Difference between revisions of "Hongloumeng/de/Chapter 74"

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(DE4 (Woesler 4. Aufl.): Kapitel 74 mit Navigation und Fussnoten)
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= Kapitel 74 =
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Vierundsiebzigstes Kapitel
== 惑奸讒抄檢大觀園 / 避嫌隙杜絕寧國府 ==
 
=== Durch ueble Verleumdungen wird der Grosse Garten durchsucht; Um Verdacht zu vermeiden, bricht man mit dem Ningguo-Anwesen ===
 
  
'''Eine schurkische Verleumderin erwirkt, daß im Garten des Großen Anblicks eine Haussuchung gehalten wird; ein einsam-stolzes Mädchen erklärt, daß es den Umgang mit dem Ning-guo-Anwesen abbrechen will.'''
+
Der Dàguānyuán wird durchsucht — Tànchūn ohrfeigt die Frau Wáng Shànbǎo — Sīqís Liebesbriefe werden entdeckt
  
Während also Ping-örl belustigt anhörte, was Ying-tschun ihr erwiderte, erschien plötzlich auch noch Bau-yü, und das kam so: Nachdem die jüngere Schwester von Frau Liu, der Verantwortlichen für die Gartenküche, als Leiterin einer der Spielhöllen entlarvt worden war, fanden sich Leute im Garten, die Frau Liu von jeher feindlich gesinnt waren und deshalb auch sie noch anzeigten. Sie behaupteten, Frau Liu habe mit ihrer Schwester unter einer Decke gesteckt, diese habe zwar ihren Namen hergegeben, aber mit den Einnahmen hätten sie halbpart gemacht. So sollte Frau Liu jetzt von Hsi-fëng bestraft werden.
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Es wird erzählt, dassPíng'ér聽Yíngchūn說了正自好笑, plötzlich sah manBǎoyù也來了. Wie sich herausstellte,管廚房柳家Schwiegertochter之妹, 也因放頭開賭得了不是. 這園中有素與柳家不睦的, 便又告出柳家來, 說他和他妹子是伙計, 雖然他妹子出名, 其實賺了錢兩個人平分. 因此Fèngjiě要治柳家之罪. 那Frau Liǔ因得此信, 便慌了手腳, 因思素與Yíhóngyuàn人最為深厚, 故走來悄悄地央求Qíngwén金星玻璃告訴了Bǎoyù. Bǎoyù因思內中Yíngchūn之乳母也現有此罪, 不若來約同Yíngchūn討情, 比自己獨去單為柳家說情又更妥當, 故此前來. plötzlich sah man許多人在此, 見他來時, 都問: »你的病可好了? 跑來作什麼? «Bǎoyù不便說出討情一事, 只說: »來看二姐姐. «當下alle Anwesenden也不在意, Nun sei erzählt, dass些閑話. Píng'ér便出去辦累絲金鳳一事. 那王住兒Schwiegertochter緊跟在後, 口內百般央求, 只說: »Fräulein好歹口內超生, 我橫豎去贖了來. «Píng'érsagte lachend: »你遲也贖, 早也贖, 既有今日, 何必當初. 你的意思得過去就過去了. 既是這樣, 我也不好意思告人, 趁早去贖了來交與我送去, 我一字不提. «王住兒Schwiegertochter聽說, 方放下心來, 就拜謝, 又說: »Fräulein自去貴幹, 我趕晚拿了來, 先回了Fräulein, 再送去, 如何? «Píng'ér道: »趕晚不來, 可別怨我. «說畢, 二人方分路各自散了.
Als Frau Liu davon erfahren hatte, war sie in Erregung geraten, und da sie bedachte, daß sie sich am besten von allen immer mit dem Personal im Hof der Freude am Roten verstanden hatte, ging sie dorthin und bat heimlich Tjing-wën und Venturina um Hilfe. Venturina sagte es Bau-yü weiter, und Bau-yü dachte sich, da auch Ying-tschuns Amme desselben Vergehens angeklagt war, würde es besser sein, wenn er sich mit Ying-tschun zusammentäte, um für beide Frauen um Gnade zu bitten, als wenn er allein nur für Frau Liu bäte, und so war er herübergekommen.
 
Hier aber fand er nun zahlreiche Gäste vor, und alle fragten ihn sogleich: „Bist du wieder wohlauf? Was willst du denn hier?“
 
Da Bau-yü nicht gut verraten konnte, daß es um ein Gnadengesuch ging, sagte er einfach: „Ich wollte Kusine Ying-tschun besuchen.“ Niemand dachte sich etwas dabei, und alle plauderten zwanglos weiter.
 
Dann ging Ping-örl fort, um die Angelegenheit mit dem goldenen Phönixhaarpfeil zu erledigen. Wang Dschu-örls Frau folgte ihr auf dem Fuße und bettelte dabei auf hunderterlei Weise. „Wenn Ihr mich nur nicht ins Unglück stürzt, werde ich den Haarpfeil auf Biegen und Brechen wieder auslösen!“ versprach sie.
 
„Ob du ihn nun früher oder später auslöst, das Wesentliche ist, daß es erst gar nicht so weit hätte kommen dürfen“, sagte Ping-örl lächelnd. „Wenn du sagen willst, daß es mit dem Vergangenen aus und vorbei ist, wäre es mir peinlich, dich noch deswegen anzuzeigen. Löse also den Haarpfeil so früh wie möglich aus und bring ihn mir, damit ich ihn zurückgeben kann, dann will ich die Sache mit keinem Wort erwähnen!“
 
Jetzt konnte Wang Dschu-örls Frau wieder beruhigt sein, und nachdem sie sich mit zeremoniellem Gruß bedankt hatte, setzte sie noch hinzu: „Geht nur Eurer geschätzten Tätigkeit nach, Fräulein! Ich löse den Haarpfeil aus, bevor es Abend wird, und melde mich bei Euch, ehe ich ihn zurückgebe. Wie findet Ihr das?“
 
„Gut, aber beklag dich nicht bei mir über die Folgen, wenn du nicht hältst, was du versprichst!“ ermahnte Ping-örl sie noch einmal. Dann gingen sie jede ihres Weges.
 
Als Ping-örl zurück war, fragte Hsi-fëng: „Warum hat das dritte Fräulein dich rufen lassen?“
 
„Sie befürchtete, Ihr könntet Euch aufgeregt haben, und wollte mich bitten, daß ich Euch gut zurede“, gab Ping-örl vor. „Außerdem hat sie gefragt, wie in den letzten Tagen Euer Appetit war.“
 
„Sie macht sich doch wenigstens noch Gedanken um mich!“ lobte Hsi-fëng lächelnd. Dann fuhr sie fort: „Inzwischen ist noch etwas passiert. Jemand hat mir angezeigt, Frau Liu sei an der Spielhölle, die ihre jüngere Schwester betrieb, beteiligt gewesen. Alles, was die Jüngere tat, sei von der Älteren befohlen gewesen. Aber ich sage mir, du hast mir oft genug geraten ‚Eine Sorge weniger ist besser als eine Sorge mehr.‘ So könne man sich das Herz frei halten und den Körper schonen, was auch nicht zu verachten sei. Nur weil ich nicht darauf hören konnte, hat sich das tatsächlich an mir bewahrheitet – zuerst habe ich der gnädigen Frau unrecht getan, und dann habe ich mir eine Krankheit geholt.
 
Jetzt endlich sind mir die Augen aufgegangen, und von mir aus kann jeder machen, was er will. Es sind noch genug andere da, die sich darum kümmern können. Ich rege mich nur sinnlos auf und bringe noch alle dazu, daß sie mich verfluchen. Lieber will ich mich in Ruhe auskurieren, das ist mir jetzt das allerwichtigste. Und wenn ich wieder gesund bin, werde ich die liebe Tante spielen, mich freuen und mich amüsieren und alle anderen tun und treiben lassen, was ihnen Spaß macht. Darum habe ich einfach gesagt, es sei gut, ich wisse Bescheid, und habe mir die Sache nicht zu Herzen genommen.“
 
„Wenn das Euer Ernst ist, würde es unser Glück bedeuten, junge gnädige Frau“, sagte Ping-örl lächelnd.
 
Das hatte sie kaum gesagt, als Djia Liän hereinkam, die Hände zusammenschlug und seufzend verkündete: „Eben war noch alles gut, und nun ist schon wieder etwas geschehen! Woher weiß die gnädige Frau von drüben, daß ich mir neulich durch Yüan-yang etwas zum Versetzen besorgt habe? Eben ließ sie mich rufen und befahl mir, ich solle – egal woher – zweihundert Liang Silber für sie abzweigen, die sie zum fünfzehnten achten für das Fest<ref>Für das Mittelherbstfest; vgl. o., Anm. zu S. 16.</ref> brauche.
 
Als ich ihr sagte, das könne ich nicht, erwiderte sie: ‚Wenn du selbst kein Geld hast, weißt du immer, woher du welches bekommst, aber wenn ich nur mit dir beratschlagen will, speist du mich mit einer Ausrede ab und sagst, du habest keine Möglichkeit. Und woher hast du neulich, als du dir eintausend Liang beschafftest, etwas zum Verpfänden gehabt? Sogar die Wertsachen der alten gnädigen Frau verstehst du wie mit Geisterhand fortzuschaffen, und wenn ich jetzt zweihundert Liang von dir haben will, kommst du mir so. Ein Glück nur, daß ich niemand davon erzählt habe!‘
 
Ich frage mich nur, warum die gnädige Frau, die doch bestimmt nicht knapp bei Kasse ist, so einen Anlaß bemüht, um einem etwas am Zeuge zu flicken!“
 
„An jenem Tag war aber niemand Fremdes anwesend, wer also kann die Sache verraten haben?“ fragte Hsi-fëng.
 
Ping-örl rief sich genau ins Gedächtnis zurück, wer seinerzeit alles dagewesen war, und nach einigem Nachdenken sagte sie: „Ich hab‘s! Während wir hier verhandelten, war zwar kein Außenstehender dabei, aber am Abend, als die Sachen schon hergeschafft waren, kam zufällig die Mutter von diesem Blödchen, das in den Räumen der alten gnädigen Frau dient, und brachte die Wäsche, die sie gewaschen und gestärkt hatte. Sie saß eine Weile in der Gesindestube, und als sie die große Truhe sah, wird sie bestimmt gefragt haben, was das ist, und die kleineren Mädchen in ihrer Ahnungslosigkeit haben es ihr sicher gesagt. Das wäre immerhin möglich.“ Also rief sie die kleineren Sklavenmädchen und fragte sie, wer Dummchens Mutter das verraten habe.
 
Aber die kleinen Sklavenmädchen knieten aufgeregt nieder und schworen hoch und heilig: „Wir haben noch nie gewagt, auch nur ein überflüssiges Wort zu sagen! Wenn uns jemand etwas fragt, sagen wir immer, das wissen wir nicht. Warum sollten wir uns in diesem Fall erdreistet haben zu schwatzen?!“
 
Hsi-fëng bedachte die Umstände der Angelegenheit und sagte dann: „Sie würden das bestimmt nicht wagen, also wollen wir ihnen kein Unrecht tun! Vertagen wir das erst einmal und stellen zunächst die gnädige Frau zufrieden, das ist das allerwichtigste! Lieber wollen wir uns etwas abknapsen, als uns ein weiteres Mal Unannehmlichkeiten einzuhandeln!“ Und sie befahl Ping-örl: „Hol meinen goldenen Halsreif und geh darauf zweihundert Liang Silber leihen, die wir ihr hinübertragen, damit die Sache ein Ende hat!“
 
„Sie soll gleich noch zweihundert Liang mehr darauf leihen, wir haben auch noch Ausgaben!“ verlangte Djia Liän.
 
„Durchaus nicht nötig!“ lehnte Hsi-fëng ab, „ich habe keine Ausgaben, und ich weiß nicht einmal, woher ich das Geld nehmen soll, um den Halsreif wieder auszulösen.“
 
Ping-örl verschwand und erteilte jemand den Auftrag, Lai Wangs Frau zu rufen, der sie dann den Halsreif übergab und die bald darauf mit dem Silber wiederkam. Djia Liän selbst trug es zu Dame Hsing hinüber, und damit einstweilen genug hiervon.
 
Hsi-fëng und Ping-örl rätselten zusammen, wer da aus der Schule geplaudert haben könnte, kamen aber zu keinem Ergebnis. Schließlich sagte Hsi-fëng: „Wenn diese Sache bekannt wird, ist das noch das wenigste. Angst habe ich nur davor, daß verächtliche Menschen die Gelegenheit nutzen, um Verleumdungen zu erfinden und neue Skandale heraufzubeschwören. Das Schlimme ist, daß die da drüben mit Yüan-yang verfeindet ist. Nachdem sie jetzt informiert ist, daß Yüan-yang für unsern jungen Herrn diese Sachen hinausgeschmuggelt hat, wird sie sich die Gelegenheit sicher nicht entgehen lassen.
 
Wer weiß, ob sie sich nicht wieder irgendwelche Ungeheuerlichkeiten ausdenkt, denn kleine Leute sind unersättlich, und sie kriegt es fertig, daß selbst noch ein unbeschädigtes Hühnerei Maden bekommt. Unserm jungen Herrn würde es nicht viel ausmachen, aber Yüan-yang ist ein anständiges Mädchen, und wenn sie mit hineingezogen würde, wären wir daran schuld.“
 
„Da ist nichts zu befürchten“, sagte Ping-örl lächelnd, „Euretwegen hat Yüan-yang die Sachen zur Verfügung gestellt, nicht des jungen Herrns wegen. Außerdem hat sie zwar behauptet, es sei eine persönliche Gefälligkeit von ihr, in Wirklichkeit aber hatte sie der alten gnädigen Frau darüber berichtet. Die alte gnädige Frau ist nur deshalb in Sorge, weil sie so viele Enkelkinder hat. Wenn sich jeder etwas von ihr borgt und ihr nachher nur mit Schmeicheleien kommt, von wem kann sie dann etwas zurückfordern? Darum stellt sie sich einfach unwissend. Wenn die Sache also wirklich aufgebauscht würde, wäre das kein Hindernis.“
 
„Das mag schon so sein“, erwiderte Hsi-fëng, „aber was nutzt es, wenn wir  es wissen? Die andern, die es nicht wissen, werden doch ihre Zweifel hegen.“
 
Dies hatte sie kaum gesagt, als jemand meldete: „Die gnädige Frau ist gekommen.“
 
Verwundert fragte sich Hsi-fëng, warum sie wohl selbst gekommen sei, und ging ihr rasch mit Ping-örl und den anderen Sklavenmädchen zusammen entgegen, um dann zu sehen, wie Dame Wang mit gänzlich veränderter Miene und nur von einem vertrauten kleinen Sklavenmädchen begleitet hereinkam, und ohne ein Wort zu sagen, in das innere Zimmer trat und sich setzte.
 
Sofort brachte Hsi-fëng ihr Tee und sagte mit strahlendem Gesicht: „Ihr müßt Euch heute sehr wohl fühlen, gnädige Frau, daß Ihr vor Freude hier spazierengegangen seid!“
 
Doch anstatt zu antworten, gab Dame Wang nur schroff den Befehl: „Ping-örl soll hinausgehen!“
 
Verwirrt und ratlos sagte Ping-örl hastig jawohl und führte die kleineren Sklavenmädchen alle nach draußen, wo sie ihnen befahl, vor der Tür Aufstellung zu nehmen. Dann machte sie die Tür einfach zu, setzte sich auf die steinerne Plattform des Hauses und ließ keinen Menschen hinein.
 
Auch Hsi-fëng war verwirrt und verstand nicht, worum es ging. Aber dann sah sie, wie Dame Wang mit Tränen in den Augen einen Riechbeutel aus dem Ärmel zog und ihn ihr vor die Füße warf, um dann zu sagen: „Sieh dir das an!“
 
Als Hsi-fëng, die den Beutel rasch aufhob, die farbenprächtige frivole Stickerei darauf entdeckte, fuhr sie vor Schreck zusammen und fragte sofort: „Woher habt Ihr das, gnädige Frau?“
 
Kaum hatte Dame Wang diese Frage gehört, flossen ihr die Tränen erst recht wie strömender Regen aus den Augen, und sie sagte mit zitternder Stimme: „Woher ich das habe? Ich habe wie gewöhnlich von nichts eine Ahnung – wie ein Frosch, der im Brunnen hockt, und verlasse mich darauf, daß du ja ein umsichtiger Mensch bist, so daß ich mir ein bißchen Ruhe gönnen kann. Und nun stellt sich heraus, daß es mit dir dasselbe ist wie mit mir!
 
Das da lag am hellichten Tag offen auf einem Felsen im Garten herum, so daß eine Magd der alten gnädigen Frau es finden konnte. Wäre nicht zufällig deine Schwiegermutter dazugekommen, dann wäre sie spornstreichs damit zur alten gnädigen Frau gelaufen. Nun frage ich dich: Wie hast du das dort verlieren können?“
 
Jetzt verfärbte sich auch Hsi-fëng und fragte hastig: „Woher wollt Ihr wissen, daß es mir gehört, gnädige Frau?“
 
„Das fragst du noch?“ erwiderte Dame Wang unter Tränen und Seufzern. „Überleg doch mal selbst! Ihr seid das einzige junge Paar in unserm Haushalt. Außer euch gibt es hier nur alte Frauen – was sollten die damit? Und die Mädchen – wie sollten die dazu gekommen sein? Natürlich hat Liän, dieser unverbesserliche Schmutzfink, das irgendwoher angeschleppt.Und so gut, wie ihr euch versteht, hast du es natürlich als einen Spaß angesehen. Junge Leute haben solche Heimlichkeiten in ihren inneren Gemächern, mir machst du nichts vor.
 
Glücklicherweise sind die Mädchen im Garten, ob hoch oder niedrig, noch unverständig und waren auch noch nicht auf den Beutel gestoßen. Nicht auszudenken, wenn die Mägde ihn gefunden und deinen Kusinen gezeigt hätten! Oder wenn die kleineren Mägde ihn gefunden hätten und draußen in Gegenwart von Fremden erzählt hätten, das habe im Garten gelegen. Hätten wir das überleben und unsere Ehre bewahren können?“
 
Vor Erregung und Beschämung war Hsi-fëng im Nu blau angelaufen. Jetzt ließ sie sich vor dem Ofenbett auf beide Knie fallen und erklärte unter Tränen: „Was Ihr sagt, hat natürlich Hand und Fuß, gnädige Frau, und ich will auch durchaus nicht behaupten, ich besäße gar nichts in dieser Art. Aber es gibt doch einiges, was ich Euch sorgsam zu bedenken bitte.
 
Bei diesem Riechbeutel handelt es sich um eine Nachahmung in der Art von Palaststickereien, und er ist irgendwo außerhalb von Lohnstickern angefertigt worden. Die Bänder und die Quasten daran sind gleichermaßen Marktware. Auch wenn ich jung und ein bißchen leichtfertig bin, würde ich doch so etwas Plumpes nicht mögen, und was ich besitze, ist natürlich vom Feinsten. Das ist das eine.
 
Zum andern trägt man so etwas nicht ständig bei sich. Wenn ich dreist solch einen Beutel hätte, könnte ich ihn doch nur zu Hause benutzen und würde ihn nicht am Körper tragen und überall damit hingehen, erst recht nicht, wenn ich den Garten aufsuche, so viel, wie wir Kusinen stets aneinander herumzerren. Und nicht nur vor den Kusinen, auch vor den Sklavinnen würde ich dumm dastehen, wenn er bei mir zum Vorschein käme. Wenn ich auch jung und leichtfertig bin, aber so töricht kann ich schließlich nicht sein.
 
Drittens bin ich zwar unter uns Herrschaften die einzige junge Frau, aber unter den Sklavinnen gibt es mehr als eine Frau, die noch jünger ist als ich. Immerhin kommen sie oft in den Garten, und am Abend sucht jede von ihnen ihre eigene Wohnung auf. Woher wollt Ihr wissen, daß nicht eine von ihnen den Beutel getragen hat?
 
Viertens bin nicht nur ich häufig im Garten, sondern auch die jungen Nebenfrauen, die die gnädige Frau von drüben immer mitbringt, wie zum Beispiel Yän-hung und Tsuee-yün. Als junge Konkubinen dürften sie so etwas eher besitzen als ich. Auch Vetter Dschëns Frau aus dem andern Anwesen ist nicht nur selber noch nicht sehr alt, sie hat auch schon oft genug Pee-fëng und andere mitgebracht, und woher wollt Ihr also wissen, daß der Beutel nicht ihnen gehört hat?
 
Fünftens gibt es auch zu viele Mägde im Garten. Wollt Ihr da sicher sein, daß jede einzelne von ihnen anständig ist? Es gibt unter ihnen auch welche, die schon älter und in die Geheimnisse der Erwachsenen eingeweiht sind, so daß man nicht wissen kann, ob nicht eine von ihnen entweder in einem unbeobachteten Augenblick den Garten heimlich verließ oder aber irgendeinen Vorwand benutzte, um sich mit einem der Burschen am Innentor zu necken, und den Beutel auf diesem Wege hereingebracht hat. Jedenfalls habe nicht nur ich nichts damit zu tun, auch für Ping-örl kann ich mich verbürgen. Das alles solltet Ihr bitte sorgsam bedenken, gnädige Frau.“
 
Dame Wang sagte sich, daß diese Ausführungen sehr vernünftig klangen, und so befahl sie Hsi-fëng seufzend: „Steh auf! Ich weiß ja auch, daß du die Tochter eines großen Hauses bist und nicht dermaßen leichtfertig sein kannst. Ich war einfach erregt und habe dich mit meinen Worten aufgebracht. Aber wie wollen wir jetzt verfahren? Deine Schwiegermutter hat den Beutel eben erst in einem verschlossenen Päckchen zu mir bringen lassen, damit ich ihn mir ansehe, und sie ließ mir bestellen, sie habe ihn Blödchen abgenommen. Ich hätte mich totärgern können darüber!“
 
„Ihr solltet Euch nicht länger darüber ärgern, gnädige Frau!“ riet ihr Hsi-fëng. „Wenn das Gesinde etwas davon bemerkt hätte, wüßte die alte gnädige Frau wohl schon darüber Bescheid. Nur wenn wir kühl und nüchtern in aller Stille unsere Nachforschungen anstellen, können wir uns Gewißheit verschaffen. Auch wenn wir nichts herausbekommen, wird doch kein Fremder davon erfahren. Dazu sagt man ‚Der gebrochene Arm wird im Ärmel versteckt.‘ Uns bleibt jetzt keine andere Wahl, als die Gelegenheit zu nutzen, daß wegen dieser Glücksspielaffäre so viele Leute aus dem Dienst entfernt worden sind, um die Frauen von Dschou Juee, Lai Wang und noch zwei, drei andere, die den Mund halten können, im Garten einzusetzen, wo sie dann vorgeben müssen, immer noch wegen der Spielhöllen zu ermitteln.
 
Außerdem gibt es wirklich zu viele Mägde im Garten. Da ist nicht auszuschließen, daß in dem Maße, wie sie erwachsen werden, auch ihre Wünsche wachsen, und daß sie irgend etwas anstellen. Wenn erst etwas passiert ist, kommt die Reue zu spät. Aber wenn wir jetzt ohne jeden Grund einen Teil der Mägde entlassen, würde das nicht nur unsere Mädchen kränken und verärgern, wir könnten uns das auch nicht einfach so erlauben. Darum ist es das beste, von jetzt an alle, die schon etwas älter und vielleicht ein bißchen frech und nicht leicht zu zügeln sind, bei einer Verfehlung zu ertappen und aus dem Garten zu entfernen, um sie dann zu verheiraten. Dadurch wird gewährleistet, daß nichts mehr passieren kann, und außerdem können wir einige Kosten sparen. Was meint Ihr dazu, gnädige Frau?“
 
„Es ist natürlich richtig, was du sagst“, räumte Dame Wang seufzend ein, „aber wenn man gerecht ist und die Sache genau bedenkt, sind deine Kusinen wirklich zu bedauern. Ich brauche gar nicht so weit zu gehen mit meinem Vergleich, nehmen wir nur die Mutter von deiner Kusine Dai-yü! Wie wurde sie verwöhnt, als sie noch nicht verheiratet war! Das nenne ich ‚goldene Würde und jadene Vornehmheit‘, das war der Stil, wie ein Mädchen aus besseren Kreisen leben sollte!
 
Dagegen leben deine Kusinen heute nicht viel besser als bei andern Leuten die Mägde. Keine von ihnen hat mehr als zwei oder drei Dienstmägde, die wie Menschen aussehen. Die übrigen vier oder fünf, die noch kleiner sind, wirken wie die kleinen Teufel, die als Figuren in den Tempeln dargestellt sind. Wenn wir jetzt noch welche von ihnen entlassen wollen, könnte nicht nur ich das nicht ertragen, auch die alte gnädige Frau würde wohl kaum ihre Zustimmung geben.
 
Und wenn es uns auch schlecht geht, aber so schlecht geht es uns doch wieder noch nicht. Ich habe zwar auch keinen so großen Glanz miterlebt, aber doch etwas mehr als ihr. Darum will lieber ich mich einschränken, als die Mädchen zu kurz kommen zu lassen. Wenn wir in Zukunft sparsamer wirtschaften müssen, wollen wir nur bei mir den Anfang machen! Jetzt aber laß Dschou Juees Frau und die anderen rufen und gib ihnen den Befehl, sie sollten schnell und in aller Stille Licht in diese Sache bringen. Das ist das allerwichtigste.“
 
Sofort rief Hsi-fëng nach Ping-örl und schickte sie mit dem entsprechenden Auftrag los.
 
Bald darauf erschienen die Frauen von Dschou Juee, Wu Hsing, Dschëng Hua, Lai Wang und Lai Hsi, alle fünf Frauen, die seinerzeit von Dame Wang beziehungsweise Hsi-fëng als Sklavenmädchen mit in die Ehe gebracht wurden und jetzt hier anwesend waren. Von den übrigen hatte jede im Süden ihre Aufgabe zu erfüllen.
 
Eben sagte sich Dame Wang, daß es noch nicht genug seien, um eine Ermittlung anzustellen, da kam plötzlich Wang Schan-baus Frau herein, die seinerzeit von Dame Hsing mit in die Ehe gebracht worden war. Sie war es auch, die vorhin den Riechbeutel gebracht hatte.
 
Da Dame Wang die bevorzugten Vertrauten von Dame Hsing nie anders betrachtet hatte als ihre eigenen, sagte sie jetzt, als Wang Schan-baus Frau erschien, um sich nach dem Fortgang der Sache zu erkundigen, und dabei sehr besorgt tat: „Geh und melde deiner Herrin, daß ich dich mit in den Garten schicken möchte, um dort nach dem Rechten zu sehen, denn du bist dafür besser geeignet als irgend jemand anders!“
 
Nun war Wang Schan-baus Frau den Sklavenmädchen im Garten schon lange gram, weil die sie nicht eben respektvoll behandelten, wenn sie in den Garten kam, und hätte ihnen gar zu gern etwas am Zeuge geflickt, wenn sie nur eine Gelegenheit dazu gehabt hätte. Nachdem sich nun diese Geschichte ereignet hatte, glaubte sie, ihre Stunde sei endlich gekommen. Und so war es genau das, was sie sich erhofft hatte, als Dame Wang ihr jetzt diesen Auftrag gab.
 
Deshalb erwiderte sie: „Das ist kein Problem. Ich will ja nicht zuviel sagen, aber von Rechts wegen war es schon lange Zeit, einmal hart durchzugreifen. Ihr geht nicht viel in den Garten, gnädige Frau, und könnt das nicht wissen. Die dortigen Mägde benehmen sich eine wie die andere so, als ob sie der Kaiser mit Ehrentiteln belehnt hätte und als ob sie vornehme junge Fräulein wären. Aber selbst wenn sie den Himmel zum Einstürzen brächten, würde niemand wagen aufzumucken. Sonst würden sie nämlich die Mägde, die bei den jungen Fräulein Dienst tun, anstacheln, einfach zu behaupten, man habe ihre Fräulein gedemütigt, und wer hat schon den Mut, das zu riskieren?!“
 
„Das ist doch nur normal“, gab Dame Wang ihr zurück. „Die Mägde der jungen Fräulein sind nun einmal verwöhnter als die anderen. Ihr müßt ihnen also gut zureden. Nicht einmal die jungen Fräulein kommen ohne Belehrung aus, um wieviel mehr muß das also für die Mägde gelten!“
 
„Die übrigen mögen noch zu ertragen sein“, nahm wieder Wang Schan-baus Frau das Wort, „was Ihr aber nicht wissen werdet, gnädige Frau, ist, daß diese Tjing-wën in den Räumen von Bau-yü, nur weil sie ein wenig hübscher ist als die anderen und weil sie ein flottes Mundwerk hat, sich jeden Tag herausstaffiert wie eine Hsi-schï<ref>Vgl. o., S. 6 (Hsi-dsï).</ref>, vor allen Leuten das große Wort führt und sich stets in den Vordergrund schiebt, weil sie hoch hinaus möchte. Sagt man auch nur einen Satz, der ihr nicht paßt, dann starrt sie einen mit ihren frechen Augen an und beschimpft einen. Und ihre verführerisch-lockere Art ist alles andere als anständig.“
 
Bei diesen Worten fiel Dame Wang plötzlich etwas ein, und sie sagte zu Hsi-fëng: „Als wir voriges Mal mit der alten gnädigen Frau zusammen im Garten spazierengegangen sind, war da eine mit einer Wasserschlangentaille und abfallenden Schultern, deren Augen und Brauen ein wenig an deine Kusine Dai-yü erinnerten und die eben eine kleinere Magd ausschimpfte. Ihre wilde Art war mir so zuwider, daß ich mit der alten gnädigen Frau weiterging, ohne etwas zu sagen. Ich wollte später fragen, wer das war, aber dann habe ich es vergessen. Die Beschreibung von eben paßt so gut auf sie, daß ich glaube, es müßte diese Magd gewesen sein.“
 
„Wenn man all diese Mägde miteinander vergleicht, ist keine so gut gewachsen wie Tjing-wën, und in Betragen und Ausdrucksweise ist sie wirklich ein bißchen leichtfertig“, bestätigte Hsi-fëng. „Was Ihr eben erzählt habt, würde ihr schon ähnlich sehen, aber ich kann mich an diesen Tag nicht mehr erinnern, und darum möchte ich nicht leichtfertig etwas daherreden.“
 
„Warum auch?“ warf Wang Schan-baus Frau ein. „Es ist doch nicht schwer, sie herzurufen, damit die gnädige Frau sie sich ansieht.“
 
„Von den Mädchen aus Bau-yüs Räumen kommen für gewöhnlich nur Hsi-jën und Schë-yüä zu mir“, berichtete Dame Wang. „Die sind beide plump, und das ist gut so. Wenn die aber so eine ist, wagt sie natürlich nicht, zu mir zu kommen. Menschen wie sie sind es, die ich mein Leben lang am meisten verachtet habe. Es wäre nicht auszudenken, wenn unser guter Bau-yü von diesem Spitzbein verdorben würde!“
 
Dann rief sie ihr Sklavenmädchen zu sich und befahl ihm, in den Garten zu gehen. „Du sagst nur, ich wolle nach etwas fragen“, ordnete sie an, „aber Hsi-jën und Schë-yüä sollen nicht kommen, sie sollen bei Bau-yü bleiben, um ihm aufzuwarten. Nur diese flinke Tjing-wën soll auf der Stelle bei mir erscheinen. Und du darfst kein Wort mit ihr sprechen!“
 
Das kleine Sklavenmädchen sagte: „Jawohl!“ dazu und ging in den Hof der Freude am Roten hinüber, wo Tjing-wën, die sich nicht wohl fühlte, eben erst vom Mittagsschlaf aufgestanden war und stumm vor sich hinbrütete. Als sie jetzt den Befehl vernahm, mußte sie wohl oder übel folgen.
 
Nun wußten alle Sklavenmädchen recht gut, daß Dame Wang verführerische Aufmachungen und leichtfertige Reden zutiefst verachtete, und deshalb war Tjing-wën ihr stets aus dem Wege gegangen. Da ihr aber schon seit Tagen nicht wohl war, hatte sie Kleidung und Schmuck ohnehin vernachlässigt, und deshalb sah sie jetzt auch kein Hindernis.
 
Kaum daß Tjing-wën bei Hsi-fëng eintrat und Dame Wang sie erblickte – mit schiefem Haarpfeil und lockerer Frisur, herabhängendem Gewand und offenem Gürtel, schlaftrunken und kränklich, und als sie sie obendrein an Gestalt und Gesicht sofort als diejenige wiedererkannte, die sie im Monat zuvor gesehen hatte, da loderte die Wut von vorhin erneut in ihr auf. Und Dame Wang war als Mensch offen und ungekünstelt, Freude und Zorn kamen bei ihr direkt aus dem Herzen, nicht wie bei jenen Leuten, die ihre Worte verbrämen und ihre Gedanken verbergen. So sagte sie auch jetzt, als wirklicher Zorn ihr Herz bedrängte, mit verächtlichem Lächeln: „Was für eine Schönheit! Die leibhaftige kranke Hsi-schï!<ref>Vgl. o., Anm. zu S. 6 (Hsi-dsï) u. S. 526 (›Eine falsche Hsi-schï...‹).</ref> Für wen produzierst du dich Tag für Tag in dieser schamlosen Weise? Glaubst du, ich wüßte nicht, was du treibst? Noch lasse ich dich laufen, aber schon bald werde ich dir die Haut vom Leibe schinden! Geht es Bau-yü heute besser?
 
Als Tjing-wën diese Worte vernahm, war sie höchst verwundert und sagte sich, hier müsse jemand versuchen, heimlich mit ihr abzurechnen. Doch so ärgerlich sie darüber auch war, wagte sie doch nicht, etwas davon verlauten zu lassen. Und da sie einen durchdringenden Verstand besaß, entschloß sie sich, die Frage nach Bau-yü nicht wahrheitsgemäß zu beantworten. Vielmehr sagte sie: „Ich komme nicht groß in Bau-yüs Zimmer und bin auch nicht viel mit ihm zusammen. Daher kann ich auch nicht wissen, wie es ihm geht. Ihr solltet Hsi-jën und Schë-yüä fragen!“
 
„Dafür sollte man dir auf den Mund schlagen!“ schimpfte Dame Wang. „Bist du denn tot? Was kann man mit euch schon anfangen?!“
 
„Ich gehöre eigentlich zum Gefolge der alten gnädigen Frau“, wehrte sich Tjing-wën. „Da die alte gnädige Frau meinte, im Garten sei es zu einsam und es gebe dort zu wenig Erwachsene, so daß Bau-yü sich fürchte, hat sie mich abgestellt, damit ich bei ihm im Vorzimmer Nachtwache halte und einfach die Räume beaufsichtige. Ich habe die alte gnädige Frau damals darauf hingewiesen, daß ich zu plump bin und mich nicht darauf verstehe, jemandem aufzuwarten, aber die alte gnädige Frau hat mich gescholten und erklärt: ‚Um ihn sollst du dich ja nicht kümmern, also ist Gewandtheit auch nicht vonnöten.‘ Erst daraufhin bin ich gegangen.
 
Höchstens alle zehn Tage oder einmal in einem halben Monat, wenn Bau-yü Langeweile hat, vergnügen wir uns alle zusammen ein Weilchen, und dann gehen wir wieder auseinander. Für Bau-yüs Essen und Trinken wie auch für seinen Tagesablauf sind auf höherer Stufe seine alten Ammen und die übrigen Alten verantwortlich, auf unterer Stufe aber Hsi-jën, Schë-yüä und Tjiu-wën. Wenn ich sonst nichts zu tun habe, muß ich noch im Dienste der alten gnädigen Frau Nadelarbeiten machen, und so habe ich mich um Bau-yü nie gekümmert. Wenn Ihr mir das verübelt, werde ich es von jetzt an tun.“
 
Dame Wang dachte nicht anders, als daß dies die Wahrheit sei, deshalb sagte sie rasch: „Buddha Amitabha! Ich sehe es als ein Glück an, wenn du nicht näher mit Bau-yü zu tun hast, darum will ich dich nicht weiter bemühen. Wenn es die alte gnädige Frau war, die dich Bau-yü zugeteilt hat, will ich zuerst mit ihr sprechen, ehe du hinausgeworfen wirst.“
 
Anschließend wandte sie sich an Wang Schan-baus Frau und sagte: „Geh also in den Garten und hab ein paar Tage lang ein wachsames Auge auf sie! Sie darf nicht in Bau-yüs Zimmer schlafen! Sobald ich mit der alten gnädigen Frau gesprochen habe, werden wir über sie entscheiden.“ Dann fuhr sie Tjing-wën an: „Raus! Was stehst du hier herum? Diese Schlamperei ist mir ein Greuel! Und wer hat dir überhaupt diesen dirnenhaft rot-grünen Aufzug gestattet?“
 
Also hatte sich Tjing-wën zurückzuziehen, und ihre Erbitterung war nicht gering. Kaum daß sie zur Tür hinaus war, bedeckte sie ihr Gesicht mit dem Taschentuch und weinte haltlos im Gehen, bis sie wieder drüben im Garten war.
 
Hier aber bezichtigte Dame Wang sich selbst, indem sie, an Hsi-fëng gewandt, sagte: „In den letzten Jahren hat meine Energie immer mehr nachgelassen, und ich bin nicht mehr mit der nötigen Aufmerksamkeit an die Dinge herangegangen. So ein Hexenbiest, und ich habe sie nie bemerkt! Ich fürchte nur, daß es noch mehr davon gibt. Demnächst muß ich das untersuchen.“
 
Angesichts von Dame Wangs loderndem Zorn und wegen der Anwesenheit von Wang Schan-baus Frau, die für Dame Hsing spionierte und sie auch häufig dazu anstachelte, Unruhe zu stiften, wagte Hsi-fëng nichts zu sagen, wenn sie wohl auch hunderterlei und tausenderlei zu sagen gewußt hätte. So aber senkte sie nur den Kopf und beschränkte sich auf ein Jawohl.
 
Wang Schan-baus Frau dagegen bemerkte: „Pflegt Ihr nur Eure Gesundheit, gnädige Frau, und überlaßt diese Kleinigkeit mir, Eurer Sklavin! Es wird gar nicht schwer sein, die Schuldige ausfindig zu machen. Wir warten, bis am Abend die Gartentore geschlossen sind, so daß keine Nachricht mehr herein- oder hinausgelangt, und dann überrumpeln wir sie, indem wir mit ein paar Leuten in jedem Gartenhaus die Mägdezimmer durchsuchen. Wem dieser Beutel gehörte, wird bestimmt nicht nur ihn gehabt haben, sondern sicher noch mehr von solchem Zeug besitzen. Und bei welcher von ihnen dann etwas in dieser Art zum Vorschein kommt, der hat natürlich auch der Beutel gehört.“
 
Dame Wang erklärte sich einverstanden. „Das ist vollkommen richtig!“ sagte sie. „So müssen wir vorgehen, sonst können wir auf keinen Fall Klarheit schaffen!“ Dann fragte sie Hsi-fëng nach ihrer Meinung, und Hsi-fëng kam nicht umhin zuzustimmen: „Ihr habt recht, gnädige Frau. Also wollen wir es so machen!“
 
„Der Plan ist ganz ausgezeichnet!“ bekräftigte Dame Wang noch einmal. „Anders würden wir es auch in einem Jahr nicht herausfinden.“ Und damit galt die Haussuchung als beschlossene Sache.
 
Als sich die Herzoginmutter nach dem Abendessen schlafen gelegt hatte und Bau-tschai mit den anderen Mädchen in den Garten zurückgekehrt war, forderte Wang Schan-baus Frau dann Hsi-fëng auf, mit ihnen in den Garten zu kommen. Nachdem sie befohlen hatten, auch die Seitentore abzuschließen, begannen sie die Durchsuchung in der Wachstube der Nachtwächterinnen. Aber hier wurde lediglich ein Überschuß an gehorteten Kerzen und Lampenöl festgestellt. „Auch das ist Diebesgut und wird nicht angerührt, ehe morgen die gnädige Frau darüber informiert ist“, entschied Wang Schan-baus Frau.
 
Anschließend gingen sie in den Hof der Freude am Roten und befahlen, man solle das Tor hinter ihnen schließen. Da Tjing-wën sich nicht wohl fühlte und plötzlich ein ganzer Trupp Frauen erschien und ohne Angabe von Gründen zu den Zimmern der Sklavenmädchen stürzte, trat Bau-yü auf Hsi-fëng zu und fragte, was es gebe.
 
„Es ist etwas Wichtiges verlorengegangen“, behauptete Hsi-fëng, „und da es einer nur immer unsinnig auf den anderen schiebt, ist zu befürchten, daß die Mägde es gestohlen haben. Jetzt wird bei allen eine Durchsuchung vorgenommen, um jeden Zweifel zu zerstreuen.“ Nachdem sie das gesagt hatte, nahm sie Platz, um Tee zu trinken. Inzwischen machten sich Wang Schan-baus Frau und die anderen an die Sucharbeit, fragten bei jeder Truhe, wem sie gehörte, und ließen sie von der Besitzerin selbst aufmachen.
 
Hsi-jën, die sich schon vorhin beim Anblick von Tjing-wën gesagt hatte, es müsse etwas Außergewöhnliches vorgefallen sein, kam jetzt, als sie hörte, es gehe um eine Haussuchung, notgedrungen ebenfalls heraus und öffnete ihre Truhe und ihre Kästen, um alles durchsuchen zu lassen. Es waren jedoch nur die alltäglichsten Dinge darin, und so ließen die Frauen davon ab und wandten sich den Truhen der übrigen Sklavenmädchen zu, um sie eine nach der anderen zu kontrollieren. Als sie dabei schließlich zu Tjing-wëns Truhe kamen, fragten sie: „Wem gehört die? Warum ist sie noch nicht aufgemacht, damit wir sie durchsuchen können?“
 
Eben wollten Hsi-jën und die übrigen Sklavenmädchen die Truhe öffnen, da kam Tjing-wën mit aufgelöstem Haar hereingestürzt, riß den Deckel auf, daß es krachte, packte dann die Truhe mit beiden Händen am Boden und stülpte sie mit einem Ruck um, so daß das Unterste zuoberst kam und alles, was darin gewesen war, auf der Erde lag.
 
Ärgerlich warf Wang Schan-baus Frau einen Blick auf die Sachen, konnte jedoch nichts Geheimes darunter entdecken. Also erstattete sie Hsi-fëng ihre Meldung und schlug vor, ins nächste Gartenhaus weiterzugehen. Aber Hsi-fëng fragte: „Habt ihr auch sorgfältig nachgesehen? Wenn bei der ganzen Durchsuchung nichts herauskommt, werden wir uns nur schwer rechtfertigen können.“
 
Doch übereinstimmend erklärten ihr die Frauen: „Wir haben jedes Stück umgedreht und alles angesehen. Es sind zwar auch Knabensachen dabei, aber die müssen einem Kind gehört haben, wahrscheinlich stammen sie noch aus Bau-yüs Kindertagen. Das ist nichts von Belang.“
 
„Also wollen wir gehen und uns die anderen Häuser ansehen!“ forderte Hsi-fëng sie lächelnd auf und ging schon geradewegs hinaus. Dann aber sagte sie noch zu Wang Schan-baus Frau: „Etwas wäre da noch, wenn ich auch nicht weiß, ob ich recht damit habe. Nämlich, wir sollten diese Haussuchung auf unsere Sippenangehörigen beschränken, die Räume von Fräulein Hsüä dürfen wir auf gar keinen Fall durchsuchen!“
 
„Das versteht sich von selbst!“ pflichtete Wang Schan-baus Frau ihr lächelnd bei. „Wie kämen wir dazu, die angeheiratete Verwandtschaft zu kontrollieren?!“
 
„Das meine ich auch“, sagte Hsi-fëng und nickte dazu. Bei diesen Worten waren sie schon in der Herberge am Hsiau-hsiang-Fluß angelangt. Hier hatte sich Dai-yü bereits schlafen gelegt, und als ihr plötzlich gemeldet wurde, wer alles gekommen war, konnte sie sich keinen Reim darauf machen. Sie wollte schon aufstehen, da kam Hsi-fëng zu ihr herein, drückte sie auf das Kissen zurück und sagte, sie solle liegenbleiben. „Schlaf nur, wir gehen gleich wieder!“ versicherte sie ihr und verwickelte sie zugleich in eine Plauderei.
 
Inzwischen ging Wang Schan-baus Frau mit ihrem Gefolge in die Zimmer der Sklavenmädchen und ließ auch hier jede Truhe öffnen und jeden Deckelkorb ausleeren, um alles genau zu kontrollieren. Dabei fanden sie in Dsï-djüans Zimmer zwei abgelegte Namensamulette von Bau-yü, ein vollständiges Gürtelgehänge, zwei Seidenbeutelchen und eine Fächerhülle mit einem Fächer darin, und bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, daß es alles Dinge waren, die vor Jahr und Tag Bau-yü getragen hatte. Triumphierend ließ Wang Schan-baus Frau sogleich Hsi-fëng herüberbitten, um ihr den Fund vorzuführen, und sagte dabei: „Wie kommt das hierher?“
 
Aber lächelnd erklärte ihr Hsi-fëng: „Bau-yü hat von klein auf jahrelang mit ihnen zusammen herumgetollt, und das sind natürlich alte Sachen von ihm. Daran ist überhaupt nichts Außergewöhnliches. Leg die Sachen nur zurück, und dann gehen wir weiter. Das wäre wahrhaftig das Beste!“ Und Dsï-djüan fügte dem lächelnd hinzu: „Noch bis zum heutigen Tage können wir die Sachen der beiden nicht richtig auseinanderhalten. Wenn ihr nach diesem Zeug hier fragt, habe ich schon längst vergessen, seit wann es bei uns liegt.“
 
Ehe sie als Nächstes in Tan-tschuns Gehöft kamen, war Tan-tschun ganz wider Erwarten schon von jemandem informiert worden. Und da sie sich sagte, so ein würdeloses Vorgehen müsse einen Grund haben, befahl sie all ihren Sklavenmädchen, mit brennenden Kerzen an der offenen Tür wartend Aufstellung zu nehmen, und als jetzt die zahlreichen Ankömmlinge erschienen, fragte sie, was eigentlich los sei.
 
Lächelnd erklärte ihr Hsi-fëng: „Es ist etwas verlorengegangen, und der Täter war trotz tagelanger Suche nicht zu ermitteln. Nun muß wohl jemand Außenstehender die Mädchen hier bezichtigt haben, deshalb wird einfach bei allen eine Durchsuchung vorgenommen, um jeden Verdacht auszuräumen. Das ist doch das beste Mittel, um sie reinzuwaschen.“
 
„Alle meine Mägde sind natürlich Diebinnen“, sagte Tan-tschun mit sarkastischem Lächeln, „und ich bin die große Hehlerin. Also müßt ihr zuerst meine Truhen und Schränke durchsuchen, denn alles, was sie stehlen, geben sie mir zum Verstecken!“ Damit befahl sie den Sklavenmädchen, sie sollten ihre Truhen und Schränke öffnen, ebenso ihren Spiegelkasten, ihr Schminkkästchen, ihr Deckenbündel, ihre Kleidersäcke und sämtliche anderen Behälter, groß und klein, und forderte dann Hsi-fëng auf, alles zu durchsuchen.
 
„Ich bin nur auf Befehl der gnädigen Frau hier, und du solltest mich nicht zu unrecht verdächtigen, Kusine“, sagte Hsi-fëng mit lächelndem Gesicht. „Warum regst du dich unnötig auf?“ Dann befahl sie den Sklavenmädchen, alles rasch wieder zuzumachen, und Ping-örl und Fëng-örl und die übrigen Mägde beeilten sich, Dai-schu und den anderen beim Verschließen und Einsammeln der Sachen zu helfen.
 
„Meine Sachen dürft ihr durchsuchen, aber nicht die meiner Mägde“, sagte inzwischen Tan-tschun. „Denn ich bin bösartiger als jeder andere, und alles, was meine Mägde besitzen, kenne ich ganz genau, alles wird bei mir hier drinnen aufbewahrt, und keine Nadel und keinen Faden können sie vor mir geheimhalten. Wenn ihr also eine Haussuchung machen wollt, müßt ihr sie bei mir machen. Und wenn ihr damit nicht einverstanden seid, dann geht es der gnädigen Frau melden! Sagt ihr nur, ich widersetzte mich ihrem Befehl, und die Strafe, die mir dafür zusteht, würde ich willig auf mich nehmen.
 
Nur nicht so ungeduldig! Der Tag wird kommen, an dem auch bei euch eine Haussuchung gehalten wird! Habt ihr nicht heute früh von den Dschëns gesprochen, die ihr Anwesen mir nichts, dir nichts genauso durchsuchen ließen, und dann ist eine Haussuchung bei ihnen selbst gehalten worden? Da sieht man, daß die großen Familien von außen nicht so leicht totzukriegen sind. Wie die Alten richtig sagten: ‚Ein Tausendfüßer zappelt lange, wenn er stirbt.‘ Erst wenn man von innen mit Selbstmord und Selbstzerstörung beginnt, kann es gelingen, alles dem Erdboden gleichzumachen.“ Bei den letzten Sätzen hatte sie unwillkürlich zu weinen begonnen.
 
Hsi-fëng sah nur die Sklavenfrauen an, und endlich machte Dschou Juees Frau den Vorschlag: „Wenn alle Sachen von den Mädchen mit hier sind, sollten wir weitergehen, junge gnädige Frau, damit sich das gnädige Fräulein zur Ruhe begeben kann!“
 
Also erhob sich Hsi-fëng von ihrem Sitz und verabschiedete sich.
 
„Hast du auch alles ganz genau kontrolliert?“ fragte Tan-tschun. „Wenn du morgen wiederkommst, lasse ich mir das nicht noch einmal gefallen.“
 
Lächelnd erwiderte Hsi-fëng: „Wenn die Sachen deiner Mägde alle mit hier sind, braucht nichts kontrolliert zu werden.“
 
„Also, du bist wirklich raffiniert!“ sagte Tan-tschun mit verächtlichem Lächeln. „Selbst meine Kleidersäcke waren geöffnet, und trotzdem sagst du noch, es sei nichts kontrolliert worden. Morgen wirst du behaupten, ich hätte meine Mägde in Schutz genommen und keine Durchsuchung zugelassen. Darum sag es rechtzeitig! Wenn ihr weiterkontrollieren wollt, können wir alles noch einmal auspacken.“
 
Hsi-fëng wußte, daß Tan-tschun von jeher anders war als die übrigen Mädchen, deshalb hatte sie keine andere Wahl, als ein Lächeln aufzusetzen und ihr zu versichern: „Einschließlich deiner eigenen Sachen habe ich alles genau gesehen.“
 
„Habt auch ihr alles genau gesehen?“ wollte Tan-tschun von den Sklavenfrauen wissen.
 
Und lächelnd bestätigten Dschou Juees Frau und die anderen: „Ja, wir haben alles genau gesehen.“
 
Die Frau von Wang Schan-bau war jedoch ein Mensch ohne Sinn für das rechte Maß. Sie hatte zwar schon viel von Tan-tschun reden gehört, nahm aber an, das müsse daran liegen, daß die anderen sie nicht zu durchschauen vermochten und einfach keinen Mumm hatten. Wie konnte sich denn ein Mädchen so aufspielen? Was durfte die sich schon groß erlauben, zumal sie nur die Tochter einer Nebenfrau war? Sie selbst konnte sich schließlich darauf berufen, daß sie von Dame Hsing mit in die Ehe gebracht worden war.
 
Sogar Dame Wang mußte sie noch mit anderen Augen ansehen, um wieviel mehr mußte das erst für andere gelten!  Und als sie jetzt sah,  wie  Tan-tschun sich aufführte, nahm sie tatsächlich an, deren Zorn richte sich allein gegen Hsi-fëng und habe mit ihnen gar nichts zu tun.
 
Darum entschloß sie sich, ihre Machtstellung auszunutzen und sich ein rechtes Ansehen zu verschaffen, damit sie sich vor ihrer Herrin damit brüsten konnte. Sie schob sich also durch die Menge nach vorn, faßte den Saum von Tan-tschuns Gewand, hob ihn betont in die Höhe und sagte dabei kichernd: „Sogar eine Leibesvisitation habe ich gemacht und nichts dabei gefunden.“
 
Als Hsi-fëng das sah, riet sie ihr schnell: „Geh, Muttchen, und spiel hier nicht verrückt!“
 
Aber noch ehe sie zu Ende gesprochen hatte, klatschte es, und Wang Schan-baus Frau hatte Tan-tschuns Hand ins Gesicht bekommen. Zugleich geriet Tan-tschun in heftigsten Zorn, wies mit dem Finger auf Wang Schan-baus Frau und fragte: „Wer bist du denn, daß du es wagst, an meinen Kleidern zu zerren? Nur um des Ansehens der gnädigen Frau willen und weil du schon bei Jahren bist, habe ich dich immer mit Muttchen angeredet. Du aber führst dich auf wie ein Hund, der sich auf die Macht seines Herrn verläßt, stellst jeden Tag etwas an und stiftest nichts als Unruhe.
 
Jetzt endlich benimmst du dich völlig unerhört. Wenn du glaubst, daß ich genauso gutmütig sei wie euer Fräulein, das sich von euch beleidigen läßt, hast du dich verrechnet! Solange du nur meine Sachen durchsuchst, bleibe ich friedlich, aber zum Gespött machen lasse ich mich nicht von dir!“
 
Bei diesen Worten hatte sie ihr Gewand geöffnet und ihren Rock abgelegt. Jetzt zog sie Hsi-fëng zu sich heran, damit die sie durchsuchte, und sagte dazu: „Erspar es mir, mich von Sklaven abtasten zu lassen!“
 
Rasch band ihr Hsi-fëng mit Ping-örls Hilfe den Rock wieder um und brachte ihre Ärmel in Ordnung. Dabei sagte sie mit scharfer Stimme zu Wang Schan-baus Frau: „Kaum hast du ein paar Schluck Wein getrunken, fängst du an, verrückt zu spielen, Muttchen. Neulich bist du dabei sogar mit der gnädigen Frau aneinandergeraten. Mach, daß du hinauskommst! Und kein Wort von der Sache!“ Dann redete sie Tan-tschun zu, ihr Temperament zu zügeln.
 
„Wenn ich nur wirklich Temperament hätte, dann hätte ich mir jetzt längst den Kopf eingerannt und mich umgebracht“, erwiderte Tan-tschun mit kühlem Lächeln darauf. „Wie könnte ich sonst einer Sklavin erlauben, an meinem Körper nach Diebesgut zu suchen? Morgen werde ich in aller Frühe zuerst der alten gnädigen Frau und der gnädigen Frau davon berichten, und dann gehe ich hinüber, um mich bei meiner Tante zu entschuldigen. Egal, welche Strafe mir zukommt, ich nehme sie an!“
 
Wang Schan-baus Frau aber, die sich diese Abfuhr geholt hatte, sagte von draußen durchs Fenster: „Schluß und aus! Das war das erste Mal, daß mich jemand geschlagen hat. Morgen spreche ich mit der gnädigen Frau, und dann kehre ich in die Familie meiner Mutter zurück! Welchen Sinn hat für mich noch dies Leben?!“
 
„Habt ihr gehört, was sie da gesagt hat?“ fragte Tan-tschun ihre Sklavenmädchen. „Sie scheint noch zu glauben, ich würde etwas dagegen einwenden.“
 
Als Dai-schu diese Aufforderung vernahm, lief sie hinaus, um Wang Schan-baus Frau zu sagen: „Wenn du wirklich zu deiner Mutter zurückgehen würdest, wäre das unser Glück. Es ist nur leider zu befürchten, daß du dich hier nicht losreißen kannst.“
 
„Ein prächtiges Mädchen!“ stellte Hsi-fëng lächelnd fest. „Wirklich, ‚Wie der Herr, so der Knecht.‘“
 
„Diebe wie wir haben immer ein paar passende knappe Worte auf Lager, da war das sogar noch plump“, sagte Tan-tschun mit höhnischem Lächeln. „Bloß heimlich die Herrschaft aufstacheln können wir nicht.“
 
Lächelnd ging Ping-örl zu Dai-schu hinaus, um ihr einige besänftigende Worte zu sagen, und holte sie wieder herein. Auch Dschou Juees Frau und die anderen redeten noch ein Weilchen zur Güte, und Hsi-fëng wartete so lange, bis Tan-tschun zu Bett gebracht war, ehe sie mit ihrem Gefolge zum Gehege der Warmen Düfte aufbrach.
 
Da Li Wan noch krank zu Bett lag und da sie eine unmittelbare Nachbarin von Hsi-tschun war, aber auch in der Nähe von Tan-tschun wohnte, beschloß Hsi-fëng, diese beiden Orte als Nächste aufzusuchen. Nun hatte Li Wan eben erst ihre Medizin eingenommen und sich schlafen gelegt, darum konnte sie schlecht gestört werden, und so wurden nur die Zimmer ihrer Sklavenmädchen eins nach dem andern durchsucht, ohne daß dabei etwas zum Vorschein gekommen wäre.
 
Anschließend ging es zu Hsi-tschun. Und da Hsi-tschun noch klein und unverständig war, so daß sie vor Schreck annahm, es müsse wer weiß etwas geschehen sein, kam Hsi-fëng nicht umhin, sie zunächst einmal zu beruhigen.
 
Dann fand sich zum allgemeinen Erstaunen in Ju-huas Truhe ein ansehnliches Paket kleiner Gold- und Silberbarren – insgesamt nicht weniger als dreißig bis vierzig Stück, eine Jadespange von einem Männergürtel, ein Bündel Männerschuhe und -strümpfe und ähnliche Dinge mehr.
 
Ju-hua war fahl im Gesicht geworden, und als man sie fragte, woher die Sachen stammten, fiel sie auf die Knie, um weinend zu gestehen: „Die Sachen hat der junge Herr Dschën meinem großen Bruder geschenkt. Weil jedoch unsere Eltern im Süden sind, leben wir hier mit unserm Onkel, aber der und die Tante haben nichts anderes im Sinn als nur Weintrinken und Glücksspiele. Deshalb hatte mein Bruder Angst, die Sachen dem Onkel zu geben, weil der nur alles verschwendet hätte, und so hat er jedesmal, wenn er ein Geschenk bekam, ein altes Muttchen gebeten, es zu mir in den Garten zu tragen, damit ich es für ihn aufbewahre.“
 
Furchtsam, wie Hsi-tschun war, bekam sie es auch jetzt mit der Angst zu tun und sagte: „Davon habe ich nichts gewußt. Das ist unerhört! Aber wenn du sie schlagen willst, Schwägerin, führ sie bitte hinaus und schlag sie draußen. Ich bin es nicht gewöhnt, so etwas anzuhören.“
 
Aber Hsi-fëng erwiderte lächelnd: „Wenn es wahr ist, was sie sagt, könnte man ihr schon verzeihen. Nur hätte sie die Sachen nicht heimlich hier einschmuggeln dürfen. Denn wenn man das einschmuggeln kann, kann man alles andere auch einschmuggeln. Aber dieses Vergehen geht zu Lasten der Schmugglerin. Falls es jedoch nicht wahr ist, was sie gesagt hat, und die Sachen sind gestohlen, kann sie getrost vom Leben Abschied nehmen.“
 
Weinend beteuerte Ju-hua auf Knien: „Ich würde nicht wagen zu lügen. Erkundigt Euch nur morgen bei der jungen Herrin und dem jungen Herrn aus dem andern Anwesen, junge gnädige Frau! Wenn sie sagen, sie haben das meinem Bruder nicht geschenkt, dann könnt Ihr mich mit meinem Bruder zusammen totschlagen, ohne daß ich darüber grollen werde.“
 
„Natürlich werde ich mich danach erkundigen“, versicherte Hsi-fëng. „Doch selbst dann, wenn es wirklich Geschenke sind, hast du dich eines Vergehens schuldig gemacht. Wer hat dir gestattet, hier etwas heimlich hereinzuschaffen? Aber sag mir, wer euch dabei geholfen hat, dann vergebe ich dir! Und noch einmal darfst du das auf gar keinen Fall tun!“
 
„Schon diesmal darfst du ihr nicht verzeihen, Schwägerin!“ mischte Hsi-tschun sich ein. „Hier sind viele Leute beisammen, und wenn nicht an ihr ein Exempel statuiert wird, so daß auch die Schlimmeren davon erfahren, werden sie sich wer weiß wie aufführen. Wenn du ihr vergibst, werde ich mich damit nicht abfinden.“
 
„Ich habe immer gesehen, daß sie gar nicht so schlecht ist“, widersprach Hsi-fëng. „Gibt es denn jemand, der nie einen Fehler begeht? Und es ist ja nur dies eine Mal. Wenn sie sich noch einmal etwas zuschulden kommen läßt, wird sie für beide Vergehen zugleich bestraft. Ich möchte nur wissen, wer die Schmugglerin war.“
 
„Nach der brauchst du nicht lange zu suchen“, meinte Hsi-tschun darauf. „Bestimmt ist es diese alte Mutter Dschang vom Hintertor. Sie hatte immer ihre Heimlichkeiten mit den Mägden, und die Mägde waren auch immer gut zu ihr.“
 
Als Hsi-fëng das hörte, befahl sie den Frauen, es sich zu merken. Dann gab sie den Fund aus Ju-huas Truhe vorläufig Dschou Juees Frau in Verwahrung, um am nächsten Tag, wenn sie ihre Informationen eingeholt hätte, darüber befinden zu können. Anschließend verabschiedete sie sich von Hsi-tschun und ging nun weiter zu Ying-tschun.
 
Ying-tschun selbst schlief bereits, und ihre Sklavenmädchen wollten sich gerade ebenfalls hinlegen, darum mußten die Besucherinnen lange ans Tor klopfen, ehe ihnen endlich geöffnet wurde. „Das Fräulein dürft ihr nicht aufstören!“ befahl Hsi-fëng und wandte sich zu den Zimmern der Sklavenmädchen.
 
Da Sï-tji über ihre Mutter eine Enkelin von Wang Schan-baus Frau war, wollte Hsi-fëng sehen, ob Wang Schan-baus Frau wohl insgeheim parteiisch war oder nicht, und beobachtete diesmal genau, wie die Durchsuchung vonstatten ging. Zuerst wurde bei den anderen nachgesehen und nirgends etwas Verdächtiges festgestellt. Als sie dann zu Sï-tjis Truhe kamen, sahen sie sie ebenfalls durch, und Wang Schan-baus Frau sagte: „Hier ist auch nichts.“
 
Doch als der Deckel gerade wieder zugeklappt werden sollte, forderte Dschou Juees Frau die anderen auf: „Wartet mal! Was ist denn das hier?“ Und sie streckte die Hand aus, um ein Paar Männerstrümpfe mit Brokatbändern und ein Paar Damastschuhe aus der Truhe zu ziehen. Außerdem fand sie noch ein kleines Päckchen mit einem Liebessymbol in Form zweier ineinander verschlungener Glückwunschzepter und einem beschriebenen Briefbogen darin.
 
Das alles übergab Dschou Juees Frau an Hsi-fëng, und da Hsi-fëng bei der Leitung des Hauswesens stets Belege und Rechnungen anzusehen hatte, beherrschte sie auch ein gut Teil Schriftzeichen. Als sie jetzt den Briefbogen entfaltete, stellte sie fest, daß er in roter Farbe groß mit der Zeichenkombination „zweifache Freude“ (Freude zu zweit) bedruckt war und daß darauf geschrieben stand: „Nachdem du letzten Monat zu Hause warst, haben die Eltern schon herausgefunden, wie wir zueinander stehen. Unser Herzenswunsch kann jedoch nicht in Erfüllung gehen, solange Dein Fräulein noch nicht verheiratet ist. Wenn es möglich ist, daß wir uns im Garten treffen, gib mir Nachricht durch Mutter Dschang. Im Garten können wir besser miteinander reden als zu Hause. Bitte, bitte tu‘s doch! Ansonsten habe ich die beiden Riechbeutel richtig erhalten, die Du mir als Geschenk übersandt hast und schicke Dir hiermit eine Gebetsschnur aus Duftholzperlen als kleinen Beweis meiner Gefühle. Heb sie nur gut auf! Dies schrieb Dein Vetter Pan You-an mit dem Ausdruck tiefster Verehrung.“
 
Als Hsi-fëng zu Ende gelesen hatte, war sie nicht zornig, sondern fröhlich. Von ihren Begleiterinnen aber konnte keine schreiben und lesen.
 
Wang Schan-baus Frau, die von der Liebesgeschichte zwischen den beiden Geschwisterkindern in ihrer Familie keine Ahnung hatte, war beim Anblick der Schuhe und Strümpfe schon von einem unguten Gefühl befallen worden. Als sie dann den rotbedruckten Bogen erblickte und sah, wie Hsi-fëng beim Lesen schmunzelte, sagte sie: „Das ist bestimmt eine dumme Rechnung, in der kein einziges Schriftzeichen richtig ist, daß Ihr Euch so darüber amüsiert, junge gnädige Frau!“
 
„Ja“, sagte Hsi-fëng, „diese Rechnung geht wirklich nicht auf. Du bist doch Sï-tjis Großmutter. Da müßte doch ihr Vetter ebenfalls Wang heißen, warum nennt er sich Pan?“
 
Wang Schan-baus Frau wunderte sich zwar über die Frage, kam aber nicht umhin zu antworten: „Sï-tjis Tante väterlicherseits ist jemand aus der Familie Pan zur Frau gegeben worden, und darum heißt Sï-tjis Vetter mit Familiennamen Pan. Es ist dieser Pan You-an, der neulich entflohen ist.“
 
„Genau so muß es sein!“ bestätigte Hsi-fëng. „Hör jetzt zu, was auf dem Zettel steht!“ Und sie las den ganzen Brief laut vor, was alle vor Schreck erstarren ließ.
 
Wang Schan-baus Frau hatte nichts sehnlicher gewünscht, als jemanden bei einer Verfehlung zu ertappen, und nun war die Ertappte ihre eigene Enkeltochter. Darüber war sie ärgerlich und beschämt zugleich. Jetzt sagten auch noch Dschou Juees Frau und die drei anderen Sklavenfrauen: „Hast du gehört, Alte? Das ist klar und deutlich, dazu ist nichts mehr zu sagen. Was meinst du, was nun zu tun ist?“
 
Da bedauerte Wang Schan-baus Frau nur, daß keine Spalte im Boden war, in die sie sich hätte verkriechen können. Hsi-fëng aber lachte ihr ungeniert ins Gesicht und bemerkte dann lächelnd zu Dschou Juees Frau: „Das ist doch gut! Sie hat der alten Oma die Mühe erspart und in aller Stille und Heimlichkeit selbst einen feinen Schwiegersohn ins Haus gebracht. So haben schließlich alle weniger Sorgen!“
 
Auch Dschou Juees Frau machte lächelnd ihre Scherze, bis Wang Schan-baus Frau, die ihren Zorn nirgends abreagieren konnte, mit der Hand ausholte, sich selbst ins Gesicht schlug und sich dabei noch beschimpfte: „Du alte Hure, die ihre Zeit überlebt hat! Wozu hast du mit deinen Sünden den Grund gelegt?! Die eigene Großmäuligkeit bringt dir jetzt Maulschellen ein. Die Vergeltung kam in derselben Existenz und dazu noch vor aller Augen!“
 
Alle, die das mit ansahen, wollten sich ausschütten vor Lachen und vermischten weiteren Spott mit scheinbar begütigenden Worten.
 
Wie Hsi-fëng inzwischen beobachtete, hielt Sï-tji zwar den Kopf gesenkt und sprach kein Wort, aber sie zeigte weder Furcht noch ein schlechtes Gewissen, und das kam ihr merkwürdig vor. Da sie sich sagte, daß jetzt in später Nacht nicht die richtige Zeit für eine Vernehmung war, andererseits aber befürchtet werden mußte, daß Sï-tji über Nacht aus Reue eine Dummheit beginge, befahl sie zwei von den Sklavenfrauen, sie sollten sie einsperren und bewachen. Dann nahm sie die Beweisstücke an sich, führte die Leute fort und kehrte in ihre Räume zurück, wo sie sich schlafen legte, denn sie wollte die Vorfälle erst am nächsten Tag aufklären. Unerwartet mußte sie aber die Nacht über mehrmals hintereinander aufstehen, weil sie unten herum in einem fort blutete.
 
Am nächsten Tag fühlte Hsi-fëng sich außerordentlich matt, und als sie aufstand, wurde ihr so schwindlig, daß sie sich nicht auf den Beinen zu halten vermochte. Ein Hofarzt wurde geholt, und nachdem er ihr die Pulse gefühlt hatte, setzte er folgenden Befund auf: „Die junge gnädige Frau leidet offensichtlich an Herzschwäche, und durch Entkräftung entstandenes Feuer hat von der Milz Besitz ergriffen. Die Ursachen sind in Kummer und Überanstrengung zu suchen, und die Folge besteht in einem süchtigen Verlangen nach Ruhe und Schlaf. Da der Magen in Mitleidenschaft gezogen und das Holzelement der Leber geschwächt ist, besteht Appetitlosigkeit. Vorläufig sind Medikamente angezeigt, die dem yang-Element aufhelfen<ref>Vgl. o., Anm. zu S. 784 (Sie kräftigt ungemein das yin-Element).</ref> und eine allgemeine Kräftigung bewirken.“ Nachdem er das geschrieben hatte, fügte er die Namen einiger Arzneimittel hinzu, aber das waren nur Ginseng, Engelwurz, Tragant und dergleichen.
 
Ein Weilchen später, als der Arzt wieder fort war, gingen die alten Ammen mit dem Rezept zu Dame Wang, um ihr Bericht zu erstatten, und nun litt sie natürlich noch unter einem weiteren Kummer. Die Angelegenheit mit Sï-tji blieb daher vorläufig unerledigt.
 
Zufällig kam eben Frau You herüber, um Hsi-fëng einen Besuch zu machen, und nachdem sie eine Zeitlang bei ihr gesessen hatte, ging sie in den Garten, um auch Li Wan zu besuchen. Anschließend wollte sie noch zu den Mädchen gehen, aber da erschien plötzlich eine Botin von Hsi-tschun, um Frau You zu ihrer Herrin hinüberzubitten. Als Frau You dort angekommen war, berichtete Hsi-tschun ihr den Vorfall vom vergangenen Abend in allen Einzelheiten und ließ ihr dann die Sachen aus Ju-huas Truhe vorlegen.
 
„Das sind tatsächlich Geschenke, die dein Bruder ihrem Bruder gemacht hat“, bestätigte Frau You, setzte dann aber hinzu: „Sie hätte sie bloß nicht heimlich hier hereinschaffen dürfen. Auf diese Weise ist das Monopolsalz zu Schmuggelsalz geworden<ref>Der Handel mit Salz war im alten China ein staatliches Monopol und durfte nur von speziell konzessionierten Händlern gegen Zahlung einer entsprechenden Abgabe betrieben werden.</ref>.“ Anschließend beschimpfte sie Ju-hua, das Fett müsse ihr das Herz verkleistert und sie dumm gemacht haben.
 
Hsi-tschun dagegen erwiderte: „Erst erzieht ihr die Mägde nicht streng genug, und dann beschimpft ihr sie. Von allen Kusinen bin ich die einzige, die so eine unverschämte Magd hat, daß ich keinem Menschen mehr ins Gesicht sehen kann. Gestern habe ich Kusine Hsi-fëng gedrängt, sie auf der Stelle mitzunehmen, aber damit war Hsi-fëng nicht einverstanden, und da Ju-hua von drüben aus eurem Anwesen stammt, mußte ich mir sagen, Hsi-fëng habe recht. Heute wollte ich sie gerade zu euch hinüberbringen lassen, darum kommst du eben richtig, Schwägerin. Also nimm sie nur rasch mit! Ob ihr sie verprügeln, totschlagen oder verkaufen werdet, ist mir einerlei.“
 
Als Ju-hua das hörte, kniete sie noch einmal nieder und flehte unter Tränen: „Ich will das nie wieder tun, Fräulein, und ich bitte Euch nur um das eine: Denkt daran, was uns von klein auf miteinander verbunden hat, und laßt mich um alles in der Welt bei Euch leben und sterben!“
 
Auch Frau You und Hsi-tschuns alte Ammen setzten sich für Ju-hua ein und sagten: „Sie hat dieses eine Mal eine Dummheit gemacht und wird es kein zweites Mal wagen. Von Kindesbeinen an hat sie dir gedient, darum ist es nur recht und billig, wenn du sie bei dir behältst.“
 
Aber Hsi-tschun besaß trotz ihrer Jugend die Charaktereigenschaft, unbeugsam rechtschaffen und stolz zu sein. Was man ihr auch sagen mochte, für sie galt nur, daß sie ihr Ansehen einbüßen würde, also biß sie die Zähne zusammen und lehnte es entschieden ab, Ju-hua bei sich zu behalten. Sie ging sogar noch weiter, indem sie erklärte: „Nicht nur, daß ich Ju-hua nicht mehr will, ich bin jetzt auch groß und kann nicht gut noch länger zu euch hinüberkommen. Zumal ich in letzter Zeit immer wieder gerüchteweise davon höre, daß heimlich irgendwelche haarsträubenden Dinge von euch erzählt werden. Wenn ich euch noch weiter besucher, werde ich selbst ins Gerede kommen.
 
„Wer erzählt da von uns?“ fragte Frau You. „Und was gibt es von uns zu erzählen? Wer bist du, und wer sind wir? Wenn du hörst, wie jemand über uns herzieht, müßtest du ihn zur Rechenschaft ziehen, das wäre richtig!“
 
Aber mit kühlem Lächeln gab Hsi-tschun zur Antwort: „Das hast du aber fein gesagt! Für mich als Mädchen ist Zurückhaltung das einzige, was in Frage kommt. Was würde aus mir werden, wenn ich anfangen wollte zu rechten? Und noch etwas: Ich habe keine Angst davor, daß du wütend wirst. Glücklicherweise habe ich meinen eigenen Verstand, warum also sollte ich andere fragen?
 
Die Alten sagen zu Recht ‚Wenn es um Gut und Böse, Leben und Sterben geht, können auch Vater und Sohn einander nicht helfen.‘ Um wieviel mehr gilt das für mich und dich! Für mich heißt es nur, mich selbst zu bewahren, und das ist mir genug, mit euch will ich nichts zu tun haben. Ihr dürft mich also nicht mit hineinziehen, wenn euch in Zukunft etwas zustößt!“
 
Frau You war ärgerlich und belustigt zugleich, und zum anwesenden Gesinde gewandt, sagte sie: „Kein Wunder, wenn jedermann sagt, das vierte gnädige Fräulein sei jung und dumm! Ich hatte das bloß nicht glauben wollen. Habt ihr gehört, was sie eben gesagt hat, ohne Grund und Ursache, ohne Verständnis für Gut und Böse und ohne Gefühl für Maß und Norm? Es war zwar nur das Geschwätz eines Kindes, aber es konnte einem heiß und kalt dabei werden.
 
„Das Fräulein ist noch jung“, sagten die alten Ammen lächelnd, „da müßt Ihr schon etwas einstecken, junge gnädige Frau!“
 
Wieder lächelte Hsi-tschun geringschätzig und parierte: „Ich bin zwar jung, aber aus meinen Worten spricht nicht die Jugend. Ihr könnt nicht lesen, kennt kaum ein paar Schriftzeichen, also seid ihr die Dummköpfe. Jetzt seht ihr jemand, der Verstand besitzt, aber da sagt ihr, ich sei jung und dumm.“
 
„Ja, du gehörst zu den Besten in der Palastprüfung<ref>Die Prüfung im Kaiserpalast war die höchste Stufe der staatlichen Prüfungen im alten China, durch die man sich für einen Beamtenposten qualifizieren mußte. Den drei besten Teilnehmern an der Palastprüfung wurden besondere Ehrentitel verliehen.</ref>, bist das größte Talent aller Zeiten“, höhnte Frau You. „Wir aber sind dumm und haben keinen Verstand. Bist du nun zufrieden?
 
„Als ob es unter den Besten in der Palastprüfung keine Dummköpfe gäbe!“ erwiderte Hsi-tschun. „Man weiß doch, daß es auch unter ihnen welche gibt, denen die Erleuchtung fehlt.“
 
„Fein sagst du das!“ fuhr wieder Frau You lächelnd fort. „Eben warst du noch das große Prüfungstalent, jetzt bist du ein weiser Mönch und sprichst von Erleuchtung.“
 
„Wenn ich nicht erleuchtet wäre, würde ich auch nicht auf Ju-hua verzichten“, erklärte Hsi-tschun.
 
„Das zeigt nur, daß du hartherzig und kaltschnäuzig bist, bösartig und starrsinnig“, behauptete Frau You.
 
„‚Wer nicht hart zu sein versteht, kann auch nicht für sich einstehen.‘ Das ist ebenfalls ein Wort von den Alten“, gab Hsi-tschun zurück. „Warum soll ich mich, rein und sauber, wie ich bin, von euch in den Schmutz ziehen lassen?“
 
Da Frau You wirklich Dreck am Stecken hatte, fürchtete sie natürlich jede Erwähnung davon. Schon als von den Gerüchten die Rede gewesen war, hatten Scham und Wut ihr Herz bedrängt, weil sie das aber nicht gut an Hsi-tschun auslassen konnte, hatte sie es mehr oder weniger hinnehmen müssen.
 
Als sie aber den letzten Satz hörte, konnte sie sich nicht länger beherrschen und fragte: „Was heißt, wir ziehen dich in den Schmutz? Deine Magd hat etwas angestellt, und du greifst mich an. Lange genug habe ich mir das gefallen lassen, aber du bist immer selbstgerechter geworden und sagst mir jetzt solche Sachen! Wenn du so ein überaus edles Fräulein bist, werden wir uns in Zukunft von dir fernhalten, damit der gute Ruf des Fräuleins nicht leidet. Und Ju-hua werde ich sofort mitnehmen lassen.“ Mit diesen Worten erhob sie sich zornig von ihrem Platz, um zu gehen.
 
„Wenn du wirklich nicht mehr kommst, bleiben mir Zank und Streit erspart, und alle haben ihre Ruhe“, rief Hsi-tschun ihr noch hinterher, aber Frau You ging geradewegs hinaus, ohne etwas darauf zu erwidern.
 
Wer wissen will, wie es weiterging...
 
  
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Píng'ér到房, Fèngjiě問他: »三Fräulein叫你作什麼? «Píng'érsagte lachend: »三Fräulein怕Herrin生氣, 叫我勸著Herrin些, 問Herrin這兩天可吃些什麼. «Fèngjiěsagte lachend: »倒是他還記掛著我. 剛纔又出來了一件事: 有人來告柳二Schwiegertochter和他妹子通同開局, 凡妹子所為, 都是他作主. 我想, 你素日肯勸我›多一事不如省一事‹, 就可閑nach einer Weile心, 自己保養保養也是好的. 我因聽不進去, 果然應了些, 先把gnädige Frau得罪了, 而且自己反賺了一場病. 如今我也看破了, 隨他們鬧去罷, 橫豎還有許多人呢. 我白操一會子心, 倒惹的萬人咒罵. 我且養病要緊, 便是好了, 我也作個好好先生, 得樂且樂, 得笑且笑, 一概是非都憑他們去罷. 所以我只答應著知道了, 白不在我心上. «Píng'érsagte lachend: »Herrin果然如此, 便是我們的造化. «
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一語未了, da sah manJiǎ Liǎn進來, 拍手嘆氣道: »好好的又生事. 前兒我和Yuānyāng借當, 那邊gnädige Frau怎麼知道了. 才剛gnädige Frau叫過我去, 叫我不管那裡先遷挪二百銀子, 做八月十五日節間使用. 我回沒處遷挪. gnädige Frau就說: ›你沒有錢就有地方遷挪, 我白和你商量, 你就搪塞我, 你就說沒地方. 前兒一千銀子的當是那裡的? 連die Alte Dame的東西你都有神通弄出來, 這會子二百銀子, 你就這樣. 幸虧我沒和別人說去. ‹我想gnädige Frau分明不短, 何苦來要尋事奈何人. «Fèngjiě道: »那日並沒一個外人, 誰走了這個消息. «Píng'ér聽了, 也細想那日有誰在此, 想了eine ganze Weile, sagte lachend: »是了. 那日說話時沒一個外人, 但晚上送東西來的時節, die Alte Dame那邊Shǎ Dàjiě的娘也可巧來送漿洗衣服. 他在下房裡坐了一會子, 見一大箱子東西, 自然要問, 必是小Mädchen們不知道, 說了出來, 也未可知. «因此便喚了幾個小Mädchen來問, 那日誰告訴呆大姐的娘. 眾小Mädchen慌了, 都跪下賭咒發誓, 說: »自來也不敢多說一句話. 有人凡問什麼, 都答應不知道. 這事如何敢多說. «Fèngjiě詳情說: »他們必不敢, 倒別委屈了他們. 如今且把這事靠後, 且把gnädige Frau打發了去要緊. 寧可咱們短些, 又別討沒意思. «因叫Píng'ér: »把我的金項圈拿來, 且去暫押二百銀子來送去完事. «Jiǎ Liǎn道: »越性多押二百, 咱們也要使呢. «Fèngjiě道: »很不必, 我沒處使錢. 這一去還不知指那一項贖呢. «Píng'ér拿去, 吩咐一個人喚了Wàng'érSchwiegertochter來領去, 不nach einer Weile拿了銀子來. Jiǎ Liǎn親自送去, Doch davon sei hier nicht weiter die Rede..
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這裡Fèngjiě和Píng'ér猜疑, 終是誰人走的風聲, 竟擬不出人來. Fèngjiě又道: »知道這事還是小事, 怕的是小人趁便又造非言, 生出別的事來. 當緊那邊正和Yuānyāng結下仇了, 如今聽得他私自借給璉二爺東西, 那起小人眼饞肚飽, 連沒縫兒的雞蛋還要下蛆呢, 如今有了這個因由, 恐怕又造出些沒天理的話來也定不得. 在你璉二爺還無妨, 只是Yuānyāng正經女兒, 帶累了他受屈, 豈不是咱們的過失. «Píng'érsagte lachend: »這也無妨. Yuānyāng借東西看的是Herrin, 並不為的是二爺. 一則Yuānyāng雖應名是他私情, 其實他是回過die Alte Dame的. die Alte Dame因怕孫男弟女多, 這個也借, 那個也要, 到跟前撒個嬌兒, 和誰要去, 因此只裝不知道. 縱鬧了出來, 究竟那也無礙. «Fèngjiě道: »理固如此. 只是你我是知道的, 那不知道的, 焉得不生疑呢. «
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一語未了, 人報: »gnädige Frau來了. «Fèngjiě聽了詫異, 不知為何事親來, 與Píng'ér等忙迎出來. da sah manWáng Fūrén氣色更變, 只帶一個貼己的小Mädchen走來, 一語不發, 走至裡間坐下. Fèngjiě忙奉茶, 因陪笑fragte: »gnädige Frau今日高興, 到這裡逛逛. «Wáng Fūrén喝命: »Píng'ér出去! «Píng'ér見了這般, 著慌不知怎麼樣了, 忙應了一聲, 帶著眾小Mädchen一齊出去, 在房門外站住, 越性將房門掩了, 自己坐在台磯上, 所有的人, 一個不許進去. Fèngjiě也著了慌, 不知有何等事. da sah manWáng Fūrén含著淚, 從袖內擲出一個香袋子來, 說: »你瞧. «Fèngjiě忙拾起一看, 見是十錦春意香袋, 也嚇了一跳, 忙問: »gnädige Frau從那裡得來? «Wáng Fūrén見問, 越發淚如雨下, 顫聲sagte: »我從那裡得來! 我天天坐在井里, 拿你當個細心人, 所以我才偷個空兒. 誰知你也和我一樣. 這樣的東西大天白日明擺在園裡山石上, 被die Alte Dame的Mädchen拾著, 不虧你婆婆遇見, 早已送到die Alte Dame跟前去了. 我且問你, 這個東西如何遺在那裡來? «Fèngjiě聽得, 也更了顏色, 忙問: »gnädige Frau怎知是我的? «Wáng Fūrén又哭又嘆sagte: »你反問我! 你想, 一家子除了你們小夫小妻, 餘者老alte Dienerin們, 要這個何用? 再女孩子們是從那裡得來? 自然是那璉兒不長進下流種子那裡弄來. 你們又和氣. 當作一件頑意兒, 年輕人兒女閨房私意是有的, 你還和我賴! 幸而園內上下人還不解事, 尚未揀得. 倘或Mädchen們揀著, 你姊妹看見, 這還了得. 不然有那小Mädchen們揀著, 出去說是園內揀著的, 外人知道, 這性命臉面要也不要? «
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Fèngjiě聽說, 又急又愧, 登時紫漲了面皮, 便依炕沿雙膝跪下, 也含淚訴道: »gnädige Frau說的固然有理, 我也不敢辯我並無這樣的東西. 但其中還要求gnädige Frau細詳其理: 那香袋是外頭雇工仿著內工繡的, 帶子穗子一概是市賣貨. 我便年輕不尊重些, 也不要這勞什子, 自然都是好的, 此其一. 二者這東西也不是常帶著的, 我縱有, 也只好在家裡, 焉肯帶在身上各處去? 況且又在園裡去, 個個姊妹我們都肯拉拉扯扯, 倘或露出來, 不但在姊妹前, 就是奴才看見, 我有什麼意思? 我雖年輕不尊重, 亦不能糊塗至此. 三則論主子內我是年輕Schwiegertochter, 算起奴才來, 比我更年輕的又不止一個人了. 況且他們也常進園, 晚間各人家去, 焉知不是他們身上的? 四則除我常在園裡之外, 還有那邊gnädige Frau常帶過幾個小姨娘來, 如嫣紅翠雲等人, 皆系年輕侍妾, 他們更該有這個了. 還有那邊珍大嫂子, 他不算甚老外, 他也常帶過Pèifèng等人來, 焉知又不是他們的? 五則園內Mädchen太多, 保的住個個都是正經的不成? 也有年紀大些的知道了人事, 或者nach einer Weile半刻人查問不到偷著出去, 或藉著因由同二門上小幺兒們打牙犯嘴, 外頭得了來的, 也未可知. 如今不但我沒此事, 就連Píng'ér我也可以下保的. gnädige Frau請細想. «Wáng Fūrén聽了這一席話大近情理, 因seufzte: »你起來. 我也知道你是大家小姐出身, 焉得輕薄至此, 不過我氣急了, 拿了話激你. 但如今卻怎麼處? 你婆婆才打發人封了這個給我瞧, 說是前日從Shǎ Dàjiě手裡得的, 把我氣了個死. «Fèngjiě道: »gnädige Frau快別生氣. 若被alle Anwesenden覺察了, 保不定die Alte Dame不知道. 且平心靜氣暗暗訪察, 才得確實, 縱然訪不著, 外人也不能知道. 這叫作›胳膊折在袖內‹. 如今惟有趁著賭錢的因由革了許多的人這空兒, 把周瑞SchwiegertochterWàng'érSchwiegertochter等四五個貼近不能走話的人安插在園裡, 以查賭為由. 再如今他們的Mädchen也太多了, 保不住人大心大, 生事作耗, 等鬧出事來, 反悔之不及. 如今若無故裁革, 不但Fräulein們委屈煩惱, 就連gnädige Frau和我也過不去. 不如趁此機會, 以後凡年紀大些的, 或有些咬牙難纏的, 拿個錯兒攆出去配了人. 一則保得住沒有別的事, 二則也可省些用度. gnädige Frau想我這話如何? «Wáng Fūrénseufzte: »你說的何嘗不是, 但從公細想, 你這幾個姊妹也甚可憐了. 也不用遠比, 只說如今你林妹妹的母親, 未出閣時, 是何等的嬌生慣養, 是何等的金尊玉貴, 那才象個千金小姐的體統. 如今這幾個姊妹, 不過比人家的Mädchen略強些罷了. 通共每人只有兩三個Mädchen象個人樣, 餘者縱有四五個小Mädchen子, 竟是廟裡的小鬼. 如今還要裁革了去, 不但於我心不忍, 只怕die Alte Dame未必就依. 雖然艱難, 難不至此. 我雖沒受過大榮華富貴, 比你們是強的. 如今我寧可省些, 別委曲了他們. 以後要省儉先從我來倒使的. 如今且叫人傳了Frau Zhōu Ruì等人進來, 就吩咐他們快快暗地訪拿這事要緊. «Fèngjiě聽了, 即喚Píng'ér進來吩咐出去.
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nach einer Weile, Frau Zhōu Ruì與吳興家的、鄭華家的、Lái Wàng家的、來喜家的現在五家陪房進來, 餘者皆在南方各有執事. Wáng Fūrén正嫌人少不能勘察, plötzlich sah manXíng Fūrén的陪房Frau Wáng Shànbǎo走來, 方纔Es heißt dazu:他送香囊來的. Wáng Fūrén向來看視Xíng Fūrén之得力心腹人等原無二意, 今見他來打聽此事, 十分關切, 便向他說: »你去回了gnädige Frau, 也進園內照管照管, 不比別人又強些. « 這Wáng Shànbǎo家正因素日進園去那些Zofe們不大趨奉他, 他心裡大不自在, 要尋他們的故事又尋不著, 恰好生出這事來, 以為得了把柄. 又聽Wáng Fūrén委托, 正撞在心坎上, 說: »這個容易. 不是奴才多話, 論理這事該早嚴緊的. gnädige Frau也不大往園裡去, 這些女孩子們一個個倒象受了封誥似的. 他們就成了千金小姐了. 鬧下天來, 誰敢哼一聲兒. 不然, 就調唆Fräulein的Mädchen們, 說欺負了Fräulein們了, 誰還耽得起. «Wáng Fūrén道: »這也有的常情, 跟Fräulein的Mädchen原比別的嬌貴些. 你們該勸他們. 連主子們的Fräulein不教導尚且不堪, 何況他們. «Frau Wáng Shànbǎo道: »別的都還罷了. gnädige Frau不知道, 一個Bǎoyù屋裡的Qíngwén, 那Mädchen仗著他生的模樣兒比別人標緻些. 又生了一張巧嘴, 天天打扮的象個西施的樣子, 在人跟前能說慣道, 掐尖要強. 一句話不投機, 他就立起兩個騷眼睛來罵人, 妖妖趫趫, 大不成個體統. «Wáng Fūrén聽了這話, 猛然觸動往事, 便問Fèngjiě道: »上次我們跟了die Alte Dame進園逛去, 有一個水蛇腰, 削肩膀, 眉眼又有些像你林妹妹的, 正在那裡罵小Mädchen. 我的心裡很看不上那狂樣子, 因同die Alte Dame走, 我不曾說得. 後來要問是誰, 又偏忘了. 今日對了坎兒, 這Mädchen想必就是他了. «Fèngjiě道: »若論這些Mädchen們, 共總比起來, 都沒Qíngwén生得好. 論舉止言語, 他原有些輕薄. 方纔gnädige Frau說的倒很像他, 我也忘了那日的事, 不敢亂說. «Frau Wáng Shànbǎo便道: »不用這樣, 此刻不難叫了他來gnädige Frau瞧瞧. «Wáng Fūrén道: »Bǎoyù房裡常見我的只有XírénShèyuè, 這兩個笨笨的倒好. 若有這個, 他自不敢來見我的. 我一生最嫌這樣人, 況且又出來這個事. 好好的Bǎoyù, 倘或叫這蹄子勾引壞了, 那還了得. «因叫自己的Mädchen來, 吩咐他到園裡去, »只說我說有話問他們, 留下XírénShèyuè伏侍Bǎoyù不必來, 有一個Qíngwén最伶俐, 叫他即刻快來. 你不許和他說什麼. «
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小Mädchen子答應了, 走入Yíhóngyuàn, 正值Qíngwén身上不自在, 睡中覺才起來, 正發悶, 聽如此說, 只得隨了他來. 素日這些Zofe皆知Wáng Fūrén最嫌趫妝艷飾語薄言輕者, 故Qíngwén不敢出頭. 今因連日不自在, 並沒十分妝飾, 自為無礙. 及到了Fèngjiě房中, Wáng Fūrén一見他釵軃鬢松, 衫垂帶褪, 有春睡捧心之遺風, 而且形容面貌恰是上月的那人, unwillkürlich勾起方纔的火來. Wáng Fūrén原是天真爛漫之人, 喜怒出於心臆, 不比那些飾詞掩意之人, 今既真怒攻心, 又勾起往事, 便冷sagte lachend: »好個美人! 真象個病西施了. 你天天作這輕狂樣兒給誰看? 你乾的事, 打量我不知道呢! 我且放著你, 自然明兒揭你的皮! Bǎoyù今日可好些? «Qíngwén一聽如此說, 心內大異, 便知有人暗算了他. 雖然著惱, 只不敢作聲. 他本是個聰敏過頂的人, 見問Bǎoyù可好些, 他便不肯以實話對, 只說: »我不大到Bǎoyù房裡去, 又不常和Bǎoyù在一處, 好歹我不能知道, 只問XírénShèyuè兩個. «Wáng Fūrén道: »這就該打嘴! 你難道是死人, 要你們作什麼! «Qíngwén道: »我原是跟die Alte Dame的人. 因die Alte Dame說園裡空大人少, Bǎoyù害怕, 所以撥了我去外間屋裡上夜, 不過看屋子. 我原回過我笨, 不能伏侍. die Alte Dame罵了我, 說: ›又不叫你管他的事, 要伶俐的作什麼. ‹我聽了這話才去的. 不過十天半個月之內, Bǎoyù悶了大家頑一會子就散了. 至於Bǎoyù飲食起坐, 上一層有老Herrin老媽媽們, 下一層又有XírénShèyuèQiūwén幾個人. 我閑著還要作die Alte Dame屋裡的針線, 所以Bǎoyù的事竟不曾留心. gnädige Frau既怪, 從此後我留心就是了. « Wáng Fūrén信以為實了, 忙說: »阿彌陀佛! 你不近Bǎoyù是我的造化, 竟不勞你費心. 既是die Alte Dame給Bǎoyù的, 我明兒回了die Alte Dame, 再攆你. «因向Frau Wáng Shànbǎo道: »你們進去, 好生防他幾日, 不許他在Bǎoyù房裡睡覺. 等我回過die Alte Dame, 再處治他. «喝聲»去! 站在這裡, 我看不上這浪樣兒! 誰許你這樣花紅柳綠的妝扮! «Qíngwén只得出來, 這氣非同小可, 一齣門便拿手帕子握著臉, 一頭走, 一頭哭, 直哭到園門內去.
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這裡Wáng Fūrén向Fèngjiě等自怨道: »這幾年我越發精神短了, 照顧不到. 這樣妖精似的東西竟沒看見. 只怕這樣的還有, 明日倒得查查. «Fèngjiě見Wáng Fūrén盛怒之際, 又因Frau Wáng Shànbǎo是Xíng Fūrén的耳目, 常調唆著Xíng Fūrén生事, 縱有千百樣言詞, 此刻也不敢說, 只低頭答應著. Frau Wáng Shànbǎo道: »gnädige Frau請養息身體要緊, 這些小事只交與奴才. 如今要查這個主兒也極容易, 等到晚上園門關了的時節, 內外不通風, 我們竟給他們個猛不防, 帶著人到各處Mädchen們房裡搜尋. 想來誰有這個, 斷不單隻有這個, 自然還有別的東西. 那時翻出別的來, 自然這個也是他的. «Wáng Fūrén道: »這話倒是. 若不如此, 斷不能清的清白的白. «因問Fèngjiě如何. Fèngjiě只得答應說: »gnädige Frau說的是, 就行罷了. «Wáng Fūrén道: »這主意很是, 不然一年也查不出來. «於是大家商議已定.
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至晚飯後, 待Jiǎ Mǔ安寢了, Bǎochāi等入園時, Frau Wáng Shànbǎo便請了Fèngjiě一併入園, 喝命將角門皆上鎖, 便從上夜的alte Dienerin處抄檢起, 不過抄檢出些多餘攢下蠟燭燈油等物. Frau Wáng Shànbǎo道: »這也是贓, 不許動, 等明兒回過gnädige Frau再動. «於是先就到Yíhóngyuàn中, 喝命關門. 當下Bǎoyù正因Qíngwén不自在, plötzlich sah man這一干人來, 不知為何直撲了Mädchen們的房門去, 因迎出Fèngjiě來, 問是何故. Fèngjiě道: »丟了一件要緊的東西, 因大家混賴, 恐怕有Mädchen們偷了, 所以大家都查一查去疑. «einerseits說, einerseits坐下吃茶. Frau Wáng Shànbǎo等搜了一回, 又細問這幾個箱子是誰的, 都叫本人來親自打開. Xírén因見Qíngwén這樣, 知道必有異事, 又見這番抄檢, 只得自己先出來打開了箱子並匣子, 任其搜檢一番, 不過是平常動用之物. 隨放下又搜別人的, 挨次都一一搜過. 到了Qíngwén的箱子, 因問: »是誰的, 怎不開了讓搜? « Xírén等方欲代Qíngwén開時, da sah manQíngwén輓著頭髮闖進來, 豁一聲將箱子掀開, 兩手捉著底子, 朝天往地下盡情一倒, 將所有之物盡都倒出. Frau Wáng Shànbǎo也覺沒趣, 看了一看, 也無甚私弊之物. 回了Fèngjiě, 要往別處去. Fèngjiě道: »你們可細細的查, 若這一番查不出來, 難回話的. «alle Anwesenden都道: »都細翻看了, 沒什麼差錯東西. 雖有幾樣男人物件, 都是小孩子的東西, 想是Bǎoyù的舊物件, 沒甚關係的. «Fèngjiě聽了, sagte lachend: »既如此咱們就走, 再瞧別處去. «
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說著, 一徑出來, 因向Frau Wáng Shànbǎo道: »我有一句話, 不知是不是. 要抄檢只抄檢咱們家的人, 薛大Fräulein屋裡, 斷乎檢抄不得的. «Frau Wáng Shànbǎosagte lachend: »這個自然. 豈有抄起親戚家來. «Fèngjiě點頭道: »我也這樣說呢. «一頭說, 一頭到了Xiāoxiāng-Pavillon內. Dàiyù已睡了, 忽報這些人來, 也不知為甚事. 才要起來, da sah manFèngjiě已走進來, 忙按住他不許起來, 只說: »睡罷, 我們就走. «這邊Nun sei erzählt, dass些閑話. 那個Frau Wáng Shànbǎo帶了alle Anwesenden到Zofe房中, 也一一開箱倒籠抄檢了一番. 因從Zǐjuān房中抄出兩副Bǎoyù常換下來的寄名符兒, 一副束帶上的披帶, 兩個荷包並扇套, 套內有扇子. 打開看時皆是Bǎoyù往年往日手內曾拿過的. Frau Wáng Shànbǎo自為得了意, 遂忙請Fèngjiě過來驗視, 又說: »這些東西從那裡來的? «Fèngjiěsagte lachend: »Bǎoyù和他們從小兒在一處混了幾年, 這自然是Bǎoyù的舊東西. 這也不算什麼罕事, 撂下再往別處去是正經. «Zǐjuānsagte lachend: »直到如今, 我們兩下里的東西也算不清. 要問這一個, 連我也忘了是那年月日有的了. «Frau Wáng Shànbǎo聽Fèngjiě如此說, 也只得罷了.
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又到Tànchūn院內, 誰知早有人報與Tànchūn了. Tànchūn也就猜著必有原故, 所以引出這等醜態來, 遂命眾Zofe秉燭開門而待. alle Anwesenden來了. Tànchūn故問何事. Fèngjiěsagte lachend: »因丟了一件東西, 連日訪察不出人來, 恐怕旁人賴這些女孩子們, 所以越性大家搜一搜, 使人去疑, 倒是洗凈他們的好法子. «Tànchūn冷sagte lachend: »我們的Mädchen自然都是些賊, 我就是頭一個窩主. 既如此, 先來搜我的箱櫃, 他們所有偷了來的都交給我藏著呢. «說著便命Mädchen們把箱櫃一齊打開, 將鏡奩、妝盒、衾袱、衣包若大若小之物一齊打開, 請Fèngjiě去抄閱. Fèngjiě陪sagte lachend: »我不過是奉gnädige Frau的命來, 妹妹別錯怪我. 何必生氣. «因命Zofe們快快關上. Píng'ér豐兒等忙著替Dàishū等關的關, 收的收. Tànchūn道: »我的東西倒許你們搜閱, 要想搜我的Mädchen, 這卻不能. 我原比alle Anwesenden歹毒, 凡Mädchen所有的東西我都知道, 都在我這裡間收著, 一針一線他們也沒的收藏, 要搜所以只來搜我. 你們不依, 只管去回gnädige Frau, 只說我違背了gnädige Frau, 該怎麼處治, 我去自領. 你們別忙, 自然連你們抄的日子有呢! 你們今日早起不曾議論甄家, 自己家裡好好的抄家, 果然今日真抄了. 咱們也漸漸的來了. 可知這樣大族人家, 若從外頭殺來, nach einer Weile是殺不死的, 這是古人曾說的›百足之蟲, 死而不僵‹, 必須先從家裡自殺自滅起來, 才能一敗塗地! « 說著, unwillkürlich流下淚來. Fèngjiě只看著眾Schwiegertochter們. Frau Zhōu Ruì便道: »既是女孩子的東西全在這裡, Herrin且請到別處去罷, 也讓Fräulein好安寢. «Fèngjiě便起身告辭. Tànchūn道: »可細細的搜明白了? 若明日再來, 我就不依了. «Fèngjiěsagte lachend: »既然Mädchen們的東西都在這裡, 就不必搜了. «Tànchūn冷sagte lachend: »你果然倒乖. 連我的包袱都打開了, 還說沒翻. 明日敢說我護著Mädchen們, 不許你們翻了. 你趁早說明, 若還要翻, 不妨再翻一遍. «Fèngjiě知道Tànchūn素日與眾不同的, 只得陪sagte lachend: »我已經連你的東西都搜查明白了. «Tànchūn又問alle Anwesenden: »你們也都搜明白了不曾? «Frau Zhōu Ruì等都陪笑說: »都翻明白了. «那Frau Wáng Shànbǎo本是個心內沒成算的人, 素日雖聞Tànchūn的名, 那是為alle Anwesenden沒眼力沒膽量罷了, 那裡一個Fräulein家就這樣起來, 況且又是庶出, 他敢怎麼. 他自恃是Xíng Fūrén陪房, 連Wáng Fūrén尚另眼相看, 何況別個. 今見Tànchūn如此, 他只當是Tànchūn認真單惱Fèngjiě, 與他們無干. 他便要趁勢作臉獻好, 因越眾向前拉起Tànchūn的衣襟, 故意一掀, 嘻嘻sagte lachend: »連Fräulein身上我都翻了, 果然沒有什麼. «Fèngjiě見他這樣, 忙說: »媽媽走罷, 別瘋瘋顛顛的. «一語未了, da hörte man»拍«的一聲, 王家的臉上早著了Tànchūn一掌. Tànchūn登時大怒, 指著王家的fragte: »你是什麼東西, 敢來拉扯我的衣裳! 我不過看著gnädige Frau的面上, 你又有年紀, 叫你一聲媽媽, 你就狗仗人勢, 天天作耗, 專管生事. 如今越性了不得了. 你打諒我是同你們Fräulein那樣好性兒, 由著你們欺負他, 就錯了主意! 你搜檢東西我不惱, 你不該拿我取笑. «說著, 便親自解衣卸裙, 拉著Fèngjiě細細的翻. 又說: »省得叫奴才來翻我身上. «FèngjiěPíng'ér等忙與Tànchūn束裙整袂, 口內喝著Frau Wáng Shànbǎo說: »媽媽吃兩口酒就瘋瘋顛顛起來. 前兒把gnädige Frau也衝撞了. 快出去, 不要提起了. «又勸Tànchūn休得生氣. Tànchūn冷sagte lachend: »我但凡有氣性, 早一頭碰死了! 不然豈許奴才來我身上翻賊贓了. 明兒一早, 我先回過die Alte Damegnädige Frau, 然後過去給大娘陪禮, 該怎麼, 我就領. «那Frau Wáng Shànbǎo討了個沒意思, 在窗外只說: »罷了, 罷了, 這也是頭一遭挨打. 我明兒回了gnädige Frau, 仍回老娘家去罷. 這個老命還要他做什麼! «Tànchūn喝命Zofe道: »你們聽他說的這話, 還等我和他對嘴去不成. «Dàishū等聽說, 便出去sagte: »你果然回老娘家去, 倒是我們的造化了. 只怕捨不得去. «Fèngjiěsagte lachend: »好Mädchen, 真是有其主必有其僕. «Tànchūn冷sagte lachend: »我們作賊的人, 嘴裡都有三言兩語的. 這還算笨的, 背地裡就只不會調唆主子. «Píng'ér忙也陪笑解勸, einerseits又拉了Dàishū進來. Frau Zhōu Ruì等人勸了一番. Fèngjiě直待伏侍Tànchūn睡下, 方帶著人往對過暖香塢來.
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彼時Lǐ Wǎn猶病在床上他與Xīchūn是緊鄰, 又與Tànchūn相近, 故順路先到這兩處. 因Lǐ Wǎn才吃了藥睡著, 不好驚動, 只到Zofe們房中一一的搜了一遍, 也沒有什麼東西, 遂到Xīchūn房中來. 因Xīchūn年少, 尚未識事, 嚇的不知當有什麼事, 故Fèngjiě也少不得安慰他. 誰知竟在Rùhuà箱中尋出一大包金銀錁子來, 約共三四十個, 又有一副玉帶板子並一包男人的靴襪等物. Rùhuà也黃了臉. 因問是那裡來的, Rùhuà只得跪下哭訴真情, 說: »這是珍大爺賞我哥哥的. 因我們老子娘都在南方, 如今只跟著叔叔過日子. 我叔叔嬸子只要吃酒賭錢, 我哥哥怕交給他們又花了, 所以每常得了, 悄悄的煩了老媽媽帶進來叫我收著的. «Xīchūn膽小, 見了這個也害怕, 說: »我竟不知道. 這還了得! 二嫂子, 你要打他, 好歹帶他出去打罷, 我聽不慣的. «Fèngjiěsagte lachend: »這話若果真呢, 也倒可恕, 只是不該私自傳送進來. 這個可以傳遞, 什麼不可以傳遞. 這倒是傳遞人的不是了. 若這話不真, 倘是偷來的, 你可就別想活了. «Rùhuà跪著sagte weinend: »我不敢扯謊. Herrin只管明日問我們Herrin和大爺去, 若說不是賞的, 就拿我和我哥哥一同打死無怨. «Fèngjiě道: »這個自然要問的, 只是真賞的也有不是. 誰許你私自傳送東西的! 你Nun sei erzählt, dass是誰作接應, 我便饒你. 下次萬萬不可. «Xīchūn道: »嫂子別饒他這次方可. 這裡人多, 若不拿一個人作法, 那些大的聽見了, 又不知怎樣呢. 嫂子若饒他, 我也不依. «Fèngjiě道: »素日我看他還好. 誰沒一個錯, 只這一次. 二次犯下, 二罪俱罰. 但不知傳遞是誰. «Xīchūn道: »若說傳遞, 再無別個, 必是後門上的張媽. 他常肯和這些Mädchen們鬼鬼祟祟的, 這些Mädchen們也都肯照顧他. «Fèngjiě聽說, 便命人記下, 將東西且交給Frau Zhōu Ruì暫拿著, 等明日對明再議. 於是別了Xīchūn, 方往Yíngchūn房內來.
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Yíngchūn已經睡著了, Zofe們也才要睡, alle Anwesenden叩門eine ganze Weile才開. Fèngjiě吩咐: »不必驚動小姐. «遂往Zofe們房裡來. 因Sīqí是Wáng Shànbǎo的外孫女兒, Fèngjiě倒要看看王家的可藏私不藏, 遂留神看他搜檢. 先從別人箱子搜起, 皆無別物. 及到了Sīqí箱子中搜了一回, Frau Wáng Shànbǎo說: »也沒有什麼東西. «才要蓋箱時, Frau Zhōu Ruì道: »且住, 這是什麼? «說著, 便伸手掣出一雙男子的錦帶襪並一雙緞鞋來. 又有一個小包袱, 打開看時, 裡面有一個同心如意並一個字帖兒. 一總遞與Fèngjiě. Fèngjiě因當家理事, 每每看開帖並帳目, 也頗識得幾個字了. 便看那帖子是大紅雙喜箋帖, 上面寫道: »上月你來家後, 父母已覺察你我之意. 但Fräulein未出閣, 尚不能完你我之心愿. 若園內可以相見, 你可托張媽給一信息. 若得在園內一見, 倒比來家得說話. 千萬, 千萬. 再所賜香袋二個, 今已查收外, 特寄香珠一串, 略表我心. 千萬收好. 表弟潘又安拜具. «Fèngjiě看罷, 不怒而反樂. 別人並不識字. 王家的素日並不知道他姑表姊弟有這一節風流故事, 見了這鞋襪, 心內已是有些毛病, 又見有一紅帖, Fèngjiě又看著笑, 他便sagte: »必是他們胡寫的帳目, 不成個字, 所以Herrin見笑. «Fèngjiěsagte lachend: »Es heißt dazu:這個帳竟算不過來. 你是Sīqí的老娘, 他的表弟也該姓王, 怎麼又姓潘呢? «Frau Wáng Shànbǎo見問的奇怪, 只得勉強告道: »Sīqí的姑媽給了潘家, 所以他姑表兄弟姓潘. 上次逃走了的潘又安就是他表弟. «Fèngjiěsagte lachend: »這就是了. «因道: »我念給你聽聽. «說著從頭念了一遍, 大家都唬了一跳. 這王家的一心只要拿人的錯兒, 不想反拿住了他外孫女兒, 又氣又臊. Frau Zhōu Ruì四人又都問著他: »你老可聽見了? 明明白白, 再沒的Es wird erzählt, dass了. 如今據你老人家, 該怎麼樣? «這王家的只恨沒地縫兒鑽進去. Fèngjiě只瞅著他嘻嘻的笑, 向Frau Zhōu Ruìsagte lachend: »這倒也好. 不用你們作老娘的操一點兒心, 他鴉雀不聞的給你們弄了一個好女婿來, 大家倒省心. «Frau Zhōu Ruì也笑著湊趣兒. 王家的氣無處泄, 便自己回手打著自己的臉, schimpfte: »老不死的娼婦, 怎麼造下孽了! 說嘴打嘴, 現世現報在人眼裡. «alle Anwesenden見這般, 俱笑個不住, 又半勸半諷的. Fèngjiě見Sīqí低頭不語, 也並無畏懼慚愧之意, 倒覺可異. 料此時夜深, 且不必盤問, 只怕他夜間自愧去尋拙志, 遂喚兩個alte Dienerin監守起他來. 帶了人, 拿了贓證回來, 且自安歇, 等待明日料理. 誰知到夜裡又連起來幾次, 下面淋血不止.
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至次日, 便覺身體十分軟弱, 起來發暈, 遂撐不住. 請太醫來, 診脈畢, 遂立藥案雲: »看得少Herrin繫心氣不足, 虛火乘脾, 皆由憂勞所傷, 以致嗜臥好眠, 胃虛土弱, 不思飲食. 今聊用升陽養榮之劑. «寫畢, 遂開了幾樣藥名, 不過是人參, 當歸, 黃芪等類之劑. nach einer Weile退去, 有alte Amme們拿了方子回過Wáng Fūrén, 不免又添一番愁悶, 遂將Sīqí等事暫未理.
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可巧這日Yóu Shì來看Fèngjiě, 坐了一回, 到園中去又看過Lǐ Wǎn. 才要望候眾姊妹們去, plötzlich sah manXīchūn遣人來請, Yóu Shì遂到了他房中來. Xīchūn便將昨晚之事細細告訴與Yóu Shì, 又命將Rùhuà的東西一概要來與Yóu Shì過目. Yóu Shì道: »實是你哥哥賞他哥哥的, 只不該私自傳送, 如今官鹽竟成了私鹽了. «因罵Rùhuà, »糊塗脂油蒙了心的. « Xīchūn道: »你們管教不嚴, 反罵Mädchen. 這些姊妹, 獨我的Mädchen這樣沒臉, 我如何去見人. 昨兒我立逼著Fèngjiě姐帶了他去, 他只不肯. 我想, 他原是那邊的人, Fèngjiě姐不帶他去, 也原有理. 我今日正要送過去, 嫂子來的恰好, 快帶了他去. 或打, 或殺, 或賣, 我一概不管. «Rùhuà聽說, 又跪下哭求, 說: »再不敢了. 只求Fräulein看從小兒的情常, 好歹生死在一處罷. «Yóu Shì和奶娘等人也都十分分解, 說他»不過nach einer Weile糊塗了, 下次再不敢的. 他從小兒伏侍你一場, 到底留著他為是. «誰知Xīchūn雖然年幼, 卻天生成一種百折不回的廉介孤獨僻性, 任人怎說, 他只以為丟了他的體面, 咬定牙斷乎不肯. 更又說的好: »不但不要Rùhuà, 如今我也大了, 連我也不便往你們那邊去了. 況且近日我每每風聞得有人背地裡議論什麼多少不堪的閑話, 我若再去, 連我也編派上了. «Yóu Shì道: »誰議論什麼? 又有什麼可議論的! Fräulein是誰, 我們是誰. Fräulein既聽見人議論我們, 就該問著他才是. «Xīchūn冷sagte lachend: »你這話問著我倒好. 我一個Fräulein家, 只有躲是非的, 我反去尋是非, 成個什麼人了! 還有一句話: 我不怕你惱, 好歹自有公論, 又何必去問人. 古人說得好, ›善惡生死, 父子不能有所勖助‹, 何況你我二人之間. 我只知道保得住我就夠了, 不管你們. 從此以後, 你們有事別累我. «Yóu Shì聽了, 又氣又好笑, 因向地下alle Anwesenden道: »怪道人人都說這四Mädchen年輕糊塗, 我只不信. 你們聽才一篇話, 無原無故, 又不知好歹, 又沒個輕重. 雖然是小孩子的話, 卻又能寒人的心. «眾嬤嬤sagte lachend: »Fräulein年輕, Herrin自然要吃些虧的. «Xīchūn冷sagte lachend: »我雖年輕, 這話卻不年輕. 你們不看書不識幾個字, 所以都是些呆子, 看著明白人, 倒說我年輕糊塗. «Yóu Shì道: »你是狀元榜眼探花, 古今第一個才子. 我們是糊塗人, 不如你明白, 何如? «Xīchūn道: »狀元榜眼難道就沒有糊塗的不成. 可知他們也有不能了悟的. «Yóu Shìsagte lachend: »你倒好. 才是才子, 這會子又作大和尚了, 又講起了悟來了. «Xīchūn道: »我不了悟, 我也捨不得Rùhuà了. «Yóu Shì道: »可知你是個心冷口冷心狠意狠的人. «Xīchūn道: »古人曾也說的, ›不作狠心人, 難得自了漢‹. 我清清白白的一個人, 為什麼教你們帶累壞了我! «Yóu Shì心內原有病, 怕說這些話. 聽說有人議論, 已是心中羞惱激射, 只是在Xīchūn分上不好發作, 忍耐了大半. 今見Xīchūn又說這句, 因按捺不住, 因問Xīchūn道: »怎麼就帶累了你了? 你的Mädchen的不是, 無故說我, 我倒忍了這eine ganze Weile, 你倒越發得了意, 只管說這些話. 你是千金萬金的小姐, 我們以後就不親近, 仔細帶累了小姐的美名. 即刻就叫人將Rùhuà帶了過去! «說著, 便賭氣起身去了. Xīchūn道: »若果然不來, 倒也省了口舌是非, 大家倒還清凈. «Yóu Shì也不答話, 一徑往前邊去了. 不知後事如何
 
== Anmerkungen ==
 
== Anmerkungen ==
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''Übersetzung: Martin Woesler, 4. Auflage (2026). Basierend auf der Gengchen-Handschrift (庚辰本).''
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Revision as of 12:36, 15 April 2026

Kapitel: 1 · 2 · 3 · 4 · 5 · 6 · 7 · 8 · 9 · 10 · [11-20] · [21-30] · [31-40] · [41-50] · [51-60] · [61-70] · [71-80] · [81-90] · [91-100] · [101-110] · [111-120] · ← Inhalt

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Vierundsiebzigstes Kapitel

Der Dàguānyuán wird durchsucht — Tànchūn ohrfeigt die Frau Wáng Shànbǎo — Sīqís Liebesbriefe werden entdeckt

Es wird erzählt, dassPíng'ér聽Yíngchūn說了正自好笑, plötzlich sah manBǎoyù也來了. Wie sich herausstellte,管廚房柳家Schwiegertochter之妹, 也因放頭開賭得了不是. 這園中有素與柳家不睦的, 便又告出柳家來, 說他和他妹子是伙計, 雖然他妹子出名, 其實賺了錢兩個人平分. 因此Fèngjiě要治柳家之罪. 那Frau Liǔ因得此信, 便慌了手腳, 因思素與Yíhóngyuàn人最為深厚, 故走來悄悄地央求Qíngwén金星玻璃告訴了Bǎoyù. Bǎoyù因思內中Yíngchūn之乳母也現有此罪, 不若來約同Yíngchūn討情, 比自己獨去單為柳家說情又更妥當, 故此前來. plötzlich sah man許多人在此, 見他來時, 都問: »你的病可好了? 跑來作什麼? «Bǎoyù不便說出討情一事, 只說: »來看二姐姐. «當下alle Anwesenden也不在意, Nun sei erzählt, dass些閑話. Píng'ér便出去辦累絲金鳳一事. 那王住兒Schwiegertochter緊跟在後, 口內百般央求, 只說: »Fräulein好歹口內超生, 我橫豎去贖了來. «Píng'érsagte lachend: »你遲也贖, 早也贖, 既有今日, 何必當初. 你的意思得過去就過去了. 既是這樣, 我也不好意思告人, 趁早去贖了來交與我送去, 我一字不提. «王住兒Schwiegertochter聽說, 方放下心來, 就拜謝, 又說: »Fräulein自去貴幹, 我趕晚拿了來, 先回了Fräulein, 再送去, 如何? «Píng'ér道: »趕晚不來, 可別怨我. «說畢, 二人方分路各自散了.

Píng'ér到房, Fèngjiě問他: »三Fräulein叫你作什麼? «Píng'érsagte lachend: »三Fräulein怕Herrin生氣, 叫我勸著Herrin些, 問Herrin這兩天可吃些什麼. «Fèngjiěsagte lachend: »倒是他還記掛著我. 剛纔又出來了一件事: 有人來告柳二Schwiegertochter和他妹子通同開局, 凡妹子所為, 都是他作主. 我想, 你素日肯勸我›多一事不如省一事‹, 就可閑nach einer Weile心, 自己保養保養也是好的. 我因聽不進去, 果然應了些, 先把gnädige Frau得罪了, 而且自己反賺了一場病. 如今我也看破了, 隨他們鬧去罷, 橫豎還有許多人呢. 我白操一會子心, 倒惹的萬人咒罵. 我且養病要緊, 便是好了, 我也作個好好先生, 得樂且樂, 得笑且笑, 一概是非都憑他們去罷. 所以我只答應著知道了, 白不在我心上. «Píng'érsagte lachend: »Herrin果然如此, 便是我們的造化. «

一語未了, da sah manJiǎ Liǎn進來, 拍手嘆氣道: »好好的又生事. 前兒我和Yuānyāng借當, 那邊gnädige Frau怎麼知道了. 才剛gnädige Frau叫過我去, 叫我不管那裡先遷挪二百銀子, 做八月十五日節間使用. 我回沒處遷挪. gnädige Frau就說: ›你沒有錢就有地方遷挪, 我白和你商量, 你就搪塞我, 你就說沒地方. 前兒一千銀子的當是那裡的? 連die Alte Dame的東西你都有神通弄出來, 這會子二百銀子, 你就這樣. 幸虧我沒和別人說去. ‹我想gnädige Frau分明不短, 何苦來要尋事奈何人. «Fèngjiě道: »那日並沒一個外人, 誰走了這個消息. «Píng'ér聽了, 也細想那日有誰在此, 想了eine ganze Weile, sagte lachend: »是了. 那日說話時沒一個外人, 但晚上送東西來的時節, die Alte Dame那邊Shǎ Dàjiě的娘也可巧來送漿洗衣服. 他在下房裡坐了一會子, 見一大箱子東西, 自然要問, 必是小Mädchen們不知道, 說了出來, 也未可知. «因此便喚了幾個小Mädchen來問, 那日誰告訴呆大姐的娘. 眾小Mädchen慌了, 都跪下賭咒發誓, 說: »自來也不敢多說一句話. 有人凡問什麼, 都答應不知道. 這事如何敢多說. «Fèngjiě詳情說: »他們必不敢, 倒別委屈了他們. 如今且把這事靠後, 且把gnädige Frau打發了去要緊. 寧可咱們短些, 又別討沒意思. «因叫Píng'ér: »把我的金項圈拿來, 且去暫押二百銀子來送去完事. «Jiǎ Liǎn道: »越性多押二百, 咱們也要使呢. «Fèngjiě道: »很不必, 我沒處使錢. 這一去還不知指那一項贖呢. «Píng'ér拿去, 吩咐一個人喚了Wàng'érSchwiegertochter來領去, 不nach einer Weile拿了銀子來. Jiǎ Liǎn親自送去, Doch davon sei hier nicht weiter die Rede..

這裡Fèngjiě和Píng'ér猜疑, 終是誰人走的風聲, 竟擬不出人來. Fèngjiě又道: »知道這事還是小事, 怕的是小人趁便又造非言, 生出別的事來. 當緊那邊正和Yuānyāng結下仇了, 如今聽得他私自借給璉二爺東西, 那起小人眼饞肚飽, 連沒縫兒的雞蛋還要下蛆呢, 如今有了這個因由, 恐怕又造出些沒天理的話來也定不得. 在你璉二爺還無妨, 只是Yuānyāng正經女兒, 帶累了他受屈, 豈不是咱們的過失. «Píng'érsagte lachend: »這也無妨. Yuānyāng借東西看的是Herrin, 並不為的是二爺. 一則Yuānyāng雖應名是他私情, 其實他是回過die Alte Dame的. die Alte Dame因怕孫男弟女多, 這個也借, 那個也要, 到跟前撒個嬌兒, 和誰要去, 因此只裝不知道. 縱鬧了出來, 究竟那也無礙. «Fèngjiě道: »理固如此. 只是你我是知道的, 那不知道的, 焉得不生疑呢. «

一語未了, 人報: »gnädige Frau來了. «Fèngjiě聽了詫異, 不知為何事親來, 與Píng'ér等忙迎出來. da sah manWáng Fūrén氣色更變, 只帶一個貼己的小Mädchen走來, 一語不發, 走至裡間坐下. Fèngjiě忙奉茶, 因陪笑fragte: »gnädige Frau今日高興, 到這裡逛逛. «Wáng Fūrén喝命: »Píng'ér出去! «Píng'ér見了這般, 著慌不知怎麼樣了, 忙應了一聲, 帶著眾小Mädchen一齊出去, 在房門外站住, 越性將房門掩了, 自己坐在台磯上, 所有的人, 一個不許進去. Fèngjiě也著了慌, 不知有何等事. da sah manWáng Fūrén含著淚, 從袖內擲出一個香袋子來, 說: »你瞧. «Fèngjiě忙拾起一看, 見是十錦春意香袋, 也嚇了一跳, 忙問: »gnädige Frau從那裡得來? «Wáng Fūrén見問, 越發淚如雨下, 顫聲sagte: »我從那裡得來! 我天天坐在井里, 拿你當個細心人, 所以我才偷個空兒. 誰知你也和我一樣. 這樣的東西大天白日明擺在園裡山石上, 被die Alte Dame的Mädchen拾著, 不虧你婆婆遇見, 早已送到die Alte Dame跟前去了. 我且問你, 這個東西如何遺在那裡來? «Fèngjiě聽得, 也更了顏色, 忙問: »gnädige Frau怎知是我的? «Wáng Fūrén又哭又嘆sagte: »你反問我! 你想, 一家子除了你們小夫小妻, 餘者老alte Dienerin們, 要這個何用? 再女孩子們是從那裡得來? 自然是那璉兒不長進下流種子那裡弄來. 你們又和氣. 當作一件頑意兒, 年輕人兒女閨房私意是有的, 你還和我賴! 幸而園內上下人還不解事, 尚未揀得. 倘或Mädchen們揀著, 你姊妹看見, 這還了得. 不然有那小Mädchen們揀著, 出去說是園內揀著的, 外人知道, 這性命臉面要也不要? «

Fèngjiě聽說, 又急又愧, 登時紫漲了面皮, 便依炕沿雙膝跪下, 也含淚訴道: »gnädige Frau說的固然有理, 我也不敢辯我並無這樣的東西. 但其中還要求gnädige Frau細詳其理: 那香袋是外頭雇工仿著內工繡的, 帶子穗子一概是市賣貨. 我便年輕不尊重些, 也不要這勞什子, 自然都是好的, 此其一. 二者這東西也不是常帶著的, 我縱有, 也只好在家裡, 焉肯帶在身上各處去? 況且又在園裡去, 個個姊妹我們都肯拉拉扯扯, 倘或露出來, 不但在姊妹前, 就是奴才看見, 我有什麼意思? 我雖年輕不尊重, 亦不能糊塗至此. 三則論主子內我是年輕Schwiegertochter, 算起奴才來, 比我更年輕的又不止一個人了. 況且他們也常進園, 晚間各人家去, 焉知不是他們身上的? 四則除我常在園裡之外, 還有那邊gnädige Frau常帶過幾個小姨娘來, 如嫣紅翠雲等人, 皆系年輕侍妾, 他們更該有這個了. 還有那邊珍大嫂子, 他不算甚老外, 他也常帶過Pèifèng等人來, 焉知又不是他們的? 五則園內Mädchen太多, 保的住個個都是正經的不成? 也有年紀大些的知道了人事, 或者nach einer Weile半刻人查問不到偷著出去, 或藉著因由同二門上小幺兒們打牙犯嘴, 外頭得了來的, 也未可知. 如今不但我沒此事, 就連Píng'ér我也可以下保的. gnädige Frau請細想. «Wáng Fūrén聽了這一席話大近情理, 因seufzte: »你起來. 我也知道你是大家小姐出身, 焉得輕薄至此, 不過我氣急了, 拿了話激你. 但如今卻怎麼處? 你婆婆才打發人封了這個給我瞧, 說是前日從Shǎ Dàjiě手裡得的, 把我氣了個死. «Fèngjiě道: »gnädige Frau快別生氣. 若被alle Anwesenden覺察了, 保不定die Alte Dame不知道. 且平心靜氣暗暗訪察, 才得確實, 縱然訪不著, 外人也不能知道. 這叫作›胳膊折在袖內‹. 如今惟有趁著賭錢的因由革了許多的人這空兒, 把周瑞SchwiegertochterWàng'érSchwiegertochter等四五個貼近不能走話的人安插在園裡, 以查賭為由. 再如今他們的Mädchen也太多了, 保不住人大心大, 生事作耗, 等鬧出事來, 反悔之不及. 如今若無故裁革, 不但Fräulein們委屈煩惱, 就連gnädige Frau和我也過不去. 不如趁此機會, 以後凡年紀大些的, 或有些咬牙難纏的, 拿個錯兒攆出去配了人. 一則保得住沒有別的事, 二則也可省些用度. gnädige Frau想我這話如何? «Wáng Fūrénseufzte: »你說的何嘗不是, 但從公細想, 你這幾個姊妹也甚可憐了. 也不用遠比, 只說如今你林妹妹的母親, 未出閣時, 是何等的嬌生慣養, 是何等的金尊玉貴, 那才象個千金小姐的體統. 如今這幾個姊妹, 不過比人家的Mädchen略強些罷了. 通共每人只有兩三個Mädchen象個人樣, 餘者縱有四五個小Mädchen子, 竟是廟裡的小鬼. 如今還要裁革了去, 不但於我心不忍, 只怕die Alte Dame未必就依. 雖然艱難, 難不至此. 我雖沒受過大榮華富貴, 比你們是強的. 如今我寧可省些, 別委曲了他們. 以後要省儉先從我來倒使的. 如今且叫人傳了Frau Zhōu Ruì等人進來, 就吩咐他們快快暗地訪拿這事要緊. «Fèngjiě聽了, 即喚Píng'ér進來吩咐出去.

nach einer Weile, Frau Zhōu Ruì與吳興家的、鄭華家的、Lái Wàng家的、來喜家的現在五家陪房進來, 餘者皆在南方各有執事. Wáng Fūrén正嫌人少不能勘察, plötzlich sah manXíng Fūrén的陪房Frau Wáng Shànbǎo走來, 方纔Es heißt dazu:他送香囊來的. Wáng Fūrén向來看視Xíng Fūrén之得力心腹人等原無二意, 今見他來打聽此事, 十分關切, 便向他說: »你去回了gnädige Frau, 也進園內照管照管, 不比別人又強些. « 這Wáng Shànbǎo家正因素日進園去那些Zofe們不大趨奉他, 他心裡大不自在, 要尋他們的故事又尋不著, 恰好生出這事來, 以為得了把柄. 又聽Wáng Fūrén委托, 正撞在心坎上, 說: »這個容易. 不是奴才多話, 論理這事該早嚴緊的. gnädige Frau也不大往園裡去, 這些女孩子們一個個倒象受了封誥似的. 他們就成了千金小姐了. 鬧下天來, 誰敢哼一聲兒. 不然, 就調唆Fräulein的Mädchen們, 說欺負了Fräulein們了, 誰還耽得起. «Wáng Fūrén道: »這也有的常情, 跟Fräulein的Mädchen原比別的嬌貴些. 你們該勸他們. 連主子們的Fräulein不教導尚且不堪, 何況他們. «Frau Wáng Shànbǎo道: »別的都還罷了. gnädige Frau不知道, 一個Bǎoyù屋裡的Qíngwén, 那Mädchen仗著他生的模樣兒比別人標緻些. 又生了一張巧嘴, 天天打扮的象個西施的樣子, 在人跟前能說慣道, 掐尖要強. 一句話不投機, 他就立起兩個騷眼睛來罵人, 妖妖趫趫, 大不成個體統. «Wáng Fūrén聽了這話, 猛然觸動往事, 便問Fèngjiě道: »上次我們跟了die Alte Dame進園逛去, 有一個水蛇腰, 削肩膀, 眉眼又有些像你林妹妹的, 正在那裡罵小Mädchen. 我的心裡很看不上那狂樣子, 因同die Alte Dame走, 我不曾說得. 後來要問是誰, 又偏忘了. 今日對了坎兒, 這Mädchen想必就是他了. «Fèngjiě道: »若論這些Mädchen們, 共總比起來, 都沒Qíngwén生得好. 論舉止言語, 他原有些輕薄. 方纔gnädige Frau說的倒很像他, 我也忘了那日的事, 不敢亂說. «Frau Wáng Shànbǎo便道: »不用這樣, 此刻不難叫了他來gnädige Frau瞧瞧. «Wáng Fūrén道: »Bǎoyù房裡常見我的只有XírénShèyuè, 這兩個笨笨的倒好. 若有這個, 他自不敢來見我的. 我一生最嫌這樣人, 況且又出來這個事. 好好的Bǎoyù, 倘或叫這蹄子勾引壞了, 那還了得. «因叫自己的Mädchen來, 吩咐他到園裡去, »只說我說有話問他們, 留下XírénShèyuè伏侍Bǎoyù不必來, 有一個Qíngwén最伶俐, 叫他即刻快來. 你不許和他說什麼. «

小Mädchen子答應了, 走入Yíhóngyuàn, 正值Qíngwén身上不自在, 睡中覺才起來, 正發悶, 聽如此說, 只得隨了他來. 素日這些Zofe皆知Wáng Fūrén最嫌趫妝艷飾語薄言輕者, 故Qíngwén不敢出頭. 今因連日不自在, 並沒十分妝飾, 自為無礙. 及到了Fèngjiě房中, Wáng Fūrén一見他釵軃鬢松, 衫垂帶褪, 有春睡捧心之遺風, 而且形容面貌恰是上月的那人, unwillkürlich勾起方纔的火來. Wáng Fūrén原是天真爛漫之人, 喜怒出於心臆, 不比那些飾詞掩意之人, 今既真怒攻心, 又勾起往事, 便冷sagte lachend: »好個美人! 真象個病西施了. 你天天作這輕狂樣兒給誰看? 你乾的事, 打量我不知道呢! 我且放著你, 自然明兒揭你的皮! Bǎoyù今日可好些? «Qíngwén一聽如此說, 心內大異, 便知有人暗算了他. 雖然著惱, 只不敢作聲. 他本是個聰敏過頂的人, 見問Bǎoyù可好些, 他便不肯以實話對, 只說: »我不大到Bǎoyù房裡去, 又不常和Bǎoyù在一處, 好歹我不能知道, 只問XírénShèyuè兩個. «Wáng Fūrén道: »這就該打嘴! 你難道是死人, 要你們作什麼! «Qíngwén道: »我原是跟die Alte Dame的人. 因die Alte Dame說園裡空大人少, Bǎoyù害怕, 所以撥了我去外間屋裡上夜, 不過看屋子. 我原回過我笨, 不能伏侍. die Alte Dame罵了我, 說: ›又不叫你管他的事, 要伶俐的作什麼. ‹我聽了這話才去的. 不過十天半個月之內, Bǎoyù悶了大家頑一會子就散了. 至於Bǎoyù飲食起坐, 上一層有老Herrin老媽媽們, 下一層又有XírénShèyuèQiūwén幾個人. 我閑著還要作die Alte Dame屋裡的針線, 所以Bǎoyù的事竟不曾留心. gnädige Frau既怪, 從此後我留心就是了. « Wáng Fūrén信以為實了, 忙說: »阿彌陀佛! 你不近Bǎoyù是我的造化, 竟不勞你費心. 既是die Alte Dame給Bǎoyù的, 我明兒回了die Alte Dame, 再攆你. «因向Frau Wáng Shànbǎo道: »你們進去, 好生防他幾日, 不許他在Bǎoyù房裡睡覺. 等我回過die Alte Dame, 再處治他. «喝聲»去! 站在這裡, 我看不上這浪樣兒! 誰許你這樣花紅柳綠的妝扮! «Qíngwén只得出來, 這氣非同小可, 一齣門便拿手帕子握著臉, 一頭走, 一頭哭, 直哭到園門內去.

這裡Wáng Fūrén向Fèngjiě等自怨道: »這幾年我越發精神短了, 照顧不到. 這樣妖精似的東西竟沒看見. 只怕這樣的還有, 明日倒得查查. «Fèngjiě見Wáng Fūrén盛怒之際, 又因Frau Wáng Shànbǎo是Xíng Fūrén的耳目, 常調唆著Xíng Fūrén生事, 縱有千百樣言詞, 此刻也不敢說, 只低頭答應著. Frau Wáng Shànbǎo道: »gnädige Frau請養息身體要緊, 這些小事只交與奴才. 如今要查這個主兒也極容易, 等到晚上園門關了的時節, 內外不通風, 我們竟給他們個猛不防, 帶著人到各處Mädchen們房裡搜尋. 想來誰有這個, 斷不單隻有這個, 自然還有別的東西. 那時翻出別的來, 自然這個也是他的. «Wáng Fūrén道: »這話倒是. 若不如此, 斷不能清的清白的白. «因問Fèngjiě如何. Fèngjiě只得答應說: »gnädige Frau說的是, 就行罷了. «Wáng Fūrén道: »這主意很是, 不然一年也查不出來. «於是大家商議已定.

至晚飯後, 待Jiǎ Mǔ安寢了, Bǎochāi等入園時, Frau Wáng Shànbǎo便請了Fèngjiě一併入園, 喝命將角門皆上鎖, 便從上夜的alte Dienerin處抄檢起, 不過抄檢出些多餘攢下蠟燭燈油等物. Frau Wáng Shànbǎo道: »這也是贓, 不許動, 等明兒回過gnädige Frau再動. «於是先就到Yíhóngyuàn中, 喝命關門. 當下Bǎoyù正因Qíngwén不自在, plötzlich sah man這一干人來, 不知為何直撲了Mädchen們的房門去, 因迎出Fèngjiě來, 問是何故. Fèngjiě道: »丟了一件要緊的東西, 因大家混賴, 恐怕有Mädchen們偷了, 所以大家都查一查去疑. «einerseits說, einerseits坐下吃茶. Frau Wáng Shànbǎo等搜了一回, 又細問這幾個箱子是誰的, 都叫本人來親自打開. Xírén因見Qíngwén這樣, 知道必有異事, 又見這番抄檢, 只得自己先出來打開了箱子並匣子, 任其搜檢一番, 不過是平常動用之物. 隨放下又搜別人的, 挨次都一一搜過. 到了Qíngwén的箱子, 因問: »是誰的, 怎不開了讓搜? « Xírén等方欲代Qíngwén開時, da sah manQíngwén輓著頭髮闖進來, 豁一聲將箱子掀開, 兩手捉著底子, 朝天往地下盡情一倒, 將所有之物盡都倒出. Frau Wáng Shànbǎo也覺沒趣, 看了一看, 也無甚私弊之物. 回了Fèngjiě, 要往別處去. Fèngjiě道: »你們可細細的查, 若這一番查不出來, 難回話的. «alle Anwesenden都道: »都細翻看了, 沒什麼差錯東西. 雖有幾樣男人物件, 都是小孩子的東西, 想是Bǎoyù的舊物件, 沒甚關係的. «Fèngjiě聽了, sagte lachend: »既如此咱們就走, 再瞧別處去. «

說著, 一徑出來, 因向Frau Wáng Shànbǎo道: »我有一句話, 不知是不是. 要抄檢只抄檢咱們家的人, 薛大Fräulein屋裡, 斷乎檢抄不得的. «Frau Wáng Shànbǎosagte lachend: »這個自然. 豈有抄起親戚家來. «Fèngjiě點頭道: »我也這樣說呢. «一頭說, 一頭到了Xiāoxiāng-Pavillon內. Dàiyù已睡了, 忽報這些人來, 也不知為甚事. 才要起來, da sah manFèngjiě已走進來, 忙按住他不許起來, 只說: »睡罷, 我們就走. «這邊Nun sei erzählt, dass些閑話. 那個Frau Wáng Shànbǎo帶了alle Anwesenden到Zofe房中, 也一一開箱倒籠抄檢了一番. 因從Zǐjuān房中抄出兩副Bǎoyù常換下來的寄名符兒, 一副束帶上的披帶, 兩個荷包並扇套, 套內有扇子. 打開看時皆是Bǎoyù往年往日手內曾拿過的. Frau Wáng Shànbǎo自為得了意, 遂忙請Fèngjiě過來驗視, 又說: »這些東西從那裡來的? «Fèngjiěsagte lachend: »Bǎoyù和他們從小兒在一處混了幾年, 這自然是Bǎoyù的舊東西. 這也不算什麼罕事, 撂下再往別處去是正經. «Zǐjuānsagte lachend: »直到如今, 我們兩下里的東西也算不清. 要問這一個, 連我也忘了是那年月日有的了. «Frau Wáng Shànbǎo聽Fèngjiě如此說, 也只得罷了.

又到Tànchūn院內, 誰知早有人報與Tànchūn了. Tànchūn也就猜著必有原故, 所以引出這等醜態來, 遂命眾Zofe秉燭開門而待. alle Anwesenden來了. Tànchūn故問何事. Fèngjiěsagte lachend: »因丟了一件東西, 連日訪察不出人來, 恐怕旁人賴這些女孩子們, 所以越性大家搜一搜, 使人去疑, 倒是洗凈他們的好法子. «Tànchūn冷sagte lachend: »我們的Mädchen自然都是些賊, 我就是頭一個窩主. 既如此, 先來搜我的箱櫃, 他們所有偷了來的都交給我藏著呢. «說著便命Mädchen們把箱櫃一齊打開, 將鏡奩、妝盒、衾袱、衣包若大若小之物一齊打開, 請Fèngjiě去抄閱. Fèngjiě陪sagte lachend: »我不過是奉gnädige Frau的命來, 妹妹別錯怪我. 何必生氣. «因命Zofe們快快關上. Píng'ér豐兒等忙著替Dàishū等關的關, 收的收. Tànchūn道: »我的東西倒許你們搜閱, 要想搜我的Mädchen, 這卻不能. 我原比alle Anwesenden歹毒, 凡Mädchen所有的東西我都知道, 都在我這裡間收著, 一針一線他們也沒的收藏, 要搜所以只來搜我. 你們不依, 只管去回gnädige Frau, 只說我違背了gnädige Frau, 該怎麼處治, 我去自領. 你們別忙, 自然連你們抄的日子有呢! 你們今日早起不曾議論甄家, 自己家裡好好的抄家, 果然今日真抄了. 咱們也漸漸的來了. 可知這樣大族人家, 若從外頭殺來, nach einer Weile是殺不死的, 這是古人曾說的›百足之蟲, 死而不僵‹, 必須先從家裡自殺自滅起來, 才能一敗塗地! « 說著, unwillkürlich流下淚來. Fèngjiě只看著眾Schwiegertochter們. Frau Zhōu Ruì便道: »既是女孩子的東西全在這裡, Herrin且請到別處去罷, 也讓Fräulein好安寢. «Fèngjiě便起身告辭. Tànchūn道: »可細細的搜明白了? 若明日再來, 我就不依了. «Fèngjiěsagte lachend: »既然Mädchen們的東西都在這裡, 就不必搜了. «Tànchūn冷sagte lachend: »你果然倒乖. 連我的包袱都打開了, 還說沒翻. 明日敢說我護著Mädchen們, 不許你們翻了. 你趁早說明, 若還要翻, 不妨再翻一遍. «Fèngjiě知道Tànchūn素日與眾不同的, 只得陪sagte lachend: »我已經連你的東西都搜查明白了. «Tànchūn又問alle Anwesenden: »你們也都搜明白了不曾? «Frau Zhōu Ruì等都陪笑說: »都翻明白了. «那Frau Wáng Shànbǎo本是個心內沒成算的人, 素日雖聞Tànchūn的名, 那是為alle Anwesenden沒眼力沒膽量罷了, 那裡一個Fräulein家就這樣起來, 況且又是庶出, 他敢怎麼. 他自恃是Xíng Fūrén陪房, 連Wáng Fūrén尚另眼相看, 何況別個. 今見Tànchūn如此, 他只當是Tànchūn認真單惱Fèngjiě, 與他們無干. 他便要趁勢作臉獻好, 因越眾向前拉起Tànchūn的衣襟, 故意一掀, 嘻嘻sagte lachend: »連Fräulein身上我都翻了, 果然沒有什麼. «Fèngjiě見他這樣, 忙說: »媽媽走罷, 別瘋瘋顛顛的. «一語未了, da hörte man»拍«的一聲, 王家的臉上早著了Tànchūn一掌. Tànchūn登時大怒, 指著王家的fragte: »你是什麼東西, 敢來拉扯我的衣裳! 我不過看著gnädige Frau的面上, 你又有年紀, 叫你一聲媽媽, 你就狗仗人勢, 天天作耗, 專管生事. 如今越性了不得了. 你打諒我是同你們Fräulein那樣好性兒, 由著你們欺負他, 就錯了主意! 你搜檢東西我不惱, 你不該拿我取笑. «說著, 便親自解衣卸裙, 拉著Fèngjiě細細的翻. 又說: »省得叫奴才來翻我身上. «FèngjiěPíng'ér等忙與Tànchūn束裙整袂, 口內喝著Frau Wáng Shànbǎo說: »媽媽吃兩口酒就瘋瘋顛顛起來. 前兒把gnädige Frau也衝撞了. 快出去, 不要提起了. «又勸Tànchūn休得生氣. Tànchūn冷sagte lachend: »我但凡有氣性, 早一頭碰死了! 不然豈許奴才來我身上翻賊贓了. 明兒一早, 我先回過die Alte Damegnädige Frau, 然後過去給大娘陪禮, 該怎麼, 我就領. «那Frau Wáng Shànbǎo討了個沒意思, 在窗外只說: »罷了, 罷了, 這也是頭一遭挨打. 我明兒回了gnädige Frau, 仍回老娘家去罷. 這個老命還要他做什麼! «Tànchūn喝命Zofe道: »你們聽他說的這話, 還等我和他對嘴去不成. «Dàishū等聽說, 便出去sagte: »你果然回老娘家去, 倒是我們的造化了. 只怕捨不得去. «Fèngjiěsagte lachend: »好Mädchen, 真是有其主必有其僕. «Tànchūn冷sagte lachend: »我們作賊的人, 嘴裡都有三言兩語的. 這還算笨的, 背地裡就只不會調唆主子. «Píng'ér忙也陪笑解勸, einerseits又拉了Dàishū進來. Frau Zhōu Ruì等人勸了一番. Fèngjiě直待伏侍Tànchūn睡下, 方帶著人往對過暖香塢來.

彼時Lǐ Wǎn猶病在床上他與Xīchūn是緊鄰, 又與Tànchūn相近, 故順路先到這兩處. 因Lǐ Wǎn才吃了藥睡著, 不好驚動, 只到Zofe們房中一一的搜了一遍, 也沒有什麼東西, 遂到Xīchūn房中來. 因Xīchūn年少, 尚未識事, 嚇的不知當有什麼事, 故Fèngjiě也少不得安慰他. 誰知竟在Rùhuà箱中尋出一大包金銀錁子來, 約共三四十個, 又有一副玉帶板子並一包男人的靴襪等物. Rùhuà也黃了臉. 因問是那裡來的, Rùhuà只得跪下哭訴真情, 說: »這是珍大爺賞我哥哥的. 因我們老子娘都在南方, 如今只跟著叔叔過日子. 我叔叔嬸子只要吃酒賭錢, 我哥哥怕交給他們又花了, 所以每常得了, 悄悄的煩了老媽媽帶進來叫我收著的. «Xīchūn膽小, 見了這個也害怕, 說: »我竟不知道. 這還了得! 二嫂子, 你要打他, 好歹帶他出去打罷, 我聽不慣的. «Fèngjiěsagte lachend: »這話若果真呢, 也倒可恕, 只是不該私自傳送進來. 這個可以傳遞, 什麼不可以傳遞. 這倒是傳遞人的不是了. 若這話不真, 倘是偷來的, 你可就別想活了. «Rùhuà跪著sagte weinend: »我不敢扯謊. Herrin只管明日問我們Herrin和大爺去, 若說不是賞的, 就拿我和我哥哥一同打死無怨. «Fèngjiě道: »這個自然要問的, 只是真賞的也有不是. 誰許你私自傳送東西的! 你Nun sei erzählt, dass是誰作接應, 我便饒你. 下次萬萬不可. «Xīchūn道: »嫂子別饒他這次方可. 這裡人多, 若不拿一個人作法, 那些大的聽見了, 又不知怎樣呢. 嫂子若饒他, 我也不依. «Fèngjiě道: »素日我看他還好. 誰沒一個錯, 只這一次. 二次犯下, 二罪俱罰. 但不知傳遞是誰. «Xīchūn道: »若說傳遞, 再無別個, 必是後門上的張媽. 他常肯和這些Mädchen們鬼鬼祟祟的, 這些Mädchen們也都肯照顧他. «Fèngjiě聽說, 便命人記下, 將東西且交給Frau Zhōu Ruì暫拿著, 等明日對明再議. 於是別了Xīchūn, 方往Yíngchūn房內來.

Yíngchūn已經睡著了, Zofe們也才要睡, alle Anwesenden叩門eine ganze Weile才開. Fèngjiě吩咐: »不必驚動小姐. «遂往Zofe們房裡來. 因Sīqí是Wáng Shànbǎo的外孫女兒, Fèngjiě倒要看看王家的可藏私不藏, 遂留神看他搜檢. 先從別人箱子搜起, 皆無別物. 及到了Sīqí箱子中搜了一回, Frau Wáng Shànbǎo說: »也沒有什麼東西. «才要蓋箱時, Frau Zhōu Ruì道: »且住, 這是什麼? «說著, 便伸手掣出一雙男子的錦帶襪並一雙緞鞋來. 又有一個小包袱, 打開看時, 裡面有一個同心如意並一個字帖兒. 一總遞與Fèngjiě. Fèngjiě因當家理事, 每每看開帖並帳目, 也頗識得幾個字了. 便看那帖子是大紅雙喜箋帖, 上面寫道: »上月你來家後, 父母已覺察你我之意. 但Fräulein未出閣, 尚不能完你我之心愿. 若園內可以相見, 你可托張媽給一信息. 若得在園內一見, 倒比來家得說話. 千萬, 千萬. 再所賜香袋二個, 今已查收外, 特寄香珠一串, 略表我心. 千萬收好. 表弟潘又安拜具. «Fèngjiě看罷, 不怒而反樂. 別人並不識字. 王家的素日並不知道他姑表姊弟有這一節風流故事, 見了這鞋襪, 心內已是有些毛病, 又見有一紅帖, Fèngjiě又看著笑, 他便sagte: »必是他們胡寫的帳目, 不成個字, 所以Herrin見笑. «Fèngjiěsagte lachend: »Es heißt dazu:這個帳竟算不過來. 你是Sīqí的老娘, 他的表弟也該姓王, 怎麼又姓潘呢? «Frau Wáng Shànbǎo見問的奇怪, 只得勉強告道: »Sīqí的姑媽給了潘家, 所以他姑表兄弟姓潘. 上次逃走了的潘又安就是他表弟. «Fèngjiěsagte lachend: »這就是了. «因道: »我念給你聽聽. «說著從頭念了一遍, 大家都唬了一跳. 這王家的一心只要拿人的錯兒, 不想反拿住了他外孫女兒, 又氣又臊. Frau Zhōu Ruì四人又都問著他: »你老可聽見了? 明明白白, 再沒的Es wird erzählt, dass了. 如今據你老人家, 該怎麼樣? «這王家的只恨沒地縫兒鑽進去. Fèngjiě只瞅著他嘻嘻的笑, 向Frau Zhōu Ruìsagte lachend: »這倒也好. 不用你們作老娘的操一點兒心, 他鴉雀不聞的給你們弄了一個好女婿來, 大家倒省心. «Frau Zhōu Ruì也笑著湊趣兒. 王家的氣無處泄, 便自己回手打著自己的臉, schimpfte: »老不死的娼婦, 怎麼造下孽了! 說嘴打嘴, 現世現報在人眼裡. «alle Anwesenden見這般, 俱笑個不住, 又半勸半諷的. Fèngjiě見Sīqí低頭不語, 也並無畏懼慚愧之意, 倒覺可異. 料此時夜深, 且不必盤問, 只怕他夜間自愧去尋拙志, 遂喚兩個alte Dienerin監守起他來. 帶了人, 拿了贓證回來, 且自安歇, 等待明日料理. 誰知到夜裡又連起來幾次, 下面淋血不止.

至次日, 便覺身體十分軟弱, 起來發暈, 遂撐不住. 請太醫來, 診脈畢, 遂立藥案雲: »看得少Herrin繫心氣不足, 虛火乘脾, 皆由憂勞所傷, 以致嗜臥好眠, 胃虛土弱, 不思飲食. 今聊用升陽養榮之劑. «寫畢, 遂開了幾樣藥名, 不過是人參, 當歸, 黃芪等類之劑. nach einer Weile退去, 有alte Amme們拿了方子回過Wáng Fūrén, 不免又添一番愁悶, 遂將Sīqí等事暫未理.

可巧這日Yóu Shì來看Fèngjiě, 坐了一回, 到園中去又看過Lǐ Wǎn. 才要望候眾姊妹們去, plötzlich sah manXīchūn遣人來請, Yóu Shì遂到了他房中來. Xīchūn便將昨晚之事細細告訴與Yóu Shì, 又命將Rùhuà的東西一概要來與Yóu Shì過目. Yóu Shì道: »實是你哥哥賞他哥哥的, 只不該私自傳送, 如今官鹽竟成了私鹽了. «因罵Rùhuà, »糊塗脂油蒙了心的. « Xīchūn道: »你們管教不嚴, 反罵Mädchen. 這些姊妹, 獨我的Mädchen這樣沒臉, 我如何去見人. 昨兒我立逼著Fèngjiě姐帶了他去, 他只不肯. 我想, 他原是那邊的人, Fèngjiě姐不帶他去, 也原有理. 我今日正要送過去, 嫂子來的恰好, 快帶了他去. 或打, 或殺, 或賣, 我一概不管. «Rùhuà聽說, 又跪下哭求, 說: »再不敢了. 只求Fräulein看從小兒的情常, 好歹生死在一處罷. «Yóu Shì和奶娘等人也都十分分解, 說他»不過nach einer Weile糊塗了, 下次再不敢的. 他從小兒伏侍你一場, 到底留著他為是. «誰知Xīchūn雖然年幼, 卻天生成一種百折不回的廉介孤獨僻性, 任人怎說, 他只以為丟了他的體面, 咬定牙斷乎不肯. 更又說的好: »不但不要Rùhuà, 如今我也大了, 連我也不便往你們那邊去了. 況且近日我每每風聞得有人背地裡議論什麼多少不堪的閑話, 我若再去, 連我也編派上了. «Yóu Shì道: »誰議論什麼? 又有什麼可議論的! Fräulein是誰, 我們是誰. Fräulein既聽見人議論我們, 就該問著他才是. «Xīchūn冷sagte lachend: »你這話問著我倒好. 我一個Fräulein家, 只有躲是非的, 我反去尋是非, 成個什麼人了! 還有一句話: 我不怕你惱, 好歹自有公論, 又何必去問人. 古人說得好, ›善惡生死, 父子不能有所勖助‹, 何況你我二人之間. 我只知道保得住我就夠了, 不管你們. 從此以後, 你們有事別累我. «Yóu Shì聽了, 又氣又好笑, 因向地下alle Anwesenden道: »怪道人人都說這四Mädchen年輕糊塗, 我只不信. 你們聽才一篇話, 無原無故, 又不知好歹, 又沒個輕重. 雖然是小孩子的話, 卻又能寒人的心. «眾嬤嬤sagte lachend: »Fräulein年輕, Herrin自然要吃些虧的. «Xīchūn冷sagte lachend: »我雖年輕, 這話卻不年輕. 你們不看書不識幾個字, 所以都是些呆子, 看著明白人, 倒說我年輕糊塗. «Yóu Shì道: »你是狀元榜眼探花, 古今第一個才子. 我們是糊塗人, 不如你明白, 何如? «Xīchūn道: »狀元榜眼難道就沒有糊塗的不成. 可知他們也有不能了悟的. «Yóu Shìsagte lachend: »你倒好. 才是才子, 這會子又作大和尚了, 又講起了悟來了. «Xīchūn道: »我不了悟, 我也捨不得Rùhuà了. «Yóu Shì道: »可知你是個心冷口冷心狠意狠的人. «Xīchūn道: »古人曾也說的, ›不作狠心人, 難得自了漢‹. 我清清白白的一個人, 為什麼教你們帶累壞了我! «Yóu Shì心內原有病, 怕說這些話. 聽說有人議論, 已是心中羞惱激射, 只是在Xīchūn分上不好發作, 忍耐了大半. 今見Xīchūn又說這句, 因按捺不住, 因問Xīchūn道: »怎麼就帶累了你了? 你的Mädchen的不是, 無故說我, 我倒忍了這eine ganze Weile, 你倒越發得了意, 只管說這些話. 你是千金萬金的小姐, 我們以後就不親近, 仔細帶累了小姐的美名. 即刻就叫人將Rùhuà帶了過去! «說著, 便賭氣起身去了. Xīchūn道: »若果然不來, 倒也省了口舌是非, 大家倒還清凈. «Yóu Shì也不答話, 一徑往前邊去了. 不知後事如何

Anmerkungen



Übersetzung: Martin Woesler, 4. Auflage (2026). Basierend auf der Gengchen-Handschrift (庚辰本).