Hongloumeng/de/Chapter 90
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Kapitel 90
失绵衣贫女耐嗷嘈 / 送果品小郎惊叵测
Ein armes Mädchen verliert ihre gefütterte Jacke und schlägt sich mit aufmüpfigem Verhalten herumEin Mann nimmt Süßigkeiten an und ärgert sich über eine Intrige.
Seit Dai-yü versucht hatte, selbständig zu leben, fühlte sie sich schließlich immer schwächer, bis sie eines Tages die Nahrungsaufnahme verweigerte. Seit mehr als zehn Tagen besuchten sie die Herzoginmutter und andere abwechselnd. Gelegentlich wechselte sie ein paar Worte mit ihnen. Seit zwei Tagen sprach sie nicht mehr mit ihnen, fühlte sich schwindelig und war nur gelegentlich bei klarem Verstand. Die Herzoginmutter hatte einen gewissen Verdacht für den Grund der Krankheit und fragte Dsï-djüan und Hsüä-yän mehr als einmal aus. Aber die zwei Dienstmädchen hatten zuviel Angst, um zu sagen, was sie wußten. Dsï-djüan ihrerseits, während sie gerne die letzten Neuigkeiten von Schï-schu erfahren hätte, fürchtete, daß die Wahrheit einen weiteren Schock hervorrufen und die Stunde von Dai-yüs Tod schneller herbeiführen würde. Deshalb blockte sie das Thema, als sie Schï-schu sah, komplett ab. Hsüä-yän, als Überbringer der Nachrichten, fühlte sich verantwortlich für Dai-yüs Zustand und sehnte sich nach hundert Zungen, um zu schreien: „Ich habe nie ein Wort gesagt!“ Auch sie blieb verschlossen, wenn sie gefragt wurde. Als Dsï-djüan sah, daß Dai-yü nichts mehr essen wollte und entschieden hatte, alle Hoffnung aufzugeben, stand sie eine Weile weinend an der Seite ihres Bettes, dann ging sie nach draußen und flüsterte Hsüä-yän zu: „Geh hinein und paß gut auf sie auf. Ich werde sofort hinüber zur alten Dame, den Damen und der jungen gnädigen Frau Liän gehen und sagen, daß es heute besonders ernst ist.“ Hsüä-yän nickte und Dsï-yüan ging dann raus. Sie setzte sich zu Dai-yü und fand sie wie ohnmächtig liegend. Sie war noch ein Kind und hatte so etwas noch nie erlebt. Sie deutete den Zustand als Tod und begann sogleich Trauer und Angst zu fühlen. Wenn nur Dsï-djüan sich beeilen und endlich zurückkommen würde! Genau in diesem Moment hörte sie Fußstapfen draußen am Fenster. Das mußte jetzt Dsï-djüan sein! Sie atmete erleichtert auf, stand sofort auf und hob in voller Erwartung den Türvorhang. Sie hörte das Rascheln des Vorhanges der außen Tür, und herein kam nicht Dsï-djüan, sondern Schï-schu, die von Tan-tschun geschickt wurde, um zu fragen, wie es Dai-yü ging. Sie sah Hsüä-yän im inneren Flur stehen und fragte: „Wie geht es Fräulein Dai-yü?“ Hsüä-yän gab ihr mit einem Kopfnicken zu verstehen mitzukommen, und Schï-schu betrat den inneren Raum mit ihr. Sie stellte fest, daß Dsï-djüan nicht dort war, und als sie Dai-yü ansah und sah, wie schwer sie atmete, machte sie ein entsetztes Gesicht. „Wohin ist Dsï-djüan gegangen?“, fragte sie. „In die oberen Gemächer um zu berichten“, antwortete Hsüä-yän. Sicher, daß Dai-yü, wenn nicht wirklich tot, dann zumindest zu diesem Zeitpunkt „tot für die Welt“ war, entschied sich Hsüä-yän den Vorteil von Dsï-djüans Abwesenheit zu nutzen, um Schï-schu Fragen zu stellen. Sie nahm ihre Hand und fragte sie flüsternd: „Meintest du neulich wirklich, was du sagtest – daß Herr Wang Herrn Bau-yü eine Verlobung vermittelt hat?“ „Natürlich meinte ich das ernst!“, antwortete Schï-schu. „Für wann ist die Verlobung festgesetzt?“ – „Ich habe nie gesagt, daß sie festgesetzt worden ist! Was ich dir sagte war nur, was ich am selben Tag von Hsiau-hung gehört hatte. Später war ich selbst bei der jungen gändigen Frau Liän und hörte sie zu Ping sagen, daß das Ganze nur ein Gesprächsthema der Gäste war, um ihm zu gefallen und eine gute Beziehung zu ihm aufzubauen. Wie es schien, dachte Dame Hsing nicht einmal daran, daß es eine gute Partie wäre. Aber auch wenn sie es für gut befunden hätte, so weiß doch jeder, wie unverläßlich ihr Urteilsvermögen ist. Außerdem, die alte Dame hat bereits jemand anderen für Herrn Bau-yü vorgesehen, jemanden hier aus dem Garten. Die Dame Hsing hatte natürlich keine Ahnung davon, und die Herzoginmutter hat ihnen nur um Herrn Wangs willen erlaubt, mit den normalen Anfragen der Form wegen weiterzumachen. Ich habe von Frau Liän gehört, was Bau-yü angeht, so will die Herzoginmutter, daß er eine Verwandte heiratet, und ihre Meinung ist unwiderruflich, also sind alle anderen Vorschläge Zeitverschwendung.“ Hsüä-yän war außer sich. „Also stirbt unsere Herrin für nichts!“, rief sie. „Was meinst du?“, fragte Schï-schu. „Ja weißt du denn nicht? Vor ein paar Tagen hörte Fräulein Dai-yü, wie ich Dsï-djüan von der Verlobung erzählte – deswegen hat sie sich jetzt in diese entsetzliche Lage gebracht.“ „Pssst!“ flüsterte Schï-schu, „sie könnte dich hören!“ „Sie ist komplett tot für diese Welt“, antwortete Hsüä-yän. „Sieh – es wird nicht länger als ein oder zwei Tage dauern.“ Während sie sprach, wurde der Türvorhang zur Seite geschoben und Dsï-djüan kam herein. „Du meine Güte!“, rief sie aus. „Könnt ihr nicht woanders lästern? Ihr könnt sie genausogut in den Tod treiben!“ „Ich kann einfach nicht an solch merkwürdigen Vorgänge glauben“, murmelte Schï-schu. „Meine Liebe Schï-schu“, erwiderte Dsï-djüan scharf, „versteh mich bitte nicht falsch. Ich will dich nicht beleidigen, aber du mußt schon sehr dumm sein, um so zu lästern.“ Während die drei sprachen, hörten sie plötzlich Dai-yü husten. Dsï-djüan eilte an ihre Bettseite, während Hsüä-yän und Schï-schu verstummten. Dsï-djüan bückte sich und flüsterte Dai-yü, die mit dem Gesicht zur Wand lag zu: „Möchten Sie etwas Wasser, Fräulein?“ Da kam ein schwer hörbares „Ja,“ und Hsüä-yän füllte sofort eine Tasse halbvoll mit heißem Wasser und gab es Dsï-djüan, die sie in der Handfläche hielt. Schï-schu hatte sich währenddessen zum Ofenbett bewegt und wollte gerade etwas zu Dai-yü sagen, als Dsï-djüan sie mit einer Bewegung zum Schweigen brachte, und sie sich wieder besann. Sie warteten. Nach einer kurzen Pause hustete Dai-yü wieder und Dsï-djüan fragte sofort: „Möchten Sie das Wasser jetzt, Fräulein?“ Da war wieder ein leises „Ja“, und Dai-yü sah aus, als wollte sie ihren Kopf heben, aber sie war zu schwach dazu. Dsï-djüan kletterte auf das Ofenbett an ihre Seite und, immer noch die Tasse in der Hand haltend, probierte sie erst das Wasser, ob es nicht zu heiß war, und hob es dann an Dai-yüs Mund, ihren Kopf stützend, bis der Tassenrand ihre Lippen erreichte. Dai-yü nahm einen kleinen Schluck, und Dsï-djüan wollte gerade die Tasse wegnehmen, als sie sah, daß Dai-yü mehr wollte. Sie hielt die Tasse, wo sie war. Dai-yü trank wieder, schüttelte den Kopf, um zu zeigen, daß sie nichts mehr wollte, atmete tief ein und legte sich wieder hin. Nach einer langen Pause öffnete sie die Augen ein wenig und fragte: „War das Schï-schu, die ich gerade reden hörte?“ „Ja, Fräulein“, antwortete Dsï-djüan. Schï-schu war noch immer im Raum und kam sofort, um Dai-yü zu begrüßen. Sie überbrachte Tan-tschuns Nachricht. Dai-yü starrte sie kurz an und nickte. Nach einer Pause sagte sie: „Wenn du nach Hause gehst, grüß’ Fräulein Tan-tschun ganz lieb von mir, ja?“ Schï-schu nahm das als Wink Dai-yüs zu gehen und verließ leise den Raum. Nun, obwohl Dai-yüs Zustand sehr schlimm war, war sie doch klar bei Verstand. Schï-schus Ankunft hatte sie bewußt mitbekommen und vage die ersten Worte gehört, die sie mit Hsüä-yän sprach. Sie fühlte sich jedoch zu schwach, um sich mit einem Besucher auseinanderzusetzen, und tat daher so, als schliefe sie. Aber als die Unterhaltung weiterging, wurde ihr klar, daß was sie als Tatsache angesehen hatte, nicht mehr als ein Heiratsantrag war. Und dann hörte sie wie Schï-schu die Worte Hsi-fëngs wiederholte, daß die Herzoginmutter vorhatte, Bau-yü mit einer seiner Kusinen zu verheiraten, mit einer, die im Garten lebte; und wer könnte das anders sein als sie selbst? So wie in der Wintersonnenwende Yin Yang das Leben schenkt, so gab nun in ihrem Kopf Dunkelheit den Weg für Licht frei. Sie fühlte plötzlich viel mehr Klarheit in sich, und entschied sich, zwei Schluck Wasser zu trinken und sogar mit Schï-schu zu sprechen. Genau in diesem Moment kamen die Herzoginmutter, die Dame Wang, Li Wan und Hsi-fëng, aufgrund Dsï-djüans dringender Aufforderung. Da nun Dai-yüs innere Zweifel sich so dramatisch zerstreut hatten, präsentierte sie nicht länger das Schauspiel der sterbenden Herrin, welches Dsï-djüan erwartete. Sie war noch immer schwach und schlechten Gemüts, aber sie war fähig, mit etwas Mühe einige ihrer Fragen zu beantworten. Hsi-fëng rief Dsï-djüan herüber und fragte sie: „Fräulein Dai-yü ist nicht einmal ansatzweise so krank, wie du uns gesagt hast. Warum hast du so übertrieben? Wir haben uns große Sorgen gemacht.“ „Wirklich, Herrin“, antwortete Dsï-djüan, „eben gerade war sie in sehr schlechtem Zustand. Deswegen kam ich zu Ihnen. Unter anderen Umständen hätte ich es nie gewagt, Euch zu rufen. Sie sieht jetzt tatsächlich viel besser aus. Das ist sehr seltsam.“ Die Herzoginmutter sagte zu Hsi-fëng mit einem Lächeln: „Du solltest nicht so ernst nehmen, was sie sagt, meine Liebe. Sie versteht solche Dinge nicht. Wohlgemerkt hatte sie sehr wohl das Recht etwas zu sagen, wenn sie etwas in dieser Richtung bemerkt hätte. Ich habe kein Verständnis für junge Leute, die nie ein Wort sagen oder nie etwas tun, nur um nicht dumm auszusehen.“ Die Damen unterhielten sich noch eine Weile, dann kehrten sie, überzeugt, daß alles gut war, zu ihren Gemächern zurück. Wahrhaft: Eine Liebeskranke muß letztlich mit Liebe geheilt werden Nur die Hand, die den Knoten knüpfte, kann ihn wieder lösen. Nachdem sich der Zustand Dai-yüs stetig besserte, schickten Hsüä-yän und Dsï-djüan viele geheime Dankgebete zu Buddha. „Gott sei Dank, ihr geht es besser!“, sagte Hsüä-yän zu Dsï-djüan. „Aber welch merkwürdige Krankheit! Und welch merkwürdige Art der Heilung!“ „Wir wissen, was die Ursache für die Krankheit war“, sagte Dsï-djüan, „es ist nur die plötzliche Besserung, die uns so Kopfzerbrechen macht. Ich denke, Bau-yü und Fräulein Dai-yü müssen nach allem für das Heiraten vorherbestimmt sein. ‚Schwierigkeiten sind dazu da, um überwunden zu werden‘, aber es gilt auch: ‚Hochzeiten, die im Himmel geschlossen wurden, sollen nie gebrochen werden‘! Das ist es, was beide tief in ihrem Herzen wollen, und das muß es sein, was der Himmel für sie erdacht hat. Erinnerst du dich, was mit Bau-yü letztes Jahr passierte, als ich ihm erzählte, daß Fräulein Dai-yü in ihre Heimat, gen Süden, gehen würde? An dem Schock wäre er fast gestorben, und dann machte er eine schreckliche Szene. Und nun war eine kleine Bemerkung von uns fast ihr Tod. Ihre Liebe muß ein Bund aus einem früheren Leben sein, welches vor einem Jahrhundert am Berg der Wiedergeburt geschlossen wurde!“ Angesichts dieser romantischen Geschichte tauschten sie ein geheimes Lächeln aus, und Hsüä-yän rief: „Gott sei Dank, jedenfalls geht es ihr besser! Wir dürfen es niemals wieder erwähnen! Sogar wenn Bau-yü eine andere Frau heiraten und ich die Hochzeit mit eigenen Augen ansehen müßte, schwöre ich, daß ich nie ein Wort zu irgendjemandem darüber verlieren würde.“ Dsï-djüan lachte. „Schön gesagt!“ Diese Unterhaltung war nicht die einzige geheime Diskussion über dieses Thema. Alle dachten, daß die Krankheit von Dai-yü merkwürdig war und die Besserung noch merkwürdiger. Alle flüsterten und spekulierten darüber. Diese Gerüchte erreichten bald Hsi-fëng. Die Damen Wang und Hsing hatten einen vagen Verdacht, und die Herzoginmutter kam mit ihren Vermutungen zu acht oder neun Zehntel der Wahrheit nahe. Die vier Damen kamen eines Tages in den Gemächern der Herzoginmutter zusammen, und im Zuge ihrer Unterhaltung kam das Thema von Dai-yüs Krankheit auf. „Da ist etwas, was ich euch allen sagen möchte“, sagte die Herzoginmutter. „Bau-yü und Fräulein Dai-yü sind zusammen, seit sie klein waren, und das hat mich nie gestört, da ich beide immer als Kinder ansah. Wie häufig hörte man davon, daß Fräulein Dai-yü schnell krank und ebenso schnell wieder gesund wurde. Das läßt einiges vermuten. Ich denke, wenn man den beiden erlaubte, auf ewig zusammen zu bleiben, sähe das nicht vernünftig aus. Was denkt ihr?“ Die Dame Wang war eine Weile sprachlos und antwortete dann nur: „Fräulein Dai-yü macht sich sehr viele Gedanken über viele Dinge. Und Bau-yü ist ein Kindskopf und Taugenichts. Wenn wir einen von beiden aus dem Garten entfernten, wäre das nicht zu offensichtlich? Es wurde schon immer gesagt, daß jeder Junge ein Bräutigam und jedes Mädchen eine Braut wird. Denkst du nicht, Mutter, daß es eine bessere Lösung wäre, so schnell wie möglich zu handeln und beide zu verheiraten?“ Die Herzoginmutter runzelte die Stirn: „Ich weiß, daß Fräulein Dai-yüs brave und geduldige Haltung auf manche anziehend wirkt. Eben aus diesem Grund würde ich sie ihm nicht zur Frau geben. Außerdem, glaube ich, daß sie in diesem schwachen Zustand nicht sehr alt wird. Ich bin mir sicher, daß Bau-tschai in jeder Hinsicht die beste Wahl wäre.“ „Natürlich stimmen wir alle in dem Punkt mit Euch überein, Mutter“, sagte Dame Wang, „aber wir müssen dann auch einen Ehemann für Fräulein Dai-yü finden. Wenn sie wirklich Bau-yü will, würde es sonst sehr schwierig werden, wenn sie erfährt, daß er schon Bau-tschai versprochen ist.“ „Natürlich muß erst die eigene Familie und dann ein Außenstehender verheiratet werden“, antwortete die Herzoginmutter. „Die Reihenfolge muß also lauten: Erst muß Bau-yü verheiratet werden, dann wird Fräulein Dai-yü verlobt. Außerdem ist Fräulein Dai-yü zwei Jahre jünger als Bau-yü. Wenn ich euch richtig verstehe, werden wir die Verlobung Bau-yüs vor ihr verheimlichen.“ Hsi-fëng wandte sich plötzlich an alle anwesenden Frauen: „Habt ihr das verstanden? Nicht ein Wort der Verlobung Bau-yüs zu irgendjemandem! Wenn ich eine von euch über das Thema sprechen höre, werde ich keine Gnade zeigen.“ Die Herzoginmutter fuhr fort: „Feng, Liebes, ich habe festgestellt, daß du seit deiner Krankheit weniger Interesse an den Vorgängen im Garten hast. Du mußt ihnen mehr Aufmerksamkeit schenken. Es sind nicht nur die Dinge, die wir eben besprochen haben. Jede Wiederholung der schändlichen Glücksspiele und des Feierns, das wir bei den Dienern letztes Jahr beobachtet haben, muß um jeden Preis verhindert werden. Um deutlicher zu werden, du wirst das tun, und behalte ein wachsames Auge auf alles, was vorgeht. Sie müssen diszipliniert werden, und du scheinst die Person zu sein, die sie am meisten respektieren.“ Hsi-fëng stimmte zu. Die Damen sprachen noch eine Weile miteinander und gingen dann ihrer Wege. Von nun an begann Hsi-fëng, den Garten häufiger zu inspizieren. Eines Tages, während einer ihrer Rundgänge, als sie auf der Insel der Violetten Wassernüsse am See ging, hörte sie eine Amme dort schreien und ging zu ihr, um nachzusehen. Als sie näherkam, bemerkte die Amme sie, ließ ihre Hände an den Seiten nach unten fallen, stand stramm und murmelte ein verwirrtes „Guten Morgen, Herrin“. – „Warum machst du so einen Lärm hier draußen?“, fragte Hsi-fëng. Sie antwortete: „Sie und Herrin Dschu hatten mich geschickt, hier auf die Blumenbeete und Obstbäume aufzupassen. Ich habe nichts falsch gemacht, aber Fräulein Hsings Mädchen hat mich des Stehlens beschuldigt.“ „Und warum sollte sie das tun?“, fragte Hsi-fëng. „Gestern folgte mir mein Enkel Hei’örl“, antwortete die Frau, „und hat hier gespielt. Er wußte es nicht besser und ging in Fräulein Hsings Gemächer, um sich dort mal umzusehen. Ich habe ihn sofort nach Hause geschickt. Heute Morgen dann habe ich gehört, wie eine der Damen sagte, sie hätte etwas verloren. Als ich fragte, was es war, fing sie an mich darüber auszufragen.“ – „Das ist kein Grund dich nicht zu beherrschen“, erwiderte Hsi-fëng scharf. „Dieser Garten gehört der Familie der jungen gnädigen Frau Dschu und nicht ihr!“ protestierte die Amme. „Wir wurden alle von der jungen gnädigen Frau Dschu eingesetzt, und ich möchte nicht als Diebin bezeichnet werden!“ Hsi-fëng spuckte mitten in das Gesicht der Amme und sagte rau: „Halt den Mund! Das ist wirklich genug! Du bist für die Dinge hier verantwortlich und, wenn etwas verloren geht, haben die Mädchen sehr wohl das Recht, dich dafür zu beschuldigen. Wie kannst du es wagen, so einen Unsinn zu reden! Ruft den alten Lin herbei!“ Die Mädchen waren dabei, ihre Anordnungen zu befolgen, als Hsing Hsiu-yän herausgeeilt kam. Sie grüßte Hsi-fëng und sagte mit einem ängstlichen Lächeln: „Das darfst du nicht tun! Es war eigentlich nichts. Und jetzt ist es vorbei.“ „Mein liebes Mädchen“, sagte Hsi-fëng, „sprich nicht so. Wenn wir die Sache nicht aufklären, ist das Prinzip gefährdet. Die Angestellten müssen ihre Grenzen kennen.“ Hsiu-yän sah, daß die Frau auf Knien um Gnade bettelte, und bat Hsi-fëng, sofort mit ihr ins Haus zu gehen und sich zu setzen. „Ich kenne diese Sorte Menschen“, sagte Hsi-fëng. „Die denken, sie könnten sich alles erlauben, außer wenn ich in der Nähe bin.“ Als jedoch Hsiu-yän nicht aufhörte, sich für die Frau einzusetzen, und darauf bestand, die Schuld auf ihr eigenes Mädchen zu nehmen, gab Hsi-fëng nach.
„Nur aus Rücksicht für Fräulein Hsing“, erklärte sie, „lasse ich dich diesmal davon kommen.“
Die Amme stand auf und machte erst einen Kotau vor Hsi-fëng, dann vor Hsiu-yän, und ging. Als sie weg war, setzten sich Hsiu-yän und Hsi-fëng wieder. Hsi-fëng fragte freundlich: „Was hast du denn verloren?“ – „Nichts Besonderes“, antwortete Hsiu-yän mit einem Lächeln. „Nur meine alte, rote, gefütterte Jacke. Ich befahl ihnen, danach zu suchen, und, als sie nicht mehr auftauchte, dachte ich nicht mehr daran. Mein Dienstmädchen war dumm genug, diese alte Frau zu verdächtigen. Die Amme mußte sich ja verteidigen. Mein Dienstmädchen war sehr leichtsinnig, und ich habe ihr bereits ins Gewissen geredet. Die ganze Affäre ist erledigt. Sprechen wir nicht mehr darüber.“ Während sie sprach, musterte Hsi-fëng sehr gründlich den Zustand von Hsiu-yäns Gemächern. Ihre wenige gefütterte oder pelzbesetzte Kleidung sah sehr getragen und nicht mehr wirksam als Schutz vor Kälte aus. Die meisten ihrer gesteppten Decken sahen ebenfalls ausgedünnt aus. Sie schaute sich die Möbel und Dekoration auf dem Tisch an, alle stammten von der Herzoginmutter. Hsi-fëng stellte fest, wie makellos rein und ordentlich diese bewahrt wurden. Hsi-fëng fühlte einen warmen Respekt vor ihr. „Ich weiß, wegen einer Jacke sollte man nicht so viel Ärger machen“, sagte sie, „aber das Wetter wird kälter, und du mußt dich warm halten. Warum hast du nicht mal einen Ton gesagt! Diese verwilderte Sklavin meint noch, alles machen zu dürfen.“ Sie redete noch eine Weile mit Hsiu-yän und verließ sie dann, um mit ihrer Inspektiosnrunde weiterzumachen, in all den verschiedenen Wohnungen haltmachend, bevor sie in ihre eigenen Gemächer zurückkehrte. Dort befahl sie Ping, ein Paket mit Kleidung zu schnüren und zu Hsiu-yän zu schicken: Zwei gefütterte Jacken, eine kurz mit dunkelroter, importierter Seide, die andere klein mit viridian-grüner Damask-Seide, das Futter aus Persianer, einen langen, türkisen Rock aus Kammwolle mit Brokat-Applikationen und einem gestickten Rand, und ein dunkelblaues Obergewand, das mit Hermelin gefüttert war. Trotz Hsi-fëngs Parteiergreifen für sie war Hsiu-yän noch immer erschrocken von der Grobheit der Frau. ‚Von allen Frauen, die hier leben‘, dachte sie bei sich, ‚bin ich die einzige, bei der es die Angestellten wagen, sie auf diese Art zu beleidigen. Sie reden immer wieder über mich. Und nun hat Hsi-fëng es selbst gesehen!’ Je mehr sie darüber nachdachte, desto sinnloser kam ihr ihre Lage vor. Trotzdem konnte sie sich niemandem anvertrauen. Sich ihrem Schicksal fügend, begann sie zu weinen. Da sah sie Hsi-fëngs Dienstmädchen Fëng-örl kommen, die ein Bündel Kleidung trug. Als sie erfuhr, von wem die Kleidung war, weigerte sie sich strikt diese anzunehmen. „Aber Fräulein“, protestierte Fëng-örl, „meine Herrin Frau Hsi-fëng befahl mir, Euch zu sagen, daß sie, wenn Sie die Kleidung für zu alt empfänden, in Zukunft neue bekämen.“ Hsiu-yän bedankte sich und lächelte. „Das ist sehr fürsorglich von ihr. Aber ich kann unmöglich zulassen, daß sie mir ihre Kleidung gibt, nur weil ich eines meiner Kleidungsstücke verloren habe. Bring sie bitte wieder zurück und danke ihr zigtausend Mal von mir. Ich weiß diese Geste sehr zu schätzen.“ Sie gab ihr eine kleine Tasche, und Fëng-örl verließ sie mit etwas Widerwillen, das Bündel tragend. Kurze Zeit später war sie zurück, diesmal begleitet von Ping. Hsiu-yän eilte hinaus, um sie zu begrüßen, und bat sie, sich zu setzen. Ping lächelte und sagte: „Meine Herrin Frau Hsi-fëng sagt, als jemand aus der Familie sollten Sie die Kleidung annehmen und nicht aus Höflichkeit ablehnen.“
„Aber das ist nicht aus Höflichkeit“, antwortete Hsiu-yän, „ehrlich, ich schäme mich, sie anzunehmen.“
Ping sagte, „Frau Hsi-fëng sagt, daß Sie sie nicht annehmen, weil sie für Sie zu alt sind oder weil Sie den Gedanken nicht mögen, ihre Kleidung zu tragen. Sie sagt, daß sie, falls ich sie wieder mitnehme, böse auf mich würde.“ Hsiu-yän errötete und lächelte dankbar: „Nun, wie könnte ich in diesem Fall ablehnen? Bitte richte meinen Dank an Frau Hsi-fëng aus.“ Sie brachte ihnen Tee, nach welchem Fëng-örl und Ping wieder gingen. Sie waren fast zu Hause, als sie eine von Frau Hsüä geschickte Amme trafen. Sie grüßte sie, und Ping fragte sie, woher sie komme. „Meine Herrin Frau Hsüä und ihre Mädchen haben mich herübergeschickt, um alle Herinnen, jungen Damen und Damen herzlich zu grüßen. Ich war gerade bei Frau Hsi-fëng, um nach euch zu sehen und sie erzählte, mir ihr wäret in den Garten gegangen. Ihr wart nicht zufällig gerade bei Fräulein Hsing?“ „Also, woher weißt du das denn?“, fragte Ping. „Man erzählt sich das so. Es ist äußerst großzügig, was ihr und Eure Herrin da machen.“ Ping lachte: „Willst du später zu uns kommen und ein wenig plaudern?“ „Ich muß noch einiges erledigen. Ein andermal,“ anwortete die Amme und ging ihres Weges, während Ping hineinging und Hsi-fëng alles mitteilte. Als die Dienstmagd zum Haus von Frau Hsüä zurückkehrte, das sich wegen des Unruhestiftens von Hsia Djin-guee im Chaos befand, erzählte sie die Geschichte von Hsing Hsiu-yäns Demütigung, und beide, Frau Hsüä und Bau-tschai, begannen zu weinen. „Es ist nur, weil Pan nicht hier ist“, sagte Bau-tschai, „daß sie so leiden muß. Wir haben Glück, daß Hsi-fëng sich um sie kümmert. In Zukunft müssen wir selbst mehr nach ihr schauen. Sie gehört jetzt nach allem praktisch zur Familie.“ Während sie sprach, kam Hsüä Kë herein. „In all den Jahren, die Pan hier war, hat er nicht einen vernünftigen Freund gefunden!“, sagte er. „Das ist ein Schurkenpack, das ganze Rudel! Ich bin sicher, daß sich keiner auch nur ein bißchen dafür interessiert, was mit ihm passiert. Die wollen alle nur die neuesten Nachrichten erfahren. In den letzten Tagen habe ich sie alle davongescheucht, und ich habe den Pförtnern Anweisung gegeben, keinen von ihnen mehr herein zu lassen.“ „Ist es wieder dieser Schauspieler Djiang Yü-han und seine Freunde?“, fragte Frau Hsüä. „Nein, tatsächlich war der überhaupt nicht hier. Es sind ganz andere Leute.“ Hsüä Kës Worte verstärkten Frau Hsüäs Angst. „Obwohl ich einen Sohn habe“, sagte sie, „ist es, als hätte ich keinen. Selbst wenn Pan eine Gnadenfrist erreicht, wäre sein Leben ruiniert. Du bist zwar nur mein Neffe, Kë, aber du hast mehr Verstand als Pan. Ich merke schon, daß ich von nun an auf dich angewiesen bin. Arbeite hart und mach’ das Beste aus deinem Leben. Und denk’ an deine zukünftige Braut, die aus einer Familie stammt, die gerade in harten Zeiten steckt. Es ist nicht einfach, wenn eine Tochter aus dem Haus geht und heiratet. Man kann dann nur dafür beten, daß der Schwiegersohn ein fähiger Mann ist, dann hat man sein Auskommen. Stell’ dir vor, Hsiu-yän würde so werden wie die Kreatur dort drüben. Sie zeigte in die Richtung von Hsia Djin-guees Zimmer. Frau Hsüä fuhr fort: „Aber ich will nicht über sie reden. Ich weiß, daß Hsiu-yän ein ehrliches und gescheites Mädchen wird, sparsam und nicht verwöhnt. Je schneller Pans Angelegenheit geklärt ist, desto eher können wir euch zwei verheiraten, und mein armes Herz kann sich erholen.“ „Vergiß nicht, daß Bau-tjin noch immer darauf wartet zu heiraten,“ erinnerte Hsüä Kë seine Tante, „Ich weiß, wie wichtig dir das ist. Mach’ dir über uns keine Gedanken.“ Sie unterhielten sich noch ein wenig weiter, und dann kehrte Hsüä Kë in sein Zimmer zurück. Er aß sein Abendessen und begann, über Hsiu-yän im Garten nachzudenken, die von Armut gezwungen so vollkommen von den Jias abhängig war. Die zwei waren damals auf demselben Weg hergekommen, und die beiden mochten sich von Aussehen und Charakter. Wie ungerecht war das Schicksal, einer Person wie Hsia Djin-guee ein Leben in Reichtum und Luxus zu geben und sie in eine verwöhnte Hexe zu verwandeln, während das Leben für ein Mädchen wie Hsiu-yän nichts als Mühsal war! Was dachte sich der große Gebieter Yama, als er das Schicksal so ungerecht verteilte? Diese traurigen Gedanken brachten Hsüä Kë dazu, seine Wut über die Ungerechtigkeit in Gedichten festzuhalten. Er ärgerte sich, daß er zu wenig Übung hatte, und schrieb ein Gedicht mit krakeliger Handschrift, so gut er konnte, nieder. Ohne Wasser ist ein Flußdrache wie ein Fisch auf dem Trockenen. Liebe getrennt bleibt allein. Nur gemeinsam ertragen wir das Elend im Slum. Wann könnten wir – frei, gemeinsam – aufsteigen zu den Sternenbildern? Er las die Verse und dachte daran, sie an seine Wand zu pinnen. Er war jedoch ein bißchen verlegen und dachte bei sich: ‚Was, wenn jemand das sieht und sich darüber lustig macht.“ Er las die Verse noch einmal. „Ach, wen kümmerts! Ich werde sie anpinnen. Ich kann sie dann lesen, um mich selbst aufzuheitern.“ Ein weiteres, letztes Lesen ließ ihn seine Meinung jedoch wieder ändern, und er steckte sie zwischen die Seiten eines Buches. ‚Ich bin alt genug für uns, um nun verheiratet zu sein,‘ grübelte er für sich. ‚Aber wer hätte diese Familienkrise vorhersehen können, und wer weiß, wann sie aufhört? Welch Geduldsprobe für ein Mädchen wie Hsiu-yän! Wie einsam und elend sie sich fühlen muß!’ In diesem Moment wurde die Tür aufgedrückt und Bau-tschan kam mit einer Schachtel herein, welche sie mit einem albernen Lächeln auf dem Tisch absetzte. Er erhob sich und bat sie, sich zu setzen. Noch immer lächelnd sagte sie: „Vier Teller Süßigkeiten und eine kleine Flasche Wein, mit Empfehlung der jungen gnädigen Frau Pan, Herr Kë.“ „Das ist sehr nett von ihr“, antwortete Kë, „aber sie hätte sicherlich auch eines ihrer jüngeren Dienstmädchen schicken können? Sie hätte dich nicht stören müssen, Fräulein Bau-tschan.“ „Oh Herr Kë, es gibt keinen Grund so höflich zu sein. Wir sind schließlich alle ein Familie ... Frau Pan weiß, welchen Ärger Sie durchmachen wegen Herrn Pan, und sie wollte ihnen schon lange selbst danken, aber hatte Angst, die anderen könnten das falsch verstehen. In diesem Haushalt, wie Sie sicher wissen, mein Herr, spielt sich viel unter der Oberfläche ab. Das Geschenk ist nicht der Rede wert; wichtig ist, daß die Leute es nicht als Anlaß nehmen, alle möglichen Geschichten zu erfinden. Deshalb bat sie mich persönlich, mit diesen wenigen Dingen hierher zu kommen, wenn keiner zusieht.“ Sie lächelte Hsüä Kë keck an und fuhr fort: „Der zweite Herr soll nicht so reden, das macht mich verlegen. Wir sind nur hier, um zu dienen, und wenn wir Herrn Pan bedienen können, dann warum nicht auch Sie?“ Hsüä Kë war jung und von zutraulicher Natur. Es war merkwürdig, daß Pans Dienstmädchen Djing-guee und Bau-tschan ihn plötzlich so behandelten; aber Bau-tschans Erklärung erschien ihm einleuchtend. „Du kannst das Konfekt hierlassen“, sagte er. „Aber nimm den Wein mit zurück. Ich war nie ein großer Trinker: Manchmal, wenn ich gezwungen werde, trinke ich einen Humpen, aber eigentlich trinke ich gar nichts. Sicher wußtesn du und Frau Pan das?“ „Alles andere dürfen sie mich bitten!“ wendete Bau-tschan ein. „Aber ich würde es nicht wagen, dies zurückzubringen. – Sie kennen Frau Pans Gemüt. Wenn ich ihr erzähle, daß Sie nicht trinken, wird sie mir niemals glauben; sie wird sagen, ich hätte meine Pflicht nicht erfüllt.“ Ungern erlaubte Hsüä Kë ihr, den Wein ebenfalls dazulassen. Bau-tschan machte sich auf den Weg, aber als sie die Tür erreichte, sah sie noch einmal schnell nach draußen und blickte mit einem Lächeln zurück zu Hsüä Kë. Indem sie auf das Gemach von Hsia Djin-guee zeigte, sagte sie: „Ich denke, sie würde sogar selbst vorbeikommen und Ihnen für alles danken, was Sie getan haben.“ Hsüä Kë war nicht sicher, was er davon halten sollte, und begann, nervös zu werden. „Bitte richte meinen Dank an Frau Pan aus, ja? Das Wetter ist kalt, und sie muß aufpassen, daß sie keine Erkältung bekommt. Außerdem ist sie meine eigene Schwägerin, daher gibt es keinen Grund für sie solche Unannehmlichkeiten auf sich zu nehmen.“ Bau-tschan sagte nichts, aber kicherte und ging ihres Wegs. Zuerst war Hsüä Kë bereit, das Geschenk als großzügige Geste des Dankes von Djin-guees Seite zu akzeptieren. Aber jetzt hatte Bau-tschans andeutendes Benehmen seinen Verdacht erregt, und er begann zu denken, daß da etwas Faules vor sich ging. „Aber sicher würde Djin-guee niemals an so etwas denken?“, argumentierte er mit sich selbst. „Sie ist meine Schwägerin. Vielleicht heckt Bau-tschan etwas aus. Sie kann nicht sehr gut in ihrem eigenen Namen handeln. Vielleicht benutzt sie Djin-guee nur als Deckung ... Aber dann ist sie wieder Pans Zimmermädchen, das wäre kaum sehr ...“ Plötzlich dämmerte es ihm: „Natürlich! Die junge Herrin Djin-guee! Sie behandelt Menschen ohne Beachtung von Sitte und Anstand. Wenn sie in der Stimmung ist, macht sie sich manchmal zurecht wie eine Hexe, findet sich dabei schön, ohne zu wissen, daß sie ein schlechtes Herz in sich trägt! Eine andere Möglichkeit wäre, daß sie sich mit [Bau-]tjin entzweit hat und dies eine Intrige ist, um über mich Schande zu bringen und den Namen der Familie in den Schmutz zu ziehen ...“ Hsüä Kë konnte sich nicht helfen, fand dies alles sehr entmutigend und dachte angestrengt nach, um die Situation irgendwie zu erhellen. Zu seinem großen Schreck hörte er vor seinem Fenster jemanden auflachen. Aber um heraus zu finden, wer dort lachte, muß man das nächste Kapitel lesen.