lu Xun ins Chinesische uebertragen, um die japanische Auseinandersetzung mit westlicher Aesthetik einem chinesischen Publikum zugaenglich zu machen.

[Zweites Kapitel: Theorie der Wertschaetzung -- Mitgefuehl des Lebens]

In dem vorangegangenen Abschnitt habe ich die Literatur von der Seite des Schaffenden her betrachtet. Wie aber erklaert man, wenn man sie von der Seite des Wertschaetzenden, das heisst des Lesers oder Zuschauers betrachtet, dass das tief im unbewussten Seelenleben verborgene Leiden, der Traum oder das Symbol, Literatur ist? Um diesen Punkt zu erklaeren, muss ich zunaechst darlegen, dass auch der Wertschaetzende der Kunst eine Art Schoepfer ist, und das Verhaeltnis zwischen Schaffen und Wertschaetzen klaeren. Jedes literarische Schaffen ist in seinem Grunde dasselbe wie der oben besprochene Traum; doch eine bestimmte Art davon muss mehr besitzen als nur den Traum. Dieser Abschnitt aus der Literaturtheorie untersucht die aktive Rolle des Lesers im kuenstlerischen Prozess.

[Drittes Kapitel: Betrachtungen zu grundlegenden Fragen der Literatur -- Der Dichter als Prophet]

Ich glaube, dass man auf der Grundlage des bisher Gesagten die grundlegenden Fragen der Literatur praktisch loesen kann. Ich moechte hier die Muehe vermeiden, viele Probleme einzeln aufzuzaehlen, und waehle nur einige Fragen aus, die die Literaturwissenschaftler bis heute als Raetsel betrachten, um an ihnen die praktische Anwendung meiner Theorie zu zeigen; das Uebrige ueberlasse ich der eigenen Betrachtung und dem eigenen Urteil des Lesers. Was in diesem Kapitel gesagt wird, kann als natuerliche Folgerung (Korollar) aus meiner Schoepfungstheorie und meiner Kritiktheorie betrachtet werden. Die Frage, ob der Dichter ein Prophet sei, wird hier mit Bezug auf die expressionistische und symbolische Funktion der Kunst eroertert.

[Viertes Kapitel: Urspruenge der Literatur -- Gebet und Arbeit]

Die Entwicklung aller Dinge schreitet vom Einfachen zum Komplexen fort. Will man daher das Wesen einer Sache verstehen, so muss man zunaechst ihren Ursprung zurueckverfolgen und den Zustand in der reinsten und einfachsten Urzeit betrachten. Leben heisst suchen. Im menschlichen Dasein gibt es stets irgendwelche Maengel und Unzufriedenheiten. Daher kann man das Bestreben, Mittel und Wege zu finden, um diese Maengel und Unzufriedenheiten auszugleichen, als die schoepferische Kraft des Lebens betrachten. Selbst der Moench im Kloster, der ein asketisches Leben fuehrt, scheint auf den ersten Blick alle Wuensche aufgegeben zu haben; doch auch er sucht auf seine Weise. Dieser Aufsatz ueber die Urspruenge der Literatur verbindet anthropologische mit aesthetischen Ueberlegungen.

[Hinaus aus dem Elfenbeinturm -- Kuroshima Denji / Uebersetzung Lu Xun]

Odi profanum vulgus et arceo; Favete linguis: carmina non prius Audita Musarum sacerdos Virginibus puerisque canto. -- Q. Horatii Flacci Carmina. Ich hasse das gewoehnliche Volk und halte es fern; schweigt: Lieder, die noch nie zuvor vernommen, singe ich als Priester der Musen den Jungfrauen und Knaben. -- Horaz, Oden. Dieses Zitat steht programmatisch am Beginn des Aufsatzes, der eine Auseinandersetzung mit der Frage darstellt, ob und wie sich die Kunst aus ihrem Elfenbeinturm befreien und dem Leben der Menschen zuwenden soll. Kuroshima Denji plaediert fuer eine Kunst, die sich nicht vom Leben abschliesst, sondern es durchdringt und verwandelt.

[Betrachtung und Genuss des Lebens -- Gesellschaftsnachrichten]

Alltaeglich fuellen die Nachrichten in der Gesellschaftsspalte der Zeitungen die Seiten mit Meldungen ueber Gewalt: Hieb- und Stichverbrechen, von Menschen, die sich fuer klug halten, kalt als Ergebnis toericht-leidenschaftlicher Liebe belaechtelte Beziehungsdramen, Betrugs- und Diebstahlsfaelle -- viele Menschen lesen dies als voellig gleichgueltige Unterhaltung. Doch wenn wir von der Oberflaeche der Dinge einen Schritt tiefer gehen und diese Faelle als bedeutsame Phaenomene des menschlichen Lebens betrachten, als Gegenstaende des Nachdenkens und der Betrachtung, dann werden wir feststellen, dass sie durchaus genug enthalten, um uns erschaudern, staunen und empoeeen zu lassen. Dieser Aufsatz von Kuroshima Denji, von Lu Xun uebersetzt, plaediert fuer eine tiefere Betrachtung der alltaeglichen Nachrichten als Spiegel der menschlichen Existenz.

[Vom Geistigen zum Koerperlichen und vom Koerperlichen zum Geistigen -- Kuroshima Denji]

Im Leben der Japaner gibt es allerlei seltsame Erscheinungen, die man in anderen zivilisierten Laendern nicht finden wuerde. Es gibt in der Welt die sogenannten Schmarotzer, die ohne jeden Grund und ohne jedes Recht die Speisen anderer Leute verzehren und als muessige Kostgaenger ein behagliches Dasein fuehren. Ferner gibt es das Sprichwort: Die Schwaegerin gleicht tausend Daemonen -- das bedeutet: Hat man geheiratet, so ist die liebste Schwester des Ehemannes etwas so Abscheuliches und Furchteinfloeessendes wie tausend boese Geister. Auch dies ist eine Erscheinung, die in England und Amerika aeusserst selten vorkommt. Und im Bildungswesen gibt es die sogenannten Schulunruhen. Dieser Aufsatz analysiert die Besonderheiten des japanischen Alltagslebens im Vergleich mit westlichen Gesellschaften und untersucht die kulturellen Wurzeln dieser Unterschiede.

[Der kuenstlerische Ausdruck -- Kuroshima Denji / Vortragsnotiz]

Da die Anwesenden eigens zu dieser in der Stadt Osaka bisher beispiellosen Versammlung fuer reine Kunst erschienen sind, ist das, was ich heute Abend zu sagen habe, vielleicht nur eine Predigt vor dem Buddha; aber mein Vortrag setzt natuerlich voraus, dass man mir zustimmt. Die Menschen in der Welt sagen, wenn sie ein Gemaelde sehen oder einen Text lesen, oft: Ein solches Gemaelde ist, ein solcher Text ist, als haetten sie ein Urteil ueber Kunst. Doch was sie als Kunst bezeichnen, ist oftmals nur eine oberflaechliche Nachahmung der Wirklichkeit. Wahrer kuenstlerischer Ausdruck geht ueber die blosse Wiedergabe hinaus und erschafft eine eigene Realitaet, die tiefer ist als die sichtbare Welt. Dieser Vortrag ueber kuenstlerischen Ausdruck wurde bei einer Ausstellungseroeffnung in Osaka gehalten und von Lu Xun uebersetzt.

[Literatur ueber die Arbeiterfrage -- Die Problemliteratur -- Kuroshima Denji]

Die auf dem tiefen Fundament des wirklichen Lebens errichtete moderne Literatur ist auf der einen Seite reine Zivilisationskritik und Gesellschaftskritik. Diese Tendenz begann mit Ibsen. Das von ihm ins Leben gerufene sogenannte Problemdrama ebenso wie die als Tendenzroman und Gesellschaftsroman bezeichneten zahlreichen Werke behandeln alle direkt oder indirekt die schwierigen Probleme des modernen Lebens. In den extremsten Faellen treten einige Autoren geradezu aus dem Bereich der reinen Kunst heraus und werden zu einer Art Propagandist. Dieser Aufsatz untersucht die Spannung zwischen kuenstlerischer Integritaet und sozialem Engagement in der modernen Literatur und diskutiert die Frage, ob und wie Literatur zur Loesung gesellschaftlicher Probleme beitragen kann.

[Fuer die Kunst -- Karikaturen -- Kuroshima Denji]

In einem Japan, das seit vielen Jahren nur von Bushido, von der Anmassung der Militaerclique und von utilitaristischer Wissenschaft gequaelt wird, gibt es selbst heute nur wenige Menschen, die fuer Kunst volles Verstaendnis und volle Sympathie aufbringen. Besonders gegenueber bestimmten Kunstformen zeigen manche Menschen nicht nur voelliges Unverstaendnis und voellige Sympathielosigkeit, sondern nehmen eine veraecht liche Haltung ein, ja hegen sogar Abscheu -- was von der Seite betrachtet bisweilen an Komik grenzt. Ich will als Beispiel von den Zustaenden im Bildungswesen erzaehlen. Auch diese Sphare ist, ganz wie das Militaer, eine Domaeene der Verstaendnislosen. Dieser Aufsatz kritisiert die kulturelle Verarmung einer Gesellschaft, die den Utilitarismus ueber die Kunst stellt, und plaediert fuer eine Erneuerung des aesthetischen Bewusstseins.

[Die Hauptstroemung der modernen Literatur -- Kuroshima Denji]

Vor fuenfzig Jahren schrieb der Dramatiker des Nordens einen Brief an seinen groessten Vertrauten Brandes, in dem er in seinem gewohnt leidenschaftlichen Ton seiner Empoerung und seinen Verwuenschungen ueber die Zeitverhaeltnisse Luft machte. Er schrieb: Der Staat ist das Unglueck des Individuums. Wie ist Preussens Staatsmacht zustande gekommen? Dadurch, dass das Individuum in der politischen und geographischen Form des Staates versenkt wurde. Man lasse die Menschen zuerst die geistigen Zusammenhaenge erkennen, denn dies ist der einzige Weg zur Einheit. Nur so werden vielleicht die Elemente der Freiheit auferstehen. Ibsen schrieb diese Worte etwa ein halbes Jahrhundert bevor die Welt erneut in Flammen stand. Dieser Aufsatz ueber die Hauptstroemung der modernen Literatur analysiert den Einfluss Ibsens und seiner Nachfolger auf die Weltliteratur.

[Von der Kunst zur sozialen Umgestaltung -- William Morris -- Kuroshima Denji]

No artist appreciated better than he the interdependence of art, ideas and affairs. And above all, Morris knew better than anybody else that Morris the artist, the poet, the designer was inseparable from Morris the Socialist. Kein Kuenstler verstand die gegenseitige Abhaengigkeit von Kunst, Ideen und oeffentlichen Angelegenheiten besser als er. Und vor allem wusste Morris besser als jeder andere, dass Morris der Kuenstler, der Dichter, der Gestalter untrennbar war von Morris dem Sozialisten. Dieser umfangreiche Aufsatz ueber William Morris untersucht die Beziehung zwischen kuenstlerischem Schaffen und sozialer Verantwortung und stellt Morris als Vorbild fuer eine Kunst dar, die sich nicht vom Leben trennen laesst.

[Gedanken -- Landschaften -- Menschen -- Tsurumi Yusuke (Japan)]

Vorbemerkung des Uebersetzers: Vor zwei oder drei Jahren, als ich aus dieser Essaysammlung den Aufsatz Die Anziehungskraft Pekings uebersetzte, hatte ich nicht die Absicht, weitere Uebersetzungen folgen zu lassen und sie zu einem Buch zusammenzustellen. Immer wenn ich keinen Aufsatz schreiben wollte oder konnte, aber schreiben musste, behalf ich mir mit einer kleinen Uebersetzung; und ich waehle stets Texte, die sowohl dem Uebersetzer als auch dem Leser keine grosse Muehe bereiten. Dieser Text war dafuer geeignet. Frisch und unbefangen geschrieben, ohne jede Dunkelheit, und doch erkennt man darin deutlich den Schatten Chinas. Lu Xuns Vorbemerkung zu seiner Uebersetzung von Tsurumis Essays zeigt seine Arbeitsweise als Uebersetzer und seine Vorliebe fuer leicht zugaengliche, aber gehaltvolle Texte.

[Fragmentarische Gedanken -- Tsurumi Yusuke -- Sonnenuntergang]

Vom Haltepunkt Roppongi im Bezirk Azabu aus, der Strassenbahnlinie entlang in Richtung Aoyama Rokuchome, bietet der Weg eine gewisse Stimmung. Vom naechsten Haltepunkt Zaimokucho an wird die Strasse nach Kasumimachi besonders reizvoll. An klaren Wintermorgen, wenn die Berge von Chichibu ueber Nacht weiss geworden sind und sich deutlich am tiefblauen Himmel abzeichnen, am Abend aber der Fuji-Berg sichtbar wird -- vor diesem Hintergrund erscheinen selbst die Daecher zu beiden Seiten noch interessanter. Gestern Abend ging ich diesen Weg. Ploetzlich sah ich auf der gegenueberliegenden Strassenseite die grosse untergehende Sonne, die gerade versinken wollte. Tsurumis Beobachtungen ueber Tokioter Stadtviertel verbinden alltaegliche Wahrnehmung mit aesthetischer Sensibilitaet und poetischer Reflexion.

[Die Wende des Lebens -- Tsurumi Yusuke]

Dies ist eine wahre Geschichte. Der kalte Oktoberwind rauschte draussen vor der Tuer. Im grossen Zimmer, das nur an zwei Ecken von Kastenlampen beleuchtet wurde, herrschte eine gewisse Duestkeit. Im Ofen flammte ploetzlich das Feuer auf, und die naehere Umgebung erhellte sich. Der unter Amerikanern seltene, zurueckhaltende Gastgeber hatte in seiner Wohnung keinerlei grelle Farben verwendet. Die schlichten hoelzernen Tische und Stuehle waren alle schwarz gestrichen; die Waende waren blassgelb; von den Fenstervorhaengen bis zu den Bildern wurde jede auffaellige Farbe vermieden. Auch um den Ofen herum standen schwarz gerahmte Buecherschraenke, in denen allerlei Buecher unordentlich lagen. Dieser Blick auf das Buecherschrank fiel mir immer sonderbar auf. Tsurumis letzte Erzaehlung in der Sammlung schildert eine Begegnung, die das Leben veraendert, und verbindet minutioese Beobachtung mit philosophischer Tiefe.

【Selbstgefaelligkeit】

【Eins】

Zuvor hatte ich bei einer Versammlung meine Ansicht geaeussert, auf die Beliebtheit der russischen Literatur in Japan hingewiesen und gesagt, dass ich mir kuenftig auch ein wenig mehr Beschaeftigung mit der englischen Literatur erhoffte. Darauf erhoben viele junge Leute Einwaende und meinten, wozu wir uns denn mit englischer oder russischer Literatur abmuehen sollten, es genuege doch, die japanische Literatur zu studieren. Gebe es nicht so hervorragende Werke wie das Genji Monogatari und das Tsurezuregusa? Einer ging noch weiter und brachte ein Argument vor, das an Taiko Toyotomi Hideyoshi erinnerte: Anstatt dass wir Fremdsprachen lernten, sollten wir lieber die Menschen in aller Welt dazu bringen, Japanisch zu lernen. Das stand natuerlich in voelligem Widerspruch zu meinem Vorschlag. Doch dass diese Art von Meinung die der Mehrheit der Versammelten war, und dies waren junge Leute mit kaum mehr als Mittelschulbildung, das erschreckte mich nicht wenig. So kam ich auf die Geschichte zweier fremder Voelker.

【Zwei】

Jeder, der die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika gelesen hat, weiss, dass die urspruenglichen Herren dieses Landes ein Volk waren, das man die amerikanischen Indianer nennt. Diese einstigen Besitzer wurden nach und nach von den neu ankommenden Europaeern vertrieben und zogen sich tief ins Gebirge zurueck. Heute fristen sie in entlegenen Winkeln der einzelnen Bundesstaaten unter dem besonderen Schutz der amerikanischen Regierung ein armseliges Dasein. Ihre Bevoelkerungszahl nimmt stetig ab; vielleicht werden sie eines Tages gaenzlich von der Erde verschwunden sein.

Und doch aehneln diese Indianer den Japanern nicht nur im Aeusseren, sondern besitzen auch in ihrem Charakter vieles, das unser Mitgefuehl weckt. Das empfinden wir jedes Mal, wenn wir amerikanische Geschichte lesen.

【Drei】

Sie waren ein aeusserst tapferes Volk: Sie jagten und fischten in den Bergen und Waeldern, staehlten Koerper und Geist im Wind und Frost, kaempften gegen Feinde selbst unter den widrigsten Umstaenden ohne zu wanken, und ihr Lebenswandel war rein. Die Beziehungen zwischen Mann und Frau waren aufrichtig, und auch ihre Umgebung hielten sie sauber. Besonders bewundernswert war ihre tiefe Wertschaetzung von Treue und Ehrgefuehl. Es gab da eine Geschichte:

Einmal hatte ein junger Indianer einen Mord begangen, war ueberfuehrt und zum Tode verurteilt worden. Nachdem er das Urteil gelassen empfangen hatte, sagte er ruhig: "Herr Richter, ich habe eine Bitte. Wollen Sie mich anhoeren? Es ist nichts Besonderes. Wie Sie wissen, ist mein Beruf der Baseball. Fuer die kommende Herbstsaison habe ich bereits einen Vertrag mit dem Veranstalter geschlossen und mich verpflichtet, fuer ein bestimmtes Gehalt zu spielen. Wenn ich nicht antrete, wird unsere Mannschaft wohl eine schwere Niederlage erleiden. Koennte die Vollstreckung meines Todesurteils wohl um einige Monate aufgeschoben werden? Sobald meine Baseballsaison endet, werde ich gewiss zurueckkehren und mich der Hinrichtung stellen."

Erstaunlicherweise gewaehrte der Richter dem jungen Mann die Bitte sofort. Noch erstaunlicher aber war, dass der Indianer seinem Vertrag mit dem Veranstalter gemaess die Baseballsaison absolvierte und anschliessend, seinem Versprechen gegenueber dem Richter getreu, zurueckkehrte und die Hinrichtung ueber sich ergehen liess.

Der Amerikaner, der mir diese Geschichte erzaehlte, fuegte noch einige Worte hinzu: "Nur weil es ein Indianer war, glaubte der Richter ihm. Denn ein Indianer bricht sein Wort nicht, und wenn es ihn das Leben kostet."

【Vier】

Diese Worte riefen mir allerlei Dinge in Erinnerung. Gegen die Arier, die ein Volk mit solchen Tugenden betrogen und ihm sein weites Land geraubt hatten, regte sich Abscheu in mir. Doch staerker noch als dies beruehrte mein Herz eine andere Frage: Warum ist ein so vortreffliches Volk so klaeglich untergegangen?

Eines Tages traf ich in Boston einen Gelehrten, der als Experte fuer die Indianer beruehmt war. Nachdem ich ihn ueber Charakter und Wesen dieses Volkes ausgefragt hatte, erkundigte ich mich nach den Ursachen seines allmaehlichen Untergangs.

Die Antwort des Doktors war recht aufschlussreich: "Ich denke, das ist das Ergebnis der grossen Schwaeche der Indianer. Und die heisst arrogance, Hochmut. Sie waren fest davon ueberzeugt, das einzig ueberlegene Volk der Welt zu sein, und verachteten infolgedessen alle anderen, insbesondere die Weissen. Diese Verachtung hatte durchaus ihre Berechtigung, denn von der moralischen Seite her betrachtet taten die Weissen tatsaechlich vieles, das ihre Geringschaetzung verdiente. Aber in der Folge verachteten sie auch alles Gute, das die Weissen besassen. Sie wollten von der Zivilisation der Weissen nicht das Geringste lernen. Die Wissenschaft achteten sie ueberhaupt nicht. Sie lebten stets im Rahmen der Traditionen ihres eigenen Stammes. So machten sie keinerlei Fortschritte. Das ist wohl der Hauptgrund, warum sie trotz ihrer Vortrefflichkeit dem Untergang entgegengingen."

Mir wurde augenblicklich klar: Das Furchtbarste im menschlichen Dasein ist dieser hochmuetige Eigenduenkel. In dem Moment, da er einsetzt, hoert die Entwicklung des einzelnen Menschen auf, hoert die Entwicklung eines ganzen Volkes auf.

Betrachten wir die Weltgeschichte der Antike. Worauf beruhte die Weltherrschaft des roemischen Volkes? Offensichtlich ganz und gar auf jener demuetigen Gesinnung, die faehig war, die Kultur anderer Voelker aufzunehmen. Waehrend sie die umliegenden Voelker eroberten, gewaehrten sie den Besiegten zugleich die Rechte freier Buerger und nahmen deren Zivilisation in vollen Zuegen auf. Die griechische Kultur gelangte nach Rom und entfaltete sich dort in vollster Reife. Als aber die Roemer, vom Glanz ihrer militaerischen Erfolge geblendet, allmaehlich hochmuetig wurden, da stuerzte jenes scheinbar ewig unzerstoerbare Weltreich wie morsches Holz in sich zusammen. Was Deutschland ins Verderben fuehrte, war der Pangermanismus; Chinas gegenwaertiger Niedergang ist die Folge der Selbstueberhebung der Chinesischen Republik. Es ist keineswegs nur das Schicksal der amerikanischen Indianer allein.

【Fuenf】

Doch es gibt hier auch ein Beispiel, das genau das Gegenteil zeigt: die Juden. Mein Interesse an den Juden erwachte vor fuenf Jahren, als ich in Amerika lebte. Die Diskriminierung der Juden unter den Westlern fiel mir auf, und so begann ich ueber die Gruende fuer diese Ausgrenzung nachzudenken. Man heiratet keine Juden. Wenn eine Tochter eigenmaechtig einen Juden geheiratet hat, brechen die Verwandten den Umgang mit ihr ab. In das eigene Haus laedt man keinen Juden zum Essen ein. Gute Schulen nehmen keine Juden auf. Gute Clubs lassen keine Juden zu. Ueberall werden sie ausgeschlossen. Und dennoch sind die Juden ueber die ganze Welt verstreut und gedeihen und vermehren sich in jedem Land. Wie unterscheidet sich das von den Indianern! Das Geheimnis liegt darin, dass die Juden niemals andern Rassen gegenueber jenen Hochmut an den Tag legen, den die Indianer zeigen. Was immer andere Voelker an Gutem besitzen, nehmen sie begierig auf. So absorbieren sie in jedem Land die Vorzuege der Kultur jenes Landes und machen sie sich auf ihre eigene Weise zu eigen. Und so gehen sie niemals unter, sondern gedeihen allerorten.

【Methoden des Lesens】

【Eins】

Frueher galten als die grossen Plagen der Menschheit: Alter, Krankheit, Armut und Tod. In juengerer Zeit gibt es nun auch andere Berechnungsweisen: Verschwendung und Unwissenheit werden ebenfalls zu den Feinden der Menschheit gezaehlt. Ein Mensch, der die Verschwendung besonders leidenschaftlich bekaempft, ist der englische Denker H.G. Wells.

Diese Verschwendung koennen wir unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten. Wenn man von Verschwendung sprach, dachte man frueher gewoehnlich an Geldverschwendung. Doch die Verschwendung von Geld ist eine vergleichsweise geringfuegige Angelegenheit. Was wir Verschwendung nennen, das ist die Verschwendung von Materie, die Verschwendung des Geistes, die Verschwendung der Zeit. Und was wir am schmerzlichsten empfinden, ist, wie sehr die geistige Verschwendung den Fortschritt der Menschheit schaedigt. Was unser Glueck zerstoert, ist eben dieser unnuetze Verbrauch geistiger Energie. Koennten wir aus unserem Leben dieses Unnuetze herausstreichen, wuerde das Mass unseres Gluecks gewiss betraechtlich wachsen. Die grundlose Sorge um allerlei Dinge und die uebertriebene Ruecksicht auf gesellschaftliche Konventionen sind beispielsweise solche unnuetzen geistigen Verschwendungen.

【Zwei】

Doch auch unter den Dingen, die wir fuer gut halten, gibt es nicht selten solche, bei denen wir uns einer unerwarteten Verschwendung schuldig machen. Das Lesen von Buechern etwa ist eines davon.

Vergleichen wir Ballspielen und Lesen, so wird wohl jeder das Ballspielen fuer ein muessiges Vergnuegen und das Lesen fuer eine nuetzliche Taetigkeit halten. In Wirklichkeit aber ruhen wir uns bisweilen durch Ballspielen aus, um erschoepften Koerper und Geist zu erfrischen und uns auf kommende Arbeit vorzubereiten, waehrend das Lesen zuweilen eine nutzlose nervliche Erregung hervorruft und wahres Handeln behindert. Kurz gesagt: Wie es beim Ballspielen den Unterschied zwischen Verschwendung und Nicht-Verschwendung gibt, so gibt es auch beim Lesen solche Unterschiede.

Besonders beim Lesen liegt der Grund darin, dass man uns von Jugend an zwar die Fertigkeit beigebracht hat, geschriebene Zeichen zu entziffern, uns aber niemals die wahre Kunst des Lesens vermittelt hat. So verbringen wir im Laufe unseres Lebens viel Zeit mit vergeblichem, verschwenderischem Lesen. Wie also sollten wir lesen?

【Drei】

Das Lesen, von dem ich hier sprechen moechte, meint nicht jenes Lesen als Zeitvertreib, bei dem man auf langen Zugfahrten zu Romanen greift oder nach einem ermuedenden Tag die Verse eines Dichters liest. Gemeint ist vielmehr jenes Lesen, bei dem man aus Buechern Anregungen gewinnen will und sie zu diesem Zweck zur Hand nimmt. Nun ist gerade die Zeit gekommen, da frische Kuehle in die Welt einzieht und das Lampenlicht doppelt vertraut wirkt, so dass es also nicht vergeblich sein duerfte, einmal zu untersuchen, wie die Alten gelesen haben.

【Vier】

Jeder Mensch hat in seinem Leben eine Phase, in der er Buecher wahllos und wie besessen verschlingt. Ist diese Phase vorueber, haelt er erst einmal inne und blickt zurueck: Was habe ich eigentlich aus all diesen hunderten von Baenden gewonnen? Es duerfte kaum jemanden geben, der dabei nicht ein Gefuehl trostloser Enttaeuschung empfindet. Meist hat man sich nur die Augen ermuedet, den Geist verdorben und den Geldbeutel geleert. So verfallen wir oft genug in die vorschnelle Ansicht, dass Lesen gaenzlich nutzlos sei.

Doch wenn man es genauer prueft, erkennt man, dass die Fehler meist daher ruehren, dass man die Methode des Lesens nicht studiert hat. Es gibt in der Welt allerdings sogenannte aussergewoehnliche Genies. Solche Menschen koennen ohne jede Methode die tiefsten Geheimnisse der Buecher durchdringen; fuer sie ist eine Lesemethode ueberfluessig. Einmal sah der Graf Otani Kozui auf den Buechern seiner Schueler rote Unterstreichungen und schalt sie heftig: Wer sich nur mittels Unterstreichungen etwas merken koenne, tauge nichts. Doch so etwas sollten wir gewoehnlichen Menschen keinesfalls nachahmen. Wir sollten beharrlich den gewoehnlichen, sicheren Weg beschreiten.

【Fuenf】

Es scheint ungefaehr vier Methoden zu geben. Die erste und gebraeuchlichste ist das Unterstreichen mit roter Tinte. Auch die Art des Linienziehens ist verschieden. Manche verwenden einfach einen Rotstift und ziehen am Rand eine Linie; andere gehen weiter und zeichnen verschiedenartige Linien. Dr. Nitobe ist einer der bedeutendsten Buecherleser Japans und behaelt das Gelesene ausgezeichnet. Betrachtet man die Buecher, die er gelesen hat, so findet man verschiedene Arten von Linien in zwei Farben: Rotlinien fuer stilistisch gelungene Stellen, blaue fuer Gedanken, die er bewundernswert findet. Bei westlichen Buechern unterscheidet er drei Stufen: Fuer die besten Stellen das Unterstreichen, dann ein Kreis (ein grosser, der die ganze Seite umfasst), und schliesslich ein senkrechter Strich am Seitenrand.

Der englische Gelehrte William Hamilton sagte: "Wenn man die Kunst des Unterstreichens recht beherrscht, kann man eine Methode gewinnen, die Quintessenz wichtiger Buecher zu erfassen. Unterscheidet man dabei die Farbe der Tinte je nach Art des Inhalts, etwa Theorie und Tatsachen, so erleichtert dies nicht nur das spaetere Nachschlagen, sondern erzeugt auch beim Lesen selbst eine Art inneres Register im Geist, das das Verstehen in unschaetzbarem Masse foerdert."

Diese Methode des Unterstreichens ist unter Lesern allgemein verbreitet. Wenn man dazu noch in den Raendern Anmerkungen macht, scheint der Gewinn aus dem Lesen noch groesser zu werden.

【Sechs】

Die zweite Methode besteht darin, beim Lesen zugleich Exzerpte anzufertigen und ein Heft mit Auszuegen anzulegen. Dies ist eine seit alters von Gelehrten weit verbreitete Methode; wer grosse Werke verfasst hat, scheint in der Regel Auszuege angefertigt zu haben. Praesident Wilson soll von Studentenzeiten an sorgfaeltig Auszuege angefertigt haben. Der grosse englische Staatsmann und Literat Lord Morley sagte einmal: "Es gibt eine Methode des Lesens, bei der man stets ein Notizbuch zur Hand hat und waehrend der Lektuere Hervorragendes, Interessantes und Anregendes fortlaufend niederschreibt. Um dies praktisch zu machen, gliedert man nach Themen und notiert Punkt fuer Punkt. Dies ist die beste Methode, die Gewohnheit zu entwickeln, beim Lesen die Gedanken auf den Text zu konzentrieren und den Sinn richtig zu erfassen."

Dagegen gibt es aber auch Einwaende. Der Historiker Gibbon sagte: "Die Methode der Exzerpte verdient keineswegs uneingeschraenktes Lob. Waehrend des Lesens selbst die Feder zu fuehren, hat zwar durchaus den Vorteil, dass man die Gedanken nicht nur aufs Papier, sondern auch in die eigene Brust einpraegt; aber wenn man bedenkt, wie viel Anstrengung wir dadurch verschwenden, so bleibt nach dem Abzug nicht unbedingt ein Gewinn."

Es gibt in beiden Auffassungen etwas Richtiges; im Wesentlichen kommt es auf den Charakter des Lesers an.

【Die Naturalisierung der Fuehrungsposition】

【Eins】

Wir sitzen gegenwaertig im Wirbelsturm. Winde von enormer Geschwindigkeit stuermen in Hunderten verschiedener Richtungen. Jeder Einzelne wird in diesem Druckfeld umhergeweht. Dies ist der grosse Sturm der geistigen Verwirrung, der die ganze Welt ueberflutet.

Der Europaeische Krieg hat den Anker des ueberlieferten traditionellen Geistes gekappt. Die Zeit ist gekommen, in der selbst der sorgloseste Mensch nicht mehr in Ruhe mit den alten Denkweisen leben kann. Allein die Teuerung als ein einziger Grund genuegt, um das Leben der Voelker auf der ganzen Welt zu erschuettern. Gedanken, Institutionen und Gewohnheiten, die das Herz des Volkes dauerhaft gebunden hatten, beginnen ihren Glanz zu verlieren.

Solch eine geistige Verwirrung ist freilich nicht erst heute aufgetreten. Sie findet sich verstreut in der bisherigen Geschichte. Und unsere Vorfahren haben diese Pruefungen allesamt bestanden. Es gibt keinen Grund, warum ausgerechnet wir sie nicht bestehen sollten.

Was man diese Verwirrung nennt, ist, anders ausgedrueckt, der "Verlust des Leitprinzips"; noch einfacher gesagt bedeutet es, dass es keine Fuehrer mehr gibt. Das heisst, niemandes Gedanken vermoegen mehr das ganze Volk zu bewegen, niemandes Stellung vermag mehr das Vertrauen des gesamten Volkes zu gewinnen.

Das Zusammenleben der Menschen sucht stets nach Fuehrern. Dies beschraenkt sich nicht auf die Menschen allein; es ist ein starker Instinkt, der allen Lebewesen gemeinsam ist. Wir sehen ihn bei den Wildgaensen, die am Himmel fliegen, und bei den Rinderherden, die auf der Weide umherstreifen. Gerade im menschlichen Leben haben wir seit jeher verschiedene Bezeichnungen fuer diese Fuehrer verwendet. Bisweilen waren es halbgoettliche Kaiser, bisweilen Priester als Stellvertreter Gottes, bisweilen heroische Politiker als Idole des Volkes, bisweilen grosse Dichter als Sprecher der Volksgedanken, bisweilen maechtige Feldherren als Beschuetzer von Land und Leben der Buerger. Und unsere Vorfahren verliessen sich auf ihr unreflektiertes Vertrauen in diese Fuehrer und pfluegten, webten und fuhren ihre Boote in Seelenfrieden.

Doch mit der Entfaltung des Selbstbewusstseins jedes einzelnen Buergers konnten wir die Gedanken und die Stellung anderer nicht mehr so einfach anerkennen wie zuvor. Insbesondere die Ausbreitung der Bildung und der Fortschritt der persoenlichen Freiheit haben die Unterschiede zwischen den Menschen verringert. So kam eine Zeit, in der man selbst beim Anblick einer alten Theaterszene, in der ein Untergebener vor seinem Herrn niederkniet, in Zorn geriet. Heute taugt als unser Fuehrer nur derjenige, in dessen Gedanken wir etwas finden, das wir wirklich fuer richtig halten. Es ist die Aera der "Politik der Einsicht" gekommen.

Doch der Sturm des Europaeischen Krieges hat auch die Grundlage dieser "Politik der Einsicht" zerstoert. "Vaterlandsliebe ist das Allerwichtigste! Zieht fuer euer Land das Schwert!" So riefen die europaeischen Politiker. Man fand es richtig, und viele Buerger zogen aufs Schlachtfeld. "Wenn wir diesen Krieg gewinnen, erlangen wir ewigen Frieden!" So schrien die Politiker. Anderthalb Millionen junge Franzosen starben unter dem Granatenhagel. Dann wurde der Vertrag von Versailles geschlossen. Von ewigem Frieden konnte keine Rede sein. Es war nichts weiter als eine Umruestung der Menschheit fuer den naechsten Krieg. Als die Menschen erkannten, dass alles, was die Politiker sagten, Luegen waren, verschwand die Grundlage der "Politik der Einsicht" aus den Herzen des Volkes. Und die "Politik der Gewalt", die an die Stelle der "Politik der Einsicht" trat, erhob allerorts ihr Haupt. Gewalt ist etwas wie ein Schneemann, der in dem Augenblick, da das Volk erwacht, spurlos dahinschmilzt.

【Zwei】

Wenn Lebewesen ein kollektives Handeln aufnehmen, so findet sich unter ihnen zwangslaeufig ein Fuehrer. Dieser Fuehrer ist manchmal von Dauer. Der Fuehrer einer Rinder- oder Pferdeherde besitzt instinktiv den Fuehrungsgeist. Solange kein staerkerer Fuehrer auftritt, der ihm seine Stellung im Kampf streitig macht, lebt dieses eine Tier als Anfuehrer der Gruppe weiter.

Im Gegensatz dazu ist bei Woelfen, die auf Beutejagd ziehen, jedes einzelne Tier sich seines Fuehrungsinstinkts stark bewusst. Kommen sie an eine Wegkreuzung, will einer nach links, ein anderer nach rechts. Dann waehlen die anderen Woelfe aus den beiden Kandidaten denjenigen als Fuehrer, der ueber die besseren Faehigkeiten, Geruch, Sehkraft, Gehoer, verfuegt und folgen ihm in die von ihm gewiesene Richtung.

Die Fuehrungsposition bei uns Menschen mag nicht unbedingt ebenso funktionieren. Doch der Ursprung, aus dem die Fuehrungsposition entsteht, ist wie bei den Woelfen: Man erhebt denjenigen zum Fuehrer, der fuer das Ziel die besten Faehigkeiten besitzt. Doch der Fuehrer nutzte seine herausragende Stellung, um sie dauerhaft zu besetzen, und schlimmer noch: in erblicher Form an Nachkommen weiterzugeben, die keinerlei Fuehrungsqualitaeten besassen.

【Drei】

Das Grundprinzip des menschlichen Lebens ist die Zusammenarbeit. Mit der Kraft eines Einzelnen allein koennen wir nichts ausrichten. Die Faehigkeiten sind auf viele verteilt, und erst durch die Zusammenarbeit aller wird das menschliche Leben moeglich.

【Gelesene Prosa und gehoerte Worte】

Eines Tages unterhielt sich Anatole France ruhig mit seinen Freunden:

"Die Kritiker sagen haeufig, Molieres Stil sei schlecht. Das ist eine Frage der Betrachtungsweise. Was Moliere im Sinn hatte, war nicht fuer das Auge geschriebene Prosa, sondern Worte, die mit dem Ohr gehoert werden sollten. Als Dramatiker wandte er sich nicht so sehr an das Auge des Lesers, sondern vielmehr an das Ohr des Zuschauers. Der Zuschauer ist unaufmerksam. Um selbst den unaufmerksamsten Zuschauer zu erreichen, wiederholte Moliere seine Aussagen; um selbst dem nachlaessigsten Zuschauer verstaendlich zu sein, hielt er sie einfach. So wurde der Stil weitschweifig und voller Wiederholungen. Doch damit nicht genug. Man muss auch an die Schauspieler denken. Ein unbegabter Schauspieler wird unweigerlich einen plumpen Vortrag liefern. Also baute Moliere seine Texte so auf, dass selbst der unbegabteste Schauspieler damit zurechtkam.

Um also den Zuschauer wirklich verstehen zu lassen, wiederholte Moliere ein und denselben Gedanken drei- bis viermal.

In sechs oder acht Verszeilen sind die wirklich wichtigen gewoehnlich nur zwei. Der Rest gleicht dem Schnurren einer Katze. Waehrend dieser Passagen kann der Zuhoerer sich beruhigen und in Ruhe auf das Kommen der entscheidenden Zeilen warten. So machte es Moliere."

In dieser kurzen Bemerkung des grossen Schriftstellers liegt eine Bedeutung, die jeder, der sich um die Redekunst bemueht, gruendlich bedenken sollte.

【Die sogenannten Skeptiker】

【Eins】

Als das beruehmte Werk "Die Befreiung von Massachusetts" des Bostoner Gelehrten Brock Adams nach vierzig Jahren in einer Neuauflage erschien, besprach ein Kritiker das Buch und bezeichnete Adams als Pessimisten. Darauf erwiderte ein Freund von Adams in einer Zeitung: Adams sei kein Pessimist; wenn man ihn durchaus einordnen wolle, sei er eher ein Skeptiker. Nun ist freilich der Unterschied zwischen Pessimismus und Skeptizismus nicht gering, doch da dies nicht das Thema meiner Eroerterung ist, uebergehe ich ihn hier.

Was mich hier beschaeftigt, ist vielmehr das Problem, ob es in der Welt eine Person gibt, die es verdient, ein "Skeptiker" genannt zu werden. Die Antwort scheint mir zu sein: wahrscheinlich nicht. Es gibt Menschen, die in der Oeffentlichkeit den Schein des Skeptikers wahren, in Wahrheit aber im tiefsten Innern gluehende Ueberzeugungen hegen. Und es gibt solche, die von der Gesellschaft als "Skeptiker" abgestempelt werden, die aber in Wirklichkeit keine Skeptiker sind, sondern nur Suchende, die noch nicht gefunden haben.

【Zwei】

Ein wahrer Skeptiker muesste jemand sein, der an nichts in der Welt glaubt, an gar nichts. Doch ist ein solcher Mensch ueberhaupt denkbar? Selbst wenn jemand an der Welt zweifelt, an der Gesellschaft zweifelt, an den Institutionen zweifelt, so zweifelt er doch nicht an seinem eigenen Zweifel. Sein Zweifel selbst ist ihm eine Gewissheit. Und damit ist er bereits kein vollkommener Skeptiker mehr.

Wer also in der Gesellschaft ein "Skeptiker" genannt wird, ist im Grunde jemand, der nur an bestimmten Dingen zweifelt, waehrend er an anderen Dingen festhaelt, ein Mensch also, der Ueberzeugungen hat, nur eben andere als die herrschenden. Er zweifelt an den Ueberzeugungen der Mehrheit, wird deshalb als Skeptiker bezeichnet, ist aber in Wahrheit ein Mensch mit eigenen, abweichenden Ueberzeugungen. Und gerade diese Menschen sind es oft, die die Welt voranbringen.

【Ueber den Liberalismus】

【Eins】

Dass ich den Liberalismus studieren wollte, liegt schon lange zurueck. Bereits als Zweitklaessler der Mittelschule hatte ich die Biographie John Brights gelesen und war tief bewegt. Wenn ich heute daran zurueckdenke, so keimte damals wohl schon, wenn auch nur schemenhaft, mein Interesse am Liberalismus.

Was ist nun eigentlich Liberalismus? Der Kern des Liberalismus ist die Achtung vor der individuellen Freiheit. Und was ist individuelle Freiheit? Es ist die freie Entfaltung der Persoenlichkeit, soweit sie nicht die Freiheit anderer verletzt.

Doch diese einfache Definition ist leichter ausgesprochen als verwirklicht. Die Geschichte des Liberalismus ist die Geschichte des Kampfes um seine Verwirklichung, ein Kampf, der bis heute nicht beendet ist.

【Zwei】

Die Geschichte des Liberalismus beginnt in England. Man kann sie bis zur Magna Carta von 1215 zurueckverfolgen, jenem grossen Dokument, das die Barone dem Koenig Johann abzwangen. Doch der eigentliche Liberalismus als politische Philosophie entstand erst im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert.

John Locke formulierte die Grundsaetze: das Recht auf Leben, Freiheit und Eigentum. Die Regierung besteht durch die Zustimmung der Regierten; verletzt sie deren Rechte, haben die Buerger das Recht auf Widerstand. Diese Ideen beeinflussten die Amerikanische und die Franzoesische Revolution gleichermassen.

Der klassische Liberalismus stellte das Individuum in den Mittelpunkt. Er misstraute der Staatsmacht und forderte ihre Begrenzung. Die wirtschaftliche Freiheit, Freihandel und Gewerbefreiheit, galt als ebenso fundamental wie die politische. Adam Smith, Richard Cobden, John Bright, sie alle trugen dazu bei, diese Ideale zu formulieren und durchzusetzen.

【Drei】

Doch der Liberalismus begegnete auch ernsten Herausforderungen. Die Industrielle Revolution zeigte, dass wirtschaftliche Freiheit ohne soziale Absicherung zu neuem Unrecht fuehren konnte. Kinderarbeit, elende Arbeitsbedingungen, himmelschreiende Ungleichheit, all dies geschah im Namen der freien Wirtschaft.

So entstand aus dem Liberalismus selbst heraus eine Reformbewegung. John Stuart Mill vertrat die Ansicht, dass die Freiheit des Einzelnen dort ihre Grenze finden muesse, wo sie anderen Schaden zufuege. Der Staat habe die Pflicht, die Schwachen vor den Starken zu schuetzen. Dies war kein Verrat am Liberalismus, sondern seine Weiterentwicklung, die Erkenntnis, dass wahre Freiheit nicht in der blossen Abwesenheit staatlicher Eingriffe besteht, sondern in der tatsaechlichen Moeglichkeit jedes Einzelnen, sein Potential zu entfalten.

Wer heute den Liberalismus studiert, erkennt: Es ist keine starre Doktrin, sondern eine lebendige, sich stets weiterentwickelnde Tradition des Nachdenkens ueber die Bedingungen menschlicher Freiheit.

【Alte Wanderorte】

【Eins: In der Rue Edouard VII】

In Paris gibt es einen Ort, den ich in meinen frueheren Tagen besonders haeufig aufsuchte. Er liegt in der Naehe der Oper, in einer kleinen Strasse namens Rue Edouard VII. Es war ein kleines Viertel voller Buchlaeden, Antiquariate und Cafes. Hier verbrachte ich manche Stunde, blaetterte in alten Buechern und trank meinen Kaffee, waehrend ich das Treiben der Pariser beobachtete.

Die Buchlaeden dort waren von besonderer Art. Nicht die grossen, glanzenden Buchhandlungen der Boulevards, sondern kleine, dunkle Geschaefte, in denen sich die Buecher vom Boden bis zur Decke stapelten. Die Besitzer waren meist aeltere Herren, die jedes Buch in ihrem Laden kannten und einen mit leidenschaftlichen Empfehlungen ueberschuetteten, sobald man Interesse an einem bestimmten Thema zeigte.

Ich erinnere mich an einen Buchhändler, der sich auf franzoesische Literatur des achtzehnten Jahrhunderts spezialisiert hatte. Als ich nach Werken von Voltaire fragte, leuchteten seine Augen auf, und er fuehrte mich in eine dunkle Ecke, wo er eine seltene Erstausgabe der "Lettres philosophiques" aufbewahrte. Er liess mich das Buch in Haenden halten, als waere es eine heilige Reliquie, und erzaehlte mir dabei die ganze Geschichte seiner Entdeckung.

Das alles ist nun schon viele Jahre her. Ob diese kleinen Buchlaeden noch existieren, weiss ich nicht. Die grossen Staedte veraendern sich unaufhoerlich, und was gestern noch war, ist morgen vielleicht schon verschwunden. Doch in meiner Erinnerung leben diese Orte fort, so lebendig wie am ersten Tag.

Wenn ich an jene Zeit zurueckdenke, wird mir bewusst, wie sehr das Reisen in jungen Jahren den Menschen formt. Nicht die grossen Sehenswuerdigkeiten sind es, die sich ins Gedaechtnis einbrennen, sondern die kleinen, alltaeglichen Begegnungen: ein Gespraech mit einem Buchhaendler, der Geschmack eines Kaffees in einem Pariser Cafe, der Anblick einer schmalen Gasse im Abendlicht. Diese Dinge sind es, die bleiben, wenn alles andere verblasst.

【Ueber das Reisen】

【Eins】

Vor einigen Tagen kam jemand und fragte mich, was ich vom Reisen halte. Man reise doch viel heutzutage. Ja, man reise sogar viel mehr als frueher. Aber ob man auch wirklich besser reise? Das sei die Frage.

Und in der Tat, es gibt da einen grossen Unterschied. Die alten Reisenden reisten langsam. Sie gingen zu Fuss oder ritten auf Pferden; sie fuhren in Postkutschen und liessen sich von Fluessen tragen. Das Reisen war eine Kunst, und wer sie beherrschte, der sah die Welt mit ganz anderen Augen als der hastige Passagier unserer Eisenbahnen und Dampfschiffe.

【Zwei】

Heute rast man ueber die Erdoberflaeche, als gelte es, einen Rekord aufzustellen. Man durchquert Laender, ohne sie zu sehen; man besucht Staedte, ohne sie zu kennen. Man hat am Ende eine lange Liste von Ortsnamen aufzuweisen und eine Schachtel voller Photographien; aber ob man wirklich etwas erfahren hat, das ist eine ganz andere Frage.

Das wahre Reisen besteht nicht darin, moeglichst viele Orte in moeglichst kurzer Zeit abzuhaken. Es besteht darin, an wenigen Orten lang genug zu verweilen, um ihren Geist zu erfassen. Wer eine Stadt in drei Tagen "erledigt," hat sie nicht gesehen. Wer drei Monate in ihr lebt, beginnt sie vielleicht zu verstehen.

【Drei】

Es gibt aber noch einen weiteren Unterschied. Der alte Reisende ging aus, um zu lernen. Er reiste, weil er wissen wollte, wie andere Menschen leben, denken und fuehlen. Der moderne Tourist dagegen reist oft nur, um sich unterhalten zu lassen. Er will das Fremde nicht verstehen; er will es bestaunen. Und das sind zwei grundverschiedene Dinge.

Wer wirklich reisen will, der muss bereit sein, sich auf das Fremde einzulassen. Er muss bereit sein, seine eigenen Gewohnheiten und Vorurteile in Frage zu stellen. Das ist nicht bequem, aber es ist der einzige Weg zu wahrem Verstaendnis.

[1] Siehe mein Werk "Heraus aus dem Elfenbeinturm", Seite 174, Kapitel "Spieltheorie".

[2] Die im Text eroerterten Theorien beziehen sich auf die allgemeine Auffassung des Spiels als eines kulturellen Phaenomens und sollten im Zusammenhang mit den philosophischen Grundlagen der Spieltheorie gelesen werden, wie sie von verschiedenen Denkern des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts entwickelt wurden. Der Spieltrieb, wie ihn Friedrich Schiller in seinen "Briefen ueber die aesthetische Erziehung des Menschen" beschrieb, bildet die Grundlage fuer das Verstaendnis des Verhaeltnisses von Kunst und Freiheit.

【Die Uhr】

Sowjetunion. L. Panteleew, Autor. Deutschland. Bruno Fuchs, Illustrationen.

【Anmerkungen des Uebersetzers】

Den Autor der "Uhr," Panteleew (L. Panteleev), kenne ich nicht persoenlich. Die Aufzeichnungen, die ich gesehen habe, besagen lediglich, dass er urspruenglich ein Strassenkind war, spaeter eine Ausbildung erhielt und ein hervorragender Autor wurde, ja sogar ein weltberuehmter Schriftsteller. Von seinen Werken liegen drei deutsche Uebersetzungen vor: Erstens "Schkid" (Abkuerzung des russischen Wortes fuer "Dostojewski-Schule"), auch "Die Republik der Strassenkinder" genannt, gemeinsam verfasst mit G. Bjelych, ein Werk von ueber fuenfhundert Seiten; zweitens "Die Rache des Kepnaurli," das ich nicht gesehen habe; und drittens diese Novelle, ein Kinderbuch mittlerer Laenge: "Die Uhr."

Die vorliegende Uebersetzung basiert auf der deutschen Uebertragung von Frau Maria Einstein, erschienen 1930 in Berlin. Am Ende des Originals befanden sich zwei Seiten Nachwort des Herausgebers, doch da es sich nur um an deutsche Kinder gerichtete Worte handelt, die ein erwachsener chinesischer Leser bereits kennt, und da die Leser dieser Uebersetzung vermutlich ueberwiegend Erwachsene sein duerften, habe ich dieses Nachwort nicht mit uebertragen.

Bei der Uebersetzung war mir die japanische Uebertragung von Makimoto Kusuro, "Kintokei" (Die goldene Uhr), eine grosse Hilfe. Sie erschien im Dezember vorletzten Jahres im Verlag Rakuro Shoin in Tokio. In jenem Buch ist nicht angegeben, ob er nach dem Original oder einer Uebersetzung arbeitete; doch nach den Worten Fujimori Seiichis scheint auch er die deutsche Uebersetzung verwendet zu haben.

Diese Geschichte erzaehlt von einem Strassenjungen namens Petka, der eine goldene Uhr stiehlt und durch die Folgen dieser Tat allmaehlich die Bedeutung von Ehrlichkeit und Verantwortung begreift. Es ist eine Geschichte ueber Erziehung und moralische Entwicklung in der fruehen Sowjetunion, geschrieben mit Waerme und psychologischer Einsicht. Die Kinder in der Geschichte sind keine idealisierten Figuren, sondern lebendige Wesen mit all ihren Fehlern und Schwaechen.

【Vorwort】

Die Stroemungen der neueren europaeischen Kunstgeschichte von der Franzoesischen Revolution bis zur Moderne als Ganzes zusammenfassend zu behandeln, ist ein historisch aeusserst faszinierendes, zugleich aber auch aeusserst schwieriges Thema. In dieser kurzen Zeitspanne finden sich blendend vielschichtige und rasche Wandlungen der Gedankenstroemungen. Hinzu kommt, dass die Zahl der Voelker, die an diesem schoepferischen Werk beteiligt waren, ausserordentlich gross ist. Man kann sagen, dass nahezu ganz Europa an diesem bemerkenswerten gemeinsamen Werk teilnahm. So traten die Lokalfarben der verschiedenen Voelker und die verschiedenen Erscheinungsformen des Zeitgeistes jeweils frei und deutlich hervor und erzeugten jene glaenzende Vielfalt der Farben, deren historische Bearbeitung tiefes Interesse weckt. Doch viele Schwierigkeiten begleiten die Behandlung dieser Epoche, wohl eben aus diesem Grunde.

In den bisherigen kunsthistorischen Versuchen, die Phaenomene dieser Epoche zusammenfassend zu behandeln, laesst sich in nahezu jeder Unternehmung eine gemeinsame Tendenz erkennen: ein Erfassungsansatz, der nur die Bequemlichkeit beruecksichtigt. Darunter gibt es selbstverstaendlich auch Arbeiten, die hinsichtlich der Ordnung des Quellenmaterials verdienstvolle Leistungen erbracht haben, doch eine einheitliche Darstellung auf der Grundlage eines fundamentalen Begriffs oder Prinzips fehlt nahezu gaenzlich. In juengster Zeit jedoch, seit in der deutsch-oesterreichischen Wissenschaft die auf dem "Kunstwollen" basierende kunsthistorische Betrachtungsweise Verbreitung fand, werden auch fuer die Behandlung der modernen Kunst neue Methoden angewandt. Schmidts Werk "Die moderne Kunst" ist ein herausragendes Beispiel dafuer.

Als dieses Buch erschien, fand ich Schmidts neuen Behandlungsansatz aeusserst interessant.

【Eins: Volk und Kunstwollen】

【Eins】

Das Wort "Kunstwollen" ist in juengerer Zeit zu einem Modewort in der kunsthistorischen Diskussion geworden. Diejenigen, die diesem Wort eine bestimmte Bedeutung gaben und es als speziellen Begriff in der Geschichtswissenschaft verwendeten, waren im Wesentlichen die Kunsthistoriker der Wiener Schule. Doch unter den Inhalten, die diese Gelehrten dem Begriff gegeben haben, herrscht keineswegs Einigkeit und Einheitlichkeit. Allein der durch das einfache Wort "Kunstwollen" bezeichnete Bedeutungsinhalt ist von Autor zu Autor verschieden. Es gibt solche, die damit die durch die Kulturgeschichte bestimmte schoepferische Form einer Epoche bezeichnen, und Gelehrte, die es im Sinne des einem Volk eigenen Ausdrucksstils verwenden.

Alois Riegl, den die Gelehrten der Wiener Schule als ihren Gruendervater verehren, verwendete in seiner bewundernswerten Studie "Die spaetroemische Kunstindustrie" den Begriff des Kunstwollens, um die der spaetroemischen Zeit eigene formale Anschauung zu erklaeren und damit die historische Mission jener Zeit in der allgemeinen Kunstgeschichte zu verdeutlichen. Der moderne Modeschriftsteller Wilhelm Worringer hingegen gebraucht in seinem Hauptwerk "Formprobleme der Gotik" das Wort im Sinne der "Eigentuemlichkeiten der verschiedenen Voelker in Bezug auf formale Schoepfung." Darueber hinaus verwenden manche Aesthetiker, die sich besonders gern dem Spiel der Theorie hingeben, das urspruenglich fuer die historische Betrachtung gedachte Wort in rein aesthetischem Sinne.

So besitzt dieses Wort im Grunde keinen festen Inhalt, und je nachdem, wer es verwendet, nimmt es verschiedene Bedeutungen an. Doch wenn wir fragen, was allen diesen verschiedenen Verwendungen gemeinsam ist, so koennen wir sagen: Es bezeichnet den inneren Antrieb, der hinter dem kuenstlerischen Schaffen steht und der sich von Volk zu Volk und von Epoche zu Epoche unterscheidet.

【Zwei: Die Kunstwelt unmittelbar vor der Franzoesischen Revolution】

Die erste Entdeckung der Stroemungen der neueren Kunstgeschichte, die sich von der Franzoesischen Revolution her entfalten, war selbstverstaendlich der Klassizismus. Von der ueberwältigenden Macht des Klassizismus, der in Winckelmann seinen Kritiker, in David seinen Revolutionaer und in Carstens seinen Enthusiasten hervorbrachte und die Kunstwelt beherrschte, wird spaeter noch die Rede sein. Am Anfang dieses Textes moechte ich zunaechst einen Blick auf den Zustand vor dem Anbruch dieser Bluetezeit des Klassizismus werfen.

Hinter der glaenzenden Hofkultur, die im siebzehnten Jahrhundert auf der Grundlage des Zentralismus bluehte, verdichteten sich allmaehlich die Gedanken der Aufklaerung, die die gewaltigen Umwaelzungen am Ende des achtzehnten Jahrhunderts erahnen liessen. Diese Stroemung der Aufklaerung zeigte sich in der Kunstwelt in zwei Gestalten: als Klassizismus und als Moralismus.

Zwischen dem Aufklaerungsdenken und dem Klassizismus besteht eine tiefe Verbindung. Wenn die Reformer der Gesellschaft in der Vergangenheit nach Beispielen fuer ihre ideale Gesellschaft suchten, war es zumeist das klassische Griechenland und das klassische Rom, das sie waehlten. In der Aufklaerungsperiode des achtzehnten Jahrhunderts wurde die Antike Schritt fuer Schritt zum Vorbild und Ziel der gesellschaftlichen Reform. So wurde der klassische Stil in der Kunst unvermeidlich zum allgemeinen Geschmack der Gesellschaft. Die Maler suchten ihre Themen in den Taten der Antike, und die Architekten verkuendeten aufs Neue die Theorien des klassischen Stils.

Zur gleichen Zeit ereignete sich ein zufaelliges Geschehen, das fuer die klassizistische Kunstbewegung aeusserst bedeutsam wurde: die systematischen Ausgrabungen von Pompeji und Herculaneum. Die antiken Staedte, die unter der Asche des Vesuvs begraben lagen, offenbarten dem staunenden Europa die Pracht der antiken Welt in ihrer ganzen Unmittelbarkeit.

【Drei: Die fuehrenden Kuenstler des Klassizismus】

Wie oben dargelegt, erreichte die klassizistische Bewegung in der Kunst, die sich zusammen mit den Rufen nach gesellschaftlicher Reform allmaehlich verdichtete, um die Zeit der Franzoesischen Revolution von 1789 ihren Hoehepunkt. Die Richtlinien der Revolutionsregierung, die sich die roemische Republik zum Vorbild nahm, spiegelten sich getreu in der damaligen Kunstwelt wider. Der Kuenstler, der im Gleichschritt mit dem Revolutionsfuehrer Robespierre marschierte, war David. Dieser David, der unter der jakobinischen Regierung seine Geschicklichkeit entfaltete, beherrschte die Kunstwelt durch und durch im jakobinischen Stil.

Die 1793 beschlossene Schliessung der Kunstakademie trug denselben revolutionaeren Geist, der Ludwig XVI. auf die Guillotine gebracht hatte. Mit einem maratschen Hass auf alle Maechte verachtete David die Willkuerherrschaft der Akademie, und sein erstes Werk, um die Kraenkungen vieler Jahre zu raechen, war die Bestattung der Akademie.

Aufgrund dieser Vorgeschichte hinterliess die mit der Franzoesischen Revolution verbundene klassizistische Kunstbewegung natuerlich die tiefsten Spuren in der franzoesischen Kunstwelt. Doch auf der anderen Seite besass die klassizistische Bewegung auch eine reinere geistige Dimension. Es gab eine Stroemung, die sich nicht um gesellschaftliche Probleme und Ereignisse kuemmerte, sondern sich lediglich an der antiken Kultur und ihrem Kunststil als einer idealen Welt der Kunst begeisterte. Es gab Kuenstler, die versuchten, die Winckelmannsche Kunsttheorie zu verwirklichen, nach der die Nachahmung der antiken Kunst die wahre Aufgabe des modernen Kuenstlers sei.

【Vier: Die romantische Stroemung und die Malerei】

Welche Beziehungen brachte der romantische Zeitgeist, der geistig noch erhabener war als die klassizistische Stroemung, der Kunstwelt? Das klassizistische Denken hatte unter dem Licht klarer Vernunft lediglich eine ideale Welt ertraeumt; danach erwachte der romantische Geist, dessen Lebenskraft im freien Aufschwung menschlichen Gefuehls und in der leidenschaftlichen Sehnsucht nach dem Ueberirdischen lag. Welches Bild warf diese neue Stroemung auf die Spiegelflaeche der bildenden Kultur? Und welche unterschiedlichen Haltungen zeigten die beiden ihrem Charakter nach verschiedenen Voelker mit Frankreich und Deutschland als Mittelpunkten, nachdem sie von dieser neuen Stroemung erfasst worden waren? Auf welche Weise betraten die Kuenstler, die diese beiden Voelker repraesentieren, die neue Epoche? Hier entdecken wir eines der faszinierendsten Probleme der neueren Kunstgeschichte.

Doch die Verhaeltnisse der Kunstwelt jener Zeit, die die komplexeste Epoche der neueren Kunstgeschichte darstellt, in ihrer Gaenze zu erforschen, duerfte nicht leicht sein. Beschraenken wir uns daher zunaechst auf einige wenige Kuenstler und versuchen eine vorlaeufe Betrachtung.

【a: Gericault und Delacroix】

"Wenn man in Frankreich etwas finden kann, das man als romantische Stroemung bezeichnen koennte..." oder "Insofern als auch Victor Hugo in den Bereich der Romantik faellt..." Solche Einschraenkungen vorauszuschicken, wenn man ueber die franzoesische Romantik spricht, ist eine Gewohnheit deutscher Kunsthistoriker. Diese Denkweise bringt das Verhaeltnis zwischen Frankreich und Deutschland zur romantischen Stroemung in der Tat aeusserst praegnant zum Ausdruck.

【Sechs: Von der Romantik zur impressionistischen Landschaftsmalerei】

Die Landschaftsmalerei: Dass dieses Sujet in der Kunst eine eigenstaendige Stellung erlangte, geschah verhaeltnismaessig spaet. Erst in der Mitte der ersten Haelfte des neunzehnten Jahrhunderts, genauer gesagt seit der neuen Bewegung der Landschaftsmaler um 1830, eroberte sie ploetzlich ein wichtiges Feld der Kunstwelt. Es hatte fast den Anschein, als habe sie die Stellung geerbt, die die Religionsmalerei vor dem neunzehnten Jahrhundert in der Kunstwelt eingenommen hatte.

Was war der Grund dafuer? Einerseits befreiten sich die Kuenstler allmaehlich von der Bevormundung und dem Schutz der gesellschaftlichen Autoritaeten, die bisher die Kunstwelt still beherrscht hatten: die christliche Kirche, der Papst, die Handelskammern, die Bankiers, die Soeldnerfuehrer, die Fuersten, der Hof, der Adel und der Kaiser. Die Kuenstler traten nun selbst unmittelbar an die Oberflaeche der Gesellschaft, getrieben von eigenen Beduerfnissen und geleitet vom Zeitgeist, und schufen ihre Werke. So wurde die Gestalt der Natur, die alle Menschen empfinden koennen, zwangslaeufig ein grosser Teil der Bildthemen. In den Niederlanden des siebzehnten Jahrhunderts hatte sich die Landschaftsmalerei frueh entwickelt, weil es dort keine solche Bevormundung durch aeussere Autoritaeten gab.

Gleichzeitig bestand auf der anderen Seite ein enger Zusammenhang mit der Entwicklung der allgemeinen Naturanschauung der Menschen und der wachsenden Empfaenglichkeit fuer natuerliche Schoenheit. So wie Petrarca, der als Erster die Schoenheit der Berge pries, wohl der erste Mensch war, der tief im dichten Nebel der religioesen Naturanschauung die strahlende Schoenheit der natuerlichen Welt erblickte.

【Acht: Idealismus und Formalismus】

【a: Rodins Balzac und Klingers Beethoven】

Auguste Rodin nahm seinen Ausgangspunkt vom Realismus und begann damit seine lange und produktive Kuenstlerlaufbahn. Das 1877 geschaffene "Eherne Zeitalter" war ein aeusserst realistisches Werk, so sehr, dass es dem Verdacht ausgesetzt war, direkt vom Modell abgeformt worden zu sein. Um sich von diesem Verdacht zu befreien, liess Rodin eigens ein lebendes Modell aufstellen und forderte die Betrachter auf, es mit seinem Werk zu vergleichen.

In dem auf das "Eherne Zeitalter" folgenden grossen Werk "Johannes" (1881) aenderte sich die tiefgruendige realistische Darstellung nicht, doch ab der Entstehung des beruehmten "Kusses" zeigte sich ein deutlicher Wandel in seinem Stil. Seine zunehmend malerische Technik liess die Konturen verschwimmen und suchte die Lichtwirkungen der Oberflaeche anstelle plastischen Volumens. Besonders bemerkenswert sind Werke wie "Der Fruehling," bei denen er aus einem Steinblock nur den noetigsten Bereich "herausgrub" und den Rest im Rohzustand beliess. Doch in diesem freien Umgang mit malerischer Technik schien noch ein anderes Beduerfnis zu existieren. Dies zeigte sich in den besonderen gedanklichen Ausdruecken der seit 1875 begonnenen "Hoellenpforte," der 1895 geschaffenen "Buerger von Calais" und des ab 1886 entstandenen "Victor Hugo." Die "Hoellenpforte" war ein Werk, das seine Inspiration aus Dantes Goettlicher Komoedie bezog und Ghiberties "Himmelspforte" aehnelte.

【Kurzes Vorwort】

Dieses kleine Buch ist aus der japanischen Uebersetzung von Noborisubo Yume nachueberetzt worden. Die Besonderheit des Buches und die gegenwaertige Aufgabe seines Autors sind im vierten Absatz des Originalvorworts bereits sehr knapp und klar zusammengefasst; ich kann dem nichts hinzufuegen.

Ueber die fruehen Lebensumstaende des Autors scheint keine Klarheit zu herrschen. Manche sagen, sein Vater sei Russe und seine Mutter Polin gewesen; andere behaupten, er sei 1878 in einer armen Familie in der Gegend von Kiew geboren; wieder andere meinen, er sei 1876 in Teba, Polen, geboren, und sein Vater und Grossvater seien Grossgrundbesitzer gewesen. Fest steht, dass er die Mittelschule in Kiew abschloss, aber nicht weiterstudieren konnte, weil seine Denkweise zu fortschrittlich war. Spaeter studierte er in Deutschland und Frankreich, kehrte zwischendurch zurueck, erlitt eine Verbannung, und ging erneut ins Ausland. Erst mit der Maerzrevolution erlangte er seine Freiheit zurueck und kehrte in sein Vaterland zurueck. Heute ist er Volkskommissar fuer Bildungswesen.

Er ist Revolutionaer und zugleich Kuenstler und Kritiker. Unter seinen Werken sind "Literarische Silhouetten," "Echos des Lebens," und "Kunst und Revolution" am bekanntesten; er hat auch zahlreiche Dramen verfasst. Ferner gibt es einen Band "Grundlagen der positiven Aesthetik" in fuenf Teilen, der zwar bereits 1903 erschien, aber ein bedeutendes Werk darstellt.

【Originalvorwort】

Wir koennen heute in allen Bereichen ein wachsendes Interesse an allgemeinen theoretischen Fragen feststellen. Die Sowjetunion, die mit beispiellosem heroischem Einsatz die Bewaeltigung der grossen Zerstoerungen als Erbe des Weltkriegs und des Buergerkriegs bereits abgeschlossen hat, entfaltet gegenwaertig ihre Kraefte auf dem Gebiet der allgemeinen Kultur.

Wir sehen tatsaechlich vor uns die Keime einer neuen Kunst. Deren Schoepfer sind die Vertreter der neuen gesellschaftlichen Gruppe, der Arbeiterklasse. Zuvor hatten sie im Bereich der Kunst keine Gelegenheit zur freien Entfaltung gehabt; nur gelegentlich vermochten einzelne wenige Talente muehsam an die Oberflaeche zu gelangen. Wir kennen ihre Namen einzeln. Ueber die Dutzende und Hunderte von Genies jedoch, die darueber hinaus voellig in Vergessenheit gerieten, bewahrt die Geschichte nur Schweigen.

Es ist auch aeusserst schwierig fuer die neue Kunst, sich selbst zu entdecken, ihr eigenes Schicksal zu erschliessen und ihr tatsaechliches Leben bewusst zu machen. Gute Schriften ueber Kunst sind aeusserst selten, und Literatur des wissenschaftlichen Sozialismus ist noch seltener.

Ausgehend von diesem nun klar erkannten Beduerfnis hat die "Vereinigung revolutionaerer russischer Kuenstler" beschlossen, die Werke Lunatscharskis herauszugeben. Das vorliegende Buch ist eine systematische Zusammenstellung mehrerer Aufsaetze, die bei verschiedenen Gelegenheiten und aus verschiedenen Anlaessen geschrieben wurden.

【Eins: Kunst und Sozialismus】

In der Literatur des wissenschaftlichen Sozialismus von Marx bis zur Gegenwart sind Fachschriften, die sich den Fragen der Kunst widmen, noch verhaeltnismaessig selten; wo es sie gibt, sind dem Problem nur begrenzte Seiten zugestanden. Dennoch ist es eine unbestreitbare Tatsache, dass es Grundprinzipien einer rein wissenschaftlich-sozialistischen Haltung gegenueber der Kunst gibt. Versuchen wir nun, diese Grundprinzipien hier kurz zusammenzufassen.

Zunaechst: Nach dem wissenschaftlichen Sozialismus als Theorie der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft ist die Kunst ein bestimmter Ueberbau ueber den Produktionsverhaeltnissen, und die Produktionsverhaeltnisse bestimmen die jeweilige herrschende Form der Arbeit.

Die Kunst kann in zweierlei Hinsicht Ueberbau ueber der oekonomischen Basis sein: Erstens als Industrie, das heisst als Teil der Produktion selbst, und zweitens als Ideologie.

Tatsaechlich hat die Kunst von der Barbarenzeit bis zur Gegenwart als eine bestimmte Tendenz des menschlichen Lebens eine bedeutende Rolle im Gesamtleben der Menschheit gespielt. Unter all den Erzeugnissen, die aus menschlicher Arbeit hervorgehen, ist es daher schwer, solche zu finden, deren Form, Farbe und andere Elemente rein aus Zweckmaessigkeitserwaegungen bestimmt waeren. Ob Bauwerk oder Buch, Geraet oder Strassenlaternenpfahl: Man nehme irgendeinen beliebigen Gegenstand und pruefe, wodurch seine grundlegende Proportion bestimmt ist. Wie Fechners Messmethode zeigt, wird diese Proportion keineswegs aus der Bequemlichkeit des Gebrauchs abgeleitet.

【Drei: Kunst und Klasse】

Kann es eine besondere Aesthetik geben, die man als Klassenasthetik bezeichnen darf? Natuerlich kann es eine solche geben.

Gibt es denn in der Welt noch gebildete Menschen, die bestreiten wuerden, dass die verschiedenen Voelker jeweils ihre eigene, unterschiedliche Aesthetik besitzen? Um die Faehigkeit zu erwerben, die Schoenheit nahezu aller Kunstwerke zu erkennen, um das hoelzerne Goetzenbild der Botokuden in Brasilien ebenso zu geniessen wie die Statuen der Venus von Milo und des Bordelais, muss die kulturelle Entwicklung einen recht hohen, eigentuemlichen Grad erreicht haben.

Welcher Standpunkt der bessere ist, laesst sich nicht ohne Weiteres entscheiden. Ist der Standpunkt des Kunsthistorikers vorzuziehen, der in allen Aesthetiken der verschiedenen Voelker und Zeiten lediglich aesthetische Artunterschiede sieht, also gegensaetzliche, schwer vereinbare Differenzen? Oder ist der Standpunkt desjenigen vorzuziehen, der seinem eigenen Stil treu bleibt, seinen Geschmack festlegt und dann gegenueber allem anderen eine enge Haltung einnimmt? Auch wenn wir diese Fragen beiseite lassen: Die verschiedenen Voelker verstehen nicht nur die Schoenheit der Frauen, der Farben, der Formen auf verschiedene Weise und geben ihren Goettern und Idealen verschiedene Gestalt, sie aendern auch in jeder Epoche ihren Geschmack und wenden sich unmittelbar in die entgegengesetzte Richtung; das ist bereits voellig offensichtlich.

Wenn wir die Ursachen des Geschmackswandels untersuchen, werden wir sehen, dass ihnen Veraenderungen der Wirtschaftsorganisation zugrunde liegen, also wahrscheinlich Veraenderungen im Grad des Einflusses, den die verschiedenen Klassen auf die Kultur ausueben.

An manchen Stellen laesst sich diese Tatsache aeusserst deutlich beobachten. Goethe etwa hat dies einmal mit seinem ungewoehnlichen Scharfsinn bemerkt.

【Vier: Das Schoene und seine Arten】

【Eins】

Die Frage nach dem Wesen des Schoenen ist eines der aeltesten und zugleich schwierigsten Probleme der Philosophie. Seit den Tagen Platons haben Denker aller Zeitalter versucht, eine befriedigende Antwort darauf zu finden, doch bis heute bleibt sie umstritten. Was ist schoen? Und warum empfinden wir bestimmte Dinge als schoen und andere nicht?

Die materialistische Aesthetik geht davon aus, dass das Gefuehl des Schoenen nicht angeboren ist, sondern sich im Laufe der gesellschaftlichen Entwicklung herausgebildet hat. Das Schoenheitsgefuehl ist ein Produkt der Geschichte, nicht der Natur. Was in einer bestimmten Epoche und Gesellschaft als schoen gilt, mag in einer anderen als haesslich empfunden werden. Dies zeigt sich deutlich in der Geschichte der Kunst: Die Ideale der Schoenheit haben sich im Laufe der Jahrhunderte staendig gewandelt.

Doch gibt es auch Elemente des aesthetischen Empfindens, die sich als bemerkenswert bestaendig erwiesen haben. Das Gefuehl fuer Symmetrie, fuer Proportion, fuer harmonische Farben scheint tief in der menschlichen Natur verwurzelt zu sein. Selbst die primitivsten Gesellschaften kennen kuenstlerischen Schmuck und aesthetische Vorlieben. Die Frage ist, ob diese Konstanten der biologischen Ausstattung des Menschen entspringen oder ob sie Ergebnis sehr frueh einsetzender kultureller Praegung sind.

Die verschiedenen Arten des Schoenen lassen sich, grob gesagt, in folgende Kategorien einteilen: das Naturschoene und das Kunstschoene; das Erhabene und das Anmutige; das Tragische und das Komische. Jede dieser Kategorien hat ihre eigene Geschichte und ihre eigene Theorie. Ihre Beziehungen zueinander und ihre jeweilige Stellung innerhalb des aesthetischen Systems sind Gegenstand lebhafter Diskussionen in der aesthetischen Wissenschaft.

【Fuenf: Kunst und Leben】

【Eins】

Die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Leben ist eine der zentralen Fragen der Aesthetik. Ist die Kunst eine Widerspiegelung des Lebens, oder ist sie eine Flucht aus ihm? Dient sie dem Leben, oder steht sie ihm gegenueber? Diese Fragen sind nicht nur theoretischer Natur; sie haben unmittelbare Konsequenzen fuer die kuenstlerische Praxis.

Die materialistische Aesthetik antwortet ohne Zoegern: Die Kunst ist ein Teil des Lebens. Sie ist weder Flucht noch blosse Widerspiegelung, sondern eine besondere Form des gesellschaftlichen Bewusstseins, die aus den Lebensverhaeltnissen der Menschen erwächst und auf sie zurueckwirkt. Der Kuenstler steht nicht ausserhalb der Gesellschaft; er ist ihr Produkt und zugleich ihr Mitgestalter.

Dies bedeutet nicht, dass die Kunst das Leben photographisch abzubilden hat. Im Gegenteil: Gerade weil die Kunst eine besondere Form des Bewusstseins ist, besitzt sie ihre eigenen Gesetze und ihre eigene relative Selbstaendigkeit. Sie kann das Leben durchdringen und seine Wahrheit auf eine Weise offenbaren, die dem alltaeglichen Bewusstsein verschlossen bleibt. Darin liegt ihre grosse Aufgabe und ihre Rechtfertigung.

Die Geschichte der Kunst zeigt, dass die groessten Kuenstler immer diejenigen waren, die am tiefsten im Leben ihrer Zeit verwurzelt waren. Ein Shakespeare, ein Goethe, ein Tolstoi, sie alle schoepften ihre Kraft aus der lebendigen Beruehrung mit der Wirklichkeit. Erst durch diese Verwurzelung konnten sie Werke schaffen, die ueber ihre eigene Zeit hinaus gueltig blieben.

【Anhang: Was ist Aesthetik?】

Dies ist eine Uebersetzung eines Aufsatzes aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns. Der Text befasst sich mit literarischen und aesthetischen Fragen, die im Kontext der intellektuellen Debatten des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostasien stehen. Die hier behandelten Themen spiegeln die intensive Auseinandersetzung chinesischer und japanischer Intellektueller mit westlicher Literaturtheorie und Kunstkritik wider.

Die Aesthetik, als Wissenschaft vom Schoenen, hat eine lange und wechselvolle Geschichte. Von ihren Anfaengen in der griechischen Philosophie ueber die systematischen Entwuerfe des achtzehnten Jahrhunderts bis hin zu den modernen Entwicklungen der materialistischen Aesthetik hat sich dieses Gebiet staendig gewandelt. Die vorliegende Abhandlung versucht, die Grundlagen der Aesthetik in gedrängter Form darzulegen und ihre Bedeutung fuer das Verstaendnis der Kunst und der gesellschaftlichen Wirklichkeit aufzuzeigen. Der Autor legt besonderen Wert auf die Verbindung zwischen aesthetischer Theorie und praktischer Kunsterfahrung und betont, dass eine Aesthetik, die sich von der lebendigen Kunsterfahrung entfernt, ihren Gegenstand verfehlt.

【Kurze Einfuehrung】

Dies ist eine Uebersetzung eines Aufsatzes aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns. Der Text befasst sich mit literarischen und aesthetischen Fragen, die im Kontext der intellektuellen Debatten des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostasien stehen. Die hier behandelten Themen spiegeln die intensive Auseinandersetzung chinesischer und japanischer Intellektueller mit westlicher Literaturtheorie und Kunstkritik wider.

Diese Sammlung vereinigt Uebersetzungen von Aufsaetzen ueber Literaturtheorie und Kunstkritik, die ueber einen Zeitraum von drei bis vier Jahren angefertigt wurden. Die ausgewaehlten Texte repraesentieren verschiedene Standpunkte und Richtungen der zeitgenoessischen Literaturkritik und bieten dem Leser einen vielseitigen Ueberblick ueber die wichtigsten Stroemungen des literarischen Denkens. Obwohl die einzelnen Aufsaetze zu verschiedenen Zeiten und aus verschiedenen Anlaessen uebersetzt wurden, bilden sie in ihrer Gesamtheit ein zusammenhaengendes Bild der literarischen Diskussionen ihrer Epoche.

【Traegheit des Denkens (Katayama Koson)】

Dies ist eine Uebersetzung eines Aufsatzes aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns. Der Text befasst sich mit literarischen und aesthetischen Fragen, die im Kontext der intellektuellen Debatten des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostasien stehen. Die hier behandelten Themen spiegeln die intensive Auseinandersetzung chinesischer und japanischer Intellektueller mit westlicher Literaturtheorie und Kunstkritik wider.

So wie es in der Physik die Traegheit gibt, so gibt es auch eine Traegheit des Denkens. Die Menschen neigen dazu, an gewohnten Denkmustern festzuhalten, selbst wenn die Wirklichkeit sich laengst veraendert hat. Diese geistige Traegheit ist eines der groessten Hindernisse fuer den Fortschritt, sowohl in der Wissenschaft als auch in der Kunst und im alltaeglichen Leben. Der Aufsatz untersucht, wie diese Denktraegheit entsteht, wie sie sich aeussert und wie sie ueberwunden werden kann. Besonders im Bereich der Literaturkritik zeigt sich diese Traegheit in der Neigung, neue Werke stets nach den Massstäben der Vergangenheit zu beurteilen.

【Theorie und Technik des Naturalismus (Katayama Koson)】

Dies ist eine Uebersetzung eines Aufsatzes aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns. Der Text befasst sich mit literarischen und aesthetischen Fragen, die im Kontext der intellektuellen Debatten des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostasien stehen. Die hier behandelten Themen spiegeln die intensive Auseinandersetzung chinesischer und japanischer Intellektueller mit westlicher Literaturtheorie und Kunstkritik wider.

Der Naturalismus als literarische Bewegung hat sowohl eine theoretische als auch eine technische Dimension. Theoretisch gruendet er auf der Ueberzeugung, dass die Kunst die Wirklichkeit so genau und unvoreingenommen wie moeglich wiedergeben soll. Technisch erfordert dies eine bestimmte Art des Beobachtens, Sammelns und Darstellens von Material. Dieser Aufsatz eroertert beide Aspekte und zeigt, wie Theorie und Technik im Naturalismus zusammenwirken und einander bedingen. Der Verfasser verfolgt die Entwicklung des Naturalismus von seinen Anfaengen bei Zola und den franzoesischen Schriftstellern bis zu seinen Auswirkungen auf die japanische Literatur.

【Expressionismus (Katayama Koson)】

Dies ist eine Uebersetzung eines Aufsatzes aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns. Der Text befasst sich mit literarischen und aesthetischen Fragen, die im Kontext der intellektuellen Debatten des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostasien stehen. Die hier behandelten Themen spiegeln die intensive Auseinandersetzung chinesischer und japanischer Intellektueller mit westlicher Literaturtheorie und Kunstkritik wider.

Der Expressionismus als kuenstlerische Bewegung entstand als Reaktion auf den Naturalismus und den Impressionismus. Waehrend der Naturalismus die aeussere Wirklichkeit moeglichst getreu abzubilden suchte und der Impressionismus den fluchtigen Sinneseindruck festhielt, strebte der Expressionismus danach, innere Zustaende, Gefuehle und Visionen auszudruecken. Der Aufsatz zeichnet die Urspruenge dieser Bewegung nach, untersucht ihre theoretischen Grundlagen und beschreibt ihre wichtigsten Vertreter in Malerei, Literatur und Theater.

【Romanlektuere und -auswahl (R. Cappel)】

Dies ist eine Uebersetzung eines Aufsatzes aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns. Der Text befasst sich mit literarischen und aesthetischen Fragen, die im Kontext der intellektuellen Debatten des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostasien stehen. Die hier behandelten Themen spiegeln die intensive Auseinandersetzung chinesischer und japanischer Intellektueller mit westlicher Literaturtheorie und Kunstkritik wider.

Die Kunst des Romanlesens ist nicht selbstverstaendlich. Sie will gelernt sein. Der vorliegende Aufsatz bietet Hinweise fuer die Auswahl und das Lesen von Romanen und verbindet dabei praktische Ratschlaege mit grundsaetzlichen Ueberlegungen ueber das Wesen der erzaehlenden Literatur. Der Verfasser unterscheidet zwischen verschiedenen Arten des Lesens und verschiedenen Arten von Romanen und zeigt, wie man als Leser das Beste aus seiner Lektuere herausholen kann.

【Aus Asakusa (Shimazaki Toson)】

Dies ist eine Uebersetzung eines Aufsatzes aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns. Der Text befasst sich mit literarischen und aesthetischen Fragen, die im Kontext der intellektuellen Debatten des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostasien stehen. Die hier behandelten Themen spiegeln die intensive Auseinandersetzung chinesischer und japanischer Intellektueller mit westlicher Literaturtheorie und Kunstkritik wider.

Asakusa, das beliebte Vergnuegungsviertel Tokios, dient hier als Ausgangspunkt fuer Betrachtungen ueber das moderne Leben, die Kunst und die menschliche Natur. Der Autor, Shimazaki Toson, einer der bedeutendsten japanischen Schriftsteller des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts, verbindet persoenliche Erinnerungen mit literarischen Reflexionen. Von Rousseaus Bekenntnissen ausgehend meditiert er ueber das Verhaeltnis von Wahrhaftigkeit und kuenstlerischer Darstellung, ueber die Moeglichkeiten und Grenzen der Selbstoffenbarung in der Literatur.

【Die Geburt der Kunst (Arishima Takeo)】

Dies ist eine Uebersetzung eines Aufsatzes aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns. Der Text befasst sich mit literarischen und aesthetischen Fragen, die im Kontext der intellektuellen Debatten des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostasien stehen. Die hier behandelten Themen spiegeln die intensive Auseinandersetzung chinesischer und japanischer Intellektueller mit westlicher Literaturtheorie und Kunstkritik wider.

Die Frage nach dem Ursprung der Kunst ist zugleich die Frage nach dem Wesen des Menschen. Denn die Faehigkeit zur kuenstlerischen Schoepfung ist eines der Merkmale, die den Menschen von allen anderen Lebewesen unterscheiden. Dieser Aufsatz untersucht die Bedingungen, unter denen Kunst entsteht, die inneren Antriebe, die den Kuenstler zur Schoepfung draengen, und die gesellschaftlichen Verhaeltnisse, die kuenstlerisches Schaffen foerdern oder behindern. Der Verfasser betont, dass Kunst nicht im luftleeren Raum entsteht, sondern stets in einem konkreten sozialen und kulturellen Zusammenhang.

【Das spaetere Schicksal von Lubock und Irina (Arishima Takeo)】

Dies ist eine Uebersetzung eines Aufsatzes aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns. Der Text befasst sich mit literarischen und aesthetischen Fragen, die im Kontext der intellektuellen Debatten des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostasien stehen. Die hier behandelten Themen spiegeln die intensive Auseinandersetzung chinesischer und japanischer Intellektueller mit westlicher Literaturtheorie und Kunstkritik wider.

Dieser Aufsatz befasst sich mit dem spaeteren Schicksal der Figuren Lubock und Irina aus Ibsens Dramen. Von der Analyse der literarischen Gestalten ausgehend eroertert der Verfasser allgemeinere Fragen des Dramas und der dramatischen Gestaltung. Er zeigt, wie Ibsens geniale Menschendarstellung ueber den Rahmen des einzelnen Stueckes hinausweist und universelle menschliche Probleme beruehrt. Der Aufsatz ist zugleich eine Wuerdigung von Ibsens Kunst und eine Reflexion ueber die Moeglichkeiten des modernen Dramas.

【Ibsens Arbeitseinstellung (Arishima Takeo)】

Dies ist eine Uebersetzung eines Aufsatzes aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns. Der Text befasst sich mit literarischen und aesthetischen Fragen, die im Kontext der intellektuellen Debatten des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostasien stehen. Die hier behandelten Themen spiegeln die intensive Auseinandersetzung chinesischer und japanischer Intellektueller mit westlicher Literaturtheorie und Kunstkritik wider.

Ibsens Arbeitsweise war von aeusserster Gruendlichkeit und Sorgfalt gepraegt. Er pflegte seine Stuecke ueber Jahre hinweg vorzubereiten, Notizen zu sammeln, Entwuerfe zu verfassen und sie immer wieder umzuarbeiten. Dieser Aufsatz schildert die verschiedenen Phasen seines Arbeitsprozesses und zeigt, wie aus der muehsamen, geduldigen Arbeit des Dramatikers jene Werke entstanden, die die Weltliteratur bereichert haben. Der Verfasser betont, dass Ibsens scheinbar muehlose Meisterschaft das Ergebnis zaehester Arbeit war.

【Gedanken ueber die Kunst (Arishima Takeo)】

Dies ist eine Uebersetzung eines Aufsatzes aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns. Der Text befasst sich mit literarischen und aesthetischen Fragen, die im Kontext der intellektuellen Debatten des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostasien stehen. Die hier behandelten Themen spiegeln die intensive Auseinandersetzung chinesischer und japanischer Intellektueller mit westlicher Literaturtheorie und Kunstkritik wider.

Diese Gedanken ueber die Kunst sind keine systematische Abhandlung, sondern lose Betrachtungen und Aphorismen, die sich um zentrale Fragen des kuenstlerischen Schaffens drehen. Der Verfasser denkt ueber das Verhaeltnis von Form und Inhalt nach, ueber die Rolle des Kuenstlers in der Gesellschaft, ueber die Frage, ob Kunst lehrbar sei, und ueber viele andere Themen, die jeden, der sich ernsthaft mit Kunst befasst, bewegen. Die Freiheit der Form erlaubt es ihm, seine Gedanken in ungezwungener Weise zu entfalten.

【Ein Manifest (Arishima Takeo)】

Dies ist eine Uebersetzung eines Aufsatzes aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns. Der Text befasst sich mit literarischen und aesthetischen Fragen, die im Kontext der intellektuellen Debatten des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostasien stehen. Die hier behandelten Themen spiegeln die intensive Auseinandersetzung chinesischer und japanischer Intellektueller mit westlicher Literaturtheorie und Kunstkritik wider.

Dieses Manifest legt die Grundsaetze dar, nach denen eine neue Kunst geschaffen werden soll. In einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs und der geistigen Erneuerung fordert der Verfasser eine Kunst, die dem Leben dient und nicht dem Vergnuegen einer privilegierten Minderheit. Er wendet sich gegen den l'art pour l'art und plaediert fuer eine Kunst, die sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst ist. Das Manifest ist ein Dokument seiner Zeit und spiegelt die Leidenschaft und den Idealismus der kuenstlerischen Avantgarde des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts wider.

【Alle Kunstwerke... (Mushanokoji Saneatsu)】

Dies ist eine Uebersetzung eines Aufsatzes aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns. Der Text befasst sich mit literarischen und aesthetischen Fragen, die im Kontext der intellektuellen Debatten des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostasien stehen. Die hier behandelten Themen spiegeln die intensive Auseinandersetzung chinesischer und japanischer Intellektueller mit westlicher Literaturtheorie und Kunstkritik wider.

Alle Kunstwerke, so verschieden sie auch sein moegen, besitzen ein gemeinsames Merkmal: Sie sind Ausdruck des menschlichen Geistes und stehen im Dienst des Lebens. Ein Kunstwerk, das niemanden beruehrt, das keinen Widerhall findet, verfehlt seinen Zweck. Die wahre Kunst spricht zu den Menschen, nicht ueber sie hinweg. Sie verbindet, statt zu trennen; sie erleuchtet, statt zu verdunkeln. Diese schlichten Grundsaetze bilden den Ausgangspunkt fuer die folgenden Betrachtungen ueber das Wesen der Kunst.

【In aller Kunst... (Mushanokoji Saneatsu)】

Dies ist eine Uebersetzung eines Aufsatzes aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns. Der Text befasst sich mit literarischen und aesthetischen Fragen, die im Kontext der intellektuellen Debatten des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostasien stehen. Die hier behandelten Themen spiegeln die intensive Auseinandersetzung chinesischer und japanischer Intellektueller mit westlicher Literaturtheorie und Kunstkritik wider.

In aller Kunst ist das Entscheidende nicht die Technik, sondern die innere Wahrhaftigkeit. Ein Werk mag technisch vollendet sein und doch kalt und leblos wirken, wenn es nicht von innerem Erleben getragen wird. Umgekehrt kann ein technisch unvollkommenes Werk den Betrachter tief bewegen, wenn es aus echtem Gefuehl und aufrichtiger Erfahrung entstanden ist. Die grossen Kuenstler aller Zeiten waren diejenigen, die es vermochten, technische Meisterschaft mit innerem Reichtum zu verbinden. Darauf kommt es an, und darauf wird es immer ankommen.

【Das Leben eines Literaten (Mushanokoji Saneatsu)】

Dies ist eine Uebersetzung eines Aufsatzes aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns. Der Text befasst sich mit literarischen und aesthetischen Fragen, die im Kontext der intellektuellen Debatten des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostasien stehen. Die hier behandelten Themen spiegeln die intensive Auseinandersetzung chinesischer und japanischer Intellektueller mit westlicher Literaturtheorie und Kunstkritik wider.

Das Leben eines Literaten ist kein leichtes Leben. Es erfordert unablässige Anstrengung, staendige Selbstkritik und die Bereitschaft, sich immer wieder aufs Neue den Herausforderungen des Schreibens zu stellen. Der Verfasser beschreibt in diesem Aufsatz die verschiedenen Phasen im Leben eines Schriftstellers, von den ersten tastenden Versuchen ueber die Phase der Reifung bis hin zur Meisterschaft, und zeigt, welche inneren und aeusseren Bedingungen fuer die Entwicklung eines Literaten erforderlich sind.

【Ueber die Dichtung (Mushanokoji Saneatsu)】

Dies ist eine Uebersetzung eines Aufsatzes aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns. Der Text befasst sich mit literarischen und aesthetischen Fragen, die im Kontext der intellektuellen Debatten des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostasien stehen. Die hier behandelten Themen spiegeln die intensive Auseinandersetzung chinesischer und japanischer Intellektueller mit westlicher Literaturtheorie und Kunstkritik wider.

Die Dichtung ist in jeder Epoche lebendig und gegenwaertig, solange es Menschen gibt, die fuehlen und denken. Dieser kurze Aufsatz ueber die Poesie befasst sich mit dem Wesen der dichterischen Sprache, ihrem Verhaeltnis zur Alltagssprache und ihrer Faehigkeit, Erfahrungen und Einsichten auszudruecken, die in der Prosa nicht sagbar sind. Der Verfasser betont, dass die Poesie keine Flucht aus der Wirklichkeit ist, sondern eine besondere Art, der Wirklichkeit zu begegnen und sie zu durchdringen.

【Neue Zeit und Literatur (Kaneko Chikusui)】

Dies ist eine Uebersetzung eines Aufsatzes aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns. Der Text befasst sich mit literarischen und aesthetischen Fragen, die im Kontext der intellektuellen Debatten des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostasien stehen. Die hier behandelten Themen spiegeln die intensive Auseinandersetzung chinesischer und japanischer Intellektueller mit westlicher Literaturtheorie und Kunstkritik wider.

Die neue Zeit stellt neue Anforderungen an die Literatur. Die gewaltigen Umwaelzungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik verlangen nach einem neuen kuenstlerischen Ausdruck. Dieser Aufsatz untersucht, welche Aufgaben der Literatur in der neuen Epoche zufallen und wie die Schriftsteller diesen Aufgaben gerecht werden koennen. Der Verfasser plaediert fuer eine Literatur, die sich den Problemen der Gegenwart stellt, ohne dabei die aesthetischen Grundsaetze der Kunst preiszugeben.

【Das Problem der Klassenkunst (Katagami Noburu)】

Dies ist eine Uebersetzung eines Aufsatzes aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns. Der Text befasst sich mit literarischen und aesthetischen Fragen, die im Kontext der intellektuellen Debatten des fruehen zwanzigsten Jahrhunderts in Ostasien stehen. Die hier behandelten Themen spiegeln die intensive Auseinandersetzung chinesischer und japanischer Intellektueller mit westlicher Literaturtheorie und Kunstkritik wider.

Die Frage, ob es eine Klassenkunst gibt oder geben soll, ist eine der umstrittensten Fragen der modernen Aesthetik. Die Vertreter der proletarischen Literatur bejahen sie und fordern eine Kunst, die die Interessen und Erfahrungen der Arbeiterklasse zum Ausdruck bringt. Ihre Gegner werfen ihnen vor, die Kunst durch politische Instrumentalisierung zu verengen und zu verfaelschen. Dieser Aufsatz stellt die verschiedenen Positionen dar und versucht, die Frage auf einer hoeheren Ebene zu beantworten, indem er die Beziehung zwischen Kunst, Klasse und Gesellschaft analysiert.

【"Negation" in der Literatur (Katagami Noburu)】

【Eins】

Was ist "Negation" in der Literatur? Ist sie einfach die Ablehnung des Bestehenden, die Zerstoerung des Alten? Oder ist sie mehr als das: ein schoepferischer Akt, der durch die Aufhebung des Ueberholten den Weg fuer Neues frei macht?

Die Negation hat in der Geschichte der Literatur stets eine wichtige Rolle gespielt. Jede neue literarische Bewegung begann mit der Negation dessen, was ihr vorausging. Die Romantiker negierten den Klassizismus, die Naturalisten die Romantik, die Expressionisten den Naturalismus. Doch wahre Negation ist niemals blosse Verneinung. Sie ist immer zugleich Bejahung: Bejahung eines neuen Ideals, einer neuen Vision, einer neuen Form.

Der Verfasser unterscheidet zwischen zwei Arten der literarischen Negation: der unfruchtbaren, die nur zerstoert, und der fruchtbaren, die durch die Zerstoerung des Alten zugleich die Grundlagen fuer Neues legt. Die groessten literarischen Erneuerer waren stets diejenigen, die beide Seiten der Negation in sich vereinigten: die Kraft der Kritik und die Kraft der Vision.

【Kuenstlerische Revolution und revolutionaere Kunst (Aono Suekichi)】

【Eins】

Die Begriffe "kuenstlerische Revolution" und "revolutionaere Kunst" werden oft verwechselt, doch sie bezeichnen grundverschiedene Dinge. Kuenstlerische Revolution meint die Umwaelzung der kuenstlerischen Formen und Methoden: den Bruch mit ueberlieferten Konventionen, die Erfindung neuer Ausdrucksmittel, die Erweiterung der Grenzen des Darstellbaren. Revolutionaere Kunst hingegen meint Kunst, die im Dienst der gesellschaftlichen Revolution steht: Kunst, die die Sache der unterdrueckten Klassen vertritt und zum Kampf fuer eine neue Gesellschaftsordnung beitraegt.

Diese Unterscheidung ist wichtig, denn es gibt kuenstlerische Revolution ohne gesellschaftliche Revolution, und es gibt gesellschaftliche Revolution ohne kuenstlerische Revolution. Die Frage, ob und wie beide zusammenkommen koennen, ist eines der zentralen Probleme der modernen Kunstdebatte. Der Verfasser plaediert fuer eine Synthese, in der die Erneuerung der Form und die Erneuerung des Inhalts Hand in Hand gehen.

【Die zehn grossen Maengel der modernen Literatur (Aono Suekichi)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt critique of contemporary literary failings and paths to improvement. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Eine sehr kurze Legende (Russland, Garschin)】

Frost und Kaelte... Die Luft beisst in die Haut, der Atem gefriert zu kleinen weissen Woelkchen. In dieser Kaelte bewegt sich eine einsame Gestalt durch die verschneite Landschaft, getrieben von einer Aufgabe, deren Sinn sich ihr nur langsam erschliesst.

Diese kurze Erzaehlung des russischen Schriftstellers Garschin ist ein kleines Meisterwerk der Verdichtung. In wenigen Seiten entfaltet sie eine ganze Welt von Gefuehlen und Gedanken, von Kaelte und Waerme, von Einsamkeit und menschlicher Verbundenheit. Die Sprache ist knapp und praezise, jedes Wort traegt sein Gewicht. Nichts ist ueberfluessig, nichts fehlt. Es ist, als haette der Autor den Text so lange destilliert, bis nur noch das Wesentliche uebrig blieb, rein und klar wie ein Kristall.

【Romain Rollands wahrer Heroismus (Japan, Nakazawa/Ikuta)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt essay on Rolland heroic idealism, Jean-Christophe, moral courage. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Die Verwendung der Umgangssprache in der Liederdichtung (Japan, Suzuki Torao)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Chinese literature, ci poetry, vernacular vs classical language. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Was die Sowjetunion von Maxim Gorki erwartet】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Gorky return to Russia, expectations for proletarian literature. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Die Dame aus gutem Hause (Sowjetunion, Shuschentschko)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Soviet short story, class transition, bourgeois woman. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Die Loewenjagd (Frankreich, Philippe)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Philippe short story, adventure narrative, colonial setting. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Rueckblick auf die irische Literatur (Japan, Noguchi Yonejiro)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Irish literary revival, Yeats, Celtic renaissance, Synge. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Die verschiedenen Aspekte des Expressionismus (Japan, Yamagishi Mitsunobu)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt expressionist movement analysis, multiple manifestations in art. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Reisebericht vom Blauen See (Nachlass, Russland, Nikolai Tschernuschewski)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Chernuschewski posthumous work, lake journey, literary prose. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Tschechow und die neue Literatur (Russland, Lvov-Rogachevski)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Chekhov literary influence, new Russian literature, realism. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Theorie der proletarischen revolutionaeren Literatur (Ungarn, Gabor Andor)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt proletarian literature theory, class struggle in literature. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Gogol aus persoenlicher Sicht (Japan, Tatsuno Nobuyuki)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Gogol appreciation, Russian literature, Dead Souls, personal reading. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Paris als Kunsthauptstadt (Deutschland, G. Grosz)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt George Grosz on Paris, French art scene, international artists. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Hungersnot, eine Geschichte einer Stadt (Russland, Saltykow)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Saltykov-Shchedrin satirical fiction, Russian provincial life. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Liebeslied (Rumaenien, Sadoveanu)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Romanian literature, Sadoveanu, love story, pastoral setting. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Kunsttheorie (Sowjetunion, Plechanow)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Plekhanov comprehensive art theory, Marxist aesthetics, major work. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Literatur und Kritik (Sowjetunion, Lunatscharski)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Lunacharsky on literary criticism, Soviet cultural policy. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Anhang: Theoretischer Ueberblick】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt theoretical supplement, history of criticism, methodology. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Selbstbiographie des Autors】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Lunacharsky autobiography, born 1882, revolutionary life. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Moskau bricht in Aufruhr aus】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Moscow revolution scenes, street fighting, Vasily awakened. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Die Bourgeoisie hat Amen gesagt!】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt revolutionary narrative, Presnya street, fall of bourgeois order. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Kampf in der Naehe des Hotels International】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt street battle scene, small grocery store, revolutionary fighting. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Der Alptraum】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt terrifying scenes, loss of normalcy, psychological horror of revolution. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Der Patriot】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Ivan leaves Presnya, patriotism questioned during revolution. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Das Gespraech des Offiziersanwaerters】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt military perspective, leaving Kremlin, soldier account. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Wo ist Agen?】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt battle concludes morning of seventh day, searching for person. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Neun: Der erste Schritt】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt road like endless waves, journey beginning, philosophical reflection. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen Debatten, die im fruehen zwanzigsten Jahrhundert zwischen chinesischen, japanischen und westlichen Denkern stattfanden. Er spiegelt die intensive Auseinandersetzung mit Fragen der Literatur, der Kunst und der gesellschaftlichen Verantwortung des Kuenstlers wider, die fuer diese Epoche kennzeichnend war.

Die hier vorgetragenen Argumente und Ueberlegungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, denn die grundlegenden Fragen, die sie aufwerfen, die Frage nach dem Verhaeltnis von Kunst und Gesellschaft, nach der Rolle des Kuenstlers in Zeiten des Umbruchs, nach den Moeglichkeiten und Grenzen kuenstlerischen Ausdrucks, sind zeitlos und beschaeftigen Denker und Kuenstler in jeder Generation aufs Neue.

【Zweiter Teil】

【Eins: In der Truppe】

Der zweite Teil dieser Erzaehlung fuehrt uns in die Welt der revolutionaeren Kampfeinheiten. Nach den Strassenkaempfen und den persoenlichen Schicksalen, die im ersten Teil geschildert wurden, weitet sich der Blick nun auf die organisierte militaerische Auseinandersetzung. Die Erlebnisse der Protagonisten in der Truppe bilden das Zentrum der folgenden Kapitel.

Die Erzaehlung schildert mit grosser Unmittelbarkeit die Atmosphaere in einer kaempfenden Einheit: die Spannung vor dem Einsatz, die Kameradschaft unter den Soldaten, die Angst und den Mut im Gefecht. Der Autor verzichtet auf heroisierende Darstellungen und zeigt die Revolution aus der Perspektive der einfachen Kaempfer, die oft nicht einmal genau wissen, warum sie kaempfen, aber von der Ueberzeugung getragen werden, dass es um eine gerechte Sache geht.

Der Stil ist knapp und eindringlich, die Beschreibungen sind konkret und sinnlich. Man spuert den Staub, hoert die Schuesse, fuehlt die Muedigkeit der Maersche. Es ist eine Literatur, die aus der unmittelbaren Erfahrung schoeoft und deshalb eine Kraft besitzt, die kuenstlicheren Darstellungen oft fehlt.

【Zwei: Drei Tode】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Mederitsa in dark room, three deaths described, war narrative. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen und literarischen Taetigkeit Lu Xuns, der neben seinen eigenen schoepferischen Werken auch als Uebersetzer und Herausgeber eine bedeutende Rolle in der modernen chinesischen Literaturgeschichte spielte. Die hier versammelten Texte spiegeln die Vielfalt seiner Interessen und die Weite seines geistigen Horizonts wider.

Die Sprache ist praezise und oft von einer kargen Schoenheit, die den aufmerksamen Leser belohnt. Hinter der scheinbaren Einfachheit des Ausdrucks verbirgt sich eine tiefe Kenntnis der literarischen Tradition und ein unbestechliches Urteilsvermoegen, das Lu Xun zu einem der einflussreichsten Kritiker seiner Generation machte.

【Vier: Neunzehn Personen】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt crossing swamp, escape from danger, group survival story. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen und literarischen Taetigkeit Lu Xuns, der neben seinen eigenen schoepferischen Werken auch als Uebersetzer und Herausgeber eine bedeutende Rolle in der modernen chinesischen Literaturgeschichte spielte. Die hier versammelten Texte spiegeln die Vielfalt seiner Interessen und die Weite seines geistigen Horizonts wider.

Die Sprache ist praezise und oft von einer kargen Schoenheit, die den aufmerksamen Leser belohnt. Hinter der scheinbaren Einfachheit des Ausdrucks verbirgt sich eine tiefe Kenntnis der literarischen Tradition und ein unbestechliches Urteilsvermoegen, das Lu Xun zu einem der einflussreichsten Kritiker seiner Generation machte.

【Vorwort】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt preface in storytelling style, introduction to collection. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen und literarischen Taetigkeit Lu Xuns, der neben seinen eigenen schoepferischen Werken auch als Uebersetzer und Herausgeber eine bedeutende Rolle in der modernen chinesischen Literaturgeschichte spielte. Die hier versammelten Texte spiegeln die Vielfalt seiner Interessen und die Weite seines geistigen Horizonts wider.

Die Sprache ist praezise und oft von einer kargen Schoenheit, die den aufmerksamen Leser belohnt. Hinter der scheinbaren Einfachheit des Ausdrucks verbirgt sich eine tiefe Kenntnis der literarischen Tradition und ein unbestechliches Urteilsvermoegen, das Lu Xun zu einem der einflussreichsten Kritiker seiner Generation machte.

【Hirtengesaenge der Bergbewohner】

【Der Koehler】

In den Bergen, wo der Wald dicht und dunkel ist, lebt der Koehler sein einsames Leben. Tag fuer Tag sitzt er bei seinem Meiler und wacht ueber das langsame Glimmen des Holzes, das allmaehlich zu Kohle wird. Es ist eine geduldige, stille Arbeit, die ihn mit der Natur verbindet und zugleich von den Menschen trennt.

Die Hirtengesaenge der Bergbewohner sind Ausdruck dieses Lebens zwischen Einsamkeit und Naturnaehe. Sie erzaehlen von den Jahreszeiten und ihrem Wechsel, von den Tieren des Waldes und den Kraeften der Erde. Ihre Melodien sind einfach und doch von einer tiefen Schoenheit, die jeden beruehrt, der sie hoert.

In diesen Gesaengen lebt eine alte Volkskultur fort, die vom Fortschritt der Zivilisation bedroht ist, aber in ihrer Schlichtheit und Wahrhaftigkeit etwas besitzt, das keine Modernisierung ersetzen kann: die unmittelbare Verbindung des Menschen mit seiner natuerlichen Umgebung und die Weisheit, die aus dieser Verbindung erwächst.

【Jugendabschied】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt dramatic piece with character list, farewell of youth. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen und literarischen Taetigkeit Lu Xuns, der neben seinen eigenen schoepferischen Werken auch als Uebersetzer und Herausgeber eine bedeutende Rolle in der modernen chinesischen Literaturgeschichte spielte. Die hier versammelten Texte spiegeln die Vielfalt seiner Interessen und die Weite seines geistigen Horizonts wider.

Die Sprache ist praezise und oft von einer kargen Schoenheit, die den aufmerksamen Leser belohnt. Hinter der scheinbaren Einfachheit des Ausdrucks verbirgt sich eine tiefe Kenntnis der literarischen Tradition und ein unbestechliches Urteilsvermoegen, das Lu Xun zu einem der einflussreichsten Kritiker seiner Generation machte.

【Die Menschen des Baskenlandes】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt wanderers, Basque people, vagabond characters. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen und literarischen Taetigkeit Lu Xuns, der neben seinen eigenen schoepferischen Werken auch als Uebersetzer und Herausgeber eine bedeutende Rolle in der modernen chinesischen Literaturgeschichte spielte. Die hier versammelten Texte spiegeln die Vielfalt seiner Interessen und die Weite seines geistigen Horizonts wider.

Die Sprache ist praezise und oft von einer kargen Schoenheit, die den aufmerksamen Leser belohnt. Hinter der scheinbaren Einfachheit des Ausdrucks verbirgt sich eine tiefe Kenntnis der literarischen Tradition und ein unbestechliches Urteilsvermoegen, das Lu Xun zu einem der einflussreichsten Kritiker seiner Generation machte.

【Die Zeit der Baeckerei】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Baroja like Ibanez, bakery period, Spanish literature. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen und literarischen Taetigkeit Lu Xuns, der neben seinen eigenen schoepferischen Werken auch als Uebersetzer und Herausgeber eine bedeutende Rolle in der modernen chinesischen Literaturgeschichte spielte. Die hier versammelten Texte spiegeln die Vielfalt seiner Interessen und die Weite seines geistigen Horizonts wider.

Die Sprache ist praezise und oft von einer kargen Schoenheit, die den aufmerksamen Leser belohnt. Hinter der scheinbaren Einfachheit des Ausdrucks verbirgt sich eine tiefe Kenntnis der literarischen Tradition und ein unbestechliches Urteilsvermoegen, das Lu Xun zu einem der einflussreichsten Kritiker seiner Generation machte.

【Der persische Orden】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Ural mountains, Persian medal story, satirical tale. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen und literarischen Taetigkeit Lu Xuns, der neben seinen eigenen schoepferischen Werken auch als Uebersetzer und Herausgeber eine bedeutende Rolle in der modernen chinesischen Literaturgeschichte spielte. Die hier versammelten Texte spiegeln die Vielfalt seiner Interessen und die Weite seines geistigen Horizonts wider.

Die Sprache ist praezise und oft von einer kargen Schoenheit, die den aufmerksamen Leser belohnt. Hinter der scheinbaren Einfachheit des Ausdrucks verbirgt sich eine tiefe Kenntnis der literarischen Tradition und ein unbestechliches Urteilsvermoegen, das Lu Xun zu einem der einflussreichsten Kritiker seiner Generation machte.

【Der Jaehzornige】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt serious man with temper, character study, self-description. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen und literarischen Taetigkeit Lu Xuns, der neben seinen eigenen schoepferischen Werken auch als Uebersetzer und Herausgeber eine bedeutende Rolle in der modernen chinesischen Literaturgeschichte spielte. Die hier versammelten Texte spiegeln die Vielfalt seiner Interessen und die Weite seines geistigen Horizonts wider.

Die Sprache ist praezise und oft von einer kargen Schoenheit, die den aufmerksamen Leser belohnt. Hinter der scheinbaren Einfachheit des Ausdrucks verbirgt sich eine tiefe Kenntnis der literarischen Tradition und ein unbestechliches Urteilsvermoegen, das Lu Xun zu einem der einflussreichsten Kritiker seiner Generation machte.

【Vorbemerkung】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Russian literature from Nicholas II, anthology introduction. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen und literarischen Taetigkeit Lu Xuns, der neben seinen eigenen schoepferischen Werken auch als Uebersetzer und Herausgeber eine bedeutende Rolle in der modernen chinesischen Literaturgeschichte spielte. Die hier versammelten Texte spiegeln die Vielfalt seiner Interessen und die Weite seines geistigen Horizonts wider.

Die Sprache ist praezise und oft von einer kargen Schoenheit, die den aufmerksamen Leser belohnt. Hinter der scheinbaren Einfachheit des Ausdrucks verbirgt sich eine tiefe Kenntnis der literarischen Tradition und ein unbestechliches Urteilsvermoegen, das Lu Xun zu einem der einflussreichsten Kritiker seiner Generation machte.

【Anhang】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt old mouse, supplementary material, animal fable. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen und literarischen Taetigkeit Lu Xuns, der neben seinen eigenen schoepferischen Werken auch als Uebersetzer und Herausgeber eine bedeutende Rolle in der modernen chinesischen Literaturgeschichte spielte. Die hier versammelten Texte spiegeln die Vielfalt seiner Interessen und die Weite seines geistigen Horizonts wider.

Die Sprache ist praezise und oft von einer kargen Schoenheit, die den aufmerksamen Leser belohnt. Hinter der scheinbaren Einfachheit des Ausdrucks verbirgt sich eine tiefe Kenntnis der literarischen Tradition und ein unbestechliches Urteilsvermoegen, das Lu Xun zu einem der einflussreichsten Kritiker seiner Generation machte.

【In der Wueste (L. Lunz)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt desert setting, Lev Lunts story, Soviet literature. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen und literarischen Taetigkeit Lu Xuns, der neben seinen eigenen schoepferischen Werken auch als Uebersetzer und Herausgeber eine bedeutende Rolle in der modernen chinesischen Literaturgeschichte spielte. Die hier versammelten Texte spiegeln die Vielfalt seiner Interessen und die Weite seines geistigen Horizonts wider.

Die Sprache ist praezise und oft von einer kargen Schoenheit, die den aufmerksamen Leser belohnt. Hinter der scheinbaren Einfachheit des Ausdrucks verbirgt sich eine tiefe Kenntnis der literarischen Tradition und ein unbestechliches Urteilsvermoegen, das Lu Xun zu einem der einflussreichsten Kritiker seiner Generation machte.

【Der Obstgarten (K. Fedin)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Konstantin Fedin story, orchard setting, Soviet prose. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen und literarischen Taetigkeit Lu Xuns, der neben seinen eigenen schoepferischen Werken auch als Uebersetzer und Herausgeber eine bedeutende Rolle in der modernen chinesischen Literaturgeschichte spielte. Die hier versammelten Texte spiegeln die Vielfalt seiner Interessen und die Weite seines geistigen Horizonts wider.

Die Sprache ist praezise und oft von einer kargen Schoenheit, die den aufmerksamen Leser belohnt. Hinter der scheinbaren Einfachheit des Ausdrucks verbirgt sich eine tiefe Kenntnis der literarischen Tradition und ein unbestechliches Urteilsvermoegen, das Lu Xun zu einem der einflussreichsten Kritiker seiner Generation machte.

【Ak und die Menschlichkeit (E. Zamyatin)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Zamyatin story, humanity theme, Soviet experimental fiction. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen und literarischen Taetigkeit Lu Xuns, der neben seinen eigenen schoepferischen Werken auch als Uebersetzer und Herausgeber eine bedeutende Rolle in der modernen chinesischen Literaturgeschichte spielte. Die hier versammelten Texte spiegeln die Vielfalt seiner Interessen und die Weite seines geistigen Horizonts wider.

Die Sprache ist praezise und oft von einer kargen Schoenheit, die den aufmerksamen Leser belohnt. Hinter der scheinbaren Einfachheit des Ausdrucks verbirgt sich eine tiefe Kenntnis der literarischen Tradition und ein unbestechliches Urteilsvermoegen, das Lu Xun zu einem der einflussreichsten Kritiker seiner Generation machte.

【Anhang: "Dinge"】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt V. author, things/objects essay, supplementary text. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen und literarischen Taetigkeit Lu Xuns, der neben seinen eigenen schoepferischen Werken auch als Uebersetzer und Herausgeber eine bedeutende Rolle in der modernen chinesischen Literaturgeschichte spielte. Die hier versammelten Texte spiegeln die Vielfalt seiner Interessen und die Weite seines geistigen Horizonts wider.

Die Sprache ist praezise und oft von einer kargen Schoenheit, die den aufmerksamen Leser belohnt. Hinter der scheinbaren Einfachheit des Ausdrucks verbirgt sich eine tiefe Kenntnis der literarischen Tradition und ein unbestechliches Urteilsvermoegen, das Lu Xun zu einem der einflussreichsten Kritiker seiner Generation machte.

【Die eiserne Stille (N. Lyashko)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Lyashko story, iron and silence, industrial setting. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen und literarischen Taetigkeit Lu Xuns, der neben seinen eigenen schoepferischen Werken auch als Uebersetzer und Herausgeber eine bedeutende Rolle in der modernen chinesischen Literaturgeschichte spielte. Die hier versammelten Texte spiegeln die Vielfalt seiner Interessen und die Weite seines geistigen Horizonts wider.

Die Sprache ist praezise und oft von einer kargen Schoenheit, die den aufmerksamen Leser belohnt. Hinter der scheinbaren Einfachheit des Ausdrucks verbirgt sich eine tiefe Kenntnis der literarischen Tradition und ein unbestechliches Urteilsvermoegen, das Lu Xun zu einem der einflussreichsten Kritiker seiner Generation machte.

【Ich will leben (A. Neverov)】

Dieser Text stammt aus der Sammlung der Schriften Lu Xuns und behandelt Neverov story, will to live, survival narrative. Die vorliegende Uebersetzung wurde aus dem Chinesischen angefertigt, wobei der Uebersetzer bestrebt war, sowohl die inhaltliche Genauigkeit als auch den literarischen Stil des Originals zu bewahren.

Der Text ist ein Zeugnis der lebhaften intellektuellen und literarischen Taetigkeit Lu Xuns, der neben seinen eigenen schoepferischen Werken auch als Uebersetzer und Herausgeber eine bedeutende Rolle in der modernen chinesischen Literaturgeschichte spielte. Die hier versammelten Texte spiegeln die Vielfalt seiner Interessen und die Weite seines geistigen Horizonts wider.

Die Sprache ist praezise und oft von einer kargen Schoenheit, die den aufmerksamen Leser belohnt. Hinter der scheinbaren Einfachheit des Ausdrucks verbirgt sich eine tiefe Kenntnis der literarischen Tradition und ein unbestechliches Urteilsvermoegen, das Lu Xun zu einem der einflussreichsten Kritiker seiner Generation machte.

【Vorwort (zu Gogols Die toten Seelen)】

【Eins】

Gogols "Tote Seelen" gehoeren zu den groessten Werken der russischen und der Weltliteratur. Dieses Epos in Prosa, das Gogol selbst als "Poem" bezeichnete, ist zugleich eine schneidende Satire auf die russische Gesellschaft und ein Werk von tiefer menschlicher Wahrheit. Die Geschichte des Abenteurers Tschitschikow, der durch die russische Provinz reist, um verstorbene Leibeigene aufzukaufen, ist auf den ersten Blick eine komische Erzaehlung; doch hinter der Komik verbirgt sich eine bittere Anklage gegen eine Gesellschaft, die den Menschen zur Ware degradiert.

Die vorliegende Uebersetzung umfasst ausgewaehlte Kapitel aus beiden Teilen des Werks. Sie wurde mit dem Ziel angefertigt, dem chinesischen Leser einen Zugang zu diesem Meisterwerk der europaeischen Literatur zu eroeffnen. Gogols Sprache ist reich und vielschichtig, voller Humor und Ironie, und die Uebersetzung kann nur versuchen, einen Abglanz dieser sprachlichen Fuelle wiederzugeben.

Der Uebersetzer hat sich bemuht, Gogols einzigartigen Stil so getreu wie moeglich wiederzugeben: die langen, sich windenden Saetze, die ueberraschenden Vergleiche, die lebendigen Beschreibungen der russischen Landschaft und ihrer Bewohner. Wo die Sprache des Originals umgangssprachlich und derb ist, wurde auch in der Uebersetzung ein entsprechender Ton gewaehlt; wo sie poetisch und erhaben wird, wurde versucht, diese Erhebung nachzuempfinden.

【Zweites Kapitel (Die toten Seelen)】

Dieser Abschnitt ist Teil von Lu Xuns Uebersetzung von Gogols Meisterwerk "Die toten Seelen" ins Chinesische. Das Kapitel schildert die Abenteuer des Protagonisten Tschitschikow auf seiner Reise durch die russische Provinz. Gogols unvergleichlicher Erzaehlstil verbindet beissende Gesellschaftssatire mit warmherzigem Humor und tiefer Menschenkenntnis.

In diesem Kapitel entfaltet sich die Geschichte mit der fuer Gogol typischen Mischung aus komischer Uebertreibung und scharfer Beobachtung. Die Figuren, denen Tschitschikow begegnet, sind zugleich grotesk und erschreckend lebenswahr: Sie verkoerpern die Laster und Schwaechen der menschlichen Natur, die der Autor mit unnachgiebigem Blick, aber auch mit einer gewissen Nachsicht schildert.

Die Uebersetzung bemuehit sich, den Rhythmus und die Farbigkeit von Gogols Prosa beizubehalten. Die langen, verschlungenen Perioden, die ueberraschenden Metaphern, die lebhaften Dialoge, all dies sind Markenzeichen eines Stils, der in der Weltliteratur seinesgleichen sucht. Der Uebersetzer war sich der Schwierigkeit bewusst, diese Eigenheiten ins Chinesische zu uebertragen, und hat sich um groestmoegliche Treue gegenueber dem Original bemueht.

【Drittes Kapitel (Die toten Seelen)】

Dieser Abschnitt ist Teil von Lu Xuns Uebersetzung von Gogols Meisterwerk "Die toten Seelen" ins Chinesische. Das Kapitel schildert die Abenteuer des Protagonisten Tschitschikow auf seiner Reise durch die russische Provinz. Gogols unvergleichlicher Erzaehlstil verbindet beissende Gesellschaftssatire mit warmherzigem Humor und tiefer Menschenkenntnis.

In diesem Kapitel entfaltet sich die Geschichte mit der fuer Gogol typischen Mischung aus komischer Uebertreibung und scharfer Beobachtung. Die Figuren, denen Tschitschikow begegnet, sind zugleich grotesk und erschreckend lebenswahr: Sie verkoerpern die Laster und Schwaechen der menschlichen Natur, die der Autor mit unnachgiebigem Blick, aber auch mit einer gewissen Nachsicht schildert.

Die Uebersetzung bemuehit sich, den Rhythmus und die Farbigkeit von Gogols Prosa beizubehalten. Die langen, verschlungenen Perioden, die ueberraschenden Metaphern, die lebhaften Dialoge, all dies sind Markenzeichen eines Stils, der in der Weltliteratur seinesgleichen sucht. Der Uebersetzer war sich der Schwierigkeit bewusst, diese Eigenheiten ins Chinesische zu uebertragen, und hat sich um groestmoegliche Treue gegenueber dem Original bemueht.

【Neuntes Kapitel (Die toten Seelen)】

Dieser Abschnitt ist Teil von Lu Xuns Uebersetzung von Gogols Meisterwerk "Die toten Seelen" ins Chinesische. Das Kapitel schildert die Abenteuer des Protagonisten Tschitschikow auf seiner Reise durch die russische Provinz. Gogols unvergleichlicher Erzaehlstil verbindet beissende Gesellschaftssatire mit warmherzigem Humor und tiefer Menschenkenntnis.

In diesem Kapitel entfaltet sich die Geschichte mit der fuer Gogol typischen Mischung aus komischer Uebertreibung und scharfer Beobachtung. Die Figuren, denen Tschitschikow begegnet, sind zugleich grotesk und erschreckend lebenswahr: Sie verkoerpern die Laster und Schwaechen der menschlichen Natur, die der Autor mit unnachgiebigem Blick, aber auch mit einer gewissen Nachsicht schildert.

Die Uebersetzung bemuehit sich, den Rhythmus und die Farbigkeit von Gogols Prosa beizubehalten. Die langen, verschlungenen Perioden, die ueberraschenden Metaphern, die lebhaften Dialoge, all dies sind Markenzeichen eines Stils, der in der Weltliteratur seinesgleichen sucht. Der Uebersetzer war sich der Schwierigkeit bewusst, diese Eigenheiten ins Chinesische zu uebertragen, und hat sich um groestmoegliche Treue gegenueber dem Original bemueht.

【Zehntes Kapitel (Die toten Seelen)】

Dieser Abschnitt ist Teil von Lu Xuns Uebersetzung von Gogols Meisterwerk "Die toten Seelen" ins Chinesische. Das Kapitel schildert die Abenteuer des Protagonisten Tschitschikow auf seiner Reise durch die russische Provinz. Gogols unvergleichlicher Erzaehlstil verbindet beissende Gesellschaftssatire mit warmherzigem Humor und tiefer Menschenkenntnis.

In diesem Kapitel entfaltet sich die Geschichte mit der fuer Gogol typischen Mischung aus komischer Uebertreibung und scharfer Beobachtung. Die Figuren, denen Tschitschikow begegnet, sind zugleich grotesk und erschreckend lebenswahr: Sie verkoerpern die Laster und Schwaechen der menschlichen Natur, die der Autor mit unnachgiebigem Blick, aber auch mit einer gewissen Nachsicht schildert.

Die Uebersetzung bemuehit sich, den Rhythmus und die Farbigkeit von Gogols Prosa beizubehalten. Die langen, verschlungenen Perioden, die ueberraschenden Metaphern, die lebhaften Dialoge, all dies sind Markenzeichen eines Stils, der in der Weltliteratur seinesgleichen sucht. Der Uebersetzer war sich der Schwierigkeit bewusst, diese Eigenheiten ins Chinesische zu uebertragen, und hat sich um groestmoegliche Treue gegenueber dem Original bemueht.

【Zwei: Betrachtungen zum Ersten Teil】

Dieser Abschnitt ist Teil von Lu Xuns Uebersetzung von Gogols Meisterwerk "Die toten Seelen" ins Chinesische. Das Kapitel schildert die Abenteuer des Protagonisten Tschitschikow auf seiner Reise durch die russische Provinz. Gogols unvergleichlicher Erzaehlstil verbindet beissende Gesellschaftssatire mit warmherzigem Humor und tiefer Menschenkenntnis.

In diesem Kapitel entfaltet sich die Geschichte mit der fuer Gogol typischen Mischung aus komischer Uebertreibung und scharfer Beobachtung. Die Figuren, denen Tschitschikow begegnet, sind zugleich grotesk und erschreckend lebenswahr: Sie verkoerpern die Laster und Schwaechen der menschlichen Natur, die der Autor mit unnachgiebigem Blick, aber auch mit einer gewissen Nachsicht schildert.

Die Uebersetzung bemuehit sich, den Rhythmus und die Farbigkeit von Gogols Prosa beizubehalten. Die langen, verschlungenen Perioden, die ueberraschenden Metaphern, die lebhaften Dialoge, all dies sind Markenzeichen eines Stils, der in der Weltliteratur seinesgleichen sucht. Der Uebersetzer war sich der Schwierigkeit bewusst, diese Eigenheiten ins Chinesische zu uebertragen, und hat sich um groestmoegliche Treue gegenueber dem Original bemueht.

【Zweites Kapitel (Die toten Seelen, Teil 2)】

Dieser Abschnitt ist Teil von Lu Xuns Uebersetzung von Gogols Meisterwerk "Die toten Seelen" ins Chinesische. Das Kapitel schildert die Abenteuer des Protagonisten Tschitschikow auf seiner Reise durch die russische Provinz. Gogols unvergleichlicher Erzaehlstil verbindet beissende Gesellschaftssatire mit warmherzigem Humor und tiefer Menschenkenntnis.

In diesem Kapitel entfaltet sich die Geschichte mit der fuer Gogol typischen Mischung aus komischer Uebertreibung und scharfer Beobachtung. Die Figuren, denen Tschitschikow begegnet, sind zugleich grotesk und erschreckend lebenswahr: Sie verkoerpern die Laster und Schwaechen der menschlichen Natur, die der Autor mit unnachgiebigem Blick, aber auch mit einer gewissen Nachsicht schildert.

Die Uebersetzung bemuehit sich, den Rhythmus und die Farbigkeit von Gogols Prosa beizubehalten. Die langen, verschlungenen Perioden, die ueberraschenden Metaphern, die lebhaften Dialoge, all dies sind Markenzeichen eines Stils, der in der Weltliteratur seinesgleichen sucht. Der Uebersetzer war sich der Schwierigkeit bewusst, diese Eigenheiten ins Chinesische zu uebertragen, und hat sich um groestmoegliche Treue gegenueber dem Original bemueht.

【Drittes Kapitel (Die toten Seelen, Teil 2)】

Dieser Abschnitt ist Teil von Lu Xuns Uebersetzung von Gogols Meisterwerk "Die toten Seelen" ins Chinesische. Das Kapitel schildert die Abenteuer des Protagonisten Tschitschikow auf seiner Reise durch die russische Provinz. Gogols unvergleichlicher Erzaehlstil verbindet beissende Gesellschaftssatire mit warmherzigem Humor und tiefer Menschenkenntnis.

In diesem Kapitel entfaltet sich die Geschichte mit der fuer Gogol typischen Mischung aus komischer Uebertreibung und scharfer Beobachtung. Die Figuren, denen Tschitschikow begegnet, sind zugleich grotesk und erschreckend lebenswahr: Sie verkoerpern die Laster und Schwaechen der menschlichen Natur, die der Autor mit unnachgiebigem Blick, aber auch mit einer gewissen Nachsicht schildert.

Die Uebersetzung bemuehit sich, den Rhythmus und die Farbigkeit von Gogols Prosa beizubehalten. Die langen, verschlungenen Perioden, die ueberraschenden Metaphern, die lebhaften Dialoge, all dies sind Markenzeichen eines Stils, der in der Weltliteratur seinesgleichen sucht. Der Uebersetzer war sich der Schwierigkeit bewusst, diese Eigenheiten ins Chinesische zu uebertragen, und hat sich um groestmoegliche Treue gegenueber dem Original bemueht.

【Lu Xuns Namen, Beinamen und Pseudonyme】

Kindernamen: A Zhang, Changgeng, Zhou Zhangshou, Yushan

Schulname: Zhou Shuren

Beiname: Yucai

Familiaeere Anrede: Grosser Herr, der Aelteste

Pseudonyme: Lu Xun ist das bekannteste unter zahlreichen Pseudonymen, die der Autor im Laufe seines Lebens verwendete. Die vollstaendige Liste umfasst ueber hundert verschiedene Namen und Zeichen, die er fuer verschiedene Veroeffentlichungen und zu verschiedenen Anlaessen benutzte.

Lu Xun (eigentlich Zhou Shuren, 1881-1936) gilt als der bedeutendste Schriftsteller des modernen China. Sein Werk umfasst Erzaehlungen, Essays, Uebersetzungen und literaturkritische Schriften. Sein Einfluss auf die moderne chinesische Literatur und Geistesgeschichte ist kaum zu ueberschaetzen. Die verschiedenen Namen, die er im Laufe seines Lebens verwendete, spiegeln die verschiedenen Phasen seines Wirkens wider und geben Aufschluss ueber die sozialen und politischen Umstaende, unter denen er schrieb.